[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu Der Ersehnte. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de zur ersten Folge im neuen Jahr 2020. Wir sind mittendrin in Matthäus 10 und wollen heute weiter studieren in dieser Rede von Jesus an seine Jünger, die er aussendet in die Mission und hat eine ganze Reihe von praktischen Hinweisen und auch einigen, wie wir jetzt sehen werden, die uns ganz besonders auch für die Endzeit betreffen.
[1:08] Bevor wir anfangen, wollen wir gerne beten und ich lade euch ein, wo es möglich ist, dazu niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein Wort, für die Worte von Jesus, die wir im Evangelium finden und dass die Worte sind, die lebendig sind und die unser Herz erreichen. Und Herr, wir möchten dir jetzt unsere Herzen öffnen, unsere Gedanken ganz weit machen, damit du hinein sprechen kannst. Wir möchten bei dich nachdenken, möchten dich bitten, dass wir durch nichts abgelenkt werden und dass wir dich besser verstehen und dass wir Ratschläge von dir bekommen, die unser Leben verändern, dass wir in unserer Beziehung zu dir wachsen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:58] Schlagt mit mir auf, Matthäus Kapitel 10, dort sind wir gerade mittendrin. Vielleicht können wir kurz noch einmal zusammenfassen. In Matthäus Kapitel 10 gibt Jesus ja den Jüngern einen Auftrag, sie sollten vorher beten. Er hatte ihnen gesagt, die Ernte ist groß, es mangelt woran? An Arbeitern und dann sollen sie beten für Arbeiter, das machen sie fleißig. Sie beten her, sende Arbeiter und ahne nicht, dass sie sich quasi schon selbst vorbereiten durch das Gebet, selbst dann die Arbeiter zu sein. Und dann sagt Jesus, geht ihr und wir haben gesehen, warum Jesus sie ausgesandt hat.
[2:44] Weiß es jemand noch, warum Jesus zu diesem Zeitpunkt gesagt hat, ich muss sie mal zu zweit los senden. Warum hat er das gemacht? Kurze Wiederholung. Weiß es jemand noch? Wir haben gesehen, hatten die Jünger schon vorher mitgearbeitet bei Jesus, ja oder nein? Haben sie Missionen gemacht? Ja, aber sie waren immer bei Jesus. Sie haben bei seinen Vortragsreihen quasi die Leute zu ihm gebracht, sie haben da Fragen beantwortet, aber sie waren immer mit Jesus allein und Jesus wusste, es kommt der Zeitpunkt, da ist er nicht mehr bei ihnen. Sie müssen lernen, eigenständig zu arbeiten. Deswegen hat er sie einfach mal losgeschickt, wie ein Adler seine Küken mal aus dem Nest schmeißt. Ja, damit sie mal merken und dann fliegt er wieder runter, nicht wahr, nimmt sie auf und so hat er sie losgesandt in die Dörfer und Städte. Dann haben sie ein bisschen Erfahrung gemacht, dann hat er sie wieder zu sich genommen und hat ihnen dann die Dinge erklärt mehrmals, bis sie irgendwann so weit waren, dass sie alleine fliegen konnten sozusagen.
[3:35] Und er gibt ihnen eine ganze Reihe von Ratschlägen in den ersten Versen. Können wir noch kurz zusammenfassen, was sind das so für Ratschläge, die er ihnen gibt? Jetzt nicht alle Details, aber was ist so die die die grundlegenden Botschaft, die er ihnen mitgibt auf dem Missionszug? Genau, sie sollen zuerst zu den zu den zu den Israeliten gehen, nicht wahr? Dort, das haben wir genau angeschaut, ja die Heiden kommen später, sollen erstmal auch bei sich anfangen, ja und nicht erst große Dinge woanders planen. Ja, fangt an mit dem, was ihr habt, genau und vertraut Gott, oder? Sie sollten nicht erst eine riesen Liste mit Dingen machen, die sie alle brauchen, sondern sollten losgehen und darauf vertrauen, dass Gott sich darum kümmern würde, dass sie auch das erhalten und bekommen, was sie brauchen auf dem Weg.
[4:27] Und dann haben wir gesehen, das letzte Mal, dass Jesus dann, so sagt Ellen White im Zuge dieser Predigt, so ein bisschen die Perspektive wechselt. Er gibt seinen Jüngern, konkrete Ratschläge, von denen wir heute vielleicht nur noch so die Prinzipien ableiten können, wie das mit den Sandalen und dem Stab und dem Beutel. Wir haben ja weder Sandalen noch Stab, wenn wir heute Missionen machen. Das ist sehr konkret auf die Situation gesprochen, die Prinzipien gelten für uns auch, aber dann sagt Ellen White, dann schaut Jesus in die Zukunft und er sieht, dass nicht nur seine Jünger, sondern über all die Jahrhunderte hinweg Menschen für ihn Missionen machen werden und sie werden mit Problemen zu kämpfen haben. Mit den Wölfen im Schafspelz, nicht die Schafe im Wolfspelz, mit den Wölfen im Schafspelz. Und er sendet sie wie Schafe mitten unter die Wölfe und sagt, dann hütet euch vor den Menschen, vor diesen falschen Lehrern, hütet euch vor denen, die euch ausliefern werden, in die Synagogen bringen werden. Er warnt sie vor, dass sie in der Mission auf Schwierigkeiten stoßen werden, dass sie verfolgt werden.
[5:38] Und er sagt ihnen dann auch und damit haben wir das letzte Mal aufgehört, dass wenn sie vor die Könige und vor die Richter gebracht werden, vor die Gerichte, wie sollen sie sich darauf vorbereiten? Kann man sich darauf vorbereiten? Ja oder nein? Wie sollen sie sich nicht vorbereiten? Sie sollen sich keine Rede schreiben, keine Argumentenliste haben, für den Fall, dass er mich das fragt, habe ich hier was und wenn er mich das fragt, habe ich da was. Sondern wie sollen sie sich vorbereiten? Das steht nicht direkt im Text, aber das wissen wir anderswoher. Wie konkret? Ja, in kleinen Träusern, genau. Das heißt konkret, wie bereite ich mich vor, falls ich mal, ja. Genau, also sie sollten den Heiligen Geist bitten.
