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In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp geht es darum, dass jedes Glied im Leib Christi eine wichtige Aufgabe hat. Anhand biblischer Beispiele wird erklärt, wie wir aus der Finsternis zum Licht berufen sind und welche Verantwortung daraus erwächst. Die Bedeutung des Zeugnisgebens und des Dienstes der Versöhnung wird beleuchtet, um andere Menschen zu Gott zu führen.

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp geht es darum, dass jedes Glied im Leib Christi eine wichtige Aufgabe hat, unabhängig von seinen Gaben oder Talenten. Es wird erklärt, wie Jesus uns durch sein Blut zu Königen und Priestern gemacht hat und uns aus der Finsternis zu seinem Licht berufen hat, um seinen Charakter zu verkündigen. Die Lektion betont die Bedeutung des Dienstes der Versöhnung und die Rolle jedes Gläubigen als Botschafter Christi.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q2: Evangelisation und Zeugnisgeben

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir freuen uns, dass ihr dabei seid, dass ihr eingeschaltet habt, um mehr zu lernen darüber, wie wir unseren Glauben effektiv und wirksam weitergeben können. Wir sind froh, heute das zweite Thema studieren zu können, in unserem Quartalsheft Evangelisation und Zeugnis geben. Wir bereiten uns vor auf das Bibelgespräch am 14. März und das heutige Thema hat ganz viel mit dir zu tun, der du jetzt zuschaust, der du vor dem Computer sitzt, der du dir diese Cannstatt Study Hour zu Gemüte führst, denn das Thema heißt: Jedes Glied hat eine Aufgabe.

[1:49] Vielleicht hast du nicht den Eindruck, dass du eine große Aufgabe im Werk Gottes hast, vielleicht hast du die Idee, dass du nicht viele Gaben hast, oder du sagst dir selbst: Ich habe kein wirklich großes Talent, wenn es um Missionen geht. Aber wir werden heute sehen, dass jedes einzelne Glied eine Aufgabe hat und wir wollen heute darüber sprechen, über die Prinzipien, um herauszufinden: Was ist meine Aufgabe? Was ist deine Aufgabe? Bist du bereit? Dann lass uns gemeinsam unseren Merkvers aufschlagen in 1. Petrus 2, Vers 9. 1. Petrus 2, Vers 9. Ein wunderbarer Vers. Es heißt hier: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat, zu seinem wunderbaren Licht.“

[2:41] Petrus spricht hier zu dem Volk Gottes, zu den Christen, und er benutzt eine Sprache, die wir aus dem Alten Testament kennen, eine Sprache, die er borgt aus 2. Mose 19, Vers 5 und 6. Lass uns da für einen Moment kurz hingehen. In 2. Mose 19, Vers 5 und 6, dort spricht vielmehr Gott zu Mose und er sagt in Vers 5 und 6: „Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und meinen Bund bewahrt, so solltet ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber solltet mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst.“

[3:32] Halt mir fest, Gott sagt nicht nur zu Mose oder zu Aaron, sondern zu dem ganzen Volk Israel, zu all den Millionen, die sich dort am Berg Sinai versammelt haben. Zu all ihnen sagt er: Ihr seid mein besonderes, auserwähltes Volk, ein königliches Geschlecht, eine Nation von Priestern. Aber Gott gibt hier auch gleichzeitig eine Bedingung an, die wir nicht unterschlagen wollen. Er sagt ganz deutlich in Vers 5, dass diese Aussage an der Bedingung hängt, dass wir seiner Stimme Gehör schenken sollen und ihm gehorchen und seinen Bund bewahren.

[4:03] Und so können wir auch Schlussfolgern, dass die gleiche Kondition, die gleiche Bedingung notwendig ist, um dieses auserwählte Geschlecht, dieses königliche Priestertum in 1. Petrus 2 zu sein. Wenn wir seiner Stimme Gehör schenken möchten, wenn wir ihm gehorchen wollen, wenn wir seinen Bund, den er mit uns machen möchte, bewahren, dann haben wir einen besonderen Auftrag. Nun, warum königliche Priesterschaft? Lass uns ganz kurz da einen interessanten Abschnitt lesen in Offenbarung 1, Vers 5 und 6. Offenbarung 1, Vers 5 und 6. Dort heißt es: „Und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

[5:08] Mit anderen Worten, was uns die Bibel hier sagt ist, dass Jesus durch sein Blut, das er vergossen hat auf Golgatha, uns zu Königen und Priestern gemacht hat. Und durch diesen Bund, den er mit uns gemacht hat, sind wir sein besonderes Volk. Ein Volk zum Eigentum, das so wie das Volk Israel, das in 2. Mose 19 genannt wird, das Volk zum Eigentum, dann in 2. Mose 20 das Gesetz Gottes bekommt, um es anderen weiter zu verkündigen. Genauso auch mit uns. Wir sind zu Königen und Priestern allein durch das Blut Jesu gemacht worden. Aber dann erwartet Gott von uns, dass wir ihm gehorsam sind.

[5:47] Diese Berufung, die wir in 1. Petrus 2 gelesen haben, dass er uns aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat, die spielt auf etwas an, das auch in 2. Korinther 4 beschrieben wird. In 2. Korinther 4, Vers 4 heißt es: „Bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, so dass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist.“ Das heißt, das Evangelium, die gute Nachricht, dass Jesus für mich und für dich gestorben ist, dass er uns liebt, ist ein helles Licht. Und dann heißt es in Vers 6 im gleichen Kapitel: „Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“

[6:51] Mit anderen Worten, wir alle waren in der Finsternis und Paulus spielte ganz deutlich auf den ersten Schöpfungstag an. Wir alle befanden uns in Leere, in Chaos und in Finsternis und Jesus hat uns berufen aus der Finsternis, wie Petrus sagt, zu seinem wunderbaren Licht, in dem das gleiche Mittel, das damals Licht gesprochen hat, nämlich das Wort Gottes, auch heute und in dieser Zeit in unsere dunkle Seele hinein Licht sprechen kann, in unser dunkles Herz, so wie es Vers 6 hier beschreibt.

