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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH 5 II.Q.22

In dieser Lektion der Christ Study Hour 2022 Q2 taucht Rabea Kramp tief in das Buch Genesis ein und beleuchtet die Geschichte der Bevölkerung der Erde nach der Sintflut. Sie erklärt die Bedeutung der Nachkommen Noahs, Sem, Ham und Jafet, und wie ihre Handlungen die zukünftigen Völker prägten. Die Lektion thematisiert die moralischen Verfehlungen, die zum Turmbau zu Babel führten, und die tiefgreifenden Konsequenzen von Sünden und deren Vergebung im biblischen Kontext.


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Serie: Christ Study Hour 2022 Q2: Genesis - Das Buch vom Anfang

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Transkript

[0:31] Hallo und herzlich willkommen zur CSH Nummer fünf in diesem Quartal, wo es über das erste Buch Mose geht. Wir befinden uns heute in der Geschichte der Bevölkerung der Erde und dem Turmbau zu Babel. Gott hat seine Arche, seine acht Menschen gerettet, die ihm treu geblieben sind, hat den Regenbogen in den Himmel gesetzt und einen Bund mit ihnen gemacht. Und genau da knüpfen wir heute an und da geht es weiter. Es geht um die Söhne Noahs, die die Erde bevölkern und die Menschen, die den Turmbau zu Babel gemacht haben. Und das sind unglaublich spannende Abschnitte, die wir zusammen studieren wollen. Und bevor wir ins Wort Gottes einsteigen, beten wir zusammen.

[1:25] Lieber Vater im Himmel, Herr, du hast Mose diese ganzen interessanten Geschichten aufschreiben lassen, zur Lehre. Du wolltest, dass wir etwas dadurch verstehen, wer du bist und wie du denkst, wie du handelst. Herr, wenn wir heute darüber nachdenken, wie die Söhne Noahs einen Neuanfang gemacht haben, wie die Erde neu bevölkert wurde nach dieser ersten großen globalen Katastrophe und wie dann wieder die Menschen ins Unglück gerannt sind beim Turmbau zu Babel. Herr, dann lass uns durch diese Abschnitte und Kapitel verstehen, was das ganz persönlich für uns und unser eigenes Leben zu tun hat. Sprich mit dem Heiligen Geist zu uns und lehre uns. Amen.

[2:23] Das Thema der heutigen Lektion heißt: "Alle Völker und Babel". Und es geht tatsächlich um viele Völker, wie wir nachher sehen werden. Wir beginnen in 1. Mose Kapitel 9, ab Vers 18. Dort heißt es: "Die Söhne Noahs aber, welche die Arche verließen, waren Sem, Ham und Jafet. Und Ham ist der Vater Kanaans." Die Söhne Noahs werden hier zum ersten Mal erwähnt und auch mit Namen erwähnt. Es wird vorher schon gesagt, dass Noah Söhne hat, die mit ihm in die Arche gehen, aber hier werden die Namen Sem, Ham und Jafet zum ersten Mal erwähnt. Sem heißt nichts weiter als "Name", bedeutet "geschwärzt" oder "sonnenverbrannt". Und Jafet bedeutet "weitere Ausbreitung". Das sind die Bedeutungen der Namen.

[3:22] Und wie schon erwähnt, gab es im Gebet so einen Neustart, einen Reset sozusagen, den Gott gemacht hat, nachdem er die Erde mit der Sintflut bedeckte. Alle Menschen dahingerafft wurden, die Gott nicht gehorchen wollten, und er nun mit dieser Familie Noahs ein Neuanfang beginnt. Wir lesen in Vers 19: "Von diesen drei Söhnen Noahs wurde die ganze Erde bevölkert." Und man kann es sich ja heutzutage vielleicht gar nicht mehr vorstellen, wie das gehen mag. Es mag Jahrhunderte gedauert haben, und es hat Richtungen und Länder erreicht, die ja, die heute immer noch so sind. Die Völker sind teilweise immer noch dort, wo die Bibel sie verortet in diesem Kapitel, das wir heute studieren wollen.

[4:19] In Vers ab Vers 20 heißt es: "Noah aber wurde nun ein Landmann und legte einen Acker an." Als er aber von dem Wein trank, wurde er betrunken und entblößte sich in seinem Zelt. Wir merken ganz schnell, dass diese Einführung der Söhne, die die Erde bevölkern sollten, einen Bruch bekommt. Es geht auf einmal um Noah und um eine unschöne Geschichte, die sich ereignet hat. Und wir können sehen, dass es eigentlich ein Einschub gibt. Vers 18 und 19 werden hier abgeschnitten oder abgebrochen. Es kommt diese Geschichte von Noah, und Kapitel 10, Vers 1 knüpft dann wieder an Vers 19 an, und dann wird uns erklärt, wie genau die Erde bevölkert wurde.

[5:10] Noah wurde ein Landmann. Man könnte auch sagen, ein Ackerbauer. Hebräisch heißt das Wort "Chokel", was so viel heißt wie "Mann des Erdbodens". Und das war ja der ursprüngliche Auftrag, den die Menschen von Gott bekommen haben, nämlich die Erde zu bebauen und zu bewohnen und zu bevölkern.

[5:33] In Vers 21 wird das Wort "Wein" hier zum ersten Mal in der Bibel erwähnt. Und es ist immer ganz interessant, wenn man feststellen kann, wo ein Wort in der Bibel zum ersten Mal aufkommt, denn das gibt immer so ein bisschen auch die Definition und die Idee, ja, wobei es worum es bei diesem Wort geht, wenn es auch in den anderen Büchern der Bibel erwähnt wird. Wir finden aber nicht nur das Wort "Wein" an dieser Stelle das erste Mal, sondern es kommt im Zusammenhang mit der Betrunkenheit und der Blöße vor, wie wir in Vers 21 gelesen haben. Und diese drei Aspekte – der Wein, die Trunkenheit und die Blöße – ist tatsächlich ein kontextuelles Muster, was wir hier öfter in der Bibel finden. Zum Beispiel in Offenbarung 17, wo es ja um die Babylon geht, die mit dem Wein die Völker trunken macht. Und eine beinhaltet ja per se auch Endlösung. Das heißt, wir bekommen in Offenbarung 17 genau auch diese drei Aspekte geliefert. Und ebenso in Offenbarung 14, Vers 8, geht es um dieses Thema.

[6:52] Zwischen 1. Mose 9, Vers 17, wo es ja den Bund mit dem Regenbogen gab, und 1. Mose Kapitel 12, wo es dann nachher um Abraham geht, liegen ja rund 300, 400 Jahre. Und aus diesen Jahrhunderten sind nur zwei Geschichten überliefert. Und das ist ganz spannend, sich die Frage zu stellen, warum ist das so? Oder welche Geschichten, warum hat Gott diese Geschichten ausgewählt und sie Mose gezeigt, dass er genau diese zwei Geschichten aufzeichnen soll? Nämlich die Trunkenheit Noahs und den Turmbau zu Babel. Eine lange Zeitperiode, ein langer Zeitabschnitt, aber nur diese zwei Geschichten exemplarisch. Man könnte sagen, diese beiden Geschichten erzählen vom moralischen Verfall der Menschheit, der sehr schnell vonstatten geht, obwohl die Menschheit wieder einen Reset gehabt hat, quasi wieder von vorne anfangen muss, ist doch der moralische Verfall recht schnell passiert.

