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In dieser Christ Study Hour-Episode mit Rabea Kramp wird die neutestamentliche Hoffnung auf die Auferstehung beleuchtet. Anhand biblischer Texte wie 1. Johannes 5, Römer 6 und 1. Korinther 15 wird die Bedeutung der Auferstehung für den christlichen Glauben und das Leben der Gläubigen dargelegt. Es wird betont, wie diese Hoffnung Trost spendet und die Lebensqualität steigert, selbst in schwierigen Zeiten.


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Serie: Christ Study Hour 2022 Q4: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung

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Transkript

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour Nummer 8 im vierten Quartal 2022. Wir haben heute das Thema „Die neutestamentliche Hoffnung“ und wir beschäftigen uns ja dieses Quartal mit der Auferstehungshoffnung und mit dem, was die Bibel dazu zu sagen hat. Und heute wollen wir den Fokus legen auf die Texte im Neuen Testament. Und bevor wir das tun, möchte ich mit euch gemeinsam beten.

[1:03] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für so viele klare Aussagen in der Bibel. Du hast keinen Zweifel daran gelassen, wie der Tod aussieht, wie die Auferstehung aussieht und ja, wie alles sich am Ende wenden wird, wenn du wiederkommst, dass die Toten auferstehen, in den Himmel fahren. Herr, du hast uns nicht im Dunkeln gelassen, du hast uns dazu viel offenbart und dafür danken wir dir. Und davon möchten wir heute lernen und entdecken und verstehen. Und darum bitte ich dich, dass du dich uns mit deinem Heiligen Geist beim Lesen und Studieren begleitest. Amen.

[1:43] Das Thema dieses Quartals lautet ja: „Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnungen“. Und heute wollen wir den Fokus auf dieses letzte Wort legen: die Zukunftshoffnung. Es geht diese Woche, wie gesagt, um die Auferstehungshoffnung im Neuen Testament. Und Hoffnung ist ja ein ganz oft gebrauchter Begriff. Manche Menschen hoffen auf körperliche Heilung, auch auf psychische Heilung, auf ein Ende des Krieges, auf Versöhnung, auf bessere Zeiten. Und manche hoffen auch auf ein Leben nach dem Tod, so wie die Christen.

[2:27] Forscher haben herausgefunden, dass Hoffnung bei Krebspatienten sogar die Krankheitssymptome positiv beeinflussen kann und dass sich Hoffnung als Schutz vor Angst und Depressionszuständen erweist. Ganz interessanter Umstand, dass die innerliche Hoffnung, die ein Mensch ja aufbringt, dass sie den körperlichen Heilungsprozess positiv beeinflussen kann. Hoffnung sorgt sogar für eine bessere und aktivere Bewältigungsstrategie, damit Krankheiten als weniger einschränkend wahrgenommen werden und die Lebensqualität hoch bleibt, obwohl man vielleicht in einer schweren Zeit ist, vielleicht auch körperlich krank.

[3:11] Was macht es demzufolge also mit Christen, die ihr Leben lang eine positive Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tod haben? Wenn schon bei Krebspatienten die Hoffnung eine Heilung begünstigen kann, haben Christen dadurch eine höhere Lebensqualität? Bewältigen sie vielleicht das Leben leichter und stehen widrigen Lebenssituationen positiver gegenüber als Menschen ohne Hoffnung? Wir wollen heute Antworten auf diese Fragen in der Bibel finden.

[3:45] Und wir beginnen mit dem Leittext, den ersten Johannes 5, Vers 11 und 12. Darin heißt es: „Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“ Und dieser Vers ist so ein bisschen aufgestellt wie eine mathematische Gleichung: Sohn heißt Leben, Sohn nicht haben heißt kein Leben haben.

[4:19] Und es gibt einen ähnlichen Text im Römerbrief, Römer 6, Vers 23. Und wenn wir diese beiden Texte gegenüberlegen, dann merken wir, dass es da ähnliche Satzkonstruktionen gibt. Dort heißt es: „Der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“ Im ersten Johannes 5 stand: Das Zeugnis ist gleich das ewige Leben im Sohn, in Jesus. Und im Römer 6, 23 heißt: Die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus.

