Veröffentlicht am
464 Klicks

In dieser Predigt, Teil 6 der Serie „Im Schmelztiegel mit Christus“, spricht Clemens Kramp über das Thema „Kämpfen mit vollem Einsatz“. Er beleuchtet, wie wir in unserem Leben mit Herausforderungen umgehen und wie Gott uns dabei zur Seite steht. Dabei wird die Rolle des Heiligen Geistes als Führer zur Wahrheit und als Helfer bei der Überwindung von Sünde hervorgehoben. Die Predigt ermutigt dazu, Gott die Kontrolle zu überlassen und sich von ihm führen zu lassen, auch in schwierigen Zeiten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:31] Ein herzliches Willkommen, ihr lieben Geschwister, zur heutigen Kreisstadt, die wir bei Joelmedia TV haben. Wir haben heute das gemeinsame Thema: Kämpfen mit vollem Einsatz. Und ich bin mir sicher, wenn wir jetzt die Möglichkeit hätten, vielleicht für unseren Raum zu sein, in der Runde sitzen würden und zu fragen würden, jeden einzelnen: Wo hast du in deinem Leben schon gekämpft und das mit vollem Einsatz? Da würden wir mit Sicherheit ganz unterschiedliche Geschichten hören und wahrnehmen. Der eine würde vielleicht von seinem Schulabschluss und all die Kämpfe mit den ganzen Arbeiten berichten. Der nächste vielleicht von seinem Studium. Und der nächste wieder über den Prozess seiner Berufswahl. Manch einer würde vielleicht von seiner familiären Situation berichten oder aber auch ganz konkret in Bezug auf ihre Kinder, Gesundheit oder was auch immer, einen Bericht abgeben. Kämpfen mit vollem Einsatz, ihr Lieben, soll heute unser Thema sein.

[1:33] Ich möchte euch einladen, dass wir gemeinsam unsere Köpfe neigen, dass wir beten und unseren allmächtigen Gott einladen, uns in dieser Zeit des Studiums zu führen, uns gute Gedanken zu schenken, damit wir ihm näher kommen. Lieber Vater im Himmel, ich möchte hier von Herzen danke sagen für diesen Moment des Studiums. Dank für die Selektion, für die Bibelworte, die wir betrachten dürfen, zum Thema kämpfen mit vollem Einsatz. Wir sind deine Kinder, großer Vater, und du bist allmächtig und gütig und liebevoll. Und wir erleben in unserem Alltag Kämpfe, Kämpfe auch in Folge der Sünde. Und wir wollen dich bitten, dass wir so einen Blick in den kommenden Minuten dafür gewinnen, wie wir ja durchs Leben gehen können, nicht alleine, sondern mit dir, und wie du uns bereichern möchtest in unserem Alltag ganz praktisch. Habe Dank dafür, lieber Vater. Das alles bitten wir in deinem Namen. Amen.

[2:34] Ja, ihr Lieben, wie es das ist, es ist nicht so, dass unser Leben nicht nur aus Tagen besteht, in denen wir fröhlich sind, Tage voller Leichtigkeit. Ja, auch das Leben eines gläubigen Menschen kann sehr herausfordernd sein. Mitunter treten größere Probleme auf, die uns vor schwierige Fragen manchmal stellen. Das Wort Gottes macht sehr unmissverständlich deutlich, dass wir in einem Kampf leben und dass es jemanden gibt, der es nicht gut meint, vor allem nicht mit gläubigen Menschen. Wir lesen im ersten Petrus 5, Vers 8: „Seid nüchtern und wacht, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“

[3:28] Der Merkwert dieser Woche zeigt jedoch auch, dass es nicht so sein muss, dass wir uns allein abmühen in diesen Kämpfen, in diesem Erleben, dass Satan dabei ist, Menschen zu Fall zu bringen, zu verschlingen, sagt die Bibel hier an dieser Stelle. Die Bibel macht deutlich, dass wir nicht allein unterwegs sind. Gemeinsam möchte ich mit euch gleich zu Beginn und sein Merkvers aufschlagen, diesen Vers, der so zentral über der Lektion in dieser Woche steht. In Kolosser 1, 29 wollen wir lesen.

[4:07] Kolosser 1, 29 sagt uns: „Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt.“ Mitmacht. Ich mag es noch mal lesen: „Dafür arbeite und ringe auch ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt.“

[4:29] Das Bibelwort macht deutlich, dass die Kämpfe unseres Lebens nicht Kämpfe sind, die wir alleine durchstehen müssen. Gott ist an unserer Seite. Er ist derjenige, der Kraft und Macht besitzt. Dass das nicht eine gute Nachricht ist. Gott hat Kraft und Macht, Dinge zu wirken, die zu deinem und meinem Besten sind. Gottes stark, er ist helfend unterwegs. Er kennt die Zukunft, erkennt die Gegenwart und erkennt auch unsere Vergangenheit, weiß auch, woher bekommen. Wenn du heute im Zuge dieses Themas auf dein Leben, vielleicht sogar auf die letzten Wochen und Tage zurückschaust, welche mühevollen Ereignisse hast du in deinem Leben erlebt? Welche Stunden harten Ringens und schwieriger Fragen liegen hinter dir? Welche Momente des Kampfes und der Auseinandersetzung hast du vor Augen? Vielleicht sogar Kämpfe, Wortgefechte mit Menschen, in denen du dich voller Einsatz selber so stark abgemüht hast.

[5:33] Unser Thema ist ja: Kämpfen mit vollem Einsatz. Ich möchte dich auch fragen: Gibt es Situationen, an die du dich erinnerst, in denen du Gott erfolgreich dein Problem übergeben konntest? Quasi Situationen, in denen du nach nennen kannst: Hier scheine ich den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Hier habe ich das Problem nicht für mich selber gelöst, sondern Gott mit einbezogen und er hat einen Sieg geschenkt.

[5:58] In der Kraft Gottes ringen zu dürfen, wie es das Bibelwort hier in Kolosser 1 sagt, ist ein Vorrecht, ihr Lieben. Ein Vorrecht für jeden Christen. Der Herr aller Dinge ist nicht nur mächtig, er ist auch bereit, in unserem Leben, in deinem und meinem Leben die Kontrolle zu übernehmen. Und die Frage ist: Sind wir auch bereit, ihm die Kontrolle, das Ruder in unserem Leben zu übergeben?

[6:30] In dieser heutigen Folge der Kreisstadt, die Aua, wollen wir uns einige Fragen stellen und auch nach Antworten suchen. Es sind einige Fragen, die die sicherlich viele bewegen. Fragen beispielsweise: Welche Rolle spielen der Wille und die Willensstärke im Kampf mit dem Ich und auch der Sünde? Eine andere Frage könnte sein: Wie können wir vermeiden, dass unsere Gefühle bestimmen, welche Entscheidungen wir letztlich treffen? Und wiederum eine andere Frage, die sich manche stellen, ist zum Beispiel: Warum müssen wir im Schmelztiegel, wir denken an das große Thema dieser dieses Quartals, warum müssen wir im Schmelztiegel durchhalten und dürfen nicht einfach aufgeben? Oder wie kann es sein, dass Menschen auf schlimme Ereignisse in ihrem Leben so unterschiedlich reagieren? Und letztlich: Wie kann im Leben eines Christen geistliches Wachstum geschehen, dass es ihm ermöglicht, in den Schmelztiegel des Lebens nicht völlig zu verzweifeln, sondern zu reifen? Ihr merkt, eine Menge Fragen kursieren so um dieses Thema herum: Kämpfen mit vollem Einsatz.

[7:36] Einen Gedanken auch der Lektion dieser Woche möchte ich schon jetzt mit euch teilen und so an den Anfang dieses gemeinsamen Austausches, diese Einheit auch stellen. Eine tiefe Wahrheit, die uns hier vermittelt wird auch in der Lektion, und da hieß es: Gott kann die dunkelsten Stunden unseres Lebens heilen. Ist das nicht eine wundervolle Zusage? Ist das nicht eine wundervolle Zusammenfassung dessen, was wir im Wort Gottes finden? Ich mag es wiederholen: Gott kann die dunkelsten Stunden seines Lebens heilen.

[8:20] Wir wollen einsteigen in einen Abschnitt, den wir diese Woche betrachten dürfen. Das ist der Abschnitt zum Thema: Der Geist der Wahrheit. Sicherlich kennst du auch die Erfahrungen, die schon viele gläubige Menschen gemacht haben. Man hat Gott gebeten, ein besserer Mensch zu werden. Man hat vielleicht ein konkretes Anliegen ihm übergeben und gesagt: Lieber Gott, an diesem Teil meines Lebens, in diesem Bereich meines Lebens möchte ich arbeiten, möchte ich mich verändern. Und einige Zeit später, in der Rückschau, stellte man fest, dass sich gar nicht so viel verändert hat. Wie kann das sein, wo doch Gott über alle möglichen Ressourcen verfügt, sogar über Ressourcen, die für uns ja nicht so greifbar sind, vielleicht auch über natürliche Ressourcen, die Gott zum Einsatz bringen kann?

