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In dieser Predigt über Epheser 3, Vers 1-21, beleuchtet Mirjam Giebfried das „Geheimnis des Evangeliums“. Sie erklärt, wie Paulus sich als „Gebundener Christi“ bezeichnet und was die „Haushalterschaft der Gnade Gottes“ bedeutet. Die Predigt betont, dass das Evangelium für alle Menschen bestimmt ist und wir als Verwalter dieser Gnade berufen sind, es weiterzugeben. Es ist ein Aufruf zur Mission, die Trennwände zu überwinden und die Botschaft der Erlösung aktiv zu teilen.


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Serie: CSH 2023 Q3 - Der Brief an die Epheser

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Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Kreis-Star-Die-Hour. Wir sind in der sechsten Lektion angekommen, also bei der Hälfte des Quartals. Und heute heißt das Thema: Das Geheimnis des Evangeliums. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diesen Abschnitt zugeteilt bekommen habe, denn wir werden uns mit Epheser 3 beschäftigen. Und das ist ein wunderschönes Kapitel, das das Evangelium so hochhält. Wir werden einiges von Paulus lernen können. Und obwohl in der Lektion gerade am Anfang noch einige weitere Verse aus der Bibel angegeben worden sind, werden wir heute sehr viel im Epheserbrief bleiben.

[1:16] Ihr kennt das vielleicht schon aus den Kreis-Star-Die-Hour, dass wir uns so sehr für Verse vorarbeiten, denn da steckt einiges drin. Und bevor wir das tun, lade ich euch nach guter Gewohnheit ein, dass wir gemeinsam beten.

[1:39] Unser Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und wir wollen ruhig werden, aber wir wollen doch deine Kraft empfangen. Ja, das sind ein Wort hineingelegt und ich bitte dich, dass wir heute nicht daran vorübergehen können. Vater, wir wollen das Evangelium betrachten in all seiner Schönheit, in all seiner Stärke. Danke, Herr, für alles, was du für uns getan hast, dass du Jesus gegeben hast, dass deine Gnade uns täglich zuteil werden kann. Danke, ja, dass wir zu dir kommen dürfen, so wie wir sind, und dass du uns veränderst. Ich bitte dich, dass du jetzt auch in unserem Herzen wirkst, in der Zeit, in der wir dein Wort genau studieren wollen. Lass es auch in uns bleiben und schreibe dein Wort in unsere Herzen. Das ist mein Gebet. Im Namen Jesus.

[2:47] In dieser Woche steht ganz am Ende des Kapitels in Epheser 3, Verse 20 und 21. Doch wir wollen von vorne beginnen, bevor es dann in dem gipfelt, dass Gott seine Herrlichkeit durch uns offenbaren möchte. Lass uns mal das Kapitel aufschlagen, Epheser 3, und wir starten gleich in Vers 1, wo Paulus sagt: "Deshalb bin ich, Paulus, der Gebundene Christi Jesu für euch, die Heiden."

[3:16] Ein etwas, ja, ein komischer Satz, vielleicht, über den man ein bisschen stolpert. Warum bezeichnet sich Paulus hier jetzt als Gebundener Jesu Christi? Ein paar Verse vorher, in Kapitel 1, hatte Paulus sich auch schon vorgestellt und zwar nicht als Gebundener, sondern als Apostel Jesu Christi. Jetzt sind das zwei völlig unterschiedliche Bilder: Einmal der Apostel mit einer besonderen Stellung, der einen würdevollen Auftrag inne hat und mit dem er von Jesus eigentlich persönlich ausgesandt wird. Und dann der Gebundene oder Gefangene – das Wort hier im Griechischen ist "desmios" – wirklich einer, der im Gefängnis steckt, eine der gedemütigt wird, einer, der keine Rechte hat, der folgen muss auf das, was man ihm sagt.

[4:24] Nun, Fakt ist, dass Paulus wahrscheinlich aus dem Gefängnis geschrieben hat in Rom. Und in dem Lektionstext, da heißt es auch, dass er sich in römischer Gefangenschaft befunden hat. Es ist nicht leicht. Da steht ein Gefängnisaufenthalt im ersten Jahrhundert und in einem römischen Kerker war eine besondere Herausforderung. Das römische Reich verfügte nicht über gut organisierte Gefängnisse mit sanitären Einrichtungen und regelmäßigen Mahlzeiten. Tatsächlich hatte das Reich wenig Bedarf an Gefängnissen, da die Inhaftierung nicht als Mittel der Bestrafung eingesetzt wurde. Die Menschen wurden nur inhaftiert, während sie auf ihren Prozess oder ihre Hinrichtung warteten. Und es gibt uns einen Eindruck davon, wie es Paulus wohl gehen musste. Er sitzt da, hat keine Freunde um sich herum. Er lebt in den einfachsten Bedürfnissen und dann schreibt er diesen Brief. Er weiß auch nicht, was am nächsten Tag oder am übernächsten Tag ihn bevorsteht. Er weiß nicht, ob er die Menschen, denen er hier schreibt, wiedersehen wird.

[5:46] Aber er weiß, dass Gott ihn mit einem wertvollen Gut anvertraut hat, einem Geheimnis, zu dem wir noch kommen werden. Das heißt, dann auch die Sorgen von Paulus konzentrieren sich vielleicht auf die emotionalen Auswirkungen seiner Inhaftierung auf die Gläubigen. Denn ein Gefangener zu sein, war in einer von Ehre und Scham geprägten Kultur eine extreme soziale Schande. Und vielleicht ist das ein Grund, warum Paulus hier nicht die ganze Zeit von seiner Gefangenschaft schreibt.

[6:19] Andererseits könnte er es auch ganz lassen. Und er tut es nicht, denn er weiß, wozu das Ganze dienen soll. Hier heißt es: "Der Gebundene Christi Jesu für euch, die Heiden." Das ist wieder ein Hoffnungsschimmer in diesem doch recht trübseligen Satz. Paulus kann zwar nicht leugnen, dass er im Gefängnis sitzt, er kann es auch nicht unter den Tisch kehren, dass es ihm schlecht geht. Aber er weiß, wofür.

[6:53] Und da lesen wir weiter in Vers 2: "Ihr habt ja gewiss von der Haushalterschaft der Gnade Gottes gehört, die mir für euch gegeben worden ist." Es sieht, dass das, was er durchleiden muss, für andere dient.

[7:08] Jetzt, Haushalterschaft der Gnade Gottes. Was meint Paulus damit? Das Wort "Haushalter schafft" heißt "oikonomia" im Griechischen. Und wir kennen viele Wörter oder bzw. ein besonderes Wort im Deutschen, das damit zu tun hat: Ökonomie. Klingt doch ganz wie Ökonomie. Das weist darauf hin, dass man etwas verwaltet.

[7:44] Paulus benutzt dieses gleiche Wort auch in 1. Korinther 9. Und da möchte ich gerne mit euch hingehen, in 1. Korinther 9, weil das auch zu unserem Text passt. 1. Korinther 9 und dort Verse 16 und 17: "Denn wenn ich das Evangelium verkünde, so ist das kein Ruhm für mich, denn ich bin dazu verpflichtet. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigen würde! Wenn ich dies freiwillig tue, so habe ich Lohn; wenn aber unfreiwillig, bin ich mit einer Haushalterdienstes betraut."

