[0:33] Hallo ihr Lieben und ein herzliches Willkommen zur Kreis Study Hour. Wir sind im Epheserbrief, mittlerweile in unserer vierten Lektion angekommen und wollen uns heute mit dem Thema beschäftigen: Wie Gott uns rettet. Unser Merkvers finden wir in Epheser Kapitel 2, Verse 4 und 5. Da heißt es: "Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in Sünden, in Christus lebendig gemacht."
[1:07] Das ist der Vers, um den es heute geht, oder ein Teil von dem Abschnitt, über den wir heute sprechen wollen. Bevor wir loslesen und uns gleich mal den Abschnitt angucken, den wir heute betrachten, bieten wir noch zusammen und bitten Gott, dass er unser Lehrer ist.
[1:22] Also, lieber himmlischer Vater, wir möchten dir danken dafür, dass wir gemeinsam jetzt dein Wort studieren dürfen. Und wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist jetzt bei uns ist. Bitte sei du unser Lehrer, wie du es verheißen hast, und führe du uns an alle Wahrheit. Und dafür danken wir dir im Namen des Herrn Jesu. Amen.
[1:42] Nun, wir gucken uns gemeinsam mal den Text an, den wir heute betrachten wollen. Den finden wir in Epheser Kapitel 2 und lesen dort die Verse 1 bis 10. Paulus sagt: "Auch euch, die ihr tot wart durch Übertretung und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Und unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten. Und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen."
[2:23] Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretung, mit Christus lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr errettet und hat uns mit auferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es nicht aus Werken, damit sich niemand rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen."
[3:16] Nun, mit genau diesem Abschnitt aus dem Epheserbrief, aus dem zweiten Kapitel, haben wir uns diese Woche beschäftigt. Und wir wollen uns jetzt am 22. Juli darüber austauschen. Und Paulus richtet sich ja in diesem Abschnitt, wie auch in der ganzen Lektion, die wir lesen, direkt an die Gemeinde der Epheser. Und er bezeugt, dass diese Menschen, von denen wir letzte Woche gehört haben, was sie so gut waren, so liebevoll waren und so einen großen Glauben hatten, er bezeugt, dass diese Menschen einst tot waren, also nicht zum Leben, das heißt zu Gott gehören, sondern zum Fürsten dieser Welt. Sie gehörten zum Tod, zum Totenreich. Sie waren ja in Gemeinschaft mit dem Teufel, sie haben sich unter sein Joch spannen lassen. Und sie wandelten jetzt nach ihren eigenen Gedanken und Begierden, nach der Sünde des Herzens.
[4:10] Nun aber bezeugt Paulus: Ihr seid nicht mehr tot. Geht nicht an die Epheser. Er sagt: Ihr wart mal so, aber nun seid ihr lebendig, denn ihr gehört zu Jesus, und Jesus, ja, der Fürst des Lebens. Und so dürft ihr euch jetzt lebendig nennen. Wir würden sagen, mit Paulus Worten: Sie sind jetzt eine neue Kreatur geworden. Durch Gnade wurden sie gerettet und durch Gnade befähigt, jetzt in den Ordnungen Gottes zu wandeln, nicht mehr in der Unordnung dieser Welt. Also jetzt ein glückliches Leben zu führen und nicht mehr die Kämpfe in dem Chaos der Welt zu haben. Sie durften jetzt wieder Kinder Gottes sein, und das hat Gott aus Gnade gemacht, durch Jesus Christus. Dadurch, dass Christus für die Menschen eben auch in Ephesus gestorben war, hatte sie befähigt, wieder Kinder Gottes zu sein.
[5:04] Und wir wollen jetzt mal Stück für Stück jetzt die Tage durchgehen, die Abschnitte, die wir gemeinsam in der Woche studiert haben, und diesen Text, den wir gerade eben in Gänze gelesen haben, so aufteilen in einzelne Verse und die genauer betrachten. In unserem Montagsabschnitt, der überschrieben war mit "Einst von unseren eigenen Begierden verführt", da wollen wir beginnen mit Epheser 2, Vers 3.
[5:28] Wir lassen es gerade schon. Paulus sagte: "Unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten. Und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen." Das ist interessant, dass Paulus das hier so ausdrückt: "Wir waren von Natur Kinder des Zorns." Also, wir waren von unserer Natürlichkeit her, so wie wir geboren sind, waren wir nicht mehr recht schaffen. Wir waren nicht so, wie Gott uns einst gemacht hat, sondern wir waren von unserer Natur aus waren wir fleischlich gesinnt. Wir waren auf das aus, was in dieser Welt herrscht. Also jeder von uns. Paulus bezieht sich sogar selbst mit ein, sagt: "Wir sind alle als wir geboren wurden, sozusagen, waren wir unter die Sünde verkauft." Schon unsere Natur war sündig.
[6:24] Und so sagt das auch über die Epheser: Bevor sie neu geboren waren, führten sie ein Leben in der Rebellion gegen Gott und gegen seine Gebote und seine Ordnung. Vielleicht auch ohne das zu wissen, aber es war ihr natürlicher Mensch. Nun, sie konnten es auch gar nicht anders, denn seit dem Sündenfall waren sie keine rechtschaffenden Wesen mehr. Sie gehörten ja nicht mehr zu Gott, sondern waren von Gott getrennt.
[6:51] Paulus sagt: Unsere, das war unsere neue Natur nach dem Sündenfall. Das ist die Natur gewesen, die wir gehabt haben. Ständig schienen wir in Versuchung und ständig sind wir dort unterlegen. Immer wieder sind wir gestrauchelt, immer wieder gefallen in unserem Leben, und immer haben wir das Böse gesucht. Ja, immer geguckt, uns selbst zu erhöhen und selbst zu verherrlichen, das Beste für uns zu suchen und dabei immer wieder dem Teufel in die Falle gegangen.
[7:17] Das ist übrigens ein interessanter Punkt, dass wir von den Begierden verführt werden, die selbst in uns drin sind durch unsere Natur. Jakobus 1, Verse 13 bis 15 möchte ich lesen. Da heißt es: "Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand. Sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert ihr den Tod."
