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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird die dramatische Geschichte von Johannes dem Täufer und seiner Hinrichtung beleuchtet. Christopher Kramp analysiert die Hintergründe, die zu diesem tragischen Ereignis führten, einschließlich der politischen Verhältnisse und der Intrigen am Hof von Herodes Antipas. Die Predigt betont die Rolle von Alkohol, menschlicher Schwäche und Gruppenzwang bei der Entstehung von Sünden und zeigt auf, wie wichtig es ist, klare Entscheidungen zu treffen und für das Richtige einzustehen.

In dieser Predigt wird die biblische Geschichte von der Enthauptung Johannes des Täufers beleuchtet. Christopher Kramp analysiert die Hintergründe, die beteiligten Personen wie Herodes Antipas und Herodias sowie die Rolle der tanzenden Salome. Die Predigt betont die Gefahren von unüberlegten Worten, Gruppenzwang und dem Einfluss von Sünde, die selbst die engsten Familienbeziehungen zerstören kann. Es wird auch ein Ausblick auf die Parallelen zu späteren biblischen Ereignissen und auf die Endzeit gegeben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Bis dahin ist die Taufe Jesu, die Versuchung in der Wüste, die ersten Jünger, die allerersten Wunder. Und dann haben wir das Passah 28 und das Passah 29. Und in dieser Zeit ist Jesus vor allem, wo in Judäa? Ja, das ist diese von Johannes 2 bis Johannes 5. Da gibt es nicht viele Geschichten, aber es umfasst ein ganzes Jahr. Und dann haben wir ein Jahr, das vor allem in Galiläa stattfindet, ja, von Passah 29 bis Passah 30. Und dann haben wir noch mal ein Jahr, das wird uns dann die nächsten Monate, vielleicht Jahre beschäftigen, das letzte Jahr bis zum Passah 31. Weiß jemand noch, das ist schon, ich habe nachgeschaut, das haben wir im Dezember 2016 studiert. Weiß jemand noch, wann und warum Jesus hier seinen Dienst in Judäa beendet hat und dann vor allem nach Galiläa ausgewichen ist? Was war da der Hauptgrund? Weiß jemand noch? Er war ja am Ende seines Dienstes in Judäa vor dem Sanhedrin gestellt worden in Johannes 5, und da war er schon mit dem Tode angeklagt worden. Man wollte ihn eigentlich umbringen schon, aber das hat dann nicht geklappt. Und zu der Zeit sagt uns die Bibel, dass Jesus etwas gehört hat, was ihn veranlasst hat, Jerusalem und Judäa zu verlassen und jetzt dauerhaft seine Zelte sozusagen in Galiläa aufzuschlagen, in Kapernaum dann, weil er in Nazareth abgelehnt worden ist. Da gab es ein Ereignis, das dazu gebracht hat. Vielleicht erinnert ihr euch noch. Er hörte davon, dass Johannes der Täufer gefangen genommen worden ist. Das heißt, ungefähr hier in dieser Zeit haben wir die Gefangennahme von Johannes dem Täufer, der ja schon ungefähr einige Monate vorher angefangen hat zu wirken. Ja, also Johannes war ja schon, hier haben wir den Täufer aktiv, dann hat er die Taufe Jesu, und dann war die ganze Zeit hier noch aktiv gewesen. Ja, wir wissen, es gab ja Auseinandersetzungen zwischen den Jüngern Jesu und den Jüngern des Johannes, bis dann hier kurz vor Passah 29 Johannes gefangen genommen worden ist und in eine Burg gebracht worden ist. Und er war noch viele Monate am Leben. Wir haben gesehen, dann jetzt hier während des Dienstes von Jesus in Galiläa, dass einmal die Jünger von Johannes zu Jesus kommen, weil Johannes im Gefängnis entmutigt ist. Und erst wohl wahrscheinlich mehr oder weniger hier gegen Ende dieses zweiten und dieses nächsten Jahres von Jesus im Dienst, also fast ein Jahr nach seiner Gefangennahme, kommt es jetzt zu dem Ereignis, das wir heute studieren wollen. Ja, das eigentlich sehr interessant und das hat auch wieder Auswirkung dann auf die folgenden Ereignisse. Ihr wisst vielleicht noch, wo Johannes gefangen genommen worden ist oder wohl festgesetzt worden ist. Es gibt ja hier ist das Tote Meer und hier ist das Segeh. Netzer hat ein bisschen klein geraten, aber hier ist Galiläa, Galiläa. Hier ist das Meer und hier ist Judäa. Hier hat Jesus lange Zeit gewirkt und dann vor allem hier in Galiläa, Samaria. Da waren die Samariter. Wo war Johannes der Täufer gefangen genommen? Weiß es jemand? Johannes der Täufer saß hier. Hier gab es eine Bergfestung, die hieß Machairos, Machairos eigentlich. Und der Herrscher von Galiläa, was jemand, wer der Herrscher von Galiläa war, der sogenannte Tetrarch? Wer war der? Wer hat hier dieses Gebiet regiert? Ein Mann namens Herodes Antipas. Hier ist Herodes Antipas, der spielt gleich noch eine große Rolle in der Geschichte. Herodes Antipas war einer der Söhne von dem großen Herodes, der gestorben war kurz nach der Ermordung der Kinder, als Jesus geboren worden war. Herodes Antipas