[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur mittlerweile fünften Folge unserer Spezialserie über die dreifache Engelsbotschaft unter dem Titel "Drei kosmische Botschaften". Wir studieren das ewige Evangelium aus Offenbarung 14 ab Vers 6 Punkt für Punkt.
[1:04] Wir haben in der letzten Woche uns mit den ersten beiden großen Ideen in dieser Botschaft in Vers 7 beschäftigt, nämlich mit "Fürchtet Gott" und "gebt ihm die Ehre". Wir werden heute noch ein wenig mehr über den Gedanken "gebt ihm die Ehre" lernen, um dann überzuleiten zu dem Gedanken, der all das begründet: "Die Stunde seines Gerichts ist gekommen". Das wird uns heute beschäftigen und in der nächsten Folge.
[1:42] Heute wollen wir uns Gedanken machen darüber, was ist das Gericht, was passiert da? Und nächste Woche werden wir gemeinsam studieren, wann ist das durch, wann ist die Stunde seines Gerichts? Also, heute liegt der Schwerpunkt auf die Stunde seines Gerichts und nächstes Mal auf die Stunde seines Gerichts. Dementsprechend heißt das Thema heute, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 29. April: "Die gute Nachricht vom Gericht".
[2:14] Es ist ja ein ewiges Evangelium, also ist auch die Botschaft von der Stunde des Gerichtes Gottes Teil einer guten Nachricht. Und wir wollen heute gemeinsam lernen und verstehen und studieren, warum die Botschaft vom Gericht in der Bibel tatsächlich ein Evangelium, eine gute Nachricht ist.
[2:40] Dazu brauchen wir Gottes Hilfe. Wir brauchen die Führung durch seinen Heiligen Geist, denn es ist das Gericht, das er hält. Und wir möchten von ihm lernen. Deswegen möchten wir Sie einladen, dass er uns jetzt durch dieses Bibelstudium hindurchführt. Und dazu wollen wir gemeinsam beten.
[3:00] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir uns auf dich verlassen dürfen, dass du für uns da bist, dass du uns nie im Stich lässt. Und das auch, wenn die äußeren Umstände unserem Leben manchmal schwierig sind, dass wir uns immer auf dich verlassen können. Danke, Herr, von ganzem Herzen. Ich möchte dich jetzt bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir beim Lesen, nachdenken, studieren, deine Gedanken verstehen, dass wir sie immer besser verstehen.
[3:31] Dass wir auch vielleicht lieb gewonnene Traditionen, die nicht deinem Wort entsprechend, in unserem Kopf ablegen können. Dass wir noch näher zur Wahrheit kommen, wie du sie offenbart hast. Dass wir nicht unsere eigenen Gedanken versuchen zu bestätigen, sondern dass wir wirklich von dir lernen. Und dass deine Wahrheit, so wie du sie uns der Endzeitbewegung anvertraut hast, in unserem Herzen auch wirklich ganz tief Wurzeln schlagen können. Und wir auf diesem Fundament sicher stehen können, auch wenn die Stürme der Endzeit über uns zusammen einbrechen werden.
[4:06] Wir möchten dich bitten, dass du jetzt persönlich zu uns sprichst und uns im Glauben stärkst und unserer Beziehung zu dir. Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns eintritt.
[4:22] Wir wollen wieder beginnen Offenbarung 14 und dort Vers 6 und 7. Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hat ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk.
[4:41] Wir haben in den vergangenen Wochen schon gesehen, was der große Rahmen dieser Botschaft ist. Wir haben gesehen, wohin diese Botschaft hinzielt, nämlich auf die Wiederkunft Jesu. Und wir haben gesehen, wie zentral die Idee der guten Botschaft, des Evangeliums von der Erlösung durch Jesus Christus, wie zentral diese Botschaft für die ganze 3, den ganzen Abschnitt hier ist.
[5:03] Und haben das letzte Mal dann uns, wie gesagt, angeschaut, was die ersten Worte dieser Botschaft sind in Vers 7. Dort lesen wir: "Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat."
[5:27] Wir haben gelernt, ich hoffe, wir haben das in unserem Herzen richtig bewegt und durchdrungen, dass "fürchtet Gott" bedeutet, dass wir Gott an allererste Stelle in unserem Leben setzen, ihm die absolute Priorität zu sprechen, weil wir die Priorität in Gottes Denken sind, weil er uns an die erste Stelle gesetzt hat und immer noch setzt und immer setzen wird.
[5:52] Und dadurch zeigt sich das Wesen wahre Liebe nicht, dass wir an uns selbst denken, sondern dass wir zuerst an Gott denken, weil er zuerst an uns denkt. Wir haben gesehen, dass "gebt ihm die Ehre" bedeutet, dass wir aus Dankbarkeit für die erlebte Erlösung unser ganzes Leben mit ihm gemeinsam führen, dass wir es so leben, dass ihm die Ehre gegeben wird. Nicht, dass wir nach Ehre streben, sondern dass wir durch unser Leben dazu führen, dass Menschen eine gute Meinung von Gott haben, dass Gottes guter Ruf in der Welt verbreitet wird.
[6:32] Wir wollen heute noch ein bisschen mehr dazu sagen, dass wir das letzte Mal noch nicht erwähnt haben, was dann auch eine gute Überleitung sein wird zu den weiteren Gedanken des heutigen Themas. Ganz entscheidend, das haben wir das letzte Mal noch nicht gesagt, aber das muss unbedingt, ganz wichtig hier betont werden, ist, dass die Formulierung "fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen" sich auf ein ältester menschliches Vorbild bezieht, nämlich im Buch Prediger, dem Buch, das der weise Salomo ganz am Ende seines Lebens verfasst hat, nachdem er auf schlimme Irrwege gegangen ist, alles Mögliche ausprobiert hat und am Ende sich dann doch noch Gott sei Dank bekehrt hat.
[7:25] Da sagte er in Prediger 12 ab Vers 13: "Lasst uns die Summe aller Lehre hören." Übrigens ist das eine sehr interessante Formulierung. Ich habe die neu verstanden, als ich den Vers 12 dazu genommen habe. Dort steht es nämlich: "Und über diese hinaus, lass dich warnen, mein Sohn, des vielen Bücher machen es ist kein Ende und viel studieren, er würde den Leib." Das ist ein Vers, der sehr persönlich zu mir spricht, den ich mir ganz tief in mein Herz schreiben muss.
[7:59] Man hat immer den Eindruck, sieht so interessante Bücher, so viel interessante Dinge zu lesen, zu lernen. Heutzutage gibt es auch noch das Internet. Es gibt so viele Dinge, von denen man meint, sie sind wichtig. Und am Ende schadet man manchmal seiner eigenen Gesundheit, weil man einfach zu viel wissen will. Und Salomo kannte das. Er war ja nun wirklich einer, der war der weise Mann, der gelebt hat in seinem Zeitalter überhaupt.
[8:25] Und er kannte sich aus mit sehr vielen Wissensgebieten und er wusste selbst, er konnte nicht alles verstehen, nicht alles studieren, nicht alles begreifen. Und dann gibt es etwas, was sehr, sehr tröstlich, sehr ermutigend und auch ja, mir immer hilft, wieder sich darauf zu konzentrieren, dass man nicht alles studieren kann, sondern sich auf das Wichtige zu konzentrieren hat.
[8:47] Nämlich Vers 13: "Lasst uns die Summe aller Lehre hören." Das sagt mit anderen Worten, egal was du in allen Büchern liest, was du überall studieren könntest, am Ende kommt es immer darauf hinaus. Mit anderen Worten, wenn du das, was jetzt in Vers 13 und 14 steht, und das verstanden hast, dann kannst du machen, kann natürlich noch viel interessante Details hier und dort finden, aber es gibt nichts mehr lebenswichtiges, nichts mehr entscheidendes für dein Leben, was du wissen müsstest, was nicht schon in dieser Lehre hier in Vers 13, 14 zusammengefasst ist.
[9:18] Das ist die Summe. Darüber hinaus kommt eigentlich nichts wirklich Entscheidendes mehr, egal was man sonst noch so ist. Das wirklich Wichtige ist in diesen Worten zusammengefasst. Und das heißt, es ist egal, wofür man sich sonst interessiert im Leben, diese Worte hier, Vers 13, 14 müssen das Zentrum, die Priorität sein. Sie müssen das an von sich alles andere orientiert. Und egal in welchen Bereichen wir uns sonst interessieren, sei es in Geschichte oder Naturwissenschaften oder in Erziehung oder in Politik oder in Wirtschaft, egal wofür wir uns sonst interessieren, das sollte immer nur dazu dienen, das hier noch heller leuchten zu lassen und sich dieser Summe aller Lehre unterzuordnen, weil das ist das Entscheidende.
[10:02] Darum geht es. Und wenn wir das haben, dann können wir auf alles andere zur Not auch verzichten. Das bedeutet es, Gott an die erste Stelle zu setzen, ganz praktisch.
[10:16] Was also ist die Summe aller Lehre? Was ist das, worauf es am allermeisten ankommt? Was am Ende, egal womit man sich beschäftigt hat, dass es was die Wahrheit uns lehren möchte, was Gott uns zu lehren möchte. Vers 13: "Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse."
[10:47] Salomo sagt, das ist die Summe aller Lehre. Und damit meinte ich, glaube ich, damit meinte er nicht nur, dass es die Summe all dessen ist, was die Bibel sagen möchte. Er meint damit auch, auch außerhalb gibt es keine Wahrheiten, keine Wissenserwerb, der dazu noch hinzufügen würde zu dem, was hier ausgedrückt ist. Das ist die Summe aller Lehre.
