In dieser Predigt zum Thema „Erfolg planen“ aus der Serie „Gottes Haushalter“ spricht Marco Klink über die biblische Definition von Erfolg. Er kontrastiert sie mit der weltlichen Vorstellung von Erfolg, die oft durch materiellen Reichtum und Status definiert wird. Anhand von Bibelstellen aus Matthäus und Sprüche wird verdeutlicht, dass wahrer Erfolg im Streben nach Gottes Reich und Gerechtigkeit liegt und dass Fleiß und harte Arbeit, auch im Kontext der Schöpfung, wichtige geistliche Lektionen vermitteln.
CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter: 8. Erfolg Planen
Marco Klink · CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter ·Themen: 1. Mose, 1. Timotheus, Bibel, Bibelstudium, Kolosser, Prediger, SprücheWeitere Aufnahmen
Serie: CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter
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Transkript
[0:31] Ich möchte euch alle sehr herzlich begrüßen zur Christ Studio. Wir sind mittlerweile angekommen bei Thema Nummer 8 im ersten Quartal 2023 und das Thema diese Woche ist überschrieben mit den Worten: Erfolg planen. Lasst uns aber, bevor wir das Wort Gottes aufschlagen und uns allen Gedanken machen über das Thema diese Woche, mit einem Gebet beginnen.
[1:01] Lieber Vater im Himmel, wir wollen dir danken, dass du uns die vergangenen sieben Wochen bereits geführt hast durch dieses wichtige Thema. Und ja, auch danken, dass wir heute wieder einige Gedankenaustausch dürfen und schauen dürfen, was du in deinem Wort für uns vorbereitet hast. Bitte führe und leite du unsere Gedanken, damit wir das erkennen, was du uns heute offenbaren möchtest. In diesem Namen bitten wir darum. Amen.
[1:32] Würden wir eine Umfrage durchführen und die Menschen in dieser Welt fragen, was sie im Leben am wichtigsten ist, bzw. was sie sich vom Leben erwarten, dann würden bestimmt bei den meisten Menschen ähnliche Antworten kommen. Die Antwort Nummer eins wäre wahrscheinlich Gesundheit, gefolgt von glücklich sein, den richtigen Ehepartner, möglicherweise eine Familie gründen, den passenden Beruf, den man erfreut hat und der Alltag ausgefüllt ist, finanzielle Absicherung und ähnliche Dinge.
[2:06] Und bei all diesen Dingen, die irgendwo Teil unseres Lebens sind, legen wir in der Regel Wert darauf, dass wir dabei auch Erfolg haben. Wir wollen Ziele, die wir uns im Berufsleben setzen oder die uns gesetzt werden, erreichen. Möglicherweise auf der Karriereleiter aufsteigen. Wir wollen eine erfolgreiche Ehe führen, wollen ein intaktes Familienleben haben. Und möglicherweise, wenn wir es schaffen, im Büro voranzukommen und Geld zu verdienen, auch ein gewisses Vermögen anhäufen. Irgendetwas im Leben zu tun und dabei zu scheitern, das würde uns unglücklich machen. Und vielleicht würden sogar Zweifel aufkommen.
[2:50] Wie definieren wir heute ein Großteil der Welt den Erfolg? Wenn ihr zum Beispiel in die Filmindustrie schaut, dann wird uns diese Frage relativ leicht beantwortet. Es gibt irgendwo auf der Erde ein Problem, dann gibt es auf der anderen Seite eine Hauptperson, und diese Person weiß, wie man das Problem löst oder den Feind besiegt. Und nachdem das geschehen ist, bekommt die Person Lob, bekommt Anerkennung, Dankbarkeit und alle finden diese Person gut. Und als wäre das nicht schon genug, bekommt der Hauptdarsteller am Ende des Films auch noch die schönste Frau unter die Hauptdarstellerin, den schönsten Mann und alle sind am Ende glücklich. Ein Happy End.