regiert nicht nur Galiläa, sondern er regiert auch ein Gebiet, das man Perea nennt. Also hier so dieses Gebiet, das Ostjordanland. Die beiden Gebiete gehören zusammen, die waren sogar ein bisschen verbunden, ist schlecht gezeichnet, aber. Und deswegen war Johannes der Täufer, der hier am Jordan, am Toten Meer gewirkt hat, der war hier eingekehrt in einer großen Bergfeste. Und jetzt passiert folgendes: Der König Herodes befand sich zu der Zeit im Krieg mit dem König von Arabien. Also hier unten ist Arabien, ja. Und zwar hatte das einen bestimmten Grund. Mit wem war der König Herodes verheiratet? Mit Herodias. Allerdings erst in zweiter Ehe. Die Herodias war ja eigentlich mit einem anderen Sohn von Herodes verheiratet und dann hat sich der Herodes Antipas und sie verliebt und hat dann bewirkt, dass sie sich scheiden lässt und er sich scheiden lässt, damit sie heiraten können. Das war der Grund, warum Johannes der Täufer gesagt hat: Du kannst sie nicht haben. Und deswegen, da kommen wir noch dazu, hatte Herodias so einen Zorn auf ihn gehabt und hatte bewirkt, dass Johannes der Täufer gefangen genommen worden ist. Von wem hat sich denn Herodes scheiden lassen, um Herodias zu bekommen? Tatsächlich von der Tochter des arabischen Königs. Ja, er hatte ursprünglich die Tochter des Königs von Arabien geheiratet. Ja, und dann, als er jetzt Herodias gehabt hat, wollte die andere nicht mehr haben, hat sich von ihr scheiden lassen. Und wie hat das wohl sein Schwiegervater aufgefasst? Nicht gut. Das heißt, der Schwiegervater, der eigentliche Schwiegervater, führt jetzt Krieg gegen Herodes und zwar hier. Und das ist der Grund, warum sich Herodes Antipas zu dieser Zeit nicht in Galiläa aufhält, sondern hier im Ostjordanland, und zwar genau genommen, er hält sich auf in dieser Festung, in dieser Bergfestung, in der sich auch Johannes der Täufer befindet, nämlich im Kerker. Das ist der Hintergrund für die Geschichte, die wir jetzt lesen werden. Und wir fangen mal an in Markus Kapitel 6 und dort Vers 21. Markus 6, Vers 21: "Und es kam ein gelegener Tag, als Herodes an seinem Geburtstag ein Festmahl gab für seine Großen und die Obersten und die Vornehmsten von Galiläa." Genau, das fängt interessant an. Es heißt, als ein gelegener Tag kam. Warum ein gelegener Tag? Für wen war das ein gelegener Tag? Für Herodes, für Herodias. Schaut man die Verse ein bisschen vorher an, schaut man Vers 19. Da heißt es: "Herodes aber stellte ihm nach und wollte ihn töten, und sie konnte es nicht. Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wusste, dass ein gerechter und heiliger Mann war, und er bewachte ihn und gehorchte ihm in manchem und hörte ihn gern." Also die Situation ist: Herodes mochte den Johannes sowieso. Ja, und Herodias ist aber wütend. Ja, und Herodes war auch etwas wütend, ja, dass Johannes der Täufer ihm gesagt hat: Du darfst dich nicht so scheiden lassen und diese andere Frau heiraten. Ja, und deswegen hat er gesagt: Okay, ich nehme ihn gefangen. Hat ihn gefangen genommen und ein Jahr lang, fast ein Jahr lang bewachen lassen, weil er wusste, Herodias, die hasst du noch mehr als ich. Und damit sie nichts an ihm tut, bewache ich ihn, damit er als quasi in Schutzhaft sozusagen. Und Ellenwald sagt: Herodes glaubte, dass Johannes ein Prophet Gottes war und er hatte völlige Absicht, aber völlig überzeugt, oder er wollte unbedingt ihn wieder in die Freiheit setzen. Also halten wir fest: Herodes wollte eigentlich den Johannes wieder befreien. Das war schon lange sein Plan. Er hat es aber eine ganze Zeit herausgezögert. Warum? Was meint ihr? Warum hat er das herausgezögert? Warum hat er nicht einfach wieder freigesetzt? Warum hat er das herausgezögert? Ich meine, das steht nicht im Text, aber ihr seid alle verheiratet. Die Frau. Genau. Er hatte Angst vor der Frau. Wenn wir von einer Sache überzeugt sind, sollten wir es tun und nicht warten. Er war überzeugt, Johannes ist unschuldig, aber überzeugt, er muss in die Freiheit gesetzt werden, aber hat damit gewartet, hat es herausgeschoben, weil er Angst vor dem Ehekrach mit Herodias hatte. Und irgendwann war es zu spät. Er hatte fast ein Jahr lang Zeit, seine Überzeugung auszulegen. Dieser Mann ist unschuldig. Er hat ihn auch gerne gehört, hat seine Predigten gehört. Er hatte es war nicht, wenn man das so liest, denkt man vielleicht mal, naja, er wurde gefangen genommen und drei Tage später umgebracht. Herodes hatte fast ein Jahr Zeit, ihn freizulassen, und er hat es herausgeschoben und herausgeschoben und herausgeschoben, weil er immer dachte, naja, ich will ja auch Harmonie haben mit Herodias. Und manchmal schieben wir auch in der Gemeinde