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In dieser Episode der Christ Study Hour 2022 Q4 spricht Mirjam Giebfried über die menschliche Natur. Sie beleuchtet, wie Gott den Menschen nach seinem Bild schuf und wie das Leben durch den Odem Gottes in den Menschen kam. Dabei wird die biblische Perspektive auf Seele und Leben im Kontrast zu modernen Vorstellungen erläutert und die Bedeutung der Schöpfung durch Gott hervorgehoben.


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Serie: Christ Study Hour 2022 Q4: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung

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Transkript

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour. Wir haben heute eine neue Folge mit dem Thema: Die menschliche Natur verstehen. Heute wollen wir die menschliche Natur etwas besser verstehen. Und weil wir das nicht aus uns heraus können und ich auch gar nicht so gut erklären kann, dass es deutlich werden würde, wollen wir jetzt noch den Heiligen Geist um seinen Beistand, um seine Hilfe bitten. Lasst uns gemeinsam beten.

[1:06] Unser Vater im Himmel, wir bitten dich jetzt um den Heiligen Geist, wenn wir dein Wort öffnen, dann lass es uns verstehen. Lass uns die Wahrheit in ihrem klaren Licht sehen. Herr, es ist wichtig, dass wir uns über die menschliche Natur Gedanken machen, aber wir wollen das nicht losgelöst von dir tun. Denn was wir sind und was wir haben, das sind wir nur durch dich. Und so bitte ich dich, dass du jetzt verherrlicht wirst in dem, was gesagt wird, in dem, was gehört wird. Vater, du hast uns schon so oft beigestanden, du bist treu und dafür danke ich dir. Im Namen Jesus. Amen.

[1:53] Vorab möchte ich euch eine, ja, wie soll ich sagen, eine kurze Geschichte erzählen, die ich selbst ganz amüsant fand. Und zwar soll es wohl einmal einen Mann gegeben haben, der in die Psychiatrie eingeliefert worden ist und man hat ihn für verrückt erklärt. Dieser Mann kam in die Psychiatrie und er hielt sich selbst für ein Maiskorn. Und man konnte es ihm fast nicht ausreden, dass er kein Maiskorn war. Er verhielt sich so, als ob er ein Maiskorn sei und sagte auch immer von sich selbst: "Ich bin ein Maiskorn." Aber sie haben dann mit ihm verschiedene Therapien gemacht, ihm immer wieder eingetrichtert: "Du bist ein Mensch." Und er sollte dann antworten: "Ja, ich bin ein Mensch." Bis er scheinbar geheilt war, die Psychiatrie verlassen durfte. Und wenn man ihn fragte, dann sagte er: "Ich bin ein Mensch, ich bin ein Mensch." Aber in dem Tag, als er das Gebäude verließ, da traute er sich nicht vor die Tür hinaus zu gehen, denn er sagte: "Hilfe, da ist ein Hahn da draußen!" Und sein Betreuer schaut ihn an und sagte: "Was bist du denn?" Sagte: "Ich bin ein Mensch." Und warum fürchtest du dich dann vor einem Hahn? Das sagt der Mann: "Naja, wer weiß, ob der Hahn schon weiß, dass ich ein Mensch bin. Vielleicht denkt er noch, ich bin ein Maiskorn."

[3:39] Das ist vielleicht etwas humorvoll und nicht ganz ernst zu nehmen, aber ich glaube, es vermittelt uns ein Stückchen, wie wichtig es ist, dass wir wissen, wer wir sind. Es ist nicht nur für uns selbst wichtig und es hat nicht nur auf unser Handeln und unser Denken Auswirkungen, sondern es ist auch wichtig für unseren Gegenüber. Und selbst wenn du heute denkst: "Naja, es wird keinen Unterschied machen, ob ich die menschliche Natur wirklich verstehe", dann lerne diese Lektion trotzdem gründlich, zumindest für die Menschen, denen du im Alltag begegnest.

[4:23] Wir wollen starten und zwar mit 1. Mose 1, dort die Verse 26 und 27, wie sie auch in Lektionheft angegeben waren. Da spricht Gott: "Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich. Die soll herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht." Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.

[5:01] Darauf baut der Abschnitt für Montag auf und schon einmal interessant ist hier, dass Gott sagt: "Lasst uns Menschen machen." Hier finden wir am Anfang der Schöpfung die Dreieinigkeit, die aus Gott dem Vater, dem Sohn, also Jesus, und dem Heiligen Geist besteht. Sie haben den Menschen geschaffen.

[5:35] Und wenn wir uns jetzt erlauben, einmal tiefer hineinzugehen, dass sie uns wirklich geschaffen haben, dann kann man auch dieses Bild einführen. Ich habe einmal gegoogelt, woraus denn der menschliche Körper offiziell besteht, was die Naturwissenschaft sagt. Und da heißt es, dass man für einen 70 Kilogramm Menschen etwa 42 Liter Wasser bräuchte, 14 Kilo Eiweiße, 10 Kilo Fett, 4 Kilo Mineralstoffe, 700 Gramm Kohlenhydrate. Aber nehme man das und vermischt das, man wird nie einen Menschen herausbekommen, vielleicht irgendeinen zähflüssigen Brei.