[3:39] Oder ihr seid vielleicht irgendwo im Internet unterwegs, wollt ein Video anschauen und bevor das Video startet, wird eine Werbesendung eingeblendet. In dieser Werbung seht ihr einen jungen Mann, eine junge Frau, die umgeben ist von teuren Sportwagen und am Pool sitzend, neben der eigenen Villa. Und wenn ihr genauso werden wollt und auch alles das erreichen wollt, was diese Person in der Werbung hat, dann müsst ihr euch einfach nur für das kostenlose Coaching anmelden und dort wird euch alles beigebracht, was ihr braucht auf dem Weg zum Erfolg, auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit.
[4:20] Und wenn ihr dann all das erreicht habt, was dort in der Werbung gezeigt wird, dann seid ihr wirklich glücklich. Zumindest wird es uns so in den Werbesendungen suggeriert. Ist das aber die Art von Erfolg, die für uns als Christen oder für uns als Adventisten erstrebenswert ist? Ist das diese Art von Erfolg, die die Bibel uns lehrt, an der wir uns orientieren sollen?
[4:48] Wir wollen heute das Studium nutzen, um einen Blick in die Bibel zu werfen und zu sehen, was die Bibel über wahren Erfolg lehrt, wie die Bibel Erfolg definiert und welche Prinzipien dabei für uns als gläubige Menschen gelten. Denn so viel kann ich bereits verraten, und da werde ich euch, die Zuschauer, sicherlich nichts Neues erzählen: Der Erfolg, den die Bibel uns lehrt und wie die Bibel ihn definiert, unterscheidet sich in den meisten Punkten grundlegend von dem Erfolg, der uns in dieser Welt versucht wird, schmackhaft zu machen.
[5:24] Lasst uns zu Beginn unsere Bibel in die Hand nehmen und ins Matthäusevangelium gehen und dort Matthäus Kapitel 6, Vers 33 lesen. Es ist ja ein Teil der Bergpredigt, immer noch. Und das heißt dort: "Trachtet viel mehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden."
[5:55] Wir wollen das Thema Erfolg heute nicht einfach so im luftleeren Raum studieren, sondern im Kontext von dem diesjährigen Quartalsthema, wo es um Haushalter-schaft und auch um Finanzen geht. Und da gibt uns dieser Vers hier in Matthäus 6, Vers 33, ein wichtiges, grundlegendes Prinzip, nachdem wir unser Leben ausrichten sollen. Jesus gebietet uns hier in diesem Vers in der Bergpredigt, dass wir unterstreben nach seinem Reich und das Streben nach der Gerechtigkeit Gottes an erste Stelle stellen sollen.
[6:30] Und er gibt uns hier nicht nur dieses Gebot, sondern er verknüpft dieses Gebot direkt mit einer Verheißung, die im zweiten Teil des Satzes folgt, wo er sagt, dass all denen, die danach streben und das auch wirklich tun, dass er uns anbietet, nämlich ihn an erste Stelle zu setzen, dass er da auch unsere Grundbedürfnisse im Blick behält und für uns sorgen wird, damit es uns auch da an nichts mangelt.
[6:57] Und diese Grundsatzentscheidung, die hier beschrieben wird, ist für uns wichtig zu treffen bei all den Entscheidungen, die wir sonst so im Leben treffen. Zum Beispiel die Wahl des Ehepartners, die Wahl des Berufes, die Wahl des Wohnortes oder auch, mit welchen Menschen ich mich abgebe oder in welcher Gesellschaft ich mich regelmäßig aufhalte. Wir sind aufgefordert, uns bei all diesen Fragen nach Matthäus 6, Vers 33 zu richten, nämlich Gott und seine Maßstäbe an erste Stelle zu setzen.
[7:28] Wir sollten uns dabei nicht von äußeren Umständen oder von Gefühlen leiten lassen, die möglicherweise fehlgeleitet sind, sondern sind aufgefordert, nach festen Prinzipien zu handeln, von denen wir unter keinen Umständen abweichen. Wenn wir diese Haltung einnehmen, wird uns das mit Sicherheit davor bewahren, Fehlentscheidungen zu treffen, die wir später in Zukunft bereuen, dann aber nicht mehr rückgängig machen können.
