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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_Manuskript_2023 3rd Nr 1

In dieser ersten Folge der CSH-Serie über den Epheserbrief führt Christopher Kramp in das Thema ein. Er beleuchtet die ersten Verse des Briefes, in denen Paulus sich als Apostel Jesu Christi vorstellt und die Empfänger als Heilige und Gläubige in Ephesus anspricht. Dabei wird auch der historische Hintergrund der Stadt Ephesus beleuchtet, ihre Bedeutung und ihre kulturelle Prägung.


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Serie: CSH 2023 Q3 - Der Brief an die Epheser

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Transkript

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf dem Messing des Covers zu unserer neuen CSH-Serie über den Epheserbrief. Wir wollen uns in den nächsten drei Monaten ganz ausführlich diesen wunderbaren, kurzen Brief des Paulus an die Gläubigen in Ephesus genauer anschauen und wollen lernen, was Paulus den Menschen damals in dieser kleinen asiatischen Großstadt zu sagen hatte und was vor allem durch ihn, der Heilige Geist, auch uns persönlich heute in dieser Zeit, in der wir leben, sagen möchte. Was wir lernen können, wie unser Glaube wachsen kann und wie wir als ganze Gemeinde in der Liebe gegründet sein können.

[1:26] Wir werden viele interessante Themen und Aspekte dabei studieren. Heute in der ersten Folge, mit der wir uns vorbereiten wollen, bisschen auf das Bibelgespräch am 1. Juli, geht es um eine Einleitung in diesen Brief, um einen Hintergrund. Wir wollen uns unter dem Titel "Paulus und die Epheser" die ersten beiden Verse, die Einleitung des Briefes, anschauen und dann seinen historischen Hintergrund erarbeiten, auch gerade in Bezug auf das, was Paulus und andere seiner Mitarbeiter in Ephesus getan haben, wie diese Gemeinde in Ephesus entstanden ist und auch, wie es mit dieser Gemeinde in Ephesus im Neuen Testament auch noch weiter gegangen ist, damit wir so eine Idee bekommen, was so der Rahmen, der Kontext dieses Briefes ist, um ihn noch besser verstehen zu können und dann seine geistlichen Botschaften auf uns richtig anwenden zu können.

[2:24] Wir wollen dazu, wie immer, Gott einladen, dass er unser Studium segnet, dass wir gute Gedanken haben, die von ihm kommen und dass wir sein Wort dann auch ausleben können, umsetzen können, so wie er sich wünscht. Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen für jedes einzelne biblische Buch, das wir lesen dürfen, dass wir studieren dürfen. Wir danken dir auch ganz besonders jetzt für den Epheserbrief, den wir uns vorgenommen haben, in den nächsten Wochen und Monaten genauer zu studieren. Wir möchten dich bitten, dass du Lichtstrahlen von deinem Ton unser Herz erreichen, dass wir dein Wort richtig verstehen, dass wir begreifen, was du uns im Epheserbrief sagen möchtest und dass wir dann auch diese Dinge in unserem Leben erleben und anderen Menschen weitergeben können. Bitte erfülle du uns mit deinem Heiligen Geist. Wir brauchen dich und wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist, dass die Kraft, die in deinem Wort ist, unser Herz erreicht. Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.

[3:32] Wir wollen zunächst einmal direkt beginnen mit den ersten beiden Versen dieses Briefes, deshalb Apostel Paulus an die Epheser, bevor wir dann in den historischen Hintergrund gehen und zur Stadt etwas lernen wollen und dann vor allem auch die Geschichte von Paulus und der Stadt Ephesus im Neuen Testament in der Apostelgeschichte ein bisschen nachzeichnen wollen. Epheser 1, Vers 1 beginnt: "Paulus, Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, an die Heiligen und Gläubigen in Christus Jesus, die in Ephesus sind."

[4:12] Paulus beginnt im Grunde genommen fast alle seine Briefe so, dass er sich zunächst einmal selbst vorstellt. Er ist Paulus und er schreibt hier einen Brief an die Christen in Ephesus. Er nennt sich einen Apostel, das heißt, einen Gesandten, einen sozusagen offiziellen Abgesandten für Jesus Christus. Wir wissen, die ersten Apostel, die es gab, das waren die, die Jesus, die zwölf Apostel, die er damals auf dem Berg, auf dem er dann noch die Bergpredigt gehalten hat, für diesen besonderen Dienst, offizielle Abgesandte zu sein, geweiht und ordiniert hat.

[4:48] Wir sind zwölf Apostel, ist dann natürlich einer abgefallen, der Judas, oder ein Zwölfter nachgewählt. Aber auch Paulus bezeichnet sich als ein Apostel, der sozusagen dann etwas später noch von Gott berufen worden ist für diesen besonderen Dienst in der Heidenmission, wie das in der Apostelgeschichte sehr deutlich zeigt. An anderer Stelle zum Beispiel in Römer Kapitel 1, da lesen wir dann auch zum Beispiel noch in Römer 1, Vers 1: "Paulus, Knecht Jesu Christi, und dann berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes."

[5:23] Also Paulus hat verstanden, dass er als ein Abgesandter von Jesus gleichzeitig auch dessen Diener ist, dessen Knecht, und Jesus sein Herr ist, dem er folgen möchte und der ihn gesandt hat. Paulus schreibt nicht aus eigenen Stücken, er schreibt nicht seine eigene persönliche Meinung, er schreibt nicht seine eigenen Reflektionen, sondern er schreibt das, was Jesus ihm gezeigt hat.

[5:54] Paulus hat die Gegenden damals in Kleinasien, in Griechenland, nicht besucht, weil er Urlaub machen wollte, weil er neugierig war, weil er die Welt entdecken wollte, sondern weil Jesus ihn gesandt hatte. Und dorthin, wo Jesus ihn sandte, dorthin ging es. Es gab Momente, da hatte er sich vorgenommen, irgendwo hinzugehen, aber der Heilige Geist hat es ihm nicht erlaubt.

[6:12] Oder ich und du, wir alle müssen lernen, wenn wir Diener Jesu sein wollen, dass wir in unserem Wirken für Jesus uns von ihm leiten lassen. Das Momente geben kann, wo wir uns – das habe ich in meinem Leben erlebt – wo wir uns Dinge gewünscht haben, die wir dann, wo Gott einen anderen Plan gehabt hat. Wir müssen lernen, Jesus zu folgen als Knechte, als Apostel.

[6:39] Ist es deinen Wunsch heute auch, ein Abgesandter für Jesus zu sein, sich ihm zur Verfügung zu stellen, damit Jesus dich dorthin senden kann, wo er dich haben möchte? Nun, Paulus sagt ganz deutlich: "Ich bin Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes."

[7:00] An anderer Stelle hat er das auch noch deutlicher ausgeführt in Galater 1 und dort Vers 1. Da sagt er: "Paulus, Apostel, nicht von Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der auferweckt hat aus den Toten." Paulus war nicht von Menschen berufen worden, ist nicht einfach von einem Menschen, der mutig geworden: "Mach mal, du könntest da was Gutes bewirken, du hast da einige Talente, probier's doch mal aus."

[7:26] Sondern Paulus hatte ein ganz klares Berufungserlebnis. Die Geschichte seiner Berufung, die findet ihr in der Apostelgeschichte 9 und auch in Kapitel 22 und 26, dann noch mal den verschiedenen, bei verschiedenen Gelegenheiten nacherzählt. In der Apostelgeschichte 13 finden wir ganz explizit in den ersten Versen auch die Geschichte, wie der Heilige Geist dann explizit Barnabas und ihn für diese erste Missionsreise damals ausgewählt hat.

[7:53] Paulus wusste aus eigener Erfahrung, er hat sich das nicht selbst ausgesucht, hat sie nicht dafür beworben, sondern Gott hat ihn gegriffen, Gott hat ihn dazu auserwählt, denn dazu gemacht. Und als Paulus bereit war, als er sich dafür entschieden hat, Gottes Willen zu tun, hat er die Aufgabe seines Lebens gefunden.

[8:13] Kennst du die Aufgabe deines Lebens? Gott hat für jeden von uns, für mich und für dich, eine Aufgabe vorgesehen, die für uns schon geplant hat, bevor wir geboren worden sind. Und die große Aufgabe unseres Lebens besteht darin, herauszufinden, welche Aufgabe Gott uns gegeben hat.

[8:29] Denn wenn wir das tun, wozu Gott uns gemacht hat, sind die glücklichsten Menschen, die es gibt. Und ich möchte mich jeden Tag bewusst sein, dass Gott mich zu einer bestimmten Aufgabe berufen hat und diese Aufgabe nachgehen.