[9:04] Manchmal erleben wir, dass wir uns nicht so stark verändern, wie wir es uns vielleicht wünschen würden, und auch mit dem Wissen, dass Gott eigentlich die Macht hätte, ja, uns auch zu verändern. Eine Antwort könnte die folgendes sein: Der Geist hat zwar unbegrenzte Macht, uns zu verändern, aber durch unsere eigenen Entscheidungen können wir Gottes Wirken einschränken. So lesen wir das auf der Sonntagsseite. Der Geist hat zwar unbegrenzte Macht, uns zu verändern, aber durch unsere eigenen Entscheidungen können wir Gottes Wirken einschränken.

[9:46] Nun bin ich mir sicher, dass nicht nur ich, sondern auch du den Willen Gottes und all seine Macht und das Wasser für dich und mein Leben tun kann, dass wir das nicht einschränken wollen. Mitunter scheint es aber genauso zu sein in unserem Leben. Wir wollen einen etwas größeren Abschnitt an dieser Stelle zusammen betrachten und ich lade euch ein, Johannes Kapitel 16 aufzuschlagen.

[10:14] In Johannes Kapitel 16 lesen wir die Verse 5 bis 15. Überschrieben ist dieser Abschnitt mit den Worten: „Das Wirken des Heiligen Geistes.“ „Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand unter euch fragt mich: Wohin gehst du? Sondern weil ich euch dies gesagt habe, ist euer Herz von Traurigkeit erfüllt. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben; von der Gerechtigkeit aber, weil ich zu meinem Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; vom Gericht aber, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Noch vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht auf sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem meinen wird er nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt, dass er von dem meinen nehmen und euch verkündigen wird.“

[11:47] Bis hierhin. Ich möchte an dieser Stelle einige Verse herausgreifen, einige Worte. Man könnte sicherlich eine ganze Predigt darüber halten, aber wir wollen noch einige weitere Dinge ja auch betrachten. Dieser Abschnitt war überschrieben mit den Worten: „Das Wirken des Heiligen Geistes.“

[12:05] Als du in deinem Leben schon erlebt, wie der Heilige Geist deutlich gewirkt hat, der Fahrer gewirkt hat? Ich durfte das erleben, und es ist wundervoll zu erleben, dass Gott in das Leben von Menschen, in mein Leben eingegriffen hat. Und Jesus sagt an dieser Stelle auch in Vers 7: „Es ist gut für euch, wenn der Beistand, wenn der Heilige Geist kommt.“ Ich glaube, jeder gläubige Mensch hat erlebt, dass der Heilige Geist in seinem Leben gewirkt hat. Und ich möchte eine ganz praktische Anwendung geben, beispielsweise einen schlechten, einen negativen Charakter zu dem persönlichen Leben verändert hat, wo der Heilige Geist geschliffen hat am eigenen Herzensvor. Dass es so was schön, wenn man plötzlich Menschen wieder anders begegnen kann, wenn diese Unart, die man selber in sich hatte, abgeben durfte, nicht, weil man selber so toll ist und das einfach gemacht hat, sondern weil der Heilige Geist vergoss am eigenen Herzens gewirkt hat.

[13:06] In Vers 8 lesen wir über die Worte Jesu: „Der Heilige Geist kommt auch und ist uns gegeben, um uns zu überführen, nicht nur von Gericht und Gerechtigkeit, sondern auch von Sünde.“ Als gläubige Menschen möchte ich dich und mich einladen, dass wir diese innere Bereitschaft jeder Zeit mitbringen, Schuld einzugestehen. Nur ist es so, dass Römer 3 beschreibt, dass wir alle Sünder sind. Wir alle brauchen die Gerechtigkeit, die Gott uns geben möchte. Niemand kann von sich aus gerecht vor Gott dastehen. Und aber diese Bereitschaft mitzubringen, Schuld einzugestehen, denn wir werden schuldig an Gott und auch an unseren Mitmenschen. Wenn wir sündigen, dann ist es von wesentlicher Bedeutung.

[13:54] Einen weiteren Gedanken möchte aus diesem Abschnitt mit euch herausgreifen. Das ist der Gedanke Vers 12, wo es, wo Jesus sagt: „Aber ihr könnt es jetzt noch nicht ertragen.“ Er sagt: „Ich hätte euch vieles zu sagen, aber es ist momentan nicht der richtige Zeitpunkt.“ Gott geht gut mit uns um. Gott geht weiß mit uns um. Gott überfrachtet uns nicht mit Informationen, die zu viel für uns wären. Er würde uns nicht mehr aufladen, als wir tragen können.

[14:27] Dass das so ist, lesen wir beispielsweise auch in 1. Korinther 10, Vers 13, wo es heißt: „Es ist euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen.“ Und wir werden auch das Thema Versuchung auch in einem weiteren Abschnitt nachher darauf eingehen, wo es heißt: „Gott aber ist treu. Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so dass ihr sie ertragen könnt.“ Gott weiß, was wir fassen und tragen können. Und ich möchte an dieser Stelle so eine praktische Anwendung auch für dein und mein Alltag machen.

[14:59] Machen. Vielleicht bist du verheiratet, vielleicht bist du Vater oder Mutter, vielleicht hast du einfach auch nur Nachbarn und oder Arbeitskollegen, Mitglied einer Adventgemeinde oder einer anderen christlichen Gruppe. Menschen begegnen dir, und manches Mal haben wir so auf den Lippen und wollen den Menschen viele sagen. Wir sehen die Dinge, die sie verbessern könnten in ihrem Leben. Ich glaube, dass hier auch so ein Prinzip und Jesus mitgibt: Zu überlegen, was kann der andere momentan tragen? Wie viel kann ich ihnen sagen? Wie weit ist er auch schon? Und auch mal vielleicht innezuhalten und zu sagen: Ich glaube, er kann noch nicht alles tragen, von dem, was ich zu sagen hätte. Ein bisschen Geduld walten zu lassen, ist manchmal nicht schlecht, um jemanden nicht zu verlieren. Am Ende, Vers 13 scheint für mich, für mich hier so ein zentrales Wort zu sein, eine zentrale Beschreibung dessen, was der Heilige Geist auch machen möchte.

[16:00] Der Heilige Geist möchte dich und mich in alle Wahrheit führen. Gott ist es nicht egal, wie wir auf dieser Welt unterwegs sind, was wir glauben und denken, welche theologischen Überzeugungen wir haben. Jesus hat gesagt, dass er einen Beistand, einen Tröster, schicken wird. Der Heilige Geist wird kommen, und er wird uns in alle Wahrheit führen.

[16:24] Nur ist es so, dass wir manchmal sogar in unseren Adventgemeinden, manchmal den Familien und der Freunde, manchmal auch theologische Auseinandersetzungen und Zwiegespräche haben. Und es ist gut, sich auch auszutauschen und zu ringen um die Ansichten, die der liebe Gott uns aufs Herz legen will. Und an dieser Stelle möchte ich uns ermutigen, sowohl im persönlichen Studium als auch im gemeindlichen Miteinander, nicht zu vergessen, dass uns zugesagt, dass der Heilige Geist uns alle in die ganze Wahrheit führen möchte.

[16:55] Das heißt, wenn ich diese innere Offenheit mitbringe, nicht selber die Auslegung bringen zu müssen, sondern unter Gebet mich durch das Wort Gottes führen zu lassen, durch das Wirken des Heiligen Geistes, dann, dann sind wir gut beraten, hier auf einem guten Weg, persönlich, aber auch gemeinsam unterwegs zu sein.

[17:12] Und die Frage ist: Möchtest auch du von diesem Beistand vom Heiligen Geist in deinem Leben begleitet werden? Die Bibel beschreibt, dass der Heilige Geist uns in alle Wahrheit führt. Gleichzeitig ist es jedoch so, dass der Heilige Geist uns nicht zum Verstehen und Annehmen bestimmt. Der Glaubensüberzeugung zwingt es ist eine Einladung, ein Angebot. Gott wird nie uns bestimmte Überzeugungen in Anführungsstrichen eintrichtern, uns brandmarken. Damit es ist ein Angebot, das wir annehmen dürfen.

[17:57] Die Bibel beschreibt, dass der Heilige Geist auch bereit ist, uns unsere Sünden aufzuzeigen und gleichzeitig zwingt er uns nicht in die Reue. Es ist der Charakter Gottes, der uns den freien Willen lässt, der zwar durch das Wirken des Heiligen Geistes, durch die Aufgaben, die der Heilige Geist sie wahrnimmt, uns vor Augen führt, wo wir verkehrt gehandelt haben in unserem Leben, aber uns die freie Wahl lässt, ein reizvolles Herz zu zeigen oder eben auch nicht.

