In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Jahreslosung 2021: „Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Der Sprecher beleuchtet die Bedeutung von Barmherzigkeit im christlichen Leben und betont, dass sie nicht nur eine menschliche Tugend ist, sondern ein Spiegelbild von Gottes eigenem Charakter. Anhand biblischer Beispiele, wie der Geschichte des Volkes Israel und der Offenbarung Gottes an Mose, wird die Tiefe und der Maßstab göttlicher Barmherzigkeit verdeutlicht. Die Botschaft ermutigt dazu, Gottes Barmherzigkeit zu erkennen und danach zu streben, sie im eigenen Leben widerzuspiegeln.
Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Christopher Kramp · Predigten ·Themen: Bibel, Bibelstudium, LukasWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:04] Gesegneten Sabbat! Ich freue mich, dass ihr heute da seid. Ich möchte auch ein ganz herzliches Willkommen allen aussprechen, die jetzt live uns zugeschaltet sind, liebe Geschwister, unsere Gemeinde, oder die jetzt vielleicht im Internet auf joelmedia.de das verfolgen. Vielen anderen Geschwistern im deutschsprachigen Raum, die jetzt vielleicht mit dabei sind, weil natürlich auch viele Gottesdienste zurzeit noch ausgesetzt sind. Und wir trotzdem hier jetzt gemeinsam die Gelegenheit haben, das neue Jahr unter das Wort Gottes zu stellen. Heute ist Sabbat und ihr wisst, der Sabbat ist dazu da, Gedanken über die Schöpfung zu haben.
[0:46] Nun, heute haben wir hier gar keine Kinder. Wir können deswegen auch keine wirkliche Kindergeschichte erzählen. Da vielleicht einige Kinder, die live zuschauen und ich dachte mir auch, heute wollen wir etwas uns ganz kurz aus der Natur, ein kleines Gleichnis betrachten. Es gibt ein Tier, über das ich ganz kurz mit euch nachdenken möchte. Ein Tier, das weit im hohen Norden lebt. Es ist vor allem im Dezember immer hoch im Kurs, weil nach der Legende der Weihnachtsmann dieses Tier benutzt. Den Weihnachtsmann gibt es natürlich nicht, aber das Tier gibt es. Es handelt sich um eine Art von Hirsch, das weit oben im Norden in Lappland lebt. Weiß man von euch, von welchem Tier ich rede? Vom Rentier. Wohlgemerkt mit einem N und nicht mit zwei N. Obwohl es auch viel unterwegs ist, nur dieses Rentier ist ein ganz interessantes Tier und vor allem die männlichen Rentiere zeichnen sich durch etwas Besonderes aus. Was tragen sie auf ihrem Kopf? Sie tragen ein Geweih. Ja, und so wie viele andere Hirsche haben diese Geweihe verschiedene Formen und Zacken.
[1:58] Und hab dich mal Gedanken gemacht, warum so ein Rentier eigentlich so ein schönes, prächtiges Geweih trägt? Was hat sich Gott vielleicht dabei gedacht, dass Rentiere ein Geweih tragen? Es ist einfach nur Zufall? Bestimmt nicht. Oder sie brauchen das nicht zum Trinken. Oder warum haben Rentiere, was sollen so ein Geweih ausdrücken? Genau, es ist möglich, männlich und weiblich von von Ferne schon zu unterscheiden. Ja, Geweihe drücken eigentlich Kraft aus, drücken Majestät aus. Und eigentlich, so glaube ich, ist jedes Geweih eigentlich ein Geschenk Gottes, wo wir etwas über die Majestät und die Schönheit und die Kraft Gottes erfahren können.
[2:53] Nun, ist sie aber wahrscheinlich auch, dass die Rentiere, wie viele andere Hirsche, diese Geweihe noch etwas anders nutzen, nämlich was machen sie damit? Sie kämpfen gegeneinander. Und ich garantiere euch, als Gott die Rentiere geschaffen hat im Garten Eden, hat er sich das nicht eigentlich gedacht, dass Rentiere gegeneinander kämpfen mit ihren Geweihen? Und jetzt ist es so, das habe ich gestern gelernt von meiner lieben Frau, die eine Dokumentation gesehen hat. Es passiert manchmal, wenn Rentiere mit ihren Geweihen gegeneinander kämpfen, weil die Geweihe so verzweigt sind, dass sie sich verhaken. Das heißt, wir kämpfen miteinander und dann kommen sie nicht mehr, sie sich so sehr, dass sie nicht mehr von allein richtig loskommen.
[3:37] Jetzt konnte ich natürlich vorstellen, was die Rentiere dann denken. "Oh, ist die Klinkpanik!" Ja, die wollen den anderen bekämpfen, will ich ein Leben lang mit ihm zusammenleben und dann reißen die aneinander und dann kann es passieren, dass eine sehr traurige Sache, dann kann es passieren, dass eines von den beiden Rentieren das Gleichgewicht verliert und umkippt. Ratet mal, was das mit dem anderen Rentier passiert? Das gibt auch um. Und dann wird es tragisch, wenn Rentiere sich verhakt haben und umkippen. Das können die stärksten Männchen sein, schaffen sie es nicht mehr von alleine aufzustehen. Wenn dann nicht gerade ein Mensch zufällig vorbeikommt und ihn aufhilft, verhungern diese mächtigen Rentiere im Schnee, weil sie nicht mehr hochkommen.
[4:32] Und da musste ich an uns denken. Auch wir haben Gaben und Fähigkeiten von Gott bekommen, die wir eigentlich dazu einsetzen sollen, Gott die Ehre zu geben. Das machen wir manchmal. Wir kämpfen mit unserer Zeit, mit unserer Rede-Gabe, mit unserem Intellekt. Das nutzen wir alles, um gegeneinander zu kämpfen, um uns gegenseitig weh zu tun, bis wir uns verraten. Und wenn dann einer fällt, dann fällt der andere gleich mit. Und wenn dann nicht Gott eingreift, dann sterben wir geistlich gesehen, weil wir das nicht richtig einsetzen, was Gott uns eigentlich gegeben hat.
[5:16] Wenn es also in deinem Leben ein anderes Rentier gibt, mit dem du gerade im Konflikt bist, mit dem du dich gerade verhakt hast, dann geh zu Gott und bitte ihn um Vergebung und um Gnade, dass uns das nicht passiert, was den Rentieren passiert.
[5:42] Ein neues Jahr beginnt und wahrscheinlich haben viele Menschen sich in diesem Jahr ganz besonders viel vorgenommen. Eins ist sicher, viele Menschen setzen große Hoffnung in dieses Jahr. Aber unsere Hoffnung sollte weiter gehen als nur auf ein Jahr gegründet zu sein. Unsere Hoffnung basiert auf Jesus Christus und zur Hoffnung basiert auf diesem Wort. Und wir wissen, dass es mit dieser Welt auch 2021 nicht besser werden wird, sondern tendenziell schlechter. Wir wissen, dass wir nicht kurz davor stehen, eine Lösung für alle Probleme zu haben. Wir wissen, diese Welt steuert auf ihren Untergang zu.
[6:23] Und deswegen bin ich froh, dass die Jahreslosung für das Jahr 2021, die wir uns heute gemeinsam anschauen werden, eine prophetische Jahreslosung ist, ein Thema berührt, das für die Endzeit von überwältigender Wichtigkeit sein wird. Ein Thema, das direkt unsere adventistische Identität in der Endzeit berührt, nämlich: Seid barmherzig. Und wenn ihr in eurem Kopf gerade fragt: "Wie kann 'Seid barmherzig' ein prophetisches Thema sein? Ein Thema, das im Jahr 2021 mehr denn je benötigen?" Dann wollen wir gemeinsam jetzt die Bibel aufschlagen. Bevor wir das tun, natürlich einladen auch alle, die jetzt live zuschauen, wo es möglich ist, dass wir gemeinsam niederknien und Gott anbeten.
[7:32] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir heute Sabbat haben und dass du uns ein neues Jahr schenkst und einen neuen Anfang jedem einzelnen von uns anbietest. Wir stehen und knien jetzt vor dir, brauchen dein Wort und wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du jetzt zu uns sprichst, dass du uns zeigst, wie das Thema, das wir heute betrachten wollen, uns persönlich ansprechen muss, dies auf unser Leben anzuwenden ist. Herr, wir brauchen den Heiligen Geist. Wir haben heute Gebet- und Fasten-Sabbat und Herr, wir wollen das nicht einfach nur abhaken. Wir wollen wirklich in unser eigenes Inneres schauen, wir wollen unsere Herzen erforschen und wir wollen das Licht deines Wortes hineinleuchten lassen. Herr, offenbare du uns, wie du bist, offenbare uns, wer wir wirklich sind und wie sehr wir dich brauchen und lass dein Wort nach deiner Verheißung nicht mehr zurückkehren, sondern dass es ausführt, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.
