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Auf den ersten Blick scheint die Frage „Wann beginnt das letzte Gericht?“ eigentlich ganz einfach, für die meisten Menschen findet es unmittelbar nach dem Tod statt, andere sehen das Gericht nach der Wiederkunft Jesu. Jedoch kollidieren diese beiden Positionen mit einigen Aussagen in der Bibel. Heute wollen wir uns ansehen welche Hinweiße zum Anfangszeitpunkt des Gerichts in der Bibel zu finden sind.

Detailiertere Erkläung der Symbole und ihrer Bedeutung in Daniel 7Das letzte Glied der prophetischen Kette – Teil 1

Manuskript zum Video: DBE-Manuskript-Folge7

In dieser Folge von „Die Bibel erklärt“ geht es um die Frage, wann das letzte Gericht Gottes beginnt. Lukas Hermann beleuchtet verschiedene biblische Hinweise, von Hebräer 9 bis hin zu den Büchern Daniel und Offenbarung. Dabei wird die Symbolsprache der Bibel entschlüsselt, um den genauen Zeitpunkt des Gerichts zu bestimmen und seine Verbindung zu historischen Ereignissen aufzuzeigen.


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Serie: Die Bibel erklärt

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Transkript

[0:00] Hallo und Willkommen zurück zu DieBibelErklärt. Unser Thema heute: Wann beginnt das letzte Gericht?

[0:18] Die Bibel sagt hier in Hebräer 9, Vers 27: „Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ Hier scheint es so zu sein, als ob das Gericht direkt nach dem Tod stattfindet. Dann auf der anderen Seite kennen wir dieses sprichwörtliche jüngste Gericht, das am Ende der Zeit stattfinden soll. Ist die Bibel unklar in dem Punkt? Wir werden sehen, dass die Bibel uns ganz klar zeigt, wann das große, letzte Gericht Gottes beginnt. Schauen wir in die Bibel.

[0:53] Bevor wir in die Bibel direkt reingehen, eine kleine Frage: Wie würden wir eigentlich so ein Studium anfangen? Wie studiert man das Thema Gericht? Die Antwort ist wirklich simpel. Ich habe hier ein Computerprogramm, und da kann ich einfach einen Suchbegriff eingeben. Ich gebe zum Beispiel jetzt mal einfach das Wort „Gericht“ ein. So, und er bringt mir hier die ganzen Suchergebnisse. Wir sehen schon relativ viele, 135. Und ich kann mir das einfach direkt hier rechts in meiner Bibel anzeigen lassen, in meinem Schlachter. Und wir sehen schon, das erste Suchergebnis heißt hier: „Und Jakob kochte ein Gericht.“ Und wir sehen schon gleich, dass es überhaupt nichts damit zu tun hat, mit dem, nach was wir eigentlich suchen. Denn wir suchen ja nach dem Gericht Gottes, also die Gerichtssitzung.

[1:46] Man kann hier durchgehen und dann gucken und einfach mal jeden Vers durchlesen und gucken, was sagt es über das Gericht Gottes aus. Hier ein anderer Vers: „Du solltest nicht der Menge folgen zum Bösen und sollst vor Gericht deine Aussagen nicht nach der Menge richten.“ Ja, wir sehen schon, es geht über das richtige Gericht, aber es geht nicht um das Gericht Gottes. Und so gehen wir durch die Bibel hier und lesen uns einfach mal, nehmen uns die Zeit und lesen uns Schritt für Schritt die Verse durch und gucken, hat es was mit dem Thema zu tun, das wir suchen.

[2:19] Noch besser als jetzt mein Computerprogramm hier ist besonders für das Englische. Das heißt, im Englischen suchst du dann gleich Plural und Singular und suchst dann die Adjektive und die Substantive. Das macht er hier für mich im Deutschen nicht. Aber dann kann man sich einfach eine Konkordanz zur Hand nehmen. Eine Konkordanz ist nichts anderes als ein Bibellexikon. Man sucht nach einem Wort und es zeigt einem an, genau wo das Wort überall steht in der Bibel. Und eine Konkordanz hilft einem dann auch und macht dann Plural und Singular gleich zusammen, also Einzahl und Mehrzahl. Und man darf natürlich dann auch schon Vermutungen anstellen. Man darf schon auch gern zu den Versen hingehen, wo man schon denkt: Okay, hier geht es um das Thema.

