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In dieser Predigt aus der CSH 2023 Q3 Serie über den Brief an die Epheser spricht Ronny Schreiber über die Kraft des erhöhten Jesus. Er beleuchtet, wie die überwältigende Kraft Gottes, die Jesus von den Toten auferweckte, auch in den Gläubigen wirkt. Die Predigt betont die Rolle des Heiligen Geistes als Lehrer und die Bedeutung der Liebe und des Glaubens, wie sie in der frühen Gemeinde der Epheser sichtbar waren. Es wird dazu aufgerufen, den Blick auf Christus zu richten und sich von seiner Liebe und Kraft leiten zu lassen, anstatt auf eigene Anstrengungen zu vertrauen.


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Serie: CSH 2023 Q3 - Der Brief an die Epheser

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Transkript

[0:34] Ihr Lieben, ich freue mich, dass wir gemeinsam den Epheserbrief weiterlesen können. Und ich heiße euch herzlich willkommen zur Kreis Study Hour. Wir sind in Lektion Nummer drei, die da heißt: "Die Kraft des erhöhten Jesus". Und bereiten uns vor auf den Sonntag, den 15. Juli. Unser Merkvers finden wir in Epheser 1, Verse 19 und 20. Und dort heißt es: "Durch den Heiligen Geist können Gläubige erfahren, wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben, durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke. Ihr hat er an Christus gewirkt, von den Toten auferweckt hat und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel." Darum soll es heute ein bisschen gehen. Wir wollen uns anschauen die Kraft, mit der Jesus Christus im Himmel wirkt und eben auch an uns hier auf Erden wirkt. Das ist heute unser Thema von Paulus an die Epheser. Und bevor wir starten, wollen wir gemeinsam beten und Gott bitten, dass er uns hilft und unser Lehrer ist.

[1:36] Also, lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen dafür danken, dass wir jetzt zu dir kommen dürfen, dass wir gemeinsam studieren können. Und wie jede Woche, wenn wir gemeinsam dein Wort ausbreiten, wollen wir natürlich auch jetzt bitten, Herr, sei unser Heiliger Geist, sei bei uns, dass du unser Lehrer bist, wie du es verheißen hast, und dass du uns in alle Wahrheit führst. Das ist unser Gebet im Namen unseres Herrn Jesu. Amen.

[2:01] Und am Sonntag hieß unser Thema: "Bitten und Danken". Und wir wollen mal den gesamten Abschnitt lesen, über den wir gleich sprechen werden. Wir finden es ist am ersten Kapitel und dort die Verse 15 bis 23. Ich lese nach der Schlachter-Übersetzung vor, Schlachter 2000.

[2:20] Paulus sagt: "Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht ab, für euch zu danken und in meinen Gebeten an euch zu gedenken, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst, erleuchtete Augen eures Verständnisses, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung und was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist, was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. Die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn auf den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen, hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen. Und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt."

[3:31] Und man kann vielleicht ein bisschen raushören, wie glücklich Paulus hier ist, diese Zeilen zu schreiben. Paulus freut sich und ist im Herzen dankbar für die Gemeinde der Epheser.

[3:44] Nun, Christus selbst hatte ja mal gesagt, dass man sein Volk daran erkennt, dass es Liebe untereinander hat. Und genau das sieht Paulus in der Gemeinde der Epheser. Also, er sieht diese Liebe, er sieht diesen Glauben, den sie haben. Und er wünscht sich so sehr, dass die Gemeinde noch weiter und noch tiefer unterrichtet wird im Wort Gottes, dass sie wirklich diese Hoffnung, die sie ja schon haben, immer tiefer verstehen, dass sie mehr erkennen, was Christus gerade für sie tut.

[4:13] Und so was der Heilige Geist in der Lage ist, in ihm...

[4:18] Nun, Christus wird dann hier von ihm bezeichnet als erster Herrscher, sowohl dieser Zeit als auch der zukünftigen Weltzeit. Christus wird alles unterworfen sein und Christus steht über allen Dingen. Und das macht Paulus hier noch mal fest in seiner Botschaft an die Epheser. Sagt: "Vergesst das nicht! Christus hat schon an euch gewirkt und er, der das Haupt über allem ist, er ist auch heute noch unter euch."

[4:40] Und dann, ich springe mal in Epheser Kapitel 3 und lese Verse 14 bis 21. Paulus sagt: "Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält, dass er euch nach dem Reichtum seiner Gnade gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen, dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr in Liebe gewurzelt und gegründet dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei, und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes. Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten. Dann sagt er: Amen."

[5:41] Paulus, meine Freude! Also, man kann es direkt hier rauslesen, mit welcher Freude er das geschrieben haben muss. Dieser ganze Epheserbrief ist eigentlich ein fantastisches Zeugnis von der Herrlichkeit und dieser Baulichkeit, die Paulus im Herzen hatte. Er freut sich so sehr über diese Menschen und dankt dem Herrn, dass die Menschen diesen Ruf angenommen haben. Er sieht die Entwicklung in der Gemeinde der Epheser. Und wenn wir das heute sehen, auf diese Gemeinde schauen, uns vorstellen, wie war die Gemeinde wohl damals? Wie muss es da gewesen sein, unter den Ephesern Gottesdienst zu feiern?

[6:15] Paulus sagt, sie hatten diese Liebe und sie hatten diesen Glauben. Und wenn wir uns da jetzt mit bei ihnen in den... dann... in die Hausgemeinden setzen würden und wir würden dazu hören, wie damals gepredigt wird und wie die Geschwister miteinander umgegangen sind, wir werden wahrscheinlich sehr erbaut. Und Paulus ist darüber hoch erfreut. Aber wie haben sie das geschafft, diese Epheser, von der Liebe Gottes so erfüllt zu sein, dass Paulus das sogar extra bemerkt und diesen starken Glauben zu haben?

[6:42] Und das ist etwas, was wir auch heute brauchen und was wir uns heute auch so ein bisschen von ihnen abgucken können. Und ich möchte mal von Ellen White vorlesen, die schreibt in dem Buch "Botschafter der Hoffnung" auf Seite 26 über diesen Glauben, wie der sich entwickeln kann und diese Liebe.

