In dieser Predigt, gehalten von Marc Kynast im Rahmen der Christ Study Hour 2022 Q3, geht es um das Thema „Ein Leben des Lobpreises“. Anhand von biblischen Beispielen und persönlichen Geschichten wird beleuchtet, wie Dankbarkeit und Lobpreis auch in schwierigen Lebenssituationen eine zentrale Rolle spielen können. Es wird die Bedeutung einer positiven Einstellung und des Vertrauens auf Gott hervorgehoben, selbst wenn man sich zerbrochen oder unvollkommen fühlt.
Christ Study Hour 2022 Q3 – Im Schmelztigel mit Christus: 9. Ein Leben des Lobes
Marc Kynast · Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus ·Themen: 2. Chronik, Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Joel, Philipper, PsalmenWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus
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Transkript
[0:31] Ja, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Christ Study Hour. Ich begrüße euch ganz herzlich und würde am Anfang gerne noch mit euch beten. Großer, allmächtiger Gott, wir wollen dir danken, dass wir jetzt wieder ein neues Thema haben, über das wir nachdenken dürfen. Dass du der Herr unserer Gedanken bist und dass du uns dazu fähig bist und dazu aufrecht bist, auf dich zu schauen und mit dir voranzugehen. Wir laden dich jetzt ein, um deinen Segen zu empfangen.
[1:10] Ja, wir haben heute das Thema: Ein Leben des Lobpreises. Und da wir zurzeit ja in finanziellen Notlagen bzw. auf eine finanzielle Krise zu steuern, habe ich mir gedacht, wie passend ist das eigentlich. Wir loben eigentlich wenig und wir jammern viel, vor allem in Deutschland. Und ich habe euch da was mitgebracht. Das sind zwei Geldstücke.
[1:40] Und diese zwei Geldstücke sind eigentlich gleich. Sie haben die Zahl 10 drauf. Sie sind aus Metall und ja, augenscheinlich, wenn man jetzt vor allem nicht lesen kann, ist es einfach bloß die Größe und das Design. Aber es ist aus Metall und es steht eine Zehn drauf. Und was unterscheidet jetzt diese zwei Geldstücke voneinander? Nun, auf dem einen steht, wenn ich auf dem anderen steht Eurocent.
[2:17] Und was ist denn ein Pfennig noch wert? Und was ist denn ein Eurocent noch wert? Mit dem Pfennig kann man eigentlich nichts mehr anfangen. Der ist auch David und das 10 Euro Cent Stück, ja, das ist wohl nicht mehr so viel wert, wie das Zehn-Pfennig-Stück es mal war. Aber der Grundgedanke, der sich für mich dahinter verbirgt, ist: Was Zehnpfennig mal wert waren, ist Geschichte. Es ist nicht mehr relevant. Früher war das wichtig, jetzt ist es nur noch ein Stück Metall.
[3:02] Und dieses Stück Metall, ja, das ist ein Gedanke in der Vergangenheit. Hänge ich den Gedanken der Vergangenheit nach oder lobe ich Gott dafür, was ich aktuell habe? Lob ist eigentlich ein Schlüssel für eine andere Einstellung zu den aktuellen Umständen. Genauso wie Jammern ein Schlüssel zu den aktuellen Umständen ist, ein Schlüssel, um sich schlecht zu fühlen, ein Schlüssel, um in eine Abwärtsspirale der Gedanken zu kommen. Und Lob kann Glaube in Aktion sein.
[3:46] Aber von was für ein Lob reden wir eigentlich? Ich habe mir aufgeschrieben, dass es eigentlich auch drei verschiedene Arten von Lob gibt. Und zwar: Lob als "Das hast du sehr gut gemacht" oder Lob als "Gott, du bist einfach wunderbar und allmächtig". Also Lobpreis oder Lob als Dank. Zum Beispiel: "Super gemacht!" Und ja, das ist einfach wunderbar, das Positive zu sehen an dir oder an der Situation.
[4:21] Ja, schauen wir mal an den Sonntagsabschnitt. Da ist von einem Mann wie Fjodor Dostojewski die Rede. Und das ist ein russischer Schriftsteller. Ich lese vor: Dostojewski war zum Tode verurteilt worden. Erst im letzten Moment wurde diese Strafe in eine lange, lange Haftstrafe umgewandelt. Aber seine Erfahrung im Gefängnis beschrieb er als folgt: "Glaubt bis ans Ende, selbst wenn alle Menschen in die Irre gehen und ihr die Einzigen seid, die treu bleiben. Bringt selbst dann eure Opfer und lobt Gott in eurer Einsamkeit."