[3:03] Und als ich zum Beispiel angefangen habe zu studieren, habe ich mir gedacht, ja, ich weiß zumindest einen Vers, der über das Gericht Gottes spricht. Und das ist die erste Engelsbotschaft. Und von diesem Vers habe ich angefangen zu studieren, genau mit den Mitteln, Konkordanz und einem Computerprogramm, das mir geholfen hat, die Worte zu suchen. Und da fangen wir gleich an hier, in der Offenbarung 14. Das ist natürlich die erste Engelsbotschaft, und hier heißt es: „Da sprach mit lauter Stimme, der sprach mit lauter Stimme, ja, der Engel, der erste: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“

[3:50] Was mir hier gleich aufgefallen ist, erstmal, wir haben natürlich hier die Stunde des Gerichts und es ist eine Erklärung hier, dass die Stunde des Gerichts gekommen ist, ja, also es scheint, dass der Engel hier uns zeigt: Jetzt ist der Punkt, wo das Gericht gekommen ist. Gut, ich meine, wann ist es? Es gibt uns hier einen Hinweis, und zwar nachdem der Engel diese Botschaft oder zu dem Zeitpunkt, als der Engel diese Botschaft macht, da scheint es noch Zeit zu geben, sich zu bekehren. Er fügt nämlich hier diesen Ausruf an: „Fürchtet Gott, gebt ihm die Ehre, betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“

[4:35] Also es ist ganz offensichtlich, dass nachdem das Gericht hier angefangen hat, nachdem die Stunde gekommen ist, immer noch Zeit ist, sich zu bekehren. Es kann also nicht zur Wiederkunft Jesu sein, weil wir wissen, das ist der Zeitpunkt, wo dann niemand mehr Zeit hat, sich zu bekehren. Da ist es die Welt zu Ende. Jesus kommt nämlich, um den Sünder zu vernichten und den Gerechten mit in den Himmel zu nehmen. Das heißt, wir haben unseren ersten Hinweis: Das Gericht kann nicht zur Wiederkunft Jesu anfangen, sondern es muss schon vorher anfangen.

[5:10] Ich habe dann weitergesucht in der Bibel und bin dann hier auf diesen nächsten Vers gestoßen, und zwar im Buch Daniel im Kapitel 7. Und schaut mal, dieser Vers ist wirklich interessant. Ich lese gerade mal: „Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausende, tausendmal Tausende dienten ihm und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.“

[5:55] Und das ist unser Knackpunkt hier: Das Gericht setzte sich. Auf den Vers haben wir quasi gewartet. Wann fängt das Gericht an? Und hier haben wir einen direkten Vers, der uns zeigt: Das Gericht setzte sich, die Bücher wurden geöffnet. Und hier auch im Vers 9 schon: „Throne wurden aufgestellt.“ Also es sieht hier ganz eindeutig so aus, als ob das Gericht anfängt. Das ist ganz klar zu sehen.

[6:22] Und auch hier wieder, wir sind im Vers 11: „Und ich sah fortwährend hin wegen des Lärms der hochfahrenden Räder, die das Horn führte. Und ich sah zu, bis das Tier getötet wurde und sein Leib umgebracht und einem brennenden Feuer ausgeliefert wurde.“ Erstmal, wenn man jetzt hier das Buch Daniel zum ersten Mal vor sich hat, kann das etwas überwältigend wirken, weil es viel Symbolsprache ist und es zum ersten Mal zu hören, da denkt man: Oh, das ist ja völlig kompliziert, das verstehe ich ja gar nicht. Aber wer schon etwas ein bisschen in die Prophetie reingestudiert hat, dem wird es relativ bekannt vorkommen. Hier redet es einfach um das Tier und das Horn.

[7:06] Um das Tier und das Horn, da geht es schon vorher. Wir sehen, wir starten hier schon im Vers 9. Das heißt, in den Versen vorher geht es um Tiere und da geht es auch um Hörner, und das sind Symboliken für was auf der Erde passiert. Und wir möchten jetzt nicht wirklich hineingehen in die ganzen Erklärungen hier im Vers 11 und was die ganzen Symboliken bedeuten. Was aber wichtig ist für uns, ist, dass nachdem das Gericht anfängt, offensichtlich noch etwas passiert auf der Erde. Also wieder eine Bestätigung, dass das Gericht nicht zur Wiederkunft Jesu anfangen kann, sondern es muss schon vorher anfangen, da geht noch etwas vor sich auf der Erde.