[7:57] Also, niemand sage: Oh, ich habe diese Versuchung im Leben, weil Gott das macht in meinem Leben. Gott macht das nicht. Gott versucht niemanden. Gott wehrt sogar die meisten Sachen ab. Manche, das dazu, aber dass Gott aktiv jemanden versucht, das kennt die Bibel nicht. Also Gott kann gar nicht versucht werden zum Bösen. Also sein ganzes Wesen ist Liebe. Also er kann gar nichts Böses tun. Er ist vollkommen gerecht, er ist vollkommene Liebe. Manchmal greift er nicht ein, muss ich zurückziehen, weil der Mensch sich gegen ihn wehrt und dann kommt das Böse in das Leben des Menschen hinein. Der Mensch wird versucht und der Mensch fällt, stirbt sogar. Aber Gott selber versucht niemanden.
[8:40] Zwar, also Jakobus hier sagt, wann das Dinge, die aus unserem eigenen Herzen hervorkommen, auch bei den Ephesern, früher in ihrem Leben, sind Dinge gewesen, die sie versucht haben, begierden, Lüste, die Augenlüste, die Fleischeslüste, die Esslust. Also solche Dinge, die aus dem Herzen hervorkommen, und die haben das Leben früher bestimmt. Diese Begierden haben sie gesteuert, so wie es bei uns ja auch manchmal ist. Durch die Begierden werden wir gelenkt, Dinge zu tun, die wir eigentlich nicht tun wollen.
[9:09] Ganz am Anfang im Paradies noch kannte Adam dieses Problem nicht. Adam hatte nicht diese sündige Natur und hatte diese Lüste und Begierden in seinem Herzen, die wir heute kennen. Ich möchte mal zeigen, was Ellen White darüber schreibt. Sie muss gleich mal ein paar Abschnitte angucken. Ich möchte zuerst mal lesen aus dem Bibelkommentar, Seite 12, und zeigen, wie es dem Teufel überhaupt gelungen ist, Adam zu überwinden. Denn Adam wurde ja nicht von ihnen gereizt. Er hatte ja keine Begierden in sich drin. Also er wurde von außen angegriffen.
[9:44] Ein Bibelkommentar, Seite 12, heißt es: "Worin lag die Stärke des Angriffs, der Adam zu Fall brachte? Es war keine innewohnende Sünde, denn Gott schuf Adam nach seinem eigenen Charakter, rein und rechtschaffen. Im ersten Adam waren keine verdorbenen Grundsätze, keine verdorbenen Veranlagung oder Neigungen und bösen. Adam war ebenso fehlerlos wie die Engel vor Gottes Thron. Es Adam gemacht war, sagte Gott: Siehe, es war sehr gut. Es war kein Fehler, kein Makel an Adam."
[10:16] Adam war vollkommen, er war perfekt. Und doch hat der Teufel es geschafft, ihn zu Fall zu bringen. In seinem Fall war das eine Begierde von außen. Das war sozusagen der Teufel von außen angegriffen, und das hat Adam zu Fall gebracht. Adam wurde nicht wie wir von innen heraus angegriffen von unseren eigenen Begierden.
[10:39] Das ist bei uns heute immer so. Wir werden also immer von unseren Begierden angegriffen, beziehungsweise vom Teufel auch von außen, deswegen gezwungen werden, in welche Dinge zu tun, die gegen unser Gewissen sind.
[10:58] Das Problem, das ja damals schon im Paradies aufkam, also bzw. direkt nach dem Sündenfall, ist, dass dieser Charakter, diesen reinen Charakter, den Adam einst hatte, als er gemacht war, diesen vollkommenen, liebevollen Charakter, dass er den nicht weitergeben konnte an seine Kinder. Denn er selber hatte die nicht mehr.
[11:17] Die Natur des Menschen war jetzt nicht mehr mit dem Fürsten des Lebens verbunden, also mit Christus, sondern die Natur des Menschen hat sich jetzt dem Teufel unterstellt. Und damit hatten jetzt plötzlich diese sündigen Natur, nicht mehr die rechtschaffene Natur. Und dieser Natur sind wir alle geboren, in dieser sündigen Natur. Schon die Kinder von Adam, gleich die ersten, haben darunter gelitten. Wir kennen es von Kain und Abel. Also, sie litten schon unter dieser Sünde.
[11:45] Nun, nach Abel heißt es, und ich möchte zitieren aus dem Buch "Christus ist Sieger" auf Seite 32. Ellen White sagt: "Der nächste Sohn, der Adam geboren wurde, sollte der Erbe der göttlichen Verheißung und des geistlichen Geburtsrechts sein. Sein Name Set bedeutet so viel wie Ersatz, denn Gott hat mir, so sagt die Mutter, einen anderen Sohn gegeben für Abel, den Kain erschlagen hat."
[12:13] Set hatte eine vornehmere Statur als Kain oder Abel und ähnelte Adam mehr als seine anderen Söhne. Dazu besaß Set ein edles Wesen und trat in Abels Fußstapfen. Doch hat er von Natur aus nicht mehr gute Eigenschaften gehabt als Kain. So Erschaffung Adams, sagt der Bericht, zum Bilde Gottes schuf Gott ihn. Aber nach dem Fall zeugte Adam einen Sohn ihm gleich und nach seinem Bilde.
[12:46] Also, während am Anfang Gott geschaffen hat und es war sehr gut, Mensch war ein Bild Gottes. Nach dem Sündenfall hat Adam ein Kind gezeugt, und dieses Kind war in seinem Bilde, war jetzt unter der sündigen Natur. Das Problem war, Adam war ja nicht mehr rechtschaffen, aber jetzt verkauft. Und die Sünde hat jetzt also eine Natur, die dem Fürst dieser Welt unterstand. Und die Kinder, die von ihm kommen, waren jetzt nicht mehr im Bilde Gottes, sondern sie waren jetzt im Bilde Adams.
[13:13] Und das war unsere Schwierigkeit. Also war unsere Natur plötzlich sündig von Anfang an. Wandern sündige, böse Gedanken. Man sieht das bei kleinen Kindern, wenn man kleine Kinder in die Sandkiste setzt und die haben noch nicht viel Erfahrung im Leben, die sind noch ganz jung, und die nehmen ihre Schaufel und plötzlich merkt man, dass sie sich gegenseitig mit den Schaufeln hauen oder dass sie sich das Spielzeug wegnehmen. Woher kommt das? Hat den Kindern beigebracht, aber im Herzen sind diese Begierden und diese Lüste und alles das, was eigentlich zum Fürsten dieser Welt gehört. Das ist ihre Natur.
