[0:31] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer gilt auch ein ganz herzliches Willkommen allen Zuschauern auf dem Sender.
[0:44] Wir beginnen ein neues Quartal. Drei Monate lang wollen wir uns mit einem neuen biblischen Buch beschäftigen. Wir haben in den letzten drei Monaten uns intensiv Gedanken gemacht über das Buch 2. Mose, über den Exodus, über diese so eindrückliche Geschichte der Erlösung, der Befreiung, der Wiederherstellung auch. Und es passt sehr gut, finde ich, dass wir uns in den nächsten drei Monaten mit einem Buch beschäftigen, das in gewisser Weise den Abschluss dieser Reise präsentiert. Das Buch Josua ist nicht nur aus archäologischer und geschichtlicher Perspektive interessant. Das Buch Josua zeigt uns ganz viele Lektionen des Glaubens. Und darum soll es gehen in diesen drei Monaten. Wir wollen das Buch Josua studieren, nicht einfach nur um Ereignisse und Namen und Orte kennenzulernen, sondern um von dem Glauben zu lernen, der es möglich gemacht hat, dass die Israeliten der zweiten Generation tatsächlich das gelobte Land eingenommen haben. Insofern ist dieses Buch auch ein Blueprint, ein Vorbild für uns, die wir auf dem Weg in das himmlische gelobte Land sind. Eine Typologie sozusagen auch auf die Endzeit. Und es gibt so vieles, was wir lernen können und lernen wollen. Und wir werden uns verschiedene Kapitel anschauen, verschiedene Geschichten und immer diese Grundfrage stellen: Was sind die Lektionen des Glaubens, die wir aus diesen Kapiteln für uns persönlich lernen können, anwenden können auf unser persönliches Leben zu Hause, im Alltag, im Beruf, in der Familie, in der Gemeinde weltweit?
[2:46] Wir wollen heute uns das erste Kapitel anschauen. Das ist nicht einfach nur eine Einleitung. In Wirklichkeit ist dieses erste Kapitel und so ist unsere Lektion, mit der wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 4. Oktober, überschrieben mit dem Wort Erfolgsrezept. Es ist ein Erfolgsrezept. Das erste Kapitel Josua ist der Schlüssel, der alle anderen Kapitel aufschließt. Der zeigt, warum Gott so mächtig und wirkungsvoll für das Volk eintreten konnte.
[3:23] Und bevor wir uns dieses erste Kapitel in Ruhe gemeinsam anschauen und es studieren, wollen wir Gott einladen, dass das Studium vom Buch Josua uns näher zu dem bringt, der im Hebräischen auch den Namen Josua eigentlich trug. Der Name Jesus ist ja nichts weiter als eine griechische Form dieses Namens Josua. Und das ist, glaube ich, kein Zufall. So wie Josua das Volk in das gelobte Land gebracht hat, so bringt Jesus uns ans Ziel.
[4:06] Und wir wollen jetzt mit einem Gebet starten, nicht nur für diese erste Folge, sondern für das gesamte Quartal, dass wir durch das Studium von Josua neu erweckt werden, neu begeistert werden für das Wort Gottes in unserem Herzen, uns neu vornehmen, Gott zu folgen und sein mächtiges Wirken zuzulassen in unserem Herzen. Wir wollen beten, dass dieses Studium uns persönlich als Gemeinden weltweit erweckt und uns vorbereitet, dass wir in das gelobte Land ziehen können. Wollen wir gemeinsam beten? Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jetzt in den nächsten Wochen und Monaten uns mit dem Buch Josua beschäftigen dürfen. Herr, das hat so viel für uns zu sagen heute. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir das begreifen, dass wir nicht einfach nur Kapitel lesen und Geschichten analysieren, sondern dass wir deine Botschaft für deine Endzeitgemeinde in diesem Buch auch hören und dass wir lernen zu glauben, dass wenn Schwierigkeiten sich in den Weg stellen, dass du größer bist als jede Schwierigkeit, größer bist als jedes Hindernis, größer bist als jeder Feind, der uns aufhalten möchte. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst für die schwierigen Stellen, dass du uns Freude schenkst an den Stellen, die wir lesen werden, die uns ermutigen und unsere Seele streicheln werden, dass du uns Mut schenkst, auch die Stellen, die Verse anzunehmen, die vielleicht direkt in unser Herz hineinstechen, weil sie Sünde in unserem Leben offenbaren. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir erneut zu Studenten deines Wortes werden, die selbstständig unter deiner Anleitung denken und studieren und vorbereitet werden auf die letzte große Auseinandersetzung. Herr, das bitten wir in deinem Namen. Es ist dein Buch, es ist deine Botschaft und du sollst unser Lehrer sein. Amen.
