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In dieser Predigt geht es um das Thema „Gottes Haushalter“ und die Bedeutung, anderen Gutes zu tun, um das Reich Gottes zu erben. Es wird die biblische Perspektive auf den Messias beleuchtet, die sich von weltlichen Erwartungen unterscheidet. Die Predigt betont die Wichtigkeit von Nächstenliebe, insbesondere für die Armen und Bedürftigen, und wie ein egoistisches Herz ein Hindernis für das ewige Leben sein kann. Es wird die Entscheidung zwischen dem irdischen und dem ewigen Leben thematisiert und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.


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Serie: CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter

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Transkript

[0:34] Ein herzliches Willkommen zur Christus. Wir wollen uns heute mit Lektion 7 beschäftigen, also jene, die wir am 18. Februar in den Gemeinden besprechen werden. Und das Thema ist überschrieben mit "Einem von diesen Geringsten". Es passt auch zu unserem Merkvers diese Woche, denn den finden wir Matthäus 25, Vers 34. Und er lautet: "Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt."

[1:06] Und darum soll es heute gehen. Es geht hier um die Gesegneten Gottes, also diejenigen, die anderen Gutes tun. Ihnen ist das Reich Gottes bereitet. Und damit beschäftigen wir uns heute, indem wir die einzelnen Tage gemeinsam durchgehen, die wir diese Woche studiert haben und noch studieren. Bevor wir anfangen, lass uns gemeinsam reden.

[1:28] Unser lieber Vater im Himmel, wir möchten Gedanken dafür, dass wir es gemeinsam studieren dürfen. Und wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist jetzt bei uns ist. Bitte sei du unser Lehrer und hilf uns, alles in richtiger Weise zu verstehen. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:44] Nun, gemeinsam möchte ich mit euch den ersten Textabschnitt angucken, den wir im Lukas-Evangelium finden, Kapitel 4, Verse 16 bis 19. Dort heißt es: "Und er, Jesus, kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben. Und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen. Er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehen werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen, dass das angenehme Jahr des Herrn."

[2:34] Das war jeder Text aus Jesaja, den Christus hier gelesen hat, vor aller Ohren in der Synagoge. Und in diesem Text spricht es davon, wie der Messias eigentlich sein wird, also woran man den Messias auch erkennen kann. Wir schauen uns mal diesen Text genau an, den Jesus da in der Synagoge vor den Ohren seiner Zuhörer vorgelesen hat. Den finden wir in Jesaja, Kapitel 61, und dort ist es Vers 1 und Vers 2.

[3:06] Der Text lautet: "Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen. Er hat mich gesandt, zu verbinden die zerbrochenen Herzen, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkündigen, dass das angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes und um zu trösten alle Trauernden."

[3:30] Und das war der ursprüngliche Text, auf den sich Christus hier bezieht. Das las er, vor diesen Text las er aus der Jesaja-Rolle vor. Und eigentlich hätten jetzt sozusagen die Menschen anhand von dem, was dort beschrieben war, den Messias erkennen können. Es war ja deutlich, wie es erst ein sehr, also sehr milde. Er befreit die Gefangenen, kümmert sich um die Zerbrochenen Herzens sind, er tröstet die Menschen.

[3:59] Nun, interessanterweise haben die Obersten im Volk mit so einem Messias gar nicht gerechnet. Sie erwarteten eher jemanden, der so ihre weltlichen Unterdrücker, als in dem Fall die Römer, beseitigt, der Israel wieder Freiheit gibt und Israel über die Nationen erhebt, dass Israel stark wird und die Völker beherrscht. Und sie hatten keine Ahnung, dass der eigentliche Messias, also der Gesalbte, viel mehr tun wird als das. Die korrekte Sichtweise über den Messias war leider in den vielen menschlichen Traditionen von damals längst verschwunden. War allgemein nur noch so auf das irdische Wohl, wie können wir es Nationen groß werden, wie können wir die anderen Völker beherrschen, als dass man darauf gesehen hat, was das Ewige eigentlich bringt.

[4:48] Nun, Ellen White schreibt im Großen Kampf, auf Seite 347: "Häufig sind die Gemüter, sogar die der Knechte Gottes, durch menschliche Anschauung, Satzung und falsche Lehren so verblendet, dass die großen Gedanken, die er in seinem Wort offenbart hat, nur teilweise begreifen können." So verhielt es sich mit den Jüngern Christi selbst, als der Heiland bei ihnen war. Ihr Verständnis war durchdrungen von den volkstümlichen Begriffen von Messias, die in ihm einen weltlichen Fürsten sahen, der Israel zu einer weltumspannenden Großmacht erheben sollte. Und sie konnten die Bedeutung seiner Worte, die seine Leiden und seinen Tod voraussagen, nicht begreifen.

[5:26] Also nicht mal seine eigenen Jünger konnten richtig einordnen, wer er eigentlich ist, der Messias. Was ist seine Aufgabe? Warum ist er gekommen? Wie wird er handeln? Wie wird das sein? Und so, wie den Jüngern damals, geht es eben auch heute vielen Menschen. Sie erkennen Jesus, seinen Auftrag und auch sein Wesen eigentlich nur sehr schwach. Und Jesus ging es nicht um weltliche Macht. Es ging um die Heilung von gefallenen Herzen. Er wollte Liebe in die Herzen der Menschen ausgießen und alles Böse darin verbannen. Das war eigentlich seine Aufgabe, dafür war er gekommen.

[6:03] Jakobus 1, Vers 27 lesen wir: "Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater, ist das: Weisen und Witwen ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren." Das ist das, was die Bibel eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott nennt. Also, wenn du rein und makellos fromm sein willst vor Gott, dann solltest du Weisen und Witwen in ihrer Bedrängnis besuchen und dich von der Welt unbefleckt bewahren. Das meint nicht aus der Welt rauszugehen. Das meint, in der Welt zu leben, aber sich nicht zu beflecken mit der Welt.

