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In dieser Predigt von David Nießner geht es um das Thema „Im Schmelztiegel mit Christus“. Er erklärt, wie Gottes Gnade uns von Sünde reinigt und uns befähigt, ein gottgefälliges Leben zu führen. Anhand biblischer Beispiele wie dem Mann am Teich Bethesda und dem reichen Jüngling wird verdeutlicht, dass Gott uns fragt, ob wir wirklich geheilt und vollkommen sein wollen. Die Predigt ermutigt dazu, sich auf Gottes Kraft zu verlassen und die Herausforderungen des Lebens als Chancen zum Wachstum und zur Reifung zu sehen.


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Serie: Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus

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Transkript

[0:31] Auch in dieser Woche ein herzliches Willkommen an euch Zuschauer hier bei Joelmedia zur Christ Study Hour über das wundervolle Thema "Im Schmelztiegel mit Christus". Wir hatten es in den letzten beiden Wochen schon angefangen und werden es diese Woche weiterführen. Ich bin gespannt auf das gesamte Quartal, weil das so ein entscheidendes und wichtiges Thema ist. Wir haben in der letzten Woche gewisse Grundsteine gelegt, auf denen wir jetzt aufbauen wollen und die auch in den nächsten Wochen noch weiter aufgebaut und ausgebaut werden.

[1:02] Und bevor wir aber da einsteigen, möchte ich gerne mit euch noch mal beten und das unter Gottes Schutz stellen, weil es so ein wichtiges, gegenwärtiges Thema ist. Himmlischer Vater, heute möchten wir dir von Herzen danken für dieses Thema. Wir möchten wir danken, dass du so viel Licht offenbart hast. Darüber möchte ich auch hier bitten, dass du uns hilfst, mit demütigem Geist und offenem Herzen das anzugehen, dass wir uns selbst prüfen, dass wir selbst verändert werden und dass unser Leben in Einklang mit deinem Willen gebracht wird. Mögest du uns helfen zu verstehen, was du uns persönlich sagen möchtest und besonders helfen, das praktisch umzusetzen und praktisch das Ganze zu lehren. Das bieten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:47] Ja, lasst uns anfangen mit einer kleinen Wiederholung vom letzten Mal. Wir werden letztes Mal damit abgeschlossen, dass diese ganzen Prüfungen, die Gott zulässt, ob er sie aktiv führt oder passiv zulässt, und selbst auch, wenn wir in Situationen kommen, die wir uns selber quasi zu Schulden kommen haben lassen durch einen falschen Kurs, der gefahren sind. Gottes Ziel ist es immer, und das haben wir in Titus 2, Verse 11 bis 15 gelesen, das möchten wir gleich noch mal zur Wiederholung gemeinsam lesen, dass sein Ziel ist immer, uns vollständig von der Ungerechtigkeit und von der Sünde frei zu machen, so dass das Bild Jesu in uns hergestellt werden kann. Aber gleich noch mehr dazu.

[2:35] Lass uns noch mal in den Titusbrief gehen und diese Verse noch einmal gemeinsam lesen. Titus 2, Verse 11 bis 15: "Denn die Gnade Gottes ist der scheinende, die heilbringende ist für alle Menschen. Im modernen Verständnis über die Gnade Gottes wird meistens davon gesprochen, dass Gott einfach die Schuld zudeckt und das ist gnädig. Aber Paulus sagt, dass die Gnade Gottes heilbringend ist für alle Menschen. Und die Frage ist, was meint er mit heilbringend? Wenn jemand heil wird, dann war vorher unheilbar krank. Also die Gnade Gottes soll uns wieder gesund machen. Aber wovon? Vers 12: Sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit. Das ist das, was die Gnade Gottes an uns zustande bringen soll, dass wir in Zucht genommen werden und die Gottlosigkeit verleugnen, alle weltlichen Begierden beiseitelegen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben. Und wie geht das? Wie kann man so ein Leben führen? Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, in dem wir die Wiederkunft und auch die Offenbarung Jesu in unserem Herz, in unserem Charakter, dass das Bild Jesu hergestellt wird, indem wir das erwarten können. Wie gottesfürchtig leben? Vers 14: Der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun."

[4:27] Gott möchte uns also vollständig frei machen von aller Gesetzlosigkeit und uns reinigen und zwar so vollständig, dass keine Sünde mehr da ist, damit wir gute Werke tun können. Wir kommen gleich noch darauf, was das, wie das funktionieren. Und er sagt dann: "Dieses sollst du lehren und mit allem Nachdruck ermahnen und zurechtweisen." Diese vollständige Reinigung soll gelehrt werden, ermahnt werden und es sollte zurechtgewiesen werden, wo das nicht der Fall ist. Niemand sollte dich gering schätzen. Klammer auf: Dieser Lehre wegen. Das ist der Plan, den Gott mit den Menschen hatte, dass wir uns nicht kleine theologische Löcher übrig halten, wo wir sagen können: "Naja, ein bisschen Sünde, bisschen Eigennutz ist in Ordnung." Sondern er sagt, es gibt kein Loch. Alles, was sündhaft ist, muss raus.

[5:16] Der Punkt bei der Sache ist nur, wir werden das gleich noch lesen im Kontext von 1. Johannes 3, dass wir oftmals unsere Erfahrung als Maßstab nehmen für die Reinigung von Sünde. Wir sagen, das ist ja gar nicht möglich. Warum nicht? Weil wir es nicht erlebt haben. Aber ich möchte euch eine Frage stellen: Gibt es irgendeine Charaktereigenschaft, irgendeine Sünde, die ihr mal hattet, wo Gott euch geholfen hat, die zu überwinden? Und wenn ihr die Frage mit Ja beantworten könnt, dann ist das der Beweis, dass auch jede andere Sünde überwindbar ist. Denn die Frage ist, wann hört Gott auf, uns zu helfen, Sünde zu überwinden? Oder welche Sünde kann Gott nicht überwinden? Und die Antwort ist: Es gibt keine. Erhöht, die auf damit. Die Frage ist nur, ob wir das wollen oder nicht.

[6:16] 1. Johannes 3, Verse 6 bis 9: "Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; und wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt. Kinder, lasst euch von niemand verführen! Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn sein Same bleibt in ihm. Und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist." Und dieser Text setzt alle Leute schachmatt, sagen: "Es ist nicht möglich, vollständig frei zu werden."

[7:01] Natürlich ist das ein langer Prozess. Ja, es gibt Sachen, die das, kann man schnell überwinden. Es gibt Dinge, die sitzen so tief in uns drin, das braucht viel Zeit und viel Hingabe an Gott. Und aus eigener Kraft wird das nicht funktionieren. Es ist immer Gott, der das in uns macht. Weil der Punkt ist, wer in ihm bleibt, der sündigt nicht. Sobald wir von Selbstvertrauen und dasselbe bewerkstelligen wollen, dann bleiben wir, ich ihn eben. Umkehrschluss ist unmöglich, das zu erreichen. Durch Gottes Kraft.

[7:31] Der Punkt ist nur, wenn wir auch von dieser Überwindung von Sünde sprechen, ja, diese Reinigung. Ich meine, wir haben das letzte Woche schon studiert. Wenn ich hier besagt, wenn uns der Allmächtige prüft, dann werden wir hervorgehen wie Gold, vorausgesetzt, er kennt unseren Weg. Können Text gerne nochmal nachlesen Hiob 23:14. Reines Gold. Oder wenn wir hervorgehen wie Gold, dann ist die Frage, wie viel Schmutz es da noch drin? Keiner. Und das ist das, was Gott mit uns machen möchte. Wenn wir die Sünde als unseren größten Feind betrachten. Das ist übrigens eine Lehre, die direkt nach dem Sündenfall gegeben wurde.