[6:58] Sie sagt dort: "Viele sind traurig, entmutigt und schwach im Glauben und Vertrauen. Solche sollen anderen helfen, die noch bedürftiger sind als sie. Dann werden sie in der Kraft Gottes stark werden. Lass sie sich der guten Arbeit hingeben und unsere Bücher verkaufen. Helfen Sie anderen, und die gewonnene Erfahrung gibt Ihnen die Gewissheit, dass sie Gottes Mitarbeiter sind. Bitten Sie den Herrn um Hilfe, dann wird er sie zu denen führen, die nach Licht suchen. Christus wird ihnen nah sein und sie lehren, was sie reden und tun sollen. In der Tröstung anderer werden sie selbst Trost finden." Es ist sehr beeindruckend, wenn da jemand irgendwie traurig ist, entmutigt und schwach und abgeschlagen und niedergebeugt, sagt Ellen White: "Du hast dir fehlt..."

[7:50] Missionsarbeit! Geh hin und gib das Evangelium an andere Menschen weiter, die noch bedürftiger sind als du. Kümmere dich um ihre Sorgen, hilf ihnen in ihrem Leben. Während du das machst, wird Christus dich und den Weg segnen. Der Segen wird von dir auf andere weiterfließen. Und so wird dein Leben auch erfrischt und erquickt werden. Dein Glaube wird aufgebaut und die Liebe zu Christus immer stärker, denn du erkennst, wie er in deinem Leben wirkt und wie dein Leben umgestaltet.

[8:19] Und die müssen das so gemacht haben. Die müssen so ein Leben geführt haben. Die müssen ein Segen für die Menschen gewesen sein, denn sie selbst hatten diese Liebe, sie hatten diesen starken Glauben. Und Paulus war überrascht und erfreut darüber.

[8:35] Nun, wenn Paulus heute in deine Ortsgemeinde schauen würde und er würde ein Gottesdienst bei euch miterleben, würde mit den Geschwistern sprechen, vielleicht beim Potluck bei euch sein, würde er hinterher auch so einen Brief an euch schreiben? "Ich war so erbaut und ich habe so gestaunt, wie Liebe die ihr habt und diesen starken Glauben. Möge der Herr euch noch tiefer in die Wahrheit hineinführen." Würde er das an euch auch so schreiben? Oder würde er einen ermahnenden Brief schreiben, wo sagt: "Kommt zurück zur ersten Liebe"? Oder ja, ihr kennt die Schwierigkeiten, Probleme der Gemeinde. Er hat ja zum Beispiel auch an die Korinther so einen etwas stärkeren Brief geschrieben, wo sie ermahnt, doch bestimmte Dinge umzusetzen. Wie wäre es in deiner Ortsgemeinde? Was für einen Brief würde von Paulus zu euch kommen, nachdem er einen Gottesdienst bei euch besucht hat?

[9:24] Nun, würde er den gleichen Glauben und die gleiche Liebe finden, die auch bei den Ephesern fand? Ist die im Wirken des Heiligen Geistes seit...

[9:33] Nein, auf 379, da schreibt Ellen White durch die Gemeinschaft des Geistes wird das Herz erquickt, die Motive veredelt, die Zuneigung vertieft. Der Heilige Geist, der weist und er zieht die Kinder Gottes einander zu lieben, wahrhaft, aufrichtig, echt, ohne Vorurteile und ohne alle Heuchelei. Das geschieht, weil wir Jesus lieben. Unsere Zuneigung füreinander entspringt unserer gemeinsamen Beziehung zu Gott. Wir sind eine Familie und lieben uns, wie er uns geliebt hat.

[10:09] Sowas in der ersten Gemeinde, sowas unter den Jüngern, und das konnten sie erleben. Dieses diesen Neuaufbruch, diese neue Gemeinschaft, dieses Einssein in der Glaubensfamilie. Und Paulus hat das gesehen und einigen Gemeinden, die auch gegründet wurden von ihm oder zumindest in den Gemeinden, die er besucht hat. Er sah diese besondere Liebe.

[10:29] Wir hatten ja vorhin gelesen, die Verse 17 bis 19, als wir den ganzen Abschnitt am Anfang ließen. Ich möchte auf diese Verse noch einmal eingehen. Epheser 1, Verse 17 bis 19. Das schreibt Paulus, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst, erleuchtete Augen eures Verständnisses, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung und was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist, was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.

[11:17] Und Paulus wusste ganz genau, dass die Hoffnung der Gemeinde darin besteht, unter der Leitung des Heiligen Geistes zu stehen und vom Heiligen Geist unterrichtet zu werden. Dass der Heilige Geist der Lehrer der Geschwister ist. Nun, der Heilige Geist, der ja alle Wege kennt und jedes menschliche Herz ganz genau kennt, ist er in der Lage, die Gemeinde zu jeder Zeit durch die Wirren der Zeiten zu führen.

[11:44] Der Heilige Geist hat den Geschwistern seit allen Zeiten die göttlichen Schriften erklärt, sie offenbart, zu jeder Zeit das Richtige gelehrt und unterwiesen. Und dieser Heilige Geist ist eben auch der, den Geschwistern sowohl das Wollen als auch das Vollbringen schenkt. Also, alles in allem macht das der Heilige Geist, den der Christus extra gesandt hat, damit er unser Lehrer ist.

[12:10] Und wir lesen in Johannes 14, Verse 24 bis 26. Jesus sagt: "Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat. Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe."

[12:43] Jesus Christus hatte den Jüngern versprochen, dass er den Heiligen Geist schicken würde. Er wird in seinem Namen kommen und er wird die Jünger weiter unterweisen, so wie Jesus früher seine Jünger unterrichtet hatte. So macht es der Heilige Geist heute an seiner Statt.

[13:00] Der Geist und Jesus, sie sind eins. So kann Jesus jetzt in seiner Position im Himmel als unser Hohepriester für uns eintreten, während der Geist hier auf Erden allgegenwärtig die Geschwister, allen Gemeinden unterrichtet und sie voranbringt, ihnen neue Dinge zeigt im Worte Gottes, sie erbaut, ihre Herzen mit der Bibel verbindet und so das göttliche Wort dort hineinpflanzt.

[13:24] Und der Heilige Geist, das ist die große Kraft Gottes. Der Heilige Geist ist derjenige, der unsere Herzen verändern möchte. Er möchte das Gesetz Gottes, also den Charakter Gottes dort hineinschreiben.

