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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH 4_Q4.2021.1

In dieser Predigt von Mirjam Giebfried wird die zentrale Bedeutung der Liebe zu Gott im 5. Buch Mose beleuchtet. Anhand biblischer Beispiele wie dem „Sch’ma Israel“ und dem Leben von König Josia wird die Aufforderung Gottes, ihn mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft zu lieben, greifbar gemacht. Die Predigt zeigt auf, wie diese Liebe zu einem Leben in Gottesfurcht und Gehorsam führt und welche tiefgreifenden Auswirkungen dies auf unser Leben hat.


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Serie: Christ Study Hour 2021 Q4: Gegenwärtige Wahrheit im 5. Buch Mose

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Transkript

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Christ Study Hour, die euch hier bei joelmedia.de. Wir beschäftigen uns weiterhin mit dem fünften Buch Mose und der gegenwärtigen Wahrheit darin. Heute mit einem Thema, wie es von der Bedeutung her nicht sein könnte: Es geht darum, den Herrn, deinen Gott, zu lieben. Und ich muss fast sagen, den Herrn, meinen Gott, zu lieben. Ich hoffe, dass wir zusätzlich zu tun und Bild heute auch ein bisschen Begeisterung für das Thema übertragen können. Aber bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.

[1:14] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir das Thema dich zu lieben und auch über deine Liebe zu uns jetzt angehen können. Herr, lass uns mehr darüber nachdenken, lass uns mehr erfahren, wie sehr du uns liebst. Bitte schenke den Heiligen Geist, dass wir jetzt auch geistliche Dinge geistig beurteilen können und lass uns in unserer Beziehung zu dir wachsen. Ich danke dir jetzt schon im Namen Jesu. Amen.

[1:55] "Sch'ma Israel" – so heißt ein Bekenntnis oder eine wichtige Tradition, könnte man sagen, der Juden. Nach dem Holocaust gab es zwei Rabbiner, die sich es zur Aufgabe machten, jüdische Kinder aus christlichen Waisenhäusern zu holen und sie zu Juden zu bringen. Und so machten sich die beiden auf, gingen von Haus zu Haus und fragten, ob es denn jüdische Kinder gäbe, die sie mitnehmen könnten. Die Kinder, die sie suchten, stammten aus Familien, wo die Eltern deportiert worden waren und ihre Herkunft war nicht mehr richtig nachzuvollziehen. Deswegen erwiderten die Leiter der christlichen Waisenhäuser als Antwort: "Wir wissen es nicht, ob hier jüdische Kinder sind."

[3:10] Nun gibt es dieses "Sch'ma Israel". Das ist hebräisch und zwar sind das die ersten Worte aus 5. Mose 6, Vers 4: "Höre, Israel, Israel!" Und das ist so bedeutsam in der Tradition der Juden, dass es schon die Mütter ihren Kindern von Kindesbeinen an beibringen. Und wenn die Kinder abends zu Bett gebracht werden, bekommen sie dieses Lied vorgesungen, dass es ihnen sozusagen in Fleisch und Blut übergeht. Und die beiden jüdischen Rabbiner sind daneben weitergezogen, aber sie hatten keine Volltreffer.

[4:02] Und so hat sich einer vorgenommen, er hat diese Worte im Kopf getragen: "Höre, Israel! Daher ist unser Gott, der Herr, allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft." Diese Worte waren ihm im Kopf geblieben, auch aus seiner eigenen Vergangenheit, und er ließ nicht locker.

[4:34] Also fragte er einen Leiter des christlichen Waisenhauses: "Darf ich wiederkommen? Ich möchte einmal am Abend wiederkommen." Der Leiter war einverstanden, und so kam der Rabbi am Abend wieder, ging in das Waisenhaus hinein und fragte: "Darf ich einmal durch den Schlafraum der Kinder gehen?" Und auch damit war der Leiter einverstanden.

[5:08] Also ging er dorthin und schritt langsam hindurch und dann sang er: "Sch'ma Israel! Höre, Israel!" Als die Melodie ertönte, standen nacheinander die jüdischen Kinder in ihren Gitterbettchen auf und schrien: "Mama, Mama!"

[5:36] "Sch'ma Israel" weckt Sehnsucht in den Kleinen. Und uns die Frage an uns heute: Was löst es in uns aus, wenn Gott sagt: "Höre, Israel!" Wenn Gott zu uns spricht: "Höre, ich dann die Stimme meines Vaters?"

[6:01] Bitte, befassen wir uns diese Woche besonders mit 5. Mose 6, und ich wünsche mir für mich und auch für euch, dass es in uns eine Sehnsucht nach Gott auslöst.

