[1:31] Wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du so gut bist und dass du jeden Tag für uns sorgst und dass du ein Interesse an uns hast und dass du mit uns sprechen möchtest, mit uns kommunizierst, dass wir zu dir reden dürfen und dass du einmal bei uns wohnen möchtest und zwar ganz real. Und Herr, wir möchten jetzt darüber nachdenken und bitten dich, dass du mit deinem Heiligen Geist unsere Herzen anrührst, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest und dass wir die Verheißung im Glauben annehmen und so leben, dass diese Verheißung auch bald wahr sein kann in unserem Leben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:18] Schlag mit mir auf, Offenbarung 21, Vers 3. Offenbarung 21 und dort Vers 3. Wer es hat, darf gerne lesen. 21, Vers 3. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Dankeschön.
[2:55] Dieser Vers hat mich schon immer fasziniert. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Diese Idee, das Zelt Gottes bei den Menschen. Das ist so sehr eindrücklich beschrieben. Gott schlägt sein Zelt auf. Nun, das ist vermutlich nicht buchstäblich gemeint, denn auf der neuen Erde wird Gott wohl nicht in einem Zelt wohnen. Aber dahinter steckt eine ganz lange Kette von Verheißungen und Ideen, die wir jetzt ein bisschen genauer anschauen wollen.
[3:26] Zunächst einmal beginnt es ja mit diesem interessanten Anfang: Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel. Wer kennt denn noch Stellen in der Offenbarung, wo wir eine laute Stimme vom Himmel hören? Das ist, so viel verrate ich schon, nicht die einzige Stelle in der Offenbarung, wo es heißt: Und ich hörte eine laute Stimme vom Himmel. Wo finden wir das noch? Ja, das ist auch eine laute Stimme. Aber da fliegt der Engel so durch den Himmel. Ja, das stimmt. Aber da heißt es nicht: Ich hörte eine laute Stimme vom Himmel, sondern mehr so: Ich sah einen Engel, der flog mitten durch den Himmel. Ein Symbol für uns, der mit lauter Stimme redet. Da gibt es auch einen lauten Ruf. Ja, als Johannes der Täufer Jesus taufte, da haben wir auch eine Stimme vom Himmel. Da heißt es aber, glaube ich, nicht, dass es eine laute Stimme war, oder? Also ich suche jetzt mehr so eine Stimme, die von Gott aus dem Himmel kommt, und zwar eine laute Stimme vom Himmel in der Offenbarung.
[4:41] Offenbarung 16, Vers 1. Ja, genau, da heißt es: Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Tempel. Das geht schon mal in die Richtung. Ich glaube, es steht in Offenbarung 19, wo die Gerichte eine laute Stimme geben. Also ich verrate euch mal einen Tipp: Es ist eine der wichtigsten zentralen Verse der ganzen Offenbarung, so einer der Schlüsselverse, an denen die gesamte Offenbarung sich drumherum bewegt. Welches ist denn eines der wesentlichsten Kapitel der Offenbarung? 11? Was ist so das Zentrale, was ist so das Rückgrat der Offenbarung? Welches Kapitel? 14 ist vielleicht für uns am wesentlichsten, weil es jetzt unsere Zeit ist, aber so allgemeingesichtlich, globalgeschichtlich sozusagen. 13? 12! Denn 12 ist das Kapitel vom großen Kampf, oder? In 12, da werden wir zurückversetzt in die allerfrühesten Zeiten, es geht bis in unsere Zeit und darüber hinaus. In Offenbarung 12 ist der ganze Lösungsplan zusammengefasst und der Schlüsselvers in Offenbarung 12 ist Vers 10.
[5:51] Offenbarung 12, Vers 10, als er beschrieben wird, und ich war vorher der Fall Luzifers, da heißt es in Vers 10, wer mag das mal lesen? Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus, denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte, Tag und Nacht. Okay, kann mir jemand von euch kurz sagen, welches Ereignis wird hier beschrieben? Der Sieg, wie heißt es hier? Die Herrschaft ist gekommen und das Reich. Hinabgestürzt ist der Verkläger unserer Brüder. Von welchem Zeitpunkt spricht das hier in Offenbarung 12, Vers 10? Auferstehung vom Himmel, von wem? Von Jesus. Okay, also Kreuzigung, Auferstehung, Jesu Himmelfahrt, das ist Golgatha als das zentrale Ereignis im großen Kampf, wo sozusagen alles drumherum sich dreht. Und diese Botschaft von Golgatha, dass das Heil und die Macht und das Reich Gottes jetzt offiziell quasi bestätigt sind, dass die Erlösung errungen ist, dass der Satan hinabgestürzt wird als Verkläger, das wird angekündigt durch eine laute Stimme im Himmel. Also halten wir mal fest, die laute Stimme im Himmel finden wir in Offenbarung 12, Vers 10 und da hat es zu tun mit Golgatha. Ja, 12, Vers 10.
[7:27] Ja, deshalb habe ich gesagt Kapitel 11, weil es geht in gleiche Richtung und zwar im Kapitel 11, Vers 15 steht, auch die laute Stimme im Himmel, die sprachen: Die Herrschaft über die Welt ist unserem Herrn und seinem Gesalbten zuteil geworden und er wird herrschen in aller Ewigkeit. Das ist nicht das Kreuzwort. Was ist das? Das ist das Untersuchungsgericht. Offenbarung 11, Vers 15. Das ist dann 1844.
