In dieser Christ Study Hour-Lektion mit Mirjam Giebfried tauchen wir tief in die Hoffnung des Alten Testaments ein. Die Referentin beleuchtet biblische Passagen, die sich mit dem Tod, dem Sterben und der Zukunftshoffnung beschäftigen. Es wird erörtert, wie die Verheißungen des Alten Testaments auch heute noch Relevanz für unser Leben haben und wie sie uns Trost und Zuversicht für die Zukunft geben können.
Christ Study Hour 2022 Q4 – Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung: 4. Die Hoffnung des Alten Testaments
Mirjam Giebfried · Christ Study Hour 2022 Q4: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung ·Themen: 1. Timotheus, Bibel, Bibelstudium, Daniel, Hiob, Jesaja, PsalmenWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2022 Q4: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung
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Transkript
[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour. Wir beschäftigen uns weiterhin mit dem Thema "Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung" und bereiten uns heute für das Bibelgespräch am 22.10. vor. Die Überschrift von unserer Lektion hieß dieses Mal: "Die Hoffnung des Alten Testaments". Und ich finde, es hätte kaum ein schönerer Titel gewählt werden können. Die Hoffnung des Alten Testaments sollte auch zu unserer Hoffnung werden oder unsere Hoffnung sein.
[1:16] Bevor wir uns damit beschäftigen, lasst uns jetzt noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir uns heute mit einem so schönen Thema auseinandersetzen dürfen. Danke, Herr, dass wir wieder dein Wort aufschlagen dürfen, dass wir studieren können, dass wir uns Gedanken darüber machen können. Ja, du hast jedem von uns etwas zu sagen und ich bitte dich, dass du uns ja genau das aufnehmen lässt, genau das hören und lesen lässt, was wir jetzt gerade brauchen. Vater, du möchtest uns Hoffnung machen, du möchtest uns erbauen, vielleicht auch in manchen Lebenslagen ermahnen. Wir wissen, dass dein Wort zu all dem dient. Und so bitte ich dich, dass du mein Herz weit öffnest, dass du jetzt auch meine Lippen, selbst aber auch die Herzen von jedem, der jetzt gemeinsam mit mir durch dieses Studium geht, Vater, sie uns näher zu dir durch deine Gegenwart hier und jetzt. Namen Jesus beten wir. Amen.
[2:21] Schlagt mit mir einmal auf für den Sonntag, hier ab Vers 19 und dort die Verse 15 bis 27. Ich schicke gleich vorweg, wir werden heute nicht ausschließlich chronologisch vorgehen. Diesen Dienstag stellen wir ein bisschen an das Ende, aber jetzt erstmal wollen wir uns mit hier befassen. Denn ich habe verpackt viel Wahrheit in so schöne Worte in einen Wunsch, den er auch indirekt äußert. Hier ab Vers 19, Verse 25 bis 27: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und zuletzt wird er sich über den Staub erheben. Und nachdem diese meine Hülle zerfallen ist, dann werde ich von meinem Fleisch aus, ja, man kann das auch übersetzen, in meinem Fleisch Gott schauen. Ja, ich selbst werde ihn schauen und meine Augen werden ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz in mir." Hat die große Sehnsucht, Gott zu sehen. Und er sagt es, also wie gesagt, eigentlich müsste es heißen: "In meinem Fleisch". Denn er sagt ja auch: "Mit eigenen Augen werde ich ihn schauen." Das wird einmal passieren, wenn Gott mich aus dem Staub erhebt. Und wir können das so interpretieren, dass er davon spricht als Toter, als Gestorbener, von den Toten wieder aufzustehen. Er sagt in Vers 25: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt." Das wirft die Frage auf: Weißt du, dass dein Erlöser lebt? Vorher weiß hier Hiob das nicht, ich glaube oder ich hoffe, ich vertraue darauf, sondern er weiß es.
[4:27] Wie kann Hiob das wissen? Naja, weil er ihn selbst erlebt hat. Er muss Jesus erlebt haben in seinem Leben, dass er sagen kann, da ist kein Zweifel daran, mein Erlöser lebt. Und weil er lebt, weiß ich auch, dass er mich von dem Tod erretten kann. Es wird keine Utopie sein, es wird kein Traum sein, es wird wahr werden.
[4:55] Kennst du die Erfahrung, dass du schon einmal deinen Augen nicht trauen konntest? Vielleicht hast du irgendetwas, hoffentlich im positiven Sinne, wunderschönes, überraschendes gesehen, und du konntest nicht richtig fassen, dass das wirklich so ist. Also ich kann mich erinnern, als ich einmal schnorcheln war auf einer Insel, da habe ich zuerst mal mit eigenen Augen einen Einblick in die Unterwasserwelt gesehen. Ich habe gesehen, wie viel Schönheit, wie viel Pracht Gott in diese Unterwasserwelt gelegt hat. Die kleinen bunten Fische oder auch die Korallen, alles so eine farbliche Harmonie und seine Pracht, dass... wisst ihr was ich gemacht habe? Ich war im Meer schwimmen und als ich das so sehe, dann dachte ich mir: Ist das wirklich da? Ja, ich habe schon im Fernsehen schöne Bilder gesehen, aber es ist wirklich jetzt da unter mir. Also habe ich mich so ein bisschen senkrecht gestellt im Wasser und versucht, mit dem Fuß die Korallen anzutippen, um wirklich zu merken, es ist da. Und so vernehm ich das auch ein bisschen. Und hier habe jetzt schreibt in meinem eigenen Fleisch: "Mit eigenen Augen werde ich Gott sehen." Vielleicht werde ich es nicht richtig fassen können, dass es wirklich Gott ist, aber es wird doch wahr werden.
