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Christopher Kramp setzt seine Vortragsreihe „Bis in das Herz des Himmels“ fort und taucht tief in das fünfte Buch Mose ein. Er beleuchtet die Bedeutung des Gesetzes, die Eifersucht Gottes als Ausdruck seiner Liebe und die tiefe Verbindung zwischen Gottes Charakter und seinen Geboten. Der Vortrag thematisiert die Herausforderung, Gottes Wort nicht nur zu hören, sondern es im Herzen zu verankern, und wie dies die Beziehung zu Gott grundlegend verändern kann. Ein besonderer Fokus liegt auf der Notwendigkeit einer Herzensumkehr und der Bereitschaft, Gottes Liebe im eigenen Leben wirken zu lassen.


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Serie: ASI Tagung Bogenhofen

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Transkript

[0:00] Gesegneten Sabbat. Also, wenn ich in meiner Gemeinde Bad Cannstatt sage "Gesegneten Sabbat", dann erschallt es aus allen Mündern gleichzeitig unisono wie in einem Chor: "Gesegneten Sabbat". Und das ist so schön, dass ich mir zu meiner persönlichen Aufgabe gemacht habe, egal wo ich hinkomme, es den Gemeinden beizubringen. Und jetzt sind wir zwar keine Gemeinde, wir sind ASI, aber wir sind ja auch die Gemeinde, nicht wahr? Und deswegen üben wir das jetzt gemeinsam. Und alle, die jetzt live zuschauen im Internet, sind herzlich eingeladen, das auch mitzutun. Wir werden euch nicht hören, aber ihr werdet zu Hause dieselbe Freude haben. Ich werde noch einmal sagen: "Gesegneten Sabbat" und dann werden wir alle gemeinsam wie ein Mann und eine Frau gemeinsam "Gesegneten Sabbat" sagen. Okay? Seid ihr bereit? Gesegneten Sabbat. Ist das nicht schön?

[0:58] Wir möchten wirklich einen gesegneten Sabbat haben. Wir möchten, dass Gott uns segnet durch sein Wort. Und ich freue mich, dass ihr heute hierher gekommen seid. Ich weiß, einige sind erst vor kurzem angekommen nach langer Reise. Herzlich willkommen zu ASI 2014. Alle, die jetzt live eingeschaltet sind, ebenfalls herzlich willkommen, oder die ihr dann später einmal dieses Video auf irgendeiner Internetseite oder auf YouTube oder wo auch immer dann anschauen werdet. Auch wenn ihr vielleicht dann keinen Sabbat habt, mögt ihr trotzdem gesegnet sein.

[1:33] Wir möchten heute den zweiten Teil unseres Studiums fortsetzen, den wir heute Vormittag begonnen haben. Ihr könnt euch erinnern, wir haben angefangen, über das fünfte Buch Mose zu sprechen. Ich habe euch versprochen, wir können nicht das ganze Buch hier in zwei Einheiten behandeln, aber wir können so ein paar Einblicke bekommen. Heute Vormittag haben wir gesprochen über fünftes Mose Kapitel 1 bis 3. Wir haben gesehen, dass das Buch fünftes Mose mit einem Skandal beginnt. Könnt ihr euch erinnern? Eine elftägige Mission hat 40 Jahre gedauert und wir haben gesehen, woran es gelegen hat: an der Rebellion, die besagt hat: "Wir tun nicht das, was Gott sagt, und das, was Gott uns nicht gegeben hat, das tun wir trotzdem." Und wir haben alles gemeinsam angeschaut. Wir haben dann gesehen, wie Gott in einige Lektionen gegeben hat und heute Abend möchte ich noch ein bisschen tiefer gehen mit euch. Wir haben gesehen, die Israeliten konnten nicht hineingehen, die erste Generation, wegen Rebellion bei Kadesch Barnea. Wir haben etliche Anwendungen für unsere Zeit, für unsere Adventgemeinde gezogen.

[2:40] Heute Abend möchten wir zum eigentlichen Herzstück des Problems vordringen und ich muss euch ehrlich sagen, es ist eine Botschaft, die mir sehr auf dem Herzen liegt und die mir ehrlich gesagt auch ein bisschen Kniezittern verursacht, denn wenn eine Botschaft wirklich wichtig ist, dann möchte man sie auch so predigen, dass sie wirklich bei jedem Einzelnen ankommt. Ich habe einen wirklichen Respekt vor diesem Thema, denn ich glaube, das ist der eigentliche Schlüssel tatsächlich zu allem. Und ich möchte das nicht übertreiben. Das fünfte Buch Mose, von dem wir gesehen haben, dass es eines der wichtigsten Bücher in der ganzen Bibel ist, hat dieses Thema, was wir heute besprechen werden, zum absoluten Zentrum. Und damit wir das wirklich alle verstehen und nicht nur verstehen, sondern auch in unserem Leben erfahren, brauchen wir natürlich den Heiligen Geist. Und ich möchte euch einladen, bevor wir beginnen, bevor wir das Studium der Bibel fortsetzen, dass wir alle gemeinsam ein Gebet sprechen und wem es möglich ist, den möchte ich einladen, mit mir niederzuknien.

[3:40] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir hier gemeinsam zusammenkommen dürfen, dass wir jetzt Sabbat haben dürfen, dass wir die Sorgen, die Nöte, die Probleme der Woche einfach bei dir abgeben dürfen, dass wir auftanken können und dass wir uns in einer besonderen Art und Weise auf dein Wort besinnen können. Wenn wir es jetzt aufschlagen, dann wissen wir, dass mit unserer menschlichen Weisheit, mit unserem Intellekt, wir es nicht so begreifen können, wie du es gemeint hast. Wir brauchen deinen Heiligen Geist, um es zu verstehen, wir brauchen deinen Heiligen Geist, um es umzusetzen. Und so bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du jetzt in unserer Mitte bist, dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst, dass du jeden Einzelnen, dass du mich und jeden Einzelnen, der jetzt hier ist oder auch am Livestream sitzt, dass du uns in unserem Herzen ansprichst und uns zeigst, wo wir in unserem Leben etwas verändern müssen, damit Leben wirklich Mission sein kann und damit diese Reise nicht noch weitere 40 Jahre dauert. Ich möchte dich bitten, dass du alle Störende fernhältst und danke dir jetzt schon, dass du dieses Gebet erhörst, denn es ist in deinem Namen. Amen.

[5:01] Wir haben heute Vormittag gelernt, dass das fünfte Buch Mose eigentlich im Lateinischen Deuteronomium heißt. Kann sich jemand erinnern, was Deuteronomium bedeutet? Das zweite Gesetz oder die Wiederholung des Gesetzes. Wir haben gelernt, dass das fünfte Buch Mose eine besondere Rolle in der Bibel spielt. Wir haben gelernt, dass das fünfte Buch Mose die größte Erweckung des Alten Testaments ausgelöst hat in der Zeit von Josia, als jemand im Tempel eine Portion, eine Abschrift des fünften Buch Moses gefunden hat und an Josia das gelesen hat und umgesetzt hat. Wir haben gelernt, dass jeder treue Jude pro Tag ein Kapitel aus fünftem Mose zitieren sollte. Wir haben gelernt, dass Jesus in der Wüste dreimal gefragt worden ist und dreimal gesagt hat: "Es steht geschrieben", und wenn Jesus dreimal gesagt hat: "Es steht geschrieben", war es jedes Mal zitiert aus welchem Buch? Fünftem Mose. Wir haben gelernt, als Jesus gefragt wurde, was ist das größte Gebot, hat er aus fünftem Mose zitiert und wir können die Liste erweitern.

[6:07] Ich möchte euch jetzt noch etwas zeigen, bevor wir ins Thema hineingehen, weil es uns zum Thema führt. Schaut mal mit mir in Römer Kapitel 10. Auch Paulus kannte den besonderen Stellenwert des Buches Fünftem Mose. Schaut mal mit mir in Römer 10 und dort ab Vers 5. Eine unglaublich interessante Passage, die uns gedanklich hinführen soll zur Thematik des heutigen Abends. Römer 10 und dort ab Vers 5. Dort heißt es: "Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt. So, Zitat: Der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben." Frage: Was meint ihr wohl, woher hat er dieses Zitat? Ist aus dem fünften Buch Mose. Nun, ist die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, eine Gerechtigkeit, die wir anstreben? Ja oder nein? Das ist eine interessante Frage. Also, lassen wir anders formulieren. Ist das, was er hier schreibt, etwas, was er fördern möchte? Ja oder nein? Nicht so sehr, denn im nächsten Vers kontrastiert er die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, mit der Gerechtigkeit aus dem Glauben. Schauen wir mal in Vers 6. "Aber die Gerechtigkeit aus Glauben redet so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen, nämlich um Christus herabzuholen? Oder wer wird in den Abgrund hinuntersteigen, nämlich um Christus von den Toten zu holen? Sondern: Was sagt sie? Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen." Jetzt ratet mal, woher er das zitiert. Aus 5. Mose.

[7:51] Moment mal, der Paulus kontrastiert die Gerechtigkeit aus dem Gesetz mit der Gerechtigkeit aus Glauben als zwei verschiedene Dinge und er zitiert zweimal. Und wenn wir es nicht besser wüssten, würden wir vielleicht sagen, so oder viele Christen würden sagen: "Naja, das eine kommt wahrscheinlich aus dem Alten Testament und das andere aus dem Neuen Testament, nicht wahr? Zumindestens kommt das bestimmt aus zwei verschiedenen Büchern, oder?" Nein. Beide Dinge, die Gerechtigkeit aus dem Gesetz als auch die Gerechtigkeit aus Glauben, kommen beide vor in 5. Mose. Das Buch 5. Mose beschreibt die Gesetzesgerechtigkeit als auch die Glaubensgerechtigkeit. Und wir wollen uns heute anschauen, was das für uns praktisch bedeutet.

