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Manuskript: CSH_2012_Q2_Folge3.pdf

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour, Teil 3 der Serie „Evangelisation und Zeugnisgeben“, erklärt Christopher Kramp die Bedeutung und Funktion geistlicher Gaben. Er beleuchtet, wie diese Gaben zur Erbauung der Gemeinde dienen und ihre Kraft aus der Schrift schöpfen. Die Lektion betont die Rolle des Heiligen Geistes bei der Berufung und Leitung von Gläubigen, die Wichtigkeit der Liebe als treibende Kraft hinter jeder Gabe und die Notwendigkeit, dass alle Gaben auf die Einheit im Glauben und die Verherrlichung Gottes ausgerichtet sind.

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp geht es um geistliche Gaben für Evangelisation und Zeugnisgeben. Es wird erklärt, dass alle Gaben von Gott kommen und dem Aufbau der Gemeinde dienen. Die Wichtigkeit der Schrift als Grundlage für die Wirksamkeit geistlicher Gaben wird betont. Außerdem wird die Rolle des Heiligen Geistes bei der Berufung und Leitung von Gläubigen beleuchtet, sowie die Bedeutung der Liebe als treibende Kraft hinter allen Gaben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q2: Evangelisation und Zeugnisgeben

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr uns treu geblieben seid, dass ihr jetzt auch hier bei Joelmedia.de dabei seid. Es ist die allererste Folge, die wir für Joelmedia.de aufnehmen. Und was gleich bleibt, ist weiterhin unser Lektionsheft. Evangelisation und Zeugnis geben, heute die dritte Folge. Wir werden darüber sprechen, was sind geistliche Gaben für Evangelisation und Zeugnis geben. Also unser Thema, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 21. April. Das ist geistliche Gaben für Evangelisation und Zeugnis geben.

[1:49] Und wir wollen gleich mit dem Leitgedanken einsteigen in Epheser 4. Und dort Vers 11 und 12 lesen wir das Folgende: "Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus." Nun, erstens können wir hier deutlich feststellen, dass Gott verschiedene Gaben gibt. Er gibt die Gabe des Apostels, er gibt die Gabe des Propheten, die Gabe, ein Evangelist zu sein oder ein Hirte oder ein Lehrer. Es sind verschiedene Gaben und sie alle haben ein Ziel, das wir hier in diesen beiden Versen deutlich sehen: die Zurüstung der Heiligen, oder mit anderen Worten, die Erbauung des Leibes des Christus.

[2:44] Der Leib Christi, werden wir noch später sehen, ist in der Bibel ein Symbol für seine Gemeinde. Das heißt, alle Gaben, die es gibt – das ist so ein fundamentaler Gedanke, mit dem wir anfangen wollen – alle Gaben, die Gott durch seinen Heiligen Geist seinen Gläubigen gibt, dienen einem Zweck, nämlich der Erbauung der Gemeinde, dem Aufbau des Volkes Gottes. Und so hat sich natürlich auch Joel Media Ministry dazu entschieden, mitzuarbeiten am Aufbau der Gemeinde Gottes. Und wir wollen die Gaben, die Gott uns gegeben hat, auch dafür einsetzen. Das Ziel ist also die Ausrüstung der Gemeinde, die Zurüstung der Heiligen, damit sie für das Werk des Dienstes zubereitet sind, dass sie dienen können.

[3:28] Interessanterweise gibt es einen anderen Text in der Bibel, der ebenfalls von der Zurüstung zu jedem guten Werk spricht. Ein recht bekannter Vers, der findet sich in 2. Timotheus 3 und dort Vers 16 und 17. Dort sagt die Bibel: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet." Und hier haben wir gerade Epheser 4, Vers 11 und 12 gelesen, wo es heißt, dass die Gaben uns ausrüsten sollen zu jedem guten Werk. Und hier lesen wir jetzt, dass es die Schrift ist, die gegeben ist, nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit Menschen Gottes – das heißt, gläubige Menschen – ganz zubereitet sind.

[4:29] Gibt es zwei Arten, die sich zubereiten? Offensichtlich nicht. Offensichtlich ist hier letztendlich ein und dasselbe gemeint. Jede geistliche Gabe, die Gott durch seinen Heiligen Geist uns gibt, ist nur dann effektiv, wenn sie ihre Kraft aus der Schrift bekommt. Denn die Schrift ist es letztendlich, die in Verbindung mit der geistlichen Gabe die Heiligen zurüstet, das Volk Gottes zurüstet. Nur in Verbindung mit der Bibel haben geistliche Gaben überhaupt ihre Wirkung. Egal, ob ich ein Hirte, ein Lehrer, ein Apostel, ein Evangelist, ein Prophet – was auch immer – bin, nur wenn wir uns völlig der Bibel hingeben und aus der Bibel Kraft schöpfen und die Bibel zu unserem einzigen Maßstab machen, die uns belehren darf, die Bibel uns erziehen darf und uns zurechtweisen darf, nur dann sind unsere geistlichen Gaben wirklich von Nutzen für die Gemeinde.

