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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_Manuskript_2023 2nd Nr 2

In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die Bedeutung der Wiederkunft Jesu Christi ein und verbindet sie mit der dreifachen Engelsbotschaft aus Offenbarung 14. Er erklärt, dass die Wiederkunft kein bloßes Anhängsel des Erlösungsplans ist, sondern dessen zentrales Ziel, das die Erfüllung von Gottes Wunsch symbolisiert, bei seinem Volk zu wohnen. Die Predigt beleuchtet, wie Jesus selbst die Wiederkunft versprochen hat und warum sie für Gläubige eine Quelle der Hoffnung und nicht der Angst sein sollte.


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Serie: CSH 2023 Q2 Spezial - Drei kosmische Botschaften

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Transkript

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur zweiten Folge unserer Spezialserie über die dreifache Engelsbotschaft. Unter dem Titel "Drei kosmische Botschaften" wollen wir uns gemeinsam das ewige Evangelium, die Endzeitbotschaft für die ganze Welt, die Botschaft, die uns ihre Identität gibt und unseren Auftrag gemeinsam anschauen.

[1:13] In diesen kommenden Wochen studieren wir die letzte Woche damit begonnen und Gedanken zu machen über den großen Hintergrund, den großen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis, zwischen Jesus Christus und Satan. Und heute, in Vorbereitung auf das Bibelgespräch am 8. April, wollen wir uns einen weiteren entscheidenden, schlüsselaspekt dieser Botschaft anschauen, nämlich das, worauf diese Botschaft hinzielt. Das Thema ist überschrieben: "Ein Schicksalsmoment" und soll uns verdeutlichen, warum es so absolut entscheidend ist, diese Botschaft zur Priorität zu machen, diese Botschaft zu studieren und für sein persönliches Leben anzunehmen und auszuleben.

[2:05] Wir wollen mit einem Gebet beginnen und Gott einladen, auch heute unser Studium zu segnen, dass wir verstehen, was er uns sagen möchte und wie wir uns auf jenen Schicksalsmoment mit seiner Hilfe und durch seinen Geist vorbereiten können. Und ich möchte euch alle einladen, die jetzt zuschaut, dass wir gemeinsam Gott darum bitten, unser Lehrer zu sein. Lasst uns beten.

[2:31] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danke sagen, dass du uns lieb hast, dass du für uns da bist und dass dein Wort auch heute zu uns sprechen möchte. Wir möchten dich bitten, dass es seine ganze Kraft entfaltet in unserem Leben, dass wir verstehen, warum die dreifache Engelsbotschaft so wichtig ist in dieser Welt, aber auch für unser persönliches Leben. Und dass wir verstehen, wie wir uns vorbereiten können auf jenen großen Tag, wenn Jesus Christus wiederkommt in den Wolken des Himmels mit Macht und Herrlichkeit. Und das bitten wir alles in seinem Namen, der jetzt für uns eintritt. Amen.

[3:24] In Offenbarung 14 und dort Vers 14 und 15 haben wir den Merkvers für diese Lektion. Und Offenbarung 14 Vers 14 und 15, oder besser gesagt, die Mehrverse dort, sagt Johannes: "Und ich sah und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der gleich einem Sohn des Menschen. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel." Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: "Sende deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist."

[4:05] In den kommenden Minuten wollen wir uns genauer mit diesen beiden Versen beschäftigen und uns die Frage stellen, was sie bedeuten und wie wir sie in unserem Leben umsetzen können. Wir wollen aber zunächst beginnen, uns klar werden, wie diese beiden Verse hier zur dreifachen Engelsbotschaft in Beziehung stehen. Also, was haben diese beiden Verse in Vers 14 und 15 von Offenbarung 14 mit der dreifachen Engelsbotschaft zu tun?

[4:40] Und dazu wollen wir noch einmal an den Anfang gehen, mit dem wir auch letztes Mal begonnen haben, dem ersten Vers der dreifachen Engelsbotschaft in Offenbarung 14 und dort Vers 6. Es steht dort: "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium über diesen Begriff und was damit zusammenhängt, werden wir in der nächsten Woche und viele Gedanken machen und darüber einiges in der Bibel studieren. Der hat ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnt, und zwar jede Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk."

[5:19] Worauf es jetzt hier ankommt, ist, dass diese Botschaft des ewigen Evangeliums allen Nationen auf der Erde gepredigt werden soll. Das ist nicht das erste Mal in der Bibel, dass diese Idee ausgesprochen wird. In Matthäus 24 und dort Vers 14 finden wir Jesus in seiner berühmten Endzeitpredigt, wo er genau diesen gleichen Gedanken ebenfalls darlegt. In Vers 14 heißt es dort: "Und dieses Evangelium vom Reich, das ist die dreifache Engelsbotschaft, das werden wir dann auch noch deutlich sehen, wird in der ganzen Welt verkündet werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker." Und dann sagt Jesus: "Und dann wird das Ende kommen."

[6:04] Also Jesus sagt, das Evangelium vom Reich Gottes wird mit einer ganzen Welt verkündigt werden, alle Heidenvölker, wenn sie es wahrnehmen, und wenn das geschehen ist, dann kommt das Ende. Nun, über das Ende hat Jesus auch anderswo in Matthäus gesprochen, zum Beispiel in Matthäus 13 in der Säpredigt. Da gibt es eines der Gleichnisse, ein Gleichnis unter den vielen Gleichnissen, die dort von ihm gepredigt worden sind, wo er auch über das Ende der Welt spricht und ein ganz besonderes Bild verwendet.

[6:38] In Matthäus 13 und dort Vers 39, das Gleichnis handelt dort von dem Unkraut und dem Weizen, das dann miteinander wächst bis zur Zeit der Ernte. Und in Matthäus 13,39, da werden dann in diesem im Kontext werden die einzelnen Details des Gleichnisses erklärt von Jesus und erläutert. Und das heißt dort in Vers 39: "Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Weltzeit." Und dann geht es weiter: "Die Schnitte sind die Engel."

[7:16] Jesus hat also das Ende der Welt symbolisch verglichen mit einer Ernte. In Matthäus 24 lesen wir, dass Jesus sagt, das Evangelium soll in der ganzen Welt verkündigt werden, alle Nationen zum Zeugnis, und dann kommt das Ende. Man könnte auch sagen, mit Matthäus 13, dann kommt die Ernte. Und wenn wir jetzt zurück ins Offenbarung 14, dann sehen wir hier Offenbarung 14 genau das, was von Jesus in Matthäus 24 und Matthäus 13 vorhergesagt worden ist.

[7:48] Wir finden ein Evangelium, finden das Evangelium, das ewige Evangelium, das alle Nationen, Stämmen und Völkern und Sprachen verkündigt wird, wie wir es in Vers 6 gelesen haben. Und es gibt verschiedene Teilbereiche oder Teilaspekte dieser Botschaft. Wir haben den ersten Engel, den zweiten Engel und den dritten Engel. Die werden wir alle in den kommenden Wochen ausführlich studieren.

[8:10] Und als diese Botschaft gepredigt worden ist, als Johannes sieht, dass diese Botschaft allen Völkern gepredigt wird, dann finden wir als nächstes großes Ereignis, das er sieht, quasi als direktes Resultat dieser Evangeliumspredigt in aller Welt, in Vers 14, die gerade gelesen, folgende Worte: "Und ich sah und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der gleich einem Sohn des Menschen. Er hat auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel."

[8:44] Wozu braucht man eine Sichel? Man braucht die Sichel für die Ernte, und das wird ganz deutlich im nächsten Vers. "Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: 'Sende deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist wirklich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist.'"

[9:04] Mit unserem Wissen aus Matthäus 13 können wir sagen, hier geht es um das Ende der Weltzeit, um die Wiederkunft Jesu. Das heißt, wenn Jesus sagt in Matthäus 24, Matthäus 13, dass das Evangelium, das er gepredigt hat, vom Reich Gottes, der ganzen Welt gepredigt wird, und dann kommt das Ende, die Ernte. Und wenn wir in Matthäus, in Offenbarung 14, das Evangelium sehen, das ewige Evangelium, das allen Nationen, Stämmen und Völkern gepredigt wird, und als allererstes sehen wir tatsächlich die Ernte, oder wir sehen besser gesagt, das Ende der Weltzeit, die Wiederkunft, dargestellt symbolisch als eine Ernte.

