[7:30] Er beschreibt all die Schwierigkeiten erstmal ohne irgendwelchen Trost. Er sagt, das und das und das und das und das könnte passieren. Und dann, nachdem er alles gesagt hat, sagt er: „Fürchtet euch nicht."
[7:39] Habt keine Furcht. Fürchtet euch nicht vor ihnen.
[7:50] Es gibt einen interessanten Vers in Sprüche 28, Vers 1, der in dem Zusammenhang eigentlich sehr interessant ist. Sprüche 28, Vers 1. Wer mag den mal lesen? Sprüche 28, Vers 1.
[8:24] Genau, bei mir steht: „Die Gerechten sind furchtlos wie ein junger Löwe." Wir haben ja vorhin darüber gesprochen im Offenbarungsterminal, was Gerechtigkeit bedeutet, und wir haben gesehen, es ist die Gerechtigkeit Jesu, die wir brauchen. In diesem Zusammenhang sagt jetzt Salomo: „Wer die Gerechtigkeit Gottes hat, der ist furchtlos."
[8:47] Das heißt, Jesus sagt nicht: „Hier sind all die Schwierigkeiten, und jetzt versucht man aus eigener Kraft dagegen anzukommen", sondern er kann ihnen das sagen, weil er weiß, wenn sie mit ihm verbunden sind, werden sie auch furchtlos sein. Und zwar wird Gott ihnen immer so viel Kraft geben, wie sie brauchen.
[9:05] Schauen wir mal ein paar Bibelstellen an in Jesaja. Jesaja ist so ganz klassisch in der Hinsicht. Jesaja 41. Jesaja 41 und dort lesen wir mal Vers 10 und Vers 14.
[9:23] „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch. Ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit."
[9:34] Vers 14: „Du, fürchte dich nicht, du Würmlein Jakob, du Häuflein Israel, denn ich helfe dir, spricht der Herr. Und dein Erlöser ist der Heilige Israels."
[9:45] Genau. Warum sollen sich die schwachen Israeliten, die er ein Würmlein nennt – das ist jetzt nicht die besonders starke Armee – warum sollen sie sich nicht fürchten? Weil Gott mit ihnen ist. Das ist die Idee.
[10:00] Er sagt: „Ihr werdet zwar hinausgehen, ihr werdet all diese Schwierigkeiten erleben", sagt Jesus, „aber fürchtet euch nicht, ich bin bei euch." Ja, was sagt er später in Matthäus 28? „Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Weltzeit."
[10:13] Genau. Schauen wir in Jesaja 43 und dort Vers 1 und 2. Jesaja 43 und dort Vers 1 und 2. Dieses Thema, sich nicht zu fürchten, kommt ja immer und immer wieder, nicht wahr?
[10:24] „Nun aber spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich erlöse dich, ich rufe dich bei den Namen, mein bist du. Wenn du durch Wasser gehst, ich bin mit dir. Wenn du ströme, sie werden dich nicht beflügeln. Wenn du durch Feuer schreitest, wirst du dich nicht brennen. Und die Flamme wird dich nicht versenken."
[10:49] Genau. Kennt ihr ein Beispiel in der Bibel, wo jemand solchen Mut gehabt hat? Keine Ahnung. Ja, Daniel und jetzt gerade aktuell seine drei Freunde, oder? Die buchstäblich durchs Feuer gegangen sind und buchstäblich war Gott mit ihnen.
[11:07] Ja, fürchte dich nicht. Wiederum, warum sollen sich die Israeliten nicht fürchten? Gott ist mit ihnen. Noch mehr: Gott ist nicht nur mit ihnen, sondern er sagt: „Ich habe dich erlöst, um dich zu brennen." Er löst uns vorher. „Ich habe dich gerufen auch und ich habe dich gebildet."
[11:32] Gott sagt: „Ich habe dich geschaffen und ich habe dich erlöst und ich bin bei dir." Das heißt, wenn ich jetzt hinausgehe und ich weiß, als Christ, der ich jetzt für Gott einstehen möchte, werden mir Schwierigkeiten entgegenschlagen von verschiedenen Seiten. Soll ich mich daran erinnern: Gott hat mich geschaffen. Er hat mir mein Gehirn gegeben, meinen Körper gegeben. Er erhält mich am Leben. Er hat mich erlöst, er hat mich von allen Sünden befreit. Er hat mich gerufen. Er ist bei mir. Also brauche ich keine Angst haben, selbst wenn Feuer und Wasser kommen.