[8:12] Als ich das Haus gefunden habe und gesehen habe, dass sie mir einige Lichter neu aufgegangen sind. Gibt mir 1. Mose Kapitel 4 und dort Vers 7c. Begebenheit hier, wo Kain Abel erschlagen hat. Und in 4:6 fragt Gott dann: "Warum bist du so wütend? Warum senkt sich dann dein Gesicht?" Und dann sagt Gott ihm etwas, was dieses ganze Thema von Gerechtigkeit, Glauben, mit dieser Überwindung der Sünde total gut zusammenfasst. Gott sagt: "Ist es nicht so? Wenn du Gutes tust, so darfst du dein Haupt erheben. Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet. Du aber sollst über sie herrschen."

[9:05] Herrschen. Dieser Punkt mit der Überwindung, die Gott vorgesehen für den Menschen, dass wir von jeder Sünde frei werden, war selbst im Angesicht von dem Mord von Abel gegenwärtig. Sagt die Sünde soll nicht über dich herrschen, sondern du über die Sünde. Und wenn wir die Sünde als unseren größten Feind sehen, als das, was es ist, die Trennung von Gott, das, was alles zerstört. Sünde macht alles kaputt. Wenn wir das verstanden haben, dann werden wir jubeln, wenn wir hören, wir können vollständig frei werden davon.

[9:38] Sofern wir aber irgendetwas zurückhalten oder selbst auch den Gedanken haben, es geht ja um mein Verdienst, was überhaupt nicht der Fall ist, oder wenn wir irgendetwas in eine Kleinigkeit, wir eine kleine Lieblingssünde haben oder wissen, irgendetwas in unserem Leben läuft nicht so, wie es soll, dann kann ich euch sagen, dann werden wir anfangen, diese Lehre zu bekämpfen, dass wir vollständig frei werden. Ich möchte euch ein Beispiel nennen. Es gibt viele Beispiele. Ein gutes Beispiel: Ein guter Freund von mir hat über dieses Thema vor ein paar Wochen in seiner Heimatgemeinde gepredigt, und es kam dann eine Schwester auf ihn zu, die diese Thematik vollständig niederbügeln wollte. Sie hat sich dagegen aufgelehnt, hat gesagt: "Das ist alles fanatisch und das ist nicht möglich." Und er hat sie auch gefragt: "Hast du schon mal irgendetwas überwunden durch Gottes Kraft?" Und sie sagte: "Ja." Und hat gesagt: "Siehst du, wann hört Gott auf, dir beim Überwinden zu helfen?"

[10:41] Der Punkt war aber im Laufe des Gesprächs kam dann heraus, dass sie, wie man sie war eine Frau, das ist schon mehr bei Männern, aber auch bei Frauen gegenwärtig, dass sie im Alter von Mitte 50, Anfang 60, was ich glaube, extreme Pornografieprobleme hatte und sie kam nicht weg davon. Und deswegen hat sie auch so ein riesen Problem damit, dieses Thema, diese Lehre anzunehmen, dass Gott uns vollständig frei machen möchte und dass das auch unser Ziel sein soll. Weil sie wusste, sie hängt dann irgendetwas, und wenn sie das annehmen würde, würde sie eingestehen, dass sie so nicht bereit ist für den Himmel. Und das ist erstmal schmerzhaft, aber das muss uns keine Angst machen, weil die Bibel sagt.

[11:21] Johannes 19 lesen wir, dass auch noch, wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt. Das ist Punkt 1. Und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Glaubt mir, Gott ist in der Lage, jede Sünde vollständig auszumerzen. Es mag ein Kampf sein, und das ist der Punkt mit dem Schmelztiegel. Dieser Kampf gegen die Sünde ist manchmal sehr, sehr zehrend, sehr schmerzhaft, sehr schrecklich auch. Aber es ist in Gottes Kraft möglich, weil wir es gelesen haben.

[11:59] Von Anfang an hat Gott gesagt: Die Sünde soll nicht bei uns herrschen, sondern wir über die Sünde. Und das ist so eine heilsame Lehre. Das ist das, was Paulus meint in Titus 2, Vers 11: "Die Gnade Gottes, die all das bewerkstelligen wird, ist heilbringend für alle Menschen." Jeder Mensch ist sündenkrank. Jeder Mensch braucht dieses Heil. Und die Gnade Gottes, die nicht nur die Sünden zudeckt und vergibt, sondern auch uns reinigt davon, kann das schaffen. Aber wie gesagt, die Frage bleibt: Wollen wir davon auch frei werden?

[12:33] Möchte mit euch nur diese eine, zwei Begebenheiten ansehen. Das ist, als ich das verstanden habe in diesem Kontext, ich habe noch besser verstehen können, was Gott eigentlich mit uns vorhat. In Johannes 5 ist die Rede von diesen Kranken im Teich von Bethesda. Und ab Vers 5 heißt es dann, als Jesus dort hinkam, es war ein Mensch dort, der 38 Jahre in der Krankheit zugebracht hatte. Als Jesus ihn dort liegen sah und erfuhr, dass es schon so lange diesen Zustand war, spricht er zu ihm: "Willst du gesund werden?" Und man liest, denkt sich: Warum fragte ihn: "Willst du gesund werden?" Ich meine, er ist 38 Jahre lang krank. Was soll die Frage: "Willst du gesund werden?"

[13:24] Und vielleicht kommt ein Theologe und sagt: Jesus, also, das ist nicht der richtige Ansatz. Aber es war genau der richtige Ansatz, denn er verfolgt mit dieser Frage zwei Punkte. Erstens: Er zeigt ihm, wo die Ursache ist für seine Krankheit. Jetzt kommen nämlich Vers 14 zur Geltung, wo er sagte: "Du bist gesund geworden. Sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt." Achtung, nicht jedes Mal, wenn ein Mensch krank wird, ist das eine Auswirkung von seiner moralischen Sünde. Aber in diesem Fall, hier wird es sehr deutlich, dass Jesus sagt: "Was auch immer er gemacht hat, wo auch immer er gesündigt hat, das war der Grund, warum er krank geworden ist." Und es ist weiterhin auf die Ursache hin, weil Heilung kann nur dann geschehen von Sünde oder auch körperlich, wenn man die Ursache kennt. Das sind Punkte, dass die moderne Schulmedizin einfach falsch macht. Sie behandeln Symptome, aber sie gehen nicht an die Ursache. Und Jesus wollte ihm zeigen mit der Frage: "Willst du gesund werden?" Er hat ihn darauf hingewiesen, wo die Ursache war. Und der Mann wusste es. Und jetzt, sobald er das erkannt hat und auch bekannt hat, konnten weitere Schritte gegangen werden.

[14:44] Und der zweite Punkt, den Jesus hier beabsichtigt, ist mit der Frage: "Willst du gesund werden?", dass ihm zeigen wollte, wie er, der Einzige ist, dem helfen kann. Das war Christus. Faszinierende Geschichte. Können leider nicht in aller Tiefe darauf eingehen, aber das ist ganz wichtig. Diese Frage: "Willst du gesund werden?" Warum zeige ich euch das? Geben wir mal in Matthäus 19. Matthäus 19. Da finden wir ab Vers 16 die Begebenheit von einem reichen Jüngling. Ich kann euch nur mutig, ich habe das gemacht, das ist so gewinnbringend. Diese Begebenheit mit dem reichen Jüngling in Markus 10 und Lukas 18 parallel zu studieren und zu sehen, wie sich die Evangelien ergänzen, das ist wundervoll. Aber auch das können wir jetzt leider nicht alles native studieren.

[15:31] Ich möchte mit euch nur in Vers 17 diese Frage stellen, weil die mich erinnert an das, was Jesus dem Kranken im Bethesda fragt. Er sprach zu ihm: "Was nennst du mich gut?" Nachdem der Jüngling kam und ihn gefragt hat: "Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen?" Er fragt ihn: "Was nennst du mich gut?" Niemand ist gut, allein außer Gott. "Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote." Dann Vers 21, nachdem er die Gebote auf der zweiten Seite der Tafel aufgezählt hat, und das Interessante: Der Jüngling hat anscheinend was zwischenmenschlich geschehen sollte, alles richtig gemacht. Aber dieses hat die erste Hälfte der Tafeln der Gesetze nicht erwähnt, und scheinbar gab es da etwas, und das ist auch im späteren Verlauf deutlich geworden, in seine Beziehung zu Gott, das nicht gut war. Vers 21 sagt er dann hier: "Willst du vollkommen sein? So geh hin, verkaufe, was du hast, gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben und komm und folge mir nach." Es gab hier nichts außer dem, was hier berichtet wird, was Jesus sagt, was diesen Mann fehlt, außer dass er an seinem Reichtum so stark daran hing. Dann stellte er die Frage: "Willst du vollkommen sein? Willst du auch diese eine Sache, die dich noch trennt von mir, willst du auch die bereinigen?"

