In dieser Christ Study Hour Lektion, „Das Gesicht des Goldschmieds“, wird die tiefgreifende Transformation beleuchtet, die Gott in uns bewirkt, um uns seinem Ebenbild gleichzumachen. Anhand biblischer Beispiele wie Mose und der Freunde Daniels wird gezeigt, wie Gott uns durch Prüfungen und Leiden formt. Die Lektion erklärt, wie das Evangelium und Gottes Wort unseren Charakter verändern und wie wir durch das Betrachten der Herrlichkeit Gottes verwandelt werden. Abschließend wird das Gleichnis der zehn Jungfrauen herangezogen, um die Bedeutung von geistlicher Bereitschaft für die Wiederkunft Christi zu unterstreichen.
Christ Study Hour 2022 Q3 – Im Schmelztigel mit Christus: 4. Das Gesicht des Goldschmieds sehen
Ronny Schreiber · Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus ·Themen: 1. Korinther, Bibelstudium, Daniel, Epheser, Hiob, MatthäusWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus
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Transkript
[0:31] Hallo ihr Lieben und ein herzliches Willkommen zur Christ Study Hour. Wir sind im zweiten Quartal 2022 und möchten uns heute mit Lektion vier beschäftigen: "Das Gesicht des Goldschmieds".
[0:46] Der Vers, der wahrscheinlich den meisten von uns bekannt ist, nicht erst seit dieser Woche, sondern schon vorher, ist dieser berühmte Vers aus dem zweiten Korintherbrief, Kapitel 3, Vers 18: "Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn."
[1:11] Wie schön beschreibt das, was Gott mit uns vorhat! Und darum soll es heute auch gehen, wenn wir uns mit dem Thema beschäftigen, wie Gott uns in sein Ebenbild verwandelt. Und bevor wir einsteigen, bevor wir die Bibeltexte lesen und die Zitate, lasst uns beten.
[1:29] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir dafür danken, dass wir zusammenkommen dürfen, dass wir gemeinsam studieren können, dein Wort aufschlagen können und bereichert werden durch das, was du uns sagst. Möchten wir bitten, Herr, dass dein Heiliger Geist jetzt bei uns ist, dass du uns hilfst, alles in richtiger Weise zu verstehen, zu deiner Ehre. Und wir danken dir dafür. Amen.
[1:51] Und am Sonntag hatten wir dieses Thema studiert, das da überschrieben war mit "Sein Ebenbild". Und da wollen wir auch direkt beginnen, nämlich mit dem Vers in Römer 8, Vers 29.
[2:03] Römer 8, Vers 29. Dort heißt es: "Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleich gestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern."
[2:16] Also hier heißt es, dass Gott sich Menschen ausgesucht hat, er hat Menschen berufen und er hat etwas vor mit ihnen. Er hat sie nicht einfach nur gerufen und gesagt: "Ihr seid ein heiliges Volk", sondern er hat sie berufen, die zu einem heiligen Volk gemacht und deutlich gezeigt, dass er möchte, dass diese Menschen verändert, verwandelt werden. Und wohin? In das Ebenbild seines Sohnes, damit Christus der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
[2:44] Also, der Erstgeborene war ja immer was Besonderes. Auf ihm lag der besondere Segen, und dem Erstgeborenen folgten ja all die anderen Geschwister hinterher. Und so ist bei Christus auch: Er ist der Erste, der Erstgeborene, und alle anderen sind in seiner Nachfolge. Und in Christus wird die Herrlichkeit des Vaters offenbar, und alle, die ihm nachfolgen, die sollen sich ein Beispiel nehmen an Christus und in sein Ebenbild verwandelt werden. Also, er ist sozusagen das Bild für den perfekten, neuen, veränderten Menschen. Und wir alle sollten es dahin verändern lassen.
[3:23] Und wie geschieht das eigentlich? Wie macht Gott das, dass er uns in das Bild seines Sohnes verändert? Nun, Ellen White schreibt in dem Buch "Das bessere Leben" auf Seite 53: "Durch das Evangelium sollen verkommene und vom Satan geknechtete Seelen erlöst werden, um zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes zu gelangen. Es ist nicht nur Gottes Absicht, sie von den unausweichlichen Plagen zu befreien, die im Gefolge der Sünde auftreten, sondern sie auch von der Sünde selbst zu reinigen. Die mit Unflat bedeckte und entartete Seele soll geläutert und umgestaltet, soll mit der Schönheit des Herrn unseres Gottes angetan werden, dass sie dem Ebenbild seines Sohnes gleiche."
[4:11] Also, wie macht Gott das? Gott macht das durch das Evangelium, also durch diese besondere gute Botschaft. Er gibt uns sein Wort, und mit diesem Wort werden wir verändert. Also, dieses Wort hat eine ganz besondere Kraft und Auswirkung auf unseren Charakter.
[4:31] Nun, wie wird diese Veränderung erreicht? Das hatten wir in unserem Merkvers ja schon gesehen: "Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn."
[4:52] Wenn wir als sündiger, gefallener Mensch dort hineinschauen und erfahen, wer Gott ist und über Gott liest und mit Gott verbunden ist, der wird unmerklich in das gleiche Bild verwandelt. Also, indem ich mit Gott beschäftige, indem ich Zeit mit ihm verbringe, werde ich unmerklich verändert. Ich werde Gott immer mehr gleichen. Das Böse wird immer mehr auf dem Herzen entfernt, und das Gute und Heilige kommt da rein. Es ist wie so ein Kampf im Herzen. Vieles Böse wird hineingestreut, das versucht der Teufel über die Welt zu machen. Und durch das Evangelium und durch das Wort Gottes kommt das Gute hinein, und die kämpfen dann in meinem Herzen, aber das Gute wird das Böse austreiben.