[6:23] Genau, sie sollten, wenn ich heute lerne, was ich für heute brauche und morgen mit Jesus gehe, dann kann er mich in drei Jahren an das erinnern, was ich heute mit ihm gelernt habe. Das ist die Idee. Wenn ich jeden Tag mit Jesus Zeit verbringe, kann er mich auf die Dinge vorbereiten. Denn Jesus weiß schon, was kommt, oder? Das muss man sich ja immer bewusst machen. Jesus weiß schon, wann die Endzeit richtig losgeht. Er weiß, was jeder Einzelne von uns erleben wird, was er nicht erleben wird und er weiß, wie lange wir brauchen, um darauf vorbereitet zu werden. Also können wir jeden Tag bei ihm in der Schule sein. Da müssen wir keine Panik bekommen, sondern wir wissen, dass er das zu seiner Zeit uns alles beibringen wird, was wir brauchen.
[7:19] Und dann sagt Jesus in dem Moment, wenn ihr darauf vor Gericht stehen werdet, wird euch der Geist eingeben, was ihr sagen sollt. Ihr werdet Weisheit bekommen. Jesus sagt ja, oder die Bibel sagt, wem Weisheit mangelt, der bitte um sie und sie wird gegeben werden. Jetzt in Vers 21 machen wir weiter. Matthäus 10, 21. Wer mag den lesen? Matthäus 10, Vers 21. Es wird aber ein Bruder den anderen zum Tode überliefern und ein Vater das Kind und Kinder werden wieder wie Eltern auftreten und sie zum Tode bringen.
[7:57] Was möchte Jesus mit diesem Vers sagen? Es gibt Verfolgung, ja, aber das hätte auch anders ausgedrückt werden können. Er hätte auch sagen können, Menschen werden euch verfolgen. Das hat er vorher schon gesagt. Ihr werdet ausgeliefert werden, ihr werdet ins Gefängnis kommen, ihr werdet gegeißelt werden. Aber jetzt sagt er in diesem Vers was ganz Besonderes, nämlich woher kommt der Widerstand in diesem Vers? Von den aller engsten menschlichen Mitmenschen, also den Familienangehörigen. Es ist ja eine Sache, wenn ich verfolgt werde von irgendjemandem, dessen Namen ich kaum kenne oder ob ich verfolgt werde von meinen eigenen Kindern oder Eltern oder Geschwistern.
[8:47] Was Jesus damit sagen will ist, das Thema Verfolgung ist ein ernstes Thema. Möglicherweise kommt es euch ganz nah sozusagen. Er bereitet sich darauf vor, dass der Satan nicht sagt, okay, also ich hier mache ich Stopp, das ist ja ihre Familie. Der Satan versucht uns dort zu treffen, wo es uns am allermeisten wehtut. Jesus macht sehr deutlich, dass das Thema Verfolgung uns bis quasi an die allerengsten menschlichen Bande treffen kann. Mit anderen Worten, es gibt keine menschliche Verbindung, der ich hundertprozentig glauben kann, dass sie niemals mehr zum Schaden ist. Also nicht, dass wir jetzt Paranoia kriegen und denken, ich kann keinem Menschen mehr vertrauen. Aber Jesus macht deutlich, dass egal wie eng die Bindung ist, es ist keine Garantie, dass das Evangelium nicht doch in zwei Hälften schneidet.
[9:41] Kennt ihr im Alten Testament Stellen, wo die das so ein bisschen illustrieren, diesen Gedanken in diesem Vers? Weil wie so ziemlich alles, was Jesus sagt, kommt auch diese Idee aus dem Alten Testament. Wo kommt das schon mal vor? Gibt es eine Bibelstelle, wo das hier illustriert wird oder so ähnliches gesagt wird? Kein und Abel, das ist die klassische Stelle wahrscheinlich. Joseph von seinen eigenen Brüdern verkauft. Gibt es eine Bibelstelle von jemandem, der von seinen Kindern verfolgt worden ist? David oder? Von Absalom, dem Vater des Friedens, wie er übersetzt heißt, ist er verfolgt worden. Jemand von seinen, also wir haben jetzt Geschwister, wir haben Kinder, jemand, der von seinen engsten Freunden attackiert worden ist? Vielleicht nicht? Ja? Jesus im Alten Testament meine ich, im Alten Testament.
[10:49] Also nicht direkt attackiert im Sinne von physisch, aber so emotional. Hiob oder? Seine besten Freunde, das waren gute Freunde, die haben sieben Tage lang nichts gesagt, die haben mit ihm geschwiegen. Also das musst du erstmal aushalten. Und dann haben die doch ihm wehgetan, konnte sich nicht mal auf seine besten Freunde verlassen. Manchmal denkt man ja, okay, wenn die Familie irgendwie eine Katastrophe ist, meine Freunde, die halten zu mir oder? Hiob musste erleben, als es richtig, richtig übel kam, haben selbst die Freunde nicht verstanden und haben eigentlich noch mehr, noch wehgetan, als dass sie geholfen haben.
[11:20] Schaut mal mit mir in Micha, in Micha 7, Micha 7, Vers 5 und 6. Interessanter Vers, der klingt fast so ein bisschen wie, ja so eine Art Grundlage für das, was Jesus sagt. Micha 7, Vers 5 und 6. Verlasst euch nicht auf den Nächsten, vertraut dem Verwandten nicht, bewahre die Pforte deines Mundes vor der, die in deinen Armen liegt. Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter lehnt sich auf gegen die Mutter, die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter. Die Feinde des Menschen sind seine eigenen Hausgenossen. Könnt ihr sehen, wie Jesus sich vermutlich eigentlich auf diesen Vers hier bezieht? Das war nicht wörtlich, aber die Idee ist ziemlich genau dieselbe.