[8:35] Ellen White hat uns Folgendes hinterlassen. Im Brief 112, Seite, na Quatsch, Brief 112, nicht Seite. Ja, 1909 sagt sie: "Ich bitte euch, das vierte bis zum achten Kapitel 5. Mose zu studieren, dass ihr verstehen mögt, was Gott von seinem alten, antiken Volk gefordert hat, damit es ein heiliges Volk sein möchte." Ellen White sagt nicht nur, dass wir zu wenig aus 5. Mose machen, sie gibt spezifische Kapitel, zum Teil spezifische Verse an und sagt, das sollte ganz besonders unsere Aufmerksamkeit erregen. Und heute haben wir nicht die Zeit, Kapitel 4, 5, 6, 7, 8 zu studieren. Ich möchte nur etwas herausgreifen, vor allem aus dem fünften Kapitel, damit wir sehen, warum Ellen White das so betont. Schlagt mit mir auf, 5. Mose und dort Kapitel 5. 5. Mose, Kapitel 5, das Kapitel, von dem 5. Mose, Deuteronomium, seinen Titel bekommen hat. Denn in 5. Mose 5, werdet ihr wahrscheinlich wissen, wird was wiederholt? Die zehn Gebote, das Gesetz. Fangen wir in Vers 1 an, 5. Mose und dort Vers 1, Kapitel 5. "Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Höre, Israel!" Merkt euch diese Formulierung. Mose, der hier am Ende seines Lebens, wie wir heute gesagt haben, mit weißen Haaren, glühendem Angesicht, in voller Gesundheit, 120 Jahre alt, die zwei Millionen Israeliten anspricht. Er sagt es öfter im 5. Mose: "Höre, Israel." Jesus hat später auch gesagt: "Wer ein Ohr hat, der höre." Den sieben Gemeinden sagt der Geist: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt." Ja, wir hören doch alle, oder? Wenn wir nicht gerade taub sind. Nein, die Bibel meint etwas ganz Spezifisches mit diesem Hören. Es gibt eine Botschaft in diesem Text, die wir geistlich hören sollen.

[10:49] "Höre, Israel! Die Satzung und Rechtsbestimmung, die ich heute vor euren Ohren rede, lernt und bewahrt sie, um sie zu tun." Vier Dinge: hören, lernen, bewahren und dann tun. Wir sollen hören, um zu lernen, damit wir sie bewahren und dann tun. Vers 2. Jetzt schaut mal, sehr interessant. "Der Herr, unser Gott, hat am Horeb..." Wer von euch kann sich noch erinnern? Heute haben wir das gelernt. Der Horeb ist ein anderer Name für Sinai und Sinai ist bekannt für die zehn Gebote, nicht wahr? "...hat am Horeb einen, was mit uns geschlossen?" Einen? Einen Bund mit uns geschlossen. Und der nächste Vers ist äußerst interessant. Er sagt: "Nicht mit unseren Vätern hat er diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind." Moment mal, als Gott fast 40 Jahre zuvor am Sinai zu den Israeliten sprach, hat er dann nicht zu der Generation gesprochen? Mose sagt dem Volk, der Bund, den Gott am Sinai geschlossen hat, war gar nicht mit der ersten Generation, sondern mit euch. Ich habe mir Gedanken gemacht, warum denn? War das nicht für die erste Generation? Könnte es sein, dass Gott durchaus einen Bund auch mit der ersten Generation schließen wollte, aber dass es zu diesem Bund nie gekommen ist, weil zu einem Bund gehören immer wie viel? Zwei. Und wir haben heute gesehen, die erste Generation hat kontinuierlich rebelliert. Und so sagt Mose, indem er den Punkt wirklich deutlich macht, dieser Bund vom Sinai, ja, der wurde gesprochen zur ersten Generation. Jeder Einzelne von den zwei Millionen Israeliten hat die Stimme Gottes gehört und trotzdem haben sie diesen Bund nie wirklich mit Gott gemacht. Aber ihr, die ihr damals zum Teil gar nicht lebendig gewesen seid, denn viele von denen sind ja später in der Wüste geboren, oder? Die ihr nur vom Hörensagen, von der Tradition, quasi aus der Bibel davon gehört habt, ihr könnt in diesen Bund eintreten. Interessant? Manchmal denken wir andersherum. Die Bibel ist ganz spezifisch für die Menschen damals gegeben und wir können auch Lektionen davon lernen. Das ist so dieses theologische Denken. Jetzt muss ich vorsichtig sein. Wir sind in der theologischen Schule hier, nicht wahr? Dann gibt es das exegetische. Das ist das genau für die damalige Zeit und wir können homiletisch so auch ein paar Anwendungen dafür für uns nehmen, oder? So lernen wir es, oder? Und das ist auch ganz gut und ganz richtig. Aber andersherum sagt die Bibel hier, die Botschaft, die Gott dem Volk Israel in der ersten Generation gegeben hat, war eigentlich wirklich für die Zweite, für die, die es gar nicht gehört haben. Könnte es sein, dass alle Botschaften der Bibel primär, nicht sekundär oder tertiär, primär für die sind, die es annehmen? Ganz egal, ob sie es gehört haben oder nicht.

[14:06] Nun, es geht weiter. Vers 4. Das ist noch so ein interessantes Statement hier. "Von Angesicht zu Angesicht hat der Herr auf dem Berg mit euch geredet, mitten aus dem Feuer." Hat Gott wirklich von Angesicht zu Angesicht mit den Israeliten gesprochen? Also, wenn ihr 5. Mose kennt, wisst ihr, dass ein Kapitel vorher steht: "Ihr habt sein Gesicht nicht gesehen." Ja, das steht ganz deutlich. Ihr habt keine Gestalt gesehen und trotzdem sagt Mose: "Gott hat von Angesicht zu Angesicht zu euch gesprochen." Haben sie sein Angesicht gesehen? Ja oder nein? Nein, nicht wirklich. Also, das muss eine symbolische Bedeutung haben. Was bedeutet es, von Angesicht zu Angesicht zu reden? Schaut mal mit mir in 5. Mose, Verzeihung, in 2. Mose 33. Lasst euren Fingern 5. Mose, wir kommen gleich wieder zurück. In 2. Mose 33 und dort Vers 11.

[14:57] 2. Mose 33, Vers 11. "Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet." Von Angesicht zu Angesicht reden scheint also so eine Art Phrase, eine idiomatische Wendung zu sein, um zu sagen: "Wir kennen uns gut, wir sind Freunde." Wenn es heißt, Gott hat mit euch, mit Israeliten, von Angesicht zu Angesicht gesprochen, heißt das, Gott wollte euer oder möchte immer noch euer Freund sein. Er wünscht sich eine Beziehung. Ja, wir glauben, Gott ist unser Erlöser, unser Schöpfer, der große Gott. Glaubst du auch, dass Gott ein Freund ist? Also, im tatsächlichen Wortsinne von Freund. Ist Gott ein Freund? Gott wollte Freund für sie sein.

[16:05] Gehen wir zurück zu 5. Mose, Kapitel 5 und dort Vers 5. Es heißt hier: "Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem Herrn und euch, um euch die Worte des Herrn zu verkündigen, denn ihr habt euch vor dem Feuer gefürchtet und seid nicht auf den Berg gegangen." Und er sprach und so weiter. Als Gott damals am Sinai die 10 Gebote gegeben hat, da war das keine Kleinigkeit. Ihr kennt wahrscheinlich den Bericht, oder? Als Gott die 10 Gebote gegeben hat, sagt Ellen White, war die Größe, das Atemberaubende dieser Darstellung eine Repräsentation seines erhabenen Charakters. Lassen wir ganz kurz noch mal anschauen, noch mal, dass wir es im Bild vor Augen haben, was dort wirklich passiert ist. Gehen wir zurück schnell zu 2. Mose, 2. Mose 19. Und ihr wusstet wahrscheinlich schon, die Israeliten waren vorbereitet worden auf dieses Ereignis. Mose hatte ihnen gesagt: "Pass auf, am 3. Tag, da wird Gott zu uns sprechen. Wascht euch, reinigt euch, heiligt euch." Wie wird das sein? Was passiert, wenn Gott zu uns spricht? Wir haben schon seine Wolke gesehen, wir haben seine Feuersäule gesehen, wir haben gesehen, wie er einen Weg durch das Rote Meer durchgemacht. Aber wie wird das sein, wenn Gott spricht? Sie konnten sich schon vorstellen, das wird einigermaßen grandios sein, oder? Stellt euch vor, jemand kommt zu euch und sagt: "In 3 Tagen wirst du die Stimme Gottes hören." Hättet ihr nicht auch schon eine gewisse Vorstellung? Ihr würdet euch doch mental auch schon für das Gewaltiges vorbereiten, oder? Aber was dann kam, übertraf alles, was sich die Israeliten überhaupt nur vorstellen konnten.

[17:34] In Vers 16, 2. Mose 19, Vers 16. "Und es geschah, als der dritte Tag kam und es noch früh am Morgen war." Gott ist kein Langschläfer, so wie ich. "Und es noch früh am Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke lag auf dem Berg und es ertönte ein sehr lauter Schall von Schofarhörnern." Schofarhörner sind eines meiner Lieblingsinstrumente in der Bibel. Ich könnte eine ganze Predigt halten, warum Schofarhörner so eine gewaltige Bedeutung haben. Ihr wisst, ein Horn steht für ein Königreich und ein Schofarhorn kommt von einem Widder oder von einem Stier, der offensichtlich gestorben ist, nicht wahr? Deswegen hat man das Horn. Und man kann einen lauten Ruf daraus geben. Aber ich will jetzt nicht weiter hineingehen. Schofarhörner sind gewaltig. Alle großen Feste des Heiligtumsdienstes waren mit Schofarhörnern. Und Schofarhörner sehen zwar aus wie Schlangen, sind aber keine Schlangen. Da erschrak das ganze Volk, das im Lager war.