[6:19] Trotzdem ist ergibt das keinen Menschen. Doch was macht den Unterschied aus der Zusammensetzung des menschlichen Körpers und einem wirklichen Menschen, so wie du und ich eine sind? Naja, wenn man jetzt das Wasser, die Mineralstoffe, die Kohlenhydrate zusammen nimmt, dann mag das eine Masse sein, aber darin besteht noch kein Leben.

[6:52] Leben kann nämlich nur aus Leben entstehen. Leben entsteht nur aus Leben. Und Gott selbst ist das Leben. Jesus sagt von sich: "Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben."

[7:06] Wir können auch niemals sein komplexes System nebenbei basteln, wie Gott es gemacht hat, als er mit seinen eigenen Händen den Menschen geformt hat. In Jesaja 64, Vers 7 wird das auch als dieses Bild genauso beschrieben.

[7:33] Jesaja 64, Vers 7, da heißt es: "Nun aber bist du, Herr, unser Vater. Wir sind der Ton, du bist unser Töpfer. Wir alle sind das Werk deiner Hände."

[7:45] Wir müssen anerkennen, deswegen habe ich das jetzt auch so aufgezählt mit den Bestandteilen des menschlichen Körpers. Wir müssen anerkennen, dass der menschliche Körper sehr komplex gestaltet ist, viel zu komplex, nicht nur, weil er so viele Details hat, sondern auch, weil wir kein Leben geben können. Viel zu komplex, als dass wir Menschen in selbst schaffen könnten.

[8:14] Gott ist unser Schöpfer. Das muss man sich mal vorstellen, dass wir nicht einfach wie eine Maschine, zwar ausgeklügelt sind, sondern dass Gott sich selbst daran gemacht hat, mit seinen Händen uns Menschen geschaffen hat.

[8:40] In Psalm 100 und dort Vers 3 merken wir, dass es damals zur Zeit der Propheten und Könige, wie auch zu unserer heutigen Zeit, immer wieder Menschen gab, die daran gezweifelt haben, dass Gott wirklich unser Schöpfer sein könnte. Deswegen sagt hier der Psalmist: "Erkennt, dass der Herr Gott ist. Er hat uns gemacht, nicht wir uns selbst. Er hat uns zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide gemacht." Hier ist ein Appell, ein Aufruf: Erkenne Gott als deinen Schöpfer an.

[9:25] Und auch für uns gilt dieser Aufruf wieder. Wir sollen auch Gott als unseren Schöpfer ehren.

[9:37] Jetzt hier ist es ja auch in 1. Mose 1, Verse 26 und 27, dass Gott den Menschen nicht nur geformt hat, sondern ihm den Hauch des Lebens eingehaucht oder den Odem des Lebens eingehaucht hat.

[9:54] Und das lesen wir auch in 1. Mose 2, Vers 7.

[10:01] In 1. Mose 2, Vers 7, da heißt es noch deutlicher: "Da bildete Gott der Herr den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele."

[10:19] Und weil wir in unserer Gesellschaft diesen weit verbreiteten Glauben haben, dass es eine sterbliche, eine unsterbliche Seele gäbe, möchte ich auf dieses Detail genauer eingehen. Was hat es mit diesem Odem des Lebens auf sich? Wie, was müssen wir uns darunter vorstellen?

[10:41] Im Hebräischen steht hier dieses Wort "Ruach". Das geht ein bisschen in die Pressesprache hinein. Für alle, die mit Sprache nicht so viel am Hut haben, die müssen da jetzt einfach mal durch. Im Hebräischen heißt es "Ruach" und kann auch mit Puste, mit Wind, mit wütendem oder aber auch lebensspendendem Atem übersetzt werden.

[11:09] Wir finden dieses Wort auch noch einmal in Hiob 33, Vers 4. Und ich lade euch ein, das mit mir aufzuschlagen.

[11:22] Hier ab 33 und dort Vers 4: "Der Geist Gottes hat mich gemacht und der Odem des Allmächtigen erhält mich am Leben." Ihr dürft jetzt raten, hier gibt es einmal das Wort "Geist" und "Odem". Was von beiden könnte "Ruach" sein? Es ist tatsächlich das zweite, der Odem des Allmächtigen erhält mich am Leben.

[11:51] Jetzt ist es interessant, dass hier ein Unterschied gemacht wird zwischen dem Geist Gottes und dem Odem des Allmächtigen. Weil, wenn wir so von dem Geist Gottes, der eingehaucht wird, hören, dann könnte man fälschlicherweise auch den Schluss daraus ziehen, dass es wohl der Heilige Geist ist. Aber hier sehen wir zwei, zwei verschiedene. Wenn der Geist Gottes den Menschen gemacht hat, dann weiß das nur darauf hin, dass diese dritte göttliche Person auch bei der Schöpfung dabei war. Der Heilige Geist ist genauso wie Gott der Vater und wie Jesus auch unser Schöpfer.

