[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der CSH. Heute werden wir das Thema vorbereitet auf Veränderungen studieren. Und das kommt jetzt auch, nachdem wir in der letzten Woche das Thema Entscheidungen, die wir treffen, studiert haben. Und natürlich sind Entscheidungen immer notwendig, wenn es eine Veränderung gibt. Jede Veränderung bringt meistens auch eine Entscheidung mit sich, die getroffen werden muss. Und nachdem wir in der letzten Woche studiert haben, wie wir gute Entscheidungen treffen können, wollen wir uns anschauen, wie wir auch vorbereitet sind auf Veränderungen, die kommen. Aber bevor wir dies tun, möchten wir wie gewohnt gemeinsam beten.
[1:00] Unser großer Gott, Herr, wir danken dir, dass wir heute dein Wort studieren können. Danke, Herr, dass du uns so viel Weisheit in dein Wort gelegt hast. Und ich möchte dich bitten, dass du jetzt bei uns bist und uns mit deinem guten Geist führst, wenn wir dein Wort studieren. Im Namen Jesu, Amen.
[1:15] Jeder Mensch wird in der Regel in eine Familie geboren. Und das ist schon eine große Veränderung für die Familie. Denn bei all diesen Studien, die wir jetzt machen, bei all den Dingen, die wir uns anschauen, betrachten wir das im Rahmen der Familie. Das ist unser großes Thema für dieses Quartal: Familienzeiten. Und so ist eben die erste große Veränderung im Leben, wenn man zur Welt kommt, eine, die für die Familie gilt, in der man geboren wird. Die Eltern kümmern sich um das Kind. Und das Kind erfährt anfangs auch viel Veränderungen, auf die es nicht vorbereitet ist. Aber die Eltern sind vorbereitet. Und das ist auch ein schönes Bild dafür, dass Gott, unser himmlischer Vater, immer vorbereitet ist. Er weiß, was kommt und er wird auch für uns sorgen. Und das ist auch so ein bisschen der Grundgedanke in dieser Woche, den ich euch mitgeben möchte.
[2:21] Wir möchten am Anfang unseren ersten Bibelvers aufschlagen und den finden wir in 1. Korinther Kapitel 10 und dort Verse 6 und 7. Und hier spricht Paulus zu den Korinthern und schreibt es ihnen und sagt: „Diese Dinge aber sind zum Vorbild für uns geschehen, damit wir nicht nach dem Bösen begierig werden, so wie jene begierig waren.“ Und hier geht es um die Israeliten in der Wüste. „Werdet auch nicht Götzendiener, so wie etliche von ihnen, wie geschrieben steht: Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken und stand auf, um sich zu vergnügen.“
[3:05] Und dazu möchte ich einen Ausschnitt aus dem Buch „Das Wirken der Apostel“ vorlesen. Der Apostel Paulus ermahnte nun die Gläubigen in Korinth, die Lehren aus den Erfahrungen Israels zu betrachten. Er zeigte ihnen, wie die Liebe zu Behaglichkeit und Vergnügen den Weg für Sünden geebnet hatte, die Gott außerordentlich erzürnten. Als sich einmal die Kinder Israel lagerten, um zu essen und zu trinken und aufstanden, um zu spielen, gaben sie alle Gottesfurcht preis. Die Warnungen des Apostels an die Korinther Gemeinde gelten zu allen Zeiten und sind heute besonders angebracht. Unter Götzendienst verstand Paulus nicht nur die Verehrung von Götzenbildern, sondern, Achtung, auch Selbstsucht, Hang zur Bequemlichkeit, sowie die Befriedigung der Triebe und Begierden. Das bloße Bekenntnis des Glaubens an Christus, das Pochen auf die Kenntnis der Wahrheit macht jemand noch lange nicht zum Christen. Ein Glaube, der nur das Auge, das Ohr und den Geschmack befriedigen oder die Selbstsucht billigen wollen, hat nichts mit dem Glauben Christi zu tun.
[4:18] Und auch wenn wir hier dann weiterlesen, in Kapitel 10, Vers 12, dort steht auch: „Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle.“ Veränderungen können plötzlich kommen und wir können natürlich auch nicht auf jede Veränderung vorbereitet sein, aber es ist wichtig, dass wir eine Grundsatzentscheidung treffen, dass wir uns vornehmen, egal was passiert, immer Gott treu zu sein.
[4:38] In 2. Mose, Kapitel 17, finden wir die Geschichte der Israeliten, die durch die Wüste Richtung Kanaan gewandert sind und wie sie dort von den Amalekitern angegriffen wurden. Und dort in den Versen 8 bis 13 lesen wir: „Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel in Rephidim. Und Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer und zieh aus, kämpfe gegen Amalek. Morgen will ich auf der Spitze des Hügels stehen mit dem Stab Gottes in meiner Hand.“ Und Josua machte es, so wie Mose ihm sagte, und er kämpfte gegen Amalek. Mose aber und Aaron und Hur stiegen auf die Spitze des Hügels. Und es geschah, solange Mose seine Hand aufhob, hatte Israel die Oberhand. Wenn er aber seine Hand sinken ließ, hatte Amalek die Oberhand. Aber die Hände Mose wurden schwer. Darum nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn und er setzte sich darauf. Aaron aber und Hur stützten seine Hände auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände fest, bis die Sonne unterging und Josua überwältigte Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes.