[8:27] Als der Paulus sagt, er macht das nicht einfach mal so als Hobby, das Evangelium zu verkünden, sondern es ist seine heilige Pflicht. Und er ist ein Haushalter des Evangeliums. Jetzt, ob er ein Haushalter des Evangeliums oder der Gnade ist, das ist so ziemlich das Gleiche. Aber wichtig ist für uns: Er sieht es wirklich als seine Aufgabe, die Pflicht an.

[8:59] Jetzt mag einer kommen und sagen: "Aber ich bin doch kein Paulus. Jeder hat eine andere Last auferlegt bekommen." Oder wir werden noch sehen, das ist auch deine und meine Pflicht, das Evangelium richtig zu verkünden.

[9:15] Jetzt, vorhin hieß es in dem Epheserbrief, in Kapitel 3, dass er ein Haushalter oder ein Verwalter der Gnade Gottes ist. Und das klingt doch ein bisschen seltsamer, als dass er Verwalter des Evangeliums wäre. Denn kann ein Mensch ein Verwalter über die Gnade Gottes sein? Nein, sicherlich nicht. Denn Gottes Gnade ist doch für alle Menschen gedacht, oder? Es ist ja schon Gnade, dass wir überhaupt leben können und das mit allem Tod und der Sünde damals im Paradies nicht alles aus war. Also hat jeder Mensch doch die Gnade Gottes.

[10:03] Aber trotzdem sind wir gewissermaßen auch sehr über Gottes Gnade, denn ob wir sie anderen weitergeben, das liegt in unserer Hand. Ob wir anderen davon erzählen, das liegt in unserer Hand. Und in dem Sinne sind wir alle Verwalter von Gottes Gnade.

[10:25] Und Paulus ist sich genau dessen bewusst. Paulus sagt nämlich in Epheser 3 und Vers 2: "Die Gnade Gottes, die mir für euch gegeben worden ist." Also, er sagt, er hat Gottes Gnade erfahren, aber nicht einfach nur für sich selbst. Und das ist jetzt ein wichtiger Punkt. Denn wie oft bitten wir Gott, dass er uns gnädig ist? Oder wie oft danken wir Gott, dass er uns gnädig ist? Aber wir beziehen die Gnade doch sehr oft auf uns. Und Paulus sagt: "Sie ist mir für euch gegeben worden."

[11:07] Welche Gnade ist es denn, die er den Ephesern weitergeben möchte? In Vers 3 heißt es dann, dass er die Gnade Gottes, dass er mir das Geheimnis durch Offenbarung wissen lassen hat. Wie ich zuvor kurz geschrieben habe. Er hat das schon woanders erwähnt, im Römerbrief auch. Möglicherweise ist dann der davor geschrieben worden. Aber jedenfalls bringt Paulus das hier erneut auf den Tisch. Das ist, wie es hier heißt, ein Geheimnis durch Offenbarung. Gibt also ein Geheimnis, das er schon erfahren hat und das er jetzt scheinbar mit den teilen möchte.

[12:02] Wenn Paulus sich jetzt also als Hüter oder Haushalter eines Geheimnisses bezeichnet und er das mit den Ephesern teilen möchte, dann spricht das für eine sehr gute Beziehung zwischen ihm und den Ephesern. Es waren wohl seine Freunde, denn nur wirklich guten Freunden vertraut man ein Geheimnis an.

[12:28] Es schreibt er dann weiterhin Vers 4: "Sagt das so ungefähr: Ich will euch das jetzt sagen. Also lest den Brief weiter, dann werdet ihr das Geheimnis erfahren." Und in Vers 5 schreibt er dann: "Das Geheimnis, das in früheren Generationen den Menschenkindern nicht bekannt gemacht wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden ist."

[12:55] Also, wenn wir in Thessalonicher lesen, dann merken wir auch, es handelt sich hier eigentlich um das Evangelium. Das ist, was wir vielleicht schon oft auch in Predigten gehört haben.

[13:07] Das ist nicht ganz alles, oder so leicht kann man das nicht abhandeln. Deswegen werden wir jetzt gleich noch weiter schauen. Aber mir ist ein Punkt wichtig: Der Vers 5 klingt fast so, als ob die Menschen früher dieses Geheimnis noch nicht gekannt hätten, oder zumindest noch nicht, dass es ihnen noch nicht offenbar war. Das ist nicht der Fall. Denn wenn ihr mal in Vers 5 schaut, dann heißt es, dass in früheren Generationen den Menschenkindern nicht bekannt gemacht wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden ist.

[13:52] Also, in anderen Übersetzungen kann man es auch so verstehen: Nicht in gleicher Weise. Das deutet an, dass es ihnen schon offenbar gemacht worden ist, aber halt auf andere Art und Weise. Und wir können uns denken, wir haben Menschen im Alten Testament, zum Beispiel von der Erlösung erfahren, nicht in dem sie gehört haben: "Jesus ist gekreuzigt worden und von den Toten auferstanden." Das wussten sie ja noch nicht, oder das war auch noch gar nicht passiert. Aber zum Beispiel durch den Heiligtumsdienst, der immer wieder auf das Kreuz hingewiesen hat.

[14:39] Also, es ist ein Geheimnis, das seit Generationen gibt, das jetzt aber auf neue Weise offenbar gemacht wird. Und das Geheimnis wird durch den Heiligen Geist gelüftet. Da heißt es, der nämlich, wie es jetzt seine heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist geöffnet ist.

[15:06] Lieber Freund, liebe Freundin, es kann sein, dass du vielleicht jetzt gerade nur zu kurz durch dieses Video tippst. Und wenn du das jetzt hörst, aber noch nicht vorhin mit mir gebetet hast, dann bitte ich dich, das auf die Stopptaste drückst und dass du jetzt noch für dich um den Heiligen Geist bittest. Denn wir wollen doch herausfinden, was ist das für ein Geheimnis? Was genau verbirgt sich dahinter? Das kann nur der Heilige Geist uns wirklich klarmachen.

[15:47] Denn jetzt kommt es: In Vers 6 sind die drei mit versteckt, dass nämlich die Heiden Miterben und mit zum Leib gehörige – also, ich würde das eher als Mitglieder des Leibes übersetzen – und mit Teilhaber seiner Verheißung sind in Christus durch das Evangelium.

[16:08] Also, hier haben wir Miterben, Mitglieder und Mit-Teilhaber der Verheißung. Welcher Verheißung? Da können wir ein bisschen zurückgehen ins Alte Testament auch, wo wir die Verheißung von Abraham haben. Das hängt alles zusammen. Aber letztlich sagt uns der Vers, dass das Evangelium für jeden gilt.

[16:32] Und vielleicht lächelt ihr jetzt und sagt: "Naja, das wusste ich doch schon. Ich lebe ja schließlich nicht zur Zeit von Paulus, als man noch dachte, dass das Evangelium nur für die Juden oder nur für die Heidenchristen gedacht ist." Damals war der Horizont einfach noch nicht so weit. Aber wir leben doch in einer globalen Welt, oder?

