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Manuskript: CSH_2012_Q2_Folge10.pdf

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird die Bedeutung von Liebe als treibende Kraft für Evangelisation und Zeugnisgeben beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, dass wahre Liebe zu Jesus sich in Gehorsam gegenüber seinen Geboten zeigt und dass diese Liebe uns drängt, aktiv zu werden. Die Lektion betont, dass Opferbereitschaft, das Folgen von Jesu Methoden und das Predigen des Gesetzes, um die Not der Menschen aufzuzeigen, wesentliche Aspekte einer authentischen Reaktion aus Liebe sind. Es wird dazu aufgerufen, Jesus nicht nur zu reden, sondern ihn durch Taten und bedingungslosen Gehorsam nachzufolgen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q2: Evangelisation und Zeugnisgeben

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir freuen uns, dass ihr wieder live dabei seid und eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir bereiten uns vor auf das Bibelgespräch am 9. Juni und benutzen wie jede Woche das weltweit gültige Lektionsheft „Evangelisation und Zeugnis geben“.

[1:35] Unser Thema heute ist eine Reaktion aus Liebe. Wir wollen dabei sehen, warum Evangelisation und Zeugnis geben, wenn sie gesund, natürlich und so sind, wie Gott es haben möchte, immer eine Reaktion der Liebe sind und dass ohne Liebe diese Dinge in der Mission keinen wirklichen Nutzen haben können.

[1:57] Unser Leitgedanke möchte uns hier den Anfangspunkt bieten. In Johannes 14, Vers 15, finden wir die Reaktion auf die Liebe zu Jesus.

[2:15] Das Thema ist ja eine Reaktion aus Liebe und hier in Johannes 14, Vers 15, bringt Jesus es auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, auf den Punkt, was eine wahrhaftige Reaktion auf die Liebe zu Jesus ist. In Johannes 14, Vers 15 heißt es: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.“

[2:34] In anderen Worten: Die biblische, die wahrhaftige Reaktion auf die Liebe zu Jesus ist immer, dass wir gehorsam sind, dass wir seine Gebote halten, dass wir das tun, was Jesus uns sagt. Und das bedeutet zuallererst einmal die zehn Gebote. Das bedeutet aber auch, dass wir all das andere, was Jesus uns gesagt hat, was er uns gelehrt hat, was er uns geboten hat, tun – und zwar aus Liebe.

[3:01] Und eines seiner Gebote findet sich in Matthäus 28, dort Vers 18 bis 20. Und das haben wir schon so oft in den letzten Wochen hier gemeinsam angeschaut, dass wir es wahrscheinlich schon fast auswendig können. In Matthäus 28, ab Vers 18 und dann bis Vers 20 heißt es: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen.“

[3:45] Jesus gibt hier seinen Nachfolgern, seinen Jüngern ein Gebot. Und wie wir gerade gesehen haben, zeigt sich die Liebe Jesu darin, dass wir seine Gebote halten. Jesus sagt: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.“

[3:55] Das heißt mit anderen Worten: Jeder, der Jesus liebt, wird dieses Gebot umsetzen wollen und können. Da ist niemand, der Jesus ernsthaft liebt und über einen längeren Zeitraum dieses Gebot gar nicht hält und sich um dieses Gebot nicht kümmert, der sich nicht bemüht, andere Menschen zu Jüngern zu machen und ihnen alles beizubringen, was Jesus uns befohlen hat.

[4:22] Und interessanterweise fangen diese Worte hier mit einer Formulierung an, die uns an 2. Mose 20 erinnern sollte. Es heißt in Vers 8 nämlich: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach.“ Die zehn Gebote in 2. Mose 20, Vers 1, beginnen mit einem fast ähnlichen Satz, nämlich: „Und Gott redete alle diese Worte und sprach.“ Dort in diesem ersten Vers der zehn Gebote oder in der Einleitung zu den zehn Geboten finden wir dreimal die Idee von Gottes Wort: „Und Gott redete alle diese Worte und sprach.“

[4:59] Und auch hier, direkt vor dem Missionsbefehl, finden wir dreimal diese Idee vom Wort Gottes. Zunächst einmal: „Und Jesus, das Wort Gottes, trat herzu, redete mit ihnen und sprach.“ So fangen also die zehn Gebote ganz ähnlich an wie der Missionsbefehl. Und wenn das Halten der zehn Gebote eine Reaktion der Liebe ist auf die Liebe Jesu, dann ist auch das Ausführen des Missionsbefehls eine Reaktion auf die Liebe Jesu.

[5:29] Nun schauen wir ganz kurz in Matthäus 10, dort Vers 37. Dort wird uns gesagt: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.“

[5:51] Wenn wir diese Idee zusammen verknüpfen mit den beiden Versen, die wir vorgelesen haben, mit den beiden Passagen, dann können wir schlussfolgern, dass jemand, der Mission machen möchte, sich nicht abhängig machen sollte von seiner Familie und sich nicht von ihr hindern sollte. Jesus sagt: „Liebt Vater, Mutter, wen auch immer, Sohn oder Tochter nicht mehr als mich.“ Und die Liebe zu Jesus, die primäre Liebe zu Jesus, erzeigt sich und erfüllt sich im Halten seiner Gebote, im Missionsbefehl. Das heißt, familiäre Bindungen sollen uns nicht davon abhalten, die Liebe Jesu zu zeigen, indem wir Zeugnis geben und evangelisieren.