[6:19] Da lass uns einsteigen. 5. Mose 6, und dort die Verse 15 lesen. "Und dies ist das Gebot, die Satzungen und die Rechtsbestimmungen, die der Herr, euer Gott, euch zu lehren geboten hat, dass ihr sie tun solltet in dem Land, in das ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen, dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest und alle seine Satzungen und Gebote hältst, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder alle Tage deines Lebens, damit du lange lebst."

[7:02] "Höre, Israel, und achte darauf, sie zu tun, damit es dir gut geht, hier sehr gemehrt werden, so wie es der Herr, der Gott deiner Väter, verheißen hat, in einem Land, in dem Milch und Honig fließt."

[7:18] "Höre, Israel! Daher ist unser Gott, der Herr, allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft."

[7:34] Soweit. Es drückt hier aus, dass wir Gott fürchten sollen, dass wir seine Gebote, seine Satzungen halten sollen, auch seine Rechtsbestimmungen. Wir sollen darauf hören und achten, was er sagt, und wir sollen natürlich auch tun, was er sagt. Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.

[8:03] Lasst uns dazu ein paar Verse vorher schauen, in 5. Mose 5, Vers 29, wo es heißt: "Wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und alle meine Gebote allezeit zu halten, damit es ihnen gut ginge und ihren Kindern ewiglich."

[8:28] Dieser Vers drückt aus, dass wir das, was uns in 5. Mose 6 ans Herz gelegt wird, nur tun können, wenn wir ein Herz dazu haben, ein neues Herz. Gott möchte nämlich, dass wir seine Gebote allezeit halten. Und wir kennen das aus unserem eigenen Leben sicherlich, dass es manchmal so Auf und Abs gibt und es schwierig ist, sich allezeit an Gott zu halten. Aber genau das ist, was Gott uns auch im Neuen Bund verspricht.

[9:09] Jesus greift dieses Gebot in Matthäus 22, Vers 37 und 38 auf. Und weil er es ja auch erst ist, der uns das Gebot gegeben hat, wollen wir uns das anschauen. Matthäus 22, Verse 37 und 38: "Und Jesus sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit einer ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken."

[9:44] Das ist das erste und größte Gebot. Und hier wird uns klar: Dieses Gebot ist nicht nur irgendein Gebot, es ist nicht nur nebensächlich, sondern es ist das erste und das größte Gebot, wie es sagt, ein Gebot mit außergewöhnlich hoher Bedeutung. Warum? Das werden wir gleich jetzt noch tiefer studieren.

[10:09] Schön und gut, aber wie sieht es praktisch aus, 5. Mose 6, die ersten Verse umzusetzen? Ich denke, Gott hat uns hier ganz klare Anweisungen gegeben. Jeder von uns kann sich etwas darunter vorstellen, was es bedeutet, mit ungeteiltem Herzen Gott zu dienen. Und trotzdem hat Gott durch seine Gnade ein Beispiel gegeben, denn es gibt einen Menschen in der Bibel, von dem es heißt, dass er genau das hier umgesetzt hat.

[10:44] Wir lesen von ihm in 2. Könige 22, und dort erstmal Vers 3: "Und im achtzehnten Jahr der Regierung des Königs Josia sandte der König den Schreiber Safan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Mesullams, in das Haus des Herrn und sprach: Geh hinauf zu Hilkija, dem Hohenpriester; er soll das Geld bereitstellen, das zum Haus des Herrn gebracht worden ist, das die Hüter der Schwelle vom Volk gesammelt haben. Und dann gehen sie hinauf nach dem Befehl des Königs Josia, und sie finden im Tempel, während der Tempel auch aufgeräumt wird, eine Schriftrolle, das fünfte Buch Mose."

[11:49] Dann lesen wir weiter in 2. Könige 22, Vers 14: "Dann berichtete Safan, der Schreiber, dem König und sprach: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Safan las es vor dem König."

[12:07] Und es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider. Das war die Reaktion von Josia, als er 5. Mose las. Und wie oft lesen wir in der Bibel, denken uns: "Auch das war ein schöner Text und inspiriert uns, aber nicht langfristig."

[12:38] In 2. Könige, Entschuldigung, in 2. Könige 23, Verse 25 heißt es von Josia: "Und seinesgleichen ist vor ihm kein König gewesen, der sich so von ganzem Herzen, hier haben wir es, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all seinen Kräften dem Herrn zuwandte, ganz nach dem Gesetz Mose. Auch nach ihm ist keiner seinesgleichen aufgestanden."

[13:13] Und es lohnt sich, das Leben von Josia tiefer zu betrachten. Das werden wir später auch noch tun. Im Dezember habe ich gesehen, da geht es noch einmal ganz genau um Josia. Aber für jetzt können wir festhalten: Es ist möglich, diese Worte praktisch auszuleben. Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft zu lieben.

