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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_Manuskript_2023 2nd Nr 6

In dieser Folge der „Drei kosmischen Botschaften“ taucht Christopher Kramp tiefer in die Bedeutung der „Stunde seines Gerichts“ ein. Anhand von biblischen Prophezeiungen aus Daniel 7 und 8 wird die historische Entwicklung von Weltreichen wie Medo-Persien, Griechenland und Rom beleuchtet. Das Video erklärt, wie diese Reiche mit den prophetischen Darstellungen korrespondieren und wie Rom eine zentrale Rolle im Kontext des Gerichts spielt. Es wird die Frage beantwortet, wann genau dieses Gericht begann und warum das Verständnis dafür entscheidend ist.


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Serie: CSH 2023 Q2 Spezial - Drei kosmische Botschaften

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Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Zur sechsten Folge und zwar der Spezialserie "Drei kosmische Botschaften". Wir sind dabei, die berühmte und topaktuelle dreifache Engelsbotschaft aus Offenbarung 14, ab Vers 6, im Detail biblisch zu studieren.

[1:06] Wir haben uns in der letzten Folge Gedanken gemacht über die Bedeutung des Gerichtes, denn in der dreifachen Engelsbotschaft heißt es in der ersten Botschaft in Vers 7 von Offenbarung 14: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen." Und wir haben uns sehr viel Gedanken darüber gemacht, was das Gericht in der Bibel bedeutet und was das mit unserem Leben zu tun hat.

[1:32] Heute, in dieser sechsten Folge, mit der wir uns auf das Bibelgespräch am 6. Mai vorbereiten wollen, möchten wir den Fokus auf den anderen Aspekt dieser Phrase legen, nämlich auf "die Stunde seines Gerichts". Die Frage also soll im Raum stehen und steht im Raum, die wir beantworten wollen: Wann genau beginnt dieses Gericht?

[1:56] Wir haben ja gelernt, dass das Wort "Gericht" in der Bibel auch eine allgemeine Bedeutung hat. Gott handelt allgemein, wenn er erlöst, auch durch Gericht. Das Wort "Gericht" bedeutet auch Verurteilung in bestimmten Kontexten. Ähm, wenn ein Mensch gerichtet wird, bedeutet das dann, dass er nicht erlöst ist. Aber es gibt auch die Idee, und die ist sehr deutlich in der ganzen Bibel zu sehen, im Evangelium, bei Paulus, im Alten Testament, dass es ein Gericht vor der Wiederkunft gibt, in dem alle Menschen offenbar werden, sagt Paulus nach seinem Evangelium, wo die verborgenen Werke der Menschen offenbar werden, sagte Salomo in Prediger. Dieses Gericht, von dem Jesus auch spricht, als im zukünftigen Gericht, das haben wir gesehen, muss vor der Wiederkunft stattfinden. Und weil nämlich in diesem Gericht Jesus als König gekrönt wird, weil er auch Richter ist, und dann Jesus bei der Wiederkunft als König wiederkommt und die uns Offenbarung 22 dann sagt, auch seinen Lohn mit sich bringt.

[2:59] Wir wollen also die Frage stellen heute: Wann genau beginnt oder begann dieses Gericht vor der Wiederkunft? Und das wird uns auch wieder in die Prophetie führen. Das wird uns auch ein wenig auf die Seiten der Geschichtsbücher führen. Und es wird sehr interessant werden. Und ich hoffe, dass ihr alle das gut dann mitverfolgt und studiert werden und auch nachstudiert, um das wirklich ganz fest zu verstehen. Ich glaube, dass diese Botschaft auch ein ganz wesentliches Element des ewigen Evangeliums ist und dass wir sie heute verstehen müssen.

[3:35] So wie damals zur Zeit von Jesus es eine Botschaft gab, die prophetisch mit prophetischen Daten verankert war, gibt es auch heute eine Botschaft, die mit prophetischen Daten verankert ist. Und deswegen ist es für jeden, der sich wirklich für die biblische, also das biblische ewige Evangelium interessiert, absolut entscheidend, biblisch, prophetisch auch zu wissen, was das Datum des Gerichts ist. Denn es heißt ja, wir sollen alle Menschen diese Botschaft predigen, dass die Stunde seines Gerichts gekommen ist. Und deswegen müssen wir das verstehen.

[4:08] Und ich lade uns alle ein, dass wir jetzt Gott einladen, dass er unser Denken leitet, dass er uns die Wahrheit so klar erklärt, das Ganze, egal ob wir jetzt sehr für Geschichte interessieren oder eher weniger, ob wir uns gut in der Prophetie auskennen oder nicht, dass wir alle das entscheidende verstehen, mitnehmen, umsetzen können und anderen erzählen können. Lass uns gemeinsam beten.

[4:32] Lieber Vater im Himmel, danke für dein Wort, danke für die prophetische Botschaft, danke für die für die Botschaft, die uns Offenbarung 14 zeigt. Und dass wir in dieser letzten Zeit vor der Wiederkunft von dir nicht im Stich gelassen werden, sondern dass uns genau die Dinge zeigst, die wirklich wichtig für uns sind. Wenn der Satan von allen Seiten versucht, uns zu verwirren, zu verunsichern, in die Irre zu führen. Wir möchten hier Danke sagen, dass wir uns auf dein Wort verlassen können. Wir möchten nichts anderes heute lesen und verstehen, als die ganz simple, klare, biblische, fundierte Adventsbotschaft, die uns froh macht, glücklich macht und stärkt unser Vertrauen auf dich, vertieft, dass wir noch enger mit dir verbunden sind. Das bitten wir und darum, darauf kommt es an.

[5:22] Und dass wir deinen Charakter besser verstehen. Ja, das bitten wir dich, dass du das jetzt durch das Studium des prophetischen Wortes tust, dass wenn wir das lesen, studieren, nicht nur Zahlen sehen, das und sondern dass unsere Liebe zu dir wächst. Und dafür danken wir dir für deinen Heiligen Geist, dass du das möglich machen wirst. Und bitten dich, dass das so eine Erweckung führt in unseren eigenen Reihen und dazu, dass die Herrlichkeit deines Charakters der ganzen Welt offenbar wird. Segne uns jetzt im Studium und hat Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[5:54] Wir beginnen, wie immer, in Offenbarung 14 und dort Vers 6 und 7. Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Wir haben schon in früheren Folgen gesehen, was dieses ewige Evangelium alles mit sich bringt. Er sprach mit lauter Stimme: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre."

[6:22] Wir nennen uns "fürchtet Gott" bedeutet, ihn an die erste Stelle in unserem Leben zu setzen, aus Liebe und Dankbarkeit dafür, dass er uns an die erste Stelle in seinem großen Plan gesetzt hat, dass er uns mehr liebt als sich selbst. Zu wollen wir auch Gott mehr lieben als uns selbst und aus Dankbarkeit unser ganzes Leben nach seinem Wort gestalten, ihm die Ehre geben und indem wir aus Liebe und Dankbarkeit seine Gebote halten, nicht nur darüber reden, sondern durch die Kraft seines Heiligen Geistes auch wirklich tun, in seinen Geboten wandeln, weil es durch ihn und seine Kraft nicht mehr schwer ist.

[7:06] Wir der Welt zeigen, dass Gott einen guten Ruf hat, dass einen guten Charakter hat. Und warum? Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.

[7:20] Weil im Gericht Gottes Gesetz eine entscheidende Rolle spielen, weil eben Gericht vor dem ganzen Universum, von den Millionen Engeln gezeigt werden soll, wer die Erlösung wirklich angenommen hat als eine Kraft Gottes und wer sich nur dazu äußerlich bekannt hat. Deswegen ergeht ein Ruf an die ganze Welt, dass wir Gott wirklich und seine Botschaft ernst nehmen und zur Priorität unserem Leben machen. Und weil das Gericht alle Menschen betrifft, haben wir gesehen, muss es auch allen mit müssen alle Menschen davon erfahren, dass es dieses Gericht gibt.

[8:03] Heute, wie gesagt, wollen wir uns darauf konzentrieren, was es bedeutet, dass die Stunde seines Gerichts gekommen ist. Und wir haben schon das letzte Mal, als wir das letzte Mal aufgehört haben, mit dem Vers Prediger 8 Vers 5, uns beschäftigt, womit wir das letzte Mal geschlossen haben. In Prediger Kapitel 8, Vers 5, dort steht:

[8:24] "Wer das Gebot bewahrt, der will nichts von einer bösen Sache wissen. Und das Herz des Weisen weiß um Zeit und Gericht." Der Weise, der Gottes Gebote aus Liebe zu Gott hält und deswegen von Bösem nichts mehr wissen will, der das Böse hasst und deswegen Gott wirklich fürchtet, wie Sprüche 8 Vers 13 sagt. Der weiß nicht nur, dass ein Gericht gibt. Er weiß nicht nur, wo das Gericht stattfindet oder wie es funktioniert. Er weiß auch, wann es stattfindet.

[9:01] Das Herz des Weisen weiß um Zeit um Gericht. Gericht. Willst du ein Weiser sein, möchtest du weise sein im biblischen Sinne? Dann sollten wir uns nicht nur damit begnügen, theologisch etwas über das Gericht zu wissen, sondern auch prophetisch geschichtlich zu wissen, wann es stattfindet.

[9:23] Noch einmal kurz zur Wiederholung: Wir haben ja gesehen, Jesus wird in diesem Gericht zum König gekrönt in Daniel 7. Wir können also zunächst einmal eine allgemeine Annäherung vornehmen. Daniel 7 und dort Vers 13 und 14 heißt es im Kontext dieses Gerichtes, das ab Vers 9 beschrieben wird: "Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen, und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihm gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen." Hier sehen wir, Jesus wird im Gericht zum König gekrönt.