[7:16] Jeder, der diese Erfahrung gemacht hat, jeder, der in der Finsternis war, jeder, der in einem chaotischen Leben gelebt hat, jeder, der sich leer gefühlt hat und der durch das Wort Gottes Licht gesehen hat, der ist aus der Finsternis zu seinem, das heißt zu Gottes wunderbarem Licht berufen und deswegen hat eine Aufgabe. Jeder, der aus der Finsternis zum Licht berufen worden ist, hat eine Aufgabe für Gott. Das sehen wir ganz deutlich im Leben des Paulus in Apostelgeschichte 26 und dort Vers 13. Dort beschreibt Paulus noch einmal seine Bekehrungsgeschichte und er sagt in Vers 13: „Da sah ich mitten am Tag auf dem Weg, oh König, vom Himmel her ein Licht, heller als der Glanz der Sonne, das mich und meine Reisegefährten umleuchtete.“ Wir wissen, dass dort Jesus ihm erscheint mit der Frage: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“

[8:17] Und dann heißt es in Vers 16: „Aber steh auf und stelle dich auf deine Füße, denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde.“ Jesus erscheint dem Paulus inmitten seiner geistlichen Finsternis und Umnachtung mit einem Licht und er beruft ihn zu seinem Licht, damit er ein Zeuge und Diener ist für das, was er gesehen hat.

[8:51] Vers 18 sagt uns: „Um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.“ Bist du durch das Wort Gottes aus der Finsternis herausgerissen worden? Bist du durch das Wort Gottes zu seinem Licht berufen worden? Hat das Wort Gottes deine Leere und ein Chaos gefüllt? Dann hast du, so wie Paulus, automatisch die Aufgabe, andere ebenfalls aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht zu berufen. Das ist unsere Aufgabe und das sollten wir tun.

[9:30] In 1. Petrus 2, Vers 9 gehen wir noch einmal kurz dorthin zurück. In 1. Petrus 2, Vers 9, da haben wir gelesen: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, weil wir durch Jesu Blut gereinigt worden sind, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat, zu seinem wunderbaren Licht.“

[9:56] Was sollen wir verkündigen? Die Bibel sagt hier, warum wir dieses heilige Volk sind, warum wir eine königliche Priesterschaft sind. Nämlich, um etwas zu verkündigen, nämlich die Tugenden dessen. Das heißt, die Tugenden Gottes, denn Gott ist es ja, der uns durch sein Wort aus der Finsternis berufen hat, zu seinem wunderbaren Licht. Das heißt, unsere Aufgabe besteht darin, die Tugenden, oder anders ausgedrückt, den wahren Charakter Gottes zu verkündigen.

[10:27] Was ist unsere Aufgabe? Wir sollen den Menschen den wahren Charakter Gottes zeigen, denn ohne jeden Zweifel haben Menschen, die die Bibel nicht kennen, ein völlig verzerrtes Bild vom Wesen, von der Natur und von den Tugenden unseres Gottes, vom Charakter Gottes. Wir haben ja im letzten Quartal drei Monate über den Charakter und das Wesen Gottes gesprochen. Ich glaube, wir haben vieles gesehen, was wir anderen weitergeben können, die das noch nicht so sehen konnten, weil sie niemanden hatten, der es ihnen erklärt hat. Glaubst du, es ist notwendig, dass Menschen um dich herum sehen, wie Gott wirklich ist? Und wenn du aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen worden bist, dann wirst du diesen Auftrag verspüren, weil du selbst herausgerettet worden bist.

[11:18] Vers 10 gibt uns eine weitere Begründung. Es heißt hier: „Euch, die ja einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.“ Du und ich, wir haben einmal nicht zum Volk Gottes gehört. Wir waren einmal draußen in der Finsternis. Und wenn du durch das Wort Gottes, durch seine Gnade hineingekommen bist in das Volk Gottes, wenn du begnadigt worden bist, wenn du gerettet worden bist, dann hast du eine Aufgabe. Mission ist nichts für die, die das zweite Level erreicht haben im Christentum. Mission ist für jeden, der Jesus angenommen hat. Es ist seine Aufgabe.

[11:54] Deswegen sagt uns die Bibel auch in Daniel 12, Vers 3: „Und die Verständigen werden leuchten, wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welchen die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewig.“ Willst du so ein Stern sein, der andere ebenfalls zu der Gerechtigkeit weist, die du gefunden hast, als ein Licht, ein kleines Licht in der dunklen Nacht, weil du selbst aus der Finsternis herausgerufen worden bist zu seinem wunderbaren Licht?

[12:32] Und wir werden einen Abschnitt noch gemeinsam studieren und zwar in 2. Korinther 5, Vers 15 bis 20. 2. Korinther 5, Vers 15 bis 20. Die Bibel sagt uns hier: „Und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.“ Und das ist ein sehr tiefer und wichtiger Gedanke. Jesus ist deshalb für alle gestorben. Wir wissen aus Johannes 3, Vers 16, dass Jesus für die ganze Welt gestorben ist. Er ist für alle gestorben. Wir wissen nicht, alle kommen zu ihm und ergreifen das ewige Leben. Aber die Bibel sagt, dass hier ein bestimmter Grund dahinter steht.

[13:22] Er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, das heißt diejenigen, die das Leben ergreifen, die zu ihm schauen, die das ewige Leben annehmen, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben. Mit anderen Worten, Jesus ist nicht dafür gestorben, dass dir vergeben wird und danach dein Leben selbst planst und tust und denkst, was du für richtig hältst. Dafür ist Jesus nicht gestorben, sondern weshalb ist er gestorben? Sondern für den, damit sie leben, für den, der für sie gestorben und auferstanden ist. Jesus ist für dich gestorben, damit du ihn annimmst und damit du danach für ihn lebst. Das war der Grund, warum er gestorben ist.