[11:07] Wenn wir das verstanden haben, dann sind wir schon am Ziel angekommen, wohin alle anderen wahren Wahrheiten irgendwie dann auch führen würden. Das ist die Summe aller Lehre.
[11:22] "Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk für ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse." Mit anderen Worten, was wir hier haben, ist eine andere Formulierung des Gedankens, der auch in der dreifachen Engelsbotschaft am Anfang steht. Man könnte also sagen, auch die dreifache Engelsbotschaft, das, was der erste Engel dort mit lauter Stimme ruft, ist die Summe aller Lehre. Und deswegen hat es die absolute Priorität verdient in unserem Denken.
[11:57] Und wenn wir die beiden absoluten vergleichen: In Offenbarung heißt es: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Hier steht: "Fürchte Gott und halte seine Gebote." Dann wird uns deutlich, dass ihm die Ehre zu geben, bedeutet auch seine Gebote zu halten. In beiden Fällen wird das begründet mit: "Denn Gott wird jedes Werk für ein Gericht bringen", beziehungsweise in Offenbarung 14: "Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen."
[12:32] Machen wir folgende Beobachtung dazu. Hier manchmal wird gesagt, in Offenbarung 14, wenn es heißt: "Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen", oder mittlerweile gibt es manchmal solche Stimmen, die sagen, das ist ja Wirklichkeit, da in Wirklichkeit darum geht, dass Gott gerichtet wird. Aber das stimmt nicht. Denn hier im Prediger wird ganz deutlich, dass es Gott ist, der die Werke der Menschen in ein Gericht bringt. Es ist sein Gericht, in dem Sinne, dass er der Richter ist.
[13:00] Und wie gesagt, das Entscheidende hier, oder einer der wichtigen Punkte aus dem Vergleich ist, dass Gott die Ehre zu geben, sich darin zeigt, dass wir in allen Bereichen unseres Lebens werden unsere erste Grund erzählen. Vers 31, der erste der trinkt oder was immer erst unter zehn fährst. Moment, nicht, dass ich was falsches sage. Das waren erst unter 10, Vers 31. Genau.
[13:23] Egal, ob ihr esst oder trinkt oder was immer tut, tut alles zur Ehre Gottes, dass wir in all diesen Dingen Gottes Gebote halten. Und zwar nicht, weil wir uns etwas verdienen möchten, sondern aus Dankbarkeit für die erlebte Erlösung. Das ist ganz wichtig. Wir haben ja schon gesehen, Gott die Ehre zu geben, bedeutet ihm Dankbarkeit für die erlebte Befreiung von der Sünde zu zeigen.
[13:49] Diese Dankbarkeit drücken wir aus durch das Halten seiner Gebote, weil nämlich Gottes Gebote das Beste für uns sind. Und wir Gottes Ruf in der Welt am größten, am besten schön und gut machen können, indem er seine Gebote hält. Denn Gott, die Gebote beschreiben ja, wie er ist. Und ein Mensch, der Gottes Gebote hält, zeigt der Welt, wie Gott ist und zeigt damit und verbreitet damit den guten Ruf Gottes.
[14:25] Gottes. Schauen wir, dass ein bisschen in der Bibel gemeinsam, einen Johannes 14 und dort Vers 15. Jesus sagt: "Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote." Ich habe mir genau den gleichen Gedanken aus Liebe, aus Dankbarkeit, aus ja, aus Freundschaft zu Jesus, sollen wir seine Gebote halten. Nicht, um eine Freundschaft zu erwerben, um dadurch freundlich und für die Freundschaft zu qualifizieren, sondern weil wir seine Freunde sind, wollen wir seine Gebote halten.
[14:57] Jeden Tag. Das sehr deutlich erst zu Johannes Kapitel 5 und dort Vers 3. "Erste Johannes Kapitel 5 und dort Vers 3: Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer." Wenn wir also sagen, dass wir Gott lieben, dann wird man erkennen, ob das wirklich stimmt, daran, dass wir seine Gebote halten. Wenn wir sagen, sogar lieber seine Gebote nicht halten, dann haben wir nicht verstanden, was es bedeutet.
[15:22] Also, wer Gott ist, was Gott für uns getan hat, was Gottes Ziel unser Leben ist und was Gott für uns tun kann und was die Liebe zu Gott wirklich bedeutet. Gott möchte, dass wir ihn nicht nur ab und zu lieben, dass wir ihn nicht nur punktuell lieben, sondern beständig in seiner Liebe bleiben. Und deswegen sagt Jesus in Johannes 15 und dort Vers 10: "Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meine, so bleibt ihr, Verzeihung, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleich wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und ich in seiner Liebe geblieben bin."
[15:57] Wir haben auch gesehen, dass Jesus den Geist der Gottesfurcht gehabt hat. Wir haben gesehen, dass Jesus Gott die Ehre gegeben hat. Und wir, er sagte selbst, dass er seine, also die Gebote des Vaters gehalten hat. Und so sollen auch wir, wenn wir Jesus lieben und ihm dankbar sein wollen, wenn wir ihm die Ehre geben wollen, dann sollen wir seine Gebote halten, weil wir dadurch in der Liebe zu ihm bleiben.
[16:21] Geht es dir auch mal so, dass du denkst, ich hatte eine solche innige Beziehung zu Jesus und irgendwie ist sie wieder verloren gegangen, oder das etwas dazwischen gekommen, oder du merkst, du bist nicht mehr so eng, weil Jesus, wie du es einmal warst? Der Schlüssel dazu ist, dass wenn wir Gottes Gebote halten, dann bleiben wir in der Liebe, denn die Liebe Gottes drückt sich ja in seinem Gesetz aus.
[16:46] Auch das ist eine Idee des Alten Testamentes, bereits im wunderbaren Buch 5. Mose Kapitel 10 und dort Vers 12 und 13 lesen wir folgendes: "Und nun, Israel, ja, was fordert der Herr, dein Gott, von dir, als nur diese Formulierung finde ich so schön. Sie kommt öfter in der Bibel vor und zeigt, dass Gott nicht deine eine lange Liste mit Forderungen hat, die wir alle abarbeiten müssen und die, wo wir uns erst qualifizieren müssen, oder wo wir viel leisten müssen."
[17:14] Im Gegensatz, wenn Gott über seine Gebote redet, oft ist es so, dass wir als Menschen durch unser falsches Verständnis die Gebote Gottes so darstellen, als wären hier viele Pflichten und so viele Dinge zu tun. Dann reden wir so von Gesetzlichkeit und solchen Dingen. Aber das Wort "gesetzlich" ist ganz furchtbar eigentlich, weil es verbindet etwas Negatives, nämlich die Einstellung, sich etwas erarbeiten zu müssen, mit einer der wunderbarsten Dinge der Welt, nämlich mit dem Gesetz Gottes. Und das hat damit überhaupt gar nichts zu tun.
[17:43] Immer, wenn Gott über das Gesetz redet, nicht so, nicht wenn wir über das Gesetz reden, sondern wenn Gott das Gesetz redet, dann verwendet er Formulierungen wie zum Beispiel hier: "Was fordert Gott eigentlich von dir, als nur, dass Gott stellt also ganz intentional das Gesetz Gottes oder als etwas, das eben nicht schwer zu halten ist, das keine große Sache ist, die von uns enorme Anstrengung erfordert aus eigener Kraft."
[18:09] Sondern er sagt: "Und nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir, als nur, dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest." Wir dann uns Gott zu fürchten, bedeutet, ihn an die erste Stelle zu setzen, weil er uns an die erste Stelle setzt.
[18:24] Deinen Gott fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, dienst in deinem ganzen Herzen, mit der ganzen Seele. Während uns in Jeremia 32 Gott arbeitet für uns, er wirkt für uns sehr, er stellt uns wieder her mit seinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele.
[18:46] Und aus Dankbarkeit wollen wir in seinen Wegen wandeln, wir wollen ihm folgen, wir wollen ihn lieben. Und zwar, indem du Vers 13 die Gebote des Herrn und seine Satzung hältst.
[19:01] Gebote. Also, wie können wir zeigen, dass Gott für uns an erster Stelle steht? Wie können wir ihm die Ehre geben? Wie können wir ihn lieben mit unserem ganzen Herzen und unserer ganzen Seele? Das ist ja das, was nach 5. Mose Kapitel 6, Vers 54, Gottes größter Wunsch, dass wir Jesus das mal auch deutlich gemacht hat, indem wir Gottes Gebote halten.
[19:19] Und jetzt kommt es dir zu, als zum besten für dich selbst. Gott verlangt nichts von uns, was nicht auch das Beste für uns selbst wäre. Und deswegen ist diese Botschaft: "Fürchtet Gott und gibt ihm die Ehre" so entscheidend.
[19:45] Wir geben Gott die Ehre, indem wir seine Gebote halten. Und dabei tun wir das, was selbst für uns das Allerbeste ist.
[19:55] Römer 7. Wir haben gesehen, vielleicht noch dazu, wir haben gesehen, dass auch die Gottesfurcht in Jeremia 32 dazu führt, dass wenn wir einen ewigen Bund mit Gott schließen, wenn Gottes, wenn die Gottesfurcht unserem Herzen ist, dann ist das zum besten für uns und für unsere Familien. Und kein Wunder, dass deswegen in Psalm 19 die Gottesfurcht, die Furcht des Herrn, auch direkt verknüpft ist mit dem Gesetz.
[20:21] Das könnt ihr dann da auch noch einmal, ähm, können wir vielleicht kurz lesen, auch wenn es im Sender-Manuskript nicht drin ist, aber das passt ganz gut, um zu zeigen, wie sehr "fürchtet Gott und gibt ihm die Ehre" eben mit Gottes Gesetz verbunden ist, aus Dankbarkeit für das, was er für uns getan hat.