[17:00] Jetzt, was soll das alles zeigen, wenn wir jetzt hier das im Kontext dieses Schmelzofens studieren, wenn wir hier das im Kontext auch der Überwindung von Sünde studieren? Jesus stellt dem Kranken die Frage: "Willst du gesund werden?" Wollte ihm zeigen, wo das Problem ist, die Ursache. Und er wollte ihm zeigen, wie ihm helfen kann. Und drittens kann man sogar noch sagen, wollte er ihm auch die Möglichkeit geben, es selber zu wollen. Dann Gott, natürlich, will Gott, dass wir das erreichen, aber wenn wir nicht wollen, ist es unmöglich. Und das ist der Punkt, warum viele Leute auch keine Überwindung von Sünde erleben oder nicht in dem Maß, wie es möglich wäre, weil sie nicht auf diese Frage reagieren: "Willst du vollkommen sein? Willst du gesund sein? Willst du jede Sünde überwinden?" fragt Gott. Und wir können dann entscheiden oder sagen: Ja oder Nein.

[17:52] Auf jeden Fall ist ein interessantes Studium. Ich möchte auch hier euch ermutigen, das für euch persönlich selber weiter zu studieren und für euch weiter zu vertiefen. Möchte mit euch ein Zitat teilen aus "Der große Arzt" Seite 392 bis 94: "Der in den Herzen der Menschen liest, kennt ihren Charakter besser als sie selbst. Er sieht, dass einige Kräfte an Fähigkeiten haben, die, wenn sie richtig gelenkt werden, zum Fortschritt seines Werkes eingesetzt werden könnten. In seiner Vorsehung bringt er diese Personen in besonderen Situationen und unterschiedliche Umstände, damit sie in ihrem Charakter die Fehler entdecken, die sie bisher nicht bemerkt haben. Er gibt ihnen Gelegenheit, diese Fehler zu korrigieren und sich selbst für seinen Dienst tauglich zu machen. Und oft lässt er zu, dass sie leidvolle Erfahrungen machen, damit sie daran wachsen und reifer werden."

[18:59] Das ist ein wundervolles Zitat und es zeigt uns, dass Gott in uns Dinge sieht, die wir selber nicht sehen. Er sieht, welche Eigenschaften in uns versteckt sind, die auch beabsichtigt hat, dort zu sein, die aber nie ausgebaut wurden. Und wenn man den Menschen richtig führt, also ich rede von Gott, wenn er den Menschen richtig führt, dass er damit aus diesen Menschen einen großen Segen für sein Werk machen kann. Und deswegen lässt es zu, dass wir manche Situationen kommen, die uns nicht gut gefallen, wodurch wir aber wachsen können und reifer werden.

[19:36] Petrus sagt in 1. Petrus 1, Vers 6: "Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen." Es gibt Situationen, die uns wirklich nicht gefallen. Werde ich nachher noch eine Geschichte erzählen von Richard Wurmbrand. Aber er sagt, wir werden uns daran freuen, weil uns das an einen Punkt der Erfahrung bringt, die unbezahlbar ist. Ich habe das selber auch erlebt in meinem ganzen Werdegang, der direkt mit der Krebsdiagnose, die ich bekommen hatte damals. Ich hatte Situationen, weil mein Vater ja kurz zuvor auch an Krebs gestorben war, wo ich nur noch heulen konnte. Es ging nicht weiter. Aber ich kann nicht sagen, im Nachhinein, ohne das jetzt zu tief zu vertiefen, das kann man an anderer Stelle mal machen. Ich will diese Erfahrung auch nicht mehr missen, weil es mir Gott nahe gebracht hat. Nicht Gott mir, sondern ich wurde Gott näher gezogen dadurch, was vorher so nicht Realität war. Und es ist so kostbar, diese Erfahrung gemacht zu haben. Ich bin so dankbar auch dafür, auch wenn ich viele Fehler gemacht habe, in gewisser Hinsicht, und es das Leid verlängert hatte, wo es heute kürzer sein können. Dann bist du ein bisschen an Israel erinnert, die nach zwei Jahren vor den Toren Kanaans standen, aber durch den eigenen Glauben 40 Jahre wandern muss, dann wohl es zwei Jahre hätten sein können.

[21:01] Auf jeden Fall, es ist es in goldenen Erfahrungen, die ihr lieben Geschwister. Und wenn die Offenbarung davon spricht, ja, dass auch die ca. dieses Gold des Glaubens braucht, dann kann ich euch sagen, es gibt nichts Kostbareres, als wenn wir uns in Gottes Hände fallen lassen, weil er keine Fehler macht und er ja immer das Beste im Blick hat und das.

[21:24] Ja, immer das Beste im Blick hat. Und das ist das, was ich auch noch mal hervorheben möchte, werden, dass in der letzten Woche schon studiert, wenn Gott mit uns in einem Rechtsstreit geht. Hier, Psalm 118, gibt es einen bekannten Text, das ist dann auch mal gemeinsam noch aufschlagen. Dieser Vers 8. Das ist wirklich ein Schlüsseltext, wenn wir über diese Erfahrung sprechen.

[21:49] Etwas 18, Entschuldigung, Gott sagt: "Kommt, doch wir wollen miteinander rechten", spricht der Herr. "Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie Schnee. Wenn sie rot und karmesinrot sind, sollen sie weiß wie Wolle werden." Gott sagt hier, unsere Sünden auch so rot wie Karmesin, sehen so rot wie Blut. Im Blut, sagt er, nicht so gut wie Scharlach, solltest du weiß werden wie Schnee. Aber wie geschieht das? Er sagt hier, Vers 18, am Anfang: "Kommt, doch wir wollen miteinander rechten." Wir lieben, wenn Gott mit uns in einen Rechtsstreit geht, wenn er mit uns in eine Prüfung geht, dann immer zu unserem Besten, zu unserem Vorteil, damit wir von dem, was scharlachrot ist, zu dem kommen, was weiß wie Schnee und Wolle wird.

[22:35] Genau das Gleiche wird übrigens auch noch in diesem Zitat hier ausgeführt, was wir gerade gelesen haben, in "Die Fußspuren des großen Rates" zur Seite 393 und 394. Im vollen Tageslicht und beim Durcheinander vieler Stimmen will der Vogel im Käfig nicht das Lied singen, das ihn sein Meister lehren will. Er lernt ein paar Takte von einem Lied und einen Triller von einem anderen, aber nie eine vollständige Melodie. Ich weiß nicht, wer von euch mal Vögeln Lieder beigebracht hat. Ich nicht, aber ich kann nachvollziehen, worum es hier geht. Wenn der Vogel abgelenkt ist mit vielen Stimmen, viele Melodien und Lieder, die wir hören, alles hell und viele Eindrücke, wird er nie das Lied lernen, das der Meister ihm lehren will. Er lernt ein paar Takte von einem Lied, ein Triller von einem anderen, aber nie eine vollständige Melodie. Merke dir das Wort "vollständig". Gott möchte uns vollständig wiederherstellen, vollständig von Sünde frei machen. Ja, Paulus sagt, der das gute Werk in uns angefangen hat, wird es auch vollenden.

[23:40] Ja, dann ist mir die Frage: Was ist vollenden? Was ist Vollendung? Etwas, das fertig ist, das keine weiteren Schritte mehr bedarf, verbessert zu werden. Das heißt nicht, dass wir nicht mehr lernen werden, denn Jesus war vollkommen. In Lukas 21, Vers 52, sagt er: "Zunahme an Gnade und Weisheit." Aber in diesem Prozess der Reinigung, des Schmelzofens, dass wir da keine weitere Ausmerzung der Sünde mehr bedürfen.