oder in geistlichen Dingen, wir schieben wichtige Dinge vor uns her, weil wir Harmonie suchen mit Leuten, die eigentlich gegen Gott arbeiten. Wir wollen irgendwie keinen Streit, wir wollen irgendwie keinen Konflikt, und deswegen schieben wir Dinge vor uns her, die wir eigentlich tun wollen und von denen überzeugt sind, dass sie richtig sind. Und irgendwann schlägt der Satan zu und man kann es nicht mehr tun. Das ist eine erste wichtige Lektion. Sie sagt, er verzögerte sein sein Ansinnen aus Furcht vor Herodias. Und dann sagt sie: Herodes wusste, dass mit direkten Maßnahmen sie niemals Herodes dazu bringen könnte, Johannes umzubringen. Herodes hätte niemals ihn umbringen lassen, normalerweise. Und so entschied sie sich mit Strategie vorzugehen. Jesus hatte eine Möglichkeit an dem Vorgehen von Herodes mit Johannes zu sehen, wie es mit ihm selbst gehen würde, wie ein unschuldiger Mann, und in dem Fall bei Jesus, ein sündloser Mann am Ende doch verurteilt wird, weil böse Menschen seine Verurteilung wollen und die, die ihn menschlich eigentlich beschützen sollten, zu schwach sind. Ja, da sieht man also, das war wie ein Vorschatten schon von dem, was Jesus erleben würde. Ganz richtig. Also Ellenwald sagt, Herodias hat das geplant. Und deswegen steht hier in Markus 6, ein gelegener Tag. Das heißt, es war nicht nur so, dass sie gesagt hat: Ach, heute hat ja Herodes Geburtstag. Was könnte ich denn machen? Sie hat überlegt, wie kriege ich Herodes dazu, ihn umzubringen? Und hat er bald Geburtstag, dann wird das so und so und so machen. Das war alles von langer Hand geplant schon mal. Weiter. Übrigens, gibt es noch eine Stelle in der Bibel, wo irgendjemand mal Geburtstag hat? Hier der Herodes Geburtstag, Herodes Antipas' Geburtstag. Gibt es noch jemand in der Bibel, der Geburtstag hat? Die feiern oft, ja. Das steht aber nicht direkt Geburtstag. Könnte Mose auch indirekt. Es gibt eine Geschichte noch, wo jemand seinen Geburtstag feiert, ganz direkt ist der Pharao. Der Pharao und erste Mose 40, der dann anlässlich seines Geburtstages den den den Mundschenk befreit und den Bäcker tötet. Also es gibt in der Bibel nur zwei Geburtstagsfeiern und jedes Mal stirbt eine. Übrigens, das ist jetzt nur eine Fußnote, aber das ist der Grund, warum Zeugen Jehovas keinen Geburtstag feiern. Aber sie sagen, es gibt noch zweimal in der Bibel Geburtstag und jedes Mal stirbt einer. Das ist natürlich jetzt nicht der Punkt, aber interessant zu sehen, vielleicht einfach diese Parallele auch zu dem Geburtstag des Pharao. Also, wer es versammelt an Geburtstagsgästen hier als Herodes? Wir wissen nicht. Also er musste um die 50 Jahre alt geworden sein, vielleicht war sogar 50. Geburtstag. Ja, große Feier, die ganze Elite von Galiläa und Perea, alle waren sie da. Nicht nur die Sozius, es heißt auch im Griechischen die Obersten über tausend, die Heerführer, die Philiaten, die großen Militärtribunen sozusagen seines Reiches waren alle da und haben an diesem Gastmahl teilgenommen. Und es steht in dem Text nicht ganz offensichtlich drin, aber Ellenwald kommt das sehr deutlich heraus. Womit haben die denn ihre Zeit vertrieben dort bei dem Gastmahl? Mit dem Trinken. Ja, genau. Und da sagt, bei ihren Fingern, hier geht man mir zu Sprüche 31. Sprüche 31, Vers 4 und 5. Hier bewahrheitet sich jetzt dieser Ratschlag, den wir in Sprüche 31, Vers 4 und 5 lesen. Den hätte Herodes Antipas beherzigen sollen. Sprüche 31, Vers 4 und 5: "Nicht sind es einem Könige, Wein zu trinken, noch einem Fürsten nach Rauschtrank zu verlangen. Er könnte über den Trinken des Gesetzes vergessen und die Rechtssache der Elenden verdrehen." Genau. Also, warum soll ein König sich nicht mit Alkohol betäuben? Er vergisst die Gerechtigkeit. Und genau das ist sozusagen der Plan der Herodias. Sie weiß, Herodes hat also einen Gerechtigkeitssinn. Er würde den Johannes nicht umbringen lassen. Er ist beliebt im ganzen Volk auch. Aber wenn er betrunken ist, hat er vielleicht nicht mehr auf die Stimme der Gerechtigkeit. Und das ist der Grund, warum der Satan uns versucht, oft unser Denken zu benebeln, bevor uns dann zu größeren Sünden führt, weil er weiß, dass wir dann nicht mehr wirklich kluge Entscheidungen treffen. Das heißt, sie kannte wahrscheinlich, wie wir reagieren. Sie kannte ihren Mann und sie konnte mit einer großen Wahrscheinlichkeit voraussehen. So wie auch Teufel manchmal richtig denkt. Das ist ein Punkt, wo ich gerade sage, wenn schon Herodias wusste, wie wahrscheinlich Herodes agieren wird, wie viel mehr weiß der Satan? Wie viel mehr weiß der Satan, wo unsere Schwachstellen sind, wo wir leicht verführt werden, oder wo welche Dinge dazu