[20:39] Psalm 19 und dort ab Vers 8: "Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erquickt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz. Das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen. Die Furcht des Herrn, sie bleibt in Ewigkeit. Die Bestimmungen des Herrn sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht."
[21:02] Da sieht man, wie hier das, also das Wort Gottes, das Gesetz und seine Gebote, seine Bestimmung, seine Befehle, parallel gesetzt werden zur Furcht des Herrn. Und da sehen wir also, wie sehr das Gesetz zentraler Bestandteil auch der Furcht Gottes und des ähm, des der dessen ist, Gott die Ehre zu geben.
[21:22] Und deswegen sagt die Bibel in Römer Kapitel 7 und dort Vers 12: "So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut." Obwohl viele Christen heute Gottes Gesetz irgendwie beiseite schieben oder als Hindernis sehen, sagt Gott selbst durch seinen Heiligen Geist hier im Römerbrief, der nun wirklich die Erlösung aus Gnaden durch den Glauben ins absolute Zentrum stellt, dass das in keinster Weise im Konflikt steht mit Gottes guten, gerechten und heiligem Gesetz.
[22:00] Die Zehn Gebote sind etwas ganz Wunderbares. Jakobus sagt uns in Kapitel 1 und dort Vers 25: "Wer aber hineinschaut in das vollkommene..."
[22:18] Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, ja, durch die Liebe Gottes, nicht immer, dass wir durch das Halten aus Liebe der Zeit der Geburt aus Liebe in seiner Liebe bleiben. Wer daran bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.
[22:41] Wir sehen also, wer sich also mit dem Gesetz Gottes beschäftigt, wird nicht depressiv, er wird nicht deprimiert. Der wird nicht, ähm, irgendwie gesetzlich. Nein, nein. Die Menschen, die wirklich sich mit Gottes Gesetz beschäftigen, weil sie Gott lieben und weil sie ihm die Ehre geben wollen, die werden glücklich. Glückselig wird er sein in seinem Tun.
[22:57] Die Wahrheit ist, wir sind so unglücklich in unserem Leben, weil wir so oft Gottes Gesetz beiseite schieben und die Tatsache, dass Gottes Gesetz in der Gesellschaft immer weniger Beachtung findet, glaube ich, ist ein ganz entscheidender Punkt, warum immer mehr Menschen unglücklich sind und das wahre Glück in ihrem Herzen nicht mehr finden können.
[23:19] Das Gesetz Gottes macht glücklich und das Gesetz Gottes definiert die Freiheit. Deswegen heißt es hier: "das vollkommene Gesetz der Freiheit". Es ist so vollkommen, es kann nicht verbessert werden. Das ist ja eine der ganz großen Gedanken im großen Kampf. Was haben wir in der allerersten Folge hier gesehen, dass Gottes beständige Liebe, sein Gesetz als eine unveränderliche Charaktereigenschaft, an andere zuerst zu denken als an sich, das kann man nicht besser machen. Das ist vollkommen.
[23:49] Und alle Prinzipien der zehn Gebote beschreiben letztendlich Gottes Charakter in verschiedene Hinsicht. Und all das beschreibt und definiert die Freiheit. Deswegen beginnen ja die Zehn Gebote.
[24:00] Vielleicht noch als kurze Ergänzung zu meinem Skript hier in 2. Mose 20, ab Vers 1, mit den Worten: "Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe." Gott ist der, der in die Freiheit bringt.
[24:20] Nicht durch das Halten der Gebote wird man frei, sondern durch Gottes Gnade, durch die Erlösung, durch das Blut des Lammes, zu dem man sich öffentlich bekennt, so wie die Israeliten, die es an die Türpfosten gestrichen haben. Dadurch, durch ein Bekenntnis zu unserem Erlöser Jesus Christus, dem Lamm der Welt, Lamm Gottes, das die Sünden der Welt getragen hat, dadurch werden wir frei.
[24:45] Und wenn wir frei sind, dann beschreibt das Gesetz Gottes die Freiheit, zu der Gott uns berufen hat. Und Übertretung des Gesetzes bringt uns ja wieder in die Knechtschaft. Denn Sünde, wer die Sünde tut, der ist ein Knecht der Sünde.
[25:07] Gottes Gesetz definiert und beschreibt also die Freiheit. Und der Grund, warum das so entscheidend und so wichtig ist, der wird ebenfalls im Jakobus hier erwähnt, und zwar in Jakobus Kapitel 2, Vers 12. Dort steht: "Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen."
[25:31] Mit anderen Worten, es ist genau dieses Gesetz, das Gesetz Gottes, die Zehn Gebote, und letztlich natürlich auch all das, was im Wort Gottes, in der Bibel steht, was diese zehn Gebote illustriert und beschreibt und erklärt. Es ist dieses Gesetz der Freiheit, nach dem wir im Gericht Gottes gerichtet werden.
[25:52] Und deswegen sagte die Bibel: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre!" Und in Gedanken denken wir mit: "Also haltet aus, aus Liebe für die erfahrene Erlösung Gottes gesetzt, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen." Jenes Gericht aus Prediger 12, wo jedes Werk in ein Gericht kommt.
[26:14] Das Gericht wird heutzutage meistens nicht so positiv gesehen, aber in Wirklichkeit ist das Gericht ein integraler Bestandteil des Evangeliums. Und deswegen wird es hier im ewigen Evangelium auch an zentraler Stelle thematisiert.
[26:29] Schauen wir uns das kurz ein bisschen genauer an, die Verbindung von Evangelium und Gericht in der Bibel. Das sind keine Gegensätze, sondern sie gehören direkt zusammen. In Johannes 16 und dort Vers 8 heißt es: "Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht."
[26:53] Mit anderen Worten, die Jesus sagt, der wahre Heilige Geist, der Heilige Geist der Bibel, der führt uns zur Botschaft des Gerichtes. Wenn Menschen behaupten, vom Heiligen Geist erfüllt zu sein und die Botschaft vom Gericht beiseite tun oder gar behaupten, dass das Gericht für sie nicht wichtig wäre, dann sind sie nicht von dem Heiligen Geist inspiriert und geführt oder erfüllt, von dem Jesus gesprochen hat. Denn der Heilige Geist, von dem Jesus geboren hat, der führt zur Botschaft des Gerichtes.
[27:23] Ganz entscheidender Punkt. Und deswegen können wir ganz deutlich sagen, dass Paulus wirklich vom Heiligen Geist inspiriert gewesen ist. Denn er sagt in Römer 2 und dort Vers 16: "An dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird nach meinem Evangelium."
[27:43] Paulus sagt nicht: "Ich habe es Evangelium gepredigt und dann kommt zusätzlich noch eine Lehre vom Gericht." Er sagt: "Nach meinem Evangelium." Also Teil meiner Evangeliumsverkündigung, Teil der guten Botschaft ist die Tatsache eines Gerichtes.
[27:57] Das hier, das sehen wir ganz deutlich, für Paulus noch in der Zukunft war. Er sagt ganz deutlich, dass Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird. Dieses Verborgene der Menschen, dass diese Werke, die wir in Prediger 12 gesehen haben, ja, die, die sein sie gut oder böse, die verborgenen Werke der Menschen kommen in ein Gericht. Und Paulus sagt: "Das ist Teil meines Evangeliums."
[28:18] Wenn jemand meint, ein Evangelium predigen zu müssen, indem das Gericht Gottes keine Rolle spielt oder unwichtig ist oder irgendwie an die Seite gedrängt wird, der predigt nicht das Evangelium, das Paulus gepredigt hat und das wir predigen sollen, das Jesus gepredigt hat, das Jesus durch sein Leben verkörpert hat.
[28:37] Schon im Alten Testament ist die Erlösung des Volkes Gottes immer mit einem Gedanken des Gerichts verbunden gewesen. In 4. Mose Kapitel 33 und dort Vers 4 lesen wir: "Während die Ägypter diejenigen begruben, welche der Herr unter ihnen geschlagen hatte, nämlich alle Erstgeborenen; denn der Herr hatte an ihren Göttern Gericht geübt, während er die Israeliten aus Ägypten befreite und ausdrücklich erlöste."
[29:08] Die Bibel verwendet dort in 2. Mose auch den Begriff Erlösung. Hat er gleichzeitig an den Ägyptern und an ihren Göttern ein Gericht geführt. Man konnte also bei einem Auszug aus Ägypten Gericht und Evangelium gar nicht voneinander trennen. Das war die selbe Handlung, nur je nachdem, wie ein Mensch sich dafür entschieden, ob er für Gott oder sich gegen Gott stellt, was entweder Befreiung oder Strafe bedeutet.
[29:36] Ähnlich finden wir das auch in Jeremia 51 und dort Vers 52. Dort geht es dann nicht um die Gefangenschaft in Ägypten, sondern in Babylon. Jeremia 51 und dort Vers 52: "Darum sieh es kommen Tage, spricht der Herr, da ich über seine Götzen – es geht um die babylonischen Götzen – Gericht halten werde und in seinem ganzen Land werden tödlich Verwundete stöhnen. Gott hält Gericht an Babylon."
[30:02] Und das führt dazu, natürlich, wie wir wissen, dass die Israeliten aus Babylon wieder frei geworden sind. Aber nicht nur das, denn Jesaja 53, da geht es um das kernereignis des Evangeliums überhaupt, nämlich um Jesus, der unsere Sünden auf sich genommen hat und am Kreuz von Golgatha für uns dann gestorben ist. Hier wird das prophetisch vorhergesagt.
[30:29] Und dann steht in Vers 8: "In Folge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen." Wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen weggerissen. "Dinge Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen." In Folge von Drangsal und Gericht scheint also offensichtlich zu bedeuten, dass Jesus am Kreuz gestorben war, war eigentlich eine Folge des Gerichts.