[7:45] Nochmal kurz zurück, übrigens hier in Offenbarung 14. Der Engel sagt mit lauter Stimme, dass das Gericht anfängt. Das gibt uns ein bisschen den Hinweis, dass wir auf der Erde nicht wirklich mitkriegen, wann das Gericht anfängt und es vom Engel angesagt werden muss. Ein ganz interessantes Detail.

[8:06] Gut, gehen wir zurück, Daniel 7 hier. Und einfach kurz zu sehen, hier spricht es über Throne, hier spricht es über den Hochbetagten, also einen sehr alten, der ein schneeweißes Gewand getragen hat, seine Haare waren rein wie Wolle. Das ist hier eine Beschreibung von Gott. Wir werden es noch sehen, dass vor allem, wenn es um den Thron geht, dass Gott immer mit dem Thron in Verbindung gebracht wird. Und das ist hier eine sehr schöne Beschreibung von Gott. Auch der Thron ist mit Feuerflammen, und wir sehen hier, dass Zehntausend mal Tausende vor Gott dienen.

[8:40] Wenn wir in die Offenbarung rein studieren und vor allem ins Buch Offenbarung auch, dann sehen wir, dass dieses ein klarer Hinweis ist, dass Engel hier vor Gottes Thron stehen. Wir haben hier eine Szene im Himmel. Der Thron Gottes, Gott setzt sich, die Engel sind anwesend, das Gericht setzt sich und die Bücher wurden aufgetan. Ganz klar eine Szene im Himmel, das himmlische Gericht fängt an.

[9:08] Und kurze Ansage: Ich werde nicht in jedes Detail hineingehen. Das würde unseren Rahmen hier sprengen. Aber die Dinge, die ich erwähne oder scheinbar überspringe, das sind Dinge, die in anderen Videos auf unserer Seite sehr klar und deutlich und einfach belegt sind. Und einfach aus Zeitgründen werde ich das nicht nochmal genau im Detail studieren und wie man zu den Schlussfolgerungen kommt. Wir konzentrieren uns auf das Gericht und auf den Zeitpunkt. Das ist unser Studium.

[9:40] Wir haben herausgefunden: Die Throne wurden aufgestellt, das Gericht setzt sich, und wir haben hier anscheinend schon den Anfang des Gerichts.

[9:48] Noch ein Vers, den ich hier vorbringen möchte, der ganz interessant ist, weil er uns sehr viele Informationen gibt. Den Vers habe ich nicht selber gefunden, sondern den habe ich wirklich von einem Vortrag von jemand anderem genommen. Aber er passt sehr gut rein. Offenbarung 6. Das fünfte Siegel wird geöffnet, und ich lese es gerade: „Und als es, das fünfte Siegel, öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.“

[10:34] Wir sehen hier gleich wieder, wie die Bibel Symbolsprache verwendet. Seelen hier unter dem Altar von Menschen, die schon getötet wurden. Also, genau, wir sprechen hier von Menschen, die nicht mehr leben und die jetzt etwas sagen. Das sind diejenigen, die Gott treu waren, die umgebracht wurden, weil sie Gott Zeugnis gegeben haben. Und diese Seelen rufen jetzt aus mit lauter Stimme und sie sprechen: „Wie lange, oh Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“

[11:09] Das erinnert uns ein bisschen an diese Szene, als das Blut Abels ausruft, als kein Abel umgebracht hat, ganz am Anfang der Bibel. Da ruft das Blut Abels aus und Gott sagt: „Das Blut Abels ruft zu mir und sagt: Du hast ihn umgebracht.“ Und so können wir das hier verstehen, dass die Toten quasi rufen, symbolischerweise, zu Gott und sagen: Wann rächst du uns?

[11:37] Einige Dinge sind sehr interessant, die hier zu beobachten sind, bevor wir in den Vers 11 hineingehen. Und zwar, ich mache eine andere Farbe. Diese Seelen, erstmal sagen sie: „Wann rächst du unser Blut?“ Das heißt, sie sind schon tot. Das sehen wir natürlich ganz deutlich hier, sie wurden hingeschlachtet. Das heißt, sie sind schon tot. Also, was hier passiert, diese Szene spielt sich nach dem Tod ab.

