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In dieser Episode der Christ Study Hour 2022 Q4 wird der Sieg Christi über den Tod beleuchtet. Die Sprecherin Monja Ströck zieht Parallelen zwischen dem biblischen Passahfest und dem Tod Jesu. Sie erklärt, wie die Ereignisse um Jesu Kreuzigung und Grablegung die Erfüllung biblischer Prophezeiungen darstellen und wie menschliche Bemühungen, Gottes Plan zu vereiteln, letztendlich seine Macht nur noch mehr hervorheben.


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Serie: Christ Study Hour 2022 Q4: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung

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Transkript

[0:35] Herzlich willkommen zu einer weiteren CSH. In diesem Quartal machen wir uns Gedanken über das vergängliche Leben, den Tod und gleichzeitig aber auch über die Hoffnung, die über den Tod hinausgeht. In der letzten Woche sind wir am bedeutendsten Tod der Menschheitsgeschichte angekommen: Jesus' Tod. Und genau daran wollen wir in dieser Woche anknüpfen und uns Christi Sieg über den Tod anschauen. Bevor wir weiter ins Bibelstudium einsteigen, lasst uns zusammen beten.

[1:14] Vater im Himmel, ich danke dir, dass du unser Gott bist. Ich danke dir, dass du uns lieb hast und ich danke dir, dass du uns dein Wort gegeben hast, dass wir jetzt studieren dürfen. Danke dir, dass du für unsere Schuld am Kreuz gestorben bist und dass du wieder auferstanden bist. Und ich möchte dich bitten, dass, wenn wir jetzt dein Wort studieren, du uns mit deinem Heiligen Geist selbst, dass wir dein Wort besser verstehen und das Wissen unserem Leben umsetzen. Und dafür danke ich dir. Amen.

[1:49] Das Volk Israel wollte aus Ägypten ziehen, doch der hartherzige Pharao verbot es ihnen regelmäßig. Neun Plagen sind schon geschehen. Wasser, Ernte und Gesundheit waren bei den Ägyptern beeinträchtigt. Die zehnte Plage stand bevor: Alle Erstgeborenen sollen getötet werden. Jede israelitische Familie musste allein oder mit anderen ein Lamm oder Zicklein schlachten, das ohne Makel war, und dessen Blut an beide Türpfosten und den oberen Balken des Hauses streichen. Dann blieben sie verschont vor dem Würgeengel. In der Nacht sollten sie gebratenes Fleisch mit ungesäuerten Broten und bitteren Kräutern essen und reisebereit sein. Und in dieser Nacht war es soweit. Sie wurden von den Ägyptern befreit und durften losziehen.

[2:45] Nun sollten sie jedes Jahr das Passahfest feiern und anschließend sieben Tage ungesäuertes Brot essen. Sie sollten sich an die überwältigende Befreiung aus der Sklaverei aus Ägypten erinnern und gleichzeitig aber auch an die Befreiung der Sünde durch Christus denken, die noch bevorstand. Die ganze Geschichte ist nachzulesen in 2. Mose 12 und 13 oder auch in Kapitel 24 in "Wie alles begann" von Ellen White.

[3:15] Nach diesem Fest folgt die Darbringung der Erstlingsfrüchte, und das wollen wir uns zusammen anschauen und lesen dort mal in 5. Mose 26, die Verse 1 bis 11.

[3:29] 5. Mose 26, die Verse 1 bis 11: "Wenn du nun in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt und es in Besitz nimmst und darin wohnst, so sollst du von den Erstlingen aller Früchte des Erdbodens nehmen, die du von deinem Land einbringen willst, das der Herr, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und an den Ort hingehen, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Und du sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit im Amt sein wird, und zu ihm sagen: Ich bezeuge heute vor dem HERRN, deinem Gott, dass ich in das Land gekommen bin, von dem der Herr unseren Vätern geschworen hat, dass er uns gebe."

[4:10] Und der Priester soll den Korb von deiner Hand nehmen und ihn vor dem Altar des Herrn, deines Gottes, niederlegen. Da sollst du das Wort ergreifen und vor dem HERRN, deinem Gott, sprechen: "Mein Vater war ein umherirrender Aramäer und er zog nach Ägypten hinab und lebte dort als Fremdling mit wenigen Leuten, und er wurde dort zu einem großen, sehr starken und zahlreichen Volk. Aber die Ägypter misshandelten uns und bedrückten uns und legten uns harte Arbeit auf. Da schrien wir zum Herrn, dem Gott unserer Väter, und der Herr erhörte unsere Stimme und sah unser Elend und unsere Mühsal und Unterdrückung. Und der Herr führt uns aus Ägypten mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit gewaltigen, furchtgebietenden Taten und durch Zeichen und durch Wunder und brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, ein Land, in dem Milch und Honig fließt. Und siehe, ich bringe nun die ersten Früchte des Landes, das du, o Herr, mir gegeben hast."

[5:10] Und du sollst sie vor dem HERRN, deinem Gott, niederlegen und selbst vor dem HERRN, deinem Gott, anbeten. Und du sollst fröhlich sein wegen all des Guten, das der Herr, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat, du und der Levit und der Fremdling, der in deiner Mitte ist.

[5:30] Über 1000 Jahre später, am Rüsttag vor dem Passahfest, Jesus ist tot. Bahnbrechende Ereignisse gegen den Verlauf: Der Kampf in Gethsemane, der Verrat durch Judas, Petrus' Verleumdung, Pilatus, der erkannte, dass Jesus eigentlich unschuldig war und ihn aufgrund der tobenden Menge doch kreuzigen ließ. Dann hing Jesus am Kreuz und statt sich um sich selbst zu kümmern, kümmerte er sich um seinen mitgekreuzigten und gab ihm in diesen schlimmen Stunden Hoffnung auf eine Ewigkeit. Er sah auch seine Mutter und sorgte dafür, dass auch sie in Zukunft versorgt ist.

[6:17] Im Vergleich zum üblichen Todesverlauf bei einer Kreuzigung dauerte Jesus' Tod nicht lange. Die quälende Last der Sünde lag auf ihm. Mit seinem Tod bebte die ganze Erde und der Vorhang im Allerheiligsten riss entzwei. Jeder merkte, dass dieser Tod kein normaler Kreuzestod war. Doch nun war er tot.

[6:42] Jesus, der viele Menschen gesund gemacht hat, der sich stets um das Wohl anderer gekümmert hat, der vielen Menschen Trost und Hilfe gebracht hat, der immer ein passendes Wort für die Menschen hatte und den die Menschen zum König grüßen wollten. Jesus ist gestorben und über ihm war die Inschrift zu lesen: "Jesus, der König der Juden."

[7:13] Er durfte jetzt endlich ruhen. Der lange Tag, die Qualen waren vorüber. Doch um das Kreuz standen viele Menschen herum. Zum Beispiel Maria und die anderen Frauen, denen Jesus so viel Trost und Rettung gegeben hat. Maria, die Mutter von Jesus, die schon in seinen jungen Kindheitsjahren gemerkt hat, dass Jesus anders war als die anderen Kinder. Oder Maria Magdalena, die er von ihren bösen Dämonen befreit hat und die nun ein neuer Mensch ist. Dort war auch Johannes, der Jünger, den Jesus lieb hatte und der nun die Verantwortung für Jesus' Mutter hatte.