[24:13] Dann denkt der Meister den Käfig ab und stellt ihn dorthin, wo der Vogel nur das eine Lied hören kann, das er singen soll. In der Dunkelheit versucht er nun immer wieder dieses Lied zu singen, bis er es gelernt hat. Und irgendwann ertönt dann die vollständige Melodie. Nun wird der Vogel aus der Dunkelheit befreit und kann sein Lied auch im Hellen singen.

[24:35] Genauso verfährt Gott mit seinen Kindern. Er möchte uns ein Lied lehren, und wenn wir es inmitten der Schatten der Bedrängnisse gelernt haben, können wir es danach immer singen. Das erinnert mich an diesen Bibeltext mit dem Lied Moses, dem Lied des Lammes. 244.000 singen werden, dass Gott unser Lied beibringen möchte, ein Lied der Erfahrung, das aber nicht möglich ist, weil wir den sündhaften Neigungen so weit hineingetaucht sind, dass wir nicht in der Lage sind, im hellen Tag zu lernen. Deswegen brauchen wir manchmal diese Anfechtungen.

[25:18] Wir haben letzte Woche studiert, was das alles bedeutet. Ich werde das nicht mehr alles wiederholen. Falls ihr noch Fragen dazu habt, schaut gerne noch das Thema von letzter Woche an. Aber ja, das ist letzten Endes der Weg, den Gott uns führt. Wie Petrus sagt, dass wir uns freuen werden, denn das vorbei ist. Und ich kann das bestätigen, die Erfahrungen sind schmerzhaft, sie tun weh, aber es ist so heilbringend. Paulus sagt den Titus 2, Vers 11.

[25:52] Lass uns noch eine Geschichte im Alten Testament ansehen. 2. Mose, Kapitel 14. Das ist auch sehr interessant, wie Gott hier Israel vorbereitet hatte und Israel geführt hatte. Wir können hier nicht das ganze Kapitel lesen. Ist jetzt mal voraus, dass sie das auch selber studiert haben oder noch studieren werden. Falls ihr das Kapitel noch nicht gelesen habt, drückt auf Pause und lest das Kapitel und dann schaltet wieder ein.

[26:27] Unser Schlüsseltext ist in 2. Mose 14, Vers 10, wo es heißt: "Und als der Pharao nahte, ihnen kam, also Israel war mittlerweile ausgezogen, sie stand nun vor dem Roten Meer, links und rechts die Berge, vorhin, wie gesagt, das Meer, und hinter ihnen kam der Pharao." Und sie erhoben ihre Augen, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Da fürchteten sie sich, fürchten sich die Kinder Israels sehr, und sie schrien zum Herrn.

[26:58] Das ist so eine faszinierende Geschichte, weil die Frage ist, wie Gott hat sein Volk ausgeführt. Warum waren sie jetzt nicht zur Sackgasse? Warum kam die Ägypter? Hat Gott sie geführt? Sicherlich, und das zeigt uns auch der Bericht, wenn man so ein bisschen zwischen den Zeilen liest, dass sie gesagt haben: "Was soll das jetzt? Wo ist Gott? Warum hat er uns hierher gebracht, dass wir hier sterben?"

[27:20] Aber lass uns noch mal weiter lesen. Und sie sprachen zu Mose: "Gibt es etwa keine Gräber in Ägypten, dass du uns weggeführt hast, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten herausgeführt hast? Haben wir dich nicht schon in Ägypten dieses Wort, dieses Wort gesagt: Lasst uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen!" Das ist so lächerlich, das zu behaupten. Sie haben gelitten unter dieser Knechtschaft, Ägypter.

[27:48] Und das ist so ein Punkt, was ich oft auch gesehen habe, auch in meinem eigenen Leben. Theoretisch reden wir so viel wir können, Vorträge halten wir, keine Hallen füllen wir, wir können Bibelstunden ausarbeiten, wir können der Sambaschule uns zueinander sprechen und sagen: "Ja, wenn Gott es so macht, wir sind bereit, wir wollen es tun." Aber wenn dann die Situation kommt, wo unser Mut, unser Glaubensmut gefordert ist, dann sieht es ganz anders aus.

[28:22] Ich meine, wer, wenn er geknechtet wird und als Sklave dienen will, der will da nicht raus. Kommen sie, benutzen die Argumente, die wirklich gotteslästerlich sind, denn es wäre für uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben. Aber Achtung, bevor wir anfangen zu schimpfen über die Israeliten, bedenkt, dass der Geist der Weissagung gesagt hat, dass der Zustand in der Gemeinde am Ende der Zeit dem Zustand der Kinder Israels gleichen wird. Die gleiche Rebellion, obwohl wir mehr Erkenntnis haben, mehr Wissen haben. Und wir stehen wie Israel damals auch kurz davor, also nicht in diese Geschichte, aber im weiteren Verlauf kurz davor, das himmlische Kanaan zu betreten.

[29:10] Und Ellen White schreibt an so vielen Stellen, das ist klar Unglaube und Murren und Rebellion ist, dass wir da nicht eintreten können. Deswegen lass uns das hier nicht mit diesem erhebenden Finger lesen: "Und wie konnten sie nur? Sie haben noch Gott gesehen." Was haben wir denn alles gesehen? Was wissen wir denn alles über Gott? Die Frage ist: Kennen wir Dinge über Gott oder kennen wir Gott selbst?

[29:38] Narkose ist interessant, wo sie besprach zum Volk: "Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des Herrn, die er euch bereiten wird, denn diese Ägypter, die heute seht, die werdet ihr nicht wiedersehen in Ewigkeit." Der Herr wird für euch kämpfen. Ihr sollt still sein. Menschlich gesehen ist das ein absolut bescheuerter Schlachtplan. Wenn du vor einem Meer stehst, links und rechts Berge, Sackgasse, sitzt hinter dir, kommen die Armee, die dich töten will oder zurückholen will, wie auch immer.

[30:08] Und Mose sagt: "Seid still, macht nichts." Ja, das heißt nicht hier, sagen will, dass Gott dazu auffordert, faul zu sein oder nichts mehr zu tun. Der Punkt ist, wir sollen uns den Kopf nicht zerbrechen, sondern auch handeln. Und wir handeln viel zu wenig heutzutage. Aber es gibt Situationen, da können wir menschlich nichts mehr machen. Es ist interessant, dass Mose das sagt. Aber ich finde, es ist fast schon humorvoll, wenn man weiterliest, wie Gott reagiert dann auch.

[30:36] Die Predigt, die Mose gehalten hat, stimmt. Und der Herr sprach zu Mose: "Was schreist du zu mir?" Man muss das ein bisschen mit einem Schmunzeln lesen, wo er hält hier diese ja, diese Predigt gesagt: "Steht fest, zählt die Rettung des Herrn und seid still. Der Herr wird für euch kämpfen." Und Gott sagt: "Was schreibst du zu mir? Sage den Kindern Israels, dass sie aufbrechen sollen." Ja, Mose hat zwar gesagt: "Seid still, er wird für euch kämpfen." Und Gott sagt: "Ein gewisser Weise, ja, aber sie sollen jetzt aufbrechen. Sie sollen ihrem Glauben entsprechend handeln."

[31:11] Ja, es ist jetzt Zeit, voranzugehen, nicht stehen zu bleiben, dann nichts mehr zu machen. Du aber hebe deinen Stab auf und strecke deine Hand über das Meer und teile es, damit die Kinder Israels mitten durch das Meer auf dem Trockenen gehen können.

[31:28] Und wir kennen den weiteren Verlauf, Vers 19: "Er hob sich der Engel des Herrn, der vor dem Heer Israels herzog, trat hinter sie. Sie hat sie beschützt. Die Wolkensäule war ja da, ist ja nicht so, dass Israel Gott nicht mehr gesehen hat, auf einmal erweitert da. Und trotzdem haben sie angefangen zu murren. Und genau so ist auch bei uns. Wir sehen Gottes Wirken, fangen an zu murren."