[6:32] Wir beginnen in Josua und dort in Josua 1 und werden gleich sofort bemerken, dass dieses Buch keine Insel ist. Es steht nicht isoliert da. Josua 1, Vers 1: „Und es geschah nach dem Tod Moses, des Knechtes des Herrn, da sprach der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, dem Diener Moses, folgendermaßen.“ Josua ist nicht einfach nur ein Buch, es ist auch eine Weiterführung. Es wird direkt angeschlossen an das, was wir in 5. Mose direkt davor berichtet gesehen und gehört haben. Wenn wir das Buch 5. Mose gelesen haben, dort wird in Kapitel 34 der Tod von Mose berichtet. Und Josua, obwohl es nicht zu den fünf Büchern Mose gehört, die man ja auch den Pentateuch nennt, hat so viel mit den Mose-Büchern zu tun, offensichtlich, weil dort ja all das, was in den Mose-Büchern oder vieles von dem, was in den Mose-Büchern angefangen worden ist und erzählt worden ist, jetzt quasi sein vorläufiges Ende findet, dass manche Forscher nicht von einem Pentateuch, sondern von einem Hexateuch sprechen, die sechs Bücher, die sozusagen zusammengehören.
[7:55] Mose, der alles überragende Leiter aus 2. Mose, 3. Mose, 4. Mose, 5. Mose ist tot. Aber obwohl Mose tot ist und wir wissen nicht genau, ab welchem Zeitpunkt er dann wieder auferstanden ist und in den Himmel aufgefahren ist, wie uns das Buch Judas offenbart und auch durch Johannes 5 und auch Matthäus 17 und andere Stellen sehr deutlich ist, ist Mose tot hier zunächst einmal, aber Gott lebt. Und Gott offenbart sich dem Josua, so wie er sich dem Mose offenbart hat. Ein wenig etwas zu Josua wird er genannt, der Diener von Mose. So finden wir schon auch in den Mose-Büchern, in 2. Mose 24, Vers 13 zum Beispiel und auch in 4. Mose 11, Vers 28. Wir werden nicht alle Verse hier lesen aus Zeitgründen, aber wir haben ein Sendemanuskript, das ihr dann auch noch weiter diesbezüglich studieren könnt. Josua war bereits vor dem Buch Josua als Nachfolger festgelegt worden in 4. Mose, Verzeihung, in 5. Mose, Kapitel 34 und dort Vers 9. Und das ist schon an anderen Stellen vorher auch deutlich geworden. Lesen wir: „Joshua aber, der Sohn Nuns, war mit dem Geist der Weisheit erfüllt, denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt, und die Kinder Israels gehorchten ihm und handelten so, wie der Herr es Mose geboten hatte.“ Das ist sozusagen jetzt die Verknüpfung und dann kommt in Vers 10 bis 12 noch ein abschließender Kommentar über die Bedeutung von Mose. Aber Vers 9 und erst Josua 1, Vers 1, die bilden sozusagen die Scharnierstelle. Mose hat Josua als Nachfolger ordiniert und als Mose tot ist, übernimmt Josua, erfüllt vom Heiligen Geist, diese Aufgabe und so spricht Gott jetzt in Josua 1, Vers 1 zu ihm.
[10:01] Sein Name ist äußerst interessant. Er bedeutet nämlich „der Herr rettet“. Ja, Abkürzung für den Namen Gottes, der Herr rettet. Im Griechischen wird dieser Name wiedergegeben mit Jesus. Das heißt, wenn Jesus oder wenn das Evangelium, wenn Evangelien nicht griechisch geschrieben werden, sondern hebräisch oder aramäisch, dann würden wir heute von Josua, dem Erlöser, sprechen. Matthäus Kapitel 1 und dort Vers 21: „Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, der Herr rettet.“ Und hier wird jetzt die Erklärung gegeben: „Denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“ Jesus im Neuen Testament, unser Erlöser, ist gekommen, um uns von den Sünden zu retten. Josua, im Buch Josua, der Nachfolger von Mose, ist, und das werden wir immer wieder sehen, auch ein Typus auf Jesus. Und vieles von dem, was wir hier im Buch Josua lesen, an Glaubenslektionen, lässt sich direkt übertragen auf den Glaubenskampf, auf das Evangelium und insbesondere auch auf die finalen Phasen dieser Heilsgeschichte.