[13:38] Ganz kurz vielleicht noch: Nie hat das Leben von Josia ausgesehen. Bei Josia sehen wir, er war sehr entschieden. Er hat Reformen durchgeführt. Er hat alte, schlechte Gewohnheiten aus Israel ausgetrieben. Er hat die ganzen Götzen, die ganzen Altäre niedergerissen und er hat sich Gott zugewendet.

[14:15] Wenn wir genauso entschieden wie Josia handeln, dann können wir auch Gottes Gesetz besser erfüllen. Und dazu müssen wir keinen König sein, doch dazu müssen wir nicht viel Einfluss haben. Es reicht schon, wenn wir mit der Verantwortung, die Gott uns für unser Leben geschenkt hat, auch gewissenhaft umgehen.

[14:37] Umgehen. Dass es zurückgeht zu 5. Mose und dort Kapitel 10, Verse 12 und 13. "Und nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir, als nur dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen, haben wir es wieder, mit deiner ganzen Seele, indem du die Gebote des Herrn und seine Satzungen hältst, die ich dir heute gebiete, zum Besten für dich selbst."

[15:27] Was lernen wir aus diesen Versen? Zunächst einmal ist es ja eine Frage, die diese beiden Verse beinhalten. Und diese Frage lässt darauf hinweisen, dass Gott uns keine unnötigen Lasten auflegt. Ganz so, wie es auch in 5. Mose 5, Vers 22 heißt: "Gott sprach die Worte, und er fügte nichts hinzu." Also, Gott gibt uns, trägt uns nichts auf, was irgendwie unnötig für uns wäre.

[16:04] Und dann kommt hier auch ganz entscheidend hervor: Alles, was Gott will, dass wir tun sollen, dient uns zum Besten, zum Besten für dich.

[16:22] In 5. Mose 10, Verse 12 und 13 lesen wir: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhängen und bei seinem Namen schwören." Wenn wir uns fragen, was bedeutet das, dass wir Gott dienen sollen, dass wir ihn fürchten sollen, dann merken wir, unsere Beziehung soll enger werden.

[16:50] Es geht hier nicht nur darum, dass Gott uns seine Gebote gibt und wir danach leben, sondern Gott möchte, dass wir näher zu kommen, dass wir einerseits mehr werden wie er und auch andererseits, dass wir ihn und seinen Charakter mehr lieben lernen.

[17:19] Gott kann zu uns nur sprechen, oder wie wir keinen Gottesliebe besser empfangen, sagen wir es so, wenn wir auch dafür bereit sind.

[17:35] Und wir wollen 5. Mose 8, Vers 6 aufschlagen. Da steht: "Und bewahre die Gebote des Herrn, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest." Das sehen wir, dass, wenn wir Gottes Gebote halten, es uns auch dazu führt, dass wir ihn fürchten.

[18:03] Und gerade in unserer Zeit, bald wissen wir ja, dass die dreifache Engelsbotschaft ganz wichtig ist. Es ist bedeutsam für uns zu lernen, was es bedeutet, Gott zu fürchten. Und gerade deswegen hat er uns seine Gebote gegeben.

[18:21] Auch in Sprüche 14, Vers 12, können wir vielleicht kurz aufschlagen. Sehen wir, dass, während seiner Redlichkeit wandelt, der fürchtet den Herrn. Er aber verkehrte Wege geht, der verachtet ihn.

[18:43] In 5. Mose 5, Vers 13, oder 5. Mose 13, Vers 4, Entschuldigung, da heißt es: "So sollst du den Worten eines solchen Propheten oder eines solchen Träumers nicht gehorchen, denn der Herr, euer Gott, prüft euch, um zu erfahren, ob ihr denn hier in euren Gott wirklich von ganzem Herzen und von ganzer Seele dem Herrn, eurem Gott, nachfolgt und ihn fürchtet und seine Gebote hält und seine Stimme gehorcht und ihm dient und ihm anhängt."

[19:30] Wenn wir uns also fragen: "Ja, Gott zu fürchten, das hört sich irgendwie so ein bisschen altertümlich an. Was kann ich darunter verstehen?" Dann merken wir, damit gehen verschiedene Dinge einher. Nämlich, dass wir, wie es hier heißt, in Vers 5, dass wir ihm nachfolgen. Das ist ein Gebot, seine Stimme gehorchen, ihm dienen und ihm anhängen. Das sind alles Aspekte einer gelungenen Beziehung zwischen Gott und uns.