[5:35] Also, das hier ist nicht nur ein Wort, es ist unser Leben, denn das, was ins Herz hineinkommt, verändert unseren Charakter.
[5:43] Nun, weiter schreibt Ellen White in dem Buch "Bilder vom Reich Gottes" auf Seite 201: "Wer sich nicht mehr am Menschen orientiert, sondern auf Christus sieht, der spürt bald, wie Gott sein Wesen umformt, wie der Geist Christi sein Herz beeinflusst und ihn zu Gottes Ebenbild macht."
[6:02] Also, wer sich wirklich nicht an Menschen orientiert, nicht sagt: "Ich möchte dem nachfolgen oder dem, ich möchte so sagen wie der", sondern wer das höchste Ziel anstrebt, also wer auf Christus schauen, der wird verändert. Und Ellen White sagt sogar: "Derjenige spürt bald, wie sein Wesen verändert wird, also umgeformt wird."
[6:26] So wie ein Töpfer den Ton formt, so formt Gott auch unseren Charakter, wenn wir in seiner Gegenwart sind. Der große Schöpfer möchte eine neue Schöpfung in uns hervorbringen. Und nicht nur das, Gott möchte nicht nur uns verändern, sondern er möchte auch, dass diese Veränderungen, die in uns stattgefunden haben, in der ganzen Welt sichtbar wird. Also, dass die Menschen diese Veränderungen beobachten können und dass sie verstehen, zu was das Evangelium eigentlich in der Lage ist, was es mit gefangenen Menschen macht.
[6:58] Deswegen hat Jesus damals gesagt, in Matthäus 5, Vers 16 lesen wir das: "So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen."
[7:14] Also, die Menschen, die sollen auf uns gucken und sollen sehen, dass wir veränderte Menschen sind, dass wir nicht mehr diese Boshaftigkeit und Schlechtigkeit der Welt an uns haben, sondern dass wir etwas Neues entdeckt haben, dass wir der Herrlichkeit Gottes folgen, die unseren Charakter zu etwas Gutem verändert. Und wenn die Menschen das sehen, dann werden sie sich fragen: "Wie ist das denn gekommen? Geht das mit meinem Leben auch?" Und die gute Nachricht ist: Ja, es geht auch mit deinem Leben.
[7:42] Mit anderen Worten: Gott möchte unseren Charakter verändern, damit wir für den Himmel vorbereitet sind und gleichzeitig den Menschen zeigen, dass es möglich ist. Und es ist sehr beeindruckend, oder, dass Gott aus dir und mir so das macht, wenn wir auf unser Leben gucken und denken, wie verdorben und wie kaputt unser Leben eigentlich ist oder war, und dann sehen, was Gott daraus gemacht hat, einfach dadurch, dass wir ihn kennengelernt haben, dass wir Zeit mit ihm verbracht haben. Plötzlich wurden wir verändert.
[8:09] Und wir sind alle auf dem Weg und wir merken diesen Prozess der Heiligung nennen wir in uns drin. Also hier beginnt die Sünde zu hassen und das Gute zu lieben. Und diesen Prozess, den möchte Gott gerne in uns abschließend vervollkommnen.
[8:30] Und wie macht Gott das? Darüber wollen wir sprechen, wie verändert Gott unseren Charakter? Wie läuft dieser Prozess eigentlich? Und dazu wollen wir uns einen Vers angucken in der Bibel, in Hebräer 11, Vers 27. Da spricht Paulus davon, wie Mose diesen Weg gegangen ist. Und das gucken wir uns mal an.
[8:51] Hebräer 11, Vers 27: "Durch Glauben verließ er Ägypten, ohne die Wut des Königs zu fürchten; denn er hielt sich an den Unsichtbaren als sehr er ihn."
[9:05] Und hier wird beschrieben, dass sich Mose an Gott festgehalten hat, als würde er ihn sehen, als wäre er sichtbar an seiner Seite. Was ist das, was ihn befähigt hat, diesen guten Weg zu gehen? Und das ist das, was wir auch wissen dürfen: Der unsichtbare Gott ist an unserer Seite.
[9:27] Nun, wenn man das weiß und wenn man so durchs Leben geht und sich getragen fühlt, sich begleitet weiß durch Gott, ihn verändert, dass die Sicht der Dinge, die man hat, man schaut anders auf Sorgen, man schaut anders auf Gefahren, man schaut anders auf das Leid in der Welt, und man schaut anders auf sich selbst. Wenn man weiß: Gott ist an meiner Seite.
[9:52] Übrigens, vielleicht erinnert ihr euch an die Geschichte aus dem Buch Daniel, als die Freunde von Schadrach, Meschach und Abed-Nego im Feuerofen geworfen werden sollten. Und da passiert etwas ganz Wunderbares. Denn als diese... nicht nur, dass sie gerettet worden sind in diesem Feuerofen, sondern schon im Vorfeld, als Nebukadnezar sie nur anrief und sagte: "Wenn ihr nicht vor diesem Bild niederfallt, wenn ihr nicht anbetet vor diesem goldenen Standbild, dann werdet ihr in den Feuerofen hineingeworfen."
[10:25] Und was die Freunde dann gesagt haben: "Schadrach, Meschach und Abed-Nego, das zeugt davon, welchen Glauben sie hatten." Wir lesen dazu in Daniel 3, Verse 17 und 18: "Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten und wird uns bestimmt aus deiner Hand retten, König. Und auch wenn es nicht so sein soll, so wissen wir doch, König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast."
[11:01] Stellt euch mal die Situation vor: Die drei Freunde stehen vor dem großen König von Babylon, der sie zwingen will, dieses goldene Bild anzubeten. Und sie sagen: "Das machen wir nicht. Wir gehören zu Gott, und wenn es unser Leben kostet."