[17:01] Ich glaube, dass das eine Wahrheit ist, die wir heute genauso brauchen wie damals, der Paulus und damals auch der Petrus zum Beispiel. Wie oft kommen wir dahin, dass wir sagen: "Okay, wir haben eine Wahrheit und die ist für uns wichtig, und andere haben halt eine andere Wahrheit und die ist für sie wichtig, und jeder bleibt bei dem, was er braucht."

[17:31] Was war denn eigentlich diese Lektion, die dahinter steckte? War das überhaupt etwas Neues zur Zeit von Paulus, dass das Evangelium nur für eine bestimmte Gruppe von Menschen gedacht war? Und also, das war, was man dachte. Und jetzt sollte man erfahren, dass es eigentlich für alle gemeint war.

[18:00] Während seines irdischen Wirkens begann Christus die Trennwand zwischen Juden und Heiden niederzureißen und der ganzen Menschheit das Heil zu predigen. Es geht ja so um Jesus, der hier ja schon in den Himmel aufgefahren war, aber zu seiner Zeit, als jetzt auf dieser Erde hier war, begann er schon die Trennwand zwischen Juden und Heiden niederzureißen und der ganzen Menschheit das Heil zu predigen. Obwohl er ein Jude war, mischte er sich frei unter dieser Marita und setzte die Pharisaisierung gegenüber diesen verachteten Volk außer Kraft. Er schlief unter ihren Dächern, aß an ihren Tischen und lehrte in ihren Straßen. Das ist der Jesus, den wir kennen. Der ist sogar so oft von den Pharisäern dafür kritisiert worden, dass er sich mit Sündern abgibt.

[19:07] Der Löser sehnte sich danach, seinen Jüngern die Wahrheit über den Abbruch der mittleren Trennwand zwischen Israel und den anderen Völkern zu offenbaren. Die Wahrheit zu offenbaren, dass die Heiden Miterben mit den Juden und Teilhaber der Verheißung in Christus durch das Evangelium sein sollten. Diese Wahrheit wurde zum Teil offenbart, als er den Glauben des Hauptmanns in Kapernaum belohnte und als er den Bewohnern von Sika das Evangelium verkündete. Noch deutlicher wurde sie bei seinem Besuch in Phönizien offenbart, als er die Tochter der Kanaaniterin Frau hatte. Diese Erfahrungen halfen den Jüngern zu verstehen, dass es unter denen, die viele als unwürdig für das Heil betrachteten, Seelen gab, die nach dem Licht der Wahrheit hungerten.

[20:02] Jetzt lasst mich diesen Punkt unterstreichen. Denn vielleicht trennen wir heute nicht mehr zwischen Juden und Heiden. Wir teilen nicht mehr zwischen Pharisäern und Samaritern. Aber wir trennen vielleicht zwischen Adventisten und Evangelikalen, vielleicht trennen wir zwischen Afrikanern und Europäern. Und vielleicht trennen wir auch zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Und ich sage nicht, lasst uns alle uns mit einem Namen nennen und wir sind doch alle Geschwister. Sondern ich sage, das Evangelium gilt für jeden. Und zwar für den Evangelikalen genauso wie für den Adventisten. Das heißt, wenn wir beanspruchen, dass wir die Wahrheit und das Evangelium hier haben und dass jeder sie braucht, dann müssen wir sie auch unserem Nächsten bringen.

[21:01] Dann, das heißt, dass ich nicht einfach sagen kann: "Ja, mein muslimischer Kollege, der glaubt halt nicht an Jesus, aber er glaubt an Allah. Das ist doch schon mal gut." Nein, auch dann muslimischer Kollege, der braucht Jesus. Und auch der Buddhist von nebenan braucht Jesus. Wir können nicht einfach die Menschen in ihren Vorstellungen, ihrem Glauben lassen, indem sie gerade sind, wenn sie Jesus nicht haben.

[21:36] Über die Begebenheit mit der Samariterin am Jakobsbrunnen in Johannes 4 schreibt Ellen White: "Nun brachte Jesus die Jünger in Kontakt mit einer Heidin, die ihrer Meinung nach keinen Grund hatte, von ihm Gunst zu erwarten. Er würde ein Beispiel dafür geben, wie ein solcher Mensch behandelt werden sollte. Jünger hatten gedacht, dass er die Gaben seiner Gnade zu großzügig verteilte. Er würde zeigen, dass seine Liebe sich nicht auf Rasse oder Nation beschränken sollte."

[22:11] Als er sagte: "Ich bin nicht gesandt, sondern als nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel", sprach er die Wahrheit aus. Und in seinem Werk für die Kanaaniterin erfüllte er seinen Auftrag. Und jetzt kommt ein Satz, den ich – es sehr traurig fand, dass ich ihn gelesen habe. Diese Frau war eins der verlorenen Schafe, die Israel hätte retten sollen. Es war das ihnen zugedachte Werk, das sie vernachlässigt hatten, das Christus tat.

[22:51] Also, eigentlich war Jesus in erster Linie gekommen, um für die Juden da zu sein, um ihnen das Evangelium zu bringen. Das ist dann eine andere weitergeben können. Und jetzt steht hier: Israel hätte jemanden wie diese Frau, die eigentlich fremd war, die weit weg stand, hätte sie retten sollen. Es war das ihnen zugedachte Werk, das sie vernachlässigt hatten, das Christus tat.

[23:32] Und ihr Lieben, ich glaube, dass Jesus ist heute so oft in den Fingern juckt, wenn er Menschen sieht, die Not leiden. Und er denkt sich: "Ich würde jetzt gerne auch wieder einspringen und ich würde ihnen so gerne helfen." Wenn Jesus sieht, wie Menschen leiden, wie Menschen verzweifelt sind, weil sie das Evangelium nicht kennen, dann würde er, glaube ich, so gerne selbst kommen und es ihnen bringen. Aber heute ist es nicht mehr auf der Erde. Ich meine nicht, also versteht mich nicht falsch, er ist nicht in Menschengestalt hier auf dieser Erde. Sicherlich, er hat gesagt, er wird bei uns sein bis ans Ende der Welt. Und er hat uns auch den Heiligen Geist gegeben. Ja, aber heute wird Jesus nicht das Werk tun, das er tun könnte, wenn du gehen würdest.

[24:29] Was hier in Epheser 3 verborgen ist, ist eigentlich ein gewaltiger Aufruf zu Mission. Denn Jesus hat seine Schafe und wir überall, und wir sollen sie suchen gehen. Aber vielleicht sind wir dabei, die Hände schön in den Schoß zu legen und zu sagen: "Wir haben doch so viele Internetplattformen, wir haben doch so viele, die Flyer verteilen gehen. Und ich bin halt an meinem Arbeitsplatz ein guter Christ, aber vielleicht habe ich noch nie an meinem Arbeitsplatz zur Zeit, dass ich überhaupt ein Christ bin."

[25:10] Und wer sagt, dass nicht doch wir zu dieser Gruppe gehören, zu diesem Israel, das vernachlässigt hat, dass ihm zugedachte Werk zu tun? Und ich glaube, dass Jesus wirklich manchmal nicht mehr weiter weiß, was er noch mit uns tun soll, was er uns noch sagen soll. Denn er würde uns sofort, so wie damals in der Pastoren-Geschichte, zu der nächsten Haustür schicken, zu einem Menschen, der vielleicht im Leben keinen Sinn sieht, und würde uns sagen: "Schlag ihm die Bibel auf und lies." Oder er würde uns gerne ein Lächeln aufs Gesicht zaubern für jemanden, der heute traurig ist. Er will uns so gerne zu Menschen schicken, die im Alltag Hilfe brauchen.