[31:49] Und Gott trat hinter sie, und die Wolkensäule vor ihm machte sich auf und trat hinter sie. So kam sie zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Und sie war für die einen eine Wolke und Finsternis für Ägypten, und für die anderen erleuchtete sie die Nacht, so dass sie diese und jene, die ganze Nacht nicht zusammenkamen. Diese Begebenheit ist nachts passiert, ja. Das hat das Ganze noch verschlimmert.

[32:16] Es ist interessant, ich wusste lange nicht, dass das nachts passiert ist, als sie da vor dem Roten Meer standen. Die Ägypter waren dunkle eingehüllt, und Gott hat sie vollständig gedreht. Von den Ägyptern ist sehr, sehr mutig in der Geschichte.

[32:36] Ja, und dann erkennt, dass Mose hebt die Hand über das Meer mit dem Stab. Gott teilt das Meer, und die ganze Nacht hindurch hat diese Ostwind das Gegenteil. Sie konnten durchlaufen. Die Ägypter dann hinterher irgendwann.

[32:51] Und es geschah dann, Vers 21, als die Morgenwache kam, da schaute heraus der Feuersäule und der Wolke auf das Heer der Ägypter und verwirrte das Heer der Ägypter und erlöste die Räder von ihren Streitwagen und brachte sie ins Gedränge. Also Gott als Mechaniker, die Schrauben gelöst, und die Wagen sind kaputt gegangen.

[33:10] Da sprachen die Ägypter: "Lasst uns vor Israel fliehen! Erstmal verfolgt das wollen sie fliehen, denn daher kämpft für sie gegen die Ägypter." Und das spricht Gott wieder zu Mose: "Soll die Hand ausstrecken." Er hat es getan, und bei Anbruch des Morgens, im Morgengrauen, kam das Meer zurück, und alle Ägypter waren mehr als 30. So rettete Herr Israel an jedem Tag aus der Hand der Ägypter, und Israel sah Ägypter tot am Ufer des Meeres.

[33:43] Jetzt ist die Frage, was hat Gott mit diesem bisherigen Begebenheit beabsichtigt? Warum hatte sie an diesem Punkt geführt? Warum haben sie überhaupt noch die Ägypter gesehen? Ja, ich meine, hätte sie ausführen können, werden sie von da an nie wieder sehen können. Warum hatte sie dorthin geführt, wo sie vor dem Meer standen, links und rechts die Berge? Und ja, warum mussten sie das miterleben?

[34:06] 2. Mose 31 gibt die Antwort, dass Israel die mächtige Hand, mit welcher der Herr an den Ägyptern gehandelt hatte, und das Volk fürchtete den Herrn, und sie glaubten an den Herrn und an seinen Knecht Mose. Das ist so ein faszinierender Text, der uns hier gibt.

[34:23] Berichtet wird. Überlegt mal, was dieser Text sagt. Sie sahen die mächtige Hand, mit welcher der Herr an Ägypten gehandelt hatte. Frage: Haben sie die Hand Gottes vorher nicht auch schon gesehen in Ägypten mit den Plagen, als sie ausgeführt wurden? Haben sie die Hand vorher nicht auch gesehen?

[34:49] Und es geht weiter. Das Volk fürchtete den Herrn, und sie glaubten an den Herrn und an seinen Knecht Mose. Wenn ihr zurückdenkt an die Geschichte zuvor, warum hat Gott sie dahin gebracht? Die Frage: Sie haben angefangen gegen Mose und Aaron besser in Ägypten zu sein, Ägyptern zu dienen, das hier zu sterben. Und sie dachten, Gott würde sie umbringen oder umbringen lassen.

[35:11] Das zeigt, das ist das, was 2. Mose 31 bestätigt. Sie hatten keinen Glauben an Gott. Sie haben Gott nicht gefürchtet. Sie haben nicht ihm vertraut und sie haben vergessen, wie er in Ägypten für sie gewirkt hat. Und das ist der Punkt, der Grund, warum Gott sich in diesem Punkt hier führt, um ihnen diese Erfahrung zu geben, dass sie noch einmal sehen und erfahren, was Gott in der Lage ist zu tun.

[35:36] Er wollte ihnen das Vertrauen Gottes einschärfen. Und auch hier, lass es das nicht einmal theoretisch irgendwo im Kopf haben. Wir müssen verstehen, dass unser Zustand dem von Israel gleichen wird. Denn ich meine, denkt mal die weitere Geschichte in der Wüste. Wie oft hat Gott sie an einen Punkt geführt, wo er ihren Glauben stärken wollte, und sie aber wieder durch Unglauben dagegen gegangen sind.

[36:03] Gott wollte ihren Glauben stärken, und sie haben hier den Herrn gefürchtet, an ihn geglaubt und vor allem auch nicht, vor allem unter anderem auch die Autorität von Mose anerkannt. Das kommt später immer wieder, wo sie die Autorität von Mose ankreiden, auch in der Geschichte mit Korah und seiner Rotte, dass sie jetzt eine eigene Führung haben wollen, nicht mehr Mose. Und Gott hat so bestätigt, dass er Mose gesandt hat und dass er selbst hier unter ihnen war.

[36:34] Deswegen, wenn wir in Situationen kommen, wo wir uns vielleicht denken, da war ich doch schon mal. Wenn man es gibt viele, willkommen gleich.

[36:47] Kann sein, dass Gott uns an einem Punkt wieder führen möchte, weil wir zuvor an diesem Punkt in anderen Situationen versagt haben. Und Gott möchte uns, er führt uns so lange wieder an diesem Punkt, bis wir es verstanden haben und weitergehen können. Ich hatte in der letzten Woche das Beispiel von Jona angesprochen. Jona ist zwar auch noch mal eine Geschichte für sich, aber das ist genau die Herangehensweise, die Gott damit hatte. Jona hatte von Gott einen Auftrag, hat sich dagegen entschieden, hat rebelliert, und Gott ist ihm nachgegangen, hat durch verschiedene drastische Maßnahmen versucht, ihn zu erreichen, bis er es verstanden hatte. Und dann am Ende doch wieder nicht.

[37:31] Ist bisschen seltsam mit Jona gewesen, aber das ist das auch, warum Israel hierhin geführt wurde, weil sie nicht den Glauben hatten, nicht die Furcht vor Gott, auch nicht die Leiterschaffung, die Gott eingesetzt hat, er anerkannt haben. Und solltet ihr immer wieder an einem Punkt geführt, wo er sie wachsen lassen wollte.

[37:57] Etwas Ähnliches finden wir in 2. Mose 17. Es ist nicht so lange her, nach dem Durchzug durchs Rote Meer, bis zu dieser Begebenheit hier, als das Wasser bitter war. In Konstan, mit an einem Punkt geführt, wo es um Wasser ging, denn sie waren es mittlerweile in der Wüste, einige Zeit ist vergangen, und es gab kein Wasser zu trinken. Und Gott wollte wieder sehen. Ich meine, hat die ganze Zeit auf sie aufgepasst. Das heißt, die Wolkensäule war für sie auch eine Kühlung am Tag. Gott hat eine lebendige Klimaanlage geschickt. Er war in der Lage, an immer willig für alle ihre Bedürfnisse zu sorgen. Aber dadurch, dass sie ständig gemacht haben, nicht geglaubt haben und Gott nicht vertraut haben, muss er sie immer wieder, wie wir es gelesen haben, diesen Vogel im Käfig, an den Punkt führen, wodurch sie erkennen konnten, was für einem Zustand sie sind.

[38:49] Und indirekt er sie fragen konnte: "Wollt ihr gesund werden? Wollt ihr ja, im Glauben wachsen?"

[39:02] Lassen wir mal 2. Mose 17, Vers 1, von Vers 1 ab: "Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels zog aus der Wüste Sinen, ihre Tage reiste nach dem Befehl des Herrn, und sie lagerte sich in der Regel. Aber da hatte das Volk keine Wasser zu trinken."

[39:22] Und jetzt ist der Punkt, was passiert? Jetzt wieder dasselbe wie vor dem Durchzug durchs Meer. Darum stritt das Volk mit Mose, und sie sprachen: "Gebt uns Wasser, das wir trinken." Mose sprach zu ihnen: "Was streitet ihr mit mir? Warum versucht ihr den Herrn?"