[9:45] Dann wissen wir, Offenbarung 14 Vers 6 folgende ist genau das, was Jesus in Matthäus 24 angekündigt hat. Es ist dieses Evangelium, das in der ganzen Welt gepredigt werden soll. Es ist dieses Evangelium, das die Wiederkunft vorbereitet und einleitet. Und deswegen sollte jeder Christ, der Jesus liebt und auf die Wiederkunft wartet, dieses Evangelium, das Evangelium von Offenbarung 14, das Evangelium vom Reich Gottes, das ewige Evangelium, wie gesagt, nächste Woche werden wir sehr viel mehr dazu studieren, dieses Evangelium zur Priorität in seinem Leben machen.

[10:34] Die dreifache Engelsbotschaft hat also ein ganz klares Ziel, auf das sie zusteuert, nämlich die Wiederkunft Jesu, wie sie hier in Offenbarung 14 Vers 14 und 15 beschrieben ist. Man kann die dreifache Engelsbotschaft nicht abkoppeln von diesem klimatischen Ereignis, diesen gewaltigen, großen Ereignis am Ende der Zeit, das alles in den Schatten stellen wird, was wir jemals erlebt haben. Und deswegen wollen wir uns ein bisschen Gedanken machen über diesen Schicksalsmoment, über dieses Ereignis der Wiederkunft Jesu.

[11:14] Und damit zunächst einmal uns die Frage stellen: Warum kommt Jesus überhaupt wieder? Was ist der Grund dafür? Jesus hat es versprochen in Johannes 14, wenige Stunden vor seinem Leiden und Sterben, beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern, sagt er folgende Worte in Johannes 14, Vers 1 bis 3: "Euer Herz erschrecke nicht. Wenn Jesus über die Wiederkunft spricht, dann möchte er, dass wir nicht Angst haben, keine Sorgen uns machen und nicht erschrecken. Glaubt an Gott und glaubt an mich."

[12:00] Das Entscheidende beim Thema der Wiederkunft ist, dass wir an Jesus glauben. "Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht so, hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, und jetzt kommt es: So komme ich wieder." Das ist kein Gleichnis, das ist keine symbolische Prophezeiung, wo man die Worte erst noch irgendwie auslegen müsste. Das ist ein direktes Versprechen in den einfachsten möglichen Begriffen. Jesus sagt: "So komme ich wieder."

[12:37] Die Lehre von der Wiederkunft ist keine Sonderlehre einer christlichen Spezialgruppe, nicht etwas, was jemand sich nach Überlegen zusammengereimt hat. Die Lehre von der Wiederkunft Jesu kommt direkt aus seinen unmissverständlichen Worten. Jeder Christ, der Jesus ernst nimmt und lebt, sollte glauben und sich darauf vorbereiten, dass Jesus wiederkommt.

[13:03] Wir sehen also, das Thema der Wiederkunft ist ein ganz fundamentales, entscheidendes Thema. Jesus selbst hat es versprochen. Und wie wir gerade gesagt haben, ist es entscheidend, dass wir Jesus glauben, dass wir Gott glauben, weil dann brauchen wir bei diesem Thema keine Angst zu haben und keinen Schrecken erleben.

[13:22] Und Jesus sagt auch, warum er wiederkommen wird, denn das heißt hier: "So komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen." Und jetzt kommt der Grund: "Damit auch ihr seid, wo ich bin." Der Grund, warum Jesus wiederkommt, ist nicht primär, um dieser Welt ein Ende zu bereiten. Der Hauptgrund, warum Jesus wiederkommen möchte, ist, weil er dich und mich, lieber Freund, liebe Freundin, weil er uns bei sich haben möchte.

[13:52] Und das ist nicht nur einfach so einer von vielen Wünschen. In Johannes 17 und dort Vers 24 wird deutlich, dass es ein Herzensanliegen, ein Herzenswunsch von Jesus ist. In Johannes 17, Vers 24, in diesem Gebet, das man auch das Hohepriesterliche Gebet von Jesus genannt hat, hat in diesem Gebet für seine Jünger, betet Jesus selbst zu seinem Vater und sagt: "Vater, ich will hier..."

[14:23] Sehen wir also, was Jesus sich wirklich wünscht. Es ist ein Gebet direkt vor seinem Leiden und Sterben. Es ist ein Gebet, wo er sich ganz sicher sehr genau überlegt hat, welche Wünsche er jetzt hier ausspricht. Er sagt: "Vater, ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt."

[14:49] Jesus sagt: "Ich wünsche mir, lieber Vater, dass die Menschen, die du mir gegeben hast, mit anderen Worten, die Menschen, die an Jesus glauben, die Menschen, die erlöst werden, weil sie die Erlösung angenommen haben, dass sie auch tatsächlich bei Jesus sein werden." Er möchte unbedingt, dass wir bei ihm sind.

[15:17] Wir haben schon Gedanken gemacht hier über die Idee des Bundes. Und ich möchte das kurz in Erinnerung rufen. Letzte Woche haben wir darüber uns Gedanken gemacht in Sacharja 13 und dort Vers 9 heißt es im zweiten Teil des Verses: "Es wird meinen Namen anrufen, und ich will ihm antworten. Ich würde sagen, das ist mein Volk, und es wird sagen: Der Herr ist mein Gott."

[15:48] Gott wünscht sich so sehr, dass wir mit ihm zusammen leben. Das ist die altorientalische Eheformel: "Du bist mein Mann, du bist meine Frau." Mit diesen Worten hat man in Babylon, in Israel, überall im Alten Orient, also zumindestens wissen wir es ganz explizit von Babylon, hat man im Alten Orient geheiratet und hat einen Ehebund geschlossen. Und wir sehen hier, dass die Beziehung zwischen Gott und seinen Gläubigen dargestellt wird als eine Ehe. Dieses Bild kommt immer wieder vor.

[16:28] Und in Jeremia 31 verwendet Gott ganz ähnliche Worte, um den sogenannten Neuen Bund zu beschreiben. In Jeremia 31 und dort ab Vers 33: "Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein."

[17:03] "Und es wird keiner mehr seinen Nächsten lehren und keiner mehr seinen Bruder lehren, Verzeihung, und sagen: Erkenne den Herrn, denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünden nicht mehr gedenken."

[17:18] Gottes Wunsch ist, dass wir ganz eng mit ihm verbunden sind. Er sucht eine innige Beziehung, nicht nur zu seinem Volk allgemein, sondern, wie wir in Jeremia 31 sehen können, zu jedem einzelnen. Er möchte nicht, dass ein paar wenige Eingeweihte den anderen sagen, wie Gott sie lieb hat, sondern dass jeder einzelne, jeder von uns, du und ich, lieber Freund, befreundet, jeder von uns eine ganz innige und liebevolle Beziehung zu unserem Erlöser hat.

[17:48] Und deswegen wünscht sich Jesus auch, weil er diesen Wunsch hat, dass wir so eng miteinander verbunden sind, nicht nur, dass wir unsere Sünden vergeben bekommen und überwinden, sondern dass wir irgendwann auch physisch bei ihm sind. Das heißt, mit anderen Worten, die Wiederkunft Jesu ermöglicht dann einen weiteren Schritt, einen noch engeren Bindung und Beziehung, weil bisher unsere Beziehung zu Gott auf Glauben basiert. Sie basierte darauf, dass wir seinem Wort vertrauen, dass wir zu ihm reden, aber wir können Jesus nicht sehen.

[18:21] Und Jesus wünscht sich, dass wir dann durch die Wiederkunft noch enger mit ihm zusammen leben können. Wie sehr es Jesus wichtig war, dass wir, dass er, oder dass wir eine ganz enge Beziehung zu Gott haben, wird deutlich daran, dass er selbst, der Gott war, wie die Bibel an vielen Stellen bezeugt, sich freiwillig dazu entschieden hat, Mensch zu werden und seine Göttlichkeit mit seiner Menschlichkeit zu verbinden.