[10:12] Und in Offenbarung 14 finden wir direkt nach der dreifachen Engelsbotschaft, die wir das auch schon in der zweiten Folge studiert haben, die Wiederkunft, auf die die drei Engelsbotschaft ja als ewiges verkündetes Evangelium wird. Und dort in Vers 14 von Offenbarung 14 heißt es: "Und ich sah und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der gleich einem Sohn des Menschen. Er hat auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel." Jesus kommt als König. Er wird im Gericht zum König gekrönt. Das Gericht muss vorher stattgefunden haben. Deswegen heißt es schon in der ersten Engelsbotschaft vor der Wiederkunft: "Die Stunde seines Gerichts ist gekommen."

[10:50] In Offenbarung 22 heißt es dann auch, steht nicht, es gibt, aber könnte hier noch ergänzen in Vers 12 auf dem Bank 22: "Und siehe, ich komme bald, und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird." Die Werke werden im Gericht allen im Universum gezeigt und entsprechend wird dann bei der Wiederkunft jeder empfangen, was das Gericht entschieden hat.

[11:15] Wir können also schon mal festhalten, das Gericht findet vor der Wiederkunft statt. Und das haben wir das letzte Mal ja auch schon angeschaut. Jetzt wollen wir aber genau verstehen, wann man kann, nämlich sehr viel präziser den Zeitpunkt des Gerichtes bestimmen. Und wir wollen das heute sehr gründlich tun und zielgerichtet auf diese Frage uns zu arbeiten und dabei die Prophetie selbst sprechen lassen, die Geschichte dann als Ergänzung sprechen lassen und wollen verstehen, ob wir hier wirklich ein ganz fundiertes, von einer ganz eine ganz fundierte Basis finden können, auf dem wir unsere Überzeugung, unseren Glauben dann auch gründen können.

[11:55] Wir wollen dazu uns Daniel 8 anschauen, denn Daniel 8 gibt uns dazu ganz entscheidende Information. Wir beginnen erst einmal vorne in Daniel 8, Vers 1, im dritten Jahr der Regierung des Königs Belsazar erschien mir Daniel ein Gesicht, nach jedem, das mir im Anfang entschieden, weil also ganz wichtig, Daniel 8 beginnt mit einem Verweis auf Daniel 7, geschrieben, das haben wir letztes Mal uns kurz im Schnelldurchgang angeschaut, haben wir die verschiedenen Weltreiche und dann nach dem kleinen Horn, nach dem Papst, um das das himmlische Gericht, das dann die Wiederkunft einleitet.

[12:31] Schauen wir uns jetzt an, was Daniel in diesem zweiten Gesicht in Daniel 8 sieht. Wir lesen ab Vers 3: "Und ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, da stand vor dem Fluss ein Widder da, der zwei Hörner hatte, und beide Hörner waren hoch, aber das eine war höher als das andere, und das höhere war zuletzt im vorgewachsen. Ich sah wieder gegen Westen, Norden, Süden, schließt und kein Tier konnte vor ihm bestehen und niemand konnte aus seiner Gewalt erretten, sondern er tat, was er wollte und wurde und er wurde und wurde groß."

[13:00] Wir müssen gar nicht lange rätseln, wer dieser Widder ist. Er symbolisiert die Könige der Meder und Perser. Das sagt Vers 20 ganz deutlich. Der wird er mit den beiden Hörnern, den du gesehen hast, das sind die Könige der Meder und Perser. Das war ein ein Königreich mit zwei mächtigen Völkern. Die Meder waren zunächst sehr viel mächtiger. Sie waren schon in der syrischen Zeiten bekannt, werden schon von den Assyrern interessanterweise als die Madai Dano, die mächtigen Meder, benannt, die dort im Hochland des Iran der Pferdezucht betrieben haben. Und es waren die Meder, die eine ganz entscheidende Hilfe den Babyloniern gegeben haben, mehrmals äh die Assyrer zu besiegen. Und die Mehrheit hätten vielleicht gar nicht so richtig geschafft. Entsprechend waren die Meder also eine ganz entscheidende Größe dort im Nahen Osten zur Zeit dann auch des babylonischen Reiches. Und auch ja, als das war Bluetooth-Reich dann zugrunde ging.

[13:59] Es war aber gerade in dieser Zeit dann, als Kyros dann auch als General aufkam, dass dann die Perser immer wichtiger wurden. Und in Folge und nachdem dann Kyros König gewesen ist, nur noch Perserkönige dieses Reich regiert haben. Die Meder und Perser kamen aus dem Osten, deswegen stößt dieser Widder nach Norden, Süden und Westen mit sehr groß sein gewaltiges Weltreich, und das, gegen das es scheinbar niemand antreten kann.

[14:26] Bis Vers 5: "Während ich nun acht gab, siehe, da kam ein Ziegenbock vom Westen her über die ganze Erde, ohne den Erdboden zu berühren. Der Bock aber hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen. Und er kam zu dem Widder, der zwei Hörner hatte, den ich vor dem Fluss hatte stehen sehen, und lief wütend mit seiner ganzen Kraft gegen ihn an. Und ich sah, wie er nah an den Widder herankam und sich ab, bittet auf ihn warf und den Widder schlug und ihm seine beiden Hörner zerbrach. Da wird er nicht stark genug war, um ihm standzuhalten, war für ihn zu Boden und zertrat ihn, und niemand rettete den Widder aus seiner Gewalt."

[15:06] In Vers 21 lesen wir: "Der zottige Ziegenbock aber ist der König von Griechenland." Das große Horn zwischen seinen beiden Augen, das ist der erste König.

[15:18] Der König, die die Griechen waren, interessanterweise zur Zeit von Daniel überhaupt gar kein Königreich. Es gab nur sehr viele einzelne griechische Städte, ein paar von denen wie Sparta z.B. hatten noch ein Königtum, ein Doppel-Königtum. Thomas die meisten hat die Könige abgeschafft, da gab es dann Tyrannen oder sogar Demokratie, wie in Athen. Als Daniel das hier aufschrieb, war das recht unwahrscheinlich von einem politischen Standpunkt aus gesehen. Und es wurde immer unwahrscheinlicher, ja, je länger die Zeit verstrich. Ähm, die Griechen kamen nie zu einer Einheit. Sie haben sich dann oft untereinander auch bekämpft und gekriegt.

[15:56] Und irgendwann gab es einen Punkt, als dann Athen geführt hatte und dann Sparta angeführt hatte, sich Themen angeführt hatte, und nie irgendjemand die Griechen vereinigen konnte und ein Königtum sowieso in weiter, weiter Ferne war, weil man eigentlich schon drüber hinweg war, politisch gesehen. Das plötzlich mit Philipp dem Zweiten von Makedonien eine ein König aufkam, der plötzlich mit einer veränderten militärischen Taktik, der sogenannten makedonischen Walze, der makedonischen Balance, ganz Griechenland eroberte. Und sein Sohn dann als erster König ein Weltreich gründete, nämlich Alexandros Homergas, Alexander der Große, der in den 330er Jahren ab 334 vor Christus bis 331 vor Christus entscheidende Schlachten gegen den damaligen persischen König Dario, Darius den Dritten gewonnen hat und dann das gesamte persische Reich plus noch mehr eroberte.

[16:59] Die Griechen kamen tatsächlich von Westen, und sie waren so wütend auf die Perser, beschrieben wird, weil sie ca. 150 Jahre zuvor von den Persern angegriffen worden waren, 490, bei der Schlacht von Marathon, und vor allem 480 dann bei diesem großen Zug von Xerxes in den Perserkriegen, als Griechenland verwüstet worden ist. Und die Griechen hatten schon immer sich vorgenommen, einmal Rache zu üben, aber niemand hatte bis dahin das für möglich gehalten oder auch nur ernsthaft in Erwägung gezogen.

[17:28] Alexander hat also 331 nach der Schlacht von Gaugamela den persischen König endgültig besiegt. Da noch weite Teile des Ostens erobert, kamen bis nach Stockton, bis nach Bakterien und bis in das Industal und hat dann ja dieses große Alexanderreich gegründet, das allerdings dann nach seinem vorzeitigen Tod in Bürgerkriegswirren aufgeteilt worden ist, als gegen lange Zeit hin und her, bis am Ende sich vier Generäle, nämlich aus und Cassanda, dieses Reich aufgeteilt haben in vier Königreiche, die sogenannten hellenistischen Nachfolgereiche.

[18:06] Hier, die dir doch ein reiche im Laufe der Zeit haben sich dann diese Reiche noch sehr verändert, das sind wieder neue dazugekommen, andere erobert worden. Es waren am Anfang direkt vier. Und das entscheidende Punkt, um diesen Ziegenbock hier zu identifizieren, diese vier Hörner stehen für diese Diadochen. Und dann heißt es: "Und aus einem von ihnen wuchs ein kleines Horn hervor."

[18:28] Das tat außerordentlich groß gegen den Süden und gegen den Osten und gegen das herrliche Land. Das Hebräische sagt: Sie eigentlich ein Horn aus Kleinheit. Es ist also nicht exakt genau die gleiche Formulierung wie in Daniel 7, das kleine Horn, sondern hier gibt es ein Königreich, das zunächst einmal sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr klein gewesen ist, eigentlich nur ein Dorf und dann nur eine kleine Mini-Republik mitten in Italien, in Latium und dann Mittelitalien, Oberitalien und dann Italien. Das war natürlich Rom. Das kam aus unvorstellbar geringen, unscheinbaren Anfängen. Davor, als es dann ganz Italien mehr oder weniger oder große Teile Italiens oder seine Macht hatte, begann es damit, in zwei Richtungen zu expandieren, nämlich nach Süden, das war die Kriege gegen Karthago, man denke sich vielleicht an Hannibal, der dann mit den Elefanten Gegenangriff gemacht hat und nach Italien eingezogen ist. Aber in insgesamt drei Kriegen haben die Römer sich nach ausgebreitet und gleichzeitig dann auch nach Osten gegen die hellenistischen griechischen Herrscher dort, besonders gegen Makedonien, auch gegen diese Reiche in Kleinasien und und Syrien.