[13:43] Und diese Lüste und Dinge haben wir auch. Umso älter wir werden, umso mehr können wir begreifen, dass die Dinge nicht richtig sind, weil die Gottes Wort kennen. Und wir wissen, was richtig und was falsch ist. Und wir kennen diese Dinge in unserem Herzen. Und so wie das Gesetz unser Lehrmeister ist und das erklärt, da ist ein Problem in deinem Herzen. Das sind Dinge drin, die hatte Gott am Anfang nicht so gewollt in dir. Die sind da drin, weil du ein Kind des Zorns bist, weil du ein Kind des Fürsten dieser Welt bist, weil du den Geist des Bösen in dir hast.
[14:14] Aber Gott lässt uns damit nicht einfach zurück, sondern er will uns sofort Hilfe fahren. Er sieht ja, was aus uns geworden ist, und er möchte uns sofort helfen. Ich möchte mal zitieren aus Petrus, erste Petrus 1, 14 und 15. War ja auch ein Text, den wir in der Lektion hatten. Da sagt Petrus: "Als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welche euch berufen hat, heilig ist, so sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel."
[14:45] Er sagt: Jetzt seid ihr berufen, jetzt seid ihr Kinder Gottes. Seid nicht mehr unter dem Fürsten dieser Welt, der hat euch das Leben zur Hölle gemacht, der durch das Leben schwer gemacht. Die hat euch diese Versuchung ins Leben gestreut. Durch ihn hatte diese gefallene Natur und leidet in eurem Leben. Aber jetzt seid ihr Kinder Gottes. Ihr untersteht nicht mehr dem Teufel. Ich könnte jetzt sagen: Ich unterstehe dem Fürsten des Lebens, ich gehöre zu Jesus Christus.
[15:14] Man sagte: Achtet darauf in eurem ganzen Wandel, ihr sollt heilig sein, also für Gott ausgesondert sein. Wisst ihr, wir können das wünschen. Ein schönes Beispiel, wir können es sehen in der Bibel an einem Jünger, den Jünger, den Jesus besonders lieb hatte, in Johannes. Als Johannes berufen wurde von Christus, da lesen wir in der Bibel, dass er ihn und auch seinen Bruder, den Jakobus, nennt, die Donnersöhne, also Kinder des Zorns. Es waren ja auch sie, die sagten, diese Stadt hat uns abgelehnt, sollen wir vorher vom Himmel fallen lassen und die Menschen dort vernichten? Und Christus sagt: Wessen Geist, Kinder, seid ihr denn? Also, gehört ihr denn zum Teufel? Nein, ich habe euch doch berufen, Gottes Kinder zu sein. Ihr sollt nicht mehr diese Gedanken haben, ihr sollt nicht mehr so rachsüchtig sein und so böse zu den Menschen. Das waren, nannte er sie die Donnersöhne, also, weil sie so oft draußen waren, Kinder des Zorns.
[16:04] Und dann merken wir aber in Johannes, der dann ja der Jünger war, der immer am nächsten bei Christus war, dort merken wir eine Verwandlung, eine Veränderung. Und wir lesen seine Briefe dann später und merken, dieser Jünger hat vollkommene Liebe entwickelt.
[16:19] Sie ist das zu erklären? Naja, dieser Johannes war ja so überzeugt, die Bibel immer, der, der ganz nah bei Jesus war, ist ein Geheimnis auch für unser Leben. Immer ganz eng mit diesem verbunden bist, wird plötzlich Jesu Charakter in dich hinein kopiert. Und genau das ist das, was Johannes erfahren hat.
[16:38] Und ich möchte mal zitieren von Ellen White aus dem Buch "Biblische Heiligung", Seite 34. Das schreibt Ellen White über Johannes und sagt: "Die Tiefe und Innigkeit seiner Zuneigung zu seinem Meister waren nicht der Anlass, dass Christus ihn liebte. Im Gegenteil, sie waren die Antwort auf die Liebe Jesu. Johannes hatte den Wunsch, Christus ähnlich zu werden. Unter dem umwandelnden Einfluss der Liebe Jesu wurde er demütig und von Herzen sanftmütig. Sein Leben war verborgen in Christus. Er hatte innige Verbindung mit dem lebendigen Weinstock und wurde dadurch der göttlichen Natur teilhaftig."
[17:24] Es wird immer die Folge der Gemeinschaft mit Christus sein. Das ist wahre Heiligung. Als wären am Anfang Paulus sagt zu den Ephesern: Ihr wart anderer Natur, eure Natur war sündig, so wie es auch in Johannes der Fall war.
[17:43] Schreibt hier Ellen White: Was in Johannes passiert ist, er wurde jetzt der göttlichen Natur teilhaftig, weil er ganz eng mit Christus verbunden war. Als er bekam die Natur zurück, die auch Adam hatte. Also, er wird von neuem erschaffen. So wie Adam erschaffen wurde von Gott, so wird jetzt auch ein neuer Mensch erschaffen, während er noch lebt. Also Johannes, der Donnersohn, der will kommt, plötzlich ein neues Herz. Er wird verändert, und plötzlich hat er die Natur Jesu, also die Natur, die auch Adam hatte, die göttliche Natur.
[18:19] Und das ist tatsächlich so, wie Ellen White sagt: Das ist immer die Folge der Gemeinschaft mit Christus, und das ist wahre Heiligung. Also, wahre Heiligung ist nicht: Ich gucke mal alle meine Sünden an und fange jetzt an, damit zu kämpfen. Sondern wahre Heiligung ist: Ich habe Gemeinschaft mit Christus, und durch diese Gemeinschaft werde ich verändert. Man merkt plötzlich, wie das Herz neue Grundsätze hat, demütig wird in der Gegenwart Jesu, wie man nicht mehr sich selbst erhöht, wie man nicht mehr für sich selbst kämpft und für seine Begierden und Sehnsüchte, sondern wie man plötzlich für sich, für das Gerechte einsetzt und für das Gute und für jede Tugend und für alles, was da einen guten Namen hat. Plötzlich sind diese Dinge im Leben schön, und das Alte verliert, wie Paulus auch sagt, seinen Wert. Er nennt es "Dreck".
[19:11] Also, es geht hier ein bisschen um unsere Natur. Die Natur können wir in Christus verändern. Wir werden Teilhaber der göttlichen Natur. So schreibt Heilung selbst, also geschieht im Wandel mit Christus, nicht im Kämpfen gegen die Sünde.