[5:01] Dostojewski hat sich dazu entschieden, andere zu ermutigen und zu sagen: "Lobt Gott, selbst in einer Einsamkeit." Es gibt auch noch einen anderen Schriftsteller, den finden wir in der Bibel. In Philipper 4, 4 bis 7. Schlagt mit mir mal auf Philipper 4, 4 bis 7. Da sagt der folgende Schriftsteller: "Freut euch in dem Herrn alle Wege, und abermals sage ich: Freut euch! Eure Freundlichkeit lasset kund sein allen Menschen. Der Herr ist nahe. Sorgt nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus."
[5:54] Dieser Schriftsteller hier ist Paulus. Und Paulus sagt, wie Dostojewski: Freut euch, seid dankbar.
[6:07] Meine Frage heute an dich ist: Bist du dankbar? Wo verbringst du deine Nacht? Wo hast du zuletzt geschlafen? Hast du auf deiner ergonomischen Matratze mit einstellbaren Lattenrost und frischer Bettwäsche geschlafen? Oder hast du in einer Gefängniszelle und wenn es damals gut kam, mit Bettauflage, also kein Schaumstoff, sondern vielleicht etwas Stroh geschlafen? Wo hast du geschlafen?
[6:37] Und siehst du, siehst du, dass du dafür dankbar sein kannst? Lasst uns über dieses Lob, über diese Dankbarkeit heute reden. Und zwar, lasst es uns von diesen drei Fragen betrachten: Wann, wie und wo.
[7:00] Fangen wir an mit "Wann". Wann sollen wir Gott loben? Ich möchte eine Geschichte erzählen, bzw. vorlesen, von einem Wasserträger aus Indien. Es war einmal ein Wasserträger in Indien. Auf seinen Schultern ruhte ein schwerer Holzstab, an dem rechts und links ein großer Wasser"druck" befestigt war. Nun hatte er, einer der Krüge, einen Sprung. Der andere hingegen war perfekt geformt und mit ihm konnte der Wasserträger am Ende seines langen Weges zum Schluss zum Haus seines Herrn eine volle Portion Wasser abliefern.
[7:36] In dem kaputten Krug war hingegen immer nur etwa die Hälfte des Wassers, wenn er im Haus ankam. Für volle zwei Jahre lieferte der Wasserträger seinem Herrn also einen vollen und einen halben vollen Krug. Der perfekte der beiden Krüge war natürlich sehr stolz darauf, dass der Wasserträger in ihm immer eine volle Portion transportieren konnte. Der Krug mit dem Sprung hingegen schien es sich, dass er durch seinen Makel nur halb so gut war wie der andere Krug.
[8:05] Nach zwei Jahren hielt der kaputte Krug es nicht mehr aus und sprach zum Träger: "Ich schäme mich so für mich selbst und ich möchte mich bei dir entschuldigen." Der Wasserträger schaute den Krug an und fragte: "Aber wofür denn? Wofür schämst du dich? Ich war die ganze Zeit nicht in der Lage, das Wasser zu halten, so dass du durch mich immer nur die Hälfte zu dem Haus deines Herrn bringen konntest. Du hast die volle Anstrengung, bekommst aber nicht den vollen Lohn, weil du immer nur anderthalb statt zwei Krüge Wasser ablieferst."
[8:33] Sprach der Krug dem Wasserträger. Tat der alte Krug leid und er wollte ihn trösten. So sprach er: "Achtet gleich einmal, wenn wir zum Haus meines Herrn gehen, auf die wundervollen Wildblumen am Straßenrand." Der Krug konnte daraufhin ein wenig lächeln und so machten sie sich auf den Weg.
[8:52] Am Ende des Weges jedoch fühlte sich der Krug wieder ganz elend und entschuldigte sich erneut zerknirscht beim Wasserträger. Der aber erwiderte: "Hast du die Wildblumen am Straßenrand gesehen? Ist dir aufgefallen, dass sie nur auf deiner Seite des Weges wachsen, nicht aber auf der, wo ich den anderen Krug trage? Ich wusste von Beginn an über deinen Sprung und so habe ich einige Wildblumensamen gesammelt und sie auf deine Seite des Weges verstreut. Jedes Mal, wenn wir zum Haus meines Herrn liefen, hast du sie gewässert. Ich habe jeden Tag einige dieser wundervollen Blumen gepflückt und sie auf den Tisch meines Herrn dekoriert. Und all diese Schönheit hast du geschaffen."