[12:17] Jetzt heißt das also, wenn ich das jetzt lese bei Micha und bei Jesus, dass ich jetzt anfangen muss, von meinen eigenen Geschwistern mich in Acht zu nehmen. Muss ich jetzt ständig irgendwie vorsichtig schauen, was meine Kinder, meine Eltern machen und irgendwie so Paranoia kriegen oder wovon spricht das hier in Micha 7? Ja, also heißt das jetzt, dass wenn ich das jetzt lese, ich jetzt mir sehr genau überlege, was ich meiner Frau noch erzähle und meinen Eltern, weil die könnten ja alle mich verführen und mich verfolgen. Ja, das stimmt, das stimmt.
[12:57] Meine Frage ist, wenn ich das jetzt hier lese in Micha oder bei Jesus, heißt das, dass ich jetzt nach Hause gehe und mir überlege, was ich überhaupt noch meinen Eltern am Telefon erzähle oder meinen Brüdern am Telefon erzähle, weil die könnten ja alle mich potenziell verfolgen. Also was ist denn gemeint? Ja, ganz genau. Also wenn mich alle anderen verlassen, kann ich auf Jesus vertrauen. Frage, an wen schreibt denn Micha oder in welchem Kontext schreibt denn Micha? Micha schreibt an wen oder? An die Juden, genau, okay.
[13:45] Wie ging es denn den Juden gerade zur Zeit von Micha? Ah, okay, das geht also hier um ein abgefallenes Volk Gottes. Halten wir das fest. Was Jesus nicht sagt und die Bibel nirgendwo sagt, habe ständig Angst vor deinen eigenen Familienangehörigen. Aber was er sagt ist, wenn es Abfall gibt und wenn Menschen von der Wahrheit sich zurückziehen, abwenden, in die falsche Richtung laufen und das innerhalb der Familie passiert, dann darf man nicht denken, dass die Familienbanden das alles überspielen. Der große Kampf, der ist auch ein Kampf, wenn er in der Familie stattfindet. Das ist die Idee.
[14:34] Ja und das ist auch, erinnert euch daran, wir haben das letztes Mal Matthäus gesehen, wenn Jesus sagt, hütet euch vor den Menschen, sagt er nicht, hütet euch vor den Menschen, er sagt, hütet euch vor den Menschen, die euch verfolgen. Ja, hütet euch, da gibt es bestimmte Menschen, Leute, die die Wahrheit ablehnen. Also halten wir fest, nicht alle Familienangehörigen sind schlecht, sondern was Jesus sagen will ist, es ist möglich, weil jeder Mensch einen freien Willen hat, dass der große Kampf mitten eurer Familie stattfindet. Seid darauf gefasst.
[15:02] Jetzt zurück zu Matthäus 10. Der nächste Vers, es heißt in Vers 22, wer mag das mal lesen? Matthäus 10 Vers 22. Und ihr werdet von jedermann gehasst sein um meines Namens Willen, wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Genau, das ist offensichtlich auch ziemlich Endzeitscharakter. Ihr wisst, Jesus sagt später auch so einen ähnlichen Satz. Wo, in welcher Predigt? Wer ausharrt bis ans Ende, wird gerettet werden. Welcher berühmten Predigt von Jesus kommt dieser Satz auch noch mal vor? Später. Matthäus 24, eine Endzeitrede, da sagt er, wer ausharrt bis ans Ende, wird gerettet werden und das Ende ist dann, nicht wahr, wenn das Evangelium gepredigt wird, in die ganze Welt.
[16:05] Also es hat ja auch so einen Endzeitcharakter. Jesus bereitet seine Jünger darauf vor, es wird Zeiten geben, wo quasi die ganze Welt gegen euch ist. Hat das irgendeine Relevanz für uns? Wenn ja, welche? Wir glauben, dass wir direkt in diese Zeit zusteuern. Ja, das sagt sich so leicht, aber wir sollten ein bisschen genauer hinschauen, was Jesus hier sagt. Er sagt, die ganze Welt wird euch hassen. Warum sollte denn uns jemand hassen? Sind wir so böse? Sind wir so unsympathisch? Warum wird die Welt uns hassen?
[16:47] Ja, also der Drache ist zornig, ja, der Drache ist zornig, also der Satan dahinter. Okay, genau. Fallen noch Bibeltexte ein, vielleicht auch von Jesus, wo er sagt, deswegen hasst die Welt. Ja, okay, schauen wir mal ein paar Texte an. Johannes 7, Johannes 7, lasst euren Finger an Matthäus 10, dann kommen wir wieder zurück. In Johannes 7 und dort Vers 7, Johannes 7 und dort Vers 7, das heißt es, Johannes 7, Vers 7. Die Welt kann euch nichts hassen, mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind.
[17:45] Okay, wann hasst die Welt, warum hat die Welt Jesus gehasst? Ja, genau, weil Jesus durch seine Worte und sein Leben die Sünde sündhaft gemacht hat, sozusagen. Er hat die Sünde aufgedeckt. Man konnte nicht in der, man konnte als Sünder, der sich an der Sünde freut, nicht in der Gegenwart von Jesus sein und irgendwie eine gute Zeit haben. Das war irgendwie, man hat sich überführt gefühlt. Jesus war ja gar nicht so, dass er ständig den Leuten ihre Sünden sofort auf die Nase gebunden hat, aber schon der Charakter Jesu war ein beständiger Angriff auf den, der irgendwie an der Sünde festgehalten hat. Deswegen haben Sünder ihn gehasst. Es gab auch genügend Sünder, die ihn geliebt haben, weil er sie von der Sünde freigemacht hat, aber wer an der Sünde festgehalten hat, der hat Jesus gehasst. Die Finsternis hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, weil die Werke aufgetan werden. Johannes 15 ist auch ein ähnliches Wort.
