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In diesem Vortrag von Christopher Kramp wird die weit verbreitete Theorie des Weltuntergangs am 21. Dezember 2012 anhand des Maya-Kalenders kritisch beleuchtet. Es wird gezeigt, dass diese Theorie auf Fehlinterpretationen und schwachen Fundamenten beruht. Stattdessen wird ein Blick auf biblische Prophezeiungen geworfen, die als verlässliche Grundlage für das Verständnis der Zukunft dienen. Der Vortrag untersucht die historische Verlässlichkeit der Bibel und die Bedeutung von Gottes Wort als Wegweiser.

In diesem Vortrag von Christopher Kramp wird die populäre Weltuntergangstheorie zum Maya-Kalender 2012 kritisch beleuchtet. Es wird dargelegt, dass die Grundlage dieser Theorien auf Fehlinterpretationen und einem unvollständigen Schriftzeichen beruht. Stattdessen wird ein Blick auf die biblische Prophetie geworfen, insbesondere auf den Traum Nebukadnezars, der als verlässliche Quelle für die Zukunft und die Geschichte der Menschheit vorgestellt wird. Die Verlässlichkeit der Bibel wird anhand von historischen Manuskripten und der Erfüllung von Prophezeiungen untermauert.


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Serie: Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)

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Transkript

[0:00] Jetzt kommt einiges auf uns zu und nach manchen Theorien kommt es schon sehr bald. Wenn man manchen Glauben schenkt, dann haben wir noch genau sechs Wochen. Denn in genau sechs Wochen haben wir welches Datum? Den 21.12.2012 und viele Menschen, insbesondere in unserer sogenannten zivilisierten westlichen Welt, aber auf dem ganzen Globus, glauben, dass an diesem 21.12. irgendetwas bedeutsames, wesentliches, signifikantes, wahrscheinlich krisenhaftes passieren wird. Viele glauben sogar, die Welt geht unter. Und sogar Hollywood hat sich dieses Themas angenommen und hat mit viel Geld viel Material vernichtet.

[0:58] Und diese Theorie ist nicht die erste Theorie. Wir werden an einem anderen Abend über andere Theorien sprechen, unter anderem über diesen Mann, der schon letztes Jahr behauptet hat, dass im Jahre 2011 die Welt zugrunde gehen würde, aber dazu in einem anderen Vortrag noch mehr. Weltuntergangsszenarien haben Hochkonjunktur und wenn man jetzt sich der Weltuntergangstheorie 2012 ein wenig nähert, dann möchte man sich fragen, worauf gründet sich das? Und wenn Sie jemanden fragen auf der Straße, warum glauben die Menschen, dass die Welt 2012 zugrunde geht, dann werden die meisten sagen, es ist wegen des Maya-Kalenders, richtig? Der Maya-Kalender.

[1:36] Nun, ich möchte Ihnen eine Frage stellen, wer von Ihnen hat eigentlich schon mal einen Maya-Kalender gesehen? Heben Sie Ihre Hand. Frage gilt auch für Sie, live im Livestream, haben Sie schon mal einen Maya-Kalender gesehen? Alle Welt redet von Maya-Kalendern und ich glaube, niemand von uns weiß, wovon er redet, oder? Was ist eigentlich ein Maya-Kalender? Ich weiß, was mein Kalender ist, mein Terminkalender, der ist ziemlich voll, aber was ist ein Maya-Kalender, richtig? Und ich habe Ihnen einfach mal ein paar Bilder mitgebracht von dem Maya-Kalender. Es existieren nämlich von den Maya-Kalendern nur drei, halten Sie sich fest, nur drei originale Handschriften, die vollständig erhalten sind und wer hätte das gedacht, eine dieser Handschriften befindet sich in Deutschland in der Sächsischen Staatsbibliothek, ist der sogenannte Codex Dresdensis. Also, der Maya-Kalender ist uns näher, als wir geglaubt haben, ja?

[2:29] Und so sieht er aus, hier einige Bilder vom Codex Dresdensis. Ich würde Sie fast raten lassen, was Sie glauben, was das ist. Sieht recht interessant aus, nicht wahr? Das ist die Mondgöttin in der Vorstellung der Mayas, so sah das aus. Also das sind so Bilder, einige Eindrücke, einige Ausschnitte aus dem Maya-Kalender. Hier ein Bild über die, was die Maya nannten, die Große Flut. Sie sehen, die Große Flut, viel Wasser, offensichtlich hier blau. Hier ein anderes Bild, dieses Bild heißt die Drachenzahlen, die Drachenzahlen, oder die Schlangenzahlen, bin mir ganz sicher, eins von beiden. Und das würde mich interessieren, was meinen Sie, was ist das hier? Könnten Sie mir erklären, was das hier ist, was soll das darstellen? Was denken Sie? Geben Sie mal ein, Tage, okay, ja, was noch? Monate, eine Aufzählung, nicht wahr? Wochen, ja, die haben uns noch gefehlt, genau.

[3:28] Die Mayas waren mathematisch sehr begabt und was Sie hier sehen, ist eine mathematische Aufzeichnung von den Vielfachen von 78. Wer hätte das gedacht? Also 78, was kommt als nächstes? 156 und dann so die ganzen, also 3 mal 78, 4 mal 78, 5 mal 78 und so weiter. Das befindet sich hier. Das sind so einige Eindrücke vom Maya-Kalender.

[3:55] Nun, es gab drei Kalendersysteme, die zeitgleich existierten. Das heißt, während wir einen einzelnen Kalender haben, hatten die Mayas drei verschiedene Kalendersysteme, die sich gleichzeitig benutzen ließen. Und zwar, das eine hieß Harp, das andere hieß Zolkin und dann gab es noch den Kalender der langen Zählung. Kurzes Licht hineinbringen, Harp war im Prinzip ein ziviler Kalender, der ganz ähnlich dem unseren war. Er basierte auf zwölf Monaten a 30 Tagen und es gab dann noch fünf Zusatztage, weil logischerweise 12 mal 30 sind 360, dann braucht man noch fünf und der basierte im Wesentlichen auf dem Umlauf der Sonne. Dann gab es den sogenannten Zolkin-Kalender, es war ein religiöser Kalender und der scheint ohne jeglichen Bezug zu astronomischen Gegebenheiten auszukommen. Der hatte nur 270 Tage. Also stellen Sie sich fest, es gab schon mal zwei Kalender. Stellen Sie sich vor, Sie leben hier in Deutschland und wir haben zwei Kalender. Einer geht 365 Tage, der andere geht 270 Tage. Können Sie sich vorstellen, was für ein Chaos dabei entsteht, nicht wahr? Die Mayas müssen dieses Chaos beherrscht haben, denn sie haben noch einen dritten Kalender erfunden und das war der Kalender der langen Zählung und der ist so entscheidend, wenn es um das Datum 2012 geht, deswegen wollen wir uns ganz kurz einige Minuten diesen Kalender anschauen.

[5:12] Der Kalender der langen Zählung wurde von den Mayas benutzt für lange astronomische Berechnungen und er besteht aus fünf Einheiten. Es gab den Kyn, Sie müssen es nicht wirklich merken, aber dass Sie es mal gehört haben, den Kyn, das war ein Tag. Dann gab es den Uinal, das war so vergleichbar dem unsrigen Monat sozusagen. Der Uinal bestand aus 20 Kyn, also immer 20 Tage waren ein Uinal und dann gab es 18 Uinal und das war ein Thun und diese 18 Uinal ergeben dann 360 Tage, das heißt ein Thun war im Wesentlichen ein Jahr und dann gab es den Kathun, das war ein Zyklus von 20 Jahren und dann gab es noch den Bakthun und das war ein Zyklus von 400 Jahren. Verstanden? Kyn, Uinal, Thun, Kathun und Bakthun, das war das Prinzip in diesem Kalender.

[6:01] Nun, wenn wir uns das mal als Beispiel anschauen wollen, wie haben wir das Todesdatum des berühmten Herrschers Paqual I. von Palenque, schon mal was von ihm gehört? Ein berühmter Maya-Herrscher, ungefähr im siebten Jahrhundert nach Christus hat er gelebt, irgendwo im Urwald von Guatemala, dort in der Hochkultur der Mayas und das Datum wird angegeben mit 9, 12, 11, 5, 18. Jetzt wenn sie das lesen, müssen sie das so lesen, dass die 18 stehen für die Kyn, die 5 für die Uinal, die 11 für die Thun, die 12 für die Kathun und die 9 für die Bakthun, das heißt sie können jetzt rechnen, 18 Kyn sind 18 Tage, 5 Uinal sind 20 Tage, sind also 20 Kyn müsste es heißen, also plus 100 Tage und dann 11 Thun sind 360 Tage und dann kann man das dazu addieren und so weiter. Man kommt auf eine sehr, sehr lange Zahl, aber was ist das Problem, wenn ich das Todesdatum eines Herrschers angebe mit einer sehr, sehr langen Zahl von Tagen, die ich hinzurechnen muss? Was ist das Problem? Also wenn ich ihnen sage, sie müssen 18 Tage plus 100 Tage plus 360 Tage plus 86.400 Tage plus 1.296.000 Tage rechnen, was ist das Problem? Das sind lange Zahlen, manche von uns sind die zu lang nicht, man könnte sich verrechnen, das Problem ist, von wo soll ich anfangen zu zählen, richtig? Denn dieser Kalender hat einen Anfangszeitpunkt und von diesem Anfangszeitpunkt sollen dann diese gesamten Tage abgezählt werden, das Problem ist nur, kein Wissenschaftler dieser Welt weiß hundertprozentig, wann dieser Anfangszeitpunkt wirklich gewesen ist.

[7:49] Die meisten Wissenschaftler nehmen das sogenannte Thompson-Datum an und das Thompson-Datum ist, je nachdem, wen man fragt, entweder der 11. August oder der 13. August 3114 vor Christus. Alle, die glauben, dass es der 11. August ist, sagen, dass die Welt am 21. Dezember untergeht, aber vielleicht haben Sie gehört, es gibt einige, die glauben auch, dass die Welt am 23. Dezember untergeht und das sind die, die dann dieses Datum hier favoritisieren. Es gibt aber auch andere Wissenschaftler, die sagen, nein, nein, nein, der Kalender begann gar nicht 3114 vor Christus, sondern sogar 3392 vor Christus, was bedeutet, dass dieses berühmte Datum 2012 in Wirklichkeit schon seit 200 Jahren vorbei ist. Oder aber, andere sagen wiederum, nein, nein, das Anfangsdatum ist 2594 vor Christus, das heißt, der Weltuntergang könnte erst in 500 Jahren sein. Das heißt, je nachdem, welches Anfangsdatum Sie wählen für diesen Maya-Kalender, denn der Maya-Kalender sagt nichts weiter als, von diesem Anfangsdatum sind es so und so viele exakte Tage. Logisch? Also, welches Anfangsdatum Sie wählen, welchen Wissenschaftler Sie glauben, bestimmt, wann für Sie der Maya-Kalender zu Ende geht und es gibt absolut keine Harmonie zwischen den einzelnen Wissenschaftlern und deswegen ist diese ganze Theorie ein bisschen auf Sand gebaut.