[5:30] Schauen wir doch einmal kurz zurück in Epheser 4 und dort haben wir gerade Vers 11 und 12 gelesen. Vers 13 sagt uns dann, was das letztendliche Ziel ist, auf das wir zusteuern, indem wir diese geistlichen Gaben anwenden. Vers 13 sagt: "bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus." All diese Gaben, wie wir gerade gesehen haben, entfalten ihre Kraft nur durch die Bibel und dienen einem Hauptziel. Egal von welcher Seite sie auch kommen, sie dienen einem Hauptziel, und das ist die Einheit des Glaubens. Nicht einfach nur die Einheit der Gefühle oder die Einheit der Kultur, die Einheit des kleinsten gemeinsamen Nenners. Nein, es ist die Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes. Das heißt, die Beziehung, das Wissen und die Erkenntnis des Sohnes Gottes sind das Ziel bis zur vollkommenen Mannesreife.

[6:42] Geistliche Gaben sind nicht einfach nur nette Mitbringsel auf dem Weg des Christen, sondern sie haben ein Ziel, und das Ziel ist, wie es hier heißt, die vollkommene Mannesreife, das Maß der vollen Größe in Christus. Geistliche Gaben werden dir und mir gegeben, nicht einfach nur, damit wir etwas Beschäftigungstherapie erleben, sondern damit wir dieses Ziel, die vollkommene Mannesreife, sozusagen die volle Größe in Christus erreichen, die uns eint im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Christi.

[7:21] Das sind also einige fundamentale Gedanken zu den Gaben. Nun schauen wir ganz kurz in 1. Petrus 4, Vers 10, und da finden wir einen sehr interessanten Gedanken, wie ich finde. 1. Petrus 4 und dort Vers 10 heißt es: "Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes." Und hier wird die Gnade, hier wird die Gabe, die wir bekommen, als Gnadengabe beschrieben. Und wir sollen mit dieser Gabe dienen, als gute Haushalter, das heißt, als Verwalter der Gnade Gottes. Mit anderen Worten, jede Gabe, die Gott gibt, ist Ausdruck seiner Gnade. Da ist nicht eine Gabe, die wir haben im geistlichen Dienst, die aus uns selbst herausgekommen ist. Jede Gabe ist Ausdruck einzig und allein der Gnade Gottes.

[8:18] Und wenn wir das besser verstehen würden, glaube ich, geistlicher Stolz hätte viel weniger Chance. Dass all das, was wir für das Werk Gottes tun können, einzig und allein die Frucht der Gnade Gottes ist. Und dass uns diese Gnadengabe gegeben ist zum Dienst aneinander. Nicht nur zum Dienst für Gott, natürlich primär, aber auch aneinander. Gnadengaben sind immer gegeben, damit wir einander dienen. Und da kommen natürlich Evangelisation und Zeugnis geben gleich stark ins Spiel.

[8:58] Diesen Gedanken finden wir auch an einigen anderen Stellen illustriert. Zum Beispiel in Matthäus 25. Matthäus 25 und dort ab Vers 15. Dort spricht es von einem Menschen, der seinen Knechten Güter gibt. Vers 15 zum Beispiel: "Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft." Und er reiste sogleich ab. Hier können wir sehen, dass Gott nicht allen Menschen gleich viele Gaben gibt, sondern jedem nach seiner Kraft, oder wie man es auch übersetzen könnte, nach seiner Fähigkeit. Aber jeder bekommt Gaben. Diese Gaben sind ihm geschenkt worden. Und wer das Kapitel weiterliest, stellt fest, dass manche Menschen, dass einige dieser Knechte diese Gaben nutzen und vermehren, und andere sie nur verstecken, und dies dem Missfallen des Herrn, in dem Fall also Gottes, Missfallen hervorruft. Gaben sind also gegeben, um genutzt zu werden. Und sie sind Gnadengaben.

[9:46] Das heißt, Gott hat sie uns geschenkt, und deswegen sind wir ihm auch gegenüber verantwortlich. Ähnlicher Gedanke findet sich in Römer 12. Römer 12, Vers 6 bis 8. Die Bibel sagt: "Wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade." Das ist der Punkt: "verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade." Wenn wir Weissagung haben, so sei sie in Übereinstimmung mit dem Glauben. Wenn wir einen Dienst haben, so geschehe er im Dienen. Wer lehrt, in der Lehre. Wer ermahnt, diene in der Ermahnung. Wer gibt, gebe in Eifer. Wer vorsteht, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit.

[10:38] Hier können wir also sehen, dass es verschiedene Gnadengaben gibt, dass sie aus Gnade gegeben werden, aber dass sie dann auch genutzt werden müssen, dass sie geprüft werden müssen, dass sie genau nur das tun sollen, wozu sie gegeben sind, und dass sie in Übereinstimmung sein müssen mit dem Glauben.

[10:49] Und ein ganz, ganz spannender Vers findet sich in 1. Korinther 4. 1. Korinther 4 und dort Vers 7. 1. Korinther 4, Vers 7. Die Bibel sagt: "Denn wer gibt dir den Vorzug? Und was besitzt du, dass du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?" Dieser Gedanke: "Was besitzt du, dass du nicht empfangen hast?" Das ist ein sehr entscheidender Gedanke. Diese Frage geht an dich und geht an mich. Was besitzt du, was besitze ich an Gaben, an Fähigkeiten, an Talenten, dass ich nicht empfangen hätte? Gibt es da wirklich irgendetwas, was du besitzt, was du hast, das du selbst gemacht hast, das du selbst entwickelt hast, das nicht ein Geschenk Gottes ist?