[6:32] Hast du familiäre Bindungen? Hast du Eltern? Hast du Kinder? Hast du Verwandte, die sich so verhalten, dass du Angst hast, deinen Glauben offensichtlich weiterzugeben? Hast du Bekannte oder Verwandte, die so gegen den Glauben eingestellt sind, dass du dich nicht traust, ein Zeugnis zu geben von dem, was du wirklich denkst? Jesus sagt: Wenn wir ihn wirklich lieben, sollen wir uns davon nicht hindern lassen. Lass dich nicht hindern von familiären Bindungen.

[7:02] Und diesen Grundgedanken können wir weiter vertiefen, indem wir Galater 5 aufschlagen, Galater 5 und dort Vers 6. Galater 5 und dort Vers 6, dort heißt es: „Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnitten sein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.“

[7:30] Wir haben ja vor einiger Zeit mal ein ganzes Quartal über den Galaterbrief gehabt, ihr erinnert euch wahrscheinlich noch. Einer der wichtigsten Verse im Galaterbrief, der zeigt, dass Liebe wirksam ist, dass Liebe den Glauben wirksam macht. Und das ist der Grund, warum Jesus sagt: „Wenn ihr mich liebt, dann haltet meine Gebote.“ Denn der Glaube an Jesus wird durch die Liebe wirksam gemacht.

[8:02] Deswegen sagt ja auch der Jakobus: „Glaube ohne Werke ist tot.“ Denn Glaube ohne Werke bedeutet, dass da keine Liebe ist. Nur wenn da Werke sind, wenn da ein Wirken stattfindet, ein Wirken für Jesus und durch Jesus, dann ist da Liebe da. Die Liebe lässt den Glauben leben und wirken.

[8:22] Nun stellt sich die praktische Frage an mich und an dich: Wirken wir für Jesus? Wirkst du für Jesus? Du wirst wahrscheinlich sagen: „Ja, ich glaube an Jesus.“ Du wirst wahrscheinlich auch sagen: „Ja, ich liebe Jesus.“ Aber Galater zeigt uns hier der Galaterbrief, dass der Test, ob du Jesus wirklich glaubst, ob du ihn wirklich liebst, sich daran erweist, ob du für ihn wirkst, ob du das tust, was er sagt, ob du andere Menschen zu ihm bringst. Daran erweist sich letztendlich, ob wir ihn lieben und ob wir an ihn glauben.

[8:59] Und ein sehr schöner Vers, der steht in Epheser 6 und dort Vers 24. Wunderbarer Vers, dort wird etwas ausgesagt über das Wesen dieser Liebe, die wir zu Gott haben sollten. Denn viele von uns haben sicherlich eine Liebe zu Gott, die immer mal wieder aufflammt, aber Gott hat nicht so sehr ein Interesse an einer Liebe, die immer wieder mal aufflammt und dann abkühlt. Gott hat Interesse an etwas, was hier in Epheser 6, Vers 24 beschrieben ist, nämlich: „Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben, mit unvergänglicher Liebe. Amen.“

[9:41] Jesus sehnt sich danach, dass wir ihn mit einer unvergänglichen Liebe lieb haben, d.h. mit einer Liebe, die stetig gleich ist. Und wenn diese Liebe unvergänglich ist, dann werden auch unsere Bemühungen, seinen Missionsauftrag auszufüllen, seine Worte zu halten und für ihn zu wirken, dann auch konstant sein.

[10:01] Eine der größten Herausforderungen in der Evangelisation und im Zeugnisgeben ist es, konstant für Gott zu arbeiten. Ja, wir sind schnell begeistert, wir haben schnell mal ein Projekt auf die Beine gestellt und sind dann für einige kurze Zeit sehr motiviert. Aber die größte Herausforderung ist, konstant, regelmäßig für Jesus zu arbeiten, seien die Umstände, wie sie sind. Das ist etwas, wo ich, wo du, wo wir alle zu kämpfen haben. Und das Geheimnis, wie wir hier sehen können, ist die unvergängliche Liebe, die Liebe, die nicht weniger wird, die nicht aufhört. Denn solange wir echte Liebe zu Jesus haben, werden wir auch wirken.

[10:35] Hast du eine unvergängliche Liebe für Jesus, oder ist deine Liebe zu Jesus eine Achterbahnfahrt, die mal oben, mal unten ist, je nachdem, an welchem Tag und unter welchen Umständen und wie deine emotionale Verfassung gerade ist? Was wir brauchen, um effektiv Zeugnis geben zu können von dem Glauben, den wir haben, ist eine unvergängliche Liebe zu Jesus. Und diese Liebe hilft uns auch sehr praktisch.

[11:06] Eines der größten Hindernisse in der Mission, so wie es von vielen Menschen immer wieder angesprochen wird, ist, dass sie Angst haben, ihren Glauben zu bezeugen. Sie fürchten sich, dass man sie verlachen könnte, dass man sie beschimpfen könnte, dass man sich über sie lustig macht. Aber diese Liebe ist in sich selbst die Therapie gegen diese Furcht.

[11:25] Schauen wir gemeinsam, was Johannes dazu zu sagen hat in 1. Johannes 4, Vers 18 und 19: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun. Wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe. Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat.“

[11:52] Es ist nicht verkehrt, wenn wir ein bisschen Knie zittern haben, wenn wir einen Vortrag halten oder eine Andacht oder was auch immer. Aber wir müssen uns nicht fürchten, in einer Furcht, die uns vielleicht hindern könnte, das Evangelium weiterzugeben. Denn die Liebe treibt die Furcht aus.

[12:12] Fürchtest du dich vor dem Zeugnis geben? Fürchtest du dich davor, deinen Glauben anderen zu bezeugen? Fürchtest du dich zu dem zu stehen, was du erkannt hast? Die Liebe möchte die Furcht austreiben, die Liebe Gottes.