[14:03] Wenn wir sagen, dass Jesus für uns gestorben ist, allein nur um unsere Sünden wegzunehmen und nichts anderes, dann nehmen wir die Hälfte des Evangeliums weg. Denn der Grund, warum er stirbt, ist natürlich, um uns die Sünden wegzunehmen, damit wir – und das ist der zweite Teil – danach für ihn leben. Unsere Worte sollen dann für ihn sein, unsere Gedanken für ihn, unsere Taten für ihn. Und wenn wir für ihn leben, dann werden wir auch seinen Auftrag annehmen.

[14:23] Nicht für Jesus zu leben, sondern nach seinen eigenen Wünschen und Lüsten zu leben, bedeutet, den eigentlichen Zweck des Erlösungsplanes misszuverstehen und zu verfehlen.

[14:38] Vers 16 sagt uns: „So kennen wir den nun von nun an niemand mehr nach dem Fleisch. Wenn wir aber auch Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch nicht mehr so.“ Mit anderen Worten, wenn wir Jesus ganz angenommen haben, dann werden wir durch den Geist geführt und nicht mehr nach dem Fleisch. Natürlich, als unbekehrte Menschen kommen wir irgendwann in Kontakt zu Jesus. Wir kennen ihn für eine kurze Zeit lang nach dem Fleisch. Der Heilige Geist wirkt in uns die Bekehrung. Und wenn wir dann unser ganzes Leben ihm übergeben haben, dann ist Jesus mehr nur als eine Person, die uns interessiert, sondern jetzt ist er plötzlich unser Herr und Kommandeur, sozusagen.

[15:17] Vers 17 sagt uns: „Darum ist jemand in Christus, so ist er eine was? Eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“ Vielleicht sagst du: „Nun ja, ich habe früher keine guten Erfahrungen gemacht. Ich bin nicht gut mit Menschen. Ich bin nicht gut darin, mit Menschen umzugehen. Ich bin nicht mutig genug, andere anzusprechen. Ich habe nicht die Talente, die notwendig sind.“ Hier steht: Wenn wir in Christus sind, ist all das Alte, was uns früher ausgezeichnet oder halt auch nicht ausgezeichnet hat, vergangen. Es ist alles neu geworden. Ja, jeder hat eine besondere Persönlichkeit. Gott benutzt jede besondere Persönlichkeit, aber jeder, der in Christus ist, wird so neu geschaffen, dass er den Willen Gottes tun und den Auftrag Gottes, andere Menschen zu erreichen, erfüllen kann.

[16:04] Vers 18: „Das alles aber kommt von wem? Aus mir, aus meiner Kraft?“ Nein, „das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat.“ Wenn du durch Jesus Christus mit Gott versöhnt worden bist, dann bekommst du automatisch den Dienst der Versöhnung. Nun, was heißt der Dienst der Versöhnung?

[16:26] Vers 19: „Weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht mehr anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte.“ Heißt, durch die Annahme von Jesus Christus sind wir mit Gott versöhnt. Wir haben Frieden mit Gott und dadurch legt Gott das Wort der Versöhnung in uns. Nun, was sind Worte? Worte sind Sachen, die ausgesprochen werden müssen. Gott legt in uns das Wort der Versöhnung, dass wir zu anderen über die Versöhnung reden. Warum? Weil wir selbst versöhnt worden sind. Das ist ein ganz einfacher Punkt.

[17:02] Ein Beispiel davon über jemanden, der Versöhnung erlebt hat, der durch Christus mit Gott versöhnt wurde und in den das Wort der Versöhnung gelegt wurde, den finden wir in Apostelgeschichte 2, Vers 38. Apostelgeschichte 2, Vers 38 sagt uns: „Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ Petrus hatte sich von Gott entfernt, aber durch Jesus Christus, durch die Annahme seines Opfers, war er mit Gott wieder versöhnt. Und in dem Moment, wo er mit Gott versöhnt wurde, legte Gott das Wort der Versöhnung in ihn oder rief zu anderen Menschen: „Lass dich versöhnen! Lass dich versöhnen!“

[17:51] Bist du versöhnt mit Gott? Hast du Frieden mit Gott? Und wenn ja, dann legt Gott in dich hinein das Wort der Versöhnung. Das Wort der Versöhnung.

[18:08] Schauen wir gemeinsam noch einmal in 2. Korinther 5, Vers 20. 2. Korinther 5 und dort Vers 20. Dort steht: „So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt. So bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott.“

[18:32] Hast du schon einmal einen Botschafter gesehen? Was ist die Aufgabe eines Botschafters? Die Aufgabe eines Botschafters ist, dass er die Botschaft, die ihm gegeben worden ist, unverändert weitergibt. Ein Botschafter, der doch seine eigene Meinung hinbringt, der an der originalen Botschaft des Staates, den er vertritt, noch etwas wegnimmt oder etwas verändert, der wird nicht lange Botschafter bleiben.

[18:59] Wenn wir Botschafter für Christus sind, dann haben wir kein Recht, etwas an der Botschaft, die Christus uns gegeben hat, zu verändern. Keines. Wir sollen einfach das weitergeben als willige Instrumente, sodass Christus in uns, dass Gott durch uns sprechen kann. Gott hat niemandem von uns – ich möchte, dass ihr sehr gut zuhört – er hat niemandem von uns den Auftrag erteilt, die Botschaft zu verändern oder anzupassen oder umzuformen, zu modellieren, zu modifizieren, zu kontextualisieren, sodass etwas fehlen würde, weil wir meinten, es wäre in dem Moment, es wäre nicht mehr passend für unsere Zeit oder unseren Ort.

[19:45] Gott hat uns keine Aufgabe gegeben, die Botschaft noch einmal zu prüfen. Gott hat uns die Botschaft, den Auftrag gegeben, die Botschaft weiterzugeben. Er hat die Botschaft geprüft. Er hat die Botschaft gut ausformuliert. Wir sollen sie weitergeben, in Liebe, in Klarheit, mit Weisheit, mit Intelligenz, aber unverändert als Botschafter, stellvertretend für Christus.