[20:13] Und diese beiden Hauptstoßrichtungen gegen Süden und gegen Osten gegen die Katara, also gegen die Punier in Karthago und gegen die griechischen Diadochenreiche, wodurch Rom zur Weltmacht wurde, zu diesem Horn, das jetzt hier vorkommt und das auch gegen das herrliche Land stößt. Das finden wir ganz deutlich dann in den Feldzügen des Pompeius in der Mitte des ersten Jahrhunderts, als er im Zuge der Ostfeldzüge in Syrien auch dann Judäa unter die römische Vorherrschaft bringt.

[20:38] Rom verändert im Laufe der Zeit seinen Charakter. Das wird deutlich in Vers 10 bis 12. "Und es mag das sich bis an das Heer des Himmels heran und war von dem Heer und von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie. Ja, bis zum Fürsten des Heeres erhob es sich, und es nahm ihm das beständige Werk und seine heilige Wohnung wurde verwüstet. Und das Heer wurde dahin gegeben samt dem beständigen wegen des Frevels. Und das Horn warf die Wahrheit zu Boden und sein Unternehmen gelang ihm."

[21:07] Wenn man Daniel 7 und 8 miteinander vergleicht, da haben wir hier eine im Sendung, es gibt auch eine Aufstellung. Dann sehen wir, dass Medo-Persien, Griechenland und Rom zueinander parallel sind. Bei beim schrecklichen Tier in Daniel 7 haben wir dann das kleine Horn, das aus diesem schrecklichen Tier vorkommt und das Gesetz Gottes angreift. Hier haben wir Rom als Horn dargestellt, das dann seinen Charakter verändert, gegen den Himmel stößt, nicht mehr gegen die verschiedenen Himmelsrichtungen, sondern gegen den Himmel selbst und vor allem die Wahrheit angreift. Und auch dort sehen wir, wie aus dem römischen Imperium im Laufe der Zeit.

[21:36] dem römischen Imperium im Laufe der Jahrhunderte die römische die Kirche das römische Papsttum wird, dass die Wahrheit des Evangeliums zu Boden wirft. Alles ist der historische Hintergrund, der Rahmen für einen entscheidenden Punkt jetzt in Vers 14, Vers 13, 14. Und ich hörte einen Heiligen reden und ein anderer Heiliger fragte den betreffenden, der redete: Wie lange gilt dieses Gesicht, nämlich das von dem beständigen und dem verheerenden Frevel, das sowohl Heiligtum als auch Opferdienst der Vertretung preisgegeben wird? Vers 14: Er sprach zu mir: Bis zu 2.300 Abende und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden. Offensichtlich kämpft dieses kleine Horn gegen die Wahrheit des himmlischen Heiligtums.

[22:19] Und so wie das das kleine Horn gegen das Gesetz kämpft in Daniel 7 und dort, Vers 25, dort lesen wir: Und es wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern. Sie werden seine Gewalt geben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Das haben wir hier noch nicht genau angeschaut, aber wir haben ja, wie gesagt, auf letzte Woche auf dieses Video bei der Omega-Situation verwiesen, wo das genau beschrieben und erklärt wird. Natürlich auch eine ausführliche Daniel-Reihe, wenn ihr auf Joelmedia.de und CSH Spezial Daniel sucht, dann werdet ihr dort fündig werden. Dort wird jedes einzelne Kapitel mit Sende-Manuskript fährst du fährst auch genauer erklärt. Da könnt ihr also solche Dinge noch mal vertiefen. Aber Punkt ist, in Daniel 7 greift das Papsttum das Gesetz an. In Daniel 8 auch das Heiligtum, damit auch den Erlösungsplan. Und da wird jetzt gefragt: Wie lange wird das so gehen? Und die Antwort, die gegeben wird, ist interessant: Er sprach zu mir: Bis zu 2.300 Abende und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.

[23:35] Nun, die Liebe ist ganz deutlich, dass das Heiligtum, in dem Jesus dient nach dem Kreuz, nach der Auferstehung von den Toten und nach der Himmelfahrt Jesu, im Himmel sich befindet. Können wir vielleicht noch ganz kurz hier in der ganzen noch einfügen in Hebräer Kapitel 8 und dort, Vers 1, da lesen wir: Die Hauptsache bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel, einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftete, der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch. Es geht also um das himmlische Heiligtum, das vom Papsttum insofern angegriffen wird, als dass die Lehre, dass Menschen Sünden vergeben können und dass Menschen die Beichte abnehmen und so weiter und so fort, Menschen davon abgelenkt werden, eigentlich ihre Bitten um Vergebung zu Jesus zu bringen, der dort im himmlischen Heiligtum unser Hohepriester ist.

[24:37] Wollen wir festhalten, soll nach Hebräer 4, Vers 14 bis 16. Wenn wir die beiden Kapitel vergleichen, dann stellen wir also fest, dass nach dem Babylon und Daniel 7 jetzt kein entsprechen Griechenland, Rom, das Papsttum und der Angriff auf die Wahrheit, das Gesetz und das Evangelium in beiden Kapiteln parallel zueinander verlaufen. Was sind deine acht, sieben als nächstes parallel kommt? Das ist das Gericht im Himmel, während hier in Daniel 8 jetzt die Reinigung des himmlischen Heiligtums beschrieben wird. Was uns dazu führt, dass aufgrund dieser ganz deutlichen parallelen Struktur, diese Reinigung oder Rechtfertigung des Heiligtums etwas mit dem oder das Gericht im Himmel darstellt.

[25:22] Nun, vielleicht ein Wort zu dem Begriff Rechtfertigung oder Reinigung. Da ist viel drüber diskutiert worden. Im Grunde genommen ist es eigentlich erstmal ganz simpel. Das Wort, das dort steht, kommt in diese grammatische Form nur hier vor, aber ist ein ganz bekanntes Wort. "Sadak" heißt gerecht machen, gerecht sein und nutzt die sogenannte Nif'al-Form. Heißt einfach, ist quasi ein bisschen vergleichbar mit unserem Passiv. Das ist wird also gerecht gemacht. Das himmlische Heiligtum wird gerecht gemacht.

[25:51] Und das ist eine ganz interessante Sache, denn in der griechischen Übersetzung steht dort "katarizo", das heißt, es wird gereinigt. Und die Frage, die manche gestellt haben, ist: Wie kann "gerecht machen" mit "reinigen" zusammen, zwei verschiedene Ideen? Aber nicht so in der Bibel, denn in der Bibel sehen wir ganz deutlich, dass Rechtfertigung und gerecht machen auch durch Reinigung als Reinigung beschrieben wird. In Hebräer 1, Vers 3 z.B., da können wir nur ein paar Beispiele hier herausgreifen, die das ganz deutlich machen. Also viele der Diskussionen sind völlig zu flüssig und einfach nur akademisch. Hebräer 1, Vers 3: Dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft. Er hat sich, nachdem er sich die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hatte, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt. Jesus ist für uns am Kreuz gestorben, hat für unsere Rechtfertigung, dass wir gerecht gemacht werden, wird hier als Reinigung beschrieben.

[26:44] Zweite Petrus Kapitel 1, Vers 9: Wem dagegen diese Dinge fehlen, der ist blind und kurzsichtig und er hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. Erste Johannes 1, Vers 7 und 9: Wenn wir aber nicht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. Vers 9: Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht. Geht es um die Rechtfertigung, der jetzt uns zukommen lässt, erst treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Es gibt also biblisch gesehen kein Unterschied. Haben noch mehr Texte im Sinn des Mannes gibt, der Unterschied keinen echten wirklichen Unterschied zwischen Rechtfertigung, gerecht machen, reinigen. Gott macht uns gerecht, indem er uns reinigt und so wird auch das Heiligtum gerecht gemacht, dadurch, dass es gereinigt wird.

[27:36] Und genau das ist die Idee am großen Versöhnungstag, der in 3. Mose 16 beschrieben wird. In 3. Mose 16 und dort Vers 32 und 33: Und die Sühne soll ein Priester vollziehen, den man gesalbt hat und dessen Hände man gefüllt hat, damit der anstelle seines Vaters als Priester dient. Und er soll die Leiden in Kleider anziehen, die heiligen Kleider, und er soll Sühne erwirken für das Allerheiligste und die Stiftete und für den Altar, sondern auch für die Priester, für die ganze Volksgemeinde soll er Sühne erwirken. Da wurde also Sühne erwirkt für das Heiligtum, für das Allerheiligste, für das Heilige, für den Altar und auch für das Volk. Also das, was mit dem Heiligtum passiert im großen Versöhnungstag, hat doch etwas mit dem Volk zu tun und zu wirken. Hat natürlich auch den den Punkt, dass deine Reinigung stattfindet, aber auch das, dass Menschen vor Gott sein können.

[28:35] Die Idee war, dass wenn Menschen hier sich wirklich Gott hingegeben haben, wenn sie sich gedemütigt haben, ihre Sünden bekannt haben, dann wurden sie durch diesen Akt auch dann waren sie danach vor Gott gerecht. Es war der Tag, an dem der Hohepriester, zwar der einzige Tag im Jahr, in den der Hohepriester in das Allerheiligste gehen durfte, um dort, wo das Gesetz Gottes ist, das Blut des Opfertieres dann auf die Bundeslade zu besprengen, so dass das Blut des Opfers und das Gesetz Gottes sozusagen in engsten Kontakt zueinander getreten sind.

