In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour mit Olaf Schröer geht es darum, wie man mit schwierigen Passagen in der Bibel umgeht. Es wird betont, dass die Bibel Gottes Wort ist und wir sie nicht kritisieren, sondern uns ihr unterstellen sollen. Der Vortrag beleuchtet, warum es scheinbare Widersprüche gibt, wie wichtig die richtige Einstellung beim Bibelstudium ist und welche Prinzipien der Auslegung zu beachten sind.
Wie legen wir die Bibel aus? (CSH 2020 Q2) 12. Umgang mit schwierigen Passagen
Olaf Schröer · Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus? ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Grundlehren der BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Cannstatt Study Hour
Wir laden verschiedene Sprecher ein um mit uns gemeinsam die Studienhefte der Sabbat Schule des aktuellen Quartals zu studieren. Neue Folgen wöchentlich!
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
- Cannstatt Study Hour 2017 Q4: Der Römerbrief (Reformations-Spezial)
- Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens
- Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
- Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus
- Cannstatt Study Hour 2019 Q1: Die Offenbarung
- Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten
- Cannstatt Study Hour - Spezial 2019 Q4: Esra & Nehemia
- Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?
Weitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?
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Transkript
[0:00] Herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir haben dieses Quartal die Lektion mit dem Titel "Wie legen wir die Bibel aus?". Und ich bin begeistert über dieses Lektionsheft, diesem Quartal von Frank Hasel und seinem Namenskollegen, ich weiß gar nicht, wie heißt er nochmal? Michael Hasel, glaube ich. Auf jeden Fall sehr, sehr gut. Ja, genau, Frank und Michael Hasel. Und ich bin ganz begeistert über die Prinzipien der Auslegung der Bibel. Und das sollten wir viel studieren und auch das Begleitbuch dazu. Das nennt sich "Wie kann ich das verstehen?". Ist sehr, sehr nützlich zum Lesen. Kann ich euch nur empfehlen zu kaufen vom Top Life Center und parallel zu studieren. Und es ist wirklich sehr hilfreich.
[1:05] Gut, wir haben heute das Thema Lektion Nummer 12: Umgang mit schwierigen Passagen. Ich lade euch ein, dass wir zu Beginn zum Gebet aufstehen. Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen. Wir danken dir, dass wir dein Wort haben dürfen, dass du uns die Bibel gibst und schenkst und dass du dich in deinem Wort offenbarst. Herr, wir wüssten nichts von dir, wenn du dich uns nicht zeigen würdest, wenn du uns Informationen geben würdest über dein Wesen, über deinen Plan und über deine Gedanken. Habt Dank, dass wir die Bibel haben dürfen. Aber hilf, dass wir sie auch richtig verstehen. Du hast sie uns gegeben, damit wir sie verstehen und damit wir dich verstehen. Aber hilf, dass wir bewahrt werden vor Missdeutungen, Verfehldeutungen und vor falschen Wegen und vor Verführung. Herr, so öffne du uns jetzt mit deinem Heiligen Geist unsere Gedanken und habt Dank. In Jesu Namen, Amen.
[1:58] Ja, Umgang mit schwierigen Passagen. Wichtig ist natürlich zu wissen, dass die Bibel von Gott ist. Es ist ein Buch, wo Gott sich uns offenbart, wo Gott uns seine Gedanken und seine Hintergründe und die ganze Welt erklärt und alles, was dazu gehört. Und dass wir es auch entsprechend würdigen und verstehen können. Der Merktext in dieser Woche, 2. Petrus, Kapitel 3, Vers 15 und 16. "Und erachtet die Geduld unseres Herrn für eure Rettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die anderen Schriften zu ihrer eigenen Verdammnis." Also nicht nur heute haben wir manchmal Schwierigkeiten mit den Schriften von Paulus, das war damals nicht anders. Interessant ist auch, dass, was sagt Petrus hier, dass die Unwissenden und Leichtfertigen, also diejenigen, die es darauf anlegen, die Schriften verdrehen und dadurch am Ende sich selbst schaden. Natürlich andere mit verführen und sich selbst schaden. Natürlich hat auch Satan selbst die Bibel missbraucht bei der Versuchung Jesu. Er hat die Bibel zitiert und hat Jesus damit versucht, zur Vermessenheit, dass er sich vom Zinn des Tempels runterstürzen sollte. Deswegen nicht immer, wenn die Bibel gebraucht wird, ist es gut. Deswegen müssen wir schauen, wo ist es richtig, wo gibt es Verführungen, wo können schwierige Passagen missbraucht werden für falsche Dinge.
[3:36] In der Übersicht, wir haben heute wieder mehrere Themenbereiche. Vier Bereiche haben wir. Erstens scheinbare Widersprüche, zweitens wichtige Einstellungen, drittens Prinzipien der Auslegung und viertens das Gebet. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wenn wir mit schwierigen Passagen umgehen wollen, wie wir das machen. Warum gibt es scheinbare Widersprüche und warum gibt es schwierige Texte? Es ist einfach nicht alles ganz einfach mit der Bibel. Manche Passagen sind schwer zu verstehen. Wenn die Bibel so einfach geschrieben wäre wie die Bildzeitung, dann würden wir sie einmal gelesen haben und dann würden wir sagen, jetzt weiß ich alles, was da drin steht und das ist fertig. Also die Bildzeitung lese ich nicht zwei oder drei oder vier oder fünfmal, nein, wenn man einmal gelesen hat, dann weiß man. Das ist relativ oberflächlich, relativ nichtssagend, ein paar Informationen drin, aber das war es dann. In der Bibel haben wir das anders. Da ist sie so tiefgehend und so tiefgreifend und so umfangreich. Man kann einen Text hundertmal gelesen haben und man wird immer noch neue Dinge erkennen daraus, immer neue Dinge erforschen und es wird nie aufhören, weil die Bibel von Gott inspiriert ist. Wir sind unvollkommen und sterblich. Wir sind auch von unserem Verstand begrenzt und können nicht alles fassen und nicht alles begreifen. Aber die Bibel enthält die Weisheit und die Größe des unendlichen Gottes. Und wer sind wir, wir kleine sterbliche Menschen mit so einem kleinen Verstand hier auf dieser Erde, die die Größe, die Unendlichkeit des großen Gottes verstehen und nachvollziehen will. Und wer sind wir dann, die wir dann auch Gottes Wort, was er uns sagt, anfangen zu kritisieren und sagen, das ist nicht richtig und das ist falsch und es hätte aber auch anders sein müssen. Es ist so, als ob wir Gott selbst kritisieren würden, als ob wir es besser wüssten wie Gott. Aber ich denke, gerade dass wir nicht alles verstehen in der Bibel, ist ein Zeichen dafür, dass die Bibel höher ist als wir, dass die Gedanken und der Autor der Bibel wesentlich mehr Gedanken und größer ist, als unser Verstand das je begreifen kann. Deswegen ist es sogar zu erwarten, dass wir immer an unsere Grenzen stoßen, wenn wir die Bibel studieren. Dass wir immer Texte finden, die wir nicht verstehen oder die wir nur begrenzt verstehen, wo Gott noch viel mehr damit gemeint hat. Deswegen, wenn wir alles in der Heiligen Schrift verstünden, wären wir wie Gott und hätten neue Erkenntnisse nicht mehr nötig. Aber solange wir auf dieser Erde sind, können wir und werden wir in der Erkenntnis wachsen, werden wir neue Dinge dazulernen. Es ist auch schön, Neues dazuzulernen, zu erkennen, was Gott gesagt hat, was Gott gemeint hat und was Gottes Gedanken in der Offenbarung und in der ganzen Bibel sind.
[6:34] Ja, wer zweifeln will, findet immer Grund zum Zweifeln. Gott hat die Bibel so geschrieben, dass wir nicht gezwungen werden, der Bibel zu glauben und an Gott zu glauben. Wenn Gott das so machen würde, ist es, dass wir gar nicht anders könnten, als an ihn zu glauben. Wenn er jeden Tag im Himmel erscheinen würde und mit Macht und Gewalt, dann müssten die Menschen an seine Existenz glauben. Aber nein, Gott sagt, ich will die Menschen nicht zwingen. Gott ist Liebe und die Liebe Gottes ist das größte Prinzip und alles, was Gott tut und alles, was er macht und selbst wenn er Gerechtigkeit und Gericht hat, alles ist mit Liebe verbunden. Das bedeutet, wenn Gott Liebe hat, dass er jedem Geschöpf, jedem Engel, jedem Menschen, jedem Wesen den freien Willen lässt. Und der freie Wille ist deswegen für Gott das oberste Prinzip überhaupt. Und freier Wille heißt, der Mensch kann, wenn er will, an Gott zweifeln und an der Bibel zweifeln und das in Frage stellen. Aber er kann auch, wenn er will, an Gott glauben und Gott lieben und Gott vertrauen. Deswegen, wer zweifeln will, findet immer Grund zum Zweifeln. Wenn jemand zweifelt und er mir seine Zweifel sagt, ich habe das schon oft erlebt, da habe ich mit ihm darüber diskutiert und ich habe ihm gezeigt, dass der und der Punkt, den er als Grund für seinen Zweifel bringt, dass der nicht berechtigt ist oder dass ich das ganz leicht erklären kann. Selbst wenn er einsehen muss, dass der Punkt nicht mehr da ist, dass er geklärt ist, in den allermeisten Fällen hat er nicht aufgehört zu zweifeln. Er hat neue Punkte gefunden. Nächste Woche kommt er wieder und sagt, ich habe wieder neun Punkte, wieder neun Punkte. Das heißt, das geht unendlich weiter. Er findet tausend neue Punkte, warum er zweifelt, warum er wieder was gefunden hat. Da hat er wieder irgendwas gelesen, was ein schlauer Mensch geschrieben hat, was er meint, was in der Bibel wieder falsch ist und schon kommt wieder der nächste Punkt. Deswegen, wer zweifeln will, findet immer einen Grund zu zweifeln. Aber wer glauben will, findet immer einen Grund zum Glauben. Wenn ich mich entscheide, ich vertraue Gottes Wort und ich glaube, dass es einen Gott gibt und ich glaube, dass dieser Gott in der Bibel zu mir spricht, dass die Bibel Gottes Wort ist, wenn ich das glaube, dann kann ich auch manche Dinge einfach stehen lassen, die ich nicht verstehe und kann sagen, ich finde immer einen Grund zum Glauben und dann finde ich Bibeltexte, die mein Herz ansprechen und ich finde Textpassagen, wo ich sage, ja, das hilft mir, Gott zu vertrauen und das stärkt meinen Glauben und dass die Prophetie ist, die wieder zeigt, dass die ganze Weltgeschichte sich erfüllt hat in der Prophetie oder wenn man irgendwo sieht, wie auch die Wissenschaft oder die Archäologie dann wieder Dinge bestätigt, die in der Bibel wieder zu finden sind. Also es ist, wir finden immer Grund zum Glauben. Entscheidend ist, wofür entscheide ich mich? Zum Zweifeln oder zum Glauben?