[18:57] Wir lesen Matthäus 1, Vers 23: "Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen geben Immanuel, das heißt übersetzt: Gott mit uns." Der gesamte Erlösungsplan basiert auf diese Idee, dass Gott mit uns sein möchte.

[19:17] Das heißt, die Wiederkunft ist nicht einfach nur ein Anhängsel zum Erlösungsplan, nicht einfach nur noch etwas, was dann irgendwie notwendigerweise noch dazu kommt, sondern ist integraler Bestandteil des Evangeliums. Es drückt genau das aus, was im gesamten Evangelium als Gedanke zugrunde liegt, nämlich Gott mit uns. Und dieser Gedanke "Gott mit uns" ist nicht nur abstrakt, der ist nicht nur auf theologischer Ebene, sondern ganz real.

[19:42] Und deswegen ist die Wiederkunft so entscheidend, weil bei der Wiederkunft es dann möglich ist, dass wir nicht nur gedanklich, nicht nur emotional und glaubenstechnisch, sondern buchstäblich physisch mit Gott sein können. Deswegen zielt das gesamte Evangelium, egal ob es im Alten oder Neuen Testament geschrieben ist, in all den verschiedenen Büchern der Bibel, zielt auf diese Wiederkunft, denn dort können wir mit Gott buchstäblich sein.

[20:12] Die Vorbereitung darauf ist, dass wir geistlich, jetzt heute schon, eine solche enge Beziehung mit Jesus haben, dass wenn er dann kommt, wir auch tatsächlich uns darauf freuen, bei ihm zu sein. Jesus jedenfalls freut sich sehr darauf, bei uns oder mit uns dann sein zu können.

[20:33] So sehr, dass er sogar große Schmerzen und schlimme Qual auf sich genommen hat, weil er wusste, dass das der Weg ist, diese Freude zu erleben. In Hebräer Kapitel 12 und dort Vers 2 lesen wir: "Indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, dass er zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat."

[21:10] Warum hat Jesus das Kreuz erduldet? Warum hat er die Schande für nichts geachtet? Paulus sagt ganz deutlich: "Wegen der vor ihm liegenden Freude." Jesus freut sich so sehr auf den Moment, dich und mich in den Arm nehmen zu können, dass er bereit war, dafür sogar ans Kreuz von Golgatha zu gehen.

[21:33] Er freut sich so sehr auf den Moment, dich und mich in den Arm zu nehmen, dass er bereit war, sich bespucken zu lassen, sich schändlich behandeln zu lassen, ja, die ganzen Sünden der Welt auf sich zu nehmen, wegen dieser Freude.

[21:47] Für Jesus war das Kreuz ein Meilenstein auf dem Weg zur Wiederkunft. Das Kreuz, so zentral es für unseren Glauben ist, ist nicht das Ende der Geschichte des Lösungsplans. Nein, Jesus selbst am Kreuz schaute vorwärts, er schaute in die Zukunft. All das erlitt er aus einem Grund, für ein Ziel.

[22:19] Das Ziel des Evangeliums ist, dass wir bei Gott sind. Und deswegen führt das ewige Evangelium von Offenbarung 14 ab Vers 6 zu diesem Ereignis, zu der Wiederkunft, damit wir dort sind, wo Jesus ist.

[22:38] Und wenn Jesus dann wiedergekommen sein wird, und dann nach den 1000 Jahren die Neue Erde geschaffen sein wird, dann finden wir die endgültige, vollständige und absolute Erfüllung genau dieses Gedankens, der die gesamte Bibel hindurchzieht.

[22:57] In Offenbarung 21, Vers 3: "Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott."

[23:15] Hier finden wir diese Eheformel in Vollendung. Gott wohnt bei den Menschen. Das, was die gesamte Bibel hindurch durchzieht, das, was der Kerngedanke des Evangeliums ist, dass Jesus, der Gott ist, Mensch wurde, um sich mit dem menschlichen Geschlecht zu verbinden, um den menschlichen Geschlecht zu helfen, wieder bei Gott auch physisch leben zu können. Das erfüllt sich hier dann auf der Neuen Erde.

[23:41] Und deswegen ist die Wiederkunft so entscheidend, denn sie macht genau das möglich. Sie bringt uns dann zu Gott in den Himmel und mit ihm auf die Neue Erde. Und deswegen wollen wir uns die Frage stellen: Wie wird das sein, wenn Jesus wiederkommt?

[24:00] Wir haben ihn Offenbarung 14 von einer weißen Wolke gelesen. Johannes sagt, als er diese Wiederkunft beschreibt: "Ich sah eine weiße Wolke." Ist das nur ein Symbol, oder kommt Jesus tatsächlich auf einer Wolke wieder? In der Apostelgeschichte finden wir dazu eine eindeutige Antwort.

[24:24] In der Apostelgeschichte 1 und dort ab Vers 9, es geht hier um die letzten Momente von Jesus Christus auf dieser Erde, bevor er in den Himmel aufgefahren ist. In Vers 9 heißt es: "Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor..."

[24:39] Als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg. Das ist keine Prophezeiung hier, das ist eine Tatsachenbeschreibung. Lukas war ein historisch denkender Mensch, und er hat bei seiner Recherche die Jünger gefragt, was genau passiert ist. Und sie erzählen mir, was passiert ist: Jesus ist vor einem vorgehoben worden auf einer Wolke, einer tatsächlichen Wolke. Und als sie unverwandt zum Himmel blickten, während er da hinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißer Kleidung bei ihnen, als Engel, die sprachen: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und blickt zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen.

[25:31] Mit anderen Worten: Jesus kommt genauso auf einer Wolke wieder, wie er mit einer Wolke in den Himmel aufgefahren ist. Und das ist ein reales, nicht nur ein ausgedachtes oder abstraktes oder theologisches, sondern ein – also theoretisches hätte ich besser sagen – sondern kein theoretisches, eigenes war, sondern ein tatsächlich reales Ereignis. Jesus auf der Wolke wird auch die Wiederkunft tatsächlich auf einer Wolke stattfinden, dass Jesus auf den Wolken des Himmels wiederkommen wird.

[26:04] Ähnlich sagt es Jesus selbst in Matthäus 24 und dort Vers 30. In Matthäus 24 und dort Vers 30 sagt Jesus in der Endzeitpredigt: „Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ Jesus bestätigt, er kommt auf den Wolken des Himmels.

[26:34] Und Johannes sagt in Offenbarung: „Ich sah eine weiße Wolke.“ Aber jetzt sagt er noch mehr: Er sagt, das ist ein gigantisches Ereignis sein wird, ein globales Ereignis. Alle Geschlechter der Erde werden es bemerken. Und das ist auch der Grund, warum alle Geschlechter der Erde vorher diese Botschaft hören müssen, warum das Evangelium vom Reich Gottes alle Nationen, Stämme, Völker und Sprachen erreichen soll. Jesus kommt mit großer Kraft und Herrlichkeit. Jeder wird es mitbekommen.

[27:03] Und deswegen sagt die Offenbarung, Offenbarung 1 Vers 7: „Er kommt mit den Wolken, damit wieder und jedes Auge wird ihn sehen, auch die Welt sind gestochen haben und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde.“ Genau das, was Jesus in Matthäus 24 Vers 30 auch gesagt hat. Ja, Amen.

[27:28] Also mehrfach wird in der Bibel betont: Jesus kommt mit den Wolken des Himmels, und er kommt so, dass es global bemerkbar sein wird oder bemerkt werden wird, dass alle Menschen ihn sehen werden. Keine geheime Wiederkunft, sondern eine sichtbare, globale, die alle Völker und Nationen betreffen wird.

[27:51] In Matthäus Kapitel 16 gibt Jesus uns noch mehr Hinweise auf das Wie seiner Wiederkunft. Matthäus 16 und dort in Vers 27. Dort lesen wir: „Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem einzelnen vergelten nach seinem Tun.“ Wenn Jesus Christus wiederkommen wird, kommt er in der Herrlichkeit seines Vaters. Er kommt dann nicht als demütiger Zimmermann, unerkannt von den allermeisten Menschen, sondern er kommt in aller Herrlichkeit des Himmels mit allen seinen Engeln.