[18:28] Wie wichtig ist es daher, dass wir auch als gläubige Menschen, dass du und ich diese Bereitschaft mitbringen und korrigieren zu lassen, von Gott führen zu lassen. Gott ist ein Gott, es lehnt Zwang auszuüben. Wenn er genau das täte, würde er den Menschen den freien Willen nehmen, den er ihm gegeben hat. Als Folge könnte Satan Gott vorwerfen, unser Denken und Fühlen zu manipulieren. Und die Anklage stünde dann im Raum: Gott würde im großen Kampf nicht ehrlich kämpfen.

[18:59] Es ist ähnlich wie beim Ausbruch des großen Kampfes im Himmel. Auch hier zwang Gott weder Satan noch seine Nachfolger, die Engel zu glauben, dass Gott gut und gerecht ist. Kein Engel, der sich von Gott abgewendet hatte, nötigte Gott zu Reue oder ja zur Umsicht, oder ja zur Einsicht. Trotz seiner großen Traurigkeit, trotz der Traurigkeit, die Gott empfunden hat, über die Abkehr seiner himmlischen Kinder, wesen ließ er den Weg des freien Willens offen. Und wir wissen aus Offenbarung, dass ein Drittel der Engel mit Satan den Himmel verlassen hat.

[19:39] Und auch im Garten Eden hinderte Gott Adam und Eva nicht an ihrer Entscheidung, sündigen zu holen. Gleichzeitig machte er aber die Wahrheit über den Baum in der Mitte des Gartens sehr deutlich. Er ließ ihnen die Option zu wählen zwischen Gut und Schlecht.

[20:01] Gott handelt auch heute noch in der gleichen Art und Weise, ihr Lieben. Der Heilige Geist offenbart uns die Wahrheit über Gott und auch über die Sünde. Wir sind eingeladen zu wählen und sind eingeladen, gute Entscheidungen, große und kleine Entscheidungen in unserem Leben zu treffen.

[20:20] Im Hinblick auf das heutige Thema, ihr Lieben, im Hinblick auf möchte ich euch uns fragen: Kann es sein, dass wir manchmal gerade vielleicht deshalb auch im Schmelztiegel sind, weil wir vielleicht nicht gehorcht haben oder unsere Sünden nicht bereut haben?

[20:39] Ist es möglich, dass wir vielleicht im Alltag sündigen? Ich meine, die Bibel beschreibt im Galater 5 das Selbststreit, Sünders. Wie oft streiten wir? Wie oft haben wir Auseinandersetzungen mit verschiedenen Personen, vielleicht in unserem Umfeld? Tut es uns leid, wenn wir so etwas erleben? Bereinigen wir solche Situationen?

[21:01] Ihr Lieben, damit unser Vater in solchen Fällen wirken kann, müssen wir uns bewusst dafür entscheiden, die Tür zur Reue, die Tür zum Gehorsam auch aufzustoßen, damit sich Gottes Macht in unserem Leben ausbreiten kann und uns verändern kann.

[21:17] So möchte ich fragen: Gibt es Dinge in deinem Leben, die dir der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit, in der letzten Zeit offenbart hat, durchgeführt hat in deinen Gedanken und die gezeigt hat, wo du auf einem falschen Weg unterwegs warst? Du vielleicht Dinge getan, gesagt oder gedacht hast, die nicht Willen Gottes entsprechen? Hast du diese leisen Stimmen gehört?

[21:49] Ich möchte euch einladen, dass wir im nächsten Schritt uns Gedanken machen über das große Thema: Die Verbindung zwischen Gott und Mensch.

[22:03] Hast du in deinem Leben schon einmal etwas Großes erreicht? Das war's. Jetzt könnte man noch mal, wenn wir die Möglichkeit hätten, so eine Runde zu machen, fragen: Ihr würdet berichten, dass ihr in eurem Leben schon Großes erreicht habt. Manch einer würde vielleicht berichten, wie er ein Musikinstrument über viele Jahre erlernt hat und irgendwann vielleicht in der Gemeinde mitwirken konnte, fest in einem Gemeindeorchester, bei einer Konferenz oder dergleichen. Ein anderer, und das wäre so ein persönliches Beispiel von mir, gibt es vielleicht, sich sportlich zu betätigen und hat vielleicht ein Ziel vor Augen, für das er arbeitet und kämpft.

[22:43] Wir würden ganz unterschiedliche Dinge hören, wo Menschen Großes erreicht haben. Ein anderer würde vielleicht sagen: Da war eine Hochzeit eines lieben Menschen, und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine vier- oder fünfstöckige Hochzeitstorte gebacken und freut sich darüber.

[23:01] darüber ganz egal was für ein Beispiel wir bringen würden, wir würden feststellen, dass die Voraussetzung für das Erreichen großer Dinge doch zumeist der Einsatz von Zeit und Energie ist, um etwas in seinem Leben wirklich umzusetzen und zu erreichen. Es ist nicht möglich, dass wir einfach nur einen Fingerschnipp machen und die Dinge sind geklärt. Es braucht Zeit, auch Einsatz von Zeit und Energie.

[23:26] Und ihr Lieben, ich habe den Eindruck, wenn wir über die Nachfolge Christi und das ist ja das, was wir eigentlich wirklich wollen, wenn du uns Christen nennen, wir wollen Jesus nachfolgen und wenn wir über diese Nachfolge Christi nachdenken, dann habe ich den Eindruck, ihr Lieben, es ist nicht anders, oder?

[23:46] Noch einmal Kolosser 1 lesen, Kolosser 1, die Verse 28 und 29. Dort heißt es: Ihnen verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren, aller Weisheit, um jeden Menschen vollkommen in Christus Jesus darzustellen. Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt.

[24:32] Dafür arbeite und ringe ich auch. Paulus war jemand, der sich für Menschen eingesetzt hat, der Energie, Zeit eingesetzt hat, damit das gute Werk vorankommt. Und das Bibelwort sagt uns, wenn Gott in uns wohnt, wenn Gott in dir und mir wohnt, haben wir eine wirksame Kraft an unserer Seite. Wir brauchen den Herausforderungen des Lebens, die dir und mir begegnen, nicht alleine entgegenzustehen. Wir dürfen Gott einladen und erleben, dass eine wirksame Kraft uns unterstützt und uns Weisheit gibt.

[25:11] Wir wollen jetzt einige Bibelverse zusammen anschauen, die ich als sehr wesentlich auch betrachte und wichtig in diesem Zusammenhang. Und weitermachen wollen wir mit 1. Korinther 9, 25.

[25:29] 1. Korinther 9, 25 sagt uns: Jeder, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam in allem, jene um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen. Wir aber einen unvergänglichen.

[25:47] Möchtest du auch diesen unvergänglichen Siegeskranz empfangen, von dem die Bibel spricht? Spricht.

[25:50] Spricht. Möchtest du dabei sein, wenn Matthäus 24 und 25 Realität werden, wenn Jesus Christus in den Wolken des Himmels wiederkommt und die Seinen zu sich holt? Möchtest du zu der Schar gehören, die darauf wartet, die Krone des Lebens zu empfangen?

[26:08] Empfangen. Gott ruft dich heute. Er will auch dir das ewige Leben ermöglichen. Er will heute dein Gott sein. Wirst du auf seinen Rufen antworten? Ganz egal, wo du heute stehst, wie weit du dich vielleicht von ihm entfernt hast. Er ruft dich heute als dein Kind, der dich erdacht und gemacht hat.

[26:31] Und auch wenn du jemand bist, der vielleicht beständig schon mit Gott geht, gehe den Weg weiter mit ihm. Er ruft dich heute. Er liebt dich. Er möchte weiter mitgehen.

[26:40] Bist du bereit? So ermutigt uns dieses Bibelwort: Enthaltsam, enthaltsam zu leben.

[26:50] Ja, man könnte sich jetzt fragen, in welchen Bereichen unseres Lebens sollen wir enthaltsam leben? Ganz klassisch bei den Siebenten-Tags-Adventisten hört man oft die Antworten, na ja, bitte kein Schweinefleisch, kein Alkohol, ja, kein Tabak. Das sind so die 33 Standardantworten, die man in der Vergangenheit oft immer gehört hat. Aber die Frage ist, ist hier das Bild dann schon abgerundet, indem enthaltsamen Leben?

[27:19] Vielleicht können wir es einmal allgemein zusammenfassen und jeder von uns überlegt für sich auch persönlich, was das für sein persönliches Leben bedeutet. Kann es sein, dass es Dinge in unserem Alltag gibt, die einen negativen Einfluss auf unsere Entscheidungen und Gewohnheiten haben?