[29:22] Man könnte noch sehr viel mehr hier dazu sagen. Wir wollen jetzt erst einmal dann bei beenden lassen und deutlich zu machen, zu machen, diese Idee, dass das Heiligtum gerechtfertigt wird, das ist gerecht gemacht wird, dass es gesünder, das ist alles, das sind verschiedene Begriffe für die selbe Idee. Ähm, die ist mein Heilungsdienst war so, dass wenn ein Mensch seine Sünden bekannt hat, durch das Opfer, das er gebracht hat, das symbolisch auf den großen Erlösungsplan durch Jesus Christus hingewiesen hat, dann wurden die Sünden symbolisch auf das Heiligtum übertragen. Und so ist es, wenn wir unsere Sünden Jesus bekennen, dann werden sie symbolisch auf das himmlische Heiligtum übertragen. Und so wie einmal im Jahr dieses Heiligtum selbst gereinigt worden ist und damit auch eine Reinigung des Volkes einherging, so wird am Ende der Zeit das himmlische Heiligtum vor der Wiederkunft Jesu gereinigt. Auch das eine eine Sache, die mit der Reinigung des Volkes Gottes zusammenhängt.

[30:20] An dieser Stelle wollen wir aber jetzt uns Gedanken machen, was es mit diesen 2.300 Abenden und Morgen auf sich hat. Eine Fest-Abende und Morgen kennen wir schon von der ersten Seite der Bibel, und es wurde abends und es wurde morgen, der erste Tag in 1. Mose 1,5 und dann in den weiteren folgenden Tagen immer wieder der zweite Tag, der dritte Tag. Abend und morgens, eine Formulierung, die auf die Schöpfung zurück verweist. Interessant auch deswegen, weil wir dann nächste Woche uns auch damit beschäftigen werden, dass die erste Engelsbotschaft auch explizit zur Anbetung des Schöpfers auffordert. Wir werden noch sehen, was das auch konkret dann bedeutet. Das geht also um 2.300 Tage.

[31:04] Nun sind wir aber in der Prophetie und der Widder steht nicht für einen echten Schafs-Bock, sondern für ein das König und Perser, der Ziegenbock nicht für ein Tier, sondern für Alexander den Großen und das makedonische Weltreich mit den ganzen Nachfolge-Reichen. Die Frage ist also, wofür steht ein Tag? Und die Antwort, die ein ganz wichtiges Tool sozusagen ist, ein ganz wichtiger Schlüssel für biblische Prophetie im Allgemeinen, findet sich hier, Sacharja 4 und dort Vers 6. Hier seht ihr und dort Vers 6, dort heißt es: Du aber lege dich auf deine linke Seite. Wenn du aber diese Tage vollendet hast, so lege dich das zweite Mal auf deine rechte Seite und trage die Schuld des Hauses oder 40 Tage lang. Die einen Tag will ich dir für ein Jahr auflegen. Ein Tag für ein Jahr.

[32:00] 2.300 Tage sind dementsprechend 2.300 Jahre. Was wir allerdings in Daniel 8 etwas vermissen, ist eine Erklärung, wann oder wie diese 2.300 Abende zu berechnen sind. Als die Vision hier in Vers 14 zu Ende ist, erscheint dem Daniel ein Engel, der Engel Gabriel. Wir lesen das, Vers 15, 16: Es geschah aber, als ich Daniel das Gesicht sah, das zu verstehen suchte, siehe da, stand einer vor mir, der aussah wie ein Mann. Und ich hörte über dem Ufer eine Menschenstimme, die rief und sprach: Gabriel, erkläre diesem das Gesicht. Und dann kommen die Erklärung, die wir zum Teil schon gelesen haben. Der Widder bedeutet nicht und Persien, der Ziegenbock bedeutet Griechenland. Dann wird einiges über das kleine Horn, das das Kleinheit, Verzeihung, das dann gegen das Heiligtum kämpft, erklärt. Der Name Rom wird dort noch nicht erwähnt, weil zum Zeitpunkt, als Daniel das aufschreibt, Rom so unbekannt war, wirklich nur ein kleines Dorf, dass Daniel gar nicht gewusst hätte, wo das eigentlich ist oder was damit gemeint ist.

[33:14] Und dann kommt Vers 26: Was aber über das Gesicht von den Abenden und Morgen gesagt worden ist, das ist wahr. Und du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage. Hier wird also gesagt, nur dass es wahr ist und das und sonst wird leider nichts gesagt. Daniel will es unbedingt verstehen, findet aber keine Erklärung. Aber ich, Daniel, für 27 lag mehrere Tage krank. Ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war aber entsetzt über das Gesicht und niemand verstand es.

[33:43] Wir finden also in Daniel 8 selbst keine Erklärung für die 2.300 Abende und Morgen, für die 2.300 Jahre. Knapp 10 Jahre später, über 10 Jahre später, hat Daniel immer noch keine Erklärung und er sucht jetzt in den Schriften des Propheten Jeremia nach einer Antwort. Wir lesen ab Daniel 9, Vers 2: Im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems 70 Jahren vollendet sein sollte. Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche. Ich betete aber zu dem Herrn, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: Ach Herr, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren. Wir haben gesündigt und haben Unrecht getan und gesetzlos gehandelt. Wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen.

[34:43] Was hat Daniel gemacht, als er etwas nicht verstanden hat? Er hat genau das gemacht, was auch wir tun können und tun sollen, wenn wir etwas in der Bibel, in der Botschaft Gottes nicht verstehen. Er hat sich die Bibel genommen, er hat versucht, die Bibel mit der Bibel zu verstehen. Er hat gebetet, hat sogar gefastet, damit sein Kopf klarer ist, damit er mehr Zeit vielleicht auch dafür hat und noch deutlich zu machen, wie ernst es ihm ist. Und er hat seine Sünden bekannt.

[35:08] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir Gottes Wort an bestimmten Punkt nicht verstehen, dann liegt es oft daran, dass wir mit Dingen, die wir eigentlich schon wissen, in Konflikt sind und Gott uns nicht neues Licht geben kann, weil wir gar nicht bereit sind, neues Licht anzunehmen, weil wenn wir schon das bekannte Licht, das wir ablehnen, du kannst es nicht, dass wir haben, ablehnen, dann werden wir auch neues nicht wahrscheinlich nicht annehmen. Deswegen ist Sündenbekenntnis und ja, ein ein ein absolutes Einssein mit Gott, dass da keine Sünde zwischen uns ist, dass er wirklich alles übergeben haben und seine Erlösung, seine Gnade in Anspruch genommen haben, absolut notwendig, um die Bibel richtig zu verstehen, damit Gott uns auch wirklich führen kann, auch beim Studium dieser Dinge.

[35:52] Es ist wichtig, dass wir etwas ganz Gott Wein. Interessanterweise hat Daniel auch die Sünden seines Volkes bekannt, hat sich da auch mit hineingenommen, ja, obwohl er nicht für alles, was hier gesagt wird, in einer neuen, in diesem langen und sehr bewegenden Gebet selbst getan hat. Wir haben nicht die Zeit, dieses Gebet genau zu studieren. Auch da verweise ich auf unsere Spezialserie zum Buch Daniel, die, ähm, wenn ich mich recht entsinne, aus dem Jahre 2020, erstes Quartal, wo wir jeden einzelnen Vers und alles hier genau erklärt und studiert haben.

[36:24] Wir wollen ein bisschen weitergehen. Als Daniel jetzt betet und seine Sünde und die Sünde seines Volkes bekennt, während er noch betet, sagte in Vers 20, lesen wir das: 21: Jahr, während ich noch redete und betete, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich anfangs im Gesicht gesehen hatte, als ich völlig erschöpft war, um die Zeit des Abends. Etwas, also derselbe Gabriel, der Kapitel 8 kommt, um die Visionen zu erklären, kommt erneut. Er sagt ganz deutlich: Den, den ich anfangs eben im Gesicht gesehen habe, und das meint natürlich die Vision aus Daniel 8, denn dort hatte ich ihn das letzte Mal gesehen. Und er unterstützte mich und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lernen.

[37:02] Daniel hat ja nach Verständnis gesucht, der versucht, Dinge zu verstehen, der die Bibel studiert. Er hatte etwas noch nicht verstanden. In Vers 27: Niemand verstand es, hatten wir gelesen. Dort und der Engel Gabriel sagt: Jetzt bin ich gekommen, um dir Verständnis zu lehren. Und dann Vers 23 heißt es: Als du anfängst zu beten, erging ein Wort, und ich bin gekommen, es dir zu verkünden, denn du bist ein viel geliebter Mann.

[37:34] Wird als viel geliebter Mann mit seinen. Es gibt noch jemanden, der in der Bibel genannt wird als der Jünger, den Jesus liebte. Das war Johannes, der ebenfalls ein großes prophetisches Buch, die Offenbarung, geschrieben hat. Die beiden waren nicht einfach Lieblingsmenschen von Gott. Das waren Menschen, die besonders stark die Liebe Gottes aufgenommen haben, deswegen eine besonders enge Beziehung zu Jesus gehabt haben. Je mehr wir uns, je mehr wir Jesus leben, desto mehr werden wir auch die Prophetie verstehen, wirklich biblisch verstehen. Desto mehr werden wir Jesus leben. Diese beiden Punkte sind untrennbar miteinander verbunden.