[8:03] Schaut mal, wenn wir schon in Offenbarung 11 sind, in Vers 12, da haben wir schon mal eine laute Stimme. Offenbarung 11, Vers 12. Wer mag das mal lesen? Und sie hörten eine laute Stimme aus dem Himmel, die zu ihnen sprach: Steigt hier herauf! Da stiegen sie in der Wolke in den Himmel hinauf, und ihre Feinde sahen sie. Okay, um wen oder was geht es hier in Offenbarung 11 und Vers 12? Ein bisschen Wiederholung vielleicht, das ist ja schon Jahre her, dass wir uns damit beschäftigt haben, aber ihr kennt es wahrscheinlich auch aus dem großen Kampf und überhaupt aus eurem Offenbarungsstudium. Es geht eigentlich um das Wort Gottes, Alternate Testament, wo die Bibel wieder mächtig und wirkend ist. Es geht um die beiden Zeugen, altes und neues Testament. Es geht um die Bibel. Historisch geht es hier um die französische Revolution, Verbot der Bibel und dann auch diese Idee von der Auferstehung, die Tod- und Auferstehung der Bibel sozusagen. Es geht um die Bibel als das zentrale Dokument im großen Kampf. Jesus bezeugt.
[9:15] Dann haben wir Elf Vers 15 gehabt, da ging es um 1844. Mal ganz grob gesagt, 1844, das Gericht beginnt.
[9:27] Schauen wir uns noch eine Stelle an, und zwar in Offenbarung 16 und dort Vers 17. Offenbarung 16 und dort Vers 17. Wer mag das mal lesen? Und der siebte Engel goss seine Schale aus in die Luft, und es ging eine laute Stimme aus vom Tempel des Himmels, vom Thron her, die sprach: Es ist geschehen! Genau, da haben wir jetzt eine laute Stimme auch wieder vom Himmel, auch genauer gesagt vom Tempel. Und in welchem Kontext ist das jetzt hier? In Offenbarung 16 und dort Vers 17. Der siebte Engel goss seine Schale aus in die Luft, und es ging eine laute Stimme aus vom Tempel des Himmels. Und in welchem Kontext ist das jetzt hier? In Offenbarung 16 und dort Vers 17. Es gehört zu den Plagen und innerhalb der sieben Plagen ist das eher so Anfang, Mitte, Ende. Siebte Plage und die siebte Plage ist dann quasi schon die Grenze an die Wiederkunft. Also geht es eigentlich um die Wiederkunft und die Vorbereitung auf die Wiederkunft, also Babylon und die Wiederkunft.
[10:36] Da gibt es noch eine Stelle zur gleichen Zeit und zwar in Offenbarung 19. Vers 1, da geht es um dieselbe Zeit und da wird ebenfalls von einer lauten Stimme im Himmel gesprochen. Ja, mir kommt der Gedanke, es ist geschehen. Und ich habe das irgendwo gelesen, so wie Jesus am Kreuz hat gesagt: Es ist geschehen. Ja, gut, guter Gedanke. Lass uns erstmal noch hierbei bleiben.
[11:07] Offenbarung 19, Vers 1, wer mag das lesen? Genau, da ist es jetzt sozusagen nach Offenbarung 18, nach dem Fall Babylons, die Wiederkunft kommt ja dann jetzt hier in Offenbarung 19, das ist mit der Wiederkunft verbunden.
[11:31] Also wenn wir fragen, wann hören wir in der Offenbarung eine laute Stimme vom Himmel, können wir sehen, wir hören die laute Stimme vom Himmel, wenn es um Golgatha geht, wenn es um die Bibel geht, wenn es um 1844 geht, wenn es um die Wiederkunft geht und jetzt, wenn es um Offenbarung 21, Vers 3.
[11:58] Das Zelt Gottes bei den Menschen, neue Erde und neuer Himmel und Gott wohnt bei den Menschen. Das heißt, man könnte sozusagen die ganze Geschichte des Erlösungsplanes so ein bisschen erzählen in diesen Versen von der lauten Stimme vom Himmel. Jedes Mal, wenn eine laute Stimme vom Himmel eine Offenbarung erschallt, gibt es so einen Meilenstein im Erlösungsplan. Jesus stirbt für die Menschheit, haben wir hier die Bibel, die davon berichtet, wir haben das Untersuchungsgericht, wir haben die Wiederkunft und dann neue Erde, neuer Himmel.
[12:31] Die Idee ist, diese laute Stimme soll deutlich machen, das ist jetzt hier in Offenbarung 21 nicht einfach nur so nach dem Motto, naja, übrigens, jetzt ist ja die Sünde und alles vorbei, jetzt wird es ganz schön, jetzt ist irgendwie so ein bisschen Paradies, aber es ist ein wichtiges, zentrales Ereignis im Erlösungsplan. Auch wenn die Sünde schon besiegt ist, geht der Plan noch weiter. Mit anderen Worten, um es mal ganz krass zu sagen, selbst wenn die gesamte Sünde ausgelöscht wäre, wäre Gottes Plan noch nicht vollständig, wenn er nicht bei den Menschen wohnen würde. Es geht also nicht nur beim Erlösungsplan darum, dass Gott das Problem der Sünde beseitigt und auslöscht. Das ist ja in Offenbarung 20 jetzt geschehen, das ist vorbei. Aber es geht auch darum, dass Gott bei den Menschen wohnen möchte. Es geht nicht nur um die Auslöschung des Bösen, es geht um die Verbindung mit den Gläubigen. Der Plan Gottes ist erst am Ende, wenn Gott persönlich bei den Menschen wohnt. Wenn sie zusammen in einer Stadt wohnen, dann ist der Plan vollbracht. Das wird deutlich durch dieses: Ich hörte eine laute Stimme vom Himmel.
