[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur zehnten Folge unserer Serie Auflehnung und Erlösung. Heute wollen wir eine besonders wichtige Figur des Neuen Testamentes unter dem Gesichtspunkt des großen Kampfes betrachten. Wir wollen uns heute mit Paulus beschäftigen, das Thema deswegen einfach und simpel: Paulus und der große Kampf.
[0:51] Paulus hat wie kaum ein anderer zum Umfang der Bibel beigetragen mit seinen vielen Briefen und er war jemand, der den großen Kampf hautnah miterlebt hat. Wir wollen das heute gemeinsam studieren und uns damit vorbereiten auf das Bibelgespräch am 5. März 2016. Und bevor wir das jetzt im Einzelnen tun wollen, möchten wir Gott einladen, dass er durch seinen Heiligen Geist unsere Gedanken führt und leitet. Und dazu lade ich dich ein, mit mir gemeinsam zu beten.
[1:25] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir in deinem Wort sehen dürfen, wie wir Sieger sein dürfen und wie wir in diesem großen Kampf, in den wir alle hineingestellt sind, auf deiner Seite kämpfen dürfen. Wenn wir jetzt das Leben und die Schriften von Paulus betrachten, möchten wir dich bitten, dass durch deinen Heiligen Geist die Wahrheiten uns so klar vor Augen stehen, dass wir sie verstehen können und in unser Leben übertragen können. Hilf uns, ermutigt zu werden und gestärkt zu werden für die Herausforderungen, in denen wir jetzt stehen. Und sei du bei uns und lass dein Wort nicht leer zurückkehren, denn du hast es so verheißen. Im Namen Jesu. Amen.
[2:05] Paulus kannte den großen Kampf aus eigenem Erleben. Beginnen wir unsere Suche in der Apostelgeschichte und dort Apostelgeschichte 9 und dort Vers 1. Dort heißt es über Paulus, als er noch Saulus hieß, in Vers 1 hier.
[2:53] In Offenbarung 12 und dort Vers 13 heißt es nämlich über genau jenen Zeitraum, als Jesus gerade gestorben war, auferstanden war und dann in den Himmel gefahren war. In Offenbarung 12 Vers 13. Und als der Drache, das ist der Satan nach Vers 9, als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte. Die Frau in der Bibel, ein Symbol für die Gemeinde, die Gemeinde Gottes, die Gemeinde Jesu Christi wird vom Satan verfolgt. Als Saulus die Gemeinde verfolgte, war er zu diesem Zeitpunkt ein Frontkämpfer auf der Seite Satans. Saulus stand im großen Kampf eindeutig und explizit auf der Seite Satans.
[3:38] Gehen wir zurück zur Apostelgeschichte 9 und schauen uns dort einige Verse weiter. Einen anderen Vers in Apostelgeschichte 9 und dort Vers 20. Nur wenige Tage später heißt es hier. Und sogleich verkündigte er, das ist Saulus, in den Synagogen Christus, dass dieser der Sohn Gottes ist. Die Verkündigung Jesu war eine Aufgabe der Jünger, die er gerade erst bekämpft hatte. Wir sehen hier, wie Saulus innerhalb von wenigen Tagen von einem Frontkämpfer auf der Seite Satans zu einem Frontkämpfer auf der Seite Christi wurde.
[4:28] Saulus hat spektakulär die Seiten im großen Kampf gewechselt. Und als er sie wechselte, hier auf dem Weg nach Damaskus, als Christus ihm erschien, da heißt es in Apostelgeschichte 26, als Saulus sich später an diese Geschichte erinnert, dass Jesus zu ihm Folgendes gesagt hat, in Apostelgeschichte 26 und dort Vers 17 und 18. Und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.
[5:20] Saulus stand auf der Seite Satans, dann bekehrt er sich zu Christus und steht jetzt auf der Seite Christi. Und als Folge dessen wird er beauftragt, andere ebenfalls von der Seite Satans auf die Seite Christi zu ziehen. Die Geschichte von Saulus Paulus ist die Geschichte eines Menschen, der im großen Kampf die Seiten wechselt, auf die Seite Christi kommt und dann es sich zur Lebensaufgabe macht, weil Gott ihn dazu ruft, andere Menschen ebenfalls auf die Seite Christi zu ziehen. Dazu hat er gepredigt, er ist gereist und er hat viel geschrieben. Eine ganze Reihe von Briefen des Neuen Testamentes ist von ihm verfasst und all diese Briefe haben letztendlich das Ziel, Menschen von der Seite Satans auf die Seite Christi zu ziehen. Paulus war einer der wichtigsten Mitarbeiter Gottes in jener Zeit.
[6:17] Wir wollen heute einige wenige Ausschnitte aus einigen wenigen Briefen uns unter diesem Gesichtspunkt betrachten. Fangen wir zunächst mit einem der vielleicht bekanntesten Briefe an, nämlich dem Brief an die Römer. Paulus schreibt an die Römer, wir lesen in Römer 1, Vers 7, an alle in Rom anwesenden Geliebten Gottes, an die berufenen Heiligen, Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus. So in Römer 1, Vers 7.
[6:42] Paulus schreibt an eine Gemeinde, die interessanterweise später noch eine gewaltige Rolle im großen Kampf einnehmen würde, nämlich Rom. Wir wissen aus Daniel 7 und Daniel 8, Offenbarung 13, dass Rom später ein Zentrum des Kampfes gegen das Gesetz Gottes und gegen die Anbetung Gottes wurde. Interessant, dass Paulus hier also die Römer anschreibt und ihnen eine ausführliche und detaillierte Beschreibung des wahren Evangeliums gibt.
[7:15] In Römer 1, Vers 16 finden wir diesen klassischen Vers, wo er all seine Gedanken zusammenfasst in den Worten: Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, danach für den Griechen. Er selbst hatte erlebt, was für eine Kraft Gott hat, einen Menschen vom Frontkämpfer Satans zum Frontkämpfer Christi zu machen. Und diese Kraft, sagt er, gilt für jeden. Jeder kann sie in Anspruch nehmen und niemand muss für Satan kämpfen oder auf der Seite Satans stehen.