[8:02] Wir lesen weiter in Vers 22: "Und Ham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und erzählte es seinen beiden Brüdern draußen." Einer der Söhne Noahs, seinen Vater im Zelt, wie er betrunken da lag, seine Scham entblößt war. Und Ham betrachtet hier vorsätzlich die Blöße seines Vaters, ohne dabei Scham zu empfinden. Das war eine sehr natürliche Reaktion. Natürlich wäre es gewesen, wäre er ausgegangen aus dem Zelt, hätte selber sich geschämt oder es haben empfunden bei dem, was er gesehen. Und allen weit bezeichnet dieses Verhalten, das Ham an den Tag gelegt hat, tatsächlich als "Annet crime", auf Deutsch "natürliches Verbrechen". Noah war durch seinen Weingenuss betrunken und konnte sich in dem Moment nicht wehren. Er war ja nicht ganz bei Sinnen. Und sein Sohn Ham nutzt diese Situation aus.

[9:07] Ellen White sagt dazu in "Patriarchen und Propheten", Seite 94: "Wieder 'natürliches Verbrechen', damit ist dieses 'Annet crime' gemeint, dieser Wiener natürliche Frevel. Hamms machte deutlich, dass er kindliche Ehrfurcht schon lange nicht mehr kannte. In seiner Pietätlosigkeit zeigte sich ein hässlicher Charakter." Das sind sehr harte Worte, die wir hier über Ham lesen, und die zeigen uns, wie wir diesen Charakter einzuordnen haben. Es war ein schwieriger Charakter, war nicht von Respekt gegenüber seinem Vater geprägt.

[9:43] Und wir lesen im Gegensatz dazu in Vers 23: "Und Sem und Jafet nahmen das Gewand und legten es auf ihre Schultern und gingen rücklings und deckten die Blöße ihres Vaters zu und wandten ihre Angesichter ab, damit sie die Blöße ihres Vaters nicht sahen." Also Sem und Jafet verhalten sich hier völlig anders. In dieser Situation hatte Ham erzählt, was da in dem Zelt war und dass ihr Vater dort nackt und betrunken herumliegt, und er hatte sich darüber belustigt. Aber seine Brüder reagierten mit Mitgefühl auf diese unschöne Situation ihres Vaters Noah. Sem und Jafet taten das, was wir in Jakobus 5, Verse 19 und 20 lesen. Dort heißt es nämlich: "Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und es führt ihn einer zur Umkehr, so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken."

[10:53] Es geht hier vor allem um das Sünden zudecken. Jafet und sein Bruder Sem haben das im buchstäblichen Sinne getan, die Sünde des Vaters zugedeckt mit dem Gewand. Aber natürlich haben sie auch die Sache, ja, sie wollten, dass das jetzt nicht groß zutage tritt. Und die Bibel sagt, wenn wir das auch so tun, wenn wir sehen, wie jemand Sünde begeht und ihn zur Umkehr führen, dann wird ja dann werden wir die Sünden zudecken. Wir haben keinen Gefallen daran, diese Sünden beim Namen zu nennen, diese Sünden an den Pranger zu stellen und ja, die Person noch mehr zu schaden, als sie sich ohnehin selber schon schadet, sondern der christliche Charakter deckt diese Sünden zu.

[11:47] Noch deutlicher finden wir das im 1. Petrusbrief, Kapitel 4, Vers 8: "Vor allem aber habt innige Liebe untereinander, denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken." Wenn ich den anderen liebe, wenn ich meinen Nächsten liebe, dann habe ich kein Gefallen daran, seine Sünden laut alle Welt zu posaunen. Dann tue ich die Sünden er zu decken, aus Liebe zu ihm, um ihn nicht noch mehr zu schaden.

[12:13] Ellen White schreibt dazu Folgendes: "Die Ehrfurcht, mit der sich Sem, mit der sich dagegen Sem und Jafet ihrem Vater verhielten und damit vor dem göttlichen Gesetz für hieß ihnen und ihren Nachkommen eine lichtere Zukunft." Also dieses Verhalten von Sem und Jafet war auch Ausdruck ihres Charakters, ihres Charakters, der verbunden war mit Gott und auch geheiligt war.

[12:41] Vers 24: Als Noah nun von dem Wein erwachte und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn getan hatte, da sprach er: "Verflucht sei Kanaan! Ein Knecht der Knechte sei er seinen Brüdern!" Etwas beiläufig erfahren wir hier, dass Ham der jüngste Sohn ist. Das heißt, die Aufzählung der drei Söhne Sem, Ham und Jafet, die wir in Vers 18 gelesen haben, ist nicht chronologisch.

[13:13] Wir können durch ein paar andere Verse, die wir jetzt anschauen wollen, ihren, wie nun die genaue Reihenfolge der drei Söhne Noahs gewesen ist. Wir lesen dazu in 1. Mose Kapitel 11, Vers 10: "Dies ist die Geschichte Sems. Als Sem 100 Jahre alt war, zeugte er Arpachschad, zwei Jahre nach der Flut." Also Sem war zwei Jahre nach der Flut 100, ergo bei der Flut 98. In 1. Mose 7, Vers 6 lesen wir: "Und Noah war 600 Jahre alt, als die Wasser der Sintflut auf die Erde kamen." Also Noah war 600 bei der Flut, Sem war 98 bei der Flut. Und die dritte Bibelstelle finden wir in 1. Mose 5, Vers 32: "Und Noah war 500 Jahre alt, da zeugte Noah den Jafet." Und in Jafet. Also wenn Noah bei der Zeugung seines erstgeborenen Sohnes 500 Jahre alt war, dann muss sein erstgeborener Sohn, der ja Jafet ist, sein, denn dieser war bei der Flut 100 Jahre alt und somit älter als Sem, der 98 war, wie wir herausgefunden haben.

[14:31] Also eine ganz interessante Sache, dass wir nicht davon ausgehen können, dass die Erwähnung, die die Geburtenreihenfolge angibt, sondern dass wir in der Bibel nachprüfen müssen, wie die genauen Zahlen sind. Also die Reihenfolge ist: Jafet ist der Erstgeborene, dann kommt Sem, und dann kommt Ham als Jüngster.

[14:56] In Vers 25 haben wir gelesen, dass Noah den Kanaan verflucht. Man kann sich die Frage stellen, warum verflucht Noah den Kanaan und nicht den Ham? Denn der hat doch die Sünde begangen und nicht der Kanaan. Was wir erstmal daraus schlussfolgern können, ist, dass Kanaan schon gelebt haben muss. Noah nennt ihn ja mit Namen. Und wir können daraus schlussfolgern, dass diese Geschichte mit der Trunkenheit Noahs sich wahrscheinlich nicht unmittelbar nach der Flut ereignet haben kann, sondern erst einige Zeit später. Denn diese Söhne waren noch kinderlos auf der Arche. Und wenn Ham gelebt haben muss und vielleicht auch schon ein bisschen älter war und nicht nur ein Säugling, dann hat diese Geschichte doch einige Jahre oder Jahrzehnte nach der Sturmflut stattgefunden.