[9:38] Sind du und ich nicht genau so wie dieser Krug? Haben wir nicht auch unsere Perspektive verloren, vielleicht oder die Sinnhaftigkeit in dieser Welt? Aber so wie dieser Krug permanent sein Wasser gelassen hat aus diesem Bruch heraus und diese Wildblumen gießen konnte, so sind wir auch zerbrochen, aber können dazu befähigt sein, etwas Gutes zu tun.
[10:13] Ich möchte dazu passend das Gleichnis von den Samenkörnern lesen. Und diese Samenkörner, die ausgesät wurden, können auch für verschiedene Dinge stehen. Und wir wollen da einfach mal reingucken. Und zwar lesen wir dazu Markus 4, 3 bis 9.
[10:51] "Höre zu! Es ging ein Sämann aus zu säen. Und es begab sich, in dem er sehr viel etliches an den Weg da kamen die Vögel unter dem Himmel und fraßen es auf. Anderes fiel auf steinige, wo es nicht viel Erde hatte und ging bald auf, weil es nicht tiefe Erde hatte. Als nun die Sonne aufging, verwelkte es und weil es nicht Wurzeln hatte, verdorrte es. Und anderes fiel unter die Dornen und die Dornen wuchsen auf und erstickten und es brachte keine Frucht. Und anderes fiel auf gutes Land und brachte Frucht, die zunahm und wuchs und 1 trug 30, fertig und 160, fertig und 100, fertig." Und er sprach zu ihnen: "Wer Ohren hat zu hören, der höre!"
[11:41] Hier haben wir hier ein Gleichnis von einem Sämann. Und es seltsamen aus und es fällt unter verschiedene Untergründe: auf guten Boden, steinigen Boden und auf Boden unter Dornen.
[11:58] Nun, wenn wir einen Riss haben in unserem Krug und Wasser spenden können, um die Samen zu gießen, dann ist doch die Frage: Wenn wir eigentlich kaputt und zerbrochen sind, warum sollten wir dann noch was geben? Weil der Gedanke ist ja eigentlich: Wir müssen erstmal uns um uns selber kümmern und gut sein und gefüllt sein und ganz sein, um für andere da zu sein. Oder vielleicht auch einfach Gott zu loben.
[12:34] Schaut mal mit mir in Johannes 15, Vers 16. "Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, dass ihr hingeht und Frucht bringt, und eure Frucht bleibe, auf dass, was ihr den Vater bittet in meinem Namen, er euch auch gebe."
[13:14] Wir können gute Frucht bringen, wir können Wasser spenden, wir können Samen aussäen. Die Frage ist bloß: Worunter fällt es?
[13:27] Worunter fällt es auch in deinem Leben, wenn du Gutes bekommst? Wie gehst du damit um? Wie gehen andere damit um? Die Geschichte wird auch erläutert in den Kapiteln 4, die Verse 14 bis 19.
[13:48] Schauen wir dann nochmal den Markus rein. Und zwar steht hier: Der Sämann sät das Wort aus, also das Wort Gottes. Diese sind die an dem Wege, wenn sie das Wort gesagt bekommen und es gehört haben. So kommt zugleich der Satan und nimmt das Wort weg, das in ihr Herz gesetzt wurde. Das gleichen auch die, bei welchen auf das Steinige gesetzt ist. Wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf, aber sie haben keine Wurzeln in sich, sondern sind wetterwendisch. Wenn sich Trübsal oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, ärgern sie sich sogleich. Und diese sind bei welchen unter die Dornen gesät ist. Die das Wort hören und die Sorgen dieser Welt und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den anderen Dingen hineinkommen, hinein und ersticken das Wort und es wird unfruchtbar. Und zum Schluss sind es die, bei welchen auf gutes Land gesät ist, die das Wort hören, nehmen es an und bringen Frucht: 130, 160 und 100.