[6:42] In Johannes 20, Verse 24 bis 28, da finden wir eine Begebenheit, die es noch nicht im Himmel, aber hier auf der Erde, nachdem Jesus auferstanden ist. Und da haben wir auch einen, der es gar nicht richtig fassen kann. Hier tritt Thomas auf und Thomas sagt, also da kommen andere Jünger und erzählen: "Wir haben uns Sachen herangesehen." Und Thomas sagt dann in Vers 25: "Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und mein Finger in das Nägelmal lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich es niemals glauben." Thomas ist allgemein schon ein bisschen bekannt dafür, dass er gerne Sachen hinterfragt hat, dass er manches angezweifelt hat. Doch jetzt sagt er das: "Ist so etwas Wundersames? Ich muss das anfassen, ich muss da wirklich schauen, ist das wahr?"
[7:51] Und beide lesen wir dann in "Vom Schatten zum Licht", Seite 592. Wenn die Erlösten in der Stadt Gottes willkommen geheißen werden, schallt ein Jubelruf der Anbetung durch die Luft. Das war jetzt eine Episode, die ich, als ich sie jetzt vor kurzem, als ich vor kurzem darüber gestolpert bin, mich sehr erfreut hat, weil ich mir immer wieder diese Frage gestellt habe: Wie nah kommen wir dann wirklich an Jesus heran? Und hier heißt es: "Der erste und der zweite Adam", also sie spricht hier von Adam und von Jesus werden sich treffen. "Der Sohn Gottes streckt seine Arme aus und empfängt den Vater unseres Geschlechts, das Wesen, das er schuf mit seinen eigenen Händen." Wir haben das letzte Woche betrachtet, das gegen seinen Schöpfer sündigte und dessen Sünde die Narben der Kreuzigung auf den Händen seines Erlösers hinterließ. In seine Arme... Adam und Jesus werden sich umarmen. Und das wird vielleicht auch ein Moment sein, an dem Adam es nicht wirklich fassen kann, nach all dem, was passiert ist, nach diesen tausenden von Jahren Weltgeschichte, wo es so viel Trennung von Gott da war, du vor allem auch räumlich. Wir können ja auch jetzt Gott, wir haben zwar den Heiligen Geist, der auch so mitten unter uns ist, aber wir können ja jetzt nicht räumlich zu Gott gehen. Aber es wird ein Zeitpunkt geben, an dem auch wir, wie hier, wie Adam, Jesus sehen werden, wenn wir erlöst sind. Sehnst du dich danach, Jesus zu sehen?
[9:50] Es gibt Verse, die hier vielleicht ein bisschen irritieren mögen, weil sie aussagen, dass kein Mensch Gott sehen kann. In 2. Mose 33, finden wir das zum Beispiel ganz bekannt, auch die Geschichte von Mose, der sagt: "Herr, lass mich deine Herrlichkeit sehen." Und dann sagt Gott zu ihm in 2. Mose 33, Vers 20: "Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht." Und auch in Johannes 1, Vers 18, das hatten wir auch im Heft angegeben, da heißt es: "Das kein Mensch jemals Gott gesehen hat, außer der Sohn." Keiner. Das bedeutet also, dass keiner den Vater gesehen hat, dass man Jesus gesehen hat, als er auf, als Mensch hier auf Erden war. Das ist, denke ich, für uns alle ja bekannt.
[10:46] In 1. Johannes 4, Vers 12 heißt es aber auch: "Auch keiner hat jemals Gott gesehen." Und wir mögen uns fragen: Wie kommt denn hier zu der Aussage, dass er mit eigenen Augen Gott sehen wird?
[11:03] Naja, es gibt auch die andere Seite. Es gibt auch Aussagen in der Bibel, wo sehr wohl, sehr wohl heißt, eben wie bei Hiob, dass Gott gesehen werden kann. In 1. Mose 32, Vers 30 zum Beispiel, da spricht Jakob über die Erfahrung am Jabbok, als er mit dem Engel gerungen hat. Und dann sagt er: "Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und er hat doch mein Leben bewahrt." Im Psalm 17, Vers 15, das können wir gerade aufschlagen. Psalm 17, Vers 15. Das sagt David: "Ich aber werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit an, deinem Anblick mich sättigen, wenn ich erwache." Das ist schon mal ganz interessant, weil er einen Zeitpunkt nennt, wann das passieren wird. Er sagt: "Wenn er erwacht." Und wir können uns bei dem, was wir bisher studiert haben und was auch gerade das Thema ist, denken, dass er möglicherweise von seinem Tod spricht und von der Auferstehung danach.