[11:46] Wenn wir diesen Gedanken richtig durchdenken, dann sollte er uns sehr demütig machen. Denn alles, was wir haben, alles, was wir tun können – für Gott, in der Gemeinde, im Volk Gottes, wo auch immer, im Dienst – alles das ist uns gegeben worden, wir haben es empfangen. Und dann fragt er diese zweite, noch sensiblere Frage: "Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?" Warum rühmen wir uns so oft unserer geistlichen Gaben? "Oh, ich kann so toll predigen. Ich bin der beste Diakon." Ja, das sagen wir nicht, aber manchmal denken wir es, oder? "Niemand ist so herzig und mitfühlend wie ich." Manchmal denken wir so.

[12:31] "Was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?" Was rühmen wir uns und tun so, als ob die Gaben, die wir haben, tatsächlich aus uns selbst herauskommen würden? Ernste Frage, die uns hier der Paulus stellt. Gaben sind kein Grund zum Rühmen. Egal, welche Gabe. Egal, ob wir zehn Talente oder nur ein Talent haben, es ist kein Grund, sich zu rühmen.

[13:00] Jetzt schauen wir ein bisschen über das Wirken des Heiligen Geistes in der Bibel. Denn die Gaben, über die wir sprechen, sind ja die Geistesgaben. Und in Apostelgeschichte 13, Vers 1, finden wir eine kleine Geschichte, die uns illustriert, wie Gott Menschen beruft. Apostelgeschichte 13, ab Vers 1. Wir lesen noch die Verse 1 bis 3. Die Bibel sagt: "Und in Antiochia waren in der dortigen Gemeinde einige Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manaën, der mit Herodes, dem Vierfürsten, erzogen worden war, und Saulus. Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe. Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen."

[13:49] Nun, ist es nicht interessant, dass die Berufung von Saulus und Barnabas eng zusammenhängt mit dem Wirken des Geistes der Weissagung? Wir lesen hier in Vers 1, dass dort Propheten waren, und in Vers 2 lesen wir, wie der Heilige Geist spricht. Und wie wir noch sehen werden, ist der Geist der Weissagung eine der Geistesgaben. Die Berufung des Saulus und des Barnabas, diese konkrete Berufung, war deswegen so konkret und konnte so konkret angenommen werden, weil Saulus und Barnabas und der Rest der Gemeinde ein klares, unerschütterliches Vertrauen in den Geist der Weissagung hatten, der sich hier in der prophetischen Gabe einiger Gemeindeglieder gezeigt hat.

[14:43] Könnte es sein, dass wir als Volk Gottes hin und wieder nicht ganz im Klaren darüber sind, wozu wir berufen sind, weil wir nicht so wirklich ganz hinter dem Geist der Weissagung stehen? Das wäre die Frage, die sich hieraus ergibt.

[15:02] Die Aufgabe, zu der der Heilige Geist Saulus und Barnabas beruft, wird sehr gut umschrieben und beschrieben in Römer 15 und dort Vers 16. Dort sagt Saulus, dass er ein Diener Jesu Christi für die Heiden sein soll, der priesterlich dient am Evangelium Gottes, damit das Opfer der Heiden wohl annehmbar werde, geheiligt durch den Heiligen Geist. Saulus wurde berufen, ein Diener für die Heiden zu sein, indem er priesterlich dient am Evangelium. Der Heilige Geist beruft ihn zu einem Priesterdienst, zu einem Dienst am Evangelium, um die Heiden zu Christus zu führen. Ich glaube, in einem größeren oder kleineren Sinne sind wir alle gerufen durch den Heiligen Geist, die Heiden um uns herum zu Christus zu führen, einen priesterlichen Dienst auszuüben für das Evangelium.

[16:04] Nun, ebenfalls interessant dazu ist Kolosser 4, Vers 17. Kolosser 4 und dort Vers 17, dort sagt uns Saulus und sagt dem Archippus: "Habe acht auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, damit du ihn erfüllst." Nun, vielleicht hast du noch niemals von Archippus gehört, obwohl du vielleicht schon oft das Neue Testament gelesen hast, immer überlesen oder nicht dazu gekommen, diesen Vers hier im Vers 17. Aber diese Herausforderung sozusagen, diese Ermahnung an Archippus, an diesen unbekannten Archippus, ist, glaube ich, eine Ermahnung auch an jeden Einzelnen von uns, die wir genauso unbekannt sind im großen Weltgefüge wie dieser Archippus. "Habe acht auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, damit du ihn erfüllst." Hast du einen Dienst von Gott bekommen? Hast du eine Aufgabe bekommen? Hast du einen Ruf bekommen? Dann habe acht darauf, dass du ihn erfüllst. Wenn Gott dich ruft, dann habe acht, dass du den Ruf erfüllst.

[17:21] Gehen wir noch einmal zurück zur Apostelgeschichte 13. Apostelgeschichte 13 und lesen wir weiter in Vers 4. Apostelgeschichte 13, Vers 4, dort heißt es: "Diese nun, ausgesandt vom Heiligen Geist, zogen hinab nach Seleukia und fuhren von dort mit dem Schiff nach Zypern." Der Heilige Geist hat sie ausgesandt, und nun gehen sie hinaus in die weite Welt, hinaus ins Ungewisse, hinaus in all die Konflikte und Schwierigkeiten, gesandt vom Heiligen Geist.