[14:58] Stell dir jetzt mal vor, der löchrige Krug, der rissige Krug ist nicht mit Wasser, sondern mit Geld gefüllt. Kann Geld aus dem Krug fließen? Durch einen Riss, eigentlich unmöglich. Und woher kann, woher kam denn eigentlich das Wasser? Der Krug war ja mit Wasser gefüllt. Er wurde von dem Wasserträger von außen gefüllt. Das heißt, alles, was du und ich brauchen, kommt von einer Quelle außerhalb von uns.
[15:33] Spielt also keine Rolle, was vor uns liegt, wie unüberwindbar auch die Hindernisse sind oder zu sein scheinen. Unsere Aufgabe ist es, dieses Wasser weiterzugeben. Das heißt, Gott zu loben und zu preisen, der die Quelle von allem ist, was wir brauchen.
[15:55] Wann sollten wir also Gott loben? Nun, lesen wir nochmal Philipper 4, Vers 4: "Freut euch in dem Herrn alle Wege, und abermals sage ich: Freut euch! Alle Wege." Das heißt, jeder Zeit. So wie dieser Krug auf dem ganzen Weg Wasser gelassen hat, so sollen wir auch auf unserem ganzen Lebensweg loben.
[16:26] Wasser fließt also beständig und Wasser fließt beständig in unserer Zerbrochenheit.
[16:32] Schauen wir uns den Dienstag an. Der Dienstag ist überschrieben mit "Leben des Lobpreises". Ich halte mich nicht ganz an die Lektion, weil ich möchte natürlich, dass die Lektion, wenn ich sie zur Hand habt, auch selber lest. Deswegen bringe ich einfach auch noch weitere Gedanken mit rein.
[16:50] Ich habe ein Zitat für den Dienstag ausgesucht von Marcus Aurelius. Er sagte: "Die Freude in deinem Leben hängt von der Qualität deiner Gedanken ab." Ich sage den Satz nochmal: "Die Freude in deinem Leben hängt von der Qualität deiner Gedanken ab."
[17:04] Beschäftigen wir uns mal mit dem Neben von Thomas Edison. Thomas Edison war der Erfinder der Glühbirne. Eines Abends wachte er auf und erfuhr, dass sein Labor, in dem er die Glühbirne entwickelte, in Flammen stand. Anstatt außer sich zu sein, rief er seinem Sohn und sagte zu ihm: "Komm, erzähl deiner Mutter, sie soll jetzt schnell kommen, denn das ist das größte Feuer, das sie wahrscheinlich in ihrem Leben sehen wird."
[17:34] "Es wird wohl kein größeres sein, das sie sich anschauen kann." Später, als er gefragt wurde, sagte er, er war dankbar, dass sein Labor abgebrannt ist, denn das bedeutete, ihm würde in Zukunft nicht langweilig werden.
[17:52] Uns zu beschweren und uns Sorgen zu machen über die Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle sind, hat also nichts anderes zur Folge, als uns von den Aufgaben des Lebens abzuhalten und uns gedanklich zu blockieren.
[18:06] Thomas Edison, dessen Werk komplett gedanklich blockiert gewesen wäre, wenn er sich nicht darauf fokussiert hätte, was er jetzt seine Aufgabe hat. Wenn er sich darauf fokussiert hätte, dass sein Labor in Flammen steht und dass jetzt alles Asche ist, dann hätte er resigniert und es hätte ihn für die Aufgaben des Lebens geblockt.
[18:26] Worüber resignierst du? Worüber resigniere ich? Wo blockieren wir uns und wo blockieren wir uns weiterhin? Dankbarkeit Gott gegenüber zu drehen.
[18:36] Es gibt noch einen weiteren Menschen aus der Bibel, und zwar das Wort David. Und David hat es sich in seinem Leben auch oft blockiert, aber er hat auch Lobpreis in seinen Psalmen geschrieben. Und wir wollen uns mal den Psalm 145 anschauen.
[18:58] Und David's Lebenseinstellung in der Zeit, in der er diesen Psalm schrieb. Zu 145: "Ich lese vor: Ein Lobpreis, ein Lob Davids. Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich. Groß ist der Herr und sehr lobenswert, und seine Größe ist unauslöschlich. Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen. Ich will reden von deiner herrlichen schönen Pracht und von deinen Wundern, dass man sozusagen von deinen herrlichen Taten und dass man erzähle deine Herrlichkeit. Dass man preise deine große Güte und eine Gerechtigkeit. Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Daher ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke. Erst soll es soll dir danken, Herr, alle deine Werke, und deine Heiligen dich loben und Ehre deines Königreichs rühmen und von deiner Gewalt reden, dass den Menschenkinder deine Gewalt kund werde und die herrliche Pracht eines Königreichs. Dein Reich ist ein ewiges Reich und deiner Herrschaft wäre führen für der Herr erhält alle, die da fallen und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Alle Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und erfüllst alles, was lebt, mit Wohlgefallen. Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen und heilig in allen seinen Werken. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren und hört ihr Schreien und hilft ihnen. Der Herr behütet alle, die ihn lieben und wird vertilgen alle Gottlosen. Mein Mund soll des Herrn loben und alles Fleisch sowie seinen heiligen Namen immer und ewiglich."