[12:00] Die Bibel sagt nicht, dass das Feuer und die Ströme nicht da sein werden, oder? Sie sagt nur, dass wenn wir durchs Wasser gehen und durchs Feuer, Jesus bei uns ist.
[12:10] Schaut mal, Jesaja 51. Jesaja 51, Vers 7.
[12:32] „Hört auf mich, ihr, die die Gerechtigkeit kennt, du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt. Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen und entsetzt euch nicht vor ihrem Lästern."
[12:44] Genau. Also, warum sollen die Israeliten sich hier nicht fürchten? Wir sammeln das ein bisschen. Warum sollen sie sich hier nicht fürchten? Oder was ist der Grund, warum sie sich nicht fürchten sollen vor dem Schmähen und vor dem Lästern? Was haben sie hier? Wir hatten ja vorhin gesehen, Gott ist mit ihnen. Und dann, Gott hat sie geschaffen und erlöst. Was ist hier der Grund? Das Gesetz im Herzen.
[13:09] Also seht ihr, es gibt verschiedene Gründe, die dazu führen, dass die Israeliten sich nicht fürchten müssen: Das Bewusstsein, Gott hat mich geschaffen. Das Bewusstsein, Gott hat mich erlöst. Das Bewusstsein, Gott ist mit mir. Aber auch das Bewusstsein, der Heilige Geist schreibt sein Gesetz in mein Herz.
[13:26] Die Furchtlosigkeit der Freunde von Daniel war ja nicht einfach Anmaßung. Die waren ja nicht einfach so, wie manche Jugendliche einfach denken, sie können irgendwie verrückte Sachen machen und keine Angst haben. Sondern die Furchtlosigkeit besteht darin, dass man ein reines Gewissen vor Gott hat.
[13:42] Eine ganz interessante Illustration aus der Geschichte ist die Begebenheit von Martin Luther in Worms. Ihr wisst ja, als Martin Luther nach Worms vorgeladen war, da ist es ja so beeindruckend, wie furchtlos er vor dem Kaiser steht. Aber er steht furchtlos vor dem Kaiser am zweiten Tag. Am ersten Tag steht er noch ganz zitternd, und da steht der Mensch Luther. Der ist plötzlich überwältigt, der realisiert, wo er gerade ist, ist ängstlich und hat Angst. Was macht er dann? Was passiert zwischen dem ersten und dem zweiten Tag? Der hat die ganze Nacht gebetet, gerungen, hat wirklich mit Gott gerungen, ist am Felsen zerschellt. Und am nächsten Tag steht er da und man kann sagen: „Ich stehe hier, ich kann nicht anders, Gott helfe mir."
[14:28] Der Mut war nicht sein Mut, er war nicht der Mutigste. Aber er war mit Gott verbunden, er wusste, Gott ist mit mir, hat mir meine Sünden vergeben. Und jetzt, so wie Daniel von Emogenese sagen kann: „Wir wollen dir die Deutung verkünden", jetzt war er mit Gott zusammen. Und das ist so beeindruckend.
[14:47] Und das ist genau das, was in der Mission oft fehlt: das Bewusstsein, wir arbeiten nicht nur für Gott, sondern wir arbeiten mit Gott.
[14:57] Nun, schauen wir uns mal andere Propheten an, Jeremia, auch ganz klassisch. Jeremia, Kapitel 1 und dort Vers 8. Jeremia 1, Vers 8.
[15:09] „Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin mit dir, dich zu retten, spricht der Herr."
[15:24] Genau. Also, warum soll sich Jeremia nicht fürchten? Ihr wisst ja, der war jung, der wusste schon, wie die Israeliten mit Propheten umgehen. Das war ja auch kein Zuckerschlecken. Warum soll er sich nicht fürchten? Um was zu tun? Und zwar nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft.
[15:43] Ah, wir sammeln, nicht wahr? Gott hatte gesagt: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir." „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich geschaffen." „Ich habe dich erlöst." „Fürchte dich nicht, denn das Gesetz ist in deinem Herzen." Jetzt sagt Gott hier: „Fürchte dich nicht, denn ich werde dich von der Zukunft erretten."
[15:58] Also, das eine ist zu wissen, Gott hat mir meine Sünden vergeben. Gott ist mit mir. Das andere ist, dass ein anderer Aspekt ist, sich bewusst zu machen, in den Schwierigkeiten wird Gott mich erretten. Er wird auch weiterhin für mich da sein.