[19:29] Und das eben konnte man damals Zeug der Paulus in der Gemeinde der Epheser beobachten, weil sie mit Christus wandelten. Deshalb hatten sie diese guten Werke, die waren ja alle früher tot oder die Sünde verkauft, waren jetzt aber lebendig, weil sie zum Fluss des Lebens gehören. Sie gehörten zu Christus. Und Paulus beobachtet die Gemeinde und sagt: Das ist wunderschön, ihr habt diese Liebe und ihr habt diesen Glauben, der kann nur aus Christus kommen. Also, man sieht, dass ihr verbunden seid mit dem Herrn des Lebens, denn sein Geist wirkt in euch und der macht die ganzen bösen Dinge plötzlich gut. Ihr seid nicht unter der alten Natur. Die Sünde zieht euch nicht mehr so stark. Ihr werdet von außen angegriffen, aber von innen her werdet ihr ständig erneuert durch den Heiligen Geist.
[20:09] Und euer Herz wird verändert. Versteh mich nicht falsch, das heißt nicht, dass die Epheser nicht mehr gefallen sind im Leben. Der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf. Aber man konnte von außen sehen, dass es Gottes Kinder sind, die zwar angegriffen wurden von einem Widersacher, der sehr stark war, Teufel und seine Dämonen haben gegen sie gekämpft, aber plötzlich konnten sie durch die Kraft Jesu einen neuen Weg gehen. Und man merkte plötzlich, dass sie nicht mehr wie die Menschen hin und her getrieben waren von ihren Begierden und von ihren Sehnsüchten, sondern dass plötzlich das Gute suchen, also irgendwann ausgerichtet auf Jesus Christus.
[20:43] Sie waren zu neuen Menschen aufgeweckt worden. Wir sind Dienstagsabschnitt, da lesen wir...
[20:48] Wir sind im Dienstagsabschnitt, da lesen wir Epheser Kapitel 2, Verse 6 und 7. Paulus sagt: "Und hat uns mit auferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus."
[21:13] Also, wir sind jetzt mit auferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen. Und ich möchte mal ein Stückchen aus der Arbeitsschule selbst zitieren. Dort heißt es hier: "Um die Kraft der paulinischen Argumentation zu würdigen, müssen wir auf Epheser 1, 19 bis 23 zurückblicken." Also letzte Woche, und uns daran erinnern, dass Christus in seinem Tod, seiner Auferstehung, seiner Himmelfahrt und seiner Erhöhung den Sieg über alle bösen und geistlichen Mächte errungen hat, die einst das Leben der Gläubigen beherrschten. Durch die Auferstehung, Himmelfahrt und Erhöhung Jesu sind diese Mächte, obwohl sie immer noch aktiv sind und das menschliche Dasein bedrohen, vollständig überwunden worden.
[22:03] Also, dadurch, dass Christus überwunden hat, und er wurde als Mensch erfunden hat, alles überwunden, wo dann im Himmel gesetzt und ist da jetzt unser Hohepriester. Der Teufel konnte damals die Hohepriester auf Erden angreifen, die er für die Menschen einstanden. Konnte sie also sogar zu Fall bringen, konnte den ganzen Gottesdienst verwirren und viel Böses anrichten. Aber er kann nicht mehr kämpfen gegen unseren Hohepriester im Himmel.
[22:25] Unser Hohepriester im Himmel ist in allen Dingen weit überlegen. Jesus hat noch nie einen Kampf gegen den Teufel verloren. Und selbst als Christus seine Göttlichkeit ablegt und als Mensch zu uns kam, hat er den Teufel besiegt. Und damit war klar: Ein Mensch, der verbunden ist mit der göttlichen Natur, überwindet den Teufel. Und der Teufel kann gegen ihn kämpfen, von außen massiv angreifen. Aber wie Jesus auch bezeugte: "Jetzt kommt der Fürst dieser Welt, aber in mir hat er nichts." Ist dem Teufel nicht gelungen, irgendwie Sünde in Jesu Herz hineinzustreuen, dass da irgendwas wuchern kann, irgendwas aufkeimen kann, was böse ist. Nicht gelungen.
[23:04] Und so soll es bei uns auch sein. Auch wir sollen dieser Natur teilhaftig werden, die Jesus hatte, damit der Teufel uns davon angreifen kann, aber in unserem Herzen nicht zum Negativen verändern kann. Dass da keine Sünden uns gefunden hat. Das wünscht sich Jesus von Herzen. Und Paulus konnte das schon sehen, dass diese ja, dass das Wirken in der Gemeinde...
[23:28] ...zitieren im Dienst für Christus, Seite 286. "Mitarbeiter Gottes müssen Mut, Kraft und Ausdauer besitzen, auch wenn ihnen scheinbar Unüberwindbares den Weg versperrt. Sollen sie dennoch durch seine Gnade vorwärts gehen. Statt über Schwierigkeiten zu jammern, sind sie berufen, sie zu überwinden. Nichts sollte sie zur Verzweiflung bringen, aber sie sollten stets auf alles hoffen."
[23:59] Mit der goldenen Kette seiner Liebe hat Christus sie an den Thron Gottes gebunden. Er will, dass ihm der gewaltigste Einfluss im Universum, der von der Quelle aller Kraft ausstrahlt, zur Verfügung steht. Sie sollen die Kraft besitzen, dem Bösen zu widerstehen. Eine Kraft, die weder Tod noch Welt oder Totenreich überwinden kann. Diese Kraft wird sie befähigen, zu überwinden, wie Christus überwunden hat.
[24:28] Durch das Band der Liebe, das uns mit Gottes Thron verbindet, sollen wir zu Überwindern werden. Also dem Reich Gottes, er dem Reich des Teufels entsagen und dem Reich Gottes zugewandt sein. Die Liebe verbindet uns mit Gottes Thron. Durch diese Liebe, die wir zu Gott haben, hassen wir das Böse. Gott hat ihr am Anfang gesagt zu der Schlange: "Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und den Nachkommen der Frau." Wie der Teufel einst Feindschaft setzte zwischen den Menschen und Gott, indem er die Sünde dazwischengeschoben hat, setzt Gott jetzt Feindschaft zwischen dem Teufel und die Menschen, indem er den Menschen mit Liebe an seinen Thron bindet. Er gibt ihm die Freundschaft zurück, die diese Liebe und sagt: "Du gehörst doch zu mir, du bist doch mein Kind. Bitte stört mich, ich habe dich gemacht zum Leben." Und er zeigt ihm, wie sehr ihn liebt, indem er am Kreuz für ihn stirbt. Denn daran erkennt man diesen wahren Freund, sagt Jesus, dass er sein Leben gibt für seine Freunde.