[12:35] Ebenso eine bekannte Stelle aus der Bergpredigt, sind Seligpreisungen, Matthäus 5, Vers 8: "Selig sind die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Und das ist zwar zum einen aufs Geistliche zu übertragen, aber "sie werden Gott schauen" hat auch eine durchaus eine physische Bedeutung. In Bald kommentiert dazu in dem Buch "Gedanken vom Berg der Seligpreisung": "Wer reinen Herzens ist, lebt wie in der sichtbaren Gegenwart Gottes während der Zeit, die ihm die in dieser, während der Zeit, die er ihm in dieser Welt zuweist." Und das heißt sowohl als auch. Und sie werden ihn auch im zukünftigen, unsterblichen Zustand von Angesicht zu Angesicht sehen, wie Adam, als er in Eden mit Gott wandelte und sprach. Das heißt, es wird ein Zeitpunkt geben. Wir haben jetzt schon gesagt, nach der Auferstehung, wo Gott sichtbar sein wird für uns Menschen.
[14:03] In Hebräer 12, Vers 14, da ist es anders ausgedrückt, aber es impliziert doch das gleiche. Das ist die Stelle, wo es heißt: "Jagd nach wir können das auch kurz aufschlagen. Hebräer 12, Vers 14. Jagd nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird." Was bedeutet, mit dem Frieden und mit der Heiligung muss es doch möglich sein, Gott zu sehen?
[14:41] Ja, aber wie können wir jetzt diese zwei Seiten miteinander vereinbaren? Einerseits kann kein Mensch leben, wenn er Gott sieht, denn es würde ihn verzehren, verherrlichkeit. Und andererseits sprechen hier biblische Schreiber davon, dass Gott sichtbar sein wird, dass man Gott mit eigenen Augen, wie hier besagt, schauen wird.
[15:07] Ich meine, die Listen in 1. Korinther 15 gefunden zu haben, denn 1. Korinther 15 ist ja ein Buch, das auch von der Auferstehung spricht, von dem, was noch passieren wird in dieser Welt. Und wenn wir dort Verse 49 bis 54 gelesen, dann heißt es da: "Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen." Es findet also eine Veränderung statt, und die ist sehr wohl nötig, bevor wir Gott gegenübertreten können. "Das aber sage ich, Brüder, das Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können, auch erbt das Verwesliche die Unverweslichkeit nicht." Ich sage euch ein Gleichnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen und die Toten werden auferweckt werden, unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche und Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: "Der Tod ist verschlungen im Sieg."
[17:09] Also Paulus stellt das hier auf unterschiedliche Art und Weise da, dass die Toten, aber auch die Lebendigen, die am Ende der Zeit erlöst werden, verwandelt werden müssen. Man muss diese Unsterblichkeit erst, ja, bekommen von Gott. Und mit unserem jetzigen menschlichen Körper ist es tatsächlich nicht möglich, dass wir Gott gegenübertreten können. Aber wir könnten so auch nicht einmal in das neue Jerusalem einziehen. Gott macht es möglich, indem er uns verwandelt.
[17:54] Vielleicht ist das etwas, was ich schon einmal gesagt habe, aber es ist mir einfach wichtig. Wenn wir auch an das neue Jerusalem denken, wenn wir an die himmlischen Höfe denken, die uns erwarten, dann ist es gut darüber nachzudenken. Aber es gibt manche, die sich sehr stark darauf fokussieren, dass ich sage: "Naja, ich freue mich auf den Himmel, denn dann werde ich einen makellosen Körper haben." Oder: "Ich freue mich auf den Himmel, denn dann werde ich nicht mehr unter Zeitdruck oder auch Leistungsdruck stehen." Die Natur dort muss so atemberaubend schön sein, schöner als was man je gesehen hat. Ich freue mich auf den Himmel. Oder ich sehne mich danach, lang vermisste Freunde wiederzusehen. Das mögen alles Gründe sein, warum wir gerne auf, warum wir gerne die neue Erde herbeisehen, Jesu Kommen herbeisehen. Aber auch da können wir etwas von Hiob lernen, denn er sagt, er sehnt sich danach, seinen Erlöser zu sehen.
[19:14] Und all diese Sehnsüchte, die wir doch haben, die sind gut und schön, aber wir dürfen nicht die Perle im Acker lassen. Wir dürfen die Perle nicht aus den Augen verlieren. Wir müssen, was heißt wir müssen, wir dürfen uns auf Jesus freuen. Wir dürfen unseren Highlight hier auf der Erde so sehr lieb haben, dass wir diese Trennung von ihm nicht mehr haben wollen. Und dann wird das für uns eine besonders große Freude sein, wenn wir ihn einmal mit eigenen Augen sehen dürfen. Denn wenn Jesus wiederkommt, dann geht in Erfüllung, was wir uns bis dahin wünschen sollen und was er sich die ganze Zeit schon wünscht, wo er in Johannes 17, Vers 24 sagt: "Ich will, wo auch ich bin, dass auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast." Das ist, was Jesus auch noch, wenn er wiederkommt, dem Vater noch einmal sagt.
[20:25] Lasst uns weitergehen zu Psalm 49. Psalm 49 war das Kapitel, mit dem wir uns am Montag beschäftigen. Es ist ein Psalm von den Söhnen Korahs. Und sie beschreiben dort, dass sich Menschen auf dieser Erde gerne Reichtum anhäufen und oft so leben, als ob sie ewig leben würden, so ein bisschen wie der reiche Kornbauer, der ja schon für sein Leben vorausdenkt, plant viel hat, aber an dem das ewige Leben vorbei geht. Und das heißt aber auch in diesem Fall, dass keiner sich mit dem, was er hier schafft, ewiges Leben verdienen könnte. Wir sehen das im Psalm 49 und dort in den Versen 8 und 9.