[15:51] Ellen White schreibt dazu im "Patriarchen und Propheten", Seite 490: "Diese schlechten Eigenschaften", meint die schlechten Eigenschaften Hams, "verehrten sich auf Kanaan und seine Nachkommen, die durch ihre fortgesetzte Schuld Gottes Strafgerichte heraufbeschworen." Das heißt, Ham hatte schlechte Charaktereigenschaften, aber Kanaan hatte sie auch. Er hat sie ja vererbt bekommen, Anführungsstrichen, die Erbsünde. An die glauben wir nicht, weil das ist eine Sache, die es in der Bibel nicht gibt. Ein Vater kann nicht die Sünden vererben auf seine Kinder, aber dass man weitergibt als Eltern, das sind schlechte Verhaltensweisen, das ist das schlechte Vorbild, was man gibt. Und das hat Ham getan. Natürlich färbt man gewisse Anlagen und gewisse Tendenzen, aber jeder Mensch kann sich frei und neu entscheiden, wie er leben möchte, ob mit Gott oder ohne Gott. Auch Kanaan hätte das tun können, aber er hat das schlechte Vorbild seines Vaters angenommen.

[17:00] Nun stellt sich die Frage: Wird Gott Kanaan für die Sünden seines Vaters bestrafen? Und da möchte ich mit euch in das Buch Hesekiel schauen. Eine Stelle, die gut ist, sie zu kennen, auch aus dem Kopf zu kennen, dass es hier heißt: "Hesekiel 18, Verse 19 und 20: 'Die Seele, welche sündigt, die soll sterben. Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen, und der Vater soll nicht die Missetat des Sohnes mittragen.'" So weit erstmal den Rest des Verses, ist nicht ganz relevant für uns heute, aber wir können daraus sehen, dass der Sohn nicht für die Fehler des Vaters bestraft werden kann.

[17:40] Nun ist es aber so, dass Kanaan hier bestraft, aber nicht wegen der Missetat seines Vaters, nicht wegen dieser einen Sünde, sondern weil Gott weiß, wie sich die Familie Ham, die Nachkommen Ham entwickeln werden. Das heißt, dieser Fluch, den er ausspricht, diesen Fluch über Kanaan, das ist kein magischer Fluch, wie eine magische Fluchformel, die dann eintritt, sondern es ist eher eine Weissagung. Und ganz interessant ist, was im "Patriarchen und Propheten" auf Seite 95 steht: "Noahs Weissagung war keine eigenmächtige Zornesandrohung oder Gnadenverkündigung. Sie lebte wieder Charakter oder Schicksal seiner Söhne fest, aber sie zeigte die Folgen der selbst erwählten Lebensweise und Wesensart, die jeder seiner Söhne entwickeln würde." Hier haben wir noch mal ganz schön zusammengefasst, dass die schlechten Verhaltensweisen von Kanaan selbst erwählt worden sind und dass er durch das schlechte Vorbild seines Vaters natürlich in diese Richtung sich entwickelt hat.

[18:48] Die Phrase "Vater Kanaan" finden wir ja in Vers 22 und Vers 18. Und das ist nicht ganz grundlos, denn Mose hatte hier etwas im Hinterkopf. Mose schrieb diese Geschichte auf und überhaupt diese Geschichten im ersten Buch Mose als Lehrbuch oder ja, als Instruktion für das Volk, für die Hebräer, für die Israeliten. Mose schrieb diese Sachen auf, als er noch in der Wüste im Midian war, bevor er überhaupt nach Ägypten zurückgegangen ist, um das Volk herauszuholen durch den großartigen Exodus. Und die Verflachung Kanaans war damals sozusagen für die Israeliten die gegenwärtige Wahrheit, denn die Hebräer waren ja von Gott dazu beauftragt und berufen und ausgesucht, die Kanaaniter auszurotten und das Land in Besitz zu nehmen, nämlich das Land Israel, wo die Kanaaniter lebten. Und Gott begründet hier in Kapitel 9, warum die Kanaaniter ausgerottet werden sollen und was die Mission der Hebräer nach dem Exodus aus Ägypten sein würde. Er gibt den Israeliten den Grund und sagt: "Die Kanaaniter stammen von Ham ab, und das ist eine Linie, die Gott nicht fürchtet. Das sind Menschen, die ohne Gott leben möchten, und deswegen habt ihr das Gericht über sie zu vollstrecken."

[20:29] Wir lesen weiter in Vers 26: "Und weiter sprach er: Gepriesen nämlich Noah spricht hier: Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems, und Kanaan sei sein Knecht." Hier haben wir diesen Segen über Sem im Gegensatz, im Kontrast zum Fluch über Kanaan.

[20:47] Und in Vers 27 haben wir ein kleines Wortspiel. Da sagt Noah: "Gott breite Jafet aus und lasse ihn wohnen in den Zelten Sems." Und Kanaan sei sein Knecht. Erfährt, das haben wir am Anfang erwähnt, heißt "weiter ausbreiten". Und Noah sagt hier: "Und breite Gott breite Jafet weiter aus." Also hier ein schönes Wortspiel, was natürlich im Hebräischen ein bisschen schöner herauskommt.

[21:13] Im "Patriarchen und Propheten" heißt es auf Seite 95 folgendermaßen: "Dazu an den Segnungen des Evangeliums sollten hauptsächlich die Nachkommen Jafets Anteil haben. Die Nachkommenschaft Kanaans sank in die entwürdigenden Formen des Heidentums ab, obwohl der Fluch der Weissagung sie zur Sklaverei verdammt hatte, hielt Gott das Verhängnis jahrhundertelang zurück. Er ließ ihre Gottlosigkeit und Verderbtheit zu, bis die Grenzen seiner Geduld erreicht waren. Dann gingen sie ihrer Besitztümer verlustig und wurden Knechte der Nachkommen Sems und Jafets."

[21:51] Also wir wissen ja aus der Linie von Sem sind die Semiten gekommen, das sind die Hebräer, das ist sozusagen die Heils-Linie, die aus Heber sprießt. Aber Ellen White erklärt hier, dass die Nachkommen Jafets die größten Segnungen am Evangelium, am neutestamentlichen Evangelium abbekommen haben.

[22:23] Und ganz interessant ist, was sie hier im letzten Teil des Zitats sagt, nämlich, dass die Kanaaniter zu Sklaven werden, ihre Brüder, also Sem und Jafet. Es ist leider heute nicht ganz genau und den ganzen zu erklären, wann die Kanaaniter von wem genau wie Sklaven wurden. Man müsste mehr Forschungen dazu betreiben, ist man kann es nicht ganz genau sagen, wie Völker haben sie auch vermischt, sie sind gewandert und es ist wirklich gar nicht so einfach zu erklären. Aber was wir aus diesem Zitat herausnehmen können, ist Gottes große Geduld, dass Gott so lange gewartet hat mit den Nachkommen Kanaans, bis sie wirklich dann in die Sklaverei geschickt wurden und bis sie dieses Gericht erdulden mussten. Ja, er hat Gott hat lange gewartet und daran können wir so schön sehen, dass Gott keine Freude hat anrichten. Gott wartet immer so lange wie möglich und zögert so lange wie möglich heraus, weil er immer noch auf Umkehr hofft.