[27:38] Nur ist an sich nichts Schlechtes daran, wenn man beispielsweise arbeitet, sich Geld verdient. Aber arbeitest du beispielsweise in der Woche 70, 80, 90 Stunden, dann ist schon die Frage, inwieweit die Zeit für andere wichtige Dinge in deinem Leben hast.

[27:55] Nur ist vielleicht nichts Schlechtes daran, wenn du eine Vorliebe für Gesundheit hast und bist die ganze Woche darüber beschäftigt, Rezepte zu kreieren, zur Kunde, Dinge auszuprobieren, zu kochen, zu machen, zu tun. Und du, ihr Lieben, ist wirklich diesen diesen Bereich der Ernährung so richtig top aufzustellen, auch innerhalb seiner Familie. Aber vergisst vielleicht, dass es neben diesem Gesundheitsfaktor, den wir kennen, noch sieben weitere gibt und vergisst dabei ausreichend zu schlafen.

[28:29] Ja, vielleicht ausreichend auch sich zu bewegen und manch andere Sachen. Es gibt Dinge in unserem Leben, die man sich eigentlich nicht schlecht, wenn sie gut sind. Aber wenn wir sie nicht maßvoll leben oder gar enthaltsam sind, wirklich, dann führen sie dazu, dass wir das ja negativen Einfluss haben in meinem Leben. Und die möchte ich ein persönliches Beispiel geben. Habe ich festgestellt, dass es nicht günstig ist, wenn man eine geistliche Zeit einfach haben möchte und sich im Vorfeld extrem voll ist.

[29:08] Es ist an sich nichts Verkehrtes, gut zu essen, gesund zu essen, aber dabei vielleicht vergessen, dass das richtige Maß entscheidend ist und man sich so voll ist, dass man danach nur noch müde wird. Führt dazu, dass ja, dass man dann vielleicht auch nicht mehr offen ist für geistliche Dinge. Die Freude am Gebet, Bibelstudium kann sehr leicht dabei verloren gehen.

[29:37] Enthaltsam sein, sich Gedanken machen, dass schlechte Dinge nicht gut für den Körper sind, man sie meidet. Das wäre so eine Entscheidung, die gute und das gute Dinge maßvoll, wirklich, dass man gute Dinge maßvoll zu sich nimmt. Das ist es, wozu uns Gott auch einlädt.

[29:52] Und wir lesen weiterhin 2. Timotheus 4, Vers 8. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zu erkennen wird. Nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.

[30:32] Wort in Offenbarung 3, Vers 11. Ich habe liebe Menschen meiner Familie, die mir einmal ein T-Shirt geschenkt haben, ein knallrotes T-Shirt. Also das ganze T-Shirt war so rot, ungefähr wie meine Krawatte und da war eine goldene Krone drauf und da war das Bibelwort von Offenbarung 3, Vers 11 aufgedruckt. Wisst ihr, was dort steht? Dort heißt es: Siehe, ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit dir niemand deine Krone nehme.

[30:58] Und ich möchte dich heute herausfordern und fragen: Weißt du eigentlich, was du an deinem Glauben hast? Weißt du, was du an deinem Gott hast? Weißt du, wie wundervoll es ist, wenn dies derzeit in dieser herausfordernden, katastrophalen Zeit einen Gott im Himmel zu haben, einen Freund, einen echten Freund, der mächtig wirken kann?

[31:20] Halte fest, hast du hast, damit dir niemand deine Krone nehme. Wir haben wo in den ersten fünf bis acht gelesen, dass Satan dabei ist und zu verschlingen. Ihm gefällt das nicht, von Menschen treu mit Gott gehen. Aber Gottes Größe, Gottes Stärke, Gott möchte mit uns durch dieses Leben gehen und er wird uns nicht fallen lassen. Er wird uns den Weg in die Ewigkeit führen.

[31:45] Halte fest, fast du hast, aber hier, wenn wir noch mal zurückspringen zu 2. Timotheus 4, Vers 8, ist ein Begriff erwähnt, den ich noch mal hervorheben möchte. Allen, so heißt es hier, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.

[32:12] Ist Jesus dir ein Herzensanliegen in deinem Leben geworden? Es gab einen Moment in meinem Leben, da war ich circa 15, 16 Jahre alt, als mir ein pensionierter Prediger eine Frage stellte. Wir waren als Familie zu Besuch bei diesem pensionierten Ehepaar und wir waren nicht lange in ihrer Wohnung und er fragte mich: Clemens, freust du dich auf die Wiederkunft? Und diese Frage war wie ein Stich in meinem Herzen. Ich habe festgestellt: Nein, ich freue mich nicht.

[32:42] Und die Bibel ermutigt uns über die Wiederkunft Jesu nachzudenken, über das, was Jesus in unserem Leben getan hat, für uns. Würde ja Lösungs-Tat, die er für dich und mich bereit war einzugehen und zu machen.

[33:01] Alle, die seine Erscheinung liebgewonnen haben. Das ist wohl ein Merkmal, das den Unterschied ausmacht. So sagt es uns die Bibel. Möchtest du Jesus Christus in den Wolken des Himmels sehen? Sehnst du dich danach? Freust du dich, dass Jesus, begleitet von Millionen von Engeln, wiederkommen wird, um dich heimzuholen? All das, was du hier erlebst, all die Katastrophen, kleinere und größere, während der Geschichte angehören, werden nicht mehr relevant und wichtig sein.

[33:28] Du kannst sie hinter dir lassen, weil dein Gott dich einlädt und dich heim holen möchte.

[33:38] Wir wollen weitergehen und uns Hebräer Kapitel 12 anschauen. Hebräer Kapitel 12 und dort Vers 4. Ich lade euch ein, das mit aufzuschlagen. Hebräer 12, Vers 4. Dort sagt uns das Wort Gottes: Ihr habt noch nicht bis aufs Blut wiederstanden im Kampf gegen die Sünde.

[34:03] Ihr habt noch nicht bis aufs Blut wiederstanden im Kampf gegen die Sünde. Unser Eingangs-Thema oder unser großes Thema heißt ja: Kämpfen mit vollem Einsatz.

[34:26] Bis aufs Blut widerstehen. Gibt es Situationen in unserem Leben, nicht wahr, wo wir schon auch wieder stehen, wo wir schon uns auch einsetzen. Aber was bedeutet es, bis aufs Blut zu widerstehen?

[34:45] Ich möchte fragen: Wie erlebst du den Kampf mit der Sünde in deinem Leben? Und auch jetzt könnte man so eine Runde machen und jeder von uns würde vielleicht etwas Unterschiedliches auf den Tisch bringen und sagen: Damit kämpfe ich.

[35:00] Damit kämpfe ich, vielleicht seit kurzem, vielleicht auch schon länger. Damit kämpfe ich, und es macht mir Mühe. Mit welcher Sünde hast du vielleicht sogar regelmäßig zu kämpfen?

[35:23] Im Wort Gottes finden wir einige Dinge, von denen Gott sehr deutlich sagt, dass sie, dass sie nicht okay sind. Galater 5 beschreibt uns Dinge, die die letztlich dazu führen, zu lesen den Vers 21, dass all diejenigen, die solche Dinge tun, das Reich Gottes, die Krone, von der wir gehört haben, nicht erben werden. Das sind Dinge genannt wie Ehebruch und Streit, Eifersucht und Zorn, Selbstsucht, Neid, Trunkenheit und einiges mehr.

[36:06] Menschen, die sich in diesen Dingen verfangen haben, nicht als Katzen, die vielleicht eine oder es gibt ja dieses Bild, ist völlig vielleicht näher erklären. Es gibt ja dieses Bild vom Schwein und von der Katze in Bezug auf die Pfütze. Und manchmal ist es in unserem Leben ja mit der Sünde so, dass das Dinge passieren und wir wir springen wie eine Katze aus der Pfütze, weil sie sich da einfach nicht wohlfühlt. Aber ich glaube, was die Bibel meint und was das Verständnis ist, dass wir Dinge in unserem Leben Gott übergeben dürfen. Es sollte nicht so sein, dass wir uns in den Sünden suhlen wie ein Schwein, das tut und vielleicht sagen: Na ja, ich habe hier meine Lieblingsfarbe ist okay, ist ja nur eine.

[36:52] Es ist nicht der Wille Gottes. Der Wille Gottes ist, dass wir wie eine Katze, wenn uns ein Missgeschick passiert, es zu ihm heraus springen und sagen: Hilf mir. Wenn wir 1. Johannes 8 denken, dann sagt Jesus auch zu der Sünderin: Ich verurteile dich nicht, aber geh und sündige nicht mehr.