[6:00] Hier kam für die Israeliten eine unerwartete Veränderung. Plötzlich wurden sie von ihren Feinden angegriffen und die Art und Weise, wie Mose hier reagiert, ist auch ein, oder wie Mose und Josua hier reagiert haben, ist ein Vorbild und ein Beispiel für uns, was wir bei unerwarteten Veränderungen tun können. Und zwar ging Mose auf den Berg, Mose betete und Josua handelte.
[6:22] In „Patriarchen und Propheten“ auf Seite 273 lesen wir: „Wie die Hebräer erfolgreich waren, wenn Mose seine Hände zum Himmel streckte und für sie bat. So wird das Israel Gottes den Sieg davontragen, wenn es gläubig der Kraft seines mächtigen Helfers vertraut. Doch muss göttliche Stärke mit menschlicher Anstrengung verbunden werden. Mose konnte nicht darauf hoffen, dass Gott ihre Feinde überwand, wenn Israel untätig blieb. Während der große Anführer zum Herrn flehte, kämpfte Josua und seine tapferen Gefolgsleute mit äußerster Anstrengung weiter, um die Feinde Gottes und Israels zurückzuschlagen.“ Also Gebet ist notwendig, aber wir können danach nicht einfach die Hände in den Schoß legen. Gott möchte auch, dass wir handeln, dass wir etwas tun. Wir tun, was in unserer Macht steht und Gott macht den Rest.
[7:18] Gott erwartet von uns auch, dass wir unseren Verstand einsetzen. Er hat uns geschaffen mit Gaben und Fähigkeiten, mit einem Verstand, den wir gebrauchen können. Er möchte, dass wir ihn einsetzen und dadurch eben auch lernen und uns weiterentwickeln und wachsen.
[7:40] In 1. Mose Kapitel 16 haben wir ein Negativbeispiel, wie man mit so einer unerwarteten Veränderung umgehen kann. 1. Mose Kapitel 1, äh Kapitel 16, Entschuldigung, die Verse 1 bis 6. Und dort lesen wir folgende Begebenheit: „Und Sarai, Abrams Frau, gebar ihm keine Kinder. Und sie hatte eine ägyptische Magd, die hieß Hagar. Und Sarai sprach zu Abram: Siehe doch, der Herr hat mich verschlossen, dass ich keine Kinder gebären kann. Gehe doch ein zu meiner Magd, vielleicht werde ich durch sie Nachkommen empfangen.“ Und Abram hörte auf die Stimme Sarais. Dann nahm Sarai, Abrams Frau, ihre ägyptische Magd Hagar, nachdem Abram zehn Jahre lang im Land Kanaan gewohnt hatte, und gab sie Abram, ihrem Mann, zur Frau. Und er ging ein zu Hagar und sie wurde schwanger. Als sie nun sah, dass sie schwanger war, wurde ihrer Herrin verächtlich in ihren Augen. Da sprach Sarai zu Abram: „Du hast Unrecht! Das Unrecht, das mir zugefügt wird, treffe dich! Ich habe dir meine Magd dann in den Schoß gegeben. Da sie nun aber sieht, dass sie schwanger ist, bin ich verächtlich in ihren Augen. Der Herr sei Richter zwischen mir und dir.“ Abram aber sprach zu Sarai: „Siehe, deine Magd ist in deiner Hand. Tue mit ihr, was gut ist, in deinen Augen.“ Dann und Sarai, sie demütigte, floh sie vor ihr.
[9:11] Bei dieser Anwendung, bei der Anwendung dieses Prinzips Beten und Handeln, dürfen wir nicht die Gebote und die Vorgaben Gottes übertreten. Gott hatte von Anfang an eine ganz klare Regelung dafür, wie die Ehe auszusehen hat. Und das war zwischen einem Mann und zwischen einer Frau und nicht zwischen einem Mann und zwei Frauen oder zwei Männer und einer Frau oder sonst welche Kombination, die man sich ausdenken kann, sondern nur ein Mann und eine Frau. Und Abram und Sarai haben hier in ihrer Verzweiflung etwas getan, wo sie dachten, sie glaubten zwar der Verheißung Gottes, aber sie dachten, dass sie selber hier irgendwie nachhelfen müssen. Und dabei übertrafen sie diese klare Vorgabe Gottes. Und daraus resultierte nur Schlechtes. Sie zeigten hier, dass sie Gott nicht genug vertrauten in dieser Situation.
