In dieser Predigt von Christopher Kramp aus der Serie „Der Ersehnte“ wird die Bedeutung der ständigen Gegenwart des Heiligen Geistes im Leben eines Gläubigen beleuchtet. Anhand von biblischen Beispielen aus Matthäus 12, wie der Rückkehr des unreinen Geistes, wird verdeutlicht, dass Reinigung und Schmückung allein nicht ausreichen. Nur durch die dauerhafte Füllung mit dem Heiligen Geist kann eine Person zu einer „Festung Jesu“ werden, die den Angriffen Satans standhält. Die Predigt betont die Wichtigkeit der täglichen Hingabe an Gott und die Kooperation mit dem Heiligen Geist als Schlüssel zum Sieg über die Sünde.
Der Ersehnte: 107. „leer, gesäubert und geschmückt“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf JOLIN Media TV. Wir wollen heute weitermachen in Matthäus 12. Wir haben letzte Woche gesprochen über das Zeichen des Jona und über die Unterhaltung, die Jesus hatte mit den Pharisäern. Da wollen wir heute weitermachen. Es gibt noch ein bisschen was zu ergänzen und dann wollen wir heute sprechen über das, was Jesus erzählt hat, über die Rückkehr des unreinen Geistes. Ein wirklich ernstes und sehr wichtiges Thema. Und bevor wir anfangen, wollen wir mit einem Gebet starten.
[1:20] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du jetzt durch dein Wort, Sohn, sprichst. Schenke uns Weisheit, schenke uns deinen Heiligen Geist und gib, dass wir die Botschaft aus diesem Evangeliumstext herauslesen und erkennen, die uns für unser persönliches Leben helfen wird. Wir möchten dich bitten, dass du alle Störende fernhältst und dass du direkt zu unserem Herzen sprichst und uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Im Namen Jesu, Amen.
[1:52] Matthäus 12, wir waren letztes Mal in den Versen 38 bis 41. Kann jemand von euch vielleicht noch mal kurz zusammenfassen, was wir bis dahin gelesen haben? Wir haben ja gesehen, Jesus hatte ein Wunder getan. Die Pharisäer hatten das angezweifelt, hatten behauptet, dass er durch den Beelzebub das getan hat. Und dann hat er über die Sünde gegen den Heiligen Geist gesprochen und über die guten Worte und die schlechten Worte. Und dann ab Vers 38, was ist passiert? Was haben wir letzte Woche studiert? Was haben die Pharisäer gefordert? Sie wollten ein Zeichen. Also Jesus hatte gerade eines der größten Zeichen, eines der größten Heilungswunder getan überhaupt. Er hatte einen Menschen, der blind und stumm war und besessen, geheilt. Und die Pharisäer sagen: "Gib uns ein Zeichen, damit wir sehen, dass du Autorität hast." Und Jesus sagt dann was zu ihnen. Was hat er als Antwort gegeben? Er sagt: "Es wird euch kein Zeichen gegeben werden, außer dem Zeichen Jonas."
[3:02] Was war das Besondere an Jonas? Welche Verbindung zwischen Jesus und Jonas haben wir herausgearbeitet? Welche Parallele gibt es zwischen Jonas und Jesus? Dass Jesus sagt, die drei Tage und drei Nächte haben wir letztes Mal angeschaut, in denen Jonas im Bauch des Wals gewesen ist. Und er war de facto fast quasi tot. Im Bauch eines Wals zu sein ist das Todesurteil. Das hat er auch so empfunden. Er ist aber wieder quasi von den Toten auferstanden. Und das sagt Jesus ist die Parallele zu ihm. Aber was war das Zeichen für die Nineviten? Haben die Nineviten gesehen, dass Jonas von einem Wal geschluckt und ausgespuckt worden ist? Nein, die haben 800 Kilometer entfernt gewohnt. Was war das Zeichen für die Nineviten? Warum haben die Nineviten plötzlich gesagt: "Wir bereuen"? Er hat gepredigt. Wie viele Wunder hat Jonas getan? Feuer vom Himmel? Irgendwelche Heilungen? Nichts. Er hat einfach gepredigt.
[4:07] Wer hat besser gepredigt? Jesus oder Jonas? Wie viel Gnade war bei Jonas' Botschaft dabei? Gar nichts. Er hat gesagt: "40 Tage und ihr seid alle tot." Das war jetzt nicht so die beste Predigt. Wenn jemand das hier predigen würde, würden wir wahrscheinlich ihn zum Ausschuss einladen und sagen: "Wo ist denn da das Evangelium?" Aber trotz dieser sehr gnadenlosen Botschaft haben die Nineviten sich bekehrt. Und was waren das für Leute, die Nineviten? Böse. Böse ist noch fast untertrieben. Das waren Assyrer. Das waren die schrecklichsten Menschen, die es damals gab. Das war das brutalste Volk der Antike. Die waren grausam. Und die haben sich bekehrt durch die Predigt von Jonas. Jetzt ist das Argument von Jesus: Wenn sich solche Verbrecher bekehren können, weil jemand ja gar nicht mehr richtig Lust darauf hat und keine Gnade predigt, einfach nur das Wort Gottes predigt und sagt: "Ihr werdet umkommen." Wenn die sich bekehren können, wie viel mehr müsstet ihr euch bekehren, dass ihr die Bibel kennt, Israeliten seid und den besten Prediger habt, den es jemals gab. Denn siehe, hier ist mehr als Jonas. Und er sagt quasi: "Ihr seid schlimmer als die Assyrer aus Nineveh."