[21:31] Jetzt kommen wir aber zu Vers 16. In Vers 16 steht: "Aber Gott wird meine Seele aus der Gewalt des Totenreichs erlösen, denn er wird mich aufnehmen." Vorher ist noch von den bösen Machthabern die Rede, die dann doch zu nichts bringen und die ja in Vers 15 herdenweise ins Totenreich hinabsinken und daraus dort verzehrt werden, wie es dann am Schluss heißt. Und dann kommt das große Aber: "Aber Gott wird meine Seele aus der Gewalt des Totenreichs erlösen." Das bedeutet, dass hier schon einmal jemand tot war und wieder lebendig wird. Und der Psalmist ist sich so sicher: Gott wird mich aufnehmen.
[22:27] Die Frage ist natürlich, wie können sich sowohl Hiob als auch dieser Psalmist hier so sicher sein, dass sie bei der ersten Auferstehung, also der Auferstehung der Erlösten, dabei sein werden? Denn wir wissen es, es gibt diese zwei Auferstehungen. Da kommen wir später, jetzt auch noch drauf. Aber wie kann sie sich so sicher sein?
[22:57] Naja, sie kennen ihren Erlöser. Sie wissen, dass ihr Erlöser auf sie wartet, dass ihr Erlöser sie von dem Tod befreien möchte. Und das erinnert mich an eine Geschichte von einem Jungen, den Amerika an einem großen breiten Fluss gestanden haben soll. Und er stand da, und soweit ich mich erinnern kann, hatte er ein Taschentuch in der Hand, mit dem er wedelte, denn es kam ein großer Dampfer den Fluss heraus. Und da war ein Mann, der ihn beobachtete. "Was macht der Junge da?" Also ging er zu einem Jungen hin und sagte: "Hier ist keine Anlegestelle für den Dampfer. Du brauchst dich gar nicht abzunehmen und hier zu wedeln, auf dich aufmerksam zu machen, denn der Dampfer wird hier nicht halten. Du musst dann noch viel weiter den Fluss hinauflaufen, erst dort ist wieder eine Anlegestelle." Aber der Junge ließ sich nicht beirren und wedelte weiter mit dem Taschentuch.
[24:14] Und dann, lass es endlich, dann sagt der Junge: "Ich weiß, dass die Anlegestelle erst dort unten ist, aber der Dampfer wird sicherlich hier halten." Dann fragte man: "Warum bist du dir das so sicher? Der hat noch nie hier gehalten." Dann sagte der Junge: "Naja, weil derjenige, der das Schiff lenkt, mein Vater ist und er hat mir versprochen, dass er hierher kommen wird und mich abholen wird." Und letztendlich war es nicht die Gewissheit, dass der Dampfer das schon öfters gemacht hätte oder dass dort eine gute Stelle wäre zum Anlegen, sondern es war diese Gewissheit, dass wir junge den Vater gut gekannt hat und auf sein Versprechen zählen konnte, dass er gesagt hat, er wird abgeholt.
[25:15] Und so ist auch der Appell an uns: Gott noch besser kennenzulernen, mit Gott jetzt schon Gemeinschaft zu haben, dass wir, wie wir das im Leben von Henoch sehen können, das ist eigentlich bis auf den räumlichen Unterschied sonst keinen großen Unterschied mehr macht, wenn wir im Himmel sein werden.
[25:46] Das ist vielleicht doch etwas, genau was zu erwähnen wäre. Im Psalm 49, Vers 15, das hier der Psalmist wohl die Halsgeschichte kennen muss, denn er sagt: "Hörten, meistens sinken sie ins Totenreich hinab, also die Bösen und der Tod weiter zieht. Und die Redlichen werden am Morgen über sie herrschen." Das ist eine Aussage, die Jesus so ähnlich macht in Lukas 22, Verse 28 und 29. Könnt ihr gerne nachlesen, wo auch Jesus sagt, dass seine einen am Ende mit ihm herrschen werden.
[26:35] Lasst uns jetzt weitergehen zum Mittwoch. Am Mittwoch beschäftigen wir uns mit Jesaja 26 und dort möchte ich mal mit euch die Verse 7, 8 und 12 lesen. Jesaja 26, Verse 8, 7. "Geradeaus bahnst du den Weg des Gerechten. Auch auf dem Weg deiner Gerichte, Herr, hatten wir auf dich, auf deinen Namen und deine Gedanken und dein Gedenken war das Verlangen der Seele gerichtet." Und jetzt noch Vers 12: "Uns aber hier wirst du Frieden schaffen, denn auch alle unsere Werke hast du für uns vollbracht." Das ist, was die Erlösten sagen werden, können. "Du hast alle unsere Werke für uns vollbracht, Herr. Du hast unsere Wege ausgerichtet, du hast unsere Entscheidungen geleitet."
[27:48] Wie sind diese Menschen zu charakterisieren? Naja, in Vers 8 haben wir gelesen, dass sie auf Gott hatten und auf seinen Namen das Gedenken und das Verlangen ihrer Seele gerichtet war. Hinter dem Namen Gottes verbirgt sich auch noch mehr, sein Charakter. Das heißt, sie haben über Gott nachgedacht. Und wenn auch wir diese Gewissheit haben wollen, dass wir einmal aus den Toten zur Erlösung auferstehen werden, dann dürfen wir uns auch diese Eigenschaften aneignen. Dann dürfen wir noch mehr über Gott nachdenken, dann dürfen wir uns nach ihm sehnen, über seinen Charakter nachdenken, auch uns seinen Charakter zu eigen machen.