[7:51] Ein Kapitel, das sich insbesondere dem Thema vom großen Kampf, wenn auch indirekt, nähert und es behandelt, ist Kapitel 5 im Römerbrief. In Römer 5, und dort ab Vers 12, spricht Paulus über einige Konsequenzen des Sündenfalles und über das Verhältnis des Sündenfalles zum Erlösungswerk Jesu. Wir haben nicht die Zeit, alle Details hier anzuschauen. Es ist auch ein recht intensives Kapitel, das viel sorgfältiges Studium erfordert. Aber wir wollen wenigstens einige Punkte hier kurz anreißen.
[8:21] In Römer 5, Vers 12 heißt es darum: Gleich wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben. Also zunächst einmal halten wir fest, dass durch einen Menschen, durch Adam, die Sünde in die Welt kam, die Rebellion, die Adam beging. Und natürlich Eva auch. Und wir haben das ja ausführlich in einer früheren Folge studiert. Diese Rebellion wurde auf die Erde gebracht und war ein Vorbild für andere Menschen, die allesamt ebenfalls sündigten. Dieser letzte Teilsatz hier ist sehr entscheidend, weil sie alle gesündigt haben. Die Menschen sind nicht einfach nur Sünder, weil Adam gesündigt hat, sondern weil sie alle gesündigt haben.
[9:12] Interessant ist Vers 13 und 14. Dort heißt es: Denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt. Wobei kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit einer gleichartigen Übertretung gesündigt hatten wie Adam, deren Vorbild dessen ist, der kommen sollte. Interessanterweise muss man sich jetzt erstmal Gedanken machen, was heißt das? Vor dem Gesetz und dann heißt das also, dass es eine Zeit gab ohne Gesetz. Also wenn der Paulus hier davon spricht, denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt, dann meint er offensichtlich einen Zeitpunkt, wo während dieser Weltgeschichte das Gesetz irgendwie kam, sichtbar oder wie auch immer hörbar. Und das kann sich im Denken eines Juden eigentlich nur um das Geschehen am Sinai handeln. Als am Sinai die 10 Gebote verkündigt wurden und dann auch die entsprechenden darauf basierenden gesetzgebenden Prinzipien niedergeschrieben wurden, da kam das Gesetz in die Welt sozusagen. Aber Paulus sagt schon vorher, schon vor dem Sinai war die Sünde in der Welt.
[10:19] Wenn wir jetzt aber wissen, nach 1. Johannes 3 Vers 4, wir können das noch dazu aufschlagen, dass die Bibel sagt: Und jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit, dann verstehen wir, dass das Gesetz schon vor dem Gesetz da sein musste. Ansonsten hätte es nämlich keine Übertretung geben können. Es heißt nämlich ganz deutlich in Vers 14, dass bis Mose schon vorher, dass der Tod als Folge der Sünde herrschte.
[10:59] Nun, was bedeutet das? Das bedeutet, dass Sünde bereits als Übertretung anerkannt wurde, weswegen das Gesetz schon damals existierte, auch wenn es nicht in hörbarer, sichtbarer Gestalt eingeführt worden war für die Menschen. Das Gesetz war schon da und es war ihnen bekannt.
[11:24] Interessant ist, wie die Gnade, die Jesus gebracht hat, jetzt eingeführt wird in Vers 15. Aber es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung. Denn wenn durch die Übertretung des einen die vielen gestorben sind, wie viel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen, Jesus Christus, in überströmendem Maß zu den vielen gekommen.
[11:48] Also hier wird verglichen das Werk von Adam und das Werk von Jesus. Beide haben die Menschheit fundamental geprägt. Adams Rebellion hat das Beispiel gesetzt und hat die menschliche Rasse auch körperlich verdorben und Neigung in den menschlichen Körper gebracht, mit dem wir zu kämpfen haben. Und dann war Jesus da, der durch seinen vollkommenen Gehorsam einen neuen Prototyp von Mensch geschaffen hat, einen neuen Menschen, der in direkter, ungebrochener Verbindung zu Gott steht. Und so wie die Menschen bisher immer quasi ihrem Stammvater Adam nachgefolgt sind in ihrem Leben, so bietet Gott jedem an, jetzt statt Adam, Jesus nachzufolgen. Er ist der zweite Adam, er ist der neue Prototyp. Und seine Gnade ist noch wirksamer als das Beispiel und die vererbten Tendenzen, die uns von Adam her überliefert sind und weitergegeben worden sind.
[13:00] Das Gnadengeschenk Jesu ist wirksamer. Das heißt, im großen Kampf gibt es hier zwei Pole, die an uns ziehen. Da ist einmal das, was Adam getan hat, die Sünde und all das, was daraus folgte, all die Konsequenzen. Das andere ist das, was Jesus am Kreuz von Golgatha getan hat und all das, was daraus folgte. Und in der Wachsschale ist die Gnade Jesu stärker als das, was die Sünde bewirkt hat.
[13:33] Das heißt mit anderen Worten, wenn wir in einer Situation stehen, in der wir uns entscheiden müssen, ob wir dem Drängen des sündigen Fleisches nachgeben oder dem Wirken des Heiligen Geistes, sollten wir wissen, dass der Heilige Geist immer stärker wirkt als das Drängen des Fleisches. Wir haben manchmal den anderen Eindruck, dass das Drängen des Fleisches, die Versuchung zur Sünde, so überaus stark ist, dass wir nicht widerstehen können. Aber der Paulus sagt uns, dass das Gnadengeschenk in überströmendem Maß wirksam ist.