[5:18] Gut. In Vers 42 finden wir dann noch ein zweites Beispiel für diese ganze Situation. Schauen wir uns Vers 42 an. Dort heißt es in Vers 42: "Hier ist einer, der größer ist als Salomo." Also jetzt gibt Jesus noch ein zweites Beispiel neben dem Jona. Er spricht von der Königin des Südens. Von welcher Geschichte spricht er hier? Also die Geschichte von Salomo. Und wo kam die Königin des Südens her? Ich meine, der Süden ist ja relativ, wie soll ich sagen, weit gefasst. Wo kam die her? Die Königin des Südens. Wo kam die her? Wie hieß das Land, wo die herkam? Saba. Genau, die Königin von Saba. Weiß jemand von euch, wo liegt Saba? Ja, ganz genau. Im Jemen. Und zwar im heutigen Jemen. Also quasi die südwestliche Spitze von Arabien. Ich weiß nicht, wie eure Geografiekenntnisse sind, aber vom Südwest-Jemen bis nach Jerusalem, das ist kein Spaziergang. Da braucht man viele Wochen und wo geht der Weg da entlang? Durch die Wüste, durch die arabische Wüste. Also ich meine, das ist kein Spaß. Also es ist jetzt nicht so, wo man sagt: "Naja, ich bin sowieso da unterwegs, gucke ich mal beim Salomo vorbei." Für jemanden aus Südwest-Arabien zu sagen: "Ich möchte nach Jerusalem gehen, um unbedingt ihn zu hören", da muss eine enorme Attraktion gewesen sein. Die muss ein wirkliches Verlangen gehabt haben, Salomo zu hören.
[7:30] Wie hat sie denn von ihm gehört? Woher wusste sie, dass es ihn gibt? Hat sie auf Twitter oder auf Facebook irgendwie Nachrichten gehört? Wie hat die von Salomo gehört? Woher wusste die, dass es einen Salomo gibt? Er war sehr bekannt, das Wort von ihm ging in die ganze Welt hinaus. Was hat man denn von ihm berichtet? Was hat er denn getan? War er ein großer Heiler? Sind die Leute alle zu ihm gekommen und zu sehen? Seine Predigt, oder? Wenn er gesprochen hat, seine Worte waren so weise, dass alle Karawanen in alle Himmelsrichtungen berichtet haben: "Ihr müsst unbedingt den Salomo hören, oder? Unbedingt!" Und jetzt nimmt sich die Königin von Sabah, die übrigens keine Israelitin war, vermutlich die Bibel gar nicht kannte, und denkt sich, sie nimmt sich Zeit, sie nimmt sich ein Herz und sagt: "Ich möchte unbedingt zu Salomo kommen." Jetzt, wenn sie zu Salomo kommt, was ist ihre Reaktion? Was erlebt sie bei Salomo? Ist sie enttäuscht? Ist sie zufrieden? Sie flippt förmlich aus. Wisst ihr noch, was sie sagt, ungefähr? Sie sagt genau: "Nicht die Hälfte von dem ist mir erzählt worden, was hier ist." Also es war schon ein fantastischer Bericht.
[9:04] Es ist ja oft so, wenn man in Urlaub fährt, und alle schwärmen davon, und dann fährt man hin und denkt sich: "Naja, so toll ist es auch wieder nicht." Wenn die Erwartungen ganz hoch sind, dann ist man eher enttäuscht. Wenn man nicht so viel erwartet, denkt man: "Ach, ist ja doch ganz schön gewesen." Aber wenn man hohe Erwartungen hat, also ich meine, wenn man hört, das ist der Prediger, der beste Prediger der Welt, und dem hört man zu, denkt man sich vielleicht: "Ach, naja, hab ich schon mal einen besseren gehört oder so." Aber sie kommt zu ihm und sagt sich: "Das ist ja noch gar nichts gegen das, was Realität ist." Die ist vollkommen begeistert. Wie viel Wunder hat denn ihrer Gegenwart getan? Kein einziges. Die Königin von Saba, keine Jüdin, ist begeistert, absolut begeistert. Warum? Von der Predigt von Salomo.
[9:57] So, jetzt kommt die große Frage. Wer ist der bessere Prediger? Salomo oder Jesus? Der Text sagt es schon, nicht wahr? "Und siehe, hier ist einer, der ist größer als Salomo." Das heißt, der Punkt ist wieder genau derselbe. Wenn die Assyrer sich durch die Predigt von Jona bekehren, hey, warum wollt ihr noch ein Zeichen? Hört doch mal zu, was ich sage. Wenn die Königin von Saba völlig begeistert ist von der Predigt von Salomo, warum fordert ihr noch ein Zeichen, wenn ich, Jesus, direkt unter euch bin? Was wiederum die Frage stellt: Wenn wir die Bibel haben, warum beten wir eigentlich um Zeichen? Wenn wir schon das Wort Gottes haben, die großartigste Predigt, die es eigentlich gibt, es gibt ja nicht besser als das Wort Gottes, warum schätzen wir es nicht mehr? Das ist ja, was Jesus eigentlich sagt. Schaut mal, die Königin von Saba hat so viel auf sich genommen, nur um Salomo zu hören. Heute gibt es Menschen, die reisen um die ganze Welt, nur um in New York einkaufen zu können. Oder die reisen um die ganze Welt, um einen Topstar irgendeinem Konzert live zu verfolgen. Geben Geld aus, manche Fußballfans, die reisen um die halbe Welt, um ihre Mannschaft in einem anderen Stadion zu sehen. Wie viel investieren wir sozusagen für Jesus? Wie viel investieren wir für sein Wort? Wir haben das Wort Gottes direkt vor uns und sagen: "Ja Gott, gib mal ein Zeichen, ob du existierst." Was Jesus hier deutlich macht ist, die Predigt allein von ihm hätte schon längst ausgereicht. Das war das eigentliche, wahre Zeichen. Das, was dort steht, hätte vollkommen ausgereicht. Die Königin von Saba und die Assyrer, die hatten das verstanden. Die waren begeistert von den Worten, die brauchten kein Zeichen, die brauchten nicht irgendwie Feuer vom Himmel. Die Frage ist: Sind wir begeistert von den Worten? Sehen wir die Schönheit der Worte? Das ist sozusagen die Frage.