[6:46] Und daran erkennt man auch den wahren Nachfolger Jesu. Nun, unser Charakter wird ja durch unser Handeln erkannt. Also, tragen wir wirklich Christi Liebe in unserem Herzen, also selbst zu unseren Feinden, dann wird man das in unseren Worten, unseren Taten erkennen können. Und wenn wir so leben, dann sind wir auch Botschafter für Jesus. Und je nachdem, wie wir also dann leben, werden wir ein gutes oder ein schlechtes Zeugnis von ihm geben.

[7:13] Und Christus selbst hat uns ja vorgelebt, wie wir leben sollen, welches Zeugnis wir in die Welt raustragen sollen. Und Gott hat sich schon immer um die Menschen gekümmert in der Welt und fordert auch uns auf, sozusagen mit den Gaben und Talenten, die wir haben, also mit unserer Macht, oder alles zu tun, was in unserer Macht steht, um den Menschen um uns herum ein Segen zu sein.

[7:39] Das ist Gottes Aufgabe. Indem wir anderen zum Segen sind, werden wir auch selbst gesegnet. Und auf diese Weise zeigen wir der Welt, dass wir Kinder Gottes sind, indem wir sogar unseren Feinden zum Segen werden. Das können wir lesen, zum Beispiel Matthäus 5, und dort Vers 44 und 45.

[7:57] Also in der Bergpredigt, dort heißt es: Christus spricht: "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte."

[8:19] Also, wie Gott jeden Tag die Sonne hervorbringt und den Regen gibt, und sowohl damit Gerechte als auch Ungerechte segnet, so möchte Gott auch, dass wir ein Zeichen in die Welt setzen, dass wir zu unseren Freunden wie zu unseren Feinden liebevoll sind. Damit kann man erkennen, dass wir Söhne Gottes sind. Denn wenn wir nur unseren Freunden gut sind, was haben wir den bösen Leuten voraus, die sind das genauso. Aber wenn wir zu allen Menschen liebevoll sind, dann tragen wir eigentlich den Charakter Gottes.

[8:49] Auch Gott ist liebevoll gegenüber seinen Feinden. Und Gott möchte, dass wir so sind. Und hat deswegen sogar in der Bibel, er hat Vorkehrungen getroffen zum Schutz der Armen.

[9:02] Es ist faszinierend, dass Gott so Anordnungen gegeben hat, dass wir uns um die armen Leute kümmern sollen. Also wir sehen, wir sind ihnen ein Segen und so werden wir gesegnet. Und dann liebt es Gott, uns zu segnen, deswegen solche Anweisungen. Und er ist traurig, wenn Menschen ja Schaden nehmen oder es schlecht geht.

[9:23] Im dritten Mose 23, Vers 22, dort lesen wir zum Beispiel: "Wenn ihr aber die Ernte eures Landes einbringt, so sollst du dein Feld nicht bis an den Rand abernähen, keine Nachlese deiner Ernte halten, sondern es dem Armen und dem Fremdling überlassen. Ich, der HERR, bin euer Gott."

[9:40] Also Gott möchte nicht, dass wir unsere Felder komplett leer ernten und sozusagen allen Ertrag daraus ziehen, sondern dass wir nur sozusagen unsere Ernte nehmen und alles, was dabei abfällt und übrig bleibt, dass wir das liegen lassen, damit die Armen versorgt sind. Das war eine schöne Idee damals in Israel. In die Felder geerntet wurden, konnten die Leute, die wenig hatten, auf die Felder gehen und dort sammeln umsonst. Sie mussten selbst halt arbeiten, dafür aber konnten das umsonst nehmen, was sie gesammelt haben und konnten davon ihren Lebensunterhalt bestreiten.

[10:07] Das hat Gott gemacht. Und es sind sozusagen, es ist ein doppelter Segen darin. Derjenige, der empfängt, wird gesegnet, aber auch derjenige, der gibt.

[10:18] Im fünften Mose 15, Vers 11, dort sagt Gott: "Denn der Arme wird nicht aus dem Land verschwinden. Darum gebiete ich dir: Tue deine Hand weit auf für deinen Bruder, für den Elenden und den Armen bei dir in deinem Land."

[10:39] Also diese Ankündigung, es wird Arme immer geben, sie werden nicht einfach verschwinden, aber wird es bis zum Ende der Welt Zeit geben. Und uns wird gesagt, wir sollen uns um sie kümmern. Und das ist was Besonderes. Arme wird es immer geben.

[10:51] Geben. Arm und Reich wird es geben und dadurch können wir einander zum Segen sein. Also, wenn jemand viele Güter hat und dadurch den Armen zum Segen wird, also ihn versorgt, dann kann er darin sozusagen die Nächstenliebe ausüben und wird dadurch von Gott gesegnet.

[11:14] Auf der anderen Seite, derjenige, der empfängt, der das, der die Gabe empfängt, der sieht in der Handlung die Liebe und die Barmherzigkeit, aber auch die Weisheit Gottes und wird auf die Art und Weise Gott ein Stück näher kommen. Denn auch er wird beten und dafür Gott darum bitten, dass er ihn versorgt. Und Gott wird sozusagen das Herz des Reichen auftun, der sich dann um ihn kümmert. Auf diese Art und Weise versorgt Gott dann auch den Armen. Und beide merken jetzt den Segen Gottes. Der Reiche wird gesegnet, weil er seine Gaben einsetzt für den Armen. Und der Arme wird gesegnet, weil er in der Handlung des Reichen Christus erkennt.

[11:55] Interessant ist aber auch, dass wenn wir von unseren Segnungen nichts weitergeben, also wenn der Reiche sich verweigert, seinen Mitmenschen zu unterstützen, dass seine Gebete nicht erhört werden.