[7:58] Es stand auch Petrus dort, der groß behauptet hatte, er wird zu Jesus halten, und wenn es ihn seinen Tod kostet. Und nun hat er ihn dreimal verleugnet. All die anderen Jünger, die mehrere Jahre hinweg Tag und Nacht mit Jesus verbracht haben, die von seinem Tod wussten und trotzdem nicht alles verstanden haben.

[8:22] Die Hoffnung der Jünger schwand. Als sie auf den gestorbenen Jesus blickten, war ihr Schmerz unbeschreiblich. Bis zuletzt hatten sie geglaubt, dass er doch nicht sterben werde, und sie konnten es einfach nicht fassen, dass er wirklich tot war. Ihre Zukunft schien in diesem Moment dunkel.

[8:49] Und doch schreibt Ellen White, dass sie Jesus nie zuvor so geliebt haben wie jetzt.

[8:58] Auch die jüdischen Priester und Gelehrte standen um das Kreuz. Schon lange hatten sie Pläne gehackt, wie sie Jesus zum Schweigen bringen können, und nun haben sie es geschafft. Noch vor dem Passahfest wurde er getötet.

[9:15] Und wenn sie war nach Jesus' Worten: "Es ist vollbracht", hörte man am Kreuz eine andere Stimme sagen. Und das lesen wir in Matthäus 27, Vers 54: "Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und was da geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrlich, dieser war Gottes Sohn!"

[9:51] Die Stimme war so laut, dass alle herum es gehört haben. Alle traten sich um und wollten sehen, woher diese Stimme kam. Dann sahen sie: Der Hauptmann, ein römischer Soldat.

[10:05] Auch an diesem Tag der Qual wurden Menschen für das Reich Gottes gewonnen. Es wurde abends eine unheimliche Stille lag über Golgatha. Viele Menschen, die einfach nur schaulustig gekommen waren, haben an diesem Tag einen großen Sinneswandel erlebt. Anfänglich haben sie noch den falschen Beschuldigungen der Priester geglaubt. Nun wussten sie, dass diese falsch waren.

[10:36] Die jüdischen Führer allerdings, die sich den Tod von Jesus so sehr gewünscht hatten, blieben von den Ereignissen unberührt. Ihr Hass hatte nicht nachgelassen.

[10:47] Und wenn wir uns die Reaktion von den Menschen am Kreuz anschauen, dann sehen wir zwei Gruppen. Die eine haben das Ereignis erlebt und sie lassen sich von diesen Ereignissen verändern, wie zum Beispiel der römische Hauptmann. Die anderen verhärten ihr Herz, wie die jüdischen Priester.

[11:10] Und hieraus können wir ein wichtiges Prinzip ableiten: Es reicht nicht, bei den Ereignissen dabei zu sein. Es reicht nicht für uns, die biblischen Geschichten zu kennen oder alle Fakten zu wissen. Es muss unser Herz berühren und unser Leben verändern. Wir müssen denjenigen erkennen, der hinter den Geschichten steht.

[11:32] Lasst uns dazu mal Johannes 17, Vers 3 lesen. Dort steht: "Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen."

[11:53] Das ewige Leben besteht darin, dass wir eine Beziehung zu Jesus aufbauen und dass er unser bester Freund wird, dass wir täglich mit ihm leben und dass wir Stück für Stück immer besser kennenlernen.

[12:07] Und dass wir dann auch sagen: Johannes 3, Vers 30: "Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen." Jesus muss in unserem Leben zunehmen. Er muss Besitz von uns ergreifen, und wir dürfen uns von ihm führen lassen.

[12:32] Die jüdischen Führer blieben von den Ereignissen unberührt. Ihr Hass hatte nicht nachgelassen. Ihr Herz wurde nicht verändert, aber gleichzeitig hatten sie keine Ruhe. Eigentlich hatten sie doch alles erreicht, was sie erreichen wollten. Jesus war tot, und trotzdem bleibt ihre Freude aus.

[12:58] Fragen quälten sie: Was wird als Nächstes geschehen? Vor allem diese Ungewissheit quälte sie. Zu Lebzeiten hatten sie Jesus um seinen Einfluss bei dem Volk beneidet, und selbst jetzt, nach seinem Tod, waren sie eifersüchtig. Stellt euch mal vor, ihr größter Wunsch war es, Jesus zu töten, und nun fürchteten sie den toten Jesus viel mehr als den Lebenden. Sie hatten Angst, dass die Aufmerksamkeit des Volkes weiterhin auf die Ereignisse um das Kreuz gerichtet sein wird.

[13:35] Und sie fragten sich, was würden die Folgen ihres Handelns an diesem Tag sein.

[13:43] Jesus hing immer noch am Kreuz, und die Jünger sehnten sich, ihm wenigstens ein angenehmes Begräbnis zuzubereiten. Das war aber gar nicht so leicht, denn wer aufgrund so einer Anklage hingerichtet wurde, den schaffte man auf einen Begräbnisplatz, der speziell für Verbrecher angelegt war.

[14:08] Und doch hatten die Jünger Hoffnung. Joseph von Arimathäa und Nikodemus kamen ihn zu Hilfe. Sie beide waren Mitglieder des Hohen Rates, sie waren wohlhabend und hatten einen großen Einfluss, und sie durften den Leichnam begraben. Nikodemus brachte für die Einbalsamierung sogar eine kostbare Mischung aus Myrrhe und Aloe. Und keiner Person hätte eine größere Ehre zu seinem Tod erwiesen werden können.

[14:40] Nikodemus und Joseph von Arimathäa waren schon zu Jesus Lebzeiten von ihm fasziniert. Wir lesen auch, wie Nikodemus bei Nacht zu Jesus gekommen war und ihm Fragen gestellt hat. Und trotzdem trauten sie sich zu seinen Lebzeiten noch nicht, sich öffentlich zu Jesus zu bekennen. Sie versuchten, ihn einfach nur in den Ratsversammlungen zu schützen, doch dies war gescheitert. In ihrer Abwesenheit und ohne ihr Wissen wurde Jesus schließlich hingerichtet.

[15:11] Und auch hier sehen wir einen interessanten Punkt: Wir wissen nicht, wann Samen in die Herzen der Menschen gesät werden und wie lange sie dort keimen, bis sie sich zu dem Glauben bekennen. Deswegen lasst uns nicht aufhören, authentisch zu leben und so Menschen zum Nachdenken zu bringen.

[15:32] Als Jesus dann gestorben war, haben die beiden ihre Neigung nicht länger verborgen, und sie haben sich öffentlich zu Jesus bekannt. Joseph von Arimathäa hat ein Grab gekauft für sich selber, das nahe bei Golgatha lag, und dieses Grab gab er her, damit Jesus dort hingelegt wurde.

[15:55] Alle waren dabei: die Jünger und die Frauen. Sie schauten, dass alles Bestmögliche für Jesus getan worden ist. Und schließlich wurde er in das Grab gelegt und ein schwerer Stein wurde vor das Grab gewälzt.

[16:13] Lange blieben die Leute noch dort. Es war schon dunkel, als sie das Grab verließen.