[4:59] Also auf der rechten Seite steht eigentlich immer dasselbe, aber einmal ist es das Zeugnis, einmal ist es die Gnadengabe. Nun, Gnadengabe ist ein altes, ein sehr biblisches Wort, das wir eigentlich nicht so wirklich benutzen. Man kann es vielleicht besser beschreiben und umschreiben mit „unverdientes Geschenk“. Gott hat uns ein unverdientes Geschenk gemacht. Im Englischen haben wir mehrere Worte für diese für die Gnade: Es gibt „Grace“ und es gibt „Mercy“. Mercy ist mehr dieses Erbarmen haben, sich erbarmen über etwas. Und Grace ist das, was hier beschrieben ist, hier diese Gnadengabe, ein unverdientes Geschenk.

[5:42] Machen wir uns Sünder, das sagt Römer 6, 23 klar. Und dennoch hat Gott uns ewiges Leben geschenkt, ein total unverdientes Geschenk. Wir haben es nicht verdient. Das ewige Leben ist also von Jesus an uns verschenkt. Und ich möchte dich fragen, ob du schon mal ein Geschenk bekommen hast und du gedacht hast: Das habe ich nicht verdient. Sein unverdientes Geschenk, vielleicht etwas, was von großem Wert war, was du dir selber nie hättest leisten können, aber jemand anderes hat es dir geschenkt, einfach so. Und das fühlt sich ganz besonders an, so ein Geschenk zu bekommen. Man fühlt sich geehrt und man hält dieses Geschenk dann ganz besonders in Ehren und hat vielleicht manchmal Zeit Lebens eine ganz besondere Beziehung zu diesen Menschen, der einem das Geschenk gemacht hat.

[6:42] Vielleicht habt ihr so etwas schon mal erlebt. Und so ist es auch mit Jesus. Dieses unverdiente Geschenk des ewigen Lebens macht uns dauerhaft dankbar, auch wenn wir momentan nur darauf hoffen, weil wir haben es ja noch nicht empfangen, noch nicht in Anspruch genommen. Wir warten noch darauf, wir hoffen darauf. Und es führt uns dieses Hoffen auf dieses Geschenk in eine engere Verbindung mit Jesus. Und das macht sich im Leben von Christen bemerkbar, diese Dankbarkeit.

[7:14] Forschung haben auch ergeben, dass dankbare Menschen länger leben und auch eine höhere Lebensqualität haben. Wir bezeugen damit quasi einen guten Gott, einen Gott der Hoffnung. Und daher sagt Johannes, dass wir Christus bezeugen. Deswegen stand das vor Zeugnis dort, wenn wir voller Hoffnung daran glauben, dass wir ewiges Leben in Jesus haben. Wir nehmen es quasi schon an, als hätten wir es bekommen und leben in dieser Hoffnung, als wenn es eine Realität für uns ist.

[7:51] Ein anderes Kapitel im Neuen Testament, was woran man nicht vorbeikommt, wenn man über die Auferstehungshoffnung spricht, das ist den ersten Korinther 15, Vers 12 bis 19. Zunächst dort spricht Paulus ebenfalls von diesem Zeugnis in Zusammenhang mit der Auferstehungshoffnung. Und da heißt es: „Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gäbe keine Auferstehung der Toten? Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden. Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich und vergeblich auch euer Glaube. Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat. Wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. Dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendsten unter allen Menschen.“

[9:18] Paulus macht in diesem Abschnitt deutlich, dass unser christlicher Glaube in sich kollabiert, in sich zusammenfällt, wenn wir die Auferstehungshoffnung leugnen, wenn wir sie nicht haben. Wenn wir die Auferstehung leugnen, was anscheinend einige in Korinth getan haben, weshalb Paulus dies auch in seinem Brief aufgeschrieben hat. Ohne einen auferstandenen Erlöser gibt es keine Erlösung. Ohne einen auferstandenen Erlöser dient auch niemand im Heiligtum. Niemand bringt unsere Anliegen vor den Vater oder tritt für uns im Gericht ein, so wie es Jesus eigentlich tut. Jetzt, ohne einen auferstandenen Erlöser geht der ganze Erlösungsplan nicht auf, der da ja darauf fußt, dass Christus uns sein sündloses Leben angerechnet und unsere Sünden auf sich nahm am Kreuz.