[37:12] Der Schlüssel wird uns am Anfang von Kapitel 5 des Galaterbriefes genannt, bzw. in der Mitte, Vers 16 heißt es: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Und was die Werke des Fleisches sind, beschreibt uns dann der Abschnitt ab Vers 19. Verfolgende, von dem ich eben einige Dinge zitiert habe. Das heißt, die Ermutigung in Galater 5, 16 ist ganz deutlich: Wandelt im Geist. Entscheide dich dafür. Treffe eine Entscheidung jeden Tag des Lebens, seines Alltags, den Heiligen Geist, den Jesus nicht nur vorhergesagt hat, sondern der auch uns gesendet wurde, in Empfang zu nehmen und ein Leben im Heiligen Geist zu leben.

[37:51] Denn dann gilt uns die Verheißung, die hier das Wort Gottes nennt: So werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Mit anderen Worten, wir werden ein anderes, besseres Leben führen, das Gott gefällt und einen Gewinn auch von seinen Mitmenschen ist.

[38:11] Bist du bereit im Kampf gegen die Sünde wirklich zu kämpfen? Das ist eine Frage, die ich mit dir teilen möchte. Möchtest du auch Jesus einladen, an deiner Seite zu streiten? Möchtest du Gott Raum zum Wirken in deinem Leben geben?

[38:28] Paulus, so haben wir gelesen, hat in der Kraft Gottes gerungen, in der Kraft Gottes gerungen. Möchtest du das auch?

[38:38] Wir wollen weitergehen und über die Frage der Kontrolle des Willens nachdenken und uns fragen: Wie kann das nun tatsächlich gelingen, den persönlichen Willen zu kontrollieren? Was wir erleben beim näheren Nachdenken ist doch, dass unsere Gefühle schon stark auch unseren Willen und unsere Wünsche beeinträchtigen, beeinflussen. Möchte ich sagen, und manchmal erkennen wir das auch an bestimmten Fragestellungen, wie wir sie stellen, wie zum Beispiel: Wozu habt ihr denn heute Lust? Ja, was wollen wir heute tun? Wie fühlt ihr euch? Ja, wonach ist, wozu habt ihr denn heute Lust?

[39:17] Und das Typische für unsere Kultur, in der wir leben, ist ja auch diese, ich will es mal so sagen, diese Bombardierungen mit Bildern, mit Musik, wodurch viele unserer Emotionen und Sinne angesprochen werden. Da entstehen ganz schnell Dinge von Angst und Wut und Lust, wo eigentlich vorher diese Dinge gar nicht daran, aufgrund von Bildern, von Musik, die diese Emotionen und Gefühle in uns erzeugen.

[39:40] Und so sind doch in unserem Alltag unsere Gefühle es sehr eng auch mit unserer Entscheidungsfindung verknüpft. Das ist so unsere Lebensrealität.

[39:52] Und ich möchte, ich missverstanden werden. Gefühle sind ja per se nicht schlecht. Jedoch ist nicht gesagt, dass die Dinge, mit denen wir zu tun haben, in der Sache so sind, wie wir sie gegen bezüglich der Gefühle, die wir ihnen entgegenbringen. Unsere Empfindungen, das Gefühl, es sogar uns belügen können, sagt uns sogar das Wort Gottes an dieser Stelle.

[40:15] Möchte ich mit euch Jeremia 17, Vers 9 aufschlagen. Ihre Jeremia 17, Vers 9. Jeremia 17, Vers 9 sagt uns: Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig, und wer kann es ergründen? Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig, Werk eines ergründen.

[40:39] Auch unsere Gefühle können uns manchmal belügen. Und entscheidend ist diese Feststellung, die hier folgt, in dem es heißt: Ich, der Herr, der forsche das Herz und prüfe den Nieren. Sind wir bereit, uns von Gott erforschen zu lassen? Ich wünsche es mir, ich wünsche es dir und mir, dass wir diese Bereitschaft mitbringen.

[41:13] Letztlich können unsere Gefühle und manchmal verleiten auch schlechte Entscheidungen in unserem Leben zu treffen. Und so finden wir uns vielleicht eines Tages wieder hin zu einem selbstverschuldeten Schmelztiegel.

[41:26] Wir wollen an dieser Stelle uns einige biblische Beispiele anschauen, in denen Menschen ihre Entscheidung infolge ihrer Gefühle getroffen haben und leider nicht aufgrund des Wortes Gottes. Und beginnen möchte ich mit euch im ersten Buch Mose, in 1. Mose 3 und dort 46.

[41:48] 1. Mose 3 und dort 46. 1. Mose 3 und dort 46. Wo uns das Wort Gottes sagt: Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.

[42:15] Ihr Lieben, wir wollen einen kurzen Augenblick innehalten. Ist ein kurzer Vers, aber steckt einiges drin. Zunächst einmal nehme ich wahr, dass die Frau gesehen hat, Gott hat sie wunderbar gemacht und sie konnte sehen. Und die Frau hat gesehen.

[42:35] Und ich möchte einige Dinge, die wir in diesen Vers finden, gerne übertragen auf unser heutiges Leben. Denn auch du und ich, auch wir sind sehnt unterwegs in unserem Alltag. Wir nehmen eine ganze Menge Tag für Tag wahr.

[42:52] Und manches können wir beeinflussen, manches aber auch nicht. Es gibt Dinge, zum Beispiel, wenn ich jetzt mein iPad hier nehme und Seiten öffne, ich kann beeinflussen, welche Seite ich öffne, was ich mir anschauen möchte, die Seite der Tagesschau, ob ich bei Amazon unterwegs bin oder was auch immer. Manche Dinge können wir beeinflussen, was wir uns anschauen wollen.

[43:17] Manche Dinge können wir vielleicht auch nicht beeinflussen. Menschen, die vielleicht in einer Großstadt unterwegs sind, vielleicht auf dem Weg zur Arbeit sind, dort kommt man an vielen Werbebannern, verschiedensten Dingen vorbei und uns erreichen Informationen und Bilder, die wir nicht unbedingt beeinflussen können.

[43:34] Und der Punkt, so meine bisherige Überzeugung, dass wir Dinge sehen, ist noch nicht der problematische Punkt. Was die Bibel uns an dieser Stelle aber auch sagt, ist, dass Eva hier sieht, der Baum wäre gut, der Baum, entschuldigt, die Frucht wäre gut zu essen.

[44:00] Auch in unserem Leben begegnen wir Dinge, die auf uns schön verlockend, geschmackvoll werden. Ja, die ganze Werbeindustrie ist darauf aus, uns Dinge zu verkaufen, wo wir glauben, wir fühlen uns dadurch wohler, wenn wir sie bekommen und genießen und konsumieren. Unser Leben wird zum Genuss und die Menschen sehen sich danach, wie viele auch gar nicht gerne arbeiten gehen oder keine Arbeit haben oder keine Arbeit, die sie erfüllt. Und so sehen sich die Menschen nach Genuss und die Werbeindustrie schafft es hier Reize zu setzen.

[44:31] Und auch wir Menschen empfinden dann ganz oft und haben das Gefühl, dass wir gut zu essen, dass wir gut zu haben, dass wäre toll zu Diensten zu sein.

[44:47] Bei diesem Beispiel von Eva bleiben wollen wir auch über den Gedanken der Lust nachdenken. Das Bibelwort sagt uns hier, dass die Frucht eine Lust für die Augen war und der ganze Baum so ein begehrenswerter Baum war.

[45:05] Auch in unserem Alltag stehen Themen wie Freude, Entspannung, reizvolle Momente, Befriedigung hoch im Kurs. Es sind Themen, die die Menschen locken und ziehen und sehr anziehend auf die Menschen wirken.

[45:28] Dann heißt es weiter: Macht weise. Die Frucht soll weise machen. Klugheit und Wissen ist auch in unserer Zeit etwas, was nicht verteufelt wird. Es ist etwas, was wonach Menschen streben und manchmal sogar sehr streng, so sehr streben hat in der Wissenschaft, dass sie sich über Gott stellen, dass sie Gott ausblenden und versuchen alles zu erklären und Gott dabei gar nicht mehr brauchen wollen.

[46:02] Dieses Bibelwort in Vers 6 gibt uns einige Informationen, einige eine Information, die dann zur Sünde führt, letztlich auch sichtbar wird. Wo die Sünde sichtbar wird, ist die Formulierung: und saß. Das heißt, dieser Moment, als Eva gegessen hatte, bedeutet hier ist eine Entscheidung getroffen worden, die er die Konsequenz nach sich zieht. Eine bewusste Entscheidung gegen den Wunsch, gegen das Gebot des Schöpfers.