[18:50] Genau, sehr gut. Haben mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen, haben sie mein Wort gehalten, so werden sie auch eure halten. Bist du Johannes 15? Johannes 15, Vers 20. Ah ja, genau da, ja genau, alles klar. Ganz genau, sehr gut. Bleibt man Johannes 15, schaut man Vers 8? Ne, das stimmt nicht. Johannes 17, Entschuldigung, 18 und 19, genau.
[19:21] Wenn euch die Welt hasst, was sollen wir wissen? So wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
[19:49] Jetzt kommt ein wichtiger Punkt. Wir wollen nicht gehasst werden, oder? Niemand von uns sagt, bitte bitte hasst mich. Aber Jesus sagt, die Welt bleibt halt die Welt, die wird sich nicht verändern. Und Jesus bleibt Jesus und wenn wir uns von der Welt zu Jesus bewegen, wenn wir Jesus Erlösung annehmen, dann sind wir nicht mehr von der Welt und die Welt wird uns hassen.
[20:19] Ellen White macht diesen Punkt im großen Kampf, wo sie sagt, die Tatsache, dass in vielen Ländern sozusagen der westlichen Welt heutzutage es fast keine Verfolgung und kein Hass auf die Christen gibt, hat nicht damit zu tun, sozusagen, dass die Welt plötzlich sagt, so tolerant geworden ist und der Satan plötzlich nichts mehr gegen die Christen hat, sondern weil halt das Christentum so weltlich ist und die Welt gar nicht irgendwie ein Problem damit hat, weil es ja dasselbe ist, die liebt ja das eigene. Und Jesus macht also deutlich, wenn wir Missionen machen wollen, müssen wir also zwar die Welt erreichen wollen, dürfen aber nicht weltlich sein. Die Mission, die Jesus meint, wird dazu führen, dass die Welt uns hasst. Also natürlich nicht jeder Mensch, aber halt dann doch die die Mehrheit.
[21:10] Und deswegen sagt Johannes, 1.Johannes 3, Vers 13, ah, wir reden noch von Johannes 15, Entschuldigung, bleibt noch an Johannes 15 und lest mal Vers 21 noch. Johannes 15, Vers 21. Aber das alles werden sie euch antun, um meines Namens Willen, denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.
[21:36] Also warum hasst die Welt die Christen? Ja, wen kennen sie nicht? Den Vater. Die kennen den Vater nicht. Jesus sagt, weil sie Gott, den Vater nicht kennen, deswegen hassen sie mich und deswegen hassen sie auch die Christen.
[21:54] Ja, jetzt wollen wir noch Johannes, 1.Johannes 3 lesen. 1.Johannes 3 und dort Vers 13. Da sagt Johannes, der ja einer von den Jüngern war, die diese Lehre von Jesus, diese Predigt gehört haben, da sagt er in 1.Johannes 3, Vers 13. 1.Johannes 3, Vers 13. Verwundert euch nicht, meine Brüder, wenn euch die Welt hasst.
[22:36] Okay, also mit anderen Worten, was will er damit sagen? Verwundert euch nicht, ihr Brüder, wenn die Welt euch hasst. Was will er damit sagen? Ihr seid auf dem richtigen Weg. Das ist eigentlich der Normalfall. Ich meine, wie ging es der Urchristenheit, die relativ treu war, geistlich? Die wurde verfolgt, die wurden verfolgt. Wie ging es den Reformatoren und den Christen, die an der Bibel festhielten in dem finsteren Mittelalter? Die wurden verfolgt. Und überall dort, wo Christen sehr deutlich sich von der Welt distanzieren und von ihrer Umgebung distanzieren, in vielen Teilen der Welt, da gibt es auch richtige Christenverfolgung.
[23:29] Nun halten wir noch mal fest, Jesus sagt das nicht, damit irgendeiner von uns denkt, oh, ich möchte gerne irgendwie unsympathisch sein. Er sagt nur, wenn ihr auf meinen Fußstapfen folgt, wenn ihr sozusagen Missionen machen wollt, seid gewiss, ihr schießt direkt auf den Satan und der wird zurückschießen. Der lässt sich nicht einfach so die Leute widerstandslos, wehrlos wegnehmen. Ihr seid dann im Kampf. Und das machen wir uns manchmal, glaube ich, nicht so ganz bewusst.
[23:57] Jesus wollte nicht, dass irgendjemand auch nur eine Haus-zu-Haus-Arbeit macht, eine Bibelstunde gibt von seinen Jüngern, ohne sich bewusst zu machen vorher, dass er in einen Kampf jetzt kommt. Jesus wollte, bevor sie gingen, dass sie wissen, es wird Konflikte geben, weil ansonsten geht man mit viel Eifer und Motivation in die Mission und ist dann enttäuscht und entmutigt, wenn es plötzlich Konflikte gibt. Deswegen sagt Jesus ihnen im Vorhinein, wenn ihr losgeht, wisst ihr, viele werden euch entgegenstehen.
[24:40] Ja, ich habe von einem bekannten Prediger gehört, wenn wir eine Bibelstunde geben und kommen wir etwas weiter natürlich, fast zum Ende, dann sollen wir uns nicht schämen sagen, dass wenn man den Weg der Wahrheit geht, dann man muss mit Schwierigkeiten und Problemen rechnen. Also ich persönlich, wenn ich Bibelstunden gebe und wir kommen auf schwierige Themen, dann sollte man den Mut haben, taktvoll, aber klar sagen, das muss man mit diesen Schwierigkeiten auch rechnen. Manchmal von der Familie oder vom Arbeitgeber oder vom Nachbarn oder so und so.
[25:17] Ja, ganz genau. Sehr wichtig, weil sonst die werden überrascht und enttäuscht. Meistens ist es ja so, dass schon während der Bibelstundenzeit Menschen feststellen, dass sie Probleme mit der Arbeit bekommen und dann ist es an uns, sie zu ermutigen und sie zu zeigen, dass das trotzdem der richtige Weg ist, ja gerade das ein Zeichen dafür ist, dass Gott sie führt.