[12:38] Auch in Hiob 34, Verse 14 und 15 würden wir lesen, dass es einmal den Geist Gottes gibt und einmal diesen Odem, der einen am Leben erhält.

[12:54] Und wenn wir jetzt auch noch Jesaja 42 und dort Vers 5 aufschlagen, dann heißt es auch hier: "So spricht Gott, der Herr, der die Himmel schuf und ausspannte und die Erde ausbreitete samt ihren Gewächs, der dem Volk auf ihr Odem gibt und Geist denen, die darauf wandeln."

[13:17] Es heißt in der Bibel des öfteren, ihr könnt das gerne nachschlagen in 5. Mose 20, Vers 16 zum Beispiel oder Josua 10, Vers 40, dass wenn dieser Boden entwindet, dass die Menschen gestorben sind. Es heißt dann oft auch, und gerade bei so Eroberungen: "Sie ließen niemanden und nichts darin übrig, das Odem hat, das atmet."

[13:47] Wir kennen auch die Geschichte in 1. Könige 17, wo Elia bei der Witwe von Zarpat ist und als ihr Sohn stirbt. Wir können das kurz aufschlagen in 1. Könige 17, Vers 17.

[14:02] Da heißt es: "Aber nach diesen Ereignissen wurde der Sohn der Frau, der Hauswirtin, krank, und seine Krankheit wurde so schwer, dass kein Lebensodem mehr in ihm blieb."

[14:18] Er hat auch diesen Lebensodem nicht mehr gehabt. Jetzt ist die Frage: Wenn man dieses Gedankengut von der unsterblichen Seele hat, könnte das nicht ein Hinweis darauf sein, dass es so etwas wie eine unsterbliche Seele gibt, wenn dieser Lebensodem zum Leben notwendig ist?

[14:43] Wie ist das mit dem Menschen? Wir sprechen oft von Geist, Seele, Körper, und es scheint so unterschiedliche Dinge zu sein, aber doch irgendwie alle den Menschen auszumachen.

[14:56] Naja, also einmal können wir schon mal festhalten, der Geist Gottes ist auch an der Schöpfung des Menschen beteiligt, und es gibt diesen Lebensodem, der zum Leben notwendig ist.

[15:16] Aber dieser Lebensodem, der ist, der kann nicht mit der unsterblichen Seele gleichgesetzt werden. Und zwar aus folgendem Grund: Wenn wir jetzt zu Jesaja 57, Vers 16 gehen.

[15:36] Dann heißt es dort: "Ich lese mal aus einer anderen Übersetzung, die Schlachter ist hier nicht so ganz trefflich, denn ich will nicht ewig rechten und nicht ohne Ende zornig sein, denn der Geist 'Ruach' wurde vor mir verschmachten und die Seelen nicht einmal die ich gemacht habe."

[16:05] Hier sagt Gott selbst, er hat diesen Lebensodem gemacht. Und wir wissen, wenn etwas geschaffen wird, dann kann es nicht für ewig bestehen. Dann hat das zumindest schon mal einen Anfang.

[16:24] An anderer Stelle merken wir auch, Gott kann diesen Lebensodem nehmen, da kann er auch ein Ende haben.

[16:31] Also, das auch, wenn es den Menschen zu einer lebendigen Seele macht, so müssen wir doch festhalten, diese unsterbliche Seele, die über das physische Leben des Menschen hinausgeht, die gibt es nicht. Ich empfehle euch übrigens dazu auch sehr das Kapitel bei Ellen White, "Die große Täuschung" heißt es, glaube ich, muss ich sehr ausführlich über diesen Irrtum der unsterblichen Seele spricht.

[17:08] Jetzt gibt es noch einen Vers, der hat mich wirklich beschäftigt. Der hat mich sehr beschäftigt, weil er uns auch wieder zu der Schöpfung zurückführt. David hat einen Psalm geschrieben, außerhalb der Psalmen, und zwar 2. Samuel 22, wo er dort in Vers 16 schreibt: "Da sah man die Gründe des Meeres und die Grundfesten des Erdkreises wurden aufgedeckt von dem Schelten des Herrn, von dem Schnauben seines grimmigen Zorns."

[17:40] Nach da ist die Übersetzung nicht so ganz schön. Ich habe das wirklich nachgeprüft. Also es geht nicht darum, dass ich mir hier Rosinen herauspicke, sondern dem Hebräischen ähnlicher ist eigentlich hier die Elberfelder Übersetzung, wo es heißt: "Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, die Fundamente, die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt durch das Schelten des Herrn, vor dem Schnauben des Hauchs seiner Nase."