[46:34] Und auch wir, auch du und ich, ihr Lieben, treffen tagtäglich viele, viele Entscheidungen. Da gibt es ja auch Statistiken darüber, kleinere und größere Entscheidungen. Und es gut sie, die Entscheidung des Lebens, die wir zu treffen haben, gut abzuwägen, gut zu überlegen und auf einer Grundlage zu bauen, weniger oft Emotionen, dass etwas gut aussieht, dass etwas reizvoll ist und lustvoll, der Lust bereitet, gut ausschaut, sondern auf welcher Grundlage treffen wir unsere Entscheidung?

[47:05] Und zu allem Überfluss gab Eva auch ihrem Mann Adam von der Frucht. Mit anderen Worten, auch du und ich, wenn wir in unserem Leben unterwegs sind, Entscheidung treffen, ist es doch oft so, dass wir die Entscheidung nicht ganz losgelöst von unserem Umfeld treffen, sondern dass Menschen um uns herum wahrnehmen, welche Entscheidungen wir getroffen haben, welchen Weg wir eingeschlagen haben. Menschen folgen uns manchmal auch, ohne dass wir es wissen. Seien es die eigenen Kinder, der Ehepartner, für manche Menschen sind du und ich vielleicht auch Vorbilder. Sind wir uns dessen bewusst, dass durch unser Handeln und Wirken auch andere Menschen beeinflusst werden, zum Guten oder zum Negativen? Gott behüte uns, dass wir sie nicht bewusst auch verleiten zur Sünde, wie wir es hier aus diesem Bibelwort gelesen und wahrgenommen haben.

[48:06] Wir wollen an dieser Stelle auch über sexuelle Reize ins Gespräch kommen. Die Bibel beschreibt uns hier ein Beispiel auch im Kontext dieser Lektion, das Beispiel von König David.

[48:24] Wir lesen uns gemeinsam in 2. Samuel 11, die Verse 2 bis 4. Dort lesen wir: Und es geschah, als David...

[48:30] Dort lesen wir, und es geschah, als David zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Dach des königlichen Hauses umherwandelte, da sah er vom Dach aus eine Frau sich baden. Und die Frau war von sehr schönem Aussehen. Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau. Und man sprach: Ist das nicht Batseba, die Tochter Eliams und Frau des Hetiters? Und David sandte Boten hin und ließ sie holen, und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr. Und sie hatte sich gerade von ihrer Unreinheit gereinigt, und sie kehrte wieder in ihr Haus zurück. Und wir wissen, wie die Geschichte weitergeht: die Schwangerschaft mit dem, mit dem Mord.

[49:23] Auch hier möchte ich euch, Lieben, einige Dinge, einige Gedanken herausziehen, von denen ich glaube, dass sie wichtig werden könnten, auch für unser Leben. Meine tiefe Überzeugung, ihr Lieben, und deswegen ist das auch ein Teil, den ich ein bisschen ausführlicher machen möchte, ist, dass gerade im Bereich der Sexualität, selbst unter gläubigen Menschen, vieles nicht ideal läuft. Die Zahl derer, die Sexualität außerhalb des Rahmens, den Gott für den Menschen eingerichtet hat, erleben und gestalten und sich ausprobieren, ist doch sehr groß.

[50:04] In einer Welt leben, wo es eigentlich kaum noch sexuelle Tabus gibt, erleben auch gerade unsere jungen Leute eine Zeit, in der es schwierig ist, sich sicher, mit guten Gewohnheiten und einzig zurechtzufinden. Mitunter ist es vielleicht auch so, dass es noch zu wenig Persönlichkeit, noch innerhalb unserer Gemeinde gibt, die hier gutes Material an die Hand geben, junge Menschen begleiten, auf ehrliche Fragen ehrlich antworten. Aber nicht nur junge Menschen, sondern auch ältere stehen einigen Herausforderungen gegenüber. Erleben vielleicht unerfüllte Sexualität in ihrer Ehe und suchen Ausflüchte, die Herausforderungen mit sich bringen.

[50:49] Ich möchte einige Dinge hier herausziehen, die mir wichtig geworden sind. Wir lesen hier von König David, dass er zur Abendzeit von seinem Lager aufstand. Was tust du zur Abendzeit? Was tust du abends nach dem Abendbrot, bevor du zu Bett gehst? Was tust du in der Zeit, wo du eigentlich schon im Bett hättest sein müssen, aber dennoch irgendwie doch stundenlang wach bist? Wenn ich mein Leben, diese 35 Jahre, Revue passieren lasse und überlege, in welcher Tageszeit ich die größten Dummheiten, auch im sexuellen Bereich, gemacht habe, dann muss ich ehrlich gestehen und sagen: Es war zur Abendzeit. Es war da, wo alles dunkel wurde. Es war da, wo ich meistens dann alleine war.

[51:34] Zur Abendzeit. Kann es sein, dass für die Abendzeit, wenn wir wachsen, sinnvoll gestalten könnten? Wie zum Beispiel ermutigende Telefonate führen mit Geschwistern, mit Menschen, die vielleicht doch alleinstehend sind, mit der Familie, Verwandtschaft, Interesse zeigen, Gemeinschaft bauen, zu Meetings haben, Austausch. Vielleicht auch eine Gemeinschaft unter Gläubigen mit Gästen gern auch fördern, vielleicht einen Bibelkreis, Hauskreis, Gebetskreis. Eine gute Gemeinschaft innerhalb der Gemeinde, so ähnlich wie in der Apostelgeschichte 2, zu fördern.

[52:16] Andere sinnvolle Beschäftigung zur Abendzeit könnten auch sein, vielleicht einen regelmäßigen Sport zu treiben. Ja, vielleicht laufen zu gehen, Fahrrad zu fahren, Liegestütze zu machen, was auch immer. Vielleicht sagt hiermit auch: Ich habe eine Freude am Lesen, sich regelmäßig abends ein Buch bewusst zur Hand zu nehmen, zu lesen, oder wertvolle Vorträge zu hören. Es gibt ja viele Anbieter oder Anbieter-Ministries, Joelmedia.de und viele andere.

[52:49] Sinnvoll und bewusst die Abendzeit planen. Ich glaube, dass das entscheidend ist, nicht in den Abend hinein zu schlittern, sondern bewusst zu planen. Und letztlich ist es wahrscheinlich auch am besten, früh schlafen zu gehen. Bewusst früh schlafen zu gehen.

[53:06] Die Bibel sagt uns an dieser Stelle von König David auch, dass er umherwandelte. Es kann also sein, wenn wir in unserem Leben unterwegs sind, dass uns einfach manche Reize begegnen, mal mitunter, vielleicht sogar auf bekannten Wegen. Also, er war jetzt auf dem Dach seines königlichen Hauses, sagt uns der Fest zwei, hier unterwegs. Es war sein Heim, sein Zuhause. Und auch dort können uns manchmal Dinge begegnen, die er hat uns vielleicht herausfordern.

[53:39] Ähnlich fiel bei der Frucht, von der die Eva gesehen hat. Lesen wir auch hier, dass David gesehen hat, den sah er seine schöne Frau, die Batseba, die die wunderschön gewesen sein muss, für die die Bibel uns beschreibt. Und sie war nicht so, wie er sie hätte sehen sollen. Sie war nämlich nackt.

[54:08] Wir lieben es. Ist so, wie ich schon gesagt habe, auch wir erleben in unserer Zeit Herausforderungen. Junge Menschen sind konfrontiert mit Bildern, mit Eindrücken, die auf sie einprasseln, auf dem Weg zur Schule, mit der Bahn, auf dem Weg zum Studium, wenn sie unterwegs sind. Da sind Werbebanner, das sind Dinge, viele Dinge, die eigentlich den Verkauf einiger Produkte in unserem Leben befördern sollen, werden mit dem Thema Sexualität befeuert und angekurbelt. Und vieles soll dazu führen, dass Menschen auch von ihrem Konsum her anders unterwegs sind, indem das Thema Sexualität mit dem Produkt verknüpft wird. Und jung und alt eingeladen wird, sich die Produkte dann letztlich auch zu holen.

[55:01] Aber oft bleibt es nicht bei dem Kaufen von Produkten und solchen Dingen. Oft ist es so, dass die Christen sich dann wiederfinden, dass auch gläubige Menschen und Menschen sich wiederfinden in einem Rahmen, wo sie merken: Jetzt habe ich den Rahmen überschritten. Den Rahmen überschritten, den Gott gesetzt hat, gerade auch für alle Menschen. Aber den Christen ist es bewusst, um Sexualität auszuleben.