[8:45] Paulus sagt nicht durch, also durch den Willen Gottes, das, was er tat, tat er, weil Gott es wollte. Und Paulus wendet sich hier an die Heiligen und Gläubigen in Christus Jesus, die in Ephesus sind.

[8:59] Die Heiligen, die werden definiert in Offenbarung 14 und dort Vers 12. Das sollte uns noch frisch in Erinnerung sein von unserer letzten Serie, der Spezialserie, drei kostenlose Botschaften über die dreifach Engelsbotschaft, wo wir über die Gruppe der Endzeitgläubigen folgendes lesen: In Offenbarung 14 und dort Vers 12: "Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren."

[9:31] Heilige sind Menschen, die an Jesus glauben und die Gottes Gebote bewahren. Petrus sagt den Christen seiner Zeit im ersten Jahrhundert in 1. Petrus Kapitel 2 und dort Vers 9: "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht."

[9:57] Heilige sind Menschen, die in der Finsternis waren und die von Gott herausgerufen worden sind in sein wunderbares Licht. Ist also nicht Menschen, die aus sich selbst herausleuchten, die selbst so heilig sind, dass man sie bewundern müsste, sondern Menschen, die in der Nähe Gottes sind.

[10:13] Denn es gibt nur einen, der die Quelle aller Heiligkeit ist, und das ist Gott selbst. Von ihm heißt es, singen die Cherubim und die Seraphim im himmlischen Thronraum: "Heilig, heilig, heilig." Er ist die Quelle aller Heiligkeit. Und wo Gott ist, alles, was in seiner Nähe ist, beteiligt. Sogar der Staub direkt vor dem brennenden Dornbusch war heilig, nicht, weil er irgendwie anders war als andere Staubkörner, sondern weil Gott gegenwärtig war.

[10:47] Ein Zelt wurde heilig, eine bestimmte Abteilung des Zeltes, sogar allerheiligst, weil Gott dort war, weil Gott dort besonders wohnte. Menschen werden heilig durch die Gegenwart Gottes in ihrem Leben.

[11:08] So auch in 2. Mose 19, Vers 4 und 6, als Gott das Volk an den Sinai gerufen hat, gesagt hat: "Ich habe euch erlöst und ich wünsche mir, dass ihr mein Eigentum, ein Eigentumsvolk, seid, ein besonderes Eigentum, eine Nation von Königinnen und Priestern, ein heiliges Volk." So wie es Petrus dann auch wiederum aufgreift, das wir gerade gelesen haben.

[11:31] Menschen, die Gott kennengelernt haben und ihre Erfahrung mit Gott weitergeben. So wie das Heiligtum, das heißt das Zelt, ein Ort war, wo man Gott begegnen konnte, wo man zu Gott geführt wurde. Sozusagen sollen Menschen heilige Menschen sein, die selbst Gott kennengelernt haben und die andere Menschen zu Gott führen.

[11:55] Bald werden das im Hinterkopf, wenn wir darüber nachdenken, an wen Paulus hier schreibt. Er schreibt an die Heiligen, den Antrag. An anderer Stelle sagte er auch ganz deutlich in 1. Korinther 1, Vers 2: "An die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns."

[12:27] Es sind die Geheiligten, die, die in Christus Jesus geheiligt sind. Es ist Jesus im Herzen, Jesus im Denken, Jesus im Leben, im alltäglichen Leben, der uns zu heiligen Menschen macht, denn er ist unsere Heiligung, er ist der Heilige überhaupt. Und wenn er unser Leben bestimmt, dann werden wir durch seinen, durch den ein Abglanz seiner Heiligkeit in diese Welt tragen können.

[12:51] Dann werden wir zu heiligen. Römer 1 und dort Vers 7 bekommen diese Heiligen von Paulus auch einen besonders schönen Namen. Es heißt in Römer 1, 7: "An alle in Rom Anwesenden, Geliebten Gottes, an die berufenen Heiligen, Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus."

[13:14] Paulus nennt sich hier die in Rom Anwesenden, geliebten Gottes, Menschen, die Gott besonders nahe sind. Wir wissen von Johannes, dass er der Jünger war, den Jesus liebt. Und Jesus liebt alle Menschen gleiches, für alle Menschen gestorben, für alle Menschen hatte die größte denkbare Liebe. Aber Johannes war der, der wie kaum ein anderer diese Liebe in einem besonders starken Maße erwidert hat.

[13:35] Und Liebe ist letztendlich keine Einbahnstraße. Nur, obwohl Gott uns mit ganzem Herzen liebt, ist es doch nur eine einseitige Sache, wenn wir nicht zurücklieben. Die Qualität der Beziehung ist eine völlig andere, wenn wir ihn zurücklieben. Dann nehme ich, es ist eine erfüllte Liebe, eine Liebe, die tatsächlich auch ihren Zweck erfüllt, nämlich Gemeinschaft zu haben. Gott liebt uns mit einer unvorstellbar großen Liebe, aber diese Liebe ist darauf angelegt, sie hat das Ziel, dass wir uns zurücklieben.

[14:06] Und je mehr wir zurückgeben, desto größer sozusagen das Gesamtvolumen an Liebe, wenn man das so bezeichnen kann. Johannes hatte Jesus besonders lieb gewonnen und so sagt die Bibel, dass Jesus ihn liebte in besonderem Maße. Daniel galt als der viel Geliebte, weil er mit solch einer Hingabe Gott diente und ihn geliebt hat.

[14:29] Hier sind also Menschen, die eben so nah bei Gott sind, weil sie ihn lieben, nicht, weil sie dazu gezwungen sind, sondern weil sie gerne in seiner Gegenwart sind. Und das ist das Ideal, das ist das, was Gott sich wünscht. Das ist das, wohin Gemeinde immer sich oder was Gottes Gemeinde sein soll auf dieser Erde.

[14:49] Eine Gruppe von Menschen, die keine andere Gruppe von Menschen in dieser Welt Gottes Liebe ganz eng und ganz fest in ihrem Leben erlebt und mehr als alle anderen von dieser Liebe erfüllt ist, um sie dann weiterzugeben. Die Heiligen, also, Paulus schreibt an die Heiligen und die Gläubigen in Christus Jesus.

[15:08] Das Wort "gläubig" hier, das kann auch bedeuten die "Pistoi", das sind einfach die, die an Jesus glauben, oder noch die, die in Christus Jesus treu sind, die Treuen. Und das wird zum Beispiel deutlich in einer ganz ähnlichen Konstruktion in 1. Korinther 4, Vers 17, wo wir die gleiche Kombination an Worten haben: "Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt, der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist."

[15:39] Also das gleiche Wort, dass wir das, wenn jetzt erst ein teurer, aber er ist auch treu. Und das ist das, was Paulus sich hier auch für die Epheser wünscht, was Gott sich für alle Gemeindemitglieder der ganzen Welt wünscht, dass wir heilig sind mit seiner Gegenwart, leben und von seiner Gegenwart mit dem Heiligen Geist erfüllt werden und dass wir an Jesus glauben und deswegen ihm treu sind.

[16:07] Und dann heißt es hier in Epheser 1, Vers 2: "Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus." Das ist die ganz typische Grußformel in den Briefen des Neuen Testaments, die mit minimalen Abweichungen, Variationen in so gut wie jedem Brief immer und immer wieder auftaucht, ganz am Anfang. Und woran man deutlich sehen kann, es handelt sich hier um einen Brief.

[16:29] Und Paulus wünscht, wieso oft, Gnade und Friede. Er wünscht, dass wir Gottes Gnade und Gottes Frieden erleben. Denn diese Gnade, dieser Friede kommen von Gott, sie kommen von Jesus. Und das wünscht er allen Gemeinden. Und weil das allen Gemeinden wünscht, kommt es auch in allen Briefen immer und immer wieder vor.

[16:51] Dieser Brief ist aber nicht nur ein allgemeiner Brief. Er ist geschrieben an die Gemeinde in Ephesus. Und wir wollen ein bisschen verstehen, was diese Stadt ausgemacht hat, um so ein bisschen das Setting zu verstehen, auf dem dieser Brief dann entstanden ist. Und Ephesus ist eine ziemlich alte Siedlung. Es gab schon vor der Zeit von Abraham erste Siedler dort auf dem Hügel, dort in Westkleinasien, an der Stelle, wo heute oder wo dann später Ephesus stand.

