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Christopher Kramp spricht auf der ASI Tagung 2014 über die Bedeutung des Buches 5. Mose. Er betont, wie dieses Buch trotz seiner scheinbaren Wiederholungen eine tiefgreifende Botschaft für die heutige Zeit birgt. Anhand biblischer Beispiele, wie der Wüstenwanderung der Israeliten und der Begegnung mit mächtigen Feinden, zeigt er auf, wie wichtig Glaube und Vertrauen in Gottes Führung sind, um Herausforderungen zu meistern und die Sünde zu überwinden.

Christopher Kramp spricht auf der ASI Tagung 2014 in Bogenhofen über das Buch 5. Mose. Er beleuchtet die Bedeutung des Buches als Wiederholung des Gesetzes und als Quelle für Erweckung und Reformation. Anhand von biblischen Beispielen wie der Wüstenwanderung der Israeliten und dem Kampf gegen Riesen wie Og von Baschan, zeigt Kramp auf, wie wichtig Glaube und Vertrauen in Gott sind, um Herausforderungen zu meistern und die Sünde zu überwinden. Die Botschaft betont, dass Gott uns befähigt, auch scheinbar unüberwindbare Hindernisse zu überwinden, wenn wir uns auf ihn verlassen.


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Serie: ASI Tagung Bogenhofen

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Transkript

[0:00] Ein herzliches Willkommen zu unserem Workshop hier bei ASI 2014. Schön, dass ihr gekommen seid. Herzliches Willkommen auch an alle, die jetzt live zuschauen. Wahrscheinlich ist das die Kamera, die leuchtet gerade rot. Wir entschuldigen uns für die Verzögerung. Es lag nicht an der Technik, das möchte ich mal ganz kurz betonen. In aller Regel ist es immer die Technik, die schuld ist, wenn es 15 Minuten später anfängt. Diesmal nicht. Die Technik war fertig. Aber schön, dass ihr dabei seid und auch alle, die jetzt dann vielleicht später diese Aufnahme mal sehen. Auch ihr seid herzlich willkommen zu diesem Thema, das wir jetzt gemeinsam studieren wollen.

[0:45] Letztes Jahr, nein, stimmt gar nicht. Dieses Jahr bin ich in Malaysia gewesen für zwei Wochen und habe dort ein Seminar gehalten. Sie haben mich gebeten, über ein ganzes Buch in der Bibel zu sprechen. Und ich habe mir gedacht, naja, wenn man über ein ganzes Buch in der Bibel spricht, dann bietet sich ja Daniel an, oder? Oder Offenbarung, das wäre naheliegend. Aber sie haben mir ein ganz anderes Buch als Aufgabe gegeben. Und erst dachte ich, ja meine Güte, da soll man wirklich das ganze Buch durchstudieren, alle diese 34 Kapitel. Wird das nicht am Ende ein bisschen langweilig werden? Und je mehr ich das Buch studiert habe, von dem wir an diesem Wochenende einen kleinen Eindruck bekommen wollen, desto mehr habe ich gesehen, dass dieses Buch eine unglaubliche Botschaft für uns in dieser Zeit hat. Nicht nur als ASI-Mitglieder, sondern für jeden, der sich zur Aufgabe gemacht hat, das zu leben, was wir gerade gesungen haben: Jesus kommt wann? Bald. Und dieses bald, da werden wir uns heute Morgen gleich noch ein bisschen mit befassen. Und naja, als ich das so studiert habe und dann auch vorgetragen habe dort in Malaysia, da habe ich für diese Botschaft ehrlich gesagt eine echte Bürde bekommen. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass dieses Buch mit seiner Botschaft etwas ist, was wir eigentlich als gegenwärtige Wahrheit bezeichnen müssen. Und diese Bürde ist sehr stark auf meinem Herzen. Und ich glaube, dass wir alle in diesem Buch mehr forschen müssen und die Lektionen besser verstehen müssen, die da drin sind, damit wir wirklich ein Leben führen können, das mit Missionen gleichzusetzen ist.

[2:24] Bevor wir beginnen, und weil es so ein wichtiges Thema ist, möchte ich uns einladen, dass wir die Leitung des Heiligen Geistes einladen. Und wem es möglich ist, den möchte ich einladen, mit mir gemeinsam niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir heute hier sein dürfen, um dein Wort zu hören. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Und die Tatsache, dass wir dein Wort hören können, gibt uns auch Verantwortung. Denn wir sollen es nicht nur hören, wir sollen es auch tun. Und wir wissen, dass wir aus eigener Kraft und unserer eigenen Schwachheit das niemals vermögen. Wir brauchen deinen Heiligen Geist, damit wir dein Wort verstehen, damit wir sehen, wie es auf unser Leben anzuwenden ist und nicht nur auf das Leben von anderen. Und damit wir sehen, was du für einen Plan für unser Leben hast, für unsere Gemeinde hast. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt alle Störende fernhältst, dass wir uns gut konzentrieren können und dass dein Wort zu uns spricht. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[3:46] Wir haben jetzt einen Workshop und Workshop heißt Werkstätte, das heißt Arbeiten. Und ich möchte euch einladen, mit mir gemeinsam zu arbeiten. Ihr alle braucht eure Bibel, kann ich mal eure Bibeln sehen, die ihr mitgebracht habt. Wunderbar. Aber ihr braucht nicht nur eure Hände, um in der Bibel zu blättern. Ihr braucht auch euer Gehirn, um nachzudenken über das, was wir studieren wollen. Also ich möchte euch bitten, wirklich gut mitzudenken. Wir werden auch ein bisschen interaktiv das gestalten. Wir werden ein paar Fragen stellen. Wir haben vielleicht keine Zeit für lange Redebeiträge von eurer Seite. Aber wir wollen gemeinsam in dieses Thema hineintauchen.

[4:23] Es war eine ganz besondere Situation. Zwei Millionen Menschen standen in der Wüste, um einem alten Mann zuzuhören. Er hatte schon weißes Haar. Er war 120 Jahre alt. Sein Leben war voller Erfahrungen gewesen. Und wenn alte Menschen aus ihrem Leben erzählen, dann weiß man, da gibt es Weisheit zu entdecken. Da gibt es Lektionen zu lernen. Aber dieser 120-jährige Mann war nicht einfach jemand, der kurz vor dem Grab stand. Jedenfalls sah er nicht so aus. Noch immer war er in ungebrochener Gesundheit. Sein Angesicht strahlte, als er jene Predigt hielt. Eigentlich war es nicht eine Predigt. Es war eine Predigt-Serie. Es war wie eine kleine ASI-Konferenz. Sozusagen. Mit zwei Millionen Teilnehmern. Es war die letzte Predigt-Reihe. Die letzte Konferenz, vor dem ultimativen Auftrag nach Kanaan hineinzugehen. Moses stand dort, um zwei Millionen Israeliten, nicht die letzte Ölung, aber den letzten Auftrag zu geben, bevor sie das Land Kanaan einnehmen sollten.

[5:43] Wir finden diese Predigt-Serie natürlich im Buch 5. Mose. 5. Mose. Weiß jemand von euch, wie das Buch 5. Mose auf Lateinisch heißt? Alle die Bücher Mose haben ja lateinische Namen bekommen. Wie heißt das 5. Buch Mose auf Latein? Deuteronomium. Deuteronomium heißt eigentlich wörtlich übersetzt. Weiß das jemand? Es heißt übersetzt das zweite Gesetz oder auch die Wiederholung des Gesetzes. Warum? Weil in 5. Mose findet sich fast nichts Neues. In 5. Mose wird alles nur wiederholt, was in 2., 3. und 4. Mose steht. Und allein das zu wissen, mindert normalerweise so ein bisschen die Spannung bei uns. Als Adventisten lieben wir das neue Licht. Die neuen Erkenntnisse, oder? Wer von euch hat schon mal gerne eine Predigt gehört, die er zum zweiten Mal gehört hat? Wenn sie gut ist. Es war die Wiederholung von vielen Dingen, die Mose schon vormals gesagt hatte, aufgeschrieben hatte. Und trotzdem steht dieses Buch heraus aus der Bibel. Obwohl es nur wiederholt, ist es doch nicht nur dasselbe.

[7:03] Wir leben gerade an einer Zeit, wo die Generalkonferenz zur Erweckung und Reformation aufgerufen hat. Wisst ihr, welches die größte Erweckung im Alten Testament war? Ellen White sagt uns, die größte Erweckung, die es jemals gab, die größte Erweckung und Reformation, war die Erweckung und Reformation zur Zeit von König Josia. Und wie ist die Erweckung und Reformation damals entstanden? Als ein Priester in den Tempel ging, und der Tempel war so unaufgeräumt, ich war aus der Zeit von Manasseh, alles war durcheinander, und irgendwo in der Ecke findet man eine Buchrolle, die, so sagt uns Ellen White, einen Teil des Buches 5. Mose beinhaltete. Und als Josia 5. Mose liest, entsteht eine Erweckung und Reformation, die es vorher und nachher im Volk Gottes nicht gegeben hat. Das 5. Buch Mose galt als so besonders, dass jeder echte Israelit, jemand, der es wirklich ernst genommen hat, nicht nur die, die Sabbat für Sabbat zur Synagoge gegangen sind, sondern die, die wirklich ernst mit Gott wandelten, jeder von ihnen war dazu aufgefordert, jeden Tag ein ganzes Kapitel aus 5. Mose zu rezitieren. Wahrscheinlich könntet ihr nicht mal sagen, was in 5. Mose 3 steht als Generalthema, oder? Israeliten, die es wirklich ernst meinten, konnten jeden Tag ein ganzes Kapitel aus 5. Mose zitieren.