führen, dass wir nicht mehr klar denken. Das kann Überarbeitung sein, das kann Unterhaltung sein, das können bestimmte Sünden sein, die dazu führen, dass wir nicht mehr klar denken. Das kann Kritik sein, das kann alles möglich sein, dass unser und unser moralischer Kompass aus den Fugen gerät. Und wenn er uns so geistlich eingelullt hat, dann kann er zuschlagen. Das macht er hier mit Herodes. Jetzt Vers 22. Da heißt es, lesen wir mal in Vers 22. Markus 6, Vers 22: "Da trat die Tochter der Herodias herein und tanzte, und weil sie dem Herodes und denen, die mit ihm zu Tisch saßen, gefiel, sprach der König zu dem Mädchen: Bitte von mir, was du willst, so will ich es dir geben." Okay, Frage an euch. Ich meine, ihr seid nie bei so einer altorientalischen Geburtstagsparty gewesen, aber wer tanzt normalerweise bei so einem Gastmahl? Vielleicht eine komische Frage, aber was denkt ihr, wer ist normalerweise dazu zuständig dort zu tanzen? Professionelle Tänzerinnen. Ellenwald sagt, es war nicht üblich, dass die Hofdamen selbst tanzen. Das war etwas außergewöhnliches. Deswegen sagt der griechische Text: "Die Tochter von Herodias selbst kam heran." Auch das war geplant. Das war eigentlich nicht üblich. Eigentlich war das unterhalb der Würde von Hofdamen. Kette eine Geschichte, wo jemand sich zeigen soll beim Gastmahl und sagt: Nene, das ist unter meiner Würde. Was sie ist keine böse Königin. Ellenwald sagt, sehr für gutes über sie. Sie hat sich richtig entschieden. Ellenwald sagt, sie lobt sie. Die Waschti, die war, die hat sich davon distanziert. Aber die Herodias bringt jetzt ihre Tochter. Weiß jemand von euch, wie die Tochter hieß? Das steht im Text nicht in der Bibel, aber der Josephus sagt uns, die Tochter Salome. Und hat jemand von euch eine Idee, wie alt die Salome vielleicht gewesen sein könnte? Ellenwald sagt, sie war in der allerersten Blüte ihrer Fraulichkeit. Sie war eine Teenagerin, die gerade anfingen körperlich zu zeigen, dass sie eine Frau wird. 14, 15, 16, 17, so in dem Dreh. Ja, von außergewöhnlicher Schönheit, aber total naiv, hatte keine Ahnung, was was geschieht, eigentlich eine Marionette in der Hand ihrer Mutter. Und sie sagt, als die Männer jetzt mit dem Wein besoffen waren, waren sie von diesem jungen Mädchen völlig fasziniert. Auch interessant, nicht wahr? Der Satan benutzt den Alkohol, und er benutzt die Sinne, die Sinnlichkeit, um das Denken einzunehmen. In Matthäus 14, Vers 6, gehen wir ganz kurz dahin. Das ist eine Kleinigkeit hier, aber da wird im Griechischen noch was deutlich. Das ist nicht mal so, dass die alle da irgendwo sitzen und die die Salome da auf einer Bühne tanzt, sondern in Matthäus 14, Vers 6 heißt es ja: "Als nun Herodes seinen Geburtstag beging, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen." Aber im Griechischen steht eigentlich: "inmitten der Gäste." Die hat, es ist also jemand hat übersetzt mal: "Die sprangen in die Mitte der Gäste hinein." Ja, es war so mitten unter den Gästen, war wahrscheinlich den sehr nahe. Auch das war also nicht nur so, wie es vielleicht noch mal im Karneval ist, ja, da sitzen Leute im Publikum und Leute tanzen vorne auf der Bühne, sondern das war mehr so, die ist quasi so von, wahrscheinlich von einem zum nächsten gegangen, hat so sich so angetanzt, hat diese angetanzt. Das ist ja auch ein kleines interessantes Detail, das uns zeigt, die hat quasi, ohne dass sie selbst richtig bemerkt, die Leute verführt. Jetzt Vers zurück zu Markus 6, Vers 23. In Markus 6, 23. Genau. Also nicht nur sagt er: "Ich verspreche dir was, sag mir, was du haben willst, ich gebe es dir." Er schwört es jetzt. Die Bibel hat einige Schwüre, die unbedacht waren. Erinnert euch vielleicht, der Saul hat mal, der Witwe von En-Dor geschworen, ja, ich dir soll nichts passieren und so weiter. Ja, ja, genau. Ja, genau. Die Bibel warnt uns, dass wir zu schnell zu viel sagen. Oder lass mal ihren Finger hier, geht man mir zu Prediger 5, Vers 1. Auch das eine praktische Lektion für unser Glaubensleben, weil es nicht genau seiner eigenen Worte in der sich jetzt gleich verwickelt. Er ist unüberlegt redet daher und schwört sogar. Prediger 5, Vers 1, macht es jemand mal lesen. Prediger 5, Vers 1: "Sei nicht vor schnell mit einem Munde und ein Herz über alle sich nicht etwas vor Gott zu reden, denn Gott ist im Himmel und du bist auf Erden, darum sollst du nicht viele Worte machen." Genau. Darum mache ich viele Worte. Das heißt, der Salomo, der wusste, wo er sprach. Der hatte auch viele Fehler gemacht, auch viel Alkohol getrunken, leider. Er warnt davor, unbedacht zu reden. Ist das schon mal gegangen, dass unbedachte Worte euch in Probleme