[20:01] Wenn wir missionarisch aktiv sind, dann haben wir ein Ziel: Stellvertreter für Christus zu sein. Immer mehr so zu reden und zu handeln und zu denken, wie Jesus gehandelt hat. Und es gibt wahrscheinlich keine bessere Möglichkeit, einen christusähnlichen Charakter zu entwickeln, als das zu tun, was Christus getan hat, nämlich anderen Menschen zu helfen, das Wort Gottes besser zu verstehen und ihre Probleme in den Griff zu bekommen, indem sie alles, aber auch wirklich alles auf Jesus werfen.

[20:43] Nun, lasst uns gemeinsam in Sprüche 13, Vers 17 lesen: „Ein gottloser Bote stürzt ins Unglück, aber ein treuer Gesandter bringt Heilung.“ Was für ein Bote möchtest du sein? Möchtest du ein Bote sein, der ins Unglück stürzt, oder jemand, der Heilung bringt? Möchtest du Heilung bringen dadurch, dass du ein treuer Gesandter bist, dass du einfach das weitergibst, was dir gesagt worden ist? Das ist das Prinzip, auf das wir bauen sollten und von dem wir nicht abweichen sollten, als ein treuer Gesandter Heilung bringen. Denn Jesus selbst hält diese Heilung bereit für jeden, mit dem wir reden.

[21:35] Schauen wir gemeinsam noch in 2. Korinther 3 und dort Vers 6. 2. Korinther 3 und dort Vers 6. Wir lesen: „Der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes, denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“

[22:04] Hier ist ein wichtiger Gedanke für uns in diesem Kontext hier enthalten, nämlich dass Gott uns tüchtig macht zu Dienern des neuen Bundes. Es sind nicht wir, die uns tüchtig machen, sondern Gott macht uns tüchtig. Gott gibt uns die Fähigkeiten. Glaubst du das? Glaubst du, dass Gott dir, der du jetzt gerade zuschaust, der du jetzt gerade die Cannstatt Study Hour hier gemeinsam studierst, der du vielleicht noch niemals wirklich echte, systematische Missionsarbeit gemacht hast, glaubst du, dass du durch Gott befähigt werden kannst, dass er dich tüchtig machen kann, weil du weißt, was er für dich getan hat? Gott verspricht es dir, dass du ein Diener des neuen Bundes werden kannst.

[22:48] Schauen wir gemeinsam in Johannes 4, Vers 35. Vielleicht sagst du: „Wenn du wüsstest, wenn du nur wüsstest, was in meinem Leben passiert ist, wenn du nur wüsstest, wie es mir gerade geht und wie ungeeignet ich bin.“ Dann lass mich dir die ungeeignetste Person auf der Welt vorstellen. Johannes 4. In Johannes 4 finden wir eine Frau, die erstens keine Jüdin war, sondern eine Samariterin. Zweitens eine Frau, was in der damaligen Zeit hinderlich war, wenn man eine Botschaft weitergeben wollte. In der damaligen Zeit galten Frauen noch nicht einmal was im Gerichtssaal. Ein Zeugnis einer Frau galt für nichts. Niemand konnte verurteilt werden, wenn die einzigen Zeugen, die es gab, Frauen gewesen waren. Aber dann war sie noch eine moralisch bedenkliche Frau, die verachtet war. Sie hatte fünf Männer gehabt und den, die sie jetzt hatte, mit dem war sie nicht verheiratet. Sie war so sehr der Abschaum der Gesellschaft, dass sie sich nicht einmal getraut hat, zu normalen Zeiten zum Brunnen zu gehen, sondern sie ging in der Hitze des Tages, wo kein anderer ging, damit sie ja nicht gesehen wurde.

[24:04] Diese Frau am Rand der Gesellschaft, einsam, verlassen und emotional gebrochen, die würden wir unter keinen Umständen als erfolgreiche Bibelarbeiterin anstellen, oder? Wir würden vermutlich denken, dass es Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, brauchen würde, um hier einen Heilungsprozess in Gang zu bringen. Vielleicht würde sie niemals wirklich geeignet sein, im Werk Gottes etwas Wichtiges zu tun. Aber sie hört nur einige wenige Minuten Jesus sprechen. Sie hört nur einige wenige Minuten den Messias zu ihr reden, weicht sogar manchmal seinen Fragen aus, aber nimmt ihn letztendlich an als ihren persönlichen Messias und ist begeistert.

[24:51] Wir lesen im Vers 39 bis 41: „Aus jener Stadt aber glaubten viele Samariter an ihn um des Wortes der Frau willen, die bezeugte.“ Sie gewann nicht nur ein oder zwei Seelen. Vielleicht hast du schon ein oder zwei Menschen zu Christus geführt. Diese Frau hat innerhalb weniger Minuten, vielleicht Stunden, viele Menschen einer ganzen Stadt zu Christus geführt. Denn sie bezeugte: „Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.“ Was war ihr Zeugnis? „Dieser Mensch kennt mich durch und durch. Jesus kennt mich durch und durch.“ Und wenn du dieses Zeugnis hast, wenn du weißt, dass Jesus dich kennt und es die einzige Hoffnung ist, die du hast in deinem Leben, dann wirst du viele Menschen zu Jesus führen können.

[25:31] Vers 40: „Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben, und er blieb zwei Tage dort. Und noch viel mehr Leute glaubten um seines Wortes willen.“ Hier ist ein anderes interessantes Prinzip. Das Wort Gottes selbst hat noch mehr Kraft als die Worte der Zeugen. Ja, viele Menschen kamen zu Jesus durch das Wort der Frau, aber als sie dann die Worte Jesu selbst hörten, waren es noch mehr. Ja, wir sind wichtig als Missionare, wir sind wichtig, wir haben einen Auftrag, aber wir sollten immer darüber nachdenken, dass es das Wort Gottes ist, das die größte Kraft hat. Manche einer glaubt, allein durch sein Zeugnis viele Menschen bekehren zu können. Und ja, unser Zeugnis hat eine Kraft wie kaum etwas anderes. Aber unser Zeugnis hat ein Ziel, nämlich jeden Menschen, der aufrichtig ist, dann zum Wort Gottes zu bringen, damit dieser Mensch noch mehr lernen kann, damit dann Vers 42 wahr wird: „Und zu der Frau sprachen sie: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen, wir haben selbst gehört und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus ist.“

[26:27] Unser Ziel der Mission soll es nicht sein, dass so viele Menschen wegen uns zur Gemeinde, zur Kirche finden, zum Glauben finden, sondern dass die Menschen selbst eine lebendige Beziehung, Verbindung zu Jesus bekommen, von ihm unterrichtet werden, aus seinem Wort leben und ihm folgen. Und das Beste, um das zu tun, ist selbst eine Verbindung zu Jesus zu haben. Nur dann ist das möglich. Wenn ich selbst mit Jesus verbunden bin und ihm folge, dann kann ich andere Menschen zu ihm führen.