[13:34] Ellen White hat in vielen ihrer Werke von der Wirksamkeit des Geistes in der Gemeinde und im persönlichen Leben geschrieben. Sie hat beschrieben, wie der Geist sich um die Gemeinden kümmert, wie er sie umsorgt und wie jedes Mitglied der Gemeinde auch ein Glied am Leib Jesu ist. Und dieses jedes einzelne Glied möchte der Heilige Geist mit Liebe füllen, so wie Paulus sagt in Römer 5,5: "Denn die Liebe Gottes wurde ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist." Und diese Liebe soll in die Herzen der Geschwister hinein, dass man sie erkennt, als das ist der Leib Jesu, denn Jesus war vollkommene Liebe.

[14:17] Ich möchte mal zeigen, was Ellen White ähm darüber schreibt und zwar in dem Buch "Für die Gemeinde geschrieben", Band 1, Seite 373. Das ist dann etwas längerer Abschnitt, aber ich finde ihn so wichtig, dass ich ihn versuch mal langsam und ruhig zu lesen, dass man gut mitkommen kann.

[14:35] Hier: Reue und Vergebung sind gleichermaßen Geschenke Gottes durch Jesus Christus. Der Heilige Geist bewirkt, dass wir unsere Sünden erkennen und begreifen, dass wir Vergebung brauchen. Vergebung empfängt nur der reuige Sünder. Aber die Gnade Gottes führt uns zur Reue. Er kennt alle unsere Schwächen und Unvollkommenheiten und er wird uns helfen. Manche Menschen kommen zwar zu Gott, bereuen ihre Sünden, bekennen sie und glauben sogar, dass sie vergeben sind. Aber dennoch nehmen sie Gottes Verheißung nicht so in Anspruch, wie sie sollten. Sie begreifen nicht, dass Jesus als ihr Löser immer bei ihnen ist. Sie sind nicht bereit, ihm die Verantwortung für ihr Leben zu überlassen und darauf zu vertrauen, dass er das Gnadenwerk, das er in ihnen begonnen hat, auch vollenden wird.

[15:31] Sie meint zwar, sie hätten sich Gott ausgeliefert, aber sie geben ihre Unabhängigkeit nicht völlig auf. Andere wieder wollen ganz sicher gehen und verlassen sich nur teilweise auf Gott und teilweise auf sich selbst. Sie vertrauen nicht darauf, dass Gottes Kraft sie bewahrt, sondern stützen sich auf ihre eigene Wachsamkeit gegen Versuchung und auf die gewissenhafte Erfüllung bestimmter Pflichten und von Gott angenommen zu werden. Ein solcher Glaube führt nicht zum Sieg. Wer so glaubt, fühlt sich völlig sinnlos ab. Er ist unfrei und findet keine Ruhe, solange er seine Last nicht bei Jesus ablegt.

[16:14] Und dann schreibt sie: "Natürlich müssen wir wachen und uns Gott in Liebe hingeben, aber das kommt sozusagen von allein, wenn Gott uns durch den Glauben bewahrt. Wir können nichts, aber auch gar nichts tun, um die Gunst Gottes zu erlangen und selbst oder unseren guten Werken dürfen wir in keiner Weise trauen." Wenn wir aber als irrende, sündige Menschen zu Christus kommen, dann werden wir Ruhe finden in seiner Liebe. Gott wird jeden annehmen, der im völligen Vertrauen auf seinen gekreuzigten Retter zu ihm kommt. Dann wird die Liebe in ihm... Das macht sich möglicherweise nicht durch überschwängliche Gefühle bemerkbar, aber durch ein bleibendes, friedvolles Vertrauen. Jede Last wird dann leicht, denn das Joch Christi ist nicht schwer. Der Weg, der vorher dunkel schien, liegt plötzlich hell im Licht der Sonne der Gerechtigkeit.

[17:12] So sieht unser Leben aus, wenn wir im Licht gehen, jedem Licht, das Jesus heißt.

[17:21] Und der ganz dringende Aufruf hier von Ellen White, dass wir nicht auf uns selbst schauen und versuchen, durch unsere guten Taten irgendwie Gott zu gefallen und dann immer ein schlechtes Gewissen haben, sondern dass wir ganz auf Jesus Christus gucken, schauen, was er am Kreuz für uns getan hat und dadurch seine Liebe im Herzen empfangen. Und diese Liebe wandelt jetzt unser Herz um. Also, unsere Augen nicht auf unseren Weg zu richten, was haben wir alles verkehrt gemacht und wo hadern wir noch und wo fallen wir immer wieder und was ist so schwierig in unserem Leben, sondern für den Blick da wegnehmen und dann blickt bewusst, wirklich durch Einsatz, bewusst auf Christus richten. Darüber nachdenken, was hat er eigentlich für uns getan? Was macht er heute für uns? Und sich bewusst Christus in jeder Situation deines Lebens bei dir, er begleite dich. Er will dich führen, er möchte mit dir sprechen. Er möchte, dass die Menschen erkennen, dass du sein Kind bist. Und er möchte dich segnen, weil du ja unter dem Segen stehst, den er auch Abraham gegeben hat.

[18:17] Unser Blick muss auf Christus gerichtet sein. Manchmal gucken wir zu sehr auf uns und dann verzagen wir und verzweifeln. Die Hoffnung geht uns aus und die Freude ist nicht mehr da am Herzen, denn wir sehen die Schwierigkeiten, in die wir verstrickt sind und wie sehen wir sehen, wie wir festgebunden sind und die Liebe in uns verkümmert. Langsam gucken wir aber auf Christus, dann können wir sagen: Der Geist Gottes macht uns frei. Und plötzlich merken wir, dass da wieder Leben auf... keinem Herzen. Wir sehen, wie wertvoll wir... ein Gottes Augen sind, mit welchem Blick der Liebe er auf uns sieht. Und plötzlich empfangen wir diese Liebe im Herzen. Der Heilige Geist kommt hinein und diese Liebe wirkt wirklich auf unser ganzes Leben aus.

[18:53] Und plötzlich ist die Frucht des Geistes dort, und Ellen White sagt: Die Freude und die Liebe, auch sogar die Selbstbeherrschung. Solche Dinge kommen plötzlich auf als Folge des Geistes in uns. Und der Geist möchte uns wirken, aber er möchte uns niemals...

[19:08] ...und selbst vor Augen führen, dass wir besser werden müssen, damit wir angenommen werden. Wir können uns das nicht erkaufen. Er möchte unseren Blick immer auf Jesus Christus richten, damit wir wissen, wir sind erlöst in ihm. Der das gute Werk in uns begonnen hat, der wird es auch vollenden bis auf den Tag Jesu Christi. Da müssen unsere Augen hingerichtet sein.