[38:10] So achte nun auf das Wort und verstehe das Gesicht. Der Gabriel sagt also jetzt: Bin ich gekommen, die Verständnis zu lehren. Achte auf die Worte, die ich sagen werde, und dann verstehe das Gesicht. Welches Gesicht? Jetzt kommt kein Gesicht, weil jetzt kommt eine Erklärung. Das Gesicht, dass er verstehen soll, ist das Gesicht aus Daniel 8. Ansonsten macht das der Satz gar keinen Sinn. Hier in Daniel 9 gibt es kein Gesicht, dass man verstehen kann, das keine Vision ist. Es gibt nur eine Vision in Daniel 8. Das heißt, das, was jetzt in Daniel 9 kommt, ist gegeben. Es muss ist ganz eindeutig. Man muss nicht mal Hebräisch können. Manchmal wird das mit dem Hebräischen erklärt, mit "und Marie" und so weiter. Das muss man gar nicht. Du musst einfach nur den Text lesen, wie da steht, einfach nur die Folge der Argumente und sehen. Er sagt: Achte auf das Wort, verstehe das Gesicht. Welches Gesicht? Das Gesicht, dass er, wo er sagt, dass ich vorher, wo Gabriel gekommen ist, anfangs im Gesicht.

[39:01] Es gibt in Daniel 9 nur ein Gesicht, und das ist das in Kapitel 8. Also, anderen Worten, in Daniel 9 wird nur ein Gesicht erwähnt, und das ist das Gesicht aus Daniel 8. Was mich damit sagen? Daniel 9, die jetzt folgenden Verse sind die Erklärung für Daniel 8, für das, was in Daniel 8 und nicht erklärt worden ist, nämlich die 2.300 Abende und Morgen.

[39:22] Vers 24: Jetzt kommt diese wunderbare Erklärung: Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weisung zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu bleiben. Dein Volk, das ist Israel. Deine heilige Stadt, das ist Jerusalem. 70 Wochen sind 490 Tage, dementsprechend 490 Jahre.

[39:47] 490 Jahre. Es heißt, die 490 Jahre, also 70 Wochen sind bestimmt. Das Wort "bestimmt", "nachhtak", ist wieder so eine Nif'al-Form von dem Wort "rattak", und das kommt tatsächlich nur in dieser Stelle vor. Ist auch sonst nicht so häufig in den semitischen Sprachen der Zeit. Es gibt eine unklare Stelle, die eventuell im Afrikanischen vorkommt, aber die auch nicht ganz so sicher ist. Im späteren bedeutet dieses Wort dann vor allem abschneiden, verordnen und bestimmen. So ähnlich auch im jüdisch-aramäischen, da hat es sowohl die Bedeutung schneiden oder sehr schneiden, im sogenannten Pe'al und bestimmt, beschlossen sein. Ebenfalls mit anderen Worten, diese beiden Bedeutungen, bestimmen und schneiden, sind also nicht zwei getrennte, sondern die sehr eng miteinander zusammenhängen.

[40:42] Die Idee ist also, wenn man sich zum Beispiel jetzt bildlich gesprochen ein Leid-Brot vorstellt und man schneidet etwas ab für jemanden, dann schneidet man etwas ab, um es jemandem, damit es für jemand bestimmt ist. Das ist die Idee. 490 Jahre sind für dein Volk bestimmt. Von den 400, von den 2.300 sind 490 für dein Volk. Die sind quasi davon abgeschnitten, ja, sie sind die gelten für dein Volk. Das heißt, von den 2.300 Jahren sind 490 ganz besonders, ganz speziell auf die Hose Lemm und auf Israel zu beziehen. Was soll geschehen in diesem 490 Jahren? Das ist das entscheidende. Das heißt, die Übertretung soll ein Ende gemacht werden. Gott wird innerhalb dieser 490 Jahre das Problem der Sünde entscheidend lösen. Das zeigt uns, hier geht es um den Erlösungsplan. Hier geht es um Jesus und seinen Tod am Kreuz. Außerdem soll eine ewige Gerechtigkeit eingeführt werden.

[41:36] Wir haben gelernt in Römer 1, Vers 16 und 17: Das Evangelium offenbart die

[41:40] Das Evangelium offenbart die Gerechtigkeit Gottes. Es wird also hier das Evangelium eingeführt werden, und Jesus kam ja, um das Evangelium vom Reich Gottes zu predigen. Die Gerechtigkeit Gottes, das ist seine eigene Gerechtigkeit. Als Jesus auf die Welt kam, hat er selbst alle Gerechtigkeit erfüllt. Das sehen wir bei der Taufe in Matthäus 3, Vers 15. Aber diese seine Gerechtigkeit, die er durch seinen vollkommenen Gehorsam, seine vollkommene Sündlosigkeit erworben hat, die kommt uns zugute. Denn das heißt in Jeremia 23, Vers 5 und 6, dass er, der Herr, unsere Gerechtigkeit ist. Ja, kann man vielleicht ganz kurz lesen.

[42:13] Du einen Finger in Daniel 9, in Jeremia 23. Dort steht in Vers 5: "Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken. Der wird als König regieren und weise handeln, und er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden." Haben wir diese Idee mit König und Richter auch? Er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen. Das ist der Name, den man ihm geben wird: "Der Herr ist unsere Gerechtigkeit."

[42:41] Also dieser König selbst wird gerecht sein, er wird Gerechtigkeit schaffen. Aber seine Gerechtigkeit wird uns gegeben, sie wird uns zugerechnet und uns verliehen. Die Gerechtigkeit Gottes, die uns zugute kommt, dafür nimmt Jesus unsere Sünden im Austausch. Ja, er hat die Sünden der Welt getragen. So kann Gott, wie es Römer 3 sagt, lassen wir nochmal Daniel den Finger in Daniel 9.

[43:11] Den Römer 3, Vers 26: "Als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist." Weil nämlich Jesus, wie es Vers 25 sagt, als Sündopfer für uns gestorben ist, weil Jesus meine Sünden genommen hat und jetzt seine Gerechtigkeit, sein Gehorsam schenkt.

[43:31] Deswegen kann Gott gleichzeitig gerecht sein, ohne sein Gesetz ändern zu müssen, was er gar nicht kann. Er kann gleichzeitig gerecht sein und trotzdem mir vergeben und mich gerecht sprechen, weil Jesus die Strafe für meine Sünde bezahlt hat. Das ist die ewige Gerechtigkeit, die herbeigeführt wird.

[43:51] Und außerdem heißt es, dass ein Allerheiligstes gesalbt werden soll. Interessanterweise das eine Vorschlag von jetzt, persönlich, wenn man das Hebräische anschaut, dann kann man es eigentlich auch übersetzen: "einen Allerheiligsten". Und es wird oft auf das Allerheiligste im himmlischen Heiligtum bezogen. Will das nicht dagegen nicht ankämpfen, aber ich würde mal zur Diskussion stellen, zum weiterstudieren, ob hier nicht auch möglicherweise es eher um Jesus geht, den Allerheiligsten, der gesalbt wird.

[44:17] Weil im nächsten Vers, nämlich "der Gesalbte", aufgetreten, Auftritt als der Fürst, der gesamte bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, halte ich persönlich vom Kontext für die naheliegendere Interpretation, auch wenn das in der deutschen Bibel meistens dann anders übersetzt ist.

[44:34] Vers 25: Jetzt kommt's, jetzt kommen wir zu dem Punkt des Datums. "So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen sieben Wochen und 62 Wochen." Der Erlass zum und Befehl zum Wiederaufbau, der beginnt im Prinzip schon bei Kyros, denn in Jesaja 44 ist sehr wichtig.

[44:56] Wir müssen gut aufpassen. Lesen wir Jesaja 44 ab Vers 28, der von Kyros spricht: "Er ist mein Hirte, er wird all meinen Willen ausführen und zu Jerusalem sagen: 'Werde gebaut!' und zum Tempel: 'Werde gegründet!'" Also schon Kyros sollte nach Gottes Willen sowohl den Tempel wieder aufbauen lassen als auch den Wiederaufbau der Stadt ermöglichen. Das wird auch deutlich in Jesaja 45, Vers 13: "Ich habe in Gerechtigkeit erweckt und will alle meine Wege ebnen. Er wird meine Stadt bauen und meine Gefangenen loslassen, und zwar weder um Geld noch um Lohn, spricht der Herr der Heerscharen."

[45:30] Zu finden wir dann tatsächlich, als er auch, ich denke, durch Daniel auf die Prophetie aufmerksam gemacht worden ist, wie er in Esra Kapitel 1 einen Erlass gibt und es den Juden tatsächlich erlaubt, Babylon zu verlassen, nach Jerusalem zurückzukehren und dort wieder mit dem Wiederaufbau zu beginnen, insbesondere des Tempels. Der wird hier explizit erwähnt in Esra 1 ab Vers 2: "So spricht Kyros, der König von Persien: Der Herr, der Gott der Himmel, hat mir alle Königreiche der Erde gegeben, und er selbst hat mir befohlen, dass ein Haus für ihn in Jerusalem gebaut werde, das in Juda ist. Wer irgend unter euch zu seinem Volk gehört, mit dem sei sein Gott und ziehe hinauf nach Jerusalem, das in Juda ist, und baue das Haus des Herrn, des Gottes Israels."

[46:19] Also im Fokus steht der Wiederaufbau des Tempels. Das wird auch von den Heimkehrern, von den ersten unter Serubabel und Joschua begonnen. Es gibt dann Schwierigkeiten. Also der Wiederaufbau beginnt in Esra 2 und Esra 3, der Beginn des Wiederaufbaus. Esra 4 finden wir dann eine Reihe von Schwierigkeiten.

[46:43] Innerhalb dieser Kapitel 4 wird aber deutlich, dass auch schon ein bisschen an der Stadt gebaut worden ist, denn in Esra 4, Vers 12 lesen wir: "Es sei dem König zur Kenntnis gebracht, dass die Juden, die von dir zu uns heraufgezogen waren, von dir zu uns aufgezogen waren und nach Jerusalem gekommen sind, nun die aufrührerische und böse Stadt wieder aufbauen wollen und dass sie die Mauern von enden und die Grundfesten ausbessern wollen." Also schon mit dem ersten Erlass war also auch an dem Mauerbau ein bisschen schon etwas geschehen, aber es ging sehr langsam voran.