[12:08] Ein weiterer geschrieben in dem Buch "Botschafter der Hoffnung" auf Seite 19. Ich zitiere: "Als der frühere englische Premierminister Lord Palmerston von der schottischen Geistlichkeit ersucht wurde, einen Gebets- und Fastentag auszuschreiben, um die Cholera abzuwenden, antwortete er: Säubert und desinfiziert eure Straßen und Häuser. Sorgt für Reinlichkeit und Gesundheit unter den Armen. Achtet darauf, dass sie mit guter Nahrung und Kleidung reichlich versehen sind und schafft allgemeine gute hygienische Verhältnisse. Dann braucht ihr weder zu beten noch zu fasten. Gott wird eure Gebete nicht erhören, solange ihr all das, was er zur Vorbeugung gegeben hat, unbeachtet lasst."

[12:55] Sehr beeindruckend. Wenn ihr das, was Gott euch sowieso schon gegeben hat, nicht einsetzt, dann werden eure Gebete nicht erhört werden. Das ist so, als wenn wir um Gesundheit beten, aber unseren Lebensstil einfach nicht anpassen. Also, wenn ich mich schlecht ernähre, kein Sport mache, nicht rechtzeitig schlafe etc., aber Gott darum bitte, dass er mir eine Krankheit nimmt, dann wird mein Gebet einfach nicht erhört werden.

[13:15] Wenn ich die Dinge schon habe, aber sie nicht einsetze, dann ist der Segen ja greifbar. Aber wenn ich ihn nicht nehmen will, wird mich dazu nichts zwingen. Und das ist bei vielen sozusagen unser Gebet so. Wenn wir Gott um Segnung für uns bitten, aber selber nicht zum Segen für andere werden, dann ist unser Gebet nicht erhört.

[13:42] Mein Einsatz also, indem ich zum Segen für andere werde, wird dazu führen, dass Gott auch mich segnet. Und es ist interessant, das ist in der Bibel so beschrieben. Auch ein Weiteres bestätigt, denn das soll uns zum einen motivieren, das Gute zu tun. Und gleichzeitig, während wir das Gute tun, wenn wir merken, unser Charakter verändert wird und wir plötzlich dieses gute tun, das Gute zu tun lieben.

[14:06] Wahrscheinlich kennen wir alle die Geschichte, und wir hatten sie jetzt am Dienstag uns angeguckt, die Geschichte vom reichen Jüngling. Und eine der wichtigsten Fragen, die ein Mensch überhaupt stellen kann, wird eben von dem reichen Jüngling gestellt.

[14:21] Und schauen wir mal in Matthäus 19, Verse 16 bis 22. Da heißt es: "Und einer trat herzu und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, das ewige Leben zu erlangen? Er aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. Willst du aber das Leben eingehen, so halte die Gebote. Er sagte zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht töten, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch Zeugnis reden, ehre deinen Vater und deine Mutter, und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Der junge Mann spricht zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend an. Was fehlt mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach."

[15:19] Also, bei dem jungen Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter.

[15:31] Nun, warum ging dieser reiche Jüngling eigentlich betrübt davon? Er ist doch zu Christus gekommen, er hat ihm eine Frage gestellt, was muss ich tun, dass ewige Leben zu haben. Christus antwortet, und der junge Mann geht betrübt davon. Und hat Gott denn etwas von ihm verlangt, was er nicht tun konnte?

[15:51] Christus antwortet ihm: "Nimm dein Reichtum, gib es den Armen und folge mir nach." Also, gib deinen Reichtum auf und sei mein Jünger. Das hat er von ihm verlangt.

[16:02] Jetzt ist es so, dass wir sozusagen, dass reiche Leute nicht ins Himmelreich kommen? Nee, aber Reichtum kann eine Hinderung sein, wenn es, wenn du in dieser Welt sozusagen alles kaufen kannst und alles hast und vielleicht durch deinen Reichtum Macht gewinnst, dann kann es sein, dass dieses Leben in dieser Welt sehr angenehm wird für dich. Und das könnte dazu führen, dass die Ewigkeit für dich nicht mehr so begehrenswert ist, weil du es nicht siehst, nicht die Not darin. Du siehst deine Rettung nicht in der Ewigkeit. Du genießt das kurze Leben, das du hier hast, durch die Verführung des Reichtums und wirst es verlieren, bevor du dir Gedanken machen kannst, was dich in Ewigkeit erwartet.

[16:44] Also, Reichtum ist schon eine große, ich habe eine große Versuchung und kann großes Hindernis sein auf dem Weg ins Himmelreich, weil man die Not, die die Sünde mit sich bringt, oft nicht so erkennt. Man kann an vielen Stellen durch Geldeinsatz diese Dinge lindern. Und so haben es Reiche auch besonders schwer, sozusagen ins Himmelreich zu kommen. Aber dem reichen Jüngling war das etwas Besonderes. Christus sagt: "Wenn du deinen Reichtum aufgibst und mir nachfolgst, dann wirst du das ewige Leben haben."

[17:16] Traurig. Warum ging er traurig weg? Was war der Grund? Und wir lesen einmal bei Ellen White im Buch "Bilder vom Reich Gottes" auf Seite 321 und 22. Da heißt es: "Egoismus ist Gesetzesübertretung." Das wollte Jesus dem jungen Mann klar machen. Er stellt ihn auf eine Probe, die alle Selbstsucht seines Herzens offenbaren musste. Da war der wunde Punkt in seinem Leben. Plötzlich hatte der junge Mann keine weiteren Fragen mehr. In seinem tiefsten Inneren betete er einen Götzen an, nämlich den Götzen der Welt. Zwar behauptete er, die Gebote gehalten zu haben, doch gerade den Grundsatz, der diesen eigentlich erst Geist und Leben gibt, befolgte er nicht. Ihm fehlte die aufrichtige Liebe zu Gott und den Menschen. Damit fehlte ihm aber gerade die entscheidende Voraussetzung dafür, ins Reich Gottes zu kommen. Sein Egoismus und seine Gewinnsucht waren unvereinbar mit dem Prinzip der himmlischen Liebe.

