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Monja Ströck beleuchtet in dieser CSH-Einheit die Motivation und Vorbereitung für die Mission. Anhand der Erfahrungen der Jünger nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt werden drei Säulen der Mission erarbeitet: eine persönliche Erfahrung mit Jesus, ein auf Gottes Wort gegründeter Glaube und die Kraft des Heiligen Geistes. Das Video zeigt, wie diese Elemente die Urgemeinde befähigten, das Evangelium kraftvoll zu verkünden und eine wachsende, lebendige Gemeinschaft zu bilden.


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Serie: CSH 2023 Q4 -Gottes Mission - Meine Mission

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Transkript

[0:34] Ein herzliches Willkommen zu einer weiteren CSH. Diese Woche steht unter dem Titel "Motivation und Vorbereitung für die Mission". Bevor wir in das Thema einsteigen, lasst uns zusammen beten. Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir heute dein Wort studieren dürfen. Ich möchte dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass wir dein Wort besser verstehen und dass wir das, was wir lesen und was uns bewegt, in unser Leben umsetzen. Und dafür danke ich dir in deinem Namen. Amen.

[1:11] Der Merkvers für diese Woche steht in Lukas 24, Vers 44. Und dort steht: "Er aber sagte ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was im Gesetz des Mose und in den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht." In dieser Woche schauen wir uns an, wie sich diese Verheißungen erfüllt haben, welche Auswirkungen es auf die Jünger hatten und was wir daraus für unsere Mission mitnehmen können.

[1:52] Ungeduldig warteten wir, bis der Sabbat vorüberging. Schließlich brach der erste Tag der Woche an. Sehr früh machten wir uns auf den Weg zum Grab. Kostbare Öle nahmen wir mit, um den Leib des Erlösers zu salben. In unseren Herzen war es Nacht geworden. Die Sonne der Hoffnung war untergegangen. Den ganzen Weg über sprachen wir über die barmherzigen Taten von Christus und trauerten über seinen Tod. Es quälte uns die Frage, wer von uns den großen, schweren Stein zur Seite wälzen könne. Doch als wir das Grab sahen, war der Stein fort. Das Grab war von einem hellen Licht erleuchtet, doch der Leichnam war nicht da. Hat ihn jemand gestohlen? Was war geschehen? Wir waren ratlos.

[2:56] Doch da war noch jemand im Grab: ein junger Mann in leuchtenden Gewändern gekleidet. Wer war das? Angst machte sich breit, und bevor wir gehen konnten, sprach er uns an: "Fürchtet euch nicht! Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht mehr hier, er ist auferstanden, wie er es vorher gesagt hat. Kommt und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat. Dann beeilt euch, geht zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist."

[3:36] "Was? Jesus ist auferstanden? Das ist ja viel zu schön, um wahr zu sein!" Noch einmal blickten wir hinein. Seht, dort war noch ein Engel. Auch er sprach uns an: "Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden! Erinnert ihr euch nicht, wie er euch in Galiläa sagte, dass der Menschensohn in die Hände sündiger Menschen übergeben und gekreuzigt werden muss und dass er am dritten Tag wieder auferstehen wird?"

[4:11] Er ist auferstanden! Jesus lebt! Er ist nicht mehr tot! Was für eine Freudenbotschaft! Wir platzten fast vor Freude. Gerade eben haben wir noch geweint, und nun diese Freude! Die Botschaft müssen auch die anderen Jünger hören. Bestimmt weinen sie noch um ihren liebsten Freund. Jetzt erst erinnern wir uns an die Worte, die Jesus gesagt hatte, dass er wieder auferstehen werde. Wie verblendet waren wir, dies zu vergessen! Kommt schnell, wir müssen es den Jüngern erzählen! Diese Freudenbotschaft können wir nicht für uns behalten!

[4:57] Diese drei Frauen hatten eine ganz persönliche Erfahrung mit Jesus, und diese Erfahrung hat sie so begeistert, dass sie nicht anders konnten, als es ihren Freunden weiterzuerzählen. Was könnte es für eine größere Motivation für die Mission geben, als anderen mitzuteilen, was Jesus für einen getan hat? Doch dies setzt voraus, dass wir selbst eine persönliche Erfahrung mit Gott gemacht haben, die wir mit anderen teilen können.