[12:04] Wir sehen, dass diese Szene sich im Himmel abspielt, denn anscheinend wird hier gesprochen über diejenigen, die auf der Erde wohnen, als ob sie irgendwo ganz fern sind. Die, die auf der Erde wohnen. Das ist irgendwo weit weg. Das heißt, die Szene hier spielt sich im Himmel ab.

[12:21] Und dann Vers 11: „Und jedem von ihnen wurden weiße Kleider gegeben. Und es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die auch wie sie getötet werden sollten.“ Okay, jetzt sehen wir gleich den nächsten Hinweis. Es werden ihnen hier, mache ich kurz mit grün, es werden ihnen hier weiße Kleider gegeben. Was bedeutet das?

[12:57] Hier im nächsten Kapitel der Offenbarung, da sehen wir eine Szene, wo eine große Schar vor Gott steht, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen. Die standen vor dem Thron und vor dem Lamm. Ja, wir sehen, der Thron, das bedeutet, sie stehen hier vor Gott, vor dem Lamm, das ist Jesus, bekleidet mit weißen Kleidern. Und Palmenzweigen waren in ihren Händen. Das ist eine Szene, als die Geretteten vor Gott stehen. Und wir sehen hier, dass alle Geretteten weiße Kleider haben.

[13:28] Das heißt, als diese, die Menschen hier sind im Graben, sind tot, aber an einem gewissen Zeitpunkt nach ihrem Tod, aber vor der Wiederkunft. Warum vor der Wiederkunft? Weil nämlich hier ganz deutlich gezeigt wird, dass noch ihre Mitknechte, andere Menschen, die noch auf der Erde wohnen, ihre Brüder, die werden noch getötet. Da findet noch was statt auf der Erde. Die letzten Ereignisse sind noch im Gange. Da werden aber schon die weißen Kleider hier denen gegeben, die schon tot sind.

[13:59] Das Gericht über diese Menschen ist schon fertig. Sie wurden schon gerecht gesprochen. Es wurde schon, wir erinnern uns in unserem letzten Vortrag, es wurde schon vor den Engeln des Himmels gezeigt, dass diese Menschen würdig sind, in den Himmel einzugehen. Und sie wurden gerecht gesprochen. Das heißt, das Gericht findet hier statt, nicht beim Tod, sondern nach dem Tod, nicht bei der Wiederkunft, sondern vor der Wiederkunft.

[14:30] Also dieser Vers, obwohl er ein bisschen kompliziert ist, zeigt uns sehr schön, dass das Gericht anfangen muss, oder stattfinden muss, nach dem Tod, aber vor der Wiederkunft. Also ganz, ganz interessant. Deswegen habe ich das hier mit aufgenommen.

[14:44] Jetzt gehen wir hier nochmal zurück. Und zwar dieser Vers 7 im Daniel. Der ist ja interessant. Der sagt ja: „Das Gericht setzt sich.“ Da fängt was an. Wäre es nicht genial, wenn wir jetzt sehen könnten, wann das passiert? Vielleicht, wenn wir uns jetzt die Verse davor anschauen, die Verse hier vor Vers 9, vielleicht können wir dann rausfinden, wo in der Zeit, welche Ereignisse da stattfinden, dass wir da sehen können, wann das Gericht anfängt. Und in der Tat, wir können das tun.

[15:16] Ich habe hier eine kleine Tabelle aufgestellt. Und die Tabelle zeigt Folgendes. Auf der linken Seite hier haben wir die Verse aus Daniel 7, die uns diese Vision zeigen. Und wir sehen hier die Verse 9 bis 10, die wir gelesen haben. Da setzt sich das Gericht. Und ich habe hier einfach mal schematisch aufgezeichnet, was so in den einzelnen Versen passiert im Daniel 7. Und wir sehen, die ersten drei Verse sind eine Einleitung. Dann wird über den Löwen gesprochen, dann über den Bären, dann über den Panther oder in anderen Bibeln den Leoparden. Dann im Vers 7 über das schreckliche Tier. Dann die zehn Hörner, die aus dem schrecklichen Tier herauskommen. Dann wird über das kleine Horn gesprochen. Dann setzt sich das Gericht. Dann wird das Tier getötet, ja, wir erinnern uns, das haben wir auch gelesen. Und dann kommt nochmal eine Szene im Himmel mit dem Sohn des Menschen. Das ist jetzt die Vision, die Daniel hier hat.