[19:28] Wenn ihr euch noch an unser Dienstags-Thema, dass hieß "An der Auferstehung teilhaben", ist das war ja auch der Heilige Geist, der damals Jesus aus den Toten hervorgebracht hat. Die Kraft Gottes hat das vollbracht. Jesus wurde durch den Heiligen Geist wieder ins Leben gebracht.

[19:48] In Epheser 1, Vers 20, dort lesen wir: "Die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen." Das ist diese Kraft Gottes, die jetzt wirksam wurde in Christus, als er ihn aus den Toten hervorgeholt hat.

[20:07] Diese Botschaft ist halt ganz wichtig für uns, weil es auch ein wunderschönes Bild ist. Es war der Geist Gottes, die Kraft Gottes, die Christen aus den Tod hervorgeholt hat. Nun, warum ist das für uns so wichtig, das zu wissen?

[20:19] Natürlich, weil Christus aufgestanden ist und wir wissen können, wir werden das eines Tages auch. Aber der Heilige Geist hat etwas, was tot war, wieder lebendig gemacht. Und das möchte der Heilige Geist schon heute in deinem Leben machen. Er möchte dich, der vielleicht in Sünden tot bist, wie der... lebendig machen. Er möchte dich hervorbringen, euch ein neues Leben geben. Er möchte deine Kraft sein.

[20:45] Und Paulus hat geschrieben im ersten Korinther Kapitel 15 und dort lesen 20 bis 22: "Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, er ist der Erstling der Entschlafenen. Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen. Denn gleich wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden."

[21:11] Und dadurch, dass wir Nachkommen Adams sind und dass wir unter dem Fluch der Sünde sind, sterben wir alle.

[21:23] Aber in Christus, in dem zweiten Adam, sollen wir alle lebendig gemacht werden. Denn es ist Christus, der mit seinem Geist in uns wirken möchte, uns ein neues Leben schenken will, und das schon hier auf Erden. Eines Tages das ewige Leben im Himmelreich in Fülle, aber schon hier muss diese Neugeburt stattfinden. Schon hier möchte er uns seinen Geist ein neues Leben schenken. Wir sollen sinnbildlich auferstehen zu einem neuen Leben durch den Geist Gottes, der ihn lebendig gemacht hat. Der soll auch uns lebendig machen. Christus wird ja hier von Paulus der Erstling der Entschlafenen genannt.

[21:59] Und das ist für uns etwas Schönes zu wissen. Ich möchte hierzu auch noch einmal ein Wort zitieren, und zwar in dem Buch für die Gemeinde, geschrieben auf Seite 321, da sagt sie: „Christus war der Erstling derer, die entschlafen waren. Es geschah zur Ehre Gottes, dass der Fürst des Lebens der Erste war, die Erfüllung der Gabe, die er ausersehen hat. Die hat er auch vorher bestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei.“

[22:32] Und da vielen Brüdern gerade dieser Vorgang, die Auferstehung Christi von den Toten, war von den Juden auf einem jährlichen Fest feierlich begangen worden, wenn die ersten Ehren des Getreides auf dem Felde reiften. Sie wurden sorgfältig gesammelt, und wenn die Pilger nach Jerusalem hinaufzogen, brachten sie dem Herrn als Dankopfer dar. Die Menschen lebten also, sie bewegten sie so hin und her, die reife Gabe vor Gott, damit anerkannten sie ihn als den Herrn der Ernte. Nach dieser Zeremonie konnte die Sichel angelegt und die Weizenernte eingebracht werden.

[23:12] Auf diese Weise sollten die Auferstandenen dem Universum dargestellt werden als Garantie für die Auferstehung aller, die an Christus als ihren persönlichen Heiland glauben. Dieselbe Macht, die Christus von den Toten auferweckt hat, wird seine Gemeinde aufhängen und wird sie mit Christus als seine Braut verherrlichen über alle Mächte, über alle Gewalten, über alle Namen, nicht allein in dieser Welt, sondern auch im Himmel, in der oberen Welt. Am Auferstehungsmorgen wird der Sieg den schlafenden Heiligen herrlich sein. Satans Triumph wird enden, während Christus in Herrlichkeit und Ehre triumphieren wird. Der Herr des Lebens wird alle, die aus den Gräbern hervorgehen, mit Unsterblichkeit krönen.

[23:58] Und damals schon wurde ja, also Christus wurde der Erstling genannt von Paulus. Und damals im Alten Testament haben die Juden die erstlingsgabe gebracht. Es gab ja dieses Fest der erstlingsgabe. Sie brachten also die ersten Ehren, den ersten Weizen in dem Fall zum Heiligtum, bewegten ihn vor Gott hin und her, schwenkten ihn. Sie leben, ist wie es manchmal übersetzt wird, und zeigen an, dass ist Gottes erstlingsgabe. Das war ganz am Anfang des Jahres. Gab es Passahfest, dann begann ja auch das Fest der ungesäuerten Brote und eben dann auch das Fest der Erstlingsfrucht. Und diese Erstlingsgabe wurde vor Gott dargebracht, wurde bewegt und gezeigt, erste Herr der Ernte, und er wird die Ernte einsammeln.

[24:42] Und diese Erstlingsgabe dieses Jahr bei Christus, denn bei seiner Auferstehung auch tatsächlich schon gebracht worden. Wir erinnern uns, dass Jesus Christus jetzt Erstlingsgabe genannt wird und mit ihm waren da 500 auferstanden, die ja auch in Jerusalem gesehen wurden in der Stadt, die auch bei seiner Auferstehung mit auferstanden sind. Und zwar die Erstlingsgabe sozusagen das Unterpfand für unsere Auferstehung. Denn wir sagen, erste Herr der Ernte, und er wird eines Tages alle, die zu ihm gehören, aus den Gräbern anrufen, und sie werden mit Unsterblichkeit gekrönt werden.

[25:13] Und da drin liegt unsere Hoffnung. Und das sind alles Menschen, die damals zwar das alte Leben hatten, sie wurden als Adam-Söhne geboren, aber vom Gottes Geist in diesem Leben aufgeweckt wurden zu einem neuen Leben. Sie bekamen die Kraft Gottes und sind auferstanden zu einem neuen Leben, dass ich hier unter uns gelebt haben. Die sind dazwischen durch mal wieder gestorben, zur Ruhe gelegt worden, aber das ewige Leben ist nicht von ihm gewesen. So werden sie wieder hervorgebracht. Einige sind es schon, und sie gingen mit Christus als die Erstlingsgabe. Und die anderen folgen noch, wenn Christus wiederkommt.