[10:00] In dem Buch „Die Geschichte der Erlösung“ lesen wir dazu folgendes: „Nicht in einem einzigen Fall hat Gott Polygamie gebilligt, denn sie entspricht nicht seinem Willen. Er wusste, dass hierdurch das Glück der Menschen zerstört wurde. Durch die unglückliche Eheverbindung mit Hagar wurde Abrams Frieden empfindlich gestört. Hätten Abram und Sarah in gläubigem Vertrauen auf die Erfüllung der Verheißung gewartet, dass sie einen Sohn haben werden, wäre ihnen viel Leid erspart geblieben. Zwar glaubten sie, dass Gott verheißen hatte, was Gott verheißen hatte, hielten es aber für unmöglich, dass Sarah in ihrem hohen Alter noch einen Sohn bekommen würde. Sarah glaubte, Gottes Verheißungen durch einen eigenen Plan erfüllen zu können und bat Abram, Hagar zur Frau zu nehmen. In diesem Punkt fehlte beiden der Glaube und ein vollkommenes Vertrauen zu Gottes unbegrenzter Macht. Weil Abram auf Sarahs Stimme hörte und Hagar zur Frau nahm, bestand er diese Prüfung seines Glaubens an die unbegrenzte Macht und Stärke Gottes nicht und brachte viel Unglück über sich und Sarah. Gott wollte prüfen, wie fest Abrams Glaube und Vertrauen zu den ihm gemachten Verheißungen waren. Abram bestand in dieser Situation die Prüfung nicht.“
[11:27] Es gibt Dinge, auf die können wir uns vorbereiten und es gibt Dinge, die kommen überraschend. Wichtig ist es, dass wir uns auf die absehbaren Dinge vorbereiten und dass wir bei den unvorhersehbaren Dingen unser Vertrauen ganz auf Gott legen. Allgemein sollten wir immer unser Vertrauen ganz auf Gott legen und seinen Verheißungen und seinen Versprechen Glauben schenken und entsprechend auch danach leben und danach handeln.
[11:58] Als nächstes möchten wir uns Gedanken darüber machen. Wir gehen quasi so ein bisschen durch die großen Veränderungen des Lebens durch und eine der größten Veränderungen ist, wenn jemand in den Bund der Ehe eintritt. Die Vorbereitung auf die Ehe ist sehr wichtig. Gott hat die Ehe eingesetzt. Als er den Menschen schuf, sagte er: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ So schuf er sie als Mann und Frau. Die Ehe selbst ist neben dem Sabbat die einzige Institution, die wir noch aus dem Paradies haben, die uns erhalten geblieben ist. Sie wurde von Gott selbst eingesetzt und ist der ursprüngliche Plan Gottes für den Menschen. Er ist die engste Verbindung, die zwei Menschen miteinander eingehen können. Er verkörpert auch die Beziehung, die zwischen Jesus und seiner Gemeinde herrscht.
[13:14] Es ist eine der wichtigsten Entscheidungen, wie schon gesagt, die wir im Leben treffen können und daher ist es immens wichtig, dass wir uns gut darauf vorbereiten und uns schon vor der Ehe mit den Prinzipien der Bibel vertraut machen und wissen, was Gottes Wille für diese Verbindung ist. Es ist außerdem eine der größten Veränderungen im Leben eines Menschen. Hier sind ein paar Gedanken dazu, wie man sich darauf vorbereiten kann. Zunächst mal beginnt die Vorbereitung bei einem persönlich. Die Entscheidung, wen man heiratet, ist die schwerwiegendste oder eine der schwerwiegendsten Entscheidungen, die im Leben zu treffen sind. Deshalb ist es eben von größter Bedeutung, sich damit zu befassen.
[14:02] Wenn ihr also mit dem Gedanken spielt zu heiraten, dann geht hin und studiert das Wort Gottes. Studiert die Prinzipien, die in der Bibel hinterlegt sind für diesen Bund der Ehe. Wir finden dort viele Hinweise dafür, wer überhaupt dafür geeignet ist, diesen Bund einzugehen. Zunächst mal sehen wir in Sprüche Kapitel 24, Verse 30 bis 34 und ihr könnt diese Verse am besten selber nachschlagen und nochmal für euch selbst studieren. Aber Gott möchte nicht, dass wir faul sind. Wenn wir heiraten wollen, sollten wir zunächst mal selbst nicht faul sein und auch bei der Auswahl eines Partners sollten wir darauf achten, dass dieser nicht faul ist.
[14:59] In Sprüche 22, Vers 24 sehen wir auch, dass Gott nicht möchte, dass wir zornig sind, dass wir unbeherrscht sind. Wir sollten uns selbst unter Kontrolle haben. Eine Verbindung mit Ungläubigen ist außerdem auch nicht im Gottes Sinn. Das sehen wir im 2. Korinther 6, Vers 14 bis 15 und auch an anderen Stellen in der Bibel. In Sprüche 11, Vers 14 lesen wir darüber, dass es angebracht ist und sinnvoll ist, auch den Rat bei anderen Gläubigen zu suchen.
[15:37] Und in Sprüche 3, Verse 5 bis 6 lesen wir davon, dass es wichtig ist, nicht auf uns selbst zu vertrauen, sondern Gott zu vertrauen. Es mag in unseren Augen manchmal gut und richtig sein, eine bestimmte Person zu heiraten, aber Gott hat da vielleicht eine andere Meinung. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Simson. Er nahm sich eine Frau, die seinen Augen gefiel und das resultierte auch nur in Problemen und letztlich auch in seinem Tod. Also das ist schon ein Extrembeispiel. Aber wir finden auch dafür andere Beispiele, wo es vielleicht nicht so tragisch ausging, aber wo wir deutlich sehen können, dass das nicht der ursprüngliche Plan oder der Wille Gottes dann war.