[13:50] Jetzt überlegen wir uns mal das mit dem Zelt Gottes. Das ist ja sehr interessant. Er sagt: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen. Er wird bei ihnen wohnen und sie werden seine Völker sein. Gibt es in der Offenbarung nochmal eine Offenbarung des Zelt Gottes? Wir lesen Offenbarungen immer vom Tempel. Wir lesen davon, dass der Tempel aufgetan ist und wir sehen die Heiligtumsgegenstände. Aber lesen wir eine Offenbarung noch vom Zelt Gottes? Ich gebe euch einen Tipp. Es ist an einer Stelle, wo es auch um die neue Erde geht. Welches andere Kapitel in der Offenbarung spricht auch schon mal von der neuen Erde, auch wenn da nicht neue Erde und neue Himmel steht. Aber da wird schon von dieser großen Schar Erlöster gesprochen, die dann bei Gott sind und ihn loben werden und ihm dienen werden und Gott wird sie führen und abwischen alle Tränen. Das ist welches Kapitel? Sieben. Wenn ihr euch nicht so gut in Offenbarung 7 auskennt, verrate ich euch kein Geheimnis. Beim nächsten Josa-Camp wird es um Offenbarung 7 gehen. Aber das ist ein anderes Thema.
[15:05] In Offenbarung 7 Vers 15 geht es um diese große Schar, die niemand zählen kann. Es heißt hier: Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel, und der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt aufschlagen über ihnen. Der sitzt schon auf dem Thron und schlägt jetzt sein Zelt auf. Gott schlägt sein Zelt auf, um mit den Gläubigen zusammen zu sein.
[15:36] Nun, woher kommt die Idee, dass Gott ein Zelt aufschlägt, dass das Zelt Gottes bei den Menschen ist? Woher kommt die Idee? Heiligtum. Wie kam denn Gott auf die Idee, ausgerechnet ein Zelt als Heiligtum zu haben? Wie kam er auf die Idee? Er wollte unter uns wohnen. Warum war es nicht einfach eine portable, tragfähige Holzhütte? Im Stecksystem als Hütte sozusagen. Wäre auch möglich gewesen, oder? Warum ein Zelt? Hast du mal gefragt, warum es ein Zelt sein musste? Okay. Aber steht im Himmel ein Zelt? Da haben wir ja den Eindruck, dass es ein Tempel ist. Wie spät auch bei Salomon. Er hätte ja auch gleich ein Tempel. Das waren so viele 100.000 Israeliten, die hätten auch am Ende ein Tempel schleppen können. Vielleicht mit einfachen Baumaterialien. Ja, genau.
[16:51] Das Heiligtum wurde gebaut zu welcher Zeit? Aus Ägypten. Und wer lebte da so in Zelten? Alle Israeliten. Die lebten alle in Zelten. Und was Gott sagt, ist nicht: Kommt einfach hier an den Berg Sinai, da wohne ich, ihr wohnt da unten. Gott sagt: Ich erscheine euch hier, das ist mein Berg. Ich nehme auch ein Zelt. Ich zelte mit euch. Ihr habt nur Zelte, kein Problem. Ich wohne auch im Zelt. Dahinter steckt eigentlich die Idee, dass Gott bei mir sein möchte. Und zwar auf meinem Level. Er passt sich meinen Umständen an.
[17:42] Schaut mal mit mir in 3. Mose 26. Vers 11 und 12. 3. Mose 26. Vers 11 und 12. Wer es hat, darf gerne lesen. Er sagt ganz deutlich: Ich will wohnen in eurer Mitte. Das war der Sinn und Zweck des Heiligtums. Wo stand das Heiligtum, wenn man als Vogel über das Lager der Israeliten geflogen ist? Wo war das Heiligtum angeordnet? In der Mitte. Und zwar, das hatte einen Grund. Es sollte für alle erreichbar sein. Die Israeliten sollten wissen: Gott ist mitten unter uns. Heißt also, Gott wünscht sich, dass er mittendrin im Alltag ist. Das sagt sich so leicht. Aber er möchte wirklich mit dabei sein. Und zwar mittendrin. Auf unserer Ebene.
[19:10] Wie käme jemand auf die Idee, dass seine Seele uns verabscheuen könnte? Aus welchem Grund könnte man diese Idee haben? Er sagt explizit: Meine Seele soll euch nicht verabscheuen. Das beantwortet eine unausgesprochene Frage. Wie könnte man auf die Idee kommen, Gott könnte mich verabscheuen? Seltsamer Gedanke. Aus welchem Grund könnte ein Mensch denken, wenn Gott hier sein Zelt aufschlägt? Wenn Gott kommen würde und sagen würde, wir können ihn nicht sehen. Aber wenn er kommen würde und sich hier mitten unter uns setzen würde, in die 2. oder 3. Reihe. Aus welchem Grund könnte man denken, wenn Gott neben mir sitzt? Wenn er mich ständig berichten würde, kritisieren würde, um mich ständig anzuklagen. Aber er hat sich allein gestellt, um mich zu heilen, um mich zu lieben. Die Sünde in mir könnte mir den Eindruck geben, dass es unangenehm ist, dass Gott neben mir ist. Ich weiß, wie ihr seid. Ich kenne euch. Obwohl ich euch kenne. Obwohl ich weiß, was in eurem Herzen ist. Obwohl ich weiß, dass ihr meinen Gesetz äußerlich, innerlich distanziert. Obwohl ich alles von euch weiß, würde ich trotzdem bei euch sein. Aber ich schaffe nichts von euch. Du weißt dazu nichts, du hast einen Zelt. Da kannst du so weit wie möglich es sehen, wie ich euch rette. Absolut. Nichts.
[21:20] Er betet dort bei der Einweihung des Tempels. Salomo, der den Tempel gebaut, nach den Vorlagen und Ressourcen von David. Und der Salomo, der realisiert, wir haben hier den größten Tempel, den es in der damaligen Eisenzeit gab in Judäa. Man weiß heute aus archäologischen Grabungen, man hat zumindest zwei andere Tempel ausgegraben, die waren viel kleiner als der Salomonische. Das war schon ein Riesending für die damalige Zeit. Aber er wusste, so groß wie wir das gebaut haben, Gott kann nicht erfasst werden durch diesen Tempel.