[11:16] Nun, sie wussten, Gott ist an ihrer Seite. Sie wussten, Gott ist da bei uns. Und das haben sie aber nicht gesehen in dem Moment. Und das haben auch wir, die die Bibel kennen, nicht gesehen zu dem Zeitpunkt. Es wird erst einen Moment später deutlich, als sie in diesen Feuerofen hineingestoßen worden sind. Und da zeigt sich Jesus sichtbar, steht dabei, ihm macht ihm Mut, tröstet sie, hilft ihm. Und dieses Feuer kann ihnen nichts anhaben. Das ist so beeindruckend. Sehen Sie, sie waren sich der Gegenwart Gottes bewusst, selbst als sie ihn nicht sehen konnten.
[11:49] Und das sollte in unserem Glauben auch so sein. Wir sollten uns bewusst sein, dass Gott an unserer Seite ist.
[11:56] Ist ihr Gott schickt sein Volk oft auf steinige Wege. Ganz oft macht er uns gerade dadurch, dass wir diese schwierigen Wege gehen, zu einem Zeugnis für die Menschen, die uns sehen. Und nicht nur für die Menschen, sondern auch für den ganzen Himmel, denn alle sind Zeugen, was passiert in einem Menschen, der auf Gott vertraut.
[12:17] Nun, dazu müssen wir manchmal diese steinigen Wege gehen. Dazu müssen wir manchmal durch Leid, durch das war der Weg, den Gott immer mit seinem Volk gewählt hat. Also, er hat dem Volk das Leid gezeigt, dass das Volk sich davon abwendet und anfängt, das Böse zu hassen.
[12:31] Und das macht Gott mit uns auch. Wir sehen dieses Leid in der Welt. Wir müssen nicht durch jedes Leid durch, aber wir sehen. Und manchmal müssen wir aber auch den Weg dadurch gehen, für uns zur Rettung und für andere zum Zeugnis.
[12:47] Paulus selbst, der das erlebt hat und er ist immer wieder erlebt hat, war da immer wieder in solche Situationen hineingekommen. Er schreibt im ersten Korinther 4, Vers 9: "Es scheint mir nämlich, dass Gott uns Apostel als die Letzten hingestellt hat, gleichsam zum Tod bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen."
[13:12] Also, er wusste schon, warum ihr Weg so schwierig ist, warum die Apostel so viel leiden müssen, warum sie so viel kämpfen mussten. Er hat sie zu einem Schauspiel gemacht und hat deutlich gezeigt, und die Apostelgeschichte lesen, dass Gott mit den Aposteln waren Zeichen und Wunder. Sind passiert auf übernatürliche Weise. Wurden sie immer und immer und immer wieder gerettet, ob nun aus dem Gefängnis, oder von tödlichen Schlangenbissen, oder vom Schiffbruch, oder selbst vom Tode. Gott war mit seinem Volk, hat sie immer und immer wieder gerettet.
[13:44] Aber sie mussten durch dieses Leid durchgehen. Und nicht nur um ein Zeugnis für die anderen zu sein, das war das natürlich, dass auch das war ein Segen und das Gute. Aber eben auch, um selbst verändert zu werden.
[13:57] Ellen White schreibt in dem Buch "Das bessere Leben" auf Seite 29: "Durch Leiden und Verfolgung wird die Herrlichkeit, das Wesen Gottes in seinen Auserwählten offenbar. Unter dem Hass der Welt wird das Volk Gottes in der Schule Christi erzogen. Es geht auf Erden einen schmalen Weg, wird im Feuerofen der Trübsal geläutert, folgt dem Herrn durch schwere Kämpfe, übt Selbstverleugnung und macht bittere Erfahrung. Aber es erkennt durch dieses alles die Strafwürdigkeit und das Elend der Sünde und lernt sie verabscheuen. Weil es Teil hat an den Leiden Christi, wird es auch teilhaben an seiner Herrlichkeit."
[14:40] Und Gottes Volk wird durch sie hindurch verherrlicht. Wir gehen ins Land hinein. Also, sozusagen in den Feuerofen der Trübsal. Sondern ein weiterhin hier. Wir werden in diesem Feuerofen, werden wir geläutert.
[14:51] Das ist so ein Wort, das hat "geläutert", dass wir auch verwenden in der Metallurgie. Also, wenn wir Gold rein machen wollen, sagen wir, das Gold wird geläutert. Ein Begriff, den die Bibel so verwendet.
[15:04] Nun, der antike war das so, dass wenn der Goldschmied sein Gold bearbeitet hat und reinigen wollte, dann hat das einen Ofen getan. Und dort in diesem Feuerofen der Trübsal wurde es geläutert. Also, die Schlacken, das Unreine drin, wurde sichtbar, es kam an die Oberfläche. Das passiert in unserem Leben auch in bestimmten Situationen, die wir hineinkommen, in die Temperatur im Ofen, also in unserem Leben, wenn es wieder zu heiß ist, wenn um uns herum Sorgen sind und wenn da Furcht ist und die Nöte dieser Welt, wird plötzlich unser Charakter offenbar. Plötzlich kommt das Schlechte an die Oberfläche, und das sehen wir dann.
[15:46] Und dann bringen wir unseren Charakter zu Gott und sagen: "Da sind meine Sünden. Ich war in dieser Situation nicht standhaft, und ich bitte dich, nimm die Sünde von mir, und mach mein Herz rein." Und Gott nimmt diese Sünde weg.
[16:42] Und nun, was in der Antike so, wenn der Schmied das gemacht hat und dieses Gold gereinigt hat, um die Schlacken immer wieder weggenommen hat, dann gab es so einen Zeitpunkt, in dem der Schmied auf die Oberfläche aufgeblickt hat, und er sah keinen Dreck und keine Schlacke, sondern er sah sein Spiegelbild auf dem geläuterten Gold. Und jetzt wusste er, das Gold ist rein, das Gold ist geläutert, das Gold ist wertvoll, denn sein Ebenbild war darauf ein Spiegelbild.
