[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir freuen uns, dass ihr wieder dabei seid auf www.joelmedia.de. Ich hoffe, ihr seid genauso gespannt wie ich auf unser jetziges Thema, das wir diese Woche betrachten wollen, indem wir uns auf das Bibelgespräch am 12. Mai vorbereiten. Auch diesmal werden wir unser Reaktionsheft zurate ziehen: Evangelisation und Zeugnis geben. Heute mit einem besonders persönlichen Aspekt, denn unser Thema heißt heute: Individuelle Evangelisation und individuelles Zeugnis geben.
[1:46] Es geht also ganz praktisch und persönlich um dich und um mich, nicht so sehr um Evangelisation als ganze Volk Gottes, als ganze Gemeinde, als ganze Kirche. Nein, um dich und um mich: Was kannst du tun? Was kann ich tun, liebe Freunde, liebe Freundinnen, um andere Menschen mit dem Evangelium zu erreichen? Also, was ist der individuelle Aspekt von Evangelisation und Zeugnis geben?
[2:13] Nun, wir wollen mit einem ganz bekannten Vers beginnen, der uns als Leitgedanke gegeben ist, in Jesaja 43 und dort Vers 10. Jesaja 43, Vers 10. Dort sagt Gott zu uns: „Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin. Von mir ist kein Gott gebildet worden und nach mir wird es keinen geben.“
[2:50] Nun, Gott sagt hier: „Ihr“, also alle, „seid meine Zeugen und mein Knecht.“ Nun, Zeugen ist Plural, aber Knecht ist Singular. Wir alle sind Zeugen, und jeder einzelne von uns ist ein Knecht, also ein Diener für Gott. Gott hat uns zu Zeugen benannt.
[3:08] Nun, wozu braucht man einen Zeugen? Einen Zeugen braucht man, um Zeugnis zu geben. Der Zeuge soll etwas bezeugen, was er gesehen, gehört oder mitbekommen hat. Und das ist genau das, was Gott möchte von uns. Wir werden gleich noch mehr dazu sagen.
[3:26] Was sollen wir eigentlich bezeugen? In Vers 12 können wir lesen: „Ich habe verkündigt, gerettet und von mir hören lassen und bin nicht fremd unter euch, und ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, dass ich Gott bin.“
[3:40] Nun, Gott, der uns zu Zeugen erwählt hat, zu seinem Knecht bestimmt hat, der sagt uns auch, wovon wir Zeugnis geben sollen. Er sagt: „Ich habe verkündigt, gerettet und von mir hören lassen.“ Mit anderen Worten: Ich habe gesprochen, es geht also um das Wort Gottes. Und: „Ich habe gerettet“, es geht also um die Erlösungstaten, die Rettungstaten Gottes. Und dann sagt er: „Ihr seid meine Zeugen.“ Wir sind die Zeugen von dem, was Gott gesagt hat und was Gott getan hat. Noch genauer gesagt: Wir sind die Zeugen von dem, was Gott zu mir, zu uns gesagt hat und was Gott uns getan hat. Du bist ein Zeuge und ich bin ein Zeuge von dem, was Gott für mich und für dich getan hat und was er zu mir und zu dir gesagt hat.
[4:20] Hast du Gottes Stimme gehört? Hat Gott zu dir gesprochen? Hat er etwas in deinem Leben getan? Hat er dich gerettet? Hat er dich erlöst? Wenn ja, dann bist du sein Zeuge durch seine Erwählung. Es gibt keine andere Möglichkeit. Er sagt: „Ich bin nicht fremd unter euch.“ Die Menschen, die Gott kennen, sind automatisch seine Zeugen. Ganz logisch, denn die, die ihn nicht kennen, die sein Wort, seine Worte nicht kennen, die noch nicht seine Erlösung erlebt haben, die können schlecht für ihn zeugen. Niemand anders kann für ihn zeugen als derjenige, der ihn kennt, der sein Wort kennt und der von ihm erlöst worden ist. Und wenn du Jesus kennst, wenn du seine Worte gehört hast und wenn du von ihm erlöst worden bist, dann bist du individuell automatisch sein Zeuge.
[5:15] Das ist, was Gott sagt. Er sagt: „Ich brauche Zeugen, und ihr, die ihr mich kennt, die ihr meine Worte gehört habt und die ihr auch meine Errettung gesehen habt und erlebt habt, ihr seid meine Zeugen.“
[5:26] Schauen wir weiter in dem nächsten Kapitel, Kapitel 44 und dort Vers 8. In Kapitel 44, Vers 8 lesen wir: „Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht. Habe ich es dir nicht schon längst verkündet und dir angekündigt? Ihr seid meine Zeugen. Gibt es einen Gott außer mir? Nein, es gibt sonst keinen Fels, ich weiß keinen.“
[5:53] Und wenn Gott sagt, ich kenne keinen anderen, dann gibt es auch wirklich keinen anderen, denn Gott weiß alles. Also die Allwissenheit Gottes beweist hier mit diesem Vers, dass es wirklich keinen anderen Gott gibt, denn Gott sagt: „Ich kenne keinen anderen.“
[6:06] Nun, was ist der Grund, der hier noch genannt wird, zusätzlich zu dem Grund, den wir in Kapitel 43, Vers 12 gesehen haben, warum wir seine Zeugen sind? Gott sagt hier in Vers 8: „Habe ich es dir nicht schon längst verkündet und dir angekündigt?“ Gott bezieht sich darauf, dass er Dinge, die geschehen sind oder geschehen werden, in der Vergangenheit bereits angekündigt hat und sagt dann: „Ihr seid meine Zeugen.“ Mit anderen Worten: Prophetie und das prophetische Wort, das Gott in seinem Wort hat niederschreiben lassen, machen uns zu Zeugen. Wenn du die Prophetie kennst, dann bist du sein Zeuge.