[12:15] Eine Kleinigkeit soll man noch ergänzen, bevor wir zum nächsten Abschnitt kommen. Nämlich, Matthäus 12 ist natürlich, ihr wisst, Matthäus ist nicht so chronologisch wie Markus und Lukas vor allem. Matthäus stellt so ein bisschen alles zusammen, thematisch. Und natürlich sind auch die Kapitaleinteilungen nicht original. Aber, aus welchem Grund auch immer, ist es so gekommen, dass in Matthäus 12 dreimal dieselbe Aussage vorkommt. Die wollte ich euch kurz nochmal beibringen. In Matthäus 12 gibt es dreimal die Aussage: "Hier ist mehr als oder größer als." Schaut mal in Matthäus 12 und dort Vers 6. Matthäus 12 Vers 6, da heißt es: "Ich sage euch aber, hier ist einer, der größer ist, größer als der Tempel." Genau. Und dann haben wir in Vers 41 gehabt: "größer als Jona" und in Vers 42 "größer als Salome." Und jedes Mal heißt es: Jesus ist größer als der Tempel, hier ist es größer als Jona, hier ist es größer als Salome. Wer dient dem Tempel? Ein Priester, oder? Welchen Beruf hatte Jona? Er war Prophet. Welcher Beruf hatte Salome? Er war König. Und das sind diese drei Dinge: Wenn die Bibel sagt, Jesus ist unser Priester, er ist unser Prophet und er ist der König. Der höchste Priester war im Tempel. Jona war der größte aller Propheten, der einzige, der eine Predigt gehabt hat, wo sich alle bekehrt haben. Also in dem Sinne, der erfolgreichste Prophet. Und Salome war der weiseste König, der berühmteste, der mächtigste König. Und Jesus sagt: "Ich bin größer als der höchste Hohepriester, ich bin größer als Jona, ich bin größer als Salome. Ich bin der wahre Priester, der wahre König, der wahre Prophet." Ich glaube, es ist der Heilige Geist, der das so geführt hat, dass diese drei in einem Kapitel zusammen sind. Das heißt, wenn ihr mal diese Idee beweisen wollt: Jesus ist König, Priester und Prophet, dann könnt ihr euch erinnern, einfach Matthäus 12 lesen, da steht das alles nebeneinander, dann kann man das finden.
[14:36] Gut, aber jetzt kommen wir zu Matthäus 12, Vers 43 bis 45. Matthäus 12, Vers 43 bis 45. Lesen wir das mal gemeinsam. Vielleicht den ganzen Abschnitt, weil der ist wirklich sehr interessant. Wir haben das letzte Mal schon gesagt, dieser Abschnitt mit dem Zeichen des Jona und dieser Abschnitt sind bei Lukas andersrum, wir wissen nicht genau, welche Reihenfolge die gehabt haben, aber es ist im Grunde auch egal. Vers 43.
[15:27] "Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich gegangen bin, und wenn er kommt, findet er es leer, gesäubert und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er, und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird zuletzt mit diesem Menschen schlimmer als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht."
[15:53] Nun, dieser Abschnitt allein ist der beste Beweis gegen welche Lehre, welche Irrlehre wird durch diesen Abschnitt völlig zerstört. Kennt ihr eine Irrlehre, die ganz viele Christen glauben, die durch diesen Abschnitt vollkommen widerlegt wird? Fällt euch da eine Lehre ein, die ganz, ganz viele Christen glauben, die durch diesen Abschnitt sofort widerlegt wird? Habt ihr schon mal die Idee gehört, dass Leute sagen: "Einmal gerettet, immer gerettet"? Ganz viele Christen glauben, wenn sie einmal gerettet sind, sind sie immer gerettet. Wenn sie einmal Jesus erlebt haben, können sie nicht mehr verloren gehen. Ganz, ganz, ganz viele Christen glauben das. Und wenn man dann ein Beispiel aus der Bibel gibt, wie Judas, dann sagen die: "Judas war nie wirklich bekehrt." Oder Saul, Saul war nie wirklich richtig bekehrt. Und hier haben wir aber jetzt ein ganz eindeutiges Beispiel von jemandem, der wirklich gerettet worden ist. Der Geist ist ausgetrieben worden. Kann er zurückkommen? Er kann zurückkommen. Das heißt, diese Irrlehre von "einmal gerettet, immer gerettet" ist widerlegt. Was war am Anfang dieser Unterhaltung passiert?
[17:23] Jetzt am Ende spricht er ja über diese Situation, wenn ein Dämon ausgetrieben worden ist, kann er wieder zurückkommen. Was war am Anfang der ganzen Geschichte passiert? Wie ging das Ganze los, die ganze Unterhaltung mit den Pharisäern? Da wurde ein Geist ausgetrieben, oder? Erinnert euch daran, in Vers 22 heißt es, da wurde ein besessener zum Jungen gebracht, der blind und stumm war, und der heilte ihn, sodass der blind und stumme redete, sowohl redete als auch sah. Also die Geschichte beginnt damit, dass Jesus einen Dämon austreibt. Und bis dahin ging es jetzt immer darum, wie hat er es gemacht? Durch den Heiligen Geist oder den Beelzebub? Und jetzt gibt Jesus einen zweiten Gedanken. Er sagt: "Jetzt für diejenigen, die glauben, dass Jesus es wirklich mit dem Heiligen Geist gemacht hat." Also das andere war alles gegen die Pharisäer, aber jetzt richtet er sich, Ellen White sagt, er richtet sich mit diesem Abschnitt gegen alle, die ihm wohlgesonnen waren. Die eigentlich ihm geglaubt haben, dass wirklich hier ein Wunder geschehen ist. Jesus zeigt jetzt: Wie muss es weitergehen, nachdem ich gerettet worden bin?