[8:24] Als Jesus gefragt wurde, was ist das größte und wichtigste Gebot, hat er zitiert aus welchem Buch? Aus dem Buch 5. Mose. Als Jesus in der Wüste vom Satan angegriffen wurde, hat er bei der ersten Versuchung zitiert aus welchem Buch? 5. Mose. Bei der zweiten Versuchung hat er aus welchem Buch zitiert? 5. Mose. Und bei der dritten Versuchung hat er zitiert aus? 5. Mose. Jesus hat den Satan mit 5. Mose besiegt. Die Erweckung der Reformation entstand durch 5. Mose.

[9:02] Ich habe, als ich das Thema studiert habe, und mich mit 5. Mose beschäftigt habe, habe ich gesucht, was gibt es denn alles an guter, adventistischer Literatur über 5. Mose. Man findet haufenweise Bücher zu Daniel, noch mehr zu Offenbarungen, aber so gut wie nichts zu 5. Mose. Ich habe dann mal als Spaßensalbe ein bisschen nachgeschaut, was sagen so andere Christen, Evangelikale. Und ich habe herausgefunden, dass sogar die Evangelikalen, die vom Alten Testament nicht viel halten, jemand hat geschrieben, 5. Mose ist das geistlichste Buch des Alten Testaments. Nun, ob man jetzt sagen kann, dass ein Buch das geistlichste ist, glaube ich nicht. Aber das zeigt, das 5. Buch Mose ist ein besonderes Buch. Ein außergewöhnliches Buch. Und Ellen White sagt tatsächlich im ersten Band des Bibelkommentars, wir machen nicht genug aus 5. Mose und 2. Mose. Sie sagt, das Buch 5. Mose sollte sorgfältig von denen studiert werden, die heute auf der Erde leben. Jetzt gilt das für uns, ja oder nein? Sorgfältig studiert.

[10:02] Wann war das letzte Mal, dass du überhaupt mal eine Predigt über 5. Mose gehört hast? Wann war das letzte Mal, dass du dich hingesetzt hast und gesagt hast, ich möchte das Buch 5. Mose sorgfältig studieren, Kapitel für Kapitel, Vers für Vers. Ellen White sagt uns, das sollten wir tun. Nun, an dieser ASI-Konferenz können wir nicht das alles tun. Ich kann euch nur in diesen zwei Themen so zwei Einblicke geben in die Welt von 5. Mose und ihr werdet sehen, wie unglaublich das mit unserem Leben, mit unserer Gemeinde zu tun hat.

[10:31] Ihr alle wisst, das sind erste Korinther 10. Wir können das gemeinsam aufschlagen. Und der Paulus das Paradebeispiel dafür liefert, dass die Wüstenwanderung der Israeliten etwas mit unserer Zeit zu tun hat. In 1. Korinther 10 und dort Vers 11, nachdem er einige Geschichten paraphrasiert, die in 2. Mose und 4. Mose aufgeschrieben sind, sagt er: "Alle diese Dinge sind aber die jenen wieder fuhren, sind was?" Ich kann euch nicht hören, ihr seid so leise. Sind was? Vorbilder. Weiß jemand von euch, was im Griechischen dort steht? Im Griechischen steht dort Typos. Da bekommen wir diesen Begriff der Typologie her. Ein Vorbild, ein Gleichnis. Das, was damals passiert wird, wird im Prinzip auch heute passieren. Denn es heißt, es sind Vorbilder. Sie wurden zur was aufgeschrieben? Zur Warnung. Zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist. Wer von euch glaubt, dass das Ende der Welt auf uns gekommen ist? Ihr habt gerade alle gesungen, Jesus kommt bald. Und diese Dinge der Wüstenwanderung wurden aufgeschrieben als Warnung.

[11:48] Übrigens, das, was Mose damals tat, als er noch einmal die gesamte Geschichte des Volkes Israel zusammengefasst und wiederholt hat, sagt Ellen White, sollten auch wir tun. Ich möchte euch ganz kurz zitieren. Aus dem Buch Councils to Writers and Editors sagt sie: "Wir müssen ein Werk tun, das schon lange getan hätte werden sollen. Wir müssen das tun, was Gott dem Mose aufgetragen hat, als die Israeliten, nachdem sie die Wüste durchquert haben, an der Grenze zum Jordan kampiert haben. Mose wurde gebeten, noch einmal all die Taten des Herrn während der Wanderung zu wiederholen." Und diese Wiederholung ist im Buch 5. Mose aufgeschrieben. Und dann sagt sie: "Die Erfahrung, die das Volk Gottes in seiner frühen Geschichte gemacht hat, muss immer wieder veröffentlicht werden. Viele von denen, die seitdem in die Wahrheit gekommen sind, sind unwissend über die Art und Weise, wie der Herr früher gewirkt hat. Die Erfahrung von William Miller und seinen Begleitern, von Captain Joseph Bates und unseren Pionieren, sollte vor den Menschen gebracht werden." Das heißt, das, was Mose gemacht hat, zurückzuschauen in die Vergangenheit, um Lektionen zu lernen für das, was vor ihnen lag, das sollten übrigens wir auch tun.

[13:10] Wann war das letzte Mal, dass du dich mit unserer Adventgeschichte fundiert auseinandergesetzt hast? Wir haben heute nicht die Zeit, das so viel zu tun. Ich möchte es aber trotzdem hier erwähnen, weil das Geheimnis von 5. Mose war, ein Blick in die Vergangenheit. Es ist uns nicht gesagt worden, wir haben nichts zu befürchten für die Zukunft, es sei denn, wir kennen das Zitat. Darf ich mal nur per Handzeichen sehen, wer von euch weiß, was ein Bräutigams Adventist ist? Ein Bräutigams Adventist. Seht ihr? 1845 hat sich die gesamte Adventgemeinde gespalten in Bräutigams Adventisten und Nicht-Bräutigams Adventisten. Woher kommen die Sieben-Tags-Adventisten aus? Aus den Bräutigams-Adventisten oder Nicht-Bräutigams-Adventisten? Wir kennen zum Teil nicht mehr die grundlegendsten Prinzipien unserer Entstehung. Wusstet ihr, dass die Bräutigams-Adventisten diejenigen sind, die daran festgehalten haben, dass 1844 was passiert ist, bevor sie das Heiligtum studiert haben? Nur eine kleine Idee von dem, ja, wir wissen, wir müssen zurückschauen, aber wir kennen oftmals gar nicht mehr das, was gewesen ist. Und das nur als kleiner Nadelstich, um mal zu schauen, was ist damals passiert. Wenn ihr wissen wollt, wie die Sichtung am Ende passieren wird, schaut mal, was in den Jahren 1844, 1845, 1846, 1847 passiert ist. Wie dort die Gemeinde Gottes gesichtet worden ist.

[14:34] Aber heute geht es um 5. Mose. Jetzt lasst uns mal aufschlagen in 5. Mose und dort Kapitel 1. 5. Mose 1 beginnt mit einem Skandal. Und ich hoffe, ihr seht diesen Skandal in Vers 1. Das sind die Worte, die Mose zu ganz Israel redete auf der anderen Seite des Jordans, in der Wüste, in der Araber gegenüber von Suft, zwischen Paran und Tophel, Laban, Hazeroth und Dihab. Und jetzt achtet auf Vers 2. Elf Tagereisen sind es vom Horeb auf dem Weg vom Bergland Seir bis Kadesch Barnea. Bisschen Geografie. Was ist der Berg Horeb? Anderer Name für den Berg Horeb. Keine Idee? Der Berg Horeb ist welcher Berg? Der Berg Sinai. Vom Berg Sinai bis zu Kadesch Barnea. Weiß jemand von euch, wo Kadesch Barnea lag? Das war der Ort, wo die Israeliten zuerst in das Land Kanaan eingehen sollten. Das war an der Grenze zu Kanaan. Also vom Berg Sinai, vom Berg Horeb, bis zur Grenze von Kanaan sind es wie viel Tagesreisen? Elf Tagesreisen. Und als das Volk Gottes, dem das Gesetz bekommen hat, das Heiligtum bekommen hat, den Auftrag bekommen hat, jetzt vorwärts zu gehen, hat es noch elf Tage dauern sollen bis zur Grenze. Und übrigens sagt uns Ellen White, dass sie auch tatsächlich nach elf Tagen die Grenze erreicht haben. Die Mission sollte elf Tage dauern.

[16:08] Der nächste Vers sagt: "Und es geschah im 40. Jahr." Jetzt, wenn ihr das lest, dann sollte bei euch ein Fragezeichen direkt im Gesicht aufscheinen. Wie kann es sein, dass vom Berg Sinai bis zu Kadesch Barnea es nur elf Tage sind? Ich meine, selbst wenn man das Navi vergessen hat, wenn man sich ein bisschen in der Wüste verirrt, dann kommt man doch nach zwei, drei, vier, fünf, sechs Wochen irgendwann an, oder? Warum ist es im 40. Jahr?