[6:46] Das bedeutet auch, dass unser Zeugendienst, unser Zeugnis die Prophetie mit einschließt, denn Gott sagt: „Ich habe sie schon vorher angekündigt, sei ein Zeuge davon.“ Und interessanterweise zeigt dieser Vers, dass viele Menschen ein völlig falsches Bild von Prophetie haben. Viele Menschen, wenn sie überhaupt an Prophetie denken, an biblische Prophetie, dann bekommen sie Angst und Schrecken. „Ich fange an zu zittern und sage: Das ist viel zu schrecklich, das ist Angst machen, das ist eine Drohbotschaft.“ Aber Jesus sagt in diesem Vers: „Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht.“
[7:17] Und dann sagt er als Begründung, warum wir uns nicht erschrecken sollen und uns nicht fürchten sollen, sagt er als Begründung: „Habe ich es dir nicht schon längst verkündet und dir angekündigt?“ Aus der Sicht von Jesus ist die Prophetie der beste Grund, sich nicht zu erschrecken und nicht zu fürchten. Mit anderen Worten: Jeder, der die Prophetie als eine Drohbotschaft und eine furchtsame Botschaft verkündigt, die die Menschen dazu bringt, dass sie nur noch Angst haben und keine Hoffnung haben, der hat die Prophetie selbst nicht verstanden. Das heißt nicht, dass die Prophetie nicht sehr ernst ist und dass jemand, der an seiner Sünde festhält, das Zittern bekommen sollte. Das spricht die Bibel schon sehr deutlich an. Aber jemand, der Gott kennt und der Gott liebt und der zu Jesus hält, muss keine Angst haben und braucht sich nicht zu fürchten. Er soll nur Gott fürchten.
[8:09] Auf dem Vang 14 Vers 7 wird das deutlich. Aber er braucht sich selbst nicht zu fürchten und schon gar nicht vor Gott. Und das bedeutet, um es einmal zusammenzufassen, dass wenn wir Zeugen für Gott sind, wir auch verpflichtet sind, diese wohltuende Botschaft der Prophetie unter das Volk, unter die Menschen zu bringen. Es ist unsere Verantwortung.
[8:36] Nun schauen wir in Johannes 15 und dort Vers 26 und 27. Johannes 15 und dort Vers 26 und 27. Jesus sagt hier, was uns befähigen wird, Zeuge für ihn zu sein. Er sagt: „Wenn der Beistand kommen wird, Johannes 15 Vers 26 und 27, wenn der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben.“
[9:10] Also, wer ist hier derjenige, der das Zeugnis gibt? Es ist der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit, der vom Vater kommt und der von Jesus gesandt wird.
[9:18] Vers 27: „Und auch ihr werdet Zeugnis geben.“ Es ist also nicht nur allein der Heilige Geist und wir sind diejenigen, die ihm applaudieren und ihm zujubeln, sondern er sagt: „Und auch ihr werdet Zeugnis geben.“ Das heißt, Zeugnis geben per Definition ist eine Kooperation zwischen dem Heiligen Geist und dir. Der Heilige Geist gibt Zeugnis und auch du gibst Zeugnis.
[9:46] Das Zeugnis des Heiligen Geistes ohne dich würde etwas von der Farbe, von der Echtheit des Evangeliums vermissen lassen. Denn du mit deinem Zeugnis kannst den Menschen zeigen, dass ein Mensch tatsächlich in seiner Sünde Jesus kennenlernen kann und von der Sünde befreit werden kann. Auf der anderen Seite ist das Zeugnis nur von dir und den Heiligen Geist, natürlich vollkommen wirkungslos. Aber in der Kombination durch die überzeugende Kraft des Heiligen Geistes und durch das authentische Erleben von dir selbst, diese Kombination ist eine fast unwiderstehliche Kraft zum Guten.
[10:36] Der Heilige Geist gibt Zeugnis und auch ihr werdet Zeugnis geben. Warum? Weil ihr, so endet Vers 27, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid. Mit anderen Worten: Der Grund, warum das Zeugnis mit dem Heiligen Geist kooperieren kann, ist, weil wir Jesus kennen. Und wenn wir Jesus nicht kennen, wenn wir ihn nicht erlebt haben, dann kann unser Zeugnis auch keine wirkliche Kraft versprühen und nicht wirklich mit dem Heiligen Geist zusammenarbeiten.
[11:09] Und deswegen sagt Johannes in seinem ersten Johannesbrief – ist nicht im Manuskript enthalten, ihr könnt euch also selbst aufschreiben – in Johannes, 1. Johannes Vers 1 bis 3. 1. Johannes 1, Vers 1 bis 3. Da sagt er: „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens. Das Leben ist der Schein und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist. Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt.“
[11:45] Der Johannes betont einen Punkt immer und immer wieder. Sagt: „Wir haben es gesehen, wir haben es gehört, wir haben es betastet, wir haben es erlebt. Wir sind Augen- und Ohren- und Tastzeugen sozusagen. Wir waren dabei, wir sind echte Zeugen. Die besten Zeugen im Gericht sind die, die live dabei gewesen sind, die es gehört, gesehen, betastet haben.“
[12:05] Hast du Jesus gehört? Hast du ihn gesehen? Hast du ihn betastet in einem geistlichen Sinne? Hast du ihn erlebt? Hast du gesehen, wie Jesus dich von der Sünde befreit hat? Wie Jesus dich aus der Knechtschaft der Sünde herausgeholt hat? Wie er dir ein neues Leben geschenkt hat? Deinen Charakter Stück für Stück verändert? Hast du Erlebnisse mit Gott, Gebetserfahrungen gemacht? Dann bist du ein Zeuge.