[21:55] Schaut mal in 1. Könige 8, Vers 27. Wer mag das mal lesen? 1. Könige 8, Vers 27. Aber wohnt Gott wirklich auf der Erde? Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen. Wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe? Okay, also was ist eigentlich sein Argument? Wenn da ein Tempel ist und Gott sagt, ich wohne im Tempel, ist er trotzdem überall sonst. Gott braucht keine Wohnung. Das ist nicht wie bei den antiken Göttern der Heiden, die da irgendwie in ihrem Tempel sein müssen. Und wenn man die aus ihrem Tempel wegnimmt, dann können sie nichts mehr. Dann sind sie irgendwie nicht mehr mächtig oder so. Wenn Gott, egal ob er in der Stiftshütte wohnt oder in dem tollsten Tempel, den man bauen kann, es ist immer eigentlich nur was. Es ist immer symbolisch. Es ist immer eine Illustration, weil, wie sagt er, die Himmel, der Himmel können ihn nicht fassen.
[23:02] Und jetzt kommt es. Das heißt was für die neue Erde. Das heißt was für Offenbarung 21, Vers 3. Es ist genau so. Denn man darf nicht vergessen, wenn dort steht das Zelt Gottes bei den Menschen, dass selbst dann, wenn er auf der neuen Erde in Neu-Jerusalem wohnt, er trotzdem eigentlich vom ganzen Himmel nicht gefasst werden kann.
[23:34] Die Offenbarung sagt, dass es in der Stadt keinen Tempel mehr gibt. Es wird noch einen Tempel geben außerhalb der Stadt. Den hat Ellen White gesehen. Aber innerhalb der Stadt gibt es keinen Tempel mehr. Da hast du vollkommen recht. Die Idee ist sozusagen, dass selbst sein Wohnen bei uns auf der neuen Erde uns immer noch etwas ausdrücken soll. Das hat immer noch sozusagen eine symbolische Bedeutung. Nämlich genau das, was es die ganze Zeit haben sollte. Deswegen kann nämlich auch jetzt der Johannes sagen, es ist quasi wie das Zelt Gottes. Es ist im Grunde genommen wie damals bei den Israeliten bei der Wüstenwanderung.
[24:10] Du hast jetzt gesagt, genau, du hast Jesus schon als Stichwort gesagt. Wieso ist Jesus in diesem Zusammenhang wichtig? Wie hat Jesus uns dieselbe Idee gezeigt, die vom Heiligtum eigentlich ausgedrückt werden sollte? Wie hat Jesus das illustriert, diese Idee, dass Gott bei den Menschen wohnen möchte? Ich glaube, die Frage ist zu einfach. Ich stelle sie so schwierig, aber nicht so einfach. Wie hat Jesus das ausgedrückt? Dass Gott bei den Menschen wohnen möchte. Er ist Mensch geworden.
[24:51] Und zwar, und das ist jetzt wieder sehr interessant, nicht wahr? Er hat sich auf die Stufe der Menschheit begeben. Da, wo sie war. Das ist so wie beim Heiligtum. Gott spricht am Sinai. Das Volk sagt: Boah, das ist ein bisschen zu viel für uns. Und Gott sagt: Okay, kein Problem, ich nehme ein Zelt. Ich stelle mein Zelt mitten bei euch auf. Dann habe ich ein Zelt, ihr habt ein Zelt. Dann lernt ihr mich besser kennen. Und so wie Gott quasi sich an das Niveau des Israeliten in der Wüste angepasst hat, so passt er sich jetzt bei der Menschwerdung an das Niveau der Menschen an. Er wird Mensch. Und zwar nicht ein Mensch wie Adam vor dem Sündenfall. Vier Meter groß oder fünf Meter groß. Und mit einem Gedächtnis für die nächsten 900 Jahre oder so. Sondern wie Ellen White das beschreibt, eine Menschheit, die von den Folgen der Sünde gekennzeichnet ist. Und sie sagt: körperlich, mental und moralisch beeinträchtigt. Das Gesetz der Vererbung. Jesus kommt auf die Ebene der Menschen.
[26:10] Also das kann man eigentlich sehr schön auch nochmal so den ganzen Erlösungsplan illustrieren. Wo ist zum ersten Mal in der Bibel quasi der Himmel auf die Erde gekommen? Kennt ihr eine Stelle, wo der Himmel auf die Erde gekommen ist, ganz am Anfang? Eden, genau. Warum ist da der Himmel auf die Erde gekommen? Also der Garten Eden war natürlich wo? Der Garten Eden war wo? Auf der Erde, nicht wahr? Wann ist der Garten Eden gemacht worden? Am sechsten Tag, am Freitag, nicht wahr? Am Freitag war viel los, wie bei uns oft auch am Freitag, nicht wahr? Jeder Tag hatte so sein Werk, aber am Freitag wurden alle Landtiere, der Mensch, also Mann und Frau, also mit Operation und erst noch mit Namensgebung und dann auch noch der Garten Eden. Da war richtig was los und dann noch Hochzeit, nicht wahr? Der Freitag war voll. Kein Wunder, dass es dann Sabbat gab zum Ausruhen. Ähm, Eden. Aber warum ist da der Himmel auf die Erde gekommen? Warum sage ich, dass da der Himmel auf die Erde gekommen ist? Es war doch alles toll, alles schön. Was war am Eden quasi so himmlisch? Ja, Gott war dort. Ja, Gott war dort, aber Gott war jetzt endlich irgendwo ja auch immer da bei der Schöpfung, ja? Der Geist Gottes war sogar in der Finsternis. Was war das Besondere an Eden?