[18:26] Nun, übrigens, wie ist der Dämon in der Geschichte ausgetrieben worden, die Austreibung? Durch welches Mittel hat Jesus das gemacht? Das wird jetzt gleich noch sehr wichtig. Durch den Finger Gottes. Genau. Wir haben gelernt, der Finger Gottes ist wer? Der Finger Gottes ist der Heilige Geist. Und wir haben auch gelernt, warum wird der Heilige Geist der Finger Gottes genannt? Hoffentlich erinnert ihr euch, warum wird der Heilige Geist der Finger Gottes genannt? Ja, genau, aber ja, er schreibt das Gesetz auch von den Herzen, aber in der Geschichte, der Punkt ist, wo kommt zum ersten Mal der Finger Gottes vor? Mose. Der Finger Gottes ist das, wo die Israeliten nicht mehr, also was die Israeliten, nicht Schwäbisch reden, was die Israeliten nicht mehr imitieren konnten. Der Finger Gottes hat die okkulten Kräfte der Ägypter ausgetrieben. Nicht wahr? Das war ein Kampf. Gott, Wahrsager, Gott, Wahrsager. Erste Plage, zweite Plage, haben sie es immer noch imitieren können und dann kommt der Finger Gottes, oder? Dann sagen sie: "Nicht wahr, das ist der Finger Gottes, wir können nichts mehr tun." Wir haben gelernt, der Heilige Geist wird Finger Gottes genannt, weil er so viel stärker ist. Gott gewinnt gegen die Magier nicht 3 zu 2, er gewinnt 10 zu 2. Erste Plage, zweite Plage, dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte, achte, neunte, zehnte. Die können nichts mehr tun. Der Heilige Geist ist enorm viel stärker.
[19:58] Nun, warum heißt es hier in Vers 43: "Wenn aber der unreine Geist von den Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Städten." Was meint "wasserlose Städten"? Ist ein bisschen merkwürdig, nicht wahr? Man denkt ja meistens, wenn man die Geschichten sich anhört von Dämonenaustreibungen, man denkt ja nicht mehr über den Dämon nach, oder? Man ist ja froh, dass der weg ist. Wenn man jetzt hört, Jesus hat einen Besessenen geheilt, dann freut man sich mit dem jetzt Geretteten und denkt darüber nach, was der jetzt macht, wie der Mission macht, dass er jetzt angekleidet wird, nicht all diese schönen Sachen. Man denkt nicht so sehr über den Dämon nach. Aber was heißt es, dass er durch wasserlose Städten zieht?
[20:39] Vielleicht Menschen. Also was ist erstmal eine wasserlose Städte? Eine Wüste. Also nicht die Gemeinde in der Wüste, sondern der Dämon in der Wüste. Der Dämon in der Wüste. Also er ist in der Wüste. Was macht er da? Sitzt er da irgendwo im Sand und grämt sich und sagt: "Das war aber gemein, der Heilige Geist ist viel stärker als ich, das war unfair." Was macht er? Er durchzieht. Woher kennt er diese Formulierung? Er durchzieht? Hier, genau. Also von wem genau in hier? Satan. Da kommt jetzt der Satan zu Gott und sagt: "Also, woher kommst du her?" "Vom Umherstreifen durch Herz in der Erde." Der kein gefallene Engel ist faul. Faulheit ist zwar etwas, was gefallene Engel uns beibringen möchten, aber selbst haben sie es nicht. Genauso wenig, wie sie Sonntag halten und genauso wenig, wie sie an Evolution glauben, genauso wenig sind sie faul. Sie sind sehr eifrig. Und das ist unser Problem. Und das Problem oft in diesen Geschichten: Wir lesen: Gott hat den, also Jesus treibt den Dämon aus und dann verschwindet er aus unserem Blickfeld. Aber der Dämon ist eifrig, er durchzieht wasserlose Städten.
[21:51] Was sucht er? Schaut mal in Vers, in Vers 43, was sucht er? Er sucht Ruhe. Und er findet sie nicht. Könnt ihr mir sagen, warum findet ein Dämon keine Ruhe? Weil er verloren ist. Übrigens heißt es auch nicht, dass er später, wenn er zurückkommt, dadurch Ruhe findet. Er sucht nach Ruhe und findet sie nicht, weil er verloren ist. Was macht ihn denn so ruhelos, wenn man verloren ist? Warum ist man ruhelos, wenn man verloren ist? Weil Gott ihn nicht findet. Ja, Jesaja sagt mehrmals, also Jakobus sagt, sie zittern. Jakobus sagt, kein, nee, Jesaja sagt: "Kein Friede den Gottlosen", mehrmals. Weil Jesus sagt: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir. Denn ich bin sanftmütig und demütig. Und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen." Wenn wir zu Jesus kommen, finden wir Ruhe. Was macht sie so unruhig?
[22:51] Schaut mal mit mir in Matthäus 8, Vers 29. Da haben wir so einen kleinen Hinweis in einem anderen Zusammenhang. Matthäus 8, Vers 29. Was macht sie so unruhig? Jesus begegnet dort auch zwei Besessenen, das heißt hier: "Und siehe, sie schrien und sprachen: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus, du Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, um uns vor der Zeit zu quälen?" Was heißt das, wenn sie sagen: "Bist du gekommen, um uns vor der Zeit zu quälen?" Was wollen sie damit sagen? Sie wissen ganz genau, die Zeit kommt, wir werden gequält. Sie beschweren sich nur, dass es schon jetzt beginnt. Stellt euch mal vor, ihr lebt tausende Jahre in dem Wissen, eure Existenz hat keine Hoffnung mehr. Und ihr werdet einen qualvollen Tod sterben. Und glaubt mir, die gefallenen Engel werden länger brennen als die meisten Menschen, wahrscheinlich alle Menschen. Weil die gefallenen Engel sehr viel mehr, also die leben seit Jahrtausenden, haben sehr viel mehr Sünde auf ihrem Kerbholz als die allermeisten Menschen. Die wissen, es wird furchtbar. Ich meine, der Satan wird am längsten brennen. Also eigentlich müssen die wahrscheinlich ziemlich depressiv sein. Sie suchen Ruhe und finden keine.