[25:40] Und jetzt sagt Jesus hier in Matthäus 10, er sagt, ihr werdet gehasst werden, aber wer wird gerettet werden? Das ist jetzt ein ganz, ganz entscheidender Satz. Wer wird gerettet werden? Wer bis ans Ende ausharrt, wird gerettet werden. Diesen Vers muss man ein bisschen nachdenken. Ich weiß nicht, wer von euch möchte gern gerettet werden? Wenn alle gerettet werden, oder?
[25:55] Jesus sagt nicht, wenn ihr so und so viel verstanden habt, werdet ihr gerettet. Er sagt auch nicht, wenn ihr so und so viele Dörfer erreicht habt, werdet ihr gerettet. Er sagt auch nicht, wenn ihr so und so viele Bibelstunden gegeben habt oder dieses Thema erklären konntet, werdet ihr gerettet. Er sagt, ihr werdet gerettet, wenn ihr immer weiter macht. Am Ende zählt nicht, wie viel ich gewusst habe und wie viel ich gemacht habe, sondern ob ich morgen noch an Jesus glaube. Das ist ein fundamentales Prinzip.
[26:32] Zu viele in unseren Gemeinden über die Jahrzehnte hinweg haben ein enormes Potenzial gehabt, waren zum Teil unfassbare Evangelisten, Missionare, Bibelarbeiter, Pastoren, Laien, Missionare und sind plötzlich vielleicht nicht mehr mehr in der Gemeinde. Und deswegen sagt Jesus, wenn ihr in das Werk Gottes hineingeht, er sagt die Ausrüstung und wie wir Gott vertrauen sollen, dass es Konflikte gibt, aber er sagt, das Entscheidende ist, wenn du anfängst, dass du dir die Überlegung machst, okay, es wird wahrscheinlich ganz schön viel anders laufen, als ich dachte. Es wird ganz schön viele Probleme geben, aber diese eine Entscheidung will ich treffen. Ich will dabei bleiben. Ich will ausharren.
[27:26] Der Satan freut sich, wenn Menschen viel für Gott tun und plötzlich weg vom Fenster sind. Nur die werden gerettet, die auch am nächsten Tag oder am übernächsten Tag bei Jesus bleiben. Es geht in die gleiche Richtung wie Ezechiel, wo sagt Ezechiel, wenn man bleibt treu und doch ganz am Ende, man fällt weg von Gerechtigkeit, dann wird alles vergessen, was hast du Gutes getan. Wenn Prophet Ezechiel so steht, genau. In Bezug auf die Sünde oder auf etwas, wenn man einfach gute viele Jahre treu und am Ende man fällt ab, dann ist alles vergessen.
[27:54] Schauen wir uns mal ein paar Videotexte an, Römer 2, Vers 7 über dieses dranbleiben. Römer 2, Vers 7. Dänen nämlich, die mit Ausdauer in Wirken des Guten, Herrlichkeit, Ehre und Unfälligkeit erstreben, ewiges Leben.
[28:12] Genau, bei Paulus sagt, es gibt zwei Gruppen. Die einen werden ewiges Leben bekommen, die anderen werden ewig verdammt werden im Gericht Gottes. Und was ist die Bedingung für ewiges Leben hier? Also genau, das sind nicht die guten Werke, die wir tun, die uns das ewige Leben geben, aber durch das Beständige, durch die Ausdauer im Gutes tun, zeigen wir an, wir möchten das ewige Leben haben. Da ist eine Ausdauer vonnöten.
[29:00] Schauen wir mehr Texte an. Das ist ein Thema, das kommt immer wieder. Hebräer 3, Hebräer 3 und dort Vers 14, Hebräer 3 und dort Vers 14. Hebräer 3 und dort Vers 14. Genau, er sagt, man kann also eine anfängliche Zuversicht haben, man kann echten Glauben haben, echte Bekehrung erleben, aber dann kann man doch verloren gehen. Warum? Wenn man nicht festhält.
[29:25] Manchmal gibt es die Idee, naja, jetzt bin ich bekehrt, aber jetzt muss ich noch das und das und das und das erreichen. Ja, so nach dem Motto, jetzt bin ich getauft und bekehrt, aber noch ganz frisch bekehrt und ich muss ja noch diese ganzen Stufen der Leistung erreichen. Ja, und dann ist die Frage, will ich das schaffen? Aber die Bibel stellt das gar nicht so sehr unbedingt dar, sondern was sie vielmehr sagt ist, das, was du jetzt hast, frisch bekehrt, halte es fest.
[30:08] Und wenn du es festhältst, wird Gott dich führen, er wird dich wachsen lassen und du wirst alle Höhen erreichen, die du als Christ erreichen kannst. Aber das Entscheidende ist, dass du festhältst, standhaft aushast, dass das, was du am Anfang geglaubt hast, am Ende immer noch deine Überzeugung ist. Paulus sagt noch mehr im Hebräerbrief diesbezüglich, schaut mal Hebräer 6 und dort Vers 11. Hebräer 6, Vers 11, das war ihm ein Anliegen. Das kann man sehr deutlich in den Briefen sehen.
[30:34] Hebräer 6, Vers 11. Das sagte Hebräer 6, Vers 11. Hat jemand das gelesen? Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, sodass ihr die Hoffnung mit voller Gewissheit festhaltet bis ans Ende.
[31:00] Genau, Paulus sagt, ich wünsche mir, dass ihr an der Hoffnung festhaltet. Wisst ihr, was der Paulus als praktische Maßnahme immer gemacht hat, damit die Leute auch festhalten? Was hat er gemacht? Wie hat der Paulus das gemacht? Er schreibt ja oft, ich wünsche mir, dass ihr festhaltet, haltet fest, bleibt standhaft. Welche praktische Maßnahme hat der Paulus ergriffen, damit die Gläubigen auch wirklich dranbleiben? Was hat er gemacht?