[12:31] Und diese Liebe ist etwas, das wir nicht erst erarbeiten müssen, sondern etwas, das uns gegeben wird, das wir als Vorschuss erhalten. Denn in Vers 19 haben wir gelesen: „Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat.“ Jesus hat zuerst für uns gewirkt, denn auch seine Liebe hat ihn nicht einfach tatenlos sein lassen, sondern seine Liebe zu uns hat dazu geführt, dass er etwas getan hat für uns.

[12:57] In Vers 10, im gleichen Kapitel, lesen wir in 1. Johannes 4, Vers 10: „Darin besteht die Liebe nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden.“ Jesus hat uns zuerst geliebt und als Ausdruck dieser Liebe hat er sich für uns hingegeben. Er wurde gesandt, hat gepredigt, hat geheilt und hat sich geopfert, damit wir gerettet werden. Und diese Liebe wird uns gegeben.

[13:24] Nun, diese Liebe ist eine Liebe, die die ganze Welt umspannt. In dem bekannten Vers, Johannes 3, Vers 16, lesen wir: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“

[13:48] Diese Liebe, die bereit war zu wirken, die bereit war zu gehen, die bereit war, ein Opfer auf sich zu nehmen, galt der ganzen Welt. Denn die Bibel sagt in Johannes 3, Vers 16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt.“ Also Gott war bereit, für Menschen hinaus zu gehen und für sie etwas zu tun, für sie etwas zu investieren, nämlich Zeit und alles andere auch, weil er sie alle liebte.

[14:20] Nun, schauen wir gemeinsam in Johannes 15, Vers 16. Da wird ganz deutlich noch einmal dieser Gedanke, dass nicht wir uns die Liebe erkaufen können oder dass wir diese Liebe produzieren können, sondern dass Jesus bereits den ersten Schritt gegangen ist für uns. In Johannes 15, Vers 16 lesen wir: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen.“

[14:55] Jesus sagt: „Ihr seid nicht zu mir gekommen, ich bin zu euch gekommen. Ich habe euch erwählt, wozu? Und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht.“ So wie Jesus vom Vater gesandt wurde als Ausdruck der Liebe Gottes, so hat Jesus auch uns bestimmt, dass wir hingehen, dass er uns senden darf in die Welt, die Gott so sehr liebt, als Ausdruck der Liebe, die auch wir haben sollen.

[15:22] Denn diese Liebe, diese wahre Liebe bewirkt etwas und sie schubst uns regelrecht an. Das ist das, was Paulus ausdrücken möchte in 2. Korinther 5, Vers 14 und 15: „Denn die Liebe des Christus drängt uns.“

[15:45] Bist du schon einmal gedrängt worden? Einmal hast du so ein Drängen gespürt? Viele Menschen reden heute von der Liebe Jesu. Sie reden davon, dass sie Jesus lieben, dass sie Jesus mögen, dass Jesus ihr Freund ist. Aber die Liebe Jesu, wenn sie echt ist und wenn sie uns wirklich in uns brennt, dann drängt sie uns. Dann können wir nicht einfach zu Hause sitzen bleiben und sagen: „Heute habe ich keine Lust, heute habe ich kein Interesse, sollen die Menschen mal zusehen, wie sie selbst zurechtkommen.“ Dann drängt sie uns.

[16:16] Wirst du gedrängt von der Liebe Jesu? Oder redest du von der Liebe Jesu den ganzen Tag, ohne etwas zu spüren, ohne dieses Drängen zu spüren, für andere zu wirken?

[16:26] Liebe wird wirksam im Glauben. Noch einmal können wir das hier lesen: „Denn die Liebe des Christus drängt uns, dass wir von diesem überzeugt sind. Da wir von diesem überzeugt sind, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben.“ Wenn wir überzeugt sind von dem, was die Bibel sagt, wenn wir wirklich Jesus lieben und glauben, dass die Botschaft der Bibel die Botschaft für unsere Zeit, für alle Menschen ist, dann wird es uns drängen.

[16:52] Woran liegt es, dass so wenig Menschen, auch im Volk Gottes, dieses Drängen verspüren, dass man sie aufwendig und kostspielig erst motivieren muss? Eigentlich hat Gott nicht vorgesehen, dass man Gläubige motivieren muss zur Mission. Das war niemals Gottes Absicht. Gottes Absicht ist es, uns seine Liebe zu geben und dass, wenn wir seine Liebe annehmen und diese Liebe in uns entwickeln lassen, dass wir von selbst motiviert sind, weil es in uns einfach dazu drängt, andere Menschen mit Jesus bekannt zu machen.

[17:26] Vers 16 heißt es: „So kennen wir denn von nun an niemand mehr nach dem Fleisch. Wenn wir aber auch Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch nicht mehr so.“ Es hat sich alles geändert. Wenn wir dieses Drängen haben, dann werden wir nicht mehr nach dem Fleisch denken und handeln und planen, sondern wir werden jetzt nach dem Heiligen Geist gemäß planen, handeln und denken. Und das verändert unsere gesamte Perspektive. Und Dinge, die uns vorher so wichtig erschienen, werden plötzlich unwichtig. Dinge, die uns vorher so viel Spaß gemacht haben, verlieren ihren Reiz. Und Dinge, die uns scheinbar langweilig und öde und schwierig vorkamen, werden jetzt unsere größte Freude. Das ist das Geheimnis echter, wirklicher, realer Mission. Die Liebe Jesu drängt uns.

[18:14] So, dass wir nicht mehr nach dem Fleisch urteilen, sondern nach dem Geist.