gebracht haben? Das haben wir, oder dass man einfach so in der Situation nicht nachgedacht hat, einfach losgeplappert hat, losgeredet hat und plötzlich merkt man: Oh je, was habe ich gesagt? Ja, und dann kann man das ganz schwer zurückmachen. Und Salomo warnt uns und sagt: Pass auf, sei besonnen, überlegt erst, bevor du redest. Aber mit dem Alkoholeinfluss war das gar nicht mehr so einfach. Und hier sehen wir, wie eins zum anderen führt. Ellenwald sagt, der König war mit Wein benebelt, die Leidenschaft hat jetzt regiert und der Verstand war abgesetzt. Und dann sagt er, sie, er wollte gern vor den anderen zeigen, was für ein toller Hecht er quasi ist. Ja, so, wie er wollte zeigen etwas, das ihn erhöht, ja, dass er so ein ganz großer Mann ist. Ist nicht interessant, dass manchmal, wenn wir denken, dass wir dadurch selbst erhöht werden, wir die dümmsten Dinge tun? Jetzt in Markus 6 heißt es ja: "Was du auch von mir erbitten willst, das will ich dir geben, bis zur Hälfte meines Königreichs." Also, ich meine, das hat er ernst gemeint. Fragen euch, kennt ihr noch jemanden, der gesagt hat: "Was immer du von mir erbittest, es sei bis zur Hälfte des Königreichs"? Welcher Herrscher? Ich helfe. Welcher Herrscher hat auch zu einer Frau gesagt: "Was immer du erbittest, es soll gegeben werden bis zur Hälfte des Königreichs?" Erste, das ist interessant. Gibt zwei Geschichten in der Bibel, wo der Herrscher sagt: "Du kannst haben, was du willst, bis zur Hälfte des Königreichs." Einmal Esther und einmal Salome. In beiden Fällen gehen die nicht freiwillig, aber nicht nicht nicht aus eigenen Stücken, sondern in beiden Fällen werden sie gesandt. Esther wird gesandt von Mordechai und Salome wird gesandt von Herodias. Ja, in beiden Fällen gibt es auch ein Gastmahl. Ja, auch bei Xerxes gibt es ein Gastmahl. Wir lesen mal in Esther 7, Vers 2. Esther 7, Vers 2. Schaut mal, Esther 7, Vers 2: "Sprach der König zu Esther: Auch an diesem zweiten Tage, als er Wein getrunken hatte: Was bittest du, Königin Esther, dass man dir geben soll, und was begehrst du? Wäre es auch das halbe Königreich, es soll geschehen." Zwei junge Frauen, beide sehr schön, außergewöhnlich schön, beide vor einem Herrscher, der gerade beim Weintrinken ist. Beide bekommen dieselbe Gelegenheit, beide die Hälfte des Königreichs. Bekommen übrigens, das wäre bei Xerxes noch sehr viel größer gewesen. Ja, also Galiläa ist relativ klein. Xerxes hat über ganz Medo-Persien geherrscht. Und beide wählen sich aber nicht die Hälfte des Königreichs, sondern was wählt sich Esther? Was was erbittet sie? Vers 3: "Habe ich gerade für die gefunden: König, und gefällt es dem König, so schenke mir das Leben um meiner Bitte willen und mein Volk um eines begehrten." Sie bittet um Leben, dass sie leben kann und dass die anderen leben können. Und warum bittet Salome gleich um den Tod? Interessant, oder? Zwei Frauen vor einem halb betrunkenen Herrscher. Die eine bittet um das Leben von anderen, die andere bittet um den Tod. Warum? Die eine hat drei Tage vorher gebetet, sich vorbereitet, die ging mit Gott. Die andere war völlig naiv, tänzelnd, wollte einfach so ihre Schönheit darstellen und ohne dass sie wusste, dass sie zum Instrument der Herodias und des Teufels wurde, wird sie jetzt gleich diejenige, die den Tod eines der größten Propheten aller Zeiten fordert. Interessant, oder? So, jetzt gehen wir mal zurück zu Markus 6. Markus 6, Vers 24. Oder wird deutlich, dass sie eigentlich das gar nicht selbst geplant hat. Markus 6, Vers 24: "Genau. Also, da wird deutlich, die Salome war nicht in den Plan eingeweiht. Die hat sie, wo es als sie tanzte, wusste sie nicht, was Herodias im Schild führt. Und das zeigt uns auch, wie sehr wir manchmal vielleicht auch instrumentalisiert werden von anderen Menschen, wenn wir nicht mit Gott persönlich eine Beziehung führen, wie wir auch zu Gehilfen von anderen Sündern werden können, weil uns nicht bewusst wird, was Gottes Plan von seinem ist. Kennt ihr noch andere Menschen der Bibel, die an einem falschen Rat der Mutter gelitten haben? Ja, ganz besonders der Jakob. Der Jakob in der Bibel, nur indirekt, der ist von seiner Mutter völlig verzogen worden. Jakob, Rebekka gibt nur einen Ratschlag, aber der bringt das ganze Leben von Jakob ins Durcheinander. Ellenwald sagt, diese eine Tag hat ihm genügend hat hat für ein Leben lange Buße gesorgt. Er hat auf Rebekka gehört und das hätte nicht tun sollen. Sie hört auf ihre Mutter. Das hat sie auch nicht tun sollen. Gibt es eine Geschichte in der Bibel? Und auch mal ganz praktisch. Muss ich mir vorstellen, wie böse diese Herodias war. Also sie war eine erwachsene Frau, aber