[7:58] Wir verbringen ja einen großen Teil unserer Lebenszeit auf der Arbeit. Hier in Deutschland arbeiten wir in der Regel 8 Stunden am Tag, und bei einer 5-Tage-Woche von Montag bis Freitag macht das 40 Stunden die Woche. Und deswegen wollen wir uns heute anschauen, was die Bibel sagt, ganz konkret im Kontext von Arbeit und von Erfolg.
[8:22] Lasst uns dazu an den Anfang der Bibel gehen, ins erste Buch Mose, und wir schlagen dort auf Kapitel 2 und dort Vers 15. Das heißt dort: "Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre."
[8:45] Hier sehen wir erstmal, wie Gott sich das Leben der Menschen ursprünglich gedacht hat. Im Garten Eden gab es keine Sünde, alles war vollkommen. Die Natur war vollkommen, die Menschen als Teil von Gottes Schöpfung waren vollkommen, und auch das Verhalten der Menschen war vollkommen bis zum Sündenfall. Und in dieser vollkommenen Umgebung beauftragt Gott Adam und Eva, dass sie sich um den Garten kümmern sollten. Das heißt, Arbeit gehörte von Anfang an zu Gottes Plan. Selbst der für die Menschen umgefallenen Zustand, natürlich war diese Arbeit, die Adam und Eva damals verrichten sollten, nicht vergleichbar mit den Mühen und mit den schweren, die wir heute haben, wenn wir arbeiten. Damals gab es keinen Muskelkater, man hat sicherlich nicht geschwitzt, es war auch für sie keine Anstrengung, sind nicht müde geworden, aber trotzdem war es in dem Sinne Arbeit.
[9:41] Und selbst nach dem Sündenfall ist es interessant, was Gott hier zu Adam und Eva spricht. Lasst uns dazu ein Kapitel weitergehen, in erste Mose Kapitel 3 und dort die Verse 16 bis 19 lesen. "Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären, und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen. Und zwar am sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach, du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden verflucht. Um deinen mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden, denn von ihm bist du genommen, denn du bist Staub und zum Staub willst du wieder zurückkehren."
[10:45] Manchmal werden diese Worte, die ich hier von Gott zu Adam und Eva gesprochen worden sind, als Fluchworte Gottes bezeichnet. Aber ich würde diese Worte eher als Segensworte bezeichnen, die Gott hier zu Adam und zu Eva verspricht. Denn was ist das, was er ihnen hier sagt? Wir wissen, dass vor dem Sündenfall vollkommene Einheit und vollkommene Harmonie herrschte, sowohl in der Beziehung zwischen Gott und den Menschen, als auch unter den Menschen untereinander.
[11:14] Und in Vers 15 verkündigt Gott ihm in Kurzform das Evangelium. Den Teil haben wir jetzt übersprungen. Das heißt, er gibt den nach dem Sündenfall direkt eine Lösung für das Problem, was jetzt die Erde gefallen hat, nämlich die Sünde im Leben der Menschen. Aber diese Lösung hört bei Vers 15 nicht auf.
[11:40] Denn jetzt wendet sich Gott einzeln, zuerst Adam und dann Eva, zu. Bei Eva heißt es, dass sie eine mühevolle Schwangerschaft haben wird und dass ihr Verlangen auf ihren Ehemann Adam gerichtet sein wird. Das heißt, dass sie ihn auf gewisse Art und Weise untergeordnet ist. Und das möchte ich hier kurz erwähnen, auch wenn es heute nicht das Thema ist oder das Hauptthema. Gemeint ist natürlich eine Unterordnung im Kontext der gesamten Bibel und keine Unterordnung im Sinne einer Unterdrückung der Ehefrau, wie es heute vielleicht manchmal verstanden und angewendet wird. Sondern eine Unterordnung im Sinne einer verantwortungs ich euch hier, dass der Ehemann Verantwortung hat für die ganze Familie und die Frau diese Ordnung auch anerkennen soll.
[12:26] Und kann es sein, dass das, was auf den ersten Blick wie ein Fluch dargestellt wird, Gottes Wege sind zur Heilung und zur Wiederherstellung des Menschen? Kann es sein, dass es Eva nicht zum Fluch, sondern zum Segen sein sollte, dass sie sich unter ihren Mann stellt, unter die Verantwortung, unter die Obhut ihres Ehemanns?