[8:54] Schlag mit mir auf Lukas Kapitel 6 und dort Vers 36. Unsere Jahreslosung für 2021, der prophetische Aufruf von Jesus: "Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist." Dieser kurze Satz: "Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist", ist bekanntermaßen Teil einer berühmten Predigt. Welche Predigt liegt hier vor in Lukas 6? Es ist die Bergpredigt. Wenn der Bergpredigt spricht Jesus zu seinen Jüngern, er spricht zu denen, die ihm nachfolgen. Es spricht also auch zu uns. Eigentlich ist der Satz ein ganz einfacher Satz, eine Aufforderung: "Seid barmherzig."
[9:50] Aber interessant an diesem Satz ist, dass Jesus nicht einfach sagt: "Seid barmherzig." Er sagt etwas anderes. Er sagt: "Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist." Die allermeisten Christen, die ich kenne, würden nicht denken, dass sie unbarmherzig sind. Barmherzigkeit ist eine solch offensichtliche christliche Tugend, dass ich glaube, auch wenn man das nicht selbst aussprechen würde, die allermeisten von uns doch denken würden: "Na ja, also mit der Gesundheitsbotschaft habe ich noch manchmal so meine Probleme und in der Prophetie kenne ich mich nicht so gut aus. Aber barmherzig bin ich eigentlich schon."
[10:34] Es gibt vielleicht ein paar Atheisten, die von Gott nichts wissen wollen, die stolz darauf sind, dass sie unbarmherzig sind. Aber wenige Christen würden sagen: "Also, ich bin eigentlich ziemlich unbarmherzig." Irgendwie denken wir doch schon alle, dass wir eigentlich nett sind. Vielleicht sind manche noch netter, aber vielleicht fehlt denen auch ein bisschen die Liebe zur Wahrheit. Hat sowieso über...
[11:00] Nett. Interessant ist, dass wenn Gott uns Forderungen gibt, wie wir zu sein haben, er das immer mit sich selbst verknüpft. Er sagt nicht nur: "Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist." Er sagt zum Beispiel auch: "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig." Er sagt: "Vergebt einander, so wie euch auch Gott vergeben hat." Er sagt: "Ihr seid das Licht der Welt", weil er... oder später sagt: "Ich bin das Licht der Welt."
[11:34] Weißt du, ob du überhaupt barmherzig bist? Denn wenn wir Jesus ganz ernst nehmen, geht es ihm nicht darum, dass wir barmherzig sind. Es geht ihm darum, dass wir barmherzig sind, wie unser Vater im Himmel barmherzig ist. Könnte es sein, dass viele von uns der Meinung sind, dass sie barmherzig sind, aber wir sind gar nicht barmherzig? Die unser Vater im Himmel barmherzigen Gott fordert uns hier nicht auf, zuerst uns anzustrengen, um barmherzig zu sein.
[12:14] Wenn wir den Satz genau lesen, müssen wir feststellen, bevor wir irgendetwas tun können, um barmherzig zu sein, müssen wir erst mal eine Frage klären. Welche Frage müssen wir zuallererst klären? Wie barmherzig ist unser Vater? Denn wenn wir nicht genau wissen, wie barmherzig unser Vater ist, dann werden unsere Versuche, barmherzig zu sein, warmherzig zu sein, immer unsicher sein. Ja, dann werden wir uns selbst täuschen, wenn wir nicht genau wissen, wie barmherzig Gott ist und wir einfach versuchen, so nach eigenem Gutdünken, so ein bisschen barmherzig zu sein.
[13:05] Laufen wir in die Falle, denn dann versuchen wir etwas zu tun, ohne zu wissen, wie der Maßstab ist. Wir denken: "Na ja, Hauptsache, man ist ein bisschen nett und freundlich, dann wird es ja schon einigermaßen passen." Ich kenne viele Menschen, die sind viel freundlicher als ich. Also bin ich doch einigermaßen barmherzig, oder? Aber Gott hat uns nicht aufgefordert, freundlicher zu sein als unsere Nachbarn. Er hat uns nicht aufgefordert, warmherziger zu sein als irgendein anderer Adventist, den wir kennen. Er hat uns aufgefordert, barmherzig zu sein, so wie Gott barmherzig ist.
[13:40] Bevor wir über unsere eigene Barmherzigkeit nachdenken, müssen wir sehen, ob wir überhaupt diese richtige Barmherzigkeit kennen. Denn nur, wenn wir Gottes Barmherzigkeit kennen, wissen wir, für barmherzig sind. Denn nur dann kennen wir den Maßstab. Und deswegen, übrigens, ist Glaube aus Werken immer unsicher. Denn wenn ich erst mal versuche, barmherzig zu sein, um Gott zu beeindrucken, weiß ich ja nie genau, ob meine Barmherzigkeit die ist, die er möchte.
[14:16] Wenn ich wirklich sicher sein will, muss ich erst kennenlernen. Ich muss erst wissen, wie barmherzig er ist. Dann weiß ich, was das Ziel ist. Dann weiß ich, was mir fehlt und dann weiß ich, wo ich es bekommen kann. Wir müssen also, wenn wir diesen Satz wirklich ernst nehmen und nicht nur als Spruchkarte irgendwo aufschreiben wollen, wenn er wirklich unser Leben bestimmen soll, müssen wir diese Frage persönlich für uns wissen: Wie barmherzig ist Gott, unser Vater?
[14:44] Und da gibt es eine Geschichte, die im Alten Testament solch einen Eindruck hinterlassen hat, dass noch Jahrhunderte später die Propheten und Poeten diese Geschichte immer und immer wieder angeführt haben. Wir gehen zu 2. Mose 34. 2. Mose 34 und dort ab Vers 1 heißt es: "Und der Herr sprach zu Mose: Hau dir zwei Steine, die Tafeln, zu wie die ersten waren, damit ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast. Und sei morgen bereit, dass du früh auf den Berg Sinai steigst und dort zu mir auf die Spitze des Berges trittst. Und lass niemand mit hinaufsteigen, dass niemand um den ganzen Berg her gesehen werde, dass auch keine Schafe noch Rinder gegen diesen Berg in weiden."
[15:31] Und Mose gibt sich zwei steinerne Tafeln zu Recht, wie die ersten waren. Und es stand am Morgen früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihn der Herr geboten hatte und nahm die zwei steinernen Tafeln in seiner Hand.
[15:45] Wenn ihr diese Verse zunächst an, welche Geschichte müsste eigentlich denken? Berg Sinai, früher Morgen, zwei Tafeln, Gott kommt gleich in der Wolke herab und redet. Welche Geschichte müsste denken? Die zehn Gebote? Und kein Wunder, diese Geschichte findet ja auch nur wenige Wochen statt nach den zehn Geboten am Berg Sinai. Hatte Gott sein Gesetz verkündet.
[16:12] Und ich glaube, ihr kennt die Geschichte. Ihr wisst, warum Mose jetzt ein zweites Mal oder ein neues, mehrmals dort gewesen ist, erneut auf den Sinai steigt. Was war passiert zwischen 2020 und 2024? Das Volk hatte sicher Gutes vorgenommen. Sie hatten am Berg Sinai, als Gott die zehn Gebote gesprochen hatte, als sie dann mit den Tafeln zurückkam, hatten sie gesagt: "So wie wir uns wahrscheinlich vor zwei Tagen vorgenommen haben, das wollen wir tun." Alle zehn Gebote? Nein, sie haben nicht gesagt: "Nur die, die uns gefallen." Nein, sie haben nicht gesagt: "Nur, was wir für inspiriert halten." Sie haben gesagt: "Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun."
[16:57] Eine gute gesagt, man ein guter Vorsatz. Wie lange hat er gehalten? Nicht sehr lange. Und weiß nicht, wie lange ihre guten Vorsätze halten werden. Aber die Tatsache ist, wenn wir mit Gott leben, sind gute Vorsätze nicht genug. Wir fallen, wir stürzen, weil wir in unserer eigenen Natur scheitern, wenn wir Gott aus den Augen verlieren. Und die Israeliten sind schwer gescheitert. Sie sind schwer gestürzt. Sie rannten das goldene Kalb. Ihr kennt die Geschichte. Wir müssen nicht alles lesen.