[24:12] Jetzt kommt der entscheidende Vers. Matthäus 12, und dort Vers 44. Er sagt, da spricht er: "Ich will..." und jetzt kommt, wie geht es weiter? Er sagt: "Ich will in mein Haus." Das ist interessant, oder? Also was ist das Haus, von dem er hier spricht die ganze Zeit? Das Haus ist der Mensch, oder? Ja, sein Herz, möglicherweise auch der ganze Körper, weil Leute, die besessen sind, die können sich dann gar nicht richtig kontrollieren. Also der Mensch im weitesten Sinne. Der Dämon sagt: "Ich will zurück in mein Haus."
[24:52] Mein Haus. Was sagt euch das über den Dämon? Ja genau, aber warum sagt er "mein Haus"? Was ist so merkwürdig an der Formulierung? Es gehört ihm gar nicht. Wer hat es gebaut? Gott. Wer wohnt da drin? Wir nicht, oder? Also entweder es gehört uns oder Gott, aber es gehört auf jeden Fall nicht ihm. Aber trotzdem behandelt er den Menschen so, als ob er eigentlich ihm gehört. "Ich will zurück in mein Haus." Das ist ein interessanter Gedanke.
[25:23] Nun, die Frage, warum kommt er auf die Idee, dass er zurück kann? Erinnert euch, warum ist er gegangen? Ich meine, ist er freiwillig aus dem Haus gegangen, der Dämon, und hat gesagt: "Ich werde mal einfach ein bisschen auf Urlaub gehen, ich brauche mal eine Auszeit, ich möchte mal drei Wochen in der Wüste verbringen." Warum hat er das Haus verlassen? Er musste. Warum musste er? Ja genau, wer hat ihn vertrieben? Der Heilige Geist, der Finger Gottes. Und der hat ihm nicht gesagt: "Bitte, bitte könntest du..." Der hat ihn mit der gesamten Kraft, die Gott hat, ausgetrieben. Und er musste. Aus welchem Grund kommt der Dämon jetzt auf die Idee: "Lass mich zurückgehen"? Also ich meine, wenn er ganz klar bei Sinn ist, was müsste er doch erwarten, wenn er jetzt zurückkommt? Dass er nicht reingelassen wird, genau. Weil wenn der Heilige Geist damals stärker war als er, und zwar nicht 3 zu 2, sondern 10 zu 2, sehr viel stärker, was wird jetzt passieren? Aus irgendeinem Grund erkennt der Dämon, dass jetzt seine Chance wieder gekommen ist.
[26:39] Woran könnte der Dämon erkennen? Übrigens, ganz egal, ob wir besessen gewesen sind oder nicht, Dämonen spielen eine entscheidende Rolle, uns zur Sünde zu verführen, oder? Habt ihr das gewusst? Dämonen geben uns Gedanken, sie bringen Versuchungen in unser Leben, verschiedene Dinge. Sie haben ja unser Leben studiert, sie wissen, womit sie am meisten zu kämpfen haben, sie kennen unsere schlechtesten Punkte, sie sind eifrig dabei, uns zu verführen. Aus welchem Grund könnte ein Dämon sagen: "Hey, Moment mal, ich bin zwar letzten Sabbat vertrieben worden, als bei der Predigt die Person nach vorne gegangen ist, ihr Leben Jesus gegeben hat, nicht wahr? Und ich musste mich zurückziehen. Aber jetzt glaube ich, könnte ich wieder zurück." Was beobachtet der Dämon? Wonach schaut er aus? Naja, er kann ja nicht ins Herz gucken. Engel können nicht ins Herz schauen.
[27:31] Woher hat der Satan wohl gemerkt, dass er bei Eva eine Chance gehabt hat? Sie stand alleine vor seinem Baum. Das war noch keine Rebellion gegen Gott, in dem Sinne, dass sie da schon gesündigt hat, oder? Aber durch ihr Verhalten war deutlich, sie hat eigentlich nicht das gemacht, was sie hätte machen können mit Gott zusammen. Sie stand alleine da und als er gemerkt hat, sie steht nicht mehr in der vollen Kraft Gottes vor ihm, hat er die Gelegenheit ergriffen.
[28:04] Schaut mal in Matthäus 12, Vers 29. Matthäus 12, Vers 29 sagt: "Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Erst dann kann er sein Haus rauben." Das heißt, vorher war es ja andersrum. Da war ja erst der Dämon im Haus und wer hat eingebrochen quasi? Der Heilige Geist, nicht wahr? Weil der Heilige Geist ist stärker. Jetzt kommt der Dämon zurück. Jetzt frage ich euch: Ist das Haus leer, ja oder nein? Ja, der Text sagt, es ist leer. Aber wenn wir ganz genau nachdenken, es ist nicht ganz leer. Wer ist denn da? Wir sind immer noch da, oder? Wir sind immer noch da, weil das ist ja nur ein Bild. Das Haus selbst ist ja auch eine Person mit Denken, oder? Das heißt, hier spricht es ja nicht von bewusstlosen Menschen, hier spricht es von Menschen, die denken können. Der Dämon kommt zurück und was er vorfindet, ist ein Mensch ohne Heiligen Geist. Ein sauberer, gereinigter, geschmückter Mensch ohne Heiligen Geist, der quasi in seiner moralischen Reinheit sein Haus verteidigen möchte. Und was sagt der Dämon sich jetzt? Verglichen mit dem Gegner vorher, dem Heiligen Geist, wo ich wie ein geprügelter Hund weglaufen musste, ist dieser Mensch, ist diese Eva, die hier vor mir steht, oder wer auch immer, ist dieser Mensch, ist er wie nichts, den kann ich locker bezwingen.