[16:17] Lesen wir mal Vers 17 bis 19. 17, 18 wäre jetzt das nächste gewesen. Lesen wir 17 bis 19.
[16:33] „Ich selbst, ich mache dich heute zu Festung, zu eisernes Säule und zur Ehrenmauer, wieder das ganze Land, wieder die Könige Judas und seine Fürsten, wieder seine Priester und wieder das Volk des Landes. Sie werden wieder dich streiten, dich aber nicht überwältigen, denn ich bin mit dir, spricht der Herr, dich zu erretten."
[16:55] Genau, dasselbe mit Vers 8, aber jetzt kommt noch etwas. Gott sagt: „Ich bin mit dir, ich werde dich erretten." Aber was muss Jeremia tun, damit er auch wirklich furchtlos sein kann? Was muss er tun? Er soll nicht erschrecken. Ja, genau. Davor steht noch etwas, was er tun soll. Gürtel in den Lenden. Was heißt Gürtel in den Lenden?
[17:16] Ja, erstmal ganz normal, also ganz praktisch, erstmal nicht metaphorisch. Was heißt die Lenden zu gürten? Breit machen zu was? Warum würde jemand im alten Orient seine Lenden gürten?
[17:39] Ja, genau, dass er losgehen kann, dass er bereit ist jetzt zu gehen. Er muss seine Lenden gürten, damit er Bewegungsfreiheit hat. Das heißt, wenn ich sage: „Herr, ich habe solche Angst vor den Sachen, mach du das alles irgendwie und ich bleibe einfach passiv zurück", kann Gott nicht wirken.
[18:00] Wann hat Gott das Wasser geteilt? Als sie sich aufgemacht haben. Wann sind die Mauern von Jericho gefallen? Als sie marschiert sind. Das heißt, entscheidend ist immer, der Mut besteht darin, dass ich vorwärts gehe, der Wolkensäule folge, auch wenn ich Angst habe, weil ich jetzt quasi Gott mehr vertraue als meiner eigenen Angst. Daran besteht der Mut.
[18:25] Gott sucht keine Superhelden, die jetzt einfach sagen: „Das macht mir alles nichts." Er sucht Menschen, die einfach ihn so sehr lieben, dass sie ihm vertrauen, dass sie vorwärts gehen. So wie damals, als sie die Riesen in Baschan besiegt haben.
[18:37] Lesen wir noch etwas Interessantes. Er sagt ja: „Ich mache dich zu einer festen Stadt, mache dich zu einer ehrenden Mauer." Gott sagt: „Die werden zwar dich ganz schön angehen, aber ich mache dich fest."
[18:49] Jetzt schauen wir mal in Hesekiel noch. Hesekiel ist noch so ein Prophet, dem Gott Ähnliches gesagt hat. Das kann man ja bei vielen Propheten, grundsätzlich in der Bibel ja viel finden. Diese Idee: „Fürchte dich nicht." Hesekiel 2 und dort Vers 6.
[19:13] „Du aber, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen und fürchte dich auch nicht vor ihren Worten, wenn sie auch wie Disteln und Dornen gegen dich sind und du unter Skorpionen wohnst. Fürchte dich nicht vor ihren Worten und erschrecke nicht vor ihrem Angesicht, denn sie sind ein widerspenstiges Haus."
[19:29] Genau. Hier spricht Gott jetzt nicht so sehr über das, was er tut, sondern er spricht jetzt über die anderen. Wie charakterisiert er die Menschen, die jetzt Probleme machen werden? Ja, genau. Er sagt, sie sind wie Disteln und Dornen gegen dich, und du wohnst unter Skorpionen. Ein bisschen wie Jesus sagt: „Ich werde euch unter die Wölfe." Das ist dieselbe Idee eigentlich.
[19:52] Also nicht alle Menschen sind wie Skorpione, aber es gibt so Menschen, die dann vielleicht dem Evangelisten, dem Missionar, dem Zeugen für Jesus, dem Jünger das Leben schwer machen. Aber er sagt jetzt: „Sie sind ein widerspenstiges Haus." Und damit erklärt er: Der Widerstand, den du erleben wirst, wenn du mit mir bist, ist nicht wegen dir, sondern weil die Menschen ein Problem mit Gott haben.