[9:06] Was endet also am 21. Dezember? Wenn wir den Anfangszeitpunkt von Thomson annehmen, dann endet dort der 13. Bakthun-Zyklus. Das heißt, ein Bakthun waren 400 Jahre, der 13. Zyklus von 400 Jahren Anfang von 3114 vor Christus geht dann genau zu Ende. Was aber nicht endet, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist der Maya-Kalender. Warum? Vor einem Jahr erst hat man zufällig sozusagen im Urwald von Guatemala eine Wandmalerei entdeckt, die weit über 2012 hinaus rechnete. Und das ist übrigens die früheste bekannte Maya-Berechnung, das können Sie nachlesen im Wissenschaftsmagazin Science. Das heißt, wenn Ihnen jemand sagt, der Maya-Kalender endet am 21. Dezember 2012, das erste, was Sie ihn fragen ist, nach welchem Anfangszeitpunkt rechnest du? Und das zweite, was Sie sagen können, es ist mir bekannt, dass die Mayas länger gerechnet haben. Also halten wir fest, soweit können wir schon mal die Fakten zusammenfassen, am 21. Dezember passiert aus Mayasicht gar nichts. Sind Sie zufrieden? Sind Sie froh?

[10:19] Interessanterweise gab es auch nur eine einzige Prophezeiung, die überhaupt irgendetwas über diesen vermeintlichen 21.12.2012 gesagt hat. Und die befindet sich auf einem Dokument, das Geschichte gemacht hat. Es ist das sogenannte Tortuguero Monument 6. Das habe ich Ihnen mitgebracht. Das ist dieses Monument, hat man gefunden, auch im Urwald von Guatemala. Und es geht hier um diese letzten sechs Schriftzeichen. Können Sie sehen? Man liest das quasi so, von da nach da nach da nach da nach da. Diese Schriftzeichen hier. Und diese sechs Schriftzeichen sind die gesamte Basis für alle 2012-Theorien, die Basis für den Film und für den ganzen Hype. All das basiert auf diesen sechs Schriftzeichen. Können Sie das glauben?

[11:04] Jetzt habe ich mich natürlich gefragt, was heißen diese Schriftzeichen? Und ich habe mir die Mühe gemacht, eine wissenschaftliche Publikation von 2010 durchzuarbeiten. Ich erspare Ihnen die Details. Man hat das dann rekonstruiert, was dort abgezeichnet ist, und hat das dann nach und nach übersetzt. Es gibt Wissenschaftler, die sind Experten darin, diese Maya-Hieroglyphen zu entziffern. Das steht zum Beispiel in diesem Schriftzeichen hier. Dieses hier, können Sie das sehen? Dieses Schriftzeichen heißt, es wird vollendet sein, der 13. Baktun. Und da sperrten sich die Ohren bei allen Wissenschaftlern auf. Ah, hier geht es also um das Ende des 13. Baktun. Und das nächste Zeichen sagt, es ist vier Ayav, drei Kankin, das hat zu tun mit dem Harp- und dem Zolkin-Kalender. Und dann kommt das große Zeichen. Und es wird geschehen. Das heißt das hier, es wird geschehen. Und jetzt kommt die große Frage. Was wird denn geschehen? Und ich frage Sie, wenn Sie das nächste Zeichen anschauen, was für einen Eindruck haben Sie von diesem Schriftzeichen? Was sehen Sie von diesem Schriftzeichen hier? Da fehlt die Hälfte. Das heißt, an dem entscheidenden Moment, wo uns gesagt wird in diesem Dokument, und es wird geschehen, da ist über die Hälfte des Schriftzeichens weg erodiert. Das heißt, immer Sie glauben, was am 21.12., auch die, die live zuschauen, am 21.12. passieren wird, es muss basieren auf diesem halben Schriftzeichen. Können Sie das sehen? Ein bisschen schwaches Fundament für eine Theorie, oder?

[12:29] Jetzt, die Wissenschaftler haben versucht zu rekonstruieren, was eventuell dort gestanden haben könnte. Und es könnte sein, dass dort steht ein Sehen. Ein Sehen. Ja, was soll man denn sehen? Und zwar, das nächste Schriftzeichen sagt, Verzierungen von Bolon-Yog-De-Ku, so ein regionaler Gott, damals gewesen, in der großen Investitur und gemeint ist damit, die Parade eines neu installierten Beamten. Also irgendwie könnte vielleicht dieser Bolon-Yog-De-Ku gesehen werden, wie er neu in irgendein Amt eingeführt worden ist. Aber vielleicht auch nicht. Das heißt, diese gesamte Theorie vom Weltuntergang basiert auf ziemlich schwachen Fundamenten.

[13:17] Und dann bin ich auf etwas gestoßen, was mich wirklich umgehauen hat. Und zwar auf dem Weblog von David Stewart, einem der bekanntesten Maya-Forscher, schreibt er folgendes, ich habe es auf Englisch mitgebracht, im Original, "I'm partly to blame for the tension given to Monument 6." Er sagt, ich bin teilweise schuld daran, dass die Menschheit sozusagen so eine Aufmerksamkeit diesem einen Monument dort gespendet hat. Denn er sagt, "after some years ago, when I posted a brief of the cuff analysis", er sagt, vor einigen Jahren habe ich eine kurze Analyse veröffentlicht, die war sozusagen aus dem Ärmel geschüttelt. Mit anderen Worten, dieser Wissenschaftler hat dieses Dokument, Tortuguero, Monument 6 gesehen, hat er so mal einfach drauf geschaut, hat er gesagt, hey, ich kenne die Schriftzeichen, was könnte das und das bedeuten? So aus dem Ärmel geschüttelt, mal so auf den ersten Blick, aus dem Bauch heraus interpretiert. Und er sagt, aufgrund meiner aus dem Ärmel geschüttelten Veröffentlichung sind alle Theorien im Internet, die ganzen New Age Theorien, der ganze Hollywoodfilm, all das basiert auf seiner etwas aus dem Bauch heraus geratenen Analyse.

[14:22] Dann sagt er später, dass er zu der Überzeugung gekommen ist, dass dieses Dokument in Wirklichkeit gar keine Prophezeiung ist. Und er erklärt das folgendermaßen, stellen Sie sich vor, das ist jetzt ein Beispiel, was ich gemacht habe. Stellen Sie sich vor, ich würde heute, an diesem Tage, in ein Steindokument etwas einritzen, zum Beispiel folgendes: Am 11. September 2001 stürzten Flugzeuge in das World Trade Center, viele Menschen starben, es gab infolgedessen viele Veränderungen auf politischer, gesellschaftlicher Ebene. Damit begann ein Jahrhundert, das bis 2099 gehen wird, mit einer einsteigenden Katastrophe. Frage, worauf bezieht sich das Wort Katastrophe? Worauf bezieht sich das? Auf 2001, nicht wahr? Logisch, wir verstehen das, wir verstehen deutsche Grammatik, richtig? Aber nehmen wir an, die deutsche Kultur geht zugrunde und vielleicht die ganze Welt geht zugrunde, reine Hypothese jetzt, nur das ist ein Gedankenexperiment, und in einigen Jahrzehnten kommen Außerirdische auf die Welt und sie finden so Überreste von diesem Dokument. Und sie fangen jetzt an mit ihren bruchstückhaften Deutschkenntnissen, die sie sich durch lange Handwerksarbeit erworben haben, jetzt fangen sie an, den letzten Abschnitt des Dokuments zu lesen. Sie lesen 2099 gehen, gehen kann ja auch heißen kommen, nicht wahr? Wird, wird ist Zukunft, oder? Ah, da kommt was, was kommt denn 2099? Ah, eine einsteigende Katastrophe, die Deutschen haben prophezeit, dass 2099 eine einsteigende Katastrophe kommen wird, oder? Können Sie sehen, wie es funktioniert? Genau das ist passiert bei diesem Dokument. Man hat einfach vergessen, dass das, was hier steht, was kommen wird, sich in Wirklichkeit auf Ereignisse bezieht, die lange vor schon beschrieben worden sind, und dass die Mayas einfach mal gerne beschreiben, wann ihr Bakthun zu Ende geht. So wie wir gesagt hätten, naja, das Jahrhundert geht halt bis 2099. Und aufgrund dieses Missverständnisses, dieses einen Dokuments, ist dieser ganze Hype entstanden. Was sagen Sie jetzt? Interessant, oder?

[16:30] Ich habe mich gefragt, ist es möglich, dass so viele Tausende und fast hunderttausende von Menschen irregeleitet werden durch eine so schwach begründete Theorie. Und der Maya-Forscher schreibt dann später in seinem Weblog, dass er immer wieder E-Mails bekommt von aufgebrachten New Age-Theoretikern, von aufgebrachten Verschwörungstheoretikern, die sagen, wie kannst du nur unsere Theorie zerstören? Das war doch so felsenfest und sicher, wie kannst du jetzt behaupten, dass das gar nicht stimmt? Und das hat mir gezeigt, es lohnt sich, etwas der Sache gründlicher auf den Grund zu gehen. Es lohnt sich, die Dinge etwas genauer anzuschauen. Also, am 21.12.2012 passiert absolut gar nichts.

[17:14] Und jetzt werden Sie sich fragen, ja Moment mal, warum hören wir den Vortrag nicht gleich hier auf? Warum sind wir hier? Deswegen. Ich glaube, unsere Welt ist tatsächlich in einer großen Krise. Ich glaube, dass wir in einer Welt leben, die auf eine große und gewaltige Krise zusteuert. Unser Thöle hat das angedeutet. Ja, es gab schon immer Kriege. Aber in den vergangenen Jahrhunderten, in den vergangenen Jahrzehnten, in den vergangenen Jahren nehmen Kriege in einer Art und Weise zu, in einer Grausamkeit zu, die wir seither nie gesehen haben. Wir haben den Krieg gegen den Terror gesehen und er ist lange noch nicht zu Ende. Wir sehen Hungersnot heute kaum noch, weil sie so allgemein gültig geworden ist, dass wir kaum noch das Gefühl haben, dass sie wichtig geworden ist. Viele Dinge, die heute kaum noch in unsere Nachrichten hineinkommen, hätten vor 20 Jahren Schlagzeile gemacht.

[18:05] Ich bin gerade dabei, eine Studie zu machen über Erdbeben. Wissen Sie, was ich herausgefunden habe? Vor 100 Jahren, da gab es Erdbeben auch, haben Sie es gewusst? Erdbeben hat es schon immer gegeben. Aber Erdbeben vor 100 Jahren fanden, die großen Erdbeben, so Richterskala 6 und 7, die fanden mit einer Häufigkeit von einem Erdbeben pro 10 Jahre statt. Wissen Sie, wie hoch die Häufigkeit heute ist? Alle zwei Wochen. Und so sehen wir, dass unsere Welt offensichtlich immer mehr aus den Fugen geht. Langsam, aber sicher. Wir sollten keine Panik betreiben, aber wir sehen, dass die Ereignisse immer mehr werden, immer gewaltiger werden und dass der Mensch offensichtlich viele Probleme nicht mehr in den Griff bekommt.