[28:40] Matthäus 24 und dort Vers 31 sagte uns, was diese Engel tun werden. Übrigens zeigt uns das auch, dass wenn Jesus wiederkommt, es offensichtlich Milliarden von Engeln dabei sein werden. Was auch die Frage schnell beantwortet, wie es sein kann, dass alle Menschen ihn sehen werden. Zum einen wissen wir nicht genau, also zum einen sagt die Bibel nicht, dass alle Menschen ihn zum gleichen Zeitpunkt, zur gleichen Sekunde sehen werden. Zum anderen wird deutlich, dass wenn Milliarden von Engeln den Himmel umspannen, den ganzen Globus und spannen, dann wird man das auf der gesamten Erde bemerken.

[29:19] In Matthäus 24 sehen wir, was die Engel tun werden, wenn sie bei der Wiederkunft ausgesandt werden. Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen. Alle Gläubigen werden von den Engeln zusammengesammelt werden.

[29:43] Und jetzt ist die Frage: Warum, wozu werden sie gesammelt? Das macht uns Paulus deutlich in 1. Thessalonicher Kapitel 4 und dort Vers 16. Erste Person und dort Vers 16. Dort sagt die Bibel: „Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erscheint, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken zur Begegnung mit dem Herrn.“

[30:26] Da haben wir es wieder: in die Luft. Und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. Wir sehen, zunächst werden bei der Wiederkunft auch alle auferstehen, die im Glauben an Jesus Christus gestorben sind. Und die, die zurzeit der Wiederkunft noch nicht gestorben sind, die lebendig sind und an Jesus glauben, werden verwandelt werden. Erste Korinther 15 ab Vers 51 spricht auch einiges darüber, das könnt ihr dann selbst noch nachlesen.

[30:55] Und hier wird deutlich, dass dann alle gemeinsam, die verwandelten Gläubigen und die Auferstandenen Gläubigen, gemeinsam Jesus entgegengehoben werden. Mit anderen Worten: Jesus wird zwar zur Erde kommen, er wird die Erde nicht berühren. Er wird nicht hier uns begegnen. Wir werden ihn begegnen in der Luft. Und deswegen ist jeder, der irgendwie mal behauptet, der wiedergekommene Jesus sein, der auch nur einen einzigen Zeh auf dieser Erde hier berührt, nicht die Erfüllung der Wiederkunft Jesu.

[31:30] Jesus wird in den Wolken des Himmels kommen, und wir werden in Wolken ihm entgegengehoben werden. Und hier sehen wir wieder das Ziel: um bei ihm zu sein, damit er uns dann mit sich nehmen kann in den Himmel zu den Wohnungen, die er uns vorbereitet hat, wie er versprochen hat in Johannes 14. Und dann werden wir nach den 1000 Jahren mit ihm auf der neuen Erde leben.

[31:53] So kommt Jesus wieder. Es ist wichtig und entscheidend, dass wir ein ganz klares Verständnis davon haben, wie das sein wird. Heute gibt es viele Menschen, die glauben, das ist ein geheimes Ereignis sein wird, etwas, das die meisten nicht mitbekommen werden. Aber die Bibel sagt an ganz vielen Stellen, dass das ein globales Ereignis sein wird, das sichtbar sein wird, das hörbar sein wird.

[32:13] Die Bibel sagt hier in 1. Thessalonicher 5, dass die Posaune Gottes erscheinen wird, die Toten auferstehen werden, dass die Gläubigen verwandelt werden, dass sie dann sichtbar entrückt werden in den Wolken ist, dass jeder Mensch davon dieses Ereignis sehen wird und so weiter. Und da macht die Bibel also ein sehr deutliches, sehr eine sehr deutlich klare Aussage, dass die Wiederkunft ein globales, sichtbares, hörbares Ereignis sein wird, das alle Menschen auf diesem Planeten betrifft.

[32:46] Wenn wir zurückgehen zu Offenbarung 14, dann finden wir eine interessante Beschreibung von Jesus hier bei dieser Darstellung der Wiederkunft. In Offenbarung 14 Vers 14 heißt es: „Auf der Wolke saß einer, der gleich einem Sohn des Menschen.“ Und dieser Begriff „Sohn des Menschen“ ist ein ganz wichtiger Begriff.

[33:07] In Johannes 3, als Jesus mit Nikodemus sich abends des Nachts unterhielt, verwendet Jesus diesen Begriff in Vers 14 bis 16. Da heißt es: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

[33:41] In Vers 14 und 15 heißt es, dass jeder, der an den Sohn des Menschen glaubt, ewiges Leben hat. In Vers 16 steht, dass jeder, der Gottes Sohn glaubt, ewiges Leben hat. Also der Sohn des Menschen ist ein anderer Begriff für Gottes Sohn, für Jesus Christus.

[33:56] Nun, warum wird der Sohn Gottes, Jesus Christus, als Menschensohn beschrieben? Zunächst einmal fällt auf, dass der Begriff Menschensohn in der Bibel im Alten Testament auch für andere Menschen verwendet wird. Zum Beispiel wird immer wieder Menschensohn genannt, und das hat damit zu tun, dass der Begriff zunächst einmal nichts anderes meint als ein Mensch.

[34:21] In Psalm 8 und dort Vers 5 wird das durch die Parallele sehr deutlich. Psalm 8 Vers 5: „Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?“ So und Menschen bedeutet Mensch.

[34:38] In Daniel 7 bekommt dieser Begriff eine ganz spezifische Bedeutung, auf die sich Jesus immer und immer wieder bezogen hat und die jetzt hier in Offenbarung 14 auch wichtig ist. Dann in 7 finden wir eine Reihe von Weltreichen, symbolisch dargestellt als Löwe, Bär, Panther und schreckliches Tier.

[34:58] Die Babylon, das war aber noch nicht Reich. Dann Medien, Persien, das persische Weltreich, Griechenland, nach Alexander und den Nachfolgereichen, und dann das Römische Weltreich, darstellen dann ein kleines Horn als ein Symbol für den Antichristen. Wir werden das im Laufe dieser Serie noch genauer uns anschauen und genauer analysieren. Aber entscheidend für unseren Punkt jetzt hier ist, dass in Daniel 7 verschiedene Mächte dargestellt werden, Weltmächte, die die Weltherrschaft beansprucht haben und versucht haben zu ringen und allesamt gescheitert sind.

[35:31] Und dann wird in Daniel 7 das Gericht beschrieben, das im Himmel stattfindet, ab Vers 9. Auch dazu werden wir ausführlich in den nächsten Wochen hier Gedanken machen und im Zuge dieses Gerichtes, das dort stattfindet, heißt es in Vers 13: „Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen, der gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht.“

[36:01] Das ist nicht die Wiederkunft, obwohl hier auch ein Sohn des Menschen mit Wolken des Himmels kommt, denn er kommt hier nicht zur Erde, wie bei der Wiederkunft. Er kommt zu Gott im Allerhöchsten. Wir werden noch genauer und in den nächsten Wochen anschauen, was das konkret bedeutet. Aber halt, befestigt kommt ein Sohn des Menschen.

[36:16] Also zunächst einmal kann man sagen, hier kommt ein Mensch, ein einzelner Mensch, nachdem verschiedene Völker, äh, verschiedene Institutionen, verschiedene Könige versucht haben, die Weltherrschaft zu erobern und vielleicht für einige Jahrzehnte oder Jahrhunderte, vielleicht sogar für ein Jahrtausend, mehr oder weniger vollbracht haben. Am Ende alle gescheitert sind, heißt es, dass sie ein schöner Mensch den Wolken des Himmels zum Vater selbst kommt, zu Gott dem Vater.

[36:42] Und das heißt in Vers 14: „Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königreich verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königreich wird nie zugrunde gehen.“ Hier ist ein Mensch, ein Menschensohn, dem die gesamte Herrschaft über alle Völker auf der ganzen Erde für alle Zeit gegeben wird.