[17:24] Und diese Stadt ist wahrscheinlich die Stadt, die in den hethitischen Quellen ungefähr zur Zeit von Mose erwähnt wird, wo es die eine Stadt, die Hauptstadt des sogenannten Zar-Bereiches gewesen ist, zwischen den Hethitern in Anatolien und dann den ionischen Griechen in der Ecke. Da ist so mittendrin in Westkleinasien, der heutigen Westtürkei. Weil dieses Zar-Reich und der Vater war die Hauptstadt und man hört davon hat etwas miteinander zu tun.

[17:54] Natürlich untergegangen, das Zar-Reich, dann irgendwann auch. Es gab gewaltige Umbrüche dann ab dem ab 1200 vor Christus und spätestens ab 1000 vor Christus war Ephesus eine griechische Siedlung. Die es gibt diese griechische Wanderung dann in dieser Zeit, die Besiedlung vom griechischen Festland auf die kleinasiatische Westküste, wo die Griechenland ja sich dort festgesetzt haben.

[18:22] Und dann in der 7. Jahrhundert vor Christus war Ephesus ein Teil dieses 12-Städtebundes, wo 12 ionische, also griechische Städte, es gab verschiedene Stämme, die Dorer und die Ionier und so weiter, und die Ionier hatten da 12 Städte und haben dort ihren Bund gehabt. Das regierten sogenannten Tyrannen, das war nicht unbedingt schlechte Herrscher, sind einfach Tyrannen.

[18:44] Und zwar diese Gegend, wo die Griechen dann auf ja, die Kulturen des Alten Orients schließen, vor allem auf die Lüder erst einmal, wo die ersten Anfänge auch der griechischen Philosophie dann entstanden sind. Um 560 vor Christus ist er erobert worden von Krösus, das heißt, von den Lüdern, die in Sardes ihre Hauptstadt hatten. Und der hat die Stadt ein bisschen verlagert und einen gigantischen Marmortempel gebaut für die Göttin Artemis.

[19:15] Diese Göttin Artemis, die wurde in Ephesus wohl schon seit langer Zeit verehrt und das werden wir später dann in der Apostelgeschichte auch noch wiederfinden. Da gab es eine besondere Artemis, die Artemis von Ephesus. Das war eine griechische Göttin und ihr seid Marmortempel, der gebaut worden, dass er so gigantisch, so groß, dass er tatsächlich zu den sogenannten antiken sieben Weltwundern zählte, neben den Pyramiden zum Beispiel, den hängenden Gärten der Semiramis in Babylon, obwohl es eigentlich je nach Zählung und dann sogar manchmal mehr als sieben Weltwunder waren.

[19:45] Aber das eines der ganz großen Bauwerke überhaupt und er versucht entsprechend sehr berühmt. Knapp 20 Jahre später kamen die Perser und der General Harpagos hat die Stadt für die Perser erobert, hat dann wieder so Tyrannen eingesetzt nach griechischem Muster. Er versucht hat sich nicht gegen die Perser erhoben zu einer Zeit, als dann um 500 sehr viele griechische Städte dort an der Küste von Kleinasien die Perserherrschaft abschütteln wollten.

[20:14] Das haben die nicht gemacht, wurden aber dann trotzdem frei, als im Zuge der Perserkriege um 480 die Griechen ja dann völlig überraschend bei Marathon und Salamis die Perser besiegt haben. Und dann war er versucht, erstmal so eine freie griechische Stadt, wurde dann 465 Mitglied im attischen Seebund, also dort, wo die Athena ihr großes Reich entwickelt hat.

[20:38] Dann im Peloponnesischen Krieg, als das innerhalb von Griechenland zum Krieg, haben dann die Seiten gewechselt zu Sparta und kam dann 387 erneut unter persische Herrschaft, die schon erwähnt, diese Kontaktzone mit den Persern, mit auch vor den Lüdern und dann den Griechen war in Kleinasien war ja die Geburtsstätte dessen, was man die ionische Naturphilosophie nennt, wo die Menschen sich angefangen haben, erstmal philosophische Gedanken zu machen, die Welt zu erklären.

[21:05] Und wo vieles von dem, was auch an altorientalischem Wissen und auch Kultur und Religion es gab, dann quasi zu den Griechen weitervermittelt worden ist. Also da war Ephesus an einem kulturell sehr spannenden und sehr wichtigen so eine Schnittstelle.

[21:20] 356 vor Christus gab es dann etwas ganz Dramatisches im Juli, wenn so was der 21. Juli, aber ich könnte mich jetzt täuschen, da gab es einen Mann, der wollte unbedingt unsterblich werden und wusste sich nicht anders zu helfen, als mit voller Absicht diesen berühmten Tempel der Artemis abzubrennen, weil er meinte, wenn er das tut, dann wird man das nie wieder vergessen und sein Name wird unsterblich werden.

[21:42] Und tatsächlich, das passiert. Man erinnert sich heute noch an ihn, 356, tatsächlich im Geburtsjahr von Alexander dem Großen, was einige später noch in Verbindung haben bringen wollen, aber natürlich völlig.

[21:52] wollen aber natürlich völlig ohne Begründung ist dieses Artemision dieser Tempel abgebrannt worden und dann wieder aufgebaut worden, nachdem Alexander dann alles dort erobert hat. Kam die Stadt zu Lysimachos, der hat sogar zeitweise die Stadt umbenannt in den Namen seiner Frau Arsinoë. Die Stadt ein bisschen verlegt, weil schon zu dieser Zeit die Küste immer weiter sich von der Stadt entfernt hat. Das Land ging das mal mehr verlandet und die Küste ging weiter weg. Man wollte dann an der Küste bleiben, heute sind die Ruinen auch ziemlich weit weg von der Küste entfernt.

[22:29] Irgendwann ist die Stadt dann Teil des Seleukidenreiches geworden und dann wieder der tolle Meer und dann wieder Seleukiden. Das ging also bei diesem hin und her und dann 188 viel die Stadt an das kleine Königreich Pergamon, das Königreich Pergamon dann per Testament an die Römer vererbt wurde. 133 waren plötzlich er versucht römisch. Im ersten Jahrhundert vor Christus haben die Epheser, das waren schon nicht mehr allzu weit von der Zeit von Paulus entfernt, sich auf die Seite von Dareios dem Sechsten, dem König von Pontus geschlagen, gegen die Römer rebelliert. Und da gab es eine riesige Blut-Tat in Ephesus, die sogenannte Vesper von Ephesos, wo alle in Ephesus lebenden Römer, die dort angesiedelt worden sind, alle umgebracht worden sind. Das hat dann zum Krieg geführt gegen diesen Mithridates und dazu, dass erstmal als Stadt ziemlich alle Privilegien verloren hat. Man hatte vorher eine sehr privilegierte Stellung, eine wichtige Handelsstadt und alles verloren.

[23:23] Aber dann ungefähr 16, knapp 60 Jahre später, begann der erneute Aufstieg unter Kaiser Augustus. Als er dann Kaiser wurde, hat man Ephesus zur neuen Hauptstadt gemacht der ganzen Provinz Asia, hat Pergamon abgelöst und damit wurde er versucht nun eine der größten Städte Asiens überhaupt. Ein Hafen mit einem gewaltigen Umschlagsplatz, also eine ganz zentrale Stadt dort im östlichen Mittelmeer. Die Provinz Asia war eine sehr prestigeträchtige Provinz, eine senatorische Provinz und ähm, das heißt, wenn man in Ephesus wirkte, hatte man auch eine gute Möglichkeit in die gesamte kleinasiatische Provinz Asia dort hinein zu wirken.

[24:11] 23 nach Christus, also nur vier Jahre, bevor Jesus getauft worden ist, ist die Stadt durch ein schweres Erdbeben zerstört worden und danach mit der Hilfe der römischen Kaiser sehr schnell wieder aufgebaut worden. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass noch etliche von denen, die hier mit Paulus in Berührung kamen, sich an dieses Erdbeben erinnerten. Konnte das ist durchaus möglich, dass sogar manches noch zur Zeit, als Paulus in Ephesus war, erst wieder am Aufbau, also das eine Gebäude gerade doch erst wieder aufgebaut werden musste. Und das bringt uns jetzt zu der Geschichte, die uns jetzt vor allem interessieren soll, nämlich wie Ephesus zu einer christlichen Gemeinde.