[16:21] Und Jesus, Jesus ruhte. Seine Hände waren friedlich ineinander gefaltet, und er ruhte so während den heiligen Stunden des Sabbats.

[16:32] Aber dieser Sabbat war alles andere als normal. Eigentlich war es das Passahfest, und man feierte es wie in alten Zeiten, Jahr für Jahr. Dabei ist Jesus, auf den das ganze Fest hingewiesen hat, ein Tag vorher gestorben. Und er ruhte in seinem Grab.

[16:55] Die Erfüllung dieses Festes ist eingetreten. Jesus wurde als das makellose Opferlamm getötet.

[17:05] Und das Passahfest hat noch viele andere Handlungen, die für uns von Bedeutung sind und wo man eine Parallele ziehen kann. Das Lamm, das beim Passahfest geschlachtet werden sollte, sollte ganz sein, und es sollte ihm kein Knochen gebrochen werden. Christus wurde kein Bein gebrochen. Man sollte das Blut an die Türpfosten streichen, so wie ich es vorhin erwähnt habe.

[17:31] Wenn wir es auf Jesus übertragen: Das Blut Jesu muss bei jedem einzelnen Menschen Anwendung finden. Er ist für uns persönlich gestorben.

[17:47] Auch wir müssen durch den Glauben von ihm ständig geistliche Kraft und Nahrung durch sein Wort empfangen.

[17:56] Anschließend sollte man ungesäuerte Brote essen, und kein Sauerteig sollte im Haus sein. Auch der Sauerteig, der im Neuen Testament oft mit der Sünde verglichen wird, muss aus unserem Leben beseitigt werden.

[18:11] An diesem Tag wurde die Bedeutung damals nicht erkannt, und so wurden die Opfer wie Jahr für Jahr zum Passah gebracht. Und doch lag etwas befremdliches über der Feier. Das Allerheiligste, das bisher geschützt war mit einem Vorhang, lag nun offen da, denn der Vorhang ist ein Tag zuvor bei der Kreuzigung zerrissen.

[18:39] Nach so einem Ereignis war der Tod Jesu in aller Munde. Und viele durchforsten in diesen Tagen die Prophezeiungen. Und sie hatten dabei unterschiedliche Intentionen. White schreibt, dass es einige gab, die die Bedeutung des Festes besser verstehen wollten. Andere suchten nach Hinweisen, dass Jesus nicht der war, für den er sich ausgegeben hatte. Wieder andere suchten nach Beweisen dafür, dass Jesus der Messias war.

[19:15] Und doch, und das ist interessant, wurden sie alle mit derselben Wahrheit überzeugt. Die Weissagungen hatten sich in den Ereignissen der letzten Tage erfüllt. Der Gekreuzigte ist der Erlöser der Welt. Und viele von denjenigen nahmen nie wieder an einem Passahfest Teil, weil sie die Erfüllung dieses Festes verstanden haben.

[19:39] Und auch hier sehen wir wieder einen entscheidenden Punkt: Wir sehen, dass Gottes Wort die Wahrheit ist. Darüber gibt es viele Bibelstellen, die das berichten. Und wenn alle demütig die Wahrheit umfangreich studieren, dann kommen sie zu demselben Ergebnis, weil Jesus sagt, dass er uns in alle Wahrheit leiten möchte.

[20:01] Und gleichzeitig sehen wir, dass Gottes Wort das Leben ändert. Und so, wie die Menschen damals die Erfüllung des Passahfestes verstanden haben und dann nicht mehr das Passahfest gefeiert haben, so zeigt sich das auch in unserem Leben. Wahrer Gehorsam zeigt sich nicht im Einhalten von Tradition, sondern im Umsetzen von dem, was man aus Gottes Wort erkannt hat. Und dabei, dabei geht jeder sein eigenes Tempo.

[20:33] Die Priester, die waren über die Entwicklungen überhaupt nicht begeistert. Sie wollten doch eigentlich die Lehre um Jesus ausrotten, deswegen haben sie ihn getötet. Und jetzt, jetzt war sie größer als zuvor. Sie hatten Angst, dass Jesus von den Toten auferstehen könnte und dass er auf einmal wieder vor ihnen erscheinen könnte.

[20:59] Ganz dunkel erinnerten sie sich an die Worte, wie er erklärte, er habe Macht, sein Leben hinzugeben und es wieder zu nehmen. Sie erinnerten sich auch an die Begebenheit, als Jesus in Johannes 2, Vers 19 sagte: "Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufbauen."

[21:19] Und auch Judas hatte ihm die Worte Jesu erzählt, die auf dem Weg gesprochen hatte. Wir lesen sie in Matthäus 20, Vers 18 bis 19: "Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den obersten Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und werden ihn den Heiden ausliefern, damit diese ihn verspotten und geißeln und kreuzigen. Und am dritten Tag wird er auferstehen."

[21:57] Bisher hatten sie darüber nur gespottet und gelacht. Doch nun erkannten sie, dass sich die Vorhersagen bisher immer erfüllt hatten. Und auch hier stand: "Und am dritten Tag wird er auferstehen."

[22:13] Das, was die Priester bisher so zum Zittern gebracht hat, ist eine wichtige Wahrheit für uns. Wenn wir noch mal in Johannes 17 gehen, in Johannes 17, Vers 17 heißt: "Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit."

[22:37] Also sehen wir, Jesus' Worte entsprechen der Wahrheit. Und in Maleachi 3, Vers 6 lesen wir: "Denn ich, der Herr, verändere mich nicht." Gott ändert sich nicht, also seine Worte sind immer wahr, egal wann er sie gesprochen hat.

[22:58] Und wenn wir noch ein paar Propheten weiter nach vorne gehen, in Amos 3, Vers 7, dann lesen wir: "Nein, Gott, der Herr, tut nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geöffnet hat." Gott tut nichts, ohne dass er uns es uns vorher offenbart hat. Das heißt, dass wir felsenfest darauf vertrauen dürfen, dass sich alle Verheißungen, die noch nicht erfüllt sind, erfüllen werden, genauso wie sich alle Verheißungen bisher schon erfüllt haben, die sich bisher erfüllen konnten.

[23:42] Das haben auch die Priester erkannt. Doch was taten sie nun in ihrer Angst? Lasst uns dafür mal Matthäus 27 aufschlagen. Matthäus 27 und dort die Verse 62 bis 66.

[23:57] Matthäus 27, wir beginnen mit Vers 62: "Am anderen Tag, nun, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die obersten Priester und die Pharisäer bei Pilatus." Ihre Ruhelosigkeit trieb sie zusammen, und sie beratschlagten über den Leichnam Jesu.

[24:23] Sie waren sich einig: Tot und Grab durften den sie gekreuzigt hatten nicht wieder hergeben. Und dabei standen sie ganz unter dem Einfluss Satans.

[24:37] In der Lektion steht dieses Zitat von Ellen White: "Wenn er, Satan, gekonnt hätte, hätte er Christus im Grab eingeschlossen gehalten. Wenn er, Satan, gekonnt hätte, hätte er Christus im Grab eingeschlossen gehalten." Und sie versuchten alles.