[23:39] Das können wir in der ganzen Linie sehen. Interessant ist noch zu erwähnen, dass Jafet, obwohl er der Erstgeborene war, nicht der Träger der Heils-Linie war, sondern Sem als Zweitgeborener. Und das ist tatsächlich ein immer wiederkehrendes Prinzip und eine immer wieder kleine Sache, die mir in der Bibel finden, dass nicht der Erstgeborene das große Erbe antritt und die Heils-Linie fortführt. Wir können das sehen bei Jakob, wir können das sehen bei David, bei Salomon, bei Juda. Sie alle waren nicht die Erstgeborenen, manchmal die Zweite, manchmal die Achte und so weiter.

[24:12] Wir lesen weiter Vers 28: "Noah aber lebte nach der Sintflut noch 350 Jahre, und die ganze Lebenszeit Noahs betrug 950 Jahre, und er starb." Noah war einer der Menschen, die am längsten gelebt haben. Es gab nur einen Menschen, der noch länger gelebt hat als Noah, und das war Methusalah. Um das mal ein bisschen historisch einzuordnen: Noah starb zwei Jahre nach der Geburt Abrahams. Ich habe vorhin erwähnt, dass zwischen Kapitel 9 und 11 einige Jahrhunderte liegen und es tatsächlich...

[24:48] Jahrhunderte liegen und es ist tatsächlich so, dass Noah immer noch gelebt hat, als Abraham geboren wurde. Sam war somit als Sohn Noahs immer noch ein Zeitgenosse Abrahams. Und das ist ganz interessant, wenn man diese Zeitscheiben so ein bisschen übereinanderlegt, bekommt man ein bisschen ein komplettes und tolles Verständnis darüber, welche Personen eigentlich zeitgleich gelebt haben. In biblischen Zeiten lebte Sam zum Beispiel zehn Jahre nach der Hochzeit von Isaak und Rebekka. Und weitere dazu im Patriarchen Propheten, Seite 97, nur der treue Prediger der Gerechtigkeit lebte noch 350 Jahre nach der Flut. Sam noch 500 Jahre. Ihre Nachkommen hatten also die Möglichkeit, Gottes Forderungen und die Geschichte ihrer Vorväter kennenzulernen. Aber über diese ihnen so widerwärtigen Ehren wollten sie gar nichts hören. Eine traurige Begebenheit, ein trauriger Fakt, dass es diese Zeitzeugen gab, die aber nicht gehört werden wollten von den Menschen, die dann geboren wurden und die dann die Erde bevölkert haben. Was für ein großer Schatz an Wissen und an Weisheit muss das gewesen sein und wie traurig, dass ihre ihr Rat und ihre Weisheit nicht so geschätzt wurden. Sie hätten ein großer Segen sein können.

[26:24] Es gibt aber tatsächlich auch einige außerbiblische Hinweise oder Erinnerungen oder auch Motive, die wir in anderen Religionen, Kulturen finden. Zum Beispiel im berühmten Gilgamesch-Epos, das ja viele Jahrhunderte nach der Flut entstand. Und da geht es darum, dass Gilgamesch jemanden namens Utnapischtim aufsuchte und eigentlich wollte Gilgamesch das Geheimnis des ewigen Lebens erfahren. Utnapischtim, der die Flut überlebt hatte und 950 Jahre alt wurde, war natürlich prädestiniert dafür, zu erzählen, wie man langes oder ewiges Leben bekommt. Und Utnapischtim erzählte aber nicht nur, wie er zu seinem langen Leben kommt, sondern erzählte ihm vor allem von einer weltweiten Flut, die er auf einem Kasten, in einem Kasten auf dem Wasser überlebt hat. Also wir können hier sehen, dass auch in diesen anderen Kulturen nach der Sinnflut diese Ideen von ja, dem Wasser, was die Erde komplett bedeckt hat, immer noch vorherrschen. Und dass da diese Sagen und diese eben davon sprechen.

[27:54] Wir hatten erwähnt, dass Noah 950 wurde. Utnapischtim wurde 969 Jahre und somit gab es niemanden, kein Menschen auf der Welt, der 1000 Jahre wurde. Und ich habe mir die Frage gestellt, viel gibt es da in tieferen Sinn, dass kein Mensch mehr als 1000 Jahre gelebt hat. Nun, eine Antwort könnte sein, dass wir ja nach der Wiederkunft 1000 Jahre mit Gott im Himmel sein werden. Wir werden Gericht halten mit Gott über all diejenigen, die Gott nicht gehorcht haben, die die Erlösung durch das Evangelium nicht in Anspruch nehmen wollten. Und wir werden richten über Satan und seine bösen Engel. Das heißt, alle Erlösten, die Erlösten aller Zeiten werden noch vor der Ausrottung der Sünde, die ja nach 10.000 Jahren passiert, noch vor der Ausrottung der Sünde werden wir mehr Zeit, nämlich 1000 Jahre in völliger Harmonie im Himmel verbracht haben, als auf der sündigen Erde in unserem sündigen Körper. Und dann zeigt sich, finde ich so schön, die Güte Gottes und die Liebe Gottes, dass er uns das erleben lässt, dass wir die 1000 Jahre mit ihm zusammen sein können und sagen können, ich habe mehr Zeit mit Gott verbracht, als in der sündigen Welt, bevor die Sünde dann komplett ausgerottet wird.

[29:31] Wir nähern uns Kapitel 10 und wollen dort einsteigen. In Vers 1: Dies ist die Geschichte der Söhne Noahs: Sem, Ham und Jafet. Und nach der Sintflut wurden ihnen Söhne geboren. Die Söhne Jafets waren Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, Meschech und Tiras. Die Söhne Hams aber auch Kusch, Mizraim, Put und Kanaan. Und die Söhne Sems: Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram. Wir können heute leider nicht mehr gänzlich klären und herausfinden, welche ethnischen Gruppen sich hinter diesen Völkern und Nachkommen Noahs verbergen. Aber es gibt für einige doch Anhaltspunkte und Ansätze, wer diese Völker gewesen sein könnten und worin sie aufgegangen sind. Es ist ziemlich sicher, dass Magog in den nördlichen Kaukasus gegangen ist, in die südrussische Steppe und sich dort ausgebreitet hat. Ebenso können wir sagen, dass man die Ausmaße sind die Meter gekommen, das liegt auch rein sprachlich schon nahe. Und Jawan ist auch ziemlich sicher, dass das die Griechen geworden sind.

[30:49] Jones, einer der berühmten Pioniere, hat dazu einige Dinge recherchiert, die jedoch seinem damaligen Wissensstand natürlich entsprachen und heute neu beurteilt werden müssten. Aber vielleicht, dass es mal ganz interessant ist, sich da ein bisschen umzuschauen, was er Jones dazu aufgeschrieben hat. Aber ein bisschen mit Vorsicht zu genießen, was er Ideen er dort präsentiert. Aber wer sich darüber mehr belesen will und sich interessiert, der ist da vielleicht an einer guten Adresse.

[31:20] Fünf von diesen haben sie sich auf die Gebiete der Heime verteilt, in ihre Länder, jeder nach seiner Sprache, in ihre Völkerschaften, jeder nach seiner Sippe. Also hier lesen wir schon, dass es unterschiedliche Sprachen gab und entsprechenden Sprachen sich die Völker aufgeteilt haben. Das heißt, dieser Vers verspricht schon nach der Zeit von derzeit, die nach dem Turmbau zu Babel sich ereignet hat. Ergo sind diese Kapitel natürlich nicht ganz chronologisch, sondern greifen ineinander.