[18:35] Vers 17. Und ich finde das gewaltig, was hier steht. "Und Mose führte das Volk aus dem Lager Gott entgegen." Können Sie sich das vorstellen? Zwei Millionen Israeliten mit zitternden Knien. Und Mose geht voran. Und Mose war auch nicht gerade ruhig. Die Bibel sagt, der Nebrier hat ebenfalls gezittert. Sie gehen Gott entgegen. Es heißt im Vers 18: "Der ganze Berg Sinai rauchte, weil der Herr im Feuer auf ihn herabstieg." Merkt euch, dass Gott kam im Feuer herab. Und dann heißt es weiter: "Und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens. Und der ganze Berg erbebte heftig." Und wenn das noch nicht genug war, heißt es in Vers 19: "Und der Hörnerschall wurde immer stärker. Und Mose redete und Gott antwortete ihm mit lauter Stimme." Das muss eine unfassbare, gewaltige Szene gewesen sein. Warum? Wollte Gott zeigen, wie viel Muckis er hat? Wollte Gott zeigen: "Hey, ich bin der Chef und ihr gehorcht mir jetzt. Ich zeige euch mal, was ich alles kann." War das Gottes Intention? Es scheint mir so, als ob die Israeliten es fast so verstanden haben. Wir werden gleich sehen, warum. Aber ich glaube, Gott hatte etwas ganz anderes vor. Und ich möchte euch zeigen, warum.

[19:58] Gehen wir zu 5. Mose zurück. Dort haben wir jetzt noch mal die Wiederholung dieser zehn Gebote. Und es heißt in Vers 6, dass Gott gesprochen hat: "Ich bin der was?" Ich bin der, ihr könnt die zehn Gebote doch auswendig, "Ich bin der Herr, euer Gott." Sagt er das? Komm vom Berg herab, vom Himmel herab, sprich zu den zwei Millionen Israeliten: "Ich bin der Herr, euer Gott." Sagt er das? "Ich bin der Herr, dein Gott. Ich bin dein Gott. Ich möchte dein Freund sein, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus der Knechtschaft herausgeführt habe. Ich bin dein Freund, ich bin dein Gott und ich befreie dich aus der Sklaverei. Ich habe es schon getan." Und wenn ihr wirklich wissen wollt, was das bedeutet, schlagt mal mit mir Psalm auf, Psalm 81 und dort Vers 11. Da wird dieselbe Aussage noch mal getätigt, mit einem Zusatz, den ich außerordentlich spannend finde.

[21:02] Psalm 81 und dort Vers 11. Da sagt Gott ebenfalls: "Ich bin der Herr, dein Gott, der dich heraufgeführt hat aus dem Land Ägypten." Und was jetzt steht, ist einfach unglaublich. Gott ist so wunderbar. Er sagt: "Tue deinen Mund, pass auf, tue ihn weit auf und ich will ihn füllen." Gott sagt: "Ich bin der Herr, dein Gott. Ich habe dich aus der Knechtschaft herausgeführt." Lieber Freund, mach deinen Mund auf und ich werde ihn füllen. Wo kennt ihr dieses Bild aus der Natur, dass jemand den Mund aufmacht und dann wird der Mund gefüllt? Hat nicht Gott auch dieses Bild in der Wüstenwanderung, dass so wie ein Adler sich um seine Küken kümmert? Gott sagt: "Mach den Mund auf, ich will ihn füllen." Wann war das letzte Mal, dass du zu Gott gesagt hast: "Hier." Das ist, was da steht. Ihr lacht. Das ist, was dort steht. Gott sagt: "Ich bin der Herr, dein Gott, mach deinen Mund auf." Mach ihn weit auf, ich will ihn füllen. Also Psalm 81, Vers 11 sagt: "Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus der Knechtschaft herausgeführt habe. Mach deinen Mund weit auf, ich will ihn füllen." 2. Mose 20, 5. Mose 5 sagt: "Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat. Du sollst keine anderen Götter neben dir haben." Das Füllen des Mundes ist das Gesetz. Mach deinen Mund weit auf, ich will ihn füllen.

[22:57] Ach, ne, Moment mal. Ich dachte, die zehn Gebote sind ein Regelwerk. Zack, zack, zack, zack, zack. Das müssen wir tun. Das müssen wir halten. Es sieht so aus, als ob Gott am Sinai eigentlich das Volk Gottes füttern wollte. "Mach deinen Mund weit auf. Ich will dich ernähren. Ich will dir etwas geben, was du nirgendwo anders bekommst. Und ich kann das, weil ich kann alles. Ich kann sogar vom Himmel im Feuer herabkommen."

[23:26] "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Warum sagt Gott das? Als ich geheiratet habe, meine liebe Frau, da habe ich unter anderem neben verschiedenen anderen Dingen versprechen müssen, dass ich neben ihr keine anderen Frauen haben werde. Habt ihr das auch versprechen müssen, als ihr geheiratet habt? Du nicht? Ja, gut. Ist das eine Einschränkung? Eine Begrenzung? Nein. Was ist es? Es ist ein Ausdruck von Liebe. Ein Ausdruck von Liebe. Ich möchte eine direkte Beziehung zu dir und deswegen möchte ich, dass du dich allein auf mich konzentrierst.

[24:20] Nächstes Gebot in Vers 8. "Du sollst dir kein Bildnis machen." Stell dir mal vor, eine Frau kommt nach Hause und ihr Mann sagt: "Du, ich habe dich so lieb und ich liebe dich und ich würde keine andere Frau jemals haben neben dir." Aber seine Wand vor seinem Schreibtisch ist lauter voller anderer Frauenbilder. Was würde die Frau wohl denken? Was meint ihr?

[24:52] "Du sollst kein Bildnis, kein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern ist und so weiter." Und dann steht im Vers 9: "Bete sie nicht an und diene ihnen nicht, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein Eiferer. Eifersüchtig." Habt ihr gewusst, dass Gott eifersüchtig ist? Gott ist eifersüchtig. Und wenn ihr mir das nicht glaubt, schlagt mal mit mir auf 2. Mose 34, Vers 14. Da wird es nämlich ziemlich deutlich.

[25:26] In 2. Mose 34, Vers 14 steht: "Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten, denn der Herr, dessen Name wie ist, dessen Name wie ist." Das steht nicht im Text. Ab und zu wird man die Bibel aufschlagen. "Der Eifersüchtige." Habt ihr gewusst, dass Gottes Name der Eifersüchtige ist? Manchmal sagen wir: "Ja, Gott ist eifersüchtig, aber es ist eine seiner Nebeneigenschaften. Das kommt ab und zu mal vor." Nein, meine Lieben, Gottes Charaktereigenschaft, eine seiner Hauptcharaktereigenschaften ist seine Eifersucht. Jetzt werde ich sagen: "Das gibt es doch gar nicht." Nun, es gibt eine Form von Eifersucht, die kennt Gott gar nicht. Das ist die, wenn der Mann oder die Frau ohne jeglichen Grund irgendwas verdächtigt, oder? Aber es gibt eine Eifersucht, von der bin ich froh, dass Gott sie hat. Stell dir vor, ein Mann kommt nach Hause und sagt: "Du mein Schatz, ich muss dir was bekennen. Da gab es diese andere Mädel, nicht wahr? Wir hatten eine Affäre." Stell dir vor, die Frau sagt: "Ist doch egal. Macht nix. Da stehe ich drüber." Was hättet ihr als Mann, oder ihr könnt ja auch das umdrehen in eurem Kopf, für ein Gefühl über die Liebe eures Ehepartners, der sagt: "Ist egal."

[26:51] Eifersucht, wenn sie berechtigt ist, beweist Liebe. Es gibt keinen größeren Beweis für Liebe, wenn man eifersüchtig ist, wenn es dafür einen Grund gibt. Ich bin froh, dass eines der Eigenschaften Gottes, seine Eifersucht ist. Er liebt mich wirklich. Gottes Liebe ist nicht nur eine theoretische, theologische Idee, die irgendwie so unemotional im theologischen Raum schwebt. Gott liebt mich wirklich und wenn ich ihn betrüge, dann ist er wirklich eifersüchtig. Und wisst ihr, wie seine Eifersucht sich ausdrückt?

[27:27] Jetzt schaut man mit mir in 5. Mose 4, das ist sehr interessant, in 5. Mose 4 und dort in Vers 24. 5. Mose 4 und dort Vers 24: "Denn der Herr, dein Gott, ist ein was? Ein was? Ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott." Was ist das Symbol für Gottes Eifersucht? Ein verzehrendes Feuer.

[27:56] Wenn ihr jemanden wirklich liebt, könnt ihr euch noch erinnern, als ihr wirklich verliebt wart? Vielleicht seid ihr es hoffentlich immer noch, auch wenn ihr verheiratet seid. Könnt ihr euch daran erinnern, dass ihr oder immer noch wirklich fest und tief jemanden geliebt habt? Und dann passiert irgendetwas und aus irgendeinem Grund trennt sich diese Person von euch. Was ist euer Ziel? Die Person zurückzubekommen, aber damit die zurückkommen kann, muss dieses Problem aus der Welt geschafft werden. Wahre Liebe versucht immer, das Trennungsproblem hinwegzunehmen. Wenn es irgendeinen Trennungsgrund gibt, versucht wahre Liebe diesen Trennungsgrund hinwegzunehmen.

[28:59] Was ist denn der Trennungsgrund, warum Menschen sich von Gott trennen? Keine schwere Frage. Hier sei 59, Vers 2 sagt: "Eure Missetaten, eure Sünden trennen euch von eurem Gott." Wenn Gott uns liebt und wir singen jeden Sabbat, wir beten jeden Sabbat, wir predigen jeden Sabbat: "Gott ist die Liebe", wenn das stimmt, was ist dann sein vordringlichstes Ziel, wenn er uns liebt? Die Sünde wegzunehmen, die Sünde zu verzehren, denn die Sünde trennt ja von ihm. Die Sünde ist ein Angriff auf die Beziehung zu ihm.