[24:54] Lasst uns weiterlesen, die nächsten zwei Verse. Da kommt ihre Bitte. Sie sprachen: "Herr, wir erinnern uns, dass dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferstehen. So befiehl nun, dass das Grab sicher bewacht wird bis zum dritten Tag, damit nicht etwa seine Jünger in der Nacht kommen, ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist aus den Toten auferstanden." Und der letzte Betrug schlimmer wird als der erste.

[25:24] Ihre Bitte, sie versuchen alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um eine Auferstehung zu verhindern. Und da versuchten sie mit ihren menschlichen Kräften, und sie haben versucht, ihre menschlichen Kräfte über die göttlichen zu stellen.

[25:42] Vers 65: "Pilatus aber sprach zu ihnen: Ihr sollt eine Wache haben; geht hin und bewacht es so gut ihr könnt." Hier haben sie die Erlaubnis bekommen.

[25:53] Für 66: "Dagegen sie hin, versiegelten den Stein und bewachten das Grab mit der Wache."

[25:59] Ellen White beschreibt sehr bildlich, wie sie das Grab versiegelten. Sie schreibt, dass sie über den großen Stein am Grabeingang Seile gespannt haben, deren Enden sie im massiven Fels verankert haben. Und diese Enden wurden nochmals versiegelt, damit man ganz gewiss sein kann, dass man es sieht, wenn irgendjemand den Stein zur Seite wälzt. Der Stein konnte nicht gebrochen werden, ohne dass man das Siegel kaputt gemacht hätte.

[26:30] Und dann wurde eine Wache um das Grab gestellt. Es waren nicht ein, zwei oder drei, nein, es waren 100 Soldaten, die dieses Grab bewacht haben. Der Tote wurde so sicher in diesem Grab bewacht, als müsste er für alle Zeiten dort bleiben.

[26:48] Das waren ihre menschlichen Anstrengungen, und durch ihr Handeln wird eigentlich schlussendlich Gott nachher umso mehr verherrlicht. Denn die Anstrengungen, die gemacht wurden, um die Auferstehung von Christus zu verhindern, sind nachher eigentlich die überzeugendsten Beweise für seine Auferstehung.

[27:09] Lasst uns dazu Psalm 2 lesen, die Verse 1 bis 4.

[27:21] Psalm 2, die Verse 1 bis 4: "Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker nichtig ist? Die Könige der Erde lehnen sich auf und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten. Lasst uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen! Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie."

[27:43] Menschen können Gottes Willen nicht verhindern. Wir sehen es zum Beispiel bei Jona. Man kann sich nicht vor Gott verstecken. Und gleichzeitig sehen wir aber auch, dass wir nur in der Hand Gottes sicher sind, egal wohin sie uns führt.

[27:58] sind egal, wie wo sie uns hinführt. Auch hierfür gibt es viele Beispiele. Ich möchte mal zwei nennen. Wenn wir zum Beispiel bei Daniel die drei Männer im Feuerofen uns anschauen, im Feuerofen wurden sie bewahrt, weil sie sich treu zu Gott gehalten haben. Oder auch bei Daniel in der Löwengrube. Er hat das Gleiche erfahren. Er wurde bewahrt, weil er sich treu zu Gott gehalten hat.

[28:26] Die Pharisäer handelten aus Furcht vor der Macht Gottes. Sie wollten alles in ihrer Macht Stehende tun, um sich sicher zu fühlen. Handeln wir manchmal nicht auch so, dass wir aus Furcht irgendetwas tun, um uns sicher zu fühlen, weil wir vielleicht Angst haben vor dem Eingreifen Gottes?

[28:54] Wenn wir in die Bibel schauen, dann sehen wir, dass Jesus kennt keine Furcht. Braucht die Bibel ist voll von Geschichten, in denen Menschen, Engel oder Jesus begegnen. Und interessant finde ich, wenn man es sich durchschaut, ist das erste, was sie hören: „Fürchte dich nicht.“

[29:17] „Fürchte dich nicht.“ Zum Beispiel, wir schlagen mal vier Bibelstellen aus ganz am Anfang der Bibel, schauen in 1. Mose 15, Vers 1. Mose 15, Vers 1. Da bekam Abraham eine Offenbarung. 1. Mose 15, Vers 1. Nach diesen Begebenheiten geschah es, dass das Wort des Herrn an Abraham in einer Offenbarung erging. Und nun, das erste, was gesagt wurde: „Fürchte dich nicht, Abraham. Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.“ Paar Kapitel weiter, 1. Mose 46 und dort Vers 3. Da wird nicht mehr zu Abraham gesprochen, sondern zu Jakob. Da sprach er: „Ich bin der starke Gott, der Gott deines Vaters. Fürchte dich nicht nach Ägypten hinabzuziehen, denn dort will ich dich zu einem großen Volk machen.“

[30:21] Altes Testament sagt Gott zu Mose, Elia, David, Jesaja und noch zu vielen anderen. Es lohnt sich, diese Stellen alle mal aufzuschlagen und mal zu schauen. Und immer sieht man, er beginnt damit: „Fürchte dich nicht.“

[30:33] Lasst uns ins Neue Testament schauen. In Lukas, Lukas 1 und dort Vers 30, da erscheint der Maria und kündigt die Geburt an. Lukas 1, Vers 30. Das erste, was er sagt: „Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden.“ Und auch als Jesus dann geboren war, in Lukas 2, Vers 10, und die Engel die Geburt den Hirten auf dem Feld ankündigten, sagten sie: „Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll.“

[31:15] Also, wir sehen, bei Gott ist keine Furcht. Und auch dort gibt es einen Bibelvers in 1. Johannes 4, Vers 18, der das genau ausdrückt. 1. Johannes 4, Vers 18. „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun. Wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.“

[31:43] Gottes Liebe. Und wenn wir uns dieser liebevollen Hand des Vaters anvertrauen, dann müssen wir uns nicht fürchten.

[31:54] Die Pharisäer und die Priester, die haben sich geweigert, dieses anzunehmen. Und deswegen hatten sie Furcht und Angst und haben versucht, in ihrer menschlichen Kraft das zu tun, was sie tun können, um zu versuchen, sich sicher zu fühlen.

[32:13] Aber die Zeit ist gekommen. Es war kurz vor Tagesanbruch am ersten Tag der Woche. Noch lag Jesus im Grab. Die Wachen bewachten alles, der Grabstein war versiegelt. Es war alles nach menschlichem Ermessen vorbereitet, um eine Auferstehung zu verhindern.

[32:35] Um das Grab versammelten sich eine Schar böser Engel. Wäre es Satan möglich gewesen, so hätte er das Grab für immer versiegelt gehalten. Aber gleichzeitig umgab auch eine himmlische Schar das Grab und wartete darauf, Jesus willkommen zu heißen.

[33:03] Schlag mit mir Matthäus 28 auf. Und dort die Verse 2 bis 4. „Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat er zu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wieder Blitz und sein Gewand weiß wieder Schnee. Von seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot.“

[33:26] Ein Erdbeben hat den Tod Jesu markiert, und ein anderes Erdbeben markierte die Auferstehung. Ein Engel kam und wälzte den versiegelten Stein weg. Und Ellen White beschreibt so schön, dass es für ihn war wie ein Kieselstein. Und dann rief er: „Du Sohn Gottes, komm heraus! Dein Vater ruft dich!“

[33:50] Und hier sehen wir die Macht Gottes selbst. Hunderte von Wachen können Gottes Kraft nicht aufhalten, wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Befreit Gott.