[31:57] Der Sechs und Sieben: Und dies sind die Söhne Hams: Kusch, Mizraim, Put und Kanaan. Und die Söhne Kuschs: Seba, Havila, Sabta, Raama und Sabtecha. Und die Söhne Raamas: Scheba und Dedan. Kusch zeugte Nimrod. Der war der erste Gewaltträger auf Erden. Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn. Daher sagt man: Ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn, Nimrod. Und der Anfang seines Königreichs war Babel, sowie Erek und Akkad und Kalne im Land Sinear.

[33:09] Nimrod ist natürlich eine ganz interessante Gestalt, über die man hier zu wenig weiß, leider. Aber wir lernen, dass Nimrod, und das hat der Name ein Empörter war, ein Rebell. Er war nicht auf Gottes Seite, aber nicht ein Kind Gottes. Und er hat ein unglaublich großes Reich geschaffen nach der Flut. Und die berühmten Städte, die hier aufgezählt sind, das sind ganz interessante Städte. Erek hat und Kalne, die liegen alle in Süd-Babylon. Und Babel ist natürlich der Anfang seines Königreichs, wie es ja auch in diesem Vers steht. Und die Stadt Erek ist die Stadt Uruk. Ist ganz, ganz ehrlich und wurde tatsächlich archäologisch ausgegraben und sehr gut erforscht. Es gibt wahrscheinlich keine große Stadt der alten Musik, Italia und Hochkulturen, die so gut ausgegraben und erforscht wurde wie Uruk. Liegt im heutigen Irak und gilt in der Archäologie als erste Megacity der Hochkulturen der alten Zeit. In Uruk wurde zum Beispiel auch die Schrift erfunden. Als man hat dort angefangen, Dinge aufzuschreiben.

[34:34] Wir wissen, dass vor der Sintflut die Menschen, sie haben lange gelebt, sie waren unglaublich intelligent, sie haben tolle Erfindungen gehabt, eine unglaublich tolle Zeit gewesen vor der Sintflut. Aber die Menschen haben die Gaben Gottes und ihre Talente nicht zur Verherrlichung Gottes genutzt, sondern für böse Dinge. Deswegen musste die Sintflut kommen. Aber durch den Verfall, dadurch, dass die Menschen natürlich auch eine andere Ernährung hatten nach der Sintflut, wurden sie nicht mehr so alt, wurden nicht mehr so klug und mussten sich Dinge aufschreiben, weil sie nicht mehr alles merken konnten. Die Stadt Uruk war damals eine der größten Städte der damaligen Zeit und wahrscheinlich sogar die größte Stadt. Dort wurde die sogenannte Uruk-Kultur begründet, so nennen es die Archäologen. Und die Uruk-Kultur könnte ein Kandidat sein für Nimrods Reich. Das ist natürlich schwierig zu belegen, weil sie gesagt wurde, die Schrift erst erfunden und es gibt noch keine Artefakte der, gibt keine Artefakte davon. Man hat nichts gefunden, wo ein Nimrod oder jemand vielleicht auch anders genannt erwähnt wird. Der Wind wurde vielleicht, wird das irgendwann mal der Fall sein. Aber diese Kultur ist doch ein ziemlich heißer Kandidat dafür, dass das die Kultur war, die Nimrod geprägt hat in seinem Reich.

[36:00] Wir haben in diesem Vers 10 das Land Sinear erwähnt. Und Sinear ist möglicherweise etymologisch verwandt mit dem Wort Shinar, was die Bezeichnung für Babylon in ägyptischen politischen und ethnischen Quellen im 16. bis 13. Jahrhundert vor Christus war. Also genau diese Zeit, in der Mose gelebt hat und diese Geschichten aufgeschrieben hat. Und das zeigt wiederum, dass das erste Buch Mose, was er tatsächlich im 15. Jahrhundert vor Christus geschrieben worden sein muss, denn der Autor Mose verwendete ja genau diese Begriffe für Babylon. Er hat genau den Begriff für Babylon verwendet, dieses Shinar, das in dieser Zeit vorherrschend war im Ausland. Also die Babylonier handelten nicht selber so, sondern die Ausländer nannten Shinar für Babylon.

[37:04] Verbindet das 11. von diesem Land zu er aus nach auch so gemeint ist: Nimrod und bauten in Rehoboth und Kalach. Nimrod bauten Genivi, Ninive begegnet uns ja noch mal im Buch Jona später in der Bibel als eine große Stadt des assyrischen Reiches. Und wir können sehen, liegen das Reich von Nimrod sich von Süd-Babylon ausgebreitet hat in den Norden. Dazu liegt natürlich im späteren Assyrien, also viel, viel nördlicher als das Zweistromland. Und da können wir ganz gut erkennen, wie diese Ausbreitung stattgefunden hat.

[37:51] In Vers 12 heißt es dazu: Lesen zwischen den Ewe und Kalach. Das ist die große Stadt. Diese Phrase "große Stadt" begegnet uns öfter in der Bibel. Und wahrscheinlich fällt euch schon gleich eine Stelle ein, nämlich auch in Offenbarung 17 wird diese Phrase "die große Stadt" für Babylon verwendet. Wurde es ja symbolisch gemeint ist. Das heißt, also der Begriff wird nicht nur für Babylon exklusiv verwendet, sondern auch für andere Städte, wie wir es hier in 1. Mose 10 sehen. Offenbarung 17 macht deutlich, dass sich der Verfasser, der Johannes war, der Offenbarung, auf Nimrod bezieht, wenn er von Babylon spricht als der großen Stadt. Das heißt, er impliziert, dass er, ja, der geneigte Bibelleser diese Geschichte von Nimrod im Hinterkopf hat, als jemanden, der Gott ins Angesicht strotzt, als jemand, der gegen Gott rebelliert. Und er wendet, Johannes wendet das in der Offenbarung dann auf die Mächte, die natürlich in Offenbarung 13 und 17 usw. vorkommen. Also eine ganz tolle Verknüpfung hier zwischen 1. Mose 10 und der Offenbarung.

[39:11] 5:13: Und Reimer zeugte die Lolita, Diana, Mieter, die Leser, Peter und den Neva. Torhüter. Wir haben schon gelesen, gesagt, dass Israel gibt es 14 auch die Patrol, Sitar und die Kasseler Kita, von denen die Philister ausgegangen sind. Und die Kafka Florida herum, die Kanzlerin sagt, die Bibel selber sind die Philister und die Castor Ida, das sind die späteren Kreta, die die Völker, die diese See gefahren sind auf Schiffen. Kann aber zeigte sie dann seinen Erstgeborenen und hätte sie dann begegnet uns tatsächlich später auch noch mal in der Bibel, nämlich als Stadt. Es gibt Torres und sie dann als große Handelsstädte im Norden davon Israel. Und ja, da können wir sehen, dass wahrscheinlich sie sich dort angesiedelt haben.

[40:10] Per 16 heißt es: Auch die Musiker, den Amerika und den Girga, Sitar und den Hüter der Kita und den Seien sie, Mieter und den Avatar, den C-Marita und den Hammer-Täter. Und danach breiteten sich die Sitten der Kanamieter aus. Also manche dieser Völker, die wir heute nicht mehr ganz genau verorten und benennen können, verbreiten sich. Und wir können viele davon wiederfinden im Buch Josua, nämlich bei der Einname Kanaans, was natürlich auch nicht verwunderlich ist.