[12:32] Und wie wir gesehen haben, als Zeuge arbeitest du mit dem Heiligen Geist zusammen. Nun schauen wir gemeinsam in Apostelgeschichte 1 und dort Vers 8. Apostelgeschichte 1 und dort Vers 8. Dort heißt es: „Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein.“
[13:03] Warum werden sie, die Jünger und wir, warum werden wir Zeugen sein? Weil, wie der Vers uns sagt, wir die Kraft empfangen durch den Heiligen Geist.
[13:11] Wann ist man ein effektiver Zeuge? Wann bist du persönlich, du, der du heute zuschaust, lieber Freund, liebe Freundin, wann bist du ein effektiver Zeuge für Jesus? Dann, wenn die Kraft des Heiligen Geistes auf dich kommt, wenn du dem Heiligen Geist erlaubst, in deinem Leben zu regieren, wenn du dein Herz öffnest für den Heiligen Geist.
[13:27] Und wie wir letzte Woche gesehen haben, könnte das auch durchaus unbequeme Entscheidungen für dich bedeuten. Denn der Heilige Geist, so haben wir letzte Woche gesehen, überführt uns auch von unbequemen Wahrheiten, von Sünde, von Gericht und von Gerechtigkeit. Aber wenn wir es tun und wenn wir dem Heiligen Geist erlauben, Kontrolle über unser Leben zu haben, dann wird tatsächlich unser Zeugnis Kraft haben. Es wird etwas bewegen, denn das Wesen der Kraft ist, dass etwas bewegt. Es wird dynamisch sein, das ist das griechische Wort „dynamis“, von dem wir unser Dynamit herbekommen. Ein dynamisches Zeugnis durch die Verbindung, durch die Kooperation mit dem Heiligen Geist.
[14:14] Meine Frage an dich heute ist: Kooperierst du jetzt schon in deinem Leben mit dem Heiligen Geist? Wenn ja, dann wird dein Zeugnis kraftvoll sein.
[14:25] Und dann sagt er hier, wie die Jünger Zeugnis geben sollen. In Vers 8 heißt es am Ende: „Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Welt.“ Das heißt, Zeugnis geben ist immer konzentrisch. Es fängt bei dir an, es fängt dann in deiner Familie, in deiner Gemeinde, in deinem Umfeld, in deiner Nachbarschaft, an deinem Arbeitsplatz, in deiner Stadt, in deinem Landkreis, deinem Bundesland, deiner Nation und dann bist du an das Ende der Welt. Denn Zeugnis geben ist nicht lokal begrenzt. Zeugnis geben fängt lokal an, aber ist nicht lokal begrenzt.
[15:06] Und hier, glaube ich, müssen wir manchmal umdenken. Manchmal denken: „Naja, wenn ich ein paar Flyer in den Briefkasten meiner Nachbarn tue, dann habe ich alles getan, was ich als Zeuge tun kann, und mehr muss ich nicht tun.“ Das ist wunderbar, das ist super schön und ein guter Anfang, aber eben nur der Anfang. Denn was Jesus möchte, ist, dass durch die Kooperation mit dem Heiligen Geist wir wachsen und wachsen und wachsen und unser Zeugnis konzentrisch zunimmt.
[15:30] Gott möchte uns in höhere Aufgaben berufen. Er möchte uns größere Gebiete zuteilen. Er möchte uns zu mehr Menschen führen. Ja, es ist gut, einen Menschen zu Jesus zu führen, aber wie viel besser wäre es, zehn Menschen zu führen? Oder vielleicht sogar 10.000? Vielleicht sagst du: „Das kann ich nicht.“ Aber dazu kommen wir gleich noch später. Konzentrisch von innen nach außen.
[15:53] Vielleicht sagst du: „Ja, aber ich habe keinerlei theologische Bildung. Ich kenne mich nicht wirklich aus. Ich bin, habe keinen Titel, bin quasi nichts.“ Dann sage ich dir: Herzlich willkommen in Gottes Armee.
[16:08] Schauen wir gemeinsam in Apostelgeschichte 4. Apostelgeschichte 4, Vers 13. Das noch einmal als Ermutigung für all diejenigen, die ihr zuschaut und sagt: „Ich würde gerne etwas tun. Ich würde gerne persönlich ein Zeuge sein. Ich möchte nicht nur applaudieren und beten, wenn ein großer Evangelist etwas macht. Ich möchte selbst Menschen zu Jesus führen, aber ich weiß nicht wie. Ich weiß nicht, ich habe keine offensichtlichen Talente.“ Dann lasst euch diesen Vers wirklich ganz deutlich durchs Gemüt gehen.
[16:37] Apostelgeschichte 4, Vers 13. Dort heißt es: „Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie ungelehrte Leute und Laien seien.“ Das griechische Wort für Laien ist „Idiotas“. Bist du ein „Idiotas“? Wenn ja, dann hast du genügend Qualifikation, genügend Talent, um so wie Petrus und Johannes mit Freimütigkeit vor Tausenden von Menschen zu stehen und Menschen zu Tausenden zu taufen, durch kraftvolle Predigten zum Glauben zu bringen. Es waren „Idiotas“. Sie waren auf keiner theologischen Schule gewesen, auf keinem Seminar, nicht mal für eine Missionsschule. Obwohl das alles gute Dinge sind und nichts an ihnen in und aus sich selbst heraus verkehrt ist. Und Jesus konnte auch einen Paulus, der ein hoher Theologe war, mit hohem Doktortitel gut gebrauchen, als er bereit war, sich unter die Bibel ganz zu stellen und seine persönlichen theologischen Ideen beiseite zu legen. Aber Jesus kann genauso gut Menschen gebrauchen, die ungelehrt sind, die aus den ganz normalsten Lebensumständen kommen. Und er kann sie kraftvoll gebrauchen, unter der einen Bedingung, wie es hier steht: „Und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren.“ Es war sichtbar, dass Petrus und Johannes Jesus über einen längeren Zeitraum treu nachgefolgt sind.