[20:15] In 1. Mose 15, Vers 13, sehen wir, dass die Furcht Gottes uns auch zum Schutz dient. "Und das ganze Volk soll es hören und sich fürchten und nicht mehr vermessen sein." Also, da geht es auch wieder um die Worte Gottes, die Israel hören sollte, damit es nicht mehr weiterhin vermessen ist.

[20:42] Da gibt es auch ganz ähnliche Verse: 14. Mose 13, Vers 11, 5. Mose 10, Verse 20 und 21. Es könnt ihr gerne auch zu Hause nachschlagen. Die Furcht Gottes bewahrt uns davor, Fehler zu machen, Böses zu tun.

[21:03] Das sieht man zum Beispiel auch, als es klingt zumindest an, bei dem ersten Mal, wo Gottesfurcht überhaupt in der Bibel erwähnt wird. Das ist in 1. Mose 22, Vers 11. Da sprach Abraham: "Weil ich dachte, es ist gar keine Gottesfurcht an diesem Ort, darum werden sie mich wegen meiner Frau umbringen." Abraham musste sozusagen um sein Leben fürchten, weil er dachte, es gibt keine Gottesfurcht in dem Land.

[21:50] Und auch in Sprüche 16, Vers 6, das könnt ihr auch wieder zu Hause nachschlagen, sehen wir, dass Gottesfurcht uns davor zurückhält zu sündigen.

[22:04] Denn 5. Mose 28, 5. Mose 28, Vers 58. Das ist ja bekannt als das Kapitel von Segen und Fluch. Da steht geschrieben: "Wenn du nicht darauf achtest, wie jetzt alle Worte dieses Gesetzes zu tun, die in diesem Buch geschrieben sind, so dass du diesen herrlichen und furcht gebietenden Namen, den Herrn, deinen Gott, fürchtest, so wird er dich und dein Samen mit außerordentlichen Plagen treffen."

[22:43] Also zeigt es uns auch, dass wir die Folgen der Sünde zu tragen haben, wenn wir uns nicht an Gott halten. Und wie wir bereits in 5. Mose 5, Vers 29 gelesen haben, ist es ja gerade das, was Gott nicht möchte. Gott möchte uns vorüber bewahren.

[23:08] Deswegen gibt er uns eingesetzt, weil der Lektion auch ein neutestamentlicher Text angegeben. Ihr, Epheser 2, dort schlagen wir für die Verse 1 bis 10 auf.

[23:20] Epheser 2, Verse 1 bis 10. Die an sich sehr langen sind, trotzdem lesen wir sie einmal. Hier steht auch: "Euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt, nach dem Lauf dieser Welt, dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt, unter ihnen führt. Nach uns alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten, und wir waren von Natur aus Kinder des Zorns, wie auch die anderen."

[24:06] "Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr gerettet und hat uns mit auferweckt und mit versetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch; Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich jemand rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott vorbereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen."

[25:05] Ein etwas schwieriger Text. Am Anfang dachte ich, wenn es euch so geht, dass wir es erstmal lässt und vielleicht nicht alles versteht, kann ich euch ermutigen, zweimal hinzuschauen. Gott hat mir vor einiger Zeit ein schönes Bild gegeben, das ich jetzt mit euch teilen möchte. Und zwar haben wir von unseren Nachbarn sehr viele leckere Mirabellen bekommen, dass wir so viel, hat man gar nicht alles essen können.

[25:38] Und ich wollte dann einem Verwandten in Amerika davon etwas abgeben, als ich wollte ihnen daran teilhaben lassen. Also habe ich mich an die Arbeit gemacht, die Mirabellen gewaschen, aufgemacht, um sie zu trocknen, dann mit einem Päckchen zu verschicken.

[26:05] Und eines Tages saß ich dann mit meiner Mutter am Küchentisch und machte eben die Mirabellen auf. Es ging ein bisschen schwer für euch ziemlich von der Seite und meint: "Also, du machst dir da eine Arbeit, die Mirabellen gehen so schlecht vom Kern, und wenn du dann auch noch trockenes da, bleibt nicht viel übrig. Ach, die Arbeit würde ich mir nicht machen."

[26:39] Und in dem Moment war meine Reaktion: "Immer, wenn das die einzige Art und Weise ist, wie ich den Bruder daran teilhaben lassen kann, dann mache ich mir gerne die Mühe, denn sonst könnt ihr ja gar nichts davon haben."

[26:57] Und Gott hat mich im Nachhinein darauf aufmerksam gemacht, dass es ihm oft wie uns oder wir mit den getrockneten Mirabellen geht. Ihr müsst euch vielleicht fragen, was ist da die Verbindung? Nun ja, Gott hat so viele wunderbare Wahrheiten und was er an Erkenntnis hat, das übersteigt unseren Verstand. Jetzt möchte er uns daran teilhaben lassen.