[28:47] In Vers 12 heißt es: "Uns wirst du Frieden schaffen, denn auch alle unsere Werke hast du für uns vollbracht." Das sind Menschen, die haben Gewissheit, die haben Frieden, denn sie sehen schon, wie Gott in ihrem Leben wirkt. Und wenn du merkst, dass Gott dich verändert, dass das, was du tust, nicht aus eigener, ja, aus eigenem Antrieb ist, sondern weil es das Wort Gottes sagt, weil Gott das für dich bewirkt, dann darfst du auch Gewissheit haben, dass Gott mit dir noch mehr Gemeinschaft haben möchte.
[29:27] Interessant ist in dem gleichen Kapitel noch Vers 19. Was heißt aber: "Deine Toten werden leben, auch mein Leichnam, sie werden auferstehen. Wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes, denn ein Tau ist ein Morgentau, und die Erde wird die Toten wiedergeben." Eine klarere und bildlichere Beschreibung von der Auferstehung der Toten gibt es wohl kaum. Es heißt hier aber nicht irgend, nicht irgendjemand, weil vorher ist noch von den Erdbewohnern und anderen die Rede, sondern es heißt hier: "Aber deine Toten werden leben."
[30:11] Was suggeriert, dass hier? Das ist hier Tote gibt, die Gott gehören, Gott angehören, und aber auch Tote, die es nicht tun.
[30:32] Sehen wir diese Zweiteilung der Toten? Also jetzt geht es wirklich nur um Menschen, die schon gestorben sind. Sehen wir die auch noch an anderer Stelle der Bibel? Wir finden das zum Beispiel auch ganz klar in Johannes 5, Verse 28 und 29, wo Jesus sagt: "Wundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine..."
[30:57] alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und sie werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens. Die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Hier haben wir das auch noch einmal ganz klar: Es wird zwei Gruppen von Toten geben. Die einen werden auferstehen zuerst, auferstehen und ewiges Leben erhalten. Und die anderen werden auch auferstehen, aber sie werden letztendlich den ewigen Tod haben.
[31:34] In Apostelgeschichte 24, Vers 15 ist auch davon die Rede. Und das ist immer hilfreich, wenn wir mehrere Verse haben, die uns etwas klar machen, dann können wir uns auch wirklich darauf stützen. Apostelgeschichte 24, Vers 15: „Ich habe die Hoffnung zu Gott, auf die auch sie selbst warten, dass es eine künftige Auferstehung der Toten geben wird, sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten.“ Hier haben wir auch wieder zwei Auferstehungen. Und in Offenbarung werden die dann wirklich sogar als erste und zweite Auferstehung benannt.
[32:30] Auch in Daniel 12, worum es am Donnerstag ging, sehen wir: Es gibt welche, die zum Leben und welche, die zum Tod auferstehen werden. Bevor wir jetzt zu Daniel 12 gehen – wir sollten das ganze Kapitel lesen –, demnach rate ich euch auch, wenn ihr das noch gerne vertiefen wollt, das ist ein sehr wichtiges Kapitel, dann schaut euch das Joel Media Spezial an. Wir hatten da eins 2020 zu Daniel 12, da wird jeder Vers noch einmal beleuchtet und ihr könnt das auch im Sendemannskript dann auch noch mal mitstudieren, nachvollziehen.
[33:23] In Daniel 12 geht nicht alles um die Auferstehung, aber wir lesen einmal die Verse 1 und 2: „Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht. Das wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jeder Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet.“
[34:01] Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen: die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande. Vorhin hatten wir das schon mal anklingen lassen, dass es einen Zeitpunkt gibt, an dem die Toten auferstehen werden, nicht einfach direkt nach dem Tod, nicht einfach irgendwann. Und hier wird das Ganze jetzt noch mal in Verbindung gebracht, denn in Vers 1 geht es darum, dass Michael – das ist Jesus – sich erhebt. Da ist davon die Rede, wenn Jesus seinen hohepriesterlichen Dienst im Himmel im himmlischen Heiligtum beendet und sich aufmacht, um als König dann wiederzukommen.
[34:53] Das wird die Zeit sein, wo es sowohl lebende geben wird, wie wir in Vers 1 gelesen haben, und es aber auch Tote geben wird. Von beiden Gruppen werden dann Erlöste gegeben. Und da heißt es ja in Vers 2: „Sie werden aufwachen.“ Das ist so schön, denn gerade später im Neuen Testament redet Jesus auch oft von einem Schlaf.
[35:32] Es gibt eben auch hier diese Zweiteilung, von der wir lesen: einmal zum ewigen Leben und einmal zu ewiger Schmach und Schande. Jetzt ist es so, gerade in Daniel 12 hat Daniel einiges übermittelt bekommen von dem Engel, was er selbst gar nicht verstanden hat. Und das bezieht sich zwar hauptsächlich auf die Zeitprophezeiungen, aber ich meine auch, Daniel hat vielleicht noch nicht dieses große Ganze so deutlich gesehen, wenn es um die Auferstehung geht und auch um die Wiederkunft, wie wir es heute tun.