[26:06] Und wie oft sitzen wir das in diese Not? Nicht sagen: "Naja, es wird schon irgendwie..." Jesus sieht, dass so viel vernachlässigt worden ist und er wartet. Er wartet heute auf uns, dass wir uns von ihm senden lassen.

[26:26] Da könnte man doch jetzt einwenden und sagen: "Ach, das ist ja ein bisschen unfair, oder? Wenn er einen weit schreibt, damals hat er selbst getan. Und er war als Mensch da. Und heutzutage ist er halt nicht mehr als Mensch da." Und ich verstehe Gottes Stimme auch nicht so gut. Die hatten uns was im Voraus. Aber wisst ihr, ich glaube auch, dass Jesus auf uns wartet, weil er weiß, wenn wir nicht gehen, dann werden weder die Menschen, zu denen wir gesandt worden sind, gerettet, noch wir selbst. Das glaube ich.

[26:58] Deswegen, weil Epheser 3, Vers 18 können wir kurz aufschlagen. Es heißt: "Wenn ich dich, wenn ich zu dem Gottlosen sage: Du musst gewisslich sterben, und das ist doch eigentlich was durch die Sünde, was der Lohn der Sünde ist, oder was den Menschen bevorsteht, wenn er nicht von der Sünde befreit wird. Wenn ich also, wenn Gott zum Gottlosen sagt: Du musst gewisslich sterben, und dann sagt Gott weiter: Und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Weg zu warnen und ihn am Leben zu erhalten, so wird der Gottlose in seiner Missetat willens sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern."

[27:56] Und da sind wir wieder bei der Haushalter-schaft. Gott hat uns ein Evangelium anvertraut, nicht nur dem Paulus, nicht nur einem Johannes, nicht nur einem Petrus und wie sie alle heißen, sondern dir und mir hat Gott das Evangelium anvertraut. Und Gott fragt sich: Was machst du damit? Gibt es weiter. Und dazu kommen wir.

[28:27] gibt es weiter und dazu kommen wir gleich auch noch. Nimmst du selbst in Anspruch.

[28:41] Steht da in Vers 7. Also Christus durch das Evangelium, dessen Diener ich geworden bin, gemäß der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, nach der Wirkung seiner Kraft.

[28:56] Paulus sagt, dass er durch die Gnade Gottes Jesus Diener geworden ist. Und das zeigt uns, vorher hat er von einer Pflicht gesprochen, aber es ist eine heilige Pflicht, das ist eigentlich eine würdevolle Aufgabe, weil er hier sagt: "Es ist eine Gnade Gottes, dass ich Jesus gehorchen kann, dass ich ihm dienen kann."

[29:23] Und da frage ich mich auch: Sehe ich es als Gottes Gnade an, dass ich deinen Willen wissen darf und dass ich deinen Willen tun darf?

[29:30] Denn es heißt ja auch, ähm, die Gnade Gottes ist ihm zum eingegeben. Das ist die eine Komponente, aber dazu gibt es auch noch die Kraft, die Kraft, die mir zu tun, die Kraft, die ich auch in Anspruch nehmen und die Kraft, es weiterzugeben.

[29:57] Wenn wir jetzt Vers 8 weiterlesen, dann kommen wir eben genau zu dieser Sache, dass wir uns so oft ja irgendwie ausschließen, dass wir sagen: "Na ja, lass doch mal die Missionare oder die Missionare, die haben das doch schon in ihrem Namen stehen. Wenn die ihr Werk vernachlässigen, dann ist das natürlich ein Problem, aber ich bin ja kein Missionar." Oder ich bin vielleicht, ach, ich bin vielleicht Bäcker, dann sollte ich gutes Brot backen.

[30:28] Dem ist nicht ganz so. Hier sagt Paulus mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden, den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen.

[30:42] Eigentlich ganz interessant, dass Paulus sich hier in dem Kapitel ganz oft mit unterschiedlichen Bezeichnungen beschreibt. Einmal ist er der Gefangene, einmal ist er der Diener, jetzt hier ist er der allergeringste unter allen Heiligen.

[30:59] Was meint er damit? Bist du auch ein Heiliger? Was, was meint Paulus mit dem Heiligen, wenn er sich als der allergeringste in dieser Gruppe bezeichnet?

[31:20] Vielleicht habt ihr das schon gehört, dass mit den Heiligen jetzt nicht unbedingt die Kirchenheiligen, die Schutzheiligen der katholischen Kirche gemeint sind. Aber lass uns das noch kurz anschauen, warum wir das auch so belegen können.

[31:37] Zumindest eine Stelle in der Bibel, wo Paulus auch, oder ja, wo es von den Heiligen spricht. In der Apostelgeschichte 9, das ist nicht Paulus, der das Wort verwendet, sondern Ananias.

[31:56] In der Apostelgeschichte 9, Vers 13. Wir kennen das, dass Paulus sich jetzt bekehrt hat, also von Saulus zu Paulus. Und Ananias hat Bedenken: "Jetzt soll ich zu diesem Mann gehen? Setze ich da nicht mein Leben aufs Spiel?"

[32:18] Der antwortete Ananias hier: "Ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er denn deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat."

[32:29] Und die Frage ist: Wen hat Paulus denn vor seiner Bekehrung, als er noch Saulus war, verfolgt? Waren das etwa der heilige Antonius oder die heilige Barbara oder etwa der heilige Bernhard?

[32:44] Habe ich jetzt vor kurzem gelesen, es gab einen heiligen Bernhard, das war der Schutzpatron der Prediger, der Menschen, der Nonnen und der Imker. Also hat Paulus diese Menschen verfolgt? Wen hat Paulus denn verfolgt?

[32:58] In dem gleichen Kapitel, in Vers 1, steht: "Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte gegen die Jünger des Herrn, ging zum Hohepriester."

[33:13] Das ist jetzt dasselbe, ein Heiliger und ein Jünger des Herrn. Und das steht hier nicht nur irrtümlich da, sondern wenn wir noch in den Versen 38 und 39 lesen, da geht es jetzt nicht um Paulus, sondern um Petrus.

[33:32] Da steht: "Weil er bei Luther nahe bei Joppe liegt und die Jünger gehört hatten, dass Petrus dort war, fanden sie zwei Männer zu ihm und baten ihn, nichts zögernd zu ihnen zu kommen."

[33:44] Da stand Petrus auf und ging mit ihnen, und als er angekommen war, führten sie ihn in das Obergemach, und alle Witwen traten zu ihm, weinten und zeigten ihm die Röcke und die Kleider, die Tabitha gemacht hatte.

[33:58] Das ist die Geschichte, wo Tabitha dann von Petrus auferweckt wird. Und in dieser Geschichte haben wir eigentlich zwei Akteure oder Akteurgruppen, die auftreten: einmal die Jünger und einmal die Witwen.

[34:20] Und das wird dann interessant, wenn wir weiterlesen in Vers 41, wo es heißt: "Und er reichte ihr die Hand und richtete sie auf, nachdem er sie auferweckt hat, und er rief die Heiligen und die Witwen und stellte sie ihnen lebend vor."