[34:05] Fühlen. Schlag mit mir Johannes 10 auf. Jesus wurde gerufen von dem Engel. Johannes 10. Und jetzt lesen wir die Verse 17 bis 18. „Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht es zu lassen und habe Vollmacht es wiederzunehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.“

[34:33] Jesus hat die Kraft, das Leben zu nehmen und zu geben. Und nun war es für ihn soweit. Durch das in ihm innewohnende Leben kam er aus dem Grab heraus. Der Erlöser hatte den Tod besiegt. Er lebt. Alle Engel verneigten sich vor ihm und begrüßten ihn mit Lobliedern. Der Tod war besiegt. Ich glaube, wir können es uns nicht vorstellen, welche Freude damals geherrscht hat.

[35:00] Jesus hat bezeugt, was er in Johannes 11 gesagt hat. In Johannes 11 und dort Vers 25: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Das hat Jesus jetzt sichtbar gemacht.

[35:20] Die römischen Wachen haben alles gesehen und konnten den Blick nicht von ihm abwenden. In ihm erkannten sie denjenigen, den sie verspottet, verhöhnt und gekreuzigt hatten. Welch ein triumphierender Augenblick!

[35:38] Jesus hatte endgültig den Weg zum Himmel wiederhergestellt. Durch sein Opfertod am Kreuz bekommen wir nun Vergebung für unsere Sünden, erst stellvertretend für deine und meine Sünden am Kreuz gestorben.

[35:56] Satan wusste mit der Auferstehung, dass sein Reich zu Ende gehen wird und dass er schließlich sterben muss. Im Grab hat Satan kurz triumphiert. Er hatte die Hoffnung, dass der Erlöser sein Leben nicht wieder erlangen würde und das alles aus ist.

[36:14] Die Priester waren seit Anbeginn Werkzeuge und sie standen voll unter seiner Gewalt. Deswegen haben sie sich jetzt sogar für einen Lügenbericht entschieden. Aber die Wahrheit konnte man nicht aufhalten. Es gab zu viele Zeugen, die den Bericht der Soldaten gehört haben.

[36:33] Die Priester hatten immer noch ständig Angst. Sie hatten Angst auf der Straße, aber auch in ihren Häusern, in der Zurückgezogenheit. Sie hatten immer Angst, Christus irgendwann gegenüberzustehen. Und wie wir nachlesen werden, machten nämlich selbst Türen und Schlösser kein Halt vor ihm.

[36:54] Wir wollen uns jetzt anschauen, wie die Jünger und enge Freunde von Jesus die Auferstehung erlebt haben. Maria Magdalena und die anderen Frauen warteten sehnsüchtig darauf, dass die Stunden des Sabbats vorübergingen. Sehr früh am ersten Tag der Woche machten sie sich auf den Weg zum Grab. Sie nahmen wertvolle Öle mit, um Jesus noch einmal zu salben. In ihren Herzen war es Nacht geworden. Sie dachten nicht daran, dass er auferstanden sein könnte.

[37:29] Sie dachten aber über seine Taten nach und erinnerten sich an sein Versprechen: „Ich will euch wiedersehen.“ Und gleichzeitig hatten sie keine Ahnung, was gerade geschah. Sie überlegten sich noch auf dem Weg, wer ihn denn diesen großen Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen wird.

[37:49] Plötzlich erleben noch sie das Erdbeben. Der Himmel wurde von einem Glanz erleuchtet. Maria Magdalena war als erstes am Grab und als sie sah, dass der Stein entfernt war, eilte sie davon, um es den Jüngern zu berichten.

[38:05] Nun waren auch die anderen Frauen da. Ein Licht erhält das Grab, doch der Leichnam war nicht da. Sie verweilten dort und irgendwann bemerkten sie, dass sie nicht allein waren.

[38:17] Ein junger Mann in leuchtenden Gewändern saß am Grab. Es war der Engel, der den Stein weggerollt hatte. Er hatte die Gestalt eines Menschen angenommen.

[38:29] Die Frauen fürchteten sich und wollten fliehen. Doch der Engel sagte, und das lesen wir in Matthäus 28, Vers 5: „Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, dass er Jesus, den Gekreuzigten, sucht.“

[38:46] Und dann Vers 6: „Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat. Er ist auferstanden.“

[38:56] Die Frauen wiederholten diese Worte immer wieder und nun erinnerten sie sich an diese Worte. Vers 8: „Und sie ging schnell zum Grab hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkünden.“

[39:13] Maria Magdalena hatte die freudige Nachricht aber noch nicht gehört. Sie war auf dem Weg zu Petrus und Johannes, um ihnen die traurige Nachricht zu überbringen, dass sie Jesus weggenommen haben. Und diese Begebenheit lesen wir in Johannes 20.

[39:35] Hier Johannes 20 und dort Vers 2b: „Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Johannes lieb hatte, und spricht zu ihm: Sie haben den Herrn aus dem Grab genommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“

[39:50] Dann Vers 3 bis 8: „Nun ging Petrus und der andere Jünger hinaus und begaben sich zu dem Grab. Die beiden liefen aber miteinander, und der andere Jünger lief voraus schneller als Petrus und kam zuerst zum Grab. Und er beugte sich hinein und sah die leinenen Tücher darliegen, ging jedoch nicht hinein. Da kommt Simon Petrus, der ihm folgte, und geht in das Grab hinein und zieht die Tücher dar und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht bei den Tüchern liegen, sondern für sich zusammen gewickelt an einem besonderen Ort. Darauf ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst zum Grab gekommen war, und er sah und glaubte.“

[40:29] Johannes sah und glaubte. Und in Lukas 24 wird Petrus näher beschrieben bei der gleichen Begebenheit. Lukas 24, Vers 12: „Petrus aber stand auf und lief zum Grab, bückte sich und sah nur die leinenen Tücher da liegen, und er ging nach Hause, voll Staunen über das, was geschehen war.“

[40:49] Auch Petrus staunte über das alles, was er gesehen hatte. Die Grabtücher, die sorgfältig zusammengefaltet auf ihrem Platz waren, beeindruckten sie. Und trotzdem, wenn wir bei Johannes 20 weiterlesen, Vers 9: „Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er aus den Toten auferstehen müsse.“

[41:09] Trotzdem haben sie noch nicht alles verstanden. Ich finde es interessant, dass die Leinentücher hier so explizit in der Bibel erwähnt werden. Und auch Ellen White schreibt was dazu in „Sieg der Liebe“. Das möchte ich mal vorlesen, Seite 769.

[41:28] „Christus selbst hatte die Leichentücher feinsäuberlich an ihrem Platz gelegt, als der mächtige Engel zum Grab herabkam. Schloss ich ihm ein anderer an, der mit seiner Schar den Leichnam des Herrn bewacht hatte. Als der Engel vom Himmel den Stein wegrollte, betrat der andere die Grabkammer und befreite Jesus von den Tüchern, mit denen sein Körper eingewickelt worden war. Aber es war die Hand des Erlösers gewesen, die jedes Tuch zusammengefaltet und an seinen Platz gelegt hatte.“

[41:58] In den Augen dessen, der die Sterne genauso lenkt wie die Atome, ist nichts unwichtig. Ordnung und Vollkommenheit sind in allen seinen Werken sichtbar.