[27:24] Woher, wie kam Gott auf die Idee, den Garten Eden zu nennen? Es gab schon einen Garten Eden und wo gab es den? Im Himmel, genau. Und woher wissen wir das? Weil ich das jetzt gesagt habe? Nee. Woher wissen wir, dass es schon einen Garten Eden gab? Im Himmel. Hesekiel spricht vom Luzifer, der im Garten Eden war, als schirmender Cherub, als sündloser Engel voller Weisheit, voller Schönheit, das Siegel der Vollendung im Garten Eden. Und es war nichts hier im Garten Eden auf der Erde, weil dort war der Luzifer schon nicht mehr sündlos und nicht mehr das Siegel der Vollendung und schon nicht mehr der schirmende Cherub. Das heißt, was Gott gemacht hat, da gibt es im Himmel einen Garten Eden und er hat den Menschen quasi gesagt: Ich möchte mit euch verbunden sein. Ich habe diesen Garten hier gepflanzt, als Hinweis darauf. Ich meine, ihr wisst ja, warum Gott eigentlich den Menschen gemacht hat, oder? Es gibt viele Gründe, warum Gott den Menschen gemacht hat, aber ein wesentlicher Grund, warum Gott den Menschen gemacht hat, war? Ich bin gespannt, was ihr sagt. Aus Liebe, genau. Er hatte ein Ziel mit den Menschen. Ja, genau. Ein Drittel der Engel war aus dem Himmel gefallen und die Menschen sollten, wenn sie sich bewährt haben, deren Platz einnehmen. Die sollten im Himmel die Stelle der Engel, der Drittel der Engel einnehmen, mit Gott dann dort zusammenleben und deswegen wurden sie quasi auf den Himmel vorbereitet. Sehr schön bei Ellen White nachzulesen.
[29:01] Eden. Dann haben wir natürlich das Heiligtum. Im Heiligtum kommt der Himmel auf die Erde, denn Gott sagt sehr deutlich: Nach dem Abbild, das ich dir zeigen werde, sollst du es machen. Im Himmel gibt es das himmlische Heiligtum, das zeigt sich dann in der Stiftshütte, im Salomonischen Tempel, im Zweiten Tempel usw. Und dann kommt Jesus. Was ist der berühmte Vers in Johannes 1, Vers 14? Das Wort wurde Fleisch und wohnte mitten unter uns. Ich will mitten unter ihnen wohnen. Und wir sahen seine Herrlichkeit. Herrlichkeit im Garten Eden, Herrlichkeit Gottes im Heiligtum. Die Herrlichkeit Gottes in Jesus. Worin bestand die Herrlichkeit Gottes? Was sagt der Vers 14? Er war voller Gnade und Wahrheit. In Jesus zeigt sich die Herrlichkeit Gottes.
[29:57] Und dann kommt ein 4. Mal der Himmel auf die Erde. Wann kommt der Himmel nochmal auf die Erde? Auf Morgen 21, Vers 3. Das Zelt Gottes, Neu-Jerusalem. Man könnte also auch die Geschichte der Bibel in 4 Etappen erzählen. Ich war der Garten Eden, das Heiligtum, Jesus, Neu-Jerusalem. Ein riesiger Bogen. Und immer geht es darum, dass der Himmel auf die Erde kommt. Der Himmel sucht Kontakt zur Erde. Und am Ende hat er sein Ziel erreicht. Denn die Menschen, die diesen Plan durchlaufen haben, werden tatsächlich mit Gott wohnen.
[30:43] Nun gehen wir noch ein bisschen weiter. 2. Korinther 6, Vers 16-18. Bekannte Stelle. Wer mag den mal lesen? Vers 16. Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Genau, das ist diese typische Verheißung Gottes. Ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein. Finden wir immer und immer wieder. Ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein. Er will eine Beziehung.
[31:45] Was ist jetzt Paulus Argument in diesem Vers? Er sagt angesichts dieser Verheißung, dass Gott sagt: Ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein, angesichts der Tatsache, dass er ständig den Kontakt mit uns sucht und mit uns im Alltag sein möchte. Was ist die Konsequenz? Okay, das ist, was er möchte. Aber was ist die Konsequenz? Was ist Paulus Argument in diesem Vers? Wie heilig zu leben. Also wenn ihr euch die Verse vorher anschaut, Vers 14 und 15, da stellt er ganz viele Fragen, rhetorische Fragen, die er mit dieser Verheißung begründet. Was ist seine Schlussfolgerung? Was ist sein Argument? Ja, Gott möchte uns aufnehmen, möchte mit uns sein und weil das so ist, was sollen wir tun? Worum geht es in den Versen 14 und 15 und 16? Ja, auch in Vers 16. Völlig sich zu trennen von dem, was Gott nicht gefällt. Könnt ihr das sehen? Deswegen stellt er die Frage: Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Wie können denn Götzenbilder und der Tempel zusammen sein? Weil Gott hat doch gesagt, ihr seid mein Tempel. Wenn das stimmt, was Paulus sagt, ist eigentlich sehr interessant. Er sagt, wenn das stimmt, dass Gott mit uns leben möchte, hat das direkte Konsequenzen auf mein alltägliches Leben. Denn wie kann in meinem Leben Götzendienst stattfinden und gleichzeitig Gott in meiner Mitte wohnen? Das ist ja der Punkt.