[18:21] Dieser Gedanke, dass die Liebe Jesu in uns eine Reaktion zwangsläufig, natürlicherweise erzeugt, findet sich durch die gesamte Bibel hindurch. Wenn wir 5. Mose 6 aufschlagen, 5. Mose 6, Vers 5, da finden wir diesen Gedanken: „Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“ Dieser Vers ist uns gut bekannt. Jesus zitiert ihn in Matthäus 22 als das größte und wichtigste Gebot, als die Zusammenfassung der ersten vier der zehn Gebote. Es ist uns sehr bekannt. Wir wissen, wir sollen Jesus und Gott lieben mit ganzer Seele, mit ganzem Herzen, mit ganzem Glück, mit ganzer Kraft und so weiter und so fort.

[19:12] Aber vergleichen wir diesen Vers einmal mit Josua 22 und dort Vers 5. Josua 22 und dort Vers 5. Die Bibel sagt dort: „Nehmt euch nur selbst in Acht, dass ihr das Gebot und das Gesetz tut, das Mose, der Knecht des Herrn, geboten hat, dass ihr den Herrn, euren Gott, liebt und auf allen seinen Wegen wandelt und seine Gebote befolgt und ihm anhängt und ihm dient von ganzem Herzen und von ganzer Seele.“

[19:41] Also Mose sagt uns in 5. Mose 6, wir sollen den Herrn lieben von ganzer Seele, von ganzem Herzen und von ganzer Kraft. Und Josua sagt uns, dass wir dem Herrn dienen sollen von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Mit anderen Worten: Jeder, der Gott liebt von ganzer Seele, von ganzer Kraft, von ganzem Herzen, wird ihm auch dienen und zwar mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft, mit ganzem Herzen.

[20:02] So uneingeschränkt, wie wir Jesus lieben, so uneingeschränkt sollen wir ihm auch dienen. Und wenn unser Dienen für Jesus eingeschränkt ist, dann ist das ein Hinweis auf eine eingeschränkte Liebe zu ihm.

[20:23] Wie sieht es mit deinem Dienen aus für Jesus, mit deinem Wirken für Jesus? Könnte es sein, dass dein Wirken für Jesus offenbart, dass da noch Mangel an Liebe zu finden ist? Denn das, was sich in unserem äußeren christlichen Leben abspielt, das, was wir an Zeugnis geben, das, was wir an Charakterentwicklung erleben, das, was wir an Gehorsam erleben, ist nur eine Widerspiegelung unserer gesunden oder kranken Liebesbeziehung zu Jesus.

[20:57] Liebe führt automatisch immer zum Dienst.

[21:01] Lesen wir gemeinsam Lukas 7 und dort Vers 41 bis 43. Lukas 7, Vers 41 bis 43. Jesus spricht hier ein Gleichnis. Er sagt: Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Der eine war 500 Denare schuldig, der andere 50. Da sie aber nichts hatten, um zu bezahlen, schenkte er es beiden. „Sage mir, welcher von ihnen wird ihn nun am meisten lieben?“ Simon aber antwortete und sprach: „Ich vermute, der, den er am meisten geschenkt hat.“ Und er sprach zu ihm: „Du hast richtig geurteilt.“

[21:43] Jesus illustriert an einem sehr einfachen Gleichnis einen sehr bedeutsamen Punkt. Da gibt es zwei Schuldner. Einer hat viele, einer hat einige Schulden. Wenn wir das umrechnen in unsere heutige Zeit, können wir vielleicht sagen, der eine hat 40.000 Euro Schulden, der andere 4.000 Euro Schulden. Und 4.000 Euro Schulden sind kein Papenstiel und man ist dankbar, wenn sie bezahlt werden, aber 40.000 Euro sind eine ganze Menge mehr. Und wenn wir uns vorstellen, dass jemand mit 4.000 Euro Schulden, jemand mit 40.000 Euro Schulden, und beiden wird das erlassen, dann können wir uns sehr leicht vorstellen, dass derjenige mit den 40.000 Euro Schulden sehr viel dankbarer noch ist, als der mit den 4.000 Euro Schulden.

[22:20] Mit anderen Worten, so wie es Jesus selbst ausdrückt im Vers 47: „Deshalb sage ich dir, ihre vielen Sünden sind vergeben worden, darum hat sie viel Liebe erwiesen. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.“

[22:34] Meine Frage an dich ist: Wie viele Sünden sind dir schon vergeben worden? Meine Frage war nicht, wie viele Sünden hast du getan? Wahrscheinlich ist niemand von uns in der Lage, eine genaue Liste zu finden, wie viele Sünden wir getan haben, es sind einfach zu viele. Aber wie viele Sünden sind dir vergeben worden? Wie viele Sünden hast du Jesus konkret übergeben? Und wie viel Gnade hast du erlebt?

[23:09] Es gibt Menschen, die haben ein wenig Gnade erlebt, oder es gibt Menschen, die haben unermessliche Gnade erlebt. Könnte es sein, dass wir manchmal so wenig Liebe haben, weil wir die Fülle der Gnade noch nicht erlebt haben, weil es Dinge gibt in unserem Leben, die wir noch nicht zu Jesus gebracht haben, die wir mit uns herum schleppen, die wir versuchen auf eigene Faust zu regeln und die uns daran hindern, das volle Maß der Liebe zu erleben und damit auch das volle Maß des Dienstes für Jesus? Denk darüber nach.

[23:42] Wenn wir alles ihm übergeben, alle unsere Sünden, alle unsere Sorgen, alle unsere Schwierigkeiten, dann wird er uns auch alles vergeben. Dann werden wir ungeheuer viel Liebe haben und bereit sein, ungeheuer viel für Jesus wirken zu können.