[17:27] 2. Mose 32 sagt Gott zu Mose: "Dein Volk, das du aus Ägypten geführt hast, ist immer und immer halt stark gewesen. Ich werde sie jetzt vernichten, um deutlich zu machen, dass die Sünde, die sie tun, eigentlich den Tod verdient hat." Wir wissen, die Israeliten sterben nicht. Warum sterben sie nicht? Warum fällt kein Feuer vom Himmel und verfährt die Israeliten? Was passiert, als Gott sagt: "Lass mich, ich möchte hier nicht." Was passiert? Mose, ihr Fürsprecher, lässt Gott nicht. Sagt er: "Es wird ein für die Israeliten." Oder erhält Gott seine eigenen Verheißungen?
[18:08] Vor später in 2. Mose 32 bietet er sein eigenes Leben an, einen Typus für den Hohepriester, den wir heute im Himmel haben, der für uns eintritt. Obwohl jede einzelne Sünde, die wir begangen haben, unseren Tod gefordert hatte, tritt er schon sein. Und dann in 2. Mose 33 passiert etwas Interessantes. Gott vergibt dem Volk und er lässt sie am Leben. Aber er sagt dann: "Folgen das in 2. Mose 33 und Vers 1: 'Und der Herr sprach zu Mose: Gehe hin, zieh von hier hinauf zu dem Volk, das du aus dem Land Ägypten geführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem versprochen habe, in dem ich sagte: Deinen Samen werde ich es geben. Aber ein Engel vor dem werde ich versenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben. In das Land, in dem Milch und Honig fließt. Denn ich will nicht in der Mitte hinaufziehen, weil ein halbstarkes Volk, ich würde dich sonst unterwegs verführen.'"
[19:06] Gott sagt: "Okay, ich habe euch vergeben. Ich habe euch am Leben gelassen. Ihr könnt das Land erreichen. Aber ihr geht alleine." Ist das besser so? Würde das reichen, Vergebung von Gott zu bekommen, am Leben erhalten zu werden und im Himmel leben zu können für alle Ewigkeiten, ohne Gott? Wenn Gott sagt: "Ich vergebe dir alle deine Sünden, ich lasse dich am Leben, du kommst auf irgendeinem Planeten, wo du alleine fertig sein kannst, aber wir bleiben getrennt, weil du ja offensichtlich nicht so wirklich genau mit mir zusammen leben möchtest." Würde das reichen?
[19:42] Die Israeliten merken, was Gott sich wünscht. Es ist mehr als nur Vergebung. Mehr als nur wissend, nicht gestorben. Mehr als nur ein Abwenden des Gerichts. Es geht um mehr. Es geht um die Frage, bleiben sie am Leben, sondern geht Gott mit uns? Und Mose geht in das Lager der Zusammenkunft für die Israeliten am Eingang ihrer Zelte stehen und er betet. Und Jesus wohnt dort im Zelt und weicht nicht mehr von dem Zelt. Und Mose bittet. Schaut mal, was er sagt in Vers 13 von 2. Mose 33: "Wenn ich nun Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so lass mich doch deine Wege wissen, damit ich erkenne, damit ich Gnade finde vor deinen Augen und bedenke doch, dass dieses Volk dein Volk ist."
[20:29] Und dann kommt die Frage: "Soll ich selbst mitgehen und dich zur Ruhe führen?" Er sprach zu ihm: "Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf." Für Mose reicht es nicht aus, einfach nur eine Sünde vergeben zu haben. Mose oder das Volk wollten, dass Gott mit ihnen ist.
[20:54] Wie weit geht die Vergebung Gottes? Schaut mal in Vers 18 und 17. "Und der Herr sprach zu Mose: Auch dies, was jetzt gesagt, dass wir nicht tun, denn du hast Gnade gefunden vor meinen Augen und ich kenne dich mit Namen." Und dann sagt Moses berühmte Worte: "Er beantwortet so: Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen." Wo die Antwort kommt in Vers 19: "Und der Herr sprach: Ich will alle meine Güte von deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und ich bin gnädig, wem ich gnädig bin, und erbarme mich, wen ich mich erbarme."
[21:41] Nicht Moses fragt hier nach seiner Herrlichkeit, nach der Herrlichkeit Gottes. Allen weit sagt uns, was Gott hier beschreibt, ist sein Charakter. Als Mose sagt: "Zeig mir deine Herrlichkeit", sagt Gott: "Okay, wenn du wirklich meine Herrlichkeit sehen willst, denk mal dran, wenige Wochen zuvor war Gott im Feuer vom Himmel herabgestiegen. Er hatte die mit seiner eigenen Stimme die zehn Gebote gesprochen. Die Israeliten selbst gesagt: 'Wir haben seine Herrlichkeit gesehen und doch sagt Mose jetzt: Zeig mir deine Herrlichkeit. Zeig mir, was dahinter steckt, hinter deinen zehn Geboten. Zeig mir, wie du bist.'" Und Gott sagt: "Okay, danke, dass du gefragt hast. Danke, dass du dich dafür interessiert. Ich werde alle meine Güte an dir vorübergehen lassen."
[22:28] Was wäre passiert, wenn die Israeliten, wenn Mose nicht so nachgebohrt hätte, wenn er sich nicht so sehr interessiert hätte? Mose hätte das Volk Israel ins Land Kanaan gebracht, alleine. Und sie hätten vielleicht gedacht: "Doch, wie schön, Gott hat unser Land Kanaan gebracht." Aber sie hätten die Herrlichkeit Gottes verpasst. Vielleicht denken wir, Gott ist uns gnädig, weil unser Leben geht ja einigermaßen gut. Ja, er hat mir meine Sünden vergeben, er hat die Ziele, die ich mir gesetzt habe, die erreiche ich. Ist doch alles schön und gut. Aber vielleicht verpassen wir das, was Gott noch tun möchte. Er möchte mit uns sein, er möchte mit uns sein, sodass wir wissen, jeden...
[23:08] mit und sein, sodass wir wissen, jeden Morgen: "Heute geht Gott mit mir." Das
[23:12] Morgen, heute geht Gott mit mir. Das Bewusstsein der Gegenwart Gottes ist
[23:15] unglaublich kostbar, denn dann erkennen
[23:18] wir, wie Gott wirklich ist. Alle meine Güte, ich will dich von deinem
[23:23] Angesicht vorbei ziehen lassen, denn
[23:26] wenn ich ehrlich bin, dann bin ich
[23:29] wirklich gnädig. Wenn ich mein Herz, ich bin nicht wirklich barmherzig. Wir
[23:35] kennen zu oft in unserem Leben Situationen,
[23:38] wo Leute uns etwas versprechen und nicht
[23:40] einhalten. Wir merken, wenn Politik etwas
[23:43] verspricht und es kommt dann anders. Wenn uns Freunde etwas versprechen und
[23:48] sie es nicht halten.
[23:50] Deswegen haben wir oft eine gewisse
[23:51] Grundskepsis gegenüber Menschen und wir
[23:54] bringen diese Grundskepsis gegenüber
[23:55] Gott, denn wenn er sagt: "Ich will dir alle
[23:58] deine Sünden vergeben", dann fragen wir
[24:00] uns doch: "Na ja, hat er das wirklich
[24:03] gemacht?" Und vielleicht sagen wir in der
[24:07] Schule: "Ja, natürlich hat Gott mir meine
[24:08] Sünden vergeben", aber wir leben unserem
[24:10] Leben nicht so, als ob wir ein völlig
[24:12] reines, weißes Herz hätten. Uns nicht ganz
[24:16] sicher sind,
[24:17] aber uns wirklich vergeben hat. Auch als
[24:21] Mose hier nach vorne geht und sagt: "Ich will,
[24:23] dass du mit uns gehst. Nicht nur einfach
[24:24] unsere Sünden vergibt, dass wir am
[24:27] Leben bleiben, nicht nur das Gericht ab-
[24:28] wendet,
[24:29] sondern ich will, dass du bei uns bist."
[24:30] Wenn ich vergebe, dann vergebe ich
[24:35] wirklich. Mein Name ist "Ich bin, der ich bin".
[24:38] Ich bin, der ich bin. Über den er bat mich nicht
[24:44] und so steigt Mose in 2. Mose 34
[24:46] auf den Berg mit zwei neuen Tafeln, denn
[24:50] das Gesetz Gottes wird nicht geändert. Es
[24:52] wird das gleiche Gesetz Gottes sein. Aber jetzt lernt Mose und jetzt lernt
[24:56] das Volk etwas an Gott kennen, was sie
[24:58] vorher bis dahin nicht so richtig
[25:00] begriffen haben, nämlich wie Gott ist. In
[25:02] Vers 6 in 2. Mose 34 heißt es: "Und
[25:05] daher ging vor seinem Angesicht vorüber
[25:07] und rief: Der Herr, der Herr, der starke
[25:10] Gott, barmherzig, güte. Gilt heute als
[25:15] weich, als schwach.