[17:58] Und ist es nicht interessant, was uns die Bibel sieben Kapiteln später in Kapitel 20, Apostelgeschichte 20, Vers 23 sagt? Apostelgeschichte 20, Vers 23. Die Bibel sagt: "Außer, dass der Heilige Geist von Stadt zu Stadt Zeugnis gibt und sagt, dass Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten." Nur der Gedanke ist hier, dass der Heilige Geist in jeder Stadt, in die Paulus kam auf seinen Missionsreisen, hier vom Heiligen Geist angesprochen wurde. Das bedeutet, der Heilige Geist hat den Paulus nicht nur ausgesandt, sondern der Heilige Geist hat den Paulus Schritt für Schritt begleitet.

[18:40] Wenn der Heilige Geist uns aussendet, dann möchte der Heilige Geist uns auch begleiten, und er möchte uns warnen, und er möchte uns vorbereiten auf das, was an Schwierigkeiten vor uns liegt. Wenn wir vom Heiligen Geist gesandt werden, wenn wir vom Heiligen Geist einen Auftrag bekommen, einen Ruf bekommen, dann dürfen wir sicher sein, dass, wenn wir bei Gott bleiben, der Heilige Geist uns vorbereiten wird auf die Schwierigkeiten, in die wir hineinschlittern, hineinmanövrieren werden.

[19:05] Der Heilige Geist ist uns gegeben für diese Geistesgaben, und wir wollen einmal ganz kurz etwas noch über den Heiligen Geist hier studieren in Johannes 16 und dort Vers 8. Heute wird viel in der Christenheit über geistliche Gaben gesprochen. Man hat Gabentests, man hat Seminare über geistliche Gaben, und viel wird über diese Gaben gesprochen und geredet. Aber ich glaube, wir vernachlässigen es oft dabei, darüber zu sprechen, dass es Geistesgaben sind, und neben dem Studium der Gaben auch ein Studium des biblischen Heiligen Geistes zu betreiben. Denn nur, wenn wir verstehen, wer der Heilige Geist und vor allem auch, wie der Heilige Geist wirkt, dann können wir auch verstehen, wie wahre Geistesgaben wirken.

[19:53] Schauen wir hier in Vers 8. Johannes 16, Vers 8. Die Bibel sagt: "Und wenn jener – gemeint ist der Heilige Geist – kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht." Der Heilige Geist hat eine dreifache Aufgabe hier: Er überführt die Welt von Sünde, von Gerechtigkeit und von Gericht. Jede Geistesgabe, die diesem Maßstab nicht entspricht, ist eine falsche Geistesgabe. Jede Geistesgabe, die Sünde schönredet, die das Gericht beiseite drängt für ein weicheres, annehmbares Evangelium, ist keine wahre Geistesgabe. So viele Menschen heute reden über Geistesgaben und praktizieren sogenannte Geistesgaben, die genau entgegen dem Wirken des Heiligen Geistes sind.

[21:00] Jede wahre Geistesgabe wird dazu führen, dass Sünde aufgedeckt wird, dass Gerechtigkeit deutlich und klar präsentiert wird und dass das Gericht seinen angemessenen Platz in der Evangeliumsverkündigung hat. Und noch etwas, nur einige Verse weiter. In Vers 13 lesen wir: Johannes 16, Vers 13. "Wenn aber jener – gemeint ist der Heilige Geist – kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten." Jeder, der die Geistesgaben für sich in Anspruch nimmt und dabei sagt: "Naja, Wahrheiten sind nicht so wichtig, Hauptsache, wir haben eine Beziehung zu Jesus, Hauptsache, wir haben eine Einheit unter den Christen", und dafür sind die Geistesgaben gegeben, und die Dinge der Wahrheitsfindung, der ganzen Wahrheit vernachlässigt und für unwichtig erachtet, der gibt den besten Beweis dafür, dass es nicht wirklich der Heilige Geist ist, der ihn dort befähigt. Denn der Geist der Wahrheit, wenn er kommt und uns Geistesgaben gibt, der ist daran interessiert, dass wir die ganze Wahrheit kennenlernen.

[22:02] Er wird uns Schritt für Schritt führen zur ganzen Wahrheit, und jede wahre Geistesgabe erkennt man darin, dass sie denjenigen, der diese Geistesgabe hat, befähigt, die Wahrheit besser und besser und besser zu verstehen und dass dann auch anderen in der Evangelisation und dem Zeugnis geben zu vermitteln. Denn es heißt hier: "Denn er wird nicht auf sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen."

[22:40] Wir sollten uns alle ein Beispiel am Heiligen Geist nehmen. Der Heilige Geist, der selbst Gott ist, sagt nicht einen einzigen Satz aus seinem eigenen, sondern gibt nur das wieder, was Gott ihm gegeben hat. Warum ist es dann, dass wir so oft in Predigten oder in unserem Zeugnis, in der Evangelisation, wo auch immer, Dinge hineinbringen in unser Zeugnis, die nicht wirklich aus dem Wort Gottes sind? Unsere eigenen Meinungen, unsere eigenen Philosophien, unsere eigenen Gedanken, weil wir meinen, dann das Wort Gottes ist aktueller, relevanter und wie auch immer machen zu können. Aber der Heilige Geist begnügt sich damit, das wiederzugeben, was Gott ihm gegeben hat. Warum begnügen wir uns nicht in der Mission, das weiterzugeben, was uns Gott gegeben hat, so wie der Heilige Geist es auch tut? Ein Kennzeichen der wahren Geistesgaben.