[42:11] Maria Magdalena war Johannes und Petrus zum Grab gefolgt. Johannes und Petrus, sie ging nach Jerusalem zurück, doch Maria blieb dort. Sie schaut in die leere Grabkammer und ihr Herz füllte sich mit tiefer Trauer. Doch als sie noch mal genauer hinschaute, sah auch sie einen Engel.

[42:30] Es waren zwei. Einer stand dort, wo das Haupt von Jesus gelegen hatte. Der andere stand dort, wo seine Füße waren. Wir lesen die Begebenheit in Johannes 20, Vers 13.

[42:43] „Und dieses sprechen zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn Jesus weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“

[42:58] Maria wandte sich sogar ab von den Engeln und sie dachte, sie müsste doch jemanden finden, der ihr sagen könnte, was mit dem Leichnam von Jesus geschehen war. Und Ellen White beschreibt, welche Gedanken ihr durch den Kopf gingen. Sie hat sich gefragt, ob die Grabstätte dieses reichen Mannes zu ehrenvoll für Jesus gewesen sein würde. Und sie hat gedacht, sollte dies der Fall sein, dann möchte sie sich selbst um einen Platz für ihn kümmern. Und sie hat gleichzeitig schon an ein Grab gedacht, nämlich das Grab Lazarus, der ja von Jesus auferweckt worden war, war nun leer. Und sie hat sich gefragt, ob es nicht dort ein Platz für Jesus geben würde.

[43:43] Aber da sprach die Stimme sie wieder an. Und wir lesen es in Johannes 20, Vers 15 bis 16. „Jesus spricht zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner und spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen.“

[44:05] Jesus spricht zu ihr: „Maria.“ Da wendet sie sich um und spricht zu ihm: „Raboni! Das heißt Meister!“

[44:14] Auf einmal hat sie erkannt, dass dieser, der mit ihr sprach, kein Fremder war. Als sie sich umdrehte, sah sie Christus lebendig vor sich stehen. Nun war ihre Freude überschwänglich. Sie stürzte auf ihn zu und rief: „Raboni!“

[44:32] Doch was sagte Jesus in Johannes 20, Vers 17? „Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“

[44:47] Jesus weigerte sich von seinen Anhängern Huldigung anzunehmen, bevor er nicht die Gewissheit hatte, dass sein Opfer vom Vater angenommen war. Er fuhr erst zu den himmlischen Höfen und erhielt von Gott selbst die Zusicherung, dass sein Sühnopfer für die Schuld der Menschheit ausreichend war, so dass alle Menschen durch sein Blut das ewige Leben erlangen können.

[45:14] Der Vater hat damit den Bund bestätigt, den er mit Christus geschlossen hatte, dass er reumütige und gehorsame Menschen annehmen und sie so lieb haben werde wie seinen eigenen Sohn.

[45:28] Alle Macht im Himmel und auf Erden wurden dem Fürst des Lebens übergeben. Und dann kehrte er zu seinen Nachfolgern in die sündige Welt zurück, um sie an der Macht und Herrlichkeit teilhaben zu lassen.

[45:42] Maria machte sich auch auf den Weg zu den Jüngern, um ihnen die freudige Nachricht mitzuteilen.

[45:50] Was taten die Jünger? Die Jünger dachten immer noch an das leere Grab und sie trauerten. Der ganze Himmel feierte ein Freudentag und für die Jünger war es ein Tag der Ungewissheit, der Bestürzung und der Ratlosigkeit. Die Nachricht von der Auferstehung von Christus war so ganz anders als das, was sie erwartet hatten.

[46:14] Sie konnten es einfach nicht glauben. Es war zu schön, um wahr zu sein. Alle Frauen berichteten von ihren Begegnungen mit Jesus. Lasst uns das noch mal in einem anderen Evangelium lesen, in Markus 16, Vers 7.

[46:33] Markus 16, Vers 7. Da wurde, da steht jetzt, was sie berichtet hatten: „Aber geht hin, sagt seinen Jüngern und dem Petrus, dass er euch nach Galiläa vorangeht. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.“

[46:44] Hier wird auch Petrus explizit erwähnt. Petrus war von Gewissensbissen geplagt. Er war niedergeschlagen. Seine Verleugnung des Herrn und der liebevolle und zugleich schmerzbewegte Blick des Erlösers stand neben ständig vor Augen. Er hatte von all den Jüngern am meisten gelitten. Aber mit diesem Satz wurde ihm zugesichert, dass seine Reue angenommen wurde und dass seine Sünden vergeben waren.

[47:14] Er wurde namentlich erwähnt. Aber die Aufforderung, Jesus zu begegnen, schloss alle Jünger ein. Jesus hatte sie nicht verstoßen, obwohl sie ihn verlassen haben.

[47:27] Und doch glaubten die Jünger den Frauen nicht. Sie meinten, die Frauen seien einer Täuschung erlegen.

[47:37] Vielen geht es doch heute genauso. Gott ist uns nahe und doch erkennen unsere verzweifelten Augen ihn nicht. Er spricht zu uns und doch verstehen wir es nicht. Und dabei möchte er uns Frieden schenken. So wie wir es in Johannes 14 lesen können.

[47:59] Johannes 14, Vers 27: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht.“

[48:11] Schau nicht auf das Grab, schau auf den auferstandenen Erlöser. Jesus lebt und weil er lebt, dürfen auch wir leben.

[48:23] Die Jünger verstanden das noch nicht. Sie fürchteten die Feindschaft der Priester, sie fürchteten den Zorn des Volkes und sie sehnten sich nach der Gegenwart von Jesus, der ihn bisher aus jeder Verlegenheit geholfen hatte. Sie versammelten sich, sie schlossen die Türen zu und sie verriegelten sie, denn sie wussten, dass sie wahrscheinlich das Schicksal ihres geliebten Meisters auch teilen konnten.

[48:51] Jesus erscheint zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Diese ging zurück nach Jerusalem. Es war schon spät, dass sie wussten, dass die Jünger sich immer noch versammelt hatten. Und als sie zu den Jüngern kam, dann waren diese nicht mehr traurig oder entmutigt, sondern fröhlich. Und wir lesen diese Begebenheit in Lukas 24.

[49:18] Lukas 24, Vers 34: „Sie sprachen: Der Herr ist auferstanden und er ist dem Simon erschienen.“ Nun erzählten auch die beiden von ihrer Begegnung mit Jesus auf ihrer Wanderung. Und dann passierte folgendes.