[29:45] Nun, die Bibel sagt, das verzehrende Feuer ist ein Symbol für Gottes eifersüchtige Liebe und wir alle wissen aus unserer Theologie, dass am Ende der Zeit das Feuer fallen wird, um die Sünde zu verzehren. Frage: Als Gott am Berg Sinai herabkam, wie kam er herab? Im Feuer. Schaut mal mit mir in 5. Mose 4, wenn ihr noch da seid, da steht etwas Außergewöhnliches. In 5. Mose 4 und dort Vers 10 und 11: "An dem Tag, als du vor dem Herrn, deinem Gott, standest, am Berg Horeb, als der Herr zu mir sprach: Versammle mir das Volk, damit ich sie meine Worte hören lasse und damit sie mich fürchten, denn alle Tage ihres Lebens auf Erden und damit sie auch ihre Kinder unterweisen..."

[30:36] "...da tratet ihr herzu und standet unten am Berg, aber der Berg brannte im Feuer bis ins Innerste des Himmels hinein." Hat das gelesen? Bis in das Innerste des Himmels. Früher habe ich gedacht, naja, der Berg, der hat ein bisschen gelodert, ein bisschen Feuerwerk. Und ganz egal, ob das jetzt eine buchstäbliche oder eine symbolische Beschreibung ist, die Idee ist, das Feuer auf dem Berg Sinai ging bis in den Himmel, nicht nur irgendwo in den Himmel, sondern bis in das Herz des Himmels, so sagt es das Originalhebräische, bis in das Herz des Himmels. Da war eine Verbindung vom Herz des Himmels zur Erde durch das Feuer.

[31:17] Von welcher Seite ist es denn entstanden? Ist es auf dem Sinai entstanden oder im Herz des Himmels? Wo ist das Feuer entstanden? Im Himmel oder auf dem Sinai? Im Himmel. Im Herzen des Himmels brennt ein Feuer. Ein Feuer der Liebe für jeden Einzelnen von uns. Und am Sinai kam dieses Feuer, diese Liebe herab auf den Berg, um das Herz des Himmels, das natürlich das Herz Gottes ist, mit der Erde zu verbinden und in den zehn Geboten, nicht zehn Regeln aufzustellen: "Tu das nicht, tu das nicht", sondern zu beschreiben, wie eine Beziehung zwischen Gott und Mensch, zwischen gläubigen Menschen, wie eine Beziehung aussehen kann, aussehen muss, wenn sie wirklich liebevoll ist. Es war die Liebe Gottes, die sich in all ihrer Gewaltigkeit gezeigt hat am Berg Sinai.

[32:37] Und wir könnten durch die anderen Gebote hindurchgehen, wir könnten zeigen, wie das dritte Gebot, das vierte Gebot, nicht wahr, das ein Zeichen für die Schöpfung und für die Erlösung, für die Heiligung ist, wie das alles den Charakter Gottes beschreibt. Wir könnten zeigen, warum Gott sagt: "Du sollst nicht töten." Warum? Weil er ist das Leben. Wir können sagen, warum Gott sagt: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden", weil er die Wahrheit ist. Die zehn Gebote haben seinen Charakter und sein Wesen beschrieben und die Bibel sagt: "Gott ist die Liebe." Am Berg Sinai wollte Gott dem Volk Israel demonstrieren, was seine Liebe ist.

[33:15] Das Feuer brannte und es brannte nicht nur ein wenig, der Berg erbebte und das Feuer brannte vom Berg bis in das Innerste, bis in das Herz des Himmels. Wer von euch hat einmal in seinem Leben allen Mut zusammengenommen? Da war diese junge Frau, der junge Mann und er war schon lange verliebt in sie. Ihr habt allen Mut zusammengenommen, um irgendwann zu sagen: "Ich liebe dich." Was ist das Schlimmste, was dann passieren kann? Das Schlimmste, was passieren kann, ist, wenn man sich so verletzlich gemacht hat, oder? Wenn man so sehr seine Emotionen bis in das Innerste des Herzens offen gelegt hat, wenn man dann abgewiesen wird.

[34:06] Schaut mit mir zurück nach 5. Mose, Kapitel 5 und dort Vers 22. 5. Mose 5, Vers 22. "Diese Worte redete der Herr zu eurer ganzen Gemeinde aus dem Berg, mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und der Dunkelheit, mit gewaltiger Stimme und er fügte nichts hinzu. Er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir." Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus dem Feuer hörtet und der Berg im Feuer brannte. Da tratet ihr zu mir, alle Oberhäupter eurer Stämme und eure Ältesten und ihr spracht: "Siehe, der Herr, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört."

[34:54] Heute haben wir gesehen, dass Gott mit den Menschen redet und sie am Leben bleiben. Was jetzt folgt, ist eine der bemerkenswertesten und eigentlich fast unverständlichsten Stellen der gesamten Bibel. Jedes Mal, wenn ich das lese, denke ich: "Das gibt es doch gar nicht. Das ist doch unfassbar." Analysieren wir mal Vers zu Vers. Hier in Vers 24 sagen sie: "Wow, wir haben Gottes Stimme gehört, seine tatsächliche Stimme und wir sind immer noch am Leben." Könnt ihr das alle sehen, dass sie das sagen? Sie sagen: "Wir haben Gottes Stimme gehört, die Stimme, die gesagt hat: 'Es werde Licht', und es wurde Licht. Die Stimme, die gesagt hat: 'Es werde Milchstraße', und es wurde Milchstraße." Diese Stimme haben wir gehört und wir leben noch. Wisst ihr, wer das auch gesagt hat? Es gibt mehrere Menschen in der Bibel, die gesagt haben: "Wir haben Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, wir haben seine Stimme gehört, wir haben ihn betastet und wir leben noch." Einer von ihnen war Jakob, der gekämpft hat, der seine Stimme gehört hat, der mit ihm gerungen hat, sogar und dann festgestellt hat: "Er hat mit Gott gerungen und gesagt hat: 'Ich habe Gott gesehen, ich bin am Leben geblieben.'" Warum ist er am Leben geblieben? Weil er ein Überwinder war. Dort am Jabbok hat Jakob überwunden und er ist am Leben.

[36:15] Schaut mal den nächsten Vers an, in 5. Mose 5, Vers 25. Gerade haben sie gesagt: "Wir haben die Stimme Gottes gehört und wir sind am Leben geblieben." Und jetzt sagen sie, Vers 25: "Und nun, warum sollen wir sterben?" Moment mal, macht das irgendeinen Sinn? Wir haben die Stimme Gottes gehört, wir sehen, wir sind am Leben geblieben und jetzt: "Gott, bitte hör auf zu reden, ansonsten sterben wir." Hä? Ihr habt doch gerade gesagt, liebe Israeliten, dass ihr die Stimme Gottes hören könnt und am Leben bleibt. Warum wollt ihr jetzt, dass er nicht mehr spricht? Warum habt ihr Angst, dass ihr sterbt?

[37:02] Frage: Als Adam und Eva frisch geschaffen durch den Garten gingen und die Blumen sich betrachtet haben und die Tiere benannt haben und Gott dann rief: "Adam und Eva", haben die da gezittert und gesagt: "Ja oder nein?" Als Gott einige Zeit später gesagt hat: "Adam, wo bist du?", haben sie da gezittert? Ja oder nein? Hat sich irgendetwas im Leben von Adam verändert? Das Einzige, was sich im Leben von Adam verändert hatte, war: Sünde war in sein Leben gekommen und die Stimme Gottes, die ihm vorher gar nichts ausgemacht hat, ja im Gegenteil, ja das Leben ist, oder? Das Wort Gottes ist das Leben, sagt die Liebe. Die Sünde dreht die Sache um und plötzlich sagt sie: "Ich fürchtete mich, denn ich war nackt." Oder?

[37:49] Jetzt, warum sagen die Israeliten: "Gott, bitte hör auf zu reden?" Eine der gewaltigsten Stellen der ganzen Liebe. Die Israeliten mochten Gott, sie fanden das toll, dass er sich aus Ägypten befreit hat und sie wollten auch weiter, dass er mit ihnen zieht, oder? Sie wussten ja, ohne ihn schaffen sie es nicht, aber als er gesprochen hat zu ihnen direkt, haben sie gesagt: "Gott, bitte hör auf. Wir nehmen einen Prediger, nicht wahr? Jemand, der dazwischen, aber hör auf direkt zu uns zu sprechen."

[38:23] Das Wort Gottes, das Feuer seiner Liebe verzehrt die Sünde und die Bibel sagt uns in Römer 5, Vers 5, dass die Liebe Gottes ausgegossen werden soll, wohin? In unser Herz, durch den Heiligen Geist. Und als Gott sprach, viele denken ja, Gott hat zuerst die Zehn Gebote aufgeschrieben, das hat er gar nicht getan. Gott hat zuerst zu ihnen gesprochen, denn er wollte direkt in ihr Herz hier hinein, durch den kürzesten Weg, durch die Ohren, direkt in das Denken, die Zehn Gebote in ihr Denken hineinschreiben. Und sie merkten, wenn Gott weiterspricht, wenn sein Wort weiter brennt in uns, dann brennt es ja die Sünde weg und das wollen wir nicht. Wir wollen eine Sünde festhalten und wenn wir eine Sünde festhalten und er weiterspricht, dann wird die Liebe Gottes die Sünde mit uns verzehren. Das ist, was nach den tausend Jahren passiert, oder? Sie wollten die Sünde nicht aufgeben.

[39:32] Vers 26. Und jetzt schaut man Vers 26, das ist unfassbar, was hier steht. "Denn wer von allem Fleisch..." Was ist das für eine poetische Beschreibung? Das heißt auf Deutsch: Kein Mensch, oder? "...könnte die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer reden hören wie wir und am Leben bleiben? Wer könnte das, welcher Mensch könnte das ertragen?" Deswegen Vers 27: "Tritt du, Mose, hinzu." Was? In Vers 27 sagen sie: "Vers 26, kein Mensch kann die Stimme Gottes ertragen und am Leben bleiben, deswegen, Mose, könntest du bitte hören, könntest du hingehen und seine Stimme hören." War Mose ein Mensch? War Mose ein Mensch aus Fleisch und Blut? Seht ihr, dass sie sich in vier Versen ungefähr drei oder vier mal widersprochen haben? Irgendwie haben sie doch gewusst, dass man als Mensch theoretisch zumindest die Stimme Gottes hören kann, ohne zu verbrennen, denn sie sahen bei Mose, dass es möglich ist, oder? Aber für sich selbst hatten sie geglaubt, für sie ist das nicht möglich. Gott, hör auf zu reden.