[14:05] Um das noch besser zu verdeutlichen, können wir Vers 19 lesen. Dort heißt es: Denn gleich wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht. Nun, dieser Vers ist oft debattiert worden. Und es gibt immer wieder diese Vorstellung, dass wir Sünder sind, weil Adam gesündigt hat. Wenn das stimmt, dann sind wir automatisch gerecht, weil Jesus gehorsam war. Das Problem ist nur, wir wissen, obwohl Jesus für alle Menschen starb und für alle Menschen gehorsam war, sind nicht alle Menschen gerecht. Es gibt also doch so etwas wie meine persönliche Entscheidung, das anzunehmen.
[14:53] In anderen Worten, auf dieselbe Art und Weise, wie Menschen Sünder wurden durch den Ungehorsam Adams, indem die Menschen dieser Neigung zur Sünde, die durch den Ungehorsam Adams vererbt worden ist, indem sie dem nachgegeben haben, Adam war ungehorsam, dadurch entsteht eine Wirkung an allen anderen Menschen. Sein Ungehorsam bewirkt diese Tendenz zum Bösen, bewirkt diese Neigung zum Bösen, die allen Menschen vererbt ist. Und diese Kraft wirkt an ihnen. Und jeder Mensch muss sich mit seiner Willenskraft entscheiden, dem zu folgen, was auch alle Menschen getan haben, wie wir schon gelesen haben.
[15:37] Auf der anderen Seite haben wir das, was am Kreuz von Golgatha geschehen ist, den Gehorsam Christi, sein ganzes Leben, seinen Tod, seine Auferstehung. Sein Gehorsam, auch dieser wirkt wie eine Kraft an uns. Und Johannes heißt es, dass wenn Jesus erhöht worden ist, würde er alle Menschen zu sich ziehen. Nicht mit einer Eisenkette, der man nicht widerstehen kann, sondern mit einem Einfluss. Und so wie bei der Sünde der Mensch dem Einfluss immer noch stattgeben muss, ein Zugeständnis machen muss, es einwilligen muss, so muss auch der Mensch einwilligen, den Gehorsam Jesu an seinem Herzen wirken zu lassen, die Gnade Jesu wirken zu lassen.
[16:23] Es gibt also zwei Pole, die in unserem Herzen wirken. Wäre Jesus nicht für uns gestorben, wären wir hoffnungslos verloren, denn es hätte dann nur einen Pol gegeben. Und wir hätten uns automatisch immer und ohne jede andere Chance zu diesem Pol hin entschieden. Aber durch den Tod Jesu ist ein anderer Pol entstanden, ein anderer Magnet, der das Wirken der Sünde nicht nur aufhebt, sondern sogar stärker eigentlich zieht als die Sünde. Das ist, was Römer 5 uns sagen möchte, unter anderem natürlich.
[16:59] In Vers 20 heißt es dann: Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Wobei das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden. Nun, warum kam das Gesetz? Das Gesetz kam, damit die Sünde wirklich als Sünde erkannt wird. Je mehr wir das Gesetz studieren, je mehr wir vom Gesetz verstehen, desto sündiger wird uns die Sünde erscheinen. Gott hat das Gesetz immer wieder in der Geschichte deutlich empor gehoben, damit Menschen überhaupt die Sündhaftigkeit der Sünde verstehen. Und wenn sie die Sündhaftigkeit der Sünde verstehen, werden sie umso mehr die Gnade Gottes begreifen. Das heißt, das Gesetz intensiviert unser Verständnis der Sündhaftigkeit der Sünde und es intensiviert noch mehr die Tiefe, oder es intensiviert noch mehr unser Verständnis für die unfassbare Tiefe der Gnade Gottes.
[18:05] Nun, Paulus schreibt viel über den großen Kampf, auch im Römerbrief. Und ein Vers, der mir sehr im Herzen liegt, ist Römer 16, Vers 20. Dort sagt er: Der Gott des Friedens aber, interessanterweise der Gott des Friedens. Der Satan hat den Kampf begonnen, aber Gott ist ein Gott des Friedens. Er ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, sagt die Bibel. Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch. Amen.
[18:36] Also hier steht, dass der Gott, der den Kampf nicht will, der den großen Kampf nie gewollt hat und ihn auch beenden möchte, der den Frieden möchte und den Frieden bewirken wird, er wird den Satan besiegen. Das ist ja die Sprache des großen Kampfes. Und zwar nicht erst irgendwann, sondern in kurzem. Bald. Gott möchte einen schnellen Sieg. Er möchte uns nicht vertrösten auf einen Sankt-Nimmerleins-Tag. Er möchte, dass wir bald gewinnen.
[19:04] Und interessant ist, wie der Satan besiegt wird. Es heißt, Gott wird den Satan zermalmen, aber unter unseren Füßen. Mit anderen Worten, in unserem Leben, mit unserer Kooperation. Es wird unser Fuß sein, der den Satan zermalmt. Aber es wird nicht unsere Kraft sein, die dem Fuß die Möglichkeit gibt, den Satan zu zermalmen. Es ist Gottes Kraft in unseren Füßen, sozusagen. Und das ist ein schönes Bild für Gerechtigkeit aufs Körper. Das ist ein schönes Bild dafür, wie wir in diesem großen Kampf Sieger sein können. Ja, wir müssen in unserem tatsächlichen Leben Sieger sein. In den tatsächlichen Herausforderungen des Alltages. In unseren Worten, in unseren Taten, in unserem Lebenswandel müssen wir Sieger sein. Aber die Kraft, das zu tun, den Satan zu besiegen, die kommt von dem Gott des Friedens.
[19:59] Nun, Paulus schrieb nicht nur an Gemeinden, die später mal eine große Rolle im großen Kampf haben würden. Er schrieb auch an Gemeinden, die schon zu seiner Zeit den großen Kampf innerlich erlebten, durch interne Streitigkeiten und Probleme. Im ersten Korintherbrief haben wir so ein Musterbeispiel dafür.