[40:46] Interessant, das was wir in Vers 19 und 20 lesen, auch das Gebiet der Kanaaniter erstreckt sich von Sijon bis dahin, wo man von Gerar nach Gaza kommt, nach Sodom und Gomorra, Adama und Zeboim, hin bis nach Lasa. Das sind die Söhne Hams, nach ihren Sitten und Sprachen, in ihren Ländern und Völkerschaften. Es ist das erste Mal in der Bibel, dass hier die Begrenzung eines Landes genau angegeben wird. Also wo sie beschreibt wieder die Kanaaniter gesondert. Wir haben ja vorher schon gelesen von Kanaan und das Ham, der Vater Kanaans. Es geht immer um die Kanaaniter. Und hier gibt Mose eine genaue Beschreibung, wo das Land liegt, wo es angrenzt und wie weit es geht. Und immer im Hinterkopf natürlich ist die Tatsache, dass Mose seinem Volk sagt: "Sie da, da gehen wir hin."

[41:47] Gott hat uns ausgesucht, dass wir dieses Land einnehmen und dieses Volk vernichten. Vers 21: Und jetzt müsst ihr mal in eure Bibeln schauen, weil es gibt Bibeln, die das unterschiedlich übersetzen. Ich habe die Schlachter 2000 und sie übersetzt es leider an dieser Stelle nicht korrekt. Es heißt hier nämlich auch: Sem wurden Kinder geboren, ihm, dem Vater aller Söhne Heters, dem älteren Bruder Jafets. Eigentlich steht hier im hebräischen Wortwörtlich: Jafet, dem Großen. Wir haben ja vorhin gesehen, wie die genaue Chronologie der Söhne ist, nämlich Jafet ist der Erstgeborene, dann Sem und dann Ham. Wenn wir diesen Vers aber nehmen, dann verschiebt es hier die Reihenfolge. Nämlich es macht zum ältesten Bruder. Wenn wir aber in alte Übersetzungen schauen, zum Beispiel in eine alte Luther-Übersetzung oder auch eine alte Elberfelder Übersetzung und auch in die King James, dann können wir sehen, dass die Übersetzung genauer ist. Im Hebräischen, wie gesagt, steht Jafet, dem Großen. Und dann müsste man übersetzen: Ja, was dem älteren? Ja, also wir haben hier eine nicht ganz korrekte Übersetzung. Vielleicht könnt ihr euch das in eure Bibeln reinschreiben, weil sonst wird man etwas verwirrt, wenn man vorher herausgefunden hat, dass Sem der älteste ist und hier wird auf einmal Jafet zum ältesten gemacht.

[43:33] Vers 22 bis 24: Die Söhne Sems waren Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram. Söhne des Arpachschad: Schelach. Schelach zeugte Heber. Heber, das ist natürlich jetzt ganz relevant für uns. Ist ein Urenkel Sems. Und vom Namen her kommt der Begriff Hebräer. Das sind die Israeliten, und die haben sich ja immer selber die Hebräer genannt.

[44:00] Vers 25: Und Heber wurden zwei Söhne geboren. Der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt. Und der Name seines Bruders war Joktan. Joktan ist natürlich eine ganz interessante Persönlichkeit. Viele nehmen an, dass in den Tagen Pelegs sich die Kontinente geteilt haben, so wie wir sie heute auf dem Globus finden. Und vorher war es ein großer Superkontinent. Das ist aber nicht die einzige Bedeutungs-Möglichkeit, die dieser Text bietet. Es gibt auch die Möglichkeit, die Teilung der Völker hier zu sehen, dass sich die verschiedenen Völker, die wir ja hier schon gefunden und gelesen haben, in den vorherigen, werden geteilt haben. Und aufgrund der Teilung hat der Vater, der der Heber, seinen Sohn Peleg genannt, weil das in den Tagen passiert ist. Das heißt, dass dort die Völker sich geteilt haben, weil sie halt unterschiedliche Sprachen gesprochen haben. Nur, dass ihr mal gehört habt, dass es diese zwei Deutungsmöglichkeiten gibt. Und man kann nicht genau sagen, ist es nur die eine oder das ist die andere. Es bleibt offen.

[45:27] Wir lesen den Rest des Kapitels ab Vers 26: Und Joktan zeugte Almodad, Schelet, Hazarmaveth, Jerach, Hadoram, Usal, Dikla, Obal, Abimael, Scheba, Ofir, Havila und Jojab. Alle diese sind die Söhne Joktans. Und ihre Wohnsitze erstreckten sich von Mescha an bis man nach Sefar kommt, zum östlichen Gebirge. Das sind die Söhne Sems, nach ihren Sitten und Sprachen, in ihren Ländern und Völkerschaften. Das sind die Sitten des Sems, nach ihrer Abstammung, in ihren Völkern. Und von ihnen haben sich nach der Sintflut die Völker auf der Erde verteilt. Also die semitischen Völker verteilen sich und bevölkern die Erde.

[46:10] Im letzten Teil dieser CFH wollen wir auf den Turmbau zu Babel eingehen und dort die ersten Verse von Kapitel 11 betrachten. Und wir starten mit Vers 1 und 2: Und die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte. Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear und sie ließen sich dort nieder.

[46:37] Interessanterweise, dass diese Gruppe, die sich dort nach Sinear begab, bereits diese abgespaltene Gruppe der Nachkommen Noahs, kommend aus dem Gebirge der Türkei, aus dem Land Ararat. Sie schreibt im Patriarchen Propheten, ab Seite 95: Eine Zeit lang blieben nur als Nachkommen in den Bergen wohnen, also da, wo die Arche auf gekommen ist, wo die Arche gelandet war. Aber als sie zahlenmäßig wuchsen, führte der Glaubensabfall bald zur Trennung. Sie zogen in die Ebene, sie näher am Ufer des Euphrat. Die Schönheit und Fruchtbarkeit des Bodens lockten zum Ansiedeln.

[47:22] Heute wird oft gesagt, dass es den die Arche auf den Berg Ararat liegt. Aber die Bibel kennt nicht den Berg Ararat. Die Bibel kennt nur das Land Ararat. Wir lesen davon auch in Jesaja 37, 38. Später wurde das Ararat genannt, dieses Land Ararat. Und das liegt ein bisschen nördlich von Assyrien. In 1. Mose 8, Kapitel, in 1. Mose 8:4 steht folgendes: Und die Arche ließ sich auf dem Gebirge Ararat nieder, 17. Tag des siebten Monats. Also hier auch der Hinweis, dass das ganze Gebirge hieß so, beziehungsweise das Land hieß Ararat. Das ist nicht nur ein Berg, es meint also eine Gegend. Und diese Menschen, die sich von den ja, vom Glauben abgespalten haben, die nichts mehr wussten, wissen wollten, die sind eben in dieser Ebene, in diese sehr fruchtbare Ebene am Euphrat, in das Land Sinear gezogen, das sehr attraktiv war, sehr fruchtbar. Und dort kannte man, konnte man gut anbauen. Man vermutet, dass sie 25 bis 30-fache Erträge ihrer Ernte eingebracht haben. Im Mittelalter, so zum Vergleich, war hat man ungefähr das Vierfache rausbekommen. Also kann man sich ungefähr vorstellen, wie fruchtbar dieses Land gewesen sein muss.