[18:18] Der aufrichtige Ernst des jungen Mannes gefiel dem Heiland. Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb. Er sah, dass dieser junge Mann aus vor dem Haus durchaus die Fähigkeiten hatte, ein Verkündiger der göttlichen Gerechtigkeit zu werden. Gern hätte er ihn ebenso in seinen Dienst gestellt wie die ärmlichen Fischer, die ihm nachfolgen. Wäre der junge Mann bereit gewesen, seine Fähigkeiten für die Rettung von Seelen einzusetzen, dann hätte er sicherlich eine erfolgreiche Arbeit geleistet. Doch zuerst wurden ihm bestimmte Bedingungen gestellt, wenn er ein echter Jünger werden wollte. Er wurde aufgefordert, sich rückhaltlos Gott anzuvertrauen.

[18:55] Als beispielsweise Matthäus den Ruf des Heilands erhielt, verließ er alles, stand auf und folgte ihm nach. Nicht anders hatten es Johannes, Petrus und ihre Freunde gemacht. Eine solche Hingabe forderte Christus nun von dem Obersten. Und er verlangte damit kein größeres Opfer, als er selbst gebracht hatte. Denn obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet. Damit hatte der junge Mann ein Beispiel, dem man nur zu folgen brauchte.

[19:28] Nun, eine ganz wichtige Lehre, die auch für uns wichtig ist zu verstehen: Sind wir bereit, unser irdisches Leben gegen das ewige einzutauschen? Also, geben wir unser Leben auf, um das ewige Leben zu nehmen? Stellen wir uns also ganz in den Dienst Jesu, oder versuchen wir, Jesus nachzufolgen und dabei sozusagen das Irdische zu behalten? Versuchen wir, das ewige Leben mit dem irdischen Leben zu verbinden? Das eine ist vergänglich und soll auch vergehen, und das andere ist ewig und soll sozusagen ein leuchtendes Beispiel sein für die Gerechtigkeit Jesu. Versuchen wir, diese beiden Dinge miteinander zu verbinden, oder haben wir uns entschieden für die Welt oder für Christus?

[20:09] Christus sagt in Markus 8, Verse 35 bis 37: "Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwegen und um des Evangeliums willen, der wird es retten. Denn was wird es dem Menschen helfen, wenn er die ganze Welt gewinnt und sein Leben verliert? Oder was kann ein Mensch als Lösegeld für sein Leben geben?"

[20:37] Nun, wenn wir suchen, das irdische Leben zu erhalten, und wenn wir unseren Fokus aufs irdische Leben legen, versuchen irgendwie dieses Leben zu leben, dann werden wir das echte Leben verlieren, das ewige Leben. Gehen wir unser Leben aber auf um Jesu willen, werden wir das Leben gewinnen. Also spricht hier sozusagen von dem irdischen Leben und dem ewigen Leben. Und wir können nicht beide retten. Wir können uns für eins entscheiden, und dem können wir anhängen. Wir können der Ewigkeit folgen oder dem Irdischen. Und je nachdem, welche Entscheidung du sozusagen im Alltag triffst, diese Entscheidung zeugen davon, was in deinem Herzen ist. Hast du ein Herz, das zur Ewigkeit gehört, oder hast du ein Herz, das zum Irdischen gehört?

[21:16] Und das wird sozusagen, dieses Herz wird auch dein Richter sein, denn wir verurteilen uns selbst mit dem, was wir tun.

[21:24] Und für die Jünger war das zweifellos schwer zu sehen, wie der reiche Jüngling. Denn das bedeutet ja, dass der reiche Jüngling genau wusste, was der richtige Weg ist, sich aber für den falschen entschieden hat, weil er so vom Geld gezogen wurde, weil er diesen Götzen nicht loslassen konnte.

[21:49] Und es muss schwer gewesen sein, wenn die Jünger gehen sogar soweit, dass sie fragen: "Wer kann überhaupt gerettet werden?", weil sie diesen reichen Jüngling sehen, wenn er schon nicht so viel Gutes...

[21:55] sehen, wenn er schon nicht so viel Gutes getan hat und so hoch angesehen ist im Volk. Also, wenn er gefangen ist durch sein Geld, wer kann überhaupt gerettet werden?

[22:06] Und wer macht jedes was Interessantes? Jesus nimmt seine Jünger mit zu einem anderen Platz, nehme ich nach Jericho, um ihnen was zu zeigen. Und dort in Jericho, dort werden wir gleich die Geschichte von Zachäus uns anschauen. Und die finden wir in Lukas 19, Vers 1 bis 10.

[22:25] Das heißt es: Und er, das ist Jesus, kam nach Jericho hinein und zog hindurch. Und siehe, da war ein Mann genannt Zachäus, ein Oberzöllner, und dieser war reich. Und er wollte gerne Jesus sehen, wer er sei, und konnte es nicht wegen der Volksmenge, denn er war von kleiner Gestalt. Der lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, um ihn zu sehen, denn dort sollte er vorbeikommen.

[22:47] Und als Jesus an den Ort kam, blickt er auf und sah ihn und sprach zu ihm: Zachäus, steige schnell herab, denn heute muss ich in deinem Haus einkehren. Und er stieg schnell herab und nahm ihn auf mit Freunden.

[23:04] Als sie es aber sahen, murrten sie alle und sprachen: Er ist bei einem sündigen Mann eingekehrt, um Herberge zu nehmen. Zachäus aber trat hin und sprach zu dem Herrn: Siehe, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, so gebe ich es vierfältig zurück.

[23:22] Und Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil wiederfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist. Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

[23:37] Was für eine interessante Geschichte in diesem Kontext des reichen Jünglings. Denn auch Zachäus war sehr reich, bezeugt die Bibel. Und Zachäus nun ist auch zu Jesus gekommen, genau wie der reiche Jüngling. Hat auch Zachäus sozusagen mehr gesucht als dieses Leben. Der reiche Jüngling fragte nach der Ewigkeit: Das muss ich tun, das ewige Leben zu haben. Und auch Zachäus suchte danach in seinem Herzen und wollte Jesus gerne sehen.