[24:06] Die erfahrene Gnade steht in einem direkten Verhältnis zur Liebe, und die Liebe in einem direkten Verhältnis zum Dienst, wie wir es gesehen haben. Das heißt, das, was ich mit Jesus erlebt habe, steht im Verhältnis zu dem, was ich anderen über Jesus sage. Je mehr wir mit Jesus erlebt haben, desto mehr werden wir anderen sagen.

[24:18] Warum sagen wir so wenig anderen über Jesus? Könnte es sein, dass, wenn wir ganz ehrlich, könnte es sein, wenn du ganz, ganz, ganz, ganz ehrlich zu dir bist, dass es da einen Mangel gibt an persönlichen Erfahrungen mit Jesus?

[24:42] Komm zu Jesus. Übergib ihm alles, was du an Sorgen hast. Mach diese Erfahrung mit Jesus, die Erfahrung seiner Gnade. Und du wirst so viel Liebe in deinem Herzen haben, dass es dich drängen wird, das mit anderen zu teilen.

[25:00] Schauen wir gemeinsam in Johannes 14 und dort ab Vers 23. Johannes 14, Vers 23. Die Bibel sagt hier: „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“

[25:21] Ein ähnlicher Gedanke, wie wir schon ganz am Anfang gehabt haben in Johannes 14, Vers 15. Jesus sagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten und ihr werdet mein Wort befolgen. Ihr werdet es genau so machen, wie ich es gesagt habe.“ Hier ist ein ganz einfaches Geheimnis der Mission. Wenn wir Jesus lieben und den vollen Dienst für ihn tun wollen, dann werden wir genau Jesu Anweisungen befolgen. Wir werden genau das machen, was er gesagt hat. Wir werden genau die Prinzipien, die er uns in seinen inspirierten Schriften gegeben hat, werden wir genauestens befolgen.

[25:53] Und wenn es da jemanden gibt, der sagt: „Die Methoden, die gelten heute nicht mehr, die können wir heute nicht mehr anwenden, die sind altmodisch, müssen wir durch unsere eigenen neuen Methoden, die von der Welt abgekupfert sind, ersetzen“, dann ist das eigentlich ein Beweis dafür, dass es diesen Menschen an Liebe zu Jesus fehlt. Denn Jesus sagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr mein Wort befolgen.“ Ihr werdet euch nicht Gedanken machen, ob das Wort, diese Methoden man heute noch genauso umsetzen kann und ob man das nicht alles ein bisschen aktualisieren und modernisieren muss. Nein, wenn wir Jesus lieben, werden wir sein Wort befolgen, denn Gottes Wort ändert sich nicht. Es ist niemals altmodisch oder überholt.

[26:34] Und das heißt, konkret für Evangelisation und Zeugnis geben, dass die Reaktion der Liebe die sein wird, dass wir fragen nicht nur: „Was sollen wir tun?“ Evangelisation und Zeugnis geben, sondern auch: „Wie sollen wir es tun, Jesus?“ Jemand, der Jesus wirklich liebt, wird es nicht nur tun wollen, er wird es auch so tun wollen, wie Jesus es getan hat. Und das ist eine der größten Herausforderungen. Viele Christen sind heute begeistert, um das Evangelium irgendwie weiterzugeben, aber wie wenig folgen genau den Methoden Jesu und predigen alles, was Jesus gepredigt hat.

[27:09] Das ist die Herausforderung: Es genauso zu machen wie Jesus und sein Wort zu befolgen, egal ob es populär oder unpopulär ist. Daran erkennt man die wahre Liebe zu Jesus.

[27:22] Das hat auch damit zu tun, dass man die Welt aufklären muss über den bindenden Charakter des Gesetzes Gottes. Schauen wir uns ein Beispiel an in Römer 3, Vers 19 bis 20. Das ist etwas, was wir vielleicht nicht unbedingt gerne tun möchten, aber worin sich die Liebe zu Jesus erweist, wenn wir es tun.

[27:44] In Römer 3, Vers 19 bis 20 heißt es: „Wir wissen aber, dass das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch von ihm gerechtfertigt werden kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“

[28:04] Das heißt, wenn wir aus lauter Liebe die Menschen zu Jesus bringen wollen, müssen wir ihnen das Gesetz predigen, damit sie ihre Sünde und damit ihre Verlorenheit und damit ihre Bedürfnisse nach einem Erlöser überhaupt erkennen können. Wir müssen ihnen das Gesetz in Liebe und Klarheit predigen.

[28:26] Das Erkennen, dass die Welt Rettung braucht, kann man also nur, wenn man wirklich weiß, was Sünde ist und was das Gesetz ist. Übrigens, Sünde wird definiert in der Bibel in 1. Johannes 3, Vers 4. Dort lesen wir in 1. Johannes 3, Vers 4: „Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.“ Es ist die einzige Definition, die sich in der Bibel findet. Das heißt nicht, dass damit nur die zehn Gebote in ihrem Wortlaut gemeint sind, sondern in ihrem ganzen geistlichen Charakter, in der Fülle all dessen, was Gott den Menschen in Liebe vorschreibt.