[48:47] 43: Und sie sprachen zueinander: Wohl, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen. Und sie verwendeten Ziegelsteine und Asphalt statt Mörtel. Warum haben diese Menschen feuerfeste Ziegel verwendet? Ziegel sind, also wie gesagt, schon feuerfest, aber sie sind auch wasserfest. Und diese Menschen wollten sich wappnen gegen eine mögliche weitere Flut und deswegen haben sie Steine gebrannt und haben sie für diesen Turm verwendet. Warum Ziegelsteine? Ganz einfache Antwort: Es gab keine Steine in Babylon. Es gab nur Wüste und Schlamm und.

[49:28] Babylon. Es gab nur Wüste und Schlamm und Lehm. Und daher waren Steine etwas sehr Kostbares in dieser Gegend in Babylon. Und Lehm war der Baustoff. Daher gibt es heute kaum noch Gebäude der Babylonier, weil ihr könnt euch vorstellen, wenn Leben und was aufeinandertreffen und Verwitterung passiert, dann überleben diese Gebäude nicht lange. Und das ist ein Gegensatz zu den Pyramiden, die wir natürlich in Ägypten finden, die aus Stein gebaut worden sind. Die stehen heute noch, sind eines der Weltwunder und überdauern die Jahrtausende.

[50:05] Asphalt wird hier erwähnt, statt Mörtel. Asphalt ist nichts anderes als Pech oder auch Bitumen genannt. Und es gibt alte Königinschriften, die sagen, dass man damals mit diesem Material gebaut hat. Also wird es auch von der Archäologie bestätigt.

[50:22] In Vers 4 wird gesagt: „Sie sprachen: ‚Wohlauf, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde verstreut werden.‘“ Diese Menschen wollten sich eine Stadt bauen. Und das erinnert uns, wenn wir aufmerksame Bibelleser sind, an eine andere Person, die uns schon begegnet ist, nämlich an Kain. Kain baute die erste Stadt, die nannte er jedoch. Er baute sie, um Sicherheit zu haben. Und ebenso geht es diesen Menschen. Sie wollen eine Stadt bauen, einen Turm bauen, um Sicherheit zu haben vor einer weiteren möglichen Flut. Und bei beiden, bei Kain und bei den Bauern vom Turmbau zu Babel, können wir sehen, dass sie ihre selbst gezimmerte Sicherheit ja darauf mehr gegeben haben als auf Gottes Schutz.

[51:21] Ellen White schrieb dazu ganz interessante Aussagen, nämlich in „Patriarchs and Prophets“, Seite 96: „Die Bewohner der Ebene sehr zweifelten an der Bundesverheißung, dass keine Flut wieder über die Erde kommen werde. Viele bestritten nachgerade das Dasein Gottes und machten natürliche Ursachen für die Flut verantwortlich.“ Also, wie sie versuchten, das auf natürliche Weise zu erklären, warum diese Naturkatastrophe eingetroffen war. „Andere glaubten noch an ein höheres Wesen, das die vorsintflutliche Welt vernichtete, aber sie begehrten dagegen auf, wie einst Kain.“ Also Ellen White macht auch diesen Vergleich und diese ja, diesen Vergleich mit Kain.

[52:03] Jene Leute hatten bei der Errichtung des Turmes auch ihre Sicherheit im Auge, falls doch wieder eine Sintflut käme. Sie wollten den Bau weiter, weit höher ausführen als die Sintflut damals gestiegen war. Und damit glaubten sie, alle Gefahren gebannt zu haben. Und da sie es für möglich hielten, im Turm bis in die Wolken zu steigen, hofften sie, die Ursache für die Sintflut feststellen zu können. Also nicht nur, dass sie Sicherheit haben wollten und dass sie einen Turm haben wollten, der höher ist als eine mögliche Flut, sie wollten auch im Himmel über den Wolken herausfinden, warum die Flut geschehen ist, warum sie gekommen ist. Es mutet ein bisschen infantil an, dieses Vorhaben, aber ja, das war ihr Ansinnen bei dem ganzen Unternehmen.

[52:53] Das Bild eines Turmes, das bis zum Himmel geht, es wird später in der Bibel aufgegriffen. Es gibt zwar da nicht einen Turm, der bis zum Himmel reicht, aber einen Baum, nämlich in Daniel Kapitel 4, im Traum Nebukadnezars, der ja von einem Baum träumt, er bis zum Himmel reicht. Und das steht in der Bibel dafür, sich einen Namen zu machen. Ja, wenn man bis an den Himmel reicht, dann ist man bedeutend, dann hat man etwas erreicht, dann ist man bekannt. Auch in Offenbarung 18, Vers 5, finden wir eine ähnliche Aussage. Dort reicht nicht ein Turm oder ein Baum bis zum Himmel, sondern Sünden, die Sünden der Gottlosen, ihre Werke sollten bis an den Himmel reichen. Aber jetzt ihre Werke sollten bis an den Himmel reichen, aber letztlich reichten ihre Sünden so hoch.

[53:45] Und die Erbauer vom Turmbau zu Babel, die wollten sich natürlich auch einen Namen machen, ebenso wie auch Nebukadnezar. In 1. Mose 12, Vers 2, lesen wir, dass Gott dem Abraham etwas verheißt, nämlich, dass er einen großen Namen bekommt und ein großer Segen sein würde. Und im Gegensatz zu Abraham kennen wir heute den Namen der Erbauer nicht mehr, obwohl die Erbauer unbedingt wollten, dass wir ihre Namen nachkennen. Heute haben sie es nicht erreicht. Stattdessen kennen wir aber immer noch Abraham.

[54:22] Abraham sollte wegziehen aus Ur, und Gott würde ihm einen großen Namen machen. Das ist der Kontrast dazu sind die Erbauer vom Turmbau zu Babel, die an einer Stelle bleiben wollten, die ein Babel bleiben wollten, um sich zusammenzurücken und sich einen großen Namen machen wollten. Aber alles ist vergessen und verpufft.

[54:46] In Vers 5 heißt es: „Da stieg der Herr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, den die Menschenkinder erbauten.“ Mit einem kleinen Schmunzeln liest man diesen Vers, denn sie wollten ja und rumba und der Rest in den Himmel und bis in die Wolken reicht. Aber Gott muss immer noch herabsteigen, um sich den Himmel, den, den Turm anzuschauen. Aber ein sehr wichtiger Punkt, den wir daraus entnehmen können, ist, dass Gott etwas genau unter die Lupe nimmt. Er untersucht. Er schaute sich genau an, bevor das Gericht über diese Erbauer hereinbricht.

[55:23] Und so macht Gott das immer in der Bibel. Wenn Gott Gericht schickt, untersuchte die Sache vorher. So ist es bei Sodom und Gomorra, wo er zwei Engel schickt. So ist es bei den Israeliten in Ägypten, wo Gott ihr Elend angesehen hat. Und so ist es auch bei Jesus, der auf die Erde kommt und Mensch wird und sich da sein Volk ganz genau anschaut und in seinem Volk lebt, bevor dann 34 nach Christus auch die Gnadenzeit für dieses Volk abgelaufen ist. Und so ist es natürlich auch beim Untersuchungsgericht ab 1844, vor der Wiederkunft, dass Gott sich ganz genau die Bücher und die Aufzeichnungen anschaut und zu Gemüte führt, bevor das Gericht hereinbricht.