[31:19] Ja, was hat er gemacht? Womit wollte er sicherstellen, dass die Geschwister, die mal alles geglaubt haben, auch in Zukunft das alles noch glauben werden. Was hat er gemacht? Ganz wesentliches Prinzip. Er hat die Briefe geschrieben. Was hat er in den Briefen geschrieben? Wenn man die Briefe so vergleicht, was hat er da so geschrieben? Okay, es geht gar nicht mehr um den Inhalt mehr, sondern der Paulus sagt, ich schreibe euch jetzt etwas, im Korinther zum Beispiel sagt er das, ich schreibe euch etwas, dass ihr schon wisst, dass ihr auch glaubt, in dem ihr auch feststeht und ich schreibe es euch wieder und ihr wundert euch vielleicht warum, weil ihr sonst vergeblich geglaubt habt, wenn ihr es nicht festhaltet.
[31:54] Paulus sagt in Philippa 3, Vers 3, euch immer dasselbe zu schreiben ist mir nicht lästig, euch aber macht es fest. Paulus wiederholt immer wieder die einfachen Dinge. Schaut, das ist ganz entscheidend, das ist wirklich so entscheidend, ich kann es gar nicht überbetonen.
[32:25] So viele Christen und auch so viele Adventisten denken, ich habe jetzt die Grundlagen des Evangeliums, ich weiß vom Kreuz, von der Auferstehung, vom Sabbat, des Gesetz, Schöpfung, so die Grundlagen. Aber jetzt muss ich ja die tiefen Wahrheiten, ich muss jetzt neues Licht bekommen, neues Licht und noch tiefer verstehen und das und so weiter. Und dann ist man manchmal auf der Suche nach neuem Licht und fällt irgendwelchen Scharlatanen auf den Leim.
[33:03] Paulus sagt nicht, jetzt wo ihr das jetzt habt, jetzt muss ich nur noch euch ganz komplizierte Sachen beibringen, damit ihr weiter wachst. Er sagt, damit ihr wachst und bleibt, erzähle ich euch immer wieder dasselbe. Das stimmt auch, er spricht auch von der Speise, man kommt auch tiefer, aber Paulus sagt, ich erzähle euch immer wieder das Evangelium im Römerbrief und im Galaterbrief und im Epheserbrief, immer wieder dieselben Wahrheiten.
[33:19] Wenn ihr mal Ellen White lest, stellt ihr fest, die schreibt ständig dasselbe. Also man könnte mal alle wesentlichen Punkte von Ellen White eigentlich in ein Buch zusammenfassen. Eine ganze Entscheidungsserie, an all den Geschichten kommen immer wieder dieselben Punkte raus. Warum? Weil ich glaube Gott wusste, wir leben in einer Zeit, die so schnelllebig ist, dass wir ständig neue Bücher lesen wollen. Also hat er sie ganz viele Bücher schreiben lassen, dass wir ständig neue Bücher lesen können. Es ist immer dasselbe, dass wir immer wieder dieselben Wahrheiten hören, weil wir einfach an ihnen festhalten.
[33:49] Es ist so leicht zu sagen, ja ich weiß, Jesus ist für mich gestorben, jetzt studiere ich nur noch Daniel 11 und Zachariah und irgendwelche tiefen Wahrheiten und vergesse dabei die Einfachen, die mich eigentlich werten. Und Jesus sagt, wer ausharrt bis ans Ende. Deswegen also, wenn ihr bis ans Ende ausharren wollt, tut mir einen Gefallen und redet immer wieder mit irgendjemandem über Daniel 2 und über das Kreuz und über das Gebet und über den Sabbat und über die Wiederkunft. Immer und immer wieder, dass man sich immer wieder daran erinnert, was man eigentlich glaubt und ob man es für möglich hält oder nicht.
[34:34] Der Mensch ist sehr vergesslich und der Satan ist ein Meister uns darin, uns abzulenken in scheinbar wichtige Dinge und wir vergessen, dass was zählt. So sind all die Missionare gefallen, die gefallen sind in der Kirchengeschichte. Ich habe mich gewundert, dass in vielen Büchern von LWI, sie benutzen die gleichen Sätze, die gleichen Worte. Und ich fragte mich, wieso? Und das ist, ich habe auch zuhause manchmal mit anderen gesprochen, dass ich auch manchmal in meinen Predigten benutze, ich oft etwas sehr Wichtiges, nicht nur in einer Predigt. Und das ist, was die Theologen nie verstehen werden. Die lesen Matthäus, Markus und Lukas und denken sich, meine Güte, Jesus sagt ständig dasselbe. Wie kann das sein? Aber jeder, der mal eine Predigt gehalten hat, weiß, Sachen, die wichtig sind, die kommen fast in jeder Predigt vor.
[35:22] Dieser Gedanke, den habe ich schon, ich weiß nicht, wie oft gesagt. Jedes Mal mit drei anderen Worten, aber im Wesentlichen dasselbe, weil es halt wichtig ist. Und schauen wir mal in Jakobus 1 und dort Vers 12 in Bezug auf das Ausharren. Jakobus Kapitel 1 und dort Vers 12. Das sagte Jakobus. Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet. Denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.
[35:45] Genau, er sagt sogar, selig glücklich sind, die daran festhalten, die in der Anfechtung nicht weglaufen. Denn wann kommt die Krone des Lebens? Wenn er sich bewährt hat. Und deswegen gibt es im christlichen Leben auch Herausforderungen, Schwierigkeiten, weil sie zeigen, wie der Schmelzofen beim Läutern, er zeigt quasi, was ist Gold und was ist Schlacke.
[36:26] Und das ist eine der wesentlichen Elemente der Endzeit, dass die Endzeit offenbart, was war wirklich in unserem Herzen. Noch ein toller Vers, den haben wir heute schon in der Gebetsversammlung gelesen. Jetzt werdet ihr sehen, wie gut er hier passt, in Judas. Judas 1 Vers 20 und 21. Judas 1 Vers 20 und 21. Ihr aber Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist. Bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes und hofft auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.