[18:07] Wird es in deinem Leben sichtbar, dass du Jesus nachfolgst? Wenn ja, dann kann Jesus dich gebrauchen, um sogar viele Menschen zu ihm zu führen. Die einzige Bedingung, um Menschen zu Jesus zu bringen, für dich persönlich, ist eine echte, tiefe und authentische Beziehung zu Jesus. Dies ist natürlich daran zeigt, dass du Jesus folgst, wohin auch gehst, und dass du das tust, was er sagt, und dass du ihm alles glaubst, was er dir sagt.
[18:35] Schauen wir gemeinsam in Matthäus 11, Vers 25. Dieser Gedanke ist so wunderbar, dass Jesus selbst sich darüber gefreut hat. Matthäus 11, Vers 25 heißt es: „Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir.“
[18:58] Gott im Himmel hat Freude daran, dass die entscheidenden, lebensnotwendigen Wahrheiten des Evangeliums nicht durch ein Doktor-Garder-Philosophie erkannt werden, sondern durch eine Beziehung zu Jesus und aufrichtiges Studium der Bibel mit der Willigkeit, Gott gehorsam zu sein. Was für ein wunderbarer Gedanke. Jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten kann diese Bedingungen erfüllen. Auch du, der du jetzt gerade vor dem Computer sitzt. Du kannst diese Bedingungen erfüllen, und Gott möchte dir zeigen, wie, und er möchte dir helfen. Und du kannst ein wunderbarer und ein kraftvoller Zeuge für ihn sein. Schau nicht auf deinen Titel, sondern schau auf Gottes Titel und auf sein Wort.
[19:45] Schaut mit mir in Psalm 119, mein absoluter Lieblingsvers in dieser Beziehung. Psalm 119, eine Verheißung, die du für dich in Betracht ziehen solltest, für dich in Anspruch nehmen musst, wenn du ein Zeuge für Jesus sein möchtest.
[20:07] Psalm 119, Vers 99: „Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach.“ Glaubst du, dass du verständiger in der Schrift werden kannst als die Prediger, die du kennst, die Gemeindeältesten, die du kennst, die Evangelisten, die du kennst, die Fernsehprediger, die Internetprediger? Dass du sogar mehr herausfinden kannst als das, was du immer nur hörst und siehst? Nicht nur, dass du ihnen das für ihnen gleich tun kannst, sondern dass du tatsächlich mehr herausfinden kannst. Glaubst du das?
[20:51] Das ist die Verheißung. Denn Gott hat kein Interesse daran, dass es Menschen gibt, die als geistliche Experten gelten und zu denen alle aufschauen, weil sie angeblich die Bibel so gut auslegen können. Gott möchte, dass jeder Einzelne die Bibel noch besser auslegen kann als der andere, weil er dann in der Lage ist, einem anderen es beizubringen, dass der es noch besser kann. Und das verhindert geistlichen Stolz. Unser Ziel muss es nicht sein, der Beste zu werden, sondern besser zu werden als andere, damit die, die von mir lernen, noch besser werden als ich. Und so, dass die Erkenntnis immer mehr zunimmt und immer mehr und deutlicher, klarer das Evangelium hervorscheinen kann aus diesen Seiten.
[21:34] Aber der Gedanke, den wir noch einmal vertiefen und noch einmal betonen: Du kannst mehr Wissen aus der Bibel, wenn du die Bedingungen erfüllst, denn über deine Zeugnisse nicht nach, als alle Lehrer, die du in deinem Leben bisher gehabt hast, über die Bibel. Du kannst, ist eine Verheißung. Denke und sinne über Gottes Zeugnisse gründlich nach. Dann wirst du mit Kraft ausgestattet werden und wirst tatsächlich wissen, was man wann wie sagt. Das größte Hindernis in der Evangelisation wird dann beseitigt werden.
[22:11] Und ein sehr ermutigender Vers hier ist auch Johannes 7 Vers 15. Wir wollen ihn noch ganz kurz anschauen, weil er gut dazu passt. In Johannes 7, Vers 15 heißt es: „Als Jesus hier unter den Juden ist, und die Juden verwunderten sich, als Jesus im Tempel gelehrt hat und sprachen: Woher kennt dieser die Schriften? Er hat doch nicht studiert.“ Jesus war auf keinem theologischen Seminar. Jesus war noch nicht einmal auf einer öffentlichen Schule. Und trotzdem konnte er die Bibel erklären, wie kein Zweiter vor ihm oder nach ihm.
[22:56] Mach es nicht zu einer Entschuldigung, zu einer Ausrede, dass du vielleicht keine gründliche theologische Ausbildung genossen hast. Im Werk der Seelengewinnung ist das bestenfalls zweitrangig. Jesus hatte die beste theologische Ausbildung, die man nur haben kann, weil er in der engsten möglichen Verbindung zu seinem Vater stand und über Gottes Wort nachdachte, Tag und Nacht. Und das ist etwas, was auch du kannst. Und dann kannst du Dinge tun, von denen du vielleicht nur geträumt hast, dass du nicht mal geträumt hast, was du tun kannst. Lass dir niemals einreden, dass es ausgebildete Experten braucht, um das Evangelium an den Mann zu bringen. Du kannst die Bibel auslegen und erklären und predigen, wenn du bereit bist, diese einfachen, für jeden erfüllbaren Bedingungen zu erfüllen. Bist du bereit? Dann wird Gott diese Verheißung in deinem Leben wahr machen, so wahr es hier steht. So wahr es hier steht.