[26:57] Hier sind wir einige Verse vor im gleichen Kapitel. Es heißt Vers 35: „Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte?“ Vielleicht sagst du: „Ja, in der Zukunft, da werden viele, viele Menschen sich zum Glauben bekehren, wenn erstmal die letzten Ereignisse alle in schneller Abfolge aufeinandertreffen werden, dann werden viele Menschen sich für die Dreivereinigungsbotschaft entscheiden.“ Aber Jesus sagt: „Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht die Felder an, denn die sind schon weiß zur Ernte.“

[27:27] Vielleicht glaubst du: „Ja, in der Zukunft, da werden viele große Dinge geschehen.“ Ich fordere dich auf, ich möchte dich herausfordern, die Worte Jesu hier ernst zu nehmen, zu sagen: „Vielleicht wissen wir, dass in der Zukunft viel passieren wird, aber heben wir unsere Augen jetzt schon auf und sehen, wie viel jetzt schon reif ist. Sehen wir die Menschen an, die jetzt schon reif zur Ernte sind, die jetzt schon nur noch einen Schritt vom Reich Gottes entfernt sind, die an der Schwelle des Reiches Gottes stehen, nur noch darauf warten, eingesammelt zu werden, wie uns gesagt worden ist.“

[27:59] Vers 36: „Und wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Seemann und der Schnitter miteinander freuen. Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet.“ Wenn wir Zeugnis geben, dann gibt es verschiedene Aufgaben. Nicht alle sind Seemänner. Wenn jeder nur sehen würde, aber keiner ernten würde, dann wäre es umsonst. Wenn alle nur ernten wollen, aber keiner sehen will, auch dann wird nichts geschehen. Jeder. Es gibt in dem Prozess der Seelengewinnung verschiedene Stadien. Es muss gesät werden, es muss gepflegt werden und es muss geerntet werden. Wer diese Stadien genau studieren will, der kann einen Start hinlegen, indem er Markus 4, Vers 26 bis 29 als Grundlage nimmt und diesen Zyklus des Pflanzenwachstums betrachtet und dann von dort aus Bibelstellen sucht, die diese einzelnen Phasen mehr illustrieren.

[28:50] Schauen wir gemeinsam in 2. Petrus 3 und dort Vers 9. 2. Petrus 3 und dort Vers 9. Die Bibel sagt: „Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliches für ein Hinauszögern halten.“ Wir haben vor zwei Wochen in der letzten Folge des ersten Quartals über die Wiederkunft Jesu gesprochen und die Tatsache, dass Jesus wartet. Warum wartet er? Der Grund ist hier: „Sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jeder Mann Raum zur Buße habe.“

[29:26] Gott weiß, dass nicht alle Menschen sich gerettet werden, dass nicht alle Menschen sich bekehren werden, aber er möchte, dass jeder Mann Raum zur Buße habe. Mit anderen Worten, dass jeder Mann die Gelegenheit hat, das Evangelium zu hören, dass jeder Mann die Gelegenheit hat, sich zu entscheiden. Hatten die Menschen in deiner Umgebung, hatten deine Freunde, deine Arbeitskollegen, deine Mitstudenten, wer auch immer, hatten sie bis jetzt die Gelegenheit, die dreifache Engelsbotschaft zu hören? Hatten sie schon Raum, um Buße zu tun?

[30:03] Gott wartet, bis jeder Mann Raum zur Buße gehabt hat. Und wie wird dieser Raum geschaffen? Wie wird diese Gelegenheit bekommen? Wen hat Gott auserwählt? Wen hat er sich ausgesucht, damit dieser Raum zur Buße auch möglich wird für deine Freunde, für deine Mitstudenten und für deine Arbeitskollegen? Wen hat er ausgesucht? Dich. Genau dich. Nein, nicht dein Pastor, nicht den Ältesten der Gemeinde und nicht den berühmten Evangelisten, der immer im Fernsehen kommt. Dich. Du hast eine Aufgabe.

[30:45] Und Jesus wartet, er möchte wiederkommen, aber er möchte, dass alle Menschen vor dem Evangelium gehört haben. Denn so wird es uns gesagt in Matthäus 24, Vers 14. Die Bibel sagt in Matthäus 24, Vers 14: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt – und da gehört deine Stadt, deine Straße, dein Arbeitsplatz mit dazu – dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle heiligen Völker, auch für die Deutschen.“ Und dann wird das Ende kommen. Auch die säkularen Deutschen oder Österreicher oder Schweizer oder wer auch immer, wo er auch zuschaut, gehören zu diesen heiligen Völkern. Sie alle müssen davon hören und erst dann kommt Jesus wieder.

[31:21] Was ist unsere Aufgabe? Wenn wir Matthäus 4, Vers 23 anschauen. Matthäus 4, Vers 23 heißt es: „Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.“ Jesus hatte drei Aufgaben: Er lehrte, er predigte und er heilte. Und dann finden wir in den folgenden Kapiteln genau diese Dinge aufgezählt. In Matthäus 5, 6 und 7 finden wir die Bergpredigt, in der Jesus predigt und lehrt. Und dann in Kapitel 8 und 9 finden wir schwerpunktmäßig Heilungen, Heilungen, Heilungen, Heilungen. Das heißt, wenn es in Matthäus 4, Vers 23 heißt, er predigte, lehrte und heilte, dann zeigt uns Matthäus 5, 6, 7 und dann 8 und 9 illustriert, was das bedeutete. Es zeigt uns, was Jesus gepredigt hat, was er gelehrt hat und wie er anderen Menschen gesundheitlich geholfen hat.