[40:53] Ist es auch schon mal so gegangen, dass du gesagt hast: "Herr, danke, dass du mir den Arbeitsplatz geschenkt hast, danke, dass du dich darum gekümmert hast, dass ich am Sabbat nicht arbeiten musste, danke, dass du mich befreit hast, dass du mich geheilt hast von dieser Krankheit, danke, dass du dich in dieser Angelegenheit um mich gekümmert hast." Aber wenn Gott dann durch sein Wort spricht und sagt: "Lieber Freund, liebe Freundin, da ist ein Problem und ich gebe dir die Kraft, es aufzugeben", dann sagen wir: "Keine Zeit mehr für die Andacht. Das studieren wir später weiter. Sei mal bitte ruhig."

[41:26] Die Israeliten wünschen sich eine Fernbeziehung, eine Beziehung auf Distanz. Gott sorgt dafür, dass wir nach Kanaan kommen, sorgt dafür, dass das Manna jeden Morgen fällt und dass es auch gut schmeckt und hoffentlich ein bisschen abwechslungsreich ist, nicht mal 40 Jahre dasselbe Manna, ist ein bisschen langweilig. Sorg dich darum, aber bitte sprich nicht persönlich zu uns. Glaubt ihr, liebe Freunde, dass wir manchmal dasselbe Problem haben?

[41:59] Und wenn ihr mir nicht glaubt, dass die Israeliten tatsächlich Gott abgelehnt haben, schaut mal, was der Paulus sagt in Hebräer Kapitel 12. Hebräer Kapitel 12. Genau, wir kommen jetzt dazu. Hebräer 12 und dort Vers, Hebräer 12, Vers 25: "Habt acht, dass ihr den nicht abweist, der redet. Denn wenn jene nicht abgewiesen sind, die den abgewiesen haben, der auf der Erde göttliche Weisung verkündete..." Spricht von Mose und dem Volk, nicht wahr? Vorher in den Versen. "...wie viel weniger wir, wenn wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel herab tut." Das Volk Gottes hat Gott abgewiesen, am Berg Sinai.

[43:05] Und wisst ihr, die nächsten Verse und 5. Mose 5 sind einige der herzzerreißendsten Verse, die es überhaupt in der Bibel gibt. Schaut mal in 5. Mose 5 und auf Vers 28. Eines der großartigsten Dinge an Gott ist, dass er so gnädig ist. Und selbst als das Volk sagt: "Gott, hör bitte auf zu reden", sagt er: "Okay, kein Problem. Wir machen das anders. Mose, komm her, wir schreiben das erst mal auf. Ich gebe euch die 10 Gebote auf Steintafeln, damit ihr sie lesen könnt, damit ihr sie studieren könnt. Wir schreiben das erst mal auf. Wir machen so eine Art Fernbeziehung."

[44:00] Ich gebe euch noch ein bisschen mehr an Gesetze, damit ihr versteht, was ich eigentlich gemeint habe. Habt ihr gewusst, dass Ellen White sagt, dass selbst die 10 Gebote niemals vom Berg gesprochen worden wären, wenn man sie schon längst gehalten hätte? Lest euch das vor, das ist sehr interessant. Sie sagt: "Hätten die Menschen Gottes Gesetz so gehalten, wie es Adam aus einem Fall gegeben worden war, wie Noah es bewahrt und Abraham es beobachtet hatte, wäre es nicht notwendig gewesen, die Beschneidung zu verordnen. Und hätten Abrams Nachkommen den Bund gehalten, dessen Zeichen die Beschneidung war, hätten sie weder zum Götzendienst verführt werden können, noch die Knechtschaft in Ägypten erdulden müssen. Sie würden Gottes Gesetz im Herzen behalten haben. Es brauchte nicht vom Sinai verkündet oder auf steinerne Tafeln geschrieben zu werden. Hätten sie die Grundsätze der 10 Gebote ausgelebt, würde es keine zusätzlichen Anweisungen an Mose bedurft haben." Jedes Mal geht Gott einen Schritt noch weiter mit ihr und sagt: "Okay, das habt ihr immer noch nicht verstanden. Immer noch eine bessere Erklärung." Weil die eigentlichen Grundprinzipien der Liebe Gottes so schwer von uns angenommen werden. So schwer.

[45:09] Und dann im Vers 29 steht ein Satz, der in den deutschen Übersetzungen in der Regel sehr missverständlich ist. Wenn man das liest, denkt man fast, Gott ist zufrieden und sagt: "Ja, so wie jetzt möchte ich es immer haben." Es steht in der deutschen Schlachterübersetzung zum Beispiel: "Oh, wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, nicht wahr?" Klingt so wie: "Jetzt ist am besten, hoffentlich bleibt es immer so." Im Hebräischen und auch in vielen englischen Übersetzungen ist es ganz anders, genau andersrum. Dort steht nämlich wörtlich: "Wer kann geben, dass sie ein Herz haben, das mich fürchtet? Wer kann geben?" Das sagt Gott. "Wer kann es bewirken, dass sie mich fürchten?" Das klingt fast so, als ob Gott selbst verzweifelt ist. Mit anderen Worten, ich bin vom Himmel auf den Berg Sinai herabgekommen und noch immer sagen sie: "Stopp." Es zerreißt mir fast das Herz, wenn ich das lese. Wenn Gott selbst sagt: "Ja, jetzt habe ich schon persönlich gesprochen, ja, was soll ich denn noch machen?" Gott hat ja noch ein Ass im Ärmel. Wenn ihr 5. Mose 18 lest, werdet ihr feststellen, dass Gott sagt: "Ja, ja, ihr habt mich damals nicht hören wollen, deswegen werde ich einen Propheten senden, der wird mein Wort predigen." Was er da noch nicht sagt, ist, der Prophet wird das Wort sein. Er wird dann das Wort Gottes Fleisch werden lassen, um trotzdem dieselbe Botschaft dem Volk zu bringen.

[46:53] Die Steintafeln waren nicht der Punkt. Manchmal glauben wir, die 10 Gebote sind so wichtig, weil sie auf Steintafeln geschrieben worden sind. Das ist ein Symbol, das ist ewig. Aber die 10 Gebote waren genauso wichtig, als sie nicht auf Steintafeln geschrieben worden sind. Die 10 Gebote auf Steintafeln selbst waren nur ein Symbol. Manchmal auch als treue Bibeltreue Adventisten bleiben wir bei den Symbolen hängen. Wisst ihr, was mich am meisten schockiert hat an 5. Mose? Es gibt nicht einen Vers über das Heiligtum. Könnt ihr euch das vorstellen? 5. Mose, nicht ein Vers über das Heiligtum. Ich dachte, das ist voll von Heiligtum, als ich angefangen habe zu studieren. Warum? 5. Mose geht noch tiefer als das Heiligtum. Das Heiligtum ist ja auch nur ein Symbol für die Beziehung zu Gott. Und wir halten uns für super theologisch, für super bekehrt, wenn wir das Heiligtum verteidigen. Wenn wir genau wissen, wie viel Abteilung und wie viel Gegenstände es hatte. Ah super, jetzt sind wir richtig gläubig. Oder wenn wir glauben, dass die 10 Gebote auf Steintafeln geschrieben sind und dass das Gottes Wort war und das ist es. Nein, ihr Lieben, das haben die Israeliten sogar gesehen und haben trotzdem keine neue Bundbeziehung zu Gott gehabt. Das Gesetz war nicht im Herzen.

[48:04] Jetzt möchte ich eine einfache Frage stellen, ihr dürft abstimmen. Wer von euch glaubt, das meine ich wirklich ernst, ihr könnt abstimmen, könnt euch dann für eine der beiden Optionen melden. Glaubt ihr, das Volk Israel hat die Botschaft angenommen, der 10 Gebote oder abgelehnt? Jetzt dürft ihr entscheiden. Wer sagt, sie haben die Botschaft angenommen? Wer sagt, sie haben sie abgelehnt? Wer sagt beides? Eins ist sicher, die Israeliten waren danach immer noch Gottes Volk, oder? Und sie haben sogar deutlich gesagt, und ihr habt das schon zitiert, sie haben später deutlich gesagt: "Diese Gebote wollen wir halten", oder? In 2. Mose 24 sagen wir: "Alles das, was der Herr fordert, wollen wir tun." Und diese Aussage: "Wollen wir tun", ist die Definition des alten Bundes. Wir können, wir haben die Zeit nicht, in Hebräer 8 nachlesen, dass Gott sagt, es gibt zwei Bündnisse, den alten und den neuen Bund. Und der alte Bund ist schlechter, denn er basiert auf schlechteren Verheißungen, auf schlechteren Versprechungen. Und der alte basierte auf dem Versprechen der Menschen: "Das werden wir tun." Schreibt uns die 10 Gebote auf. Erstes Gebot, zweites Gebot, wir wollen genau wissen, was wir tun sollen. Das tun wir. Und dann sind sie ums Goldene Kalb marschiert. Und dann haben sie sich beschwert über das Manna. Und dann haben sie sich beschwert, dass kein Fleisch da ist. Und dann haben sie sich darüber beschwert, bis sie an Kadesch Barnea den Heiligen Geist betrübt haben und es kein Zurück mehr gab. Theoretisch haben sie die Botschaft angenommen, sie konnten sie rückwärts auf Hebräisch nachbeten. Aber praktisch im Herzen war sie nicht.