[47:16] Und durch diesen, als Artasasta bezeichneten falschen Barbier oder Samare sagten, dieser Gauner, der für einige Monate den Thron für sich in Anspruch genommen hatte, wurden dann, wurde die Arbeit komplett gestört und gestoppt, besser gesagt. Die hörte dann völlig auf, wie wir in Esra 4, Vers 24 sehen.

[47:35] Es waren dann die Propheten zuerst und dann Saggai, der kurze Zeit später dazu kam, die das Volk wieder zur Zeit des neuen Königs Darius dann aufgefordert haben, am Bau weiterzubauen, insbesondere am Tempel. Das haben dann gemacht.

[47:49] Eine erlaubt haben sie einen König Darius geschrieben. In Esra 6 finden wir, dass er dann nach dem Originalbefehl suchen lässt, in der in Achaemeniden sonst heißt in der Königsburg, dann diesen Befehl auch findet und ihn bestätigt. Dass er sogar ganze zweite Lastern in Esra 6, wo dann der König Darius noch mal auch finanzielle Mittel in Aussicht stellt und in deutlich sie sollen diesen ersten Befehl von Kyros weiter ausführen.

[48:23] Und entsprechend haben wir dort den zweiten Befehl, der führt dann soweit dazu, dass tatsächlich in Esra 6, Vers 15, der Tempel vollendet worden ist, nach einigen Jahren Bauzeit. Aber die Stadt selbst war meist in weiten Teilen noch in Ruinen.

[48:41] Und in Esra 7, Jahrzehnte später, fast ein halbes Jahrhundert, ungefähr ein halbes Jahrhundert später, finden wir dann den Esra, den Schriftgelehrten, der sich wohl sehr verdient gemacht hat, auch um die Zusammenstellung der hebräischen Bücher des Alten Testaments, der dann vom König Artaxerxes, der hier Artasasta genannt wird, das ist dann der Enkel von Darius, zwischenzeitlich hat es noch den Sexismus gegeben, den Auftrag erhält, nach oder die Erlaubnis erhält, nach Jerusalem zu gehen mit einem dritten Erlass.

[49:11] Und der ist sehr interessant, wenn wir dort mal ab Vers 11 lesen: "Und dies ist die Abschrift des Briefes, den der König Artasasta dem Priester Esra gab, dem Schriftgelehrten, der Gelehrter in den Worten der Gebote des Herrn und seiner Satzung für Israel." Und dann kommt die ganze Einladung. Interessanterweise ist dieser Erlass, als auch der Erlass oder ein Teil des Berichts vorher in Esra, in Aramäisch verfasst, der damaligen Weltsprache, die auch im persischen Reich weit verbreitet gewesen ist und damit auch darauf hin, dass es sich um Originaldokumente handelt, sich hier Worte Wort zitiert werden.

[49:50] Vers 14: "Weil du von dem König und seinen sieben Räten gesandt bist." Das ist eine Einrichtung, die im persischen Reich ganz besonders war, seit Darius, um eine Untersuchung über Juda und Jerusalem durchzuführen, nach dem weisen Gesetz seines Gottes, das in deiner Hand ist. Halt eine fest, das wird oft übersehen.

[50:15] Sagt dem Esra: "Führe eine Untersuchung durch über Jerusalem und zwar nach einem gewissen Maßstab, nämlich nicht so nach dem Maßstab, wie du dir vorstellst, sondern nach dem Maßstab des Wortes Gottes." Mit anderen Worten, schaue dir Jerusalem an, den Zustand von Jerusalem an und vergleiche ihn mit dem, was das Wort Gottes über Jerusalem sagt, wie es sein sollte. Mit anderen Worten, das ist die Erlaubnis, die Rose dann wieder dorthin zu bringen, wo es oder so aufzubauen, wie es nach der Prophetie, nach dem Wort Gottes explizit sein sollte.

[50:55] Und entsprechend kommt dann Esra und beginnt mit der Arbeit, die wird dann noch, zieht sich noch ein bisschen, dann aber es ist dieser dritte offizielle Erlass, der ist jetzt ermöglicht, die Stadt wieder vollständig aufzubauen. Und diese drei Erlasse von Kyros, von Darius und von Artasasta, die ergänzen sich sozusagen, und der ist es, der dritte Erlass, der ist quasi vollständig macht, der das erweitert und dann vollendet.

[51:20] Deswegen sagt die Bibel auch in Esra 6, Vers 14: "Und die Ältesten der Juden bauten weiter. Das gelang ihnen durch die Weissagung der Propheten Haggai und Sacharja." Bauten sie und vollendeten es nach dem Befehl des Gottes Israels und nach dem Befehl des Kyros und des Darius und des Artasasta, der Könige von Persien. Also die Idee ist sozusagen, dass alle drei Befehle aufeinander aufgebaut, letztendlich das umfasst haben, was in der Prophetie durch Jesaja zum Beispiel bereits vorher gesagt worden ist.

[51:52] Und deswegen ist dieser siebte Befehl, der das ganze vollendete, der dritte Befehl, den Esra 7 und der jetzt die endgültige Erfüllung der Prophezeiung veranlasst und deswegen das Datum auch darstellt, von dem jetzt diese Erlassung, Wiederaufbau Jerusalems ergehen sollte.

[52:15] Wir lesen in Vers 7 von Esra 7: "Und etliche von den Kindern Israels und von den Kindern Priestern und Leviten, von den Sängern und Torhütern und Tempeldienern zogen mit ihm nach Jerusalem hinauf im siebten Jahr des Königs Artasasta." Der Assassin war der Nachfolger von Xerxes dem Ersten, der starb im August 465. Das ist astronomisch belegt. Es gab dann ein paar interne Schwierigkeiten, so dass sich die Thronfolge noch um einige Wochen verzögerte.

[52:45] Dann im Herbst auf den Thron, und zwar nach dem ersten Tischri. Tischri ist der siebte Monat im Jahr, das in der Zeit so September, Oktober, wechselt jedes Jahr so ein bisschen, je nachdem, wie die mit den Himmelskörpern das dann jeweils mit dem Mond und so weiter eingetaktet wird. Aber ungefähr Herbst, ungefähr September, Oktober. Erst danach kam er an die Macht.

[53:18] Und es ist so, dass die Juden dieser Zeit den sogenannten Herbstkalender benutzen. Das heißt, zu dieser Zeit war es so, dass die Juden immer ab dem siebten Monat quasi ein neues Jahr zählen. Ja, das gibt es auch schon zur Zeit von Josia und Daniel. Und es gibt hier auch, das kann man ganz deutlich nachweisen, in Nehemia Kapitel 1 und 2, jeweils im ersten Vers, da wird ganz deutlich, dass der erste Monat des Jahres so und so nicht der erste des Jahres ist, ne, sondern es geht mit dem siebten los.

[53:48] Und da kommt später der erste Monat, weil man ab dem siebten Monat anfängt zu rechnen. Außerdem benutzen die Juden das sogenannte Accessionsjahrssystem. Das bedeutet, dass wenn innerhalb eines Jahres ein König wechselt, dann zählt erst ab dem neuen Neujahr, also auf dem siebten Monat, das neue erste, das erste volle Jahr des Königs. Die Zeit davor, also ab seinem Regierungsantritt bis zum ersten Neujahr, seine Herrschaft nennt man das sogenannte Accessionsjahr.

[54:15] Das heißt, wir haben ja am Ende meines Skripts mal das dann schematisch aufgebaut. Im August 465 dann gab es den ersten Tischri, das neue Jahr. Dann wurde Artasasta Königsjahr beginnt dann im Herbst 464.

[54:34] Beginnt das erste Jahr der ist, damit beginnt im Herbst 458 das siebte Jahr des Artasasta. Und das bedeutet dann, dass wenn dann der erste Monat ist, wie hier in Vers 9, dann am ersten Tag des ersten Monats begann der hinaufzug von Babel. Das bedeutet dann, dass im Nisan, also im März, April des Jahres 457, der Zug nach Jerusalem begann.

[55:01] Und das dann fünf Monate oder vier Monate später, am fünften Monat, das heißt hier in Vers 8: "Und er kam im fünften Monat nach Jerusalem im siebten Jahr des Königs." Das heißt also ungefähr Juli, August 457, Ezra mit diesem Befehl in Jerusalem ankam. Wir können daher das Jahr 457 vor Christus ganz deutlich als Ausgangspunkt für die 70 Jahre nehmen.

[55:27] Und schauen wir uns den nächsten Vers in Daniel 9 an. Und das heißt es in Daniel 9, Vers 26: "Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden." Wer ist der Gesalbte? Jesus Christus wurde mit heiligem Geist und Kraft gesalbt, sagt Apostelgeschichte 10, Vers 38. Das war der Beginn seines öffentlichen Wirkens. Könige wurden mit dem Öl gesalbt im Alten Testament, Symbol für den Heiligen Geist. Deswegen wird Jesus auch der Gesalbte, der Fürst genannt.

[56:06] In Vers 25 schon, wenn man im Alten Testament sieht, dass Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt worden sind, wie zum Beispiel Gideon oder Saul in den Richter- und Samuelbüchern, da sieht man immer, dass sie Kraft bekamen, um in der Schlacht die Feinde Gottes zu besiegen, immer und immer wieder. Interessanterweise, als Jesus mit dem Heiligen Geist gesalbt wurde, in Matthäus 3, kann man das sehen, da kam sein Geist auch wieder in leiblicher Gestalt, dann ist das aller nächste nach seiner Taufe, als er gesagt wurde mit dem Heiligen Geist.