[34:39] Als auch hier werden scheinbar Jünger und Heilige gleichgesetzt. Denn vorher hatten wir die Jünger und die Witwen, und die wurden jetzt rausgeschickt, dann wird Tabitha auferweckt, und dann ruft er wieder die Heiligen und die Witwen.

[35:00] Also ungefähr so wie damals bei Johannes und bei Jesus, die Menschenmengen, die kamen und ihm zugehört haben, Jünger genannt worden sind. So nennt Paulus dann, verwendet Paulus später dann den Begriff "Heilige".

[35:16] Wenn Paulus sich jetzt als einen der allergeringsten der Heiligen bezeichnet, dann stellt er ja scheinbar andere Jünger Jesu über sich.

[35:30] Vielleicht wird er das heute ein bisschen anders ausdrücken. Vielleicht würde Paulus jetzt nicht mehr sagen: "Ich bin, ich bin der geringste der Heiligen", sondern vielleicht würde er sagen: "Ich bin das gemeine Mitglied, das immer hinten links sitzt und das keiner bemerkt."

[35:58] Vielleicht würde das sagen. Aber interessant ist nicht nur so sehr, als wie sich Paulus hier bezeichnet, sondern in welchem Kontext. Es sagt jetzt nicht als Apostel, nicht als Missionar, sondern als der allergeringste unter allen Heiligen.

[36:19] Ist in diese Gnade weiter, ist ihm diese Gnade gegeben worden unter den Heiden, den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen.

[36:30] Das heißt, so gut Deutsch, er ist vielleicht der, sieht sich sehr vielleicht als der kleinste, der geringste, der mit der niedrigsten Aufgabe vielleicht in der Gemeinde. Aber gerade als solcher verkündigt er den unausforschlichen Reichtum Christi unter den Heiden.

[36:55] Also, das heißt, das bescheidenste Gemeinde-Mitglied ist ein Missionar. Und wie viel mehr die anderen dann erst recht.

[37:06] Also, jeder in der Gemeinde sollte sich dessen bewusst sein: Er ist ein Missionar. Die Frage ist nur, wie wir unseren Missionsdienst ausführen, ob wir gute Haushalte sind oder ob wir schlechte Haushalte sind. Aber eingesetzt als Missionare sind wir alle.

[37:24] Es kommt nächstes Jahr darauf an, ist noch die zweite Lektion hier: Ob du ein guter Redner bist oder welches Amt in der Gemeinde du hast, dass du ein brauchbarer Missionar für Jesus sein kannst.

[37:45] Es spielt auch keine Rolle, welche Stellung du in der Gesellschaft hast, denn Paulus war hier in einem sehr verachteten Zustand der Gesellschaft. Er war im Gefängnis. Und trotzdem, weil er mich ein bisschen... Ich habe vor kurzem eine Predigt gehört, da hat der Sprecher das so ausgedrückt, das hat mir gut gefallen.

[38:07] Er hat gesagt: "Auch wenn du stotterst und über deine eigenen Beine stolperst, kann dich Gott trotzdem gebrauchen, weil du ein Missionar bist. Du bist einfach einer." Und wen Gott beruft, dazu Missionar zu sein, den Befehl der...

[38:29] Es kommt einfach nur darauf an, dass Gott dir auch ein Stück von diesem unausforschlichen Reichtum des Christus gezeigt hat, dass du Christus kennst. Darauf kommt es an.

[38:45] Und den Vers 9 ist mir dann weiter um alle darüber zu erleuchten, welches die Gemeinschaft ist, die als Geheimnis von den Ewigkeiten her in Gott verborgen war, der alles erschaffen hat durch Jesus Christus.

[39:02] Wir können uns hier die Frage stellen: Welche Gemeinschaft ist hier gemeint und welches Geheimnis? Lass mir mal die Gemeinschaft kurz beiseite. Was ist das für ein Geheimnis, das seit Ewigkeiten hier in Gott verborgen war?

[39:19] Ich hatte das vorhin schon erwähnt, es geht eigentlich darum, ja, um die Erlösung, was Gott für uns getan hat und was Jesus für uns getan hat. Und warum ist das jetzt ein Geheimnis?

[39:36] Also, dann müsste man es doch verschweigen, oder?

[39:46] Lass mal euren Finger in Epheser 3 am besten und geht mit mir zu Matthäus 10. In Matthäus 10 sagt Jesus, was man mit Geheimnissen, die er uns anvertraut hat, tun soll.

[39:59] "Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht, und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern."

[40:14] Das ist auch ein Grund, warum so vieles, was Jesus nur zu seinen Jüngern gesagt hat, bei uns in der Bibel steht. Weil er eigentlich nicht will, dass wir irgendetwas geheim halten, was er uns als Wahrheit offenbart hat.

[40:31] Jetzt, warum hat Jesus überhaupt manches nur zu einzelnen Menschen gesagt? Es ist nicht viel besser, wenn er es gleich alle verkündigt. Ich meine, so Geheimnis, Geheimnistuerei oder so Gerüchteküche, das mag doch keiner.

[40:53] Stellt euch vor, es gibt eine große Stadt und diese Stadt hat Stadtmauern und sie wird von Feinden umzingelt. Also, die Feinde sind schon ganz außen herum und sie belagern diese Stadt. Die Tore sind verschlossen, aber es gibt kein Entrinnen mehr.

[41:21] Und die Bewohner in dieser Stadt, die sind jetzt in Aufruhr und wissen nicht, kommen sie da noch lebend wieder raus. Es ist verzweifelt, sind mutlos. Aber der König der Stadt, der hat einen Ausweg. Es gibt einen Tunnel von der Stadt hinaus, weit weg, wo sie fliehen könnten.

[41:52] Es gibt diesen Geheimgang, durch den sie alle in die Freiheit kommen könnten. Doch die Frage ist dann: Alle davon erfahren?

[42:04] Was der König macht, ist, er sucht sich ein paar Vertraute. Und dieser Vertraute weiter: "Es gibt einen Ausgang aus dieser Stadt, einen Ausweg." Und er nimmt sie mit und er führt sie sogar ein Stück in diesen Tunnel hinein. Aber dann sagt er: "Ihr müsst wieder, ihr müsst wieder kommen und wieder zurück."

[42:29] Jetzt, da ihr den Tunnel gesehen habt, sollt ihr in die Stadt gehen und den Menschen erzählen, dass es diesen Ausweg gibt. Und dann kehrt er mit ihnen wieder zurück. Er selbst bleibt auch noch in der Stadt und er sendet diese Vertrauten als Boten aus.

[42:48] Findet sie unter das Volk. Es gibt manche, die gehen zu den Bauarbeitern und während die ihre Arbeit tun, nebenbei bleiben sie dann stehen und erzählen ihnen: "Es gibt einen Ausweg." Und andere gehen zu den Ständen auf dem Marktplatz, wo die Leute gerade noch ihre letzten Waren anbieten, und während sie so vielleicht verhandeln, sagen sie: "Es gibt einen Ausweg. Der König hat einen Ausweg."

[43:33] Und vielleicht schieben sie den Menschen an den Marktständen auch noch so ein Stückchen Papier hin mit der Wegbeschreibung.