[10:13] Wir merken, es ist essentiell, dass Jesus nach dem Tod am Kreuz auferstanden ist, als Zeichen des Sieges über Satan und den zweiten, den ewigen Tod. Ihr könnt dieses Gedankenspiel einmal für euch oder vielleicht sogar in eurer Lektionsgruppe am Sabbat weiterspinnen und euch durchdenken, welche Säulen unseres Glaubens eigentlich in sich zusammenbrechen, wenn wir den auf den Glauben an die Auferstehung beiseite tun. Wenn wir nicht an die Auferstehung glauben, was dann in unserem christlichen Glauben eigentlich alles dem anheimfällt. Und es ist ja, es fußt auf, darauf fußt unser Glaube.

[10:57] Paulus warnte auch den jungen Timotheus vor solchen Irrlehrern. Er nennt zum Beispiel Philemon und Hymenäus im zweiten Timotheus 2, Vers 16 bis 18. Dort ermahnte: „Die unheiligen, nichtigen Schwätzereien aber meide, denn sie fördern nur noch mehr die Gottlosigkeit, und ihr Wort frisst sich um sich wie ein Krebsgeschwür.“ Also, wir merken schon, Paulus ist hier sehr ernst. Und er sagt, wenn du das ja gehen lässt, diese nichtigen und unheiligen Schwätzer rein, dann frisst sich das wie ein Krebs durch die Gemeinde. Zu ihnen gehören Hymenäus und Philemon, die von der Wahrheit abgeirrt sind, indem sie behaupten, die Auferstehung sei schon geschehen und so den Glauben etlicher Leute umstürzen.

[11:50] Also Paulus macht auch deutlich, dass die Irrlehrer über die Auferstehung den Glauben regelrecht zum Einsturz bringen, weil es eben ein so zentraler Aspekt unseres Glaubens und des gesamten Erlösungsplanes ist. Auch heute gibt es ja Kirchen, die lehren, dass die Auferstehung schon geschehen sei, so wie Philemon und Hymenäus. Und die Toten auch nicht mehr im Grab liegen und schlafen, sondern bereits schon im Himmel sein sollen und auf uns herabblicken und sogar Kontakt zu uns aufnehmen können. Dieser Glaube allerdings öffnet dem Spiritismus Tor und Tür.

[12:34] Und in den letzten Wochen haben wir ja viele Bibeltexte zu diesem Thema des Zustands der Toten betrachtet, die uns ganz deutlich gemacht haben, dass der Tod ein Schlaf und die Auferstehung erst am Jüngsten Tag ist, also bei der Wiederkunft stattfindet. Aber wie wir sehen, kam dieser Irrglaube schon in neutestamentlichen Zeiten auf. Es ist keine Lehre der katholischen Kirche, keine der evangelischen Kirche, die sie erfunden hätten, sondern übernommen. Dieser Irrglaube über die ja, wir könnten fast sagen, diese präteristische Auferstehungstheologie, die kam schon zu Paulus Zeiten auf.

[13:19] Eine der schönsten Bibeltexte im Neuen Testament über die Auferstehungshoffnung und das, was danach passiert, den finden wir in Johannes 14, Vers 1 bis 3. Und dieser Text lohnt sich einfach auswendig gelernt zu sein. Dort heißt es: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“

[13:59] Diesen Text, der gibt, dieser Text gibt viel Hoffnung und er gibt auch viel Trost und viel Ausblick für die Zukunft. Aber selten liest man die vorangehenden Verse in Zusammenhang mit dem Anfang von Kapitel 14. Nun, was passiert in den letzten Versen von Kapitel 13? Dort sehen wir, dass Jesus sich mit Petrus unterhält. Und Jesus kündigt seinen Tod an. Hier heißt es: „Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen, aber du wirst mir später folgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen. Jesus antwortete ihm: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.“

[15:00] Also Jesus kündigt hier seinen Tod an und Petrus kann das gar nicht richtig verstehen und gar nicht fassen. Er wollte noch so viel von Jesus lernen, er wollte dann Jesus Seite mitgehen und ja, noch viele Wunder sehen. Und er kann es gar nicht begreifen, dass Jesus jetzt sagt: Ich werde gehen.

[15:19] Und wenn man diesen dieses Kapitel 14 anknüpft an diese letzten Verse von Kapitel 13, dann macht es noch mehr Sinn, dass Jesus sagt: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich. Und ich werde euch eine Stätte bereiten, wo ich jetzt hingehe, aber ich werde euch eines Tages zu mir holen.“ Das macht so richtig Sinn, wenn man diese Texte ein bisschen aneinander nimmt und zusammenliest.