[9:28] Deswegen geht es auch nicht darum, dass wir sämtliche Dinge oder sämtliche scheinbaren Widersprüche in der Bibel erklären können. Ich glaube der Bibel nicht deshalb, dass sie Gottes Wort ist, weil ich sämtliche problematische Stellen erklären kann, nein, sondern ich glaube, weil ich Gott darin gefunden habe. Ich vertraue, dass Gottes Wort Gottes unfehlbares Wort ist. Wir, unser Verständnis, sind fehlbar, aber die Bibel ist Gottes unfehlbares Wort. Deswegen, ich vertraue der Bibel, auch wenn ich manche Dinge nicht verstehe. Aber ich sage trotzdem, irgendwann eine Erklärung wird es geben, auch wenn ich sie jetzt noch nicht habe.
[10:08] Wer die göttliche Inspiration der Bibel leugnet, wird auch in der Bibel Fehler erwarten. Das ist ja ganz stark bei dieser historisch-christlichen Methode der Fall, weil sie sagen, wir müssen die Bibel so interpretieren und so auslegen und so verstehen, wie jedes andere Buch der Weltgeschichte auch. Und sie gehen davon aus, dass nicht Gott der Autor der Bibel ist, sondern dass es Menschen geschrieben haben. Also sagen sie, weil Menschen auch Fehler machen, ist ganz klar, dass auch die biblischen Schreiber Fehler gemacht haben. Also erwarten sie die Fehler und finden die Fehler auch überall. Und es gibt sogar so weit, dass sie sagen, sämtliche Dinge, die übernatürlich sind, alle Wunder zum Beispiel, werden aus Prinzip abgelehnt. Weil sie sagen, heute ist das empirisch nachweisbar, dass man nicht über Wasser laufen kann. Also ist auch Jesus nicht übers Wasser gelaufen, weil das nicht möglich ist. Also tun sie sämtliche Berichte der Bibel, die übernatürlich sind, alle Wunder automatisch ablehnen. Und schon sagen sie, das sind Fehler in der Bibel. Und dann tun sie das halt alles nur noch irgendwie vergeistigen. Und dann sind natürlich mit dem Zweifel in der Bibel immer größer und immer größer. Und irgendwann glauben sie gar nicht mehr, dass es überhaupt diesen Gott gibt. Dass Gott überhaupt existiert oder dass er etwas mit der Bibel zu tun hat oder mit dem Schreiben der Bibel.
[11:28] Einemweit sagt er zu, manche blicken uns ernst an und sagen, meinst du nicht, dass sich beim Abschreiben oder Übersetzen einige Fehler eingeschlichen haben? Das ist möglich. Wenn jemand so klein denkt und wegen solcher Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit in Zweifel und Straucheln gerät, dann würde er auch über die Geheimnisse des inspirierten Wortes in Straucheln geraten, weil sein begrenzter Geist die Absichten Gottes nicht erkennt. Ja, er würde sogar an klaren Tatsachen Anstoß nehmen, die der einfache Mensch als göttlich anerkennen würde und für den Willen und für den Gottes Worte eindeutig schöne und voller Kraft sind. Alle diese Fehler werden niemanden Schwierigkeiten bereiten oder ihn strauchen lassen, der nicht auch Schwierigkeiten mit den klarsten offenbarten Wahrheiten hat.
[12:21] Hier habe ich das nochmal zusammengefasst, was ich vorhin gesagt habe. Wenn jemand zweifeln will, dann wird er irgendwo Probleme finden, wenn er die Bibel oberflächlich liest, wird er irgendwelche sogenannten Fehler, Widersprüche finden und wird dadurch zweifeln. Und wenn ich an der Sache generell zweifle, werde ich auch natürlich viele Einzelheiten haben, wo ich dran strauchle und dran zweifle. Aber wenn ich Gott vertraue, wenn ich sage, Gottes Wort ist für mich wichtig, dann kann ich und werde ich das auch ernst nehmen. Interessant ist, dass Ellen White sagt, dass auch beim Abschreiben, besonders beim Übersetzen der Bibel, Fehler gemacht wurden. Das bedeutet, wir glauben, dass der Grundtext inspiriert ist, dass Gott die Schreibe der Bibel inspiriert hat und dass das wirklich Gottes unfehlbares Wort ist. Aber es kann sein, dass und fast jede Übersetzung hat auch irgendwelche Fehler dabei. Ob das der Text von Lukas ist, wo Jesus am Kreuz sagt zu dem Tschecher, wahrlich sage dir, heute müssen wir im Paradies sein. Ja, diesen Punkt kennen wir alle, da wissen wir, dass das eben vom Grundtext her, dieses Komma oder dieser Doppelpunkt da nicht stand. Und dass das eigentlich heißen muss, ich sage dir heute, Doppelpunkt, du wirst mit mir im Paradies sein. Und von daher gibt es in jeder Übersetzung irgendwelche Dinge, die einfach falsch übersetzt sind. Deswegen ist es auch wichtig, dass wir, wenn es geht, auch in die Ursprache gehen, ins Griechische, ins Hebräische, um das darzulesen oder auch verschiedene Übersetzungen zu einem Text lesen. Und wenn es geht, am besten die Übersetzungen lesen, die möglichst genau den Urtext wiedergeben. Das ist die Elbefelder Bibel, das ist die Schlachter 2000 Übersetzung und auch die Luther Übersetzung. Und von daher ist es gut, wenn man da einfach die Übersetzungen vergleicht und dann kann man manches schon wieder besser verstehen und manche Fehler schon wieder ausschalten. Aber wie gesagt, allein das Wissen darum, dass es solche Fehler gibt, muss mich nicht in Schwanken bringen.
[14:18] Ein weiterer Zitat aus Select Messages, Seite 17. Übrigens dieses Kapitel, dieses in den ausgewählten Botschaften gibt es auch auf Deutsch. Ab Seite 16, 17 kann ich euch nur empfehlen, mal den ganzen Abschnitt zu lesen. Das ist unglaublich gut, was ihr hier über die Inspiration der Bibel sagt und über die Grundlagen, wie wir die Bibel verstehen sollen. Das hätte man auch als Grundlage dieser Lektion für dieses Quartal nehmen können. Wirklich sehr gut. Ich habe ein, zwei Sätze hier daraus jetzt zitiert. "Wenn Menschen mit ihrem begrenzten Urteilsvermögen es für nötig erachten, die Heilige Schrift einer Prüfung zu unterziehen, um zu definieren, was inspiriert ist und was nicht, sind sie damit vor Jesus getreten, um ihm einen besseren Weg zu zeigen, als den, auf den er uns geführt hat." Ich gehe gleich noch weiter, aber ich möchte kurz einen Kommentar dazu geben. Genau das fing man damals an zu ihrer Zeit und das ist genau in der historisch-kritischen Methode weiterentwickelt worden und das haben wir heute fast überall, dass die Theologen sagen und die Bibel auseinander pflücken und sagen, das ist jetzt original geschrieben worden vom Jesaja und das ist ein falscher Jesaja und das ist gar nicht der Daniel gewesen und das ist nicht inspiriert, das hat Paulus auch gar nicht gesagt und das hat Jesus gar nicht gesagt und die fangen an, das alles auseinander zu pflücken, was wirklich Gottes Wort ist und was nicht Gottes Wort ist. Und das heißt, sie stellen sich über das Wort und das sagt Ellen White eindeutig, das geht nicht. Wenn ich das tue, sagt sie, dann stelle ich mich damit über Jesus und das ist eigentlich das Gleiche, wie Satan damals getan hat. Als Satan im Himmel war und die Revolution und die Rebellion gegen Gott im Himmel begonnen hat, hat er nicht gesagt, Gott ist schlecht und das brauchen wir alles nicht. Nein, er hat gesagt, Gottes Regierung ist gut, natürlich, sehr gut, was Gott macht, ist alles gut. Aber er sagte, ich habe was Besseres. Wenn ihr meinen Grundsätzen folgt, dann werden wir eine bessere Regierungsform haben und man kann das noch verbessern, was Gott gemacht hat, gesagt hat und das kann ich euch vorstellen und das werdet ihr sehen. In anderen Worten, er wollte Gottes Wort, Gottes Gesetz, Gottes Regierung verbessern und das versuchen die Menschen auch mit der Bibel. Sie versuchen, die Bibel zu verbessern und das herauszustreichen, was wirklich von Gott ist und was andere herauszustreichen, aber damit haben sie das gleiche Prinzip wie Satan. Sie stellen sich über Gott und über sein Wort und das ist Rebellion gegen Gott.