[20:15] Und das ist auch wichtig, ihr Lieben. Es ist wichtig zu wissen, dass wenn wir – und das muss ich ehrlich sagen, das ist manchmal nicht so leicht, wenn man persönlich angegriffen wird wegen dem Evangelium – dann sich bewusst zu machen: Der kämpft eigentlich nicht gegen mich, der kämpft gegen Gott. Weil so leicht wird man persönlich davon betroffen und bekommt eine persönliche Bitterkeit, die man aber in der Mission nicht gebrauchen kann. Deswegen sagt Hesekiel: Dieser Widerstand, das liegt an ihrem Herzen. Ihr Herz ist widerspenstig und rebellisch.
[20:59] Ja, ganz genau. Und was wir sehen ist, diese Propheten, wenn immer am Anfang ihrer Berufung wird ihnen gesagt: „Fürchte dich nicht." Dem Jeremia wird am Anfang gesagt: „Fürchte dich nicht", und dem Hesekiel wird gesagt: „Fürchte dich nicht." Warum wird ihnen am Anfang gleich das gesagt?
[21:15] Wozu beruft Gott sie denn? Er beruft sie ja, um sein Wort weiterzugeben, oder? Ja, sie haben eine Mission. Manche haben eine Mission zur eigenen Gemeinde, die anderen haben eine Mission wie Jona ins Ausland. Aber sie alle haben eine Mission, und am Anfang der Mission sagt Gott zu ihnen: „Fürchte dich nicht."
[21:36] Kennt ihr noch jemanden, der eine ganz große Mission hatte? Eine große Aufgabe, die zu tun war, und dem Gott am Anfang gesagt hat: „Fürchte dich nicht. Sei unerschrocken. Sei unverzagt." Joshua, nicht wahr? Der hatte auch eine Mission. Was war seine Mission? Das Land Kanaan einzunehmen. Ja, das Volk in die Ruhe einzubringen.
[21:58] Es gibt übrigens ganz interessante Parallelen zwischen dem Buch Josua und der Apostelgeschichte. Ja, da gibt es ganz interessante Parallelen. Könnt ihr mal ein bisschen bei Gelegenheit studieren oder könnt ihr mal selbst studieren. Aber da gibt es viele Parallelen. So wie sozusagen nach dem Tod von Mose, Joshua jetzt quasi die Früchte erntet von dem langen Leben von Mose, und dort die Gemeinde viele Siege erlebt und dann eine Niederlage zum Beispiel wegen der Untreue von einer Person. So gibt es auch in der Apostelgeschichte große Siege. Dann gibt es aber diese Geschichte mit Hananias und Saphira. Ja, da gibt es so viele interessante Parallelen. Und auch dem Joshua wird gesagt: „Sei furchtlos."
[22:41] Das heißt, was wir sehen, die Furchtlosigkeit ist entscheidend für die Mission. Immer wenn Menschen im Alten und im Neuen Testament zur Mission gerufen werden, sagt Gott ihnen: „Fürchte dich nicht." Nicht, weil das alles Angsthasen waren, sondern weil die Mission uns in den großen Kampf mitten hinein wirft, in die Front. Und wir uns bewusst machen müssen, alles, was wir gerade gesagt haben.
[23:18] Dann kommt der Gedanke, dass der Paulus an Timotheus schreibt: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, Kraft, Liebe und Selbstbeherrschung." Weil wir wissen, dass Timotheus von Natur etwas nicht so wie der Paulus ist. Und er muss dem Paulus etwas ermahnen, dass er nicht so ist. Das sieht man in der Kirchengeschichte auch. Es gibt so Leute, die sind ein bisschen zu mutig. Die brauchen ein bisschen Polieren. Dem Petrus, der war zu mutig. Und dann gibt es Leute, die sind ein bisschen zu ängstlich. Wir brauchen diesen heiligen Mut, der nicht Anmaßung ist, sondern der vertraut, der sich Gott ganz unterwirft.
[23:57] Denn wenn ich Gott ganz fürchte, dann brauche ich keine Menschen mehr zu fürchten. Das ist die Idee, die Jesus sagt. Er sagt ja hier in Matthäus 10, Vers 26: „So fürchtet euch nicht vor ihnen. So fürchtet euch nur nicht vor ihnen, denn es ist nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, das man nicht erfahren wird."
[24:16] Das ist interessant, weil diese Idee, dass alles einmal gerichtet wird, die kennen wir schon von Jesus. Und schaut mal mit mir in Lukas Kapitel 8. In Lukas 8, das haben wir mal hier vor ungefähr einem Jahr studiert. Also das hat der Bock dann mal mit euch studiert. Das weiß ich sogar noch.