[43:39] Die Boten gehen auch zu den Wachen auf den Mauern, die sehen, wie schlimm die Lage der Stadt eigentlich ist. Und sie sagen: "Es gibt einen Ausweg. Der König hat einen Ausweg." Sie erzählen von diesem Plan, den der König hat, dass sie alle einmal gemeinsam durch diesen Ausweg entfliehen können.

[44:06] Warum hat der König keine Bürgerversammlung einberufen, um allen laut zu verkünden: "Es gibt einen Ausweg"? Nur in der Geschichte wäre es sicherlich zu gefährlich gewesen, denn die Feinde sind ja ringsum, die würden das ja mitbekommen.

[44:25] Warum hat der König keine Wegbeschreibung gedruckt und Plakate aufgehängt? Ich habe euch das schon ein bisschen gesagt.

[44:31] Sicherlich, er hat eine Wegbeschreibung angegeben, die hat aber seinen Button mitgegeben. Denn selbst wenn er Plakate aufgehängt hätte oder selbst wenn er sie überall einfach so verteilt hätte, es werden dann doch nur wenige gewesen, die zu dem Ausweg gekommen werden.

[45:00] Aber dafür gab es viele, viele, die von dem Ausweg gehört haben. Die gehört haben diese Berichte, wie die bunten selbst ihre Schritte in den Tunnel hinein gesetzt haben und wie sie von der Ferne das Tageslicht erblicken konnten.

[45:21] Es gab viele, die gesehen haben, wie erleichtert die Bewohner selbst waren, wie viel Hoffnung und Freude sie auf dem Gesicht hatten. Es gab viele, die gemerkt haben, dass die Boten extra für sie gekommen sind, um ihnen davon zu erzählen, von dieser freudigen Botschaft. Und viele von denen, die das gesehen, gefeiert und bemerkt haben, die haben sich aufgemacht zu dem Ausweg.

[45:51] Es ist ein Gleichnis, das ein Gleichnis, um ein bisschen zu veranschaulichen, was Gott mit uns tut. Jesus ist der Ausweg, der Ausweg aus der Sünde. Und Gott hat diesen Ausweg geschaffen und er möchte ihn jedem zeigen. Er hat das schon auch schon ganz deutlich getan.

[46:17] Es ist Jesus auf diese Welt gekommen, ist, hat er immer wieder ganz deutlich auch gemacht, dass Jesus uns von der Sünde befreien will. Aber die Menschen haben es nicht angenommen.

[46:31] Damals schon wollte der Feind diesen Ausweg verschließen. Und trotzdem ist er geblieben. Und Gott hat uns sozusagen eine Wegbeschreibung gegeben, aber wie wenige lesen darin.

[46:49] Aber viele werden zum Ausweg kommen, weil sie sehen und hören und merken, was diese Hoffnung, dieses selbst betreten des Auswegs mit den Menschen gemacht hat, mit den Boten.

[47:14] In Vers 10 in Epheser 3 Vers 10 heißt es dann: "Damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Regionen durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde."

[47:30] Also, Paulus sagt, ihm ist das Evangelium gegeben worden, das die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht wird. Und zwar wem? Nicht nur einfach Menschen, sondern sogar Gewalten in den himmlischen Regionen.

[47:47] Durch die Gemeinde, wohlgemerkt. In 1. Korinther 1, wenn wir das jetzt wissen würden, würden wir sehen, dass Christus die Weisheit Gottes ist, wie es dann hier ja heißt: "Mannigfaltige Weisheit Gottes."

[48:06] Also, wir könnten das hier auch ersetzen mit: "Jesus Christus hat dann noch mal, damit jetzt in den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Regionen durch die Gemeinde Jesus bekannt gemacht werde."

[48:20] Das klingt schon ganz anders. Also, Paulus hat das Evangelium bekommen, dass andere Jesus kennenlernen können. Jesus, den Ausweg.

[48:35] Wie soll Christus denn, also Jesus Christus, den Engeln und den Himmelsbewohnern bekannt gemacht werden? Was steht hier? Durch die Gemeinde.

[48:49] Wie soll Jesus unsere irdische Welt bekannt gemacht werden? Durch die Gemeinde.

[48:57] Wie soll Christus Satan und seinen Engeln bekannt gemacht werden? Denn auch das muss geschehen, auch durch die Gemeinde.

[49:09] Wir ja, eine Seite weiter, da heißt es: "Unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten und die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Welt."

[49:22] Seid also mit diesen Mächten und Gewalten, ist auch Satan und seine Engel auch mit eingeschlossen. Und Jesus soll ihnen bekannt gemacht werden als einer, der sich nicht unterkriegen lässt, denn jeder in jedem Kampf sieht...

[49:46] Lass uns noch weiter gehen. Die Zeit rennt ein bisschen. In Vers 11 heißt es dann: "Nach dem Vorsatz der Ewigkeiten, den ihr gefasst hat in Christus Jesus, unserem Herrn."

[49:59] Das können wir jetzt nicht ganz anschauen. Aber lasst uns vielleicht doch 2. Timotheus 1, Vers 9 aufschlagen.

[50:08] 2. Timotheus 1, Vers 9. Denn wir fragen uns, was, wie, wie kann es sein, dass Gott das von jeher geplant hat?

[50:24] Sollte Timotheus 1, Vers 9: "Er hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade, die uns in Christus vor ewigen Zeiten gegeben wurde."

[50:40] Also, die Gnade hat Gott schon, Gott, es heißt ja, er lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ja, und schon vor Ewigkeiten hat Gott diese Gnade für uns bereit gemacht. Er hält sie bereit und er hat nicht erst, als wir gesündigt haben, beschlossen: "Aber jetzt bin ich im gnädig", sondern die war schon da, die Gnade.

[51:08] Nicht erst, als der Sündenfall im Paradies passiert ist, hat Gott sich überlegt, zeigt den Menschen gnädig sein, sondern nein, seine Gnade war schon extra dafür bereit, für jeden von uns.

[51:25] Die vier Fehler machen. Aber diese Gnade war noch nicht ganz offenbar. Die Gnade war noch nicht so erkennbar zu dem Zeitpunkt, als Adam und Eva geschaffen worden sind. Da war Gott genauso schon gnädig, aber wirklich wirksam oder zum Einsatz gekommen ist diese Gnade, als der Mensch gefallen ist.

[51:55] Und über die Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg. Wir leben jetzt im Jahr 2023. Wie viel von der Gnade Gottes ist da schon zum Einsatz gekommen?

[52:11] Jedes Mal, wenn ich einen Fehler mache, denn darf ich das bereuen und vor Gott bekennen, und dann schickt er mir seine Gnade und denkt mir auch damit seine Vergebung.

[52:26] Also, Gottes Gnade wird mit jedem Mal deutlicher sichtbar, wenn wir Sünde vergeben bekommen. Und wenn du vielleicht einen schwerwiegenden Fehler bekannt hast, dann nimm genau dieses Gnade, die schon für dich bereit liegt, in Anspruch.

[52:41] Geh zu Gott, bekenne ihm deinen Fehler, denn das gibt dann den Engeln Anlass zu sagen: "Ach so."