[24:03] So haben sowohl Zachäus als auch der reiche Jüngling einige Gemeinsamkeiten. Und doch gibt es einen markanten Unterschied. Denn der reiche Jüngling, der war von seinem Reichtum und seinem Besitz gefesselt und konnte sich nicht befreien. Und auf der anderen Seite war da Zachäus, der in der Gegenwart Jesu Befreiung erlangte.

[24:24] Nun, auch erkennen wir bei dem reichen Jüngling, dass es nicht um das Aufgeben sozusagen des Besitzes ging. Es ging Jesus nicht darum: Du musst arm sein, um mir zu folgen. Jesus hatte das nicht gefordert. Bei Zachäus, bei Zachäus war das okay, dass er Geld hat. Und wir wissen auch bei Hiob oder Abraham oder David war es okay, wenn sie reich waren. Sie hatten nur höhere Verantwortung.

[24:50] Und halt, Reichtum legt ein gewisse weltliche Fesseln an. So ist es gut, wenn man von diesen Fesseln frei wird in der Gegenwart Jesu. Und Jesus wollte von beiden, dass sie ihr weltliches Leben aufgeben. Es geht nicht darum, den Besitz wegzugeben, nur wenn dich etwas so sehr fesselt im Leben, dass du merkst, dass deine Zeit mit Christus einschränkt, dann gib das auf, egal wie sehr du daran hängst.

[25:16] Es sind teuflische Fesseln, die da angelegt sind. Und Zachäus wählte den richtigen Weg. Der reiche Jüngling leider war zu sehr mit der Welt verbunden, um Christus wirklich nachzufolgen. Die Taten von beiden zeugen von ihrem Glauben.

[25:32] Zachäus konnte durch Christus die Fesseln ablegen und ihm folgen. Was ein Glaube aufrichtig war. Der reiche Junge konnte das nicht. Die Fesseln der Welt haben ihn gebunden. Und weil er selber nicht ganz überzeugt war oder nicht wirklich loslassen wollte, deswegen konnte er Christus nicht folgen.

[25:50] Wahre Jünger Jesu sind bereit, die Welt aufzugeben, das ewige Leben zu erlangen. Und die Welt mit all dem, was dran ist. Gott fordert nicht alles von uns, aber er fordert die Dinge, die wir aufgeben können. Und wenn wir Dinge aufgeben müssen, von denen wir die, bei dem wir die Kraft nicht haben, das zu lassen, verspricht er uns die Kraft zu geben, diese Dinge zu überwinden.

[26:08] Also Christus sorgt sich. Ist eigentlich interessant, was Ellen White über diese beiden Personen schreibt im Leben Jesu auf Seite 546. Und ich lese es mal: Leben Jesu, Seite 546.

[26:19] Zachäus war von der Liebe und Zuneigung, die Jesus ihm, dem Unwürdigen, entgegenbrachte, überwältigt und sehr verwundert. Und er verstummte. Nur die Liebe und Ergebenheit gegenüber seinem neu gefundenen Meister öffneten ihm die Lippen. Er wollte sein Bekenntnis und seine Reue allen kundtun.

[26:42] Im Beisein der großen Volksmenge trat er vor den Herrn und sprach: Siehe, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfach wieder.

[26:54] Hier ist aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil wiederfahren, denn auch er ist Abrahams Sohn.

[27:01] Als der reiche Jüngling gegangen war, hatten sich die Jünger über die Worte ihres Meisters entsetzt: Wie schwer ist es für die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes zu kommen. Sie hat einander gefragt: Wer kann denn selig werden?

[27:17] Nun war ihnen die Wahrheit der Worte Christi veranschaulicht worden. Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Sie erkannten, wie ein reicher, dank der Gnade Gottes, in das Himmelreich kommen konnte.

[27:31] Also in Zachäus sahen sie jetzt das, was sie im reichen Jüngling nicht verstanden hatten. Sie sahen, wie sehr der Reiche und den gefesselt wurde und dass er sich nicht befreien konnte. Sei, wie kann ein Mensch überhaupt gerettet werden? Und Jesus sagt: Bei Menschen ist das unmöglich, aber bei Gott sind alle Dinge möglich.

[27:48] Und dann führt er sie auf diesen Weg nach Jericho, und sie sehen Zachäus. Und Zachäus war ein sehr reicher Mann. Und Zachäus sagt von sich aus, als er die Gegenwart, in der Gegenwart Jesu ist und die Liebe von Jesus spürt: Sagte, ich will die Hälfte meines Besitzes den Armen geben. Also, nimm doch deinen ganzen Besitz und sag, die Hälfte davon gebe ich jetzt verteilt unter die Armen. Genau das, was Christus vom reichen Jüngling gefordert hatte.

[28:12] Und darüber hinaus sagt Zachäus aus eigenem Herzen noch: Wenn ich jemanden betrogen habe, gebe ich es in vierfach wieder. Also, man sieht diese Reue in seinem Herzen und diese, dieser Wunsch, ein neues Leben zu beginnen. Wenn er all das ungerechte gut machen könnte, weder das tun. Er möchte jetzt ein Nachfolger Jesu sein, kostet was es wolle.

[28:30] Und Christus hat ihn nicht dazu aufgefordert, seinen Besitz rauszugeben. Aber Zachäus hat das von sich aus gemacht, als die Liebe Jesu die Fesseln dieser Welt durchbrochen hatte. Das ist so fantastisch, was wir dort sehen.

[28:42] Und Jünger müssen gestaunt haben. Erst sehen sie den reichen Jüngling, es ist unmöglich. Und dann sehen sie Zachäus, wozu die göttliche Macht eigentlich fähig ist, wie sie Menschenherzen verändern kann.