[23:28] Schauen wir gemeinsam in Römer 8 und dort Vers 11. Römer 8, Vers 11, mehr über den Heiligen Geist. Dort heißt es: "Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt."

[23:55] Der Heilige Geist, sagt uns die Bibel, wird uns neu beleben. Eine Erweckung und Reformation ist die Folge, wenn Geistesgaben sich in der Gemeinde Gottes manifestieren. Vers 12: "So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben." Warum? Weil uns vorher der Heilige Geist erweckt hat. Wo immer Geistesgaben eine Rolle spielen, wo immer Geistesgaben erlebt werden, die wahren Geistesgaben nach der Bibel, da findet eine Erweckung statt, da findet ein Lebendigmachen statt, und das führt dazu, dass die Brüder und die Schwestern natürlich auch nicht mehr verpflichtet sind, dem Fleisch gemäß zu leben. Manch einer glaubt, er ist verpflichtet, für immer diesem sündigen Fleisch entsprechend zu leben. Wir sind es nicht.

[24:44] Vers 13: "Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben." Die Geistesgaben sind nicht nur dazu da, dass wir gute Hauskreise leiten können oder ansprechende Bibelstunden geben können oder eine warmherzige Diakonie auf die Beine stellen. Geistesgaben sind auch dazu gegeben, damit wir durch den Geist die Taten des Leibes töten. Manchmal vernachlässigen wir diesen Aspekt der Geistesgaben. Wahre Geistesgaben werden daran erkannt, dass derjenige, der die Geistesgabe hat, durch den Geist, nicht durch eigene Kraft, sondern durch den Geist die Taten des Leibes tötet und so lebt.

[25:31] Schauen wir gemeinsam in Apostelgeschichte 1, Vers 8, ein bekannter, aber sehr wichtiger Vers in Apostelgeschichte 1 und dort Vers 8 heißt es: "Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und in Samaria und bis an das Ende der Erde." Übrigens, Joel Media hat sich ein Motto gegeben: "Das ewige Evangelium für Stuttgart, Deutschland und die Welt", so wie die Jünger damals von Jerusalem aus konzentrisch in die ganze Welt das ewige Evangelium tragen. Aber das ist nur möglich dann, wenn wir vorher Kraft empfangen, und die Kraft kommt, wie es hier heißt.

[26:26] Der Heilige Geist gibt uns nicht nur einige Zusatzgaben, sondern die Gaben des Heiligen Geistes sind gleichbedeutend mit der Kraft in der Evangeliumsverkündigung. Fehlt es dir an Kraft in deinem geistlichen Leben? Kraft kommt durch den Heiligen Geist. Schauen wir gemeinsam in Micha 3, wunderbarer Vers, ganz toll. In Micha 3 und dort Vers 8. Dort heißt es in Micha 3, Vers 8: "Was für ein wunderbarer Vers! Ich aber bin erfüllt mit Kraft, mit dem Geist des Herrn, mit Recht und Stärke, um Jakob seine Übertretung zu verkünden und Israel seine Sünden."

[27:06] Worin besteht die Kraft, wenn der Heilige Geist auf uns kommt? Worin besteht die Kraft der Evangeliumsverkündigung in Jerusalem, in Samaria, in Judäa, in der ganzen Welt? Die Kraft besteht darin, in Liebe natürlich und mit Takt, so wie Jesus, Übertretung und Sünde beim Namen zu nennen. Das ist Ausdruck des Erfülltseins mit Kraft. Ein kraftvolles Evangelium durch den wahren Heiligen Geist, der echte Heilige, der Geistesgaben gibt, die dazu befähigen.

[27:45] Schauen wir gemeinsam in Sacharja 4 und dort Vers 6, ein Geheimnis, ein Erfolgsgeheimnis für erfolgreiche Missionen. Sacharja 4, Vers 6, ein bekannter Vers. Die Bibel sagt: "Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des Herrn an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist." Keine menschliche Kraft, keine menschliche Intelligenz, keine menschliche Strategie kann das erreichen und bewirken, was der Heilige Geist bewirken kann, wenn wir es ihm erlauben, uns wirklich völlig zu reformieren und zu erneuern.

[28:24] Wenn er in uns die Taten des Fleisches töten darf, das ist das Erfolgsgeheimnis: "durch meinen Geist." Jesus möchte wirken heute in dieser Zeit, er möchte durch seinen Geist wirken, und dazu braucht er Männer und Frauen, die sich nicht rühmen wollen ihrer Geistesgaben, sondern einfach demütig das tun, wozu Gott sie gerufen hat, vorwärts mit Mut nach vorne zu gehen, aber immer Gott die Ehre geben. Denn sie wissen, dass alles, was an Erfolg sich einstellt, allein durch den Heiligen Geist gekommen ist.