[33:16] Ihr wisst ja, das Heiligtum war die Antwort Gottes auf das goldene Kalb. Das goldene Kalb, um das aus den Köpfen zu kriegen, hat Gott gesagt: Ich will in ihrer Mitte wohnen. Und deswegen stellt er ein paar sehr interessante Fragen. Er sagte: Was hat der Ungläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen. Da sind also eine ganze Reihe von praktischen Dingen, die bis in die Alltagsdinge hineingehen, wo ich mir die Frage stellen muss, bin ich wirklich ganz mit Gott oder ziehe ich vielleicht an einem fremden Joch? Also das eine ist die schöne Verheißung: Ich will ja Gott sein, die soll mein Volk sein. Das andere ist die Frage: Lebe ich auch so, dass Gott in meinem Alltag ist?
[34:05] Deswegen sagt er dann in Vers 17, was ist die Aufforderung, was ist die Entscheidung in Vers 17? Geht hinaus, sondert euch ab, rührt nichts Unreines an und ich will euch aufnehmen. Und dann kommt die Verheißung: Und ich will euch ein Vater sein und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr der Allmächtige. Also diejenigen, die am Ende hier bei Gott sind und mit ihm wohnen, die Verheißung erleben werden, das sind diejenigen, die sich absondern. Man kann nicht gleichzeitig mit Gott leben und in der Welt sein, im Sinne von mit der Welt verbunden sein. Das geht nicht.
[34:43] Kennt ihr jemanden, der als erstes so diese Verheißung bekommen hat: Ich will dein Gott sein und aus dir soll mein Volk entstehen und deswegen musst du dich absondern? Abraham, nicht wahr? Das gibt es ja mehrmals bei Abraham.
[35:02] Erste Mose 17 und dort Vers 7 und 8. Das ist also noch vor dem Heiligtum. Das geht eigentlich den gesamten Erlösungsplan durch diese Idee, dass Gott sagt: Ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein. Ich möchte mit ihnen wohnen, ich möchte mit ihnen leben, ich möchte in ihrem Leben präsent sein.
[35:19] Schaut mal in Erste Mose 17 Vers 7 und 8. Da heißt es: Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht als einen ewigen Bund, dein Gott zu sein und der deines Samens nach dir. Und ich will dir und deinem Samen nach dir das Land zum ewigen Besitz geben, in dem du ein Fremdling bist, nämlich das ganze Land Kanaan, und ich will ihr Gott sein. Könnt ihr sehen? Ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein.
[35:48] Welches Land sollen sie bekommen? Jetzt bin ich mal gespannt. Jetzt lassen wir uns scharf nachdenken. Als Gott zu Abraham spricht und sagt: Hey, ich mache einen Bund mit dir, ich möchte mit dir leben, wandle mit mir, geh mit mir und ich möchte mit dir und mit all deinen Nachkommen diesen Bund machen und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein und ich werde ihnen dieses Land geben. An welches Land hat Gott denn gedacht?
[36:13] An welches Land hat Gott gedacht? Die ganze Erde. Und zwar die neue Erde, es ist ja nichts weiter als die Erde, auf der Abraham stand, nur einmal mit Feuer durch, so richtig gereinigt, so richtig so tiefenrein gemacht, durch das Feuer. Das ist also, also natürlich es war quasi ein Typos, aber es war eigentlich mehr als ein Typos, weil das Land, auf dem Abraham stand, das hat Gott tatsächlich gemeint. Genau dieses Land, aber nicht nur begrenzt, sondern letztendlich das gesamte, die gesamte Erde.
[36:54] Wer sind denn die, wie viele Nachkommen sollte denn Abraham haben? Ziemlich viele und interessanterweise sollte, wie viel, wir denken immer bei den Nachkommen Abrahams an ein Volk, oder? Aber die Bibel sagt uns, dass er, dass seine Nachfahren zu, dass viele Völker gesegnet sein werden in seinem Namen, ja?
[37:16] Und wie steht es in Offenbarung 21, Vers 3? Das ist ein schönes Detail am Rande. Schaut mal in Offenbarung 21, Vers 3. Da heißt es nämlich, so interessanterweise.
[37:31] Schaut mal in Offenbarung 21, Vers 3. Da heißt es: Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Das überliest man im ersten Moment, ja? Weil normalerweise ist man die Verheißung: Ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein. Aber hier wird jetzt gesagt: Sie sollen meine Völker sein. Warum? Weil schon dem Abraham gesagt worden ist, dass er zu einer, zum Ursprung vieler Völker werden wird, ja? Viele Nationen werden aus seinen Ländern kommen. Und sie alle, und das zeigt, wie wenig das mit Ethnie und mit Genetik zu tun hat, sie alle, die so glauben wie Abraham, die diese Verheißungen in Anspruch nehmen, dass Gott in ihrem Alltag gegenwärtig sein darf, sie alle werden dann erleben, dass sie mit Gott tatsächlich wohnen werden, leben werden.
[38:23] Schaut mal mit mir in Jeremia 31 und dort Vers 33. Jeremia 31 und dort Vers 33. Ihr kennt vielleicht schon diese Stelle. Jeremia 31 und dort Vers 33. Da geht es um, was für ein wunderschönes theologisches Konzept. Jeremia 31, um den neuen Bund, die Verheißung des neuen Bundes. Und da sagt er was. Schaut mal in Vers 33. Das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jedem Tag schließen werde, spricht der Herr. Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Seht ihr, das ist die Verheißung immer und immer wieder. Bei Abraham sagt Gott: Ich wandle vor mir und mit deinem Nachkommen, ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein. Beim Volk Israel sagt er, beim Heiligtum: Ich will in eurer Mitte wohnen, damit ich euer Gott bin und ihr mein Volk seid. Jetzt sagt er hier im neuen Bund: Wenn der neue Bund wirklich angenommen wird, dann werde ich euer Gott sein und ihr werdet mein Volk sein.