[24:53] Wir wissen aus Apostelgeschichte 18 Vers 18 bis 21, dass Paulus zunächst einmal in Korinth gewesen ist. Da war im Jahre 51, das wissen wir aufgrund der Angabe des Konsuls dort, das Stadtteil Gallion in Vers 12. Dann heißt es ab Vers 18: „Nachdem aber Paulus noch viele Tage dort verblieben war, nahm er von den Brüdern Abschied und segelte nach Syrien, um mit ihm Priscilla und Aquila, nachdem er sich in Kenia das Haupt hatte scheren lassen, denn er hatte ein Gelübde. Und er gelangte nach Ephesus und ließ jene dort zurück. Er selbst aber ging in diese Synagoge und hatte Gespräche mit den Juden.“ Also auf einem Zwischenstopp. Er war eigentlich von dem Weg auf dem Weg von Korinth wieder zurück nach Jerusalem und quasi ein Zwischenhalt brachte ihn nach Ephesus und dort hat er dann Priscilla und Aquila, die er gerade in Korinth erst getroffen hatte. Das waren Juden, die aus Rom ausgewiesen worden sind. Der Kaiser Claudius hatte dort alle Juden ausgewiesen kurz zuvor und dann waren die nach Korinth gekommen und dort hat er sie getroffen. Die waren alle drei Zeltmacher und da hat man hat ihn gewohnt, hatten Zeit sich besser kennenzulernen und hat sie dann in Ephesus zurückgelassen.

[26:03] Er hat selbst nur kurze Zeit dort missioniert in der Synagoge, hatte Gespräche mit ihnen und offensichtlich auch guten Erfolg, denn wir lesen in Vers 20: „Als sie ihn aber baten, längere Zeit bei ihnen zu bleiben, willigte er nicht ein.“ Also Paulus hatte Zeitdruck, er musste weiter und obwohl sie hier die Türen quasi öffneten, dass die Leute Interesse hatten und sagten: „Bleib weiter hier und unterrichte uns bitte, erzähl uns das Evangelium.“ Musste Paulus weiter. Hat Priscilla und Aquila dort gelassen. Das sind so die ersten Eindrücke, die das Evangelium in der Stadt Ephesus hinterlässt.

[26:37] Und dann heißt es, sondern am Abschied von ihnen, Vers 21: „Indem er sprach: Ich muss unter allen Umständen das bevorstehende Fest in die Rosanen feiern. Ich werde aber wieder zu euch zurückkehren, so Gott will.“ Und das Segel von Ephesus ab. Also Paulus kommt, hat nur wenig Zeit, beginnt dort zu predigen. Leute sind begeistert, wollen mehr hören. Er sagt: „Keine Zeit, ich muss lernen und so Gott will, komme ich wieder.“ Und segelt ab und er lässt zwei geschätzte Freunde und ja, Mitarbeiter sozusagen dort vor Ort zurück.

[27:11] Vers 24: Paulus kommt nach Jerusalem und überlegt sich dann kurz Zeit später, eine zu einer dritten Missionsreise aufzubrechen. Also, das war hier bei der Rückreise von der sogenannten zweiten Missionsreise aus Griechenland. Er bricht auf eine dritte Missionsreise auf, geht allerdings erstmal wieder so durch Kleinasien von Osten her. Und wir lesen, Vers 24: „Aber ein Jude namens Apollos aus Alexandria, gebürtig, das heißt aus dieser ägyptischen Hafenstadt, die Alexander der Große gegründet hat, kam nach Ephesus, ein bereder Mann, der mächtig war in den Schriften.“ Paulus hatte nicht so viel Zeit, Paulus war nicht verfügbar. Gott sendet jemand anderes, er sendet diesen Apollos, der offensichtlich außergewöhnliche Fähigkeiten hatte in der Rhetorik und ein umfassendes Bibelwissen hat.

[27:58] Der kommt nach Ephesus, was macht er dort? Vers 25: „Dieser war unterwiesen im Weg bisher, das heißt, er kannte das Christentum mehr, er war darin gelehrt und feurig im Geist, hat also eine echte Missions-Haltung. Er redete und lehrte genau über das, was den Herrn betrifft, kann aber nur die Taufe des Johannes.“ Also wir haben hier jemanden, der wirklich von ganzem Herzen, mit voller Begeisterung das Christentum predigt, dass er kennt. Aber ihm fehlen noch ein paar Details. Er ist noch nicht vielleicht nicht die gesamte gegenwärtige Wahrheit, sozusagen. Aber das, was er weiß, predigt er mit Vollmacht und mit großer Begeisterung.

[28:34] Wir wissen aus dem Korintherbrief, dass er so beeindruckend gepredigt hat, dass später bei der Teilung der bei den Streitigkeiten in Korinth, einige gesagt haben: „Wir gehören zu Paulus.“ Eine gesagt: „Wir haben uns Petrus.“ Eine: „Wir haben gesagt Apollos.“ Ja, der wurde fast wahrgenommen als fast gleichwertig wie diese anderen großen.

[28:54] Und dann Vers 26: „Und er fing an öffentlich in der Synagoge aufzutreten.“ Hat also öffentliche Evangelisation in der jüdischen Synagoge gemacht. Und dann heißt es hier: „Als Aquila und Priscilla ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus.“ Das heißt, die Mitarbeiter von Paulus sehen diesen begabten Mann, sehen welchen Eifer er mit sich bringt und was er alles gut bewirkt und zeigen ihm jetzt noch weitere Details, eine genauere Erklärung des Evangeliums, wodurch er noch wirkungsvoller ist und noch stärker für Gott ein Segen sein kann.

[29:27] Vers 27: „Als aber nachher hinübergehen wollte, jetzt interessant, ermunterten ihn die Brüder und schrieben an die Jünger, dass sie ihn aufnehmen sollten.“ Und also dort kam, als er dort ankam, war eine große Hilfe für die, welche durch die Gnade Gottes durch die Gnade gläubig geworden waren. Also der Ephesus, der Apollos, der wird in Ephesus und der hat großen Erfolg und die Leute sind ganz begeistert.

[29:51] Aber dann sagt Paulus: „Kann ich sicher bleiben? Ich muss woanders hin. Ich möchte nach Achaia, das heißt, ich möchte nach Griechenland, nach Süd-Griechenland und möchte dort auch wirken, dort, wo auch der Paulus schon gewesen ist.“ Und die Leute in Ephesus, die Gläubigen Ephesus, die Gemeinden Ephesus, sagen nicht: „Nein, du musst hier, du bist hier wichtig, wir brauchen dich hier.“ Ja, jemand anders soll dahin gehen, sie im unter ihnen sogar und sagen: „Ja, du hast uns hier sehr gedient und dort Griechenland wirst du vielleicht noch mehr gebraucht.“ Wie er ermuntert dich dorthin zu gehen. Sie unterstützen ihn und und bestätigen auch seinen guten Dienst, der war ja noch nicht so bekannt in dem weiteren christlichen Netzwerk.

[30:26] Also wir sehen ja eine Gemeinde, die, obwohl noch ganz frisch war, noch kaum etwas von Paulus selbst richtig mitbekommen hat, bereit war auch einen Lehrer wieder abzugeben, weil sie gesehen hat, dass er woanders auch wichtig ist und auch vonnöten. Das ist ein interessante Einstellung, die wir hier finden von diesen frühen Christen in Ephesus.

[30:49] Und dann finden wir Paulus, dass er selbst nach Ephesus kommt. Das heißt, in Apostelgeschichte 19,1: „Es geschah aber, während Paulus in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höher gelegenen Gebiete durchzogen hatte, also in Ost- und Zentral-Anatolien, dass er nach Ephesus kam und als er einige Jünger fand, sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Sie aber antworteten ihm: „Wir haben nicht einmal gehört, dass der Heilige Geist da ist.“

[31:14] Jetzt kommt also Paulus und er hat dort Gelegenheit einigen Gläubigen, die noch einige Dinge nicht verstanden haben, die noch nie vom Heiligen Geist gehört haben, ihnen sozusagen diese Lehre zu erklären. Sie werden dann wieder getauft, kann man gelesen bis Vers 7. Und er vervollständigt somit die Arbeit, die Apollos schon getan hat und und fügt das hinzu, was Apollos noch nicht getan hat, noch nicht tun konnte.

[31:37] Und Paulus bleibt dann in Ephesus. Es heißt in Vers 8: „Und er ging in diese Synagoge und trat öffentlich auf, indem er drei Monate lang Gespräche führte und sie zu überzeugen versuchte von dem, was das Reich Gottes betrifft.“ Also Paulus nimmt sich jetzt Zeit und missioniert drei Monate lang in Ephesus.

[31:53] Und dann gibt es Streit, weil viele von den Juden in der Synagoge das nicht hören wollen. Das heißt, für neues dabei etliche sich verstockten und sich weigerten zu glauben, sondern den Weg vor der Menge verleumden. Also den Weg, das heißt, also das Christentum, so wurde das ja in der Anfangszeit. Genau das war dann der Weg, also die Botschaft von Paulus, das Christentum wurde verleumdet.