[25:27] Und wir sehen das, gucken auf unser sündiges Leben, auf unser kaputtes Leben, auf all das, was wir gemacht haben in der Vergangenheit und denken: "Hey, wie kannst du uns nur gnädig sein? Sieh mein Leben an, ich habe immer gegen dich gearbeitet, ich habe so viel böse Dinge gemacht." Und dann schaue ich auf Gott und er sagt: "Ich weiß das, aber damit du leben kannst, gehe ich in den Tod für dich. Ich sterbe, damit du nicht verloren gehst." Und dann Gott, das hast du denn, warum tust du das? Niemand zwingt dich das zu tun. Du bist über alle Maßen herrlich, du bist groß, du bist erhöht, du bist allmächtig, du kannst alles, du weißt alles und du kennst mein Leben ganz genau, und du gehst trotzdem den Tod, damit ich leben kann. Womit habe ich das verdient?
[26:09] Aber aus Liebe tut Gott das. Und so bindet er uns an seinen Thron mit dem mit dem goldenen Band der Liebe. Denn der Teufel, er möchte uns Hass und Unzucht und Argwohn und Neid und all solche Dinge ins Leben streuen. Aber der Heilige Geist gibt uns Liebe zu Gott. Und in dieser Liebe fangen wir an, die Sünde zu hassen. Und all das fällt mit unserem Leben raus. Und wir merken, wie unser Gewissen immer stärker wird. Und wie wir, wie Gott uns zeigt in unserem Leben, dass der Dinge sind, die eigentlich dieser Welt gehören, von dem uns los sagen sollen.
[26:49] Umso mehr werden zu Christus kommen. So mehr merken wir dafür, dass diese Dinge leicht überwinden können. Also es früher so schwer fiel, als wir in dieser Welt waren und zu Christus geblickt haben, oder ich möchte Christus auch nachfolgen, aber nicht wussten, wie das geht. Und dann gesagt haben: "Ich muss all diese bösen Dinge überwinden, dann bin ich bestimmt ein besserer Christ." Und dann fängt man an, in der Welt mit weltlichen Mitteln gegen seine eigene Sünde zu kämpfen. Und der Mensch verzweifelt und sagt: "Ich kann doch nicht, ich komme doch davon nicht los. Mein Herz wird sich nie ändern." Ja, weil wir weltlichen Mitteln kämpfen, mit weltlichen Mitteln gegen eine weltliche Natur kämpfen. Und das möchte Gott eben nicht. Weil wir reiben uns auf und wir gehen kaputt. Und er weiß, wir können diesen Kampf gar nicht gewinnen.
[27:30] Er möchte, dass wir zu ihm kommen, dass wir Teilhaber werden der göttlichen Natur, deswegen liebe an ihn gebunden sind, dass diese Liebe plötzlich unser Herz verändert. Und plötzlich merken wir, brauchen nicht mehr kämpfen. Wir sind wirklich aus Gnade frei gemacht.
[27:46] Ich möchte Epheser 1 lesen. Das haben wir letzte Woche schon gelesen, Verse 3 und 4. Und das verbinden, wie es in der Sabbatsschule auch vorgeschlagen wurde, mit Epheser 2, Vers 7. Also, ich lese jetzt beide Verse nacheinander: Eins, drei und vier, und danach Epheser 2, Vers 7. Da heißt es: "Ersten Teil: Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus. Wir uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm sein in Liebe."
[28:25] Jetzt den Teil aus Epheser 2, Vers 7: "damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus."
[28:39] Nun, Gott segnet sein Volk schon heute, damit wir heilig und auserwählt sind. Also, er zeigt an, wie gehören zu ihm. Er gibt seinen Segen. Also, er sagt: "Ihr seid heilig, ihr seid für mich auserwählt, ihr seid jetzt mein Volk, obwohl ihr ein zum Teufel gehört." Aber wir sind jetzt mein Volk, und ich segne euch. Ich gebe euch den Heiligen Geist. Ich möchte euch von ihnen verändern. Ich möchte, dass euer Herz meinem Herzen entspricht.
[29:05] Jetzt begleitet er sein Volk durch alle Zeiten, also bis ans Ende dieser Welt. Verspricht Christus: "Ich werde bei euch sein", bei seiner Gemeinde, aber auch in deinem Leben. Er sagt: "Du bist jetzt mein Kind, ganz individuell, du, du bist jetzt mein Kind. Ich möchte dich jetzt segnen und ich bin immer bei dir und ich werde an deiner Seite gehen und dein Herz verändern, wenn du es denn zulässt." Wenn du dann immer wieder zu mir kommst, habe keine Angst, wenn es mal schlecht geht in deinem Leben, wenn du mein schlechtes Gewissen hast, weil du in Sünde gefallen bist, oder weil deine Gedanken nicht gut sind, oder weil du böse Worte gesprochen hast, oder schlecht gehandelt hast.
[29:43] Gerade dann musst du zu mir kommen, denn dadurch zeigt sich ja nur, dass er Dinge in deinem Herzen sind, die noch zur alten Welt gehören, aber von denen willst du hier loskommen, dass er dein Wunsch gewesen ist, als du zu mir gekommen bist. Und du musst jetzt zu mir kommen, wo du diese Dinge siehst in deinem Leben, gerade jetzt, wo du ein schlechtes Gewissen hast, gerade jetzt, wo du so kämpfst. Komm jetzt zu mir.
[30:02] Und dann werde ich voller Sanftmut und voller Liebe, menschlichen Geist über dich ausgießen, und er wird dein Herz verändern. Er wird es neu formen, denn ich bin doch dein Schöpfer. Ich kann dir doch ein neues Herz geben.
[30:14] Gemeinsam schauen wir uns an, was in deinem Herzen nicht richtig ist. Du erkennst die Dinge, und ich erkenne die Dinge. Und wenn du sie mal nicht siehst, weiß ich dich voller Liebe darauf hin. Du wirst Situationen im Leben sehen, wo du vielleicht ein Straucheln kommst, aber ich bin deine Stärke, ich bin an deiner Seite. Und wenn du das siehst und merkst: "Oh, hier würde ich ja fallen. Aus eigener Kraft wäre ich jetzt gefallen." Oder vielleicht bist du sogar gefallen. Dann sagst du: "Herr, das ist in meinem Herzen, was zur Welt gehört, aber ich möchte kein Kind der Welt sein, ich möchte dein Kind sein."
[30:43] Hey, du hast gesehen, wie ich gefallen, wenn du das gesehen, welche bösen Gedanken ich hatte, oder welche bösen Worte oder Taten da waren. Und ich möchte dich bitten, Herr, nimm das aus meinem Leben raus. Lass mich deine göttliche Natur teilhaftig sein. Lass mich zum Überwinder werden, bitte. Verändere du mein Herz, so wie das Herz von Adam meins war, damit ich von innen nicht mehr angegriffen werde.