[12:52] Den spannt es auch, was Gott Adam in den folgenden Versen ab Vers 14 sagt. Bei ihm ging es hier um die Bearbeitung des Bodens, und er sollte zukünftig unter Mühen die für die Bearbeitung des Bodens sorgen und dadurch für die tägliche Nahrung. Aber diese Arbeit wären mit großen Mühen und mit Kraftaufwand verbunden, und Kraut würde sprießen und die Arbeit ist jetzt nicht mehr so, wie sie einst im Garten Eden war.
[13:22] Und all das hat Gott eingerichtet, um sich beziehungsweise, ich muss mich korrigieren, all das hat Gott nicht eingerichtet, um sich irgendwie am Menschen zu richten, weil er gesündigt hat, oder ihm ist deswegen bewusst Schaden zuzufügen, sondern um den Menschen den Weg zu Heilung und zur vollkommenen Wiederherstellung zu zeigen.
[13:43] Denn das heißt hier in Vers 17: "Und deinen Willen..." Und das ist ein wichtiges und interessantes Detail. Gott hat es so eingerichtet, damit es den Menschen zum Guten dient und ihn wieder zurückführt zur Einheit mit Gott. Das heißt, nach dem Plan Gottes ist die Arbeit und insbesondere die Gartenarbeit, die ich hier erwähnen möchte, nicht einfach nur da, um für ausreichend Nahrung zu sorgen, sondern Gott hat dabei auch einen geistlichen, einen erzieherischen Aspekt vorgesehen, nämlich, dass wir wieder geheilt und wiederhergestellt werden in diese Beziehung, in dieser Einheit mit Gott.
[14:21] Das heißt, Arbeit ist nicht einfach nur Arbeit, um für Nahrung zu sorgen, sondern Gott hat dafür und hat dabei wichtige geistliche Lektionen, die er uns vermitteln, die er uns offenbaren möchte. Und das sollten wir auch bedenken bei dem ganzen technischen Fortschritt, den wir heute häufig ausgesetzt sind.
[14:39] Heute funktioniert industrielle Landwirtschaft größtenteils so, dass der Mensch ohne körperliche Arbeit diese Dinge verrichten kann. Es gibt dort hoch mit Hightech-Maschinen, die den Boden vorbereiten können, die den Samen sehen können, die Unkraut beseitigen, die die Nährstoffe im Boden messen können und vielleicht den Nährstoffmangel ausgleichen können. Schädlinge werden ferngehalten, für die Bewässerung ist auch gesorgt, und letztendlich können diese Maschinen auch die Ernte einfahren. Und die Aufgabe des Menschen beschränkt sich dabei größtenteils darauf, Knöpfe zu drücken und Hebel umzulegen.
[15:20] Natürlich kann uns die moderne Technik heute auch bei der Arbeit und insbesondere bei der Gartenarbeit helfen. Und es wäre sicherlich eine extreme Ansicht, dass man sich jeder modernen Technik verweigern sollte und dass man diese nicht benutzen darf. Aber es schadet uns nicht, ganz im Gegenteil, es tut uns sogar gut und kurz sinkt uns dabei, wenn wir auch mal bereit sind, uns die Hände schmutzig zu machen und sehen, dass wir mit unseren Händen schaffen können und was für ein großer Segen ist, ist mit den Händen zu arbeiten. Vor allem, weil Gott viele geistliche Lektionen und Dinge in der Natur vorgesehen hat, die er uns dadurch offenbaren möchte und auf die wir sonst nie kommen würden, würden wir uns diese Arbeit verweigern oder uns davor drücken.
[16:04] Und es betrifft ja, betrifft wahrscheinlich die wenigsten Menschen von uns, aber es gibt auch einige, die so viel Geld haben, die so ein Vermögen angehäuft haben, dass sie nicht mehr täglich arbeiten brauchen, um für ihre Grundbedürfnisse oder ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das ist erstmal nichts verkehrtes, denn es kann sich ja niemand aussuchen, in welchen Umständen er geboren wird. Vielleicht haben die Eltern jahrelang fleißig gearbeitet, noch ehrlich und moralisch aufrichtig gearbeitet, haben sich dadurch ein ehrliches Vermögen aufgebaut, was nun an die Kinder vererbt wird, und die können damit nun vernünftig umgehen und können es auch zum Segen Gottes einsetzen.