[27:31] Und deshalb hat er seine Wahrheit so konserviert, könnte man sagen, dass sie für alle Zeitalter gültig ist. Gott hat die Brücke geschlagen zwischen seinem großartigen Verstand und unserer begrenzten Erkenntnis. Gott hat Menschen benutzt, um diese weite, ja, ja, diese weite Distanz zwischen ihm und uns zu übermitteln.

[28:11] Und so hat er eben auch Paulus benutzt, der manchmal ein bisschen schwierig in seiner Ausdrucksweise ist. Aber das sollte uns zeigen: Die Wahrheit, die wir hier lesen, ist trotzdem aus dem Himmel. Es ist ein Stück Himmel auf Erden, dass Gott uns in seinem Wort gegeben hat. Und viel zu oft unterschätzen wir das. Viel zu oft denken wir uns: "Naja, verstehe ich jetzt nicht, dann gehe ich eben weiter."

[28:46] Es lohnt sich, diese himmlische Güte auszuschöpfen.

[28:55] Also, was wir hier mitnehmen können, zurück zu Epheser 2, ist erstmal ganz grundlegend, dass Gott vor Liebe und Gnade und Barmherzigkeit und Güte ist. Gott hat uns geliebt, als wir noch Sünder waren. Und durch Gottes Gnade kam auch Jesus hier auf die Erde, um für uns zu leben und für uns zu sterben.

[29:23] Erlösung geschieht aus Glauben, aber selbst den Glauben können wir nicht aus uns selbst hervorrufen, sondern er wird bewirkt durch Gottes Gnade und ist somit auch ein Geschenk.

[29:43] Jetzt, was bedeutet Erlösung? Erlösung bedeutet ja, von etwas erlöst wurde, von etwas gerettet zu werden. Matthäus 12, Vers 21 macht Gott ganz klar: Das sind unsere Sünden, die weg müssen.

[29:59] Und dann verwendet hier Paulus das Bild eines Toten, der wieder lebendig wird, der aufersteht, um die Erlösung zu veranschaulichen. Er beschreibt vorher das Leben in Sünde, das weltlich ist, ja, ist es hier, ist von den Söhnen des Ungehorsams die Rede. Er sagt auch, wir waren von Natur aus Kinder des Zorns und wir haben die Begierden des Fleisches erfüllt. Dann schritt Gott ein und er machte uns Gläubige lebendig.

[30:38] Kolosser 2, Vers 2, nutzt auch diesen Begriff der Kraftwirkung Gottes. Christus ist für uns gestorben, hat sich für die Erlösung des Menschengeschlechts hingegeben. So schreibt in dem Buch "Heavenly Light" heißt es, das ist leider nicht auf Deutsch verfügbar, aber es ist ein anderes Buch.

[31:07] Diejenigen, die dieses große Opfer Christi zu schätzen wissen, erhalten vom Erlöser das kostbarste aller Geschenke: ein reines Herz. Das haben wir ja studiert, davon gekommen. Sie machten eine Erfahrung, die wertvoller ist als Gold, Silber oder Edelsteine. Sie sitzen in den himmlischen Regionen, wie wir hier in 4, 6 gelesen haben, in Christus und genießen in Gemeinschaft.

[31:38] Christus und genießen in Gemeinschaft mit ihm die Freude und den Frieden, die nur er geben kann. Sie lieben ihn mit Herz, hört gut zu, sie lieben ihn mit Herz, Verstand, Seele und Kraft und wissen, dass sie sein mit Blut erkauftes Erbe sind. Ihr geistliches Augenlicht wird nicht durch weltliche Politik oder weltliche Ziele getrübt. Wir sind eins mit Christus, wie er einst mit dem Vater ist.

[32:19] Wenn wir uns bewusst machen, was Christus für uns getan hat, dann schenkt er uns auch dieses Herz, den Verstand, die Seele und die Kraft, ihn zu lieben.

[32:36] Lasst uns weitergehen zu 5. Mose 4, 37. Und weil deine Geliebte und ihren Samen nach ihn erwählt hat, hatte dich mit seinem Angesicht durch seine große Kraft aus Ägypten herausgeführt. Also Gottes Befreiung aus Ägypten war eine Liebestat. Und das wird vor allem dann traurig und tragisch, wenn Israel sagt: „Wir wären lieber in Ägypten geblieben und dort gestorben, denn der Herr hat uns gehasst.“ Aber dazu kommen wir sicherlich noch.