[18:16] Jetzt ist mit Schnauben nicht danach gemeint, mit dem Hauch der Geist. Und diese Nase könnte auch mit dem Gesicht übersetzt werden. Das heißt, ich will das mal ein bisschen aufdröseln, was ich sagen möchte.

[18:33] Gott hat durch den Heiligen Geist, also wir haben sozusagen Gottes Gesicht, das durch den Heiligen Geist den Lebensodem einbläst. Das heißt, durch, wie gesagt, durch Gottes Gesicht und den Heiligen Geist kommt der Lebensodem.

[18:59] Und 1. Mose 2, Vers 7 haben wir jetzt gelesen, dass Gott diesen Lebensodem dem Adam in die Nase bläst. Das ist das gleiche wie das Gesicht. Also man könnte auch sagen, Gottes Nase bläst den Lebensodem in die Nase von Adam.

[19:21] Und das hat mich so gepackt, weil es eigentlich zeigt, bei der Schöpfung hat Gott sein Gesicht auf Adams Gesicht sozusagen gelegt. Das muss so eine innige Berührung gewesen sein. Ich einfach so, wie man sich das manchmal vorstellt, dass man denkt, naja, Gott hat so gepustet und irgendwie ist das halt dann bei Adam angekommen, sondern Gott hat bildlich sein Gesicht auf das Gesicht von Adam gelegt und hat ihm so das Leben eingeblasen.

[20:02] Gott als der Schöpfer hat seine eigenen Hände genommen und hat Adam geformt. Und um ihm das Leben zu geben, braucht es eine ganz innige Berührung zwischen den beiden.

[20:18] Und als ich das mir so bildlich vor Augen geführt habe, habe ich auch besser verstanden, was Elia mit dem Sohn der Schunemiterin in 2. Könige 4, Verse 32 bis 35 tut. Lasst uns auch das lesen.

[20:34] Ihr kennt das vielleicht aus der Kindergeschichte oder, ja, weil ihr es einfach selbst auch schon in der Bibel gelesen habt und habt euch auch immer gefragt, was macht Elia da? Lasst es uns lesen.

[20:48] 2. Könige 4, ab Vers 32: "Als nun Elia in das Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett. Der Junge war einem Hitzeschlag oder so erkrankt und ist jetzt gestorben."

[21:10] Und Elisa betritt den Raum, wo der Junge tot auf seinem Bett liegt.

[21:19] "Und er ging hinein und schloss die Tür hinter ihnen beiden zu und betete zu dem Herrn. Dann stieg er hinauf und legte sich auf das Kind, und er legte seinen Mund auf den Mund des Kindes und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und breitete sich so über es, dass der Leib des Kindes warm wurde."

[21:48] Und daraufhin wird der Junge wieder lebendig. Das ist wie seine Neuschöpfung im Leben des Jungen.

[21:58] Vielleicht findet ihr das Bild auch etwas seltsam, mag sein, aber wir müssen uns vor Augen führen, es ist ja nicht, es war ja kein Mensch, der uns geschaffen hat. Selbst Jesus hatte zum Zeitpunkt der Schöpfung noch nicht sein ist ein menschliches Wesen.

[22:20] Aber Gott selbst ist es, der den Menschen sozusagen geküsst hat, als der Mensch geschaffen worden ist. Und so ist das Leben entstanden. Und es gibt für mich auch ein besseres Verständnis dafür, dass die Gottlosen, wenn sie sich einmal so weit von Gott entfernt haben, auch kein Leben mehr haben können. Denn Leben bekommt der Mensch dann, wenn er in Gemeinschaft mit Gott ist.

[22:53] Wir wollen mal weitergehen zum Montag, wo wir Hesekiel 18 und dort die Verse 4 und 20 gelesen haben.

[23:06] Also, es sind zwei Verse. Ich lese kurz, dass wir wissen, wovon wir reden. Hier Hesekiel 18, Vers 4: "Siehe, alle Seelen gehören mir. Wie die Seele des Vaters mir gehört, so gehört mir auch die Seele des Sohnes. Die Seele, die sündigt, soll sterben." Und Vers 20: "Die Seele, welche sündigt, diese sterben. Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen und der Vater soll nicht die Missetat des Sohnes mittragen. Auf dem Gerechten sei es seine Gerechtigkeit und auf dem Gottlosen sei seine Gottlosigkeit."

[23:49] Auch hier merken wir, dass es nicht um eine unsterbliche Seele gehen kann. Denn auch wenn das Wort "Seele" gebraucht wird, dann steht jedoch ganz klar, dass diese Seele sterben kann und wird, wenn, ja, wenn sie sich von Gott abgewandt hat.

[24:12] Wir finden auch weitere Verse, wie Psalm 104 und dort die Verse 29 und 30.

[24:26] Psalm 104, Verse 29 und 30: "Was heißt, verbirgst du dein Angesicht, zu erschrecken sie? Nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub. Sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du erneuerst die Gestalt der Erde."