[25:18] In unserer Welt gelten die, die immer
[25:20] vergeben, eher als Schwächlinge. Oder aber
[25:24] in der Bibel ist es die Stärke Gottes,
[25:26] dass er vergeben kann. Sagt nicht Paulus
[25:28] in Römer 1, erst 16:
[25:30] "Ich schäme mich des Evangeliums nicht,
[25:32] denn es ist Gottes Kraft." Weil er stark
[25:36] ist, kann er sogar meine Sünde wirklich
[25:41] besiegen. Wirklich, wirklich, wirklich
[25:46] besiegen.
[25:47] Besiegen.
[25:50] "Der Herr, der Herr, der starke Gott, der
[25:53] barmherzig und gnädig ist, langsam zum
[25:58] Zorn und von großer Gnade und Treue, der
[26:01] Tausenden Gnade bewahrt, Unschuld,
[26:03] Übertretung und Sünde, ergibt aber
[26:07] Achtung, aber keineswegs ungestraft ist."
[26:10] Denn Gott ist nicht wie Menschen, die
[26:12] sagen: "Na ja, schwamm drüber,
[26:13] drücken wir da mal ein Auge zu, lassen
[26:15] wir mal alle Fünfe gerade sein." Und nicht
[26:19] Gott sagt: "Ich vergebe dir jede Schuld,
[26:22] jede Sünde, jede Übertretung und lasse
[26:25] sie doch nicht ungestraft." Und vielleicht
[26:27] hat sich Mose gefragt: "Was denn nun?
[26:28] Verhilft er oder strafst du?" Manchmal
[26:35] denken wir: "Ja, Gott vergibt, oder er straft
[26:39] doch
[26:39] ein bisschen. Er vergibt und in der
[26:42] Fußnote kommt noch ein bisschen Strafe,
[26:43] weil wir es verdient haben." Aber die Liebe
[26:45] ist sehr deutlich.
[26:48] Derselbe Gott, der sagt: "Ich lasse nicht
[26:51] ungestraft." Vor dem heißt es in Römer
[26:54] Kapitel 3. Schaut mal, was Paulus sagt, der
[26:57] hat es ziemlich genau gewusst in Römer
[26:59] Kapitel 3 und dort Vers 25. Dort sagt
[27:03] er über Gott, über Jesus, über Jesus
[27:05] Christus: "Und Römer 3:25: Ihn hat Gott
[27:09] zum Sühne-
[27:13] bestimm- bestimmt, das wirksam wird durch
[27:14] den Glauben an sein Blut, um seine
[27:16] Gerechtigkeit zu erweisen,
[27:18] weil er die Sünden, die dicke zweiter
[27:23] die Sünden, bitte steht für euch, weil er
[27:25] die Sünden
[27:28] ungestraft ist." Gott selbst hat gesagt:
[27:30] "Ich vergebe Sünde, aber lasse sie nicht
[27:31] ungestraft."
[27:34] Aber hier steht, dass dieser Gott Sünden
[27:37] ungestraft ließ, die zuvor geschehen
[27:39] waren, als Gott, wie geht's weiter, als
[27:40] Gott
[27:44] Zurückhaltung gibt, um seine
[27:45] Gerechtigkeit dann zu erweisen.
[27:48] In der jetzigen Zeit. Mit anderen Worten:
[27:50] Was hier steht, ist: Gott hat
[27:53] Jahrtausende lang die Strafe zurück-
[27:57] gehalten, nicht aufgehoben, zurückgehalten.
[28:02] Für welchen Moment? Als Jesus am Kreuz
[28:06] von Golgatha starb, lag die Strafe auf
[28:10] ihm. Gott vergibt nicht, weil er alle
[28:14] Fünfe gerade sein lässt. Er vergibt, in-
[28:19] dem er alle Sünden, alle Strafe auf sich
[28:26] selbst nimmt. Als die Israeliten schwer den sündigen
[28:29] und sich nicht vorstellen können, dass er
[28:31] sie wieder ganz herstellt, sagt er: "Mit
[28:34] anderen Worten, jede deiner Sünde, jede
[28:36] deiner Schuld kann nicht dir vergeben,
[28:39] weil ich mich mit deiner Schuld selbst
[28:41] identifiziere. Ich nehme sie auf mich
[28:43] selbst."
[28:46] Das ist meine Barmherzigkeit. Und dann
[28:47] schaut mal, wie es in 2. Mose 34
[28:52] weitergeht. Dort in 2. Mose 34 und
[28:55] dort ab Vers 8: "Dann neigte sich Mose
[28:57] schnell zur Erde und betete an und das
[29:00] sprach: "Wenn ich Gnade gefunden habe vor
[29:01] deinen Augen, so ziehe mein Herr in
[29:02] unserer Mitte,
[29:04] obwohl es ein halbstarker des Volkes ist,
[29:06] und vergib uns unsere Schuld und Sünde
[29:08] und nimm uns an als dein Eigentum." Das
[29:10] sprach er: "Siehe, ich habe einen Bund vor
[29:12] deinem ganzen Volk. Ich mache einen Bund
[29:14] von einem ganzen Volk. Will ich Wunder
[29:16] tun, wie sie nicht gewirkt worden sind
[29:18] auf der ganzen Erde, unter allen Völkern.
[29:20] Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist,
[29:21] soll das Werk des Herrn sehen, denn
[29:23] vordringend soll es sein, was ich mit ihr
[29:25] tun will." Man würde
[29:28] denken: "Hey, Mose hat doch schon die zehn
[29:30] Plagen gesehen. Er hat gesehen, wie Wasser
[29:33] sich geteilt hat. Er hat gesehen, wie Gott
[29:35] vom Berg Sinai gesprochen hat." Und
[29:37] Gott sagt jetzt zu ihm: "Ich werde mit ihr
[29:40] Wunder tun, die du doch nicht gesehen hast."
[29:43] Gott sagt: "Okay, ich vergebe dir, aber so
[29:46] toll, wie vorher, wird es nicht mehr so
[29:47] werden." Würden wir geben: "Ja, wie jetzt?"
[29:49] Sagen: "Ich vergebe dir, aber unsere Freundschaft
[29:51] bleibt nicht mehr dieselbe wie vorher."
[29:52] Also, ich habe jetzt gelernt: "Ja, ich
[29:54] vergebe dir, aber wir bleiben auf Abstand."
[29:57] "Ich vergebe dir, aber ich muss das
[29:59] erstmal noch verarbeiten." Gott sagt: "Nein,
[30:01] nein, ich vergebe dir, und jetzt bin ich
[30:03] dir näher als jemals zuvor.
[30:06] Ich vergebe dir, und jetzt tue ich noch
[30:08] mehr für dich, als ich vorher jemals
[30:10] getan habe." Alan Weiss sagt, dass durch
[30:13] die Erlösung wir noch näher an Jesus
[30:16] kommen, als wenn die gesunde Kette, dass
[30:19] wir als Erlöste Gott besser kennen, als
[30:23] die Engel ihn erkennen können. Wer du
[30:26] Menschen vergibst, bist du ihnen dann
[30:28] näher als zuvor?
[30:30] Oder vergibst du ihn nur? Das sagte: "Okay, na
[30:33] ja, lass uns das mal begraben. Kemal dahin."
[30:38] Wirklich gehen. Und dann schaut man
[30:41] 2. Mose 34. Das können wir nur
[30:43] anreißen. Und Vers 18 heißt es: "Das feste
[30:45] ungesäuerte Brot sollst du halten.
[30:46] Sieben Tage lang sollst du ungesäuertes
[30:48] Brot essen, wie ich dir geboten habe, um
[30:50] die bestimmte Zeit des Monats Aviv, denn im
[30:53] Monat Aviv bist du aus Ägypten ausgezogen.
[30:55] Alles zuerst Geborene gehört mir. Auch
[30:57] alle männlich Erstgeburt unter deinen vier
[30:59] ist ein Rind oder ein Schaf. Aber die
[31:00] erste Geburt des Esels sollst du mit
[31:02] einem Lamm auslösen. Wenn es aber nicht
[31:04] auslöst, so brich ihm das Genick. Alle
[31:05] Erstgeburt seiner Söhne sollst du
[31:07] auslösen, und man soll nicht mehr vor
[31:09] meinem Angesicht erscheinen." Habe ich früher
[31:11] mal gefragt, nachdem Gott solch eine
[31:12] Offenbarung seiner Herrlichkeit gibt, warum
[31:14] gibt es solche Anweisungen hier? Doch um
[31:17] sagt er: "Traue die Erstgeburt auslösen
[31:19] und den Esel." Und dessen ging es darum.