[32:14] Und das erst heißt dann: „Er trennte sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und hielt täglich Lehrgespräche in der Schule eines gewissen Tyrannos.“ Also am Anfang war es ja so, dass die Apostel innerhalb innerhalb des Systems des Synagogen, innerhalb des jüdischen Systems Menschen gewinnen wollten und deswegen lange Zeit ist auch den Außenstehenden schwer viel zwischen Christen und Juden dann überhaupt zu unterscheiden. Aber hier ist der Punkt gekommen, wo Paulus eine eigene Gruppe dann gründet und sagt: „Wir sind jetzt für uns.“ Und er hält dann täglich diese Studium ab in der Schule des Tyrannos.

[32:45] Und dann bleibt er eine ganze Zeit dort, sehr lange, zehn heißt es, das geschafft, zwei Jahre lang, so dass alle, die in der Provinz Asia wohnten, das Wort des Herrn Jesus hörten, sowohl Juden als auch Griechen. Und wir verstehen jetzt auch, warum, weil Ephesus mittlerweile ja die Hauptstadt dieser berühmten, senatorischen Provinz Ephesus war ja eigentlich im Wesentlichen deckungsgleich mit dem früheren Königreich Pergamon, das er vererbt an die Römer kam.

[33:14] Paulus hat als verstanden, was für ein zentraler wichtiger Ort diese Stadt war, berühmt wie sie war und reich wie sie war und auch vom Handels von Handelsroute dort an der Küste gelegen, sehr effektiv dort lange zu bleiben. Und diese zwei Rahmen dazu geführt, dass das Evangelium sich weit über die Stadtgrenzen hinaus in der ganzen Provinz, sowohl bei Juden als auch bei den nicht-Juden, bei den griechischsprachigen Menschen verbreitet hat.

[33:38] Und wir lesen in Vers 11 und 12, das brauchen wir jetzt nicht im Detail lesen, aber wir lesen dort von außergewöhnlichen Wundern, die dort in Ephesus geschehen. Das wird vielleicht auch für unser Studium vom Epheserbrief noch interessant werden, wirklich spektakuläre Wunder, die passieren. Und zwar sind die so spektakulär, so beeindruckend, dass sogar die Magier und die Zauberer, die es dort gibt, ähm zum zu der auf die Idee verfallen, das zu imitieren und dann auch versuchen, im Namen des Jesus, den Paulus verkündet, dann Geister zu beschwören und so weiter.

[34:12] Das heißt, das Wirken von Paulus hat solch einen Impact, so einen Eindruck hinterlassen, dass sogar die Götzen Diener versuchen, ihn zu imitieren. Ja, es gab es gibt ja leider oft Zeiten, wo die das Christentum versucht, die Welt zu imitieren, weil man versucht sich an der Welt zu orientieren, mit weltlicher Musik und weltlicher Mode und weltlichen Dingen irgendwie die Welt zu gewinnen. Aber hier war das Christentum in seiner Reinheit so massiv leuchtend, so eindeutig, so anders, so spektakulär, so erfolgreich, dass die Welt anfängt, sich am Christentum zu orientieren.

[34:47] Und versuchte das zu irgendwie zu imitieren. Sehr interessant, aber das zeigt uns, was für eine Kraft dort mit Paulus gewesen ist. Und dann gibt es hier diese Geschichte, wo Leute versucht haben, dann das zu imitieren, natürlich damit gescheitert sind, weil natürlich das Original nur das Original wirklich Kraft hat.

[35:07] Wir lesen weiter in Apostelgeschichte 19 und dort ab Vers 18 sehen wir, wie tiefgreifend die Erweckung und die Bekehrung der Menschen dort gewesen ist. Ab Vers 18: „Und viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und erzählten ihre Taten.“ Das waren also nicht nur Menschen, die sagten: „Ah, jetzt ist es besser in der Gemeinde zu sein, ich habe davon einen politischen Vorteil oder ich habe dann ein besseres soziales Netzwerk.“ Sondern sie bekannten ihre Taten, sie taten echte Buße.

[35:31] Das heißt, die Gemeinde in Ephesus entstand, weil dort eine echte evangelistische Erneuerung stattfand, eine echte Bekehrungswelle, eine echte Reformation. Vers 19: Das wird ganz deutlich jetzt praktisch in dem, was sie taten. „Viele aber von denen, die Zauberkünste getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allem.“ Und sie berechneten ihren Wert und kamen auf 50.000 Silberlinge. Die Leute gaben wirklich etwas auf. Sie haben nicht einfach nur aus Emotionalität gedacht: „Ach, jetzt wollen wir mal als mit dem Christentum versuchen.“ Sondern sie haben sich radikal von ihrem alten, falschen Leben getrennt, haben alles das, was so Kult war, was mit Satan zu tun hatte, weggeschmissen, verbrannt und völlig neu angefangen. Ihre Taten zeigten, dass sie Früchte brachten, die der Buße würdig sind.

[36:21] Die Gemeinde in Ephesus entstand durch eine echte Herzensverändernde Evangelisation und Reformation. Vers 20: „So breitete sich das Wort des Herrn mächtig aus und er wiegt sich als kräftig.“ Das sollten wir im Hinterkopf behalten, wenn wir den Epheserbrief studieren, wenn die Botschaften dort lesen, dass wir uns vor Augen halten, mit was für einer Vollmacht das Evangelium dort in diese erste Gemeinde gegründet hat, wie das so zustande kam.

[36:55] Wir lesen sogar, dass in Vers 31 auch etliche der Asiaten, die ihm wohlgesonnen waren, sandten zu ihm und baten ihn, sich nicht ins Theater zu begeben. Die asiatischen Asiarchae, das waren also wörtlich, die Herrscher von Asia, von der Provinz Asia. Also das waren sehr hochgestellte Beamte. Die hatten die Aufgabe, so wie es auch in Rom wichtige Beamte gab, wie Konsuln zum Beispiel, und dort die dann auch in der steht statt römischen Bevölkerung für Spiele sorgen sollten und das alles organisieren sollten. Gab es auch so etwas in den Provinzen. Und die Asiaten waren sehr hochgestellte Beamte, die sollten sich darum kümmern, dass es dort öffentliche Spiele gab zur Unterhaltung des Volkes. Sie waren auch dafür zuständig, dass der Kaiser verehrt wurde, der Kaiserkult, der insbesondere im Osten des Reiches auch sehr schnell dazu übergehen, dass man den Kaiser anbetete, dass man den vergöttlichte, was in Rom selbst zu dem Zeitpunkt noch verpönt gewesen ist, jedenfalls bei Lebenden.

[37:50] Also das waren Menschen, die eigentlich jetzt von ihrer Aufgabenbeschreibung her, von dem, was sie vertraten, eigentlich mit dem Evangelium wenig zu tun hatten, weil sie Dinge taten, die das Evangelium explizit ja bekämpft. Ja, und und eigentlich, wenn das Evangelium angenommen wird, diese Dinge abnehmen. Aber trotzdem waren sie Paulus wohlgesonnen. Und das zeigt auch, dass er ein sehr besonderes, taktvolles Auftreten gehabt haben muss. Er war kein Radikaler, der einfach gegen alles und jeden gewettert hat, sondern dass Evangelium mit Vollmacht gepredigt. Und das hat ihn selbst bei den höchsten Beamten viel Sympathie eingebracht.

[38:23] Paulus hat dann, als er zwei Jahre dort gewesen ist, seine weitere Reise geplant. In Vers 21 und 22 können wir das nachlesen, dass er dort sich vorgenommen hat, danach Makedonien und danach nach Griechenland zu ziehen, dann noch einmal nach Jerusalem und dann hat er sich vorgenommen, dann möchte ich unbedingt auch noch nach Rom.

[38:51] Makedonien fortgeschickt, blieb aber noch eine Weile in der Provinz Asia und dort kam es dann zu einem regelrechten Skandal, zu einem voll ausgewachsenen Aufruhr in der Stadt Ephesus. Das wird in Vers 23 hier erwähnt. Aber um jene Stadt, Verzeihung, aber um jene Zeit entstand ein nicht unbedeutender Aufruhr um deswegen Lukas ist Historiker, schreibt auch quasi historisch sehr interessiert und und genau, er will damit sagen, das war nicht einfach nur so ein kleiner Tumult. Das war etwas, das erregte die Aufmerksamkeit überregional. Ein Aufruhr, ein Tumult, eine quasi seine wollte aber ein eine richtige Volkszusammenrottung in dieser größten, bedeutendsten und einer der größten bedeutendsten Städte in dem ganzen östlichen Römischen Reich wegen des Christentums.