[11:28] Josua Kapitel 1 und dort Vers 2, das sind die Worte, die Gott zu Josua spricht. Interessanterweise beginnt das Buch Josua nicht einfach mit einer erstmal geschichtlichen Erzählung oder mit irgendwelchen Einleitungen, es beginnt mit einer Rede Gottes. Acht Verse jetzt, von Vers 2 bis Vers 9, das Buch Josua beginnt mit Gottes direkten Worten und alles, was danach folgt, bezieht sich letztlich zurück auf diese ersten Worte Gottes. Das Buch Josua beginnt mit einer direkten Botschaft von Gott, Vers 2: „Mein Knecht Mose ist gestorben, so mache dich nun auf, ziehe über den Jordan dort du und dieses ganze Volk in das Land, das ich ihnen gebe, den Kindern Israels.“ Dreimal wird betont, dass Mose der Knecht Gottes gewesen war und Josua bekommt den Auftrag, den Jordan zu überschreiten und das Land Kanaan einzunehmen.
[12:40] Ein aufmerksamer Bibelleser wird sich daran erinnern, dass er das in 5. Mose so ähnlich schon mal gelesen hat. In 5. Mose Kapitel 1 und dort Vers 8. Also Mose wenige Wochen vor Josua 1, das Volk daran erinnert hat, was Gott über 38 Jahre zuvor schon am Berg Sinai ihnen gesagt hatte. Dort lesen wir in Vers 8: „Siehe, ich habe euch das Land gegeben, das vor euch liegt, geht hinein und nehmt das Land in Besitz, von dem der Herr euren Vätern Abram, Isaak und Jakob geschworen hat, dass er es ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben will.“ Mittlerweile ist fast niemand mehr von denen lebendig gewesen, die damals am Sinai diese Botschaft gehört haben. Aber obwohl die Menschen jetzt gewechselt sind, eine neue Generation da ist, bleibt die Botschaft Gottes dieselbe. Gott hat im Laufe der Jahre und Jahrzehnte nicht seine Botschaft verändert, auch wenn es länger gedauert hat, als es ursprünglich geplant war. Gott hätte ja das Volk Israel gerne schon im zweiten Jahr ins gelobte Land gebracht. Wir erinnern uns vielleicht an die Geschichte in 4. Mose, als das Volk bei Kadesch-Barnea sich weigerte hineinzugehen. Wir werden immer wieder auch versuchen Parallelen zu ziehen oder Kontrastparallelen zu ziehen zwischen dem, was damals schiefgelaufen ist und dem, was jetzt im Fall des Buches Josua durch den Glauben möglich ist. Die Botschaft hat sich nicht verändert, das Volk soll in das Land hineingehen, das Gott ihnen gibt. Sie nehmen es sich nicht selbst. Gott gibt es ihnen, aber sie werden nicht einfach dort hineingebeamt, sie werden nicht einfach in ein leeres Land gebracht, sie arbeiten mit Gott zusammen.
[14:24] Vers 3: „Jeden Ort, auf den eure Fußsohlen treten, habe ich euch gegeben, wie ich es Mose verheißen habe.“ Was für eine Verheißung. Gott sagt, wenn ihr in das gelobte Land geht, wenn ihr in das Land Kanaan hineingeht, dann wird jeder Ort, auf den ihr tretet, euch gehören. Nicht nur dieser Vers, sondern auch der nächste Vers, Vers 4: „Von der Wüste und dem Libanon, dort bis zum großen Strom Euphrat, das ganze Land der Hethiter und bis zu dem großen Meer, wo die Sonne untergeht, soll euer Gebiet reichen.“ Die geografische Beschreibung des gelobten Landes. Mit der Wüste ist die Negev-Wüste im Süden Kanaans gemeint, Richtung Sinai-Halbinsel. Also man kann sich vorstellen, Gott spricht zu Josua und auch zu Mose, so dass sie jetzt am Ostjordan, also östlich des Jordans stehen und nach links schauen sozusagen, das ist dann Süden, dort ist die Wüste und dann nach rechts schauen sozusagen in den Norden zum Libanon und dann geht es ja immer weiter Richtung Nordosten zum Euphrat und dann geradeaus zum Mittelmeer, dem Meer, wo die Sonne im Westen untergeht. All das, Vers 3 und 4, diese Verheißung und die geografische Abgrenzung des Landes, die mehrmals schon in den Büchern Mose so gezeigt worden ist, auch in der 1. Mose schon, dem Abraham, dann in der 2. Mose und dann auch wieder in der 5. Mose kann man im Sendemanuskript nachlesen, all das ist fast wörtlich ein Zitat aus 5. Mose. Und nicht nur, weil mir 5. Mose so unglaublich toll gefällt, müssen wir hier immer wieder auf 5. Mose verweisen, weil von Anfang an dieses Buch, Josua mit dem Buch, insbesondere 5. Mose und überhaupt mit allen fünf Büchern Mose, auf das engste verzahnt ist. Es ist eine Weiterführung, es ist das Ende eines Prozesses, der in den Mosebüchern schon beschrieben ist. Und deswegen ändert sich die Botschaft nicht. Das sind dieselben Verheißungen und dieselbe Botschaft.