[20:18] In 1. Korinther 1, Vers 10, da schreibt er: Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, Kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulassst, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung. Denn in Korinth gab es Spaltungen, in Korinth hatte der Satan es geschafft, die Gläubigen gegeneinander aufzuhetzen und Parteien hervorzurufen.
[20:46] In diesem Zusammenhang schreibt Paulus vom Aufbau der Gemeinde. Und wir alle erleben das, dass der große Kampf nicht nur in unserem persönlichen Leben uns angreift und wir diese Auseinandersetzung haben zwischen dem Einfluss der Sünde und dem Einfluss der Gnade. Wir alle erleben auch, dass der große Kampf mitten in der Gemeinde tobt. Wir erleben, wie der Satan die Gemeinde nicht friedlich leben lässt und wie er sie angreift und versucht auseinanderzureißen. Und deswegen sind die Hinweise des Paulus, der selbst erlebt hat, was ein Kampf es war, die Gemeinde Gottes zusammenzuhalten und sich auf dem richtigen Weg zu halten. Er schreibt Briefe, um die Gläubigen vor Spaltung zu bewahren und dann schreibt er auch Briefe, um die Gläubigen vor Irrlehrern zu bewahren, die die Gemeinde vom klaren, deutlichen Kurs des Evangeliums abbringen wollten. Der Galaterbrief ist zum Beispiel ein Beispiel, wo man versucht hatte, die neu getauften Galater wieder in die allgemeine Richtung des Judentums zu bringen, weg von der spezifisch klaren, gegenwärtigen Wahrheit. Und auch solche Kämpfe kennen wir heute, wo man versucht, die Gemeinde Gottes wieder zum allgemeinen Christentum zurückzubringen und die spezifische, klare, gegenwärtige Wahrheit zu verleugnen.
[22:09] Hier allerdings ein interner Kampf, der personell geprägt war. Und Paulus verwendet dann ein Bild aus dem Bau, um den Bau der Gemeinde zu verdeutlichen. 1. Korinther 3 und dort ab Vers 10. Dort sagt er: Gemäß der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt. Ein anderer aber baut darauf, jeder aber gebe acht, wie er darauf aufbaut. Er sagt, Paulus sagt, ich habe die Gemeinde in Korinth gegründet und ich habe das Fundament gelegt. Das Fundament ist das Wichtigste am Haus. Ohne Fundament wird das Haus einstürzen. Aber ein gutes Fundament reicht nicht aus. Auf dem Fundament muss aufgebaut werden. Manchmal sind wir zufrieden mit dem Fundament, auf dem unsere Gemeinde steht. Und wir sagen uns, das Fundament ist ja gut. Aber auf dem Fundament muss aufgebaut werden. Und das kann nicht ein Einzelner tun. Das ist nicht die Aufgabe des einen Paulus, sondern jeder Einzelne baut auf dem Fundament auf. Beim Bau der Gemeinde gibt es nicht einen Erbauer, sondern viele.
[23:22] Aber zunächst einmal geht es um das Fundament. Wenn das Fundament nicht stimmt, dann ist es egal, was man baut. Dann kann man es gleich sein lassen. Vers 11. Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist. Welcher ist Jesus Christus? Denn es gibt in dem großen Kampf nur zwei Seiten. Es gibt die Seite Jesus Christus und es gibt die Seite Satan. Und sehr deutlich durch all die Jahrtausende ist geworden, dass beim Satan nichts Stabiles und nichts Bestand hat. Und Satans ganze leere Selbstzerstörung. Das heißt, wenn man ein stabiles Haus haben möchte, wenn man Stabilität in der Gemeinde haben möchte, dann muss es auf dem Fundament von Jesus aufgebaut sein.
[24:03] Aber auf diesem Fundament wird jetzt gebaut. Es heißt in Vers 12: Wenn jemand auf diesen Grund, auf dieses Fundament, Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut. Was wird da gebaut? In Vers 16 sagt er dann sehr deutlich: Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt? Hier geht es um nichts weiter, als um den Aufbau des Tempels Gottes, die Gemeinde. Und jeder Einzelne baut an diesem Tempel mit. Und jeder Einzelne entscheidet, welche Materialien er für den Gemeindebau einbringt. Bringst du Gold? Bringst du Silber? Bringst du kostbare Steine, die dich etwas gekostet haben? Oder bringst du Holz, Heu und Stroh?
[25:04] Jeder Einzelne von uns, der in der Gemeinde ist, entscheidet mit seinen Werken, mit dem, was er sagt und tut, wie er sich gibt in der Gemeinde. Ob die Gemeinde mehrheitlich aus Gold und Silber gebaut ist oder aus kostbaren Steinen oder aus Holz, Heu und Stroh. Je nachdem, was wir investieren, je nachdem, was wir tun in der Gemeinde, so wird die Gemeinde stark aufgebaut sein oder halb schwach. So wird sie glänzen oder eben nicht besonders ansehnlich aussehen. Wenn wir also die Gemeinde anschauen und wir denken, meine Güte, hier ist zu viel Stein und zu viel Holz und zu viel Heu und zu viel Stroh, dann liegt es nicht daran, dass das so vom Himmel gefallen ist. Es liegt daran, dass jeder Einzelne durch sein persönliches Einbringen in die Gemeinde mitentscheidet, was der Anteil der Materialien ist.
[26:04] Und Vers 13 macht deutlich, dass das auch irgendwann offenbar wird. So wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer offenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben. Gott testet jeden Menschen und er testet jede Gemeinde. Und er offenbart, was unsere Werke gewesen sind.
[26:33] Im großen Kampf geht es im Kern um Glauben. Aber ob wir Glauben haben oder keinen Glauben, das zeigt sich immer an dem, was wir tun. Die Werke sind der Lackmustest zu entscheiden, auf welcher Seite wir im großen Kampf stehen. Das, was wir in der Gemeinde tun, ist ein Lackmustest, um zu zeigen, wo wir als Gemeinde hin driften. Die Worte, die wir in der Gemeinde sagen, die Arbeit, die wir für die Gemeinde tun, all das wird offenbar. Und interessanterweise wird es durch das Feuer offenbart. Das heißt, in Schwierigkeiten, unter Verfolgung, im Druck der Endzeit wird sichtbar werden, wer wirklich Gold und Silber und kostbare Edelsteine in den Bau der Gemeinde investiert hat. Und wer einfach nur glänzendes Holz und Heu und Stroh mitgebracht hat und investiert hat.