[39:48] Sagt um deswegen, das Christentum führt zu einer Situation, die sozial in der Gesellschaft in dieser Stadt springen Ladung mit sich bringt. Was ist passiert? Wir können das alles im Teil aus Zeitung letztlich lesen, aber wir können es selbst zu Hause nachlesen ab Vers 23 bis 41. Es gibt Stress, weil die Handwerker, die die Götterbilder darstellen, das Gefühl haben, dass sie bald arbeitslos sind, weil die Menschen sich von der Verehrung der Götzen zu dem lebendigen Gott des Himmels bekehren. Hier wird immer von der Diana gesprochen und Diana ist nichts weiter als die römische Entsprechung zur Artemis. Ähm, dass er damit zu tun, dass die Römer im Prinzip alles, was sie bei den Griechen vorgefunden haben, dann sozusagen römisch interpretiert haben. Aus Zeus wurde Jupiter und entsprechend wurde z.B. aus der Artemis Tempel, aber es handelt sich sozusagen um dieselbe Göttern, die das schon seit Jahrhunderten verehrte.

[40:43] Diese Tempel der Diana war ja ein Weltwunder und dieser Silberschnitt hat sozusagen quasi Souvenirs im Grunde genommen hergestellt, so kleine Tempel, um damit all den Touristen, die nach Ephesus kam und dieses Weltwunder zu sehen, entsprechend das Geld aus der Tasche zu ziehen und so weiter und so fort. Und es kommt hier zu einem ganz dramatischen Aufruhr. Die Leute strömen alle in das Theater der Stadt. Das ist ja auch eine ganz typisch griechisch-römische Kultur.

[41:12] ganz typisch griechische römische Kultur diese Theater wo dann Aufführungen stattfinden und das heißt dann kurioserweise hier in Fest 32 hierhin und alles durcheinander, denn die Versammlung war in der größten Verwirrung und die Mehrzahl wusste nicht aus welchem Grund sie zusammengekommen war.

[41:26] Aber es war nicht ganz ungefährlich. Die Leute waren da jetzt nur schwer zu beruhigen. Zwei Stunden lang schrien sie dann hier, als sie hörten, dass ein Jude sich verteidigen wollte. Zwei Stunden lang groß ist die Indianer der Fräser. Und dann nur mit Mühe konnten sie beruhigt werden und das Ganze dann wieder geordnete Bahnen gelenkt.

[41:43] Wenn das zeigt aber gleich einer Kraft, das Evangelium dort in Ephesus gesagt hat, dass so ein riesiger Stadt auf Ruhe entstand, bei dem dann die führenden Beamten Angst hatten, dass das überregional dann Wellen schlägt und sie in Rom zur Verantwortung gezogen werden.

[42:01] Und wir sehen also, wie sehr der Satan versucht hat, hier dieses mächtige Werk aufzuhalten. Und wenn wir dann später mehr Pharisäerbrief sehen, dann sehen wir auch, dass es dort einen geistlichen Kampf gibt und das wäre eine geistliche Waffenrüstung brauchen. Das sind alles Dinge, die wir im Hinterkopf behalten sollten, wenn wir diesen Passagen kommen.

[42:17] Das also Dinge, das sind Dinge, die dir fehlen, miterlebt haben, gesehen dieses Evangelium hat eine solche Kraft, dass die ganze Nation sich dagegen erheben könnte und in dem Fall die ganze Stadt.

[42:26] Das also für uns auch ganz interessant dann zu sehen, in Kapitel 20, Vers 1 finden wir dann Paulus, wie er sich dann doch auf den Weg macht nach Makedonien und dann, weil er pünktlich sein möchte, auf der Rückreise von Griechenland nicht mehr direkt nach Ephesus kommt, sondern in Vers 16 heißt es: Paulus hatte nämlich beschlossen, an Ephesus vorbei zu segeln, damit er in der Provinz Asien nicht zu viel Zeit zu bringen müsste, denn er beeilte sich, um möglichst am Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein.

[42:56] Also Paulus ist schon wieder unter Zeitdruck. Dann hat wieder jetzt keine Zeit, noch mal in Ephesus groß Zwischenstopp zu machen. Und deswegen lässt er, als er in Milet ist, ähm, lässt er die ältesten von Ephesus von der Gemeinde jetzt zu sich rufen.

[43:12] Und dann finden wir, und das würde sich lohnen, hier auch noch mal genauer anzuschauen im Detail, aber die Zeit fehlt uns. Dann lässt er sie zu sich kommen und gibt ihnen sehr genaue Instruktionen.

[43:26] Und bei keinem anderen, bei keinem anderen anderen Gemeinde haben wir einen so innerlich herzlichen und auch eindringlichen Bitte an die ältesten für die Gemeinde zu sorgen, weil Paulus sie explizit vor ihr Lehrern warnt.

[43:40] Waren wir mal ein paar ganz wichtige Verse hier in Vers 25: "Und nun sehe ich, weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet." Paulus wusste mittlerweile aufgrund der wusste, dass er ja auch gefangen genommen werden wird und ich verantworten beantworten wird müssen.

[44:01] Ihr alle, bei denen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes verkündigt habe. Jetzt kommt es weiter: "Im Darm bezeuge ich euch am heutigen Tag, dass ich rein bin von aller Blut." Und was wir jetzt lesen, ist sehr beeindruckend und sollte uns persönlich ansprechen, denn ich habe nichts verschwiegen, sondern habe euch den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt.

[44:18] Gerade weil auch vielleicht der der Apollos nicht alles bei seiner ersten Verkündigung noch wusste und auch selbst noch ausgebildet werden musste. Weiter hat Paulus hier ganz explizit gesagt: "Habe ich alles, was ich wusste über Gott, sein Reich, übers Evangelium, alle Lehrerin, habe ich alles explizit gesagt."

[44:31] Ich habe euch alles erklärt. Der Fehler wussten also sehr genau, was die prophetische Wahrheit ist. Sie wussten, was die Wahrheit über Gott und über den Erlösungsplan ist.

[44:42] Und vielleicht ist das auch eine Erklärung, warum es ihm im Galaterbrief dann eben nicht mehr um dogmatische Erklärung geht, wie zum Beispiel im Römerbrief dann genau erklärt wird, wie funktioniert die Lösung, was sind die einzelnen Schritte. Ja, das wussten sie alle schon. Es geht jetzt um etwas anderes, was die Faser betrifft.

[44:57] "So hat nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die durch sein eigenes Blut erworben hat."

[45:09] Er sagt: "Habt acht auf die auf die Erde. Ich kann nicht mehr weiter für sie sorgen. Ich kann nicht mehr sie beschützen. Ihr müsst auf eigenen Beinen stehen."

[45:17] Lieber Freund, liebe Freundin, wir können unseren persönlichen Glauben nicht von anderen Menschen abhängig machen. Das kommt der Zeit, wo wir selbst stehen müssen.

[45:26] Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Erde, wo wir für andere auf auf andere aufpassen müssen und nicht uns doch verlassen können, dass ein Pastor, ein Prediger, ein Evangelist, ein Gemeindeleiter alles unter Kontrolle hält.

[45:37] Gottes Gemeinde ist unfassbar wertvoll. Jesus hat nicht nur uns persönlich erworben, seine Gemeinde erworben. Und wir werden sehen, dass immer Brief es sehr stark auch um die Gemeinde geht, als Kollektiv.

[45:51] Paulus hat viel zu sagen in manchen seinen Briefen über unsere persönliche Beziehung zu Jesus, wie wir persönlich gerettet werden, wie wir durch persönlichen Glauben Frieden mit Gott machen können, wie zum Beispiel im Römerbrief ganz explizit immer fehlt.

[46:03] Möchte doch deutlich zeigen, dass es die ganze Gemeinde, die von Jesus verkauft worden ist. Deswegen finden wir dort viel auch über das Zusammenleben in der Gemeinde und über die Liebe, die uns kennzeichnen soll.

[46:18] Und dann sagt er weiter: "Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen." Und das natürlich ein Bild, dass wir aus der Bergpredigt kennen von Matthäus Kapitel 7.

[46:29] "Und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft." Paulus warnt also explizit vor Abfall, wie auch in Ephesus entstehen kann, entstehen wird.

[46:46] Und der steht da geschriebene Brief an die Feser muss also offensichtlich das auch im Hinterkopf haben: Wie kann die Gemeinde bewahrt werden vor dem Abfall? Der Prophet ist vorhergesagt, dass die kann davor bewahrt werden, dass sie zumindestens davon betroffen sind, dass sie als Gemeinde bestehen bleiben.

[47:04] Und das sind Themen, die uns heute so dringend beschäftigen. Auch wir wissen es, kommt ein Abfall, es kommt ein Abfall, der so gigantisch ist, dass selbst wenn es möglich wäre, die Auserwählten verführt werden könnten.