[16:35] 5. Mose 11, Vers 24: „Jeder Ort, auf den eure Fußsohlen treten, soll euch gehören. Von der Wüste an, vom Libanon und dem Euphratstrom bis an das westliche Meer soll euer Gebiet reichen.“ Gott wiederholt seine Verheißung. Das, was er durch Mose hat predigen lassen, kurz vor dessen Tod, lässt er jetzt auch oder sagt er jetzt auch dem Josua. Und ein Grund, warum die Israeliten tatsächlich unter Josua ins gelobte Land gegangen sind, ist, weil sie den Verheißungen aus 5. Mose geglaubt haben. Ich werde nicht müde zu betonen, seit vielen Jahren, welche eine unfassbare Bedeutung das Buch 5. Mose für die Heilsgeschichte hat. Und die Tatsache, dass nach der Predigt von 5. Mose das Volk Israel im Glauben vorangeschritten ist. Wir werden sehen, das Buch Josua enthält eine ganze Reihe von glaubensstärkenden Erfahrungen. Es gibt auch ein paar Momente, wo wir auch mangelnden Glauben sehen, aber vor allem sehen wir in diesem Buch Glaubenshelden und Heldinnen. Und das hat nicht zuletzt auch mit dem Buch 5. Mose zu tun.
[17:49] Gott zitiert also hier in Josua 1, Vers 3 und 4 aus dem Buch 5. Mose und sagt, das gilt noch immer, auch wenn Mose, der es damals gepredigt hat, tot ist. Liebe Freunde, liebe Freundinnen, die Adventbewegung hat große Männer und Frauen gehabt, die das Wort Gottes treu gepredigt haben. Und auch wenn diese irgendwann nicht mehr da sind, weil sie gestorben sind, zum Beispiel, bleibt die Botschaft und bleiben die Verheißungen unverändert. Die neue Generation ist nicht aufgefordert, alles neu zu erfinden, sondern den Weg weiterzugehen, den treue Frauen und Männer zuvor gewiesen haben.
[18:27] Vers 5, Josua 1, Vers 5: „Niemand soll vor dir bestehen, dein Leben lang.“ Diese Verheißungen sind wirklich unfassbar groß. Zunächst sagt Gott im Vers 3: „Wohin du trittst, das soll dir gehören.“ Und dann sagt er: „Niemand soll vor dir bestehen.“ Er sagt nicht, in den meisten Fällen wirst du gewinnen oder immer mal wieder. Er sagt, niemand wird dich besiegen können und zwar nicht nur für die nächsten drei Monate oder zwölf Wochen oder drei Jahre, dein Leben lang. Glauben wir, dass Gott durch seine Gnade uns zu Siegern machen kann und zwar nicht nur für drei Wochen, sondern unser Leben lang. Dass niemand, nicht nur die meisten, sondern niemand uns überwinden kann. Das sind wirklich große Verheißungen.
[19:40] Wenn Petrus sagte, 2. Petrus, Kapitel 1, Vers 3, da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat, durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht. Wenn du dich vielleicht jemals gefragt hast, was sind das für überaus große und kostbare Verheißungen, dann schau direkt zu Josua 1. Wohin du trittst, soll es dir gehören. Niemand kann von dir bestehen, dein ganzes Leben lang. Das bietet Gott Josua und dem ganzen Volk an und in einem geistlichen Sinne bietet er es uns allen an.
[20:35] Jesaja Kapitel 54 und dort Vers 17. Gott sagt hier, der ganze Kontext geht um das Evangelium. Es handelt vom Evangelium Jesaja 53, die Beschreibung dessen, was Jesus für uns getan hat und was Gott uns zurücknimmt, wiederherstellt und uns vergeben möchte, wenn wir an Jesaja 55 denken. Jetzt schauen wir ins Jesaja 54 und dort Vers 17: „Keine Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen. Und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil wird.“ Diese Idee, dass niemand uns besiegen kann, keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen, das wird hier beschrieben als die Gerechtigkeit, die von Gott kommt. Nicht unsere Gerechtigkeit, nicht unsere Muskelkraft, nicht unsere taktische Schleue, unsere Liste, unsere Ideen, wie wir den Feind ausweichen können. Nein, Gotteskraft und der Einzug in das gelobte Land gibt genügende Weise, dass es Gotteskraft gewesen ist. Wir denken nur jetzt schon mal an den Fall der Mauern von Jericho. Niemand soll vor dir bestehen, dein Leben lang. Das ist sozusagen in die militärische Sprache der Invasion runtergebrochen, der eigentliche Gedanke von Jesaja 54. Keine Waffe, die gegen dich gerichtet ist, soll es gelingen. Und Jesaja 54 sagt ganz deutlich, da geht es eigentlich um das Evangelium, um die Gerechtigkeit, die Gott uns schenken möchte.