[16:33] Wir finden auch in den Schriften von Ellen White viel Weisheit und viel Rat zu diesem Thema. Und ihr findet in dem Sendemanuskript einige Zitate dazu. Ich werde nur ganz kurz die Punkte anführen. Geduld ist eine Tugend und eine Voraussetzung für die Ehe. Wer ungeduldig ist oder wie wir auch davor gesehen haben in Sprüchen, wer sich nicht selbst beherrschen kann, der ist für diese Verbindung noch nicht geeignet. Denn in einer Ehe entstehen früher oder später auch mal Reibungen, Konflikte und da geht es dann darum, dass man auch mit dem Anderen dann reden kann, dass man Geduld mit dem Anderen auch hat und auch mit sich selbst zum Teil und dass man da eine gemeinsame Lösung finden kann.
[17:25] Es ist notwendig, einander zu unterstützen und aufeinander zu achten. Bevor man heiratet, ist man noch für sich allein. Sobald man geheiratet hat, hat man auch Verantwortung für den anderen Menschen. Und dann ist es wichtig, dass man dann nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an den Anderen. Und in der Regel sollte das auch selbstverständlich sein. Denn Liebe ist selbstlos und achtet immer auf den Anderen.
[17:50] Man sollte bei der Entscheidung, wen man heiratet, nichts überstürzen. Holt euch Rat bei euren Eltern, die euch lieben und behaltet immer im Hinterkopf: Es ist besser, gar nicht zu heiraten, als unglücklich verheiratet zu sein.
[18:13] Ein wichtiges Prinzip in der Vorbereitung auf die Ehe ist auch, dass man schon vor der Ehe so lebt, als könnte der spätere Ehepartner einen dann sehen und es immer so im Hinterkopf behalten. Denn dann wird man auch seine Handlungen danach ausrichten und vielleicht Dinge nicht tun, die man später dann bereuen wird. Und immer auch im Hinterkopf behalten, dass es nicht darum ist, nicht nur im Hinterkopf, sondern sich bewusst zu sein. In der Ehe geht es nicht darum, was ich aus dieser Beziehung ziehen kann, sondern auch, was ich geben kann. Es geht darum, in dieser Beziehung auch nützlicher für seine Mitmenschen und für seine Umgebung zu sein. Denn oft werden Ehen aus selbstsüchtigen Zwecken eingegangen und diese halten dann in der Regel nicht lange. Gott möchte nicht, dass wir solche Ehen führen. Er möchte, dass wir diesen Bund, den wir eingehen, bis an unser Lebensende halten. Und dafür hat er den Menschen auch gemacht. Er möchte nicht, dass es dann zu einer Scheidung kommt. Das war nie ein Gottesplan, dass das, was er zusammengeführt hat, wieder getrennt wird.
[19:45] Gott selbst ist der Schöpfer der Menschen und der Ehe. Und das ist auch ein ganz wichtiger Punkt. Denn bevor wir dafür bereit sind, dem Bund der Ehe einzugehen, müssen wir ihn kennen, müssen wir unser Leben ihm ganz übergeben haben. Und dann werden wir seine Prinzipien beachten. Dann werden wir unsere Frau oder Mann dann so lieben, wie Christus die Gemeinde liebt. Und das Ganze wird einen viel besseren Verlauf haben, wenn wir einfach nur auf uns selbst vertrauen und Gott außen vor lassen.
[20:28] Eine weitere große Veränderung im Leben ist dann die Elternschaft. Und ein Zitat, das ich in „Christus ist Sieger“ auf Seite 36 gefunden habe, sagt Folgendes: „Über Henoch steht geschrieben, dass er 65 Jahre alt war, als er einen Sohn zeugte. Danach wandelte er Gott 300 Jahre lang. Schon vorher hatte Henoch Gott ernst genommen und geliebt und seine Gebote gehalten. Doch nach der Geburt seines ersten Sohnes erreichte er eine höhere Erfahrung. Er wurde in eine noch engere Beziehung zu Gott gezogen und er kannte noch viel deutlicher seine Verpflichtungen und seine Verantwortung als sein Sohn Gottes.“ Also so wichtig wie die Vorbereitung auf die Ehe ist, ist auch die Vorbereitung auf die Elternschaft. Henoch hat hier aus dieser Erfahrung, aus dieser Veränderung, hat er noch näher zu Gott gefunden. Er hat noch besser verstanden, wie die Beziehung zwischen Gott und seinen Kindern ist und fand hier sogar eine andere Ebene der Erfahrungen mit Gott.
[21:45] Im Psalm 127, Verse 3 bis 5 lesen wir: „Siehe, Kinder sind ein Erbteil vom Herrn. Leibesfrucht ist ein Lohn. Wie Pfeile in der Hand eines Starken, so sind die jungen Söhne. Wohl dem Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat. Sie werden nicht zu Schanden werden. Sie werden mit den Feinden reden im Tor.“ Und hier sind einige Prinzipien zum Thema Elternschaft.