[52:54] Die Engel schauen ja auf uns herab und sie sehen das, und vielleicht fragen sie sich. Sie wissen ja schon, Gott ist gnädig. Das ist in ihren Köpfen. Und als solchen beten sie ihn auch an. Aber wenn sie dann sehen, wie wir, wie wir Sündenvergebung bekommen durch Gottes Gnade, dann sagen sie: "Jetzt habe ich wieder ein Beweis dafür, dass Gott gnädig ist."

[53:25] Und mögen wir den Engeln viel Anlass geben, nicht traurig zu sein. Das ist ja, was passiert, wenn wir Fehler tun. Ich möchte hier keinen zur Sünde ermutigen, aber ich möchte jeden dazu ermutigen, seine Sünde vor Gott zu bekennen, seine Sünden zu lassen, und dann ist Gott treu und er ist gerecht, der vergibt uns die Sünde und beweist das neue, dass seine Gnade...

[54:00] Indem wir die Freimütigkeit und den Zugang haben, ihn Zuversicht durch den Glauben an ihn. Und das ist ein Vers, der eine andere Stelle bei Paulus hinweist. Die müssen wir jetzt noch lesen.

[54:15] Hebräer 4, Vers 16. "So lasst uns nun mit Freiwilligkeit hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe."

[54:51] Denn Gott möchte, dass wir von unserer Sünde wirklich loskommen. Gott hat das schon so viel uns vorbereitet und wie wenig nehmen wir es in Anspruch.

[55:11] Und jetzt lesen wir weiter in Epheser 3, Vers 13. Bittet der Paulus, wir wissen es nicht ganz, ob das jetzt sein Gebet ist zu Gott, oder ob er den Gläubigen schreibt: "Darum bitte ich, dass ihr nicht mutlos werdet wegen meiner Bedrängnis um eure willen, die euch eine Ehre sind."

[55:36] Das klingt auch wieder merkwürdig, denn was ist hier, wie werden die Eifer geehrt? Wenn Paulus es klären wir gleich auf.

[55:53] Ähm, denn in Römer 5, genau in Römer 5 sieht der Paulus etwas Gutes in der Bedrängnis.

[56:09] Und zwar sagt er hier in Vers 3: "Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden."

[56:30] Also, er sagt hier, dass diese Bedrängnis, unter der leidet, standhaftes Ausharren bewirkt, dass das gute, was Paulus an der Bedrängnis sieht. Und sei mir mal ehrlich, wie oft sprechen wir davon, dass wir gerne zu den Versiegelten gehören würden, dass wir gerne mit den Heiligen dann im neuen Jerusalem sein würden.

[56:54] Das setzt voraus, dass wir dann keine Fehler mehr machen. Aber nicht nur das, das setzt voraus, dass wir fest, eigentlich ist es bleiben, dass wenn ich mir einfach weggehen in die Irre, sondern dass wir bei Jesus bleiben. Und wie kann das passieren?

[57:19] Durch Bedrängnis gehen, denn letztendlich ist es ja die Freundschaft mit Jesus, die bleiben muss. Und nicht aus, sonst sagt man eine gute Freundschaft bewirkt, dass man zusammen durch dick und dünn gehen kann. Oder habt ihr das schon mal gehört?

[57:37] Wenn man zusammen durch dick und dünn gehen kann, also durch Probleme, durch Schwierigkeiten, aber auch durch gute Zeiten, dann ist die Freundschaft wirklich fest. Und das ist, was der Paulus hier meint.

[57:52] Ja, er sieht auch das Gute in seiner Bedrängnis.

[58:03] Kommen wir weiter, indem 14. "Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus." Ihr könnt das gerne nachlesen in Philipper 2, Verse 9 bis 11. Das ist Gott Ehre.

[58:16] Gott Ehre bringt, wenn wir Jesus bekennen und ähm, wenn wir Jesus anbeten, als wenn wir vor Jesus niederknien, dann ehrt das Gott. Und er sagt hier, der Paulus, in Vers 14: "Er beugt seine Knie vor dem Vater."

[58:40] Das wird jetzt noch interessant, Vers 15: "von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält." Vielleicht habt ihr das schon gehört, dass der Name Gottes eigentlich für seinen Charakter steht. Aber es gibt einen Vers in Jesaja 43, der dort Vers 1, der finde ich sehr schön auf Epheser 3 Vers 15 passt.

[59:14] Jesaja 43 Vers 1: "Und nun verspricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein." Das heißt, wenn Gott uns einen Namen gibt, wenn Gott uns bei unserem Namen nennt, dann sagt er eigentlich damit: Du gehörst mir. Du bist mein.

[59:47] Vielleicht kennt ihr dieses Kinderlied: "Weißt du, wie viel Sternlein stehen?" Und da heißt es in der zweiten Strophe: "Weißt du, wie viel Mücklein spielen in der heißen Sommerglut? Wie viel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut? Gott, der Herr, rief sie mit Namen, dass sie alle ins Leben kamen, dass sie nun so fröhlich sind." Also, wenn Gott jeden mit Namen ruft, dann weiß es daraufhin, er hat eine besondere Fürsorge für jeden. Und zu jedem sagt, zu jedem seiner Kinder sagt er: Du bist mein.

[1:00:27] Denn in Vers 15 von 3 hatten wir auch gelesen, das bezieht sich nicht mal nur auf diejenigen, die es beanspruchen, dass sie Gott gehören, sondern jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden. Also eigentlich beansprucht Gott, dass alle Menschen zu ihm gehören.

[1:00:53] Und das ist ja auch genau, was wir darunter verstehen, dass Jesus für alle Menschen gestorben ist. Er hat für alle den Preis bezahlt, von der Sinnlosigkeit zu kommen. Deswegen ist es wichtig, dass wir jetzt auch uns an die Arbeit machen und dass wir allen Menschen das Evangelium bringen, denn Jesus hat schon für sie bezahlt.

[1:01:18] Der Ausweg ist für alle bereit, aber so viele können ihn nicht gehen, weil sie noch nichts davon wissen oder weil sie noch nicht die Überzeugung haben, dass das auch wirklich der Weg für sie ist.

[1:01:38] Nochmals zu Jesaja 43, Verse 6 und 7. Da steht noch in Vers 6 und 7, und ich finde, das ist schön. Es geht hier zwar um das Volk Israel, aber es geht darum, dass sie zerstreut sind und Gott will das nicht länger mit anschauen, dass er Söhne und Töchter hier und dort, in jedem Volk, in jeder Religion hat, sondern er will sie sammeln. Und er sagt dann: "Ich will zum Norden sagen: Gib her! Und zum Süden: Halt nicht zurück! Bring meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt, jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den nicht zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und den ich gemacht habe." Ich könnte noch hinzufügen: "und den ich auch noch erlöst habe."

[1:02:25] Gott hat keine Ruhe damit, dass seine Söhne und Töchter hat, die verstreut sind. Ich möchte einen Freund zusammensammeln aus allen Regionen, aus allen Nationen, aus allen Gesellschaftsschichten, aus allen Religionen, aber er möchte sich sammeln. Und deswegen ist Mission für uns als Siebenten-Tags-Adventisten so wichtig, dass die Menschen rauskommen.

[1:02:53] Wir sind noch nicht fertig mit dem Epheserbrief, aber ich glaube, wir haben schon so die wichtigsten Punkte abgedeckt.