[29:12] Schauen wir gemeinsam in Jakobus 2 und dort Vers 10. Das ist ein sehr wichtiger Gedanke. Jakobus 2 und dort Vers 10. Wir lesen dort: „Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden.“

[29:35] Nun kommt es also vor, dass wir in der Evangelisation auf Menschen treffen, die schon viel vom Gebot Gottes halten wollen, die aber in einem Gebot eine andere Meinung haben und glauben, dieses Gebot ist abgeschafft. Die Rede ist hier vom vierten Gebot. Und die Liebe zu Gott, die Liebe zu Jesus und die Liebe zum Nächsten wird uns dazu drängen, ihm in Liebe und in Klarheit, dieser Person deutlich zu machen, dass man kein Gebot Gottes wissentlich übertreten kann, ohne ein Gesetzesübertreter zu sein. Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden. Es geht hier ganz deutlich um die zehn Gebote, denn in Vers 11 heißt es: „Denn der, welcher gesagt hat: ‚Du sollst nicht Ehe brechen‘, hat auch gesagt: ‚Du sollst nicht töten.‘ Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Übertreter des Gesetzes geworden.“

[30:32] Und dann kommt einer der interessantesten Verse, und er bringt uns wieder ein bisschen zurück auf unseren Hauptgedanken. In Vers 12 lesen wir: „Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen.“ Die zehn Gebote werden beschrieben, das Gesetz Gottes wird beschrieben als das Gesetz der Freiheit.

[30:57] Unser Thema ist ja eine Reaktion aus Liebe. Nun, wir wissen aus Römer 13, Vers 10, dass Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist. Deswegen ist es so wichtig zu verstehen, was für eine Liebe hier wirklich gemeint ist. Eine Reaktion aus Liebe, die in den zehn Geboten beschrieben wird, wie diese Liebe aussieht. Und diese Liebe ist ein Sinnbild der Freiheit. Es ist das Gesetz der Freiheit.

[31:26] Nun haben wir gesagt, jede Sünde ist definiert als Übertretung des Gesetzes. Und wenn wir zu Johannes 8 gehen, Johannes 8 und dort Vers 34, dann finden wir diesen interessanten Gedanken. Johannes 8, Vers 34. Jesus antwortet ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.“

[31:53] Und das ist der Grund, warum man nicht gleichzeitig neun Gebote halten kann und eins übertreten kann, sondern dann alle übertreten hat, denn man kann nicht gleichzeitig Knecht sein und frei sein. Entweder man ist ein Knecht, weil man sündigt, oder man ist frei, weil man das Gesetz der Freiheit angenommen hat und durch Jesus hält, durch seine Kraft. Wie gesagt in Vers 36, im gleichen Vers, im gleichen Kapitel, in Vers 36: „Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.“

[32:31] Bist du Freier oder bist du Knecht? Und wenn wir Menschen zur Freiheit, zu Jesus bringen wollen, dann müssen wir ihnen auch das Gesetz predigen, damit sie wirklich frei sein können und nicht glauben, dass sie frei sind, aber in Wirklichkeit noch Knechte sind. Man kann nicht gleichzeitig frei und unfrei sein, und man kann nicht gleichzeitig das Gesetz halten und Sünde tun. Das ist unmöglich.

[32:57] Aber zum Glück liebt es Jesus, zum Glück ist er für uns gestorben, zum Glück hat er uns diese Liebe gezeigt, damit wir durch seine Liebe das Gesetz der Liebe halten können.

[33:08] Schauen wir gemeinsam in Johannes 15, Vers 13. Hier wird noch ein weiterer Aspekt über die Liebe Gottes ausgesagt, der es verdient, hier besonders betont zu werden. In Johannes 15 und dort Vers 13 heißt es: „Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde.“

[33:31] Jesus beschreibt hier den edelsten Aspekt der Liebe in der Opferbereitschaft. Wirklich tiefe Liebe lässt sich daran ermessen, wie viel jemand bereit ist, aufzugeben für den anderen in der Opferbereitschaft. Und dabei stellt sich eine ganz praktische Frage: Wie viel bist du, lieber Freund, liebe Freundin, wie viel bin ich? Wie viel sind wir bereit zu opfern für andere? Was bist du bereit zu opfern, damit andere Menschen zu Jesus kommen? Ich sage nicht, was bist du bereit zu erfüllen, weil es dir auferlegt wird, weil man ab und zu vielleicht mal doch ein Flyer austeilt oder dann doch ein Buch weitergibt, weil es einem 30 mal empfohlen wurde, um sein Gewissen zu beruhigen. Nein, nein, nein, das meine ich nicht. Ich meine, wie viel bist du bereit zu opfern an Zeit, Energie, Kreativität, finanziellen Mitteln? Wie viel bereit bist du zu geben von dem, was du nicht geben müsstest, was du aber geben willst, weil dich die Liebe Jesu drängt? Wie viel opferst du in der Mission und im Zeugnisgeben? Oder erfüllst du nur die Planpflichten, die vorgegeben worden sind von irgendjemandem?

[34:56] Bist du bereit, etwas zu opfern? Denn nur darin erweist sich echte, tiefe Liebe. Und diese echte, tiefe Liebe wird dann diese Reaktion hervorbringen, von der wir reden und von der wir hier diese Woche sprechen.

[35:10] Unser größtes Vorbild natürlich ist Jesus, denn Jesus sagt in Johannes 10 und dort Vers 11. Johannes 10, Vers 11: „Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Jesus war bereit, sein Leben zu opfern, er war bereit, alles zu opfern, damit wir es gut haben, damit wir errettet werden können. Aber wie viel bist du bereit zu opfern? Jesus ist unser Vorbild.

[35:42] Schauen wir gemeinsam in Epheser 5, Vers 1 und 2. Epheser 5, Vers 1 und 2. Und da wird es sehr, sehr praktisch. Das heißt nämlich: „Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleich wie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer zu einem lieblichen Geruch für Gott.“

[36:06] Paulus sagt: Genau diese Liebe, die sich darin zeigt zu opfern und etwas aufzugeben für andere, genau diese Liebe sollst du, lieber Freund, liebe Freundin, soll ich nachahmen. Werdet Gottes Nachahmer. Gott hat die Welt geliebt, denn so sehr hat Gott die Welt geliebt. Liebst du auch die Welt? Nicht im Sinne, dass wir die Dinge der Welt lieben, sondern liebst du die Menschen dieser Welt? Dass du bereit bist, etwas zu opfern von deiner Zeit, von deinem Geld, von deiner Energie.