[31:21] Kennt ihr diese Regeln hier stehen?
[31:24] Kommen dir bekannt vor?
[31:26] Die werden hier nicht zum ersten Mal
[31:28] erwähnt. So kommt es schon mal vor,
[31:31] wo sagt Gott schon mal: "Also, du sollst
[31:31] das Pass erhalten,
[31:33] das Fest ungesäuerte Brot, alle
[31:35] Erstgeborenen gehören mir. Du sollst die
[31:36] den Esel das Genick brechen." Wo
[31:39] kommt das zum ersten Mal vor?
[31:42] Das kommt zum ersten Mal vor in 2.
[31:46] Mose 13. Etwas anderen. 2. Mose 13
[31:50] gerade passiert ist. 2. Mose 13 ist das Kapitel
[31:52] nach dem Auszug aus Ägypten, als sie
[31:54] gerade durch das Blut des Lammes erlöst
[31:56] worden sind. Da gibt Gott ihnen die
[31:58] Regeln und die ganzen Satzungen mit dem
[32:00] Passah und mit dem Fest ungesäuerten
[32:02] Brot und mit der Erstgeburt. Das sagt
[32:04] ihnen das alles. Und schaut mal diese
[32:06] Schönheit. Die Israeliten sind so schwer
[32:08] gefallen.
[32:10] Sie sind an ein goldenes Kalb gerannt.
[32:12] Und jetzt haben sie Buße getan. Sie haben
[32:14] sich zu Gott gewandt. Und Mose hat sich
[32:16] wirklich an Gott geklammert. Und Gott so:
[32:17] "So bin ich wirklich. Das ist meine
[32:19] Gerechtigkeit. Das ist meine
[32:22] Barmherzigkeit." Und dann redet er zu den
[32:26] Israeliten, als ob sie gerade aus Ägypten
[32:29] ausgezogen sind. Erzählt ihnen genau das,
[32:33] was er ihnen erzählt hat, als er sie erlöst hat.
[32:37] Er behandelt sie so, als wären sie gerade
[32:40] aus Ägypten frisch herausgegangen.
[32:42] Er behandelt sie so, als wären sie gerade
[32:44] frisch neu geklärt.
[32:47] Er sagt nicht: "Na ja, ich hab ich, dass er
[32:50] früher schon mal gesagt, aber na ja, jetzt
[32:53] habt ihr es leider falsch gemacht." Ja, und
[32:54] jetzt müssen wir sehen. Er
[32:57] Er behandelt sie so, als ob sie die Sünde
[33:03] mit dem goldenen Kalb nie gemacht hätten.
[33:06] So behandelte er sie, als ob sie quasi
[33:10] ein Zeitsprung wieder zurück in 2013
[33:16] versetzt haben. Jahrhunderte später, ein
[33:19] Jahrtausend später hat mir diese
[33:20] Geschichte aufgegriffen.
[33:25] In Nehemia Kapitel 9, als die Leviten
[33:26] singen. 1000 Jahre später über die Zeit
[33:30] von Mose. Da lesen wir, dass sie
[33:34] beschreiben, wie Gott ihnen den Sabbat
[33:35] gegeben hat, wie er ihnen das Mandat
[33:36] gegeben hat, wie die Geburt gegeben hatte,
[33:37] sich es regnet hat. Schaut mal in Vers 16.
[33:39] Neben ihr, Nehemia 9, Vers 16: "Aber sie,
[33:43] unsere Väter, wurden übermütig und hals-
[33:46] starr, sodass sie deinen Geboten nicht folgten,
[33:48] und sie weigerten sich zu hören und
[33:50] gedachten nicht an seine Wunder, die du an
[33:51] ihnen getan hast, sondern wurden als
[33:53] starr und gaben sich selbst ein Haupt,
[33:56] um mit ihrer Widerspenstigkeit in die
[33:58] Knechtschaft zurückzukehren." Gesagt: "Wir
[34:00] wollen Gott nicht mehr haben. Wir gehen
[34:02] zurück nach Ägypten."
[34:03] Und wie heißt es weiter: "Aber du bist ein
[34:07] Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig,
[34:10] langmütig und von großer Güte. Du hast
[34:13] sie nicht verlassen.
[34:15] Selbst als sie ein gegossenes Kalb
[34:17] machten und sprachen: Das ist ein Gott,
[34:19] der dich aus Ägypten geführt hat." Und
[34:20] große Leistungshüten hast du sie nach
[34:23] deiner großen Barmherzigkeit doch nicht
[34:25] verlassen. In der Wüste, die Wolkensäule
[34:27] wich nicht von ihnen am Tag, um sie auf
[34:29] dem Weg zu führen, noch die Feuersäule
[34:31] in der Nacht, um ihnen den Weg zu erleuchten,
[34:32] den sie ziehen sollten. Egal was
[34:36] die Israeliten an Sünde für Taten Gottes
[34:40] Wolken und Feuersäule blieb ihnen das
[34:43] Mana. Vier Gottes Gnade
[34:46] und Barmherzigkeit zeigt sich in der
[34:49] Wüstenwanderung, wie an kaum einer
[34:53] anderen Stelle.
[34:54] Trotz ihrer Rebellion hat sie versorgt.
[34:57] Er hat ihnen trotz ihrem ständigen Wieder-
[35:01] streiten das Beste gegeben, was er ihnen
[35:05] geben konnte. Freilich, viele von ihnen
[35:09] sind der Wüste gestorben.
[35:12] Sie haben die Barmherzigkeit Gottes
[35:14] nicht angenommen. Schaut mit mir im Psalm
[35:21] 78. Auch die Poeten haben von diesem
[35:26] Ereignis, dieser Gnade Gottes,
[35:28] Barmherzigkeit gesprochen. Im Psalm 78 und
[35:32] dort ab Vers 34. Da heißt es ab 34: "Wenn
[35:37] er sie schlug, so fragten sie nach ihm,
[35:39] und kehrten wiederum und suchten Gott.
[35:40] Und
[35:42] sie gedachten daran, dass Gott ihr Fels
[35:44] ist und Gott, der Höchste, ihr Erlöser.
[35:46] Aber sie hielten vor ihm mit dem Mund und
[35:49] logen mit ihren Herzen, denn die Herzen
[35:52] mit ihren Zungen. Denn ihr Herz war nicht
[35:54] aufrichtig gegen ihn, und sie hielten
[35:55] nicht treu an seinem Bund. Fest, also in
[35:57] der Wüste kam es immer wieder vor, dass
[35:58] Israeliten gesagt haben: "Wir haben
[36:00] gesündigt,
[36:00] Herr, vergib uns." Und Gott sah, dass ihre
[36:05] Buße nicht ganz aufrichtig war. Er sah,
[36:08] dass ihre Umkehr geheuchelt war.
[36:10] Wie würdest du mit jemandem umgehen, er
[36:12] sagt: "Es tut mir leid", aber du siehst an
[36:14] seinen Augen, dass er es nicht ernst meint.
[36:17] Wie würdest du mit dem Mann umgehen?
[36:19] Er sagt: "Bitte vergib mir", aber er scheint
[36:22] es weiter zu tun.
[36:33] Was sagt der Text? Vers 38: "Er aber,
[36:37] barmherzig, vergab die Schuld und
[36:38] vertilgte sie nicht.
[36:42] Und oftmals wand er seinen Zorn ab und
[36:44] erweckte nicht seinen ganzen Grimm." Immer
[36:50] und immer wieder gibt es ein Limit für
[36:59] die Barmherzigkeit Gottes.
[37:00] Schaut mal mit mir ins 2. Chronik 30.
[37:02] Die Frage ist eine interessante Frage,
[37:06] und sie hat zwei Antworten. In 2.
[37:10] Chronik 30, die Zeit von König Hiskia.
[37:14] König Hiskia war dann König vom Norden
[37:19] oder Süden. Steht als Kind, König war.
[37:22] Gab es den Norden nicht mehr. Zwei
[37:25] Jahrhunderte war das Nordreich von Gott
[37:27] abgefallen und ohne eine echte
[37:30] Reformation in den Abgrund geschlittert.
[37:32] Ein König nach dem anderen, was schlimmer
[37:33] gewesen, schlimmer gewesen, schlimmer
[37:34] gewesen.