[16:42] Aktuelle Frage? Vor wenigen Wochen hatten wir den 170. Jahrestag des 22. Oktober 1844. Das Buch aktuell. Uns wird gesagt durch den Geist der Weissagung, dass Jesus kurz nach 1844 hätte kommen können. Und mittlerweile glaube ich das wirklich von ganzem Herzen. Wisst ihr warum? Vor 1844 hatten wir 50.000 Adventisten, also Milleriten, die von ganzem Herzen Missionen gelebt haben. Das waren Leute, die haben Campmeetings. Nicht mit 1.000 oder 2.000. Wir sind ja schon überfordert, wenn wir so eine ASI-Veranstaltung mit ein paar hundert Leuten organisieren. Da sind wir das ganze Jahr schon ausgebucht. Oder so ein US-Missionskongress. 1.000 Leute, schwierige Sache. Die haben 30, 40, 50 Campmeetings in einem Sommer. Mit einem riesen Zelt. 10.000 Leute pro Campmeeting im Wald organisiert. Die hatten Pläne nach Italien zu gehen, nach England zu gehen. Die Welt war reif. Es gab einen Papst, der kurz nach 1844 die Kirchen eingeladen hat, wieder alle zurück nach Rom zu kommen. Habt ihr das gewusst? Einer, der sehr populär war. Es gab Revolutionen, es gab Kriege. Satan hat den Spiritismus erfunden. Es war alles bereit. Aber noch sind wir hier.

[18:20] Und ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir so wie die Israeliten uns ganz ehrlich die Frage stellen, wenn Ellen White uns sagt, kurz nach 1844 hätte Jesus wiederkommen können. 1857, Erweckung und die Laodizeerbotschaft von James White. Jesus hätte wiederkommen können. 1888, Ellen White sagt, Jesus hätte bald wiederkommen können. 2014, wir sind immer noch hier. Wir müssen uns die Frage stellen, ganz ehrlich. Ich, mir und wir uns alle. Warum sind wir noch hier? Die Frage müssen wir uns stellen. Im 40. Jahr.

[18:57] Nun, das 5. Buch Mose möchte diese Frage beantworten. Es heißt in Vers 5: "Auf der anderen Seite des Jordan, im Land Moab fing Mose an, dieses Gesetz auszulegen." Das Wort auszulegen heißt eigentlich eingravieren. Eingraben. Etwas richtig fest machen. Nicht nur eine Interpretation vom Gesetz, sondern das Gesetz immer wieder. Wenn man etwas eingraviert, dann muss man drüber und drüber und drüber. Wenn wir heute Abend noch sehr darüber sprechen, was dieses Eingravieren zu tun hat mit 5. Mose, mit 5. Mose 6 und dem Siegel Gottes. Er begann, dieses Gesetz auszulegen. Was bedeutet es, um diese Frage zu klären?

[19:39] Und dann steht in Vers 6: "Der Herr, unser Gott, redete zu uns am Horeb." Das ist noch mal welcher Berg? Der Berg Sinai. Im 2. Jahr sagte der Herr: "Ihr seid was?" Lange genug an diesem Berg gewesen. Nun, wenn wir uns die 2. Mose anschauen, stellen wir fest, am 1. Tag des 1. Monats, da hat Gott gesagt, jetzt ist Neujahr. Am 10. Tag sollte das Lamm genommen werden. Am 14. Tag sollte das Lamm geschlachtet werden. Dann gab es dieses Passah-Erlebnis. Sie waren aus Ägypten rausgegangen. 7 Tage in schneller Flucht. Dann sind sie weitergereist. Am 1. Monat des 1. Jahres waren sie am Berg Sinai angekommen. 3. Monat, 1. Jahr. Wann sind sie vom Sinai aufgebrochen? Weiß das jemand? Wie lange sind sie am Sinai gewesen? Die Bibel sagt uns, dass sie am 1.1. des 2. Jahres das Heiligtum eingeweiht haben. Dann haben sie noch ein bisschen Instruktionen bekommen. 3. Mose, 4. Mose. Und dann sagt uns das Buch 4. Mose: "Am 20.2. des 2. Jahres sind sie losgezogen." Das heißt, ein knappes Jahr waren sie am Berg Sinai. Haben das Heiligtum bekommen. Ihr wisst, es gab auch den Abfall mit dem goldenen Kalb. Verschiedene Dinge, Instruktionen, das Gesetz, der Bund. Gott hatte gesagt, also ein knappes Jahr, das ist genug.

[21:05] Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen. Hatte Gott vor, eine 40-jährige Reise dort mit ihnen zu veranstalten, ja oder nein? Gott hatte gesagt: "Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen." 1857 hat Gott gesagt: "Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen." 1888 hat Gott gesagt: "Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen." Könnte sein, dass er heute auch mal wieder sagt: "Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen."

[21:33] Wendet euch nun, Vers 7, und zieht weiter, dass ihr zu dem Bergland der Amoriter kommt, und so weiter und so fort. 1827, wir springen ja ein bisschen, da zogen wir weg vom Horeb, und wanderten durch jene große und schreckliche Wüste. Also, diese Erwartung, bald geht's nach Kanaan, die Israeliten wussten, das ist nicht ewig weit. Ellen White sagt uns in Patriarchen und Propheten, sie hatten erwartet, bald hinein zu gehen. Zu Recht, Gott hatte gesagt, es sind nur elf Tage. Es gab zwar große Prüfungen, es gab eine große und schreckliche Wüste, aber sie hatten die Hoffnung, dass sie bald hineinkommen würden.

[22:07] Durch jene große und schreckliche Wüste, Vers 19, habt ihr gesehen, auf dem Weg zum Bergland der Amoriter, wie es uns der Herr, unser Gott, geboten hatte. Und wir kamen bis Kadesch Barnea. Da sprach ich zu euch: "Ihr seid zum Bergland der Amoriter gekommen, das uns der Herr, unser Gott, geben will. Siehe, der Herr, dein Gott, hat dir das Land gegeben, das vor dir liegt, zieh hinauf." Er hat nicht einmal gesagt, Gott wird es euch geben, sondern der Herr hat es euch schon gegeben. Der Sieg war sicher. Sie standen davor, sie standen an der Schwelle. Kadesch Barnea war der Grenzort. Sie standen schon da. Der Sieg war sicher. Gott hat gesagt, ich führe euch hinein. Eigentlich doch eine klare Sache, oder? Was soll jetzt noch schief gehen?

[22:53] Nun, die Israeliten haben eine interessante Idee. Sie sagen, okay, lasst uns erstmal anschauen, wie das Land ist. Sie senden diese zwölf Spione, die Kundschaft, in das Land und die kommen zurück und bringen ihren Report. Und ihr kennt die Geschichte. Ihr wisst wahrscheinlich auch, dass diese Spione allesamt leitende Brüder waren. Seht ihr das bewusst? Alles leitende Brüder, alles Prinzen der einzelnen Stämme sozusagen. Führer des Volkes. Und dann heißt es in Vers 26, und hier kommen wir zum Kern des Problems.

[23:27] Vers 26: "Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen, sondern lehntet euch auf gegen den Befehl des Herrn eures Gottes." Direkt an der Grenze zu Kanaan beginnt das, oder nicht beginnt, erlebt das Volk eine enorme Rebellion. Lass uns das kurz mal ein bisschen anschauen, was dort passiert ist. In Psalm 106, lasst euren Finger in 5. Mose, wir kommen gleich zurück. In Psalm 106. Psalm gehen ja dann später immer wieder auf diese Geschichten des Volkes Israel ein. In Psalm 106 und dort Vers 24 und 25, da heißt es: "Sie verachteten das lieblich Land, sie glaubten seinem Wort nicht." Wessen Wort ist hier die Rede von? Sie glaubten Gottes Wort nicht. Sie hatten all das erlebt in der Wüste, hatten all die Erfahrungen mit Gott gemacht, doch als es an der Grenze ist, glaubten sie dem Worte Gottes nicht. Ja, wie kann das denn sein, dass man als Volk Gottes dem Wort Gottes nicht glaubt?

[24:41] Vers 25 lesen wir: "Sie murrten in ihren Zelten, sie gehorchten nicht der Stimme des Herrn." Und Jesaja 63, gehen wir noch ganz schnell. Jesaja 63, Vers 10, gibt uns einen Hinweis auf das, was passiert ist. Jesaja 63, Vers 10: "Sie aber waren was?" Seid ihr schon da? Jesaja 63, Vers 10: "Sie waren widerspenstig und betrübten seinen Heiligen Geist." So eine Art wie die Sünde gegen den Heiligen Geist. Nun, wir alle wissen, die Sünde gegen den Heiligen Geist, die fällt nicht vom Himmel so plötzlich. Und wenn ihr die Geschichte des Volkes Israel anschaut, wisst ihr, denen ist nicht plötzlich eingefallen, dass man auch gegen Gott rebellieren kann. Tatsache ist, diese elf Tage vom Berg Sinai bis nach Kadesch Barnea sind eine Aneinanderreihung von einzelnen Rebellionen. Ihr könnt das nachlesen in 4. Mose, in Kapitel 11 und 12 und 13 und 14. Eine Rebellion jagt die andere. Man kann gar nicht so viele Rebellionen in elf Tagen zusammenhaben. Und Gott ist gnädig mit ihnen und sagt: "Okay, noch mal, und weiter." Ja, er vergibt ihnen und vergibt ihnen bis an den Punkt an der Grenze, wo sie immer noch rebellisch sind. Und Gott sagt: "Ich kann nicht weiter. Was soll ich mit euch machen?" Die Bibel sagt, hier sei er 63, Vers 10: "Da wurde er ihnen zum Feind."