[16:46] Aber selbst wenn man finanziell nicht darauf angewiesen ist, täglich zu arbeiten für seinen täglichen Brot, dann ist es doch sinnvoll, sich eine gute, sinnvolle Beschäftigung zu suchen, der man nachgehen sollte, weil Gott uns dadurch wichtige Dinge lehren möchte.
[17:05] Es ist ja bei uns in der westlichen Welt größtenteils so, dass die Eltern für die Kinder und für die Jugendlichen sorgen. Es gibt natürlich vereinzelt oder, was heißt vereinzelt, große Teile der Welt, in denen es anders ist, in dem selbst Kinder und junge Erwachsene schon arbeiten gehen müssen, damit die Familie genug zu essen hat. Und bei uns hier in West- oder Zentraleuropa ist das in der Regel nicht der Fall. Das heißt, man lebt als Kind oder als Jugendlicher relativ unbeschwert, weil man sich nicht um die täglichen Dinge, um den Lebensunterhalt kümmern muss und sich darüber nicht wirklich Gedanken machen braucht.
[17:45] Sobald aber ein junger Erwachsener älter wird, merkt man nach und nach, dass man sich selbst mit Themen, die Haushalter-schaft, mit Finanzen und mit der täglichen Arbeit beschäftigen muss. Denn dann sind es nicht mehr die Eltern, die für einen sorgen, sondern man wird selbstständiger, man heiratet, bekommt vielleicht Kinder und muss nun dafür sorgen, dass man die eigene Familie versorgt und sich deswegen auch beschäftigen mit all diesen Themen.
[18:11] Und auch für diese Phase unseres Lebens, die bei einigen bis zum Tod andauert, in der wir unser Geld durch tägliche Arbeit verdienen, hat Gott wichtige Prinzipien für uns in seinem Wort festgelegt.
[18:25] Wenn man Ehepaare fragt, die sich geschieden haben, dann taucht unter den Top 10 der Scheidungsgründe immer wieder auf, dass finanzielle Probleme ein Mitgrund dafür sind, dass Mann und Frau sich scheiden lassen, so antworten zumindest betroffene Personen. Umso wichtiger ist es, dass man sich gut überlegt, welche Anschaffung man als Ehepaar tätigt, ob man bereit ist, Schulden aufzunehmen, wenn ja, in welcher Höhe und welche Anschaffung man sich besorgt und ob das wirklich alles notwendig ist, gewisse Dinge für die verschiedenen Bereiche des Lebens auszugeben.
[19:05] Lasst uns wieder ein paar Verse im Wort Gottes lesen. Wir gehen dazu ins Buch der Sprüche und dort in Kapitel 24 und lesen dort die Verse 30 bis 34. Sprüche 24, die Verse 30 bis 34. Das heißt dort: "Ich ging vorüber am Acker eines Faulen und am Weinberg eines Unverständigen, und siehe, er ging ganz in Unkraut auf, und Nesseln über wucherten ihn, und seine Steinmauer war eingestürzt. Das sah ich und nahm es mir zu Herzen, ich betrachtete es und zog eine Lehre daraus. Ein wenig schlafen, ein wenig schlummern, die Hände ein wenig in den Schoß legen, um zu ruhen, so kommt deine Armut wie ein Wegelagerer und dein Mangel wie ein bewaffneter Mann."