[31:08] Wisst ihr, wir haben die Gewissheit, dass Christus das, was er mit deinem Leben individuell machen möchte, auch mit seiner ganzen Gemeinde machen will, weltweit. Wir sollen ja ein leuchtendes Licht sein, wir sollen die Held strahlen für diese Welt, damit die Welt erkennt, dass Gott ein Volk auf Erden hat. Wisst ihr, so wie Gott versprochen hat, er wird uns nicht verlassen bis an der Welt Ende. Dieses Versprechen gilt für dich persönlich, aber eben auch für die ganze weltweite Gemeinde. Gott wird sein Volk nicht verlassen. Er wird in seiner Gemeinde sein. Seine Gemeinde ist am kämpfen. Wir sehen das heute, und wir sehen, wie sie angegriffen werden von allen Seiten. Wir leiden ja da drunter, aber diese Gemeinde wird nicht überwunden werden. Sie kämpft, und sie fällt manchmal, und manchmal ist sie zerrissen, und manchmal ist sie durcheinander. Und man verleiden wieder drin. Aber diese Gemeinde wird nicht...
[31:53] ...feines, wie in deinem Leben. Du kennst und du bist zerrissen, und manchmal bist du traurig. Aber am Ende wird Gott dich den Weg führen, wenn du an seiner Seite bleibst. Er wird mit dir durch all diese tiefen Täler deines Lebens gehen. Und am Ende, was wie Krone des Lebens bekommen.
[32:10] Wisst ihr, schon hier in dieser Weltzeit gehören mir zu Jesus Christus, und das wird sich auch in der zukünftigen Weltzeit nicht ändern. Es wird uns durch diese Welt hat hindurch bringen, durch diese türkische Welt, in der wir jetzt leben, wieder uns in die ewige Welt retten. Und es wird gegen Gottes Gemeinde gekämpft werden.
[32:29] Aber man kann die Gemeinde Gottes nicht überwinden, so wie das der Teufel gegen den Leib Jesu gekämpft hat, aber den Leib Jesu nicht finden konnte. Christus ist wieder auferstanden aus den Toten. Und wisst ihr, so ist es auch mit der Gemeinde. Sie wird angegriffen. Der Teufel versucht zu zerstören, aber sie kann nicht zerstört werden, weil sie zum Fürsten des Lebens gehört, zu Jesus Christus.
[32:52] Ich möchte zitieren aus dem Buch "Propheten und Könige" auf Seite 417: "Die Gemeinde Gottes wurde nicht durch menschliche Kraft und menschliche Macht eingesetzt und kann auch nicht durch sie zerstört werden. Nicht auf den Felsen menschlicher Stärke, sondern auf Christus Jesus, den Fels der Zeitalter, wurde die Gemeinde gegründet, und die Pforten des Totenreichs sollen sie nicht überwältigen."
[33:20] Die Gegenwart Gottes verleiht seiner Sache Standfestigkeit. "Verlasst auch euch nicht auf Fürsten, sie sind Menschen", lautet das Wort an uns. "Durch stille sein und hoffen würdet ihr stark sein."
[33:35] Das herrliche Werk Gottes, das auf die ewigen Grundsätze der Gerechtigkeit gegründet ist, wird niemals zunichte werden. Es wird mit immer größerer Kraft voran gehen, nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr.
[33:49] Es ist Gottes Geist, eine Gemeinde führt und seine Gemeinde am Ende herrlich machen wird. Diese Gemeinde wird am Ende leuchten. Sie wird den lauten Ruf hervorbringen. Sie wird so viele Menschen, die Nachfolger rufen, und sie wird dann gerettet werden in Ewigkeit.
[34:02] Und es wird in deinem Leben auch so sein. Du kämpfst, und du siehst diese Sichtungen in deinem eigenen Leben, wie Gott dir böse Dinge aufzeigt, die dann am Herzen sind, damit es überwinden kannst, damit du bei ihm Hilfe suchst. Du siehst diese Kämpfe in deinem eigenen Leben, wie auch die Kämpfe in der Gemeinde. Aber am Ende, wenn du treu bei Gott bleibst, du seine Gegenwart immer suchst, würde dein Herz weiter reinigen, immer mehr sichten und wird alles Böse daraus entfernt. Das tut manchmal weh, manchmal so Einschnitt und schmerzhafte Erfahrung in deinem Leben. Aber die machen wir alle.
[34:30] Und habe eines Tages am Ende der Zeit wirst du gerettet werden durch Jesus Christus, durch seine Gnade. Und genau das ist auch unser Thema gewesen. Donnerstagsabschnitt, da hieß es: "Ja, jetzt von Gott gerettet." Und ich möchte dazu den vorgeschlagenen Text lesen, Epheser 2, Vers 8.
[34:52] Paulus sagt zu den Ephesern: "Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es nicht aus Verdienst, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihm wandeln sollen."
[35:13] Nun, Gott hat dich berufen, weil er dich liebt. Er kannte deinen Namen. Er war von Anfang an, vom ersten Tag deines Lebens bei dir. Und er ist in dein Leben gekommen, um nicht zu rufen: "Geh auf dieser, auf dieser sündigen Welt raus und komm zu mir. Verlass das Böse und die Sünden, dafür Natur und werde Teil der göttlichen Natur, die ich dir geben möchte." Ich möchte dich wieder zu einem Menschen machen, an dem ich Wohlgefallen habe, ein Mensch in meinem Lebensbild. Und deswegen hat er dich gerufen.
[35:42] Ist ja nicht zufällig, dass du jetzt auch diese Sabbat-Lektion siehst, denn du beschäftigst dich mit ewigen Dingen. Die fallen ja nicht einfach, die fallen ja dem sündigen Herzen gar nicht ein. Das ist, was Gott dir hineingelegt hat in dein Leben. Er hat dich darauf aufmerksam gemacht, er hat dich dahin geschubst, weil er dich liebt. Bitte such nach den ewigen Dingen.
[36:04] Und so ist es Gottes Gabe, die das in dir bewirkt hat. Du hast nicht von dir ausgesucht. Du weißt, du bist von Gott berufen. Und Gott hat dich berufen, weil Gott dich retten möchte. Und hätte Gott keine Möglichkeit, nicht die machen, nicht die Chance dich zu retten, warum hat er dich berufen? Sollen Gott ist allmächtig. Und er ruft dich, und er liebt dich, und er will dich nicht verlieren.