[36:15] Das zeigt eben auch in Vers 8, was, glaube ich, genau sagt Daniel: „Ich selber, ich verstand es nicht.“ Und das zeigt, dass es später noch eine klarere Offenbarung der Wahrheit geben muss. Deswegen, auch wenn diese Woche jetzt mit der Hoffnung des Alten Testaments überschrieben worden ist, dürfen wir nicht außer Acht lassen: Es gibt auch diese Hoffnung im Neuen Testament. Und wenn wir beide zusammennehmen, dann entsteht vor unserem geistlichen Auge, muss ich sagen, ein noch viel klareres Bild von dem, was sich ereignen wird und was eben mit lebendem Tod und auch den zukünftigen Ereignissen auf sich hat.
[37:16] Da geht es jetzt auch noch einmal um die Auferstehung und jetzt wird sie ganz persönlich für Daniel. Jetzt sagt, jetzt wird ihm gesagt: „Du aber gehe hin bis das Ende kommt. Du darfst nun ruhen und wirst einst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage.“ Auch hier sehen wir so eine zeitliche Verortung der Auferstehung am Ende der Tage. Aber wie schön muss es auch für Daniel gewesen sein, dass ihm gesagt wird, er hat Gewissheit auf die Auferstehung.
[38:00] Ich bin mir nicht sicher, ob es noch eine andere Stelle gibt, an dem einem Menschen das so buchstäblich gesagt wird: Er wird auferstehen am Ende der Tage. Aber Daniel, er muss ja in Frieden gestorben sein, durfte das Wissen, ihm ist die Auferstehung gewiss.
[38:25] Was kann das für uns bedeuten? Naja, wir dürfen auch alle Daniels der heutigen Zeit sein. Was dann jetzt leben ist, sonst vieles überliefert worden, und da können wir sehen, mit welchen Prinzipien Daniel gelebt hat. Wir dürfen die gleichen Prinzipien haben wie Daniel sie hatte, und wir dürfen dann auch die gleiche Auferstehungshoffnung haben, wie wir sie bei Daniel finden.
[38:56] Aber jetzt lasst mich noch auf Psalm 71 und den Dienstag eingehen. Das wollen wir nicht ganz verschlucken. Und dort werden wir die Verse 6 bis 7 lesen. Psalm 71, Verse 6 und 7: „Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib an. Vom Mutterschutz an hast du für mich gesorgt. Mein Rühmen gilt dir alle Zeit. Ich bin für viele wie ein Wunderzeichen, und du bist meine starke Zuflucht.“
[39:47] Hier spricht David von dem Segen, den er von Gott während ja schon von Mutterleib an, also von seiner Jugend, Kindheit, Jugend an bis zu dem Zeitpunkt, als er den Psalm schreibt, erlebt hat. Er ruft sich ins Gedächtnis, was Gott für ihn getan hat.
[40:09] Und das ist etwas, was wir so uns für den Alltag mitnehmen dürfen. Es gibt Zeiten, vielleicht gerade Zeiten, wo wir einen lieben Menschen verloren haben, aber es muss auch nicht immer mit dem Tod zusammenhängen. Es gibt Zeiten, in denen wir unglücklich sind, wo es uns schlecht geht, vielleicht wissen wir auch gar nicht warum. Und dann dürfen wir das uns als Vorbild nehmen, was David hier tut. Er schaut zurück, er schaut zurück und sieht, was Gott für ihn schon in der Vergangenheit getan hat, wie oft Gott ihm aus der Patsche geholfen hat. Das gibt neuen Mut, dass Gott es wieder tun wird.
[41:05] Wenn wir jetzt schon Psalm 71 aufgeschlagen haben, dann befindet sich fast daneben auch Psalm 69. Und dort in Vers, Moment, Psalm 69, genau Vers 14 und 15 heißt es: „Ich aber bete zu dir, oh Gott, zur angenehmen Zeit. Oh Gott, nach deiner großen Gnade erhöre mich mit deiner treuen Hilfe. Reiße mich aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke.“
[41:43] Also hier finden wir jemanden, der sich gerade in diesen Problemen befindet, der vielleicht gar keine große Zeit hat, darüber nachzudenken, was Gott jetzt schon Gutes getan hat, aber er betet: „Reiße mich aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke, lass mich Rettung finden vor denen, die mich hassen, und aus den Wassertiefen.“
[42:10] Warum habe ich diesen Vers angeführt? Naja, weil wir jetzt auch in Psalm 71 auch von Tiefen lesen. Und zwar in Vers 20: „Samen 71, Vers 20 war übrigens auch in einem Heft eingegeben: ‚Der du uns viel Not und Unglück hast sehen lassen, du machst uns wieder lebendig und holst uns wieder herauf aus den Tiefen der Erde.‘“
[42:54] Also, wir müssen nicht erst so tief fallen. Wenn wir merken, es kommt etwas Schlimmes über uns, dann können wir in dem Moment schon beten, und dann kann Gott in dem Moment schon einschreiten. Manches Mal fallen wir aber dann doch sehr tief.
[43:17] Und jetzt war das in der Lektion nicht so ganz, weil unser Oberthema ja eben über Sterben und Tod und aber auch die Hoffnung geht. Es war nicht so ganz greifbar, ob hier jetzt wirklich von dem Tod die Rede ist oder einfach nur von sehr großen Problemen und diese Tiefen der Erde einfach als Bild benutzt werden.