[36:38] Kein einziger Christ hätte jemals zu Jesus gefunden, wenn nicht andere vor ihm bereit waren gewesen wären, etwas zu opfern. Es werden keine Menschen zu Jesus finden in dieser unserer Zeit, wenn wir nicht bereit sind, dieser Opferbereitschaft in der Liebe Jesu zu folgen, Jesus in seiner Opferbereitschaft zu imitieren. Denn nebenbei gesagt, jemand hat mal gesagt, meine Lieblingsautorin: „Wahre Religion ist die Imitation von Christus.“ Imitierst du Jesus auch in diesem Aspekt?

[37:19] Schauen wir gemeinsam in Offenbarung 14, Vers 4. Dort wird eine Generation beschrieben, direkt vor der Wiederkunft, die genau diese Liebe imitiert. Es heißt von ihr in Offenbarung 14, Vers 4: „Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich rein. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht.“ Egal zu welchem Opfer das Lamm sie ruft, sie sind bereit zu gehen, denn sie lieben Jesus.

[37:48] Lieber Freund, liebe Freundin, es wird Zeit, dass wir aufhören, über die Liebe Jesu einfach nur zu reden. Es wird Zeit, dass die Welt die wahre Reaktion auf die Liebe zu Jesus sieht. Dass wir Jesus folgen, wohin er auch geht. Und wenn er uns ruft in ein fernes Land, dann lasst uns in ein fernes Land gehen. Wenn er uns ruft zur Nachbartür, dann lasst uns zur Nachbartür gehen. Wenn er uns ruft zu predigen, dann lasst uns predigen. Wenn er uns ruft einen Hauskreis zu gründen, dann lasst uns einen Hauskreis gründen. Wenn er uns ruft, einen anderen Dienst zu unterstützen mit Gaben, dann lasst uns diesen Dienst mit Gaben unterstützen.

[38:22] Lasst uns das tun, was Jesus sagt: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.“ „Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr mein Wort befolgen.“ Das ist das, was Jesus uns sagt. Und daran erkennt man die wahre Liebe zu Jesus, dem Lamm nachzufolgen, wohin es auch geht.

[38:43] Und noch einmal wollen wir hier einen wichtigen Gedanken betonen, den wir schon ein paar Mal angesprochen haben. In Römer 5, Vers 6 bis 8 heißt es: Römer 5, Vers 6 bis 8: „Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten, für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben. Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

[39:10] Vers 10 werden sie dann die Feinde genannt, die Sünder. Jesus war bereit, diese Opferbereitschaft Menschen gegenüber angedeihen zu lassen, die ihn gehasst haben, die geschrien haben: „Kreuze ihn!“, die ihn bespuckt und geschlagen und gedemütigt haben.

[39:27] Hast du schon einmal erlebt in der Mission beim Evangelisieren und Zeugnis geben, dass Menschen böse auf dich waren, dass sie dich beleidigt haben, dass sie dich geschmäht haben? So leicht verlieren wir den Mut und sind vielleicht selbst böse auf sie. Aber die wahre Liebe zeigt sich dann selbst dann noch, ihnen nur Gutes zu wollen.

[39:46] Jesus hat diesen Gedanken ausgedrückt in dem viel bekannten und viel zitierten Vers in der Bergpredigt in Matthäus 5 und dort Vers 44. Matthäus 5, Vers 44: „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen.“ Kennst du Menschen, die dich verfolgen? Kennst du Menschen, die dich hassen und die dir fluchen? Bete für sie, segne sie, liebe sie.

[40:20] Was heißt lieben? Sei bereit, ein Opfer für sie zu bringen, damit sie Jesus kennenlernen.

[40:33] Schauen wir gemeinsam in Johannes 14, Vers 21. Johannes 14, Vers 21. Die Bibel sagt uns: „Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“

[41:02] Wenn wir an Jesu Geboten festhalten, wenn wir gehorsam sind aus Liebe, nicht aus Werksgerechtigkeit, sondern aus Liebe, all seinen Geboten durch seine Kraft im Gehorsam sind, daran festhalten und sie befolgen, dann werden wir erkannt als diejenigen, die ihn lieben. Dann werden wir persönliche Erfahrungen mit Gott machen. Mit anderen Worten: Glaubensgehorsam führt zu persönlichen Erfahrungen mit Gott.

[41:27] Könnte es sein, dass wir so wenig Erfahrung mit Gott machen, weil wir nicht bereit sind, im Glauben ihm gehorsam zu sein? Glaubensgehorsam führt zu persönlichen Erfahrungen mit Gott.

[41:38] Jesus hat es noch anders ausgedrückt, in Johannes 15, Vers 14. Unser Leitgedanke war Johannes 14, Vers 15, aber jetzt lesen wir Johannes 15, Vers 14. Dort steht: Johannes 15, Vers 14: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete.“

[41:56] Möchtest du Jesu Freund sein? Möchtest du der Freund des Schöpfers und des Erlösers und des Königs des Universums sein? Jesus sagt: Du kannst mein Freund sein. Die einzige Bedingung ist, dass du tust, was immer ich dir sage. Wenn ich dir sage: „Kommt zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid“, dann komm zu mir. Wenn ich dir sage: „Nehmt mein Joch auf euch“, dann nimm das Joch. Wenn ich, Jesus sagt, wenn ich dir sage: „Ich vergebe dir deine Sünden“, dann glaube, dass ich dir das getan habe. Wenn ich dir sage: „Geht hinaus, verkündigt das Evangelium“, dann tue das. Was immer Jesus sagt, wann immer er es sagt, unter welchen Umständen es auch immer sagt.