[55:29] Durch das Ansehen, dass David nicht geplant hatte, hatte er noch keine Sünde begangen. Aber seine besondere, ihr Lieben, in dieser Begebenheit beginnt in seinem Kopf. Denn David war an dieser Stelle leider nicht der Mann, der in sein Gemach zurückging, sich auf die Knie gelegt hat, er gesagt: Hingekniet hat sich, hingekniet hat und gebetet hat. Nein, das war er nicht. Er war ein Mann. Die Bibel sagt uns: Er sandte hin und erkundigte sich. Es waren sündige Gedanken in seinem Kopf, Gedanken, die vielleicht durch den Heiligen Geist, wenn er ihn in Anspruch genommen hätte, beseitigt werden können.

[56:15] Denn Galater 5, 16 hat uns gesagt: Wandelt im Geist, dann werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Wäre es nicht ein gigantischer Bericht für uns heute gewesen, wenn wir gelesen hätten: David ging in sein Gemach, betete zu Gott und die Lust sich von ihm... Er tat es anders. Er ließ sie holen. Wieder eine Entscheidung, die die Tat der Sünde vorbereitete und schließlich schlief er mit Batseba, machte den Ehebruch vollkommen, komplett. Wie schön wäre es gewesen, wenn er anders reagiert hätte. Aber die Bibel beschreibt uns die Begebenheit, wie sie geschehen ist.

[56:55] Wie ist es bei uns? Fallen wir immer direkt in Sünde, oder gibt es auch in unserem Leben, in deinem und meinem Leben, vielleicht kleinere und größere Entscheidungsmöglichkeiten im Vorfeld? Ich glaube schon. Ich glaube schon, auch du und ich, wir haben die Möglichkeit, oft im Kopf Dinge zu durchdenken, auch die Folgen abzuwägen. Aber vor allen Dingen auch darüber nachzudenken: Entspricht es dem Willen Gottes? Entspricht das der Schrift? Ist es in dem Rahmen, auch wenn wir zum Thema Sexualität einmal bleiben, in dem Rahmen, den Gott gegeben hat?

[57:40] Ein weiterer Bibeltext dieser Woche hat uns eingeladen, unsere Gesinnung, so hieß es dazu am Töten, das war der Text aus 1. Petrus 1, Vers 13. Dort hieß es: Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteil wird in der Offenbarung Jesu Christi.

[58:02] Bei Gott geht es nicht um äußerliche Schönheit, ihr Lieben, sondern um Schönheit des menschlichen Herzens. Und die Frage, die wir uns auch heute stellen wollen: Das habe ich die Gesinnung, die Jesus Christus hatte? Das ist ja das, was wir in Philipper 2, Vers 5 finden. Denn dort heißt es: Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war.

[58:28] War eine wundervolle Zusammenfassung. Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Jesus Christus auch war. Und dann wird bis in Vers 11 hinein beschrieben, bis in Vers 8 hinein beschrieben, wie es war, wer sich erniedrigte und gehorsam war.

[58:51] Die Bibel sagt hier in diesem Petrus-Text: Seid nüchtern. Wir haben über einige Dinge schon gesprochen: keine Drogen. Ich habe auch über den Web-persönlichen Fahren gesprochen, über die Esslust.

[59:05] Und dann heißt es weiter: Setzt eure Hoffnung auf die Gnade. Worauf setzt du deine Hoffnung in deinem Leben? Als Menschen handeln wir uns manchmal so von Ereignis zu Ereignis, von Erlebnissen, Hochzeiten, unter uns so Events in unserem Leben. Aber worauf gründen wir uns? Leben wir wirklich unser Leben auf die Gnade Gottes, auf das, was er für uns getan hat, auf das Wort Gottes? Ist das unser Fundament?

[59:42] Die Gnade Gottes. Was sie macht, nur im Leben eines Menschen finden wir beschrieben in Titus 2. Und ich möchte diesen Text ganz gerne bringen, weil er mich schon immer sehr angesprochen hat und weil ich eben auch in diesem Rahmen wichtig erachte. Denn die Gnade Gottes ist der Schienen, heißt es im Titus 2, Vers 11. Die was ist denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringende ist für alle Menschen.

[1:00:21] Sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit. Das ist auch dein Wunsch. Es ist mein Wunsch. Ich lade dich eigentlich darauf mit einzulassen.

[1:00:39] Und dann heißt es weiter, Vers 13: indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus. Also hier, als auch der Gedanke aus 24, Vers 8, wieder drin. Diese Freude, dass Jesus wiederkommen wird, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von einer Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.

[1:01:14] Gibt es wichtige Entscheidungen in deinem Leben, die du zu treffen hast? Ich wünsche dir und mir, dass wir nicht zu sehr nächstes Jahr auf unsere Gefühle und Empfindungen oder Wünsche achten, sondern dass wir schauen, dass diese Dinge, die in unserem Leben entschieden werden müssen, dass sie ein Fundament haben, dass wir diese Themen aus dem Wort Gottes, aus den Schriften von allen weit unserer Propheten ergründen und verstehen und umsetzen im Alltag.

[1:01:50] Wenn wir eine weitere Runde machen würden und fragen würden: Wer von euch hat sein Leben Gott übergeben? Dann würden viele wahrscheinlich die Hände strecken und sagen: Jawoll, vor vielen Jahrzehnten oder vielleicht vor kurzem. Aber ich möchte heute eine Frage stellen, und das ist so der nächste Abschnitt in Selektion: Wie viel deines Lebens hast du Gott übergeben? Außerdem 30 Prozent? Übergeben 70 Prozent? 95 Prozent?

[1:02:17] Die Bibel sagt in Matthäus 5, Vers 29 und 30, und das ist so ein Wort Jesu, so im Rahmen von dieser Thematik der sexuellen Sünden: Sagt Jesus, wenn dein rechtes Auge ein Anstoß zur Sünde wird, so reißt es aus und wirf es von dir. Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir. Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dann ganz allein in die Hölle geworfen wird.

[1:03:02] Das Prinzip, das Jesus hier erwähnt, ist sicherlich auch ein Prinzip, was für andere Sünden gilt. Und ich trage die Stellen, möchtest du, warum kann es im Leben eines Menschen, eines Christenmanns vonnöten sein, auch mal radikale Entscheidungen zu treffen?

[1:03:19] Ich glaube, es ist nötig, weil unsere Kultur, in der wir hier auch leben, in Europa, uns auch so geprägt hat, dass wir ziemlich weit weg von den Plänen Gottes sind. Die Moral ist eine ganz andere, die hier gelebt wird. Wir sind sehr weit weg von dem Ideal, von dem Plan Gottes für das Leben eines Menschen.

[1:03:40] Wie kann es passieren, dass Menschen sich so weit von Gott entfernt haben? Ihr Lieben, ich glaube, im Regelfall ist es so, dass nicht ein Mensch sagt: Naja, ich entferne mich jetzt ganz weit von Gott. Sondern im Regelfall ist es so, dass Schritt für Schritt sich ein Mensch von Gott entfernt. Manchmal vielleicht auch in einer Art und Weise, wo das gar nicht so stark bewusst wird, durch Einflüsse anderer Menschen.

[1:04:06] Schritt für Schritt entfernt sich ein Mensch von Gott. Aber Jesus lädt uns ein, unser Leben ihm zu 100 Prozent zu geben. So lesen wir in 1. Johannes 5, Vers 12: Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Man könnte diesen ersten Teil des Verses auch anders umschreiben und sagen: Wer den Sohn zu 100 Prozent hat...

[1:04:42] Warum sage ich das so? Voller Dankbarkeit schaue ich auf zwölf Jahre Ehe mit meiner lieben Liebke zurück. Und ich sage dir, liebe Gott hat mir die Liebe geschenkt zu 100 Prozent. Sie ist meine Ehefrau. Als Ehemann wäre ich sehr unglücklich, wenn ich wüsste, dass sie nur 90 Prozent meiner Ehefrau wäre und vielleicht für zehn Prozent die Frau eines anderen. Und es wäre auch nicht im Sinne Gottes.

[1:05:09] Wie man es Jesus Christus, unser Heiland, unser Schöpfer und Erlöser, denken, wenn er erlebt in deinem und meinem Leben, dass wir mit einem beherzten, geteilten Herzen begegnen. Jesus zu 100 Prozent in deinem und meinem Leben, könnte die Marschroute für die kommende Zeit sein.

[1:05:35] Und die Frage ist: Wie verliere ich meine sündigen Neigungen, die wir als sündige Menschen haben? Für Gläubige brauchen ein beständiges Wachstum in Christus. Als Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten haben wir dieses Thema "Wachsen in Christus" in dem Glaubenspunkt, in der Glaubensüberzeugung Nummer elf, wunderbar ausgedrückt.

[1:05:57] Ich möchte euch ermutigen, euch das einmal rauszusuchen, unterlegt mit zahlreichen Bibeltexten, sodass sie erkennt und selber nachstudieren können, dass diese Überzeugung, die wir als Siebenten-Tags-Adventisten haben, zum Thema "Wachsen in Christus" – Wachstum in Christus, das ist ein biblisches Anliegen.