[32:24] Und dann heißt es in Matthäus 9, Vers 35 quasi, als würde die Klammer jetzt zu Ende gehen. Die Klammer, die in Matthäus 4, 23 aufgemacht wurde, wird in Matthäus 9, 35 zu Ende gemacht: „Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes gebrechliche Volk.“ Welche Aufgabe? Genau die, die von Matthäus 5 bis 9 gerade beschrieben worden ist.

[32:44] Aber dann, sagt er in Vers 36: „Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ Wenn du die Menschen siehst auf der Straße, wenn du die Menschen in der S-Bahn siehst, wenn du sie an deinem Arbeitsplatz siehst, hast du Mitleid mit ihnen? Siehst du, wie die Schafe sind ohne Hirten, vernachlässigt und ermattet? Fühlen sich die Menschen heute vernachlässigt, emotional, geistlich, geistig? Übergangen, ausgelaugt, ermattet, gestresst?

[33:25] Vers 37: „Da sprach er“ – wer ist er? Jesus. Jesus spricht zu seinen Jüngern. Bist du ein Jünger? Dann spricht Jesus zu dir. Er spricht zu dir: „Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussendet.“ Jesus sagt: Bete du darum, dass Menschen kommen, um in deiner Stadt Menschen zu retten. Und hier ist ein Geheimnis: Wenn du ernsthaft darum bittest, dass Gott jemanden sendet, der in deiner Umgebung Menschen rettet, dann wird Gott durch dieses Gebet dir zeigen, dass du derjenige bist, den er senden möchte. Bete darum, dass jemand gesendet wird, und dann im nächsten Kapitel in Matthäus 10 folgerichtiger Weise gibt Gott, gibt Jesus eine Predigt darüber, wie wir zu gehen haben, was wir zu tun haben und er warnt uns auch vor den Schwierigkeiten, die dann kommen werden.

[34:14] Schauen wir gemeinsam in Epheser 4, Vers 16 noch ein wichtiges Prinzip an. In Epheser 4 und dort Vers 16 lesen wir: „Von ihm aus vollbringt der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die an einer Handreichung tun nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.“

[34:42] Hier wird beschrieben, wie der Leib, der ein Symbol ist für die Gemeinde Gottes, auferbaut wird. Mit anderen Worten, wie wächst die Gemeinde? So wie ein Leib wächst, so soll auch die Gemeinde Gottes wachsen. Die Frage ist, wie? Und dieser Vers sagt uns, wie. Es heißt in Vers 16 am Anfang: „Von ihm aus.“ Wer ist ihm? Vers 15 heißt es: „Sondern wahrhaftig in der Liebe herangewachsen, heranwachsend in allen Stücken zu ihm, der das Haupt ist, der Christus.“ Das heißt, an diesem Körper der Gemeinde ist Christus das Haupt. Im Haupt ist das Gehirn, sozusagen das Körperteil, das alles andere steuert. Jesus ist der Kopf der Gemeinde. Er steuert alles und von ihm aus vollbringt der ganze Leib. Das heißt, es gibt nichts am Körper, das etwas tun kann, es sei denn, dass vorher das Gehirn gesagt hat: „Tu es.“ Meine Finger gehorchen dem Gehirn, meine Füße gehorchen dem Gehirn, mein Mund gehorcht meinem Gehirn. Alles, was ich tue, sage, mich bewege, rede, alles ist nur ein Gehorsam meiner Körperteile dem Gehirn gegenüber.

[35:54] Der Leib vollbringt tatsächlich vom Kopf aus und so ist es auch in der Gemeinde. Alles das, was vollbracht wird, wird vollbracht durch Jesus. Er vollbringt, durch ihn vollbringt der ganze Leib. Nur durch Christus kann die Gemeinde etwas tun.

[36:09] Was ist also notwendig? So wie jedes Körperglied verbunden ist mit dem Gehirn durch Nervenzellen, so muss jedes Glied in der Gemeinde verbunden sein mit Christus. Was passiert, wenn Menschen nicht mit Christus verbunden sind? Dann sind die toten Glieder eingeschlafen, unbeweglich. Sie können ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen und werden dann sogar zu einem Hindernis, zu einer Behinderung sozusagen.

[36:49] Das Ideal in Epheser 4 ist, dass der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, das heißt, nicht nur sind alle mit Christus verbunden, sondern auch untereinander vernetzt und verbunden, indem sie einander Handreichung tun. Das heißt, ein Körperteil dient dem anderen. Sie reichen einander die Hand. Was für eine Vision, dass in einer Gemeinde alle Glieder mit Jesus verbunden sind. Alle nur das tun, was Jesus ihnen aufträgt und wozu er sie bevollmächtigt und dass sie untereinander Handreichung geben, sich gegenseitig die Hand reichen und sich gegenseitig.

[37:33] Und nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes. Jeder einzelne ist anders belastbar. Jeder einzelne hat eine andere Leistungsfähigkeit, aber jeder gibt das, was er geben kann. Manche sind schwach und er gibt das, was er hat. Manche sind stark und talentiert und er gibt das, was er hat. Und Gott wird jeden danach beurteilen, ob er das gegeben hat, was er hatte. Das gegeben hat, was er konnte. Zur Auferbauung des Wachstums, der Auferbauung des Leibes in Liebe.

[38:04] Johannes 15, Vers 5 illustriert diesen Punkt. Johannes 15, Vers 5. Dort heißt es: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“

[38:24] Es gibt zwei Möglichkeiten, die du hast. Entweder getrennt von Gott zu arbeiten und es wird nichts passieren, oder verbunden aus Gottes Kraft zu arbeiten. Das zu tun, was er uns aufgegeben hat, die ganze Botschaft zu predigen in Liebe, auf die Weise, wie Jesus das getan hat, die Methoden Jesu anzuwenden und dann wird dort viel Frucht sein. Viel echte Frucht. Könnte es sein, dass so oft unsere Bemühungen fruchtlos sind, nicht weil die Menschen so säkular sind, sondern weil wir nicht wirklich mit Jesus verbunden sind? Denn Jesus sagt: Wenn wir in ihm bleiben, dann wird dort viel Frucht sein.