[28:57] Dann möchte ich noch eine Stelle mit euch lesen für unser Donnerstagsthema in Hiob. Interessant, was wir über Hiob, war ja auch sehr reich. Aber in Hiob sehen wir noch mehr als nur seinen vielen irdischen Reichtum, den er hatte. Von Hiob hat er auch einen ganz, ganz besonderen Charakter. Hiob wird in der Bibel ja sehr hoch gehalten, zum Beispiel zusammen mit Daniel und auch Noah genannt. Als die waren recht. Und zur Zeit, jetzt hier lebte, war er sozusagen eigentlich der Gerechteste Mann auf Erden.

[29:32] Sie können in Hiob 1, Vers 8 mal zusammen lesen. Hiob 1, Vers 8. Das sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenden Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet.

[29:53] Nun, hier spricht Gott selbst, spricht zum Satan und sagt: Schau dir mal den Hiob an. So ein wie ihn gibt es auf der ganzen Welt nicht mehr. Hiob ist rechtschaffen und untadelig. Und diese Worte kommen aus Gottes Mund.

[30:08] Nun, was hat Hiob denn gemacht, dass er als rechtschaffen und untadelig vor Gott gilt? Also, er war ja ein Mensch wie du und ich. Und doch hatte Hiob was Besonderes, dass ihn untadelig und rechtschaffen in den Augen Gottes machte.

[30:23] Wenn Gott schon so ein starkes Zeugnis von ihm gibt, dann wollen wir einmal schauen, was Hiob auf der Übersicht sagt. Also, was hat Hiob denn eigentlich gemacht, dass er so hoch gelobt wird vom Herrn?

[30:37] 29, Verse 12 bis 16 lesen wir davon. Da sagt Hiob: Denn ich rettete den Elenden, der um Hilfe schrie, und die Waise, die keinen Helfer hatte. Der Segenswunsch des Verlorenen kam über mich, und ich brachte das Herz der Witwe zum Jauchzen. Die Gerechtigkeit, die ich angelegt hatte, bekleidete mich als Talar und Turban diente mir mein Recht. Ich war das Auge des Blinden und der Fuß des Lahmen. Ich war der Vater der Armen und die Streitsache dessen, den ich nicht kannte, untersuchte ich.

[31:11] Und hier gibt es Zeugnis von seinem eigenen Leben und sagt: Schaut mal, wer bin ich denn gewesen? Ich war der Vater der Armen, also ich habe mich um die Armen gekümmert. Ich war für die Weisen und für die Witwen da. Ich habe ihn Rechtsstreit geführt für die Menschen, die unterdrückt waren. Also, ich habe immer das Gerechte gesucht. Ich habe immer versucht, das gerecht zu handeln.

[31:30] Und das ist interessant. Ich meine, Hiob hatte durch dieses gerechte Handeln, das er immer fortwährend an den Tag legte, irgendwann so einen großen Ruf, dass, wenn er in die Stadt kam, dass die Fürsten geschwiegen haben, sogar die Prinzen aufgestanden sind. Also, Hiob galt als der Weiseste. Und hier eigentlich, was die Bibel über ihn sagt, das hat er gemacht. Er war einfach treu in der Nachfolge des Herrn.

[31:53] Denn die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang. Und Furcht des Herrn meint, das Böse zu hassen. Und Hiob hat das Böse gehasst. Er hat sich für die Gerechtigkeit eingesetzt, nicht nur dann, wenn es um seinen eigenen Vorteil ging. Hiob hat sich ganz besonders für die Gerechtigkeit eingesetzt, wenn es andere Menschen betraf. Also, denn hier steht nicht davon, dass er selber immer seine Gerechtigkeit oder immer aufrecht gepocht hat, wenn es um ihn ging. Er hat das Recht der anderen gesucht. Er hat den geholfen, die sich selbst nicht wehren konnten.

[32:24] Er trat für den Schwächsten ein. Und er fürchtete sich nicht. Und das ist auch faszinierend, mit welchem Mut Hiob das gemacht hat, denn er wusste, Gott ist auf seiner Seite. Solange er recht und redlich handelt, solange wird Gott auch bei ihm sein und seine Stärke sein. Solange wird er ihm Weisheit geben und ihn unterstützen, damit er das Gute tun kann auf Erden.

[32:48] Was für ein Zeugnis das auch für uns, wenn wir recht handeln auf Erden und nicht nur unser eigenes Recht, unseren eigenen Vorteil suchen, sondern das Recht im Land suchen, das Recht für unseren Nächsten suchen, für die Nächsten einstehen, der Not ist vielleicht dem Armen von unserem von unserer Nahrung was abgeben, damit er leben kann. Das sind so Dinge, die uns im Himmel, die uns Schätze in den Himmel bringen.

[33:15] Das sind Schätze, die wir im Himmel sammeln, wenn wir uns für die Menschen einsetzen und ihr Recht suchen. Sammeln wir Schätze im Himmel. Und diese Schätze, die sind dann irgendwann so angehäuft, dass von Gott heißt: Siehe, mein Knecht, wie rechtschaffen und redlicher ist, seinesgleichen gibt es nicht auf Erden.

[33:35] Bist du nicht auch wünschen, so ein Schatz von gerechten Taten im Himmel anzusammeln, dass Gott auf dich guckt und sagt: Was für ein gerechter, tadelloser Mensch?

[33:46] Nun, die Bibel zeigt uns ja an vielen Stellen, dass wir genauso sein sollen, dass wir uns einsetzen sollen für die Menschen.

[33:53] Im großen Kampf schreibt Ellen White auf Seite 515: Jedem Nachfolger Christi ist ein Schutzengel zur Seite gestellt. Diese himmlischen Hüter beschirmen die Gerechten vor der Macht des Bösen. Dies erkannte selbst Satan, denn er sagte: Meinst du, dass Hiob umsonst Gott fürchtet? Hast du ihn doch sein Haus und alles, was er hat, ringsumher bewahrt.