[18:57] Dazu gehören nicht nur die Naturkatastrophen, dazu gehört natürlich auch die Finanzwelt, obwohl das mittlerweile auch schon fast auf unser Normallevel gesunken ist. Die Aufregung ist dahin, naja, jetzt sind wir alle pleite, jetzt sind wir bald alle arbeitslos, jetzt ist die Wirtschaft am Boden. Aber die Dinge, die passieren um uns herum, gerade in europäischen Staaten, sind wirklich, wirklich gewaltig. Und viele Menschen fragen sich, wo wird das alles noch enden?

[19:20] Viele Aufregungen gibt es vor allem auch auf dem religiösen Sektor. Viele Menschen sind, beobachten mit Spannung, wie die verschiedenen Religionen und Kulturen aufeinander, ja, fast frontal aufeinanderschlagen in vielen Gegenden der Welt und gerade auch im arabischen Raum haben wir gesehen, wie auch innerhalb einer Kultur, innerhalb einer Religion unglaublich viel Gewaltpotenzial entstehen kann. Und viele dieser Dinge sind eben nicht nur dort irgendwo draußen im Nahen Osten oder da irgendwo in Afrika, sondern sie kommen immer mehr auch an unsere Haustür. Armut ist immer mehr auch ein deutsches Phänomen, Gewalt ist immer mehr auch ein europäisches Phänomen und die Wirtschaftskrise ist sowieso schon ein europäisches Phänomen, oder?

[20:06] Und so müssen wir uns die Frage stellen, wie können wir all diese Dinge einordnen und wenn unsere Welt auf eine Krise zugeht, auf etwas Gewaltiges, was wir nicht wirklich begreifen können, etwas, wo wir uns vielleicht unsicher sind, was kommt auf uns zu, dann wollen wir wissen, gibt es eine Theorie, die uns das erklärt? Und was wir heute schon gesehen haben ist, die Maya-Theorie kann es nicht sein, richtig? Die Maya-Theorie basiert auf einem halb erodierten Schriftzeichen, das man falsch interpretiert hat.

[20:35] Mein Vorschlag heute Abend ist, dass eine Lösung für dieses Problem, dass der Ausweg, nach dem wir suchen, nicht im Urwald von Guatemala liegt, sondern in der Wüste des Irak. Nicht im undurchdringlichen Urwald des ehemaligen Maya-Reiches, sondern in einer ehemaligen Hochkultur, die Jahrtausende älter ist als die Maya-Kultur, nämlich die alte Kultur der Babylonier, der Chaldeer, der Sumerer.

[21:10] Wer von Ihnen war schon in Berlin? Darf ich mal die Hände sehen? In Berlin? Einige. Wer von Ihnen, die in Berlin waren, war im Pergamon-Museum? Einige Kulturbeflissene, das freut mich, ich hoffe, dass Sie auch live im Internet dort auch gewesen sind. Ich war vor einiger Zeit dort und da kann man Überreste von dieser gewaltigen Stadt finden. Denn vor etlichen Tausend Jahren war diese Stadt keine Wüste, wie sie heute ist, sondern sie war die berühmteste Stadt des Altertums. Man nannte sie das große Babylon, es war eine goldene Stadt und ganz berühmt war das blaue Ischtar-Tor. Haben Sie davon gehört? Von diesem blauen Ischtar-Tor? Man kann es heute noch in Berlin begutachten.

[21:51] Das ist ein Foto, das wir gemacht haben dort, da sehen Sie so regionale Gottheiten wieder. Und auf diesem Ischtar-Tor befindet sich ebenfalls eine Inschrift und die wollte ich Ihnen gerne mal ein bisschen näher bringen. Und zwar hier. Können Sie es sehen? Da gibt es eine Inschrift auf dem Ischtar-Tor und wissen Sie, von wem diese Inschrift kommt? Diese Inschrift kommt von dem bekanntesten und berühmtesten babylonischen Herrscher der ganzen chaldäischen Periode, von Nebuchadnezzar dem Großen. Der hat sich dort verewigt. Das heißt, was Sie hier lesen, das sind alles Inschriften, die Nebuchadnezzar der Große hat dort in die Steintafeln einmeißeln lassen.

[22:33] Zum Glück ist das ein bisschen besser zu übersetzen als die Maya-Hypothesen, da lesen wir folgendes. Ich, Nebuchadnezzar, legte das Fundament der Tore gegen das Grundwasser und ließ sie selbst aus älterem Blaustein herstellen, auf denen Stiere und Drachen kunstvoll gebildet waren. Stiere und Drachen stellte ich in ihrem Torraum auf und stattete sie mit Pracht aus, dass die gesamte Menschheit sie staunen, betrachten möge, überreich aus. Das heißt, wenn wir das hier sehen, dann sollen wir das betrachten und bestaunen. Das heißt, Nebuchadnezzar war sich bewusst, dass seine Gebäude der ganzen Menschheit zugänglich waren, dass sie ein Weltwunder waren.

[23:16] Und diese Nebuchadnezzar ist eine historische Figur, eine besondere Figur, von der ich glaube, dass Sie etwas mehr über ihn erfahren sollten. Ich weiß nicht, wer von Ihnen schon etwas über Nebuchadnezzar den Großen gehört hat, aber heute Abend möchte ich Ihnen etwas zeigen, was ebenfalls genauso wie diese Inschrift hier auf dem Ischtar-Tor historisch überliefert worden ist, und zwar im reichsaramäischen Sechsten Jahrhunderts vor Christus, eine Geschichte, die uns überliefert worden ist über diesen Nebuchadnezzar, der einen besonderen Traum gehabt hat.

[23:49] Wer von Ihnen hat schon mal einen Traum gehabt, wo er nicht schlafen konnte? Schon mal gehabt? Oh, nur wenige von Ihnen. Allerdings schon öfter gehabt. Und es wird hier berichtet, in einem Dokument, das in der Bibel auch überliefert worden ist, in Daniel 2, Vers 1, von diesem Nebuchadnezzar, dass im zweiten Jahr seiner Regierung er Träume hatte, sodass sein Geist sich beunruhigte und er nicht schlafen konnte.

[24:16] Und was macht ein König, wenn er Träume hat und er nicht schlafen kann? Die Bibel sagt, da befahl der König, man solle die Traumdeuter und die Wahrsager, die Zauberer und die Chaldea zusammenrufen, damit sie dem König seine Träume verkündeten. Nun, dafür hat er sie gekauft, dafür hat er ihnen Geld gegeben. Er hatte Experten, die ihm sagen konnten, okay, du hast das und das geträumt, zieh in den Krieg gegen Assyrien, hol dir diese Frau als Ehefrau, verbünde dich mit dem König von Ägypten. Was auch immer. Sie konnten angeblich durch ihre Traumdeuterei ihm politisch und strategisch und wirtschaftlich helfen und als er diesen Traum gehabt hat, so wird uns berichtet, hat er wiederum diese Wahrsager und Zauberer gerufen. Und er sagt ihnen, erzählt mir, was ich geträumt habe und sie sagen zu ihm, oh König, mögest du ewig leben, erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die, was steht hier, die Deutung verkünden.

[25:17] Hm, die Deutung. Nebukadnezar hat sie wahrscheinlich ein bisschen angeschaut, die Augenbraue hochgezogen und gesagt, Moment mal, ihr habt mich nicht richtig verstanden. Mein Entschluss steht unwiderruflich fest, wenn ihr mir nicht den Traum samt seiner Deutung verkündet, so solltet ihr in Stücke zuhauen und eure Häuser zu Misthaufen gemacht werden. Starkes Stück, oder? Eure Häuser zu Misthaufen gemacht werden.

[25:45] Was war der Unterschied zwischen dem, was Nebukadnezar gesagt hat und dem, was die Traumdeuter wollten, was sie ihm geben konnten? Lass mich das so illustrieren. Wenn ich Ihnen erzähle, ich habe gestern Abend geträumt von einem weißen Pferd, das in einem schwarzen See gebadet hat und dabei beinahe ertrunken wäre. Und ich sage Ihnen, ich gebe Ihnen 100 Euro, könnten Sie mir erklären, was dieser Traum bedeutet? Würden Sie die 100 Euro annehmen? Ja oder nein, wer von Ihnen würde die 100 Euro annehmen und es versuchen? Einige Mutige. Also ich würde die 100 Euro annehmen und sagen, ja, das könnte bedeuten, dass ihr Leben auf dem Spiel steht. Da ist irgendwas im Gefängnis. Ihre Unschuld, vielleicht, das weiße Pferd, ihre Unschuld, versinkt in den Schwarz, was auch immer. Kann man sich ja vorstellen, oder? Wenn man ein bisschen kreativ ist, wenn man ein bisschen Fantasie hat, dann kann man einen Traum deuten, vor allem, wenn das die professionelle Aufgabe ist, oder? Aber Nebukadnezar wollte keine Deutung. Nebukadnezar wollte den Traum.

[27:00] Mit anderen Worten, Nebukadnezar wollte keine Interpretation, Nebukadnezar wollte Fakten. Und ich weiß nicht, warum Sie heute hergekommen sind. Ich weiß nicht, warum Sie live zuschauen, ob Sie auch eine Interpretation wollen, ob Sie eine Deutung wollen oder ob Sie hergekommen sind, um Fakten zu hören. Großer Unterschied. Viele Menschen heute begnügen sich damit, dass sie eine Interpretation hören, dass sie eine Deutung hören, dass sie hören, ich bin der Meinung, das könnte das und das bedeuten, aber Nebukadnezar war aus anderem Holz geschnitzt. Nebukadnezar hat gesagt, nein, ich will wissen, ob diese Jungs wirklich ihr Handwerk beherrschen.

[27:43] Das sprachen sie zum zweiten Mal und sprachen, der König möge seinen Knechten den Traum erzielen. So wollen wir die Deutung verkünden. Die haben ihn wahrscheinlich ganz ernst genommen und dann sagt Nebukadnezar folgendes, ich weiß nun sicher, dass ihr was gewinnen wollt, Zeit gewinnen wollt, da ihr seht, dass mein Entschluss unwiderruflich feststeht. Und ich glaube, jetzt wohnt sie in ein bisschen Unwohl. Warum? Denn Nebukadnezar hat etwas erkannt. Er hat diejenigen durchschaut, auf die er so viel Hoffnung gesetzt hatte. Wenn ihr mir den Traum nicht mithaltet, so bleibt euch ein Urteil, denn ihr habt euch vorgenommen, was? Lügenhafte und trügerische Worte von mir zu reden, bis sich die Zeiten ändern.

[28:30] Dieser antike Herrscher, der vor über zweieinhalb tausend Jahren gelebt hat, hat erkannt, dass er von den Menschen nach Strich und Faden belogen worden ist. Denn Nebukadnezar begriff etwas, was Sie und ich heute auch begreifen können, nämlich ich möchte jemandem vertrauen, wenn es um die Zukunft geht, nur dann, wenn er in der Lage ist, mir die Vergangenheit auf übernatürliche Art und Weise wiederherzustellen. Ganz einfache Frage, was ist einfacher, die Vergangenheit zu erzählen oder die Zukunft? Vergangenheit, oder? Und wenn jemand nicht in der Lage ist, die Vergangenheit wiederherzustellen, wenn jemand sagt, ich weiß nicht, was in der Vergangenheit passiert ist, wie soll er jemals die Zukunft kennen?