[56:44] Das Allerletzte, was er getan hat, er hat sofort den Kampf gegen den Feind schlechthin aufgenommen, in die Wüste geführt vom Heiligen Geist, um den Teufel dort bei all diesen Versuchungen zu besiegen. Er hat also nicht nur einen Feind angegriffen und besiegt, wie das Saul oder Gideon gemacht haben, oder Jefta. Er hat den Feind schlechthin angegriffen.

[57:11] Die Juden waren also gar nicht so falsch in ihrer Vorstellung, dass ein siegreicher König als Messias kommen würde. Sie hatten nur eine völlig falsche Vorstellung davon, wer der Feind ist. Sie dachten, die Römer sind der Feind. Der Feind ist aber Satan und die Sünde in ihrem eigenen Herzen. Und Jesus kam, um das zu besiegen, den Teufel zu besiegen, um die Sünde zu besiegen.

[57:29] Deswegen macht er die gute Botschaft der Erlösung. Und ihr könnt Lukas 4 selbst lesen, die Stelle in Jesaja 61. Das heißt: "Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesagt hat, den Armen gute Botschaft zu verkündigen. Er hat die gebrochenen Herzens sind, also zu heilende, gebrochenen Herzen sind und den Gefangenen Befreiung zu verkünden." All das hat er auf sich selbst bezogen. Das war seine Mission. Er war der Gesalbte.

[57:54] Bis du dem Gesalbten, würden von dem Zeitpunkt des Befehls, also von 457 vor Christus, 7 Wochen und 62, das heißt 69 Wochen vergehen. Das sind 483 Tage, also 483 Jahre, wenn man das rechnet. Man kommt vor Christus, 457 vor Christus und dann 483 Jahre vor.

[58:13] Dann muss man bedenken, dass es nicht wie auf einem Zahlenstrahl ist, sondern eine Null hat, eine -1, eine +1, -2, +2 und zweiter. Sondern während wir beim Zahlenstrahl immer von Punkt zu Punkt rechnen, -2, -1, 0, 1, 2, geht es ja um Jahre. Das heißt um den Zeitraum zwischen den Punkten. Also, wenn man sich den Zahlenstrahl vorstellt, hat 0, 1, -2, dann ist -2, -1, und das Jahr nach -1 ist es ja eins.

[58:41] Deswegen springt es um ein Jahr weiter, sozusagen unter Rechnung, als man jetzt mathematisch rechnen würde. Das heißt, wir kommen in das Jahr 27. Nun wird uns gesagt, Lukas Kapitel 3, Vers 1: "Das ist das 15. Jahr von Kaiser Tiberius war, als Johannes mit seiner mit seinem Taufen begann." Das heißt, ja, aber im 15. Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius.

[59:08] Die Geschichtsbücher sagen uns, dass Tiberius im Jahre 14 Kaiser von Rom wurde. Und das würde erstmal auf den ersten Blick ein ziemliches Problem ergeben. Der zeitgenössische Historiker Cornelius Tacitus sagt uns aber in seinem Geschichtswerk, dass Tiberius schon zuvor von seinem Stief- und Adoptivvater Augustus zum Mitregenten erklärt worden ist, und zwar für die Provinzen und für die Armee, nicht aber für die Stadt Rom selbst.

[59:34] Die meisten Geschichtsbücher fokussieren sich aber natürlich immer auf die Stadt Rom als das Zentrum des Reiches, und dort war auch weiterhin dann nur Augustus die Macht. Aber die Armeen waren bereits unter der Regierung des Tiberius. Und Lukas schreibt natürlich nicht aus der Perspektive aus Rom, sondern er schreibt aus der Perspektive der Provinz.

[59:59] Bei der Kurs hat Tiberius schon im Januar 13 einen Triumphzug gehalten, der eines Kaisers würdig gewesen sei. Möglicherweise hat er bereits Ende des Jahres 12 die Übertragung dieser Machtbefugnisse bekommen. Es ging natürlich dem Alter, denn Augustus darum, die Macht dann vor seinem Tod in sichere Hände zu geben. Aus der Perspektive.

[1:00:27] Lukas war also tatsächlich das Jahr 27 das 15. Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius, der Regentschaft sozusagen. Interessanterweise gibt es noch einen anderen, wenig beachteten Beleg und zwar in Johannes 2, Vers 20. Da finden wir den Johannes 2, Vers 20, sehr interessant.

[1:00:46] Den ich hier mal vorstellen möchte. In Johannes 2, Vers 20 da heißt es, dass die Juden zu Jesus sagen beim Passahfest: "In 46 Jahren ist dieser Tempel erbaut worden, und du willst in drei Tagen aufrichten?" Und wir wissen, dass der Tempel zu dieser Zeit noch gar nichts vollständig fertig gebaut war. Das ist die letzte Vollendung des Tempels stammt aus der Zeit des Prokurators Albius, also aus dem Jahre 62 bis 64. Also der ist sozusagen so lange gebaut worden, und es ist noch weiter gebaut worden bis kurz vor der Zerstörung durch die Römer im Jahre 70.

[1:01:22] Das heißt, dieser Vers soll nicht verstanden werden früher als in dem Tempel mal 46 Jahre gebaut worden und da steht da jetzt schon, sondern man baut an dem Tempel schon seit 46 Jahren quasi. Es wird immer noch weiter gebaut. Er war natürlich schon funktionsfähig, aber wenn man immer noch weiter gebaut, ein wenig, aber seit 46 Jahren arbeitet man das schon daran, dass sie dumm heißt, dass die 46 Jahre genau in das Jahr von Johannes 2 führen.

[1:01:42] Und das ist interessant, weil wir wissen aus der Geschichte, wann dieser Tempelbau begonnen worden ist, nämlich 19 vor Christus. Das war nur ein Umbau des ehemaligen kleineren Tempels, den schon unterhalb vollendet worden ist durch Serubabel. Und dieser Umbau, der begann im Jahre 19 vor Christus. Der Tempel konnte dann schon 18 vor Christus eingeweiht werden, aber es wurde immer weiter gebaut.

[1:02:05] 46 Jahre lang, und das bringt uns, wenn wir wieder das mit den Jahreszahlen bedenken, nach 46 Jahren in das Jahr 28. Das heißt, wir können völlig unabhängig von Daniel 9 und unabhängig von Lukas 3, dass diese Geschichte hier das Jahr 28 datieren. Das ist das Passah. Und wenn wir jetzt ein bisschen zurückdenken, dann sehen wir zwischen dieser Geschichte und der Taufe, da liegen da noch die 40 Tage in der Wüste, da liegen die ersten Jünger, die jetzt gewinnt die ersten.

[1:02:36] Die ersten Wunder, so dass wir tatsächlich sagen können, es ist sehr wahrscheinlich, also auch das belegt sozusagen, dass Jesus im Jahre 27 im Herbst getauft werden musste. Denn jetzt hier, als er zum ersten Mal kommt, haben wir das Jahr 28. Also, ähm, das ist ein zusätzlicher Beweis, dass Jesus also schon im Jahr 27 getauft worden ist.

[1:02:57] Dann im Jahr 28 in dem Wasser, dann in hier in dem Evangelium. Wir haben also das Jahr 27 auch historisch belegt.

[1:03:15] Es heißt in Vers 26: "Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgeordnet werden." Der Messias würde also sterben am Kreuz von Golgatha, damit das Sündenproblem lösen, wie wir es in Vers 24 gesehen haben. Vers 27: "Und er wird mit vielen einen festen Bund schließen, eine Woche lang. Und in der Mitte der Woche wird das Schlacht- und Schlachtopfer aufhören zu lassen."

[1:03:31] Der feste Bund, das ist der ewige Bund, von dem in Jeremia 32 auf 37 die Rede ist. Auch der neue Bund genannt, Jeremia 31, ab Vers 31 bis 34. Bedeutet, dass Gott mir alle Sünden vergeben möchte, alle meine Sünden vergibt, dass ich eine enge, persönliche Beziehung zu Jesus haben kann und dass Gott sein Gesetz in mein Herz schreibt.

[1:03:54] Dafür ist Jesus gestorben und deswegen sagt er in meinem letzten beim Abendmahl, das er sagt: "Das ist mein Blut, das ist neuen Bundes, das für euch vergossen wird."

[1:04:04] Die Woche, das sind 7 Tage, also 7 Jahre. Nach ihr seht ihr sechs und die reichen, also vom Jahre 27 dann bis ins Jahr 34. Das sind diese letzten sieben Jahre, die noch speziell für Israel bestimmt waren.

[1:04:17] Gott hat in diesen sieben Jahren buchstäblich alles in die Waagschale geworfen, was er nur hatte. Er hat seinen Sohn gesandt, er hat selbst vom Himmel gesprochen, Jesus hat die Lehren des Himmels gepredigt, er hat Wunder gewirkt. Er hat dann wurde der gesamte Erlösungsplan vollzogen.

[1:04:36] In diesen sieben Jahren und dann sandte Gott in Apostelgeschichte 2 noch seinen Heiligen Geist und Fülle. Diese sieben Jahre sind sozusagen Gottes absoluter Versuch, alles zu werfen, was ist überhaupt von seiner Seite möglich ist, um diesen Bund zu bestärken, zu bekräftigen, ihn auf ewig fest zu machen.

[1:04:58] Die Mitte der Woche sind also nach dreieinhalb Tagen, also nach dreieinhalb Jahren, bin also Jesus im Herbst 27 getroffen worden. Das würde gut passen mit dem Passah 28 dann in Johannes 2.

[1:05:09] Dann bringen uns 300 Jahre später in das frühe 31, wo Jesus zur Zeit des Passah 31 am Kreuz von Golgatha starb.

[1:05:17] Es gibt eine kurze Aufteilung des Dienstes Jesus, diese dreieinhalb Jahre, wie die so strukturiert sind. Er ist das Lamm Gottes, auf den alle Opfer des Alten Testaments hingewiesen haben, und von nun an braucht es keine Opfer mehr. Im Evangelium durch seinen Tod hat er alle tierischen Opfer abgeschafft.