[34:19] White sagt, die himmlischen Hüter, also himmlische Engel bewahren die Gerechten. Wenn du also für Recht einstehst, brauchst du keine Angst haben, dass der Teufel dir böse Fallen stellt und du da hineinfällst.

[34:36] Aber du wirst beschützt von himmlischen Engeln. Das ist fantastisch, das zu wissen. Das ist heute für unsere Zeit existenziell, das zu wissen. Und später in der Zukunft, wenn die Welt um uns herum zusammenbricht, alle Systeme, die wir heute kennen, einbrechen und eine neue Weltordnung entstehen, mit ein neues System, das religiöse Gesetze aufstellt und uns unterdrückt, dann müssen wir für die Gerechtigkeit einstehen. Dann müssen wir zeigen, dass wir nicht schweigen.

[35:03] Und dann müssen wir wissen, dass Gottes Engel bei uns sind. Das ist ganz, ganz wichtig, das heute schon zu üben und zu trainieren. Also, uns für die Schwachen einzusetzen, die Gerechtigkeit zu suchen, nicht immer der Lauteste zu sein, sondern in Weisheit und Anstand zu reden. Das sind so Dinge, die wir heute lernen.

[35:21] Und wenn wir vor dem Himmel als gerecht gelten, dann werden himmlische Engel uns zur Seite gestellt, und sie werden uns behüten auf unseren Wegen.

[35:30] Christus hatte sich er, also Christus war vollkommen auf Gottes Seite. Und wir wissen, dass die Engel bei ihm waren und ihm gedient haben. Und bei uns soll das genauso sein, als Nachfolger Jesu, also als Same Abrahams, als Gottes Kinder, soll noch himmlische Engel bei uns sein.

[35:49] Nun, es war der Charakter, der Hiob so eng mit dem Himmel verwandt verbunden hat. Seine Liebe und seine Barmherzigkeit verbanden ihn mit seinem Schöpfer, der tat das, was vor Gott wohlgefällig war.

[36:02] Und Hiob war ich einfach nur nach außen hin so ein frommer Mann, der vielleicht Bibelverse auswendig gelernt hat und treu seine Tischgebete gesprochen hat. In seinem Leben konnte man wirklich die Gegenwart Christi erkennen. Er war furchtlos und demütig und setzte sich in seiner Zeit und in der Zeit, wenn es ganzen Lebens für die Menschen ein und für das Gute und zeugte damit von dem, was in seinem Herzen war, von Christus.

[36:33] Denn so wie Christus unter den Menschen war und immer das Gute gesucht hat, für die Menschen sich für die, also die Armen gesucht hat, die Sünder zur Umkehr gerufen hat, die Kranken, den Kranken Heilung gebracht hat, genauso war auch Hiob, genau das gleiche gemacht, auf seine Art und Weise.

[36:51] Und so können auch wir auf unsere Art und Weise das gleiche tun. Auch Hiob hat sich eingesetzt, um armen Menschen was zu geben, um Kranken zu helfen, Weisen und Witwen zu fördern. Er hat sich für das Recht eingesetzt.

[37:05] Und solche Dinge können wir heute in 2023 ebenfalls tun. Und genau das möchte Gott. Er möchte, dass wir so leben. Manchmal sagen wir, na ja, wir beten und manchmal ist uns ganz, ganz wichtig für eine bestimmte Sache lange Gebete zu sprechen, weil sonst so wichtig ist, dass Gott das erhört und doch handelt in unserem Leben.

[37:24] Und manchmal meinen wir so ernst, dass du sogar sagen, ich möchte einen freien Verstand haben, ich möchte nicht, dass irgendwas zwischen mir und Gott steht. Ich möchte meine Gedanken sammeln können.

[37:40] Und dann ist es manchmal so, dass wir sagen, dann beten wir nicht nur, sondern wir fasten auch, um einen klaren Verstand zu haben, um Gottes Stimme auch hören zu können, dass nicht irgendwelche Dinge mein Gemüt belasten. Also, fast ich und bete ich.

[37:53] Ich und wundere mich dann manchmal, dass mein Gebet trotzdem nicht erhört wird. Nun, warum? Ich habe doch genau das gemacht, was Christus eigentlich von mir wollte. Ich habe gefastet und ich habe gebetet. Und Christus sagt, dass unsere Gebete auch erhört werden.

[38:08] Und was war denn falsch? Was interessant, wie Gott sagt, wie wir handeln sollen, um gerecht vor ihm zu gelten, damit seine Engel unsere Seite stehen und sein Segen auf uns ist.

[38:21] In Jesaja 58, Verse 6 bis 8 heißt es: Ist nicht das ein Fasten, an dem ich gefallen habe, dass sie ungerechte Fesseln los macht, dass ihr die Knoten des Joches löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbricht? Besteht das nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und Arme verfolgt in dein Haus führst? Dass, wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und ich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst? Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen. Deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deine Nachwuchs sein.

[39:02] Und hier, nicht Jesaja wird uns verheißen, dass, wenn wir so wie Hiob leben, dass unser Licht aufgehen wird, unsere Heilung wird Fortschritte machen und Gottes Herrlichkeit und Gerechtigkeit wird an uns erkennbar sein.

[39:17] Also, mit anderen Worten, wir werden gesegnet. Unser Charakter wird sich verändern, denn seine Herrlichkeit und seine Gerechtigkeit wird in uns zu sehen sein.

[39:28] Unsere Herzen werden geheilt, auch Krankheiten werden geheilt, aber wir werden insgesamt fröhlicher werden. Wir werden Frieden im Herzen haben. Also, es werden sich viele Dinge verändern, wenn wir ein wirkliches Fasten, wie Gott es möchte,

[39:42] also, wenn wir nicht einfach nur sagen, ja, ich setze mich hin, ich esse einfach nichts mehr und ich bete jetzt dafür. Das macht ja alles Sinn. Also, mein Verstand wird klarer durch das Fasten und ich habe es leichter, Gottes Stimme zu verstehen. Aber auf der anderen Seite muss ich natürlich auch das Gerechte tun.