[29:17] Und heute gibt es viele Menschen, die sagen, ja, das und das wird in der Zukunft passieren, das und das wird in der Zukunft passieren, das und das könnte passieren und wir stellen fest, wie bei meiner Kalender, wenn man nur ein paar Minuten das untersucht, stellt man fest, alles großer Quatsch. Viele Menschen von uns sind heute enttäuscht, weil sie feststellen, das, worauf ich gebaut habe, das, worauf ich gesetzt habe, worauf ich mein Vertrauen gesetzt habe, das bricht alles wie ein Kartenhaus zusammen. Ich habe immer geglaubt, die Politiker sagen die Wahrheit. Haben Sie diese Illusion schon aufgegeben? Ich habe immer geglaubt, die Sportler, denen ich nacheifere, die sind alle fair und dopen nicht. Setzen Sie diese Illusion noch auf? Ich habe immer geglaubt, dass die Priester, denen ich beichte, dass das gute, heilige Menschen sind. Und irgendwann kommt der Moment, in unserem Leben, wo wir feststellen, die Menschen, auf die wir uns vertraut haben, die Menschen, auf die wir gehofft haben, betrügen und belügen uns und irgendwann werden wir ziemlich zornig, oder?

[30:29] Lügenhafte und trügerische Worte. Und Nebukadnezar ist sehr, sehr deutlich in dem, was er sagt. Darum sagt mir den Traum, damit ich, was ist das nächste Wort, weiß. Nebukadnezar möchte wissen, er möchte Fakten, er möchte sich sicher sein, er möchte nicht einfach nur hingalten werden mit, das könnte so sein, das glauben wir, das ist unsere Interpretation, hoffen wir das Beste. Nebukadnezar möchte wissen, worauf er sein Leben gründen soll, er möchte wissen, was passiert ist, oder er möchte wissen, ob die Experten, denen er vertraut, ob sie wirklich ihr Handwerk kennen und beherrschen.

[31:04] Und die Frage ist, wissen sie, was die Zukunft bringt? Wollen sie wissen, was die Zukunft bringt, oder wollen sie einfach nur eine Interpretation hören von irgendjemandem, der am Ende doch nur lügenhafte und trügerische Worte redet? Das ist die Frage, die wir uns stellen müssen. Und Nebukadnezar, ein Mensch, der von unserer westlichen Kultur, von unseren christlichen Werten und all dem keine Ahnung hatte, war intelligent genug, um festzustellen, ich will nur dann jemandem vertrauen, wenn es um die Zukunft geht, wenn dieser Mensch bereit ist und in der Lage ist, das Alte, die Vergangenheit auf übernatürliche Art und Weise wiederherzustellen.

[31:42] Und dann rücken sie raus mit der Sprache, dann offenbaren sie ihr Geheimnis, es gibt keinen Menschen auf Erden, der vergönnen könnte, was der König befiehlt, denn die Sache, die der König verlangt, ist schwer, es gibt auch niemand, der es dem König mitteilen könnte, ausgenommen die Götter, deren Wohnungen, was? Nicht bei den Menschen sind, ja, Moment mal, was waren das für Menschen nochmal? Wahrsager, Chaldea, Sterneuter, Traumdeuter, Leute, die ständig gesagt haben und dafür gut bezahlt wurden, oh, die Götter sagen uns, zieh den Krieg, oh, die Götter sagen, halt dich fern von dieser Frau, oh, die Götter sagen, mach kurz einen Prozess mit dem, die Götter sagen uns und plötzlich, als es ihnen an den Kragen geht, als sie Fakten liefern müssen, sagen sie, ja, eigentlich, wir wissen es nicht, die Götter wüssten es, aber wir wissen es nicht. Was haben die damit gesagt? Damit haben sie im Grunde genommen gesagt, naja, wir haben noch nie wirklich was von den Göttern gehört.

[32:44] Es ist wunderbar, den Finanzexperten zu glauben und zu sagen, oh, die Renditen gehen hoch und ja, investieren sie in das und jenes, wenn dann der Börsencrash kommt, dann stehen die Experten da und sagen, ja, wir haben es auch nicht gewusst. Es ist wunderbar, Vertrauen in Menschen zu setzen, solange alles gut geht, aber wenn die Krisen unseres Lebens kommen und wir feststellen, wir sind von unseren Politikern, unseren Börsenexperten, vielleicht sogar von unserer Familie, von unseren Bekannten, unseren Freunden, unseren Kirchen, worauf wir auch immer unser Leben gesetzt haben, belogen und betrogen worden, vielleicht wie der Besseren Wissens, vielleicht auch unwissentlich, wobei nicht alle Menschen schlecht machen, dann stellt sich die Frage, worauf kann sich mein Leben gründen, worauf kann sich ihr Leben wirklich gründen?

[33:44] Nebukadnezar kommt in die Krise seines Lebens, in der stellen fest, das woran ich immer geglaubt habe, ist nicht mehr wahr. Für uns ist das jetzt leicht nachzuvollziehen, ja, der hat halt ein Problem mit seinen Kaldean, der Nebukadnezar hat seit seines Lebens geglaubt, dass das, was die Kaldean sagen, die Wahrheit ist. Und ehrlich gesagt ist es eine der größten Herausforderungen für uns Menschen, uns einzugestehen, dass das Glaubenssystem, das Wertesystem, die Weltanschauung, die wir bisher gehabt haben, in sich zusammenfällt. Ich weiß nicht, ob Sie diesen Eindruck schon bei sich selbst gehabt haben, dieses Erlebnis gehabt haben, dass Sie sich ehrlich sagen müssen, was ich bisher geglaubt habe, das, was ich bisher für wahr gehalten habe, ist ja eigentlich gar nicht so.

[34:30] Eine Krise, durch die Nebukadnezar gegangen ist und dann heißt es hier, er wurde was, er wurde, wie zornig, sehr zornig, er war kein Christ, er befahl alle Weisen von Babel umzubringen und viele Menschen heute zeigen die gleiche Reaktion. Sie werden so zornig über Weltanschauungen, so zornig über Kirche und Politik, dass sie sich einfach von nichts mehr wissen wollen und sagen, lass mich doch mit diesem Schmarrn in Ruhe. Schmarrn gehört? Ich hab's einfach satt, es sind doch sowieso nur alles was Heuchler und Lügner und Betrüger. Sie tun alle so fromm und sie tun alle so wissend und sie tun alle so gebildet, aber wenn ich meinen Arbeitsplatz verliere, wenn ich in eine persönliche Krise komme, wenn mir diese Dinge widerfahren, dann ist da keiner da, der mir wirklich substanziell helfen kann.

[35:28] Und viele, viele Menschen heute, insbesondere in Westeuropa, insbesondere in Deutschland und vielleicht auch einige von uns, haben die Entscheidung gefällt, nein, ich will davon nichts mehr wissen, bleib mir fern davon. Vielleicht, die sie live zuschauen, vielleicht haben sie dieses Gedankengang in ihrem Herzen, sie sagen, ich will von Kirche und all diesen Dingen nichts mehr wissen, das sind ja eh alles nur Heuchler. Dann können sie nachvollziehen, wie es Nebuchadnezzar ging, genau so ging es diesem König vor zweieinhalb tausend Jahren.

[36:00] Und dann heißt es, da erwiderte Daniel, das ist derjenige, der das Buch geschrieben hat, dem Arjoch mit klugen und was, verständigen Worten. Und für die restlichen 40 Minuten heute Abend möchte ich Ihnen mit klugen und verständigen Worten antworten. Ich möchte Sie um eine Frist bitten, so wie auch Daniel, den König, um eine Frist gebeten hat und gesagt hat, gib mir ein wenig Zeit, ein wenig Zeit, damit ich dir zeigen kann, damit ich dir helfen kann, damit du sehen kannst, dass es einen Ausweg gibt. Es gibt einen Ausweg, der ist ganz anders als all das, was du bisher geglaubt hast, als was du bisher gesehen hast, aber es gibt diesen Ausweg. Gib mir ein paar Minuten Zeit, in seinem Fall, gib mir ein paar Tage Zeit und ich werde dir diesen Ausweg zeigen. Sind Sie bereit für den Ausweg? Ja!

[37:06] Gut, Sie sind noch da. Ich hoffe, Sie haben auch laut Ja gerufen über das Internet. Und dann heißt es hier, dass Daniel gesagt hat, das Geheimnis nach dem der König fragt, können weise Wahrsager, Traumleute oder Zeichendeute im König nicht verkünden. Mit anderen Worten, es gibt Dinge, die sind zu geheim, die sind zu stark, die sind zu weit außerhalb des menschlichen Erfahrungsschatzes, da können wir auf menschliche Hilfe uns nicht berufen. Es gibt Dinge, da kann uns niemand helfen, aber es gibt was. Es gibt einen Gott im Himmel.

[37:40] Es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart, der hat den König Nebukaddeser wissen lassen, was wann am Ende der Tage geschehen soll. Daniels Antwort ist relativ einfach, relativ simpel und doch so profund. Er sagt, es gibt Dinge, da kann dir kein Mensch helfen, da kann dir kein Priester helfen, da kann dir kein Staatsbeamter helfen, da kann dir kein Versicherungsfachmann helfen, da kann dir nur Gott helfen. Und insbesondere dann, wenn es um deine und meine Zukunft geht. Es gibt einen Gott im Himmel.

[38:14] Und dann sagt der Dio König, stiegen auf deinem Lager Gedanken darüber auf, was nach diesem geschehen werde. Und da hat dir der, welcher die Geheimnisse offenbart, mitgeteilt, was geschehen wird. Mir aber ist dieses Geheimnis, was steht als nächstes Wort? Nicht. Er macht das ganz deutlich. Er sagt, mir ist dieses Geheimnis nicht durch eine Weisheit, die vor allen Lebenden vorausseitig offenbart worden. Daniel sagt, es liegt nicht in mir. Daniel hatte kein Interesse, zum neuen Guru zu werden. Daniel wollte nicht der neue Experte werden. Daniel wollte nicht, dass Nebukadnezar von einem Experten zum nächsten hüpft.

[38:50] Und das ist auch unser Ansinnen hier nicht. Wir wollen nicht, dass sie von einem Experten einfach zu uns jetzt hüpfen und sagen, jetzt sind sie unser Experte. Nein, nein, nein, nein, nein. Wir wollen es gründlich verstehen, dass es Dinge gibt, die kann kein Mensch erklären und die kann, ehrlich gesagt, auch ich nicht erklären. Ich bin nicht hier, um Ihnen zu sagen, wie die Zukunft ist. Ich kann genauso wenig über die Zukunft sagen, wie Sie. Ich aus mir selbst heraus. Aber es gibt einen Gott im Himmel. Es gibt einen Gott im Himmel und deswegen sind wir heute Abend hier.