[17:15] Und das ist ein schönes Bild für das, was Christus mit seinen Jüngern machen möchte. Er möchte sie läutern und reinmachen durch die Trübsal hindurch, so lange, bis sie sein Ebenbild widerspiegeln. Und dann sagte er über sie: "Es ist mein reines Volk."
[17:29] Nun, diesen Prozess, den hat Gott auch schon mit dir begonnen und auch mit mir. Und eines Tages wird sein Ebenbild in seinen Jüngern vollkommen sichtbar sein. Wir werden ein Ausdruck des Charakters Gottes sein.
[17:46] Dafür müssen wir in diesem Leben durch die Trübsal durch, durch das Leiden durch. Gott wird uns davon nicht ausnehmen. Ganz im Gegenteil, er möchte, dass wir verändert werden. Daher sehen wir das immer wieder im Leben.
[18:01] Und am Dienstag hatten wir das Thema "Ist". Er überschrieben war "Die letzten Worte Jesu". Und es bezog sich zum einen auf das Gleichnis der zehn Jungfrauen und zum anderen Matthäus 25, auch diese Schafe und Böcke. Das erste war uns mal gemeinsam angucken.
[18:15] Also, das Gleichnis von den zehn jungen Frauen war eines von den Dingen, die Christus noch ganz am Ende seiner Tätigkeit hier auf Erden unter seinen Jüngern noch mitgegeben hat. Und das lesen wir mal Matthäus 25 und dort Verse 1 bis 13. Ich lese vor.
[18:31] Christus sagte: "Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegen gingen. Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht. Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Und mit der Nacht aber entstand ein Geschrei: 'Siehe, der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!' Da erwarteten alle jene jungen Frauen und machten ihre Lampen bereit. Die törichten aber sprachen zu den klugen: 'Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen.' Aber die klugen antworteten und sprachen: 'Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch viel mehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst.' Irgendwie aber hin ging, um zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Danach kommen auch die übrigen jungen Frauen und sagen: 'Herr, tu uns auf!' Er aber antwortete und sprach: 'Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht.' Darum macht, denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird."
[19:51] Denn ein beeindruckendes Gleichnis, das Christus hier seinen Jüngern erzählt. Also, diese Hochzeitsgesellschaft vom Ölberg aussieht, macht er seine Jünger auf diese besondere Thematik aufmerksam und zeigt ihnen etwas. Da waren junge Frauen, also mit anderen Worten, welche, die zu dieser Gemeinde gehören. Also, sie waren eingeladen und sie waren vorgesehen, am Hochzeitsfest teilzunehmen und warteten sie alle darauf, dass der Bräutigam von der Hochzeit kommt und dass sie sich diesen Zug anschließen können und dann gemeinsam zum Fest gehen.
[20:21] Das ist genau die Situation, die wir auch später haben, wenn das Untersuchungsgericht im Himmel abgeschlossen ist. Also, wenn das Ende der Leidenszeit da ist. Das nennen wir dann die Hochzeit des Lammes. Also, da wird Christus mit seiner Gemeinde verbunden. Das sind wir noch nicht im Himmel, da sind wir noch auf Erden und wir merken diesem Zeitpunkt auch nicht. Aber unsere Schriftrollen im Himmel geben Zeugnis von uns. Und zu dem Zeitpunkt ist Gottes Gemeinde bei Gott. Wer dazugehört, durch seine Schriftrolle, wird für immer und ewig bei Gott sein. Und wenn nicht, denn ich in diesem Zeitpunkt ist die Hochzeit, und dann kommt der Bräutigam von der Hochzeit. Und darauf wartet das Volk, dass sie mit ihm mit können, dass er sie abholt zum Hochzeitsfest, an dem wir alle teilnehmen werden, das Hochzeitsfest des Lammes.
[21:07] werden das Hochzeitsfest des Lammes. Und war es aber so, dass nicht alle jungen Frauen bereit waren? Also, sie waren ja alles schläfrig. Aber als der Anruf kam, sind nun alle aufgewacht. Aber einige merken, dass sie gar nicht fähig sind, teilzunehmen, denn sie hatten kein Öl mehr. So tragen sie nun die anderen jungen Frauen auf, ob sie was von dem Öl bekommen können. Die sagen: "Das können wir nicht, es würde nicht reichen für uns und für euch."
[21:33] Nun, dieses sei ein Symbol für den Heiligen Geist und für die Charakterentwicklung. Denn diese jungen Frauen haben in dem Fall, in dem wir haben sollen, und ich kann meinen Charakter nicht auf jemand anderen übertragen. Also, selbst wenn ich diesen Weg gegangen bin und einen vortrefflichen Charakter entwickelt habe durch Gottes Gnade, ist es nicht möglich, meinen Charakter für andere Leute einzusetzen. Also, ich kann ihnen nicht übertragen. Jeder muss selbst dafür sorgen, dass er genug Öl hat, genug Heiligen Geist, damit sein Charakter sich ändert.
[22:04] Wird als diese Jungfrauen nun ging, am Siegen wird uns deutlich, die wie die Geschichte kennen, dass sie zu spät zurückgekommen sind. Also, sie hatten keine Möglichkeit mehr teilzunehmen. Die genaue Zeit war abgelaufen. Der Charakter war nicht entwickelt. Sie hatten die Zeit der Vorbereitung nicht genutzt.
[22:23] Eine war er in weit lesen sie, was sie über dieses, ja, über dieses Gleichnis schreibt, das wird sehr deutlich, was Christus ja nicht sein, jemand sagen wollte. Und wir lesen dazu zunächst Bilder vom Reich Gottes, Seite 334 und 335. Da schreibt er in weit: "Die törichten Jungfrauen symbolisieren nicht die Heuchler, sondern jene Menschen, die die Wahrheit durchaus schätzen, sich sogar für sie einsetzen und auf der Seite derer zu finden sind, die an sie glauben. Aber sie lassen den Heiligen Geist nicht an sich würden. Sie sind nicht auf den Felsen Jesus Christus gefallen, um ihr altes Wesen zerbrechen zu lassen."