[30:56] Es ist dann weggenommen worden, als durch das Gericht sozusagen, ist Jesus gestorben. Und wenn diese Textstelle vielleicht für uns noch nicht das ganze klar ausdrücken mag, dann wird das ganz deutlich, dass genau das gemeint ist. In Johannes 12 hat Jesus explizit gesagt, dass sein Tod am Kreuz ein Gericht gewesen ist.
[31:19] In Johannes 12, Vers 31 steht: "Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt; nun wird der Fürst dieser Welt, also der Satan, hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin – das ist ein Hinweis auf seine Kreuzigung – werde alle zu mir ziehen."
[31:36] Die Kreuzigung, die wir zu Recht als das Zeichen der oder als die Erlösung beschreiben, war gleichzeitig ein Gericht. Es ist also biblisch völlig unmöglich, Gericht und Erlösung voneinander zu trennen, denn Gott erlöst durch Gericht.
[32:03] Das muss man erst einmal sich durchdenken. Er erlöst durch ein Gericht. Er hat die Ägypter sozusagen, die Israeliten in Ägypten durch ein Gericht erlöst. Er hat die Israeliten in Babylon durch ein Gericht erlöst. Er hat er uns hier am Kreuz durch ein Gericht.
[32:19] Es war mein Gericht an den Feinden, ein Gericht an den Ägyptern, ein Gericht an den Babyloniern, ein Gericht an dem Satan. Denn Erlösung bedeutet ja, dass wir frei gemacht werden von dem Zugriff eines Feindes, der so stark ist, dass wir uns aus eigener Kraft nicht befreien können.
[32:41] Um uns also zu erlösen, muss gleichzeitig dieser Feind besiegt werden, so dass wir frei sind. Und deswegen gehen Erlösung und Gericht immer miteinander zusammen.
[32:55] Nun ist es aber auch sehr wichtig, dass, obwohl das Kreuz von Golgatha das zentrale Ereignis im Erlösungsplan gewesen ist, dass das nicht bedeutet, dass damit bereits alles Gericht vollendet ist. Derselbe Jesus, der gesagt hat, dass am Kreuz von Golgatha ein Gericht ergeht, nämlich ein Gericht über die Welt und zwar explizit über den Fürsten dieser Welt, der dort besiegt wird, dessen Kopf zertreten wird, um ein Bild von 1. Mose 3:15 zu sprechen, der hinausgeworfen wird, sagt Jesus gleichzeitig an anderer Stelle, dass es ein Gericht noch in der Zukunft geben wird.
[33:33] In Matthäus Kapitel 12 zum Beispiel, Vers 41: "Die Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und werden es verurteilen, denn sie taten Buße auf die Verkündigung des Jona hin. Und siehe, hier ist einer, der größer ist als Jona." Die Männer werden auftreten im Gericht. Das geschah nicht am Kreuz von Golgatha.
[33:52] Also Jesus hat nicht nur von einem Gericht gesprochen, so wie es verschiedene Gerichte typologisch sozusagen im Alten Testament gab, gibt es auch im Neuen Testament nicht nur das eine Gericht. Wir werden das im Laufe der Wochen auch noch sehen, dass das Gericht verschiedene Phasen auch hat.
[34:10] Und während Jesus zwar das Kreuz von Golgatha als ein Gericht, ein Gericht über den Satan bezeichnet hat, sah er auch sehr deutlich und hat das sehr deutlich gepredigt, dass es von ihm aus gesehen in der Zukunft ein Gericht geben wird. Ein Gericht, in dem jetzt nicht, ähm, der Satan vor Gericht sozusagen steht, sondern wo es um die Menschen geht, auch um Menschen, die eigentlich der Meinung waren, dass sie an Gott geglaubt haben, wie hier diese Städte, die ähm, sondern die Pharisäer, ja, die den Eindruck hatten, sie glauben an Gott, aber die jetzt im Gericht dann verurteilt werden, weil ihre Taten und Werke vor Gericht hervorgebracht werden, wie das Prediger 12 gesagt hat.
[34:56] Und deswegen wollen wir ein bisschen mehr noch genauer anschauen, was die Bibel alles über das Gericht sagt und wie das Gericht mit Gott zusammenhängt.
[35:04] Sitz einmal müssen wir feststellen, dass das Gericht eine Sache ist, die zu Gott gehört. In 5. Mose 1 und dort Vers 17 steht: "Im Gericht soll es kein Ansehen der Person geben, sondern ihr sollt den Geringen anhören wie den Großen und euch von niemand scheuen; denn das Gericht steht bei Gott." Gericht ist eine Sache, die Gott sozusagen erfunden hat und die zu ihm gehört.
[35:26] Wir können also in unserem Kopf niemals, wir dürfen niemals Gericht von Gott trennen. Das Gericht steht bei Gott.
[35:35] Und es gibt noch mehr interessante Aussagen, die in diese Richtung gehen, die uns vielleicht gar nicht so vertraut sind. In Psalm 9 und dort Vers 17: "Der Herr hat sich zu erkennen gegeben, hat Gericht gehalten; der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hände."
[35:56] Also hier sehen wir, dass Gott, indem er Gericht hält, sich zu erkennen gibt. Mit anderen Worten, man kann durch das Gericht Gottes Gott selbst besser verstehen, besser erkennen. Und ist es nicht so, dass die Erkenntnis Gottes das ewige Leben ist, sagt nicht Jesus in Johannes 17, Vers 3? "Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein war Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen."
[36:19] Wenn also die Botschaft ergeht: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen", dann ist das eine Einladung an alle Völker, Nationen und Sprachen, durch das Gericht Gottes Gott besser kennenzulernen.
[36:33] Im Gericht haben wir gesehen, es spielen die Zehn Gebote eine entscheidende Grundlage. Diese zehn Gebote beschreiben, wie Gott ist. Wir werden noch sehen, dass das Gericht nicht zu trennen ist von dem Evangelium. Und im Evangelium erkennen wir ebenfalls, wie Gott ist, wie sein Charakter und sein Wesen für unser Leben Bedeutung haben.
[36:56] Wer also sich mit dem Gericht beschäftigt, der lernt Gott besser kennen. Jesaja Kapitel 5 und dort Vers 16: "Aber der Herr der Heerscharen wird erhaben sein im Gericht, und Gott, der Heilige, wird sich als heilig erweisen in Gerechtigkeit." Gottes Gericht zeigt und offenbart, wie heilig er ist.
[37:25] Und in einer ähnlichen Art und Weise sagt Hesekiel Kapitel 39 und dort Vers 21: "Und ich will meine Herrlichkeit unter den Heidenvölkern erweisen, und alle Heidenvölker sollen mein Gericht sehen, das ich gehalten habe, und meine Hand, die ich an sie gelegt habe."
[37:45] Also Gottes Heiligkeit und Gottes Herrlichkeit werden sichtbar und offenbar durch das Gericht. Und es ist wohl kein Zufall dann, wenn wir in Offenbarung 18, Vers 1 lesen, dass dieser vierte Engel, der die dreifache Engelsbotschaft noch mal mit großer Kraft begleitet, die Erde erleuchtet mit seiner Herrlichkeit.
[38:11] Wenn nämlich also die Botschaft: "Fürchtet Gott und gibt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen" allen Völkern, Nationen und Sprachen gepredigt wird, dann wird die Herrlichkeit Gottes in der ganzen Welt sichtbar werden.
[38:24] Wenn wir also wollen, dass Gottes Charakter, sein Wesen, seine Herrlichkeit und Heiligkeit in der ganzen Welt sichtbar werden, dann müssen wir uns mit dem Gericht beschäftigen, so leben, dass deutlich wird, dass wir durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden und anderen Menschen von diesem Gericht erzählen.
[38:49] Interessanterweise sagt die Bibel in Hebräer 6, Vers 2, dass Gottes Gericht ewig ist. Das heißt, hier mit der Lehre von Waschung, von der Handauflegung, der Toten Auferstehung und dem ewigen Gericht. Wir haben schon gesehen im Zusammenhang mit dem ewigen Evangelium, dass es sehr viele Dinge gibt, die in der Bibel als ewig bezeichnet werden: Gottes Liebe, Gottes Gnade, Gottes Barmherzigkeit, Gottes Wort, Gottes Gesetz, all das und vieles andere.
[39:14] Wir haben das ja da aufgezählt, wird als ewig mit seinen, auch das Gericht wird als ewig mit seiner, denn auch das Gericht kommt von Gott und das Gericht hier hat ewige Konsequenzen. Das heißt nicht, dass das Gericht ewig dauern wird oder ewig Gericht gehalten wird, aber das Gericht hat ewige Konsequenzen.
[39:32] Gottes Gericht ist nicht einfach nur eine Ja, Gottes Gericht ist positiv. Gottes Gericht ist ewig.
[39:43] Und wie wir schon angedeutet haben, betrifft das Gericht Gottes alle Menschen. Jeremia Kapitel 25 und dort Vers 31: "Dort lesen wir: Es dringt ein Lärm bis an die Enden der Erde; denn der Herr hat einen Rechtsstreit, also mit den Heidenvölkern, erhält Gericht mit allem Fleisch. Die Gottlosen übergibt er dem Schwert, spricht der Herr Gott."
[40:07] Gottes Gericht betrifft alle Menschen. Deswegen müssen auch alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen von dieser Botschaft hören, weil Gottes Gericht alle Menschen betrifft.
[40:18] Wir haben gesehen: "Tötet Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus." Gott wird jedes Werk in ein Gericht bringen. In Prediger 12 haben wir das gelesen. Und auch Paulus sagt dasselbe, also im Alten und Neuen Testament gibt es da gar keinen Unterschied.