[39:40] Interessant, wenn wir in Kontakt mit einer Führerschaft sind, die Gott eingesetzt hatte. Ja, es mag sein, dass es auch eine Führerschaft gibt, die in der Leitung ist in der Gemeinde, die Gott nicht eingesetzt hat. Aber wenn wir auch auf Menschen treffen, die wirklich gottesfürchtig sind, dann ist, wie die Bibel sagt, wenn wir sie angreifen, sie angreifen, dann versuchen wir Gott damit. Und das ist auch der Grund, warum wir vorhin gelesen haben in Kapitel 40, das 31, dass Gott auch die Autorität Mose stützen wollte, weil er sein Stellvertreter war. Er nicht im Sinne von Papst, aber ja, ihr versteht, was ich meine.

[40:21] Und so sagt Mose: "Das wäre mit der geistigen Leiterschaffung streitet den Herrn." Versucht.

[40:27] Als nun das Volk dort nach Wasser dürstete, da mussten sie gegen Mose und sprachen: "Warum hast du uns aus Ägypten herausgeführt, um uns, unsere Kinder und unsere Vieh dursten sterben zu lassen?" Auch hier wieder völlig vorhin hieße sie. Sie haben an Gott geglaubt, und sie haben den Herrn gefürchtet. Sie haben Mose anerkannt. Aber kurze Zeit später war das alles wieder weg.

[40:51] Und das ist auch ein großer Grund, eine große Gefahr. Wir stehen, dass wir uns nicht von Gefühlen oder Umständen leiten lassen und seinen Glauben an Bord werfen, wenn wir diese Versuchungen kommen. Jeweils gefallen aus Fragen des Appetits. Und die erste Versuchung, mit der Jesus in der Wüste konfrontiert wurde, war auch eine Frage von Appetit. Und Jesus hätte auch sagen: "Also heiß hier und die Sterne, und ich will dich im Himmel." Und da, aber er hat sich nicht den Gefühlen hingegeben. Er hat sein Vertrauen auf Gott gestürzt, hat festgehalten an diesen einfachen Prinzipien, auf Gottes Wort zu bauen.

[41:27] Und ja, er war Jesus, aber er war und das Beispiel gesetzt. Er hat uns gegenüber keine Vorteile. Und das sehen wir oft nicht. Dies war ein Mensch wie wir, ein Mensch wie wir. Heißt nicht ein Mensch mit einem Vorteil, sondern ein Mensch wie wir. Gleiche Voraussetzungen, gleiche Möglichkeiten, weil nur dadurch konnte auch der Lösungsplan wirklich greifbar sein. Hätte Jesus irgendwie eine Stufe gehabt, vorüber und steht schon ein Mensch, habe so ein bisschen gegenüber, Mensch, was hätte er uns das gebracht? Das hätte uns nichts gebracht.

[42:00] Und sagt, anstatt sagen können: "Ja, du hast ein Vorteil, aber ihnen hilft das nicht." Und es wäre so. Deswegen kam er auf unsere Stufe, um genau diesen Vorteil aufzugeben, dass wir sehen, auch wir lernen können, genauso diesen Weg zu gehen, den er gegangen ist.

[42:17] Jedenfalls gehen wir zurück zur Geschichte. Das schrie Mose zum Herrn und sprach: "Was soll ich mit diesem Volk tun? Es fehlt nicht viel und sie werden mich..."

[42:27] fehlt nicht viel und sie werden mich noch steinigen. Und der Herr sprach: Mose, tritt hin vor das Volk und nimm die ältesten von Israel mit dir. Nimm den Stab in deiner Hand, mit dem du der Nähe geschlagen hast, und gehe hin. Siehe, ich will dort vor dir auf dem Felsen am Horeb stehen, und du sollst auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser herauslaufen, damit das Volk zu trinken hat. Musste Tat sie es vor den Augen der ältesten Israels. Da gab man dem Ort den Namen Massa und Meriba, wegen der Herausforderung der Kinder Israels, was ihren Herrn versucht und gesagt hatten: Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht?

[43:08] Das ist eine Wegmarke, die dahin geführt hat, mir gezeigt hat, dass er ständig in der Lage ist, das zu tun. Gott hat uns gehört, aber hat Israels Glauben darin wieder prüfen wollen, weil sie leider nicht bereit waren. Weil es interessant, weil wenn wir zwei Kapitel nach vorne, jedem Kapitel 15, das ist sogar, es ist drei Tage nach dem Durchzug in Ägypten gewesen, sich dem Durchzug durch das Rote Meer. Heißt es hier, Kapitel 15, Vers 22: Danach ließ Mose Israel vom Schiff Meer aufbrechen, dass sie zur Wüste gezogen und sie wanderten drei Tage lang in der Wüste und fanden kein Wasser. Da kamen sie nach Mara, aber sie können das, was davon machen, nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man es Mara. Da musste das Volk gegen Mose ansprechen: Was sollen wir trinken?

[44:03] Ist immer wieder dasselbe gewesen. Wir hatten gelesen, nach dem Durchzug durchs Meer, sie haben Gott geglaubt, sie haben fürchte, sie haben Mose anerkannt. Drei Tage später, oder alles weg. Und dann kommt dieser entscheidende und wundervolle Verheißungstext. Sie haben dann getrunken, das war bitter. Gott hat gesagt, man so ein Holz da reinwerfen, es wurde süß.

[44:33] Und dann heißt es sehr interessant, dass 25 letzte Satz dort an diesem Ort, wo das Wasser süß wurde, gab er ihnen Gesetz und Recht und dort prüfte er sie. Das heißt, Gott hat ihn nochmals vorgelegt, was sie tun sollen, um gesund zu bleiben, ein erfolgreiches Leben im geistigen Sinne zu führen.

[44:51] Für 26: Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, eifrig gehorchen wirst und tust, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren fasst und alle seine Satzungen hältst, so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe, denn ich, der Herr, bin dein Arzt. Das ist so ein wundervoller Verheißungstext und Gott macht ihn deutlich: Wenn er mir treu bleibt, dann werde ich für euch sorgen.

[45:19] Und sie hatten das verstanden, als sie durch das Meer gezogen sind, Gottes Stimme zu gehorchen und zu gehen. Wenn er sagt, geht, dann kamen sie nach Mara, nicht funktioniert hat. Sie wieder an diesem Punkt gebracht hat. Es hier nochmals gesagt und gezeigt, wie gesagt: Ich werde für euch sorgen, ich bin euer Arzt, vorausgesetzt, ihr werdet tun, was ich euch sage.

[45:36] Und dann kam das, was sie mit dem Felsen in Maribor gelesen haben, Vers 17. Wieder einige Zeit vergangen, wahrscheinlich nicht allzu viel. Es ist immer noch die Rede von Tage reißen und wieder fangen sie an zu murren und kurz hatte sie wieder in einem Punkt geführt, wo er gucken wollte, haben sich geändert, wo ihn selbst zeigen wollte, habt ihr euch geändert, und es hat nicht funktioniert.

[45:59] Und das ist eine eindrucksvolle Geschichte. Es ist traurig auf der einen Seite, aber es ist eine Lehre für uns, dass uns klar wird, dass wenn wir in einer Prüfung nicht bestehen, nicht gereinigt werden aus Unglauben, dass Gott uns wieder an diesen Punkt führt, damit wir überwinden können.

[46:20] Und dass ich glaube, ich, dass ich glaube, ich ein Grund, warum viele Leute sein Problem haben mit der Vollkommenheit, mit der Sinnlosigkeit, weil sie nie vollständig Gottes in die Hand geben und nicht nach der Überwindung trachten, weil es immer wieder fallen und sehen, na ja, es geht ja nicht. Wahrhaben Fehler, dass sie ihre Erfahrung als Maßstab nehmen und machen den Fehler, dass sie ja, es gab auch nicht zu trauen, weil sie daran festhalten und ihren Gefühlen, ihren Neigungen in den Umständen nachgeben. Das ist das, was wir lernen können in der Geschichte von Israel.