[24:33] In Lukas 8, Vers 16 und 17, da wird dieselbe Idee auch mit einer interessanten Idee verknüpft. Schaut mal Lukas 8, Vers 16. Oder lesen wir erst Vers 17. Da heißt es in Vers 17, Lukas 8, Vers 17: „Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird, und nichts ist geheim, das nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird."
[24:56] Und jetzt schaut mal Vers 16: „Niemand aber, der ein Licht anzündet, bedeckt es mit einem Gefäß oder stellt es unter ein Bett, sondern er setzt es auf einen Leuchter, damit die, welche reinkommen, das Licht sehen."
[25:08] Denn es ist nichts verborgen. Was will Jesus sagen, wenn er sagt: „Niemand, der ein Licht anzündet, versteckt es"? Was will er damit sagen? Man soll mutig zum Evangelium stehen, denn nicht mutig zum Evangelium zu stehen, würde bedeuten, das Licht, das ich habe, ist versteckt.
[25:29] Da seht ihr also, dieser Gedanke, mit dem alles ist offenbar, oder wird offenbar werden, verbindet hier: „Fürchte dich nicht" mit „Lass dein Licht leuchten." Dein Licht leuchten lassen mit „Fürchte dich nicht."
[25:43] Übrigens, wann wird all das gerichtet werden, was jetzt vielleicht im Geheimen so geschieht? Was sagt die Bibel? Bei der Wiederkunft. Deswegen sagt Paulus: „Richtet nicht, bis alles aufgedeckt wird, wenn Jesus kommt." Das ist in 1. Korinther 4, Vers 5. „Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringt und die Absichten der Herzen offenbar machen wird. Und dann wird jedem das Lob von Gott zuteil werden."
[26:09] Also Jesus sagt: „Fürchtet euch nicht. Alles, was gegen euch geschieht, wird irgendwann gerichtet werden. Es kommt ein Tag der Gerechtigkeit."
[26:17] Jetzt gehen wir weiter, Matthäus 10, und dort Vers 27. Das ist ein interessanter Vers. „Was ich im Finstern sage, das redet im Licht, und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern."
[26:29] Was will denn Jesus mit dem Vers sagen? Was ihr im Finstern hört, das verkündigt im Licht, und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern. Was ist so die Grundidee des Verses? Was ist so die Grundbotschaft? Also das sind die Worte Dunkel, Licht. Mal vielleicht nächsten Vers zeigen. Dann fangen wir mit dem Vers an.
[26:59] So sagen wir das, preheharte Vergangenheit... Vor Gericht gehört die Würde. Vielleicht sehen wir uns jetzt mal vor dem Gericht. Und wir schaden die Dinge. Und lehren uns von den Kunden. Die Welt ist noch nie verdächtig. Wir verbeharrten die Meldungen. Die Dunkelheit wurde geschlossen. Wir verbeharrten die Meldungen. Und was machen wir jetzt? Ich höre, was der mir sagt, und dann gehe ich wo hin? Ans Licht und sage es allen. Das zweite Bild ist, jemand flüstert mir was ins Ohr. Und was mache ich? Ich stelle mich aufs Dach, weil das Dach ist flach, und dann können es alle sehen und hören, und ich rufe das in die Welt hinaus.
[27:43] Was ist also die Grundidee? Die Jünger sollen etwas, was wenig bekannt ist, wie ein Sprachrohr weit bekannt machen. Gab es denn Dinge, die quasi wie ein Geheimnis waren zu der Zeit noch? Hatte Jesus Dinge gesagt, die noch nicht viele Leute wussten? Das sagt er zu den Jüngern auch. Aber haben die Jünger schon was gewusst, was die anderen noch nicht wussten?
[28:07] Jetzt bin ich gespannt, was der Jünger sagt. Er sagt, er wusste, was die anderen noch nicht wussten. Wussten die Jünger etwas, was der Rest der Bevölkerung noch nicht wusste? Ja. Erinnert euch an die See-Predigt. Könnt ihr euch erinnern an die See-Predigt? Da haben wir vor, im letzten Jahr, mit den Gleichnissen. Was hat Jesus zur Volkslänge gepredigt? Er hat die Gleichnisse gepredigt. Er hat ihnen auch die Interpretationen gegeben. Den Menschen nicht, nur den Jüngern.
[28:47] Das heißt, warum hat er den Jüngern das gegeben? Weil sie Interesse hatten, weil sie bei ihm geblieben sind. Aber wollte er auch, dass die Menschen die Interpretationen erfahren? Wollte er das? Natürlich will er das. Aber jetzt waren es also Situationen, dass die Jünger wussten eine ganze Menge mehr als der ganze Rest. Die Jünger mussten schon Dinge erfahren, weil sie schon bereit dafür waren, während die Volkslänge noch nicht bereit war.