[25:56] Ist umso mehr wir Menschen uns mit himmlischen Dingen beschäftigen, umso weniger achten wir auf die vergänglichen Dinge in dieser Welt. Es kommt immer so ein bisschen darauf an, wo wir unser Auge hinrichten. Gucken wir auf das, was alt ist, was kaputt ist, was vergehen wird, oder gucken wir auf das, was neu ist, was durch den Heiligen Geist gemacht ist, was ewig Bestand hat. Je nachdem, wo wir unser Auge hinrichten, so werden wir auch verändert werden.

[26:25] Nun, Paulus selber, der hatte ja eigentlich, würden sagen, ein vertreffliches Leben geführt, als die Hoffnung Israels, also ein großer Pharisäer. Er war von Gamaliel unterwiesen worden, und die Juden achteten ihn sehr hoch. Und dann aber wurde er von Christus berufen und ist diesen neuen Ruf gefolgt, dem Ruf des Geistes in seinem Herzen. Und schau mal, was er dann schreibt über sein altes Leben in Philipper 3, Verse 8 bis 11.

[26:51] Da schreibt er ja: „Wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessen Willen ich alles eingebüßt habe, und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott, aufgrund des Glaubens.“ Um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinen Tod gleichförmig werde, damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange.

[27:34] Paulus schaut auf sein altes Leben und sagt: „Ich habe das alles gehabt, aber ich habe das alles für Dreck geachtet.“ Die vergänglichen Dinge, nach denen früher mein Herz so gesehen hat, auch den Ruhm und die Ehre bei den beim Volk und bei den Menschen, die mich bewundert haben. Aber sage ich: „Ich achte alles um Dreck, und das alles ist vergänglich.“ Ich habe dafür gekämpft, ich habe da viel Einsatz für gezeigt, ich habe viel gelernt, viel studiert, ich habe viel gearbeitet, ich habe versucht, mich selbst zu gestalten und mein Leben in Ordnung zu bringen und für alles Einsatz, was alles vergänglich. Und heute schaue ich darauf, ach, das als Dreck ist nichts mehr wert. Ich will, ich will es nicht mehr bei mir haben.

[28:10] Heute achte ich auf den Weg, den mir Gott gezeigt hat, den Weg in seiner Gnade, den Weg, den der Heilige Geist für mich geöffnet hat. Und dass der Heilige Geist in das Herz von Paulus hineinkam, hat Paulus wirklich ein neues Leben begonnen. Er nannte sich von da an auch nicht mehr Saulus von Tarsus, sondern jetzt Paulus, nicht mehr der königliche, sondern der kleine. Er achtete nicht mehr auf seine Ehre, er lebte jetzt zu Gottes Ehre, und das macht ihm Freude, und das brachte ihm Liebe und Glück ins Herz.

[28:39] Wisst ihr, bei uns ist ja heute auch so. Wir symbolisieren das ja immer noch, wenn wir einen Menschen taufen. Ist das alte Leben ins Grab legen und ein neuer Mensch hervorkommt. Und das machen wir zu Lebzeiten des Menschen. Wir taufen ja keine Toten, sondern jemand, der sozusagen geistlich tot ist, der wird ins Grab gelegt, damit ein neuer Mensch, symbolisch, einer, der geistig lebendig ist, hervorkommen kann. Und so, wie Paulus es damals beschrieben hat über sein Leben, so machen wir es ja heute immer noch.

[29:13] Ein Mensch kann von neuem geboren werden, also das neue Leben, für dessen Übereinstimmung mit Gottes Forderungen gelebt. Und das wünscht sich Gott von uns, dass wir aus der Rebellion rauskommen, die wir unsere Ziele gesucht haben, und die ewigen Ziele suchen. Das, was Paulus auch bei den Ephesern gesehen hat, was ihm so viel Freude gemacht hat.

[29:36] Bei Paulus sind, möchte ich mal aus Hebräer 13 zitieren, Verse 20 und 21. Hier sagte der Gott des Friedens, aber der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe, durch das Blut seines ewigen Bundes. Er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

[30:12] Das ist bemerkenswert. Paulus fleht und erbittet für die Gemeinde: Möge der Herr doch in euren Herzen das Gleiche bewirken, was er in Christus gemacht hat, gegen den Geist lebendig gemacht, dass er auch euren Glauben wieder lebendig macht, damit ihr zu jedem guten Werk befähigt seid und damit ihr wirklich in eurem Leben Christus verkörpert.

[30:35] Denn Christus, und so haben wir es ja gelesen in unserer Lektion diese Woche, am Mittwoch, ist erhoben über alle Mächte, über alles, was da ist, im Himmel und auf Erden. Ihm sollen wir uns unterstellen. Und ich zitiere Paulus an die Epheser, Kapitel 1, Vers 21. Der spricht über Jesus und sagt: „Hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Welt, seid, sondern auch in der zukünftigen.“

[31:06] Also Christus wurde erhöht über jedes Fürstentum, über jede Gewalt, über jede Macht, über jede Herrlichkeit, über alles, was da ist, wurde Christus erhöht. Er ist über allem, und das nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft. Er wird diesen Platz immer behalten. Christus ist also derjenige, der das Haupt von allem ist, übrigens auch das Haupt der Gemeinde, die wir später ja noch lesen werden oder auch schon gelesen haben am Anfang.

[31:34] Und da müssen die Menschen jetzt und dazu sind wir aufgerufen, eine Entscheidung treffen im Leben. Wo geht es hin? Folgen wir unseren alten Leben, weil wir immer noch irgendwie daran hängen und immer noch versuchen, uns selbst zu erhöhen und selbst einen guten Namen zu machen und selbst abzusichern, auf uns selbst zu vertrauen, auf unsere eigene Stärke und bleiben in der Rebellion? Das Vertrauen auf unsere eigene Kraft. Oder bewegen wir uns dahin, dass wir sagen: „Ja, ich vertraue ganz auf deine Kraft. Ich möchte, dass du in meinem Leben wirksam bist, und wo immer ich hingehe, wo immer du mich hinführst, dann möchte ich auch für dich einstehen.“ Also gehe ich zurück nach Hause, fange ich an, Liebe zu leben oder selbst nutzen?