[43:47] Wir können auf jeden Fall mitnehmen, und das ist, denke ich, was der Kontext vom Psalm 71 eher so anspricht: Wenn es uns schlecht geht, dann kann Gott uns auch daraus herausholen. Aber was passiert, wenn Gott es nicht tut? Was ist, wenn wir beten, wenn wir verzweifelt sind und Gott trotzdem anders handelt? Wenn wir vielleicht sogar um unser eigenes Leben oder ein anderes Menschenleben kämpfen und Gott erhört dieses Gebet nicht?
[44:33] Naja, es gibt in der Bibel auch mehrere Stellen, an denen Jesus scheinbar zu spät kommt. Ich sag deswegen scheinbar, denn in Wirklichkeit kam Gott niemals zu spät. Und das ist vielleicht schon so ein kleiner Vorgeschmack auf die nächste Woche, wo es um mehr um Auferstehung geht.
[44:53] Da haben wir die Geschichte zum Beispiel von Lazarus, wo Martha in Johannes 11, Vers 21 sagt: „Herr, wenn du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben.“ Und damit schuldet sie Jesus indirekt an: „Fährst du doch nur hier gewesen, du bist zu spät gekommen.“
[45:14] In Lukas 8, Vers 49, da haben wir die Geschichte von der Tochter des Jairus, und wir wissen, Jesus wird in Trubel der Menge aufgehalten, es kommt zu einer Verzögerung, und Jesus kommt scheinbar zu spät. Da kommen Männer aus dem Haus von Jairus auf ihn zu und sagen: „Jairus, deine Tochter ist gestorben. Bemühe den Meister nicht mehr.“ Indirekt: Es ist zu spät.
[45:59] Aber Gott zeigt uns: Für ihn ist es nicht zu spät. Denn wie wir jetzt auch die ganze Zeit gesehen haben, selbst über den Tod hinaus kann Gott etwas tun. Er hat letztendlich das letzte sagen. Für ihn gibt es immer noch die Lösung, die den Ausweg der Auferstehung. Und das ist etwas, was wir uns zu Herzen nehmen dürfen, wenn wir vielleicht traurig sind über jemanden, der verstorben ist, wenn wir mit Menschen zu tun haben, die Angehörige oder Freunde verloren haben, dann dürfen wir ihnen diesen Blick über den Tellerrand geben. Dann dürfen wir sagen: Hey, mit dem Tod ist nicht alles aus.
[46:47] Ja, es gibt nicht vergessen. Wir dürfen auch nicht nur die halbe Wahrheit präsentieren. Es gibt nicht nur die, es gibt eine Auferstehung der Lebenden und auch eine Auferstehung zum Tod. Ja, aber es geht darüber hinaus. Und mit diesem Leben hier ist nicht alles. Es ist auch nicht alles verloren, wenn ein Mensch stirbt.
[47:18] Kommen wir noch einmal zurück zu Psalm 71. Wie gesagt, das ist eben nicht so ganz klar, ob wir daraus jetzt entnehmen können, dass es eben ja, dass es um die Auferstehung der Toten geht. Was darauf hinweist, wäre aber schon in Vers 20, wo es heißt: „Du machst uns wieder lebendig, du holst uns wieder herauf aus den Tiefen der Erde.“ Also, es geht eigentlich schon darum, dass jemand Leben verloren hat und Leben wieder erhält durch Gott, denn Gott ist es, der wieder lebendig macht.
[48:02] Aber ich finde dieses lebendig machen noch sehr viel anschaulicher und auch klarer in Hesekiel 37. Und hier seht ihr, Hesekiel erhält diese Vision von den ja, toten Gebeinen. Und dort in Vers 12 bis 14 lesen wir: „Darum, so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will eure Gräber öffnen und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufbringen. Und ich will euch wieder in das Land Israel bringen, und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern herausbringen werde.“
[48:58] Gott spricht also nicht nur einfach von dem Totenreich, sondern ganz explizit von Gräbern, die ja aufmachen wird. Und er erfährt die Toten hervorbringt zu neuem Leben. Und ich werde meinen Geist in euch legen, also Gott gibt das Leben wieder, und ihr seid Leben. Und ich werde euch wieder in euer Land bringen, und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin. Ich habe es gesagt und ich werde es auch tun, spricht der HERR.
[49:30] Auch wenn hier eine geistliche Lektion dahinter steckt, dann ist es doch ein ja, ein physisches Bild, das Gott hier benutzt, und das auch nicht von der Wahrheit abweicht. Gott kann auch in Wahrheit Menschen, ja, die schon gestorben sind, wieder zur Auferstehung bringen oder wieder zum Leben bringen, muss ich sagen. Ja, selbst im Stande, diese Gräber zu öffnen, neues Leben zu schenken.
[50:08] Und zuletzt wollen wir uns auch noch Hesekiel 13 anschauen, wo Gott wiederum sagt in Vers 14: „Ich will sie erlösen aus der Gewalt des Totenreiches, vom Tod will ich sie loskaufen.“ Tot, wo ist denn Verderben? Totenreich, wo ist denn Sieg? „Doch der Trost ist vor meinen Augen verborgen.“ Es ist tot, wo ist dein Verderben? Das klingt so wie: „Tot, wo ist dein Stachel?“, von dem wir schon in 1. Korinther 15 vorhin gelesen haben.