[16:13] Das Interessante ist, dass nach Vers 14 der zweite Teil von Daniel 7, Daniel ist noch in der Vision und er kriegt jetzt von den Engeln die Vision erklärt. Das ist natürlich interessant für uns. Wir sehen, dass es wieder eine kleine Einleitung gibt. Und dann werden ihm hier die ersten drei Tiere in der Zusammenfassung erklärt. Und wer Prophetie kennt, der wird sofort erkennen, was es hier geht. Löwe, Bär, Leopard, schreckliches Tier. Das ist ein sehr einfaches Thema in der Prophetie.

[16:50] Und für den, dem das jetzt etwas überwältigend ist, ich setze einen Link in die Beschreibung und ins Manuskript von anderen Videos auf unserer Seite, die dieses Thema ganz klar und deutlich erklären und ganz simpel machen. Aber die Kurzfassung für diejenigen, die es schon wissen: Löwe ist natürlich Babylon. Der Bär, da geht es um Mediopersien. Da geht es um das Königreich Mediopersien. Danach kommt das Königreich Griechenland mit dem Leoparden. Danach das schreckliche Tier, das ist das Römische Reich. Danach diese zehn Hörner, die aus dem Römischen Reich herauskommen. Das sind diese zehn Stämme, die zehn europäischen Stämme. Und dann kommt das kleine Horn.

[17:30] Das kleine Horn, das ist der mittelalterliche Kirchenstaat. Das Papsttum, das während des Mittelalters die Heiligen verfolgt hat. Das werden wir gleich noch lesen. Und direkt nach diesem kleinen Horn, nach diesem Tun und Lassen dieses mittelalterlichen Kirchenstaates, da setzt sich das Gericht. Und das ist der Punkt, den wir erlernen wollen.

[17:58] Das heißt, wäre es nicht schön, wenn wir uns einfach mal hier Vers 24, 25 und 26 angucken und gucken, ob uns das irgendeinen Hinweis gibt, wann dieses kleine Horn, wann die Herrschaft hier des kleinen Horns zu Ende ist und sich das Gericht setzt. Und genau das machen wir jetzt.

[18:15] Und zwar schauen wir uns jetzt genau Vers 24, 25 und 26 vom Daniel 7 an. Und hier heißt es: „Und die zehn Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige auferstehen werden.“ Das sind die europäischen Stämme. Die werden natürlich zu den Ländern wie Frankreich und Deutschland am Ende. „Und ein anderer wird nach ihnen aufkommen. Er wird verschieden sein von seinen Vorgängern und wird drei Könige erniedrigen. Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen.“

[18:57] So, jetzt ist es ganz interessant. Jetzt beobachten wir, was dieses kleine Horn, das ist hier dieses andere Reich, was dieses kleine Horn tut. Es redet freche Reden gegen den Allerhöchsten. Und es wird die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben. Und es wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern. Das ist ein anderer Vortrag. Und sie werden in seine Gewalt gegeben, seine Gewalt, für, und jetzt pass auf, machen wir blau, für eine Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit.

[19:40] Hoppala, so. Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen, um sie endgültig zu vertilgen. Ja, jetzt haben wir hier wieder das Gericht. Und jetzt haben wir hier was Interessantes. Wir haben hier, erstmal wird uns beschrieben, was das kleine Horn macht. Es wird gegen den Höchsten reden, es wird die Heiligen verfolgen, aufreiben und ihm wird Gewalt gegeben werden. Und wir haben eine Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit, eine Zeitspanne, in der dieses kleine Horn Gewalt hat. Und direkt nach dieser Zeitspanne kommt das Gericht.

[20:17] Ist es nicht genial? Das heißt, was wir jetzt herausfinden wollen, ist: Wann fing diese Zeit an, diese dreieinhalb Zeiten? Wann fangen die an, wann hören die auf, und wann können wir unser Gericht erwarten? Und genau das machen wir jetzt.

[20:31] Und zwar gehen wir hier in die Offenbarung. Denn interessanterweise, diese dreieinhalb Zeiten, die sind sehr prominent in der Bibel. Offenbarung 12, Vers 14: „Und es werden der Frau zwei Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste fliegen kann, an ihren Ort, wo sie ernährt wird, eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit, fern von dem Angesicht der Schlange.“

[20:56] Nochmal, wir werden jetzt nicht in die Symboliken reingehen, was das bedeutet, sondern wir schauen uns nur an, was können wir über diese dreieinhalb Zeiten lernen. Was wir lernen können, ist, dass sie hier erstmal erwähnt werden. Eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Und wir sehen schon, das Buch Daniel und das Buch Offenbarung, die sind miteinander verbunden. Die erklären sich gegenseitig.