[47:14] Wir wissen, dass räuberische Wölfe in Schafskleidern in die Herde hineinkommen werden und auch schon zum Teil hineingekommen sind. Dass aus unserer eigenen Mitte Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, die Splittergruppen gründen, die die Wahrheit Gottes, die die prophetische Wahrheit unterminieren, verleugnen, verändern.

[47:31] Deswegen sagte fast 31: "Darum wacht und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, jeden Einzelnen unter Tränen zu ermahnen."

[47:42] Paulus hat gewusst, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wenn jemand zu Gott kommt, auch bei Gott bleibt. Er hat ihn, er hat sie ermahnt Tag und Nacht, drei Jahre lang. Hat nicht einfach nur ab und zu mal eine Predigt gehalten und dann einfach sein eigenes Leben so gelebt.

[47:57] Er hat persönlich für jeden einzelnen gewirkt. Und ich glaube, sein Vorbild, an dem ich mir ein Beispiel nehmen muss, an dem uns alle ein Beispiel nehmen müssen, dass wir, wenn wir für Gott arbeiten, die ganzen persönlich für Menschen wirken müssen und für sie, für sie, für sie beten.

[48:10] Und und mit ihnen sprechen, um sie von den Gefahren auch in unserem Fall der Endzeit zu warnen. Und dann kommt Vers 32: "Und nun, Brüder, Paulus muss gehen. Dann weiß er, er wird sie nie wieder sehen."

[48:25] "Und nun, Brüder, übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, euch aufzubauen oder ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten."

[48:32] Paulus sagt: "Ich kann nicht persönlich äußern, aber Gott kann ich sagen, und ich weiß, Gott sorgt für euch besser, als ich es tun kann."

[48:40] Sein Wort hat die Kraft, euch aufzubauen. Ich habe angefangen, aber ich kann es nicht vollenden. Das Vollenden kann nur Gott selbst durch seinen Heiligen Geist, durch das Wort.

[48:50] Da kommen zwar Krisen auf euch zu, da kommen ihre Lehrer zu, aber und jetzt denken wir an den Brief schon: Ihr müsst die Waffenrüstung Gottes anziehen.

[48:58] Das sind die geistlichen Kämpfe, die es geht, reinkommen, Spaltung, die die eine der Gemeinde bekämpfen und und bedrohen.

[49:10] Paulus sagt: "Für all das, das alles kann ich nicht persönlich verändern. Ich kann nicht alle von euch allen persönlich waren."

[49:19] "Ich übergebe euch Gott und ich übergebe euch dem Wort seiner Gnade, dass die Kraft hat, euch aufzubauen."

[49:24] Liebe Freunde, was wir lernen müssen von Paulus und den Fehlern ist, dass auch wir uns nicht an einen super Evangelisten hängen können, an eine Lieblingssprecher aus dem Internet, aus einem besonders in der Bibel bewanderten Gemeindeleiter, von dem der Bibelstunde bekommen haben, oder wer es auch immer sei.

[49:39] Wir alle müssen Gott selbst übergeben werden. Wir alle müssen dem Wort seiner Gnade übergeben werden, dass er uns aufgebaut.

[49:46] Besser Brief ist geschrieben, eine Gemeinde, in die Paulus alles investiert hat. Und er wusste doch, ich als Mensch, Paulus kann nicht garantieren, dass sie stehen bleiben. Ich muss sie Gott übergeben.

[49:57] Ich muss sie dem Wort seiner Gnade übergeben und ich muss sie ermutigen, festzuhalten an dem, was sie gelernt haben. Die haben alles gelernt, aber werden sie daran festhalten? Wenn sie daran bleiben, werden sie als Gemeinde in der Einheit bleiben?

[50:10] Werden sie die prophetische Wahrheit aufrecht halten? Werden sie das Evangelium und er Reinheit bewahren?

[50:22] Paulus hatte, als ihm so ernst war, der Brief an die Fräser ist ein Brief an eine Gemeinde, die Paulus sehr, sehr viel investiert hat.

[50:33] Und dir mit mit Tränen in den Augen gewarnt hat vor den Gefahren, die der Satan heraufbeschwören möchte. Und der aber wusste, dass Gott und sein Wort mehr als genug sind, um uns vor allen Gefahren zu schützen.

[50:50] Und will diese Botschaft für uns auch persönlich annehmen.

[50:54] Im Jahre 61, ungefähr, knapp gut zehn Jahre, nachdem er zum ersten Mal in Ephesus aufgekreuzt war, kommt Paulus nun als Gefangener in Rom.

[51:06] Er ist der in Jerusalem gefangen genommen worden, nach Cäsarea gebracht worden, dort verhört worden und dann letztendlich, als sie sich interessiert auf den Kaiser berufen hat, nach Rom gesandt worden auf einer sehr abenteuerlichen Reise. Das ist nicht unser Thema heute, aber letztendlich kam er irgendwann in Rom.

[51:20] Und vermutlich so um 62 nach Christus, ganz genau kann man das immer nicht so genau sagen bei Paulus in vielen Fällen, aber ungefähr diese Zeit schrieb er dann bei seiner ersten Gefangenschaft in Rom den Brief.

[51:33] Er war in Rom gefangen, aber konnte sich zum Teil einigermaßen frei bewegen. Heute dort Kontakt haben mit der Gemeinde Rom, die lange auf der, worauf lange gehofft hatte, sie zu sehen.

[51:44] Und dort schrieb er nicht nur den Brief an die Pharisäer, der dann, sondern auch der Brief an die Kolosse und der Brief an Philemon und auch der Brief an die Philipper.

[51:59] Und so können wir aus Kolosser 4, Vers 16, in dem aller Wahrscheinlichkeit nach muss in dieser Zeit auch der sogenannte Laodizäerbrief entstanden sein, den wir leider in der Bibel nicht haben, aber von dem Paulus explizit sagt, dass er auch gelesen werden sollte.

[52:12] Und also die Kolosse und die Leute sehr sollten sich entsprechend die Briefe austauschen. Wir wissen aus der 6, Vers 21 sogar, wie dieser Brief dann zu den Fehlern gekommen ist, denn dort heißt es in der Faser 6.

[52:25] Und dort Vers 21: "Damit aber auch ihr wisst, wie es mir geht und was ich tue, wird euch Tychikus alles mitteilen, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn, den ich eben darum zu euch gesandt habe, dass ihr fahrt, wie es um uns steht und dass er eure Herzen tröstet."

[52:45] Also er sendet seine Mitarbeiter Tychikus mit dem Brief. Und wir wissen dann aus Kolosser 4, Vers 97, dass Tychikus nicht nur den Philemonbrief mit sich beachte, sondern auch den Kolosser.

[52:55] Und also dieser Tychikus hat quasi seine kleine Rundreise in Kleinasien gemacht, nach Ephesus, nach äh Kolosse und dann wissen wir dort auch, dass er begleitet worden ist von Onesimus, nämlich jedem Sklaven, den Paulus in Rom bekehrt hat und der jetzt zurückkehren sollte zu seinem ehemaligen Herrn nach Philemon, also nach Kolosse zu dem Philemon.

[53:18] Und der als auch nicht selbst dann der und es muss der dann den Philemonbrief selbst auch überbracht hat. Und das könnt ihr entsprechend danach lesen.

[53:29] Ganz zum Schluss vielleicht noch einen Ausblick, bevor wir dann schließen und die nächsten Wochen uns beschäftigen. Es ist nicht der einzige Brief an Leute Testament. Es gibt noch einen zweiten Brief, der steht in der Offenbarung, als nämlich noch ein paar Jahrzehnte später, als Paulus und Petrus schon tot waren und schon quasi eine neue, vielleicht schon eine neue Generation von Gläubigen heranwachsen war oder mittlerweile angewachsen war.

[53:59] War Johannes auf Patmos. Wir wissen aus der, ja, aus der wir wissen, wissen, dass Johannes offensichtlich auch vor seiner Gefangennahme in Ephesus gewirkt hat.

[54:10] Also war dann die Gemeinde, in der auch gerade insbesondere Johannes seinen ja gelebt hat und und gewirkt hat. Und das wird der Gemeinde sicher sehr gut getan haben, denn Johannes kannte Jesus ganz besonders.

[54:26] Und als er dann auf äh Patmos inhaftiert war, aufgrund der Verurteilung durch den Christen verfolgenden römischen Kaiser Domitian, hat Johannes dort auf Patmos eine Vision empfangen, Visionen empfangen, die die ganz Offenbarung ausmachen.