[46:59] Ich hatte euch vorhin gesagt, dass ich euch noch eine Geschichte erzählen möchte von Rembrandt. Er war ein rumänischer evangelischer Prediger, dem Kommunismus gelebt hat. Und ich möchte ich die Geschichte erzählen, weil durch Zeugnisse die Offenbarung sagt uns, könnte es gerne mal zusammen aufschlagen, in der Offenbarung 12, Vers 11. Lass uns das mal gemeinsam lesen. Dort lesen wir: Und sie, die Gläubigen, haben ihn überwunden, den Teufel, um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und haben ihr Leben nicht gelebt, das in den Tod.

[47:36] Es gibt zwei Dinge, mit denen wir überwinden: das Blut des Lammes und das Wort unseres Zeugnisses, weil das nämlich davon zeugt, wie die Überwindung mit dem Blut des Lammes unserem Leben stattgefunden hat.

[47:52] Und jedenfalls Rembrandt, er war im kommunistischen Gefängnis 14 Jahre lang wegen seinem Glauben. Es gibt einen sehr interessanten Film, den können den gerne mal anschauen, er heißt "Der Kreis", also gequält um Christi willen. Und das sind sehr bewegende Filme, sehr eindrucksvoll. Da werden übrigens auch Siebenten-Tags-Adventisten erwähnt in dieser Dokumentation. Denke, ich erinnere mich an eine Begebenheit, da mussten die ganzen Gefangenen unter den Kommunisten, ich glaube, einen Damm bauen im tiefsten Winter, zwei sich kalten Rumänien. Und dann wurde jemand geschlagen in der Ferne und dann hat man gesagt: Oh, es muss wieder Samstag sein. Sie schlagen die Siebenten-Tags-Adventisten.

[48:40] Jedenfalls Rembrandt hat erzählt, dass er teilweise in diesem Gefängnis, monatelang, jahrelang, eine Blume gesehen hat, kein Vogel gehört hat, keine Sonne gesehen hat, völlig isoliert war. Das einzige, was er gesehen hat, war grau, graue Zellen, graue Wände. Eine gesagt, das ganze Denken ist grau gewesen.

[49:05] Und es gab eine Begebenheit, wo er dann gesagt hat: Ich bin in diesem Gefängnis, ich habe nicht mehr die Möglichkeiten, meinen Brüdern und Schwestern dann Wort zu studieren. Ich kann es nicht mal selber lesen, aber ich würde es so gerne. Und das wäre mal klar geworden, was wir für ein Privileg haben, dieses Buch aufschlagen zu können. Lasst uns das nutzen.

[49:23] Man hat gesagt: Herr, wenn ich es nicht lesen kann, bitte sprich du zu mir, dass ich dann Wort höre. Und er sagte dann, Gott hat ihn etwa eine Frage gestellt. Normalerweise wünscht man sich vielleicht ein Wort der Ermutigung oder ein Wort der Aufheiterung in solchen Situationen. Aber Gott hat meine Frage gestellt, hat gesagt, er konnte es ziemlich klar in seinen Gedanken wahrnehmen, dass Gott ihn fragte: Wie ist dein Name?

[49:56] Da dachte sich: Wie ist dein Name? Aber er hat verstanden, was Gott ihm sagen wollte. Er hat dann gesagt: Wenn ich jetzt "Ritter" sage, er muss nämlich denken an einen bekannten, also im weiteren Sinne, bekannten, der auch Ritter hieß, der seines Glaubens willen hingerichtet wurde. Und er sagte: Wenn ich jetzt sage, habe ich Angst, dass ich hier meines Glaubens willen getötet werde. Wenn ich Pastor sage, was er ja war, dann habe ich Angst, Pastor zu sagen, weil ein Pastor auf seine Herde aufpasst, und ich habe das leider oft versäumt.

[50:35] Und er hat dann gesagt: Herr, ich habe keinen Namen. Gesagt, aber lass mich deinen Namen tragen. Und das ist so faszinierend gewesen, als ich das gehört habe, wir das berichtet hatten, seinem Zeugnis, weil man sieht, dass dieser Mann eine Erfahrung gemacht hat, auch in einem Schmelztiegel, den unfassbar weit gebracht hat, dass er erkannt hat, er hat keine Stellung, kein Titel, keinen Namen vor der Welt. Aber ist in der Lage, durch Gottes Gnade, den Namen Jesus zu tragen.

[51:09] Und ich glaube, dass viele von uns, ich meine, keiner von uns hat das so, die wenigsten von uns haben das so erlebt, in so einem Zustand im Gefängnis zu sein, von den Kommunisten. Aber die Bibel spricht davon, dass das der nahe Zukunft Realität werden kann. Und die Frage ist, ob wir dafür bereits den Jesus-Namen zu tragen, auch im Leiden, ob er willig sind, um seines Namens willen zu leiden und das auf uns zu nehmen, was diese Menschen erlebt haben.

[51:42] Denn wenn wir jetzt für Versuchungen stehen, was auch immer es sein mag, ich glaube, die meisten sind nicht so groß, wir denken. Wir haben ein Problem damit, weil wir verstehen würden, dass wir das aufgeben müssten, und das mögen wir oft nicht. Aber das hat mich auch sehr bewegt, ja zu sagen: Ich habe keinen Namen, aber lass mich deinen Namen tragen.

[52:02] Und dass es, ich meine, die Erfahrung, die Rembrandt gemacht hat, dort im Gefängnis, das ist ja wirklich unbeschreiblich, wie Gott ihn darin geführt hat. Und es ist mein Gebet, dass wir auch zu seiner Erfahrung kommen. Es muss nicht jeder im Gefängnis sein, es wird auch wahrscheinlich nicht jeder ins Gefängnis kommen, aber jeder braucht seine Schmelztiegel-Erfahrung, damit wir nicht wie Israel ständig in dem Punkt kommen, wo wir immer wieder anfangen zu meckern und zu murren und uns gegen Gott, gegen seine Ordnung, gegen sein Wesen, gegen seine Autorität, letzten Endes auflehnen werden.

[52:46] Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig Zeit in mancherlei Anfechtungen, damit das die Begründung, die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das noch durchs Feuer erprobt wird, Lob und Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.

[53:11] Ihr Leben, wir kennen die Texte über Laodizäa. Wir verstehen, dass Laodizäa einen Mangel hat. Wir sehen, dass Jesus zu ihnen sagt: Ihr denkt, ihr seid, ihr seid gar nicht. Und nach der Definition, das Gold, das Jesus der Gemeinde anbietet, ist Glaube. Und das sind ein zweiter Punkt, weil er glaubt, dass sie glauben, aber sie glauben gar nicht, weil Jesus ihnen Glauben anbietet, weil dieser bereinigte Glaube, der frei ist von Ich, frei von Selbstsucht, frei von Egoismus, das ist der Glaube, den die Gemeinde haben muss.

[53:42] Und Gott allein kann uns in diesem Schmelztiegel ja, das hervorbringen. Deswegen, wie Petrus sagt, lass uns nicht als etwas Fremdartiges betrachten, das uns zuwider ist. Es ist wichtig zu verstehen, wie wir es auch eingangs gelesen haben, dass Gott den, den Vogel ja abdeckt. Nicht jeder muss gleich vom Schlimmsten ausgehen. Glaubt mir, es ist schon eine große Erfahrung, eine große Situation für uns.

[54:14] Einfach das ganz einfache Beispiel: Wenn wir am Pott stehen, ja, und dann gibt es jemand, gibt es für uns einen schönen veganen Kuchen, sind noch vier Stücke da und vor mir stehen vier Leute in der Schlange. Welche Gedanken kommen dann in mir auf? Werde ich sagen: Okay, ich gerne meinen Geschwistern, dass jeder ein Stück bekommt, oder werde ich sagen: Du können vielleicht teilen, was auch nicht verkehrt ist, man soll ja auch teilen. Aber da dieser Punkt ist, warum fragt ihn, weil ich auch was haben wir unbedingt, oder gar nicht ist den anderen. Und das ist wurde das ganze anfängt, ja, dass wir dort geprüft werden, ganz einfache kleine Dinge. Und wenn wir da bestehen, dann können wir auch weiter wachsen, weitere Prüfungen bewältigen. Wenn wir in den kleinen Sachen versagen, wie wollen wir dann große Dinge bestehen?