[22:18] In 1. Samuel 1, Vers 27, da lesen wir von Hannah, die auch erstmal unfruchtbar war und die total verzweifelt war. Und sie kam und betete am Tempel. Sie betete zu Gott für einen Sohn und versprach auch diesen Gott zu weihen, wenn sie den einen bekäme. Und in 1. Samuel 1, Vers 27 lesen wir: „Ich habe um diesen Knaben gebeten. Nun hat mir der Herr die Bitte gewährt, die ich an ihn gerichtet hatte.“ Das heißt, schon bevor jemand Kinder hat, kann er für diese beten. Die Entscheidung, Kinder zu bekommen, sollte immer auch unter den Segen Gottes gestellt werden.
[23:03] In Richter 13, Vers 7, lesen wir von Manoahs Frau und von dem Engel, der zu ihr kam und zu ihr redete. Aber er sprach zu mir, sagt sie, siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären. So trinke nun weder Wein noch starkes Getränk und iss nichts Unreines. Denn der Knabe soll ein Nasiräer Gottes sein von Mutterleibe an bis zum Tage seines Todes. Ein Nasiräer ist ein Geweihter. Und hier geht es darum, dass eben das, was die Frau auch in ihrer Schwangerschaft zu sich nimmt, was sie erfährt, auch Selbstgefühle, wirken sich auf das Kind und auf seine Entwicklung aus. Und da können wir auch etwas dafür tun, etwas für die gesunde Entwicklung des Kindes tun, indem die Frau während der Schwangerschaft vor allem auch darauf achtet, wie sie sich ernährt, welchen Einflüssen sie sich aussetzt.
[24:01] In Lukas 1, Vers 6, da geht es um Zacharias und seine Frau, die die Eltern Johannes des Täufers waren. Und es wird berichtet: „Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten in allen Geboten und Rechten des Herrn untadelig.“ Dadurch konnte Gott ihnen diese Aufgabe, Johannes den Täufer großzuziehen, überhaupt geben. Sie mussten sich selbst erstmal dafür qualifizieren. Das ist auch wichtig, dass wenn wir Eltern werden, dass wir uns auch in gewisser Weise dafür qualifizieren, das überhaupt zu sein. Denn es ist wichtig, dass die Kinder in der Furcht Gottes aufgezogen werden, dass wir ihnen wichtige Prinzipien beibringen, dass wir sie erziehen. Und viel zu oft geschieht es leider auch, dass Kinder alleine gelassen werden und sich dann quasi selbst erziehen. Und anstatt dass sie ein Segen für andere Menschen, für die Gesellschaft sind, sind sie dann nachher eher eine Last. Deswegen ist eine sehr große Verantwortung für alle, die Eltern sind oder werden wollen, auch ihre Kinder dementsprechend in der Furcht Gottes aufzuziehen.
[25:14] In „Glück fängt zu Hause an“ auf Seite 91 lesen wir: „Die Wirkung vorgeburtlicher Einflüsse wird von vielen Eltern unterschätzt. Gott weiß es besser. Die Botschaft, die er durch einen Engel zweimal feierlich übermitteln ließ, zeigt, dass wir ihr großes Gewicht beimessen müssen. Was Gott vor langer Zeit Manoahs Frau sagen ließ, gilt für die Mütter zu allen Zeiten. Vor allem, was ich der Frau gesagt habe, soll sie sich hüten.“ Also vor allem, was ich der Frau gesagt habe, soll sie sich hüten, sagte der Engel. Vom Verhalten der werdenden Mutter kann es abhängen, ob ihr Kind gesund auf die Welt kommt. Deshalb muss sie sich vor allem in der Schwangerschaft selbst in der Gewalt haben. Manches muss sie meiden oder bekämpfen, wenn sie auch in dieser Zeit Gottes Willen folgen will. Ist die Mutter vor der Geburt ihres Kindes bequem, egoistisch, untadelig, äh, nicht untadelig, egoistisch, ungeduldig, stellt sie hohe Ansprüche. Dann überträgt sie diese Eigenschaften auf ihr Kind. So erben Kinder negative Charakterzüge, die sie später nur schwer überwinden können. Wenn aber die Mutter unbeirrt an richtigen Grundsätzen festhält und sie sich nicht gehen lässt, sondern freundlich und selbstlos bleibt, kann sie auch ihrem Kind diese Eigenschaften mitgeben.“
[26:32] Also wir sehen, es ist ungemein wichtig, dass wir auf solche Dinge achten. Denn, ja, wie hier steht, man kann den Kindern schon Dinge mitgeben, die sie dann nachher nur sehr schwer überwinden können, wenn wir uns in einer gewissen Art dann verhalten. Die Mutter sollte spüren, dass sie die Führung des Heiligen Geistes braucht, damit sie selbst eine echte Erfahrung haben kann, wenn sie sich dem Weg und Willen Gottes unterwirft. Dann kann sie durch die Gnade Christi eine weise, sanfte und liebevolle Lehrerin sein, um ihre Arbeit so zu erledigen, wie sie getan werden sollte. Dazu sind Talent und Geschick sowie geduldige Aufmerksamkeit und Fürsorge nötig. Das erfordert sich nicht selbst zu vertrauen, sondern innig zu beten.