[37:11] Mit anderen Worten: Hier ist das Ziel der Geschichte, der eine Weltherrscher, der auf dieser Welt, nachdem viele es uns vergeblich und umsonst versucht haben, tatsächlich erfolgreich für alle Zeiten die gesamte Welt regieren wird. Das ist der Sohn des Menschen.

[37:32] Auf den hatten dann natürlich die die die die Leser der Bibel damals, zur Zeit des Alten Testaments und dann zur Zeit von Jesus, ihr besonderes Augenmerk. Sie hofften, dass jemand, ein Mensch, kommen würde, der als General einfach alle Völker besiegen würde, der die Römer vertreiben würde und eine Weltherrschaft auf diese Erde aufrichten würde.

[37:54] Und als Jesus auf die Welt kam, war er tatsächlich der Sohn des Menschen. Er war Gottes Sohn, denn er ist Gott. Johannes 1 macht das ganz deutlich: „Am Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Und dieses Wort, Jesus Christus, das Gott ist, wurde Mensch, sagt Johannes 1 Vers 14: „Und das Wort wurde Fleisch.“ Jesus wird Mensch. Und damit ist er nicht nur Sohn Gottes, sondern auch Sohn des Menschen. Und zwar nicht nur im allgemeinen Sinne, sondern im spezifischen Sinne. Er ist dieser Mensch hier, dem einmal die Herrschaft über alle Nationen, Völker und Stämme gegeben werden wird.

[38:33] Und deswegen wird dann Offenbarung 14 auch als ein König beschrieben. Von hier können wir diese Idee und deutlich machen, wenn Jesus – wir werden das ausführlicher noch behandeln – wenn Jesus im Gericht im Himmel die Königsherrschaft bekommt und dann Offenbarung 14 in Vers 14 bei der Wiederkunft als König Wiederkunft kommt, dann muss offensichtlich das Gericht bereits kurz vor der Wiederkunft passiert sein.

[39:08] Alle Nationen sollen ihm dienen. Und es ist ganz interessant, dass in Offenbarung 14 dann gesagt wird, dass es ein Evangelium gibt, das alle Nationen, Stämmen und Sprachen gepredigt wird, in Vorbereitung auf dieses Ereignis. Interessant ist, dass diese Formulierung „allen Nationen, Stämmen, Völkern und so weiter“ auch aus dem Buch Daniel gut bekannt ist.

[39:32] In Daniel finden wir zwei Könige: einmal Nebukadnezar, der Nabukultur, der zweite, der in Daniel 3 Vers 29 eine Verordnung erlässt. Das heißt dort in Vers 29: „Und von mir wird eine Verordnung erlassen, dass wir immer unter allen Völkern, Völkerschaften und Sprachen von dem Gott Schadrach, Meschach und Abed-Nego leichtfertig spricht, in Stücke zu hauen und sein Haus, seine Misthaufen gemacht werden soll, weil es keinen anderen Gott gibt, der so retten kann wie dieser.“

[40:05] Der genaue Kontext ist uns jetzt an dieser Stelle nicht so wichtig. Wir wollen uns jetzt einfach auf diesen Aspekt konzentrieren, dass hier ein König einen Befehl gibt für alle Nationen und Völker. In Daniel 6 finden wir einen anderen König, nämlich Darius den Meder, der schreibt in Vers 26: „Darauf schrieb der König Darius an alle Völker, Stämme und Sprachen, die im ganzen Land wohnten: Euer Friede nehme zu und so weiter.“ Sie waren Könige, die nannten sich König der Könige, sie hatten viele Völker unterworfen.

[40:37] Und wenn sie dann einen Befehl an ihren Herrschaftsbereich erließen, der tatsächlich buchstäblich an viele, viele Sprachen und viele Volksstämme ging, es war also eine Botschaft eines Großkönigs, eines Königs der Könige, die jeweils hier an verschiedene Völker ging. Interessant ist natürlich, diese Botschaft wurde nicht von Darius persönlich überwacht. Sie wurde auch nicht von Nebukadnezar persönlich überwacht. Dazu hatte er Boden.

[41:05] Und genau dasselbe haben wir auch jetzt in Offenbarung 14. Jesus kommt als König, weil ihm zuvor im Gericht das Königtum übergeben worden ist, und zwar ein Königtum über alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen. Und die Benachrichtigungen darüber, deswegen übrigens auch in Offenbarung 14, das werden wir noch sehen, „fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen“, wo nämlich Jesus zum König gemacht wird, damit er dann als König wiederkommen kann.

[41:41] Diese Botschaft soll durch Boten alle Nationen, Stämmen und Völkern gepredigt werden, so wie Boten damals in Daniel 6 und in Daniel 3 die Botschaft des babylonischen, des persischen Königs weitergaben. Und diese Boten – griechisch angeloy – Engel sind die drei Engel Symbol für die Boten, die Gott heute auserwählt hat, nämlich das Evangelium in die ganze Welt zu tragen. Seine Getreuen, sein Volk, die diese Botschaft als Boten weitergeben sollen.

[42:10] Deswegen haben wir eine dreifache Engelsbotschaft. Es geht nicht einfach darum, dass die Engel im Mittelpunkt stehen, sondern es geht darum, dass hier eine Botschaft vom König oder vom – ja, also von Jesus, der als König der Könige wiederkommen wird und im himmlischen Gericht zum König gekrönt wird, jetzt schon unser Priesterkönig ist, natürlich als Hohepriester. Dass von diesem König eine Botschaft an alle Nationen geht durch Boten des Königs, die deutlich machen, dass Jesus gekrönt werden wird und als König wiederkommen wird.

[42:42] Gesehen, also wie sehr die ganze Formulierung der drei Engelsbotschaft, auch die Verwendung der Symbole, darauf abzielt, Jesus als den kommenden König darzustellen. Das ist eine ganz entscheidende Erkenntnis.

[42:54] Und ganz wichtig für uns zu verstehen ist, die ganze drei Engelsbotschaft auf diese Wiederkunftsszene zuläuft und dafür konzipiert ist. Wenn wir Offenbarung 14 noch einmal aufschlagen, dann sehen wir, dass Jesus nicht nur als der Sohn des Menschen bezeichnet wird, was wir gerade studiert haben, sondern ihm wird auch – es wird dir gesagt, dass er eine goldene Krone auf seinem Haupt gehabt hat. Eine Krone bedeutet, dass er König ist, und das bedeutet, dass er auch Sieger ist.

[43:25] In Offenbarung Kapitel 5 und dort Vers 5 und 6. Wir haben ja letztes Mal ein Thema, das Thema gehabt: Jesus gewinnt, Satan verliert. Er ist der Sieger im großen Kampf. Und Offenbarung 5 und dort Vers 5 und 6 heißt es: „Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, hat überwunden, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen. Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm wie geschlachtet. Es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde.“

[44:08] Hier wird beschrieben, dass jemand überwunden hat, dass jemand Sieger ist, was das Griechische eigentlich wörtlich bedeutet. Und als Johannes sich umdrehen will, um diesen Löwen aus dem Stamm Juda zu sehen, sieht er ein geschlachtetes Lamm. Jesus hat überwunden.

[44:25] Das haben wir das letzte Mal uns angeschaut und verstanden, weil er am Kreuz von Golgatha Gottes Charakter bestätigt hat, weil er Satans Lügen aufgedeckt hat, weil er die Erlösung möglich gemacht hat. Er hat die Regierung Gottes, sein ewiges Gesetz, den Charakter Gottes bestätigt und hat Sünde, Tod und Teufel am Kreuz von Golgatha besiegt und durch seine Auferstehung natürlich auch.

[45:05] Und weil Jesus Sieger ist, dürfen auch wir Sieger sein. Auf Offenbarung 12 Vers 11 heißt es: „Und sie haben ihn, den Satan, überwunden um das Blut des Lammes und um das Wort ihres Zeugnisses willen, und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.“ Wenn wir den Kreuzestod von Jesus für uns persönlich annehmen und öffentlich auch bekennen und so oberste Priorität unseres Lebens machen, mehr noch als unser eigenes Leben, dann werden wir auch Sieger sein mit Jesus in diesem großen Kampf.