[26:09] Das Volk Gottes hat es fertiggebracht, zum Feind Gottes zu werden. Das ist eine krasse Aussage, oder? Naja, im großen Kampf gibt es nur zwei Parteien, oder? Wenn Gott der Feind des Volkes ist, dann stehen sie auf der anderen Seite. Stehen sie auf der Seite des Feindes, oder? Das ist die Konsequenz. Die Bibel sagt: "Wenn Gott für uns ist, wer ist gegen uns?" Wenn ihr das mal umdreht, das ist auch sehr interessant. Wenn Gott gegen uns ist, wer ist für uns? Eine der dümmsten Entscheidungen, die wir in unserem Leben oft treffen, ist, uns gegen Gott zu stellen. Gegen unseren Freund, unseren Führer, unseren Leiter, unseren Schöpfer, der uns so liebt, der alles für uns tun möchte. Aber sie glaubt ihm nicht.

[27:03] Und schaut mal, wie das sich in 5. Mose anfühlt, was sie sagen. Die sitzen ja an der Grenze zum gelobten Land, oder? Die haben die Trauben gesehen. Es ist ja nicht so, dass sie keine Beweise hätten. Und sie sitzen in ihren Zelten und jammern und klagen. Es ist schrecklich. Die klatschen und tratschen, so wie im Himmel. Damals der Satan das gemacht hat, was Gott von uns verlangt. Wahrscheinlich ist der Mose auch einer von... Das ist auch nicht ganz alles so richtig.

[27:37] Schaut mal, wie es heißt in Vers 27. "Und ihr murtet in euren Zelten und spracht: Weil der Herr uns hasste, hat uns aus dem Land Ägypten geführt." Der Kern der Rebellion ist: Gott liebt mich nicht. Ist das nicht interessant? Gott hasst mich. Die, die verliebt, die gesehen haben, wie Gott das Rote Meer vor ihnen teilt. Die gesehen haben, wie Gott Tag für Tag Brot vom Himmel regnen lässt. Die gesehen haben, wie sogar die Wachteln mal kamen, obwohl die nicht die gesündesten waren. Das hat Gott für sie gemacht. Die sagen hier an der Grenze zum gelobten Land: Gott hasst uns.

[28:25] Zwei Jahre mit Gott haben nicht dazu geführt, dass sie die Grundwahrheit Nummer 1 der Bibel kennengelernt haben: Gott liebt mich. Könnte es sein, dass wir jahrelang mit Gott durch die Wüste dieser Welt rennen und immer noch nicht die Grundlektionen gelernt haben? Gott liebt mich. Und wenn er mich liebt, wird er nichts von mir verlangen, was irgendwie schlimm oder böse für mich ist oder mich irgendwie negativ beeinflussen wird, oder? Gott will nur das Beste für mich. Ja, seine Führung führt auch mal durch die große und schreckliche Wüste, aber selbst das ist zum Besten für mich. Aber die Israeliten haben das nicht verstanden.

[29:11] Schaut mal, was in Vers 28 steht. 5. Mose 1, Vers 28: "Wohin sollen wir ziehen? Unsere Brüder..." Ihr sagt mir, welche Brüder waren das? Welche Brüder? Wo es heißt: "Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht." Welche Brüder waren das? Die Kundschafter. Und wer waren die Kundschafter? Die Kundschafter waren die Leiter der Gemeinde. Also wer ist schuld? Das Volk, das den Leitern geglaubt hat, mehr als Gott. Wenn es nur 10 Kundschafter gewesen wären, die Falsches gesagt hätten, das Volk wäre trotzdem reingegangen. Lasst uns aufhören, zu viel und zu oft nur auf die Leitung zu schimpfen, wenn sie daneben liegt. Wenn das ganze Volk geglaubt hätte, wäre sie trotzdem reingegangen.

[30:01] Ihr Lieben, jetzt möchte ich was sagen. Hört mir gut zu. Ich höre ständig: "Ja, wir können keine Mission machen, weil, nicht wahr, die Leitungsebenen hier und dort und da gibt es zu viel und Ökumene und das und jenes ist alles verboten." Wenn bibeltreue Adventisten in den letzten 50 Jahren das getan hätten, was Gott von ihnen verlangt hätte, dann hätten wir niemals eine solche Situation. Das ist die Wahrheit. Und damit predigt zu mir, auch wenn ich nicht 50 Jahre alt bin, und auch zu euch. Das Volk hat den Leitern geglaubt. Den Zehn. Ich meine, es waren ja auch zwei andere, nicht wahr? Es war nicht die Leitungsebene, die abgefallen war. Mose und Joshua und Kaleb und auch waren ja viele in höchster Position, die Gott treu waren. Aber ja, es gab dort leitende Brüder, die gesagt haben: "Diesen Auftrag Gottes können wir nicht erfüllen. Warum? Ist zu schwierig." Gott hat gesagt: "Wir gehen dort hinein." Aber wir sind jetzt da und haben uns umgeschaut. Wir haben mal das empirisch, wissenschaftlich angeschaut, nicht wahr? Wir haben unsere Studien gemacht. Zu kostspielig. Zu schwierig. Zu kompliziert. Diesen Missionsauftrag, den Gott uns gegeben hat, mit den Methoden, schaffen wir nicht. Die Menschen haben sich geändert, sind anders heute.

[31:35] Wisst ihr, was Rebellion ist? Rebellion ist, wenn Gott sagt, du kannst es schaffen, und ich sage: Geht nicht. Das war die Rebellion hier. Gott hat gesagt: "Du kannst hineingehen, du kannst die Riesen überwinden, du kannst die Städte einnehmen." Auch wenn sie, wenn sie wirklich bis zum Himmel gegangen wären, das wäre kein Problem. Gott ist im Himmel, nicht wahr? Er kann sie wie einreißen. Aber sie haben gesagt: Nein, das geht nicht.

[32:03] Und hier sind wir. Und die Bibel und der Geist der Weissagung sagen uns, du kannst die Sünde überwinden. Und wir hören: Nein, das geht nicht. Nein, das schaffen wir nicht. Das brauchen wir auch nicht. Wir können weiter Gottes Volk sein und einfach ein bisschen weiter in der Wüste umherziehen. Aber die Barriere kriegen wir nicht überwunden. Es ist Rebellion. Ihr Lieben, das ist Rebellion. Wenn Gott sagt, du kannst es, und ich glaube es nicht, dann ist das der Kern der Rebellion.

[32:43] Und dann heißt es: "Sie haben unser Herz verzagt gemacht." Das finde ich interessant. Wisst ihr, wo in der Bibel steht, dass eigentlich bei der Wüstenwanderung verzagte Herzen sein sollten? In 2. Mose 15, im Lied des Mose, heißt es, dass durch Gottes Taten die Heiden ein verzagtes Herz haben sollten. Da heißt es, dass die Moabiter und die Ammoniter, sie zittern und ihr Herz zerschmilzt vor Furcht und so weiter. Und hier haben wir das Volk Gottes. Gott sagt, ich gebe euch den Sieg, und sie zittern und haben Angst, wie die Heiden. Ihr Herz ist ein Herz, wie das der Heiden. Und das ist das Problem. Sie haben einen Gott, der ihnen vorher geht, der alles für sie tut, der sie nicht verworfen hat, der sie immer noch als ein Volk annimmt. Aber ihr Herz ist im Grunde genommen ein heidnisches Herz.

[33:31] Das 5. Buch Mose offenbart genau dieses Problem. Sie sagen: "Wohin sollen wir ziehen? Das Volk ist größer und höher gewachsen als wir. Die Städte sind groß und bis an den Himmel befestigt. Dazu haben wir die Söhne Anak gesehen. Großes Problem." Das Volk ist größer und höher gestoßen als wir. Daher ist es nicht unbedingt die Stadt zu verlassen. Das Volk ist größer und höher gestoßen als wir. Das Volk ist immer größer und höher gestoßen als wir. So wie am Roten Meer. Rechts Berge, links Berge. Vor ihnen Wasser, hinter ihnen die größte Armee der damaligen Welt. Und Gott hat sie befreit, oder? Sie wussten aus eigener Erfahrung, dass Gott das kann. Gott verlangt von uns nicht Dinge, die wir nicht auch glauben können.

[34:35] Wir haben nichts zu befürchten für die Zukunft, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit ausgeführt hat. Wenn ich jetzt die Adventgeschichte studiere, ich bin ja momentan dabei, bei Joelmedia haben wir dieses Adventsgeschichtsseminar, da fasse ich mir manchmal an den Kopf, dass all die Dinge, die heute manchmal so diskutiert werden, da gibt es manchmal die Splittergruppen mit den drei Tagen und drei Nächten, nicht wahr? Jesus ist am Mittwoch gekreuzigt worden, oder so. Das haben die schon 1848 diskutiert. Und unsere Pioniere haben damals schon alles widerlegt. Keiner von uns weiß das. Und der Satan weiß das, dass keiner von uns das weiß und holt die Karte 100 Jahre wieder raus. Und wieder fallen so viele darauf rein. Das ist nur ein Beispiel. Wenn wir weitergehen, egal ob das jetzt Prophetieauslegungen nicht wahr und solche Dinge sind, könnte man ein Beispiel nach dem anderen bringen. Aber das ist ein anderes Thema.