[20:58] Ja, so wie David und Thomas Edison eigentlich Dankbarkeit und Lob auch in ihren schlechten Lagen für Gott ausdrückten, so können auch wir das tun.
[21:10] Die Lektion nennt drei Punkte, um im Lobpreis zu wachsen. Punkt eins: Schau dich um, um dich herum, was ist das, wofür du dankbar sein kannst. Zweitens: Warum solltest du dankbar sein? Sucht die Gründe, warum du für diese Gegenstände dankbar sein kannst. Und vergegenwärtige, dass Gott es ist, der gut zu dir ist und der dir diese Dinge auch einfach in dein Leben bereitstellen schenkt. Drittens: Drückt den Lobpreis aus. Es macht dir nicht nur die Gedanken, sondern schreibt nieder, sprich mit anderen darüber.
[21:57] Erzähle, teile. Ja, wir leben in dieser Gesellschaft.
[22:06] Schauen wir uns den Mittwoch an. Ein glaubhaftes Zeugnis. Wir haben am Mittwoch den Abschnitt aus Apostelgeschichte 16. Und ich möchte diese Begebenheit in der Apostelgeschichte 16 in meinen eigenen Worten wiedergeben.
[22:25] Ja, Apostelgeschichte 16. Berichtet davon, wie Paulus und Silas einer Wahrsagerin, die sie öffentlich verfolgte, stoppten und den satanischen Geist austrieben. Die Stadtherren, die Gewinneinbußen nun hatten, weil die Wahrsagerin Gewinn brachte, ließen dann Paulus und Silas ins Gefängnis werfen. Sie waren nackt hinausgeprügelt und sie wurden an den Stock gespannt.
[22:53] Es ist 12 Uhr Mitternacht. Alle schlafen. Und was machen Paulus und Silas? Sie singen und loben Gott.
[23:01] Nicht mehr die Frage gestellt, warum. Eigentlich hat ihr Glaube ihre Verzweiflung übertroffen. In dieser Situation stand ihr Glaube einfach stark da und sie haben der Verzweiflung nicht die Oberhand gegeben. Die anderen Gefängnisinsassen hörten ihr Lobpreis. Und dann geschah ein großes Erdbeben. Dabei öffnen sich alle Türen. Die Gefängniswärter waren voller Angst vor den Konsequenzen und wollten sich umbringen. Er dachte, die Insassen sind geflohen.
[23:42] Doch Paulus und Silas, die waren noch da und sie verkündeten dem Gefängniswärter das Evangelium. Dann lud der Gefängniswärter sie bei sich zu Hause ein und er wusch ihnen die Striemen, die Wunden, obwohl er sehr wahrscheinlich auch die Wunden zugefügt hatte. Und sie tauften ihn.
[24:05] Ihr Lobpreis, ihre Einstellung wurde zur Inspiration und zur Rettung für ihre Mitmenschen, sogar für die, die am allerwenigsten sich bekehren hätten können, weil sie auf sie aufpassen sollten, wie der Gefängniswärter. Trotzdem schmerzt sie, wurden ausgepeitscht, trotzdem leid der Hoffnungslosigkeit oder vielleicht auch genau deswegen bewegte Gott sie, ihr Wasser durch ihre Küche, gebrochenes Leben, ihre gebrochenen Lebensgefäße treten zu lassen. Wasser des Lobpreises, Wasser des ewigen Lebens.
[24:48] Ein weit sagt in "Fußspuren des großen Arztes", Seite 205: "Niemals sollten wir vergessen, dass wir Kinder des himmlischen Königs sind, Söhne und Töchter des Herrn der Herrscher. Das ist unser Vorrecht in Gott, ruhig und gelassen bleiben zu können."