[50:02] Sie haben die Botschaft angenommen und doch nicht ausgelebt. Und ich möchte eine brisante Frage stellen. Glaubt ihr, dass das auch der Adventgemeinde passieren kann? Es gibt ein Ereignis unserer Geschichte, das super kontrovers diskutiert wird. Und ich möchte gar nicht die Kontroverse aufmachen. Ich möchte euch einfach nur an dieser Stelle mit dieser Perspektive versuchen, einmal zum Gedenken nach anzurengen. Seit über 100 Jahren tobt ein Kampf in unserer Gemeinde über das, was in Minneapolis 1888 passiert ist. Eins ist sicher, wir wissen vom Geist der Weisbaren, Gott hat seine Gerechtigkeit, die Glaubensgerechtigkeit klar und deutlich durch Wagner und Jones präsentiert. Das ist deutlich. 1888 gibt es keinen Zweifel daran. Jeder bestätigt das. Die große Frage ist jetzt, an der sich alle Theologen, alle Laienmitglieder streiten, zum Teil sich die Köpfe einschlagen: "Haben wir es jetzt angenommen oder abgelehnt?" Da gibt es die einen, die sagen: "Keine Frage. Alle, die sich am Anfang dagegen waren, wir haben es angenommen und seitdem ist alles wunderbar und es war noch nie besser und es geht voran. Es war ein großer Schritt nach vorne." Dann gibt es die anderen, die sagen: "Nein, nein, nein, nein. Schau mal hier, die Zeugnisse von Ellen White. Wir haben es abgelehnt und im Grunde genommen haben uns von Gott getrennt." Und dann einige gehen so weit und sagen: "Naja, eigentlich sind wir nicht mehr Gottes Volk."

[51:22] Ich möchte euch vorschlagen, dass die Lösung für das 1888-Problem in einem Verständnis von 5. Mose liegt. Haben wir die Botschaft angenommen? Klar. Wir haben doch die Bücher. Die Botschaft Gerechtigkeit aus Glauben steht in unseren Büchern. Wir haben Steps to Christ, wir haben Patriarchen und Propheten, wir haben das Leben Jesu. Es steht alles da. Man kann es nachlesen. Die Botschaft damals vom Himmel stand auf den Steintafeln. Man konnte es nachlesen. Es war nichts falsch. Es war alles richtig. Sie haben es angenommen und trotzdem war es nicht im Herzen. Sie wollten es auf Steintafeln und nicht im Herzen. Und wir sind froh, dass wir Gerechtigkeit aus Glauben in Steps to Christ haben. Hier, nimm ein Buch. Aber haben wir es wirklich im Herzen?

[52:13] Und manche glauben, wir können das 1888-Problem lösen, indem die Generalkonferenz ein Papier unterschreibt: "Wir entschuldigen uns als Gemeinschaft offiziell für das, was passiert ist." Als ob Gott dann sagen würde: "Oh, jetzt ist gut, jetzt kann ich den Spätregen senden." Glaubt ihr, Gott wartet auf ein Papier von der Generalkonferenz? Oder wartet Gott auf bekehrte Herzen? Könnte es sein, dass wir 100 Jahre Adventgeschichte vergeudet haben, weil wir zum eigentlichen Kern des Problems nicht gekommen sind? Und glaubt mir ganz ehrlich, wir haben nicht die Zeit. Aber wenn ihr Ellen White Statements über 1888 lest, kommt es immer zu diesem Punkt. Hier geht es nicht um große theologische Fragen. Es geht um die Herzenseinstellung.

[52:52] Was ist die Lösung? Nur ein paar Verse. Schaut mit mir in 5. Mose 6, Vers 4. Gott sagt: "Okay, ich gebe euch diesen alten Bund, ich lasse es aufschreiben. Ihr könnt all diese Opfer machen und so weiter. Aber in diesen Opfern möchte ich eine Botschaft hineinschreiben, die in euer Herz dringt." Vers 4: "Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr ist dein Gott. Du sollst den Herrn deinem Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft." Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen wo sein? Auf Steintafeln, oder? Damit wir es den Moabitern zeigen können. Hier, das ist die Botschaft. Den Edomitern, hier ist die Botschaft. Wo sollen sie sein? Im Herzen. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt. Und dann heißt es in Vers 8: "Du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden und sie sollen jetzt zum Erinnerungszeichen mit deinen Augen sein."

[53:47] Ihr Lieben, ich habe keinen Zweifel daran, dass wir alle überzeugt sind, Jesus kommt wieder. Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir alle glauben, Jesus ist 1844 ins Allerheiligste gegangen. Ja, ja, ja, das wissen wir alles. Wenn ich euch antippen würde, ihr würdet alle 28 Glaubenspunkte bestätigen. Aber wann hast du das letzte Mal unter der Dusche gestanden und hast über die Wiederkunft Jesu nachgedacht? Wann hast du das letzte Mal beim Abwasch, auf dem Weg zur Arbeit über das Wort Gottes nachgedacht? Das ist, was dort steht. Wenn du sitzt, wenn du niederstehst, wenn du aufgehst, was immer du machst, abends, morgens. Wer von euch wacht auf und denkt zu allererst an den Bibeltext? Wer schläft ein mit einem Bibeltext? David sagt: "Ich sinne über dein Gesetz nach." Das meint er nur als poetische Formel, nicht wahr? Nein, ihr Lieben, das Siegel Gottes hat etwas mit unserem Denken zu tun. Nicht damit, ob wir die Theologie jetzt richtig aufgeschrieben haben. Jetzt haben wir es richtig. Die Israeliten hatten die richtige Theologie auf Steintafeln. Gott hat es formuliert. Und trotzdem sind sie in der Wüste gescheitert. Und Gott spricht das ganze fünfte Buch Mose immer wieder von: "Ins Herz, ins Herz."

[54:51] Noch ein Beispiel. In fünftes Mose, Kapitel 10. Schaut mal, fünftes Mose 10, Vers 12. Fünftes Mose 10, Vers 12. "Und nun Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir, als nur, dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und den Herrn, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele." Wisst ihr, was es bedeutet, Gott von ganzem Herzen zu lieben? Wenn ihr euch erinnert an die Zeit, wo ihr verliebt wart, musstet ihr euch zwingen, jeden siebten Tag an Gott zu denken? Musstet ihr euch eine Zeit setzen, dass ihr auch ja, dass ihr an euren Freund, eure Freundin, jeden siebten Tag denkt? Musstet ihr euch eine Zeit setzen, dass ihr sagt: "Oh, jetzt möchte ich aber fünf Minuten noch an meine Frau denken, meine Freundin." Oder habt ihr nicht automatisch, automatisch an die Person immer gedacht, weil ihr in sie verliebt wart, oder?

[55:38] Ihr Lieben, ob es euch schockt oder nicht, unser Grundproblem ist nicht Mangel an Mission. Unser Grundproblem ist nicht ein mangelndes Verständnis von Daniel 11 oder ein fehlendes Ausleben der veganen Lebensweise. Unser Grundproblem ist: Wir lieben Gott nicht von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Wir mögen ihn schon, wir finden es toll, dass er uns führt und wir glauben auch, dass er den richtigen Weg findet, aber wir lieben ihn von ganzer Seele und von ganzem Herzen. Denn wenn wir es tun würden, wäre jeder Gedanke auf Gott gerichtet. Was wir brauchen, sind nicht noch mehr Missionsprogramme. Was wir brauchen, ist eine Ehrlichkeit mit unserem Herzensproblem. Ich brauche das und du brauchst das. Und Mose spricht das nicht zu irgendwelchen Heiden, die jetzt gerade Topfunterricht bekommen. Mose spricht das zu Leuten, die ihr Leben lang in der Gemeinde gewesen sind. Einige von denen sind 50 Jahre alt, haben groß nichts anderes erlebt als Gemeinde in der Wüste, jahrelang, jahrzehntelang und sie waren immer noch nicht bekehrt.

[57:05] 5. Mose 11 Vers 18. "So nehmt euch nun diese meine Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eurer Hand und sie sollen zum Erinnerungszeichen über euren Augen sein." Immer und wieder, Kapitel für Kapitel. All die Gesetze in 5. Mose haben ein Ziel: die Prinzipien der 10 Gebote hindurch zu dringen durch den Gehörkanal bis in das Gehirn hinein, dass sie dort verhaftet bleibt, dass man sie auslebt. Gottesliebe im Herzen zu haben.

[57:28] Und so am Ende seiner Predigt in 5. Mose 29, 5. Mose 28, Vers 69, wir sind gleich am Ende angelangt. 5. Mose 28, Vers 69, da sagt Mose etwas, als ich das studiert habe, hat mich das sehr bewegt. 5. Mose 28, Vers 69: "Dies sind die Worte des Bundes, von dem der Herr dem Mose gebot, ihn mit den Kindern Israel zu schließen im Land Moab, außer dem Bund, den er mit ihnen am Horeb geschlossen hatte." Die Bibel sagt uns, dass es neben dem Bund am Horeb einen anderen Bund gab, einen Bund in Moab. Habt ihr was vom Bund in Moab gehört? Ein ganz interessanter Bund, der Bund in Moab.

[58:15] Schaut mal ganz kurz an, was hier steht. In Vers 10 bis 12 lesen wir, Leser Vers 9: "Ihr alle steht heute vor dem Herrn, eurem Gott, eure Häupter, eure Stämme, eure Ältesten und eure Vorsteher, alle Männer Israels, eure Kinder, eure Frauen und ein Fremdling, der inmitten deines Lagers ist, von deinem Holzzauber bis zu deinem Wasserschöpfer, egal wer du bist, wie alt du bist, wie groß, wie dick, wie dünn, was dein Beruf ist, Gott möchte diesen Bund mit jedem machen." Vers 11: "Um einzutreten in den Bund des Herrn, deines Gottes, in seiner Eidverpflichtung." Vers 12: "Damit er dich heute bestätige als sein Volk und dass er dein Gott sei, wie er zu dir geredet hat und wie er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat."

[59:06] Der alte Bund, das waren die Israeliten, die gesagt haben: "Schreibt mal die zehn Gebote auf, rede nicht zu uns, schreibt sie auf, wir wollen es halten." Aber im Bund zu Moab sagt Gott: "Kommt in meinen Bund, der auf meinen Worten basiert." Der neue Bund basiert auf Gottes Verheißungen, der alte auf unseren Versprechungen. Und wisst ihr, warum der neue Bund besser als der alte ist? Weil Gott nicht lügen kann. Aber wir, unsere Verheißungen sind wie Treibsand. Unsere Versprechungen, ich weiß nicht, ob es euch so geht wie mir, ich habe Gott schon so viel versprochen und es ist eine Katastrophe.