[21:16] Das heißt, wir haben hier die dreieinhalb Zeiten und jetzt gehen wir weiter. Direkt zum nächsten Vers, gleiches Kapitel, Vers 5: „Und sie, hier geht es wieder um die Frau, gebar einen Sohn, einen männlichen, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. Und die Frau floh in die Wüste, wo sie einen von Gott bereiteten Ort hat, damit man sie dort 1200 Tage lang ernährte.“

[21:51] Jetzt wird immer gefragt: Moment mal, hier heißt es dreieinhalb Zeiten, hier geht es um 1260 Tage, das ist etwas ganz anderes. Das Interessante ist hier, diese Beschreibung hier, diese Gegebenheit, diese Aktion, die hier passiert, ist genau die gleiche. Und zwar geht es hier um die Frau, und die Frau floh in die Wüste an einen Ort, der ihr von Gott bereitet wurde. Und schaut mal hier im Vers 14, da geht es auch um die Frau. Die Frau flieht in die Wüste an ihren Ort oder an einen Ort, der ihr bereitet wird, wo sie ernährt wird.

[22:29] Das heißt, es geht hier um die gleiche Zeitspanne. Die Bibel zeigt uns hier, dass die dreieinhalb Zeiten die gleiche Zeitspanne ist wie die 1260 Tage. Und ganz schön hier, deswegen habe ich den Vers 5 hier mit reingenommen, hier geht es um den Sohn der Frau und wie dieser Sohn entrückt wird. Das ist natürlich Jesus, eine Beschreibung von Jesus, der auf die Erde kommt und dann zu Gott auffährt. Und wir sehen hier sehr schön, wie die 1260 Tage nach Jesu Geburt und auch Auferstehung und Tod sein müssen. Also das alles findet hier nach den Ereignissen von Jesus statt.

[23:08] Offenbarung 11, und wir halten wieder Ausschau nach dieser Zeitspanne. „Aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, lass aus und miss ihn nicht, denn er ist den Heidenvölkern gegeben worden. Und sie werden die heilige Stadt zertreten, 42 Monate lang. Und ich will meinen zwei Zeugen geben, dass sie weissagen werden, 1260 Tage lang bekleidet mit Sacktuch.“

[23:35] Das heißt, wir haben hier wieder die 1260 Tage und die werden gleichgesetzt mit diesen 42 Monaten. Das heißt, 42 Monate sind 1260 Tage. Das macht Sinn, denn wenn wir mal 1260 durch 42 teilen, dann kommen wir auf 30. Das heißt, ein Monat hat 30 Tage. Und das stimmt, denn der jüdische Monat hat in der Tat 30 Tage. Der hat nicht diesen Rhythmus mit 30, 31, 30, 31, sondern der jüdische Monat hat in der Tat 30 Tage. Das heißt, es macht Sinn, 42 Monate sind in der Tat 1260 Tage.

[24:21] Das heißt, wenn wir jetzt die Rechnung fortsetzen, können wir auch sagen, ein jüdisches Jahr ist 12 Monate. Das heißt, 3 jüdische Jahre sind 36 Monate plus ein halbes jüdisches Jahr, plus 6, dann kommen wir auf 42 Monate. Das heißt, 3,5 jüdische Jahre sind 42 Monate, sind 1260 Tage. Das heißt, die 3,5 Zeiten hier sind eine andere Beschreibung für 3,5 Jahre.

[24:55] Das heißt, was haben wir jetzt festgestellt? Wir haben festgestellt, dass 3,5 Zeiten das Gleiche sind wie 42 Monate und das Gleiche wie 1260 Tage.