[33:26] Ein 5. Mose, Vers 15, sagt Gott uns zu: „Dennoch hatte er allein deine Eltern im Herzen zugewandt, dass er sie liebt. Der hat einen Samen nach ihnen aus allen Völkern der Welt, nämlich euch, wie es heute der Fall ist.“

[33:51] Gott sagt, er hat Israel besonders erwähnt. Es ist nicht, weil Israel, erfahren wir an anderer Stelle, ein besonders großes Volk war oder irgendetwas dafür getan hätte, sondern Gott hat es ausgesucht, so wie Gott dich und mich aussucht und uns lieb hat.

[34:14] Gott hat auch den Fluch in einen Segen umgekehrt, denn er hat mehr Freude daran zu segnen als zu verfluchen. Und Israel erfuhr Gottes Liebe. Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt, denn wir können viel über Liebe reden, aber wichtig ist es, dass wir Gottes Liebe selbst erfahren.

[34:38] Schlag mit mir gemeinsam Johannes 14, Vers 15 auf. Wo es heißt: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.“ Ein ganz kurzer Vers, ein ganz kurzes Gebot. „Haltet meine Gebote, wenn ihr mich liebt.“ Und das ist für uns ein Punkt, an dem wir uns selbst auch prüfen können.

[35:15] In Johannes 15, Verse 13 und 14, ein paar Verse weiter, wird das Ganze noch ein bisschen ausgeführt. Da sagt Jesus: „Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete.“

[35:45] Und das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Jesus nennt uns seine Freunde, aber er sagt: „Wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete.“

[35:57] Unsere Freundschaft zu Jesus wächst dann, wenn wir näher zu ihm kommen, wenn wir uns auch an seine Gebote halten.

[36:06] Und dann schauen wir uns noch 2. Johannes 6 an. Ein kleines Buch. Dort Vers 6. Da steht: „Und darin besteht die Liebe, dass wir nach seinen Geboten wandeln.“ Dies ist das Gebot, wie ihr es von Anfang an gehört habt, dass ihr darin wandeln solltet. Man könnte fast sagen, es ist das erste Gebot.

[36:35] Wie Jesus über 5. Mose 6 spricht: „Darin besteht die Liebe, dass wir nach seinen Geboten wandeln.“ Und es gibt immer wieder Christen, die sagen: „Ich brauche die Gebote Gottes nicht zu halten. Es reicht ja, wenn ich ihn lieb habe.“ Das sagen wir ganz ehrlich. Wenn man jemanden lieb hat, dann tut man auch gerne was für einen, sagt man.

[37:09] Und fast noch entscheidender ist, ich glaube, oft liegt es daran, dass wir Gottes Liebe zu uns nicht erkennen und daraufhin seine Gebote hinterfragen. Denn sind wir uns sicher, wären, dass Gottes Gebote das Beste sind, was uns passieren kann, das Beste, was wir tun können, dann fragen wir nicht mehr.

[37:36] „Wir haben Gott sagt, ich soll nicht lügen.“ Trifft das jetzt wirklich auf meine Situation zu? Kann er da nicht mal eine Ausnahme machen? Nein, dann wissen wir, es ist das allerbeste, was uns passieren kann.

[37:55] Schauen wir uns noch 5. Mose 5, Vers 9 an. Zurück zu 5. Mose. Da heißt es: „Biete sie nicht an, also die Bilder, und diene ihnen nicht, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote erhalten.“

[38:35] Gott will uns seine Gnade erweisen. Gott hat, Gott wird nichts Böses im Schilde. Nein, er möchte uns Gutes tun, wir möchten uns gnädig sein.

[38:50] 5. Mose 7, Vers 9, zwei Kapitel weiter. „So erkenne nun, dass der Herr, dein Gott, der wahre Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren, auf tausend Generationen.“

[39:08] Es ist ein Bund, an den Gott sich selbst hält und an den wir uns auch halten, indem wir uns nach seinen Geboten richten.

[39:20] Es gibt viele Gründe, warum wir Gott lieben sollten und warum Gott wirklich liebenswert ist. Es war auch die Frage im Lektionsheft: „Aus welchen Beweggründen liebst du Gott?“ Wenn ich denke, das ist eine Frage, über die jeder von uns sich Gedanken machen sollte, jeder seine persönliche Antwort darauf haben.

[39:46] Als Beispiel möchte ich euch zehn Gründe geben, nach den zehn Geboten, warum Gott für mich persönlich liebenswert ist.

[40:04] Es gibt mindestens fünf Gründe, und ich habe vor kurzem einen Aufsatz gelesen. Ich kann garantieren, dass Gottes Gnade genug ist, aber ich kann nicht garantieren, dass dieser Aufsatz vollständig ist und ebenso keine Garantie, dass diese zehn Gründe ausgezeichnet sind. Aber Gott ist Liebe. Das ist schon mal Punkt Nummer eins.