[16:31] Es geht weiter im Zitat. "Ich nehme die Bibel schlicht an als das, was sie ist. Das inspirierte Wort. Ich glaube den Aussagen der ganzen Bibel. Menschen kommen und meinen, sie fänden etwas an Gottes Wort, was sie kritisieren müssten. Sie bereiten es vor anderen als einen Beweis ihrer überlegenen Weisheit aus. Viele von ihnen sind tüchtige, gebildete Leute. Sie sind beredt und begabt, aber ihr ganzes Lebenswerk besteht darin, Menschen wegen der Inspiration der Bibel zu verunsichern. Sie bringen viele dazu, die Sache wie sie zu sehen. Dieses Werk wird nach Satans Willen von einem zum anderen übertragen." Interessant. Sie sagt hier auch schon, dass eben Menschen die Aussagen der Bibel anzweifeln, die Inspiration damit anzweifeln, die Fehler versuchen zu finden und die versuchen das Ganze umzudeuten. Und ich muss sagen, ich habe ein Buch gefunden, wo ich genau das wiedergefunden habe. Das werde ich gleich noch am Ende noch kurz was dazu sagen. Das Buch von Elton Thompson über Inspiration. Das ist genau so geschrieben, wie was Ellen White hier gesagt hat. Dass hier jemand schreibt, Elton Thompson, der sehr weise ist, sehr tüchtig ist, gebildet ist, beredt und begabt. Und hier beschreibt er Dinge, wo die Frage der Inspiration der Bibel sehr stark verunsichert. Er sagt, dass die Bibel nicht ein Regelbuch ist, wo wir uns richten müssen, was für uns wichtig ist. Es ist mehr so ein Fallbeispielbuch. Das heißt, hier haben wir Beispiele von Menschen, was Menschen mit Gott erlebt haben. Und wenn das Beispiel halt auf uns passt, dann können wir es anwenden. Wenn es nicht passt, dann können wir es nicht anwenden. In anderen Worten, wir können selbst aussuchen, was wir daraus nehmen wollen für uns und was nicht. Also das war für mich, als ich das Zitat gelesen habe, habe ich gedacht, das kenne ich doch irgendwoher. Genau das ist in diesem Buch passiert. Deswegen ist das Buch von Elton Thompson sehr problematisch und denke ich überhaupt nicht zu empfehlen.
[18:33] Ja, das heißt also, es gibt scheinbare Widersprüche in der Bibel, die von Menschen angeführt werden, die sich über die Bibel stellen und dass sie die Bibel kritisieren müssten. Ein weiteres Zitat von Ellen White, auch wieder aus Selected Messages, bei Seite 17. "Sie beginnen, diese Menschen, beginnen mit dem ersten Buch Mose und geben alles auf, was ihnen fragwürdig erscheint. Ihr Geist lässt ihnen keine Ruhe, denn Satan wird sie zu jeder nur möglichen Kritik verleiten, bis sie an der ganzen Schrift etwas auszusetzen haben. Ihr kritisches Vermögen wird sich durch ständigen Gebrauch noch verstärken und bald ist ihnen nichts mehr gewiss. Zu versuchen, vernünftig mit ihnen zu sprechen, ist verlorene Mühe. Sie werden sich selbst über die Bibel lustig machen. Sie werden zu spöttern und sind dennoch erstaunt, wenn du ihnen das sagst. Brüder, haltet fest an der Bibel, wie sie niedergeschrieben ist und gebt eure Kritik an ihre Zuverlässigkeit auf. Gehorcht dem Wort und keiner von euch wird verloren gehen." Mein Lieben, wenn wir das Zitat alle ernst nehmen würden, dann würde keiner von uns verloren gehen. Wenn wir eine Bibel, so wie sie ist, festhalten würden, wenn wir die Kritik an einer Bibel sein lassen würden, wenn wir diese Bibelkritik, die aus der evangelischen Kirche, von der historisch-kritischen Schule zu uns rüber geschwappt ist, wenn wir die sein lassen würden, dann würden wir alle auf dem Weg gehen und Einigkeit haben und das, was Gott uns gesagt hat, ernst nehmen und dem folgen. Deswegen ist die Frage, wie verstehen wir die Bibel, wie verstehen wir die Inspiration, wie verstehen wir die Hermeneutik, die Auslegung der Bibel? Das sind die Grundfragen. Und wenn wir da eine gleiche Hermeneutik haben würden, nämlich die, die Gott uns zeigt und die Ellen White uns zeigt und die die Bibel uns zeigt, dann würden wir auch die Einigkeit haben. Wenn wir aber anfangen, uns über das Wort zu stellen und die Bibel zu kritisieren oder Dinge der Bibel als nicht so wichtig oder als nicht inspiriert betrachten, dann wird es ganz schnell passieren, dass wir auch zu einer Schlussfolgerung kommen und ganz woanders landen, als Gott es möchte. Deswegen diese Zitate, die kann ich nur jedem ans Herz legen, die wirklich noch zu lesen, wirklich zu verinnerlichen und das auszuleben. Und auch, wie gesagt, noch die weiteren Sätze, die auch Ellen White noch in diesem Buch Ausgewählte Botschaften, Band 1, Seite 17, noch mehr darüber gesagt hat.
[20:48] Ja, der Grund für die scheinbaren Widersprüche in der Bibel ist oftmals die Blindheit und die Vorurteile der Ausleger. Das heißt, die Ausleger meinen, sie wären klug und sie wüssten alles und sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber dabei sind sie eigentlich blind. Blind für Gottes Wort, haben Vorurteile und können das nicht verstehen, was Gottes Wort sagt.
[21:24] Schwierige Texte können uns sogar helfen, die Bibel besser zu verstehen und zu studieren. Warum? Wenn ich etwas nicht richtig verstehe, dann ist das ganz normal, weil es immer wieder etwas gibt, was ich nicht verstehe. Aber dann fange ich an zu studieren und das genauer zu lesen, verschiedene andere Übersetzungen zu nehmen und andere Dinge. Wir werden darüber sprechen, was ich dann tun kann. Je mehr ich studiere, je mehr ich Zeit investiere, desto mehr wird mir das Studium der Bibel zum Segen, weil ich immer so tiefer in das Wort Gottes hineingehe und da hineingrabe und dann kann ich Dinge herausholen und das wird ein Segen werden. Also das heißt, in anderen Worten, wenn wir auf Schwierigkeiten beim Bibelstudium stoßen, dann ist das etwas Gutes, was uns dazu bringt, mehr zu studieren, tiefer zu graben und dadurch auch mehr von Gottes Weisheit und Gottes Willen in der Bibel zu erkennen.
[22:08] Ja, wir müssen nicht alle sogenannten Fehler erklären können, um eine göttliche Inspiration in die Bibel zu glauben. Das heißt, wenn jemand einen Text nicht versteht oder meint, einen Fehler gefunden zu haben und wenn er dann sagt, erst wenn ich alle meine Fehler oder alle Kritikpunkte, die ich habe und alle schwierigen Texte, die ich nicht verstehen kann, erst wenn ich alle erklärt bekomme, dann glaube ich, dass die Bibel ein Gottes Wort ist. Das wird niemals sein, weil er immer wieder etwas Neues finden wird. Nicht, weil ich alle Dinge erklärt bekommen habe, glaube ich, an die Inspiration der Bibel, sondern weil ich glaube, dass es Gottes Wort ist, weil ich ihr vertraue. Natürlich, je mehr ich die Bibel lese, desto mehr werde ich auch schwierige Texte verstehen lernen, desto mehr werden auch manche Dinge auf einmal aufgehen. Manchmal kann es so sein, dass ich Texte, die ich vor 20 Jahren nicht verstanden habe beim Studieren, dass ich sie heute aber verstehe, weil ich in der Weisheit, in der Erkenntnis und in der Erfahrung reicher geworden bin. Und natürlich kann auch Gottes Geist immer wieder neue Punkte bringen. Aber wichtig ist, dass wir die Bibel studieren, dass wir sie als Gottes Wort annehmen, ernst nehmen, dass wir sie uns unter die Bibel stellen, dass wir uns nicht stolz über sie erheben, sondern dass wir demütig sie als Autorität akzeptieren.
[23:24] Die Probleme, die Menschen auch in der ganzen Kirchengeschichte, Menschen mit schwierigen Texten der Bibel hatten und haben, waren meistens nicht die Stellen, die sie nicht verstanden haben, sondern die hatten Schwierigkeiten mit dem Ausleben der Texte, die eindeutig verstanden wurden. Das heißt, wenn ich die Bibel lese, dann ist das meiste, was ich darin lese, verständlich. Und wenn ich das, was ich verstanden habe, wenn ich das anfange auszuleben, dann reicht das vollkommen aus. Dann werden alle anderen Dinge auch Schritt für Schritt für mich verständlicher werden. Deswegen nicht die Texte, die schwierig sind, bereiten mir Probleme, sondern die Texte, die ich verstehe. Nämlich die Probleme, dass ich sie mein Leben umsetzen will und damit hapert es meistens. Daran müssen wir alle wachsen. Das, was Gott uns sagt, dass wir das erkennen, annehmen und umsetzen in unserem Leben.
[24:26] Der Kirchenvater Augustinus hat mal Folgendes gesagt, dass er in dem Buch "Wie kann ich das verstehen?" von Hasel, Seite 126, zitiert. "Wenn wir durch einen scheinbaren Widerspruch in der Heiligen Schrift verwirrt sind, darf man nicht sagen, der Autor dieses Buches, nämlich der Bibel, irrt sich, sondern entweder ist das Manuskript fehlerhaft oder die Übersetzung ist falsch oder du hast es nicht verstanden." Interessant. Drei Dinge nennt er hier, was der Grund sein könnte. Entweder kann sein, dass das Manuskript falsch ist und wir haben sehr, sehr viele verschiedene Manuskripte, vom Neuen Testament vor allen Dingen. Und einige Manuskripte sind tatsächlich falsch. Und deswegen versucht man auch herauszufinden, was ist das Ursprünglichste, denn die Originalschriften der Autoren, der biblischen Schreiber, haben wir nicht. Aber wir haben Abschriften von ihnen. Und nicht jede Abschrift ist richtig. Deswegen können Manuskripte falsch sein, ist richtig, und das kann auch zu falschen Bibelübersetzungen, Bibelaussagen führen, je nachdem worauf, auf welche Manuskripte sie sich berufen. Zweitens sagt er, die Übersetzung kann falsch sein, natürlich, Übersetzungen sind nicht inspiriert, die Schrift selbst ist inspiriert. Natürlich glauben wir, dass die Übersetzungen so gut sind, dass man aus jeder Übersetzung auch Gottes Wort heraus erkennen kann, aber die haben auch hier und da kleine Fehler. Und das Dritte, und das ist meistens der Grund, wenn wir sogenannte scheinbare Widersprüche finden, dass ich das nicht verstanden habe. Manchmal habe ich früher schon gedacht, naja, hier ist ein Widerspruch, und dann habe ich irgendwann eine Erklärung gehört, auf einmal habe ich gemerkt, es ist gar kein Widerspruch. Ich habe nur in meinem Kopf gedacht, das ist ein Widerspruch, weil mein Kopf zu klein ist, das zu verstehen. Aber wenn ich auf einmal das von der anderen Seite betrachte, auf einmal ist der Widerspruch aufgelöst. Deswegen, nicht jeder Widerspruch ist tatsächlich einer. Und manchmal ist der Widerspruch nur deswegen ein Widerspruch, ein scheinbarer Widerspruch, wenn wir die Bibel nur oberflächlich lesen, nur an der Oberfläche kratzen. Wenn wir in die Tiefe gehen, auf einmal merken wir, dass sich etwas auftut und auf einmal etwas Ganzes ergibt.