[40:31] Denn 2. Korinther Kapitel 5, Vers 10: "Wenn wir alle – auch die, die wir glauben, ja, Paulus nimmt sich damit hinein, auch die Korinther, die an Jesus glauben – wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse."
[40:50] Genau der gleiche Gedankengang, den wir in Prediger 12 gesehen haben. Jedes Werk, es sei gut oder böse. Wir alle müssen vor dem Richterstuhl offenbar werden. Und Paulus betont, wir hier wiederum, Paulus sieht das als ein zukünftiges Gericht. Er meint damit nicht das Gericht am Kreuz. Dann sagt er: "Wir dann hätte er sagen müssen: Wir sind offenbar geworden." Er sagt: "Wir müssen offenbar werden."
[41:13] Unsere Werke, die wir getan haben, nachdem wir die von der Erlösung gehört haben, nachdem wir das Kreuz in unser Leben angenommen haben, nachdem wir diese Erlösung für uns in Anspruch genommen haben, danach wird es ein Gericht geben, das zeigt, ob jetzt durch Gottes Gnade und Güte in unserem Leben tatsächlich Gutes entstehen durfte, oder ob wir das ganze nur behauptet haben, aber nie in unser Herz wirklich hinein gelassen haben.
[41:42] Alle Gläubigen, Paulus selbst, werden vor das Gericht gestellt werden. Kommen in das Geld. Und wenn Paulus in das Gericht kommt, der so stark für die Erlösung aus der Gnade durch den Glauben gestanden hat und gepredigt hat, dann wird es keinen Christen geben, der einfach so um das Gericht kommt. Ganz sicher. Paulus sagt: "Wir müssen alle vor dem Gericht offenbar werden."
[42:09] Interessantes Tier dieser Gedanke, ähm, vor dem Richterstuhl des Christus. Und das bringt uns einem interessanten Gedanken, den wir in Psalm 9 finden, im Psalm 9 und dort Vers 8. Das heißt es: "Aber der Herr thront auf ewig; er hat seinen Thron aufgestellt zum Gericht."
[42:33] Wenn also gerade Gericht hält, behalten wir es im Hinterkopf, wird gleich noch mal wichtig werden. Wenn Gott gerecht hält, dann stellt er einen Thron auf. Wir haben gesehen, wir werden vor dem Richterstuhl Christi offenbar im Gericht.
[42:46] Interessanterweise haben diese Gedanken mehrmals in der Bibel belegt, auch in Psalm 122. Psalm 122 und dort Vers 5: "Denn dort sind die Throne zum Gericht aufgestellt, die Throne des Hauses David." Da geht es hier jetzt um Jerusalem, ja, in Jerusalem wird Gericht gehalten für das ganze Volk Israel. Das sind die Throne des Hauses David.
[43:10] Das Haus David, das sind die Könige, die Könige in Jerusalem, die Nachkommen Davids. Interessanterweise war es ja so gewesen, dass im Alten Orient der König die oberste richterliche Instanz gewesen ist. Man konnte sich auch in Syrien oder anderen Orten direkt an den König wenden, wenn man mit einem Urteil eines, ja, einer unteren Instanz nicht zufrieden gewesen war.
[43:38] Eine Sache, die dann später auch bei den Römern auch noch so war. Auch dort war der Kaiser die oberste richterliche Instanz. Ein König war also immer auch ein Richter. Das sind ganz wichtiger Gedanke, den wir in unserem Kopf erstmal wir zusammenfügen müssen, weil in unserer heutigen politischen Landschaft in der Regel regierende und oberste Richter getrennt sind.
[43:58] Ja, aber im Alten Orient zur Zeit der Bibel, auch dann im römischen Reich, waren König und Richter oder Kaiser und Richter, das war eine gedankliche Einheit. Und das ist ganz wichtig, wenn man solche
[44:09] Und das ist ganz wichtig, wenn man solche drüber nachdenken, werden auch über Gott, der unser König ist, der auf dem Thron sitzt, und der auch einen Ton im Himmel hat, der auf ewig droht und König und Richter ist. Jesus, der unser König und unser Richter ist.
[44:29] Nun, wo oder schauen wir mal genauer noch, was im Gericht alles passiert. In 5. Mose, Kapitel 32, dort Vers 41 lesen wir: "Wenn ich mein blitzendes Schwert geschärft habe und meine Hand zum Gericht greift, so will ich Rache nehmen an meinen Feinden und Vergeltung über denen, die mich hassen." Die wird ganz deutlich, das Gericht Gottes richtet sich gegen seine Feinde. Beim Auszug aus Ägypten hat sich das Gericht Gottes gegen die Götter Ägyptens gerichtet. Beim Auszug aus Babylon, bei der Befreiung durch Kyros, hat sich das Gericht Gottes gegen die Götzen Babylons gerichtet. Bei unserer Erlösung durch das Blut Jesu am Kreuz von Golgatha hat sich das Gericht Gottes gegen den Satan gerichtet.
[45:22] Alle Menschen, die sich durch die Sünde gegen Gott stellen und sich zum Feind Gottes machen, werden irgendwann vom Gericht Gottes getroffen werden. Es richtet sich also gegen seine Feinde. Es richtet sich deswegen auch am Ende gegen die Sünde. Das sagt Paulus ganz deutlich in Römer Kapitel 2, und dort Vers 2: "Wir wissen aber, dass das Gericht Gottes der Wahrheit entsprechend über die ergeht, welche so etwas verüben." Und dann müssen wir nur vorher schauen am Ende von Kapitel 1, was dort alles an Sünden beschrieben wird. Alle, die Gott verachten, seine Gebote mit Füßen treten, werden von Gott gerichtet werden. In dem Sinne, dass er Gericht an ihnen üben wird. Das Gericht Gottes richtet sich gegen Gottes Feinde, gegen die Sünde, gegen die Sünder, die an der Sünde festhalten wollen.
[46:25] Deswegen sagt die Bibel in Psalm 1, Vers 5: "Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten." Aber es gibt noch eine andere Seite des Gerichtes. Im Psalm 76, und dort Vers 10, heißt es: "Wenn Gott sich erhebt zum Gericht, um also es ist das Ziel, was sie damit bezweckt, der Grund, warum das tut, um wenn Gott sich hebt zum Gericht, um zu retten alle Elenden im Land." Damit wir diese Idee, dass das Gericht gleichzeitig eine gute Botschaft ist für die, die Gottes Erlösung annehmen wollen. Er rettet im Gericht die Elenden im Land.
[47:23] Ähnlich sehen wir das in Joel Kapitel 4. Joel Kapitel 4, und dort Vers 2, heißt es: "Es da werde ich alle Heidenvölker versammeln und sie ins Tal Josaphat hinabführen, und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heidenvölker zerstreut und mein Land verteilt haben. Weil die gottlosen Heiden gegen Israel gekämpft haben, wird Gott für Israel gegen die Heiden kämpfen und zwar im Gericht." Das passiert dargestellt als die Schlacht im Tal Josaphat. In Offenbarung wird sie in Offenbarung 16 auch die Schlacht von Harmagedon genannt.
[48:07] In Vers 12 finden wir hier noch den Gedanken in Joel 4: "Die Heidenvölker sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinaufziehen. Dort will ich zu Gericht sitzen über alle Heidenvölker ringsum." Der ganze Kontext macht deutlich, dadurch wird die große Lemm und wird Israel, wird das Volk Gottes gerettet werden. Gottes Gericht ist ein Gericht an seinen Feinden zur Rettung seines Volkes.
[48:29] Diesen Gedanken finden wir immer und immer wieder in der Bibel. Und deswegen ist es wichtig, dass wir verstehen, wie wir persönlich auf dieses Gericht reagieren sollen, wie wir darauf uns ja, wie wir darauf antworten mit unserem Leben. In Habakuk Kapitel 1, Vers 12, da spricht von dem kommenden Gericht, das Gott angeordnet hat durch die Babylonier, was eine riesen Überraschung für alle ist, weil man damit niemand gerechnet hatte. Und dort heißt es in Habakuk 1, Vers 12: "Bist du, oh Herr, nicht von Urzeiten her, mein Gott, mein Heiliger? Wir werden nicht sterben. Herz zum Gericht hast du ihn eingesetzt und zur Züchtigung hast du Urteil bestimmt." Aber Gott versteht jetzt kommt ein Gericht, das hat damit zu tun, dass auch die Israeliten so viel gesündigt haben.
[49:19] Und jetzt die Frage: Was soll der Gläubige tun? Vers 4 in Kapitel 2 von Habakuk sagt: "Siehe, der Vermessene, unaufrichtig ist seine Seele in ihm. Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben." Durch den Glauben wird man im Gericht bestehen. Das Gericht kommt, aber Habakuk hat gesagt: "Wir werden nicht sterben, wir werden leben." Und in Vers 2 wird deutlich, warum durch den Glauben.
[49:47] Das Gericht Gottes, er wird über die Welt ergehen, aber durch den Glauben die Erlösung, die Jesus am Kreuz von Golgatha für sich in Anspruch genommen hat, der wird leben. Und diese Botschaft hier in Habakuk, das könnt ihr nachlesen in Vers 3. "Die soll aufgeschrieben werden, die soll auf Tafeln aufgeschrieben werden, ein prophetische Botschaft, die dann alle gut verstehen sollen, die geläufig gelesen werden soll." Also mit anderen Worten, die beim Laufen noch verstanden werden kann. Wenn man darauf schaut, mit anderen Worten, diese Botschaft soll weit verbreitet werden, soll den Menschen nahe gebracht werden, die Botschaft vom Gericht und der Hoffnung, dass jeder, der Glauben hat, im Gericht bestehen kann.