[40:31] Warum wir Gott lieben sollten, weil wir erfahren haben, wie er mit uns umgeht, wie viel es ihn gekostet hat, dass er uns immer nachgegangen ist. Damit geht Punkt Nummer zwei. Ein Herr, Gott ist treu.

[40:50] So wie es auch in 1. Korinther 10, Vers 13 heißt, oder 1. Thessalonicher 5, 24: „Gott ist treu, er bleibt verlässlich, auch wenn wir uns von ihm abwenden.“

[41:08] Dann, dass noch eine weitere Eigenschaft Gottes, dass er barmherzig ist. So wie wir in Lukas 6, 36 lesen: „Darum seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist.“ Gott erbarmt sich über uns, wenn wir in Sünde fallen. Gottes darüber traurig und es schmerzt ihn selbst.

[41:34] Ein weiterer Grund ist eben Gottes Güte, dass sein Wohlwollen uns gegenüber, denn Gott möchte uns nur Gutes tun. Und das müssen wir uns so in unser Denken einprägen: Gott möchte nur Gutes mit uns.

[41:57] Und ein fünfter Punkt ist vielleicht, dass Gott geduldig mit uns ist. Gott, Gottes Gnade währt solange.

[42:09] Und in seiner Demut hält er sich zurück, er steckt uns nicht über, sondern er lässt uns die Freiheit, uns für ihn zu entscheiden.

[42:22] Fünf Dinge, die Gott für mich getan hat, sind: Er hat uns seinen Sohn gegeben, dass wir überhaupt von Sünde freikommen können.

[42:31] Dann hat er uns geschaffen. Er hat die ganze Welt geschaffen. Und wenn wir das lesen, wie Gott schon alles für den Menschen vorbereitet hat, dass es uns gut gehen kann, dann ist es doch auch ein Grund, seine Liebe in der Schöpfung zu sehen.

[42:51] Gott hat uns sein Wort gegeben. Und ich, vor kurzem ging es mir so, dass ich zu Hause am Schreibtisch saß, etwas studiert habe und nicht so ganz verstanden habe, was Gott damit sagen möchte. Aber dann fiel mein Blick auf etwas anderes und ich habe das weiter studiert. Meine Frage war immer noch offen, aber vielleicht seht ihr es auch so: In der Bibel gibt es so ein Netz aus Ideen, wo alles schon irgendwie miteinander verknüpft ist.

[43:28] Aber ebenso ein großes Netz. Und diese beiden Dinge, das was ich später studiert habe und das fast eigentlich am Anfang meine Frage war, weil mein Denken ungefähr so weit wie möglich voneinander entfernt, aber Gott hat das wunderbar miteinander verknüpft.

[43:48] So, dass ich am Ende sehen konnte, was ich die ganze Zeit studiert habe. Es war die Antwort auf meine Frage von davor. Und ich hätte fast den Stuhl umgeschmissen, so dankbar. Weiß Gott, wie er wirkt. Hoffe, ihr habt auch Erfahrungen gemacht, wie es ist, Gottes Wort zu studieren, daraus Neues zu erkennen.

[44:13] Und dann können wir auch Gott danken, dass es so ein bisschen ähnlich wie mit seinem Wort auch in unserem Alltag steht Gott uns immer wieder bei. Gott hat uns den Heiligen Geist geschenkt. Das ist Punkt Nummer zehn, würde ich sagen.

[44:35] Neben dem Alltag, Punkt Nummer neun, ist ein zehnter Grund, Gott zu lieben, dass er uns den Heiligen Geist schenkt. Und der Heilige Geist uns in die Wahrheit leitet und unterweist, was wir tun sollen. Ähnlich wie Gott uns ein Gesetz gegeben hat.

[44:57] Nun wollen wir den Donnerstag nicht ganz vernachlässigen. Deswegen gehen wir noch einmal geschwind zu Markus 12.

[45:13] Markus 12, und da heißt es ab Vers 28: „Er trat einer der Schriftgelehrten herzu, der ihren Wortwechsel zugehört hatte, und weil er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das erste Gebot unter allen?“ Und wie wir schon vorher gesehen haben, hat Jesus genau mit 5. Mose 6 geantwortet.