ihre Tochter war vielleicht 15, 16. Also ich meine, wenn ihr eine 15, 16-jährige Tochter hättet, die noch so mehr oder weniger er völlig naiv kindlich ist, würdet ihr sie irgendwo hinsenden und sie verantwortlich machen, dass sie, dass einem anderen Menschen der Kopf abgeschlagen wird? Also was das muss ja was mit mit mit der Salome gemacht haben. Damit sagen will ist, die Mutter war so böse, dass sie sogar in Kauf genommen hat, dass ihr eigenes Kind moralisch verdorben wird dadurch. Und das zeigt uns auch, wenn wir von Leidenschaften geprägt werden, so Rache, Neid, solche Sachen, ja, die hier eine Rolle spielen, wie sehr wir auch unsere engsten Familienmitglieder damit beeinflussen können, einfach nur, weil wir etwas wollen und dann andere mit in den Ruinen treiben. Die Bibel spricht nicht weiter von dieser Tochter. Wir wissen dann später, mit wem aus Josephus, von dem sie verheiratet waren, so, aber das wird wahrscheinlich ein einsteigender Punkt in ihrem Leben gewesen sein, der sie sehr zum Negativen beeinflusst hat. Ich weiß nicht, ob du darauf eingehen wirst, aber ich habe, glaube ich, mich erinnere, diese Geschichte geht Richtung auch Amerika, Vatikan, Frau, Tochter, möchten später geben, jemanden zu Tode. Also, also diese Geschichte, wie dann interpretiert oft auch in eine Richtung Mutter und Tochter und so weiter und so fort. Ja, jetzt interessant, weil man kann hier sehen, das hat damit zu tun. Es gibt der Elias gibt den ersten Elias und den ersten, zweiten, dritten Elias, ja. Und wir kennen so eine ähnliche Konstellation bei dem ersten Elias mit Ahab und Isebel und dann den tanzenden Baalspriestern. Und dann kennen wir hier den Johannes den Täufer mit Herodes und mit Herodias und mit der tanzenden Salome. Und dann sehen wir den dritten Elias, die Adventbewegung, ja. Und wir sehen die die die Frau Babylon, die blutdürstige, ja. Und wir sehen den schwachen Staat, der benebelt ist vom Wein und der dann mit eingeht. Und wir sehen auch Zeichen und Wunder. Also, da gibt es also tatsächlich eine ganze Reihe, also sind Typen auf die Endzeit. Ja, ganz genau. Da sehen wir diesen diesen grundsätzlichen Gedanken, dass wir vom Satan instrumentalisiert werden können, auch wenn wir gar nicht die volle Tragweite erkennen, einfach nur, weil wir nicht mit Gott leben. Wichtiger Punkt. Also, Ellenwald sagt, als die Salome zur Mutter kommt: "Was soll ich bitten?" Hat Herodes lange überlegt, alles geplant. Sie sagt: "Die Antwort war schon fertig." Was denkt ihr, hat Salome reagiert? Also, die Salome, die ist so, ich weiß nicht, die war so 14, 15, 16. Die hat getanzt. Stell dir vor, mein Stiefvater, das war ihr Stiefvater, ja. Sie war ja eigentlich nur die die Tochter von von Herodes. Mein Stiefvater ein großes Geschenk machen. Was soll ich, was soll ich mir wünschen? Ein schönes Kleid, ja, ein paar Pferde. Was soll ich mir wünschen? Und die Mama sagt: "Das Kopf dieses, den Kopf dieses Menschen." Was hat die Salome wohl gedacht? Ja, klar, natürlich. Nee, das hat sie gedacht. Ellenwald sagt, sie schrank davor zurück, geschreckt zurück. Das war unangenehm. Das war, ja, sie hat sich zunächst gezögert, diese Bitte vorzutragen. Aber dann hat Herodes sich durchgesetzt. Das heißt, es gäbe, hätte hier noch die Möglichkeit gegeben, wenn die Salome mit Gott gelebt hätte, das aufzuhalten. Sie war nicht die eigentliche, also, wenn man das jetzt ein bisschen doof, aber die Herodias wird dafür länger brennen als die als die Salome für diese Sünde. Also, die Herodias hat viel, trifft viel mehr Schuld, aber die Salome hat sich aufhalten können, weil sie einfach ohne Gott gelebt hat. Und wir müssen nicht immer die großen Verbrechen planen. Wenn wir ohne Gott leben, kann Satan uns dann als Spielsteine gebrauchen in seinem Plan. Das ist das Problem. Jetzt für 25. Wie geht es weiter? Für 25: "Und zugleich ging sie rasch zum König hinein, bat und sprach: Ich will, dass du mir jetzt gleich auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers gibst." Okay, ihr wisst vielleicht noch, was ist das Lieblingswort von Markus in seinem Evangelium? Schon oft gesagt, das Lieblingswort von Markus ist: "so gleich." Weil Markus, das ist das sind die Predigten von Petrus, das ist immer gibt es keine langen Predigten, ist immer nur so gleich Handlung, Action, vorwärts. So gleich. Und hier auch wieder so gleich. Ja, keine lange Überlegung. So gleich, rasch. Sie will jetzt schnell umsetzen, weil die die Mutter hat sie bearbeitet. Und zwar die Mutter hat ja wohl deutlich gemacht, das muss jetzt gleich geschehen, weil die Mutter weiß, wenn man noch drei Tage wartet, dann, dann, dann, dann ist er wieder