[20:03] In diesen Versen wird uns etwas sehr Wichtiges beschrieben, nämlich unsere Einstellung zur Arbeit. Es wird hier beschrieben, wie Salomo, von dem es heißt, er war der weiseste Mensch auf dem Planeten Erde, wie er vorbeigeht an dem Acker, an dem Garten eines faulen Menschen und dort sieht er, dass das Unkraut hat, dass Mauern eingestürzt sind und das alles nicht wirklich ansehnlich aussieht. Und dann heißt es hier in Vers 32, dass er aus der Beobachtung, die er macht, eine Lehre zieht. Und die Lehre lautet:
[20:37] Das Faulheit, das Nichtstun, mit Sicherheit in Armut enden, sowohl finanziell, und wie wir gerade eben gesehen haben, auch in geistlicher Armut. Denn wir verpassen dann, was Gott uns alles offenbaren möchte, durch die treue Verrichtung unserer Arbeit. Das heißt im Umkehrschluss, dass Gott diejenigen gesegnet, die fleißig sind und täglich treu ihre Pflichten und ihre Aufgaben verrichten. Wenn das unsere Einstellung zur Arbeit ist, dann haben wir die Verheißung Gottes, dass er sich um unser täglich Brot sorgen wird und dass uns mindestens Brot und Wasser, wie es im Alten Testament heißt, sicher sind und von Gott zugesagt werden.
[21:23] Lasst uns dazu einen weiteren Vers lesen. Wir bleiben im Buch der Sprüche und gehen in Kapitel 14 und lesen dort Vers 23. Es heißt dort: "Wo man sich alle Mühe gibt, da ist Überfluss. Aber wo man nur Worte macht, da herrscht Mangel."
[21:44] Dann ein weiterer Vers, Sprüche 6, und dort der Abschnitt von Vers 6 bis Vers 11. "Geh hin zur Ameise, du Fauler, sie ihre Wege an und werde weise. Obwohl sie kein Anführer hat, weder Vorsteher noch Herrscher, bereitet sie dennoch im Sommer ihr Brot und sammelt in der Erntezeit ihre Speise. Wie lange willst du liegen bleiben, du Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? Ein wenig schlafen, ein wenig schlummern, ein wenig die Hände in den Schoß legen, um zu ruhen, so holt dich die Armut ein wie ein Läufer."
[22:25] Hier haben wir ein Beispiel aus der Natur und ganz konkret aus der Tierwelt. Salomo vergleicht sich auf der einen Seite die fleißige Ameise mit einem faulen Menschen. Die Ameise sammelt und hat dadurch auch ausreichend zu essen, und der Faule, der lieber im Bett liegen bleibt, der leidet ständig Mangel. Und warum wird hier ausgerechnet die Ameise als positives Beispiel erwähnt? Man könnte jetzt natürlich viele erstaunliche Fakten anführen, aber ich möchte es an dieser Stelle bei einem interessanten Fakt belassen.
[22:59] Wenn wir uns eine Ameisenkolonie vorstellen, wie sehen sie ja manchmal vielleicht am Waldrand oder neben irgendwelchen Büschen zu hoffen, wo dann ganz viele Tausende oder Hunderttausende Ameisen leben. Eine einzige Ameisenkolonie kann innerhalb von sechs Jahren ungefähr 1.900 Kammern bauen in ihrem Ameisenbau. Und um dieses Projekt zu realisieren, müssen die Ameisen in diesen sechs Jahren ungefähr 40 Tonnen an Erde aus dem Bau heraus befördern und 6 Tonnen an zerkleinerten Blättern herein befördern.
[23:33] zerkleinerten Blättern hinein befördern. Das heißt, eine einzige Ameisenkolonie schafft es in sechs Jahren 46 Tonnen an Material hin und her zu bewegen. Sie tun dort Tag für Tag treu ihrer Arbeit. Und auch wenn es nach wenig aussieht, aber das Ergebnis ist beeindruckend. Und Gott segnet die Ameise für ihren Fleiß und benutzt sie hier deswegen als positives Beispiel. Und so werden auch wir belohnt, wenn wir fleißig sind und täglich treu unsere Aufgaben verrichten und uns nicht vor allem, nicht vor körperlicher Arbeit drücken.
[24:12] Mit dieser Einstellung zur Arbeit können wir auch im Alter, wenn unsere Körperkräfte nachlassen und wir nicht mehr so die Arbeit verrichten können, wie vielleicht zu unseren Jugendjahren oder eine Zeit unseres jüngeren Erwachsenseins, dann können wir auch in diesem Alter dankbar die Segnung Gottes annehmen, weil wir in den Jahren und Jahrzehnten zuvor fleißig waren und mit Weisheit und Verstand mit unseren Finanzen umgegangen sind und alles sinnvoll geregelt haben.