[27:35] Als gemeinsamer Erzieher des häuslichen Reiches sollten Vater und Mutter miteinander freundlich und höflich umgehen. Niemals sollte ihre Haltung gegen die Gebote verstoßen, die sie einzuhalten versuchen. Sie müssen ihre Herzen und ihr Leben reinhalten, wenn ihre Kinder rein sein sollen. Sie müssen sich selbst erziehen und disziplinieren, damit ihre Kinder ihnen gehorchen und ein Beispiel geben, das nachahmenswert ist.
[28:07] Eltern sind für Kinder die ersten Vorbilder und es ist wichtig, dass man ihnen auch ein gutes Vorbild ist und sie in die richtigen Bahnen lenkt. Man darf sich nicht wundern, wenn Kinder nachher sich in eine falsche Richtung entwickeln, wenn man nicht selbst ihnen ein gutes Vorbild gewesen ist.
[28:22] Als nächstes möchten wir uns Gedanken dazu machen, wie wir uns auf das Alter vorbereiten. Und ich habe mich selbst gefragt, wie bereitet man sich auf das Alter vor? Nun zunächst möchten wir in Psalm 90 Vers 10 lesen. Und dort lesen wir folgendes: Psalm 90 und dort Vers 10: „Unser Leben wird 70 Jahre, und wenn es hochkommt, so sind's 80 Jahre. Und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit. Denn schnell enteilt es, und wir fliegen dahin.“ Wir sehen, dass das Leben sehr kurz sein kann. Die Zeit geht an einem vorbei. Und gestern war man noch Kind, heute ist man erwachsen und morgen ist man dann schon in der Rente. Und es geht alles ganz schnell und die Zeit läuft unaufhaltsam.
[29:26] Nun wieder zu der Frage, wie bereitet man sich denn auf das Alter vor? Ich habe da selber jetzt keine große Erfahrung darin. Als ich mir Gedanken gemacht habe, dachte ich, okay, die meisten Menschen im Alter haben mit etwas zu kämpfen, und zwar mit der Gesundheit. Und da sieht man auch, dass es ganz unterschiedliche Menschen gibt im Alter. Es gibt die einen, die sind noch sehr fit und die gehen vielleicht noch bergsteigen oder sind noch sehr aktiv. Und es gibt andere im gleichen Alter, die haben dann ihre Wehwehchen und bleiben dann zu Hause oder sind vielleicht schon im Rollstuhl. Und Gesundheit ist kein Zufall.
[30:16] Wenn wir im hohen Alter immer noch gesund und leistungsfähig sein wollen, dann können wir auch etwas dafür tun. Und in dem Buch „Christliche Mäßigkeit“ auf Seite 35 finden wir dazu folgende Aussage: „Eine naturgemäße Lebensweise fördert die Entwicklung des Verstandes. Geistesfähigkeit, körperliche Kraft und ein hohes Alter hängen von unveränderlichen Gesetzen ab. Betreffs dieser Sache gibt es keinen Zufall. Der Gott der Natur greift nicht ein, um den Menschen vor den Folgen der Übertretung von Naturgesetzen zu bewahren.“ Das Sprichwort „jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ enthält viel Wahrheit. Während die Eltern für die Erziehung und den Charakter ihrer Kinder verantwortlich sind, ist es dennoch wahr, dass unsere Stellung und Brauchbarkeit in der Welt größtenteils von unserer eigenen Handlungsweise abhängt. Daniel und seine Gefährten hatten in ihrer Jugend eine richtige Erziehung genossen. Aber allein durch diese Vorzüge wären sie nie geworden, was sie waren. Die Zeit kam, dass sie für sich selbst handeln mussten und ihre Zukunft von ihrer Handlungsweise abhingen. Da entschlossen sie sich den Belehrungen ihrer Jugend treu zu bleiben. Die Furcht Gottes, welche aller Weisheit Anfang ist, war die Grundlage ihrer erhabenen Stellung. Der Heilige Geist stärkt jeden guten Entschluss und jeden edlen Vorsatz.
[31:41] Wenn wir uns gesund ernähren, dann geht es nicht darum, möglichst alt zu werden, sondern vor allem auch, eine entsprechende Lebensqualität zu haben, wo wir nicht diese Einschränkungen oder Krankheiten oder was auch immer dann ausgesetzt sind, sondern immer noch handlungsfähig bleiben und auch im hohen Alter Gott noch dienen können.
[32:05] In Psalm 71 Vers 6 lesen wir: „Auf dich habe ich mich verlassen von Mutterleib her. Du hast für mich gesorgt von Mutterschoß an. Mein Ruhm gilt immer dir.“ Wenn wir uns auf Gott verlassen, dann wird er für uns sorgen und zwar zu allen Zeiten. Und das ist, denke ich, auch eine gute Vorbereitung für das Alter, dass wir auch jetzt schon lernen, Gott sowohl in kleinen als auch in großen Dingen zu vertrauen.