[50:47] Jesus sagt: „Ich will sie erlösen aus der Gewalt des Totenreichs.“ Und nur so, nebenbei, wenn man dann denkt, naja, als Toter sitzt man irgendwo auf der Wolke und spielt Harfe, dann passt das wohl schlecht zu der Formulierung „die Gewalt des Totenreiches“. Ja, das ist hier auch eine Macht, die den Menschen sozusagen irgendwo auch gefangen nimmt, wenn er stirbt. Und Jesus kann hier dieses Totenreich dann aufschließen. Hier ist es: kann aus dem Tod wieder auferwecken.
[51:31] Okay, zum Schluss möchte ich noch auf Hebräer 11 eingehen, denn das war unser Merkwort: Hebräer 11. Und dort, Verse 17 bis 19, finden wir noch ein lebendiges Beispiel für diese Auferstehungshoffnung.
[52:07] Hebräer 11, 17 bis 19: „Durch Glauben brachte Abraham den Isaak, da als er geprüft wurde, und opferte den Eingeborenen, er, der die Verheißung empfangen hatte, zu dem gesagt worden war: ‚In Isaak soll dir ein Same berufen werden‘, zählte darauf, dass Gott im Stande ist, auch aus den Toten aufzuwecken, weshalb ihr ihn auch als ein Gleichnis wieder erhielt.“ Ein Gleichnis oder auch als ein Beispiel.
[52:40] Durch Glauben brachte der Abraham den Isaak da. Abraham wusste um die Hoffnung der Auferstehung. Aber einer, den wir doch so weit vorne im ersten Buch Mose finden, und er hat schon an die Auferstehung geglaubt. Und das war nicht einfach für ihn, ja, eine schöne Sicherheit, sondern das hat sein ganzes Denken und Handeln durchzogen.
[53:10] Es hat sein Handeln verändert. Und gemeinsam mit dem festen Vertrauen auf Gott, hat es ihn dazu gebracht, etwas zu tun, was er sonst nicht getan hätte, nämlich seinen Sohn Isaak opfern zu können. Abraham zählte darauf, dass Gott im Stande ist, Isaak aus den Toten aufzuerwecken. Hier, was sich sicher: Er wird seinen Erlöser sehen. Einer von den Sünden Samen geschrieben hat, was sich sicher: Er wird auferstehen.
[53:49] In Hesekiel 37 sagt Gott, dass er sein Volk aus den Gräbern hervorholen wird. Und zu Daniel selbst sagt Gott: „Du wirst einst am Ende der Tage auferstehen.“
[54:05] Verändert diese Hoffnung des Alten Testaments, die Hoffnung auf die Auferstehung, auch dein Leben? Ist das, was du glaubst, was du beim Wort nimmst? Ich hoffe doch, ich hoffe es sehr. Und ich hoffe auch, dass das Studium von nächster Woche, wo wir uns, denke ich, auch einiges mehr mit dem Neuen Testament beschäftigen werden, dass das unsere Überzeugung stärkt. Wir haben eine Hoffnung, die Gott uns gegeben hat, eine Hoffnung, die uns trägt, eine Hoffnung, die uns befähigt.
[54:46] Ja, auch wir dürfen uns das vor Augen führen. Und ich wünsche mir auch, dass das auch bei unseren Beerdigungen, auch am Sterbebett, immer mehr präsent in unseren Köpfen ist. Was hat Gott versprochen? Was hat er schon in der Vergangenheit getan? Und was wird er auch in der Zukunft wieder tun? Lasst uns beten um festen Glauben und auch darum, dass wir diese Hoffnung dir sehr freudig auch weitergeben können. Lasst uns jetzt gemeinsam beten.
[55:31] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für diese schöne Lektion, die wir betrachten konnten. Ja, wir haben es in den Psalmen gelesen, wir haben es bei Hiob gefunden, einem zweiten Buch. Wir haben es bei Daniel gefunden, dem du ganz am Ende sagst, dass er bei der Auferstehung der Listen dabei sein wird. Und wir wollen es auch in unserem Leben so wiederfinden, dieser Hoffnung auf die Auferstehung.
[56:04] Herr, wenn wir auch durch so manches Tal gehen, auch wenn wir vielleicht je nach Alter, je nach Gesundheitszustand, dem eigenen Tod einmal entgegenblicken müssen, dann lass uns nicht den Blick auf die Hoffnung, die wir haben, was den Augen verlieren.
[56:29] Vater, wir wollen ein Leben führen, das uns einmal dahin bringt, dich zu sehen. Wir wollen auch unter den Erlösten sein. So wie Adam zu Jesus persönlich kommen, mit dir reden, deine Hand ergreifen. Bitte bewirke du das in uns. Bewahre du uns für die Auferstehung der Listen auf und stärke uns für uns noch weiter im Glauben. Ich danke dir. Danke, dass wir so eine große Hoffnung haben dürfen. Danke, Herr, dass du sie noch mehr in uns stärken wirst. Amen.
[57:19] Jetzt wünsche ich euch Gottes reichen Segen auch fürs Bibelgespräch und ermutige euch, dass ihr euch nächste Woche dann auch mit den Geschichten, die wir in Gottes Wort finden, noch tiefer beschäftigt. Denn was in der Vergangenheit passiert ist, das wird Gott auch in der Zukunft wieder tun können. Gottes Segen euch.
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