[24:41] Und ich möchte an dieser Stelle einige praktische Vorschläge vorlesen, die hier im Sommerschulheft auf der Donnerstagseite aufgeführt sind. Ich werde jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen oder auf jeden einzelnen Punkt, aber ich fand sie trotzdem gut, sich hier noch mal zu erwähnen, weil es denke ich praktische Vorschläge sind, die sich leicht im Leben umsetzen lassen. Es heißt doch: Erstens, organisiere dich, erstelle einen Ausgabenplan. Zweitens, gib weniger aus, als du einnimmst. Drittens, spare ein Teil deines Lohnes. Meine Schulden. Fünftens, sei gewissenhaft. Sechstens, sei Gott finanziell treu. Und siebtens, vergiss nicht, dass die Erde nicht unser Zuhause ist.
[25:36] Jemand, der jetzt vielleicht dieses Video sieht, aber nicht an Gott glaubt, mag folgendes denken: Alles, was hier besprochen wurde, setze ich auch in meinem Leben um. Ich bin fleißig, ich verrichte treu meine Arbeit, ich arbeite gerne, drücke mich auch nicht vor körperlicher Arbeit, habe eine Familie, eine Frau und Kinder, für die ich jeden Tag Sorge. Aber all das kann ich tun, obwohl ich nicht an Gott glaube.
[26:01] Und da muss man auf gewisse Art und Weise sogar zustimmen. Es stimmt, dass man bis zu einem gewissen Grad all diese Prinzipien nicht nur auf gläubige Menschen anwenden kann, sondern dass sie allgemein gültig sind für die Menschen auf dieser Erde. Und was möchten... da darfst du jetzt so Merks für diese Woche kommen. Der steht in Kolosser Kapitel 3, und dort Vers 23 und 24.
[26:35] Das heißt, dort: "Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen, da ihr wisst, dass ihr von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet, wenn ihr dient Christus, dem Herrn." Und dann einen weiteren Vers, den ersten Korinther 10, Vers 31: "Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes."
[27:11] Wir als gläubige Menschen sollen uns täglich bei unserer Arbeit der bestätigen Gegenwart Gottes bewusst sein. Alles, was wir tun, das tun wir, um Gott die Ehre zu geben und um ihm unser Dank auszudrücken und den Menschen in dieser Welt zu zeigen, an wen wir glauben und dass wir ihm, Jesus, Charakter präsentieren. Wir leben nicht einfach nur für uns selbst, um unsere Bedürfnisse, unsere Wünsche zu befriedigen und dazu erfüllen, sondern wir sind uns des großen Kampfes zwischen Gut und Böse bewusst und wir streben danach, in diesem Kampf die richtige Position zu wählen und uns auf die richtige Seite zu stellen.
[27:56] Wir arbeiten nicht nur dann aufrichtig, wenn uns jemand beobachtet, sondern wir sind doch dann aufrichtig, ehrlich und treu, wenn wir vielleicht mal nicht beobachtet werden und aus den Schaden anderer Menschen einen Nutzen ziehen könnten. Und wir tun das alles nicht, weil wir nach festen Grundsätzen leben und deswegen andere Menschen keinen Schaden zufügen wollen. Denn letztendlich ist es Gott, der uns täglich die Kraft gibt und der uns auch den Verstand gibt, dass wir unsere Aufgaben erledigen können.
[28:30] Und diese Geschenke wollen wir einsetzen, um Menschen mit Gott bekannt zu machen, damit auch sie lernen, ihm nachzufolgen und ihm ihr Leben, ihr Leben übergeben. Und das ist letztendlich ein erfolgreiches Leben nach den Maßstäben Gottes und nach den Maßstäben der Bibel, Gott treu zu sein in allem, was wir jeden Tag tun und durch die Führung des Heiligen Geistes Gelegenheit im Alltag waren zu nehmen und Menschen zu Jesus Christus zu führen. Das ist es, wie die Bibel waren Erfolg definiert.