nüchtern, überlegt, was er gesagt hat. Im Moment mal. Ja, wenn ist jetzt die Gelegenheit, jetzt gleich, schnell und sofort. Und zwar rasch. In der Bibel gibt es diesen Spruch von den Gottlosen, die die eilen, Blut zu vergießen, ja, die ihre Füße laufen zum Bösen, sagt Sprüche 1. Interessant in Matthäus, ganz kurz rüber gehen zu Matthäus 14, da gibt es noch einen interessanten Punkt in Vers 8, nämlich Matthäus 14, Vers 8, da heißt es: "Da sie aber von ihrer Mutter wie steht es bei euch angeleitet, angestiftet?" Ja, genau. Das Griechische sagt eigentlich wörtlich so: "vorgeschoben." So vor. Da gibt es in der Geschichte 19, da gibt es so eine Volksmenge, die die toben alle und dann schieben sie einen vor, den Alexander, den schieben sie vor. So drücken sie vor. Sie hat, die Herodias hat buchstäblich die Salome vorgeschoben. Und dann heißt es hier interessanterweise: "auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers." Also sofort jetzt. Und auch hier an diesem Ort, das ist der Beweis dafür, dass sich die ganze Gesellschaft hier in Machairos, Machairos, in der in der Festung aufgehalten hat, weil man konnte das sofort erfüllen. Man musste nur nach unten gehen, ihn töten und hat einen Kopf gehabt. Zurück zum Markus 6. Und gleich am Ende Markus 6, Vers 26. Was ist die Reaktion von Herodes? "Und der König wurde sehr betrübt, doch wegen des Eides und derer, die mit am Tisch saßen, wollte sie keine Fehlbitte tun lassen." Genau. Ellenwald sagt, plötzlich war die ganze Freude weg. Der König war sehr betrübt. Matthäus sagt: betrübt. Markus sagt: er war sehr betrübt. Er war total traurig. Ja, nicht ganz, aber er war betrübt. Kennt ihr noch jemanden, der betrübt war und dann doch verloren gegangen ist? Judas. Judas war traurig und doch verloren gegangen. Es reicht nicht aus, betrübt zu sein über die Folgen. Man muss sich bekehren, umkehren, nicht weiter so machen. Er war betrübt, er war betrübt, aber machte weiter. Pilatus war eigentlich traurig, dass man Jesus ans Kreuz nageln sollte, aber machte weiter. Und jetzt kommt der Punkt, warum macht er weiter? Warum steht er zu seinem Eid, oder warum, warum lässt er das jetzt machen? Er sagt, wegen des Eides. Interessanterweise im Griechischen sind es eigentlich die Eide. Es sieht so aus, als ob er das sogar mehrmals gesagt hat, dass das also mehrmals wiederholt hat, diesen Schwur. Also einmal wegen seinem Eid und und wegen den anderen. Seine eigenen Worte. Und der Gruppendruck. Hier ist eine der deutlichsten Geschichten, die zeigen, wie stark der Druck einer Gruppe ist. Er wollte sich nicht blamieren, obwohl, und das ist interessant, er mochte Johannes den Täufer. Es war einer seiner Lieblingsprediger, ja, auch wenn er ihm harte Sachen gesagt hat, ja. Aber der Druck war so groß, vermeintlich. Wie oft ist uns schon passiert, oder, dass wir unter dem Druck von außen, anderen Menschen gefallen zu wollen, Dinge, die uns eigentlich geistlich wichtig waren, vernachlässigt haben, aufgegeben haben, verleugnet haben? Ellenwald sagt dann sehr interessant: "Der König war entsetzt bei dem Gedanken, Johannes das Leben zu nehmen, aber sein Wort war gegeben, und er wollte auch nicht einfach unüberlegt dastehen." Er wollte irgendwie seine Ehre retten, aber es wäre sehr viel ehrenvoller gewesen, die Sache umzudrehen. Oder da gibt es ein weiter Tag, gesagt, wenn wir etwas geschworen haben und es ist unsinnig gegen Gottes Wort, dann sollen wir natürlich den Schwur nicht einhalten. Und dann sagt sich folgendes: Der Eid ist zur Ehre seiner Gäste gegeben worden. Und wenn irgendjemand ein Wort gesagt hätte gegen die Erfüllung, hätte er freudig den Propheten verschont. Also, der Johannes hat sich um das, habe ich getan. Und jetzt sagt sie, erwartete in der Hoffnung, dass irgendeiner von den anderen Trinkkumpanen sagt: "Moment mal, ja, also, wir, das geht jetzt zu weit. Ja, also, wir verstehen dein Ansinnen, aber mach das lieber nicht." Okay, alles klar. Ja, dann machen wir es nicht. Sie sagt, viele von diesen Tischgenossen waren sogar lange Wegstrecken gereist, um den Propheten Johannes zu hören. Sie wussten alle, dass er ein Mann ohne Verbrechen war, ein Diener Gottes. Und sie waren alle geschockt. Alle waren geschockt, aber alle waren zu besoffen, um Einspruch zu erheben. Das ist der Punkt. Es war nicht nur Herodes. Satan hat dafür gesorgt, dass alle anderen, die Einspruch erheben könnten, es nicht getan haben. Und wie oft geschieht es, dass vielleicht jemand Unrecht geschieht und alles, was es bräuchte, für irgendjemand, der sagt: "Moment mal, das geht so weit." Aber wenn alle anderen nur zuschauen, dann kann nichts geschehen. Und dann sagt sie: "Keine