[36:25] Und das ist unsere große Hoffnung heute, weil du den Ruf Gottes im Leben gespürt hast. Und weil Gott allmächtig ist, deswegen darfst du auch wissen, dass du in seiner Allmacht überwinden kannst.
[36:36] Manchmal wirken unsere Probleme so groß. Müsst ihr einen weiteren Mal gesagt, wenn ich auf einen Menschen gucke, dann frage ich mich: "Für wen ein Mensch überhaupt gerettet werden kann?" Wenn ich aber auf Christus blicke, dann frage ich: "Wie ein Mensch überhaupt verloren gehen kann?" Denn Christus hier, unser Hohepriester, und er liebt dich mehr als sein eigenes Leben. Er wird alles tun, damit du gerettet wirst.
[36:59] Was du tun kannst, ist, verbringe Bewusstsein mit deinem Schöpfer, mit dem, der dein Herz verwandeln kann. Die bewusst Gedanken und auch Zeiten am Tag, du sagst: "Ich möchte in der Gegenwart Gottes sein", denn dafür bist du plötzlich aufgebaut, da wirst du verändert werden. Gott kennt die Probleme in deinem Leben, und er kann sich auch darum kümmern.
[37:18] Denke an Maria und Martha. Sie waren ja beide keine bösen Menschen. Martha und Maria haben das Gute gewollt, das Gute gesucht. Martha hatte sich um den Haushalt gekümmert, während Maria zu Füßen Jesus saß und gelauscht hat. Und Jesus sagt zu Martha: "Martha, Martha, Maria hat den besseren Teil erwählt." Martha hat ja eigentlich nichts verkehrtes gemacht, aber ihre ihr vieler Fleiß und die Sorgen, die sie im Leben getragen haben, haben sie davon abgehalten, Zeit mit Jesus zu verbringen.
[37:47] Maria hat diese Zeit sich bewusst genommen. Sie hätte die Hausarbeit auch gesehen, sie sah ja auch, dass Gäste da sind, Dinge gemacht werden müssen. Aber sie hat sich bewusst zu Jesus gesetzt und hat erstmal zugehört. Und diese Zeit bewusst zu nehmen, das ist der bessere Teil, von dem widerspricht. Denn so werden wir verändert.
[38:07] Dass diese Veränderung, die hat Paulus gesehen, dieses er, dieses Wunder in der Gemeinde der Epheser. Wie haben sie das eigentlich geschafft, dass sie die bösen Dinge überwinden und dass die guten Dinge in ihnen plötzlich hervorgebrochen sind, die Paulus ja so hat staunen lassen? Wie ist das geschehen?
[38:30] Und das möchte ich einmal vorlesen aus dem Buch "Das Wirken der Apostel" auf Seite 561: "Das Gebet ist das uns vom Himmel verordnete Mittel, das uns siegreich im Kampf mit der Sünde und erfolgreich in der Entwicklung eines christlichen Charakters sein lässt. Die göttlichen Kräfte, die als Antwort auf das gläubige Gebet wirksam werden, vollbringen in der Seele des Betenden all das, worum er bittet."
[39:05] Bitten dürfen wir um Vergebung der Sünden, um den Heiligen Geist, um Christus ähnliche Gesinnung, um Weisheit und Kraft, sein Werk zu tun. Ja, um jede verheißene Gabe. Und wir haben die Zusage: "Ihr werdet empfangen." Das ist eine Verheißung Gottes.
[39:26] Matthäus 21, Vers 22: "Warum wir bitten, werde das, werdet ihr auch empfangen."
[39:30] Siegreich mit der Sünde. Was sagt er in weit? Was ist also, wenn du in deinem Leben mit Sünde kämpfst, was musst du denn tun? Ich war eine Sünde konzentrieren, überlegen, was du noch strategisch anwenden kannst, um zu überwinden? Nein, nein, sagt, was kannst du tun? Das Gebet ist die uns oder ist das uns verordnete Mittel im Kampf gegen die Sünde.
[39:52] Also, siehst, dass der Sünde in deinem Leben immer wieder aufkommt und dich immer wieder zu Fall bringen und dir das Leben immer wieder schwer macht und dich immer wieder mit Menschen entzweit. Und was ist verordnete Mittel? Nicht der...
[40:01] Was ist das verordnete Mittel? Nicht der Kampf dagegen, und ich werde schon irgendwie besser machen. Das war auch mit dem Mittel ist das Gebet. Also geht zu Gottes Thron, kniet vor Gott nieder und sagt, was deine Schwierigkeit ist. Sag: Herr, ich habe das Problem im Leben und das und das, und ich habe damit so viel gekämpft und ich kann es nicht überwinden. Ich habe Angst, wenn es immer im Herzen bleibt, dass ich eines Tages verloren gehe. Aber ich will nicht verloren gehen, ich bin doch dein Kind und ich möchte ewig leben in deiner Gegenwart. Ich bitte dich, ja, tu ein Wunder in meinem Leben. Ich brauche deine göttliche Kraft, damit ich überwinden kann.
[40:35] Wird Gott so ein Gebet erhören? Gott wartet darauf, dass wir genau das beten. Er wartet darauf, dass wir ihn fragen nach Kraft, denn er sieht doch, wie wir kämpfen. Und er möchte doch überwinden. Und unsere Kraft reicht auch nicht aus, um gegen den Teufel zu kämpfen. Aber Gottes Kraft ist weit mehr, als wir brauchen, um zu kämpfen. Und so liegt unsere Kraft im Stille sein, im Gebet, indem wir zu Christus kommen und sagen: Bitte, Herr, hilf du uns. Mach das, was wir nicht können in unserem Leben.
[41:05] Gott hat es gezeigt, immer wieder im Laufe der Jahrtausende hat er gezeigt, dass seine Kraft in den Menschen wirksam wird. Paulus bezeugt es hier. Schaut sich die Gemeinde der Epheser an und sagt: Das ist Gottes Kraft, die unter euch wirkt, weil ihr Christus gesucht habt von ganzem Herzen. Paulus Evangelium gebracht und hat ihnen Lehre gebracht und hat ihnen geholfen, Dinge zu verstehen. Aber der Glaube, der sie hat zu Überwindern werden lassen, der kam aus dem Wort Gottes. Hat sie dazu befähigt, zu Christus zu kommen und ihn um Hilfe anzurufen. Und sie haben durch die Zeit, die sie jetzt mit Christus verbracht haben, haben sie ihre Herzen verändert, ihr Leben verwandelt. Die Neigung, die sie innen immer ans Böse getrieben hat, die sind schwächer geworden und sind aus ihrem Leben verschwunden.