[29:10] Schauen wir gemeinsam in 1. Korinther 12, Vers 28 bis 31. 1. Korinther 12, Vers 28 bis 31. Die Bibel sagt: "Und Gott hat in der Gemeinde etliche eingesetzt, erstens als Apostel, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer, sodann Wunderkräfte, dann Gnadengaben der Heilung, der Hilfeleistung, der Leitung, verschiedene Sprachen. Sind etwa alle Apostel? Sind etwa alle Propheten? Sind etwa alle Lehrer? Haben etwa alle Wunderkräfte? Haben alle Gnadengaben der Heilung? Reden alle in Sprachen? Können alle auslegen? Strebt aber eifrig nach den vorzüglichsten Gnadengaben, und ich will euch einen noch weit vortrefflicheren Weg zeigen."

[30:09] Zunächst haben wir den Gedanken, dass nicht alle die gleichen Gaben haben, den wir schon vorher angesprochen haben. Aber dann sagt Vers 31: "Strebt aber eifrig nach den vorzüglichsten Gnadengaben." Mit anderen Worten, es ist durchaus möglich, mehr Gnadengaben zu bekommen, als man bisher gehabt hat. Niemand muss mit dem zufrieden sein, was er bisher gehabt hat. Jeder kann nach mehr streben, nicht um sich mehr zu rühmen, sondern um noch mehr für Gott wirken zu können.

[30:42] Und interessanterweise gibt uns Paulus in Kapitel 14, Vers 1 einen interessanten Hinweis, in dem er sagt: "Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen, am meisten aber, dass ihr weissagt." Offensichtlich ist der Geist der Weissagung die bedeutendste oder zumindest eine der bedeutendsten Geistesgaben überhaupt. Aber dann sagt er noch etwas sehr Wichtiges, und das ist im Vers 31 zu finden.

[31:06] Am Ende, er sagt: "Ich will euch einen noch weit vortrefflicheren Weg zeigen." Mit anderen Worten, bei all den Gaben, die wir haben, bei all dem, was der Heilige Geist tut und wie er uns befähigt, gibt es etwas, was wir niemals vergessen dürfen, und das findet sich dann im Kapitel 13, dem berühmten Hohelied der Liebe, wo er sagt, Vers 1 und 2: "Und wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnisse und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts."

[31:46] Mit anderen Worten, alle Geistesgaben sind nutzlos, wenn sie nicht aus der wahren, echten Motivation der göttlichen Liebe heraus entspringen. Warum möchtest du für Gott wirken? Warum soll ich der Heilige Geist mit Kraft ausstatten? Ist es, weil du die Menschen dort draußen liebst? Ist es, weil du Jesus liebst? Und wenn wir dann die Liste lesen, worin die Liebe gekennzeichnet ist, dann können wir uns selbst hinterfragen und überprüfen, ob wir bereit sind, die Geistesgaben so einzusetzen, wie sie gebraucht werden. Denn wenn wir nicht dieser Beschreibung entsprechen, dann haben wir nicht wirklich diese Liebe, die erst die Geistesgaben effektiv macht.

[32:33] Denn der Paulus sagt ja, haben wir diese Liebe nicht, sind all die Geistesgaben wirklich nutzlos. Mit anderen Worten, wenn ich nicht langmütig bin und gütig, wenn ich mich aufblähe oder unanständig bin oder wenn ich mich erbittern lasse oder das Böse zurechne, dann nützen alle Geistesgaben, die ich habe, nichts. Nichts. Geistesgaben können sich nur wirklich entfalten, wenn die Liebe unseren Charakter verändert.

[33:02] Schauen wir gemeinsam in Apostelgeschichte 6, Verse 1 bis 4. Apostelgeschichte 6, Verse 1 bis 4, dort lesen wir: "In jenen Tagen aber, als die Zahl der Jünger wuchs, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Hilfeleistung übersehen wurden. Da beriefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht gut, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen, um bei den Tischen zu dienen. Darum, ihr Brüder, seht euch nach sieben Männern aus eurer Mitte um, die ein gutes Zeugnis haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind. Die wollen wir für diesen Dienst einsetzen. Wir aber wollen beständig im Gebet und im Dienst des Wortes bleiben."

[33:50] Nun, zunächst einmal können wir sehen, dass es durchaus administrative Bedürfnisse im Volk Gottes gibt. Es gibt nicht nur die Gabe der Verkündigung, der Evangelisation. Es gibt viele kleinere Dienste oder Dienste, sagen wir mal so, die nicht direkt mit der Wortverkündigung zu tun haben, die genauso wichtig sind und die absolut entscheidend sind und nicht vernachlässigt werden dürfen. Zweitens können wir lernen, dass jemand, der den Ruf bekommen hat, ein Verkündiger zu sein und das Wort Gottes weiterzugeben, er nicht belastet werden sollte mit Administration. Diesen Gedanken noch mal zu mitschreiben: Jemand, der den Ruf bekommen hat, das Wort Gottes zu predigen, sollte nicht mit Administration überfrachtet werden.

[34:36] Ich glaube, hier haben wir alle Grund zum Nachdenken und zum Hinterfragen. Aber es braucht Leute, die diese administrativen Aufgaben erfüllen, und auch für diese Aufgaben braucht es genauso viel Heiligen Geist und Weisheit und ein gutes Zeugnis wie für die Evangelisation und die Verkündigung des Wortes Gottes. Administrative Aufgaben oder diakonische Aufgaben sind keineswegs Aufgaben zweiter Klassen, Geistesgaben zweiter Klassen, sondern sie sind genauso wichtig, brauchen die gleichen Qualifikationen und sollten von Leuten ausgeführt werden, die voll des Heiligen Geistes sind. Das heißt, all die Dinge, die wir gerade besprochen haben, gelten auch hier.