[37:36] Und irgendwann spannt die Assyrer oder
[37:37] Samaria nach dem fünften vor den Toren.
[37:39] Samaria und haben die Stadt eingenommen.
[37:41] Haben schon in den Generationen vor die
[37:44] Israeliten weggetrieben in andere Länder.
[37:48] Getrieben. Und wo sagt der Prophet
[37:52] Hosea, machte deutlich, dass die Israeliten
[37:56] aus dem Nordreich nie wieder ein Staat
[38:00] werden würden. Als Samaria fiel in den
[38:11] und jetzt kommt es hier. Schaut mal in
[38:17] 2. Chronik 30, und dort Vers 1: "Und Hiskia
[38:19] sandte Boten an ganz Israel und Juda und
[38:22] schrieb auch Briefe an Israel und
[38:23] Manasse, dass sie zum Haus des Herrn nach
[38:25] Jerusalem kommen sollten, um dem Herrn,
[38:26] dem Gott Israels, das Passah zu feiern. Es
[38:28] gab noch einen Überrest, es gab noch einige
[38:31] Nordreich-Israeliten, die dort verstreut
[38:33] im Nordreich lebten, obwohl das Nordreich
[38:35] nicht mehr existierte. Es war nicht bevölkerungslos.
[38:37] Es kam es später dann auch andere, die
[38:39] dann zu den Samaritern wurden, aber da
[38:41] gab es noch einige Versprengte. Und ich
[38:43] wurde eingeladen: "Kommt doch heute nach
[38:45] Jerusalem." Ab Vers 5 und 7 fassten einen
[38:48] Aufruf, der in ganz Israel von Beerscheba
[38:50] bis Dan verkündet werden sollte, dass
[38:52] sie kommen sollten, um dem Herrn, dem Gott
[38:54] Israels in Jerusalem das Passah zu
[38:56] feiern. Da sie hatten das lange Zeit
[38:58] nicht mehr gefeiert, wie es
[38:59] vorgeschrieben ist. Und die Läufer gingen
[39:01] mit den Briefen von der Hand des Königs
[39:02] und seinen Obersten durch ganz Israel
[39:04] und Juda und sprachen: "Nach dem Befehl des
[39:06] Königs: Ihr Kinder Israels, kehrt um zum
[39:09] Herrn, dem Gott Abrahams, Isaaks und
[39:10] Israels, so wird er sich zu den
[39:12] Entkommenen kehren, die euch aus der Hand
[39:14] der Könige von Assyrien noch übrig geblieben
[39:16] sind. Und seid nicht wie eure Väter und
[39:18] eure Brüder, die sich versündigt haben an
[39:20] dem Herrn, dem Gott ihrer Väter, so dass
[39:22] er sie der Verwüstung preisgab, wie ihr
[39:24] seht. So seid nun stark, wie eure
[39:27] Väter, sondern ergebt dem Herrn und kommt
[39:29] zu seinem Heiligtum, dass er auf ewig
[39:31] geheiligt hat. Und dem Herrn, deinem
[39:32] Gott, so wird sich die Glut seines Zorns
[39:35] von euch wenden.
[39:36] Denn wenn ihr zum Herrn umkehrt, so
[39:38] werden eure Brüder und eure Kinder
[39:40] Barmherzigkeit finden vor denen, die sie
[39:42] gefangen halten, so dass sie wieder in
[39:44] dieses Land zurückkehren können. Denn der
[39:48] Herr, Gott, ist gnädig und barmherzig,
[39:51] langmütig und von großer Gnade. Und er
[39:54] wird das Angesicht nicht von euch wenden,
[39:56] wenn
[39:59] ihr zu ihm umkehrt. Selbst nachdem das
[40:01] Nordreich zerstört worden ist, als
[40:03] Samaria in Ruinen lag, die meisten
[40:04] Israeliten in Assyrien in der
[40:07] Gesellschaft waren, war die Barmherzigkeit
[40:09] Gottes nicht am Ende.
[40:17] Aber es gab ein Problem. Vers 10: "Und die
[40:18] Läufer gingen von einer Stadt zur
[40:21] anderen im Land Ephraim und Manasse und bis
[40:24] nach Sebulon, aber man verlachte und
[40:27] verspottete sie." Hat Gottes
[40:28] Barmherzigkeit ein Ende?
[40:33] Nein, denn Gott ist immer die Liebe. Aber
[40:36] hat sie ein Ende?
[40:40] Sie findet ihr Ende am bekehrten
[40:44] Herzen, an dem Herzen, das nicht will.
[40:48] Die ewige Barmherzigkeit Gottes, die nie
[40:52] aufhört, kann das Nein des Menschen nicht
[40:53] überwinden.
[40:56] Das Ende der Barmherzigkeit Gottes ist
[40:58] das Nein des Menschen. Aber Achtung, das mag das Nein des
[41:01] Menschen führt nicht dazu, dass die
[41:05] Barmherzigkeit Gottes aufhört. Sie kann
[41:08] nur keinen Eingang finden.
[41:11] Es macht einen großen Unterschied, fällt
[41:15] mir gut zu,
[41:15] ob ich glaube, dass Gott selbst nicht
[41:19] mehr barmherzig sein möchte, weil die
[41:21] Israeliten böse gewesen sind, dass Gott
[41:24] seine Barmherzigkeit abgeschaltet hat, oder
[41:26] ob ich glaube, dass Gott noch immer
[41:28] barmherzig ist, aber diese Barmherzigkeit
[41:32] keinen Eingang mehr findet. Zu viele
[41:34] Christen, zu viele Adventisten glauben,
[41:38] dass wenn Sünde geschieht, irgendwann
[41:41] Gott seine Barmherzigkeit abschaltet. Das
[41:44] tut er nicht.
[41:45] Seine Hand bleibt ausgestreckt, aber sie
[41:48] kann das Nein des Menschen nicht
[41:51] überwinden.
[41:52] Das hat fundamentale Auswirkungen darauf,
[41:57] wie wir den Satz verstehen: "Ihr aber seid
[42:00] barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel
[42:04] barmherzig ist." Bin ich berechtigt, wenn
[42:09] der andere so böse gewesen ist, irgendwann
[42:11] meine eigene Liebe und Barmherzigkeit
[42:12] abzustellen, weil Gott das ja auch nicht
[42:14] oder soll ich weiter meine Hand
[42:17] ausgestreckt halten, selbst wenn es
[42:20] wehtut, so wie es Jesus wehgetan hat, dass er
[42:25] ungerecht behandelt worden ist und er
[42:27] dennoch seine Hand ausgestreckt hat. Das
[42:30] macht den großen Unterschied.
[42:33] Die befinden uns in der Selbsttäuschung,
[42:36] wenn wir glauben, dass wir Barmherzigkeit
[42:38] abstellen können. Wenn wir
[42:41] glauben, dass Gott seine Barmherzigkeit
[42:42] irgendwann abstellt. Das tut er nie. In
[42:48] Joel Kapitel 2 finden wir das so
[42:50] deutlich ausgedrückt, wie nirgends sonst.
[42:52] Vor drei Jahren haben wir hier mal angefangen zu
[42:56] studieren oder haben uns dadurch
[42:58] studiert. Und ihr könnt mir bisher noch
[42:59] sagen, in Buchloe am Anfang gibt es eine
[43:02] große Katastrophe. Da kommen die
[43:03] Heuschrecken, wie oft nicht einmal, nicht
[43:05] zweimal, sich dreimal so oft kommen die
[43:07] Heuschrecken. Viermal.
[43:09] Sie reißen alles nicht, dass sie fressen,
[43:12] alles ab. Nachdem viele mal geheult
[43:14] gekommen sind, gibt es keine Hoffnung
[43:16] mehr.