[50:28] Durch ja, durch den Glauben, weil Jesus für uns gestorben ist. Dieser Zusammenhang ist es vielleicht noch einmal wichtig zu betonen, dass also das Wort "Gericht" durchaus je nach Kontext auch verschiedene Bedeutungsnuancen hat. Wir finden zum Beispiel Jesus das Wort "Gericht" ausnutzen in Johannes Kapitel 9, und dort Vers 39. Dort steht: "Und jede Sprache, ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, damit die, welche nicht sehen, sehen werden, und die, welche sehen, blind werden." Hier ist das Gericht offensichtlich etwas, wo Jesus in die Welt kommt, um Menschen zu einer Entscheidung zu führen, um denen zu helfen, die sich helfen lassen wollen, und denen, die ihn ablehnen, dann in ihrer ja, in ihrer Ablehnung dadurch werden sie sich verhärtet.
[51:19] Dieses Gericht ist sozusagen Gottes Handeln, das jeden Menschen zu einer Entscheidung bringt. Das Verborgene wird offenbar, die Erlösung wird angeboten und dadurch gibt es auch die Möglichkeit der Reinigung und Wiederherstellung der Übrigen, wie das in Jesaja beschrieben wird. Jesaja 4, und dort Vers 4 steht: "Ja, wenn der Herr den Schmutz der Töchter Zions abgewaschen und die Blutschuld aus der Mitte hinweggetan hat durch den Geist des Gerichts und den Geist der Verzögerung." Durch Gericht, durch so ein Gericht, wo Gott uns nahe kommt, möchte er die Sünde wegtun, er möchte die falsche an wegtun und uns reinwaschen. Ja, er möchte uns vor eine Entscheidung stellen.
[51:59] Gleichzeitig wird das Wort "Gericht" aber auch von Jesus in einem Sinne verwendet, der etwas anders ist. In Johannes 12, und dort Vers 47, heißt es: "Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette." Manchmal verwendet Jesus das Wort "richten" nicht im Sinne von jemand zu einer Entscheidung führen, oder ja, lösen durch Gericht, sondern er fällt das Wort "Gericht" auch im Sinne von Verurteilung. Das ist natürlich ganz deutlich auch, wenn man Johannes 5, Vers 20, wenn er also sagt: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn mein Wort hört und dem glaubt, nämlich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht." Das bedeutet, er wird nicht mehr verurteilt, sondern ist vom Tod zum Leben durchgedrungen.
[52:50] Paulus hat ganz deutlich gesagt, und jetzt hat auch gesagt, alle Menschen kommen in ein Gericht. Aber hier meint das Wort "Gericht" eine Verurteilung, manchmal auch einfach nur ein verloren sein, von von von sowieso schon ein verloren sein. In Vers 18 von Johannes 13 z.B.: "Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet. Wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, der ist schon verloren, weil er sich nicht, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat."
[53:17] Also halten wir fest, vor allem im Johannesevangelium verwendet Jesus öfter mal das Wort "Gericht" im Sinne von Verurteilung. Ja, das hat also eine einen anderen Bedeutungsschwerpunkt. Gleichzeitig haben wir schon gesehen, gibt es auch die Bedeutung neben dieser diesen allgemeinen Bedeutung, dass durch das Gericht Menschen zu Entscheidung gebracht werden und entweder sich für die Erlösung oder für die Verdammnis entscheiden. Und die zweite Bedeutung, das Gericht auch einfach das Verdammungsurteil bedeuten kann oder das verloren sein.
[53:45] Gibt es auch die Bedeutung eines historischen Ereignisses, in das alle Menschen betrifft. In der Apostelgeschichte 17, Vers 31, sagt Paulus: "Weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat." Also, sowie im Deutschen auch das Wort "Birne" verschiedene Dinge bedeuten kann, so kann auch das Wort "Gericht" in der Bibel verschiedene Bedeutungsnuancen haben.
[54:16] So, wobei die zum Teil noch mehr miteinander zu tun haben, als die verschiedenen Bedeutungen von von Birne in Deutschland. Natürlich, was ganz wichtig, dass wir nicht eine einzelne Bedeutungsebene nehmen und dann auf alle Texte projizieren, weil dann kommen wir zum massiven Widersprüchen und dann wird die Botschaft vom Gericht falsch verstanden. Also, ganz wichtig, dass wir immer anschauen, was wird auch im Kontext gesagt. Und geht es jetzt um ein um das Gericht im Himmel, das in Endzeit ist? Geht es um das allgemeine Gerichtshandeln Gottes an den Menschen, um sie zu Entscheidung zu bringen? Oder geht es um die Verurteilung, also eine ein Gericht im Sinne einer Verurteilung?
[54:54] Alles hängt natürlich miteinander zusammen und alles wird auch am Ende eine Rolle spielen, denn dort findet ein himmlisches Gericht statt, am Ende der Zeit, ein reales, und dem wir alle offenbar werden. Durch diese Botschaft kommt aber Gott quasi durch sein Gerichtshandeln zu uns und bringt uns zur Entscheidung. Und die Menschen, die diese Entscheidung dann ab oder dieses Angebot der Erlösung ablehnen, werden dann auch tatsächlich gerichtet im Sinne von, sie werden verurteilt werden. Die diese drei Bedeutungen hängen also auch natürlich miteinander zusammen.
[55:27] Wir wollen aber jetzt hier zum Schluss noch einmal über dieses Gericht selbst mehr Gedanken machen, dass im Himmel stattfinden wird, das der Zukunft von Paulus gesehen aus stattfinden würde. Und dazu gehen wir kurz zu Daniel Kapitel 7.
[55:43] In Daniel Kapitel 7 finden wir eine ganz interessante Beschreibung, eine ganz besonderen Vision. Dort lesen wir Vers 1: "Im ersten Jahr Bel-Schazzars, des Königs von Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. Er schrieb den Traum sogleich auf, und dies ist der vollständige Bericht." Daniel begann: "Ich sah bei Nacht in meinem Gesicht, und siehe, die vier Winde des Himmels brachen los auf das große Meer." Die Winde des Himmels sind Symbol für Schädigungen, das kann man Offenbarung 7, Vers 1 bis 3 deutlich sehen. Das große Meer auf morgen, die Sprachen, die also geschädigt werden, und wodurch schädigen sich Völker? Sie schädigen sich durch Krieg. Aber wir machen die bisher sich am Ende immer das kriegt die deutlich machen, dass hier auch kriegt dann durch insbesondere Krieg auch durch den Wind ja mit mitgedacht ist.
[56:37] Und das führt in fast drei dazu, und viel große Tiere stiegen aus dem Meer empor, jedes verschieden vom anderen. 23 verdeutlicht diese vier Tiere sind vier Weltreiche, die die Weltherrschaft anstreben, die also durch Kriege unter den Nationen an die Oberfläche kommen.
[56:57] Fest für das erste gleich einem Löwen, hatte Adlerflügel. Ich schaute, bis ihm die Flügel ausgerissen wurden und es von der Erde aufgerichtet und wie ein Mensch aufrecht auf seine Füße gestellt wurde und wie ihm ein menschliches Herz gegeben wurde. Hier handelt es sich um das neue babylonische Reich. Es kann man durch Bibelverse ganz deutlich zeigen, die dem sende meines Skripts haben und die Details könnte hier dann nachlesen, was das alles bedeutet.
[57:18] Fast fünf und sie das andere zweite Tier, gleich einem Bären, und es war nur auf einer Seite aufgerichtet und hatte drei Rippen in seiner Mauer zwischen seinen Zähnen. Und es wurde zu ihm so gesprochen: "Steh auf und frisst viel Fleisch." Ja, handelt es sich um das Königreich der Meder und Perser. Die drei Rippen sind Lydien, Babylon und Ägypten, die von den Medern und Persern erobert worden sind.
[57:42] Dann kommt der Panther. Danach schaut dich weiter und sie ein anderes Tier wie ein Panther, das hatte vier Vogelflügel auf seinem Rücken, auch vier Köpfe hatte dieses Tier und ihm wurde Herrschaft verliehen. Das war das makedonische Alexanderreich, die Griechen, die dann in verschiedene nachfolgereiche aufgeteilt worden sind, vier Stück, nämlich die sogenannten hellenistischen Reiche.
[58:03] Der dir doch ein, dann ein schreckliches Tier in Vers 7. Danach, nach diesem, sah ich in den Nachtgesicht und siehe, ein viertes, furchterregend, schrecklich und außerdem ordentlich stark. Es hatte große eiserne Zähne, fraß uns und zwar das übrigens mit den Füßen. Es war ganz anders als alle Folgen Tiere und hatte zehn Hörner. Wenn ihr euch für die historische Details all dessen interessiert, haben dem seine Manuskript einen Vortrag auf YouTube aus der Reihe Omega, einer Vortragsreihe über die biblische Botschaft für unsere Zeit, und da werden all diese Verse im Detail mit historischen Fakten untermauert und illustriert und genauer erklärt.
[58:42] Auch der Vers 8. Jetzt also, wir haben hier diese schreckliche Tier, das römische Reich mit den zehn Hörnern, das sind die germanischen Nachfolgereiche des römischen, des weströmischen Reiches. Und dann haben wir Vers 8: "Während ich acht gehabt auf die Hörner, siehe, da steht ein anderes kleines Horn zwischen denselben auf, und drei der vorherigen Hörner wurden vor dem ausgerissen. Und siehe, dieses Horn hat Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redet."
[59:03] Sich, hier geht es um den römischen Kirchenstaat, die genau historische und typische Begründung, wie gesagt, in diesem Video dazu.
[59:09] Und dann in Vers 9 heißt es: "Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden." Wir erinnern uns, Throne werden aufgestellt zum Gericht. "Und ein Hochbetagter sich setzte, dann gewandt, was schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle, sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging vor ihm aus. Tausend Mal Tausende dienten ihm und 10.000 Mal 10.000 standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet."