[23:04] Der Heilige Geist wird in unseren Herzen, wenn wir es ihm erlauben, und schenkt uns ein neues Wesen. Die Menschen, die durch die törichten Jungfrauen dargestellt werden, lassen ihn allerdings nur an die Oberfläche. Sie kennen Gott nicht wirklich, weil sie nie über sein Wesen nachgedacht und nie mit ihm in Verbindung gestanden haben. Deshalb wissen sie auch nicht, wie sie ihm vertrauen, zu ihm aufschauen und wie sie überhaupt leben sollen. Ihr Dienst für Gott ist reine Formsache. Sie haben nie wirklich mit Christus in Verbindung gestanden. Sie gehörten irgendwie zur Gemeinde dazu, und sie waren auch in den Gottesdiensten vielleicht immer dabei. Und sie haben auch ganz viele Dinge gemacht, die wir als fromm bezeichnen würden, aber eine echte Herzensverbindung mit Christus haben sie eigentlich nie gehabt.
[23:47] Sie waren sogar noch da, ist der Ruf erklungen ist, und sie sind mit aufgewacht und sie wollten sich bereit machen, aber sie konnten nicht. Da war nichts da. Was für ein trauriges Bild. Das sind Menschen, die in der Gemeinde sind, die immer mit dabei waren, aber die immer nur hinterhergelaufen sind. Also, immer irgendwie mitgemacht haben, aber nie wirklich von sich aus eine echte Beziehung zu Christus aufgebaut haben.
[24:12] Das Gebet im stillen Kämmerlein, das Bibelstudium, abgefüllt und so wurden sie nicht verändert. Wir lesen noch einmal weit in dem Buch "Christus kommt" bei 267. Schreibt sie auch wieder über diese zehn Jungfrauen und sagt dann: "Das Öl kann nicht mehr in die Gefäße derer gegossen werden, die kein Öl haben." Was hier in der Zeit unserer Vorbereitung aus uns machen, das müssen wir bis in alle Ewigkeit bleiben.
[24:43] Der Tod bedeutet eine Auflösung des Leibes, aber ändert unseren Charakter nicht. Dass sie wieder kommen, Christi gibt uns keinen anderen Charakter. Sein Kommen legt ihn aber für alle Zeiten fest. Wir haben das Beste aus unserem gegenwärtigen Möglichkeiten zu machen. Es gibt keine zweite Gnadenzeit, die uns für den Himmel vorbereiten könnte. Das ist unsere einzige und letzte Möglichkeit, um einen Charakter zu gewinnen, der uns für die zukünftigen Wohnung geeignet sein lässt.
[25:09] Die daher für alle bereitet, dies einige Boote befolgen. Und wir haben nur die Möglichkeit, unseren Charakter verändern zu lassen, solange wir hier auf der Welt sind. Wenn wir mal in Schwierigkeiten ausweichen und welche Kompromisse machen oder als ängstlich zurückziehen, wenn unser Charakter nicht verändert werden. Gott will von uns, dass wir durch Leid hindurchgehen, dass wir in gefährlichen Situationen ein Zeugnis sind, dass wir Menschen, die ihn nicht kennen, ein Zeugnis geben. Er möchte uns in diese Situation hineinführen zum Segen für andere, aber auch zur Charakterveränderung in uns. Und das ist das, was er machen möchte.
[25:49] Die Zeit der Vorbereitung ist für uns elementar wichtig. Und ich bin völlig überzeugt davon, dass Gott auch in deinem Leben diese, diese Möglichkeiten jeden Tag gibt, in dem dein Charakter entwickeln kannst. Wenn du merkst, dass die Schwierigkeiten sind, die Sorgen oder Nöte hast, dass der Menschen sind, die das Evangelium noch nicht gehört haben, ist es an dir, ein Zeugnis zu setzen. Und in diesem, in dieser Situation, in dem Moment, wo du für Gott arbeitest, wirst du merken, wie dein Wesen verändert wird. Umso schwerer die Aufgabe ist, die du hast, umso größer die Probleme sind, auf die du zusteuert, umso enger wirst du dich mit Christus verbinden müssen.
[26:26] Merken, dass über diese Verbindung mit Christus Kraft bekommst, dass sein Wesen verändert wird und dass aus Leid plötzlich Freude wird. Das Leid in dieser Welt wird bleiben, versteh mich nicht falsch, aber in dir wird Freude sein trotz des Leides. Es ist ein neuer Charakter, der auf das sieht, was dahinter ist.
[26:50] Wenn es wird eine Zeit geben in Zukunft, wo wir diesen Charakter dringend nötig haben. Es wird eine Zeit sein, die so trüb und so dunkel, wie sie noch nie vorher war. Und bis dahin muss dieser Charakter entwickelt sein. Also, bis dahin müssen wir diese Verbindung mit Christus haben.
[27:04] Wir lesen in Daniel 12, Verse 1 bis 4. Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einstehen. Denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet. Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande. Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne, immer und ewig leuchten.
[27:49] Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegelt das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden daran forschen und die Erkenntnis wird zunehmen. Nun, hier spricht es im letzten Kapitel des Buches Daniel davon, dass eine Zeit am Ende sein wird, die so finster ist, wie es sie noch nie gab. Christus vergleicht diese Zeit ein bisschen mit der Zeit vor der Sintflut, aber die Zeit am Ende wird noch schlimmer sein.