[35:33] Übrigens, nebenbei gesagt, direkt nach dieser Passage finden wir Stephanus, einen der Diakone, wie er die vielleicht wichtigste Predigt im ganzen Neuen Testament hält. Nämlich die Predigt im Jahre 34 nach Christus, die das Ende der besonderen Gnadenzeit für das besondere Volk Gottes Israel darstellt. Nach dieser Predigt ist das Volk Israel nur noch ein ganz normales Volk. Er hat aufgehört, als Volk Gottes zu sein. Die letzte Entscheidungspredigt, diese letzte Entscheidungspredigt, die schon Jahrhunderte vorher von Daniel in Daniel 9 mit vorhergesagt worden ist, die wird nicht von Paulus gehalten, der konnte noch nicht, auch nicht von Petrus oder von Johannes oder von Jakobus, von einem dieser großen Apostel, sondern von dem Diakon Stephanus.

[36:26] Was nennen wir daraus? Wortverkündiger sollen sich ganz auf das Wort konzentrieren, aber Diakone und Administratoren haben durchaus auch die Aufgabe, mal zu predigen oder Zeugnis zu geben. Zeugnis geben und predigen und das Wort Gottes austeilen gilt für alle Geistesgaben. Die Frage ist nur, wie viel? Da gibt es einige, die sind zu 100 Prozent berufen, und andere nur zu 20 Prozent, weil sie auch administrative Aufgaben übernehmen müssen. Das ist das biblische Modell.

[36:54] Und dann in Apostelgeschichte 8 finden wir die Geschichte von Philippus. Und wenn man genau studiert, stellen wir fest, dass es nicht der jüngere Philippus ist, denn in Vers 1 heißt es in Kapitel 8, Vers 1: "Und an jenem Tag erhob sich eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem, und alle zerstreuten sich in die Gebiete von Judäa und Samaria, ausgenommen die Apostel." Das heißt, Philippus, der Apostel, war in Jerusalem, aber Philippus, der Diakon, so wie er in Apostelgeschichte 6 benannt wird, Vers 5, der war der Missionar jetzt auf den Straßen und gewann den Kämmerer von Äthiopien. So haben wir in Kapitel 7 und 8 zwei entscheidende Geschichten der Apostelgeschichte, zwei entscheidende Geschichten mit Diakonen, die hier eine Hauptrolle spielen. Interessanter Punkt.

[37:42] Schauen wir ganz kurz die Urgemeinde an in Apostelgeschichte 2, Verse 40 bis 47, und schauen wir die verschiedenen Geistesgaben, die dort gefunden werden. Apostelgeschichte 2, Verse 40 bis 47. "Und mit vielen anderen Worten gab er Zeugnis und er ermahnte und sprach: Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht." Die erste Gabe, die wir finden, ist die Gabe der Evangelisation. Petrus als ein mächtiger Evangelist predigt und tauft 3.000 Menschen an einem Tag. Vers 41: "Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag mit 3.000 Seelen hinzugetan."

[38:12] Vers 42: "Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten." Hier werden einige andere Geistesgaben beschrieben, zum Beispiel die Gabe der Lehre. Es braucht auch Lehrer, die die Neugewonnenen in der Lehre der Apostel bestätigen und festigen. Es heißt auch in Vers 43: "Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel." Die Verkündigung der Urgemeinde war nicht nur geistlich, sie war auch körperlich. Und so ist die Gabe der Heilung, die Gabe der medizinischen Missionsarbeit eine wichtige Arbeit, die hier ihr Gegenstück findet.

[38:44] Vers 44: "Alle Gläubigen aber waren beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam." Und Vers 45: "Sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war." Das erfordert eine wirklich gut funktionierende Diakonie. Ein harmonisches Zusammenwirken all dieser verschiedenen Gaben: Verkündiger, Evangelisten, Lehrer, Heilung, Diakonie bewirkt eine wachsende Gemeinde.

[39:17] Denn es heißt in Vers 47: "Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden." Ich glaube ganz fest, dass, wenn das Volk Gottes es zulässt, dass der Heilige Geist in ihrem Leben die Kontrolle übernimmt und Geistesgaben austeilen darf, so wie er möchte, und diese Geistesgaben dann harmonisch zusammenwirken, dann werden auch wir erleben, wie jeden Tag täglich zur Gemeinde hinzugefügt werden, die gerettet werden sollten.

[39:47] Wollen langsam zum Schluss kommen in Römer 12, Vers 4. Römer 12 und dort Vers 4 lesen wir: "Denn gleich wie wir an einem Leib viele Glieder besitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Tätigkeit haben." Das ist dieses Bild, das immer und immer wieder kommt. Wir müssen verstehen, dass jeder von uns irgendein Körperglied ist am Leib Jesu. Und dieser Gedanke wird auch deutlich in 1. Korinther 12, Vers 12. Das heißt es: "Denn gleich wie der Leib einer ist und auch viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obwohl es viele sind, als Leib eins sind, sucht der Christus."