[26:30] Ein Beispiel. Viele sagen, dass Jesus in der Bergpredigt viele Dinge gesagt hat, die im Widerspruch stehen mit dem Alten Testament, mit den Zehn Geboten und mit den ganzen fünf Büchern Mose. Aber Jesus immer wieder sagt, euch ist gesagt worden, ich aber sage euch. Aber, meine Lieben, was Jesus in der Bergpredigt sagt, ist genau das Gleiche, wie was wir in den Zehn Geboten finden und was wir in den fünf Büchern Mose finden. Es ist das, was, wenn wir die Zehn Gebote und die fünf Bücher Mose nur gründlich genug studieren und in die Tiefe gehen, dann werden wir die gleichen Gedanken und die gleichen Hintergründe finden, wie was Jesus gesagt hat. Das ist fantastisch, weil Jesus eigentlich in der Bergpredigt uns zeigt und sagt, was Gott sich dabei gedacht hat, als er die Zehn Gebote gegeben hat, was die Hintergründe sind, was die tieferen Hintergründe sind. Und ich denke selbst, was Jesus in der Bergpredigt sagt, kann man noch tiefer verstehen und noch mehr weiter ausloten. Jesus hat nicht alles sagen können, weil die Zuhörer nicht alles verstehen konnten, was er gewusst hat. Deswegen, es ist schon spannend zu sehen, wie Gottes Wort sich immer mehr für uns entfaltet und immer deutlicher wird und immer klarer wird.
[27:46] Ja, deswegen, es gibt scheinbare Widersprüche in der Bibel, die uns aber nicht aus dem Lot bringen müssen, sondern die helfen uns, mehr zu studieren. Und ich kann der Bibel vertrauen, auch wenn ich solche Dinge, Widersprüche habe, finde und dass ich deswegen nicht verzagen muss oder zweifeln muss.
[28:05] Der zweite Punkt, wichtige Einstellungen. Und zwar, ganz entscheidend ist an der Stelle, wie ich in meinem Herzen denke, was ich im Innersten für Einstellungen habe. Das ist ganz, ganz wichtig. Das Erste, und das haben wir in den Lektionen auch ziemlich jetzt in einigen Punkten, in einigen Tagen jetzt so behandelt, Ehrlichkeit und Sorgfalt sind wichtig. Warum? Ehrlichkeit schützt uns davor, Schwierigkeiten auszuweichen oder zu versuchen, sie zu verschleiern. Das heißt, wir sollten vor uns selber ehrlich sein und auch vor den anderen. Wenn jemand zu dir kommt und sagt, ich habe hier einen Text, dann bin ich verstanden. Und wenn ich den selbst nicht verstanden habe, dann sollte ich nichts tun, als ob ich ihn verstehen würde und ihn dann versuchen auszulegen, obwohl das alles nur Kraut und Rüben ist, was ich ihm erzähle. Nein, wenn ich etwas nicht verstehe und der Heilige Geist mir das nicht zeigt, dann soll ich auch so ehrlich sein und sagen, tut mir leid, weiß ich nicht. Ich sollte es nicht verschleiern, nicht ausweichen, nicht drumherum reden. Manchmal geschieht es, sehr häufig geschieht es auch bei mir so, wenn ich über einen bestimmten Text rede oder eine Bibelschule mit jemandem habe oder sonst eine Predigt halte oder man im Gespräch ist über ein bestimmtes Thema und wir einen Bibeltext lesen, dass jemand eine Frage an mich hat, dass Gott mir in dem Moment, wo jemand eine Frage stellt oder wo etwas wichtig ist, dass Gott mir auf einmal eine Erkenntnis über einen Text gibt, durch den Austausch und durch die Verbindung mit dem anderen. Und dass man dann eine gute Antwort geben kann, die auch oftmals befriedigend ist. Das heißt nicht, dass man den Text deswegen erschöpft hat, aber dass man auf jeden Fall eine Erklärung hat, die doch wirklich auch gut und hilfreich sein kann. Aber wir sollen ehrlich sein. Ist egal, ob wir es verstanden haben oder nicht verstanden haben. Wenn ich verstanden habe, kann ich ehrlich sein und sagen, ich habe es so und so verstanden. Wenn nicht, sag es ruhig. Ich weiß es jetzt auch nicht. Ehrlichkeit schützt uns vor Oberflächlichkeit.
[30:03] Warum? Wenn ich einen Text nicht verstanden habe, dann werde ich eben hingehen und den Text gründlicher studieren und genauer anschauen und dann mehr in die Tiefe gehen. Wenn ich oberflächlich bin, dann werde ich immer nur sagen, okay, weiß ich jetzt auch nicht oder versuchen, irgendwelche oberflächlichen Begründungen zu finden oder das hin und her zu schieben. Das ist nicht wirklich hilfreich. Wir sollten nicht nur an der Oberfläche kratzen, wir sollten wirklich in die Tiefe gehen.
[30:26] Ersten Chronik 29 Vers 17. Hier haben wir ein Gebet Davids, als sie Spenden zusammengebracht haben für den Tempel. Dort heißt es, Ersten Chroniker 29 Vers 17, "Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. Darum habe ich dies alles aus aufrichtigem Herzen freiwillig gegeben und habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk, das hier vor dir steht, dir alles freiwillig gegeben hat." Hier ging es um das freiwillige Geben der Gaben für den Tempel, für den ersten Tempel, den sie damals bauen wollten. Aber was sagt hier David? Aufrichtigkeit ist dir angenehm. Gott möchte, dass wir aufrichtig sind und so wie damals der David aufrichtig war vor Gott und auch vor dem Volk, so möchte Gott, dass wir auch aufrichtig sind, auch wenn es um die Frage geht, wenn wir Bibeltexte nicht verstehen. Das heißt, wir sollten es zugeben, wenn wir etwas nicht verstehen, anstatt den Text zu verbiegen. Text zu verbiegen ist immer schlecht, weil dadurch, dass ich, wenn ich den Text auslege, der gar nicht so gemeint ist, kann ich andere in die Irre führen. Und Vorsicht auch vor Manipulation. Manipulation heißt, dass ich weiß, dass ich das nicht weiß und dann aber versuche, den anderen zu einer Auslegung hinzuführen, die nicht richtig ist, und dass ich sie manipuliere, in eine Richtung führe, die nicht Gott gewollt ist. Es gibt auch geistliche Manipulationen, vor der wir uns hüten müssen.
[32:03] Der nächste Punkt ist Demut. Wir brauchen nicht nur Aufrichtigkeit im Bibelstudium, wir brauchen auch Demut. Demut bedeutet, zu erkennen, dass ich von Gott abhängig bin. Demut heißt nicht, dass ich meinen Kopf einziehe und sage, ich kann nichts und ich bin nichts und ich will nichts und ich darf nichts. Nein, Demut heißt, dass ich von Gott abhängig bin. Jesus war demütig, sehr demütig, aber er hat sich nicht von den Menschen hin und her schubsen lassen, sondern er war von Gott, vom Vater abhängig und hat sich vom Vater führen lassen. Er hat sich vom Vater zeigen lassen, was er tun sollte, wohin er gehen sollte. Und diese Abhängigkeit ist wichtig. Dass ich weiß, ich bin nicht das Maß aller Dinge. Nicht ich habe alle Weisheit mit Löffeln gefressen, sondern Gott ist derjenige, der die Weisheit hat. Und kein Mensch kann weiser sein, wenn er sie nicht von Gott hat. Also wir müssen unser eigenes Ich hier sehr, sehr stark zurücknehmen. Die Wahrheit ist mir wichtiger, als mein Ego recht haben zu wollen. Es gibt keinen, der nicht auch mal was Falsches gesagt hat oder mal was zurücknehmen müsste. Und ich kann auch mal sagen, gut, tut mir leid, hier habe ich auch mal ein bisschen hinaus geschossen. Deswegen, wenn wir auch über bestimmte Fragen sprechen oder diskutieren, das ist auch wichtig, dass man sich austauscht. Deswegen haben wir auch die Sabbatschule zum Austausch über biblische Fragen. Denn ist das wichtig, dass wir auch mal verschiedene Meinungen austauschen können. Wir müssen nicht immer sagen, wir müssen alle Meinungen sofort unterdrücken, wenn sie anders sind. Nein, wir müssen aber uns darüber sachlich unterhalten. Und ich sage immer, entscheidend ist nicht, wer recht hat, sondern entscheidend ist, was die Wahrheit ist. Dass wir versuchen, Bibeltexte, Aussagen Ellen White und Paralleltexte und andere Dinge zusammen zu suchen und zu finden, um der Sache auf den Grund zu gehen, um tiefer zu graben und zu schauen, was ist jetzt richtig. Und von daher geht es nicht darum, dass ich unbedingt recht behalten muss. Wenn sich am Ende herausstellt, dass in der Diskussion mein Standpunkt nicht so gut war und nicht gut begründet war und auch von der Bibel nicht gedeckt ist, dann muss ich auch manchmal meinen Standpunkt auch in Frage stellen, relativieren oder sogar aufgeben. Deswegen, der Mensch ist leider so, dass er oftmals in Diskussionen, wenn er einmal einen Punkt eingenommen hat, dass er, dass manche davon nicht abweichen, auch wenn es ihnen hinterher so klar ist, dass sie falsch liegen. Weil sie sich einmal zu bekannt haben, wollen sie davon nicht mehr abrücken, weil sie meinen, es wäre eine Schwäche zu zeigen, wenn sie ihre Meinung ändern würden. Aber das ist nicht gut. Wir müssen hier unseren Egoismus zurücknehmen und wir müssen demütig vor Gott sein und um diese Demut bitten.