[15:48] Es macht den Eindruck, dass Gott uns diesen Zuspruch ganz besonders dann zurufen möchte, wenn wir in Krisen oder in ungewissen Zeiten stecken, wenn wir in eine ungewisse Zukunft blicken. Denn Petrus hat von seiner Warte aus in eine ungewisse Zukunft geblickt. Wie sollte das Leben jetzt ohne Jesus aussehen? Er hatte alles aufgegeben, sein Fischerboot, seine Arbeit, ist mit Jesus mitgezogen. Und jetzt sagt Jesus auf einmal: Ich werde gehen. Was hat das für Petrus bedeutet, auch in seine Existenz?

[16:25] Und Jesus sagt: Habe keine Angst, erschrecke nicht. Und das möchte Jesus auch uns zurufen, die wir in Krisenzeiten und ungewissen Zeiten stecken. Und so scheint dieses Versprechen Jesu, dass er uns im Himmel Wohnung bereitet, wie ein Hoffnungsschimmer mitten in diese ungewisse, dunkle Zukunft zu scheinen, die Petrus bevorsteht.

[16:49] Jesus sagt hier nicht nur, dass er uns Wohnungen vorbereitet, sondern dass es viele Wohnungen sein werden. Auch das ist Teil der neutestamentlichen Hoffnung, dass viele den Weg in den Himmel finden werden, weil sie Jesus als ihren Erlöser angenommen haben. Und wir wissen ja, wie die Geschichte weitergeht in der Apostelgeschichte, dass Petrus Teil der großen Erweckung sein wird, große Predigten halten wird, wo viele Menschen das Evangelium annehmen. Und deshalb Petrus zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht geahnt, aber Jesus wusste es und deswegen wollte er ihm Mut machen.

[17:30] Malt ihr euch vielleicht manchmal vor Augen, wie sich die Auferstehung ganz real gestalten wird? Bei der Wiederkunft werden überall auf der Erde sich Gräber auftun. Menschen mit unverwüstlichen, herrlichen Körpern werden aus der Erde hervorkommen und Unverweslichkeit anziehen, um in das ewige Leben in Anspruch zu nehmen. Im Buch „Vom Schatten zum Licht“ heißt es: „Während die Erde schwankt, die Blitze zucken und der Donner grollt, ruft die Stimme des Sohnes Gottes die schlafenden Heiligen hervor.“ Hier spricht es von dem Moment der Wiederkunft und was im Zusammenhang damit passiert. Er blickt auf die Gräber der Gerechten und ruft seine Hand zum Himmel erhebend, erwartet: „Erwachet, erwachet, die ihr im Staube schlaft, und stehet auf!“

[18:24] Also Jesus wird kommen, und er wird die Toten, die schlafen, rufen und sagen: Wacht auf! Das macht deutlich, sie sind nicht im Himmel und schweben als Seele irgendwo herum. Sie schlafen in den Gräbern. Und an diesem Tag, wenn Jesus wiederkommt, ruft er sie aus den Gräbern. Das heißt, weiter auf der ganzen Erde werden die Toten diese Stimme hören, und die sie hören werden, leben. Aus den Gefängnissen des Todes kommen, sie angetan mit unsterblicher Herrlichkeit und rufen: Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Kleine Kinder werden von den heiligen Engeln in die Arme ihrer Mütter getragen. Freunde, die der Tod lange Zeit trennte, werden wieder zusammengeführt, um nie mehr scheiden zu müssen. Und gemeinsam steigen sie unter Freudengesängen auf zu der Stadt Gottes.

[19:30] Es lohnt sich, diese Worte hin und wieder zur Hand zu nehmen, zu lesen, sich das gewahr zu machen, wie das eines Tages sein wird. Und auch diese Bücher und diese Zeilen und diese Kapitel und Abschnitte geben uns Hoffnung. Sie schenken uns Hoffnung in diesen Zeiten, in denen wir in eine ungewisse Zukunft blicken. Und es steckt unglaublich viel Hoffnung in diesen Worten, in diesen Szenen, wie sie beschrieben sind.

[20:00] Welchen Unterschied würde es in unserem Glaubensleben machen, wenn wir im Familien- und Freundeskreis viel öfter über die Auferstehung reden würden, als wäre sie jetzt schon real, wie etwas ganz Selbstverständliches, was eines Tages passieren würde? Würde es uns nicht ja, in unserer Hoffnung bestärken und uns eine viel größere Lebensqualität geben, uns mit Freude und Dankbarkeit erfüllen? Ich bin mir sicher, dass das der Fall wäre.