[45:38] In Offenbarung 3 Vers 21 steht: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“ Hier mir die Idee, wie das Überwinden und das König sein miteinander zu tun haben. Jesus sagt: Ich habe überwunden, ich habe gewonnen, ich habe in diesem großen Kampf den Sieg errungen, und deswegen sitze ich auf einem Thron. Und die Krone ist ein Symbol für ein Königtum.

[46:04] Und Jesus sagt: So wie ich überwunden habe, so könnt auch ihr überwinden durch die Kraft Gottes, durch Jesu Hilfe. Und so können auch wir teilhaben an seinem Königreich. Deswegen sagt Offenbarung 1 Vers 5 und 6: „Und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde.“ Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut – das ist die Erlösung durch das Blut von Golgatha. Und jetzt kommt es: „Und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für“

[46:46] zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

[46:53] Durch Jesus ist durch das Kreuz von Golgatha hat er den großen Kampf entschieden. Er hat gewonnen, er ist der Sieger. Wenn Jesus wiederkommt, dann kommt er als König der Könige, kommt als Sieger wieder.

[47:11] Und durch das Blut, das er vergossen hat, hat er sich selbst zum Sieg über das Ganze, zum Sieger gemacht. Totsünde und Teufel gemacht hat, dadurch, dass wir an ihn glauben und mit ihm leben und unser Leben ihm übergeben und ihn einladen in unser Herz. Dadurch haben wir Anteil an seinem Sieg, haben auch Anteil an seinem Königtum.

[47:32] Denn Jesus ist kein Diktator, ist kein Tyrann, der alleine König sein will und andere beherrschen will. Er ist König, um andere teilhaben zu lassen an dem Königtum. Soweit es für Sie als geschaffene Wesen möglich ist. Natürlich können wir nicht alle wissend sein oder allmächtig, das ist Gott allein vorbehalten.

[47:56] Aber Gott ist tatsächlich, so wie es die Bibel sagt, er ist liebevoll, ist gnädig, ist barmherzig. Er ist gütig, er ist freundlich. Er denkt nicht an das Seine, er ist bereit, gerne zu teilen und abzugeben von dem, was er hat.

[48:13] Und so können wir mit ihm zusammen gewinnen und wir können mit ihm zusammen Könige sein. Das heißt, wenn Jesus als König wiederkommt, ist das auch ein Hinweis auf diese wunderbare Hoffnung, die wir haben, dass wir mit ihm Könige und Priester sein können.

[48:31] In Offenbarung, das steht im Ende, Mann. Das können wir noch ergänzen. Offenbarung 20 lesen wir: "Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, noch das Malzeichen wieder auf ihre Stirn, doch auf ihre Hand angenommen hatten. Und sie wurden lebendig und regierten 1000 Jahre mit Christus."

[48:59] Da haben wir also die Gläubigen, die überwunden haben. Das wird dann auf morgen 15 auch beschrieben, diese Gläubigen, die eine Siegerehrung haben über die Mächte der Endzeit. Sie dürfen dann im Himmel und bete natürlich auch auf der neuen Erde mit Jesus regieren als Könige und Priester.

[49:18] Warum ist das möglich, lieber Freund, liebe Freundin? Wir werden einmal König und Priester sein. Wir haben es gesehen, weil Jesus uns in seinem Blut gewaschen hat.

[49:26] Matthäus 27 Vers 29, übrigens sagt Offenbarung 7 Vers 14, dass wir über Winter sein dürfen, weil wir unsere Kleider im Blut des Lammes weiß gemacht haben.

[49:43] Matthäus 27, und dort Vers 29, dort steht: "Und sie flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie auf seinem Haupt, gaben ihm ein Rohr in die rechte Hand und beugten vor ihm die Knie, verspotteten ihn und sprachen: Sei gegrüßt, König der Juden!"

[50:02] Weil Jesus eine Krone aus Dornen getragen hat, können wir, du und ich, lieber Freund, liebe Freunde, die Krone der Gerechtigkeit erhalten, von der Paulus in 2. Timotheus spricht.

[50:15] Und dort Kapitel 4 Vers 8, dort sagt er in 2. Timotheus Kapitel 4 Vers 8: "Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tage zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinungen lieb gewonnen haben."

[50:34] Weil Jesus für mich gestorben ist und meine Sünden auf sich genommen hat, die Dornenkrone getragen hat, kann ich seine Gerechtigkeit erhalten. Seine Gerechtigkeit kann mir zugerechnet und verliehen werden. Seine Gerechtigkeit kann mein Leben verändern.

[50:55] Und wir werden nächste Woche noch sehen, wie diese Gerechtigkeit, was ist diese Gerechtigkeit auf sich hat, die sich im ewigen Evangelium offenbart.

[51:07] Hier sehen wir, dass wenn Jesus wiederkommt, dann kommt er mit einer Krone. Er kommt als Sieger. Und weil Jesus am Kreuz von Golgatha den Sieg errungen hat über alle Sünde, dürfen wir aus Gnaden mit ihm auch Sieger sein und die Krone der Gerechtigkeit erhalten. Und zwar, wenn Jesus wiederkommt.

[51:31] Und so ist also die Wiederkunft Jesu nicht nur der Moment, an dem wir die Krone von Jesus sehen werden, sondern an dem wir auch eine Krone halten als Ausdruck dessen, dass wir mit ihm sind. Da sind wir wieder bei der Anfangsidee, dass das, was Jesus getan hat, für uns ist, dass er für uns gelitten hat, für uns gestorben ist, für uns auferstanden ist, für uns gewonnen hat.

[51:56] Damit wir bei ihm sein können und zwar nicht nur als Gäste und Touristen, sondern dass wir mit ihm auf dem Thron sitzen dürfen. Jesus sagt: "Ich möchte, dass die, du mir gegeben hast, bei mir sind."

[52:08] Jesus wird auf den Thron sitzen. Jesus wird König sein. Er möchte, dass wir ihm so nahe wie möglich sind. Nicht wunderbar, ist nicht unglaublich, es ist nicht unfassbar.

[52:20] So ist Jesus und deswegen ist das Thema der Wiederkunft so wichtig und so entscheidend. Wir wollen aber noch ganz kurz über einen entscheidenden anderen Aspekt hier miteinander sprechen.

[52:31] In Offenbarung 14 und dort Vers 15 haben wir die sichere gesehen und die Zeit des Erntens. Das heißt, hier in Vers 15: "Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: Sende deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist."

[52:55] Der Zeitpunkt der Wiederkunft, der Zeitpunkt der Erde hängt also ganz offensichtlich mit dem Zustand der Ernte zusammen. Das heißt, hier nur, dass man das noch mal ganz deutlich gesehen haben, denn die Stunde des Ernstes, also der Zeitpunkt des Ernstes ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist.

[53:15] Diese Idee kommt schon im Markusevangelium vor. Jesus hat in einem seiner Gleichnisse diese Idee ganz deutlich beschrieben. Es heißt ab Vers 26 in Markus Kapitel 4: "Und er sprach: Mit dem Reich Gottes, wir sollen das Evangelium vom Reich Gottes predigen. Ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß, denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den halben, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre."

[53:47] Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: "Wenn aber die Frucht es zulässt, mit anderen Worten, wenn die Ernte reif ist, schickt er so gleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da."

[53:59] Jedes macht ganz deutlich, es ist nicht so, dass der Seemann, der Ackerbauer, irgendwann sich sagt, ich werde an dem Tag ernten. Und wenn die Ernte schon drei Wochen früher reif ist, sagt er nicht, ich habe mir einen Tag festgelegt. Er will es auch nicht so machen, dass er einfach sagt, ich habe einen Tag festgelegt und die Erde noch nicht ernte, einfach, sondern der Ackermann schaut natürlich, ist die Ernte reif? Und wenn sie reif ist, wartet er nicht länger, er erntet.