[24:09] Ist das nicht wunderbar? Gehen wir doch einmal zurück zur Apostelgeschichte 4, wo wir gerade gelesen haben, dass Petrus und Johannes als „Idiotas“ bezeichnet werden. Und wir können sehen, dass hier in dieser Geschichte sie tatsächlich ein Zeugnis gegeben haben, durch das, was sie getan haben.
[24:26] In Vers 10 lesen wir: „So sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekannt gemacht, dass durch den Namen Jesu Christi des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, dass Jesus durch ihn gesund vor euch steht.“ Petrus und Johannes haben sich um die Gesundheit eines Menschen gekümmert, haben in dieser Gesundheitsarbeit gleichzeitig ein Zeugnis gegeben über das Evangelium. Und das wird Beweis, dass selbst die kleinen, die unscheinbaren Aufgaben sozusagen, die vielleicht eher im Bereich der medizinischen Missionsarbeit anzusiedeln sind, oft die besten Gelegenheiten sind, gutes Zeugnis zu geben und kraftvoll mit Freimütigkeit zu sprechen.
[25:07] Die meisten Menschen waren in Jerusalem total begeistert von dem, was geschehen war, bis auf eine Gruppe von Menschen. Und das ist jetzt sehr interessant zu beobachten, und zwar die Führer des Volkes. Die Führer des Volkes Gottes waren überhaupt nicht angetan von dem, was dort passiert, waren überhaupt nicht begeistert, dass Laien und ungebildete, normale Menschen mit Freimut die gegenwärtige prophetische Wahrheit – denn das war ja damals die gegenwärtige, prophetische, umstrittene Wahrheit, ob Jesus der Messias war oder nicht – mit aller Klarheit und Deutlichkeit verkündigt haben. Das ging den Obersten deutlich gegen den Strich.
[25:47] Vers 16 heißt es: „Was sollen wir mit diesen Menschen tun? Wenn ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Bewohnern von Jerusalem bekannt, und wir können es nicht leugnen.“ Wir können sehen, wie sie sich geärgert haben, dass hier so, dass so offensichtlich geworden ist, dass Johannes und Petrus mit Gott gewesen sind und so ein so Gutes getan haben. Und ebenfalls können wir erkennen, wie die Führer des Volkes innerlich gegen diese Laienbewegung der Jünger eingestellt waren.
[26:16] Vers 21: „Es gab nur eine Sache, die sie tun konnten. Sie aber drohten ihnen noch weiter und ließen sie frei, weil sie wegen des Volkes keinen Weg fanden, sie zu bestrafen.“ Sie wünschen sie zu bestrafen, manchmal geht es aber nicht, weil das Volk Gottes einfach zu deutlich sagt, dass genau das ist die Wahrheit und das wollen wir hören und ihr habt kein Recht, den Menschen den Mund zu verbieten. Aber trotzdem versuchen sie noch durch Drohung und durch Einschüchterung die Jünger, die Laien ruhig zu halten, damit sie nicht das verkündigen, was unangenehm in ihren Augen ist, unangenehm in ihren Ohren, was ihre eigenen Fehler aufdecken würde. Sie versuchen es mit Androhung, mit Einschüchterung und mit Anklage.
[27:01] Ich denke, dass das Prinzipien sind, die wir zu allen Zeiten immer wieder auch im Volk Gottes finden können. Und jetzt einmal eine Fallstudie hier betrachten, wie es funktioniert, dass Menschen eins zu eins zu Jesus gebracht werden. Lasst uns gemeinsam Johannes 1 aufschlagen und dort einige Verse betrachten.
[27:28] In Johannes 1 und dort ab Vers 37. Wir gehen jetzt bis Vers 50 durch und versuchen, diese Verse ein bisschen deutlicher zu verstehen.
[27:50] In Vers 37 lesen wir: „Und die beiden Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.“ Wir haben hier zwei Jünger. Wir wissen aus dem weiteren Kontext, dass es sich um Andreas und um Johannes handelt. Diese beiden Jünger sind zunächst einmal die Jünger von Johannes dem Täufer. Das heißt, sie folgen einer religiösen Bewegung, die die gegenwärtige prophetische Zeitbotschaft verkündigt und sozusagen eine ganz zeitbezogene Botschaft in die Welt hinausträgt. Und sie sind begeistert davon und sie unterstützen das. Und sie hören jetzt Johannes dem Täufer zu, der predigt und sie auf jemanden verweist. Nämlich mit den Worten, die wir schon in Vers 29 finden können.
[28:37] „Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Das heißt, Andreas und Johannes gehen sozusagen zu einer religiösen Gruppierung, die nicht auf sich selbst verweist, sondern auf Jesus sagt: „Schaut her, das ist Jesus.“ Und Johannes hat ja in diesem Vers eine prophetische Wahrheit verkündigt, eine, die den Erlösungsplan beinhaltet, aber auch eben prophetisch auf die Zukunft deutete, auf die Erfüllung von Prophetie. Und so erleben wir es auch heute, dass es heute Menschen gibt, die die Wahrheit verkündigen, eine prophetische Wahrheit, die das Evangelium und die Prophetie verknüpfen. Man nennt es auch die dreifache Engelsbotschaft, und Menschen werden vielleicht dadurch angezogen. Aber das Ziel muss es sein, diese Menschen nicht zum Täufer, das heißt zur Gemeinde, zu ziehen, sondern zu Jesus. Natürlich werden sie noch zur Gemeinde kommen, aber das Ziel ist, dass jeder einzelne Jesus persönlich nachfolgt.