[39:22] Und dann wird dem König berichtet durch Daniel, was er geträumt hatte. Es heißt, der Duokönig schautest und siehe ein, was ein, ein erhabenes Standbild. Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich. Er stand vor dir und sein Anblick war was? Furchterregend. Ich weiß nicht, ob Sie da noch Furcht empfinden, wenn Sie das hier sehen. So sah das ungefähr aus.

[39:48] Vor einigen Wochen war ich in Paderborn unterwegs und wir hatten so eine Straßenaktion gemacht und haben so eine Papmaché-Figur über zwei Meter groß von dieser Statue aufgestellt. Wir haben die Leute gefragt, was sie glauben, was das ist. War interessant. Einige meinten, das ist Hermann, der Hermann-Krieger. Andere meinten, das ist Attila, der Hüne. Andere sagten, das ist ein deutscher Krieger. Ich weiß nicht, sieht das deutsch aus? Ich habe mich gefragt. Viele haben gesagt, naja, das ist wahrscheinlich ein babylonischer König oder was auch immer. Oder ein ägyptischer König. Und wie auch immer, es war ein erhabenes Standbild.

[40:26] Und die Bibel sagt, dass dieses Bild aus verschiedenen Metallen bestand. Zuerst haben wir hier das Haupt war aus gediegenem Gold. Dann hatten wir, seine Brust und seine Arme waren aus Silber, ganz genau. Sein Bauch und seine Enden waren aus Erz oder auch Bronze nach manchen Übersetzungen. Und seine Oberschenkel waren aus Eisen. Und dann finden wir, seine Füße teilt aus Eisen und teilt aus Ton. Also, wiederholen wir kurz. Das Haupt war aus? Gold. Ich weiß nicht richtig. Aus? Gold. Okay. Und die Brust war aus? Silber. Und dann hatten wir den Lendenbereich aus? Erz. Bronze oder Erz. Genau, sehr gut. Und dann, die Beine waren aus? Eisen. Und die Füße waren aus? Ah, die Beine waren aus? Eisen und Ton. Eisen und Ton, ganz genau.

[41:15] Und dann heißt es weiter. Du saßt zu, bis sich ein Stein losriss, ohne Zutun von Menschenhänden und das Bild an seinen Füßen traf, die aus Eisen und Ton waren und sie zermalmte. Da wurden Eisen und Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt und sie wurden wie Spreu auf den Sommer tennen und der Wind verwehte sie, so dass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.

[41:39] Und jetzt steht einer meiner Lieblingssätze hier. Stellen wir uns vor, ich komme zu Ihnen und sage, ich gebe Ihnen zwei Tage Zeit, danach werden Sie sterben, wenn Sie mir nicht sagen, was ich gestern Abend geträumt habe. Ich gebe Ihnen zwei Tage Zeit und nach den zwei Tagen, wenn der Traum nicht richtig ist, was Sie dann sagen werden, dann werden Sie umgebracht. Kopf ab. Jetzt kommen Sie nach zwei Tagen zu mir und stehen vor mir, zitternde Knie, nicht wahr? Und Sie sagen, Sie haben das und das geträumt. Das und das. Und was würden Sie mir wahrscheinlich am Ende sagen, wenn Sie fertig sind mit dem Traum? Ich hoffe, es stimmt. Ist das richtig so? Habe ich das so getroffen, wie Sie es geträumt haben, oder? Aber dieser Daniel sagt nicht, ich hoffe, liebe Cornelia, dass das ungefähr das war, was du geträumt hast. Dieser Daniel fragt nicht einmal nach. Er sagt, das ist der Traum. Und dann sagt er, nun wollen wir dem König auch seine Deutung verkünden.

[42:46] Und ich habe mich gefragt, was um alles in der Welt macht diesen Daniel so sicher? Dass er sich da hinstellt und sagt, König, dein Traum war ein Standbild. Das Standbild war aus? Silber. Bronze, Erz. Eisen. Eisen und Ton. Das ist der Traum. Jetzt kommt die Deutung. Warum war sich Daniel so sicher? Die Bibel gibt uns eine einfache Antwort. Darauf zog sich Daniel in sein Haus zurück und teilte die Sachen seinen Gefährten mit, Hanania, Misael und Asaya, damit sie von dem Gott des Himmels, von dem wir schon gehört haben, den es dort gibt, der Geheimnis offenbart, von dem Gott des Himmels erbarmender Pflegen möchten wegen dieses Geheimnisses. Auf Deutsch, sie haben gebetet. Das war ihr Geheimnis.

[43:43] Ich weiß nicht, ob sie schon mal gebetet haben. Ob sie live vor dem Internet, ob sie schon mal gebetet haben. Gar nicht so schwer. Manche Menschen glauben, man muss erst lernen, wie man betet. Man muss bestimmte Formeln einüben und dann muss man bestimmte Gebete sprechen, damit Gott auch hört. Die Wahrheit ist ganz anders. Wir werden da in einem anderen Vortrag nochmal mehr drüber reden. Man kann einfach zu Gott reden, so wie ich jetzt zu ihm rede. Ich benutze ja auch keine vorgefertigten Formeln. Ich rede einfach so, wie ich gerade denke, dass ich reden sollte. Genauso können Sie auch zu Gott reden.

[44:15] Bevor wir weitergehen in den letzten 30 Minuten unseres Vortrages und uns anschauen wollen, was dieser Traum, den Nebukadnezar gehabt hat, uns zu sagen hat über die Zukunft, die wir entdecken wollen, möchte ich Sie einladen, einfach Ihr Haupt zu neigen. Wenn Sie live zuschauen, einfach Ihre Augen zu schließen. Ich werde ein ganz kurzes Gebet sprechen, dass dieser Gott des Himmels, der es heute noch gibt, uns hilft. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass es dich gibt und dass du uns nicht betrügst und belügst. Und dass wir wissen dürfen, dass dein Wort uns die Zukunft offenbart. Und wenn wir jetzt diesen Traum, den Nebukadnezar gehabt hat, uns noch einmal verdeutlichen und anschauen wollen und verstehen wollen, was er uns sagt, dann sei du bei uns. Im Namen Jesu. Amen.

[45:08] Daniel betet und daraufhin wird ihm das Geheimnis geoffenbart. Und die Bibel sagt, dass Daniel einen Lobpreis gesungen hat. Er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand. Und die Frage ist ja, wie werde ich verständigt? Vielleicht sagen Sie, ich bin nicht besonders klug, ich bin nicht besonders clever, ich habe keinen Hochschulabschluss oder was auch immer. Ich gehöre nicht zu den Verständigen oder Weisen. Wer von Ihnen gehört dazu? Nicht melden. Ich bin nicht besonders weise, ich bin nicht besonders verständig. Hier ist einer meiner absoluten Lieblingsvers in der Bibel. Die Bibel sagt, ich bin, was ist das nächste Wort? Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer.

[45:52] Ich weiß nicht wie viele Lehrer Sie haben. Wie viele Leute da über Ihnen stehen, die Ihnen Dinge sagen und erklären wollen und sagen, ich bin so gebildet und du bist jetzt nicht so gebildet und hör auf mich. Die Bibel sagt, Sie können verständiger sein als alle Ihre Lehrer unter welcher Bedingung. Denn über Deine Zeugnisse sind sie nicht nach. Das heißt, wenn wir uns das Wort Gottes nehmen und darüber nachsinnen, sagt uns die Bibel, dass wir verständiger werden können als alle anderen. Denn es heißt, Dein Wort ist meines Fußes Leuchte oder ein Licht auf meinem Weg.

[46:21] Ich weiß nicht wie oft Sie dieses Buch hier in Ihrem Leben schon zur Hand genommen haben. Vielleicht steht es bei Ihnen irgendwo in den Bücherschrank. Gut eingerahmt als Luxusfamilienausgabe. Steht da prunkvoll, nicht wahr? Dass wenn jemand kommt, man sagen kann, ja, wir haben auch unsere Familie in der Bibel. Vielleicht wird es an der Zeit, dass wir dieses Buch aus dem Schrank nehmen. Den Staub ein bisschen abpusten. Und es mal wieder öffnen. Wie oft die das tun, die sie live zuschauen. Dieses angeblich so verstaubte Buch öffnen. Die Bibel sagt, Dein Wort ist meines Fußes Leuchte oder ein Licht auf meinem Weg.

[47:02] Wenn wir über die Zukunft sprechen, dann ist die Zukunft für uns ja relativ dunkel, oder? Denn ich weiß nicht, was morgen ist. Wissen Sie, was morgen kommt? Außer vielleicht das Wetter. Ich weiß nicht, was morgen kommt. Die Zukunft ist vergleichsweise dunkel. Aber die Bibel sagt, Dein Wort ist eine Leuchte, ist ein Licht auf meinem Weg. Ist wie eine Taschenlampe. Die Bibel ist kein Riesenscheinwerfer, der sozusagen alles erhält und jetzt ist da nichts mehr unklar. Die Bibel ist wie eine Taschenlampe, die mir zeigt, da musst Du lang, da musst Du lang. Damit Du nicht stolperst.

[47:37] Und jetzt werden Sie sich mal fragen, ja Moment mal, Herr Krampf. Das geht mir jetzt ein bisschen schnell. Die Bibel, das ist auch so ein altes Dokument, so wie der Maya-Kalender. Wer soll denn dem jetzt glauben? Das ist ja auch gefälscht worden über viele Jahrhunderte und Jahrtausende. Da die ganzen Konzilien und da gibt es bestimmt im Vatikan noch alte Dokumente. Und das ist bestimmt alles gefälscht worden, habe ich gelesen beim Da Vinci Code, oder? Davon gehört? Wie verlässlich ist die Bibel? Kann ich dieses Buch aufschlagen und immer noch davon ausgehen, dass es sich um das handelt, was da vor 2000 Jahren, 2500 Jahren, 3000 Jahren geschrieben worden ist?

[48:17] Nun, wir wollen ja keine Interpretationen, wir wollen was haben? Wir wollen Fakten. Prüfen wir die Fakten. Was hat es mit den Manuskripten der Bibel auf sich? Das ist hier, das kennen Sie, oder? Jemand sagt, das kenne ich, genau. Wo ist das? Das hast Du in der Bibelausstellung gesehen, super. Das glaube ich, dass Du es in der Bibelausstellung gesehen hast, denn das ist die berühmte Fundstelle der Kumramrollen, oder auch der Rollen, der Schriftrollen vom Toten Meer, wie sie genannt werden. 1947 entdeckt, bis zu dem Zeitpunkt hatte man geglaubt, dass die Bibel allenfalls in den letzten 1000 Jahren einigermaßen konstant geblieben ist, davor viel gefälscht worden ist, weil die frühesten Dokumente, die man hatte, waren aus dem Jahr 1000 nach Christus.

[49:03] 1947 finden Beduinen in diesen kleinen Höhlen hier, in der Wüste Judah, finden sie Tonkrüge, massenweise Tonkrüge, mit alten, antiken Dokumenten. Die waren so antik, dass selbst die Wissenschaftler sie nicht erkannt haben. Können Sie sich das vorstellen? Das heißt, als die Beduinen das gefunden haben, hatten sie Mühe, das zu verkaufen, weil keiner ihnen geglaubt hat, dass es irgendwie wertvoll ist. Es hat einige Zeit gedauert, fast ein halbes Jahr oder mehr, bis man erkannt hat, dass es sich bei diesen Dokumenten um originale Handschriften, zum Teil 200 vor Christus, vom Alten Testament handelt. Hier haben sie so eine Abschrift, so sieht das aus, das ist eine dieser Kumram-Rollen. Von fast allen alttestamentlichen Büchern sind Rollen gefunden worden, insbesondere vom Buch Jesaja, eine komplette Jesaja-Rolle.