[39:42] Was heißt mit anderen Worten, dass eigentlich die ganze Zeit, wann immer Gott diese Verheißung gibt, zu Abraham, beim Heiligtum, redet er immer vom neuen Bund. Er redet immer vom neuen Bund. Das ist sein Wunsch. Er möchte mit den Menschen leben.
[39:56] Und was ist jetzt das Kennzeichen dieses neuen Bundes in Vers 33? Was ist letztendlich auch das Kennzeichen derer sein muss, die hier in Neu-Jerusalem quasi die Vollendung des neuen Bundes erleben? Das Gesetz Gottes im Herzen. Also das heißt, wir müssen die zehn Gebote auswendig können, oder? Das wäre auch schön, aber erklärt mir mal so mit einfachen Worten, was heißt das Gesetz Gottes im Herzen zu haben? Gott, was haben wir zu denken? Ja, so zu denken wie Gott. Also nicht im Sinne seiner Allmacht und seiner Allwissenheit, aber im Sinne seines Charakters, seiner Liebe. So zu denken wie Gott. Und Gott ist die Liebe und er ist es immer. Das sind die zwei großen Grundkonstanten. Gott ist die Liebe, er verändert sich nicht.
[40:50] Das Interessante ist, in Hosea, da wird etwas über die Liebe der Menschen gesagt. Und wenn man das mal gesehen hat, dann sieht man eigentlich, worum es Gott wirklich geht. In Hosea, Hosea Kapitel 6, schaut mal in Vers 4. Es ist ja nicht so, dass die Israeliten Gott nicht geliebt haben. Es gibt ein Problem mit ihrer Liebe. Schaut mal in Hosea 6 Vers 4. Wer mag mal Hosea 6 Vers 4 lesen? Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Judah? Eure Liebe ist so flüchtig wie eine Morgenwolke. Ja, wie der Tau, der früh vergeht. Also, was ist das Problem? Ist das das Problem, dass sie gar keine Liebe haben? Was ist das Problem mit der Liebe der Menschen? Die ist kurz, die ist so auf und ab, die verflüchtigt sich, die ist dann plötzlich nicht mehr da, die ist so emotional. Kennt ihr das? Nach einem Kongress, nach einer aufrüttelnden Predigt, nach einer Information, dass man gesagt hat: Ja, jetzt, jetzt habe ich es, nicht wahr? Ich habe ein X gemacht am Kalender, ab heute wird mein Leben anders. Und es ist eine gute Entscheidung und man ist völlig hinweg und man würde niemals im Leben auch nur an eine Sünde denken. Und diese Liebe verflüchtigt sich aber dann irgendwann wieder so. Und das ist auf und ab. Und Gott sagt: Was soll ich mit dir machen? Am Sabbat hast du mich so sehr geliebt und am Mittwoch zeigst du mir die kalte Schulter. Das heißt, was Gott eigentlich, wonach er dich sehnt, ist Konstanz in der Liebe. So wie er konstant liebt, möchte er auch, dass wir die Liebe, die wir jeden Sabbat haben und jeden Dienstagabend, oder wann auch immer, dass diese Liebe ständig ist.
[42:31] Und deswegen sagt er: Ich möchte gern, dass ihr ein Gesetz im Herzen habt, dass ihr immer so seid. Stellt euch vor, ihr trefft einen Menschen, einen Christen, der egal, was man ihm sagt, immer nur liebevoll reagiert. Also stellt euch mal vor, ganz praktisch, es gäbe einen Christen, das egal, was passiert, egal, ob die Welt zusammenbricht, oder egal, was in seinem Leben gerade ist, egal, womit er konfrontiert ist, er reagiert immer nur liebevoll. Das wäre doch ziemlich beeindruckend, oder? Also wenn ihr so Menschen, es gibt so, manchmal lernt man so Menschen kennen, wo das so annäherungsweise, so andeutungsweise, so man so ein Gefühl bekommt, die sind oft ziemlich liebevoll, oder? Und je mehr das so ist, desto eindrucksvoller ist das eigentlich. Und genau das ist, was Gott sich eigentlich wünscht. In der Bergpredigt, wenn er sagt: Liebt eure Feinde, tut Wohlen, tut Hassen, seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Daran wird jeder erkennen, dass ihr euch gesandt habt, wenn ihr Liebe untereinander habt, und zwar nicht nur ab und zu, sondern konstant. Das ist das, was Gott sich eigentlich wünscht. Das ist das, worum es im Neuen Bund geht. Da geht es nicht darum, dass wir irgendwie die allertiefsten theologischen Feinheiten über das Gesetz Gottes mit irgendwelchen Parallelstellen belegen können. Da geht es darum, dass wir gesetzmäßig lieben.
[43:51] Und zwar, ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein, diese Beziehung. Und wenn das so ist, schauen wir noch zurück in Jeremiah 31, Vers 34. Das ist ja noch der zweite Punkt dann hier. Da heißt es dann: Und es wird keiner mehr seine Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn, denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr, denn ich werde ihre Missetat vergeben und ihre Sünde nicht mehr gedenken.
[44:20] Was Gott sich wünscht, ist, dass wir ihn kennen. Das klingt jetzt so banal, dass man es gar nicht fassen kann. Aber man kann sehr viel von Gott reden, ohne ihn wirklich zu kennen. Man kann auch, also man kann stundenlang über Angela Merkel reden und trotzdem sie gar nicht kennen, oder? Man kann alles mögliche über sie wissen, man kann ihre ganze Biografie wissen, man kann wissen, was sie geredet hat, man kann stundenlang Vorträge halten über Angela Merkel, ohne sie zu kennen. Man kann auch über Gott ganz viel reden, ohne ihn zu kennen, oder ihn nicht so gut zu kennen. Und was Gott sich wünscht, ist, dass wir ihn kennen.