[35:02] Lieber Gott, schenke mir diese Demut, dass ich nicht mich selbst in den Mittelpunkt stelle und mein eigenes Ego. Die Wahrheit, dass ich erkenne. Demut heißt zu erkennen, dass die Wahrheit nicht von mir kommt, sondern sie war schon vor mir da. Ja, so ist das. Ich habe vielleicht manches erkannt oder Gott hat mir geholfen, manches zu erkennen. Aber deswegen bin ich nicht der Urheber der Wahrheit und der Weisheit, sondern Gott ist der Urheber. Und Gott war schon vorher da und sein Wort war auch schon vorher da. Und Demut heißt, dass ich erkenne, dass ich nur sehr wenig weiß. Die Theoretiker glauben, sie wüssten alles und sie bräuchten nichts Neues mehr. So wie die Gemeinde Laodicea. Sie sagt, ich bin reich und satt und brauche nichts und ja, alles in Ordnung. Und das ist Torheit. Aber wenn jemand weiser ist und je weiser jemand wird und je mehr jemand weiß, je mehr seine Erkenntnis zunimmt, desto mehr weiß er, was er nicht weiß. Das ist so wie, wenn ich in einen Raum hineingehe. Ich bin in einem Raum, da sind viele Türen und da sind ganz viele Türen verschlossen. Und ich weiß, okay, da sind irgendwelche Dinge, die ich noch nicht erkannt habe, die ich nicht verstehe. Und wenn ich jetzt eine Tür auftue, wenn ich das studiert habe und ich habe eine Tür jetzt geöffnet und ich habe eine neue Erkenntnis, dann komme ich in einen neuen Raum und es ist schön, eine neue Erkenntnis zu haben. Es erweitert den Horizont, aber in dem neuen Raum sind 20 neue Türen, die geschlossen sind. Das bedeutet, jede Tür, die sich öffnet, jede neue Erkenntnis, die ich bekomme, macht mir bewusst, dass es 20 neue Dinge gibt, die ich noch nicht weiß. Wo ich wieder vor neuen Aufgaben, vor neuen Herausforderungen stehe, vor neuen Grenzen stehe, wo ich in meiner Weisheit irgendwann an eine Grenze gekommen ist. Von daher, je mehr ich erkenne, desto mehr weiß ich, was ich nicht weiß. Aber das Gute ist, darüber muss ich mir keine Gedanken machen. Man kann darum beten, man kann weiter vorwärts gehen und Gott gibt uns die Erkenntnisse, die wir brauchen, Schritt für Schritt. Aber er kann sie uns nur geben, wenn wir auch bereit sind, uns hinzusetzen und zu studieren, die Bibel zu lesen, Gottes Wort zu uns reden zu lassen. Aber die Demut ist dabei wichtig, ist ganz wichtig. Ohne Demut können wir Gottes Wort nicht verstehen und auch nicht weiter wachsen. Demut ist die Grundlage, um in der Erkenntnis wachsen zu können. Das bedeutet nicht, nie eine feste Überzeugung zu haben. Natürlich kann ich auch feste Überzeugungen haben, die sollen wir auch haben. Dass ich weiß, der Sabbat ist Gottes Ruhetag und dass ich weiß, Jesus ist für uns gestorben. Das sind alles Dinge, das weiß ich, weil Gottes Wort es deutlich sagt. Das heißt aber trotzdem, dass ich von Gott abhängig bin. Das heißt also, ich muss nicht schwanken sein, sondern im Gegenteil, ich kann feste Überzeugungen haben, aber ich muss trotzdem mich von Gott führen lassen, in neuen Erkenntnissen, im neuen Licht, in der Weisheit und dass ich weiß, ich bin von ihm abhängig. Ohne Gott kann ich nichts und weiß ich nichts. Selbst wenn die Weisheit, die ich jetzt habe, wenn ich mich von Gott trennen würde, würde diese Weisheit, die ich jetzt habe, würde total ins Negative gehen und mir zum Verderben werden. Ich denke an Salomo. Er war der weiseste Mensch auf Erden und als er sich von Gott getrennt hat, war seine Weisheit auf einmal nicht mehr Weisheit. Seine Weisheit hat ihn eben auch noch mehr zu Fall gebracht. Seine Weisheit war ihm schädlich. Deswegen ist Weisheit nur dann Weisheit, wenn ich weiß, dass sie von Gott kommt, wenn ich von Gott abhängig bin. In dem Moment, wo ich mich von Gott löse und die Abhängigkeit von Gott verliere, ist die Weisheit keine Weisheit mehr, weil sie nur von Gott kommt.
[38:40] Das heißt, ich unterstelle mich der biblischen Wahrheit. Nicht ich stehe über der Wahrheit und versuche die Wahrheit zu kennen und weiterzugeben, sondern die biblische Wahrheit ist über mir. Die ist größer als ich und ich kann einen Teil dieser Wahrheit verstehen und immer mehr verstehen lernen. So viel wie Gott mir zeigt, wie Gott es zulässt, dass ich verstehe. Die Wahrheit ist immer größer als ich, viel viel größer als ich, weil die Wahrheit, Gott ist die Wahrheit und ich kann Gott niemals begreifen. Selbst in der Ewigkeit werden wir neue Wahrheiten erkennen und neue entdecken und weiter wachsen und wir werden die ganze Ewigkeit durch weitere Wahrheiten erkennen und wir werden niemals zum Ende kommen, weil Gott unendlich ist. Wird auch unsere Erkenntniszunahme der Wahrheit unendlich weitergehen. Wie wenig haben wir jetzt unseren Grenzenverstand, was wir begreifen können. Wenn wir bei Gott selbst sind, wird es noch einen großen Sprung nach vorne geben, natürlich, aber selbst da werden wir als menschliche Wesen nur sehr begrenzt das verstehen, was wirklich Gott ist und Gott weiß und Gottes Wahrheit und Gottes Weisheit darstellt. Deswegen, ich selbst bin nicht weise. Ich kann nicht weise sein, weil ein Mensch aus sich selbst heraus niemals weise ist. Niemals. Wenn eine Weisheit da ist bei einem Menschen, dann ist es immer von Gott. Nur Gott ist weise und der, der sich für Gott die Weisheit geben lässt.
[40:06] Ein Text dazu, Daniel 2, Vers 19 bis 22. Hier haben wir die Situation, dass Daniel von Gott den Traum offenbart bekommen hat vom König Nebukadnezar und auf Reaktion darauf hat Daniel dieses Dank- und Lobgebet zu Gott gesprochen und Daniel lobte den Gott des Himmels, fing an und sprach: "Gelobt sei der Name des Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke. Er ändert Zeit und Stunde. Er setzt Könige ab und setzt Könige ein. Er gibt den Weisen ihre Weisheit und Verständigen ihren Verstand. Er offenbart, was tief und verborgen ist. Er weiß, was in der Finsternis liegt und nur bei ihm ist das Licht." Um diesen Abschnitt könnten wir jetzt auch wieder stundenlang uns auseinandersetzen und das sind so viele tiefe Weisheiten in diesen paar Sätzen. Ein paar Gedanken dazu. Hier steht, bei Gott sind Weisheit und Stärke und dann steht hier, er gibt den Weisen ihre Weisheit. Das bedeutet, es gibt keinen Weisen, der seine Weisheit nicht von Gott hat. Noch weiter gedacht, nur der ist Weise, der erkennt, dass eine Weisheit von Gott kommt. Und ein Mensch, der meint, weise zu sein, aber sich nicht die Weisheit von Gott geben lässt oder nicht wahrhaben will, dass seine Weisheit von Gott kommt, ist nicht weise. Selbst wenn er nach menschlichem Ermessen klug und verständlich und weise ist. Aber Weisheit ist nur in dem Moment Weisheit, wo ein Mensch diese Weisheit von Gott annimmt und erkennt und sich darunter stellt. Deswegen, Paulus sagt auch, die Weisheit der Welt ist bei Gott Torheit und die Torheit der Welt ist bei Gott Weisheit. Deswegen, sobald ein Mensch sich von Gott trennt, ist er nicht mehr weise, kann er nicht mehr weise sein. Gott gibt den Weisen ihre Weisheit. Und wenn ich glaube, ich bin weise, bin ich schon nicht mehr. Wenn ich glaube, ich bin klug, ich bin verständlich, bin ich schon nicht mehr, weil ich denn die Weisheit auf mich beziehe und nicht mehr auf Gott. Wenn ich aber sage, Gott hat mir Weisheit gegeben, dann bin ich weise. So wie der Daniel, als er zum König hineinging, hat er nicht gesagt, König, jetzt bin ich da und ich weiß jetzt alles, was du geträumt hast. Nein, er hat gesagt, das, was du König forderst, kann kein Mensch wissen, auch ich weiß es nicht. Es liegt nicht an mir, weil ich so weise bin, sondern der Gott des Himmels hat es dir offenbart. Gott hat diese Weisheit und er hat die Weisheit über mich. Ich bin nur der Kanal, durch den die Weisheit jetzt zu dir kommt. Deswegen, das ist Weisheit. Weisheit bedeutet zu sagen, ich bin nicht weise, Gott ist weise. Und Gott gibt mir und schenkt mir Einsicht. Gott schenkt mir Verstand, Gott schenkt mir Weisheit. Und nur in dem Moment, wo ich das von Gott annehme, kann ich diese Weisheit haben und auch ausleben. Deswegen, das sind ganz wichtige Gedanken. Und deswegen ist die Demut so wichtig, denn Demut heißt, ich sehe ein, dass alles, was ich habe, was ich bin und sämtliche Weisheit und Verstand, was ich habe, meine Intelligenz, alles kommt von Gott. Nichts ist mein eigenes Verdienst.