[22:17] Und wenn du jetzt in deinem Herzen sagst, wo wir jetzt die ersten Verse von Josua gelesen haben, das möchte ich auch, dann höre die Worte aus Jesaja 55 Vers 1, die nur durch eine spätere Kapitelanteilung von Jesaja 54 Vers 17 getrennt worden sind: „Wohl an, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser! Und ihr, die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch.“ Gott sagt, das schenke ich dir, willst du es haben, das schenke ich dir. Die überaus großen Verheißungen direkt am Anfang vom Buch Josua sind für uns kostenlos. Jeder, der sie haben möchte, jeder, der sie in Anspruch nehmen möchte, egal wer es ist, dass sie für sich persönlich in Anspruch nehmen, auch du, lieber Freund, liebe Freundin, egal wer du bist, egal was du getan hast und egal was deine Geschichte ist, du darfst diese Verheißungen in Anspruch nehmen in Jesus Christus, dem wahren Josua sozusagen.
[23:32] Schauen wir noch mal in Josua 1 Vers 5: „Niemand soll vor dir bestehen dein Leben lang.“ Und jetzt sehen wir, warum. Nicht, weil Gott uns einfach stärker macht als die Gegner, sondern: „Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.“ Das Geheimnis des Sieges ist nicht, dass wir plötzlich einfach besser werden, dass wir mehr wissen oder mehr können. Das Geheimnis des Sieges ist die Gegenwart Gottes und Gott wollte das den Israeliten schon immer beibringen. Wir denken zurück an das Heiligtum. Erst letzte Woche haben wir in der Lektion am Ende von 2. Mose darüber gesprochen, wie das Heiligtum die Präsenz, die Gegenwart Gottes in das Volk, das Lager brachte und damit eine Herrlichkeit, die alles überstieg, was ein Mensch alleine hätte sehen können, die Gegenwart Gottes. Gott verspricht hier Josua, dass er bei ihm sein möchte und das ist die Grundlage für den Sieg.
[24:42] Paulus hat das in Römer 8 so ausgedrückt, in den berühmten Worten, die wieder zeigen, wie diese ganze Idee des Kampfes und ja dieser Sprach aus Josua übertragen werden kann auf das Geistliche in Römer 8, Vers 31: „Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns? Wer kann gegen uns sein?“ Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein? Paulus sagt nicht, dass es keine Schwierigkeiten geben wird. Er zählt die ganzen Schwierigkeiten auf in Vers 35 und 36, aber sagt in all dem, Vers 37: „Überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.“ Überwinden heißt im Griechischen siegen. Trotz Tranksal und Angst und Verfolgung und Hunger und Blödsinn und Gefahr und Schmerz, selbst wenn wir umgebracht werden, werden wir Sieger sein im geistlichen Kampf, Sieger sein, wenn Gott mit uns ist.
[25:51] Und deswegen ist die einzige und entscheidende große Frage: Ist Gott in meinem Leben gegenwärtig? Diese Frage muss ich mir stellen, jeden Tag aufs Neue. Es ist nicht einmal gerettet, immer gerettet, sondern jeden Tag darf ich die Verheißung in Anspruch nehmen, dass Gott in meinem Leben gegenwärtig sein möchte und wirken möchte.
[26:18] Dass diese Worte nicht nur auf die Zeit von Josua und des Volkes Israels zur Zeit der Landnahme Bezug nehmen, dass sie auch heute noch gelten, das macht die Bibel selbst ausdrücklich deutlich. Paulus zitiert im Hebräerbrief, Kapitel 13 und dort Vers 5: „Euer Lebenswandel sei frei von Geldliebe. Begnügt euch mit dem, was vorhanden ist, denn er selbst hat gesagt: Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen.“ Das bedeutet nicht, dass wir immer alles bekommen, was wir haben wollen. Das bedeutet nicht, dass wir niemals Sorgen haben werden, die von außen auf uns eindringen, aber es bedeutet, dass in all dem wir überwinden, durch den, der uns geliebt.