[29:39] Vers 38: „Als aber Jesus sie umwandte und sie nachfolgen sah, sprach er zu ihnen: Was sucht ihr?“ Sie sprachen zu ihm: „Rabbi“, das heißt übersetzt Lehrer, „wo wohnst du?“
[29:50] Wir finden hier, nachdem sie dem Johannes zugehört haben und jetzt auf Jesus hingewiesen werden, dass sie ihre erste persönliche Begegnung mit Jesus gehabt haben. Kannst du dich noch erinnern, wie deine erste persönliche Begegnung mit Jesus gewesen ist? Als du zum ersten Mal gespürt hast, dass Jesus tatsächlich buchstäblich da ist, dass er für dich gestorben ist, dass er dein Lehrer ist, dass er dir persönlich etwas gezeigt hat, weil es dir kein Mensch gezeigt hat? Als du zum ersten Mal realisiert hast, dass Gott dir etwas beibringen möchte, dass er dir vorangehen möchte? Das ist hier in Vers 38 ausgedrückt.
[30:22] Vers 39: „Er spricht zu ihnen: Kommt und seht.“ Jesus lädt uns ein, Zeit mit ihm zu verbringen. Er lädt uns ein, mit ihm Gemeinschaft zu haben. Und was wir hier in Vers 39 sehen können, wenn es heißt: „Sie kamen und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde.“ Dann können wir sehen, dass auf die erste Begegnung die erste Erfahrung folgte. Kannst du dich an deine erste Erfahrung mit Jesus erinnern, wo er dir geholfen hat, wo du erlebt hast, dass Gott tatsächlich in deinem Leben eingegriffen hat, wo ihr Gemeinschaft gehabt habt, Jesus und du?
[30:54] Wir können also sehen, dass durch die Predigt, durch die prophetische biblische Predigt, zwei Menschen zu Jesus geführt werden. Sie Jesus kennenlernen, ihn zu ihrem Lehrer machen möchten und jetzt die ersten Schritte mit ihm tun, die ersten Erfahrungen mit ihm machen und ihn einen Tag lang kennen, einen Tag lang. Und das muss so begeisternd gewesen sein, dass wir lesen in Vers 40 und 41. Vers 40 und 41. Ja, genau. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren. Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: „Wir haben den Messias gefunden“, das heißt übersetzt den Gesalbten. Sie waren nur einen Tag mit ihm zusammen gewesen und schon so begeistert, dass sie das, was sie weitergeben wollten, nicht an sich halten konnten.
[31:50] Andreas findet nicht eine fremde Person, sondern er findet seinen Bruder, den Nächsten, einen Verwandten von ihm, einen Familienangehörigen und sagt: „Du weißt was, die Prophetie hat sich erfüllt.“ Denn wenn er sagt: „Wir haben den Messias gefunden“, dann sagt er damit: „Ich habe mich mit der Prophetie beschäftigt.“ Mit welcher Prophetie, nebenbei? Lass uns das ganz kurz aufschlagen, in Daniel 9. Da gibt es eine Prophezeiung, auf die er sich hier letztendlich beruft. Daniel 9, Vers 25.
[32:30] Da heißt es so: „Wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen sieben Wochen und 62 Wochen.“ Daniel 9 hatte eine Zeitprophezeiung, das Kommen des Messias, des Gesalbten, vorhergesagt, des Mashiach, des Messias. Mit anderen Worten: Andreas, dieser ungebildete Laie, hatte sich die Predigten von Johannes dem Täufer, der auch ein prophetischer Prediger war, angehört, hatte jetzt Jesus kennengelernt und hatte gesehen, wie sich die Prophetie, von der alle Menschen sprachen, von der alle Menschen irgendwie, an der alle interessiert waren, sich tatsächlich erfüllt und tatsächlich diese prophetische Botschaft jetzt in ihr Leben gekommen war und ist so begeistert davon, dass er gleich seinem nächsten Bruder, Petrus, etwas sagen möchte davon. Er hat noch nicht viele Predigten gehört von Jesus, nicht viele Seminare, wie bekehrt man Menschen, aber er hat gesehen: Die Prophetie erfüllt sich, das ist so spannend, ich möchte es einfach meinem Bruder weitergeben.
[33:44] Nun, und hier ein ermutigender Gedanke für alle von euch, die sagen: „Ich werde vielleicht niemals wie Petrus 3000 Menschen an einem Tag zur Taufe führen können. Ich bin einfach nicht der geborene Redner.“ Es mag sein, vielleicht bist du kein Petrus, aber vielleicht bist du ein Andreas. Andreas in der ganzen Bibel wird immer nur gezeigt, wie er eine Person zu Jesus bringt. Er bringt sie einfach zu Jesus, aber die Person, die er als erstes zu Jesus bringt, wird dann zu einem großen Evangelisten. Mit anderen Worten: Vielleicht wirst du niemals ein großer Evangelist, aber kannst du eine Person gewinnen, die dann ein großer Evangelist wird? Ohne Andreas hätte es vielleicht diese 3000 Taufen so nicht gegeben. Andreas hat den gewonnen, der dann später 3000 gewann.
[34:44] Ist dir mal aufgefallen, dass viele, viele große, kraftvolle Evangelisten unserer Zeit Menschen waren, die erst zum Glauben gekommen sind, die draußen der Welt gewesen sind? All diese großen Evangelisten sind durch Menschen gewonnen worden, die keiner wirklich kennt. Ja, wir kennen die großen Namen aus dem Internet und wir wissen, wer die wirklich kraftvollen Prediger sind. Aber fast alle oder viele von ihnen sind nicht aufgewachsen im Glauben. Sie sind gewonnen worden durch irgendeinen Freund, durch eine Freundin, die vielleicht ganz unscheinbar ist, die gar nicht gut predigen kann, die aber diesen Menschen zu Christus gebracht hat und Christus konnte dann das Potenzial in diesen Menschen nutzen für die Evangelisierung. Vielleicht bist du kein Evangelist, aber vielleicht bist du ein Evangelisten-Gewinner. Denk darüber nach. Und wenn du nur eine Person zu Jesus bringst, vielleicht können dadurch in letzter Instanz viele tausend Menschen gewonnen werden. Sei ein Andreas oder sei ein Petrus, aber tu das, was Gott dir zeigt.