[49:34] Vers 36: „Während sie aber davon redeten, trat Jesus selbst in ihre Mitte.“ Plötzlich stand eine Gestalt vor ihnen. Es hatte nicht geklopft, man hatte keine Schritte gehört. Und diese Person sagte: „Friede sei mit euch.“

[49:51] Auch hier sagt Jesus: „Friede sei mit euch.“ In „Sieg der Liebe“, Seite 780, steht: Jesus ist immer bereit, jeden Menschen Frieden zuzusprechen, die von Zweifeln und Ängsten geplagt werden. Er wartet darauf, dass wir ihm unsere Herzenstür öffnen und zu ihm sagen: „Bleibe bei uns.“ Er sagt: „Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe und anklopfe? Wer meine Stimme hört und mir öffnet, zu dem werde ich hineingehen und wir werden miteinander essen, ich mit ihm und er mit mir.“ Offenbarung 3, Vers 20.

[50:23] Wie reagieren die Jünger? Vers 37: „Aber bestürzt und voll Furcht meinten sie, einen Geist zu sehen.“ Die Jünger fragten sich, was das alles zu bedeuten habe. Und doch schreibt Ellen White, dass sie die Stimme ihres Meisters erkannt haben.

[50:40] Und dann liefert Jesus alle Beweise für seine Auferstehung. Und das lesen wir in den folgenden Versen. Und er sprach zu ihnen: „Was seid ihr so erschrocken, und warum steigen Zweifel auf in euren Herzen? Seht an meinen Händen und meinen Füßen, dass ich es bin. Rührt mich an und schaut, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen wie ihr. Seht, dass ich es habe.“ Und indem er das sagte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße.

[51:06] Da sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: „Habt ihr etwas zu essen hier?“ Da reichen sie ihm ein Stück gebratenen Fisch und etwas Honig. Und der Name davon. Und aß vor ihn.

[51:23] Die Auferstehung von Jesus ist ein Vorbild für die endgültige Auferstehung all derer, die im Glauben ruhen. Seine Jünger haben sein Auftreten, sein Aussehen und seine Sprache erkannt. Und so werden wir auch wir einmal unsere Freunde, unsere Familienmitglieder erkennen, wenn wir einmal bei Jesus sein werden in Ewigkeit. Alle werden vollkommen gesund auferstehen. Und doch wird die Persönlichkeit vollständig erhalten bleiben.

[51:55] In den weiteren Versen erinnert Jesus die Jünger an die Worte, die er vor seinem Tod geredet hat. Und wir lesen es in Lukas 24, Vers 44 bis 48.

[52:06] „Er sprach zu ihm: Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war. Das alles erfüllt werden muss, was im Gesetz Moses und in den Propheten und im Psalmen von mir geschrieben steht.“ Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden. Und sprach zu ihnen: „So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen. Und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnt in Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen hier von.“

[52:42] Auch wir dürfen uns immer wieder die Wahrheiten Gottes ins Gedächtnis rufen und uns daran erinnern.

[52:47] und uns daran erinnern, je öfter wir über diese einfachen Wahrheiten nachdenken, desto tiefer verstehen wir die Aussagen. Langsam haben auch die Jünger das verstanden und langsam haben sie auch das Wesen und das Ausmaß ihrer Aufgabe begriffen.

[53:04] Jesus stattete sie mit allem aus, was sie für ihre Aufgabe auf dieser Erde brauchten. Bis zur Himmelfahrt erschien er ihnen immer wieder und viele hatten noch mal einmal eine ganz persönliche Begegnung mit Jesus.

[53:23] Die Jünger hatten den Worten derjenigen, die Jesus getroffen haben, nicht geglaubt. Sie mussten Jesus persönlich sehen.

[53:32] Bei der Begegnung mit Thomas, eine Woche später, sagte dann Jesus in Johannes 20: Jesus spricht zu ihm: „Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast. Glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben.“

[53:51] Es lohnt sich darüber nachzudenken, warum wir glauben.

[53:56] Als Christus auferstanden ist, brach er einige Personen mit sich, die in Gräbern geschlafen haben. Das lesen wir in Matthäus 27, Vers 51.

[54:28] „Und siehe, der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten in zwei. Und die Erde erbebte und die Felsen spalteten sich. Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.“

[54:47] In diesen drei Versen werden drei Tage beschrieben. Auf der einen Seite wird die Kreuzigung beschrieben, wo der Vorhang in zwei riss, die Felsen sich spalteten und die Gräber der Gestorbenen geöffnet wurden. Und bei der Auferstehung sind dann einige der Heiligen, die in Christus gestorben sind, mit ihm auferweckt worden. Sie kamen aus den Gräbern hervor und gingen in die Stadt.

[55:14] Ob es Leute sind, die die Leute noch kannten aus dem Dorf oder nicht, davon sagt uns der Bericht nichts. Aber wir wissen von Ellen White, dass es Menschen waren, die Gottes Mitarbeiter gewesen waren und die unter Einsatz ihres Lebens für die Wahrheit Zeugnis abgelegt hatten. Und nun waren sie Zeuge für denjenigen, der sie von den Toten auferweckt hat.

[55:40] Dabei besteht aber ein Unterschied zu den Personen, die Jesus während seines Lebens von den Toten auferweckt hat. Zum Beispiel den Sohn der Witwe in Nain oder die Tochter des Obersten Jairus oder auch Lazarus.

[55:53] Die drei, die ich genannt habe, und die Person, die Jesus zu seinen Lebzeiten auferweckt hatte, ihnen wurde keine Unsterblichkeit verliehen, weil sie nach der Auferstehung immer noch dem Tod unterworfen waren und eines Tages dann ein zweites Mal gestorben sind.

[56:10] Diejenigen, die bei der Auferstehung von Jesus aus den Gräbern hervorkamen, sind zum ewigen Leben berufen worden. Und diese sind später als Zeichen seines Sieges über den Tod und das Grab mit dem Herrn in den Himmel hinaufgefahren.

[56:29] In „Sieg der Liebe“, Seite 766, schreibt Ellen White: „Christus erklärte damit: Diese sind nicht länger Gefangene Satans, denn ich habe sie erlöst. Ich habe sie als Erstlingsfrüchte meiner Macht aus dem Grab hervorgebracht, damit sie dort sind, wo ich bin, und nie mehr den Tod sehen oder Leid erfahren.“

[56:51] Diese Auferstandenen gingen in die Stadt Jerusalem, erschienen vielen und berichteten, dass Christus von den Toten auferstanden war und sie ebenfalls. Sie waren Zeugen der Auferstehung.

[57:03] Diese Auferstandenen bezeugen folgende Wahrheit, die schon im Alten Testament geschrieben steht. Lasst uns dazu mal Jesaja 26 aufschreiben.

[57:20] Jesaja 26 und dort Vers 19: „Aber deine Toten werden leben, auch mein Leichnam, sie werden auch verstehen. Wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes! Denn dein Tau ist ein Morgentau, und die Erde wird die Toten wiedergeben.“

[57:33] Das ist ein Grund zur Freude. Die Stimme vom Kreuz rief: „Es ist vollbracht!“ Und diese Stimme wurde von den Toten gehört. Sie hat die Mauern der Gräber durchdrungen und gebot den Schlafenden aufzustehen.

[57:48] So wird es auch sein, wenn die Stimme von Christus vom Himmel erscheinen wird. Diese Stimme wird die Gräber durchdringen und sie wird sie entriegeln.

[58:01] Die Toten, die an Christus geglaubt haben, werden auch verstehen. Bei der Auferstehung des Erlösers war nur wenige Gräber geöffnet. Bei seiner Wiederkunft aber werden alle kostbaren Toten seine Stimme hören und zu herrlichem, unsterblichem Leben hervorkommen, wenn sie im Glauben gestorben sind.