[27:41] Holz und Heu und Stroh werden verbrennen. Aber Gold und Silber und kostbare Steine werden nicht verbrennen. Zum Teil werden sie dadurch gereinigt und geläutert. Auf die Gemeinde kommen schwierige Zeiten zu. Wir stehen in den letzten Szenen dieses großen Kampfes auf dieser Erde vor der Wiederkunft. Und diese gewaltigen Szenen des Konfliktes werden die Gemeinde testen. Die einen werden geläutert und gereinigt werden, wie Daniel 12 es sagt oder Maleachi 3. Die anderen werden ausgesichtet werden, weil das, was sie hinein investiert haben, keinen Bestand hat in den schwierigen Szenen des großen Kampfes. Und so müssen wir uns die Frage stellen, jeder Einzelne von uns, was bringe ich heute in die Gemeinde mit ein?
[28:45] Im Korintherbrief schreibt der Paulus dann auch in Kapitel 9, dass er aus eigener Erfahrung weiß, was es bedeutet zu kämpfen. In 1. Korinther 9 und dort ab Vers 26 heißt es: So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse, ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßem Luftstreich. Mit anderen Worten, Paulus sagt, ich kämpfe nicht einfach nur zur Show. Paulus verstand, der große Kampf ist kein Schattenboxen. Es ist nicht einfach nur eine Karateübung, die man einfach so vorträgt. Sondern im großen Kampf, da kämpft man gegen echte Gegner, die man wirklich, in Anführungsstrichen, schlagen muss, die man wirklich besiegen muss.
[29:29] Vers 27: Sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde. Er wusste, es ist vergleichsweise einfach, das Evangelium weiterzugeben. Es ist weiter auch schwieriger, im großen Kampf, das Evangelium selbst zu leben. Und was die Welt so dringend braucht, sind Christen, die das Evangelium nicht nur anderen sagen, sondern selbst leben. Selbst dann, wenn niemand sie beobachtet. Selbst dann, wenn sie davon keinen Lohn und keine besondere Belobigung bekommen.
[30:14] Und das bedeutet, dass wir den Kampf wirklich ernst nehmen müssen. Dass wir nicht einfach nur zur Show kämpfen, in der Gemeinde, wenn es andere sehen, sondern dass wir wirklich kämpfen, dass wir wirklich die Probleme in unserem Leben, die Einfallstore Satans, mit denen er uns normalerweise immer bekommt, unsere persönlichen Schwachstellen, dass wir die wirklich kennen und mit Gottes Hilfe zu starken Punkten machen. Jemand hat einmal gesagt, dass unsere schwächsten Punkte unsere stärksten werden können.
[30:41] Wenn man in einer Stadt ist, die von einer Mauer umgeben ist und der Feind kommt und belagert die Stadt, dann ist das Wichtigste, was man tun muss, man muss herausfinden, an welcher Stelle ist die Mauer am schwächsten. Wo sind die möglichen Angriffspunkte des Feindes? Und diese Stellen müssen gestärkt werden. Lieber Freund, liebe Freundin, es ist an der Zeit, dass du und ich, dass wir alle uns Gedanken machen, wo sind unsere Schwachstellen und wie können diese Schwachstellen gestärkt werden. Dass wir uns genau überlegen, wo kämpft der Satan normalerweise in meinem Leben? Jeder von uns hat andere Versuchungen, jeder von uns hat einen anderen Charakter, jeder von uns hat andere Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht. Der Satan wird uns meistens dort angreifen, wo wir früher oft gefallen sind, weil er weiß, dort hat er schon einen Vorteil. Wir müssen also diesen Kampf bewusst kämpfen. Wir müssen uns klar werden, wo gegen wir kämpfen und dann sollten wir diesen Faustkampf nicht mit bloßem Luftstreichen, sondern gezielt ausführen.
[31:37] Paulus wusste, dass der Kampf des Christen ernst und echt ist. Er lebte am eigenen Leib, was es bedeutet, für Gott einzustehen und dafür zu leiden. In Epheser, einem Brief, den er aus Rom schrieb, sagt er in Epheser 6, Vers 20: Für das ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.
[32:08] Paulus schrieb an Gemeinden, die später einen Anteil am großen Kampf haben sollten, eine Rolle spielen sollten. Paulus schrieb an Gemeinden, die schon zu seiner Zeit vom großen Kampf zerrissen wurden. Und Paulus schrieb an Gemeinden und er wurde von seiner eigenen Erfahrung des großen Kampfes besiedelt. Er lag in Rom in einem Kerkerloch wegen dem großen Kampf, weil der Satan es nicht leiden konnte, dass jemand wie der Paulus in der ganzen Welt das Evangelium des Friedens verbreiten würde. Aber Paulus war kein Verlierer in diesem großen Kampf, sondern er kannte das Geheimnis des Sieges.
[32:57] Und das ist genau in diesem Kapitel, in Epheser 6, deutlich beschrieben. Das wollen wir uns jetzt hier noch ein bisschen anschauen. In Epheser 6 finden wir die berühmte Waffenrüstung Gottes. Paulus beschreibt uns detailliert, wie wir Sieger sein können im großen Kampf. An kaum einer anderen Stelle ist er so explizit, was unseren persönlichen Kampf gegen die Sünde, gegen den Satan betrifft. Epheser 6 und dort ab Vers 10.