[29:15] Was ich euch im Geheimen sage, was ich euch so alles an Zusatzinformationen gegeben habe, was die Volkslänge jetzt noch nicht verstehen kann, das müsst ihr irgendwann alles öffentlich sagen. Die wissen jetzt zwar schon das Gleichnis vom Seemann, aber die kennen die Interpretationen noch nicht. Was ich euch jetzt alles hier, am Wegesrand, im Kornfeld, am See, wenn wir auf dem Boot sind, was ich euch persönlich als Jünger weitergebe, das müsst ihr einmal in der ganzen Welt verkündigen.
[29:43] Die Jünger sollen das Sprachrohr Gottes sein. Heißt also, es gibt manche Dinge, die sind relativ nur wenig Leuten bekannt, aber Gott wünscht, dass sie in die ganze Welt gehen. So war das mit den Adventpionieren. Das war eine Handvoll Leute, die plötzlich Wahrheiten kannte. Das war noch quasi im Dunkeln. Die haben die Wahrheit von 1844 verstanden. Gott hat zu ihnen quasi im Dunkeln gesprochen und ihnen gesagt: „Redet es in der ganzen Welt, sagt es der ganzen Welt." Das ist unsere Aufgabe.
[30:15] Wenn wir in unserer persönlichen Andacht mit Gott Dinge entdecken, dann spricht Gott, er flüstert uns ins Ohr. Was sollen wir damit machen? Wir sollen es anderen weitergeben, erzählen. Und wisst ihr, ich glaube, wenn wir das Erlebnis haben, dass Gott mir persönlich etwas zeigt, dass ich es anderen weitergebe, dann bin ich genau da, wo Gott mich haben möchte.
[30:53] Das ist das Gleiche, was er hier sagt: „Ihr seid das Licht der Welt." Er nimmt sie zusammen und redet mit ihnen im kleinen Kreis und sagt: „Ihr seid das Licht der Welt." Und das waren sie dann auch. Sie haben die ganze damals bekannte Welt erreicht. Und das ist das Ding, was Jesus jetzt ihnen sagt: „Was ihr hier gehört habt, muss überall hin. Ihr seid quasi das Vergrößerungsglas für das Evangelium, das ist das Sprachrohr."
[31:15] Matthäus 10, Vers 28. Wer mag das mal lesen?
[31:25] „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet vielmehr denen, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle."
[31:37] Ganz genau. Ihr wisst vielleicht, haben wir letztes Mal im Offenbarungsseminar schon studiert, worum geht es hier? Das ist ein bisschen merkwürdig auf den ersten Blick. Welche Art von Tod werden hier angesprochen?
[31:55] Genau. Also hier als Vergleich in Lukas. Lukas 12, Vers 4 und 5.
[32:05] „Ich sage euch aber, meine Freunde: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts weiteres tun können. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt. Fürchtet den, welcher nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, den fürchtet."
[32:19] Es geht um den ersten Tod und es geht um den zweiten Tod. Jesus sagt, eure Feinde können euch allerschlimmstens den ersten Tod zufügen. Mehr nicht. Und das ist eine sehr interessante Sache. Wir sollen nicht alles fürchten.
[32:31] Es gibt einen interessanten Vers, der heutzutage, glaube ich, ein bisschen Brisanz hat, vor allem unter bibeltreuen Adventisten. Schaut mal in Jesaja 8, Vers 12. Darüber ist noch selten was gehört, aber ich denke, der ist wichtig. Jesaja 8, Vers 12.
[32:59] Aber der wird selten richtig durchdacht. Da heißt es nämlich: „Nennt nicht alles Verschwörung, was dieses Volk Verschwörung nennt. Und vor dem, was es fürchtet, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht davor."
[33:13] Und der Vers ist sehr relevant, weil wir heute in einer Zeit leben, wie seit Jahrhunderten nicht mehr, wo es in der Bevölkerung Menschen gibt, die wie Kaninchen vor der Schlange auf YouTube schauen und Verschwörung über Verschwörung über Verschwörung sehen und regelrecht Panik bekommen. Und Gott weist sein Volk an: „Nennt nicht alles Verschwörung, was dieses Volk Verschwörung nennt."