[35:31] Und dann heißt es in Vers 32: "Aber in dieser Sache wolltet ihr dem Herrn, eurem Gott, nicht glauben." Könnt ihr mir sagen, was ist die einzige Bedingung, um gerettet zu werden? Wenn es 3, Vers 16 sagt: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt." Es gibt nur eine Bedingung in der Bibel, um gerettet zu werden. Und das ist Glaube. Aber hier, ganz am Ende der Wüstenwanderung, wie sie meinten, fehlt ihnen diese eine Bedingung. Sie haben Gott nicht geglaubt.

[36:03] Und wisst ihr, ich werde jetzt sagen, das passiert uns nicht, oder? Wisst ihr, wie oft ich das erlebe? Dass Geschwister sagen: "Also hier steht das so und so, aber das kann man so nicht verstehen. Das macht mir Angst, das will ich nicht, das muss man irgendwie anders sehen, oder das..." Manchmal bin ich erschrocken, wie viel Zweifel es am Wort Gottes unter uns gibt. Und damit meine ich nicht nur die historisch-kritische Methode bei den Theologen, ich meine in den Sabbatschulgesprächen. Wie oft lesen wir etwas und sagen: "Ja, schöne Theorie, nicht wahr? Das funktioniert sowieso nicht." Und das ist doch das Einzige, worum es geht, dass wir Gott beim Wort nehmen, egal was er sagt, weil er hat doch die Kraft. Wenn wir heute Abend noch mehr darüber sprechen.

[36:49] Nun, und dann schwört Gott. Und wenn Gott schwört, ist das keine Kleinigkeit. Wenn Gott schwört, dann meint er das wirklich ernst. Und er schwört, dass von dieser Generation niemand hineingehen wird. Ihr kennt das in 5. Mose 1 in Vers 34. Aber dann finde ich das sehr interessant. Er sagt, Vers 36: "Völlige Nachfolge." Und in 4. Mose 14 wird uns gesagt, als Ergänzung, dass in ihm ein anderer Geist war. Könnt ihr raten, welcher Geist das wohl gewesen ist? Der in ihm war. Der in ihm gesagt hat: Naja, Riesen, große Städte, ist doch vollkommen egal. Unser Gott ist größer. Welcher Geist produziert solche Gedanken? Es ist der Heilige Geist. Der Heilige Geist. Aber es scheint so, dass unter 2 Millionen Israeliten nur eine Handvoll vom Heiligen Geist erfüllt waren. Trotz aller Wunder. Trotz, die sie die Stimme Gottes leibhaftig gehört haben.

[38:07] Manchmal gehen wir davon aus, weil wir hier in der Gemeinde sitzen, wir automatisch vom Heiligen Geist erfüllt sind, oder? Selbstverständlich. Die Rebellion hat etwas anderes gezeigt.

[38:23] Und dann, das gefällt mir sehr, was Gott sagt, in Vers 39: "Und eure Kinder, von denen ihr sagtet, dass sie zum Raub werden müssen, und eure Söhne, die heute noch nicht wissen, was gut und böse ist, sie sollen hineingehen, ihnen will ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen." Nun, die Israeliten, die wussten ja, dass so ganz offene Rebellion vielleicht zu offensichtlich ist. Sie haben einen Grund vorgeschoben, haben gesagt: "Das können wir unseren Kindern nicht zumuten." Wir würden ja vielleicht gerne, aber unsere Kinder, der weite Weg, und die Riesen, das wird ja gefährlich, das können wir unseren Kindern nicht zumuten. Und Gott sagt: "Ich weiß ganz genau", sagt Gott, "es ist euer Problem, und als Beweis werde ich eure Kinder hineinbringen."

[39:11] Man hat gesagt: "Wir können unsere Standards als Adventgemeinde nicht mehr so aufrechterhalten, wir verlieren unsere Jugendlichen, wir müssen neue Musik reinbringen, wir müssen das ändern, wegen unseren Jugendlichen." Wisst ihr was? Gott wird jene Jugendliche benutzen, von denen wir gesagt haben, um deren Willen müssen wir unsere Gemeinde ändern. Gott wird jene Jugendliche benutzen, um das Werkvolk zu verändern. Manchmal sagen wir: "Wir können die Mission nicht ausführen, weil die Menschen sind so postmodern und so skeptisch, und sie glauben das alles nicht, und deswegen machen wir keine Mission." Was macht Gott? Er nimmt jene postmodernen Skeptiker und bekehrt sie, und es werden die größten Evangelisten. Wie viele der großen Evangelisten, die Seele füllen, die die Menschen zu Tausenden in die Gemeinde bringen, sind in der Adventgemeinde groß geworden? Doug Batchelor, Walter Veith, David Escherich, Steve Hulberg, ihr könnt die Namen aufzählen. Gott sagt: "Okay, seit Jahrzehnten sagt er, wir können die Menschen nicht erreichen, dann werde ich die Menschen erreichen, und sie werden euch erreichen." Gott ist immer noch derselbe Gott.

[40:15] Das Buch 5. Mose präsentiert Prinzipien, die zu unserer Zeit sprechen, und es geht darum, wann werden wir diese Prinzipien lernen, sie umsetzen und sagen: Genau so, wie Gott es sagt, wollen wir es tun. Und als die Israeliten das hören, als die Israeliten hören, dass sie dort nicht hineinkommen dürfen, da haben sie plötzlich Reue, Sündenbekenntnis. Oh, es tut uns leid, nein, nein, nein, das haben wir nicht so gemeint. Und jetzt hört mir gut zu. Die Rebellion war eine zweifache. Erst hatte Gott gesagt: Geht hinein, und sie haben gesagt: Nein, nein, nein. Und als sie dann mitbekommen haben, dass es noch etwas länger dauern würde, haben sie das gemacht, was Gott ihnen jetzt verboten hatte.

[41:07] Schaut mal mit mir in den nächsten Versen. In Vers 40: Gott sagt in Vers 40: "Ihr aber wendet euch und brecht zur Wüste auf, zum Weg zum Roten Meer." Dann antwortet das Volk: "Wir haben gegen den Herrn gesündigt." Sünde ist die Übertretung des Gesetzes. Gott hatte gesagt: Geht hinein, wir haben es nicht gemacht. Also, wir wissen, Herr, wir haben dein Wort gebrochen, wir waren ungehorsam. Was würdet ihr erwarten, dass sie jetzt machen? Dass sie in die Wüste gehen, oder? Weil wenn ich sage, Gott, ich habe gesündigt, dann werde ich ja nicht gleich wieder sündigen, oder? Aber was machen sie? "Herr, wir haben gegen den Herrn gesündigt, wir wollen hinaufziehen und kämpfen." Also Gott sagt: "Okay, ihr habt gesündigt, geht in die Wüste." Sie sagen: "Oh ja, Herr, stimmt, wir haben nicht das getan, was du wolltest, deswegen tun wir jetzt, was du nicht willst." Das ist doch krank, oder? Aber so sind wir.

[42:01] Die Rebellion bei Kadesch Barnea war nicht nur, dass die Gemeinde nicht das tun wollte, was Gott sagte, sondern sie wollten auch das tun, was Gott niemals gesagt hatte. Und wisst ihr, auf der anderen Seite des Spektrums erleben wir in den Gemeinden, dass so viele einen Feuereifer haben für den Herrn und Dinge tun und Methoden anwenden, die Gott uns niemals geboten hat, oder? Gott hat gesagt, niemals, dass wir uns irgendwo, dass wir die gesamte Adventbotschaft auf ein Faltblatt drucken und zwar oben, mit den letzten Themen oben anfangen. 1966, der Papst ist der Antichrist. Sonntagsgesetz kommt und unten, ganz unten irgendwo noch Jesus liebt dich und das den Leuten irgendwo vor den Kopf knallen. Da gibt es tausende Zeugnisse dagegen, dass wir das nicht tun sollen. Und trotzdem tun wir es und halten uns noch für besonders eifrig. Wir tun was. Die Rebellion war eine Doppelte. Das, was getan werden sollte, wurde nicht getan, und das, was nicht getan werden sollte, wurde dann getan aus falschem Eifer.

[43:07] Und trotzdem, Ellen White sagt, als sie hinaufzogen, um das Land einzunehmen, wurde kein Gebet gesprochen. Die Bundeslade ging nicht mit, aber sie waren verzweifelt. Sie wollten doch hinein. Aus eigener Kraft. Da gab es erst die Phase, wo sie es mit Gottes Kraft nicht tun wollten. Aber dann wollten sie es aus eigener Kraft. Und genau diese beiden Phänomene ziehen an unsere Adventgemeinde. Auf der einen Seite sagt uns Gott, dass wir mit ihm gehorsam sein können. Auf der anderen Seite versuchen wir, durch eigene Kraft, durch eigenes Bemühen, durch eigene Anstrengungen, gehorsam zu sein. Und wundern uns, dass es nicht funktioniert.