[32:40] In Matthäus 6 Vers 33 steht: „Wer trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird er euch dies alles hinzutun.“ Und bei „dies alles“ geht es um materielle Dinge, um Essen, um Kleidung. Also Gott sorgt für uns und wird uns alles geben, was wir brauchen.
[32:58] Ich habe vor kurzem eine interessante Geschichte zu Georg Müller gelesen und da ging es darum, dass Georg Müller hatte nie besonders viel Geld, aber sein ganzes Leben hat er geweiht, um Gott zu dienen und auch Kinder in einem Waisenheim groß zu ziehen. Und als eines Tages ein Mann Georg Müller einen Scheck mit einem großzügigen Betrag zukommen ließ, hoffte dieser Mann eben, dass andere ihm das gleich tun würden und dass sich dadurch sein Fonds gründen würde für die Unterstützung von Georg Müller. Doch als Georg Müller das erreichte, diesen Scheck bekam, empfand er es als eine Versuchung, sich mehr auf Geld zu verlassen als auf Gott und er wies das ab mit der Begründung, dass jedes Mal, wenn er irgendetwas gebraucht hat, Gott für ihn gesorgt und ihm genau das gegeben hat, was er brauchte. Und wir sehen, dass er hier dieses starke Gottvertrauen entwickelt und umgesetzt hat, dass er sich nicht auf weltliche Dinge verlassen hat, sondern nur auf Gott.
[34:09] Im Psalm 71 Verse 17 bis 18 lesen wir: „Oh Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt und bis hierher verkündige ich deine Wunder. Verlass mich, oh Gott, auch bis ins Greisenalter nicht, bis ich deinem Arm verkündige, den künftigen Geschlecht, deine Kraft allen, die noch kommen sollen.“ Gott begleitet uns durch unser Leben, wenn wir das zulassen. Wer sein Vertrauen auf ihn setzt, wird es nicht bereuen. Und je früher man damit anfängt, desto besser ist es.
[34:45] Nach dem Alter folgt dann schließlich der Tod und das ist eine große Veränderung dann wiederum für die Familie. In Prediger 3 Vers 2 lesen wir: „Geboren werden hat eine Zeit und sterben hat eine Zeit.“ Wir alle werden, sofern wir nicht bei der Wiederkunft Jesu noch am Leben sind, sterben. Keine Veränderung hat neben der Erschließung und der Geburt einen so starken Einfluss auf die Familie. Doch wir lesen in 1. Korinther 15, Verse 24 bis 26. Moment, das ist nicht korrekt. 1. Korinther Kapitel 15, Vers 26: „Als letzter Feind wird der Tod besiegt.“
[35:56] Als Gott den Menschen schuf, schuf er ihn nicht für eine begrenzte Zeit, sondern er schuf ihn für die Ewigkeit. Der Tod war nie in Gottes Plan. Dieser kam durch den Sündenfall als Eindringling in die Welt. Ein Leben in dieser sündigen Welt wäre aber allerdings auch, ein ewiges Leben wäre auch eine Qual, denn man müsste immer wieder das Leid, das in dieser Welt ist, miterleben. Und so ist der Tod auch irgendwo eine Erlösung für die Menschen, dass sie sich erstmal zur Ruhe legen können, bis Jesus sie dann am Tag seiner Wiederkunft wieder auferwecken wird. Deshalb wird auch mit der Wegnahme der Sünde auch der Tod entfernt.
[36:48] Aber wie bereitet man sich jetzt auf den Tod vor? Nun, in 1. Könige Kapitel 2 und dort die Verse 1 bis 4 haben wir das Beispiel von David. Als er kurz vor seinem Lebensende stand, haben wir hier noch in 1. Könige Kapitel 2, Verse 1 bis 4 sehen wir noch, was er noch tat, bevor er dann gestorben ist. Zunächst mal lesen wir in Kapitel 2, ab Vers 1: „Als nun die Zeit kam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei nun stark und sei ein Mann und befolge die Anordnungen des Herrn, deines Gottes, dass du ihn seinen Wegen wandelst, seine Satzungen, seine Gebote, seine Rechte und seine Zeugnisse hältst, wie es im Gesetz Mose geschrieben steht, damit du Gelingen hast in allem, was du tust und wohin du dich wendest. Damit der Herr sein Wort bestätigt, dass er über mich geredet hat, indem er sagte: Wenn deine Söhne auf ihre Wege achten, wenn sie in Wahrheit von mir wandeln, mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, so soll es dir niemals, sprach er, an einem Mann fehlen auf den Thron Israels.“ David im Bewusstsein seines baldigen Ablebens gab hier seinem Sohn Salomo noch mal die wichtigsten Dinge mit. Er legte seine ganze Weisheit noch mal in diese Worte und sagte ihm: Bleib dem Herrn treu und dann wirst du auch auf dem Thron bleiben, dann wirst du Gelingen haben.