[32:12] Und das hat das halt dieser große Kontrast zwischen dem Volk Gottes und dem Volk dieser Welt. Die Welt macht ja auch nicht alles böse Dinge, aber viele Dinge halt ohne Liebe. Und so sind sie nichts wert. Das Volk Gottes aber soll alles in Liebe tun, also durch den Geist Gottes, und so wertvolle Taten vollbringen, die alle die Handschrift des Schöpfers tragen.

[32:36] Und so muss jeder von uns eine Entscheidung treffen: Wem ordnen wir uns unter? Dem Fluss in dieser Welt oder dem Fürsten über alles, den Fürsten des Lebens? Nur Christus wurde wirklich die Herrschaft verliehen, die in Ewigkeit Bestand hat.

[32:56] Zwei Vers 2 sagt Paulus: „Die Sünden, in denen ihr einst gelebt habt, nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der eine Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.“ Da sagte ich: „Ich habe früher in Sünden gelebt, weil ihr ein Kind des falschen Geistes wart, also ein Kind des Teufels. Ihr habt euch ihm unterstellt in euren Gedanken. Es war falsch, diesen Weg, den ihr gegangen seid, denn ihr habt für euch selbst gelebt, ihr habt das Eure gesucht und nicht das Wohl des Nächsten.“ Und damit wart ihr automatisch vom Geist her Kinder des Fürsten dieser Welt, Kinder des Teufels.

[33:39] Euer neues Leben soll aber anders sein. Das ist der Geist, der in den Kindern des Ungehorsams wirkt, sondern Paulus den hier. Also auf der einen Seite, das ist Ungehorsam gegen das Wort Gottes, und dem gegenüber steht der Gehorsam gegen das Wort Gottes.

[33:58] Und wie können wir eigentlich so wie die Epheser den Sieg über unser altes Leben erlangen, dass wir nicht mehr zu den zum Fürst dieser Welt gehören, eine Kinder des Ungehorsams sind, sondern dass wir plötzlich gehorsam werden im Leben, gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes?

[34:17] Denn wir wissen ja, dass der Geist, der gegen uns kämpft und deren Knechtschaft halten will, der Geist dieser Welt, stärker als wir. Wie können wir uns also dagegen wehren? Und da möchte ich noch mal von Ellen White zitieren.

[34:28] Sie schreibt in dem Buch „Das bessere Leben“ auf Seite 117, eben genau davon, und sie sagt: „Wir können den Sieg nicht ohne viel ernstes Gebet erringen, und auch nicht ohne Demut bei jedem Schritt. Unser Wille wird nichts zur Zusammenarbeit mit göttlichen Mächten gezwungen. Das bleibt Sache freien Entschlusses.“

[34:56] Wäre es möglich, in dir den Heiligen Geist zu hundertfach stärkerer Wirkung zu bringen, dann würdest du doch nicht zu einem Christen werden und auch nicht für Himmelreich geeignet sein. Die Festung Satans würde nicht geschleift. Du musst deinen Willen auf die Seite des Gottes Willen stellen. Aus dir selbst kannst du deine Absichten, Wünsche und Neigungen dem Willen Gottes nicht unterwerfen. Doch wenn du bereit bist, willig zu werden, wird Gott an deiner statt das Werk vollbringen und selbst zerstören die Anschläge und alles Hohe, das sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alle Gedanken unter den Gehorsam Christi.

[35:44] Dann wirst du schaffen, dass du selig wirst mit Furcht und Zittern, denn Gott ist der, in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen zu seinem Wohlgefallen.

[35:55] Was wir machen müssen, wir müssen unser Herz für Christus öffnen. Wir müssen wirklich und bewusst sagen: „Ich möchte jetzt Zeit mit Christus haben, ich möchte in seinem Wort lesen, ich möchte mit ihm reden, ich möchte in seiner Gegenwart sein.“ Auch wenn mich der Teufel in dieser Welt davon abhalten will, vielleicht durch Terminstress und durch Schwierigkeiten und durch mein schlechtes Gewissen, aber ich muss diese bewusste Entscheidung treffen. Ja, ich möchte zu dir kommen. Bitte sei mir Sünder gnädig. Und dann wird er in mir das Wollen und das Vollbringen schaffen, und ich werde plötzlich merken, dass mein Leben verändert wird, weil ich als Kind in Demut und Gehorsam zu ihm gekommen bin.

[36:25] Gesagt: „Der Herr, ich bin es. Vielleicht nicht würde ich und ich habe ein schlimmes Leben gelebt, und ich bin kein guter Mensch, aber ich möchte zu dir nach Hause, ich möchte dich denn her bewirkt diese Kraft auch in mir, dass mein Herz verändert wird.“ Und genau das möchte Gott, genau dieses Gebet möchte hören, dass wir in Demut zu ihm kommen und sagen: „Ich kann nichts tun, ja, bitte hilf mir.“ Und auf diesen Hilferuf reagiert Gott, und dann kommt in unser Leben, und dann verändert er unser Leben.

[36:50] Ganz oft vertrauen wir auf uns selbst, und wir schauen, wie konservativ gut wir sind im Glauben und ob wir so die richtigen Wege gehen. Und dann gucken wir auf die anderen, die vielleicht daneben sind, und sagen: „Ja, wir sind da viel besser.“ Aber sowas wird Gott nie segnen. Gottes Segen liegt da nicht drauf. Gott möchte, dass wir voller Demut zu ihm kommen und sagen: „Ja, da bin ich. Ich kann mir nicht mehr helfen. Ich bin ein Gefangener in dieser Welt, und mein Herz nimmt mich gefangen. Der Teufel hat dort die Ketten der Sünder angelegt, und ich werde sie nicht los. Ich schüttle mich davor, und ich versuche sie, und ich versuche zu kämpfen, aber ich werde diese Sünden im Leben nicht los. Ich bitte dich, Herr, bitte kümmere dich um mich, bitte gib mir ein neues Herz, das die Gerechtigkeit sucht und nicht mehr das Böse.“

[37:29] Und plötzlich merkt man im Leben, dass man frei davon wird, Stück für Stück. Befreit der Heilige Geist ein. Und so, wie der Teufel versucht, jeden Tag uns neue Ketten ans Herz zu legen, so müssen wir jeden Tag zu Christus kommen. Paulus sagt: „Ich sterbe täglich mein altes Leben für täglich begraben, und der Geist Gottes weckt mich täglich zu einem neuen Leben auf.“ Was genau das ist, ja auch machen müssen. Der alte Mensch muss sterben, damit der neue hervorkommen kann.