[29:49] In Matthäus 12, Vers 49 steht: "Das Haus ist leer, gesäubert und geschmückt." Wie oft kommt es vor, dass wir gereinigt sind und geschmückt, aber leer?
[30:28] Da war es andersrum, da wollten die den bösen Geist austreiben. Die haben gesagt: "Wer bist du denn? Du kannst gleich wieder abhauen." Schaut mal in 1. Johannes 4, Vers 4. Da haben wir das Gegenbeispiel. 1. Johannes 4, Vers 4. Dort heißt es: "Kinder, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist." Wann können wir Sieger sein? Wenn jemand in unserem Haus ist, der größer ist als der Feind. Und das muss jemand mehr sein als ich. Deswegen war es auch für Eva nicht genug, sündlos zu sein und heilig zu sein. Ohne den Heiligen Geist hat sie keine Chance gehabt.
[31:28] Ich habe heute einen Satz bei Ellen White gelesen, der hat mich sehr bewegt. Ellen White sagt: "Adam und Eva haben den Engeln versichert, nicht versprochen, versichert, wir werden niemals übertreten." Und wenn ihr den Satz mal überdenkt: "Adam und Eva haben versichert, wir werden Gottes Gebot niemals übertreten, das ist unsere größte Freude, ihm zu gehorchen", da kriegt man Gänsehaut. Weil wenn sündlose Menschen sagen können: "Wir werden niemals übertreten aus Liebe zu Gott", und sie übertreten doch, dann wisst ihr, es gibt absolut nichts in unseren eigenen Versprechen, auf das man bauen kann. Absolut gar nichts. Die einzige Chance, sicher zu sein, ist, wenn etwas in uns ist, das größer ist als wir selbst, der Heilige Geist.
[32:14] Jetzt, es gibt ein interessantes Zitat von Ellen White dazu. Sie sagt: "Nicht nur durch Widerstand, sondern auch durch Vernachlässigung wird die Seele zerstört." Nicht nur durch Widerstand, sondern auch durch Vernachlässigung. Das heißt, ich kann gestern befreit worden sein von Jesus, von dieser Sünde, jetzt muss ich nicht aktiv gegen das Evangelium ankämpfen, um zu fallen. Ich muss einfach nur versäumen, Tag für Tag mich Gott zu übergeben. Und ich werde fallen. Sie sagt weiter: "Es gibt viele, so wie damals zur Zeit Jesu gibt es heute viele, über die die Kontrolle des Satans für eine Zeit gebrochen scheint. Durch die Gnade Gottes werden sie von bösen Geistern befreit, sie freuen sich an der Liebe Gottes, aber wie der steinige Grund in dem Gleichnis, bleiben sie nicht in seiner Liebe. Sie übergeben sich nicht täglich Gott, dass Christus in ihren Herzen wohnen kann." Und dann sagt sie ein paar ganz, ganz, ganz großartige, also wichtige Sätze. "Wenn die Seele sich selbst Christus übergibt, nimmt eine neue Kraft Besitz vom neuen Herzen. Eine Veränderung wird bewirkt, die kein Mensch für sich selbst herstellen kann. Es ist ein übernatürliches Werk und es bringt ein übernatürliches Element in die menschliche Natur."
[33:34] Jetzt kommt ein ganz toller Satz. "Die Seele, die sich Christus übergibt, wird seine eigene Festung, die er in der rebellischen Welt hält. Und er hat vor, dass keine Autorität darin bekannt sein soll als seine eigene." Eine Seele, die so von himmlischen Agenten oder himmlischen Wesen in Besitz ergriffen wird, ist Uneinnehmer für die Angriffe Satans. Also die Idee ist, es gibt hier eine Welt voller Rebellion und mittendrin, sagt er, gibt es eine Festung. Eine Festung, wenn da der Heilige Geist wohnt, im Menschen, sind wir eine Festung, wo Gott sagt: "Ja, die ganze Welt ist im Abfall, aber kennst du meinen Knecht Hiob? Das ist eine Festung, da kommt der Satan nicht rein." Das heißt, egal wie der angreift, er kommt gar nicht rein. Das heißt, die Frage ist: Warum sündige ich? Ich sündige, wenn ich meine Augen weg von Jesus lege, die Kraft des Heiligen Geistes nicht in Anspruch nehme, dann kämpfe ich Dämon gegen Mensch. Und Dämon gegen Mensch oder Sünde gegen Mensch oder schlechte Gewohnheit gegen Mensch kennt immer nur einen Sieger, nämlich die Sünde. Aber wenn der Heilige Geist gegen die Sünde kämpft, gibt es auch nur einen Sieger. Das heißt, der entscheidende Punkt ist für uns nicht, dass wir versuchen, gegen die Sünde zu kämpfen. Das hat noch nie funktioniert. Und vielleicht kennt ihr das aus eurem Leben, das führt nur zu Niederlagen. Der entscheidende Schlüssel zum Sieg ist: Bin ich eine Festung? Wohnt der Heilige Geist gerade in mir? Nur wenn wir gefüllt sind, kann der Dämon nicht zurück.
[35:12] Nun sagt sie noch etwas Interessantes. Sie sagt: "Es ist nicht notwendig, dass wir uns bewusst für das Königreich der Finsternis entscheiden. Alles, was wir tun müssen, ist, es zu vernachlässigen, uns mit dem Königreich des Lichtes zu verbinden." Dann sagt sie: "Wenn wir nicht mit den himmlischen Agenten kooperieren, wird Satan das Herz irgendwann in seinen Besitz nehmen." Sie sagt: "Wir müssen uns Moment für Moment Gott übergeben." Und deswegen ist es auch vollkommen irrelevant, ob wir ein Zeichen bekommen oder nicht. Weil was nützt das Größte? Weil ihr erinnert euch, die Pharisäer sagen: "Gib uns ein Zeichen, damit wir wissen, wer du bist." Und Gott sagt: "Was würde euch das nützen? Ihr habt gerade ein Zeichen gehabt." Selbst wenn du ein Zeichen bekommst und du bleibst nicht in der Liebe Gottes, nützt dir das Größte Zeichen nicht. Zeichen sind eigentlich relativ nebensächlich. Das Einzige, was hilft, ist, wenn ich Tag für Tag, Moment für Moment eigentlich mir die Frage stelle: Bin ich gerade mit dem Heiligen Geist verbunden? Ich muss ja nicht ständig die Bibel vor Augen haben. Aber bin ich mit dem Heiligen Geist verbunden? Ist jemand in mir, der stärker ist als mein eigener Wille?