[43:18] So scheint es, alle menschliche Hoffnung
[43:21] ist vorbei. Das Gericht Gottes kann nicht
[43:24] einmal, nicht zweimal, nicht dreimal. Es
[43:26] kam viermal. Und weiterhin in Joel 2 wird
[43:30] das Kommen des Tages des Herrn an-
[43:32] gekündigt. Und doch heißt es in Joel 2:4, 12:
[43:35] "Doch auch jetzt noch spricht der Herr, doch
[43:40] auch jetzt noch spricht der Herr, doch
[43:41] auch jetzt noch spricht der Herr: Kehrt um
[43:44] zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit
[43:47] Weinen, mit Klagen. Zerreißt eure Herzen
[43:49] und nicht eure Kleider, und kehrt um zu
[43:53] dem Herrn, deinem Gott, denn er ist gnädig
[43:55] und barmherzig, langmütig und von großer
[43:57] Gnade und das Übel reut ihn." Auch hier
[44:00] das Echo aus 2. Mose 34. Egal wie schlimm
[44:03] es steht, wenn deine eigene Gemeinde am
[44:05] Aussterben ist, du denkst, es hat keinen
[44:08] Sinn mehr, sagt Gott: "Doch auch jetzt noch,
[44:11] wenn die adventistische Botschaft in den
[44:12] Gemeinden zu verschwinden steht und
[44:14] du alle Hoffnung verlierst, dass das
[44:15] Evangelium die ganze Welt erreichen kann,
[44:20] sagt Gott: "Doch auch jetzt noch, wenn
[44:23] Beziehungen in deiner Familie und im
[44:25] Freundeskreis unheilbar zerbrochen sind
[44:27] und du denkst, man kann auf die Scherben
[44:31] auflesen, sagt Gott: "Doch auch jetzt noch,
[44:33] wenn du so weit in Sünde gefallen bist, so
[44:35] tief entzündet, ein gewartet, bis das du
[44:37] denkst, nachdem so viel schief gelaufen
[44:39] ist, kann Gott dir nicht mehr vergeben,
[44:45] sagt Gott: "Doch auch jetzt noch nicht,
[44:46] indem wir einfach nur einen Fasten-
[44:49] Sabbat deklarieren, nicht an dem mir
[44:50] einfach nur eine Gebetsgemeinschaft
[44:54] organisiert, nicht nur durch äußerliche
[44:57] das Zerreißen der Kleider, sondern durch ein
[45:07] Gott wünscht sich, dass Geschwister im
[45:13] Jahre 2021 zu Hause in ihren Kämmerlein
[45:19] weinen, weinen über ihre eigene Sünde,
[45:27] er wünscht sich so sehr im Jahre 2021,
[45:29] egal ob persönlich oder auf Gemeinde-
[45:29] ebene und auf welcher Ebene oder
[45:29] weltweit oder politisch, was immer die
[45:31] weltweit oder politisch, was immer die Probleme sind, die wir sehen, dass wir zu Hause und auch gemeinschaftlich zusammenkommen und dass wir unsere Herzen zerreißen, unsere Gedanken, die wir gehabt haben über uns selbst und über Gott, zu reißen.
[45:45] Denn wir sind nicht so gut, wie wir gedacht haben, und Gott ist nicht so hartherzig, wie wir oft denken. Wir müssen unsere Herzen, unsere Gedanken, die uns daran hindern, Gottes Gnade voll zu sehen, zerreißen. Nicht damit zufrieden uns geben, dass Gott uns nach Kanaan führt. Wenn wir merken, er ist nicht wirklich in unserem Leben präsent, dann lasst uns sagen, wie Mose: "Wieder gehen keinen Schritt weiter, auch nicht einen Tag."
[46:10] Es sei: "Ich weiß, du bist mit mir." Und wenn wir das beten und das sagen, dann werden wir die Herrlichkeit Gottes sehen.
[46:24] Ich weiß aus eigener Erfahrung, es macht einen Unterschied. Es macht einen echten Unterschied, ob man sagt: "Herr, ich habe gesündigt, bitte gib, dass ich gerettet werde." Oder man sagt: "Herr, ich möchte keinen Schritt weiter gehen, ohne dass du mit mir bist. Ich möchte deine Herrlichkeit sehen."
[46:48] David wusste von dieser Herrlichkeit. David wusste von dieser Erfahrung. David hat viel erlebt, er wurde verfolgt, er ist verraten worden, er ist angeklagt worden, mehrmals getötet worden. Er selbst hat schwer gesündigt.
[47:05] Aber wenn er zurückblickt auf sein Leben, in Psalm 103, dann sagt er: "Was lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat." Kannst du zurückschauen in deinem Leben und sehen, wie Gott dir so viel Gutes getan hat? Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt all deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben löst.
[47:30] Der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit. Wie sagt er weiter? In Vers 8: "Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte."
[47:41] Stellen wir ihnen wirklich unseren Mitmenschen als ein Geduldiger, als ein der so gütig ist, dass kein Mensch jemals so gütig gewesen, so warmherzig, so gnädig. Er wird nicht immer zu rechnen und wird nicht ewig zürnen. Er hat nicht mit uns gehandelt nach unseren Sünden und nicht vergolten nach unseren Missetaten.
[47:59] Seit dem ersten Tag der Sünde im Garten Eden hat Gott nicht mit den Menschen so gehandelt, wie es der Mensch verdient hat. Keine einzige Sünde, der Mensch getan hat, hätte bestraft werden müssen.
[48:13] Am Menschen, und wenn am Ende viele Menschen doch die Sünde der Strafe, die die Strafe Sünde tragen werden, dann deswegen, weil sie die Barmherzigkeit Gottes nicht kennen und nicht kennen wollen.
[48:31] Denn so hoch der Himmel über der Erde ist. Wenn du heute nach Hause gehst, schau mal in den Himmel, schau mal die Höhe. Und lasst uns fragen, ob wir wirklich in unserem Leben, ganz ehrlich, ob wir wirklich den Eindruck haben, dass in unserem Leben die Gnade Gottes so hoch ist wie der Himmel.
[48:51] Darum, ob wir so viel über die Gnade Gottes, seine Liebe sprechen, dass Menschen in einem Kam es ist so gewaltig bis zum Himmel. Oder ist für uns die Gnade Gottes nur ein kleines Vorwort, damit wir sofort nach dem Komma all das, die Menschen sagen, was sie tun müssen.
[49:11] So groß ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten. So fern der Osten ist vom Westen, hat er uns übertreten von uns entfernt. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, welche ihn fürchten.
[49:22] Ihr lieben, Gottes besser als wir machen. Und der Grund, dass wir so wenig über seine Gnade und Güte sprechen, beobachtet uns doch mal selbst. Wie viel wir von der Gnade und Güte Gottes sprechen im Alltag.
[49:39] Vielleicht liegt daran, dass wir selten so beten wie Mose: "Herr, frag mich nicht, dass ich nicht sterbe." Es freut mich, dass sie am Leben bleibe. Ich möchte deine Herrlichkeit sehen, weil sie sehen. Ich möchte wissen, wie du wirklich bist.
[49:59] Jesus sagt: "Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist."
[50:07] Wisst ihr was? Das tut weh. Deswegen machen, dass so wenig Menschen nett sein kann. Auch ein Humanist nett sein hilft manchmal sogar mit der Karriere. Denn solange der andere auch nett ist, ist das für jede Weltanschauung ganz okay.
[50:26] Aber nett zu jemandem sein und sein Bestes zu wünschen, wenn er dich angreift, wenn er seine Motive in ein falsches Licht stellt, sich dann trotzdem zu wünschen, dass lieber er in den Himmel kommt als ich.
[50:45] Das kann man nur, damit Mose gebetet hat: "Lass mich deine Herrlichkeit sein." Und deswegen denken viele Christen, noch viele Adventisten, dass sie barmherzig sind, und sie sind es gar nicht.
[50:56] Und sie täuschen sich selbst und denken, es ist vielleicht nicht so wichtig. Solange sie genau wissen, was die Prophetie sagt, und jedes Tier und jedes Horn identifizieren können. Aber Jesus gibt sich ein Gebot, und wir können es uns nicht leisten.
[51:11] Wäre 2021, wo so viel Bosheit, so viel Schlechtigkeit, so viel schlechte Worte und schlechte Gedanken durch unsere Gehirne und unsere Smartphones geistern, dass sie unbarmherzig sind. Wir können es uns nicht leisten, noch ein weiteres Jahr so oft und so schwer dem Herrn zu sündigen, wie es unsere Adventgemeinde, unsere Geschwister im Jahre 2020 getan haben.
[51:36] Mit all den schlechten Worten, all den schlechten Bildern, dem Spott über Regierende. Wir können es uns nicht leisten.
[51:46] Wir können nicht den Menschen erzählen, dass Jesus bald wiederkommt, dass wir einen Charakter haben wollen, den der Charakter Jesu widerspiegelt. Und dann uns so benehmen, wie wir es uns in Telegramm-Gruppen und in WhatsApp-Gruppen und auf YouTube und untereinander benehmen und wir über andere Menschen sprechen, über die, die anders denken als wir.
[52:06] Geschweige denn über diejenigen, die uns vielleicht wirklich Böses wollen.
[52:13] Er ist ein prophetischer Aufruf. Short in Lukas 6. Manch einer sagt: "Ja, aber man muss doch Sünde beim Namen benennen."