[56:09] Vers 6: „Und der Herr sprach: ‚Sie sind ein Volk, und sie sprechen alle eine Sprache, und dies ist erst der Anfang ihres Tuns, und jetzt wird sie nichts davon zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben.‘“ Ja, sie haben ein unglaublich großes Potenzial gehabt, solange sie eine Sprache gesprochen haben. Sie konnten sich verständigen, sie konnten ein Unternehmen wie dem Turmbau zu Babel zustande bringen. Und Gott gebietet dieser Unternehmung Einheit durch die Verwirrung der Sprachen. Gott hätte auch diese Menschen alle tot umfallen lassen können, das wäre auch eine Möglichkeit für ein Gericht gewesen. Aber Gott geht den schonendsten Weg des Gerichts. Er macht das, was am wenigsten schädlich für die Menschen ist. Und in dem Gericht sehen wir die Gnade Gottes. Er verwirrt, in Anführungsstrichen, nur ihre Sprachen.

[57:09] Dass von dort dazu, was wir in der Bibel finden, ist eine Geschichte im Neuen Testament, in der Apostelgeschichte, nämlich die Sprachengabe, wo Menschen lernen, fremde Sprachen zu sprechen. An Pfingsten, wo die Jünger angefangen haben, in fremden Sprachen zu reden. In Babel war die Verwirrung und die hindert die Ausbreitung des Schlechten. In Jerusalem gab es die Sprachengabe und die förderte die Ausbreitung der guten Botschaft des Evangeliums zu sein. Schöne zwei schöne Antagonisten, die wir hier gegenüberstellen können.

[57:49] Vers 7: „Wohlauf, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprachen verwirren, damit er die Sprache des anderen versteht.“ Gott sagt hier genauso: „Wohlauf, wie auch die Erbauer des Turms das schon getan haben.“ In Vers 3 und 4 und knüpft an diese, ja, an diese Sprache der Erbauer an.

[58:06] Ellen White schreibt dazu folgendes: „Als der Turm teilweise fertiggestellt wurde, benutzte man einige Räume als Wohnung, andere prächtig eingerichtete und ausgeschmückte Gemächer. Weiten sie ihren Göttern alle freuten sich über ihren Erfolg, priesen die silbernen und goldenen Götzen und erhoben sich gegen den Herrscher des Himmels und der Erde. Plötzlich wurde dem scheinbar so glücklich vorangegangenen Werk Einhalt geboten. Engel kamen, die Absicht der Bauer zunichte zu machen. Die Bauern konnten sich die merkwürdigen Missverständnisse nicht erklären und weil sie eben so zornig wie enttäuscht waren, ging es dabei nicht ohne gegenseitige Vorwürfe ab. Ihr Gemeinschaftswerk endete im Streit und Blutvergießen zum Zeichen des göttlichen Missfallens zerschmetterten Blitze den oberen Teil des Turms und schleuderten ihn zur Erde.“

[58:59] Das finden wir auf Seite 690 und 97 im Buch „Patriarchs and Prophets“. Und ich möchte euch zur Vorbereitung auf die Lektion wärmstens ans Herz legen, dieses Kapitel in „Patriarchs and Prophets“ zu lesen. Erfahren unglaublich interessante Dinge, wozu der Turm benutzt wurde, wie die Sprachverwirrung ja vorangegangen ist, wozu ausgeführt hat, nämlich zu Blutvergießen und dass die Leute ja ungehalten und unnötig wurden, miteinander zornig und dass ein Blitz tatsächlich die Spitze des Turmes kaputtgemacht hat. Was Gott sagt, das geschieht wirklich.

[59:38] Und im Gegensatz dazu bleibt der Turmbau Stückwerk. In Vers 8 heißt es: „So zerstreute der Herr sie von dort über die ganze Erde, und sie hörten auf, die Stadt zu bauen.“ Der Bau hat gestoppt. Und die ja, dieses Vorhaben der Menschen damals kam nicht zum Ende. Wenn in 1. Mose 10, 25 die Verteilung der Menschen betreffe, dann wäre das etwa 100 Jahre nach der Sintflut, denn zu dieser Zeit wurde Peleg geboren, so wie wir das vorhin erwähnt haben, da wo sie zwei Theorien gibt, dass es auch die Teilung der Völker und nicht der Kontinente gewesen sein könnte.

[1:00:22] Jetzt darf er es für heute. Daher gab man ihr den Namen Babel, weil der Herr dort die Sprachen der ganzen Erde verwirrte und sie von dort über die ganze Erde zerstreute. Babel heißt Verwirrung und ist somit auch ein Typus für die theologische Verwirrung der Nationen, die wir in der Offenbarung vorfinden.

[1:00:50] Ich möchte schließen mit einem Zitat von Ellen White, noch mal aus dem gleichen Kapitel, Seite 99, wo sie schreibt: „Es gibt auch in unserer Zeit Menschen mit hochfliegenden Plänen, Turmbauern, vergleichbar. Ungläubige bauen ihre Theorien auf mutmaßliche Schlussfolgerungen der Wissenschaft und verwerfen das offenbarte Wort Gottes.“

[1:01:14] Diese Geschichten in der Bibel von Schöpfung, von Sintflut, von Turmbau zu Babel, die mögen für nichtgläubige Menschen sehr fantastisch klingen, ein bisschen Fantasy-mäßig. Aber sie haben sich genau so zugetragen und sie sollen eine Lehre sein und sie sollen uns etwas darüber erzählen, wie ja, der Verfall der Menschheit vonstatten gegangen ist und wie Gott aber ursprünglich alles geplant hatte und welche Mühe Gott mit uns Menschen hat.

[1:01:45] Ich fand den Satz interessant, dass auch viele Ungläubige ihre Theorien auf mutmaßliche Schlussfolgerungen der Wissenschaft setzen. Genau das können wir heute sehen. Wir sehen es in allen möglichen Bereichen der Naturwissenschaften, dass Gott völlig außen vor gelassen wird. So wie die Menschen hier in der Bibel den Turm bauen wollten, um in die Wolken zu steigen und die Ursachen der Sintflut gründen wollten. Genau so sind die Leute, die Menschen, die Gott nicht kennen und ich kennen wollen, heute auch. Und wir tun gut daran, die Bibel zur Hand zu nehmen und das, was darin geschrieben steht, auch so zu verstehen, wie Gott es gemeint hat.

[1:02:26] Und der Geist der Weissagung kann uns dabei eine große Hilfe und eine große Stütze sein, diese Dinge noch besser und noch tiefer zu verstehen. Deshalb möchte ich dich heute fragen: Möchtest du dem Wort Gottes glauben und die Wahrheit von ganzem Herzen annehmen? Dann wünsche ich Gottes Segen. Lasst uns gemeinsam bieten. Wie bei Jesus, ich danke dir, dass wir so tiefe Wahrheiten aus dem Wort entnehmen können, dass du von so alter Zeit her die Dinge hast aufschreiben lassen. Wir können noch viel tiefere Gedanken ja bekommen von dir auch durch den Heiligen Geist und noch viel mehr verstehen auch in dem mit dem Geist der Weissagung studieren und lesen und uns wirklich auch vertiefen diese Themen in diese Geschichten. Herr, lass uns davon lernen. Segne auch unser Redaktionsgespräch, Rabea und war mit dem Heiligen Geist mit uns. Dafür Dank. Amen.


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