[35:48] Wir lesen weiter ab Vers 43. „Am folgenden Tag wollte Jesus nach Galiläa reisen, da findet er Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach.“ Wir haben jetzt noch ein Beispiel von einer anderen Person, von Philippus. Jesus findet ihn und sagt: „Folge mir nach.“ Und Philippus folgt ihm nach. Er hat den Ruf Jesu gehört. Jesus hat zu seinem Herzen gesprochen, und er ist jetzt ein Nachfolger Jesu. Vielleicht kannst du dich erinnern, wie du zum ersten Mal von Jesus angesprochen wurdest, wo du die Stimme Gottes gehört hast: „Folge mir nach“, wo du gemerkt hast: „Ich muss mich taufen lassen, ich möchte mein Leben Jesus übergeben, ich möchte meine Sünden bekennen“, was auch immer. Du hast gemerkt, Jesus hat zu dir gesprochen.
[36:19] Jetzt lesen wir weiter in Vers 44. „Philippus aber war von Bethsaida aus der Stadt des Andreas und Petrus.“ Vers 45: „Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn Josefs von Nazareth.“ Nun, das ist so interessant. Philippus ist ebenfalls so begeistert. Er ist so begeistert, er sagt: „Wir haben den gefunden, von dem das gesamte Alte Testament spricht, Mose und die Propheten. Wir haben jetzt plötzlich jemanden gefunden, all die Prophezeiungen vom Alten Testament sprechen von ihm.“ Nebenbei gesagt, etwas später, dreieinhalb Jahre später, haben sie das wieder vergessen. Jesus musste ihnen das in Lukas 24 nochmal ganz deutlich zeigen. Aber sie sind so begeistert.
[37:04] Und ist es nicht interessant, dass Philippus in seiner Begeisterung, weil er Jesus gerade erst so kurz kennt, noch nicht mal wirklich die ganze Wahrheit sagt, sondern behauptet, es wäre, Jesus wäre der Sohn von Josef von Nazareth. Aber selbst dieser Irrtum, der sich in seinem jugendlichen Überschwang, seinem Übereifer sozusagen mit hineinschleicht, der kann nicht verhindern, dass eine weitere Person für Jesus gewonnen wird. Können wir sehen, kannst du sehen, dass selbst der Fehler, den er macht, der theologische Fehler, den er hier sozusagen unbedacht mit hineinbringt, weil er noch nicht wirklich vollständig gründlich ausgebildet ist, dass dieser theologische Fehler, der hier mit hineingerutscht ist, nichts hindert, dass der aufrichtige Nathanael für Jesus gewonnen wird. Jesus kann uns gebrauchen, selbst dann, wenn wir aus Versehen mal etwas Falsches sagen. Viele der großen Prediger, die ihr vielleicht aus dem Internet kennt, haben mal damit angefangen, über David in der Löwengrube zu predigen oder ähnliche Geschichten. Aber Gott konnte sie trotzdem gebrauchen. Habe keine Angst davor, etwas Falsches zu sagen. Studiere die Bibel so gut wie möglich und folge all dem, was Gott dir zeigt. Aber kein Mensch, außer denen, die inspiriert sind, sagt immer die Wahrheit. Und wenn wir bereit sind, unsere Fehler korrigieren zu lassen von Jesus, dann können wir sofort anfangen mit dem, was wir wissen. Und Jesus wird uns mehr geben.
[38:40] Und ist es nicht interessant, dass als Nathanael zu ihm spricht: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ Mit anderen Worten: „Theologisch erscheint mir das etwas seltsam, was du sagst.“ Als er eine dieser Fragen stellt, vor der wir alle solche Angst haben: „Was ist, wenn die Person die Frage stellt? Was ist, wenn ich auf die Frage keine Antwort habe?“ Dann können wir sehen, dass Philippus auch keine Antwort hat. Philippus sagt nicht: „Aber nun schau mal her, die Bibel sagt das und das und jenes. Und hier haben, sagen die Propheten, das und solches. Und dein Argument ist falsch aus dem und dem Grund. Und hier sind die Parallelstellen.“ Philippus weiß nicht mal die richtige Antwort auf die schwierige Frage. Aber er sagt einfach: „Komm und sieh.“
[39:19] Wir müssen nicht alle Antworten haben auf die Fragen, obwohl es gut ist, das zu haben, und wir uns dann bemühen sollten, mehr und mehr zu lernen, natürlich. Aber selbst wenn wir in einer Situation sind, wo wir nicht alles wissen und die Fragen nicht beantworten können, können wir trotzdem sagen: „Komm und sieh.“ Ich habe es erlebt. Ich weiß nicht alle Antworten auf alle Fragen. Ich kann nicht alle theologischen Probleme klären. Aber ich habe gesehen. Ich habe Jesus betastet, gehört, gefühlt. Ich weiß, er ist da. Ich weiß, er hat mich erlöst. Ich weiß, er ist für mich da. Komm und sieh. Philippus hat ein einladendes Wesen und hat ihn einfach zu Jesus gebracht.
[39:54] Und wenn wir weiterlesen, können wir feststellen, dass Jesus den Nathanael schon längst gesehen hatte. Er kannte ihn noch viel besser, als Philippus jemals ihn hätte kennen können. Er kannte Nathanael sogar besser als Nathanael sich selbst. Was uns zu einer interessanten Frage führt: Wenn Jesus den Nathanael sogar besser kannte als Nathanael sich selbst, warum ging er nicht selbst zu Nathanael und sagte: „Nathanael, ich kenne dich. Komm mit mir.“ Jesus hätte die perfekte Antwort gehabt auf die schwierige Frage. Jesus hätte auch keinen Fehler gemacht. Er hätte nicht gesagt: „Ich bin der Sohn von Josef von Nazareth.“ Und obwohl Jesus wusste, dass Philippus den Fehler machen würde, obwohl er wusste, dass Philippus keine Antwort hat auf die schwierige Frage, hat er trotzdem den Philippus gesandt, damit Philippus etwas lernt und Philippus wie ein Zeuge ist, ein individueller Zeuge.