[39:08] Schauen wir gemeinsam in 1. Thessalonicher 1, Vers 5 bis 8. 1. Thessalonicher 1 und dort Vers 5 bis 8. Wir lesen: „Denn unser Evangelium ist nicht nur im Wort zu euch gekommen, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewissheit, so wie ihr ja auch wisst, wie wir unter euch gewesen sind, um euretwillen.“

[39:31] Hier sagt Paulus etwas sehr Wichtiges. Er sagt, das Evangelium ist nicht einfach nur durch Worte, durch Buchstaben gekommen, durch Gedanken, die gesprochen wurden, sondern durch eine Gewissheit, durch eine Kraft im Heiligen Geist, die dadurch kam, dass Paulus und seine Missionare anwesend waren. Mit anderen Worten, das persönliche Beispiel, das persönliche Ausleben der Prinzipien durch den Paulus gab den Worten Kraft und Gewissheit. Der Heilige Geist wirkte umso stärker. Uns ist wichtig, dass wir nicht nur Worte weitergeben, sondern dass die Menschen in unserem Leben sehen, wie wir das, was wir predigen, ausleben. Denn darin besteht die Kraft, wenn der Heilige Geist in uns wirkt.

[40:09] Und dadurch werden Menschen sagen: „Deswegen weiß ich, dass es stimmt, weil ich sehe, bei euch funktioniert es.“ Vers 6: „Und ihr seid unsere und des Herrn Nachahmer geworden, indem ihr das Wort unter viel Bedrängnis aufgenommen habt, mit Freude des Heiligen Geistes.“ Paulus sagt: „Ihr habt mich nachgeahmt.“ Paulus wurde ihr geistliches Vorbild in der Lebensführung.

[40:34] Vers 7: „Sodass ihr Vorbilder geworden seid für alle Gläubigen in Mazedonien und Achaia.“ Paulus predigt das Wort. Er ist ein Vorbild, so wie er sich gibt, wie er redet, wie er denkt. Die Thessalonicher hören ihm zu, sie sehen in seinen Aktionen eine Konkurrenz zu dem, was er sagt. Sie sind begeistert, aber nicht nur das, sie sind überzeugt, sie haben eine Gewissheit, der Heilige Geist wirkt sie im Herzen, sie nehmen das Evangelium an und werden jetzt gleichzeitig zu Vorbildern wieder für andere. Das ist die göttliche Kettenreaktion.

[41:05] Das heißt in Vers 8: „Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erklungen, nicht nur in Mazedonien und Achaia, sondern überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden, sodass wir es nicht nötig haben, davon zu reden.“ Paulus sagt, die Gläubigen in Thessalonica waren so, so bekannt, so vorbildhaft, dass Paulus kaum etwas sagen musste. Wenn wir ein gottgewolltes Leben führen, dann werden wir es unseren Evangelisten, unseren Predigern und Bibelarbeiten sehr leicht tun. Menschen werden automatisch kommen. Je mehr unser Leben den Charakter Jesu widerspiegelt, umso weniger müssen wir andere überzeugen und mit Worten arbeiten. Wir werden immer mit Worten arbeiten müssen, denn das Wort Gottes allein ist die Kraft, die am Ende Menschen bekehrt. Aber so viel einfacher könnte es sein, wenn in unseren Gemeinden im Volk Gottes lauter Vorbilder werden, in denen die Kraft des Heiligen Geistes sichtbar ist.

[42:11] Schauen wir gemeinsam in Apostelgeschichte 2, Vers 47. Apostelgeschichte 2, Vers 47. Wir lesen dort: „Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde zu, die gerettet wurden.“ Mit anderen Worten, als dass die Urgemeinde beim ganzen Volk angesehen war, weil sie vorbildhaft gelebt haben, weil, obwohl nicht das ganze Volk ihren Lehren zugestimmt hat, man doch sehen konnte, dass ihre Lehren zu einem wirklich guten Leben führten. Ein Leben, das nachahmenswert ist, das von Prinzipien, Treue und von Liebe gekennzeichnet war. Als die Menschen das sahen, da gab es ein tägliches Gemeindewachstum.

[42:58] Kannst du dir vorstellen, wie es wäre, wenn täglich Taufen stattfinden würden? Täglich. Warum? Weil die Menschen so lebten, dass selbst die Nichtgläubigen sagen mussten: „Das sind wirklich herausragende Vorbilder.“ Und Vers 42 gibt uns einen zweiten Grund: „Denn die Gläubigen verharrten beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.“ Die Einheit in der Botschaft, die Einheit in der unveränderten Botschaft, im Gebet. Und das praktische Ausleben nach außen hin war der Schlüssel zum missionarischen Erfolg.

[43:34] Schauen wir gemeinsam in Titus 2, Vers 11 bis 15. In Titus 2 und dort Vers 11 bis 15 lesen wir: „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen. Sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, in dem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.“

[44:22] Jesus ist für dich gestorben, um, wie es hier heißt in Vers 14, um dich von aller Gesetzlosigkeit zu reinigen. So wie es in 1. Johannes 1, Vers 7 steht, dass wenn wir im Licht wandeln, wie Gott im Licht ist, dass uns das Blut Jesu von aller Sünde reinigt. Warum? Damit wir ein Volk zum besonderen Eigentum sind, das dann eifrig ist, gute Werke zu tun, um andere Menschen zu retten, um sie darauf aufmerksam zu machen, dass Jesus bald kommt. Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten, die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christi.

[45:00] Dieser Text hat einmal sehr viel bedeutet für die Gründer, Väter und Mütter unserer Bewegung. Bedeutet er noch etwas für dich? Erwartest du die glückselige Hoffnung, dass Jesus sehr bald wiederkommt und du dabei sein willst? Hat Jesus dich gereinigt von aller Gesetzlosigkeit, damit du ein besonderes Volk bist, damit du teilhaftig bist an diesem besonderen Eigentum?