[40:43] Und hier kommt noch ein Punkt deutlich raus, stärker, dass all die verschiedenen Geistesgaben, wenn sie vom wahren Geist kommen, immer dazu tendieren und neigen und dahin arbeiten, dass eine Einheit entsteht, eine wahre Einheit im wahren Glauben nach der Schrift. All die verschiedenen Geistesgaben in unserer Gemeinde sollen dazu dienen, eine Einheit zu bilden. Und wo immer Geistesgaben benutzt werden, um Spaltung hervorzurufen, die nicht nach dem Wort Gottes ist, müssen diese Geistesgaben abgelehnt werden.

[41:19] Schauen wir gemeinsam in Epheser 1, Vers 23. Epheser 1, Vers 23, dort lesen wir: "Epheser 1, Vers 23: die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt." Wir können Vers 22 noch dazu nehmen: "Und er hat alle seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt."

[41:50] Christus ist der Kopf. Ist Christus auch dein Kopf? Wenn Christus nicht dein Kopf ist, der für dich denkt und dir sagt, wann du dein Glied wie und wo bewegen sollst, dann bist du noch kein funktionierendes Glied am Leib. Dann bist du ein schlafendes Glied, wo die Verbindung sozusagen etwas unterbrochen und getrübt ist. Denn wenn Christus dein Kopf ist, wenn du verbunden bist mit Christus, dann wirst du das tun, was der Befehl aus dem Gehirn von Christus dir sagt. Bist du verbunden mit Christus? Ist Christus dein Kopf?

[42:24] In Epheser 4, Vers 16 lesen wir: "Von ihm aus vollbringt – gemeint von Christus – Epheser 4, Vers 16: Von ihm, von Christus aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe." Nur wenn wir mit Christus verbunden sind und uns dann gegenseitig die Hand reichen – wir haben es letzte Woche ja ausführlich betrachtet – dann können wir wachsen und der Leib kann auferbaut werden.

[43:02] Bist du mit Christus verbunden und bist du bereit, deine Geistesgabe als Handreichung dem weltweiten Leib Christi zur Verfügung zu stellen? Denn wir wissen aus Johannes 15, Vers 5. Johannes 15, Vers 5, dort steht: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun."

[43:30] Schauen wir uns die letzten beiden Abschnitte an: Matthäus 10, Verse 19 und 20. Matthäus 10, Verse 19 und 20. Die Bibel sagt: "Wenn sie euch aber ausliefern, so sorgt euch nicht darum, wie oder was ihr reden sollt." Eines der größten Hindernisse in der Mission, so scheint es, ist: Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Aber hier heißt es: "Denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der Geist eures Vaters ist, der durch euch redet."

[44:01] Möchtest du dem Heiligen Geist heute erlauben, dass er durch dich reden darf, dass du sein Instrument werden darfst? Und interessanterweise steht hier, dass die Sorge, die wir oft haben, nicht nur das Was ist, sondern auch das Wie. Der Heilige Geist wird uns nicht nur das Was, den Inhalt schenken, sondern auch das Wie. Der Heilige Geist möchte uns nicht nur die Information schenken, die wir weitergeben, er möchte uns auch zeigen, wie wir am besten Informationen weitergeben. Die Botschaft und die Art und Weise. Beides soll vom Heiligen Geist geleitet sein und nach den Methoden des Heiligen Geistes, so wie sie in der Bibel beschrieben sind.

[44:41] Letzter Gedanke, und es ist ein sehr interessanter und wichtiger Gedanke in der Apostelgeschichte 16, Verse 6 und 7. Wenn wir uns entscheiden, dem Heiligen Geist zu folgen, dann müssen wir auch diesen Punkt beachten. Apostelgeschichte 16, Verse 6 und 7. "Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatien durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewährt, das Wort in der Provinz Asien zu verkündigen. Als sie nach Mysien kamen, versuchten sie nach Bithynien zu reisen, und der Geist ließ es ihnen nicht zu."

[45:08] Wenn wir uns dem Heiligen Geist ergeben, dann wird er auch uns Stoppschilder dorthin geben, wo wir meinen, großen Erfolg zu sehen. Bist du bereit, auch dann auf den Heiligen Geist zu hören? Bist du bereit, die wahren Geistesgaben anzunehmen und auch das alles abzulehnen, was der Heilige Geist dir als falsch zeigt, wo du so begeistert bist von deinen Ideen, so begeistert von deinen Plänen, von deinen Seminaren oder was auch immer? Bist du bereit, das deutliche Nein, das deutliche Veto des Heiligen Geistes in der Mission anzuerkennen?

[45:40] Die Entscheidung muss ich fällen. Ich möchte diese Entscheidung heute ganz neu fällen für mich selbst und möchte dich einladen, auch diese Entscheidung Gott vorzulegen. Herr, was möchtest du, dass ich tun soll? Führe mich durch deinen Heiligen Geist. Zeig mir, was ich tun soll und zeig mir, was ich nicht tun soll, damit ich deine geistlichen Gaben, die du mir schenken möchtest, zu deiner Ehre einsetze, damit die fünf Talente, die du mir gegeben hast, oder drei, oder wie auch immer, sich vermehren. Gott segne euch und gebe euch viel Freude im Studium seines Wortes.

[46:13] Nächste Woche wird hier auf JoelmediaTV.de die nächste Cannstatt Study Hour zu finden sein als Video on Demand, und ihr könnt euch anschauen, wann ihr mehr wollt und könnt dadurch noch mehr studieren und seid noch mehr flexibel. Gott segne euch, bis zur nächsten Woche.


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