[54:23] Und genau das, die Idee in Offenbarung 14, die Stunde des Erntens ist gekommen, weil die Ernte reif ist. Das ist so deutlich, dass es das ist, was Jesus sagt, was Johannes in Offenbarung sagt, in der Offenbarung Jesu Christi. Dass ich nicht glaube, dass man das in Zweifel ziehen darf.

[54:38] Was ist diese Ernte? Was ist diese Frucht, die reif sein muss, damit Jesus wiederkommt?

[54:55] In Galater 5 und dort Vers 22 finden wir die Frucht des Geistes beschrieben. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

[55:09] Die Charaktereigenschaften Gottes, die Charaktereigenschaften, die Jesus auf dieser Erde uns gezeigt hat, sollen sich auch in unserem Leben durch den Heiligen Geist zeigen. Und wenn diese Frucht reif ist, schickt Jesus sogleich die Ernte.

[55:30] Und deswegen ist es wichtig, was wir sehen, damit wir auch eine Ernte haben, wie wir es uns wünschen.

[55:37] In Galater 6 und dort Vers 7 und 8 steht: "Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch sät, das wird auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch Verderben ernten. Wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten."

[55:51] Wenn wir also uns in geistliche Dinge investieren, wenn wir Zeit für geistliches haben und uns vom Heiligen Geist erfüllen lassen, dann wird auch die Frucht in unserem Leben entstehen. Wir müssen nicht Angst haben, dass wir diese Frucht vielleicht nicht schaffen zu erreichen.

[56:05] Wir müssen nur den Heiligen Geist einladen. Der Heilige Geist weiß ganz genau, was er tut. Der Heilige Geist hat noch nie einen Fehler gemacht. Der Heilige Geist ist auch nie zu langsam gewesen. Der Heilige Geist hat auch nie ein Werk irgendwie unvollendet gelassen.

[56:17] Wir müssen nicht Angst haben, dass der Heilige Geist seine Arbeit nicht schafft. Wir müssen nicht Angst haben, dass die Frucht nicht reif wird. Wir müssen Angst haben, dass wir uns gar nicht mit dem Heiligen Geist beschäftigen, weil dann wird der Heilige Geist nicht das tun, was er tun könnte.

[56:30] Denn der Heilige Geist wird nicht gegen unseren Willen eine Frucht erzeugen, die wir gar nicht haben wollen.

[56:36] Die entscheidende Frage ist: Wollen wir nach unserem eigenen Fleisch leben oder wollen wir nach dem Heiligen Geist leben? Wollen wir nach unserem eigenen Ich leben oder wollen wir Jesus als König auf unserem Herzen thronen haben?

[56:47] Wenn Jesus König sein darf, wird er durch seinen Heiligen Geist das wertvolle. Paulus sagt: "Ich bin sicher, dass er, der das Werk angefangen hat, es auch vollenden wird."

[56:54] Die Frage ist nur: Darf er arbeiten? Zu viele von den Gedanken, ob die Arbeit fertig wird, weil wir denken, dass wir selbst vielleicht nicht bewusst, aber unbewusst denken wir, dass wir selbst diese Pflanze ziehen müssen und höher machen müssen und verbessern müssen und zum Wachsen bringen können.

[57:07] Das können wir nicht. Wir haben ganz deutlich gesehen, der Ackermann, der kann die Pflanze wachsen von alleine. Aber sie wächst nur dann, weil er etwas gesehen hat.

[57:18] Wir können die Pflanze und den Charakter nicht zum Wachsen bringen, aber wir können zulassen, dass das Gute gesehen wird. Wir können das Gute in unser Herz lassen und Herz aufmachen für das Gute, damit genau das hier wachsen kann.

[57:31] Und die Bibel macht ganz deutlich, dass ein Zeitpunkt geben wird, kurz vor der Wiederkunft, wo der Charakter eines jeden Menschen ja vollständig feststehen wird.

[57:44] Und Offenbarung 22 und dort Vers 11 heißt es: "Der Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter. Und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit und der Heilige heilige sich weiter."

[57:58] Und dann Vers 12 kommt die Wiederkunft: "Und siehe, ich komme bald, und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird."

[58:06] Kurz vor der Wiederkunft wird der Charakter eines jeden Menschen und verrückt war feststehen. Und wenn der Charakter unverrückbar fest steht, dann steht auch das Schicksal und verrückt bei fest.

[58:22] Es ist also tatsächlich in einem ganz buchstäblichen Sinne ein Schicksalsmoment.

[58:29] Und deswegen ist das Thema der Wiederkunft vor allem nicht nur ein Thema, wie wird Jesus wiederkommen, sondern vor allem ein Thema, wie kann ich mich darauf vorbereiten? Es ist super entscheidend zu wissen, dieses Wiederkommen, aber das allerwichtigste ist, wie kann ich darauf vorbereitet sein?

[58:46] Denn was nützt es mir, wenn ich alle Details der Wiederkunft Jesu korrekt wiedergeben kann, aber meinem Leben trotzdem auf das Fleisch gesehen habe und dann irgendwann einen Charakter so entwickelt habe, der nicht in den Himmel passt? Und wenn dieses Wiederkommen ich nicht dabei sein kann.

[59:06] Deswegen sagt die Bibel, weil es diesen Tag geben wird, wo der Charakter feststehen wird, wo jede Entscheidung für oder gegen Gott getroffen sein wird, wo jeder das Evangelium von Jesus angenommen haben wird oder abgelehnt haben wird, deswegen sollen wir heute auf die Stimme des Heiligen Geistes hören.

[59:26] Heute, da er seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht. Paulus sagt: "Heute ist der Tag des Heils."

[59:34] Lieber Freund, liebe Freundin, warte nicht länger. Wenn du Jesus noch nicht angenommen hast, wenn du dein Herz nicht geöffnet hast, wenn du noch nicht in geistliche Dinge investierst und nicht auf den Geist siehst, warte nicht länger.

[59:47] Fangen heute damit an. Paulus sagte, 2. Korinther Kapitel 6 und dort Vers 2, der das heißt: "Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört, und am Tag des Heils dir geholfen. Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils."

[59:59] Warte nicht eine einzige Stunde länger. Heute möchte Jesus in deinem Leben wirken, dass du auf diesen Tag der Wiederkunft vorbereitet sein wirst.

[1:00:13] Aber die Entwicklung unseres Charakters ist nicht das Einzige, was zu dieser Ernte dazu gehört. Es gibt noch andere Aspekte, die wir nicht unbeachtet lassen wollen.

[1:00:23] In Joel 4 Vers 13 heißt es im Kontext ebenfalls der Endzeit: "Legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif." Haben wir wieder dieselbe Idee, die Erntezeit. Deswegen kommt die Ernte, also das zu ernten, das reicht.

[1:00:37] Deswegen wird jetzt geerntet. Kommt und redet. Jetzt kommt die Begründung, denn die Kelter ist voll, ihre Frucht fließt über, denn ihre Bosheit ist groß. Es ist nicht nur so, dass der Charakter Gottes in den Gläubigen zu Vollendung kommen soll, sondern auch die Bosheit wird ein Maß erreichen, dass sozusagen eine kritische Wert erreicht, wo Gott sagen wird: Jetzt ist es vorbei.

[1:01:01] Wir finden das immer wieder in der Bibel, dass wenn Völker ein bestimmtes Maß voll gemacht haben, dass ihr Gericht kommt. Ist exemplarisch dem, was Personen und wir sehen das bei den Amoriter, bei den Amerikanern. Allgemein immer wieder sehen wir, dass Gott eine lange Zeit der Gnade gibt, aber irgendwann ist das Maß voll.

[1:01:17] Und so wird es auch mit dieser Welt sein. Diese Welt wird nicht ewig weiter Bosheit und Bosheit multiplizieren. Irgendwann wird das Maß voll sein.

[1:01:27] Also verschiedene Dinge, die sozusagen die Wiederkunft mit einleiten. Das ist das eine: die Entwicklung des christlichen, des Christus-gleichen Charakters in den Gläubigen. Das andere ist das Überhandnehmen der Bosheit.

[1:01:41] Gott wird irgendwann eingreifen. Und dann dürfen wir nicht vergessen, das haben wir heute schon gelesen, dass der entscheidende Punkt dann sein wird.