[59:47] Kann es sein, dass wir zu oft glauben, Gott, schreib mal auf, was du von uns möchtest, was sollen wir tun in der Mission, was sollen wir tun in unserem persönlichen Leben, wie sollen wir essen, was sollen wir trinken, schreib es mal auf und dann tun wir es. Statt zu sagen: "Herr, ich bin hilflos, fülle mich mit deiner Liebe und ich erlaube dir, dass deine Liebe in mein Herz kommt und dass es auch alles wegfrisst, auch wenn es mir bisher gut gefallen hat, was dort nicht hineinkommt, denn dein Wort, das gesagt hat: 'Es werde Licht', und es wurde Licht. Dein Wort, das gesagt hat: 'Du sollst nicht töten.' Dein Wort kann das bewirken."

[1:00:27] Als Jesus, das Mensch gewordene Wort, auf der Erde war, hat er gesagt: "Dieses Wort, 'du sollst nicht töten', bedeutet, du sollst auch in deinen Gedanken nicht schlecht über den anderen denken. Das Wort, 'du sollst nicht Ehe brechen', bedeutet, du sollst schon deinen Gedanken gar nicht in diese Richtung denken. Du sollst das Gesetz im Herzen haben." Gottes Verheißung, sein Wort.

[1:00:52] Und dann heißt es in Vers 18: "Und das keiner, wenn er die Worte dieser Eidverpflichtung hört, sich dennoch in seinem Herzen glücklich preist und spricht: 'Ich werde Frieden haben, wenn ich auch in der Verstocktheit meines Herzens wandle.'" Vielleicht denkst du, naja, ich tue doch alles Gute, bin konservativer Adventist, ich habe mein Leben noch nie Schweinefleisch gegessen und ich verteile jedes Jahr so und so viel Flyer, bin im Gemeindeausschuss, ich bin gegen die Frauenordination, bin ganz treu, was auch immer. Aber vielleicht in deinem Herzen ist doch Verstocktheit an diesem einen Punkt.

[1:01:48] Ellen White sagt: "Eine Sünde, die wir ständig hegen und pflegen, wird irgendwann die gesamte Kraft des Evangeliums neutralisieren." Unser Problem sind nicht die Liberalen, unser Problem ist die Sünde im Herzen.

[1:02:09] 5. Mose 30. Vielleicht sagst du, was soll ich tun? 5. Mose 30, Vers 1. "Es wird aber geschehen, wenn all diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, den ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat." Vielleicht lebst du heute gerade in einer Fluchsituation. Du merkst, ich habe mein Leben nicht so gelebt. Ja, ich habe eine äußere, eine gute, konservative, bibeltreue, adventistische Fassade aufgebaut, aber in meinem Herzen war da Rebellion, da war Verstocktheit und eigentlich erlebe ich Fluch.

[1:02:48] Dann sagte die Bibel: "Wenn du es dir zu Herzen nimmst, Vers 2, und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und deiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heutige biete, du und deine Kinder von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut hat." Und dann steht in Vers 4, das macht mir so viel Hoffnung. "Und wenn du auch bis an das Ende des..." Nicht der Erde, das wäre zu Gott, zu einfach, nicht wahr? Das Ende der Erde, das macht er sofort. Er sagt: "Wenn du bis an das Ende des Himmels zerstreut worden wärst und verstoßen wärst, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen."

[1:03:34] Mein lieber Freund, liebe Freundin, egal wie weit du von Gott im Herzen weggegangen bist, das kann man mal sehr, sehr weit sein, egal wie lange du schon dich von Gott entfernt hast, egal wie tief du dich in schlechte Gedanken oder schlechtes Reden verstrickt, egal wie weit du entfernt bist, ist für Gott kein Problem. Er holt dich zurück. Es gibt nur einen Ort, der ist für Gott unerreichbar und das ist ein verstocktes Herz. Da kommt er nicht hin, da kommt er nicht hin.

[1:04:04] Wenn du dein Herz öffnest, dann ist es egal, wo du bist. Und wenn du bis am Ende des Himmels bist, da wo es nicht mehr weitergeht, Gott holt dich zurück. Und dann heißt es in Vers 6: "Schaut mal, und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz seiner Nachkommen beschneiden." Wir müssen es nicht mal selbst beschneiden, ihr Lieben. Gott sagt: "Das tue ich alles für dich, wenn du nur willst, wenn du nur umkehrst, wenn du sagst: 'Herr, hilf mir, ich möchte mein Herz beschneiden, ich weiß es verkehrt, ich finde nicht mal die richtige Schnelle, ich traue mich nicht zu schneiden.' Gott sagt: 'Kein Problem, lass mich ran, ich beschneide es. Ich schneide alles weg, was nicht dahin gehört. Lass mich ran, ich mache das.'" Wir müssen nicht unser Herz beschneiden, Gott tut es.

[1:04:50] "Ich werde es beschneiden, dass du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst." Ihr Lieben, Gott kann das alles tun. Er kann dein Herz verändern, kann dein Herz beschneiden. Vers 8: "Du wirst umkehren und der Stimme des Herrn gehorchen und alle seine Gebote befolgen, die ich dir heute gebiete." Wenn dein Offenbarung 14 Vers 12 steht, dass ein Volk, eine Gruppe von Menschen, die die Gebote Gottes halten, nicht nur vorgeben zu halten und sagen, die müsste man halten, sondern die sie wirklich halten, ist das ein Beweis dafür, dass sie Gott schneiden haben lassen. Darf Gott an deinem Herzen schneiden? Machst du dein Herz offen für ihn, dass er schneiden kann, dass er mit seinem Feuer kommen kann und die Sünde wegbrennen darf? Er macht das. Das tut er. Das Gesetz, das tut er. Und da das Gesetz genau das Gegenteil von der Sünde ist, ist das ein und dasselbe.

[1:06:00] Es heißt in Vers 11: "Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete..." Ihr Lieben, das ist die gute Nachricht, "...ist nicht zu wunderbar." Und wunderbar meint ihr nicht im deutschen Sinne von sehr wunderbar, sondern im Sinne von zu kompliziert oder zu intellektuell. Es ist auch nicht zu fern. Früher, wenn man Weisheit haben wollte, dann musste man ja zu den heidnischen Philosophen gehen, man musste Zeit und Energie investieren, um da irgendwie was zu bekommen. Gott sagt: "Nein, nein, nein, mein Evangelium ist nahe, ist nicht zu weit weg, ist nicht zu kompliziert. Das, was du brauchst, um gerettet zu werden, ist nicht zu kompliziert. Es ist nicht zu weit weg, sondern es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest, und jetzt erinnert..."

[1:06:50] ihr euch vielleicht, das ist genau das, was Paulus zitiert in Römer 10. Er zitiert genau das und sagt, das ist die Gerechtigkeit aus Glauben. Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest, wer will für uns zum Himmel fahren und es uns holen und es hören lassen, damit wir es tun. Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest, wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun, sondern das Wort ist sehr nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen, sodass du es tun kannst.

[1:07:24] Wenn ihr euch noch ganz an den Anfang erinnert, wisst ihr, wie Paulus das zitiert? Er zitiert das, er sagt, wer will für uns in den Himmel hinaufsteigen? Das ist, um Christus herabzuholen. Paulus zitiert genau diese Stelle und identifiziert das Wort von 5. Mose mit Christus und sagt, das ist die Gerechtigkeit aus dem Glauben. Das Wort ist dir sehr nahe, lieber Freund, liebe Freundin. Das Wort ist sehr nahe. Das Wort, das uns rettet, müssen wir nicht erst lange suchen. Es steht schon vor unseren Augen. Wenn wir es zitieren in der Kindersabbat Schule oder wenn wir es singen in Bibelliedern, dann ist es schon in unserem Mund. Wenn wir es auswendig lernen, dann ist es schon irgendwo abgespeichert in unserem Gehirn. Es ist verfügbar, es ist nahe. Wir müssen nur es annehmen. Es ist schon da. Das Wort ist schon da.

[1:08:30] Ihr Lieben, ein letzter Gedanke. Das Wort Gottes hat eine ungeheure Kraft. Die Bibel sagt, Gott sprach, es werde Licht und es wurde Licht. Und was immer Gottes Wort sagt, das tut es auch. Wisst ihr, wie die 10 Gebote anfangen? Wie fangen die 10 Gebote an? Das Vers 2. Wie ist Vers 1? Weiß jemand, wie Vers 1 von 2. Mose 20 geht? Vers 1 in 2. Mose 20. Und der Herr redete alle diese Worte und sprach. Das ist eine Einleitung, die brauchen wir nicht. Nein, das ist der Schlüssel. Gott hat es gesagt, nicht unser Versprechen. Gott hat gesagt, du wirst und du sollst nicht und und du. Gott hat es gesagt und sein Wort hat die Kraft, es zu tun. Und übrigens nebenbei, es scheint so zu sein, dass das die Botschaft war, die Reaganer und Jones zumindest 1888 gepredigt haben. Die Kraft des Wortes. Die Kraft des Wortes. Die Kraft von Christi, die in uns das bewirkt.