[37:57] Wisst ihr, wir kämpfen manchmal gegen uns selbst oder gegen Menschen in unserer Umgebung und sagen: „Wenn ich den Kampf überwunden habe, wenn ich vielleicht in meinem Herzen diesen Kampf geschafft, oder wenn ich meinen Widersacher überwunden habe, dann wird mein Leben bestimmt ruhiger.“ Aber ist der Paulus sagt dann in Epheser 6, Vers 12: „Unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.“

[38:29] Es ist ja der Teufel, der gegen uns kämpft, dass ein geistlicher Kampf geführt wird, und diesen geistlichen Kampf, dem sind wir einfach nicht gewachsen. Kein Mensch hat es geschafft, diesen Kampf zu gewinnen, weil der Teufel da viel stärker ist. Was können wir also machen? Wir fliehen zu dem, dem alle Macht gegeben ist, der über allem steht, der seinen Thron über allem hat. Wir fliehen zu unserem Retter und König, wir fliehen zu Jesus Christus und sagen: „Bitte, Herr, hilf uns.“ Und gegen ihn hat der Teufel keine Chance. Der Teufel hat noch nie einen Kampf gegen Christus gewonnen, und er wird auch in deinem Leben den Kampf gegen Christus nicht gewinnen. Nur du musst dich auf die Seite Jesu stellen.

[39:05] Du musst bei Jesus sein, ruf ihn an um Hilfe und frag ihn, ob er nicht in deinem Leben die Kämpfe kämpft, die du nicht kämpfen kannst. Sonst müsstest du dich ab und der Teufel, der lacht noch über dich, wenn du versuchst mit deinen Sünden zu kämpfen und mit der Situation, in der du gerade stehst, aber die Hilfe nicht bei Gott suchst.

[39:24] Der Teufel, das wissen wir, er zittert vor Gott. Er weiß, dass er keine Chance hat. Er muss sich zurückziehen, wenn das Kind zu Christus läuft. Er kann dich nicht angreifen, wenn du bei Christus bist. Er wird versuchen, die Angst zu haben, dich von Christus wegzutreiben, aber er kann nichts gegen dich tun, solange du in der Gegenwart Jesu bist. Und deswegen ist es so wichtig für uns als Christen, diese Gegenwart immer zu suchen, den Tag mit der Gegenwart zu starten und sagen: „Hier ist mein Leben. Ich möchte heute mein altes Leben wieder ins Grab legen. Ich möchte den alten Menschen sterben. Ich möchte dich finden. Gib mir heute ein neues Leben in deiner Kraft, Herr.“

[40:01] Ich möchte noch einmal zitieren aus dem Buch „Das bessere Leben“ von Ellen White, auf Seite 99. Und sagt sie: „Es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich wider das andere und werden sein teure Zeit und Erdbeben hin und her. Das alles aber ist der Anfang der Wehen. Doch die Jünger Christi brauchen nicht zu fürchten, dass ihre Hoffnung vergebens gewesen sei, oder dass Gott die Erde ihrem Schicksal überlassen habe.“

[40:33] Es gehören ihm trotzdem Kraft und Herrlichkeit zu. Da seine erhabenen Absichten weiter ungehindert ihre Vollendung entgegengehen. Im Gebet um ihre täglichen Bedürfnisse werden die Jünger Christi angehalten, über alle Macht und Herrschaft des Bösen hinwegzuschauen auf den Herrn, ihren Gott, dessen Herrschaft sich über alles erstreckt und der ihr Vater und ewiger Freund ist.

[41:02] Das ist nicht schön. In den ganzen Kämpfen deines Lebens, wenn sie da die Finsternis ausbreiten, der Teufel dich angreifen will, dann schau über das alles hinweg auf Jesus Christus.

[41:10] auf Jesus Christus und fixiere deine Augen auf ihn. Sieh den Fürsten des Lebens, der seinen Thron über allem hat. Und auf ihn sollen deine Gedanken gerichtet sein. Er wird deine Kämpfe im Leben kämpfen. Er wird dir helfen. Und wenn du merkst, da ist kein Weg mehr für dich, weil du in einer Sackgasse stehst in deinem Leben, dann wird er, wenn es sein muss, ein Meer für dich teilen und einen Weg machen, wo keiner war.

[41:30] Jesus hat alle Macht im Himmel und auf Erden. Und so können wir sagen, tatsächlich auch von unserem Donnerstagsthema: Jesus, alles und seine Gemeinde. Es ist alles in ihm. Allen unsere Hoffnung steckt in ihm. Und so wollen wir noch den letzten Vers gemeinsam lesen, 22 und 23. Dort sagt Paulus: "Und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt."

[42:09] Nun, hier heißt es, dass Christus das Haupt seiner Gemeinde ist. Und das ist die gute Nachricht: Du bist Teil deiner Gemeinde. Du gehörst ja zu Christus. Und das macht was ganz Besonderes mit dir. Nun, in Christus war der Heilige Geist. Wenn du Teil von ihm bist, ist der Heilige Geist auch in dir. So wie das Blut durch einen Körper strömt und ihn überall belebt und ihm Kraft gibt, die Muskeln arbeiten durch dieses Blut, das er durchströmt und diese Energie gibt. So strömt auch der Heilige Geist durch den Leib Christi, durch seine Gemeinde, auch zu dir. Sorgt dafür, dass deine Zelle, der Teil des Körpers, der du bist, dass dort der Blutstrom auch ankommt, dass der Heilige Geist dort auch hinkommt, damit du belebt wirst und kräftig bist, zu jeder guten Tat, zu jedem guten Werk.

[42:52] Denn Körperteile sterben ab, wenn sie nicht durchblutet sind. So ist es auch, wenn der Heilige Geist uns nicht täglich die Kraft gibt, dann werden wir merken, dass wir immer müder werden, immer schwächer werden und dass wir keine Freude mehr im Leben empfinden, dass uns Aufgaben zu schwer werden und wir keine Hoffnung mehr haben, ob wir unsere Aufgaben überhaupt noch erfüllen können, dass wir uns zurückziehen im Weinberg Gottes, vor uns die Kraft ausgegangen ist.