[25:07] Und das bringt uns zu unserem nächsten Vers, und da wird dieses Wissen nützlich. Offenbarung 13, Vers 5: „Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte der Lästerung redete. Und das kommt uns jetzt bekannt vor von unserem kleinen Horn, ist nicht wahr? Große Worte der Lästerung.“ In der Tat geht es hier um genau die gleiche Macht, ja, den mittelalterlichen Kirchenstaat hier. „Und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate lang.“

[25:36] Und das kennen wir, ja, das macht jetzt Sinn, denn es wird ihm Macht gegeben, das haben wir schon im Daniel gelesen, dass ihm Macht gegeben wird. Und da haben wir gelesen, dass es 3,5 Zeiten sind. Und jetzt lesen wir, dass es 42 Monate lang passiert. Das heißt, wir haben jetzt genau die gleiche Situation. „Und er tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott und seinen Namen zu lästern und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen. Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen, ja.“

[26:05] Das kommt uns auch bekannt vor, denn es verfolgt hier die Heiligen, dieses kleine Horn und sie zu überwinden. „Und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volkstamm und jede Sprache und jede Nation.“ Das ist ein wichtiges Detail. Es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volkstamm, jede Sprache und jede Nation.

[26:25] Wir haben schon gesehen, dass das kleine Horn unter den europäischen Mächten hervorkommt. Und wir sehen hier, dass jetzt dieses kleine Horn Vollmacht bekommt. Das heißt, das Papsttum bekommt im Mittelalter Vollmacht zu regieren über die anderen Länder, über die anderen Mächte Europas. „Und alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten, deren Name nicht geschrieben steht im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist von der Grundlegung der Welt an.“

[26:58] Wenn jemand ein Ohr hat, der höre. Und jetzt kommt noch eine interessante Information hier ganz unten. Am Ende dieser Passage: „Wenn jemand in Gefangenschaft führt, so geht er in die Gefangenschaft. Und wenn jemand mit dem Schwert tötet, so wird er durch das Schwert getötet.“ Das ist interessant für uns, denn wir wissen, dass die Kirche im Mittelalter die Heiligen verfolgt hat. Das heißt, sie haben die Heiligen gefangen genommen und mit dem Schwert getötet. Und hier wird uns offenbart, wie die Macht des Papsttums über die europäischen Mächte endet. Und zwar, indem das Papsttum selbst gefangen genommen wird und selbst durch das Schwert getötet wird.

[27:43] Jetzt müssen wir nur noch diese Puzzlestücke nehmen und zusammensetzen. Und wir schauen in der Geschichte, wann erhält das Papsttum Macht über die europäischen Nationen. Und wir werden herausfinden, das geschah 538. Da gab es ein Dekret und das Dekret wurde effektiv in genau diesem Jahr, dass dem Papst Macht gegeben hat, über die anderen Völker, über die anderen Nationen in Europa zu regieren. Weltliche Macht.

[28:18] Und was machen wir jetzt mit dem Datum? Wir addieren unsere 1260 Jahre. Das sind doch Tage, richtig? Aber in der Prophetie gibt es dieses Jahr-Tag-Prinzip, wo für ein Tag in der Prophetie, für ein Jahr in der Geschichte steht. Und ich setze nochmal einen Link in die Beschreibung, wo das ganz deutlich und ganz einfach erklärt wird.

[28:45] Und wenn wir also dieses Datum 538 nach Christi plus 1260 Jahre machen, dann kommen wir zu einem Datum und zwar 1798. Und was ist 1798 passiert? Ganz interessant. Der französische General, der General unter Napoleon, der General Berthier, Louis-Alexandre Berthier, hat in genau diesem Jahr in Rom einmarschiert und hat den Papst abgesetzt, hat ihn gefangen genommen und hat damit die weltliche Macht, die Macht über die europäischen Staaten des Papsttums beendet.

[29:30] Das heißt, die Prophetie hat sich auf das Datum genau erfüllt und mit diesem Datum können wir etwas sehr Wichtiges für unser Studium über das Gericht lernen. Wir haben schon gelernt, das Gericht muss vor der Wiederkunft Jesu anfangen. Jetzt haben wir gelernt, dass das Gericht nach dem Jahr 1798 anfangen muss. Das heißt, irgendwann nach dem Jahr 1798, aber vor der Wiederkunft erwarten wir, dass das Gericht beginnt.

[29:58] Und wenn wir Daniel ernst nehmen, dann muss das Gericht nicht wirklich lang nach dem Jahr 1798 beginnen. Das heißt, wir erwarten, dass das Gericht irgendwann nach dem Jahr, kurz nach dem Jahr 1798 anfangen muss.

[30:15] Und wann das Gericht genau anfängt und wie das Gericht abläuft im Himmel und was die verschiedenen Stadien des Gerichts sind, das schauen wir uns in unserer nächsten Folge an. Bis dahin, Gottes Segen. Amen.

[30:36] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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