[41:53] Und plötzlich laufen sie einen Weg, der sogar Paulus staunen macht. Und so muss unsere Gemeinde heute auch sein. Wir müssen genau das gleiche Mittel im Kampf gegen die Sünde anwenden, wie die Epheser damals. Und das eine, das ist unser Mittel gegen die Sünde: das Gebet. Das klingt so einfach. Es ist so einfach, wie es klingt. Die einzige Schwierigkeit dabei ist, dass der Teufel versuchen wird, dir die Zeit zu nehmen im Gebet. Er wird versuchen, dich mit allen möglichen zu beschäftigen, wie Martha vielleicht. Das kann ja auch gute Dinge sein, Gemeindearbeit, Hausarbeit, das Kümmern um Menschen. Aber wenn du darüber hinaus das Gebet vergisst, dann wird der Teufel dich an der Nase herumführen. Er wird dich von der Zeit mit Christus abhalten. Und während du vielleicht anderen Menschen Dienst und irgendwie vielleicht auch gute Sachen tust, geht doch dein eigenes Leben immer mehr kaputt.
[42:39] Und plötzlich merkst du diese Erschöpfung. Plötzlich merkst du, keine Kraft mehr hast. Plötzlich merkst du Unzufriedenheit. Und plötzlich merkst du, wie die sündige Welt auf dein Leben abfärbt. Und wie du plötzlich Ärger bekommst im Herz und Hass und Neid und diese bösen Gefühle. Und so würde der Teufel dich ganz langsam in so eine Spirale hineinziehen, dein Leben von Christus wieder trennen. Und diese goldenen Bande der Liebe, die dich eigentlich an den Thron binden, langsam gelöst werden. Das Beste, was du in dieser Situation machen kannst, ist bewusst zu sagen: Ja, ich komme jetzt zu dir. Ich gehe jetzt ins Gebet. Und diese goldenen Bande werden wieder geflochten, sich an den Thron binden.
[43:13] Über das Nachdenken über Jesus Christus, wir seinen Charakter, über das, was er für dich getan hat, dass du in Liebe immer enger an ihn gebunden wirst. Und das für dich eines Tages retten von den Anliegen des Widersachers. Denn die Liebe zu Christus ist genau das Gegenmittel gegen Verführung des Teufels. Wir lassen uns nicht verführen, wenn wir Christus lieben von ganzem Herzen mehr als uns selbst. Und dann werden wir merken, dass all das, was der Teufel uns anbietet im Leben, doch im Gegensatz zu Christus steht. Also zur Rebellion gehört. Wir werden sagen: Auf keinen Fall! Ich will nichts tun, was mein Schöpfer in irgendeiner Weise verletzen könnte. Denn er hat alles für mich getan. Er hat sein Leben gegeben, damit ich leben kann. Er ist heute jeden Tag bei mir, segnet mich jeden Morgen. Er schenkt mir jeden Tag das Leben. Wie könnte ich gegen ihn sündigen? Wie könnte ich so etwas tun?
[43:59] Genau dahin möchte ich Christus bringen, dass du nicht mehr kämpfen musst mit der Sünde, sondern dein Herz sie von sich aus ablehnt. Und du plötzlich merkst, dass du einen geheimen Weg gehst. Und du wirst von dir selbst merken, und das ist ja auch Gottes Geist, bezeugt gemeinsam mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Und das wirst du merken in deinem Leben und sehen. Und ich wünsche dir so von Herzen für dich und für mich, aber auch für unsere weltweite Gemeinde, dass wir Überwinder werden, dass wir den Kampf auf Knien kämpfen, dass er plötzlich merken, wie sein Licht aus uns herausleuchtet. Möge Gott dich daran segnen.
[44:37] Ich würde gerne noch zum Abschluss gemeinsam beten, dass wir Gott bitten um diese Kraft, die in unserem Herzen wirksam wird durch seine Gnade. Lass uns beten. Unser lieber himmlischer Vater, wir möchten dir danken dafür, dass wir uns heute deine Kinder nennen dürfen und dass du die große Kraft in unserem Herzen sein möchtest. Du bist unser Schöpfer, Herr, und du möchtest unsere Herzen verändern. Wir möchten dich bitten, dass die sündige und böse Natur aus unserem Herzen verschwindet und dass wir wieder der göttlichen Natur teilhaftig werden können.
[45:09] Dass wir ein Leben führen können, wie du es gefühlt hast, als du unter uns warst. Ein Leben in Heiligkeit, weit weg und getrennt von der Sünde. Hey, du siehst, wie wir alle unter der Sünde leiden. Wir sind in unserem Leben immer noch gegenwärtig. Wie jeden Tag damit kämpfen und wie wir oft straucheln, noch manchmal fallen. Und wir möchten dich bitten, dass wir diesen Kampf nicht aus eigener Kraft führen müssen, sondern dass du, der du der große Überwinder bist und der du jeden Kampf gegen den Teufel gewonnen hast, auch in unserem Leben siegreich bist.
[45:41] Dass du unser Herz erfüllst mit deiner Liebe, dass du uns ganz fest an deinen Thron bindest, dass der Teufel uns nie wieder von dir trennen kann. Wir möchten dich bitten, Herr, dass wir in Ewigkeit nicht von dir getrennt werden, sondern dass wir das ewige Leben haben und eines Tages die Fülle des Segens des Himmels genießen können bei dir.
[46:09] Danke euch, dass wir gemeinsam ja diesen Teil studieren konnten und so vierte Lektion. Und ich wünsche euch Gottes Segen und viel Zeit und viel Kraft im Gebet mit eurem Schöpfer, dass eure Herzen verändert werden, dass ihr sehen könnt und staunen könnt, was wozu Gott in der Lage ist, das er in eurem Leben machen kann. Und ich möchte das auch in meinem Leben erfahren, die umwandelnde Kraft Gottes jeden Tag, dass er aus mir, der ich aus der sündigen Welt komme, diesen alten Menschen ganz ausradiert und mich zu einem neuen Menschen macht.
[46:35] Das wirklich sehen kann jeden Tag, wie herrlich die Wege Gottes in meinem und in deinem Leben sind, bis wir eines Tages als ganze Gemeinde so hell leuchten, dass der laute Ruf ausgeht und die Wiederkunft Jesu vorbereitet wird. Wir konnten uns alle daran sehen. Bis zum nächsten Mal.