[28:14] Und dann heißt es, dass hier die Gerechten, sie werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung. Welche das sind, diejenigen, die die vielen zur Gerechtigkeit weisen. Sie werden immer und ewig leuchten. Mit anderen Worten, wenn du dein Leben damit verbringst, andere zur Gerechtigkeit zu weisen, also andere auf Christus hinzu führen, trotz all der Sorgen, Nöte und Probleme in deinem Leben. Aber wenn du als erstes, oberstes Ziel setzt, andere zu Christus zu führen, so wird dein Licht in Ewigkeiten nicht erlöschen.
[28:43] Mit anderen Worten, du hast das ewige Leben. Es wird noch eine große Bewegung geben, bekennen sie aus Offenbarung 18. Dort wird vom lauten Ruf geschrieben, also das Licht dieses Engels erleuchtete die ganze Erde. Und das ist das letzte große Werk, das wir noch zu tun haben. Wir müssen noch einmal das Evangelium der ganzen Welt kundtun, und dann wird das Ende kommen.
[29:08] Wie geschieht, dass dieses Leuchten des Engels? Und das Leuchten des Engels ist natürlich ohne Frage das Evangelium, das Evangelium, verbunden mit dem Charakter der Jünger. Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen, oder euer Vater im Himmel preisen.
[29:26] Offenbarung 8, sind wird dieses Lichtes Engels des Bodens, ist Volkes Gottes in dem Sinne, die ganze Erde erleuchten. Das heißt, die Menschen sehen, dass da ein deutlicher Unterschied ist zwischen dem Charakter des Volkes Gottes und dem Charakter dieser Welt. Und wenn wir dann das Evangelium predigen und die Menschen zur Umkehr rufen, wenn viele von uns das mit ihrem Leben bezahlen, aber wir werden gleichzeitig ein Leben verlieren und viele Leben gewinnen.
[29:56] Paulus sagt in 2. Korinther 4, Vers 16 und 17: "Darum lassen wir uns nicht entmutigen, sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, so wird auch der innere Tag für Tag erneuert. Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit."
[30:19] Paulus hat es erlebt. Er ging durch diese Trübsal hindurch. Er sagte: "Äußerer Mensch, der zugrunde, aber der innere für Tag für Tag erneuert." Wie kann der innere erneuert werden? Durch die Gegenwart Jesu Christi. Das ist das, was unseren Charakter aufbaut. Unverändert, also der Schöpfer oder der Töpfer muss am Herzen arbeiten, und das formt. Ich muss also Zeit mit Christus haben, und dann wird mein Herz verändert.
[30:47] Wir lesen in dem Buch "Nimm Fußspuren des großen Arztes" auf Seite 490. "In den dunkelsten Tagen, wenn die Aussichten am wenigsten versprechen sind, habt Glauben an Gott. Er führt seinen Willen aus und tut alle Dinge wohl um seines Volkes willen. Die Kraft derer, die ihn lieben und ihm dienen, für Tag für Tag erneuert werden."
[31:11] Er ist imstande und bereit, seinen Knechten alle Hilfe zuteil werden zu lassen, der sie bedürfen. Er will ihnen die Weisheit geben, welche ihre verschiedenen Bedürfnisse erfordern. Der geprüfte Apostel Paulus sagt: "Er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit und Misshandlung, in Nöten, in Verfolgung, in Ängsten um Christi willen. Denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark."
[31:47] Paulus, der ja ein beeindruckendes Leben geführt hat. Wir kennen die, wir kennen ja die ganzen Zeugnisse, die uns erhalten sind in der Apostelgeschichte, wie er gelebt hat, was er gemacht hat, was er alles durchlitten hat. Und doch hat er gesagt: "Ich kann das alles ertragen, weil Christus bei mir ist." Ich ertrage diese ganzen Dinge, die da kommen, diese ganze Misshandlung, die Schmach und das, was man mir vorwirft, die vielen Schläge, die ich bekommen, und die großen Leidensereignisse, die dann mal in meinem Leben stehen. Ich ertrage das alles um Christi willen. Ich weiß, er ist bei mir und er gibt mir die Kraft.
[32:19] Wenn ich schwach bin, bin ich eigentlich stark. Wenn die Situation zu hoch für mich ist, wenn ich nichts tun kann, ist eigentlich die Zeit, wo ich am stärksten bin. Werde ich mich dann nicht mehr auf mich selbst verlassen kann, sondern ich muss mich auf Gott verlassen. Und es ist bei uns auch so, wenn wir uns nicht mehr auf unsere eigene Kraft, auf unsere Klugheit, auf unsere Weisheit, auf unsere Gewitztheit vielleicht verlassen, sondern auf Gott schauen und sagen: "Bitte handel du, meine Weisheit ist am Ende, hier gibt es keine Ausreden mehr, bitte übernimmt das Ruder jetzt." Dann ist Gott in der Lage, für uns einen Mehr zu teilen, wo kein Weg mehr als einen Weg zu bereiten, dem wir gehen können.
[33:00] Und Gott hat dich auserwählt, damit du zu seinem Volk gehörst. Er hat nämlich was Besonderes vor. Nun, was hat Gott eigentlich gemacht, als seine Gemeinde damals eingesetzt hat? Da hat er jeden auch so ein Amt gegeben, eine Berufung. Also, er hat uns etwas mitgegeben, was er mit uns vorhat. Wie sollen ja nicht für uns selbst leben, sondern eben auch für andere.
[33:23] Siehe, 2. Korinther 4, 11 bis 16. Da sagt Paulus: "Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus, damit wir nicht mehr unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, sondern wahrhaftig in der Liebe heranwachsenden, ein Stück zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus, von ihm aus vollbringt der ganze Leib zusammengeführt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun, nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auf-Erbauung seiner selbst in Liebe."