[39:58] Denn ohne das Tun der Gerechtigkeit wird mein Gebet auch nicht erhört werden. Und das wird uns sehr, sehr deutlich in der Bibel. Gott möchte das gerne von uns.

[40:08] Und wir müssen, wenn wir das eine tun, also das Beten und Fasten, das andere nicht vergessen: Gerechtigkeit zu üben und das Gute zu suchen in dieser Welt. Denn Christus hat uns in die Welt gestellt, also dich und mich, damit wir in dieser Welt ein Zeugnis davon geben, wer Gott ist, dass wir das Recht aufrichten, dass wir Gerechtigkeit anzeigen, dass wir den Menschen zeigen, was Wahrheit ist und was Lüge ist.

[40:31] Dass wir uns für die einsetzen, die selbst keine Kraft haben, dass wir uns um die Menschen kümmern, den es schlechter geht als uns. Das sind alles Dinge, die Gott auf der Erde gelassen hat, diese Armut und die Ungerechtigkeit, damit wir daran wachsen, dass wir uns für Recht und Gerechtigkeit einsetzen, wo wir Ungerechtigkeit sehen und Armut und Leid und Elend, dass wir dagegen kämpfen.

[40:55] Und dadurch werden wir selbst erbaut, gesegnet, unser Charakter reift heran. Wir werden vor dem Himmel plötzlich als Gerechter stehen, und die Segnung des Himmels fällt auf uns. Es ist wunderschön, wie die Bibel das beschreibt.

[41:10] Also, wir können zu dem Segen was dazu tun. Gott wird uns immer nur die Dinge geben, die gut sind für uns. Und das und auf die Art und Weise unsere Gebete erhören. Aber kein Gebet eines Gerechten ist verloren oder wird von Gott nicht gehört. Gott wird sich seiner Kinder annehmen.

[41:28] Und es liegt an uns, Christus zu bezeugen in dieser Welt. Die Welt schaut auf uns, und wir haben die Möglichkeit, durch unsere guten Taten, unsere guten Worte, der Welt zu zeigen, das ist ein liebender Gott im Himmel gibt.

[41:41] Also ein Licht in die Finsternis dieser Welt hinein zu senden und genau dafür.

[41:43] Welt hinein zu senden und genau dafür sind wir auch berufen. Wenn wir das tun, werden wir verändert und wir dürfen uns der Gegenwart des Himmels bewusst sein. Wir dürfen wissen, dass Gott bei uns ist und unsere Bemühungen segnen wird, damit wir viel Frucht bringen können in seinem Weinberg.

[42:03] Die Welt braucht Lichter, die Welt braucht Menschen wie dich und mich, die die Wahrheit verkünden und in dieser Zeit, in dieser Welt für Gerechtigkeit einstehen. Und dazu sind wir berufen. Lass dein Licht leuchten in dieser Welt, stell es nicht unter einen Scheffel.

[42:19] Bei den vielen Dingen, die auf dich zukommen, bei den vielen auch bösen Dingen, denen du begegnen wirst in der Welt, setze ein Zeichen für Christus. Habe keine Angst und scheue dich nicht, für das Richtige einzustehen. Und wisse, Gott wird bei dir sein. Er wird dich segnen, er wird dich führen und er wird dich zu einem Licht in der Welt machen.

[42:38] So lasst uns noch Gott danken dafür, dass er bei uns ist, dass er uns nicht verlassen wird, wie er es verheißen hat. Beten wir zusammen: Unser lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen dafür danken, dass du uns gerufen hast in deinen Weinberg und dass du uns in die Welt hinaus schickst, um ein Segen zu sein für die Menschen.

[42:58] Herr, du möchtest uns segnen, wenn wir einen Segen sind. Du möchtest uns verändern und du erwartest von uns, dass wir in dieser Welt für das Richtige einstehen, dass wir die Gerechtigkeit hochhalten und den Menschen zeigen, dass du ein Gott der Liebe bist. Wir möchten dich bitten, Herr, dass du uns Weisheit gibst, das überall dort zu tun, wohin du uns hinsendest.

[43:16] Dass du uns auch Mut und Stärke gibst, dass wir das in dieser dunklen Welt auch tun können, dass wir uns trauen, für dich einzustehen und die Wahrheit dort zu sagen, wo geschwiegen wird. Wir möchten dich bitten, Herr, dass du uns die Weisheit gibst, dass wir unterscheiden können, wo wir reden sollen und wo Schweigen besser ist.

[43:31] Und den Menschen zu helfen. Wir möchten bitten, dass unser Licht hell leuchtet, damit wir dich in würdiger Weise repräsentieren und die Menschen erkennen, dass es einen Gott der Liebe gibt, der sich von Herzen sucht und der sich nach ihnen sehnt, damit noch viele Menschen nach Hause kommen, auch durch das Zeugnis, das wir geben.

[43:48] Danke, Herr, dass du verheißen hast, dass du uns bis zum Ende der Welt Zeit nicht verlassen wirst. Amen.

[43:59] Und zwar ein sehr schönes Thema, wie ich finde. Es macht viel Freude darüber nachzudenken, dass wenn wir gerecht handeln, dass Gott bei uns ist. Aber lasst euch noch sagen, es ist auch wichtig zu wissen, dass wenn wir Ungerechtigkeit tun, wenn wir Unrecht handeln, dass wir uns dann auf das Feld des Teufels begeben und dort sind wir nicht sicher. Dort wird er uns angreifen, dort wird er versuchen, unser Leben kaputt zu machen.

[44:20] Also, egal, wo du stehst heute, egal, was du machst, suche die Gerechtigkeit. Und wenn es vielleicht erst so aussieht, als ob du dadurch vielleicht ein Verlust machst, aber suche die Gerechtigkeit. Der Segen Gottes steht dahinter. Gottes Segen dir und bis zum nächsten Mal.


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