[43:27] Ellen White sagt dazu, Harvey und Harold vom 22.8.1907: "Alle, die mit demütigem, forschendem Verstand zum Wort Gottes auf der Suche nach Führung kommen, einem Geist, der entschlossen ist, die Bedingungen der Erlösung zu erkennen, werden verstehen, was die Heilige Schrift sagt. Aber diejenigen, die zur Erforschung des Wortes Gottes mit einer Einstellung kommen, die das Wort Gottes nicht anerkennt, werden ihre Suche mit einer Einstellung beenden, die nicht der Bibel entspricht. Der Herr wird nicht zu einem gleichgültigen Verstand sprechen. Er vergeudet seine Unterweisung nicht bei jemandem, der bewusst respektlos oder verunreinigt ist. Aber der Versucher lehrt jeden Verstand, der sich seinen Vorschlägen unterwirft und bereit ist, das heilige Gesetz Gottes nicht zu befolgen. Wir müssen unsere Herzen demütigen und mit Aufrichtigkeit und Ehrfurcht das Wort des Lebens studieren. Denn nur der demütige und reuevolle Geist kann Licht sehen." Wunderbare Worte. Das ist ganz, ganz wichtig. Mit welcher Einstellung komme ich zu Gott? Mit welcher Einstellung studiere ich die Bibel? Wenn ich respektlos bin, wenn ich verunreinigt bin, wenn ich menschlich, fleischlich gesinnt bin, wie Paulus es nennt, dann kann ich die Bibel nicht richtig verstehen. Und dann wird sogar der Versucher Satan meinen Verstand in die falsche Richtung lenken, das Wort falsch zu deuten. Deswegen ist es wichtig, was sagt Ellen White hier, mit demütigem Herzen, mit Aufrichtigkeit, mit Ehrfurcht das Wort studieren. Diese drei Dinge, Demut, Aufrichtigkeit, Ehrfurcht, die brauchen wir. Und die müssen wir uns immer wieder von Gott erbitten. Denn der Mensch ist von sich aus, die natürliche Neigung des menschlichen Herzens ist, dass er egoistisch ist, überheblich, stolz. Jeder steht in der Gefahr dazu. Deswegen müssen wir uns diese Demut immer wieder erbitten von Gott, dass wir sagen, liebe Gott hilft, dass ich von dir abhängig bleibe. Und dass, wenn ich etwas gut gemacht habe, wenn mir etwas gut gelungen ist, wenn Gott mir Gelingen gegeben hat und Menschen mich loben, dass ich dann immer sagen kann, ja, es ist Gott, Gott ist es, wir dürfen das Lob an Gott weitergeben und den Dank.
[46:00] Ja, der nächste Bereich ist Entschlossenheit und Geduld. Wir brauchen nicht nur Aufrichtigkeit, Demut, wir brauchen auch Entschlossenheit und Geduld. Wenn uns etwas wirklich wichtig ist, bringen wir auch Entschlossenheit und Geduld auf. Wenn ein junger Mann, ein junges Mädchen verliebt ist und er sie wirklich liebt, aber sie die Liebe nicht erwidert, dann kann ein junger Mann manchmal sehr entschlossen und geduldig sein. Er kann manchmal jahrelang warten und noch überlegen, wie kann ich die Liebe meiner Geliebten, wie kann ich sie gewinnen, wie kann ich es dazu bringen, dass sie mich auch liebt. Die Menschen sind in der Lage, wenn wir etwas wollen, wenn es etwas wirklich wichtig ist, tatsächlich Geduld aufzubringen, Entschlossenheit, Energie reinzusetzen, etwas auch wirklich zu erreichen. Das brauchen wir auch bei der Bibel. Wenn wir die Bibel lesen, brauchen wir auch Entschlossenheit und Geduld. Wenn es die Bibel wirklich wichtig ist, dann werden wir diese Entschlossenheit und Geduld auch aufbringen. Wenn wir aber nur oberflächlich lesen, dann werden wir sagen, oh, habe ich nicht verstanden, ist mir egal, mache ich was anderes. Nein. Wenn wir uns viel mit den Dingen dieser Welt beschäftigen, mit Fernsehen und Videos und Internet und schlechten Filmen und schlechten Büchern, dann werden wir auch keine Lust haben, in der Bibel zu forschen. Und dann werden wir auch sagen, naja, verstehe ich nicht, dann lege ich mich hier jetzt zur Seite. Nein. Wenn ich die Bibel lese und sie mir wichtig ist und Gott mir wichtig ist und damit auch sein Wort mir wichtig ist, dann werde ich auch Energie aufbringen, daran zu lesen, zu forschen, zu studieren und zu verstehen. Wir sollen gründlich suchen. Entschlossenheit heißt, dass wir wirklich unser Bestes geben, gründlich daran forschen und Zeit nehmen dafür, längere Zeit suchen. Das ist das Gleiche wie mit einem jungen Mann. Er sagt nicht, wenn er einmal das junge Mädchen, was er vielleicht liebt, wenn er seine Liebe gezeigt hat und sie reagiert nicht, dann sagt er nicht, oh, jetzt ist es vorbei, ich gucke mir jetzt jemand anderes aus. Nein. Er versucht immer wieder mit Geduld und über längere Zeit ihr Herz zu gewinnen. So sollten wir auch, wenn wir etwas nicht verstanden haben in der Bibel, dass wir einfach über längere Zeit suchen und forschen und studieren und uns damit beschäftigen. Und auf einmal kann es sein, dass Gott uns etwas eröffnet. Wir müssen dranbleiben.
[48:37] Dranbleiben, dann werden wir auch Früchte ernten können. Zum Beispiel, wenn wir eine Prophetie etwas nicht verstehen, dann können wir studieren. Manchmal können wir es auch eine Zeit lang zur Seite legen. Einfach, dass man ein bisschen einfach im Hinterkopf ein bisschen bleibt, aber man dann weiter studiert und weiter studiert und dran bleibt, bis Gott einem wirklich die Dinge offenbart und zeigt. Das Suchen bringt manchmal mehr Segen, als wenn wir das Problem gelöst haben. Wenn ich eine Sache nicht verstanden habe, dann habe ich sie hinterher vielleicht gelöst, verstanden, okay, dann freue ich mich darüber, aber kann sein, dass ich in der Zwischenzeit, in den zwei, drei Monaten vielleicht dazwischen, so viel studiert habe und diese Studie ist mir so zum Segen geworden, so viele neue Dinge erkannt und in die Tiefe hineingegangen bin. Deswegen das Studieren selbst, das Suchen selbst, ist etwas, was uns einen großen Segen gibt. Manchmal mehr, als wenn das Problem am Ende gelöst ist. Wenn wir nach fünf Minuten oder nach fünf Tagen oder fünf Monaten die Lösung nicht gefunden haben, heißt das nicht, dass es keine Lösung gibt. Das heißt nur, ich habe sie nicht verstanden, die Lösung, aber es gibt eine, es gibt immer eine Lösung. Gott hat für jedes Problem eine Lösung und für jedes Problem, was ich in der Bibel finde, gibt es auch eine Lösung. Nur manchmal weiß ich sie nicht und ich darf mich nicht zum Maßstab machen für alles andere. Manche Leute schreiben dann schlaue Bücher, wo sie dann meinen, ihre ganzen eigenen Zweifel und ihre Ereignisse nicht verstehen in der Bibel, müssten sie dann so weitergeben, dass alle anderen Menschen auch anfangen zu zweifeln in der Bibel und das ist so schade und so schlimm.
[50:04] Klarte 6, Vers 9. "Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden, denn zu seiner Zeit werden wir auch erernten, wenn wir nicht nachlassen." Das heißt, wir sollen nicht müde werden, Gutes zu tun. Wir sollen nicht müde werden, die Bibel zu lesen, die Bibel zu studieren und dann werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Deswegen dranbleiben, Entschlossenheit und Geduld. Deswegen, wenn du nicht weiterkommst, lege das Problem für eine Weile beiseite und dann kannst du auch wieder weiterkommen, Schritt für Schritt. Setze das um, was Gott dir deutlich gezeigt hat. Deswegen, manchmal liegt es auch daran, dass wir das neue Sachen nicht erkennen, weil wir nicht bereit sind, das Erkannte umzusetzen. Und Gott sagt sich, warum soll ich demjenigen neue Erkenntnisse geben, wenn er das sowieso nicht umsetzt, was ich ihm zeige. Deswegen sei bereit, das Erkannte umzusetzen. Und das ist die Grundlage dafür, dass Gott dir Neues zeigen kann. Das ist wie bei der Fahrschule. Wenn du fahren lernst, dann wird dir der Fahrlehrer nicht alle Dinge auf einmal zeigen, die du falsch machst. In der ersten Fahrstunde, wenn er alles dir zeigen würde, dann würdest du sagen, ach, ich schaffe das nie und ich würde wieder aussteigen. Du musst 100 Sachen gleichzeitig. Nein, das geht nicht. Sondern er sagt dir die wichtigsten Sachen, die du ändern sollst, die du tun sollst. Wenn du die beherrschst, dann kommen die anderen Dinge. Das heißt also, immer Schritt für Schritt, aber erst wenn du eine Sache dann kannst, kommt das Nächste. Wenn du aber eine Sache nicht gelernt hast, kann der Fahrlehrer dir keine neuen Dinge sagen, die du ändern sollst oder besser machen sollst, weil du nicht 10 Sachen gleichzeitig darauf achten kannst. So ist es auch mit Gott und uns. Wenn ich Dinge in meinem Leben nicht bereit bin zu verändern, werde ich auch in der Kenntnis des Wortes nicht wachsen können, weil Gott es keine neue Kenntnisse gibt. Wenn ich aber bereit bin, mich danach zu richten und mich verändern zu lassen, dann wird der Heilige Geist auch mir neue Dinge offenbaren und es wird wieder neues Licht geben und es wird herrlich sein. Und dieses Wachsen in der Gnade ist etwas Schönes. Es ist etwas, was uns befreit, was uns frei macht von Bindungen und von Süchten und von menschlichen Herzen. Deswegen umzusetzen, was Gott uns zeigt, und das können wir auch nur durch Gottes Kraft. Wir müssen bereit sein, das umzusetzen und nur durch seine Kraft können wir es umsetzen. Deswegen, wenn wir bereit sind, das zu tun, was Gott uns zeigt, wird er uns mehr offenbaren.