[44:57] Wie lernt man jemanden kennen? Ihr alle habt schon mal jemanden kennengelernt, ja? Egal ob jetzt auf einer Beziehungsebene oder Freundschaftsebene, wie lernt man jemanden kennen? Man muss Zeit mit ihm verbringen im Alltag, und zwar in verschiedenen Situationen, ja? Man lernt jemanden so richtig kennen, erst auch in den Schwierigkeiten, oder? So in den Tiefen des Lebens, ja? Wenn man weiß, wer da ist, dann lernt man ihn kennen. Und so wünscht sich Gott, dass wir ihn kennenlernen.
[45:23] Ja, genau. Übrigens, es ist ja, bevor man heiratet, macht man was? Es gibt viele Dinge, man machen sollte, bevor man heiratet, aber unter anderem ganz wichtig ist, man lernt sich kennen, oder? Wenn man für immer zusammenleben möchte, unter einem Dach, sollte man wissen, wie der andere ist. Und Gott möchte, und das ist ja die Idee der Bibel, Gott möchte uns heiraten, sozusagen. Er möchte eine Ehe mit uns schließen. Was macht er vor? Er möchte uns kennenlernen, damit wir sozusagen, wenn wir dann auf ewig mit ihm leben, auch wirklich, dass es eine harmonische, in Anführungsstrichen, Ehe wird. Das ist der Sinn vom Neuen Bund, dass wir Gott kennenlernen, wie er ist, dass wir anfangen, immer mehr so zu denken wie er.
[46:01] Du hast dich gemeldet. Ja. Wir kommen bei diesem Thema, ein sehr schöner Text, was hat mich immer angesprochen, in Johannes 14, wo Jesus sagt: Wenn jemand mich liebt, wird mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Ja. Also ich sehe hier ganz klar, das ist eine Verbindung zu Offenbarung 21,3. Das werden nur diejenigen dort, die wirklich Gottes Wort lieben und halten im Herzen.
[46:23] Also man könnte hier noch stundenlang, also Vers an Vers rein, das explodiert dann im Kopf, weil natürlich die ganze Idee vom Heiligen Geist in uns, der das Gesetz Gottes in die Herzen schreibt, die Liebe Gottes, all das kommt alles zusammen, aber wir fassen das jetzt zusammen mit einem Vers, der eigentlich all das Gesagte auf interessante Weise zusammenbringt, und zwar in Hebräer 11. Wir haben gesagt, einer derjenigen, den Gott als Ersten die Verheißung gegeben hat: Ich will dein Gott sein, du sollst dann mit deinem Nachkommen ein Volk sein, das war wer? Das war Abraham. Und wir haben auch gesehen, wenn Gott diese Verheißung uns gibt, ist unsere Reaktion, wir sollen was tun? Wir sollen uns absondern von der Welt. Das war das, was Abraham tun musste, oder? Er bekam die Verheißung, aber musste aus Ur in Babylon gehen. Und Abraham hat in Zelten gewohnt, weil er worauf gewartet hat. Er hat auf diese Stadt gewartet.
[47:18] Schauen wir mal in Hebräer 11, und dort Vers 16. Hebräer 11, Vers 16. Dort heißt es: Nun aber trachten sie nach einem Besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden. Ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein. Er schämt sich nicht, ihrer Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet. Das ist genau das, was wir in Offenbarung hier finden, wo Gott sagt: Das ist meine Stadt, das ist mein Zelt, ich wohne unter euch und ich will euer Gott sein, ihr sollt mein Volk sein, ich schäme mich nicht für euch, ich werde euch nicht verabscheuen. Abraham war so einer. Und deswegen ist Abraham ein Vorbild des Glaubens.
[48:07] Am Ende ist es ganz einfach. Gott sagt: Ich weiß, du hast Vorbehalte, zu mir zu kommen, weil du denkst, dass ich dich strafe, aber lass mich mal in dein Leben hinein, du wirst sehen, ich mag dich so wie du bist. Ich mag dich, ich möchte dein Freund sein. Und wenn wir ihn hineinlassen, wenn wir auf ihn hören, wird das dazu führen, dass wir uns trennen von der Sünde, von den bösen Dingen, von der Welt, weil durch das Evangelium, durch den Glauben, er uns verwandelt. Wir lernen ihn kennen, sein Gesetz wird in unser Herz geschrieben und wir werden darauf vorbereitet, einmal bei ihm von Angesicht zu Angesicht zu sein.
[48:44] Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich möchte gern mit Gott zusammen wohnen. Was für eine großartige Idee. Wollen wir gemeinsam Gott bitten, dass er uns hilft, dass wir ihn jeden Tag besser kennenlernen? Lass uns das gemeinsam wieder erkennen.
[49:08] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken, dass du uns so eine wunderbare Verheißung gegeben hast, dass du einmal hier auf dieser Erde bei uns wohnen wirst, um uns zu zeigen für alle Ewigkeit, wie gern du uns hast. Schon jetzt lässt du deinen Heiligen Geist in uns wohnen. Du hast Jesus hier auf dieser Erde wohnen lassen. Und mit allem, was du tust, zeigst du, dass du Interesse an uns hast. Herr, vergib uns, dass wir es so selten bewusst machen, dass wir oft nicht das Interesse an dir haben, das du an uns hast. Herr, wir möchten dich besser kennenlernen und möchten Zeit mit dir verbringen und möchten dich bitten, dass du jeden Tag aufs Neue, du deinen Heiligen Geist in unserem Alltag uns zeigst, dass du präsent bist und dass du uns verwandeln kannst. Dass du dein Gesetz unser Herz schreibst, dass unsere Liebe zu dir konstanter wird, bis sie einmal so konstant ist, dass du uns sicher in den Himmel nehmen kannst und einmal die Ewigkeit mit uns verbringen kannst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[50:13] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!