[52:22] Deswegen halte ich diese Predigt. Man muss Sünde beim Namen benennen. Was in unseren Adventgemeinden geschieht, ist vielfach schwere Sünde. Unbarmherzigkeit gegenüber anderen ist schwere Sünde. Sie muss beim Namen genannt, muss korrigiert werden.
[52:44] Denn Gott geht mit den Sünden anderer so um, wie es in der Bibel steht. Er breitet die Sünden einer Person nicht vor allen anderen aus. Spricht persönlich und sagt mit seinem guten Geist. Ja, wir sollen sie beim Namen nennen. Und zwar genau so.
[53:04] Jesus auch mal in Lukas 6, und dort Vers 36. Das heißt es: "Darum seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist."
[53:14] Helfen mir, wenn das wohl, wenn der Vers beginnt mit "Darum", was ist wohl der Sinn des Wortes? Es gibt eine Begründung, oder die davor steht.
[53:27] Vielmehr: "Liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht ohne etwas dafür zu hoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen wen?"
[53:40] Gegen diese gleichzeitig bekehren. Er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Wenn Gott im Himmel selbst gegen die Undankbaren und Bösen gütig ist, können wir es uns dann erlauben, gegen böse Menschen böse zu sein?
[54:02] Oder müssen wir nicht das Gebot Jesu ernst nehmen? "Seid barmherzig, der Vater im Himmel barmherzig ist."
[54:11] Ihr Lieben, ich komme zu dem Eindruck, dass wir Gott nicht so gut kennen, wie wir denken. Und vielleicht sollten wir auch diesen Gebet- und Fastensabbat dazu nutzen, unser eigenes Herz aufzumachen und sagen:
[54:26] "Herr, erforsche du mich, nicht die anderen."
[54:31] Deren Väter sich ziemlich gut. Das Problem ist eher, dass wir unsere eigenen Fehler nicht so gut kennen wie die anderen. Herr, erforsche ich sie, ob es gut meinen. Ob wir vielleicht einen Weg finden.
[54:48] Jesus hat diesen Satz: "Darum seid barmherzig, ihr euer Vater barmherzig ist", noch einmal anders formuliert.
[54:53] Bist du ihn wir im Paralleltext formuliert hat. Gleicher Gedanke, gleicher Zusammenhang. Das sagt er nicht: "Seid barmherzig." Er sagt: "Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist."
[55:11] Ja, ihr Lieben, die Bibel spricht von Vollkommenheit. Die Bibel sagt, dass wir vollkommen sein können. Und zu lange und zu oft haben wir das geleugnet. Hier ist es ganz deutlich. Weiter ist ganz deutlich.
[55:27] Wir dürfen, wir können, wir müssen vollkommen sein. Aber wir sollten auch genau wissen, was die Vollkommenheit ist. Vollkommenheit bedeutet nicht, alles zu wissen, was allen weit über die Prophetie geschrieben hat. Denn wenn wir alles wissen, was allen weit über die Prophetie geschrieben hat, aber wir unbarmherzig sind, dann täuschen wir uns selbst und wir werden nicht durch die Zeit hindurch kommen.
[55:53] Vollkommenheit bedeutet diese vollkommene Liebe und Barmherzigkeit zu haben.
[56:00] Die selbst dann dem anderen das Beste wünscht und das Beste und das stellt, selbst wenn sie angegriffen werden.
[56:10] Und wenn ihr das versteht, dann seht ihr, dass ich und jeder von uns noch ein Stück zur Vollkommenheit haben. Dass wir vielleicht nicht so barmherzig sind, wie wir gedacht haben.
[56:24] Denn wisst ihr, am Ende der Zeit, wenn das Sonntagsgesetz kommt und die Krise hereinbricht, werden die Gläubigen, viele Freunde oder viele Feinde haben. Woran wird man die Gläubigen erkennen?
[56:39] Wird man daran erkennen, dass sie auf jede Frage eine Antwort haben? Wird man sie daran erkennen, dass wenn sie angegriffen werden, wenn sie verfolgt werden, wenn sie vor Gericht gestellt werden, wird man sie daran erkennen, dass sie mutig die Wahrheit sagen? Das kann auch ein Moslem.
[56:57] Und wird sie daran erkennen, dass sie die Wahrheit in Liebe sagen.
[57:05] Daran wird man sie erkennen. Zur Wahl stehen kann jeder. Das muss ja kein Christ sein.
[57:15] Die Wahrheit dem Feind, dem Richter, der in zu Tode verurteilen will, so zu vermitteln, dass man sich wünscht: "Er wird gerettet."
[57:24] Lieber er als ich. Das ist die Barmherzigkeit, die Jesus hatte. Das ist die Warmherzigkeit, die der Maßstab ist.
[57:42] Wenn ich hier eine Kerze anmachen würde, würde es jetzt leuchten, aber sie wären nicht besonders hell. Oder wenn wir alles dunkel ist, wird dasselbe Licht immer heller und heller und heller.
[57:51] Vielleicht habt ihr mal die Idee gehört von einer letzten Generation.
[57:56] Die Generation, die Jesus wieder kommen wird.
[58:00] Die leben wird angesichts eines himmlischen Heiligtums, wo ein Hohepriester mehr sein wird. Eine Generation, die besonders sein wird. Wo rund 40 besonders sein wird. Sie mehr wissen als die anderen.
[58:11] Vielleicht, aber daran wird sie besonders sein. Sie wird dieselbe Liebe haben wie alle Christen zu allen Zeiten. In einer Zeit, die so finster ist, wie sie noch nie gewesen ist.
[58:24] Und deswegen für diese Generation so leuchtet, so hell leuchten wie nie zuvor.
[58:33] Hat Jesus am Kreuz mehr Liebe gehabt als auf dem Berg, am See gerettet gewesen ist? Gleiche Liebe. Oder und doch sagen wir, dass am Kreuz von Golgatha seine Liebe am hellsten schien.
[58:45] Warum? Weil am Kreuz von Golgatha seine Liebe im schärfsten Kontrast, seine Barmherzigkeit dem schärfsten Kontrast zu aller Sünde und aller Finsternis gewesen ist.
[58:56] Und deswegen ist Barmherzigkeit ein prophetisches Thema, denn wir kommen eine Zeit, in der Barmherzigkeit sogar sein wird, dass man sie nirgendwo mehr finden kann, außer in den Gläubigen.
[59:06] Und wenn dann die wahren Gläubigen barmherzig sein werden, wenn der Geist Gottes sich von der Erde zurückgezogen hat und nur noch in den Gläubigen wird, dann wird es die letzte Offenbarung der Liebe Gottes sein. An dieses Sterben der Welt, wenn Menschen ihre Feinde lieben.
[59:26] Und der Lieben, wir haben im letzten Jahr viel Gelegenheit, das zu üben.
[59:29] Vielleicht haben wir die Gelegenheit nicht viel genutzt. Lasst uns so 2021 beginnen, indem wir nicht nur sagen: "Ach, was war eine schöne Losung. Ach, wie wunderbar." Hängen wir uns irgendwo hin, dass uns ernst auf die Frage stellen: "Kenne ich die Barmherzigkeit Gottes in meinem Leben so, dass ich das sagen kann, was Mose und was David gesagt hat?"
[59:49] Kenne ich sie so sehr? Und dann möchte ich diese Barmherzigkeit so folgen, möchte ich sie so imitieren.
[1:00:03] Möchte ich dem Heiligen Geist erlauben, mein Herz mit Liebe zu erfüllen.
[1:00:17] Jedermann, als allerletzter Vers, 4 in der Esra-Kapitel 4, und dort ab Vers 29: "Kein schlechtes Wort seiner Seele Mund kommen, sondern was Gutes zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe."
[1:00:37] Jeder prüfe sich selbst. Ich muss mich fragen, ob dieser Vers auf mich zutrifft, und aber nicht noch viel mehr zutreffen könnte. Und betrügt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung.
[1:00:52] Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit.
[1:01:01] Keine Bitterkeit, kein Wut, kein Zorn in unseren Gedanken, in unseren Worten, auf unseren Handys, nirgendwo.
[1:01:16] Seid aber gegen einander freundlich und warmherzig und vergebt einander, gleich wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.
[1:01:26] Wer von euch möchte heute sagen: "Ich möchte Gottes Gnade in meinem persönlichen Leben besser erkennen."
[1:01:37] Ich möchte Gottes Charaktertiefe verstehen und ich möchte anderen vergeben.
[1:01:41] So wie er mir vergeben hat. Das euer Wunsch. Amen.
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