[59:36] Das ist genau das Gericht, von dem Prediger gesprochen hat, und von dem Paulus gesprochen hat, und von dem auch Jesus gesprochen hat. Es findet jetzt statt, nach dem das Papsttum, dass der römische, römische Kirchenstaat eine lange Zeit regiert hat, nämlich 1260 Jahre. Das wird deutlich, wenn man Daniel 7 und Offenbarung 12 und so weiter miteinander vergleicht.
[1:00:01] Heute nicht genau das Thema, nur dass sie das auch einmal schon gehört hat. Interessanterweise findet dieses Gericht offensichtlich im Himmel statt. 1.000 Mal 1.000, 10.000 Mal 10.000 werden erklärt in Offenbarung 5, Vers 11 als die Engel Gottes. Und die Szenerie ist extrem beeindruckend. Was besonders auffällt ist das viele Feuer, was dort im Gericht eine Rolle spielt. Das Feuer ist ein Symbol der ewigen Liebe Gottes.
[1:00:27] In Hohelied heißt es, dass er die Liebe Gottes, dass die Liebe ein die Flamme Gottes ist. Nein, nein, nein, ein Feuer. Und diese Liebe wird in Jeremia 31,3 als ewig bezeichnet. Und das haben wir gelernt, ist letztendlich nichts weiter als eine Beschreibung des Gesetzes Gottes. Gott ist immer derselbe. Wenn also hier das Feuer beim Gesetz eine große Rolle spielt, dann soll das auch deutlich machen, dass Gottes Gesetz ganz entscheidend die Grundlage ist.
[1:00:59] Wir wissen, dass die Tafel mit den zehn Geboten in der Bundeslade gewesen sind, im Allerheiligsten, dort wo sozusagen der Thron Gottes dargestellt worden ist. Die Idee ist sozusagen, dass Gottes Gesetz, sein gerecht, die Grundlage seiner Herrschaft und damit auch die Grundlage seines Gerichtes ist.
[1:01:16] Denn der Richter ist der, der König. Und hier werden jetzt Bücher geöffnet. Und diese Bücher sind ganz entscheidend. Offenbarung 20, und dort Vers 12 wird uns gesagt, was diese Bücher enthalten. Es steht hier: "Und ich sah die Toten, klein und groß, vor Gott stehend. Und die Bücher wurden geöffnet, denn ein Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben steht."
[1:01:43] Also die Bücher enthalten genau das, was jetzt im Gericht gerichtet wird, nämlich die Werke. Aber nicht nur die Werke im Sinne von Taten, also von Handlungen. In Matthäus 12, und dort Vers 37 heißt es: "Nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt und nach deinen Worten bist du verurteilt werden." Als auch die Worte kommen in das Gericht.
[1:02:05] Mehr noch, Hebräer 4, Vers 12 sagt uns, dass das Wort Gottes eine Richter ist, der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Mit anderen Worten, auch unsere Gedanken werden gerichtet, unsere Einstellungen, unsere Haltungen, unsere Motivation werden gerichtet. Sogar unsere Emotionen.
[1:02:23] In Psalm 56, und dort Vers 9 steht: "Du zählst, wie oft ich fliehen muss. Sammle meine Tränen in deinen Schlauch. Stehen sie nicht in deinem Buch?" Wenn Gott Gericht hält, dann schaut er sich den gesamten Menschen an, nicht nur, dass das hier gemacht haben. Er sieht, was wir gedacht haben, was wir gefühlt haben. Gott ist nicht ein kalter, äußerer Richter, der einfach nur nach Schema F urteilt, sondern er schaut sich an, wie wir sind, was wir gesagt haben, was wir gedacht haben, was wir getan haben, wie wir dabei gefühlt haben. All das wird im Gericht mit berücksichtigt. Jede Träne ist bei Gott aufgeschrieben.
[1:03:02] Auch all das, was wir miteinander erlebt haben, die sozialen Interaktion stehen in diesen Büchern verzeichnet. In Maleachi Kapitel 3, Vers 16 steht: "Da besprachen sich die miteinander, welche den Herrn fürchteten, und der Herr achtete darauf und hörte es. Und ein Gedenkbuch wurde für sie geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und seine Namen hochachten." Man könnte sagen, die fürchten und ihm die Ehre geben, sie werden verzeichnet. Und das, was sie miteinander gesprochen haben, wird verzeichnet.
[1:03:31] Und dann sagte die Bibel, wir haben jetzt gerade schon gelesen, Offenbarung 20, Vers 12. Das ist doch ein anderes Buch gab, nicht nur die Bücher, in dem all das steht, dass wir getan, gesagt, gefühlt, gedacht, gemacht haben, sondern es gibt ein Buch des Lebens. Sagte die mit ein anderes Buch, das von diesen zu unterscheiden ist. Und in Offenbarung 13, Vers 8 lesen wir mehr erfahren wir mehr über dieses Buch des Lebens.
[1:03:58] Das heißt es auf Morgen 8: "Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist von Grundlegung der Welt an." Das Buch des Lebens gehört also Jesus. Er ist das Lamm, das für uns gestorben ist. Dieses Buch ist also direkt verknüpft mit dem Tod Jesu für uns.
[1:04:22] durch das durch den Tod Jesu bekommen wir ewiges Leben und deswegen heißt dieses Buch das Buch des Lebens. In Jesaja 4 und dort Vers 3 finden wir einen Typus für dieses Buch in folgender interessante Aussage: Jesaja 4 und dort Vers 3: „Und es wird geschehen, jeder Übriggebliebene in Zion, also die Übrigen, und jeder übrig Gelassene in Jerusalem wird heilig genannt werden, jeder, der zum Leben eingeschrieben ist in Jerusalem.“ Übrigens ist dann im nächsten Vers kommt, dass sie gereinigt worden sind durch den Schmutz und von der Blutschuld durch den Geist des Gerichts. Also haben wir sozusagen den Geist des Gerichts, wir haben Gott, hält Gericht, reinigt dadurch, er bringt die Botschaft zu den Menschen und jeder, der im Glauben das annimmt, der wird gereinigt, der wird wiederhergestellt, der wird heilig gemacht und ist eingeschrieben im Buch des Lebens. Er gehört zu den Übrigen, die dann in Jerusalem aufgeschrieben sind.
[1:05:20] Und all das bezieht sich auf das Neue Testament oder im Neuen Testament auf das himmlische Jerusalem. Wenn in Hebräer 12 Vers 22 und 23 steht: „Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zur Festversammlung und zur Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind.“ Das heißt, es gibt ein Buch des Lebens, wo alle diejenigen vor den Engeln eingeschrieben sind, die sich zu Jesus bekannt haben, die durch den Geist des Gerichts erlöst worden sind.
[1:05:56] Und jetzt in dem historischen, in dem himmlischen Gericht vor am Ende der Zeit offenbar werden als diejenigen, die Gottes Gerichts-Botschaft angenommen haben. Wie kommen wir dort in dieses Buch? Paulus sagt: „Unser Bürgerrecht ist im Himmel.“ Mit anderen Worten, wir sind eigentlich auf dieser Erde nur Fremdlinge. Und wann ist das so? Jesus sagt in Johannes 3 zu Nikodemus: „Wann man Eingang findet in das Reich Gottes?“ Jerusalem ist ja die Hauptstadt des Reiches Gottes. Wie kommt man dorthin? Wie kommt man in dieses Buch hinein? Wird man hineingeschrieben durch den ganz einfachen, ganz einfache Antwort: Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Vers 5: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.“ Durch die Wiedergeburt, durch die Bekehrung, durch die Taufe, die Erfüllung mit dem Heiligen Geist werden wir eingeschrieben in das Buch des Lebens.
[1:07:04] Mitten in diesem Gericht, wo die Bücher aufgetan werden, kommt plötzlich der, dem dieses Buch des Lebens gehört. Er ist der Erlöser und er scheint hier mitten im Gericht. Und Daniel 7 Vers 13: „Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Er kommt nicht, er kommt als Mensch und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königreich verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königreich wird nie zugrunde gehen.“ Jesus erscheint als Menschensohn im Gericht als Mensch und er wird zum König gekrönt. Und wenn er zum König gekrönt wird, dann ist er auch Richter. Und deswegen sagt die Bibel interessanterweise in Johannes Kapitel 5 und dort Vers 22: „Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben.“ Im Gericht wird Jesus zum König gekrönt und er wird Richter.
[1:08:06] Er richtet uns und zwar als der Mensch, der ist, der auf dieser Erde gelebt hat. Der genau weiß, wie es in dieser sündenkranken Welt zugeht. Der weiß, wie sich anfühlt, angefochten zu sein, müde zu sein. Der weiß, wie sich anfühlt, vom Satan attackiert zu werden. Er ist unser Richter. In Hebräer 4 Vers 14 bis 16 lesen wir: „Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde. So lasst uns nun mit Freiwilligkeit hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.“ Jesus ist versucht worden, er ist ein barmherziger, ein mitfühlender Richter. Nicht kalt, nicht einfach distanziert, sondern einer, der alles miterlebt hat und der uns gezeigt hat, wie man in dieser Welt durch Gottes Hilfe Sünde nicht tun muss.