[42:36] Ein Freund Jesu wird daran erkannt, dass er tut, was immer Jesus sagt. Nicht nur die fünf Verse, die wir am liebsten über Jesus mögen, sondern alles, was er gesagt hat. Bist du ein Freund von Jesus? Bist du sein Freund? Oder bist du Mitglied einer Kirche, die an Jesus glaubt? Bist du sein Freund? Kennst du ihn persönlich?

[43:08] Wenn du sein Freund bist, was immer er dir sagt, und dann kann Evangelisation und Zeugnis geben, nur erfolgreich sein in den Augen Gottes. Es kann dann nicht mehr schief gehen.

[43:20] Schauen wir gemeinsam in 5. Mose 11, Vers 13 und 14. 5. Mose 11, Vers 13 und 14. Die Bibel sagt uns: „Wenn ihr nun meinen Geboten eifrig gehorcht, die ich euch heute gebiete, so dass ihr den Herrn, euren Gott, liebt und ihn mit eurem ganzen Herzen, mit eurer ganzen Seele dient.“ Das ist dieser Gedanke, den wir vorhin schon angesprochen haben, dass Liebe immer zum Dienst führt. Liebe aus ganzem Herzen führt zum Dienst aus ganzem Herzen.

[43:52] Wenn also diese Bedingung erfüllt ist, wenn wir Gottes Gebote eifrig befolgen, dann heißt es in Vers 14: „So will ich den Regen vor euer Land geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, dass du deinen Korn, deinen Most und dein Öl einsammeln kannst.“ Jesus verspricht: Wenn wir aus Liebe ihm gehorsam sind, dann gibt es die Ernte ohne Verzögerung.

[44:15] Liebe Freunde, Jesus möchte uns eine Ernte ohne Verzögerung schenken. Er möchte keine weitere Verzögerung mehr. Er möchte, dass die Ernte eingefahren wird. Er möchte, dass die Menschen Jesus kennenlernen, dass er wiederkommen kann. Und die Bedingung, damit das geschieht, ist, dass wir Jesus aus Liebe gehorchen.

[44:37] Wenn wir eifrig seine Gebote halten, aus Liebe, dann wird er den Frühregen senden und er wird den Spätregen senden. Manchmal werden tausend Seminare angeboten und viele Stunden damit verbracht, bis ins Letzte zu definieren, was getan werden muss, damit der Spätregen kommt und der Frühregen. Und hier ist es in wenigen Sätzen, wenigen Worten auf den Punkt gemacht.

[45:02] Wenn wir Jesus aus Liebe gehorchen, egal was er sagt, dann wird Gott den Frühregen geben, er wird den Spätregen geben, er wird die Ernte reifen lassen, er wird wiederkommen. Er kümmert sich um den Rest. Deine Aufgabe ist es, meine Aufgabe ist es, ihn zu lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und ihm zu dienen, indem wir sein Gesetz halten und das tun, was immer er uns sagt, von ganzer Seele, von ganzer Kraft und von ganzem Gemüt. So einfach ist Evangelisation und Zeugnis geben.

[45:42] Und wenn wir das tun, dann werden wir sagen können, wie Paulus und viele andere, in Philipper 1, Vers 1: „Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, an alle Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, samt den Aufsehern und Diakonen.“ Willst du ein Knecht für Jesus sein? Einfach das tun, was er sagt? Nicht deinen eigenen Willen durchdringen, sondern das tun, aus Liebe ziehen, weil er so viel für dich getan hat.

[46:16] Mein letzter, unser letzter Gedanke heute, unser letzter Abschnitt, befindet sich im Psalm 51. Ein Psalm, der mir schon öfter in meinem Leben sehr geholfen hat. Und ich empfehle ihn dir, wenn du in Sünde gefallen bist.

[46:30] Im Psalm 51, Vers 12 heißt es: „Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz und gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Gib mir wieder die Freude an deinem Heil und stärke mich mit einem willigen Geist.“

[46:51] Wenn wir diese Liebe erlebt haben, dann wird sich Vers 15 erfüllen: „Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren.“ Willst du diese Liebe Jesu, die dir ein völlig neues Herz schenkt, die dir alle deine Sünden vergibt? Jetzt, wenn du jetzt darum bittest, willst du es erleben und willst du dich ihm von ganzem Herzen hingeben mit all deinem Herz, mit all deiner Kraft, mit all deinem Denken als ein treuer Knecht, der einfach aus Liebe das tut, was Jesus sagt?

[47:24] Lade dich jetzt hier genau dazu ein. Bist du bereit, diese Entscheidung zu fällen? Dann bete Gott, bitte Gott um genau diese Entscheidung. Sag sie ihm im Gebet. Besiege sie im Gebet.

[47:41] Und wir freuen uns, wenn wir nächste Woche uns wieder hier gemeinsam treffen können, auf www.joelmedia.de zu unserer nächsten Folge der Countryside Study Hour. Bleibt uns weiterhin treu. Erzählt anderen von diesem Bibelstudium und auch von all den anderen Programmen, die ihr finden könnt auf joelmedia.de, von unseren verschiedenen Videos und auch dem Livestream-Angebot. Und bis zum nächsten Mal. Gott segne euch und viel Freude beim Studium seines Wortes. Amen.

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