[36:19] Und vielleicht kennt ihr das in eurem Leben. Es gibt so Momente, wo man merkt: "Oh, ich glaube, Gott möchte, dass ich das jetzt tue." Aber ich habe eigentlich Lust auf das jetzt. Ich werde jetzt nicht lange, ich werde nur ganz kurz einen Ausflug machen. Ich werde auf jeden Fall nicht sündigen. Ich werde einfach nur mal kurz das machen, oder? So wie die Eva genau wusste, sie soll sich nicht von Adam entfernen, aber dachte: "Naja, so schlimm ist es auch wieder nicht, oder?" Dieser Moment, wo wir denken: "Naja, so schlimm wird es wohl nicht sein." Dieser Moment, wo wir denken: "Naja, darauf kommt es jetzt bestimmt nicht an." Wenn wir eigentlich merken, der Heilige Geist sagt: "Tu das nicht." Das ist der Moment, wo wir oft die Tore aufmachen in unserer Festung. Und die Dämonen, die sind ja jahrtausendelang geschult. Die wissen ganz genau, die kennen unsere Blicke, die kennen unsere Körpersprache, die wissen genau, wo vermutlich unsere Gedanken hinrennen. Und die warten auf den Moment. Ihr Lieben, das christliche Leben ist ein echter Kampf. Ein echter, wirklicher Kampf.
[37:17] Das Interessante ist, wenn man jetzt den Dämon mit Jesus vergleicht, denn der möchte ja auch hier in die Wohnung hinein, der möchte auch in das Haus. Was sagt Jesus, wenn er in ein Haus möchte, wo er noch nicht wohnt? Welches Mittel ergreift Jesus, um in das Haus hineinzukommen? Er steht an der Tür und klopft, oder? Er sagt: "Darf ich dich bitte hinein." Was sagt der Dämon? Klopft er an? Der klopft nicht an. Der behandelt das Haus so, als ob da niemand wohnt. Ein Dämon, wenn er Besitz ergreift, beachtet dich als Person nicht mehr. Das seht ihr an besessenen Menschen, die haben gar keine Persönlichkeit mehr, oder? Jesus fragt höflich an: "Darf ich hineinkommen und dann mit dir gemeinsam essen?" Jemand, der vom Heiligen Geist kontrolliert wird, verliert nicht seine Persönlichkeit. In Wirklichkeit wird seine Persönlichkeit erst so richtig emporgehoben. Wenn die Sünde über uns regiert, zerstört sie unsere gesamte Persönlichkeit, die Gott uns gegeben hat.
[38:17] Nun, schaut mal in Vers 45. Matthäus 12, Vers 45.
[38:26] "Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich." Im Griechischen steht dort: "Er nimmt andere Geister mit sich, sieben an der Zahl", also so richtig betont. Wenn jemand aber zu Hause hat, bestimmte Musiken schafft er, bestimmte Bücher, das ist auch gut zu erinnern, dann ist er ein einzigartiger Dämon, der in einem Haus unterhaltsam ist, wie viele Menschen. Deshalb müssen wir sehr aufpassen, was wir zu Hause haben.
[38:52] Das Entscheidende ist, Ellen White beschreibt, dass Engel unsere Gedanken nicht lesen können. Aber sie können unsere Körpersprache lesen. Sie können sehen, wo wir hinschauen, wie wir reagieren auf bestimmte Dinge. Und sie ahnen dann schon, wenn wir eigentlich nicht mehr ganz auf dem Willen sind, den Gott uns vorgesehen hat, und dann warten sie wie Soldaten, die strategisch überlegen, wann ist der beste Moment, wenn die Person schwach ist, wenn sie müde ist, wenn was weiß ich was, überrascht wird. Wenn die sehen, dass du eine Schallplatte hast, die nicht die Musik ist, sondern die dämonische, dann haben sie recht, kommen rein, und dann die ganze Familie löst sich.
[39:49] Das Problem ist ja von uns allen, dass wir viel zu tolerant für Sünde sind, oder? Wir entschuldigen uns, ja, das mache ich ja selbst nicht, aber wir tolerieren viele Dinge, und das tut sozusagen unsere Abwehrmechanismen abschwächen. Aber bleiben wir auf Vers 45. Da geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er, und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird zuletzt mit diesem Menschen schlimmer als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht.
[40:15] Hat sich das mit dem jüdischen Volk erfüllt? Hat sich das erfüllt beim jüdischen Volk? Zu denen hier spricht, zu dieser Generation, sind die immer noch schlimmer geworden? Was haben sie am Ende gemacht, als sie Jesus abgelehnt haben und abgelehnt haben und abgelehnt haben? Sie haben am Ende geschrieben: "Kreuze geliehen. Sein Blut, komm über uns." In ihrer Haut möchte ich nicht, also in der Haut der meisten dieser Pharisäer möchte ich nicht stecken im Gericht. Sie sagte, indem sie Christus abgelehnt haben, hat das jüdische Volk die unvergebbare Sünde begangen.