[34:26] Was sagt Paulus hier? Alles sagt: Gott hat doch einen Leib, der Leib Jesu. Also, er ist das Haupt, und wir sind die Glieder. Und er hat also, sowie ein Leib verschiedene Funktionen hat, Arme und Beine, so hat der Leib, Gott ist die Gemeinde Gottes auch verschiedene Funktionen, und die hat er selbst gegeben. So wie er als Schöpfer Adam damals geschaffen hat und Eva und ihm Gliedmaßen gegeben hat und bestimmte Organe für bestimmte Funktionen, so hat er in seiner Gemeinde genau das gleiche gemacht.
[34:59] Als er den Körper der Gemeinde gebaut hat, hat er dort auch verschiedene Dinge hineingelegt. Und so ein Körper kann sehr gut funktionieren, aber er kann auch sehr schlecht funktionieren. Und je nachdem, wie wir miteinander umgehen, kann man sich das mal im Hinterkopf behalten. So ein Vergleich, wie auch im Körper die Organe miteinander interagieren, oder die Gliedmaßen, wenn die gegeneinander kämpfen, dann habe ich vielleicht eine Autoimmunerkrankung oder mein Körper zerstört sich irgendwie selbst.
[35:30] Nun, das soll nicht so sein. Was wir da sehen, ist ja eine Krankheit. Also, ist etwas da, etwas drin, was da nicht hineingehört. Aus dem Körper von innen zerstört. Das gleiche kann es auch in der Gemeinde geben. Die Gemeinde wird von innen kaputt gemacht, wenn der Körper nicht miteinander interagieren, sondern gegen sich selbst kämpft.
[35:50] Und nun hat Gott es so gemacht, dass er nun verschiedene Menschen in seiner Gemeinde zusammengefügt hat. Hat er bei uns ja auch gemacht. Du und ich, und all die anderen Geschwister, er hat sie zusammen gesetzt und hat ihnen eben was mitgegeben. Jeder hat so sein Amt. Wir sollen aber nicht übereinander herfallen und ein anderes Leben kaputt machen, sondern ganz im Gegenteil, wir sollen in Liebe zusammenwachsen.
[36:12] Soll das Auge und der Mund und der Arm zusammen handeln und zu sagen: "Wir das auch machen." Wir sollen miteinander arbeiten. Dort hat deswegen verschiedene Ämter gegeben. Er spricht hier von Aposteln, Propheten, Evangelisten, Hirten, Lehrern. Und warum hat er die gegeben? Also, warum hat er diese verschiedenen Positionen gesetzt und nicht einem alles gegeben? Nun, damit sie zusammenarbeiten, damit dort Liebe und Segen entsteht. Es soll jetzt zur Zurüstung der Gemeinde sein.
[36:46] Also, wie zum Beispiel meine Hand das Essen zum Mund führt, mein Mund das verarbeitet und dann sozusagen durch die Speiseröhre in den Magen, in den Darm geht und arbeitet in meinem Körper, mein Körper aufgebaut. So soll es in der Gemeinde auch sein. Jemand bringt es, jemand arbeitet, damit es wird dann sozusagen mit eingebracht in den Körper. Und so soll es in der Gemeinde auch sein. Jeder hat seine Funktion zu tun. Der eine als Apostel, der andere als Evangelist, anreiz, Prediger, anreiz, Diakon, der andere als Seher. Also, es gibt jede Menge Möglichkeiten, sich einzubringen, irgendwo in die Gemeinde.
[37:25] Und Gott möchte dadurch, dass seine Gemeinde zusammen wächst in Liebe und eine ganz wichtige Sache, damit die Gemeinde nicht hin und her geworfen wird von jedem Wind der Lehre. Damit also Vatis muss unterbunden wird.
[37:39] Er ist ein interessanter, dass er in weit über diesen Teil schreibt. Und ich will das mal vorlesen. White schreibt in dem Buch "Für die Gemeinde geschrieben" auf Seite 100, 26: "Nun lasst uns einen Augenblick über diesen Punkt nachdenken. All diese Gaben waren zur Vervollkommnung der Heiligen in der Einheit der Erkenntnis und dem Geiste gegeben. Unter ihrem Einfluss erfreute sich die erste Gemeinde eine Zeitlang dieser Einheit. Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele. Es scheint eine natürliche Folge dieser Einheit zu sein, dass die Apostel mit großer Kraft Zeugnis gaben von der Auferstehung des Herrn, und große Gnade bei ihnen allen war."
[38:21] Wie wünschenswert wäre jetzt ein solcher Zustand. Aber der Abfall mit seinen zwei Hunden und zerstörenden Einfluss hat die Schönheit der einen Gemeinde beschädigt und in einen Sack gehüllt. Spaltung und Unordnung waren die Folge. Es gab noch nie so viele verschiedene Glaubensansichten im Christentum wie heute. Wenn die Gaben nötig waren, um die Einheit der ersten Gemeinde zu bewahren, wie viel nötiger sind sie jetzt, um diese Einheit wiederherzustellen?
[38:54] Das ist die Absicht Gottes. Ist diese Einheit der Gemeinde in den letzten Tagen wiederherzustellen, ist zur Genüge aus all den Weissagungen ersichtlich. Es wird uns versichert, dass die Wächter es mit eigenen Augen sehen werden, wenn der Herr ziehen wieder bringen wird, und das in der Zeit des Endes die Verständigen es sehen werden.
[39:17] Wenn dies erfüllt ist, wird eine Einheit des Glaubens unter allen herrschen, die Gott zu den Verständigen zählt. Denn jene, die es wirklich recht verstehen, müssen es notwendigerweise auch auf die gleiche Weise verstehen. Was anderes soll dieser Einheit herbeiführen als die Gaben, die zu genau diesem Zweck gegeben wurden?