[52:25] Jesus sagt in Johannes 7, Vers 17, Hoffnung für alle Übersetzung: "Wer bereit ist, Gottes Willen zu tun, der wird erkennen, ob diese Worte von Gott kommen oder ob es meine eigenen Gedanken sind." Was sagt Jesus? Nur wer bereit ist, Gottes Willen zu tun. In anderen Worten, wer nicht bereit ist, Gottes Willen zu tun, wird auch nicht erkennen, was die Worte sind und ob sie von Gott oder nicht von Gott sind. Deswegen die Bereitschaft, mich nach den neuen Erkenntnissen zu richten, ist eine der Bedingungen dafür, auch neue Dinge zu erkennen und weiter zu wachsen in der Erkenntnis. Jesus sagt das ganz deutlich.
[53:11] Und natürlich, die Geduld ist eine Tugend der Gläubigen am Ende der Zeit. In der letzten Zeit heißt es in Offenbarung 14, Vers 12: "Hier ist Geduld der Heiligen. Hier sind die erhaltenen Gebote Gottes und den Glauben an Jesus." Natürlich, das Geduld, was hier steht, heißt eigentlich ausharren, aushalten, treu bleiben, auch in Verfolgungen, auch in der Zeit, bis Jesus wiederkommt. Aber es kann auch bedeuten, kann man auch darauf beziehen, wenn wir die Bibel studieren, wenn wir die Bibel lesen, dass wir Geduld haben beim Bibelstudium, dass wir nicht gleich anfangen zu zweifeln, wenn wir Dinge nicht verstehen, sondern dass wir Geduld haben, dass wir uns unter das Wort stellen, dass wir weiter studieren, dass wir darum beten, dass Gott unsere Gedanken lenken kann und dass wir dann auch neue Erkenntnisse bekommen können. Geduld ist auf allen Gebieten notwendig für uns. Geduld ist immer eine Tugend, eine der Frucht des Geistes, um Jesus ähnlicher zu werden.
[53:55] Ja, dann Prinzipien der Auslegung. Das haben wir schon mal gehabt in einer der vorigen Lektionen, aber ich habe hier nochmal zwei herausgestellt, die wichtig sind. Erstens, beachte den Zusammenhang. Der häufigste Fehler besteht darin, Texte aus dem Zusammenhang zu reißen. Das machen viele andere Konfessionen auch und wir sind selbst in der Gefahr, das zu tun. Deswegen, es gibt drei verschiedene Arten des Zusammenhangs, den wir beachten müssen. Erstens der historische Zusammenhang, das heißt, was ist damals gewesen? Wie war damals die Situation, als der Schreiber das geschrieben hat? Zum Beispiel, wenn Jesus von den zehn Jungfrauen spricht, die auf den Bräutigam gewartet haben, dann müssen wir verstehen, wie waren damals die Hochzeiten? Wie war damals der historische Hintergrund, warum die Jungfrauen auf den Bräutigam warten, warum der mit danach kommt, warum man Lampen brauchte, um mitzugehen und das sind alles Dinge, die wichtig sind, um den Zusammenhang zu verstehen, um das Gleichnis richtig auslegen zu können. Deswegen, der historische Zusammenhang ist wichtig. Zweitens, der unmittelbare Kontext, der unmittelbare Zusammenhang, das ist der Abschnitt, in dem der Text steht und das Kapitel, in dem der Text steht. Das heißt, dass wir gucken müssen, in welchem Zusammenhang steht dieser Text und wie wir den Text auslegen, dass das nicht im Widerspruch steht zu dem ganzen Abschnitt, zu dem ganzen Kapitel. Manchmal kann es auch nicht nur sein, dass man nicht nur Widerspruch vielleicht findet, sondern dass man schon den Text richtig auslegt, aber wenn man den Zusammenhang beachtet, dann hat man eine größere Tiefe, eine größere Bedeutung des Textes. Das geht einem noch mehr auf, was noch mehr dahinter steht, was das noch mehr damit zu tun hat. Und drittens haben wir den weiteren Kontext, den weiteren Zusammenhang. Das ist dann das biblische Buch selbst, in dem dieser Text steht und auch die ganze Bibel. Zum Beispiel, wenn ich einen Text finde in der Offenbarung, dann muss ich eben wissen, dass die Offenbarung ein Buch ist, wo Apokalyptik drin steht, was sehr häufig symbolisch zu verstehen ist und wo wir eine Schau der ganzen Weltgeschichte und des Erlösungsplan des Gottes finden. Und von daher ist das wichtig, um einen Text zu verstehen, dass man diesen gesamten, diesen unmittelbaren Kontext sieht, in welchem Zusammenhang steht das, aber was ist das ganze Buch der Offenbarung, worum geht es in dem ganzen Buch und im Endeffekt in der ganzen Bibel. Deswegen sollten wir den Zusammenhang immer wieder beachten und anschauen und dann das nicht vernachlässigen.
[56:14] Ein zweites Prinzip, vom Einfachen zum Schwierigen. Zuerst das anschauen, was ich verstehe. Bewege dich von dem, was klar ist, Bibeltexte, die deutlich sind, zu denjenigen, die weniger deutlich sind, weniger klar sind. Deswegen lege unklare Abschnitte immer unter Berücksichtigung klarer Passagen aus. Das ist ein Prinzip, das ganz wichtig ist. Gott hat viele Dinge offenbart, die ganz deutlich sind. Zum Beispiel die Frage, was ist, wenn der Mensch stirbt. Da haben wir sehr, sehr viele Texte, die ganz deutlich, sehr einfach sind und sehr deutlich sind, dass wenn der Mensch stirbt, dann schläft er im Grab und er existiert nicht mehr. Und erst bei der Wiedererkunft Jesu werden wir auferstehen aus den Gräbern und zu einem neuen Leben auferstehen. Und andere Texte, die dann manchmal schwierig sind, wie zum Beispiel das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus, die müssen wir dann uns anschauen, aber im Kontext anschauen der anderen ganzen Texte, die deutlich und klar sind. Und mit denen muss man jetzt auch den schwierigen Text dann verstehen und auslegen. Deswegen, wenn ich aber jetzt anfange, andersrum zu gehen und sage, okay, hier habe ich einen Text, der schwierig zu verstehen ist und dann versuche ich es auf alle anderen zu überzustülpen, die klar sind, dann komme ich ein riesengroßes Durcheinander und dann werde ich immer mehr Nebel haben und Zweifel haben und alles wird nicht mehr funktionieren. Deswegen nicht, auch nicht eine Lehre, allein auf einen schwer verständlichen Text aufbauen.
[57:45] Wenn ich jetzt nur einen Text nehme, zum Beispiel das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus und nur diesen einen Text nehme und darauf eine ganze Lehre jetzt aufbaue, dann werde ich scheitern. Dann werde ich zu falschen Schlüssen kommen, eindeutig. Deswegen muss ich erst die deutlichen Texte bringen und deswegen die nicht verständlichen Texte, also wir dürfen nicht die verständlichen Texte durch schwierige Texte, Abschnitte verschleiern, sondern die deutlichen Texte, die verständlichen Texte, die müssen wir zuerst bringen, studieren, daran fest sein und das dann übertragen auf die anderen Texte und in dem Licht dieses Umfeldes das dann sehen.
[58:20] Ein Beispiel, die Zungenrede. Wenn wir uns das 1. Korinther Kapitel 14 anschauen, dann ist dieses Kapitel sehr schwer zu verstehen und manche und viele Ausleger sehen daran dieses Kauderwelsch, dieses Geblabbel von irgendwelchen Christen, die irgendwelche meinen, das ist vom Heiligen Geist, wenn sie dort in verschiedenen Lauten einfach so einen Kauderwelsch sprechen, was übrigens keine Syntax, keine Grammatik hat und sie meinen, das wäre die Zungenrede in der 1. Korinther 14. Aber das Problem ist, hier in dem Kapitel haben wir nicht eine Beschreibung von Paulus über die Zungenrede, sondern er korrigiert die Korinther, die die Zungenrede falsch anwenden. Und in dieser Beschreibung wird nicht ganz deutlich, was haben die Korinther eigentlich gemacht. Was war denn ihr Fehler, den sie gemacht haben? Das ist aus dem Kapitel sehr, sehr schwierig herauszusehen.
[59:12] Deswegen gehen wir vor, wir müssen zu den Kapiteln gehen, die eindeutig sind, die einfach zu verstehen sind, wenn es um die Zungenrede geht. Und da beginnen wir in Apostelgeschichte 2. Dort haben wir den Beginn der Zungenrede oder Sprachbegabung und dort wird nämlich gesagt, dass die Sprachbegabung oder die Zungenrede die übernatürliche Fähigkeit ist, das Evangelium in anderen bekannten menschlichen Sprachen zu verkündigen. Das heißt, die Jünger haben andere Sprachen gesprochen, die sie nicht gelernt hatten und jeder hat sie dann in seiner Sprache verstanden. Das ist also der ursprüngliche Sinn und der Hintergrund ist der, dass dadurch das Evangelium überall verkündigt werden soll, dass also die Sprachbarrieren überwunden werden, dass das Evangelium überall auf der Welt gehört werden kann. Und das finden wir übrigens auch in den weiteren Abschnitten der Apostelgeschichte, wo dann auch andere in Zungen gesprochen haben, finden wir die gleiche Gabe wie Kapitel 2, also auch die Sprachbegabung, dass sie Fremdsprachen gesprochen haben.
[1:00:10] Und diese Wendung von Zungenrede müssen wir dann auch auslegen, übertragen, das heißt auch in 1. Korinther 14 geht es um Sprachengaben und nicht um Kauderwelsch. Das heißt, die Korinther haben Fremdsprachen gesprochen, aber haben das falsch angewendet, einige von ihnen in der Gemeinde. Das heißt, sie haben Sprachen gesprochen, die keiner verstanden hat. Und Paulus sagt, warum betet ihr in einer fremden Sprache und keiner versteht es? Die Menschen glauben, ihr seid von Sinnen. Deswegen, wenn ihr betet, dann betet so, dass alle verstehen können. Und wenn jemand eine Fremdsprache benutzt, dann müsst ihr es auch übersetzen, dass auch alle anderen verstehen können, damit alle dadurch aufgebaut werden.