[40:54] Ich meine, das ist das, was er vorhin davor gesprochen hat. Jetzt am Ende, was ist die praktische Konsequenz von dem, was wir gelernt haben? Das gehört zu den praktischen Themen, über die Jesus überhaupt gesprochen hat. Wir schauen als Christen oft auf den einen Moment der Befreiung. Wir schauen oft auf das eine Zeichen, auf den Moment der Bekehrung, auf den Moment, wo ich nach vorne komme, wo ich eine Karte ausfülle, wo ich getauft bin, wo ich sage: "Heute ist der Tag X", nicht wahr? Und verstehen nicht so sehr, dass es nicht nur auf den einen Moment der Entscheidung ankommt. Der ist zwar sehr wichtig, aber der eine Moment der Entscheidung, das eine Zeichen, die eine Wundertat, das Wirken des Heiligen Geistes, nützt nichts, wenn ich ihn nicht dauerhaft einlade, bei mir zu wohnen. Wenn ich gereinigt und geschmückt, aber leer bin, werde ich mein Haus nicht verteidigen können.
[41:40] Und das zeigt auch die ganze Idee, warum Werksgerechtigkeit völlig absurd ist. Das ist ja oft die Idee: "Na, jetzt hat Jesus was für mich getan, jetzt werde ich mal versuchen, irgendwie mein Haus zu bewachen." Wir können in dieser Welt nur bestehen. Ich kann in meinem geistlichen Leben nur bestehen, wenn ich Moment für Moment mit dem Heiligen Geist verbunden bin.
[41:59] Und jetzt vielleicht die letzte, allerletzte Frage: Was kann ich jetzt tun, also praktisch, morgen früh, dass mein Haus, mein Körper, mein Denken, eine Festung ist, eine Festung Jesu in dieser rebellischen Welt? Was kann ich tun? Bitten um den Heiligen Geist, denn er gibt gerne, nicht wahr? Was noch? Ich lese Gottes Wort, ja, da spricht der Geist. Was noch? Ich flehe, ich bete, ich kooperiere mit dem Heiligen Geist.
[42:30] Was macht denn gerne der Heilige Geist? Mission. Wenn ich anderen von Jesus erzähle, kooperiere ich mit dem Heiligen Geist. Ja, man kann relativ schlecht echte Missionen machen, ohne mit dem Heiligen Geist zusammenzuarbeiten. Wenn ich also den Tag über lebe mit dem Gedanken: "Wie würde Jesus jetzt reagieren? Was würde Jesus sagen? Wie würde Jesus sich entscheiden?", dann bin ich mit dem Heiligen Geist verbunden. Und dann kann der Satan mit sieben Dämonen oder siebenundsiebzig Dämonen kommen oder mit allen.
[42:57] Übrigens, wenn das passiert und sieben Dämonen zurückkommen, bin ich dann für immer verloren? Nein. Das Problem ist ja nicht, dass... Gibt es eine Person, die sieben Dämonen hatte? Und sie ist auch gerettet worden, nicht wahr? Es geht ja nicht darum, ob ein Dämonen oder sieben Dämonen oder dass sie jetzt... Keine Sünde ist zu groß, dass sie vergeben werden kann. Es geht um die Dauerhaftigkeit. Was Jesus sagt ist, egal wie groß meine Sünde gewesen ist, wenn sie mir vergeben worden ist, kann der Heilige Geist in mir wohnen. Und egal wie klein meine Sünde gewesen ist, wenn ich nicht bei Jesus bleibe, kommt sie zurück.
[43:36] Wisst ihr, schon mal erlebt, dass Sünden wie Bumerang sind? Man schmeißt sie aus dem Leben heraus und sie kommen direkt wieder zurück. Und deswegen muss etwas in unserem Leben sein, wenn die Sünde zurückkommt, dass sie nur noch außenrand prallt, aber nicht mehr durchs Fenster hineinkommt. Und deswegen müssen wir uns täglich für den Heiligen Geist entscheiden. Wir haben gar keine andere Wahl. Und das Tolle daran ist, dann kann man auch keinen geistlichen Stolz haben, weil die einzige Möglichkeit, dass ich geistlich noch stehe, ist wegen Gott, oder? Anders geht es gar nicht. Und auch gemeinsam Gott bitten, dass er uns täglich hilft, uns daran zu erinnern, beim Heiligen Geist erfüllt zu sein.
[44:08] Lieber Vater im Himmel, wir knien jetzt vor dir und wir alle haben das schon erlebt in unserem Leben, dass wir mit Sünden aufgehört haben, Dinge überwunden haben, großartiges erlebt haben, was du für uns getan hast. Und dann haben wir irgendwann zurückgeschaut und gemerkt, wie manche Sünden und manche schlechten Gewohnheiten und Angewohnheiten wie ein Bumerang zurückgekommen sind. Und wir realisieren, das liegt nicht daran, dass du zu schwach bist oder dass deine Verheißungen nicht wahr sind, sondern dass wir zu oft in unserem Leben unsere Augen vom Kreuz weggenommen haben, zu oft in unserem Leben gereinigt und geschmückt waren, aber doch eigentlich leer und uns nicht täglich haben füllen lassen mit deiner Liebe. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du unser Flehen erhört und wir wissen, dass eigentlich nicht wir dich überzeugen müssen, sondern dass du ständig versuchst, uns zu überzeugen, doch endlich das Geschenk des Heiligen Geistes konstant und täglich anzunehmen. Herr, wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass wenn wir einfach wie ein Kind täglich mit dir leben, der Satan nichts tun kann, um uns vom Weg abzubringen. Lass uns endlich diese Lektion lernen, dass wir beständig bei dir bleiben, immer bei dir bleiben und wir danken dir, dass du uns immer und immer wieder geduldig daran erinnerst, uns nicht aufgibst, auch wenn wir gefallen sind und dass du uns zu so einer Festung machen möchtest in dieser Welt, zu einem Beispiel für alle, was passieren kann, wenn ein Mensch sich dir ganz Moment für Moment übergibt. Und so bitten wir dich nach deiner Verheißung und die Erfüllung mit deinem Heiligen Geist um völlige Übergabe und danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du dieses Gebet erhörst, denn es ist in deinem Willen und in deinem Namen. Amen.
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