[43:45] Ihr Lieben, als sie hinaufzogen, Ellen White beschreibt das so interessant. Sie beschreibt, da war so ein Tafelland, so wie die Schwäbische Alb. Da ist es oben groß und dann geht es so steil hoch. Militärisch ein absolutes, mörderisches Unterfangen. Denn man muss auf steilen Pfaden hinaufgehen. Oben waren die Kanaaniter. Die haben schon gewartet auf die Israeliten. Und als sie dann hoch kamen, wurden sie alle abgeschlachtet. Ellen White beschreibt in Patriarchen und Propheten, wie die ganze Szenerie voller Leichen war. Wisst ihr, was Ellen White dann sagt? Ich lese es euch vor. Haltet euch fest.

[44:21] "Der überraschende Sieg gab Israels Feinden, die bis dahin das Herannahen des mächtigen Heeres voller Furcht erwartet hatten, das Selbstvertrauen zurück. Sie hielten nun alle Erzählungen von den erstaunlichen Dingen, die Gott für sein Volk getan hatte, für erlogen und glaubten, keinen Grund mehr zur Furcht zu haben. Mit dieser ersten Niederlage Israels hatten die Schwierigkeiten der Eroberung außerordentlich zugenommen."

[44:49] Warum haben die Heiden Gottes Wort für erlogen befunden und für etwas, das man nicht glauben kann? Durch das Fehlverhalten des Volkes Gottes. Interessant, oder? Als sie gesehen haben, da kommen die Israeliten, das vermeintliche Volk Gottes, und das hat so eine Niederlage erlebt, so ein Haufen, der wird es nicht vollenden, das Werk. Manchmal sind wir übereifrig und wollen irgendwas tun und richten damit noch mehr Schaden an. Weil wir nicht das tun, was Gott uns spezifisch sagt und das alleine. Aktionismus ohne Gott hat mehr Schaden angerichtet und hat die Hürde noch größer gemacht.

[45:39] Und wisst ihr, was dann passiert? Dann geht das Volk in die Wüste zurück und ich stelle mir das so vor meinem inneren Auge vor, als ob sie in die Wüste gehen, dann kommt der Wüstensand und dann verschwinden sie und man sieht sie für 38 Jahre nicht. Wisst ihr, dass es fast keine Berichte gibt aus jener Zeit? Bis 4. Mose 15 haben wir diese Geschichte bei Kadesch Barnea. Und dann in 4. Mose 20, fünf Kapitel weiter, sind wir schon im 40. Jahr. Nur ganz, ganz, ganz wenig ist berichtet von jener Zeit. Es war das Grab einer ganzen Generation. Eine tragische Geschichte.

[46:17] Aber nach 40 Jahren, 4. Mose 20, kommen sie aus der Wüste raus. Und wir schauen noch ganz kurz in 5. Mose Kapitel 2. Da sagt Gott, und vielleicht erkennt ihr die Sprache wieder. In 5. Mose 2, Vers 3: "Und der Herr sagte, Vers 2, zu mir und sprach: Ihr habt nun was?" Lange genug dieses Bergland umzogen. Ja, das haben wir doch schon mal gehört, oder? Wo haben wir das schon mal gehört? In Vers 6, oder? In Kapitel 1, Vers 6. Lange genug. Gott fängt wieder von vorne an. Es ist so, als wenn man nicht wahr, läuft und man schafft es nicht. Und dann fängt man wieder von vorne an. Nächste Generation. Und ich glaube, dass Gott jeder Generation immer wieder eine neue Chance gibt. Manche haben die Ansicht vertreten, dass Gottes Volk verworfen worden ist, weil sie an irgendeiner Stelle irgendeine Entscheidung falsch gemacht haben, weil sie eine Botschaft nicht angenommen haben, oder so weiter. Aber Gott hat sein Volk nicht verworfen. Er hat die nächste Generation abgewartet.

[47:25] Und wisst ihr was, liebe Geschwister? Ich wünsche mir, dass Gott nicht noch mehr Generationen warten muss, denen er wieder sagen muss: "Ihr seid jetzt lange genug um dieses Bergland gezogen." Ich wünsche mir, dass Gott meine Generation, unsere Generation benutzen kann, um endlich aus der Wüste herauszukommen und den Jordan zu überqueren.

[47:47] Nun, der Hinweis sagt uns interessanterweise, was jetzt kommt, spielt nicht mehr in der Wüste. Manchmal haben wir die Idee, dass alles, was in Mose geschrieben steht, in der Wüste stattfindet. Aber nein, was jetzt stattfindet, das passiert auf einem großen, auf diesem Tafelland von Moab. Da gab es grüne Weiden, da gab es frischen Wind vom Mittelmeer her. Das war ganz angenehmes Reisen jetzt. Und was jetzt passiert in 5. Mose 2, das ist wirklich der Hammer. Das müsst ihr mal gemeinsam mit mir lesen. Wir lesen ein paar Verse und ich hoffe, ihr seht das Bild, was jetzt hier entsteht.

[48:17] Vers 4: "Gebiet dem Volk und sprich: Ihr werdet durch das Gebiet eurer Brüder, der Söhne Esaus ziehen, die in Seir wohnen, und sie werden sich vor euch fürchten, aber nehmt euch wohl in Acht, fangt keinen Streit mit ihnen an." Also die Israeliten, die sind jetzt ja motiviert. Ich mache neue Generationen, wir nehmen das Land ein. Jetzt geht es vorwärts. Oh, da kommen die Edomiter. Auf sie mit Gebrüll. Gott sagt: Nein, nein, nein, nein. Ich entscheide, gegen wen ihr kämpft und gegen wen nicht. Es gibt manche Kämpfe, die wir manchmal kämpfen, die wir gar nicht kämpfen sollen. Edomiter, kämpft ihr nicht. Warum?

[48:55] Vers 5: "Denn ich werde euch von ihrem Land nicht einen Fuß breit geben, denn ich habe das Bergland Seir dem Esau als Besitztum gegeben." Gehen wir weiter. Vers 9: "Sprach der Herr zu mir, nachdem sie um Esau herumgezogen sind, und jetzt Moab, an die Grenze von Moab kommen. Da sprach der Herr zu mir: Du sollst Moab, wie steht es bei euch, nicht angreifen und dich mit ihnen nicht in einen Krieg einlassen, denn ich will dir von seinem Land keinen Besitz geben, denn A habe ich den Kindern Lots als Besitztum gegeben." Also hier ist das Bild. Sie kommen aus der Wüste, sie kommen auf dieses schöne Land, und sie sehen das erste an, die Edomiter. Gott sagt: Nein, nein, nein, geh weiter. Sie kommen zu den Moabitern. Gott sagt: Noch nicht. Ich habe den Edomitern und den Moabitern ihr Land gegeben.

[49:51] Und jetzt haltet euch fest. Wenn Gott den Edomitern und den Moabitern das Land gegeben hat, dann haben die nicht immer daran gewohnt, oder? Wer hat denn da vorher gewohnt? Schaut mal in den nächsten Vers. Die Edomiter haben vor Zeiten darin gewohnt. Das war ein großes und starkes und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter. Auf Deutsch, das waren? Riesen. Also Gott sagt: Pass auf. Hier, das Land Moab, das nehmt ihr nicht ein. Das habe ich schon den Moabitern gegeben. Ich, Gott, habe es den Moabitern gegeben. Und wisst ihr, wer vorher drin gewesen ist? Riesen. Da waren Riesen drin. Das sind Moabiter. Und Gott hat den Moabitern geholfen, die Riesen zu besiegen. Moment mal, vielleicht ist das ein Zufall, oder?

[50:51] Nächster Vers. Vers 18: "Du wirst heute die Grenze der Moabiter bei Ar überschreiten und du wirst nahezu den Ammonitern kommen. Edomiter, Moabiter, Ammoniter." Wenn jemand von euch ein wirklich tiefer Bibelstudent ist, dann klingelt es jetzt bei ihm, weil das ist genau die Reihenfolge der Stämme in Daniel 11. Klammer auf, Klammer zu. "Du wirst nahezu den Ammonitern kommen, die sollst du nicht angreifen, noch einen Krieg mit ihnen beginnen, denn ich will dir von dem Land der Ammoniter keinen Besitz geben, denn ich habe es den Kindern Lots als Besitztum gegeben."