[1:03:04] In den Versen 16 bis 19 geht es dann weiter mit sehr überschwänglichen Wörtern. Wir hatten vorhin schon die mannigfaltige Weisheit Gottes. Jetzt spricht der Paulus von dem Reichtum sein von Gottes Herrlichkeit. Der Paulus spricht auch davon, dass die Liebe Gottes bereit ist, lang ist, tief ist und hoch. Und damit sagt er, bei Gott gibt es unfassbare Dimensionen. Ob es seine Weisheit ist, ob es seine Gnade ist, ob es seine Liebe ist. Bei Gott ist alles so groß.

[1:03:47] Und dann heißt es ja auch noch: Er bittet darum, deswegen glaube ich, es ist hier eher ein Gebet, was er ausspricht. Der kann da nur Gott bitten. Er bittet darum, dass die Liebe des Christus von den Ephesern erkannt wird und die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes.

[1:04:19] Der Paulus hatte einen Einblick in das Geheimnis Gottes. Ich glaube, er hat es wohl noch nicht so ganz, noch nicht seine ganze Fülle erfasst. Und der Lösungsplan ist auch so gewaltig. Der Paulus betet, dass sie viel Zeit erfüllt werden bis zur ganzen Fülle Gottes, dass sie nicht nur so ein bisschen von Gott der Fans, sondern dass sie Gottes große, nicht nur seine Allmacht, sondern überhaupt seine Größe erfahren.

[1:04:56] Und das ist auch, was du und ich erleben können. Hast nicht mehr auf die Gläubigen damals in FS, das trifft.

[1:05:10] Hier gibt es auch eine Verbindung zwischen Vers 3 und dann haben wir noch Vers 19. Genau. In Vers 19 spricht er davon, dass die Liebe Christi alle Erkenntnis übersteigt. Und in Vers 3 heißt es, dass es Geheimnis, das Evangelium von Gott, dass er es erkannt hat oder dass Gott es ihn hat wissen lassen.

[1:05:43] Das Evangelium hat also auch sehr viel mit unserer Erkenntnis zu tun. Es ist etwas, deswegen ist die Bibel ein Buch, das auch unseren Verstand anspricht. Etwas, dass wir besser verstehen dürfen.

[1:06:00] Aber es bezieht sich auch nicht nur auf die Bekenntnis, auf die Erkenntnis, denn hier ist auch von einer Kraft die Rede. In Vers 16, dass sie durch seinen Geist mit Kraft gestärkt werden, fallen den inneren Menschen, den wir dann auch in erste Korinther 4, müsste es sein, zweiter Korinther finden. Es ist das Wirken des Heiligen Geistes.

[1:06:28] Und das ist nichts, das ist keine Theorie. Das Wirken des Geistes ist in Kraft, denn in Vers 20 sagte das auch noch mal gemäß der Kraft, auf die er sich vorher schon bezogen hat, wo er gesagt hat, die Kraft ist der also, die Kraft Gottes wird durch den Heiligen Geist gegeben, die in uns wirkt.

[1:06:54] Ihm sei Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit, der Ewigkeiten. Amen.

[1:07:05] Also, der Paulus sagt, der Heilige Geist bewirkt in uns etwas, was weit über die Maßen ist, als dass wir zu tun vermögen. Der Anfang von Vers 20.

[1:07:22] Wir brauchen zum einen die Erkenntnis, dass wir das Evangelium besser verstehen. Wir brauchen aber zum anderen auch Erfahrung, was das Evangelium in unserem Leben bewirkt.

[1:07:37] Das ist das, dass der Mensch selbst verändert wird. Und ich glaube, wenn wir selbst erleben, dass Gott uns von schlechten Gedanken frei gemacht hat, dass er uns von, dass uns schlechte Gewohnheiten genommen hat, dass aber auch Wunder in unserem Leben getan hat, dass wir Sachen vergeben können, die könnten wir sonst uns seine Hilfe nicht tun, dass wir vielleicht Kraft haben für jeden Tag, wo wir uns doch selbst als schwache Menschen begreifen. Das wäre eine Fähigkeit, ein besonderes Talent bekommen, dass wir wirklich nur durch Gottes Gnade kommen. Wenn wir das erleben und auch als das Wirken, das ganz anerkennen, dann ist das ein Zeugnis.

[1:08:20] Und dazu kommen wir in Vers 21: "Ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit, der Ewigkeiten."

[1:08:39] Es geht hier nicht nur um die Epheser, es geht hier um Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit. Denn der Paulus sieht schon vorher, es wird noch mehrere Generationen geben und in jeder dieser Generationen soll es Menschen geben, die Gott Ehre geben, die den Heiligen Geist in sich wirken lassen, die das Evangelium weiter erzählen, was sie wissen, dass sie Missionare, Haushalte der Gnade Gottes sind.

[1:09:10] Der Paulus wünscht sich in der Bitte dafür, ist wirklich Gott, ja, dass er geehrt wird, dass ich Menschen finden lasse, die gute Boten, gute Haushalte sind.

[1:09:27] Bist du auch sein guter Haushalt sein, weil du die Gnade Gottes erfahren hast, aber noch die Fülle Gottes erleben möchtest, weil du es nicht für dich selbst behalten möchtest, sondern weil du wie Paulus weißt, es ist für andere. Du wirst die Gnade weitergeben.

[1:09:51] Es ist so ein guter Haushalt, das sein. Wenn das dein Wunsch ist, dann lade ich dich ein, dass du jetzt mit mir gleich betest. Aber vorher, bevor ich das vergesse, möchte ich noch mal aus Jesaja 43 lesen.

[1:10:08] Denn dort gibt es noch so schöne Verse. Jesaja 43, Vers 11 und 12 heißen: "Ich, ich bin der Herr, und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe verkündigt, gerettet und von mir hören lassen, und bin nicht fremd unter euch, und ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, dass ich Gott bin."

[1:10:41] Wenn du so ein Freund Gottes bist, der erlebt hat, wie Gott gerettet hat, seine Erlösung, wie Gott da war, dass er nicht fremd war, dann entscheide dich auch heute ein Zeuge zu sein. Lass uns jetzt gemeinsam beten und Gott auch diese Entscheidung kundtun.

[1:11:07] Unser Vater im Himmel, lass uns alle berufen, Missionare zu sein, so wie es der Paulus war. Vielleicht schreiben wir keinen Brief wie den Epheserbrief, aber wir dürfen dir danke sagen, dass wir so viel trotzdem von dir lernen konnten und dass wir es weitergeben können. Ja, wir wollen deine Zeugen sein, weil wir dich erlebt haben.

[1:11:34] Wir wollen deine Gnade gut verwalten, indem wir sie selbst in Anspruch nehmen und anderen weitergeben. Ja, du bist so voller Liebe, so voller Güte, voller Weisheit, und von all dem dürfen wir etwas abhaben. Und selbst wenn es nur ein bisschen wäre, es wäre doch ein größeres Werk als Menschen jemals tun könnten.

[1:12:03] Herr, vollbringe es durch den Heiligen Geist in uns. Bitte, lass uns fest bei dir bleiben, lass uns bei dir bleiben und deine Erlösung täglich aufs Neue erleben. Und lass auch wie uns auch viele andere da hinweisen, dass Jesus der Ausweg ist aus der Sünde. Dafür wollen wir dir auch danke sagen hier. Danke sagen hier.


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