Stimme erhob sich, um das Leben des himmlischen Boten zu retten." Diese Männer hatten hohe Position und Verantwortung in der Nation. Auf ihnen lag große Verantwortung. Doch sie hatten sich selbst der Party und dem Trinken hingegeben und so weiter. Und dann sagt er, sagt sie, durch ihr durch ihr Schweigen gaben sie den Todesbefehl, das Todesurteil auf den Propheten Gottes, um die Rache einer verworfenen Frau zu befriedigen. Herodes wartete umsonst, von seinem Eid befreit zu werden. Dann hat er zögernd den Befehl gegeben. Mit anderen Worten, er wartete, er wartete, sagt, jemand sagt: "Was sagt jemand? Was sagt jemand?" Niemand hat was gesagt. Ganz genau. Für 27 und 28, damit enden wir. Wir mögen lesen: "Und der König schickte sogleich einen von der Wache hin und befahl, dass sein Haupt gebracht werde. Dieser aber ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis und brachte sein Haupt auf einer Schüssel und gab es dem Mädchen, und das Mädchen gab es seiner Mutter." Einer von der Wache, übrigens, nebenbei gesagt, das ist eines der wenigen lateinischen Worte in dem Markus-Evangelium, was zeigt, dass Markus für Römer geschrieben hat: Speculator, ein ein Wachmann, ein Wächter. Die meisten Soldaten waren wohl im Krieg, deswegen hatte ein Wachmann, ein Wächter, wohl diese Exekution durchgeführt. Was denkt er wohl? Was Johannes gedacht hat, der davon all dem nichts gewusst? Gab keinen Gerichtsverfahren. Ja, also die meisten Leute, die umgebracht werden, wenn sie im Gefängnis sind, die wissen, ich bin in der Todeszelle. Ja, manche warten jahrelang auf ihre Exekution, manche vielleicht auch nicht so lange. Aber er hatte, er hat immer wahrscheinlich damit gerechnet, vielleicht werde ich bald befreit. Und jetzt kommt der Wächter, ohne lange Erklärung, ohne Gerichtsanhörung, ohne letztes Zeugnis. Er kann, konnte vielleicht sein Testament machen, wird auf den Kopf geschlagen. Und das zeigt uns, wie böse der Satan ist. Und es zeigt uns auch, dass nicht jeder gläubige Mensch ein in Anführungsstrichen Happy End in dieser auf dieser Welt haben wird. Ja, es gibt Menschen, die für Gott alles getan haben. Johannes der Täufer war eine der größten überhaupt, und sein Ende war sehr tragisch. Elisa ist in einer schweren Krankheit gestorben. Johannes der Täufer ist hier ohne Gerichtsverfahren einfach umgebracht worden. Und er war nicht weniger geehrt vom Himmel als Henoch oder Elia, die ohne zu sterben in den Himmel aufgefahren sind. Ja, erinnert euch daran, er hatte ja hier eine kleine eine Glaubenskrise gehabt, hat seine Jünger geschickt und Jesus hat ihn ermutigt, hat ihn gestärkt, hat ihn darauf vorbereitet. Jesus wusste, was kommen würde. Und diese Geschichte ist natürlich auch ihren Schatten auf das Leben von Jesus selbst, denn wenn man mit Johannes dem Täufer so umgehen würde, wie für ihn, erst dann mit dem Messias. Nächste Woche werden wir uns anschauen, welche Folgen diese Ermordung gehabt hat und was das mit Herodes gemacht hat und mit Herodias und mit den Jüngern und mit Jesus. Das ist nämlich nicht folgenlos. Das ist ein wesentliches Ereignis. Ja, und ich denke, wir haben eine ganze Menge gelernt, vor allem, dass es wichtig ist, dass wir darauf achten, dass unser Denken sauber bleibt, dass wir klare Entscheidungen treffen können und dass wir für das Rechte einstehen. Und wenn wir wissen, was richtiges zu tun ist, es gleich tun und nicht warten, damit wir nicht eine Marionette in der Hand des Satans werden. Und auch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, es ist wirklich eine traurige Geschichte zu sehen, wie einer der größten Männer, die jemals auf dieser Erde dein Wort verkündigt haben, durch eine ganze Reihe von Sünden und Dummheiten und Gedankenlosigkeiten umgekommen ist. Aber das zeigt uns auch das Wesen der Sünde, wie ungerecht sie ist und wie sehr auch scheinbar Kleinigkeiten plötzlich dramatische Konsequenzen haben können, weil der Satan so strategisch vorgeht. Aber Herr, wir danken dir, dass wir nicht alleine gegen die Sünde kämpfen müssen, sondern es ist mehr Gnade als Sünde gibt. Und wir danken dir auch, dass wir wissen dürfen, dass auch wenn wir in dieser Welt ungerecht behandelt werden, doch die Ewigkeit auf uns wartet. Herr, lass uns lernen aus dieser Geschichte, das Richtige zu tun, wenn es getan werden muss, dass wir daraus lernen, nicht auf Menschen mehr zu achten als auf dich selbst, ständig zu denken und uns dir zu unterwerfen. Was uns lernen, jeden Tag erfüllt zu sein mit einem Heiligen. Lassen wir wissen nicht, welche Folgen unsere Taten einmal haben werden. Das bitten wir im Namen Jesu.


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