[29:06] Denn bei Gott wartet ein ewiger Schatz, ein ewiger Reichtum und kein vergänglicher Reichtum, auch wie ich hier auf der Erde, der heute da sein kann und vielleicht sogar sehr groß sein kann, aber morgen wieder weg ist. Wenn wir uns zum Beispiel eine Pflanze im Garten ansehen, irgendein Obst oder eine Gemüsepflanze, was ist dann die Hauptaufgabe dieser Pflanze? Die Aufgabe dieser Pflanze ist es, Frucht hervorzubringen und diese Frucht zur vollkommenen Reife zu bringen. Und nachdem diese Frucht hervorgebracht wurde, enthält diese Frucht entweder innen oder außen Samen. Das unterscheiden sich zu pflanzen. Und diese Samen können entnommen werden, auch irgendwo anders eingepflanzt werden und daraus können wiederum andere Früchte entstehen.
[29:58] Und so wollen auch wir als gläubige Menschen, als gläubige Christen leben und Früchte zu Gottes Ehre bringen. Und das ist ein Erfolg, der auch in Ewigkeit bestehen bleibt und den uns hier niemand auf der Erde nehmen kann.
[30:15] Ich möchte zum Abschluss noch einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen, über die wir heute geredet haben. Zu Beginn haben wir gesagt, dass die Grundlage von allem ist, dass wir nach Gottes Reich trachten, nach seiner Gerechtigkeit und dass wir ihm den ersten Platz in unserem Leben geben. Wir wollen uns dabei nicht an Maßstäben dieser Welt orientieren, sondern an den Maßstäben der Bibel, wie er sie in seinem Wort hat niederschreiben lassen.
[30:43] Wir wollen auch nicht streben nach finanzieller Unabhängigkeit, wie es uns häufig heute häufig in der Welt als etwas Schönes dargestellt wird, sondern wir begeben uns ganz bewusst in eine Abhängigkeit, aber nicht in einer Abhängigkeit von Menschen, sondern in einer Abhängigkeit von Gott. Wir wissen, dass er in dieser Abhängigkeit für uns sorgen wird, wenn wir ihm treu sind.
[31:08] Zweitens, körperliche Arbeit ist ein Segen und kein Fluch. Gott möchte uns durch körperliche Arbeit, vor allem durch die Gartenarbeit, wichtige geistliche Lektionen vermitteln. Drittens, Gott ruft uns dazu auf, fleißig zu sein. Wer fleißig ist, den segnet Gott. Und wer faul ist, wer sich vor Arbeit drückt, der wird beständig und mit Sicherheit Mangel leiden.
[31:35] Viertens, neben den Segnungen Gottes in unserem alltäglichen Belangen, möchte Gott uns noch reichlich segnen durch beständiges Ausleben göttlicher Prinzipien. Führen wir Menschen zu Jesus. Dieser Erfolg hat ewige Auswirkungen und schenkt uns wahren Frieden, einen Frieden, den der Erfolg dieser Welt uns nie geben kann.
[31:59] Lasst uns zum Abschluss noch einmal gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wollen ja auch heute danken, dass du uns gesehen hast mit all den wunderbaren Gedanken aus deinem Wort, dass du uns so viel wichtige Dinge hast niederschreiben lassen für unser tägliches Leben, dass wir heute führen wollen. Ja, auch danken für das Thema konkret heute, dass du uns gezeigt hast, wie wir ein erfolgreiches Leben führen können nach deinen Maßstäben, dass du uns gezeigt hast, wie wir unsere tägliche Arbeit verrichten können, dass du uns verheißen hast, für uns zu sorgen, wenn wir dir treu sind. Bitte schenke uns, dass wir die Kraft von dir empfangen können, vielleicht dort nachzubessern, wo wir festgestellt haben, dass einige Dinge wir nicht so umsetzen, wie du es gerne wünschst, und dass wir lernen, dir beständig ähnlicher zu werden und eines Tages bei dir sein können. In Jesu Namen bitten wir. Amen.
[33:01] Ich möchte euch an dieser Stelle alle herzlich einladen, auch nächste Woche wieder einzuschalten, wenn wir uns das neunte Thema in diesem Quartal gemeinsam anschauen werden. Und ich wünsche euch schon mal für die Sommerschulgespräche am kommenden Sabbat bei euch in den Gemeinden gut sehen. [Musik]
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