[20:37] Ein weiterer Bibelabschnitt im Neuen Testament, der die zukünftigen Momente ganz detailliert beschreibt, den finden wir im ersten Thessalonicher 4, Vers 13 bis 18. Dort heißt es: „Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben werden, den Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erscheint, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“

[21:36] Also die Auferstehung der Toten wird zuerst stattfinden. Und danach werden wir, die wir noch leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt in Wolken zu Begegnung mit dem Herrn in die Luft. Und so werden wir bei dem Herrn sein alle Zeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten.

[22:00] Paulus hat uns ans Herz gelegt, diese Worte nicht nur als ja, etwas Sensationelles zu betrachten, dass wir wissen, wie das alles vonstatten gehen wird, dass wir genau die Fakten kennen, sondern er sagt, es soll euch ein Trost sein. Es soll euch trösten in diesen Zeiten, wo ihr verfolgt werdet, wo ihr das Evangelium gegen Widerstände predigt. Und ihr sollt das wissen, was in der Zukunft passiert, weil das ist euer Trost.

[22:29] Und wenn wir uns die junge Christengemeinde anschauen, die ja enorm unter Verfolgung und Märtyrer tun gelitten hat, dann müssen wir attestieren, sie haben diese Auferstehungshoffnung gelebt, wie kaum eine andere Generation nach ihnen. So viele Christen sind im Kolosseum in Rom umgebracht worden, sind den Löwen vorgeworfen worden, Kinder, Frauen, Männer, Kranke, Alte, Junge. Und sie haben dort gestanden im Kolosseum und haben diese feste Auferstehungshoffnung wie eine Gewissheit geglaubt.

[23:09] Und sie wussten, das nächste Mal, wenn ich die Augen wieder aufmache, dann sehe ich meinen Heiland, und dann bin ich mit einem neuen Körper ausgestattet. Um mein Leben hier mag zu Ende sein, aber mein Leben in der Ewigkeit ist viel, viel mehr wert.

[23:28] Paulus spricht hier von denen auch, die zum Zeitpunkt der Wiederkunft noch leben, also die, die vorher nicht gestorben sind, sozusagen die letzte Generation auf dieser Erde. Und sie werden ebenso verwandelt, wie die, die aus den Gräbern kommen und gestorben waren. Sie werden verwandelt in einem Augenblick. Also, vielleicht so ein kleiner Zwinkeraugenblick.

[23:52] Werden in diesem Augenblick werden wir verwandelt. Erste Korinther 15, ab Vers 51, drückt es folgendermaßen aus: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich in einem Augenblick zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“

[24:25] Paulus macht deutlich, dass es hier diese zwei Gruppen gibt, die wir auch schon festgestellt haben, aber beide fahren gemeinsam in den Himmel. Wir wissen, dass es eine große Wolke geben wird, dass diese Wolke mit Rädern ausgestattet sein wird, und dass alle Erlösten, alle Zeitalter auf dieser Wolke Platz finden werden, um in den Himmel aufzufahren. Ist eine unvorstellbare, ja, Sache. Man kann sich das noch gar nicht so richtig ausmalen, aber so wird es sein.

[24:56] Und es wird sieben Tage dauern, bis wir dann durch die Tore Jerusalems gehen werden. Wenn wir den Text, den ersten Thessalonicher, nicht erlesen, dann klingt durch das Paulus tatsächlich eine Naherwartung hatte, genau wie viele Generationen auch nach ihm, die ebenfalls hofften, zur Zeit der Wiederkunft noch nicht gestorben zu sein. Und auch wir als Adventisten hoffen die Wiederkunft als Lebendige zu sehen.

[25:26] Unsere Vorfahren im Glauben, die Pioniere im 19. Jahrhundert, haben genau das auch gehofft, und sie haben das herbeigesehnt, dass sie...

[25:34] und sie haben das herbeigesehnt, dass sie die Wiederkunft Jesu erleben können. Das hat ihnen viel gegeben in ihrem Leben, viel Freude und auch viel Antrieb, um Mission zu machen und anderen Leuten vom Evangelium zu erzählen. Ich glaube, dass die Auferstehungshoffnung einer der größten Antriebe für unsere missionarischen Bemühungen ist und sein sollte.