[36:47] Er sagt, bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes. Interessanter Gedanke. Das heißt, wir haben etwas zu tun. Wir haben uns zu entscheiden, beständig bei der Liebe zu bleiben. Es ist kein Selbstläufer. Die vermeintlich einfachsten Dinge im christlichen Leben sind eigentlich die, wo wir am meisten Fokus drauf legen sollten. Immer wieder zu beten, immer wieder Annacht zu machen, immer wieder anderen von Jesus zu erzählen. Das, was wir als die Basics bezeichnen, sind eigentlich die Dinge, die wir am schnellsten vergessen. Und wenn wir sie vergessen, ist Gefahr im Verzug. Denn das sind die Dinge, die uns wirklich bei Jesus halten.
[37:34] Mir kommt ein schöner Gedanke jetzt in Philippa 2, wo sagt Paulus, indem ihr das Lebenswort festhaltet, mir zum Ruhm auf den Tag Christi, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin und vergeblich gearbeitet habe. Paulus sagt, wie wichtig es ist, festzuhalten, sonst arbeitet man umsonst. Und Paulus wusste, niemand ist davor gefeit.
[38:05] Paulus, der war eine Vision bis in den dritten Himmel. Paulus, der war, ich meine, das war der Missionarschlechter, einer der größten Missionare aller Zeiten. Ich meine, er hat über die Hälfte des Neuen Testamentes geschrieben. Paulus wusste, es gibt keine Garantie, dass ich dabei bin, weil es gab für Lucifer keinen. Niemand war jemals klüger, weiser, sündloser, heiliger als Lucifer. Und das ist der Beweis dafür, dass es kein Selbstläufer ist. Weil was war Lucifers Problem? Er ist nicht dabei geblieben. Das war sein wesentliches Problem. Er ist davon weggelaufen.
[38:48] Und niemand ist so heilig, dass er nicht mehr verloren gehen kann. Und niemand ist so verloren, dass er nicht heilig werden kann. Egal wie schlimm wir gesündigt haben, wir können immer zurück. Und das ist eigentlich das Interessante. Jetzt, Jesus sagt ja, hat den Jüngern gesagt, glückselig, wenn sie euch schmähen. Und seid ihr, weil das ist allen passiert, den Propheten, allen. Wenn wir die Kirchengeschichte durchgehen, uns passiert nichts Seltsames, wenn wir um unseres Glaubens willen, aber Achtung, um unseres Glaubens willen verfolgt werden.
[39:16] Wir sollten nicht uns froh, wir sollten nicht froh locken, wenn Leute uns Schwierigkeiten machen, weil wir einen rauen Charakter haben und anecken. Sondern das passiert auch. Dann sollten wir zu Gott gehen und ihn beten um Vergebung. Schauen wir in Matthäus 10 und dort Vers 23. Matthäus 10 Vers 23. Matthäus 10 Vers 23.
[39:35] Wenn sie euch aber in der einen Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht fertig sein, bis der Sohn des Menschen kommt. Also was ist der Rat, wenn es irgendwo zu krass wird, wenn das Leben auf dem Spiel steht? Fliehen. Hat Jesus das selbst gemacht? Wann ist er geflohen? Als Kind. Also da ist er geflohen worden. Also aber Gott hat ja angewiesen, dass sie vor Herodes fliehen sollen nach Ägypten.
[40:23] Wann ist er noch als Erwachsener irgendwo von A nach B gegangen? Sie wollten ihn töten, im Sand drehen, nicht wahr? Johannes 5. Und als er dann gehört hat, dass Johannes gefangen genommen worden ist, ist er nach Galiläa gegangen. Was hat er gemacht, als der Nazareth abgewiesen worden ist? Nach Kapernaum, in eine andere Stadt. Ja, genau, das ist auch eine Art Verfolgung.
[40:59] Ja, ganz genau. Wie war es bei der Urgemeinde? Als die Urgemeinde verfolgt wurde, nach der Steinigung von Stephanus, haben sie sich zerstreut, oder? Und das war der Beginn dann der eigentlichen Mission. Also die Verfolgung, das ist interessant, man wundert sich, Jesus spricht über Mission, warum redet er über Verfolgung? Es scheint manchmal so zu sein, bei der Urgemeinde zumindest, dass die Verfolgung fast notwendig war, ansonsten wären die noch jahrelang in Jerusalem gelebt und hätten sich so sehr gefreut an ihren Hauskreisen und ihrem gemeinsamen Brotbrechen jeden Abend, da war es so schön.
[41:30] Die wären gar nicht auf die Idee gekommen, nach Samaria zu gehen und nach in andere Gegenden, wenn sie nicht, manchmal muss Gott auch Verfolgung zulassen, damit wir wieder aus unserer Komfortzone rauskommen und wir mit anderen Leuten in Kontakt kommen. Und dann sehen wir Paulus, also wenn man die Apostelgeschichte liest, nachher später, Paulus kommt ja dieses Jahr, das ist noch ganz viel und ausführlich. Das ist interessant, oder?
[41:44] Der ist ja kaum in einer Stadt, wo er mal freiwillig geht, da geht ja immer so, in Damaskus geht das los, die wollen ihn umbringen, er flieht durch den Korb, mit dem Korb und dann auch auf die Missionsreisen, kaum ist er in einer Stadt, da gibt es eine Aufruhr, da wollen sie ihn steinigen, flieht er zur nächsten, dann flieht er von Thessalonich nach Beroehr, dann ist er da, dann kommen die von Thessalonich und senden Delegation, dann muss er weiter fliehen. Also liest es mal in der Apostelgeschichte, der flieht fast von einem Ort zum nächsten, selten mal, dass er sagt, okay ich war hier lange genug, jetzt gehe ich mal weiter, so aus freien Stücken.