[55:07] Ich möchte euch noch zum Abschluss aus dem Advent Review und Service Teil vom 7. April 1903 ein Zitat vorlesen, dass ich eben auch darauf bezieht, dass wir gerade gelesen haben von der Begebenheit in Regime. Aber vor langer Zeit, schreibt ein weit, führte der Herr sein Volk nach Regime und vielleicht will er auch uns dorthin führen, um unsere Treue zu prüfen. Er führt uns nicht immer angenehme Orte. Sehen, wenn er es täte, könnten wir in unsere Eigenständigkeit vergessen, dass wir unser Helfer ist. Und das ist Israel passiert, dass wir Gott vergessen haben. Er sehnt sich danach, sich uns zu offenbaren, uns die reichen Vorräte zu zeigen, die uns zur Verfügung stehen.

[55:52] Und er lässt zu, dass Prüfungen und Enttäuschungen über uns kommen, damit wir unsere Hilflosigkeit erkennen und lernen, ihn um Hilfe zu bitten. Also nochmal zum zusammenfassend: Warum lässt Gott diese Dinge zu? Er sehnt sich danach, uns zu offenbaren, was die reichen Vorräte sind, hier zur Verfügung stehen. Wir haben keine Ahnung, was Gott mit uns machen möchte, so lange wir im eigenen Dunkel um tümpeln. Er will, dass unsere Hilflosigkeit erkennen und lernen, ihn um Hilfe zu bitten.

[56:25] Er kann bewirken, dass kühlende Ströme aus dem harten Felsen fließen. Wir werden nie wissen, wie viele Lasten er für uns getragen hat und wie viele Lasten jetzt hört gut zu, er gerne getragen hätte, wenn wir sie mit kindlichen Glauben zu ihm gebracht hätten, bis wir Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen, wenn wir sehen, wie wir gesehen werden und erkennen, wie wir erkannt werden.

[56:49] Es ist so faszinierend, Gott möchte unsere Lasten tragen, er möchte uns frei machen von all diesen Egoismus und Stolz und diesen Neigungen, vorausgesetzt, wir lassen uns zu. Und das ist eine harte Aussage. Wir behindern Gottes Werk oftmals durch unsere eigenen wichtigen Entscheidungen und wir behindern Gottes Werk sogar so dermaßen, dass Gott uns wieder an einen Punkt führen muss, wo unser Egoismus zerbrechen muss, damit wir beim nächsten Mal hervorgehen können.

[57:25] Ihr Leben, das was wir studiert haben, mit der Geschichte Israels ist eine interessante Begebenheit. Wir können das theoretisch gut aufarbeiten, aber ich möchte euch einladen, dass wir in unserem Leben gehen und auch wenn ihr das eine Sabbat-Hilfe erhaltet oder in der Gemeinde dieses Thema studiert, fragt nach konkreten praktischen Erfahrungen, denn es hilft uns nichts, wenn wir immer und immer wieder über Theorie reden und dann darüber beklagen, warum Israel so viel gezweifelt hat, wenn wir genau dasselbe machen.

[58:01] Und wenn wir nicht an dem Punkt kommen, wo wir diese Erfahrungen machen, diese praktischen Situationen durchstehen, aus unserer Sicht die Prüfung völlig wertlos ist, wenn wir das nicht bestehen, dann ist es schwierig für uns, kann zu betreten. Das war auch der Grund, warum Israel nicht eintreten konnte, warum die Generation, die in Ägypten war, gestorben ist in der Wüste, falls sie nicht dafür offenbar.

[58:27] Möchte mit euch zum Abschluss noch einen Text lesen. Wenn wir Geschwister haben, die sich Prüfungen vom Glauben abgekommen sind, ja, die nicht standgehalten haben, die aufgegeben, was ja durchaus passieren kann. Es ist sehr wichtig, dass du diesen Menschen auch mit Feingefühl begegnest, sie nicht überrumpelst und sagst: Du hast gesündigt. Es gibt durchaus Momente, wo das auch nötig ist, deutlich zu sprechen, aber nun ja, wie soll ich sagen, es ist entscheidend, dass wir den Menschen helfen auf diesem Weg und sie nicht einfach nur überrumpeln.

[59:08] Jesus sagte Matthäus 18, Vers 15: Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, oder in dem Kontext jetzt die den Prüfungen nicht standgehalten hat, so geh hin und weist ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Und wir kennen das auch, wenn es zu Problemen kommt, dass man von diesem Prinzip redet und das auch anwendet. Aber der Punkt ist, wir müssen uns immer vor Augen halten, alles, was wir tun im Werk Gottes, und deswegen können wir keine Trampeltiere sein. Alles, was sie zu einem Werk Gottes soll dazu dienen, um unserem Bruder, unserer Schwester zu retten.

[59:44] Und wenn jemand Schwierigkeiten hat den Prüfungen, dann ist es unsere Aufgabe, sie zu ermutigen, zu ihnen hin zu gehen, mit ihnen zu sprechen, so sagen: Lieber Bruder, liebe Schwester, wie kann ich dir helfen? Lasst uns gemeinsam beten, Erfahrungen teilen, nicht überrumpeln, nicht überstülpen, aber ihn an die Hand nehmen.

[1:00:01] Und wenn wir ähnliche Erfahrungen gemacht haben, durch das Zeugnis, das wir geben, ihn ermutigen, so dass er Mut fasst und sieht: Andere haben es geschafft, ich kann es auch schaffen. Das ist mein Wunsch, dass wir zu dieser Praxis zurückkommen, dass wir das tun, was Jesus getan hat, nämlich mit ganzem Herzen Liebe für die verlorenen Menschen zu haben und sie auf diesem Weg anzuleiten.

[1:00:29] Die Geschichte von Israel kann uns so viel beibringen, so viel lehren. Und ich möchte, wenn wir jetzt gemeinsam beten, euch nochmals einladen, so wie auch in der vergangenen Woche, wenn es euer Wunsch ist, dass wir das so vor Gott legen, dass wir sagen: Hier ist es gut, was wir gehört haben. Vielleicht waren auch interessante neue Dinge dabei, aber hilf mir, dass ich willig bin, dir in allem zu gehorchen und auch gereinigt zu werden im Schmelztiegel, egal was es ist. Und zu wissen, dass Gott immer die besten Absichten hat für uns.

[1:01:00] Das, wenn er mit uns ins Gericht geht, wenn er mit uns rechnet, immer zu unseren Gunsten, nach Jesaja 1, 18. Himmlische Vater, ich möchte dir von Herzen danken, dass wir auch dieses Thema studieren konnten. Es wird schön sein, auch die kommenden Wochen das nochmals zu studieren, zu vertiefen. Ich möchte dich bitten für mich selbst, aber in erster Linie auch für jeden Zuschauer, dass du uns hilfst, diese Erfahrung zu machen, dass wir willig sind, uns reinigen zu lassen, dass wenn du uns fragst: Willst du gesund werden? Willst du vollkommen werden? Willst du gereinigt werden? Dass wir sagen: Ja, ich möchte, dass du uns die weiteren Schritte führen kannst.

[1:01:40] Wir danken dir, Herr, dass du uns auf diesem Weg anleitest, dass wir diese Erfahrung machen dürfen und hervorgehen werden wie reines Gold. Das bitte ich im Namen Jesu. Amen.

[1:01:54] Ihr Lieben, in der nächsten Woche werden wir das Gesicht des Goldschmiedes uns ansehen, werden sehen, was das bedeutet, werden das nochmals einer anderen Perspektive studieren. Und ich lade euch ein, auch da dabei zu sein. Es wird ein wundervolles Thema werden, und ich bin gespannt, in welche Tiefen uns Gott dabei führen wird. In diesem Sinne, Gott segne euch und bis bald. [Musik]


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