[49:55] Und man hat diese verglichen mit dem, was wir heute haben. Man hat verglichen, wie hoch ist die Übereinstimmung mit dem, was 200 Jahre vor Christus, also vor über 2000 Jahren, in der Bibel stand, mit dem, was heute unsere Bibeln sagen, also im Urtext. Wissen Sie, was man herausgefunden hat? Die Übereinstimmung liegt bei 99,9%. Das Einzige, was sich geändert hat, ist die Orthographie, was ja auch Sinn macht. Auch im Deutschen ändert sich die Orthographie ab und zu. Eigennamen, Ortsnamen, Personennamen usw. sind ein bisschen anders. Aber inhaltsmäßig ist es absolut identisch geblieben. Und das hat viele Wissenschaftler völlig, völlig überrascht und verunsichert und geschockt. Und heute gilt es als gesichert, dass das Alte Testament, so wie wir es haben, über 2200 Jahre vollständig identisch erhalten geblieben ist in seinem Textgehalt. Und dass wir deswegen ausgehen können, dass auch die Zeit davor es gründlich überliefert worden ist.

[50:53] Nun, wie steht es mit dem Neuen Testament? Ich habe Ihnen hier eine Aufzählung mitgebracht von einigen bekannten Geschichtsschreibern. Haben Sie was von Herodot gehört? Was von Herodot gehört? Ja, einige Geschichtsbeflissende. Tacitus? Wer hat denn da Latein im Unterricht gehabt? Latein? Oh, einige wenige. Okay, wenn Sie Latinum haben, dann kennen Sie den Galischen Krieg von Caesar, oder? Die Schullektüre, die manchen Freude macht, den meisten eher nicht. Das sind Geschichtshistoriker, die so anerkannt sind, dass wenn sie irgendwo hingehen und sagen, ah, ich glaube nicht, dass Alexander der Große gelebt hat, ah, ich glaube nicht, dass Caesar gelebt hat, dann guckt es jeder komisch an, oder? Stellen Sie vor, Sie gehen an den Arbeitsplatz und sagen, also Alexander der Große, das war nur ein Mythos, oder? Caesar hat es nie gegeben. Dann würde Ihnen jeder sagen, hey, Moment mal, das ist doch wissenschaftlich belegt. Wir haben doch Geschichtsquellen, die sagen, es gab Caesar, es gab Alexander den Großen, es gab Augustus, wie sie alle hießen.

[51:46] Nun, wenn Sie die Dokumente dahinter hinterfragen und schauen, okay, worauf gründet sich eigentlich unser Geschichtswissen, dann stellen Sie Folgendes fest. Die meisten Kopien, die wir haben, oder die frühesten Kopien vielmehr, von diesen Geschichtsschreibern sind 900 nach Christus, 900 nach Christus, 1.100 nach Christus, 900 nach Christus, 900 nach Christus und so weiter und so fort. Das heißt, zwischen dem Abfassungsdatum, das heißt, dem Datum, wo diese Schriften geschrieben wurden, und der frühsten erhaltenen Kopie liegen meistens um die 1.000 Jahre oder mehr. Und dann ist die Anzahl der Kopien auch relativ überschaubar. Es gibt dann so 8 oder 20 oder 10, also relativ überschaubar, ja.

[52:27] Die Frage ist, wie steht es mit dem Neuen Testament? Was meinen Sie? Wann gibt es die früheste Kopie? Hat jemand eine Ahnung, wann es die früheste Abschrift vom Neuen Testament gibt? Also, wie viele Jahre liegen dazwischen, zwischen dem Abfassungsdatum und der... 60 sagt jemand? Es sind 30 Jahre. 30 Jahre. Das sogenannte Padme Papyri liegt in Manchester, ist aus dem Jahre 130 nach Christus. Nur 30 Jahre, nachdem das letzte Buch des Neuen Testaments geschrieben worden ist. Und das Interessante an der Tatsache ist, es gibt nicht nur 20 oder 10 oder 8 Dokumente, es gibt 5.000 griechische, 10.000 lateinische und 9.300 andere. Frage, welches von diesen ganzen Geschichtswerken ist wahrscheinlich das bestüberliefertste? Sagen Sie, helfen Sie mir. Egal ob Sie Christen oder nicht, sagen Sie, welches ist das bestüberliefertste? Das Neue Testament, oder? Und zwar mit großem Abstand.

[53:26] Wie kommt es, dass die ganze Welt behauptet, naja, also Herodot und Tacitus und Cäsar, große Geschichtswerke, Geschichtsschreiber, können wir nicht in Zweifel ziehen, aber das Neue Testament, wer kann dem schon glauben? Ich glaube, es wird an der Zeit, dass wir als aufgeklärte Menschen uns mal wirklich den Fakten stellen, das Neue Testament ist das mit Abstand bestbelegtste Werk der ganzen Antike. Wenn Sie das Neue Testament ablehnen, dann müssen Sie die gesamte antike Geschichtsschreibung ablehnen. Können Sie gerne tun, aber das müssen Sie dann auch tun, ja?

[53:58] Interessanterweise sagt die Bibel, das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit. Und das haben wir gerade gesehen. Nun, das finde ich ganz interessant. Sie wissen vielleicht, dass die Bibel besteht aus 66 Büchern, geschrieben von ungefähr 40 Autoren auf drei Kontinenten. Was waren die drei Kontinente? Afrika, Asien und Europa, genau. Und über einen Zeitraum von 1600 Jahren.

[54:23] Hier stellen wir vor, wir sind einige Leute hier und ich gebe einen Auftrag an jeden Einzelnen von Ihnen und sage, schreiben Sie bitte eine kleine Abhandlung über Religion, Philosophie, Erziehung, Gesundheit und Staatswesen. Jeder von Ihnen. Was würde dabei rauskommen? Ein bisschen Chaos, oder? Denn wahrscheinlich haben Sie ein bisschen andere Vorstellungen von Erziehung als Sie und Staatswesen ist für Sie anders als diese Person, oder? Jetzt werden wir das Spiel noch erweitern und sagen, okay, wir kommen von drei unterschiedlichen Kontinenten und wir leben nicht alle zur gleichen Zeit im gleichen Raum, sondern wir haben sogar noch unterschiedliche Berufe, so wie die Geschichtsschreiber der Bibel. Manche waren Könige, manche waren Hirten, manche waren Ärzte. Die unterschiedlichen Berufe. Und wir machen das gleiche Spiel nochmal und sagen einem Arzt aus dem 8. Jahrhundert und einem Philosoph aus dem 16. Jahrhundert und einem Bauern aus dem 13. Jahrhundert und einem Soldaten aus dem 20. Jahrhundert, er soll über Geschichte und Philosophie und Religion und Erziehung und so weiter schreiben. Was würde da rauskommen? Das totale Chaos.

[55:35] Das ist, wie die Bibel entstanden ist. Und hier sehen Sie eine Grafik. Jeder einzelne Balken, können Sie die Balken sehen hier? Jeder einzelne Balken steht für ein Kapitel der Bibel. Also wir haben hier sozusagen erste Mose, zweite Mose, dritte Mose, erste Mose 1, Kapitel 2, Kapitel 3, Kapitel 4, Kapitel 5. Danke, dass mich jemand korrigiert. Das ist erste Mose. Das ist dann sozusagen zweite Mose. Das ist dritte Mose, vierte Mose und so weiter. Und man hat sich die Mühe gemacht, einfach mal die einzelnen Kapitel zu verbinden, die etwas gemeinsam haben. Also okay, hier in erste Mose 2 gibt es etwas, was auch in zum Beispiel dritte Mose 5 vorkommt. Oder hier in erste Mose 26 steht etwas, was auch in fünfte Mose 1 steht. Verbindung, Harmonien, etwas, was gleich ist. Wissen Sie, was rausgekommen ist? Dieses gewaltige Bild. Die Bibel ist tatsächlich eine unfassbare Harmonie. Trotz oder vielmehr, weil sie so entstanden ist. Und offensichtlich der Geist Gottes, der sie geleitet hat, ist die Bibel eine unglaublich vertrauenswürdige Grundlage.

[56:56] Und die Bibel sagt, so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort. Und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint. Nun, was ist prophetisches Wort? Was heißt Prophetie auf Deutsch? Das heißt, ich sage heute, was morgen passiert, oder? Das heißt, ich sage etwas im Voraus. Und die Bibel ist voll von sogenannten Prophezeiungen. Von Weissagungen.

[57:22] Ich habe einige mitgebracht. Zum Beispiel die Hauptperson der Bibel über Jesus. Dort wird uns vorher gesagt, wo er geboren wird. Wer seine Mutter ist. In welchen Stamm er geboren wird. Welche Familie zu ihm gehören wird. Die Zeit, in der er geboren wird. Seine Botschaft. Sein Einzug. Sein Verrat. 30 Silberlinge wird er mit 30 Silberlingen verraten. Die Zeit seines Todes. Dass er als Verbrecher gekreuzigt wird. Dass er verspottet wird. Dass er keine Knochenbrüche erleiden wird bei seinem Tod. Dass er auferstehen wird. All diese Details wurden im Alten Testament vorhergesagt. Könnt ihr alles nachlesen. Und im Neuen Testament dann erfüllt.

[57:57] Nun, es gibt Wissenschaftler, die haben sich überlegt, was ist die Wahrscheinlichkeit, dass 8 dieser Prophezeiungen sich tatsächlich in einem einzelnen Menschen erfüllen. Das sind, wie gesagt, sehr konkrete Prophezeiungen. Das ist nicht einfach nur Nostradamus, so dann und dann könnte das und das passieren. Das heißt, in so und so vielen hundert Jahren wird ein König in Bethlehem geboren werden. Und er wird so und so heißen. Und so weiter. Sehr konkret. Die Wahrscheinlichkeit ist 1 zu 10 hoch 17. Haben Sie eine Vorstellung, was 1 zu 10 hoch 17 ist? 1 zu 10 hoch 17. Also 10 hoch 17 sieht so aus. Das ist die Wahrscheinlichkeit, dass nur 8 dieser Prophezeiungen sich erfüllt haben.

[58:48] Nun, wie steht es mit der Wahrscheinlichkeit, dass sich 48 dieser Prophezeiungen erfüllt haben. Denn es gibt mindestens 48 Prophezeiungen. Und Wissenschaftler in Pasadena, Kalifornien, haben sich überlegt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass 48 Prophezeiungen, so wie sie in der Bibel stehen, sich exakt genauso in einer Person erfüllen. Was ist die Wahrscheinlichkeit? Was würden Sie schätzen? Sie ist 1 zu 10 hoch 157. Und so sieht die Zahl aus, 10 hoch 157. Zählen Sie nach, ob es 157 Nullen sind. Ja, wie man das liest, weiß ich auch nicht. Also ich weiß nicht genau, wie diese Zahl heißt. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sich 48 der Prophezeiungen des Alten Testaments sich in einer Person, dem sogenannten Messias, erfüllen, liegt bei 1 zu dieser Zahl. Das ist so groß, dass tatsächlich wir näherungsweise sagen müssen, die Wahrscheinlichkeit liegt bei 0.