[33:27] Es heißt hier: Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Meistens fängt man bei Vers 11 oder Vers 13 an mit der Waffenrüstung. Aber interessant ist, dass er noch bevor er von den einzelnen Rüstungsteilen spricht, er deutlich macht, dass wir selbst stark sein müssen. Denn was nützt es, wenn ich eine Rüstung habe und wenn ich ein Schwert habe, aber so schwach bin, dass ich es kaum tragen kann? Um im Kampf bestehen zu können, brauche ich natürlich eine Rüstung, ich brauche natürlich ein Schwert, ich brauche all das. Aber zunächst einmal brauche ich Stärke. Ich muss stark sein, ansonsten kann ich nicht kämpfen.
[34:05] Und diese Stärke ist nicht meine eigene Kraft, nicht meine eigene Macht, sondern die Macht seiner Stärke. Die Stärke in dem Herrn. Nur wenn wir uns in Gott stärken, wenn Gottes göttliche Kraft in uns ist, wenn sie uns kräftigt und stärkt, dann kann die Waffenrüstung Gottes uns auch wirklich helfen. Alles, was wir gleich studieren werden an der Waffenrüstung Gottes, bekommt seine Kraft durch die Stärke Gottes. Oder um es so auszudrücken, wie es der Petrus gesagt hat, in 2. Petrus 1, Vers 3, da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottes Furcht dient. Gottes Kraft ist da für uns und wir brauchen sie. Ohne sie nützt eine Kenntnis der Waffenrüstung Gottes uns überhaupt gar nichts. Wir müssen gestärkt sein.
[35:00] Und lieber Freund, liebe Freundin, kennst du die Kraft Gottes? Kennst du seine Stärke? Weißt du, was er tun kann? Paulus wusste das. Er hatte erlebt, wie er innerhalb von wenigen Tagen von der Seite Satans auf die Seite Gottes gezogen worden ist durch die Kraft Jesu. Er wusste, dass das Evangelium eine Kraft ist. Von dieser Kraft, von dieser Macht, von dieser Stärke, die den Satan unter unseren Füßen zertrampelt. Von dieser Stärke, dieser Macht, dieser Kraft spricht er hier. Und in dieser Kraft können wir jetzt die Waffenrüstung Gottes anziehen.
[35:39] Vers 11: Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an. Die Waffenrüstung hilft nur dann, wenn sie komplett angezogen ist. Und es heißt hier: Damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels. Übrigens vielleicht ein Vers, den ich noch vergessen habe. Paulus selbst spricht in Philipper 4, Vers 13 von der Stärke, die durch Christus kommt. Alles vermag ich durch den, der mich stark macht, Christus. Und in Christus können wir diese Waffenrüstung anziehen, von der hier geschrieben steht.
[36:15] Denn wir brauchen sie, weil wir angegriffen werden. Es heißt hier: Gegenüber den listigen Kunstgriffen Satans. Die Listigkeit des Satans, die erinnert uns wahrscheinlich an 1. Mose 3, Vers 1. Ein Abschnitt, den wir ja ausführlich hier studiert haben. Und der ein Schlüsselabschnitt ist im großen Kampf, in der Geschichte vom großen Kampf. In 1. Mose 3, Vers 1 heißt es aber: Die Schlange, der Satan, war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott daher gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass sie von keinem Baum im Garten essen dürfte? Diese List der Schlange, die dazu geführt hat, dass Adam und Eva sündigten und damit dieses ganze Leid der Sünde auf die Welt kam.
[37:00] Diese List ist heute immer noch genauso aktiv. Ja, sie ist noch potenziell stärker. Denn Satan hat 6.000 Jahre Zeit gehabt, die Menschheit noch genauer zu studieren. Er erkennt noch bessere Schwächen. Er ist jetzt listiger als zur Zeit von Eva. Und er benutzt Kunstgriffe. Im Griechischen steht nur das Wort Methodia, also Methoden. Er hat Methode. Der Satan arbeitet nicht einfach zufällig aus dem Bauch heraus, sondern Satan arbeitet mit Methode und mit Strategie. So wie er bei der Eva eine genaue Strategie hatte. Er kam nicht einfach mit der Tür ins Haus. Er hatte eine genaue Strategie und die verfolgte er. So verfolgt der Satan eine Strategie gegen mich und gegen dich.
[37:47] Und wenn uns das bewusst ist, dass der Satan nicht einfach nur ab und zu aus Laune mal uns angreift, sondern dass er einen gezielten Schlachtplan hat, eine Strategie, mit der er uns schließlich besiegen möchte, dann wird uns deutlich, warum wir die Waffenrüstung Gottes brauchen. Wenn wir einfach so durchs Leben spazieren, wie wir es zu oft tun und glauben, der Satan ist genauso sorglos wie wir, das ist kein Wunder, dass wir so oft fallen, wie wir fallen. Weil wir gegen die Listigkeit und die Systematik des Satans nichts entgegenzusetzen haben. Wir brauchen die Stärke Christi und wir brauchen seine ganze Waffenrüstung.
[38:25] Denn, wie es hier heißt: Denn unser Kampf, Herr Zwölf, richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaft, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. Wir kämpfen gegen einen Feind, der stärker ist als wir, egal was wir tun, egal wie klug wir sind, wie stark wir sind, egal wie viel Lebenserfahrung wir haben. Gegen den Satan haben wir keine Chance. Satan hat mindestens 6.000 Jahre Lebenserfahrung. Er hat die Intelligenz des intelligentesten Engels, der je erschaffen worden ist. Und Engel sind stärker als Menschen. Also auf keinem Gebiet können wir den Satan schlagen. Wir können vielleicht andere Menschen besiegen, aber den Satan können wir alleine nicht besiegen. Das ist unmöglich.
[39:15] Manchmal müssen wir uns auch bewusst machen, in welcher Lage wir sind. Wir müssen uns bewusst machen, gegen wen wir eigentlich kämpfen. So wie David, der gegen Goliath kämpfte, in einer aussichtslosen Lage. Nur, dass unsere Lage gegen den Satan noch weitaus aussichtsloser ist, wenn wir versuchen alleine zu kämpfen.