[25:04] Der Liedschreiber und Anwalt Horatio Spafford, welcher das Lied "This Way with My Soul" (Mir ist wohl in dem Herrn) schrieb, ging es ähnlich wie Paulus und Silas im Gefängnis. Zu seinem Leben: Zuerst ruinierte ein großer Brand in Chicago sein Investment in seine Immobilien. Die Rezession 1873 trieb seine Geschäfte in noch misslichere Lagen. Und dann eine Reise nach Europa war geplant und sie wollten ein Mission-Spaß mit Moody und ihrer Senke unterstützen.
[25:49] Und weil er dort dann nicht nach Europa gehen konnte, weil er noch was Geschäftliches in Chicago erledigen musste, schickte er seine Frau und seine vier Töchter voraus auf ein Schiff. Doch das Schiff kollidierte mit einem anderen Schiff im Atlantik und seine vier Töchter im Alter von 11, 9, 7 und 2 starben.
[26:10] Seine Ehefrau Anna überlebte und sandte ein Telegramm mit der Info an ihn, wo sie schrieb: "Als einzige gerettet." Spafford hörte das und reiste danach. Und als er auf dem Schiff...
[26:26] reiste danach und als er auf dem Schiff an die Stelle kam, das andere Schiff gestorben, untergegangen ist. Und seine vier Töchter gestorben sind, schrieb er das Lied: "Mir ist wohl in dem Herrn."
[26:38] Und wir kommen jetzt zum letzten Gedanken, und zwar der Gedanke: Wozu sollte ich Gott loben? Wozu sollte ich weitermachen? Wozu sollte ich Gott die Treue halten? Nun, es ist eigentlich ganz klar, so wie es bei Ford anderen noch zum Segen werden wollte und dann immer noch nach Europa reiste, so sollten wir auch weiterhin Gott loben.
[27:13] Auch in seinem Lied tat er, wir sollten anderen zum Segen werden. Er wollte anderen in Europa noch zum Segen werden. Und wenn wir anfangen, wie Gott loben, werden wir nicht nur anderen zum Segen, sondern wir segnen uns eigentlich im Endeffekt auch selbst. Wir kommen besser mit den misslichen Lagen des Lebens klar.
[27:37] Und Spexard und seine Frau verloren zwar nochmal ihren Sohn. Sie haben danach noch einen Sohn und zwei Töchter, und der Sohn ist im Alter von drei Jahren gestorben. Und trotzdem zogen sie dann noch nach Jerusalem, gründeten einen christlichen Verein und halfen werden.
[27:57] Und nach dem Ersten Weltkrieg vielen Christen, Juden, Muslime durch Suppenküchen, Krankenhäuser und Waisenhäuser. Und ja, nicht zu vergessen, halten sie einfach unfassbar vielen Menschen die nach noch sein Lied gesungen haben und auch heute noch singen.
[28:22] Ich frage mich eigentlich auch, was für ein Lied haben dem Paulus und Silas im Gefängnis gesungen? Sicherlich auch eins, was ihnen in ihrem Leid dazu verhalf, Wasser aus ihren Gründen fließen zu lassen. Das war ein Wunsch auch für dich ist, mein Wunsch auch für mich, dass wir in unserem Leid Gott einfach weiterleben können.
[28:47] Und ja, ich möchte mit meinem Gebet abschließen. Großer Gott, du siehst die Lage unseres Lebens und beweist dich zu loben in unseren Lebenssituationen, wenn sie zerbrochen sind, wenn sie Risse haben. Das ist nicht einfach und dennoch forderst du uns dazu auf, weil wir können dadurch einfach Leid überwinden.
[29:17] Wir können anderen Menschen zeigen, was du im Leben tun kannst und wir können dich dadurch einfach auch verherrlichen. Und ich bitte hier, was uns bewegt, dass uns dieses Wasser gibt, das Wasser des Lobes, so dass wir anderen Menschen durch unser Leben davon abgeben können, sodass der Same aufgeht und dass der Reichtum und die Begierden dieser Welt nicht stärker sind und diesen Samen ersticken.
[29:54] Ja, wir danken dir dafür und laden dich jetzt in unser Herz und unser Leben ein. Amen.
[30:04] Wenn dir die heutige Christ Study Hour gefallen hat, wenn sie gut war für deine Seele, dann lade ich dich einfach ein für die nächste Episode wieder einzuschalten. Und bis dahin, Gottes Segen.
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