[42:15] In der Kirchengeschichte sehen wir das, wir sehen die Puritaner, die fliegen vor der anglikanischen Kirche, wir sehen die Waldenser, die fliehen in bestimmte Gegenden und verbreiten so das Evangelium. Also die Verfolgung, Gott lässt niemals Verfolgung zu, wenn es nicht etwas Gutes daraus entsteht. Gott sagt niemals, okay jetzt müssen wir Verfolgung haben, es ist zwar nur schlecht für die Gemeinde, aber wir müssen jetzt halt. Gott lässt diese Dinge zu, schmerzhaft wie sie sind, weil er weiß, dadurch verbreitet sich das Evangelium auf eine Wartenweise, wie es ohne Verfolgung wohl nicht gewesen wäre.
[42:48] Ich glaube persönlich, dass auf diese Weise wird Gott in Gerechtigkeit abkürzen sein Werk, indem er lässt zu, dass die Verfolgung kommt über sein Adventvolk. Zum Abschluss, die letzten beiden Verse heute in Vers 24 und 25, das sind auch sehr wichtige Verse. Der Jünger ist nicht über dem Meister, noch der Knecht über seinem Herrn. Es ist für den Jünger genug, dass er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wie viel mehr seine Hausgenossen.
[43:23] Das ist ein interessanter Vers, der Jünger ist nicht über dem Meister. Wenn man jetzt sozusagen sich mal unseren Meister anschaut, auf einer sozialen Beliebtheitsskala sozusagen der Welt und auf einer Skala der Selbsterhöhung, wo war denn unser Meister, dass wir ihm nacheifern können. Er hat sich so weit erniedrigt, dass man sich eigentlich in den Staub legen muss, um ihm auf Augenhöhe zu begegnen.
[44:00] Wenn wir sagen, wir wollen den Charakter Jesu imitieren, haben wir meistens vielleicht die Idee, Jesus ist da oben. Nicht wahr? Wie sollen wir das jemals schaffen? Vielleicht ist das die falsche Blickrichtung. Vielleicht sollten wir uns fragen, Jesus ist so demütig. Was stehe ich eigentlich noch? Ich muss eigentlich auch ein bisschen weiter runter, um Jesus auf Augenhöhe zu begegnen, weil Jesus ist so demütig und so gering gewesen. Und er sagt, wenn ihr mir nachfolgt, ihr werdet nicht überall jetzt applaudiert werden.
[44:43] Es gibt eine interessante Person in der Bibel, die hat das verstanden. Die hat gesagt, ich bin nicht über meinem Herr. Mein Herr, mein General, der schläft in einem Zelt. Wie könnte ich nach Hause gehen und jetzt bei meiner Frau liegen? Das war Uriah, oder? Uriah hat dieses Prinzip verstanden. Wenn mein General auf dem Schlachtfeld in einem Zelt schläft, dann werde ich jetzt nicht die Annehmlichkeiten des Lebens genießen. Das war nur ein Kriegsprinzip. Aber das steckt eigentlich dahinter so ein bisschen, deswegen sagt uns die Bibel, dass wenn wir auf Jesus schauen, sollen wir auf ihn schauen, wie er am Kreuz von uns gestorben ist. Schaut auf ihn, sagt die Bibel.
[45:21] Und das heißt eigentlich, Mission führt zu einer ganz offensichtlichen Sache. Mission führt dazu, dass unser Ich in den Staub gelegt wird. Und das ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum Gott uns zu Missionaren macht. Weil die Welt würde er auch mit Engeln erreichen. Sogar alleine. Aber in der Mission, in dieser Erfüllung des Auftrages merken wir, es gibt so viel Widerstand. Wir müssen uns so sehr an Jesus klammern, dass unser Stolz zerbricht und wir einfach ihm ähnlicher werden wollen.
[45:57] Und deswegen, dass es alle Selbsterhöhungen im christlichen Leben zunichtemacht. Also statt, dass ich jetzt versuche, oh ich bin so stolz, ich muss meinen Stolz bekämpfen, ja ich will aufhören stolz zu sein, gibt es ein viel leichteres Mittel. Nämlich folge einfach Jesus in der Mission. Sei einfach für andere da. Dann wird es genügend Gelegenheiten geben, den Stolz zu verlernen.
[46:29] Und deswegen hat Jesus uns die Mission gegeben, damit wir nicht ständig um unseren eigenen Charakter uns drehen und sagen, wie mache ich das. Ihr wisst, es gibt Leute, die sagen, wir müssen sündlos werden, wir müssen heilig werden. Und das stimmt, aber sie drehen sich nur um ihren eigenen Charakter und entwickeln dabei einen ganz furchtbaren Charakter. Die Methode Jesu, um Menschen vollkommen zu machen für den Himmel war, geht hin und predigt das Evangelium.
[46:46] Da werdet ihr so viele Gelegenheiten haben, euch so sehr an Gott zu klammern, dass ihr so viel auf Jesus schauen müsst, dass ihr ihm immer ähnlicher werdet. Wer von euch möchte sagen, ich möchte Jesus folgen in der Mission und ich möchte so werden wie er. Ist das euer Wunsch? Dann lasst uns gemeinsam niederkennen und beten.
[47:00] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen danken, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast und dass du uns gezeigt hast, dass es die Mission ist, die am allermeisten unseren Charakter verändert. Er schenkt uns Gelegenheiten, mit anderen Menschen über dich zu reden. Und Herr, wenn sie auch schlecht über uns reden sollten oder wenn wir Schwierigkeiten sehen und wenn wir verfolgt werden, dann lasst uns daran erinnern, dass wir in einem großen Kampf sind und dass wir noch näher und noch enger zu Jesus müssen. Herr, wir wollen nicht über dem Meister sein, sondern wir wollen dir folgen, Herr, von ganzem Herzen. Hab Dank, dass du uns vorangegangen bist. In deinem Namen beten wir. Amen.
[48:04] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!