[58:22] In „Sieg der Liebe“, Seite 767, steht: „Dieselbe Macht, die Christus vom Tod auferweckte, wird auch seine Gemeinde auferwecken und mit ihm verherrlichen über alle reiche Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen.“ Epheser 1.

[58:41] Wir haben gesehen, dass Christus unser Passahlamm war. Aber Christus ist nicht nur das Passahlamm. Christus ist auch als Erstlingsfrucht von den Toten auferstanden. Und hierzu lesen wir auch einen Vers, der steht in 1. Korinther 15, Vers 20.

[59:05] „Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, erst der Erstling der Entschlafenen geworden.“

[59:10] Erst das Gegenbild zur Darbringung der ersten Gabe am Fest der ungesäuerten Brote. Denn seine Auferstehung geschah am selben Tag, an dem die Erstlingsgabe dem Herrn dargebracht werden sollte. Wie wir es vorhin schon gelesen haben, über 1.000 Jahre gab es diese Tradition.

[59:27] Die ersten reifen Kornähren wurden auf dem erntefeld geschnitten und wenn das Volk zum Passahfest nach Jerusalem hinaufzog, wurde diese Erstlingsgabe als Dankopfer vor dem Herrn emporgehoben.

[59:40] Erst wenn die Erstlingsfrucht dem Herrn dargebracht war, durfte die Sichel ans Korn gelegt werden.

[59:47] Die goldgeweihte Gabe war ein Sinnbild für die Ernte. Es war eine heilige Anerkennung Gottes als des gnädigen Versorgers. Die Erstlingsfrüchte wiesen zum einen auf den Beginn der Ernte hin, aber auch auf die Qualität des geernteten.

[1:00:05] Und auf diese Weise stellte Christus als Erstlingsfrucht die große geistliche Ernte dar, die für das Reich Gottes eingebracht werden soll.

[1:00:14] Seine Auferstehung ist das Vorbild und die Zusicherung für die Auferstehung aller Gerechten.

[1:00:20] Lasst uns in 1. Korinther 15 die Verse 50 bis 54 lesen.

[1:00:27] „Das aber sage ich, Brüder: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben, auch erbt das fürwesentliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden. Und das plötzlich in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwässliche muss Unverweslichkeit anziehen, und diese Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwässliche Unverweslichkeit anziehen und diese Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen in Sieg.“

[1:01:14] Wenn wir auferstehen, wenn alle Zeichen des Leides verschwunden sein. Jesus aber trägt die Nägelmale in aller Ewigkeit mit sich, um die Geschichte der wunderbaren Erlösung, sowie den hohen Preis, mit dem er die Menschen erkauft hat, immer zu erzählen.

[1:01:36] In dieser Woche haben wir gesehen, dass Christus die Auferstehung und das Leben ist.

[1:01:39] Durch unseren Erlöser wurde das Leben, das durch die Sünde verloren gegangen war, wiederhergestellt. Denn er hat das Leben in sich selbst und kann beleben, wen er will.

[1:01:50] Christus besitzt das Recht und Sterblichkeit zu verleihen. Das Leben, das er als Mensch niedergelegt hat, nahm er wieder auf, um es der Menschheit zu schenken.

[1:02:01] Und er gab es ihnen in Fülle. Lasst uns dazu Johannes 10, Vers 10 lesen.

[1:02:10] „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu töten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.“

[1:02:22] Jesus schenkt uns das Leben in Fülle.

[1:02:25] In Johannes 4 sagt Jesus: Johannes 4, Vers 14: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.“

[1:02:43] Wenn wir von dem Wasser trinken, das Jesus uns gibt, werden wir nie mehr Durst haben. Es sprudelt bis in die Ewigkeit.

[1:02:53] Lasst uns noch Johannes 6 lesen. Johannes 6, Vers 54.

[1:02:56] „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auch auferwecken am letzten Tag.“

[1:03:06] Wenn wir Jesus in unser Leben aufnehmen, haben wir die Gewissheit, dass er uns am Ende auferweckt und wir ewiges Leben haben.

[1:03:14] Ein bisschen anders ausgedrückt steht es in Johannes 8. Johannes 8, Vers 51.

[1:03:19] „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit.“ Weil Gottes Wort hält, wird den Tod nicht sehen.

[1:03:31] Und er wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. Der Tod ist nur ein Schlaf, ein Augenblick der Stille und der Dunkelheit.

[1:03:42] Und wir dürfen uns auf den Tag der Auferstehung freuen.

[1:03:53] Kolosser 3, Vers 4: „Wenn aber Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.“

[1:04:00] Wenn Christus in Herrlichkeit erscheint, werden auch wir auferweckt. Die Stimme, die vom Kreuz rief: „Es ist vollbracht!“, wurde von den Toten gehört. Sie durchdrang die Mauern der Gräber und gebot den Schlafenden aufzustehen.

[1:04:15] Und so wird es auch sein, wenn die Stimme von Christus im Himmel erscheinen wird. Sie wird die Gräber durchdringen und sie entriegeln.

[1:04:24] Dann werden alle Toten, die an Christus geglaubt haben, auferstehen.

[1:04:33] Bei seiner Wiederkunft werden alle kostbaren Toten seine Stimme hören und zu herrlichem, unsterblichem Leben hervorkommen.

[1:04:39] Und ich möchte noch einmal das Zitat von Ellen White aus „Sieg der Liebe“, Seite 767, lesen: „Dieselbe Macht, die Christus vom Tod auferweckte, wird auch seine Gemeinde auferwecken und mit ihm verherrlichen über alle reiche Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen.“

[1:05:01] Und dazu passt unser Merkvers aus Offenbarung 1, Verse 17 und 18: „Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seine Füße. Aber er legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot und bin lebendig für immer und ewig. Ich habe die Schlüssel des Todes und des Totenreiches.“

[1:05:22] Jesus hat den Tod besiegt. Er hat die Macht, uns aufzuwecken, und das gibt uns Hoffnung.

[1:05:30] Lasst uns Jesus immer besser kennenlernen. Lasst uns eine lebendige Beziehung zu ihm aufbauen und in dieser Hoffnung leben.

[1:05:45] Vater im Himmel, ich danke dir, dass du die ganzen Qualen der Sünden auf dich genommen hast. Ich danke dir, dass du am Kreuz gestorben bist und dass du gerufen hast: „Es ist vollbracht!“ Vater, ich danke dir, dass du uns die Tür in die Ewigkeit geöffnet hast und dass du uns Vergebung für die Sünden gibst.

[1:06:03] Vater, ich möchte dich bitten für alle, die diese CSH schauen. Ich möchte dich bitten, dass du diese Wahrheit ganz tief in unser Herz schreibst. Ich möchte dich bitten, dass wir eine lebendige Beziehung zu dir aufbauen, dass wir in diesem Leben mit dir leben und dass wir dann die Hoffnung haben, dass wir eines Tages bei dir die Ewigkeit verbringen. Und ich danke dir dafür, dass du alles dafür bereitet hast. In deinem Namen. Amen.
[1:06:51] [Musik] [Applaus]


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