[1:05:37] Das Ganze endet dann im Jahre 34. Hier endet die besondere Zeit, die Israel oder die Zeit, in der Israel das besondere Volk Gottes gewesen ist. Jesus hat das angekündigt in Matthäus 21 und dort Vers 43 hat er gesagt: "Darum sage ich euch, das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Folge geben werden, dass dessen Früchte bringt."

[1:06:07] Gott hat ihm selbst nach der Kreuzigung seines Sohnes noch eine weitere Chance geben, indem der Heilige Geist ausgegossen worden ist zu Pfingsten in Fülle. Damals waren die Apostel auch in Jerusalem, sie haben sich auf das jüdische Volk in ihrer Verkündigung konzentriert.

[1:06:22] Und dann kommt es in der Apostelgeschichte 6 und 7 zur Steinigung des Stephanus. Und dort lesen wir ganz deutlich, äh, das wird mehrmals von Lukas ähm herausgestellt, dass Stephanus vom Heiligen Geist erfüllt war.

[1:06:40] In Apostelgeschichte 6, Vers 18 z.B. finden das voll Glauben und Kraft hat Wunder und große Zeichen unter dem Volk versehen, und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen.

[1:06:55] Und dann heißt es in Vers 15: "Und alle, als alle, die im Hohen Rat saßen, in Anblick sahen sie sein Angesicht, wie das Angesicht eines Engels." Oder dann in Johannes, Apostelgeschichte 7, Vers 55: "Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel vor und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen."

[1:07:15] Also es wird ganz deutlich, hier sprach durch Stephanus der Heilige Geist und die Reaktion der Menschen dort im im Sanhedrin lässt sich zusammenfassen mit Vers 55 und es heißt 54, Verzeihung: "Als sie aber das hörten, schnitt es ihnen ins Herz und sie knirschten mit den Zähnen über ihn." Das heißt, dann Vers 57: "Die mit lauter Stimme hielten sich die Ohren zu und stürmten eindeutig auf ihn los."

[1:07:36] Das ist Feindschaft gegen den Heiligen Geist. Das ist das, was Gott selbst nicht mehr vergeben kann.

[1:07:50] Die Zeit für das Volk Gottes endet hier, denn danach kommt zu einer großen Verfolgung. Saulus ist da ganz aktiv. Viele Christen, also viele Gläubige verlassen Jerusalem, ziehen dann in andere Gegenden. Die Samariter werden erreicht, dann wäre noch Heiden erreicht und die beiden Mission beginnt danach.

[1:08:08] Immer mehr sich auszubreiten. Ist das im Jahre 34 passiert? Wir haben hier zwar keine genaue Datierung, aber mein indirekten Beleg. Wir wissen nämlich, dass Paulus kurz danach sich bekehrt hat.

[1:08:22] Und wir wissen, dass er drei Jahre nach seiner Bekehrung, das sagt ein Galater, äh, Galater Kapitel 1, Vers 18: "Darauf nach drei Jahren zog ich nach Hause hinauf, um Petrus kennenzulernen und blieb 15 Tage bei ihm." Dann weitere 14 Jahre später in Kapitel 2, Vers 1, kommt er zum Apostelkonzil. Das heißt, zwischen seiner Bekehrung und dem Apostelkonzil, das steht in Galater Zeit Vers 1, liegen 17 Jahre.

[1:08:52] Nach dem Apostelkonzil passiert, geht er direkt auf die zweite Missionsreise und in dieser zweiten Missionsreise kommt er unter anderem auch nach Korinth und in der Apostelgeschichte Kapitel 18 und dort Vers 12 heißt es: "Als aber Gallion Prokonsul von Achaja war, traten Juden einmütig gegen Paulus auf und führten ihn vor den Richterstuhl."

[1:09:21] Gallion können wir tatsächlich datieren. Wir wissen, wann der Stadthalter von Achaja gewesen ist, nämlich im Jahre 51. Und wenn man dann 17 Jahre zurückrechnet, kommen wir genau in das Jahr 34.

[1:09:31] Können also auch das hier historisch sehr plausibel machen. Von dort, von dem Jahr 34, bleiben jetzt noch 1810 Jahre übrig von den 2300, die wir in Daniel 8, Vers 14 kennengelernt haben. Und von 34, also 2300 - 490, bleiben 1810 übrig.

[1:09:51] Und das ist jetzt sehr einfach zu rechnen. 34 + 1810 führen uns direkt in das Jahr 1844.

[1:10:01] Das ist die Stunde seines Gerichts. Zu diesem Zeitpunkt gehen Gott, der Vater und Jesus in das Allerheiligste des himmlischen Heiligtums. Dort begann das Vorwiederkunftsgericht.

[1:10:10] Lieber Freund, liebe Freundin, wir leben buchstäblich in der Endzeit. Wir leben in der Zeit, die jetzt die Wiederkunft einleitet. Vor allen Dingen zeigt Jesus, warum Gläubige, wahre Gläubige tatsächlich in den Himmel aufgenommen werden können, weil sie durch die Kraft Gottes ihr Leben verändert haben, weil er für sie gestorben ist und für sie einsteht und ihnen hilft, ein Leben zu leben, das wohlgefällig ist vor ihm.

[1:10:37] Erzählt ihre Sünden, alle Sünden, die im Glauben er das Heiligtum übertragen worden sind, werden jetzt dort getilgt, ausradiert und die Gemeinde selbst gereinigt und vorbereitet auf die Wiederkunft.

[1:10:51] Was interessant ist, ist, dass das Datum 1844 direkt untrennbar verknüpft ist mit den absoluten Kernelementen des ewigen Evangeliums, mit der Menschwerdung, also mit dem Auftreten von Jesus als Messias, mit der Kreuzigung von Golgatha, mit der Etablierung des neuen Bundes und der Ausgießung des Heiligen Geistes. All das, was zu den absoluten Fundamenten und Säulen des Christentums zählt, ist alles Teil dieser Prophezeiung, an deren Ende das Jahr 1844 steht.

[1:11:29] Dass Jesus der Messias ist, dass sein Tod die Sünden der Welt gesündert hat, dass sein Tod den ewigen Bund bestätigt und bekräftigt und ratifiziert hat, dass die Ausgießung des Heiligen Geistes tatsächlich, wie in Apostelgeschichte 2 berichtet wird, all das basiert auf Daniel Kapitel 9 und 8, auf dieser großen Zeitprophezeiung der 2300 Abende und Morgen, von denen die ersten 490 Jahre dem Volk Israel besonders gegeben worden sind.

[1:12:09] Wer an 27 glaubt und an 31 und dann 34, werden die Ausgießung des Heiligen Geistes, an die den neuen Bund, dann das Kreuz von Golgatha und die Messianität von Jesus glaubt, der sollte auch an ein Vorwiederkunftsgericht im Jahre 1844 glauben. Denn es ist ein großer Zusammenhang, einige gigantische ähm Prophezeiung.

[1:12:30] Und wenn wir also dieses Datum in der dreifachen Engelsbotschaft predigen, predigen wir mit dem Datum gleichzeitig die Glaubwürdigkeit der Bibel, die Vertrauenswürdigkeit der positiven, glauben wir, predigen die felsenfeste, das Felsen Fundament der Kreuzigung und der Ausgießung des Heiligen Geistes, des neuen Bundes und der Messianität von Jesus. All das ist mit inbegriffen in dem Datum 1844.

[1:12:58] Deswegen ist es keine Zeit, dieses Datum an den Rand zu schieben. Es muss ins Zentrum gerückt werden, ins Zentrum der Verkündigung des ewigen Evangeliums.

[1:13:09] Denn in Offenbarung 14,7 lesen wir: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen." Wir müssen 1844 zu einer Säule der Adventsbotschaft wieder machen und alle Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen davon erzählen, dass seit 1844 im Himmel das Gerichtstag, dass die Wiederkunft einleitet.

[1:13:30] Wir wissen nicht, wie lange, aber wir wissen, Jesus kommt bald. Und wir wollen heute leben als solche, die einmal durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Wir wollen Weise sein, die um Zeit und Gericht wissen. Und wir wollen die dreifache Engelsbotschaft ganz, nicht nur in einzelnen Ausschnitten, nicht nur in oberflächlichen Verallgemeinerungen, sondern so, wie sie in der Bibel steht, vollständig prophetisch weitergeben.

[1:13:55] Selbst glauben und erleben und Jesus dafür Danke sagen wollen. Doch gemeinsam beten.

[1:14:04] Lieber Vater im Himmel, hat Dank für das prophetische Wort. Hat Dank, dass es uns zeigt, dass wir uns auf dein Wort verlassen können. Danke, dass wir auf sicheren Boden stehen, dass wir nicht nur Gefühlen folgen, sondern Fakten, die man nachprüfen kann und die auch dann noch wahr sind, wenn wir uns einmal schlecht fühlen.

[1:14:19] Danke, dass dein Wort historisch, prophetisch sicher gegründet ist. Und das ist gleichzeitig unser Herz anspricht. Das ist unsere Liebe zu dir vergrößert.

[1:14:32] Lass uns zu sein wie Daniel, die um Verständnis beten, ihre Sünden bekennen und angesichts des Gerichts so leben, dass sichtbar wird, dass du unsere Priorität bist, weil wir deine Priorität sind. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.

[1:14:50] Nächste Woche wollen wir uns dann Gedanken machen über den Schluss von Offenbarung 14, Vers 7. Was bedeutet es, den Schöpfer anzubeten? Das wird ein neues, großes Thema aufmachen. Auch das wird sehr spannend, extrem wichtig werden, und wir freuen uns schon darauf. Bis dann wünschen euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes.


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