[1:01:50] Matthäus oder ein dritter entscheidender Punkt, der sein wird, das ist Evangelium in der ganzen Welt gepredigt sein wird. Aber wir haben gesehen, Matthäus 24 Vers 14 sagt: "Dieses Evangelium vom Reich wird gepredigt werden in der ganzen Welt allen Völkern zum Zeugnis, und dann wird das Ende kommen."

[1:02:06] Und diese drei Punkte hängen miteinander zusammen, denn Menschen, deren Charakter verändert wird, werden auch das Evangelium in alle Welt predigen. Oder anders ausgedrückt: Menschen, die bereit sind, und es ist die Kehrseite der Medaille, Menschen, die bereit sind, in andere Gegenden zu gehen, Menschen, die bereits das Evangelium laut zu verkündigen, die Menschen auf die Wiederkunft vorbereiten, werden dadurch Erfahrungen machen.

[1:02:31] Sie werden Gottes Wirken sehen und dadurch kann Gott ihren Charakter verändern. Charakterveränderung besteht nicht dadurch, dass ich mich einschließe, irgendwo in einer Hütte im Wald und hoffe, dass mein Charakter sich verändert. Der kann die Charakterveränderung, die zur Wiederkunft führt, ist genau dort, wo Menschen das Evangelium in die Welt tragen, indem sie Gottes Gebot, seine Befehle, Gehorsam sind.

[1:02:54] Kann Gott durch den Heiligen Geist ihren Charakter verändern. Ist also, es geht nicht nur darum, dass wir heilig werden, es geht darum, dass wir durch den Dienst am anderen zeigen, dass Gottes Charakter wirklich in unserem Leben Realität geworden ist.

[1:03:10] Das zeigt sich in der Mission und zwar in der durch Worte und durch Taten. Und all das wird natürlich den Hass Satans hervorrufen. Eine solche Offenbarung der Liebe Gottes durch seine Gemeinde wird die Verfolgung hervorrufen, von der wir in dieser Serie noch hören werden.

[1:03:33] Es wird dazu führen, dass Menschen, die dann eine solche klare Offenbarung der Liebe Gottes ablehnen, immer tiefer in den Abgrund gehen werden, immer tiefer in die Gottlosigkeit, so dass ich quasi, so wie der Pharao sein Herz sich verhärtete, als das Evangelium ihm gepredigt wurde durch Mose, so wird auch die Bosheit überhand nehmen, weil die göttliche Botschaft in der Welt gepredigt werden.

[1:03:56] Wir diese drei Punkte sind also nicht unabhängig voneinander, sondern die bedingen einander und führen alle zusammen dazu, dass die Ernte reif werden wird. Und ich glaube persönlich, dass wir diesen Punkt immer näher kommen und was vermutlich näher sind, als wir es insgeheim wirklich vielleicht denken.

[1:04:19] Vielleicht mag es jemand geben, der dann sagen würde: Ja, aber kann es sein, dass die Ernte dann nie vollendet wird? Und dazu dürfen wir uns auf folgendes verlassen.

[1:04:26] Jesus selbst hat gesagt in Offenbarung 10 Vers 6: "Es heißt dir fest fünf und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, er hob seine Hand zum Himmel und schwor bei dem, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist: Es wird keine Zeit mehr sein."

[1:04:49] Jetzt kommt es, Vers 7: "Sondern in den Tagen der Stimme des sieben Engels, wenn er in die Posaune stoßen wird, soll das Geheimnis Gottes vollendet werden."

[1:04:59] Was das Geheimnis Gottes, wie es seinen Knechten, den Propheten als halsbotschafter verkündet hat, also als Evangelium, das prophetische Evangelium, die halsbotschaft, die den Propheten verkündigt worden ist, soll vollendet werden.

[1:05:12] Und das ist nicht eine Mutmaßung, das ist nicht nur ein Wunsch, das ist der Schwur von Jesus selbst. Jesus hat geschworen, das Evangelium kommt zur Vollendung. Das heißt, Jesus hat geschworen, das Evangelium wird in aller Welt getätigt werden, das Evangelium wird zu einer Charakterernte führen.

[1:05:34] Das Werk, das Gott in uns angefangen hat, wird zur Vollendung gelangen. Und die Bosheit wird überhand nehmen. Es wird nicht eine ewige Schleife sein, sondern es führt tatsächlich zur Wiederkunft. Wir dürfen darauf vertrauen.

[1:05:46] Jesus hat es geschworen, es nicht nur versprochen, er hat es mit einem Schwur versprochen. Und deswegen dürfen wir wissen, das prophetische Evangelium, dass wir in Offenbarung 14 ab Vers 6 finden, nämlich in einem prophetischen Buch, das ewige Evangelium wird dazu führen, dass die ganze Welt erreicht wird.

[1:06:06] Es wird dazu führen, dass unser eigener Charakter zur Vollendung gelangt, nämlich so, dass die Frucht des Geistes sich zeigt in all ihrer Schönheit. Und es wird dazu führen, dass der Widerstand durch den Satan und seine Helfershelfer so groß sein wird, dass die Bosheit überhand nehmen wird.

[1:06:23] Und wenn die Ernte reif ist, wird Jesus auf den Wolken des Himmels sichtbar, hörbar, mit allen Engeln, mit der Herrlichkeit eines Vaters wiederkommen. Die Toten werden auferstehen, und er, der als König Sieger ist, wird uns zu Königen und Priestern machen.

[1:06:42] Aber vor allem wird er uns zu sich nehmen, damit sein größter Wunsch erfüllt wird. Sein großes Gebetsanliegen, dass wir bei ihm sind.

[1:06:56] Dass nicht wir nur Gebetsanliegen haben, dass Jesus ein Gebetsanliegen hat. Sein Gebetsanliegen ist, dass du und dass ich einmal bei ihm sind.

[1:07:09] Und heute möchte ich dich fragen: Ist es auch dein Gebetsanliegen? Es ist auch dein größter Wunsch?

[1:07:14] Gebetsanliegen, es ist auch dein größter Wunsch, so wie es Jesus' größter Wunsch ist. Es ist dein größter Wunsch, dass du bei jedem Schicksalsmoment zu jenen gehörst, wir sie sagen können: "Das ist der Gott, auf den wir gehofft haben." So wie es in Jesaja 25,9 steht: "Das ist der Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns errette." Wir kennen seine Stimme. Ich kenne Jesus. Bist du dein größter Wunsch, dass du dich heute auf die Wiederkunft vorbereitest und Jesus als deinen König in dein Herz lässt, dass er als dein Erlöser dir helfen kann, einen Charakter zu entwickeln, der den Himmel passt, und allen anderen Menschen um dich herum zu erzählen, was Jesus für dich getan hat, damit auch sie den Weg in den Himmel finden und einmal bei Jesus sein können?

[1:08:05] Wollen wir uns vorbereiten auf die Wiederkunft? Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke für die Schönheit deines Wortes und danke für die Zusicherung, dass Jesus Christus in deiner Herrlichkeit mit allen Engeln des Himmels wiederkommen wird.

[1:08:30] Wir nennen uns Adventisten, weil du auf diesen Moment warten. Und Herr, vergib uns, wenn wir diesen Moment so oft aus den Augen verloren haben und unser Leben nicht so ausgerichtet haben, dass dieser Moment der Zielpunkt von allem ist. Hilf uns, dass das wieder die oberste Priorität, dass das die Priorität schlechthin in unserem Denken, Tun, Handeln, Sprechen, Sein wird und dass wir uns heute dafür, seine Stimme gehört haben, auf die Wiederkunft vorbereiten. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:09:04] Gott segne seine Entscheidung. Nächste Woche werden wir uns mit dem ewigen Evangelium beschäftigen. Was genau bedeutet das Wort Evangelium und warum ist es ewig? Und warum ist das Ganze Herzstück dieser Offenbarung, dieses ewige Evangelium? Wir werden das gemeinsam biblisch anschauen. Es wird sehr spannend werden und ich lade euch ein, dann wieder einzuschalten. Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Gott mit euch. Amen.


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