[39:40] Nun, Gott hat diese Gaben, diese Verschiedenheit in die Gemeinde hineingelegt, damit es zum Segen der Gemeinde und nicht damit einer sagt: "Ich habe die Wahrheit und du nicht" oder "Ich habe, ich bin dieser Meinung und deine Meinung ist falsch" oder "Ich habe dieses Amt und dein Amt ist nicht wichtig."
[39:58] Sondern dass man erkennt in der Gemeinde: "Wollen wir uns austauschen, wollen miteinander und füreinander und zueinander arbeiten." Also, wir suchen die Wahrheit, wie sie in Christus ist, und auf dem Weg unterstützen wir uns, beten für einander. Wenn wir sehen, einer ist auf Abwegen oder einer fällt ein, hat Schwierigkeiten, dann helfen wir mit Gebet, mit Wort und Tat, so dass wir zu einer vollkommenen Einheit gelangen.
[40:25] Es gibt Menschen in unseren Reihen, die haben die Gabe der Lehre. Wir haben Prediger, wir haben Evangelisten, wir haben Hirten, wir haben Leute, die Gott für bestimmte Ämter eingesetzt hat. Und auf die lasst uns hören. Also, lasst uns prüfen, das Gute und Richtige. Prüft aber alles, ob es gut und richtig ist. Und das Gute, das wollen wir behalten. Das heißt, wir wachsen gemeinsam.
[40:50] Es kann passieren, dass jemand predigt und ein Wort falsch auslegt. Das gab es schon immer und das wird auch noch so bleiben. Wir können denjenigen, sowie Mund fahren, wir können gleich aus der Gemeinde...
[41:01] Wir können gleich aus der Gemeinde verbannen, aber wir können auch einfach mit ihm reden, und zwar in Liebe. Können sagen: „Schau mal, ich sehe den Text eigentlich anders. Ich habe da einen anderen Text gefunden, der diesen erklärt. Was hältst du davon?“ Und so können wir zusammenkommen. Natürlich wird es eine Sichtung geben. Natürlich wird Gott selbst dafür sorgen, dass viel rausbricht aus der Gemeinde, aber die Übrigen, dieser Kern, soll dann in Einheit zusammenkommen. Also lasst uns aufeinander auf Augenhöhe begegnen und die Gaben, die Gott seiner Gemeinde gegeben hat, dazu einsetzen, Frieden in der Gemeinde herzustellen und die Wahrheit zu fördern.
[41:36] Also Licht aus dem Wort Gottes zu gewinnen, dass wir mehr Texte verstehen, als wir es heute tun, dass wir Gott näher kommen, als wir es heute sind, dass wir einander näher kommen, als wir es heute sind, dass wir in Liebe ermahnen, dass wir in Liebe miteinander umgehen und dass so die Gemeinschaft gestärkt wird und immer enger zusammengeschweißt wird. Denn die Übrigen werden am Ende eine ganz enge Einheit haben und sie werden dieses nicht in der ganzen Welt sein. Und die Menschen werden sie daran erkennen, dass sie Liebe untereinander haben. Es heute an uns dafür zu geben und diese Schritte in die richtige Richtung zu machen. Gott hat uns Gaben gegeben, die ihr und mir, und die sollen wir zum Segen für seine Gemeinde einsetzen, damit wir alle erbaut werden und alle wachsen, also in der Heiligung vorankommen. Sie sollten so lange zusammenarbeiten, bis eines Tages dieses große Werk abgeschlossen ist und Christus und seine Herrlichkeit wiederkommen wird.
[42:38] Nun, ich hoffe auch und bete dafür, dass wir alle gemeinsam an diesem werden mitarbeiten, dass wir gemeinsam im Weinberg des Herrn stehen und dort, wo Gott uns hingesetzt hat, als treuem von werden, damit wir alle erleben dürfen, wie dieses Werk bald abgeschlossen wird und diese Welt erneuert wird durch Jesus Christus. Eine neue Welt, in der es kein Leid, kein Schmerz, kein Geschrei mehr gibt. Und das, was uns dahin bringt, ist der Charakter, den wir heute entwickeln. Dieser Charakter der Liebe in uns. Mit anderen Worten, wir müssen Jesus Christus ins Herz bekommen. Wir müssen Liebe in unser Herz aufnehmen und Christus wird in uns dann alles bewirken, was für die Heiligung notwendig ist, was für die Charakterveränderung für uns wichtig ist. Und diese Liebe wird Zeugnis geben, wenn sie in uns ist, indem sie für andere wirkt und arbeitet. Lasst uns als treue Arbeit empfunden werden, weil wir noch gemeinsam leben.
[43:32] Ja, und sein lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar dafür, dass du uns gerufen hast aus einer dunklen Welt und in unser Herz gekommen bist. Du hast deine Liebe in unsere Herzen ausgegossen, denn du möchtest uns verändern und einen sündigen und bösen Charakter möchtest du heiligen. Du möchtest ihm den Charakter seines Sohnes gleich gestalten. Und hier sind wir dankbar dafür, dass wir sehen können, dass du dieses große Werk schon begonnen hast und wir freuen uns darauf, wenn es eines Tages abgeschlossen ist. Bitte hilf uns sehr, dass wir in schlimmen Situationen, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, dass wir keine Angst haben, sondern dass wir wissen, dass du an unserer Seite bist und dadurch, dass du immer gegenwärtig bist in unseren Gedanken, dass wir mit dir reden, dass wir nicht denken, dass dadurch unser Herz verändert wird, bist du wiederkommst in den Wolken und wir deine Herrlichkeit schauen.
[44:25] Dann geblieben, dass wir dieses Kapitel zusammen studieren konnten. Es war interessant, dass das Gesicht des Goldschmiedes in uns eines Tages Realität wird. Wollen wir gemeinsam daran arbeiten und gemeinsam danach streben. Gottes Segen euch und bis zum nächsten Mal.
[44:39] [Musik]
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