[1:06:20] In der Lektion hieß es noch: Manchmal braucht Gott einen Schmelztiegel, um angesichts so vieler lärmender Ablenkung um uns herum unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Im Schmelztiegel wird uns dann bewusst, wie weit wir uns von Gott entfernt haben. Der Schmelztiegel kann so Gottes Ruf an uns sein, mit einer radikalen Entscheidung, den Plan unseres Vaters zurückzukehren.

[1:06:48] Wir wollen zum Ende kommen, ihr Lieben, und wollen noch festhalten, dass dieses Thema des Durchhaltens, wie wir es in 1. Petrus 3, 2 finden, ein ganz wichtiges ist. Und ihr habt dieses Beispiel vor Augen. Wir lesen das ganze Kapitel jetzt nicht, und das könnt ihr in Ruhe nachlesen und für euch vorbereiten: die Geschichte von Jakob, wie er sich auf die Begegnung mit Esau vorbereitet und was ihm dann widerfährt, sein Ringen mit Gott, wie er seinen neuen Namen bekommt.

[1:07:23] Die Bibel beschreibt uns das Durchhalten, ein Thema ist, was immer wieder relevant, auch für die Gläubigen in der heutigen Zeit ist, für dich und für mich.

[1:07:36] Unseren Willen einzusetzen, richtiges zu tun, ist uns möglich. Schwieriger, ihr Lieben, so ist es doch, ist es, wenn an diesem Verheißung Gottes festzuhalten, wenn wir als Menschen unter Druck geraten, nicht wahr? Und manchmal ist so, dass wir als Menschen dann empfinden: Okay, hier ist so eine ohne Furcht da, hier fühle ich mich schwach, so eine gewisse Angst vielleicht auch.

[1:08:01] Aber eine entscheidende Kraft im Leben eines Christen ist das Thema Beharrlichkeit. Die Fähigkeit, letztlich weiterzumachen, auch wenn einem eigentlich zum Aufgeben zumute ist.

[1:08:20] Dieses Beispiel von Jakob, als ich hier mit Jesus ringt, ist ein klassisches Beispiel für das Thema Beharrlichkeit. Der durch Betrug das Erstgeburtsrecht ja erschlichen hat, er geträumt hat von der Himmelsleiter mit den wunderbaren Verheißungen, hatte immer noch Angst auf dem Weg seinen Bruder Esau zu begegnen. Und dann kämpft er mit Jesus. Die ausgerenkte Hüfte, die unerträglichen Schmerzen führten dazu, dass er eigentlich nicht weiter kämpfen konnte. Aber Jakob klammerte sich, klammerte sich im unerträglichen Schmerz an Jesus, bis ihm deswegen zugesichert wurde.

[1:09:07] Jakob erlebte den Segen, weil er sich entschlossen hatte, durchzuhalten, dranzubleiben, festzuhalten. Auch wir, auch du und ich, wir sind eingeladen, uns in unserem Schmerz an Jesus zu klammern.

[1:09:24] Verspürst du heute Schmerz, liebe Schwester, lieber Bruder, lieber Freund, dort draußen, der du heute diese Sendung siehst? Verspürst du einen Schmerz in deinem Herzen, der dir das Herz zerreißt? Ich möchte dich ermutigen, erst wie Jakob zu machen. Klammere dich an deinen Herrn Jesus, halte dich fest, sprich mit ihm, schütte ihm dein Herz heute aus.

[1:09:55] Schließen möchte ich mit einem Wort von Ellen White. Sie schreibt: Um von Gott Hilfe zu erlangen, muss man sich seine eigene Schwäche und Unzulänglichkeit eingestehen. Man muss seinen eigenen Verstand bei der großen Veränderung, die in einem vor sich gehen soll, einsetzen. Man braucht die Bereitschaft zu ernsten und andauernden Gebeten und Anstrengungen. Schlechte Neigungen und Gewohnheiten müssen abgelegt werden. Den Sieg kann nur erringen, wer sich entschlossen bemüht, diese Fehler zu korrigieren und sich an guten Grundsätzen zu orientieren.

[1:10:36] Viele erreichen allerdings nie die Stellung, die sie einnehmen könnten, denn sie erwarten, dass Gott die Dinge für sie tut, für die er ihnen schon die Kraft zur Verfügung gestellt hat, um sie selbst zu regeln. Alle, die im Dienst für Gott brauchbar sein wollen, müssen durch eine sehr strenge geistige, moralische Schule gehen. Gott wird ihnen dabei helfen. Ist das nicht schön? Gott wird ihnen dabei helfen, indem er seine göttliche Kraft mit menschlichem Bemühen vereint. Und das ist genau dieser Gedanke, den wir wohin in Kolosser 1, 29 hatten, wo wir gelesen haben: Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt.

[1:11:29] Ich möchte abschließend, ihr Lieben, unser Leben ist oft ein Kampf, gespickt von Versuchungen und Herausforderungen. Und ich möchte dich einladen, heute fünf gute Entscheidungen zu treffen. Ich möchte dich einladen, dein Leben Jesus Christus erneut, oder vielleicht zum ersten Mal, heute zu 100 Prozent zu übergeben. Behalte nichts für dich zurück. Erhalte keine Lieblingssünde, Lieblingsgewohnheiten, von dem du weißt, dass sie dich von Gott trennen oder von anderen Menschen trennen.

[1:12:07] Ich ermutige dich, die Erfahrung zu machen, dass es die beste Entscheidung im Leben ist, Jesus zu 100 Prozent zu vertrauen und dein Leben ihm zu 100 Prozent zu übergeben. Als zweites möchte ich dich ermutigen, den Tag mit den Worten zu beginnen: Lieber Herr Jesus, ich danke, dass du den Heiligen Geist gesendet hast, und ich bitte dich, dass der Heilige Geist heute mein Herz durchflutet. Ich möchte mein Leben, Jesus, übergeben und bitte darum, dass der Heilige Geist mein Herz, mein Leben bereichert, mich umgestaltet.

[1:12:44] Als drittes möchte ich einladen, zu kämpfen mit vollem Einsatz. Das ist das Thema dieser Lektion heute. Es gibt Situationen, die dich wahrscheinlich an den Rand des Wahnsinns treiben. Es gibt Situationen, die dich vielleicht erleben haben lassen, dass du kurz vor der Trennung von liebgewonnenen Menschen bist. Aber ich möchte dich ermutigen, in die Verlängerung zu gehen und vielleicht sogar ins Elfmeterschießen. Ich möchte dich ermutigen, mit ganzem Einsatz zu kämpfen. Die Bibel hat uns ermutigt, sogar bis aufs Blut auch gegen die Sünde zu kämpfen.

[1:13:20] Und viertens möchte ich dich einladen, den Willen Gottes zu kontrollieren, indem wir unseren Willen, Gott und seinem Wort...

[1:13:28] Wir unseren wilden Gott und seinem Wort unterordnen. Und letztlich, lasst uns Menschen sein, ihr Lieben. Lasst uns Menschen sein, die bereit sind durchzuhalten, die nicht aufgeben, wenn etwas mal gegen den Baum läuft, wenn etwas schwierig wird, wenn die Herausforderung kommt. Lasst uns Menschen sein, die durchhalten, wie Jakob. Gott segne dich.

[1:13:52] Ich möchte noch bieten: Lieber Herr Jesus Christus, ich möchte danke sagen, dass du uns so sehr liebst. Danke sagen, dass du uns gesegnet hast in den letzten Minuten, dass du uns Einblicke und Einsichten geschenkt hast. Unser Leben ist nicht immer ein leichtes, auch wenn du uns viele Momente der Freude und des Segens und des Friedens, der Dankbarkeit auch schenkst. Aber manchmal sind wir tüchtig herausgefordert, und du kennst alle meine lieben Schwestern und Brüder dort draußen. Ich bitte dich, dass du ihnen jetzt nahe bist, dass du ihnen die Dinge aufs Herzlichste gibst, die jetzt gerade wichtig für sie sind.

[1:14:23] Und wir wollen Menschen sein, die ganz zu dir gehören, die ihre Herzen fest verwoben haben mit deinem Herzen und die Gesinnung haben, die du hast, ganz gemäß Philipper 2, Vers 5. Gelesen haben: Habt Dank für alle Zeit und dass du in der Gegenwart und Zukunft an unserer Seite bist. Herr Jesus, das alles danken und wir bitten wir in deinem Namen. Amen.

[1:14:50] Ihr Lieben, schön, dass wir heute dabei gewesen sind. Und ich lade euch ein, auch in der kommenden Woche wieder einzuschalten, wenn es mit einem neuen Thema weitergeht in der Kreis-da-die-Aua. Gott segne euch in den kommenden Tagen. Macht's gut.


Lizenz

Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.