[24:44] Da merkten wir auch wieder, dass Gottes ist, der Leben bringt, dass Gott das Leben auch erhält und dass Gott letztendlich entscheidet, wann das Leben zu Ende ist, wann es aufhört.

[25:03] Und dort noch Vers 33 sagt: "Ich will dem Herrn singen mein Leben lang, meinem Gott lob singen, solange ich bin."

[25:10] Vielleicht bringen wir das nicht unmittelbar in den Kontext vom Leben und Sterben, aber der Psalmist sagt auch hier, es gibt einen Zeitpunkt, da bin ich nicht mehr. Also sagte indirekt, muss ich dazu sagen, es gibt einen Zeitpunkt, da kann ich den Herrn nicht mehr loben, da werde ich nicht mehr sein.

[25:37] Und deshalb möchte ich jetzt die Zeit nutzen, solange ich noch die Möglichkeit habe, um Gott zu preisen.

[25:46] In Psalm 115, Vers 17 wird das Ganze noch klarer. Da heißt es buchstäblich: "Die Toten rühmen den Herrn nicht, keiner, der zum Schweigen hinabfährt." Ich fand das ganz interessant, dass hier heißt, also es ist ja bildlich gesprochen, fürs Sterben. Sie heißt, mein Pferd zum Schweigen hinab.

[26:13] Es gibt noch eine andere Stelle, Psalm 31, Vers 18 zum Beispiel, wo auch darauf hervorgeht, dass es die Zeit der Ruhe, die Zeit des Schweigens ist, wenn man tot ist.

[26:30] Warum ist es interessant? Ja, ja, es gibt Menschen, die eben gut, dass es oft verknüpft mit der Vorstellung, es gäbe eine unsterbliche Seele. Und da gibt es Menschen, die meinen, man könnte mit den Toten reden, die beten zum Beispiel zu den Toten oder, ja, gehen auch zu sogar zu Wahrsagern und ähnlichen, um sich sagen zu lassen, was denn ein verstorbener Freund oder Arne zu dieser und jeder Sache denkt.

[27:09] Hier erfahren wir, man fährt zum Schweigen hinab. Die Toten können nichts von sich geben, die können nichts sagen. Und wie wir jetzt gleich auch noch sehen werden, sie denken auch nicht, sie wissen auch nichts. Sie haben keinen Anteil an dem, was unter der Sonne passiert.

[27:31] Vielleicht noch kurz zum Kontext von Hesekiel 18, den wir ja vorhin angeschaut haben. Da geht es auch darum, dass, ja, um dieses Sprichwort: "Die Väter haben saure Trauben gegessen und die Kinder bekommen stumpfe Zähne." Es geht auch darum, dass man nur die Folgen und die Konsequenzen seines eigenen Handelns vor Gott gerade stehen muss und es keine Erbsünde in dem Sinne gibt.

[28:10] Kommen wir zu Matthäus 10, Vers 28, auch derweil im Lektionheft angegeben. Matthäus 10, Vers 28 heißt: "Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen. Fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle."

[28:39] Das könnte doch jetzt ein Vers sein, der darauf hinweist, dass die Seele über das Leben hinaus besteht. Es ist nicht so, auch wenn dieser Vers hier ein bisschen missverständlich klingt, dann können wir ihn doch vergleichen mit einem ganz ähnlichen Vers, wo auch Jesus über die gleiche Sache spricht. Und zwar ziehe ich da gerne Lukas 12, Vers 54 heran, wo Jesus auch sagt: "Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts weiteres tun können."

[29:18] Da spricht er noch gar nicht von der Seele.

[29:23] "Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten seid. Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, den fürchtet."

[29:42] Also, worum geht es denn Jesus in Matthäus 10, Vers 28, wenn er von einer Seele spricht, die nicht getötet werden kann?

[29:54] Was meint er damit? Worauf will er hinweisen? Man kann es nicht nur mit Seele übersetzen, sondern auch überhaupt mit dem Leben. Und letztendlich geht es ja.

[30:03] dem Leben und letztendlich geht es ja darum, dass Jesus sagt: "Die Menschen können euch zwar das Leben hier auf dieser Erde nehmen, aber das ewige Leben, darüber entscheidet immer noch Gott, und das kann sie euch auch nicht rauben." Sie können euch umbringen, dass ihr in diesem Zustand verfällt, will nichts sagen könnt, wo ihr nichts wisst. Aber das heißt nicht, dass sie an eurem ewigen Leben rütteln können, wenn ihr das von Gott erhalten werdet.

[30:46] Im Prediger 12, der war auch in der Lektion angegeben, ihr merkt, wir gehen viele Verse durch, aber auch vielleicht nicht immer ganz in chronologischer Reihenfolge, einfach weil es sich hier so anbietet. Prediger 12, und dort Vers 1: "Und gedenke an deine Schöpfer in den Tagen deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: Sie gefallen mir nicht."