[1:00:52] Deswegen, das Prinzip ist also, die einfachen Texte, die geben vor, wie man die schwierigen Texte verstehen kann. Und dann wird es ganz einfach und 1. Korinther 14 wird ganz einfach zu verstehen, wenn man diesen Schlüssel anwendet, auch an dieser Stelle. Ja, deswegen Prinzipien der Auslegung. Zwei Stück hatten wir jetzt gesehen, den Kontext beachten und auch dann von den einfachen zu den schwierigen Texten gehen. Natürlich, wir haben noch mehr Prinzipien der Auslegung, die haben wir schon in den vorigen Kapiteln. Eine Lektion ist angeschaut, könnt ihr nochmal nachlesen. Aber das waren nochmal zwei wichtige, die wir hier sehen können.
[1:01:23] Übrigens, was ich auch noch sagen kann, ist auch noch Folgendes. Wenn ich etwas nicht verstehe, gibt es noch eine Möglichkeit. Ich kann auch zu jemandem gehen, zu dem ich Vertrauen habe und ihn fragen. Dass ich sage, hier, ich habe den Abschnitt gelesen und ich habe die Frage dazu und das ist mir jetzt aufgefallen. Was meinst du denn dazu? Wie verstehst du den Text denn? Und manchmal kann es sein, dass derjenige sagt, weiß ich auch nicht, tut mir leid, kann aber auch sein, dass er sagt, ja, den Text habe ich nur benachrichtigt, habe ich schon studiert und der hat meiner Ansicht die und die Bedeutung. Auf einmal geht mir selbst der Text auch ganz neu auf. Also der Heilige Geist kann auch an den Herzen anderer Gläubiger wirken und wenn ich mit ihnen spreche, kann auch dadurch der Heilige Geist mir ein Verständnis geben von einem Text und ich kann auch daran wachsen und lernen.
[1:02:00] Punkt vier, das Gebet. Das Gebet ist ganz, ganz wichtig. Ohne den Heiligen Geist können wir die Bibel nicht verstehen. Im zweiten Petrus 1, Vers 20 und 21 heißt es, und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet. Das heißt, der Heilige Geist hat die Menschen der Bibel inspiriert, er hat ihnen das eingegeben, was sie schreiben sollten, nicht Wort für Wort, sondern gedanklich eingegeben und genauso wie der Heilige Geist die Menschen der Bibel inspiriert hat, genauso brauchen wir die Erleuchtung, die Illumination, um das Wort zu verstehen.
[1:02:49] Deswegen und damit der Heilige Geist uns das zeigen kann, müssen wir darum beten. Ohne Gebet kann und wird der Heilige Geist uns nicht daran führen. Deswegen sollten wir jedes Mal, bevor wir die Bibel lesen, Gott bitten, lieber Gott, zeig dir mir jetzt, öffne mir dir mein Verstand, lass mich dein Wort verstehen, dass ich es nicht falsch deute und dass ich das klar erkenne, was du mir sagen möchtest und was ich tun soll. Deswegen bete, bevor du die Bibel studierst, bitte Gott ernstlich um Erkenntnis aus seinem Wort. Und das ist auch wieder eine Haltung der Demut, dass ich mich Gott unterstelle, dass ich nicht sage, lieber Gott, du musst meinen Heiligen Geist nicht geben, ich weiß ja sowieso, was da drin steht, nein, sondern dass ich sage, ich bin von dir abhängig, Gott. Wenn du mir jetzt nicht zeigst, was daran steht, dann werde ich falsch gehen und dann werde ich das nicht verstehen, was das wirklich meint.
[1:03:40] Deswegen lasst uns im Gebet wirklich darum ringen, dass wir Gottes Wort verstehen, dass wir die Prophetie verstehen, dass wir auch neues Licht bekommen in der Prophetie über Abschnitte, die noch in der Zukunft liegen. Gott wird uns viele Schätze aus seiner Schatzkammer der Weisheit und der Erkenntnis geben. Gott ist unendlich in seiner Weisheit, unendlich in seiner Erkenntnis, die er hat. Und er möchte uns davon abgeben und er freut sich darüber, wenn wir daran wachsen können und wenn wir daran zunehmen können.
[1:04:15] Kolosser 2, Vers 3 sagt, in Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Was für ein Satz. In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Wie fantastisch. Wenn ich mich mit Jesus verbinde, dann kann ich Anteile haben an dieser Weisheit und an der Erkenntnis und immer mehr davon bekommen, immer mehr daran wachsen, dass ich Jesus ähnlicher werde im Charakter, im Wissen. Denn das, was ich weiß, wird auch meinen Charakter verändern. Mein Charakter wird wieder dazu führen, dass ich noch mehr Erkenntnisse bekomme. Deswegen, das wünsche ich uns, dass wir daran wachsen, dass wir Gottes Wort immer besser verstehen, dass wir Gott besser kennenlernen und Jesus ähnlich werden.
[1:05:01] Am Ende habe ich jetzt noch mal ganz kurz einige Bücher, einige Buchempfehlungen. Und zwar das erste Buch, was ich euch empfehlen möchte, ist das Buch von Frank und Michael Hasel. Das nennt sich Wie kann ich das verstehen? Und zwar, das ist ein Buch, was extra zu dieser Lektion von diesem Viertel herausgegeben worden ist, was auch genau 13 Themen hat, 13 Kapitel hat, jeweils zu einer Lektion. Auch die Überschriften sind die gleichen wie auch bei der Lektion. Und es sind noch Vertiefungen und Ergänzungen zu dem, was in der Lektion geschrieben steht, sehr, sehr gut. Vertiefungen der Lektion, sehr gut geschrieben, einfach geschrieben, verständlich und sehr tiefgehend aber auch und sehr deutlich und praktisch anzuwenden. Sehr zu empfehlen, das Buch Wie kann ich das verstehen?
[1:05:48] Ein weiteres Buch ist das Buch Offenbarung und Inspiration. Das ist von verschiedenen Autoren, sind hier zusammengefasst. Hulbrook und van Dolzen haben das zusammengefasst, sind die Herausgeber. Eigentlich ist dieses Buch eine Entgegnung, eine Erwiderung auf dieses Buch von Elton Thompson, was ich eben schon mal erwähnt habe. Was ich nicht empfehlen würde zum Lesen, ist das Buch von Elton Thompson, Inspiration. Das ist wirklich ein Buch, was die Inspiration so verdreht und so unbiblisch darstellt und auch zu falschen Schlüssen kommt. Und das Buch hier von Hulbrook und van Dolzen ist eine sehr gute Erwiderung auf dieses Buch. Es reicht, wenn wir das lesen. Das sind von verschiedenen Autoren, von Hasel und von Galley und Pippin und von anderen, von Kisch und so weiter Artikel mit dabei, die tiefgehend sind und sehr gut sind. Das Buch empfehle ich euch, Offenbarung und Inspiration, das Buch von Elton Thompson nicht.
[1:06:51] Es gibt noch ein weiteres von Elton Thompson, das ist auch im Verlag herausgekommen, Event-Verlag, das heißt den Propheten unfehlbar. Und das ist auch genauso gefährlich und problematisch wie das erste Buch von Elton Thompson. Ich frage mich, warum es überhaupt übersetzt worden ist. Das unterhöhlt unser Verständnis der Bibel, der Inspiration und der Hermeneutik, der Auslegung der Bibel. Wenn wir uns nach diesen Büchern von Elton Thompson halten, dann werden wir garantiert auf dem falschen Gleis landen und die Bibel mehr und mehr in Zweifel ziehen. Und ich denke, wir brauchen die Grundlage, die Gott uns zeigt, die Bibel uns zeigt und die wir auch in guten Büchern wie von Hasel oder von Hoheburg und Dorlzen auch aufgeschrieben haben. Das sind gute Richtlinien, wo wir auch in gute Richtung laufen werden, wenn wir dem folgen werden.
[1:07:41] Gut, das war so ein paar Dinge noch zu den Büchern. Dann darf ich euch einladen, dass wir zum Abschluss noch zusammenbeten. Himmelscher Vater, wir danken dir von ganzem Herzen. Wir danken dir, dass du uns die Bibel, dein Buch gegeben hast, dass du deine Gedanken daran offenbart hast, dass du dich selbst daran offenbart hast. Und Herr, die Gedanken sind so tief und so groß und deine Weisheit ist unendlich und wir können es niemals ganz begreifen und verstehen. Wir bitten dich, hilf, dass dein Heiliger Geist uns daran führt, dass wir immer mehr Schritt für Schritt hineinwachsen, dass wir immer besser verstehen lernen, dass wir weiser werden, weil du uns die Weisheit schenkst und dass wir immer mehr deinen Charakter und dich in deinem Wort erkennen.
[1:08:25] Er hilft, dass wir nicht durch falsche Auslegungsmethoden in die Irre geführt werden, sondern hilft, dass wir die Bibel so lesen können, wie du es möchtest, dass wir uns mit Demut deine Wort unterstellen, dass wir wissen, dass du keine Fehler machst und dass du auch uns daran führen wirst. Herr Jesus, schenke uns Vertrauen in dein Wort, aber auch, dass wir bereit sind, dem zu folgen, was du uns zeigst, dass wir das tun, was du uns sagst, dass du uns dabei hilfst. So segne du uns und bleibe du bei uns. In Jesu Namen. Amen.
[1:09:02] Noch eine Einladung zu unserem nächsten und letzten Thema. Lektion Nummer 13 lautet Gemäß dem Wort Gottes leben. Das tut leicht daran anschließend, denn wir haben heute gesagt, wir müssen bereit sein, auch das, was wir erkannt haben, umzusetzen. Und das ist genau das, worum es nächste Woche geht. Lektion 13 Gemäß dem Wort Gottes leben. Ich lade euch ein, mit dir dabei zu sein und wünsche euch Gottes Segen. Bis dann.
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