[33:39] Und es ist eine Gefahr unter konservativen Adventisten, dass sie, weil sie so sehr auf die Prophetie sich konzentrieren, dann nicht mehr den Unterschied finden zwischen prophetischer Auslegung und irgendwelchen Theorien, die aus YouTube kommen, die so ähnlich klingen, aber die plötzlich nur noch irgendwie so Angst machen und man irgendwie so Scheuklappen bekommt. Die Bibel warnt uns davor, dass wir eine Furcht bekommen vor irgendwelchen vermeintlichen Mächten. Die Mächte, die die Offenbarung benennt, sind schon schlimm genug. Die Sachen, wo die Offenbarung, wo der Geist der Weisung den Finger drauf legt, die uns verfolgen werden, ist schon schlimm genug. Wir müssen nicht noch extra Feinde kreieren überall und noch weitere Verschwörungen. Das ist schon genug, was wir zu tragen haben.
[34:25] Wir haben gesagt, Daniel und seine drei Freunde sind gute Beispiele für Leute, die ihr Leben nicht gefürchtet haben. Bis zum Tod. Hat Paulus gewusst, als er unterwegs war, dass auf ihn Schwierigkeiten zukommen werden? Hat Paulus gewusst, dass er irgendwann sterben wird? Paulus sagt an einer Stelle: „Der Geist, von Ort zu Ort, wo ich hinkomme, dass alles, was mich erwartet, sind Ketten und Fesseln." Und am Ende, er wusste, er wird sterben.
[34:53] Wie war es mit Jesus? Hat Jesus gewusst, was auf ihn zukommt? Der wusste, am Tag seiner Taufe: „Ich habe dreieinhalb Jahre zu leben." Schon interessant, oder? Stell dir vor, du wüsstest, ich habe jetzt noch dreieinhalb Jahre zu leben und dann wird die ganze Sünde der Welt auf mich gelegt, ich werde sterben. Keine rosige Zukunft, sozusagen. Und Jesus aber ist mit Gott diesen Weg gegangen, weil er wusste, nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen. Der Paulus sagt: „Egal was es gibt." Schaut mal in Römer 8, Vers 35 bis 39.
[35:39] bis 39. Vers 37.
[36:11] Vers 38.
[36:35] „Außer, was kann uns scheiden von der Liebe Gottes?" Eine Sache gibt es. Das betrifft uns alle. Die Liebe kann mich trennen, aber meine eigene Entscheidung gegen Gott kann mich trennen. Die Liebe kann mich trennen. Aber Gott liebt mich noch immer. Aber ich sehe seine Liebe nicht. Gott hört nicht auf, mich zu lieben. Aber ich bin von der Liebe getrennt. Aber ich kann einen Pronunciation machen, wenn ich mich liebe.
[37:22] Wir farmst nicht mit Lieberechtion. Ihr wirdet euch nie breast. Das heißt, Gott kann euch nicht brechen. Das ist das Problem. Der Rache fürchtet nicht die Menschen. Er fürchtet den, der euch den zweiten Tod bereiten kann.
[37:37] Mose sagt in 2. Mose 20: „Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, damit ihr die Furcht Gottes vor Augen habt, damit ihr nicht sündigt."
[38:00] Es gibt einen interessanten Vers in Jesaja 66 und dort Vers 2.
[38:14] Ganz genau. Jesaja 66. Und dort Vers 2. Wer mag den mal lesen?
[38:30] „Denn dies alles hat meine Hand gemacht, und so ist dies alles geworden, spricht der Herr. Ich will aber den ansehen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und der zittert vor meinem Wort."
[38:42] Genau. Wünscht sich Gott, dass wir Angst haben, die Bibel aufzuschlagen? Nein. Was meint das? „Der zittert vor meinem Wort." Beschreibt das mal. Was bedeutet das?
[38:56] Ja, es meint, dass ich mir bewusst mache, wenn ich die Bibel aufschlage, hier spricht der allmächtige Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, der spricht direkt zu mir. Wenn wir sorglos mit der Bibel umgehen, wenn wir einfach so, naja, mal lesen, mal nicht, dann verpassen wir eigentlich das, was Gott uns zeigen möchte.
[39:24] Es geht hier einfach darum, und das kann passieren, dass der biblische Glaube so abstrakt wird, so theoretisch, dass es einfach nur eine Theorie für uns ist, die wir einfach so lesen, und sich mal bewusst ist, wir sind in der Gegenwart Gottes. Ich werde das nie vergessen, der Nikolaus Taubert hat mir mal gesagt: „Wenn du eine Predigt hältst und deine Knie zittern nicht ein bisschen, dann ist etwas verkehrt. Du bist in der Gegenwart Gottes."