[31:23] An diesem Vers ist schon einmal bemerkenswert, das heißt: "Gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend." Das dürfen wir buchstäblich so ausführen. Ist aber so ein im Gleichklang so vorhin: "Erkenne deinen Schöpfer." Wir müssen uns bewusst machen, wie Menschen sind nicht aus uns selbst entstanden, auch nicht irgendwie aus dem Urknall, auch nicht aus Zufall, sondern Gott ist es, der uns ins Leben gerufen hat.

[32:04] In Prediger 12 merken wir aber auch, das Leben des Menschen ist sehr vergänglich. Überhaupt, das ist ja, was der, was Salomo in Prediger immer wieder festhält. Das gibt so vieles, worum wir uns Sorgen, wo wir uns abmühen, aber es ist einfach vergänglich. Denn wenn man sich das mal überlegt, dann gibt es ja wenig, was wirklich bleibt. Das könnte entmutigen, dass man sagt: Reichtum, den ich mir hier anhäufe, meine Fähigkeiten, mein Wissen, auf meinem Sterbebett zählt das alles nichts mehr. Der gute Ruf, vielleicht früher dachten sie immer, die Könige dachten früher, sie könnten sich unsterblich machen, indem sie, indem man ein Denkmal setzt und ihr guter Ruf bestehen bleibt, aber auch das alles vergeht.

[33:02] Was gibt es dann, was Bestand hat? Was ist das, worauf wir uns konzentrieren dürfen? Was wirklich für die Ewigkeit bleibt? Ich habe eine Antwort gefunden, und zwar steht sie in Jesaja 40 und dort die Verse 6 bis 8. Jesaja 40, Vers 6: "Es spricht eine Stimme: Verkündige! Und der sprach: Was soll ich verkündigen? Alles Fleisch ist Gras, und alles seine Anmut wie die Blume des Feldes. Das Gras wird dürr, die Blume fällt ab, denn der Hauch des Herrn hat sie angeweht. Wahrlich, das Volk ist Gras. Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen." Aber er hat es kaum, das große Aber: "Aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit."

[34:03] Und in 1. Petrus 1, Verse 24 und 25, wenn ihr es nachlesen wollt, wird genau auch dieses Bild von dem Gras, das war, dort von der Blume, die verwelkt, aufgegriffen. In Jakobus 1, Verse 10 und 11 heißt es auch in Bezug auf Reichtum, dass der Mensch wie eine Blume ist, die einfach so zergeht. Aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit. Und das mag vielleicht nicht so begeistern, wenn man sich denkt: Naja gut, die Bibel, sie hat doch schon so viele Jahrhunderte überdauert, ja, sie wird auch bleiben. Aber was ist mit mir?

[34:48] Ich darf euch etwas verraten, und zwar: Wenn das Wort Gottes in uns wirkt, dann bildet das einen Charakter für die Ewigkeit aus. Es heißt ja an einer Stelle auch, dass also das Wort Gottes, das schärft nicht nur unser Gewissen und arbeitet täglich an unserem Charakter, sondern es dient uns damit auch wirklich zu Erlösung. Und das ist was für die Ewigkeit bleibt. Das kann uns keiner rauben. Das kann ich alt werden, das kann ich ja schwach werden, sondern wenn das Wort Gottes an uns wirkt, dann nehmen wir einen Charakter mit in die Ewigkeit, der veredelt ist, der bleibt.

[35:43] Und ob wir dieses Geschenk in Anspruch nehmen, ob wir Jesu Erlösung in Anspruch nehmen, das sagen wir, oder das entscheidet sich, aber solange wir leben, solange dies dein Leben ist, oder in uns ist. Es bringt ja nichts, wenn man auch für Tote betet, dass irgendwie ihr Charakter veredelt wird. Sondern wie es in Jesaja 38 heißt: "Die in die Grube fahren, die können nicht mehr auf Gottes Treu oder Wahrheit hoffen." Für sie ist diese Gnadenzeit dann abgelaufen. Sie werden sich nicht mehr verändert. Wir können uns heute verändern lassen durch das Wort Gottes für die Ewigkeit.

[36:28] Vielleicht noch kurz zu dem einen Sprichwort, das auch am Ende des Lektionstextes angeführt worden ist: "Der Tod sei ein Teil des Lebens." Da ist es interessant, wenn man das mit dem Einleitungstext zusammenbringt, wo es heißt, dass Gott sagt: "Du wirst gewisslich sterben." Satan aber sagt: "Ihr werdet keineswegs sterben." Dann merken wir, eigentlich ist das ja absurd. Eigentlich scheint das widersprüchlich zu sein, denn Gott sagt: "Ihr werdet gewisslich sterben, wenn ihr von der Frucht des Baumes esst." Satan sagt: "Ihr werdet keineswegs sterben."