[51:25] Vers 20: "Auch dieses gilt als ein Land der Refaiter. Und es haben auch vor Zeiten Refaiter gewohnt und die Ammoniter nannten sie Samsomiter. Das war ein großes und starkes und hochgewachsenes Volk, wie die Enakiter." Seht ihr das Bild? Die Israeliten kommen aus der Wüste, kommen zu Edom und Gott sagt: Kämpf nicht gegen Edom. Da gab es früher die Horiter. Das waren die auf Deutsch, die in den Höhlen leben. Und ich habe den Edomitern das Land gegeben. Dann kommt er zu den Moabitern und Gott sagt: Nehmt nicht das Land der Moabiter ein. Da haben früher die Emiter gelebt und Emiter heißt Schrecken. Und ich habe den Moabitern das Land der Emiter gegeben. Und dann kommen sie zu den Ammonitern und Gott sagt: Greift nicht die Ammoniter an, denn die Ammoniter haben ebenfalls Riesen besiegt. Seht ihr das Bild? Und hier ist das Volk Gottes, das im Gegensatz zu Ammonitern und Moabitern und Edomitern die Bibel in der Hand hat. Und sie haben sich vor den Riesen gefürchtet. Wir sagen: Oh, ich kann das Fleisch nicht aufgeben, ist zu schwer. Die Heiden geben das Fleisch auf und leben vegan, weil es gesund ist. Oh, wir können keine veganen Restaurants machen, zu anstrengend, zu schwierig. Ja, die Heiden machen es. Für die ist es kein Problem. Oh, wir können keine Haus-zu-Haus-Arbeit machen. Das funktioniert nicht mehr. Die Zeugen Jehovas haben damit ihre Mitgliederzahl vervierfacht. Merken wir was? Manchmal machen wir Probleme, die so klein sind, so groß. Und uns geziemt ist, mal wieder ein bisschen nüchterner zu werden und zu sagen: Hey, die Edomiter und die Moabiter und die Ammoniter, die haben die Riesen alle besiegt. Oh Gott, wahrscheinlich haben die nicht mal gemerkt, dass Gott ihnen geholfen hat. So wie wahrscheinlich auch ein New Age Hippie, der jetzt so ein veganes Restaurant öffnet, auch nicht merkt, dass das eigentlich Gottes Wille ist, dass die Leute sich vegan ernähren. Aber Gott gibt ihm den Impuls. Ellen White sagt uns, dass jeder gute Impuls, jeder richtige Schritt letztlich von Gott herkommt. Und wenn Gott das für die Heiden tun kann, glaubt ihr nicht, dass er es als Rebellion empfindet, wenn wir hier stehen und sagen: Oh nein, das schaffen wir nicht, das ist so kompliziert. Oh, dann werden wir als Fanate...

[53:51] Ihr Lieben, lasst uns was aus Mose lernen, in 5. Mose. Zeigt Gott, ich kann Riesen besiegen. Und jetzt hat die neue Generation das gelernt. Das heißt im Vers, wir gehen mal ganz kurz zurück, im Vers 15, im Vers 14: "Die Zeit unserer Wanderung von Kadesch Barnea an bis über den Bach Zered zog, betrug 38 Jahre, bis die ganze Generation der Kriegsleute aus dem Lager aufgerieben war, wie der Herr es ihnen geschworen hatte." Die ganze erste Generation war verloren gegangen. Und ich hab mir früher gefragt, ja, wie ist das denn möglich? Stellt euch vor, reine Hypothese, nur so Gedankenspiel. Die gesamte gegenwärtige Generation aller Siebenten-Tags-Adventisten, bis auf 2 oder 3 oder 4, das wäre Israel, wäre in Rebellion. Was würdet ihr für die nächsten folgende Generation erwarten? So die Kinder, die rebellische Eltern haben. Hättet ihr große Hoffnung für die nächste Generation? Unsere natürliche Beobachtung ist doch, dass die Kinder das meistens noch schlimmer treiben als die Eltern, oder? Die schauen sich die Eltern an und schauen sich's ab und dann wird's noch schlimmer.

[55:03] Ist es nicht interessant, dass die zweite Generation, die ja fast alle rebellische Eltern hatten, Gott am Ende treu ist? Joshua sagt darüber in seinem Buch, oder Gott sagt in dem Buch Joshua, dass er die Kinder Israels erweckt hat. Gott hat für eine Erweckung in der nächsten Reformation, in der nächsten Generation gesorgt, was also deutlich macht, egal wie viel Ballast wir mitbringen von früheren Generationen oder von unserer Vergangenheit, egal wie viel Schutz da auf die Gemeinde hinaufgeladen worden ist, wir können immer wieder von vorne anfangen. Gott kann jede Generation neu erwecken. Und ein Großteil, wenn wir gleich sehen, zum Ende, hat das Buch 5. Mose ausgemacht.

[55:49] So kamen sie jetzt also an dieses Land und nachdem sie jetzt an den Moabitern und den Edomitern und den Amoritern vorbei mussten, nicht kämpfen durften, aber die Lektion gelernt haben, kommen sie zu den Amoritern. Schaut mal mit mir in 5. Mose 2 und dort Vers 24. "So macht euch nun auf, zieht aus und überschreitet den Arnon-Fluss. Siehe, ich habe Sihon, den König von Hesbon, den Amoriter samt seinem Land in deine Hand gegeben. Fange an, es in Besitz zu nehmen und führe Krieg gegen ihn. Vom heutigen Tag an will ich beginnen, Furcht und Schrecken vor dir auf das Angesicht der Völker unter dem ganzen Himmel zu legen, sodass sie vor dir zittern und beben sollen, wenn sie von dir hören." Gott sagt: Das ist der Kampf, den du kämpfen sollst. Erlauben wir es Gott, dass er uns sagt, diesen Kampf nicht kämpfen, die Diskussion nicht mitmachen, da sich nicht drum kümmern, aber genau diesen Kampf, den kämpfen. Manchmal verzetteln wir uns auch als ASI-Mitglieder in tausend Debatten, in tausend Kriegen, die gar nicht notwendig sind, die Gott uns niemals gebeten hat zu kämpfen. Aber diesen einen Kampf, den er uns gibt, dieses Evangelium vom Reich Gottes, das uns hilft, Sünde vergeben zu bekommen und Sünde zu überwinden, in die ganze Welt zu tragen, das ist der Kampf, den wir zu kämpfen haben.

[57:17] Aus Zeitgründen werde ich jetzt nicht die Geschichte von Sihon mit euch anschauen, sondern nur die Geschichte von Og. Es gibt zwei Kämpfe, erst gegen den König von Sihon und dann von Og, aber da sie im Wesentlichen dasselbe sind, beschränken wir uns auf eine. Diese beiden Könige, Sihon und Og, waren beides mächtige Könige. Heute kennen wir die Geschichten kaum noch, oder? Habt ihr mal eine Predigt über Sihon und Og gehört? Og von Baschan? War ganz selten, oder? Wir alle kennen die Geschichte von David und Goliath, oder? Kennen wir, seit wir so klein sind. Jetzt, wie groß war Goliath? Drei Meter noch was. Schaut mal mit mir in 5. Mose 3, wie groß der Og war.

[57:53] 5. Mose 3, Vers 11: "Denn nur Og, der König von Baschan, war von dem Überrest der Refaiter übrig geblieben. Siehe, sein Bett, ein eisernes Bett, ist es nicht denn Rabba, der Stadt der Ammoniter. Es ist wie viel Ellen lang? Neun Ellen sind." Also eine Elle ist wie lang? 30 Zentimeter? Bei den Pygmäen, nicht wahr? Also es ist ungefähr so die Elle hier. Es gibt unterschiedliche Maße, es gibt die königliche Elle und die Elle, manche sind 45, manche sind 52 Zentimeter, aber ungefähr Pi mal Daumen, ein halber Meter. Neun Ellen sind wie viel Meter? 4,50 Meter. Der Goliath ging nur bis zur Brustwarze. Das Bett war 2 Meter breit.

[58:43] Dieses Land, soll ich mal vorlesen, was Ellen White über dieses Land Baschan schreibt? Da kommt kein Hollywoodfilm mit, hört mal zu, das ist der Wahnsinn. Es heißt hier: "Voll Hoffnung und Mut drängte Israels Heer vorwärts, bald erreichten sie noch nördlicher Richtung, folgend ein Land, an dem es seinen Mut und sein Gottvertrauen erproben konnte. Vor ihm lag nämlich das mächtige, dicht bevölkerte Königreich Baschan, das von großen, steinernden Städten übersehen war, die bis zum heutigen Tage Bewunderung erregen. Könnt ihr heute noch so archäologische Dinge finden, so Riesensteine, keiner weiß, wie man die damals bewegt hat, könnt ihr im Internet finden. Die Häuser waren aus riesigen, schwarzen Steinen erbaut, von solch erstaunlicher Größe, dass sie zu der Zeit für jede Streitmacht uneinnehmbar schienen. Das Land war voll unbewohnter Höhlen, es hatte steiles Gefälle, gehende Abgründe, felsige Bergwände. Die Einwohner, Nachkommen eines riesenhaften Geschlechtes, waren selbst außergewöhnlich groß und stark und bekannt für ihre gewalttätige Grausamkeit. Sie bildeten den Schrecken aller umwohnenden Völker. Und Og, der König des Landes, überragte selbst sein Volk von Riesen noch an Größe und Tapferkeit." Stellt euch vor, ihr kommt in dieses Land, überall diese gigantischen schwarzen Städte, diese Landschaft, große Felsen und Abgründe und Höhlen und dann dieses Volk. Ich stell mir vor, dass die generelle Größe dieses Volkes ungefähr die von Goliath war. Es waren alles Riesen, alles Riesen und einer war ein Riese der Riesen. Einer war noch größer. Wir sind immer so erstaunt, dass der David den einen Riesen besiegt hat. Ich glaube, die Geschichte von Og, von Baschan und seiner Nation ist noch viel spannender. Ein Treuer gegen einen Riesen ist doch nichts gegen ein ganzes Volk Gottes. Eine ganze Nation von Davids, die eine ganze Nation von Goliaths ausradiert.