[1:09:50] Manchmal haben wir dieses Gefühl, die 10 Gebote sind wie eine Messlatte, wo man drüberspringen muss, wie im Hochsprung. Und dann sehen wir diesen ziemlich hoch. Und dann kriegen wir Verzweiflung, dass wir sagen, da kommen wir nicht drüber. Jedes Mal, wenn wir es versuchen, schaffen wir es nicht. Jedes Mal. Und dann kommen wir auf die Idee und sagen, naja, lasst uns doch vielleicht die 10 Gebote ein bisschen erniedrigen. Den Maßstab ein bisschen runterbringen, damit es einfacher wird. Wisst ihr was? Die 10 Gebote sollen nicht erniedrigt werden. Die Latte soll nicht heruntergesetzt werden. Die Latte bleibt dort oben. Aber Gott liefert mit der Latte ein Trampolin. Sein Wort, auf dem wir ein bisschen hüpfen können. Und mit dessen Kraft wir locker, wie sagt Römer 8,37 weit überwinden können. Wenn du das nächste Mal kämpfst und sagst, oh, wie kann ich dieses Gebot halten? Dann versuche nicht, den Maßstab zu erniedrigen. Versuche, das Trampolin zu finden, das übrigens ganz nah ist. Das ist, was der Mose sagt. Es ist ganz nah. Es ist schon das Wort Gottes. Wenn du verstehst, was das Wort Gottes für eine Kraft hat. Das Problem der Israeliten war, sie haben gesagt, Herr, bitte hör auf zu reden. Und damit haben sie sich der einzigen Möglichkeit beraubt, die 10 Gebote zu halten. Sie wollten das Wort Gottes nicht zu sich reden hören.

[1:11:16] Ihr Lieben, man könnte noch so viel mehr sagen. Aber ich glaube, ihr habt die Botschaft begriffen. In 5. Mose 31 macht Mose den Aufruf. Er sagt, in Vers 30, Kapitel 30, Vers 15, siehe, ich habe dir heute das Leben und das Gute vorgelegt, den Tod und das Böse. Vers 19, ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen. Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt. So erwähle nun das Leben, denn du lebst du und dein Same. Ich glaube, was wir alle, was ich brauche, was du brauchst, was wir als weltweite Adventgemeinde brauchen, ist eine Rückbesinnung auf das, was 5. Mose uns sagt. Das Gesetz Gottes im Herzen. Das Gesetz Gottes im Sinn. Und das Wort Gottes als die Kraft, es zu tun. Wir waren schon einmal kurz an der Schwelle zu Kanern. Und wir haben die Botschaft auf Steintafeln akzeptiert, aber nie ins Herz genommen. Und ich glaube, es ist Zeit, dass wir uns zumindest eingestehen, dass wir all die tollen Botschaften, die wir in unseren Büchern haben, noch nicht so umsetzen, wie es mit Gottes Kraft möglich wäre. Und wenn wir diese Einstellung haben, wenn wir dieses Eingeständnis uns geben, glaube ich, Gott wird Großes tun. Eine Erweckung der Reformation wird geschehen, die Jesus sehr bald kommen lassen wird. Und meine Frage heute Abend ist die. Diesen Aufruf von Mose an die Gemeinde damals möchte ich weiterleiten an uns, an mich und an dich. Wir haben das Leben und den Tod gesehen. Die Gerechtigkeit aus Glauben und die Gerechtigkeit aus eigenen Werken. Wir haben gesehen, wie die Israeliten gescheitert sind und warum sie eine ganze extra Runde in der Wüste drehen mussten. Wir haben gesehen, dass die zweite Generation hineingekommen ist.

[1:13:24] Allerletzter Gedanke und dann höre ich auf. Denk mal kurz darüber nach. Gibt es irgendeine Generation in der Geschichte Israels, die kollektiv treu gewesen ist? Eine Generation in der Geschichte, wo nicht nur ein David, ein Daniel, ein Gideon das Banner hochgehalten haben, sondern wo eine ganze Generation das gemacht hat, was Gott gesagt hat. Es war die zweite Generation nach dem Auszug, nach der Predigt 5. Mose. Vor der Predigt Rebellion, Rebellion, Rebellion. Nach der Predigt, les mal das Buch Joshua. Wie viele Rebellionen gibt es im Buch Joshua? Mal abgesehen von einem einzelnen Menschen, ich war bei zwei Millionen, das ist relativ wenig, hat das Volk sonst von einem Sieg nach dem anderen erlebt? Nicht nur ein einzelner hier und ein einzelner dort, die die Fahne hochgehalten haben. Das gesamte Volk war transformiert worden. Das hat der Sinai nicht geschafft. Das hat die Teilung des Roten Meeres nicht geschafft. Das war nicht nachdem das Manna fiel, das war nach der Predigt 5. Mose. Dieses Buch hat eine gesamte Generation transformiert und ich glaube, darin liegt der Wert dieses Buches von uns heute. Denn was wir brauchen, sind nicht ein paar super treue Asi-Mitglieder, die die Standarde hochhalten und sagen, hier sind wir noch. Wir brauchen eine Transformation des gesamten Gottesvolkes, von allen, die es ernst meinen, dass wir heimgehen können. Gott möchte nicht nur ein paar Asi-Mitglieder in den Himmel nehmen, er möchte seine ganze Gemeinde mitnehmen.

[1:15:10] Wer von euch möchte sagen, ich möchte mein Leben Jesus völlig zur Verfügung stellen und ich möchte mit Gottes Hilfe das Buch 5. Mose besser studieren und natürlich den ganzen Rest der Bibel, um zu verstehen, wie meine Generation, wie mein Leben und meine ganze Gemeinde, meine Ortsgemeinde transformiert werden kann. Durch die Predigt seines Wortes und durch das Ausleben seines Wortes in meinem Leben. Wer von euch sagt, das ist mein Wunsch? Wenn es dein Wunsch ist, magst du nicht mit mir aufstehen und sagen, ich möchte das erleben.

[1:15:47] Bevor wir schließen, möchte ich noch eine Frage stellen. Ihr werdet sagen, wir sind doch nicht in der Evangelisation, wir sind doch alles getaufte Glieder, wir wissen doch alles. Wie gesagt, Mose hat zu bekehrten oder zumindest Gemeindegliedern gesprochen und trotzdem hat er gesagt, entscheide dich. Wenn es heute jemanden gibt, der ganz ehrlich sagt, ich glaube, mein Herz braucht Transformation. Vielleicht habe ich mich ein bisschen von Gott entfernt. Ich habe vielleicht unbemerkt mich vom Neuen in den alten Bund zurück manövriert. Ich habe aus eigener Kraft gekämpft. Mir ist nicht deutlich bewusst gewesen, wie ich Sieger sein kann durch das Wort Gottes. Und du sagen möchtest, ich möchte heute mein Leben neu in die Hände Gottes legen. Ich möchte einen Dienst für Gott mit neuer Kraft starten. Dann möchte ich dich einladen, hier nach vorne zu kommen für ein besonderes Gebet. Also ich gebe es mal runter, weil für mich trifft das zu. Wenn es noch jemanden gibt, der sagt, das ist notwendig in meinem Leben. Wenn du sagst, ich habe ein siegreiches Leben, preis den Herrn. Das ist ein Zeugnis für sich. Wenn du sagst, ich muss etwas ändern in meinem Leben, dann kommt zu mir hier nach vorne. Kommt ruhig. Amen. Wenn wir Gott bitten, dass er etwas unserem Herzen tut. Kommt ruhig nach vorne. Hier ist noch genügend Platz. Kommt ruhig. Dann lasst uns niederknien und Gott bitten, dass er uns ein reines Herz schenkt, dass er durch sein Wort zu uns sprechen kann.

[1:17:29] Lieber Vater im Himmel, wir wissen, dass du kein großes theologisches Problem mit unserer Gemeinde hast. In der Gemeinde Laodizea gibt es keinen theologischen Tadel. Auch wenn wir wissen, es gibt ein paar Irrlehrer hier und dort, ist das eigentliche Problem unserer Zeit, das Problem unserer Gemeinde ein Herzensproblem. Und ich danke dir von ganzem Herzen, dass du in der Bibel uns Botschaften hast aufschreiben lassen, die uns immer wieder daran erinnern, dass ein intellektuelles Wissen der Wahrheit niemand retten wird. Wenn wir nicht diese Wahrheit unser Herz lassen, wenn wir dich nicht lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele. Denn wenn wir dich lieben, dann werden wir auch von dir erzählen, dann brauchen wir keine Seminare mehr, die uns irgendwie motivieren, von dir zu erzählen. Wenn wir dich lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, wird auch jedes Wort von dir sein oder zumindest von dir inspiriert sein. Und so danke ich dir für jeden Einzelnen, der jetzt den Mut gehabt hat, nach vorne zu kommen, um zu sagen, es gibt etwas in meinem Leben, das weggebrannt werden muss, das weggeschnitten werden muss, etwas, was sich ändern muss. Ich brauche Veränderung durch dich, Herr Jesus. Ich möchte dich bitten, dass du jede einzelne dieser Entscheidung, in welchem Bereich sie auch ist, du kennst die Herzen, wir kennen sie nicht und das ist gut so, dass du jeden einzelnen Wunsch nach Reinheit des Herzens, nach Befreiung von Sünden, die vielleicht uns gefangen gehalten hat, für eine lange Zeit, dass du jeden einzelnen Wunsch, jeden einzelnen Herzensschrei erhörst und dass du jede Entscheidung versiegelst. Sei auch mit denen, die vielleicht jetzt sich nicht getraut haben, nach vorne zu kommen oder die über den Livestream auch angesprochen worden sind und diese Entscheidung dem Herzen gefällt haben. Wir glauben wirklich, dass du bald wiederkommst und wir möchten vorbereitet sein auf deine Wiederkunft. Und wir möchten dich bitten, dass du dein Gesetz in unser Herz schreibst. Wir haben gesehen, dass du das kannst, dass du das möchtest, dass du voller tiefer Liebe zu uns bist, dass das Feuer deiner Liebe bis in das Herz des Himmels brennt. Und so möchten wir dich bitten, dass es nicht nur bis in das Herz des Himmels brennt, sondern auch in unser Herz. Gieße du deine Liebe in unser Herz, dass unser Herz und dein Herz durch das Feuer der Liebe verbunden sind. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du zu uns gesprochen hast und dass du uns immer wieder neu anfangen schenkst, egal wie weit weg wir gewesen sind. Und wir bitten dich, dass du bei uns bist, auch weiterhin bei dieser Asi-Tagung, damit wir lernen, wie unser Leben deinen Charakter und deine Mission wieder spiegeln können. Ich habe Dank, dass du zu uns gesprochen hast und sei du weiterhin bei uns. Im Namen Jesu, Amen.

[1:20:27] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft.


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