[1:09:24] Jesus ist unser Fürsprecher. Wie gesagt, 1. Johannes 2 Vers 1: „Ich schreibe euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher beim Vater.“ Mit anderen Worten, der, der für uns spricht, der unser Anwalt ist, der uns verteidigt, der für uns gestorben ist, der sein Leben von uns gegeben hat, der richtet uns. Wer kann also im Gericht verurteilt werden? Nur der, der sich gegen seinen Anwalt stellt, nur der, der sich von Jesus distanziert, nur der, der gegen Jesus kämpft. Wer sich an Jesus klammert, egal wie schwach, wie klein, wie viele Fehler in seinem Leben auch gemacht hat, weiß ich, an Jesus klammert und an ihn glaubt und ihn festhält, den wird Jesus in diesem Gericht verteidigen, denn er ist für ihn gestorben. Und Jesus wird ihm das Leben geben. Wer an Jesus glaubt, der kommt nicht ins Gericht in dem Sinne von, er wird nicht verurteilt, sondern er wird gerettet.
[1:10:25] Das Buch des Lebens haben wir gesehen, enthält Namen. Mose hat einmal angeboten, dass sein Name gestrichen wird aus dem Buch, um das Volk zu retten. In 2. Mose 32 Vers 33 lesen wir: „Und nun vergib ihnen doch ihre Sünde. Wenn aber nicht, so tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast.“ Da heißt es weiter: „Der Herr sprach zu Mose: Ich will den aus meinem Buch tilgen, der gegen mich sündigt.“ Bewusstsein, wenn wir sündigen, wir gegen Gott, wir machen uns zum Feind Gottes. Wir haben gesehen, das Gericht Gottes richtet sich gegen seine Feinde. Am Kreuz von Golgatha hat sich Gottes Gericht gegen den Feind, gegen Satan gerichtet, und er hat uns die Möglichkeit gegeben, erlöst zu werden durch das Blut Jesu.
[1:11:13] Können wir einen Neuanfang machen? Wenn jetzt aber ein Mensch behauptet, Jesus nachzufolgen und sich als Christ ausgibt, aber in seinem Leben weiter sündigt und an der Sünde fesselt und sie nicht überwinden will, der sagt, dass er in seinem Herzen eigentlich immer noch die Feindschaft gegen Gott aufrechterhält und im Gericht, dass ich gegen Gottes Feinde wendet, wird Gott und der Tränen derjenige, denjenigen, der sich als sein Freund ausgibt, aber als sein Feind lebt, aus dem Buch des Lebens streichen müssen. Denn es steht dort nur, weil er mal diesen Namen bekannt hat, Jesus, aber nicht diese Gnade angenommen hat, nicht sich hat verändern lassen, nicht durch den Geist des Gerichts reinwaschen worden ist.
[1:11:58] Und so werden Menschen, die im Buch des Lebens gestanden haben, wieder hinausgestrichen werden. Aber was wird mit den Übriggebliebenen? Lesen wir Jesaja 54, gleich am Ende angelangt. Jesaja 54 und dort Vers 17: „Keine Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen, und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen.“ Ja, auch ein Gläubiger kommt in das Gericht, aber nur, um dort freigesprochen zu werden. Ein Gläubiger kommt ins Gericht, damit sich der wird vor allen Engeln, dass sein Leben verändert worden ist, dass er die Gnade Gottes, die Kraft des Evangeliums in seinem Herzen angenommen hat und das seine Gedanken, seine Einstellung, seine Motive, seine Emotionen, sogar seine Worte und dann auch seine Taten offenbart, dass Jesus in ihm lebt. Das Gericht bringt das zum Ausdruck. Das Gericht zeigt die Frucht des Evangeliums und deswegen ist es untrennbar verbunden von dem ewigen, es ist Teil des ewigen Evangeliums. Das ist das Erdteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil wird. Die Gerechtigkeit Gottes offenbart sich im Evangelium, das ewige Evangelium. Da haben wir Römer 1 Vers 16 und 17 gelernt, enthält die Gerechtigkeit Gottes. Und diese Gerechtigkeit Gottes führt dazu, dass wir im Gericht nicht mehr verurteilt werden.
[1:13:43] Und deswegen ist die Botschaft von der Stunde des Gerichts Teil des ewigen Evangeliums. Gott lädt alle Menschen ein, die Erlösung durch Jesus anzunehmen, damit sie im Gericht nicht verurteilt werden, sondern sichtbar wird, dass sie Gott ihre gegeben haben, ihn an die erste Stelle gesetzt haben und aus Dankbarkeit seine Gebote halten. Und deswegen im Himmel nicht wieder einen großen Kampf auslösen werden, sondern sich an den Himmel genommen werden können. Deswegen vor allen Dingen, die natürlich auch ein Interesse daran haben, wann findet dieses Gericht statt? Wir haben gesehen, Paulus sagt, es ist zukünftig aus seiner Sicht mehrmals. Sagt er das in der Bibel wird immer wieder deutlich. Aus Sicht der Apostel war dieses Gericht noch zukünftig. Aber Offenbarung 14 Vers 7 sagt er ganz deutlich: „Die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Und dann kommt in Vers 14, 15 die Wiederkunft. Wir haben gesehen die drei Engelsboten, das haben wir in einer der folgenden sehen, die drei Engelsbotschaften leiten die Wiederkunft ein. Wenn also in der ersten Engelsbotschaft das heißt, die Stunde seines Gerichts ist gekommen, dann muss das schon vor der Wiederkunft sein.
[1:14:45] Und das wird ganz deutlich dadurch, dass Jesus noch mal 14 Vers 14 als gekrönter König wiederkommt. Und Offenbarung 14 und dort Vers 14: „Und ich sah und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der gleich einem Sohn des Menschen. Er hat auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.“ Und wir haben gerade gesehen in Daniel 7, wann Jesus gekrönt wird, wann er zum König gemacht wird im Himmel, nämlich während des Gerichtes, wenn er zu dem Hochbetagten kommt, wenn sich das Gericht setzt, die Bücher aufgetan werden, dann wird Jesus in diesem Gericht zum König gekrönt. Wenn er als gekrönter König wiederkommt, muss das Gericht vor der Wiederkunft stattfinden. Und deswegen ist eine entscheidende, entscheidendes Element der drei Engelsbotschaft die Lehre von einem Vor-Wiederkunfts-Gericht.
[1:15:39] Wann genau stattfindet wird oder wann stattgefunden oder wann es begonnen hat, das werden wir in der nächsten Folge, nächste Woche gemeinsam studieren. Das wird sehr spannend werden. Bitte seid unbedingt dabei. Wir werden das auch historisch versuchen, deutlich zu illustrieren. Für heute wollen wir mit diesem Vers enden in Prediger Kapitel 8 und dort Vers 5. In Prediger, wir haben mit Prediger angefangen, wir wollen eine Predigt enden. In Prediger 8 Vers 5 dort sagt der weise Salomo: „Wer das Gebot bewahrt, Zehn Gebote, das Gesetz Gottes, wer das Gebot bewahrt, der will nichts von einer bösen Sache wissen. Er muss nicht nur dich nicht, sich nicht nur zwingen, sie nicht zu tun, sondern er will nichts davon wissen.“ Das ist echte Gottesfurcht, das bedeutet ihm die Ehre zu geben und das Herz des Weisen weiß und Zeit und Gericht. Das Denken eines wahrhaft weisen, eines wahrhaft Gläubigen, das denkt auch an das Gericht, denn er lebt so, wie er redet und handelt so, wie einer, der durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden soll.
[1:16:46] Möchtest du, lieber Freund, liebe Freundinnen, heute durch den Alltag gehen und heute so leben, dass dir bewusst ist, dass es ein himmlisches Gericht gibt vor der Wiederkunft, in dem sichtbar werden soll, dass du von ganzem Herzen die Erlösung angenommen hast, dass Jesus in dir wirken durfte, dass du von einer bösen Sache nichts mehr wissen willst, dass du Gottes Gebote halten möchtest durch seine Kraft und dass du die Botschaft von dieser guten Nachricht, das Gericht ist, allen Menschen weitersagen möchtest?
[1:17:17] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns lieb hast. Danke für die Botschaft von dem Gericht. Danke, dass in der ganzen Bibel, dass du deutlich erklärt wird und das ist noch so viel interessante Facetten gibt, die wir noch weiter studieren können, dass sie wissen, alle Ewigkeit nicht aufhören werden. Die Tiefen des Erlösungsplanes zu verstehen. Und heute wollen wir uns ganz deutlich vor Augen halten: Es gibt ein Gericht. Es ist Teil des Evangeliums. Ja, es gibt niemals Evangelium ohne Gericht. Und dieses Gericht, das ist eine reale Sache. Das findet im Himmel statt vor der Wiederkunft, denn wenn Jesus wiederkommt, das sagte Liebe ganz deutlich, wird er seinen Lohn mit sich bringen, dann ist jeder Fall entschieden. Und deswegen wollen wir heute unsere Herzen dir zuwenden. Wir möchten heute wieder am Anfang gesprochen haben, die Botschaft von Gericht, die Botschaft des Evangeliums, die Botschaft von dir zur Priorität, unserem Lehrer, unserem Leben machen. So Summe aller Lehre, das ist nichts gibt, kein Buch, kein Film, keine Musik, keine Arbeit, kein Hobby, kein Mensch, nichts, was uns wichtiger ist als die Botschaft des Evangeliums. Das möchte ich für mich ganz persönlich bitten, und ich denke, ganz viele von uns, die wir jetzt hier das auch sehen und später sehen und studieren, haben genau den gleichen Wunsch. Bitte, fülle uns mit deinem Heiligen Geist. Gott, dass wir wissen dürfen, Jesus, unser bester Freund im Gericht für uns einsteht und dass er das Urteil fällen wird, weil er uns am besten kennt. Wir wollen heute mit ihm leben. Hab Dank dafür. Amen.
[1:19:01] Damit verabschieden wir uns heute. Wünschen euch Gottes reichen Segen im Studium seines Wortes, bis zum nächsten Mal, wenn wir über die Stunde seines Gerichts weiter studieren werden. Gott mit euch.