[38:26] Wenn man hier dann auch weiterliest in den Kapiteln, dann sieht man, dass David auch noch weitere Vorkehrungen und Anweisungen traf vor seinem Tod. Er kümmerte sich darum, dass seine Angelegenheiten bereinigt waren. Und im SDA Bible Commentary Band 3 Seite 1024 bis 1025 lesen wir: „Davids Arbeit in der Öffentlichkeit war fast beendet. Er wusste, dass er bald sterben würde. Deshalb wollte er seine geschäftlichen Angelegenheiten nicht in Unordnung zurücklassen und seinen Sohn damals belasten. Solange er noch im Besitz seiner körperlichen und geistigen Kräfte war, wollte er die Angelegenheiten seines Königreichs ordnen und selbst die kleinsten Dinge regeln.“ David gibt hier, indem er seine Angelegenheiten ordnet, ein gutes Beispiel für alle im fortgeschrittenen Alter, ihre Verhältnisse zu ordnen, solange sie dazu in der Lage sind. Wenn sie sich dem Tode nähern und ihre Verstandeskräfte nachlassen, gibt es keine weltlichen Dinge mehr, die ihre Gedanken von Gott trennen.
[39:30] Nun, wenn wir auf den Tod vorbereitet sind, dann gibt es dann nur noch eine Sache, auf die wir uns noch vorbereiten können und das ist die Vorbereitung auf den Himmel, die Vorbereitung auf die Auferstehung, auf die neue Erde. Wir lesen in Brief 18b von 1891 von Ellen White folgendes Zitat: „Den Charakter, den du in der Prüfungszeit trägst, wird der Charakter sein, den du bei der Wiederkunft Christi haben wirst. Wenn du ein Heiliger im Himmel sein willst, musst du zuerst ein Heiliger auf Erden sein. Die Charaktermerkmale, die du im Leben entwickelst, werden nicht durch den Tod oder bei der Auferstehung geändert. Du wirst mit demselben Wesen aus dem Grab auferstehen, das du zu Hause und in der Gesellschaft offenbartest. Jesus verändert die Charaktere bei seiner Wiederkunft nicht. Das Werk der Umwandlung muss jetzt getan werden.“
[40:30] Unser tägliches Leben bestimmt unser Schicksal. Nicht nur in Vorausschau auf unseren Tod, sondern jeden Tag oder wenn wir im fortgeschrittenen Alter sind, sondern jeden Tag sollen wir uns darauf vorbereiten und an unseren Gott, an unseren Charakter wirken lassen, damit wir für den Himmel geeignet sind. Und dabei ist es egal, ob wir unser ganzes Leben noch vor uns haben oder ob wir kurz vor dem Ende unseres Lebens stehen. Gott möchte uns heute für die Ewigkeit vorbereiten. Er möchte, dass wir eines Tages bei ihm sind, im neuen Jerusalem, auf der neuen Erde, in der Ewigkeit bei ihm sein können.
[41:21] Dafür ist es aber notwendig, dass wir mit ihm kooperieren. Denn er kann uns nicht erneuern, wenn wir das nicht zulassen. Er wird nicht gegen unseren Willen handeln. Gott lädt jeden zu dem Hochzeitsmahl des Lammes ein, teilzunehmen. Aber nicht alle werden hineingelassen werden. Auch bei den fünf törichten Jungfrauen lesen wir, dass der Bräutigam zu ihnen sagt: „Ich kenne euch nicht.“ Und das war der Grund, warum sie dann nicht reinkamen. Es ist wichtig, dass wir den Bräutigam kennen, dass wir Christus kennen.
[41:52] Keiner von uns weiß, wie lange er noch zu leben hat. Und deswegen ist es auch wichtig, für jeden könnte morgen das Leben schon beendet sein. Deswegen müssen wir heute schon unsere Beziehung zu Christus pflegen, unsere Beziehung zu Gott pflegen und ihn kennen und ganz nah bei ihm sein. Und die Frage zum Abschluss ist: Möchtest du dir vornehmen, Gott von ganzem Herzen zu vertrauen, dich von ihm verändern zu lassen, damit du vorbereitet bist auf Veränderungen, die kommen, auf die wichtigen Entscheidungen des Lebens und vor allem auch auf die Ewigkeit? Ich hoffe, dass deine Antwort ja ist und ich möchte dich einladen, jetzt noch mit mir gemeinsam zu beten.
[42:39] Unser großer Gott, ich danke dir für dein Wort und dass wir auch dieses wichtige Thema studieren durften. Ich danke dir, dass du uns so sehr liebst und alle Vorkehrungen vorbereitet hast oder getroffen hast, die es braucht, damit wir in der Ewigkeit bei dir sind. Wir müssen nur noch Ja sagen und dich an uns wirken lassen. Herr, bitte gib, dass wir diese Entscheidung jeden Tag aufs Neue treffen, dass wir dir in allem nachfolgen und ich danke dir dafür, dass du uns verheißen hast, dass du jetzt schon die Wohnung für uns vorbereitest, damit wir dann auch bald bei dir sein können. Sei du bei uns, führe du uns weiterhin so, wie du es bisher getan hast und ich danke dir dafür im Namen Jesu. Amen. Vielen Dank, dass ihr eingeschaltet habt. In der nächsten Folge werden wir uns mit dem Thema „Allein“ beschäftigen. Ich wünsche euch weiterhin viel, ja, gottesreichen Segen beim Studium seines Wortes und bis zum nächsten Mal.