[45:18] Vers 15: „Dieses sollst du lehren und mit allem Nachdruck ermahnen und zurechtweisen. Niemand soll dich gering schätzen.“ Lieber Freund, liebe Freundin, niemand soll dich gering schätzen, was auch immer deine Funktion in der Gemeinde ist, ob einflussreich oder völlig unbeachtet. Wenn du das, was hier steht, lehrst und mit Nachdruck ermahnst, dann soll dich niemand gering schätzen. Tu das Werk eines Evangelisten.

[45:48] Übrigens, ein ganz praktischer Punkt. In der Apostelgeschichte 14, Vers 27, wir sind fast am Ende angelangt. In der Apostelgeschichte 14, Vers 27, da heißt es: „Als sie aber angekommen waren und die Gemeinde versammelt hatten, erzählten sie, wie viel Gott mit ihnen getan hatte und dass er den Heiden die Tür des Glaubens geöffnet hatte.“ Wenn du Missionserfahrungen gemacht hast, wenn du zum Beispiel das Leben gemacht hast, dass Türen aufgingen, also von Tür zu Tür gegangen bist, zum Beispiel, warum nicht zurück zur Gemeinde gehen und es ihr erzählen? Nichts kann eine Gemeinde mehr motivieren als die Tatsache, dass heute in unserer Zeit Gott die Türen öffnet zu den Heiden, die um uns herum leben, die nichts von Gott wissen wollen, so wie wir denken. Erzähle deiner Gemeinde, erzähle anderen Mitgläubigen, was Gott in deinem Leben getan hat, wie er dich in der Mission im Zeugnis geben gebraucht hat. Und das könnte der Beginn, das wird der Beginn einer Kettenreaktion sein.

[46:53] Aber es gibt noch etwas, was du außerdem tun solltest. Sag deine Erfahrungen nicht nur der Gemeinde, sag sie vor allem auch wem? Jesus. In Markus 6, Vers 30 lesen wir. Markus 6, Vers 30: „Und die Apostel versammelten sich bei Jesus und verkündeten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten.“ Wenn du Missionen tust, wenn du Zeugnis gibst, wenn du anderen Menschen von Jesus erzählst, dann erzähle hinter Jesus, was dir widerfahren ist. Erzähle von deiner Freude und von deiner Begeisterung. Erzähle auch von den Fehlern, die du gemacht hast. Sag ihm: „Du, ich weiß auch nicht, warum das passiert ist. Irgendwie habe ich nicht die richtigen Worte gefunden.“ Erzähle ihm alles. Wirf deine Sorgen, deine Bürden auf ihn. Sag ihm: „Ich weiß nicht, wie ich diesen Menschen erreichen soll. Oh, ich glaube, ich habe hier ein falsches Wort gesagt. Es tut mir leid, Jesus, hilf mir.“ Sag ihm alles, denn er möchte dein Lehrer sein.

[47:47] Und wenn wir regelmäßig mit Jesus darüber reden, was wir erlebt haben, was wir vorhaben, was unsere Gedanken, unsere Pläne sind und ihm das vorlegen, dann kann er das wahrmachen, was er schon zu den ersten Jüngern gesagt hat. In Matthäus 4, Vers 19, und ich hoffe, es wird auch für dich ein lebensverändernder Vers, so wie für mich einer geworden ist. In Matthäus 4, Vers 19 heißt es: „Und er spricht zu ihnen: Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen.“

[48:12] Jesus möchte dich zu einem Menschenfischer machen. Ist Jesus heute noch der gleiche wie damals? Glaubst du, dass Petrus und Johannes, diese stinkenden Fischer, besser gebildet waren als du? Konnten sie besser reden als du? Sie waren ganz einfache, normale Menschen, so wie du und ich. Vielleicht noch normaler als du und ich. So normal und einfach, wie man nur normal und einfach sein kann. Aber Jesus konnte sie befähigen, eine der größten Aufgaben wahrzunehmen, die die Menschheit jemals gesehen hat.

[48:55] Eine der größten Aufgaben, die die Menschheit jemals gesehen hat, liegt auch für uns. Eine ganze Welt auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten. Und Jesus kann stinkende Fischer auch heute gut gebrauchen. Bist du bereit, als das eine Glied am Körper deine Aufgabe zu tun? Nicht nur darüber zu lamentieren, warum andere ihre Aufgabe nicht tun, sondern bist du, der du heute zuschaust, bereit, deine Aufgabe zu tun? Gott segne dich.

[49:18] Wir wollen darum beten, dass Gott dir zeigt, was deine Aufgabe ist, wozu er dich besonders befähigt. Und wenn du zu ihm betest und sagst: „Herr Jesus, zeige mir, was soll ich tun? Wo soll ich arbeiten? Wie kann ich für dich wirken?“ Dann wird er dir antworten. Das ist dein Wunsch. Gott segne dich.

[49:49] Wir möchten euch mitteilen, dass ab nächster Woche die Cannstatt Study Hour jetzt jedes Mal auf www.joelmediatv.de teilhaben. Dort wird die Cannstatt Study Hour jede Woche zu finden sein. Ihr werdet dort die genauen Uhrzeiten sehen, wann und wie und wo. Wir freuen uns, dass wir dort ein eigenes Internetportal haben werden, wo wir nicht nur die Cannstatt Study Hour, sondern viele andere wunderbare Ressourcen euch zur Verfügung stellen werden: Vorträge, Seminare und auch Live-Übertragungen. Wir werden in der nächsten Woche beginnen. Der Start von joelmediatv beginnt am 18. März, 18. April haben wir schon, am 18. April. Und wir werden dort ein Seminar haben mit TaschParkLab am 18., 19., 20. und 21. jeweils ab 19 Uhr. Also schaltet ein joelmediatv.de und seid live mit dabei. Gott segne euch und bis zur nächsten Woche.


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