[54:43] Und unter anderem erschien ihm Jesus ziemlich am Anfang hier und hat ihm Botschaften für verschiedene Gemeinden in dieser Provinz Asien mitgegeben.

[54:52] Und für Tiere ist Männer sah das Philadelphia und ja und eben auch ein Ephesus. Und Ephesus war die erste Gemeinde, die angesprochen worden ist.

[55:04] Und ähm Johannes sollte diese Dinge aufschreiben und dann sozusagen an diese Gemeinden schicken mit ganz besonderen Worten an jede einzelne Gemeinde.

[55:14] Und wir lesen ganz kurz, was Johannes dann hier, was Jesus durch Johannes einige meine Ephesus sagt, die dann ja schon seit fast ja, seit gut 30 Jahren den Erfinderbrief gehabt hat und gelesen hat und gehört hat.

[55:31] Es heißt in Offenbarung 2 ab Vers 1: "Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe: Das sagt der, die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält, in seiner Rechten hält, denn mitten der sieben goldenen Leuchter wandelt: Ich kenne deine Werke und deine Bemühungen, dann standhaftes Ausharren und dass du die Bösen nicht ertragen hast und du hast die geprüft, die behaupten, Designer Post und sind es nicht, und hast sie als Lügner erkannt."

[55:53] Man könnte also sagen, sie haben genau und und man darf sagen, sie haben genau das zumindestens erfüllt, was Paulus ihnen gesagt hatte: Passt auf die Erde, wenn dort falscher Post bekommen ist, aus eurer eigenen Mitte, die behaupten zu sein, dann dann prüft das und und warnt eure Herde, wenn sie falsch sind.

[56:08] Ja, diese Ratschlag ist wirklich angekommen. Zehnte später kann Jesus sagen: "Ihr habt theologisch euch nichts vorzuwerfen, habt alle ihren erkannt, ich habe die Gemeinde beschützt und du hast schweres ertragen und das standhaftes Ausharren und um meines Namens willen, dass du gearbeitet und bist nicht müde geworden."

[56:28] Es waren also sehr eifrige Menschen und vielleicht ist das auch ein bisschen diese Prägung, die sie von diesen diesen ersten Eindruck von von Apollos bekommen haben, der mit großem Eifer gearbeitet hat und gesagt hat, und das muss sie sehr geprägt haben. Das war das erste, was sie von Evangelium mitbekommen haben.

[56:41] Mit äh nein, nein, nein. Und Paulus war ja auch ein sehr äh ein sehr Arbeiter für den Herrn.

[56:49] Aber dann kommt Vers 4: "Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast."

[56:54] Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke, sonst komme ich rasch über dich und werde deine Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust.

[57:06] Jesus stellt fest, es fehlt in der Gemeinde Ephesus an der Liebe. Vers 6: "Aber dieses hast du, dass du die Werke denn die Kollegen hast, die auch ich hasse." Und dass man auch wieder ihre und das sagt Gott, ja, das das ist eure Stärke in Ephesus.

[57:16] Ihr wisst, wie man äh erkennen für die Wahrheit des Evangeliums, aber es fehlt eine praktische Liebe, die ja eigentlich diese Wahrheit in uns erzeugen soll.

[57:34] Vers 7: "Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist."

[57:43] Das Problem, dass sie hatten, war nicht ihre theologische Schärfe, auch nicht ihre missionarische Aktivität. All das war im großen Maße vorhanden.

[57:49] Und gewisser Weise, glaube ich, gibt es hier etwas für uns zu lernen, die wir auch über große theologisch weit verfügen und hoffentlich auch ihren erkennen als solche und die wir hoffentlich auch bereit sind, mit großem Eifer für das Evangelium einzutreten. Kann es sein, dass es uns auch an der ersten Liebe mangelt?

[58:07] Und deswegen wollte ich zum Schluss etwas zeigen, was vielleicht diesem Kontext sehr interessant ist. Schauen wir uns einmal ein Hauptthema an, das Paulus immer Feserbrief an verschiedenen Stellen immer wieder aufgreift.

[58:18] Epheser 1, Vers 4: "Wie er uns in ihm auserwählt hat, vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos sein vor ihm."

[58:28] Damit wir heilig, damit wir heilig und tadellos vor ihm sein in Liebe. Vers 15: "Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, Kapitel 2, Vers 4: Gott aber, der reich ist an der Barmherzigkeit, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat."

[58:50] Und dann geht es weiter, Kapitel 3, Vers 17: "Dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr ihn liebe, gewurzelt und gegründet dazu fähig seid."

[59:01] Wie es dann weiter dazu fähig seid, die mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei, und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werden bis zur ganzen Fülle Gottes.

[59:17] Kapitel 4, Vers 2: "Indem wir mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragen."

[59:27] Und dann 4, Vers 15: "Sondern wahrhaftig in der Liebe heranwachsen in allen Stücken zu ihm, der das Haupt ist."

[59:32] Für 16: "Von ihm aus vollbringt der ganze Zeit die Gemeinde zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun, nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe."

[59:47] Ich habe fünf und dort Vers 2: "Und wandelt in der Liebe, gleichfalls gleich wie auch Christus uns geliebt und sich selbst von uns gegeben hat als Darbringen und Schlachtopfer zu einem lieblichen Geruch für Gott."

[1:00:03] Vers 33: "Doch auch ihr, jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst, die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht."

[1:00:12] Kabel 6, Vers 23 und 24: "Damit endet dann der Brief: Friede werde den Brüdern zuteil und Liebe samt Glauben von Gott dem Vater und dem Herrn Jesus Christus."

[1:00:23] "Die Gnade sei mit allen, die mit unserem Herrn Jesus, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben, mit und Vergängliche."

[1:00:29] Christus lieb haben, mit vergänglicher Liebe. Armen. Liebe, Armen. Liebe, Armen. Paulus, Paulus schreibt über die Liebe an die Epheser, schreibt über die Liebe an die Epheser, schreibt über die Liebe an die Epheser, weil, obwohl, weil der Heilige Geist schon weiß, dass das einmal die große Herausforderung werden wird für die Epheser. Was also mussten die Epheser tun, als sie den Brief bekamen zur Zeit von Johannes, zur Zeit Offenbarung, als der Brief kam und Jesus zu ihnen sagte: Ihr habt eure erste Liebe verlassen. Man konnte nichts Besseres tun, als ein Gemeindebrief neu vorzunehmen und einmal zu lesen, was dort steht. Denn es fehlt nicht nur darum, wie man die Lehrerin erkennt und wie man einfach Mission macht. Es geht vor allem darum, wie die Gemeinde in Liebe zusammenwächst. Genau das, was sie so dringend brauchten. Die Bibel enthält nicht das, was uns interessiert. Die Bibel enthält das, was wir so dringend brauchen. Das, was Jesus diagnostiziert für dieses Problem. Dafür gibt uns die Bibel das Problem. Wollen wir den Epheserbrief lesen, nicht nur um zu wissen, was ihre Lehrer ist und was Wahrheit ist, nicht nur um zu wissen, wie wir effektive Missionen machen können, sondern dass wir auch wissen, wie wir unsere erste Liebe neu entdecken können, über die erste bewahren können und die wir in dieser ersten Liebe als ganze Gemeinde wachsen können. Das wäre ein Licht sein können dieser Welt. Ist dein Wunsch? Dann lass uns gemeinsam in den nächsten Wochen und den nächsten drei Monaten diesen Brief unter diesem Gesichtspunkt studieren und lasst uns den aufmerksam lesen und darauf achten, was Gott uns persönlich sagen möchte, wie wir seine Liebe in unserer persönlichen Ortsgemeinde zu Entfaltung bringen können. Wollen wir gemeinsam beten? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns durch den Brief so viel sagen möchtest. Danke, dass sie etwas verstehen durften über den Hintergrund, vor allem auch, dass wir sehen konnten, wie wichtig es ist, dass wir uns ganz vollständig auf dich und dein Wort verlassen und dass wir nicht einfach nur arbeiten und das Richtige sagen, sondern dass wir deinen Charakter der Liebe betrachten und das Anschauen deiner Liebe verwandelt zu werden. Herr, wenn wir jetzt in den nächsten Wochen in der Epheserbrief gründlicher studieren und seinen Heiligen Geist, füll uns mit einem Geist und lass deine Liebe in uns leuchten. Es bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:02:55] Damit sehen wir uns das nächste Mal dann wieder, wenn es dann um den ersten größeren Abschnitt in der Epheser 1 geht, den wir uns dann genauer anschauen wollen. Bis dahin wünschen wir euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium, dass der Epheserbrief ist und überhaupt seines Wortes.


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