[39:32] Und das hat auch übrigens eine Endzeitdimension. Denn in Offenbarung 13, da heißt es von dem Drachen, dass er die ganze Welt beherrscht. Hier in Vers 3 heißt es: Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, von dem Tier. Und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach. Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte. Und sie beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, wer vermag mit ihm zu kämpfen? Der Drache wird auch in der Endzeit die Welt beherrschen, durch das Tier. Zum Beispiel hier, durch die römisch-katholische Kirche. Derselbe Drache, der in der Endzeit die Welt beherrscht.
[40:17] Vers 17 von Kapitel 12. Kämpft gegen dich und mich. Dort heißt es in Offenbarung 12, Vers 17: Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben. Wenn wir beide zusammennehmen, dann stellen wir fest, diejenigen, die Gottes Gebote befolgen, die den Sabbat halten, neben allen anderen neuen Geboten, und die das Zeugnis Jesu Christi haben, den Geist der Weissagung, die Ellen White als Prophetin akzeptieren, diejenigen, die scheinbar eine kleine Gruppe sind, kämpfen gegen denjenigen, der durch den Vatikan die ganze Welt beherrschen möchte.
[40:55] Unser Kampf geht nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Weltbeherrscher dieser Weltzeit. Wie können wir also in der Endzeit, in den letzten Szenen dieses großen Kampfes bestehen?
[41:10] Vers 13 in der Epheser 6, Vers 13. Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes. Hier sind zwei wichtige Worte herauszustellen. Zunächst einmal ergreift. Die Waffenrüstung Gottes wird uns nicht übergestülpt. Sie ist keine Zwangsjacke. Wir werden auch mit der Waffenrüstung nicht geboren. Sondern die Waffenrüstung muss ergriffen werden. Sie wird uns geschenkt. Sie wird uns angeboten. Aber sie muss ergriffen werden. Sie muss genommen werden. Sie muss gewollt sein und angezogen werden. Ergreift.
[41:45] Und jetzt kommt das nächste entscheidende Wort. Die ganze Waffenrüstung. Wer nur zwei Drittel oder drei Viertel oder vier Fünftel der Waffenrüstung nimmt, der wird immer einen Angriffspunkt für den Satan darstellen und immer Schwachstellen ihm offenlegen. Die ganze Waffenrüstung muss ergriffen werden. Warum? Damit ihr am bösen Tag widerstehen und nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. Es gibt gute Tage. Da scheint das christliche Leben ein Zuckerschlecken zu sein. Da scheint Gehorsam selbstverständlich zu sein. Da scheint es gar nicht schwer zu sein. Es gibt aber auch böse Tage. Es gibt Tage, wo der Satan alle Register zieht. Es gibt Tage, an denen es fast zum Verzweifeln ist. Und die Endzeit, so sagt uns die Bibel, wird solch eine Zeit sein. Es werden böse Tage sein. Aber Gott möchte nicht nur, dass wir an den guten Tagen, wenn wir sowieso vor lauter Begeisterung für Gott emotional auf Wolke sieben schweben, Gott möchte, dass wir zu allen Zeiten widerstehen können. Er möchte nicht nur, dass wir ab und zu Sieger sind, wenn es uns gut geht, am Sabbat, wenn wir gerade frisch getauft sind oder wenn wir gerade eine tolle Gebetserfahrung gemacht haben. Gott möchte auch, dass wir widerstehen dem Satan am bösen Tag. So wie Hiob. Am bösen Tag. Und dass, wenn wir alles ausgerichtet haben, was er uns aufgetragen hat, wenn wir unsere Mission erfüllt haben, dass wir dann auch Sieger bleiben. Zu viele fangen als Sieger an und enden als Verlierer. Die Bibel und die christliche Geschichte ist voll von Beispielen.
[43:20] Gott möchte, dass ich und dass du, dass wir nicht nur Teilzeitsieger sind, dass wir nicht nur Anfangssieger waren, sondern dass wir Sieger bleiben. Dass wir, wenn wir alles ausgerichtet haben, immer noch als Sieger durch Gottes Kraft stehen bleiben können.
[43:36] Also, was brauchen wir? Vers 14 zeigt uns noch etwas, was oft übersehen wird. Als allererstes heißt es hier: So steht nun fest. Meistens fängt man sofort mit dem ersten Rüstungsgegenstand an. Aber die Bibel sagt, wir brauchen einen festen Stand. Wenn ich alle Waffenrüstung trage, aber ständig von A nach B schwanke und keinen festen Stand habe, dann werde ich nicht kämpfen können. Wer kämpft, braucht einen festen Stand. Wir müssen fest stehen. Stehst du fest oder schwankst du? Die Bibel sagt, wer zweifelt, gleicht der Meereswoge, die vom Wind hin und her getrieben wird. Schwankst du oder stehst du fest? Wir brauchen einen festen Stand auf dem Fundament, auf dem Felsen Christus.
[44:39] Dann heißt es hier: So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit. Warum ein Gurt? Auch Jesus hatte einen Gurt. In Jesaja 11, und dort Vers 5. Jesaja 11, Vers 5, dort heißt es über den kommenden Messias damals: Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und Wahrheit der Gurt seiner Hüften. Warum brauchen wir einen Gurt? Weil Jesus einen Gurt hatte. Und Jesus ist unser Vorbild. Er ist der Kämpfer Gottes. Er ist der Israel. Er hat den Satan besiegt im Himmel. Er hat den Satan besiegt in der Wüste. Er hat den Satan besiegt auf der Zinne des Tempels. Er hat den Satan besiegt auf der Spitze des Werkes. Er hat den Satan besiegt auf Golgatha. Er hat den Satan besiegt im Grab. Er ist der Sieger. Und wir brauchen seine Rüstung. Wir brauchen die Waffenrüstung Gottes. So wie Gott in Jesus Christus uns gezeigt hat, wie man den Satan besiegt, so wollen wir ihn auch besiegen.