[59:59] Frage. Wie viele Prophezeiungen gibt es dann über das Kommen Jesu? Wissen Sie das? 8, 48. Wie viele gibt es denn insgesamt? Das war jetzt für 48, richtig? Aber wie viele gibt es denn insgesamt? Gibt es noch ein paar mehr als 48? Wie viele gibt es insgesamt? Was würden Sie schätzen? Wie viele Prophezeiungen? Wie man sagt, 200. Es gibt über 300 Prophezeiungen im Alten Testament, die davon sprechen, dass Jesus so kommen würde, wie er nachweislich gekommen ist. Dieses Buch, meine Damen und Herren, dieses Live-Zuschauer, dieses Buch ist absolut verlässlich.

[1:00:48] Nun, gehen wir zurück zu unserer Geschichte mit Daniel. In Petrus heißt es, dass wir etwas beachten sollten, was auch Sie bitte beachten. Dabei solltet ihr vor allem das erkennen. Was heißt vor allem? Was heißt, wenn ich sage, dabei solltet ihr vor allem das erkennen? Das ist das Wichtigste, nicht wahr? Das ist das, bevor wir alles andere klären, lasst uns vor allem das sicherstellen. Also, meine sehr verehrten Damen und Herren, bevor wir weitergehen und irgendwie jetzt schauen, was bedeutet dieser Traum von Nebukadnezzar und Daniel? Wir wollen vor allem, bevor wir weitergehen, das erkennen, dass wie viel Prophezeiung unsere eigene Sache ist. Wie viel? Keine Weislagerung ist Sache eigenmächtiger Deutung.

[1:01:30] Das heißt, ich habe nicht das Recht, Ihnen zu sagen, ich glaube, das goldene Haupt ist China. Und Sie sagen, ach nee, ich glaube, das goldene Haupt könnte auch Amerika sein. Und Sie sagen, nee, das goldene Haupt ist die Dresdner Bank. Und Sie sagen, nein, das goldene Haupt, das ist Bayern München. Nein, das ist nicht unser Recht. Das ist das, was Chaldea machen würde. Eine Interpretation geben, einfach mal so vermuten, was es sein könnte. Interpretieren. Es ist nicht unser Recht. Und niemand, lassen Sie mich das ganz deutlich sagen, niemand hat das Recht, dieses Buch zu nehmen und zu sagen, ich glaube, es könnte das und jenes bedeuten. Sie haben nicht das Recht und ich habe nicht das Recht. Und wenn ich das mache, dürfen Sie aufstehen und sagen, Herr Krampf, Sie verstoßen gegen das biblische Prinzip.

[1:02:20] Nun, wer soll es dann erklären? Die einzige Möglichkeit, wie sich die Bibel dann erklären lässt, wenn nicht ich sie erklären darf und wenn nicht Sie sie erklären dürfen, wer kann sie dann noch erklären? Die Bibel muss sich selbst erklären. Wir müssen also Stellen der Bibel finden, die uns zeigen, was die einzelnen Bibelstellen bedeuten. Und im Fall von Daniel und seiner Statue ist es recht einfach. Denn dort steht, nach einem längeren Text, wo Daniel zu Nebukadnezar spricht, dort steht, Du bist das was? Du bist das Haupt aus Gold. Das heißt, der Text erklärt sich selbst. Daniel sagt, Du, Nebukadnezar, bist das Haupt aus Gold.

[1:03:02] Nun, Nebukadnezar war der König von Babylon. Und in dieser Funktion hat er die vielleicht gewaltigste Stadt erbaut, die die Menschheit jemals gesehen hat. Man nennt sie auch die Goldene Stadt. Viele Weltwunder waren hier zugegen, zum Beispiel die hängenden Gärten der Semiramis, schon mal was davon gehört. Und der Tempel des Marduk mit seinem massiven, goldmassiven Altar. Eine fantastische Stadt. All die Geschichtsschreiber der Antike überschlagen sich mit Superlativen über diese Stadt. Babylon regierte 605 bis 539 vor Christus. Aber dann sagt Daniel in der Bibel nach dir aber wird was kommen? Ein anderes Reich. Das heißt, das Silber steht jetzt für was? Für einen anderen babylonischen König? Für ein anderes Reich. Sehr wichtig zu beachten.

[1:03:59] Die Frage ist, die wir uns stellen wollen, und das wissen Sie vielleicht aus dem Geschichtsunterricht, welche Nation kam auf die Babylonier? Welche Nation kam da? Das waren die Medo-Perser. Und hier haben sie den Kyrus-Zylinder, den berühmten.

[1:04:14] Und Sie müssen wahrscheinlich gar nicht drauf schauen, Sie werden es vermutet haben. Mit welchem Metall haben wohl die Medo-Perser bezahlt? Mit Silber. Sie haben mit Silber bezahlt. Die biblische Vorhersage ist auch in ihren Details ziemlich präzise. Und wir werden morgen Abend noch weitaus mehr Details darüber erfahren, die wir heute nur anreißen. Also verpassen Sie morgen Abend ab 18 Uhr unter keinen Umständen.

[1:04:38] Als Babylon erobert wurde, da passierte etwas Interessantes. Die Stadt wurde erobert, indem der König der Medo-Perser, Kyrus, den gewaltigen Strom Euphrat, der durch die Stadt hindurchging, umleiten ließ. Das ist deswegen so interessant, weil über 100 Jahre vorher Jesaja in einer Weissagung gesagt hatte: „Der zur Meerestiefe spricht: Versiege, und deine Ströme werde ich trockenlegen!“, der von Kyrus spricht. Lange bevor dieser Kyrus überhaupt geboren wurde, stand in der Bibel schon, dass ein Kyrus kommen würde, der einen Strom umleiten würde, der Ströme trockenlegen würde, um Babylon einzunehmen. Weiter heißt es in der Prophezeiung: „Um Türen vor ihm zu öffnen, damit sie nicht geschlossen bleiben.“ Und als Kyrus in dieser Nacht- und Nebelaktion, damals im Jahre 539 vor Christus, den Euphrat umgeleitet hat, mit seinen ganzen Soldaten, die geschaufelt haben die ganze Nacht, und sie dann endlich durch den äußeren Befestigungswall hindurchgegangen sind, da haben sie erstaunt festgestellt, dass die Türen im inneren Befestigungswall alle offen waren. Die Babylonier waren so arrogant, dass sie nicht einmal geglaubt haben, dass sie die Türen verschließen müssen. So sicher haben sie sich gefühlt. Und die Bibel hat das über 100 Jahre im Detail vorhergesagt.

[1:06:05] Und nach den Medern und Persern sollte ein drittes, nachfolgendes Königreich kommen, das Ähne, und das sollte über die ganze Erde herrschen. Und wer kam auf die Meder und die Perser, wissen Sie das? Das waren die großen Griechen. Und die Griechen sollten welches Metall nochmal besonders hervorheben lassen? Bronze oder Kupfer oder Erz. Und es wird berichtet, dass sie bronzene Kleidung hatten, bronzene Uniformen. Und als ich vor einiger Zeit im Britischen Museum war, da konnte ich mich davon überzeugen, das sind alles Uniformen von griechischen Soldaten aus der Zeit. Sind alle aus welchem Metall? Können Sie sehen? Alle aus Bronze. Das heißt, die Bibel gibt hier wirklich sehr genaue Details an.

[1:06:52] Und dann sollte das vierte Königreich kommen, so stark wie? Eisen. Frage: Wer kam auf die Griechen? Es waren die Römer, das Eisene Rom von 168 vor Christus bis 476 nach Christus. Und das hat die ganze Welt erobert. Und dann heißt es in Daniel 2, Vers 41: „Dass du aber die Füße und Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen bestehend gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich was sein sollte?“ Was heißt gespalten? Gespalten heißt getrennt. Nicht wirklich einig, oder? Gespalten, eben. So wie Ton und Eisen halt auch nicht wirklich sich mischen lassen. Es bleibt irgendwie disparat. Und was ist passiert? Als Rom fiel, was folgte auf Rom? Was folgte auf Rom? Welche Staaten folgten auf das Römische Reich? Es waren die europäischen Staaten. Hat man versucht, Europa zu einen? Hat man versucht, Europa irgendwie zusammenzukriegen? Hat man das versucht? Am laufenden Meter. Man hat versucht, die europäischen Königshäuser durch Hochzeiten miteinander zu verbinden. Ja, man ging so weit, dass zu bestimmten Zeiten im Mittelalter kaum noch die Königspaare miteinander heiraten konnten, weil man zu viel Inzest zu befürchten hatte. Weil irgendwie alle mit dem König von England verwandt waren. Die Spanier, die Österreicher, die Preußen waren alle miteinander verwandt. Hat das Europa geeint?

[1:08:33] Kennen Sie den Herrn? Wer ist das? Das ist Napoleon. Und hat Napoleon versucht, Europa zu einen? Oh, er hat es versucht. Und hat er es fast geschafft? Oh, er hat es fast geschafft. Wie weit ist er gekommen? Napoleon kam bis nach Moskau. Und dann kam der Winter. Napoleon hatte gesagt, es wird ein Reich sein. Eine Religion sein. Eine Währung sein. Ein großes Europa. Das war sein Traum. Aber Jahrhunderte vorher hatte bereits ein Prophet gesagt: „Es wird ein was für ein Königreich sein? Ein geteiltes. Ein gespaltenes Königreich.“

[1:09:12] Kennen Sie den Menschen hier? Adolf Hitler. Hat Adolf Hitler versucht, ein einiges Europa zu schaffen? Mit allem, was ihm zur Verfügung stand, nicht wahr? Und noch ein bisschen mehr. Hat er versucht, ganz Europa nicht nur zu einen, sondern gleich noch zu unterjochen? Und wie weit ist er gekommen? Bis nach Moskau, nicht wahr? Und dann kam der Winter.

[1:09:42] Vor einiger Zeit, als ich in Paderborn einen ähnlichen Vortrag gehalten habe, muss ich Ihnen folgende Geschichte erzählen. Folgende Geschichte wird berichtet. In London. Als 1940, 1941 die Bomber der deutschen Luftwaffe London angriffen und die Leute versteckt gesucht haben in der Londoner Tube, in der U-Bahn-Station. Und es so aussah, als würde die ganze Welt bald Adolf Hitler gehören und diesen deutschen Nazis. Als die Briten quasi als Nation vor dem Abgrund standen und nicht mehr wussten, was sie tun sollten. Als die Bombenangriffe rollten. Da stand in der Londoner U-Bahn-Station ein Prediger. Mit einer Pappmaché-Figur aus Daniel 2. Standbild: Gold, Silber, Bronze. Und er hat mit seiner Bibel in der Hand gepredigt und hat gesagt. Er hat mit seiner Bibel in der Hand gepredigt und hat gesagt: „Sie werden nicht zusammenkommen.“ Wer hat Recht behalten? Adolf Hitler? Oder dieser Prediger? Adolf Hitler hat mit all seinen...