[40:47] Jesus weiß, dass er selbst es besser machen würde als du und ich. Jesus könnte eine viel bessere Predigt halten, eine viel bessere Bibelstunde halten als du. Jesus könnte eine viel bessere Kantate erhalten als ich es jemals tun könnte. Und trotzdem hat er uns „Idioten“ berufen, dich und mich, damit wir die Erfahrung des Philippus machen und von ihm lernen können und mit ihm Gemeinschaft haben können. Ist es nicht wunderbar? Keine Angst vor Evangelisation und Zeugnis geben. Wenn Andreas und Philippus das konnten, dann kannst du das auch.
[41:22] Wollen wir einen letzten Gedanken hier noch ansprechen? In 1. Petrus 3 Vers 1-15, das könnt ihr zu Hause lesen. Da geht es darum, dass durch unseren persönlichen Lebenswandel, durch unseren – wir haben es im Sendemanuskript auch viele Parallelstellen noch dazu, könnt ihr selbst nachschlagen – da geht es darum, dass durch unseren persönlichen Lebenswandel, durch unseren Charakter und auch durch unseren äußeren Lebensstil, durch Fragen auch, was trage ich, die Frage vom Schmuck, die Frage von meinem persönlichen Lebenswandel, von meinen Gewohnheiten und viele andere Sachen ein Zeugnis sind, das manchmal mehr spricht als tausend Worte. Das könnt ihr alles nachlesen und nachstudieren im Sendemanuskript.
[42:00] Wir wollen hier noch ganz kurz in Matthäus 5 Vers 16 lesen. Matthäus 5 Vers 16. Und heißt es: „So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Sehen die Menschen in deinem Leben, in deinen Werken ein helles Licht, dass sie sagen: „Gott sei gepriesen?“
[42:21] Vers 14 sagt uns: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Jesus sagt in Johannes 8 Vers 12: „Ich bin das Licht der Welt.“ Ja, wer nun? Jesus oder wir? Das Geheimnis findet sich gelöst in Kolosser 1 Vers 27. In Kolosser 1 Vers 27 dort steht: „Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“
[43:04] Jesus ist das Licht der Welt, und wenn Christus in dir ist, wenn Christus in mir ist, dann werden auch wir zum Licht der Welt, nicht weil wir so toll sind, nicht weil wir so gut evangelisieren können, sondern weil Jesus durch den Heiligen Geist uns Kraft schenkt und uns zu Zeugen macht. Weil wir ihn kennen, können wir das, was wir von ihm wissen, anderen weitergeben. Möchtest du ein persönlicher Zeuge für Jesus sein?
[43:25] Es gibt verschiedene Phasen im Werk Gottes, und letzter Vers für heute in Johannes 4 Vers 37 und 38. Es gibt verschiedene Phasen im Werk Gottes und verschiedene Aufgaben, das haben wir schon mehrmals gesehen. In Johannes 4 Vers 37 heißt es: „Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet.“ Jeder hat unterschiedliche Gaben, es gibt verschiedene Aufgaben in der Mission, und jeder hat eine andere Aufgabe. Aber global betrachtet oder über die Weltgeschichte gesehen, trifft Vers 38 auf uns ganz besonders zu. Letzter Vers: „Ich habe euch ausgesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.“
[44:04] Lieber Freund, liebe Freundin, der du heute zuschaust, seit 2000 Jahren verkündigen Menschen das Evangelium von Jesus Christus. Seit 6.000 Jahren wird das Evangelium eigentlich verkündigt, seit 2000 Jahren dann in der Form, dass Jesus auf der Erde gewesen ist, aber eigentlich seit 6.000 Jahren. Seit Jahrhunderten und Jahrtausenden wird die Botschaft von einer Generation zur nächsten weitergegeben, und so viel ist schon gesät worden. Wir warten auf die Ernte. Offenbarung 14, Vers 14, 15 und 16. Möchtest auch du die Ernte sehen, dass Jesus wiederkommt und endlich die Ernte einfahren kann? Viele haben vor uns schon gesät und gepflegt und ja, wir müssen manchmal noch sehen und pflegen, aber vor allem ist unsere Aufgabe jetzt in Bezug auf die Weltgeschichte zu ernten. Andere haben schon angefangen. Gott hat dich und mich in dieser Stunde der Weltgeschichte berufen, das Werk abzuschließen und zu vollenden, die Ernte einzubringen.
[45:07] Bist du bereit, diesen Ruf ganz individuell, persönlich, du, der du jetzt zuschaust, bist du bereit, diesen Ruf anzunehmen und durch Gottes Hilfe, durch seinen Heiligen Geist und das Kooperieren mit ihm auch umzusetzen? Wenn es dein Wille ist, dann lade ich dich ein, noch heute damit anzufangen. Warte nicht bis morgen. Suche jemanden, mit dem du das Evangelium sprechen kannst. Gott segne euch und bis zur nächsten Woche, wenn es wieder heißt: Cannstatt Study Hour auf www.joelmedia.de. Bitte verbreitet doch unser kleines Ministry auch unter euren Freunden, euren Bekannten, euren Verwandten und wen und Interessierten, dass sich das Evangelium ausbreitet in dieser unserer Zeit, damit Jesus bald wiederkommen kann. Gott segne euch und viel Freude beim Studium seines Wortes.
[46:48] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!