[45:38] Die Lenden sind natürlich symbolische Lenden. 1. Petrus 1, Vers 13 sagt uns: Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung. Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Wahrheit, auf die Gnade, die euch zuteil wird in der Offenbarung Jesu Christi. Unser Denken muss umgürtet werden. Unser Denken muss also gerüstet werden. Und das Entscheidende, was die ganze Rüstung zusammenhält, das ist die Wahrheit, heißt es hier. Seid umgürtet mit Wahrheit. Steht fest und habt alles in der Rüstung festgezurrt mit Wahrheit. Alles, was später kommt, Glaube und die Hoffnung auf das Heil, die Bereitschaft, anderen Menschen das Evangelium zu predigen, all das muss festgehalten werden und stabilisiert werden durch Wahrheit.
[46:37] Dann heißt es hier: Und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit. Der Brustpanzer schützt natürlich zuallererst einmal das Herz. Und der Brustpanzer ist ebenfalls etwas, was auch von dem Messias ausgesagt worden ist, in Jesaja 59. Jesaja 59 und dort Vers 17. Da heißt es von dem kommenden Messias: Er legte Gerechtigkeit an wie einen Panzer. Also warum brauchen wir einen Gürtel? Weil Jesus einen Gürtel hatte. Warum brauchen wir einen Panzer, einen Brustpanzer? Weil Jesus einen hatte. Die Bibel sagt uns mit anderen Worten: Kleide dich so wie Jesus für den Kampf. Zieh dieselbe Waffenrüstung an, die Jesus hatte. Wir brauchen die Gerechtigkeit. Der Brustpanzer ist der Brustpanzer der Gerechtigkeit.
[47:38] Schaut mal, was er in 1. Thessalonicher 5 Vers 8 sagt. Wir aber, die wir dem Tag angehören, also nicht der Nacht, die auf der richtigen Seite, auf der Seite Gottes stehen, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe, mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. Das heißt, der Brustpanzer der Gerechtigkeit ist gleich der Brustpanzer des Glaubens und der Liebe. Denn Gerechtigkeit kommt durch den Glauben, der durch die Liebe wirksam ist. Also diese Dinge, Gerechtigkeit, Liebe, Glaube, die lassen sich nicht voneinander trennen. Es ist diese Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt, die sich in Liebe offenbart. Und diese Liebe ja nichts weiter ist als die Beschreibung der 10 Gebote, die wiederum die Gerechtigkeit definieren. Das beschützt unser Herz.
[48:32] Nun, es heißt weiter in Vers 15: Und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Wiederum liegt ein Bild aus Jesaja vor. Eigentlich hat der Paulus als guter Kenner des Alten Testamentes hier ständig Jesaja paraphrasiert. In Jesaja 52 und dort Vers 7, da heißt es: Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündigt, der gute Botschaft bringt, der das Heil verkündigt, der zu Zion sagt: Dein Gott herrscht als König. Diese Idee von den Füßen eines Boten, der die gute Botschaft des Friedens bringt, die wird hier aufgegriffen.
[49:22] Wir müssen bereit sein, das Evangelium weiterzugeben. Wenn wir nicht bereit sind, weiterzugeben, werden wir überwunden werden vom Satan. Das ist die logische Konsequenz aus Epheser 6. Nur wer bereit ist, die gute Botschaft von Jesus Christus und seiner Gerechtigkeit weiterzugeben, der hat einen wirksamen Schutz vor den Angriffen des Satans.
[49:46] Interessant ist, wie das Evangelium hier genannt wird. Es wird das Evangelium des Friedens genannt. Wir haben schon gelernt, Gott ist ein Gott des Friedens. Frieden ist das Gegenteil von Krieg. Unsere Botschaft ist nicht nur, dass es einen großen Kampf gibt, sondern dass dieser große Kampf zu Ende gehen wird. Dass er ein Ende findet und dass es irgendwann einmal wirklich echten, tiefen Frieden geben wird im ganzen Universum. Und dass wir jetzt schon in unserem Herzen das Reich Gottes erleben dürfen. Dass jetzt schon in unserem Herzen der Satan vertrieben und besiegt werden kann. Dass wir jetzt schon Frieden im Herzen haben können. Unser Evangelium ist die gute Nachricht, dass der große Kampf endet.
[50:32] Vers 16. Vor allem, mit anderen Worten, das ist von entscheidender Wichtigkeit und höchster Priorität. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt. Der Satan schießt auf uns. Er hat im Garten Eden geschossen und gesagt: Sollte Gott gesagt haben. Er hat in der Wüste geschossen und gesagt: Wenn du Gottes Sohn bist. Seine Worte, seine Einflüsterung, seine Versuchung sind wie Pfeile, die feurig sind. Und um sie abwehren zu können, brauchen wir einen Schild. Dieser Schild ist der Glaube.
[51:15] Übrigens, interessanterweise, sagt die Bibel in 1. Mose 15 Vers 1, dass Gott selbst ein Schild ist. Als Abraham Angst hatte, dass er aufgrund seines Eingreifens in die Kämpfe dort zwischen den Bewohnern Sodoms und Gomorras und den Elamitern und den Babyloniern verloren werden könnte, dass er vielleicht Angriffsziel der Elamiter werden könnte. Da sagte Gott zu ihm: Ich bin dein Schild. Gott selbst ist unser Schild. Der Glaube an ihn rettet uns.
[51:48] Und was ist der Glaube? Wir wissen, und wir können das gerne hier noch mal wiederholen. In Römer 1 Vers 17 heißt es: Der Gerechte wird aus Glauben leben. Damit verglichen, Matthäus 4. Und dort Vers 4. Er beantwortete und sprach: Es steht geschrieben, der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das von einem jeden Wort...
[52:51] Es ist Kraft in dem Wort Gottes. 17 und 18 Hebräer 6 Vers 17 und 18.