[37:21] Der Tod ist kein Teil des Lebens in dem Sinne, weil Gott, obwohl er es so gesagt hat, ihr werdet gewisslich sterben, sich niemals gewünscht hat, dass der Mensch stirbt. Er ist es ja, der den Baum des Lebens gepflanzt hat. Gott ist es, der den Menschen geschaffen hat und nicht wollte, dass der Mensch in die Sünde fällt. Aus Gottes Sicht soll eben genau das ja abgeschafft werden, dass Tod und Leben sich abwechseln. Sondern Gott möchte uns ein ewiges Leben schenken. Und er bewirkt das sogar so, dass nicht alle Menschen, nicht alle Gläubigen sterben werden, sondern manche, die werden den Tod niemals sehen. Aber Satan hingegen, der ist der meinte: "Ihr werdet keineswegs sterben." Der hat ja die Menschen, muss man so sagen, geradezu in den Tod geführt.

[38:32] Wir wollen noch jetzt auch schon zum Schluss für Mittwoch hier, habe drei, ja, und ich habe drei hineinschauen. Dort haben wir in den Versen 10 bis 19 eine Antwort darauf gefunden, in welchem Zustand sich die Toten befinden. Und das ist ganz interessant. Hier sagt hier: "Hätten sie doch die Sterne ihrer Morgendämmerung verfinstert, hätten sie doch auf Licht gehofft, ohne dass es erschienen wäre, hätten sie doch die strahlende Morgenröte nicht geschaut. Doch sie verschlossen mir nicht die Pforte des Mutterleibes und verbargen nicht den Jammer von meinen Augen. Warum starb ich nicht gleich bei der Geburt? Kam nicht um, sobald ich aus der Mutterschutz hervorgehe? Warum kam mir Knien gegen?" Und er sagt dann, also er jammert so ein bisschen, warum bin ich nicht gleich gestorben, dass ich jetzt noch dieses Kleid von Leben ertragen muss? Aber er sagt dann auch: "Denn jetzt lege ich da und wäre still, ich wäre einschlafen oder ich würde schlafen und hätte nun Ruhe, zusammen mit Königen und Ratgebern." Und dann beschreibt er noch, wie das ist, tot zu sein, obwohl er es ja selbst nicht erlebt hatte. Aber er weiß, wie aus biblischer Sicht der Tod ist. Und das ist so ganz interessant. Also lest gerne noch bis Vers 19.

[40:26] Denn er sagt, es gibt noch andere Menschen, die auch tot sind. Die Bibel spricht oft von einem Totenreich. Aber wenn sie tot sind, sind sie alle gleich. Da können die Könige und Monarchen in ihrem prunkvollen Gräbern ruhen, sie sind nicht anders als ein neugeborenes Baby, das vielleicht gestorben und sofort gestorben ist und nur irgendwo in einem Erdgrab ruht. Die Toten haben keine gesellschaftliche Ordnung, da gibt es kein Durcheinander. Es gibt auch, man redet nicht miteinander, sondern wie es im Psalm 146, und dort Vers 4 heißt: "Fährt sein Geist aus, wird er wieder zur Erde. An dem Tag ist aus mit allen seinen Plänen." Wenn man stirbt, dann denkt man nichts mehr, dann weiß man nichts mehr. Auch Prediger 8, dort die Verse 5, 6 und 10, wenn ihr das nachschlagen wollt, sagt die Toten wissen nichts, sie fühlen auch nichts. Sie bekommen nichts mit von dem, was auf der Welt geschieht. Sie tun nichts und sie denken auch nicht.

[41:58] Das mag vielleicht tröstlich sein für einen anderen, bricht da die Vorstellung, die bisher hatte von dem, was Wahrheit ist, vielleicht zusammen. Es mag sein, trotzdem müssen wir festhalten: Die Toten ruhen.

[42:18] Lasst uns noch, ja, vielleicht zum Schluss hier ab Hiob 7, Verse 7 bis 9 anschauen. Hier ab 7, 7 bis 9: "Bedenke doch, dass mein Leben nur ein Hauch ist, dass mein Auge nichts Gutes mehr sehen wird. Das Auge dessen, der mich jetzt erblickt, wird mich nicht mehr sehen. Wenn deine Augen nach mir sehen, so bin ich nicht mehr. Wie die Wolke vergeht und verschwindet, so kommt während des Totenreichs nicht mehr heraus."

[43:04] Und das ist noch ein weiterer Aspekt zu dem, was ich jetzt schon angesprochen habe, von der unsterblichen Seele. Es ist schon mal ein Irrtum, dass es überhaupt eine unsterbliche Seele gibt, die immer existiert. Ein weiterer Irrtum ist es, dass wir mit den Toten reden könnten. Hier heißt es jetzt auch noch: "Die Toten fahren nicht mehr aus dem Totenreich heraus." Und das geht vielleicht mit dem zweiten Punkt so ein bisschen einher, denn es gibt ja Menschen, die meinen oder die auch schon Erscheinungen hatten, weil Satan ja sehr viele Täuschungen sich ausgedacht hat. Es gibt Menschen, die sagen, sie haben jemand Verstorbenes gesehen, sie haben mit dem gegessen, sie haben mit dem Gemeinschaft gehabt. Aber hier sagt hier: Nein, wenn jemand tot ist, er kommt nicht wieder hervor.