[26:01] Denn jeder Mensch, glaube ich, der auf der Erde lebt, der wünscht sich ein Leben nach dem Tod, wünscht sich, dass es irgendwie weitergeht. Dass es nicht dieses Leben von 70, 80, vielleicht 90 Jahren war und dann ist es vorbei und vergessen. Und so können wir als Christen anderen Menschen die frohe Botschaft bringen, dass ein Leben nach dem Tod auf sie wartet. Ein Leben, das nicht sofort nach dem Tod anfängt, aber die Pause, die dazwischen liegt, die werden wir nicht merken, die werden wir nicht bemerken.

[26:34] Und das nächste Mal, wenn wir die Augen aufmachen, werden wir in die Augen Jesu blicken und in den Himmel fallen. Ja, ob du dir nun wünschst zur Zeit der Wiederkunft noch zu leben oder vielleicht schon tot zu sein, jeder mag seine Vorliebe lieber haben. Aber wichtig ist, dass alle Gläubigen gerettet sind.

[26:57] In einem Brief von Ellen White aus dem Jahre 1894 steht ein sehr schöner Gedanke, den ich schon vor langer Zeit mal mir gelesen und mir gemerkt habe. Und dort beschreibt sie, wie Gott die im Glauben gestorbenen Menschen betrachtet, wie er sie ansieht.

[27:14] Hört, was sie schreibt im Brief 65: "Der Lebensgeber wird seinen erkauften Besitz in der ersten Auferstehung rufen." Also ist genau das, was wir gelesen haben im Neuen Testament. Und bis zu dieser triumphalen Stunde, wenn die letzte Posaune erschallt und die große Armee zu ewigem Sieg hervorkommt, wird jeder schlafende Heilige, den Gott mit Namen kennt, wie ein kostbarer Juwel sicher bewahrt und beschützt sein.

[27:50] Ich finde diesen Gedanken unglaublich berührend und herzerwärmend, dass Gott jeden Toten, der im Glauben gestorben ist – am Glauben an Jesus und an die Auferstehung – dass Jesus sagt, ihr seid wie ein kostbarer Juwel. Wenn ich Juwelen hätte, ich glaube, ich würde sie in einem Safe aufbewahren, gut weggeschlossen, damit sie niemand wegnehmen kann.

[28:18] Und ich glaube, Gott tut es auch so. Gott nimmt diese Juwelen und verbirgt sie und beschützt sie. Und dann, wenn die Wiederkunft, wenn die Zeit für die Wiederkunft gekommen ist, dann wird die Juwelenkammer Gottes geöffnet werden und dann werden viele Juwelen wieder zum Leben erweckt und in den Himmel gebracht werden.

[28:40] Und der Himmel ist auch ein Ort von Edelsteinen, Gold, Silber und Juwelen. Und Gott bringt seine lebenden Juwelen zu den echten, ja, anzufassenden Juwelen. In Gottes Augen ist jeder Mensch, der im Glauben und in der Hoffnung auf das ewige Leben gestorben ist, ein etwas Kostbares, etwas Köstliches.

[29:06] Und was für eine schöne und tröstliche Vorstellung ist das! In Johannes 6, Vers 39 wird dieser Gedanke folgendermaßen beschrieben: "Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich es auferwecke am letzten Tage."

[29:28] Da haben wir noch mal den passenden Bibeltext zu dieser Ellen White Aussage, dass Jesus sagt: "Ja, ich bewahre die Toten und ich behüte sie wie etwas ganz, ganz Kostbares." Und das gibt auch uns, die wir vielleicht liebe Menschen verloren haben, unglaublich viel Trost, dass wir sie sicher verwahrt wissen in Gottes Händen.

[29:53] Ihr Körper mag im Grab schlafen, ihr Geist, ihr Lebensatem, ihr Lebens- oder im ist zu Gott zurückgegangen. Aber ihr Leben ist aufgeschrieben in den Büchern, ihr Lebensbericht, und der Name steht im Buch des Lebens. Und dieser ist gut beschützt und gut verwahrt.

[30:09] Jesus bewahrt aber nicht nur die Verstorbenen und behandelt sie wie kostbare Juwelen. Auch uns, die wir noch leben, bewacht Jesus wie sein Augapfel, weil er nicht möchte, dass wir verloren gehen, bevor die Zeit ja gekommen ist.