[43:17] Und hier kann die Zelle selber rufen: "Du bist die Hand, das Auge." Kannst selber rufen: "Ich brauche Lebenskraft, Herr, bitte gib mir deinen Heiligen Geist, damit ich für dich arbeiten kann, damit ich ein Werkzeug bin." Das möchte Gott uns geben. Und so wird sein ganzer Körper durchströmt vom Heiligen Geist, eine ganze Gemeinde vom Heiligen Geist durchströmt. Und dann ist sie auch stark. Und dann kann sie auch arbeiten. Und dann werden die Menschen staunen, was Gottes Gemeinde hier auf Erden kann. Denn eines Tages wird sie zu einem hellen Licht erstrahlen, die den ganzen Planeten erfüllt.

[43:49] Und es ist noch was Wunderschönes: Christus ist das Haupt seiner Gemeinde. Erstes Haupt, wie er seine Glieder, also wir sind sein Leib. Dazu hat er uns ja genannt und dazu hat er uns berufen.

[44:01] Wenn du nun Leib Jesu bist, er hat es vor allem ein schöner Gedanke daran: In eines Tages Gericht auch über dein Leben gesprochen wird, das Urteil, und du weißt, aber du bist Leib Jesu, du gehörst zu seiner Gemeinde, du hast dein Leben ihm anvertraut und hast, so gut wie du irgendwie konntest, bist du ihm gefolgt und hast aus seiner Kraft gelebt. Du warst an seinem Blutstrom angeschlossen. Was du bist Teil seines Körpers. Wenn im Gericht dein Name kommt und dein Leben hineingeschaut wird und untersucht wird, was für ein Leben hast du denn geführt, und man sieht die ganzen Verfehlungen und die Sünde in deinem Leben, dann kann Christus sagen: "Moment, er ist Teil meines Leibes."

[44:50] Er hat gezeigt, dass er diesen alten Menschen sterben lassen will und er möchte zu einem neuen Menschen vorkommen. Er möchte ein neues Leben führen. Und in diesem neuen Leben ist er gewandelt. Der Gerechte fällt siebenmal, aber er steht wieder auf.

[45:07] Und ich kann bezeugen, dass er zu mir gehört. Er hat sich gegen die Rebellion entschieden und für das Leben. Er möchte zu mir. Und ich habe in ihm gewirkt. Er ist Teil meines Leibes. Er gehört zu meiner Gemeinde. Deswegen ist er schon gerichtet. Denn mein Leib wurde ja bereits gerichtet. Er wurde gekreuzigt, der Sünde sollt ist der Tod. Und ich bin gestorben, damit mein Leib weiterlebt. Und tatsächlich, der Leib ist eine Gemeinde. Also sind wir in Christus schon gestorben, aber im Geist wieder auferweckt worden, wie auch Christus. Und dadurch haben wir schon heute das Leben und müssen nicht mehr gerichtet werden, weil wir zu Jesus Christus gehören. Er spricht uns frei im Gericht und sagt: "In meine Hände habe ich dich eingezeichnet. Deine Mauern sind alle Zeit vor mir."

[46:01] Wir sind nun als seine Gemeinde, der sein Tempel, wenn sein Geist in uns wohnt. Und das als gemeindeweltweit, aber auch jeder Einzelne von uns, dann auch dein Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Und der Tod soll ihn nicht überwinden. Die Pforten der Hölle werden die Gemeinde Gottes nicht überwinden. Und die Pforten der Hölle sollen auch dein Leben nicht überwinden. Du bist freigesprochen durch Jesus Christus vom Tod und schon jetzt vom Leben zum Leben hindurch getrunken.

[46:33] Denn du bist Gottes Kind, so wie damals die Gemeinde der Epheser Gottes Kinder waren und man konnte die Liebe und die Kraft, den Glauben in ihm sehen. So soll es auch in deinem und in meinem Leben heute aussehen. Wie wenn 2023 leben wir, sollen eine Gemeinde sein, wie damals, die füreinander gebetet hat, sich umeinander gekümmert hat und man aber wirklich ein Licht für seine Zeit ist. Darum beten, dass wir auch so ein Licht sind in unserer Zeit.

[46:59] Haben und Gott diese Bitte vorbringen. Ja, unser lieber himmlischer Vater, wir sind dir von Herzen dankbar dafür, dass du zu allen Zeiten eine Gemeinde in dieser Welt hattest. Du hast immer Menschen berufen in deine Nachfolge und hast sie ein neues Leben ermöglicht. Ein Leben in Demut, in Dienst, aber auch in Liebe und Freude.

[47:28] Und Herr, heute in dieser Generation hast du uns berufen. So wie damals die Epheser, berufst du auch heute uns und sagst: "Während meiner Nachfolge, lasst mein Geist in euch wirken." Und Herr, wir möchten dich bitten, dass auch dieses Wunder in unserem Leben geschieht, dass unser alter Mensch ins Grab gelegt wird und wir jeden Tag neu aus deinem Heiligen Geist leben dürfen, dass du in uns die Frucht hervorbringst, die nur dein Geist hervorbringen kann, dass in uns Liebe keimt und Freude und Frieden.

[47:59] Herr, wir sind dir dankbar, Herr, dass du diesen Weg schon begonnen hast in unserem Leben und dass wir auch wissen können, dass du das gute Werk abschließen wirst, bis du wiederkommst. Wir möchten nicht nur den Herrn, dass unsere Gedanken immer bei dir sind, unsere Gedanken auf dich gerichtet sind. Sieh unsere Schwachheit, Herr, und hilf uns, dass wir nicht straucheln und nicht fallen in unserem Glauben, sondern dass fest deine Kinder auf dieser Erde erkannt werden. Und wir möchten Gedanken für eine große Gnade, die du jeden Tag Neues für uns.

[48:27] Im Namen Jesu. Amen. Ihr Lieben, danke, dass ihr gemeinsam dieses Thema studieren könnt. Macht mir viel Freude. Im Epheserbrief zu lesen, das sind viele spannende Sachen drin und viele schöne Geheimnisse und die Liebe zu sehen, die auch Paulus dieser Gemeinde gegenüber hatte, ist einfach wunderschön. Ich wünsche euch noch viel Segen beim Studium seines Wortes und freue mich darauf, wenn wir uns nächste Woche bei der Christus die aber wieder sehen. Gottes Segen euch.


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