[1:00:41] Na ja, sie kommen dorthin. Und allein das, war schon eine, sich das vorzustellen. Aber dann beschreibt Ellen White. Schaut mal, das ist unglaublich. "Aber die Wolkensäule bewegte sich vorwärts und unter ihrer Führung rückten die Hebräer auf Edrei vor, wo der Riesenkönig samt seinen Streitkräften ihr Herannahen erwartete." Und wisst ihr, wo Edrei lag? Ein bisschen Geografie. Edrei lag auf einem Tafelland. Könnt ihr euch erinnern? Bei den Kanaanitern war das die Katastrophe. Das heißt, dort gab es ein Gebirge. Wenn man jetzt als Israelit dort kam, dann war da oben dieser Gebirgszug und dort oben standen diese Riesen, kann man sich vorstellen, in Rüstung. Und da stehen die Israeliten da unten und zittern. Und wenn die da alle da stehen und stampfen und ihre Rüstung zeigen, ihre Waffen zeigen, dann erbebt das ganze Gebirge. Und die Wolke, die Wolke geht immer noch vorwärts, vorwärts, vorwärts. Das ist doch Mord.

[1:01:45] Wisst ihr, was Ellen White sagt? Diese Riesen sind nicht mal da oben geblieben. Sie haben eine Abteilung gesandt, eine Heeresmacht, die den Berg heruntergekommen ist. Stellt euch vor, nicht eine Lawine von Stein, nicht eine Lawine von Eis, eine Lawine von Riesen, die in Rüstung, mit militärischer Präzision einen Berghang herabkommt. Die Israeliten haben gezittert, sagt Ellen White. Die haben gezittert. Nicht ein Goliath, der steht, komm mal her. Eine Nation von Goliaths, die gemeinsam mit militärischer Präzision auf die Israeliten zusteuern. Und oben drüber noch die zweite Armee, die als Reserve dort steht und ihre Speere ausgehalten hat. Das ist ein spannender Stoff. Das ist die Bibel.

[1:02:37] Und wisst ihr, die Wolke ging immer noch vorwärts. Was sind deine Ogs in deinem Leben? Was sind die Riesen in deinem Leben, die aus dem Tafelland herunterkommen und du hast den Eindruck, sie werden dich überwältigen? Gibt es eine Sünde, die so gewaltig ist, dass du sagst, das kann gar nicht überwunden werden? Gibt es eine Herausforderung in deinem Leben, eine Depression, eine Schwierigkeit, ein Problem, das so gewaltig scheint, dass die Berge erzittern? Und du hast das Gefühl, es kommt direkt auf dich zu. Aber die Wolke ging vorwärts. Und als Israeliten zitterten, hat Mose mit ruhigem Glauben gesagt: "Der Herr wird für uns kämpfen." Und so sind sie vorwärts gegangen. Und wisst ihr was? Von diesen Riesen blieb keiner übrig. Sie haben die Riesen besiegt.

[1:03:45] Das 5. Buch Mose erzählt diese Geschichte aus einem Grund. Weil ab 5. Mose 4 bis 5. Mose 34 geht es um das Gesetz. Und wenn es um das Gesetz geht, geht es auch um Sünde. Um die Frage, vor der wir alle stehen, kurz vor dem Jordan. Können wir die Sünde überwinden? Wenn wir Fanatiker sind, sagen wir auch: Natürlich, kein Problem. Ich bin sowieso schon ganz heilig. Aber wenn wir aufrichtig zu uns sind und dieser Aufgabe entgegenstehen, dann müssen wir eigentlich zittern, wie damals die Israeliten. Das Böse in uns ist so groß, so unberechenbar, zeigt sich immer wieder, dass wir eigentlich keine Chance haben. Und wie viele von uns haben oft gedacht: Lass uns lieber umkehren. Der Kampf gegen das eigene Ich, sagt Ellen White, ist der größte Kampf, der jemals ausgefochten worden ist, oder? Noch schwerer, noch größer als diese Riesen von Baschan. Aber die Riesen von Baschan kann man besiegen. Wenn man vorwärts geht. Wenn man Gott glaubt. Die haben das nicht aus eigener Kraft geschafft, oder? Gott hat das so deutlich gemacht. Er hat die gegnerische Armee so stark werden lassen, dass es deutlich war, es war nicht aus eigener Kraft, aber es ist möglich. Und das war doch der einzige Punkt. Der einzige Punkt, der bei Kadesch Barnea gefehlt hat.

[1:05:17] Und wisst ihr was? Ihr könnt die Adventgeschichte von 1844 studieren, von 1857, von 1888. Es ging immer um diesen Punkt. Können wir Gott ganz gehorsam sein?

[1:05:37] Wisst ihr, was ich mir wünsche? Ich wünsche mir nicht, dass wir in 30 Jahren hier uns wieder treffen für ASI 2044. Und wieder darüber reden, wie wir noch einen anderen Gesundkostladen aufmachen. Obwohl wir mehr Gesundkostläden brauchen. Und nochmal darüber reden, wie wir Flyer besser gestalten können, obwohl wir mehr Flyer brauchen. Ich wünsche mir so sehr, dass ich persönlich und du, der du live zuschaust, oder später anschaust, dass wir diese Lektion aus 5. Mose lernen. Sieg ist möglich. Durch Gottes Kraft. Die Bibel sagt uns Römer 16, dass der Gott des Friedens den Satan unter unseren Füßen zertreten wird. Er kann es. Und der Drache, ist noch ein bisschen furchteinflößender als die Riesen von Baschan.

[1:06:33] Er kann es. In Römer 8 steht: Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein? Dort steht in Vers 37: Durch ihn überwinden wir weit. Es war nicht so, dass nach dem Krieg mit Baschern die Israeliten ein paar mehr Lebendige hatten als die anderen. Es war ein Sieg. Sie haben keinen verloren, die anderen waren alle tot. Es war vollständig, klar und deutlich.

[1:07:05] Lieber Freund, liebe Freundin, in Offenbarung 14, und dort Vers 12, dort lesen wir, dass ganz am Ende es eine Generation gibt, die genug hat von der Wüste und die Gott glaubt, wenn er sagt: Ihr seid lange genug um dieses Bergland hier rumgelaufen. Und die sagt: Wir glauben dir, Gott, egal was du sagst. Wir glauben dir nicht nur, wenn du sagst, du hast uns lieb. Wir glauben dir auch, wenn du sagst, deine Liebe kommt in unser Herz und deine Liebe zerstört die Sünde. Wir glauben dir das. Wir wissen nicht wie, wir können es nicht alleine, aber wir glauben es dir. Und weil wir es glauben, erleben wir es. Wir erleben Glaubensgehorsam, wir erleben Glaubensgerechtigkeit durch seine Kraft.

[1:07:53] Ein Beispiel ist es mit den Geboten Gottes, die wir in Offenbarung 14, Vers 12, stehen: Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Es wird sie geben. Die Frage ist: Wirst du dabei sein? Wer von euch möchte sagen, auf die Frage, wo sind sie noch, wo werden sie sein, die erhalten die Gebote Gottes und haben den Glauben an Jesus? Wer von euch möchte sagen: Ich möchte Gott glauben.

[1:08:23] Lasst uns noch gemeinsam beten. Lasst uns dazu niederknien.

[1:08:37] Lieber Vater im Himmel, wir haben gesehen, das ist das fünfte Buch Mose, ein Buch, das wirklich wertvolle, wertvolle Lektionen für uns zur Zeit beinhaltet. Wir haben gesehen, wie sehr wir oftmals dieselben Fehler machen wie damals das Volk Israel. Aber wir haben auch gesehen, dass du in deiner Liebe, in deiner Gnade, als ein Vater, der sich um das Volk immer gekümmert hat, der wie ein Adler es geführt und geleitet hat. Wir haben gesehen, dass du immer wieder neu anfängst, immer wieder neu uns zu dir ziehst. Weil du möchtest, dass wir dir glauben, dass wir deinem Wort, das was du sagst, dass wir es so annehmen, so wie es steht.

[1:09:21] Wir möchten dich bitten, wenn in unserem Leben Riesen gerade herabkommen vom Tafelland, wenn sie sich auf uns stürzen und uns drohen uns zu verschlingen. Und wenn dann die Wolke deiner Führung trotzdem vorwärts zeigt, dass wir vorwärts gehen. Im Vertrauen darauf, dass du sogar den Heiden, den Moabitern und den Edomitern und den Ammonitern Sieg geschenkt hast. Wie viel mehr denn nicht auch uns, denen du das Wort Gottes geschenkt hast, um das Licht der Welt zu sein, um dann auch die Edomiter und die Moabiter und die Ammoniter zu erreichen. Gott, du tust nicht mehr für die Heiden als für dein Volk. Dein Volk ist doch dein Augapfel.

[1:10:05] Und so bitten wir dich von ganzem Herzen, ich bitte dich und jeder Einzelne von uns, dass du uns Weisheit schenkst, uns auf den wahren Kampf zu konzentrieren. Der Kampf gegen das eigene Ich, der Kampf gegen die Sünde, der Kampf gegen den Unglauben. Und dass wir in diesem Bewusstsein unsere Mission, die du uns gegeben hast, nicht über einen ewig langen Zeitraum, sondern in Kürze und in Macht vollenden können. Hab Dank, dass wir wissen dürfen, dass du unser Gott bist und dass du uns führst und leitest. Und dass wir dir glauben dürfen, dass wir uns nicht lügen. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.


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