[30:26] Jesus macht in diesem Kapitel 6 in Johannes deutlich, dass wir von dem Brot des Lebens essen, also an Jesus glauben und mit ihm leben müssen, um das ewige Leben zu bekommen. Johannes hat ja diese "Ich bin"-Worte von Jesus: "Ich bin die Tür für die Schafe, ich bin das Brot des Lebens, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" und einige andere.

[30:49] Und in diesem Kapitel spricht Jesus davon, dass er das Brot des Lebens ist, dass man von ihm essen muss, um Anteil zu haben, um ja, das Evangelium auch zu verstehen. Und das bringt uns zu dem Punkt, dass nicht jeder Mensch das ewige Leben erben wird, sondern nur diejenigen, die ihr Leben und ihr Denken auf Christus ausgerichtet haben, die eine lebendige und tägliche Beziehung mit Gott gepflegt haben, ihn kennengelernt und ja, sein Wirken in ihrem Leben erlebt haben.

[31:25] Denn der christliche Glaube, den wir haben, ist nicht ein starrer, ein toter Glaube an Fakten. Es ist eine wechselvolle Beziehung, eine wechselseitige Beziehung zwischen einem lebendigen Gott und uns Menschen. Und es ist essentiell, dass wir in unserem Glauben ja, Erfahrungen machen, wie Gott in unser Leben eingreift, wie wir ihm Dinge anempfehlen können, er sich darum kümmert.

[31:54] Und das stärkt unseren Glauben und auch die Hoffnung auf die Auferstehung. Nur wer täglich dieses Brot des Lebens isst, der wird eines Tages auch von dem Baum des Lebens essen. Und das ist ganz interessant, dass Jesus hier in Kapitel 6 im Buch Johannes von dem Brot des Lebens spricht. Er sagt: "Ich bin das Brot des Lebens."

[32:15] Und wir wissen, der Baum des Lebens wartet auf uns und den werden wir dann auf der neuen Erde genießen. Ich wünsche euch, dass ihr diese Hoffnung auf die Auferstehung ganz fest in eurem Herzen tragt und dass sie euch trägt in guten und den schweren Zeiten eures Lebens.

[32:34] Und ich möchte euch ermutigen, dass ihr euch diese Bibelverse öfter zur Hand nehmt, dass wir nicht denken: "Ach ja, kenne ich schon, weiß ich sogar auswendig teilweise", sondern dass wir sie leben lesen, dass wir sie durchdenken und dass wir dann die Kapitel vom Geist der Weissagung hinzunehmen, um noch mehr Tiefe in den Bibeltext zu bekommen, noch mehr Details zu erfahren und uns ganz explizit vor Augen führen, wie die Auferstehung stattfinden wird, was passieren wird.

[33:12] Und wir haben heute gelesen, dass es ein triumphaler Moment sein wird. Und das ist doch wert, sich darauf zu freuen, darauf zu warten, darauf zu hoffen und Gott dankbar zu sein und ihn zu bitten, dass wir eines Tages dabei sein werden. Nichts ist tragischer, als dass wir so halbe Christen sind und am Ende das ewige Leben verpassen.

[33:37] Lasst uns ganze Christen sein, lasst uns Jesus an jedem Tag vertrauen, lasst uns wachsen in ihm und im Glauben, damit wir eines Tages vom Baum des Lebens essen können. Lasst uns gemeinsam beten.

[33:51] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken, dass du uns beständig zu dir ziehst, so wie es in Johannes 6 heißt: "Du ziehst jede Menschenseele zu dir. Du möchtest, dass alle Menschen errettet werden." Und du gibst alles und du gibst vor allem nicht auf, damit dies geschieht.

[34:17] Auch in unserem Leben hast du gewirkt, wirkst du und wirst du weiter wirken, damit auch wir errettet sein werden. Wenn wir heute stehen, dann sollen wir zusehen, dass wir nicht fallen, sagt die Bibel. Und darum bitten wir dich, dass du unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus befasst bis zu dem Tag, an dem du wiederkommst.

[34:39] Mögen die Zeiten schwer werden, dunkel werden, Bedrängnis und umgeben. Gib uns die Kraft, an dir festzuhalten. Schenk uns das Wollen und das Vollbringen. Und dafür danke ich dir in deinem Namen. Amen.
[34:52] [Musik]


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