[45:43] Ich glaube, in dem Denken der Juden und auch dieser Schriftgelehrten muss es jetzt schon mit gerettet haben, als Jesus sagt: „Das erste Gebot unter allen ist: Höre, Israel, Schma Israel, der Herr, unser Gott, ist Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit seiner ganzen Kraft. Dies ist das erste Gebot.“

[46:16] Und das zweite ist ihm vergleichbar. Darauf kommen wir nächste Woche noch genauer. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: „Recht, Meister, es ist in Wahrheit so, wie du es sagst, dass es nur einen Gott gibt.“

[46:33] Schließt das die Lehre der Dreieinigkeit aus? Ich denke nicht. Vielmehr geht es darum, dass wir es auch tun. Später bei Paulus sehen, dass Gott unser Gott allein ist und wir keine anderen Götter neben ihm haben, so wie auch Lucia die Götter ausgerottet hat.

[46:55] Es gibt nur einen Gott und keinen außer ihm. Und ihn zu lieben und mit ganzem Herzen, mit ganzem Verständnis, mit ganzer Seele und mit aller Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst. Das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.

[47:14] Und im Wald kommentiert das, dass sie sagt: „Hier ist es wunderte sich über die Weisheit, die der Schriftgelehrte hatte, denn der Verstand, dass es etwas Höheres gibt als diese ganzen rituellen Brandopfer und Schlachtopfer, die alle ihren Nutzen hatten und gut waren, aber sie wollten eigentlich nur eines vermitteln, dass der Herr unser Gott ist, dass er uns Erlösung schenkt, dass er uns liebt.“

[47:51] Sie schreibt: „Der Schriftgelehrte war dem Reich Gottes nahe, weil er erkannt hatte, dass Taten der Gerechtigkeit Gott angenehmer sind als Brandopfer, Schlachtopfer. Aber noch vermochte er nicht die Göttlichkeit Christi zu erfassen und durch den Glauben an ihn die Kraft zu erhalten, die Werke der Gerechtigkeit auch zu vollbringen.“

[48:13] Die rituellen Handlungen blieben so lange wertlos, als sie nicht durch den lebendigen Glauben mit Christus verbunden waren. Selbst das Sittengesetz verfehlt seinen Zweck, wenn es nicht in seiner Beziehung zum Heiland verstanden wird.

[48:33] Wiederholt hatte Christus darauf hingewiesen, dass das Gesetz seines Vaters einen tieferen Gehalt habe als bloße, allen obrigkeitliche Befehle. Umgesetzt wird der gleiche Grundsatz verkörpert wie im Evangelium. Das Gesetz, was den Menschen auf seine Pflichten hinweist und ihm seine Schuld aufzeigt. Auf Christus muss er schauen, wenn er Vergebung erlangen und Kraft erhalten will, das zu tun, was das Gesetz gebietet.

[49:08] Zuhause dürft ihr zum Abschluss noch Jeremia 32, 38 bis 41 lesen. Dort ist noch mal ganz schön der Bund, den Gott mit uns schließen möchte, dass er sein Gesetz in unser Herz geben möchte.

[49:29] Aber für heute soll uns das einmal genügen. Auf Christus muss er schauen, wenn er Vergebung erlangen und Kraft erhalten will, das zu tun, was das Gesetz gebietet.

[49:46] Lasst uns gemeinsam beten, dass Gott uns ein Herz schenkt, ihm zu gehorchen und viel noch besser erkennen, wie Gott ist.

[49:57] Ich habe auch beobachtet, Gott muss ich schätze ich wirklich auf diese Gesetzgebung am Hort gefreut haben, denn er konnte dann Israel, seinem Volk, ganz nahe kommen. Und er war mit Israel, gab sein Gesetz ein Ausdruck seines Charakters. Dann muss Jesus sich gefreut haben, wenn auch im viel Leid und Vorstand auf die Erde zu kommen, seinem Volk nahe gewesen zu sein und sein Leben kein Ausdruck des Charakters Gottes.

[50:37] Und jetzt im Himmel freute er sich so darauf, dass die Erlösten einmal zu ihm gesammelt werden und er dann seinen Charakter in aller Schönheit offenbaren kann. Möchtest du dabei sein?

[50:52] Ich freue mich darauf und es ist mein Wunsch und mein Gebet, das zu erleben. Lasst uns gemeinsam beten.

[51:02] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass dein Wort uns so überzeugt, dass du Liebe bist. Danke, dass dein Wort voll von Botschaften deiner Liebe ist und dass auch dein Gesetz uns zum Besten dient. Herr, lass es uns nicht als trockene Befehle annehmen, sondern lass es eine Sehnsucht nach dir und danach, deinem Charakter ähnlicher zu werden, in uns auslösen.

[51:42] Ich danke dir, dass wir einmal in Herrlichkeit noch mehr über deinen Charakter lernen dürfen und somit jedem von uns an diesem Tag, in dieser Woche, in der nächsten Zeit, lasst uns persönliche Erfahrungen mit dir machen, dass wir dich noch besser kennen und lieben lernen. Darum bitten wir im Namen Jesu.


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