[39:52] Also wenn man zu selbstsicher, zu locker, einfach jetzt so, wenn man sich nicht bewusst macht, das ist eine heilige Sache. Das Bibellesen soll Freude machen. Es macht auch große Freude. Es ist ja das Schöne, dass Gott ja den Israeliten zeigen wollte, trotz seiner Mahlmacht ist er liebevoll. Denn sein ist beides, Weisheit und Macht. Aber uns muss bewusst sein, wie heilig Gott ist. Uns muss bewusst sein, wie wichtig diese Dinge sind, die wir lesen.
[40:24] Wenn uns das nicht bewusst ist, dann werden wir uns eher so entscheiden, dass wir Menschen gefallen oder Menschen irgendwie nicht gegen Menschengebote verstoßen. Aber wenn wir eine Erfahrung mit Jesus haben, das Entscheidende beim Bibellesen ist, dass wir bewusst sind, ich bin gerade in der Gegenwart Gottes. Und Gott redet gerade zu mir.
[40:46] Wenn ich das sehe und das merke, dann möchte ich unter gar keinen Umständen ihm wehtun. Dann möchte ich unter gar keinen Umständen sündigen. Das ist der Prozess, in den Gott uns führen möchte, der uns dann mutig macht, weil Ellen White sagt: „Wer sich vor dem König des Universums gebeugt hat, der wird sich vor keinem Menschen mehr beugen müssen."
[41:08] Und deswegen ist diese Gottesfurcht ganz am Anfang im ewigen Evangelium, denn da geht es ja um Themen, wo wir stehen müssen, wenn das Mahlzeichen kommt, wenn die Verfolgung kommt, raus aus Babylon, dann haben wir das geistliche Rückgrat, stehen zu können, auch wenn die ganze Welt zusammenbricht und sich zusammenrottet gegen sie. Wir müssen uns der ewigen Konsequenzen bewusst sein, die eine Abkehr von Gott bringt.
[41:36] Wenn Gott eine echte Realität ist, wenn ich Tag für Tag, Moment für Moment, in meinem Leben, Tag für Tag, Moment für Moment, im Geist mit ihm verbunden bin, dann werde ich ganz automatisch, jedes Mal, bevor ich die Bibel aufschlage, bitten: „Herr, hilf mir sie richtig zu verstehen. Sprich du zu mir."
[42:04] Ich möchte euch einladen. Macht das jeden Tag. Schlagt jeden Tag die Bibel auf und bittet Gott: „Sprich du zu mir und schenk mir eine Erfahrung, die deutlich macht, dass du gegenwärtig bist." Und das ist das, was Henoch gemacht hat. Er wandelte mit Gott. Für ihn war Gott nicht nur eine Theorie. Er ist mit Gott gewandelt, Tag für Tag. Und ich denke, ich weiß aus eigener Erfahrung, nichts vermag den eigenen Glauben so sehr zu festigen und so eine tiefe, innere Freude zu geben, dass ich mir bewusst mache, ich rede gerade mit dem König des Universums und er redet mit mir und er sagt mir Dinge, die genau auf mein Leben zutreffen. Und mit seiner Kraft kann ich sie sogar umsetzen.
[42:46] Und wenn wir das erleben, dann können wir freundlich und liebevoll und mutig in die Mission gehen und müssen uns von niemandem fürchten. So wie deine und seine Freunde. Wollen wir noch gemeinsam darum beten?
[43:04] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns nicht in diese Welt hinausschickst, ohne uns vorzubereiten. Du weißt ganz genau, welche Schwierigkeiten es gibt, welche Probleme auftreten können und wie der Widerstand in das wahre Evangelium in dieser Welt grassiert. Aber Herr, wir haben gesehen, dass du unser Schöpfer bist, dass du unser Erlöser bist, dass du bei uns bist und uns stärkst, dein Gesetz in unser Herz schreibst und dass du uns erretten möchtest, dass du uns festmachen möchtest. Und Herr, so wollen wir, wie Joshua und wie all die Männer, die wir jetzt studiert haben, wollen furchtlos und mutig sein. Nicht, weil wir auf uns selbst vertrauen, sondern weil wir wissen, aus eigener täglicher Erfahrung, dass du unsere Schritte lenkst. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen und bitten dich um die Erfüllung mit deinem Heiligen Geist. Amen.
[44:12] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!