[1:11:03] Jetzt schauen Sie mich ganz kurz, dass ich hier das schaffe. Mit all seinen Soldaten, seinen Panzern, seinen U-Booten und seiner ganzen perversen Ideologie. Es nicht geschafft, diese wenigen Worte, die wir an diesem Abend gemeinsam angeschaut haben, außer Kraft zu setzen. Adolf Hitler ist ins Grab gegangen. Der Nationalsozialismus ist verschwunden. Zum Glück. Aber Daniel 2 ist immer noch gültig.

[1:11:34] Als ich diese Geschichte erzählt habe in Paderborn vor wenigen Wochen, da hatten wir einen Gast aus der englischen Armee. Und der schrie durch den ganzen Saal: „Yeah, I've heard that story too.“ Er hatte auch davon gehört. Das ist eine bekannte Geschichte in der englischen Armee. Adolf Hitler hat es nicht geschafft. Die Frage ist: Wird es Angela Merkel schaffen? Werden es unsere Politiker schaffen? Sah es so aus, als ob sie fast... Sie waren nicht bis nach Moskau gekommen, nicht wahr? Aber sie hatten es doch schon fast geschafft. Wir hatten eine Europäische Union. Haben wir immer noch. Die haben einen Euro. Und all das schien irgendwie dann doch Daniel zu widerlegen. Aber muss ich Ihnen die Bilder zeigen? Wen schmeißen wir zuerst aus der Eurozone? Griechenland? Oder Irland? Oder Italien? Spanien? Die meisten würden ein bisschen Deutschland rausschmeißen, nicht wahr? Sie werden nicht zusammenhalten. Seit über zweieinhalbtausend Jahren steht dies in der Bibel. Und die Bibel hat noch immer recht. Sie alle haben es versucht, aber sie sind nicht geglückt.

[1:12:55] Nun, warum Ton? Ganz kurz. Schauen wir uns das ganz kurz an. Warum ist es Ton vermischt mit Eisen? Die Bibel sagt, dass Ton ein Symbol ist für das Volk Gottes. Gott spricht zu seinem Volk: „Soll der Töpfer, also er selbst, der das Volk geschaffen hat, dem Ton gleichgeachtet werden.“ Das heißt, das Ton in der Bibel steht für Gottes Volk. Für das Volk Israel. Und nach dem Neuen Testament ist das Volk Gottes die Christen. Er sagt: „Wenn ihr bei Christus angehört, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.“ Nun, Eisen und Ton kommt ja nach Eisen. Und Eisen steht für welches Königreich? Für Rom. Und nachdem Rom zerfallen war, waren bereits die Christen auf der Bühne der Weltgeschichte. Das heißt, Eisen und Ton miteinander vermischt, deutet eine Verbindung an, während dieser europäischen Phase, die es eigentlich nicht geben dürfte. Jesus hatte schon seinen Nachfolgern gesagt: „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ Nur eine Frage: Der Kaiser ist der König von Rom, vom Eisen. Und Gott ist der Töpfer, richtig? Und Jesus hatte gesagt: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, Eisen dort und Ton dort, richtig?“ Aber was ist passiert im Laufe der europäischen Geschichte? Eisen und Ton, das was des Kaisers ist und das was Gottes ist, kamen zusammen. Die sogenannte Vermischung von Kirche und Staat. Und wir werden morgen Abend noch etwas mehr darüber zu sagen haben. Aber die Bibel sagt: „In den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird.“ Und das hat mit diesem Stein zu tun.

[1:14:34] Und hier ist ein entscheidender Punkt, meine sehr verehrten Damen und Herren, die heute live zuschauen. Was war nochmal das Prinzip von Nebukadnezar in Bezug auf die Zukunft? Was war sein Prinzip, auf das er vertraut hat? Sein Prinzip war: Vertraue niemandem, der dir nicht die Vergangenheit auf übernatürliche Weise darstellen kann, oder? Können wir uns erinnern? Er wollte niemandem vertrauen, der nicht vor ihm sagen kann, was in der Vergangenheit passiert ist. Frage: Hat dieses Buch uns auf übernatürliche Art und Weise gezeigt, was die Vergangenheit gebracht hat? Ja oder nein? Ist es verlässlich, wenn es um die Vergangenheit geht? Können wir vertrauen? Wenn das so ist, schlage ich Ihnen heute vor: Es gibt einen Ausweg. Und dieser Ausweg liegt darin, diesem Buch zu vertrauen. Dieses Buch ist vertrauenswürdig, wenn es um die Zukunft geht. Das heißt, du sahst zu, bis sich ein Stein los ist. Und was ist dieser Stein? Die Bibel sagt ganz deutlich, dass dieser Traum zuverlässig ist. Der Fels aber war wer? Christus. Das heißt, dieser Stein, der kommen soll, steht für Jesus Christus.

[1:15:49] Ich weiß nicht, ob Sie davon gehört haben, aber Jesus Christus wird wiederkommen. Jetzt. Vielleicht Ihre erste Frage ist: Wann soll das sein? Wann kommt er wieder? Und die Bibel nimmt diese Frage auf. Wir werden die letzten wenigen Minuten dazu verwenden, diese Frage zu beantworten. Wann wird dies geschehen? Und was wird das Zeichen der Wiederkunft und des Endes der Welt sein? Gibt es da so einen Kalender, wie den Maya-Kalender, den ich ausrechnen kann und sagen kann: Dann kommt die Wiederkunft? Und Jesus geht darauf ein und sagt: „Habt Acht, es werden euch viele Menschen verführen. Habt Acht, dass euch niemand verführt.“ Ja, es wird eine Wiederkunft geben, aber wenn du dich mit diesem Thema beschäftigst, hab Acht, dass dich niemand verführt. Denn viele werden sagen: „Ich bin der Christus.“ Und sie werden wie viele verführen? Viele verführen. Und dann heißt es: „Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Habt Acht, erschreckt nicht, denn dies alles muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.“

[1:16:49] Es gibt viele Menschen, die reisen durch die Länder und sagen: „Schau her, so und so viele Kriege, so und so viele Katastrophen, deswegen muss Jesus in den nächsten zwei Jahren wiederkommen.“ Oder in den nächsten drei oder was auch immer. Aber die Bibel sagt, das ist noch nicht das Ende. Nun, was ist das Ende? Jesus sagt: „All diese Dinge sind der Anfang der Wehen.“ Wer von uns hat schon mal ein Kind bekommen? Also, ich darf mich eigentlich nicht melden. Jetzt, was sind Wehen? Wie funktionieren Wehen? Sie fangen langsam an und dann? Sie werden stärker und schneller. Können Sie erinnern, was ich Ihnen erzählt habe über die Erdbeben? Erdbeben vor 100 Jahren? Erdbeben heute? Alle zwei Wochen im Durchschnitt. So viele, dass unsere Nachrichten das überhaupt nicht mehr schaffen, dass wir unsere Scheuklappen einfach zumachen, weil wir es gar nicht mehr ertragen können. Dieses ganze Leid, diese ganzen Dinge, die um uns herum passieren, weil es so intensiv geworden ist, so heftig, so oft. Es sind Wehen, die immer schneller und immer heftiger werden.

[1:18:03] Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Und ich glaube, wir können das sehen, dass in unserer Gesellschaft die Liebe der vielen erkaltet, oder? Egal, mit wem ich rede. Viele ältere Menschen sagen mir: „Vor 40 Jahren war unsere Nachbarschaft noch ganz anders.“ Die Liebe der vielen wird erkalten und wir werden immer einsamer. Ist das nicht wahr? Wir haben vielleicht 750 Freunde auf Facebook, aber die Liebe erkaltet. Und dann heißt es: „Wer aushält bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ Und dann kommt das eine Zeichen. Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker. Und dann wird das was kommen? Das Ende kommen. Was wird das Ende sein? „Ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige. Und in Gerechtigkeit richtet er und kämpft er. Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist. Und sein Name heißt: Das Wort Gottes.“

[1:19:02] Die Wiederkunft Jesu, das Ereignis, der Ausweg, von dem wir sicher sagen können, dass es passieren wird, ist eng verknüpft mit dem Wort Gottes. Und wenn Sie mehr wissen wollen über dieses Ereignis, wenn Sie mehr wissen wollen, wie Sie sich vorbereiten können auf diesen Ausweg, wenn Sie die Zukunft entdecken wollen, und zwar nicht erst später, sondern jetzt. In 2012. Dann lade ich Sie ein. Gehen Sie heute Abend nach Hause. Nehmen Sie das Buch von Ihrem Nachtschrank oder Ihrem Bücherschrank oder wo immer. Pusten Sie den Staub weg. Und fangen Sie an, ein bisschen darin zu lesen. Wir werden morgen Abend dieses Thema vertiefen und mehr darüber fragen, wie uns die Bibel helfen kann, uns auf dieses Ereignis vorzubereiten. Wir möchten abschließen mit folgenden Worten: Jesus hat uns gesagt: „Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt: Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“ Jesus kommt wieder. Und das ist eine gute Nachricht. Jesus kommt wieder und er bietet den Ausweg an aus den Krisen. Er bietet den Ausweg an aus den Katastrophen und den schwierigen Lebensumständen, in denen wir heute sind. Nicht der Maya-Kalender, aber Gottes Wort.

[1:20:33] Ja, unser Vortrag ist heute zu Ende gekommen. Wir haben den ersten Abend gehabt. Und wir haben eine ganz einfache Grundwahrheit heute entdeckt, dass das Wort Gottes tatsächlich uns helfen kann, unsere persönliche Zukunft zu entdecken. Wir werden die nächsten Tage und Wochen damit verbringen, eine persönliche Entdeckungsreise in diese Zukunft zu unternehmen. Wir werden das Wort studieren. Wir werden viele interessante Dinge herausfinden, die Ihnen in Ihrem persönlichen Leben helfen werden. Und meine Frage heute Abend ist sehr simpel, sehr einfach: Möchten Sie die Bibel noch ein wenig besser kennenlernen? Wenn das Ihr Wunsch ist, kann ich ein Handzeichen sehen. Ja, das gilt für mich. Und wenn das euer Wunsch ist, schreibt uns in die E-Mail. Und wir freuen uns auch über Ihre Antwort. Bevor wir jetzt noch eine Abmoderation haben, möchte ich Sie einladen, für ein Abschlussgebet kurz aufzustehen.

[1:21:32] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für das, was du uns heute gezeigt hast. Wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass dein Wort ein Licht ist auf unserem Weg. Dass wir sehen können, was auf uns zukommt. Dass wir Gewissheit haben können für die Zukunft. Bitte schenk du uns Weisheit, wie du versprochen hast. Und gib, dass wir unsere Zukunft entdecken können. Dass wir nicht auf Interpretationen uns berufen, sondern dass wir die Fakten deines Wortes tatsächlich selbst erleben können. Hab Dank dafür von ganzem Herzen. Und für uns morgen Abend gesund hier wieder alle zusammen. Amen.


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