[44:12] Das schließt allerdings nicht aus, dass er zum Leben, zum richtigen Leben auferweckt werden kann. Das werden wir uns, glaube ich, in zwei Wochen noch genauer anschauen. Es gibt sehr wohl die Auferstehung, aber es gibt nicht dieses Mystische, dass jemand in Gestalt eines Dämons oder auch in Sachen Wiedergeburt wieder zum Leben hervorkommt. Das gibt es nicht. Selbst wenn Traditionen versuchen, uns das zu vermitteln. Vielleicht habt ihr davon gehört, in Mexiko ist das ein ganz großes Ding, dass man dort den "Día de los Muertos" feiert. Und da glauben die Menschen wirklich, die Toten besuchen sie. Wir haben da in der Schule mal eine Dokumentation dazu gesehen, dass sie dann so Altäre aufbauen und Essen bringen und Musik machen, feiern. Ich möchte gar nichts, ich möchte jetzt nicht die Tradition anprangern, aber ich möchte nur sagen: Uns wird das oft vermittelt, dass es anders wäre, dass die Toten wieder lebendig aufstehen können, dass sie als Dämonen hervorkommen.

[45:35] Einmal wollte ich auch, bin ich mit einer Freundin spazieren gegangen, und ich habe dann gesagt: "Lass uns die Abkürzung über den Friedhof nehmen." Das sagte sie: "Nein, es wird schon dunkel und ich habe Angst, dass im Dunklen die Leute aus den Gräbern aufsteigen." Es ist so, ist das schon manchmal in unsere Köpfe eingeprägt. Und wir brauchen uns da aber nichts vormachen. Die Toten schlafen, es sei denn, sie werden von Jesus zum Leben auferweckt.

[46:16] Und so konnte auch David getrost sagen, als sein Kind gestorben ist. Ihr kennt bestimmt die Begebenheit aus 2. Samuel 12, wo David betet und fastet um das Leben seines Kindes, pflegt, und dann aber hört: Es ist gestorben. Und in dem Moment zieht David wieder seine königlichen Kleider an und ist ganz guten Mutes. Und die, die das sagen: "Hä, du solltest doch jetzt eigentlich trauern. Was, warum ist es so wie ausgewechselt?" Da kann David ihnen entgegnen: "Solange mein Kind am Leben war, gab es Hoffnung, und da habe ich mit Gott gerungen. Jetzt ist es tot, und jetzt brauche ich nicht mehr für mein Kind zu beten." David wusste, er kann Gott loben, er kann sich für Gott entscheiden, und auch sein Kind, ja gut, das war noch sehr klein, aber hätte es tun können, solange es gelebt hat.

[47:28] Aber es gibt keine, keine Hoffnung mehr für die Toten. Und mit, ja, mit diesem Gedanken, hoffe ich, dass wir einfach das noch besser verstehen können. Gott hat uns geschaffen. Gott kann auch Leben wieder beenden, aber es gibt nicht diesen Zustand dazwischen. Es gibt nicht diese unsterbliche Seele. Und wir dürfen das auch, wenn ihr vielleicht, ich versuche, das Transkript dann auch noch hochzuladen, wenn ihr das vielleicht noch mal für euch selbst studiert, dann gebt das auch anderen weiter. Denn wie schon angedeutet habe, es gibt so viele unterschiedliche Vorstellungen, es gibt so viele falsche Vorstellungen, und wir sollten das anderen weitergeben. Denn denkt daran, es sind keine Maiskörner. Wir dürfen wissen, wer wir sind, woher wir kommen, wo wir als, wer wir leben und wohin wir gehen. Lasst uns jetzt noch unseren Schöpfer zum Schluss anbeten.

[48:49] Unser Vater im Himmel, ich danke dir, dass du uns nicht im Ungewissen darüber gelassen hast, wie die menschliche Natur ist. Ja, sie ist entstellt, sie ist nicht mehr so, wie du es dir ursprünglich gedacht hast, dass der Mensch ewig leben könnte und ewig bei dir sein könnte. Aber Vater, ich danke dir auch, dass wir wissen dürfen, dass die Toten schlafen, dass sie nicht gequält werden, dass sie aber auch nicht irgendwo schon im Himmel sind, sondern auf die Auferstehung warten, wenn Jesus wiederkommt. Bitte schenke du uns eine Sehnsucht nach Leben, nach ewigem Leben, und lass uns die Zeit, die wir jetzt von dir geschenkt bekommen haben, auch gut nutzen, dass wir dich mit unserem Leben ehren. Das bitte ich im Namen Jesus. Amen.


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