[5:30] Haben wir eine persönliche Erfahrung gemacht, bleiben die Freude und Motivation nicht aus, das anderen weiterzuerzählen. Was wir nicht erlebt haben, das können wir auch nicht teilen. Dann bleibt es nur eine Geschichte.

[5:49] Welche Erfahrung hast du mit der Realität Gottes und seiner Liebe gemacht? Was ist so wertvoll an diesen Erlebnissen? Was motiviert dich, andere die gute Nachricht zu verkünden?

[6:06] Der Grundstein für die Motivation zur Mission ist eine persönliche Erfahrung. Und diese Erfahrung schmälert unsere Freude und Begeisterung auch nicht, wenn andere, denen wir es erzählen, zunächst skeptisch reagieren.

[6:22] In Lukas 6, Vers 45, dort steht im letzten Teilsatz: "Denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund." Und das passt auch zur Mission. Wenn unser Herz voll ist mit der Liebe Gottes und dem, was wir erlebt haben, dann ist es für uns natürlich, mit anderen darüber zu reden.

[6:59] "Kann es wirklich sein, dass Jesus auferstanden ist? Das ist ja viel zu schön, um wahr zu sein! Wir können es uns einfach nicht vorstellen. Wir sollen nach Galiläa gehen, das hatten die Frauen gesagt. Dort sollen wir ihn sehen. Kurz vor seinem Tod haben wir ihn verlassen, und jetzt sollen wir ihn wiedersehen? Dreimal kam die Botschaft an uns: Wir sollen nach Galiläa gehen, um ihn zu sehen."

[7:32] "Wir hatten so gehofft, dass Christus Israel retten und erlösen wird, und nun wurde er gekreuzigt. Was wird mit uns geschehen, die wir so eng mit ihm verbunden waren? Wird uns das Gleiche treffen?"

[7:49] Plötzlich klopfte es. "Sind wir aufgeflogen? Kommt man uns holen?" Stille war im Raum.

[8:00] Schließlich hörten wir eine Stimme: "Kleopas, ich bin Kleopas." Schnell ließen wir sie ein, doch dann wurden die Türen wieder sorgfältig verriegelt. Kleopas und der andere Reisende erzählten, wie sie Jesus auf ihrem Weg getroffen hatten. Noch ein Beweis dafür, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist.

[8:30] Und dann plötzlich sahen wir eine Gestalt. Sie hatte nicht geklopft, die Türen wurden nicht geöffnet, und sie stand auf einmal im Raum. Großer Schrecken machte sich breit. "Was ist das?"

[8:44] Doch dann hörten wir die vertraute Stimme: "Friede sei mit euch! Friede sei mit euch!" Wir fürchteten uns noch, es sei ein Geist. Doch Jesus beruhigte uns. Wir sahen seine Hände und Füße, die von den schrecklichen Nägeln durchbohrt worden waren. Vor Freude und Verwunderung fiel es uns schwer zu glauben. Dann bat er um etwas Essen, und er aß vor unseren Augen. Nun konnten wir glauben und uns unbeschreiblich freuen. Man kann es gar nicht in Worte fassen: Unser Jesus ist wieder unter uns! Er lebt!

[9:29] Dann erklärte er uns die Worte, die er vor seinem Tod schon einmal zu uns gesprochen hatte. Und das lesen wir in Lukas 24, Verse 45 bis 48.

[9:48] "Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen hiervon."

[10:12] Nun konnten wir es verstehen: Wir sollen die großen Wahrheiten von Jesus der ganzen Welt verkünden. Wir sind Zeugen davon geworden.

[10:25] Nun hatten auch die Jünger ihre persönliche Erfahrung gemacht. Sie hatten Jesus persönlich und leibhaftig gesehen. Also sehen wir hier auch noch einmal: Eine persönliche Erfahrung ist wichtig und der Grundstein für die Motivation, anderen davon zu erzählen. Doch es blieb nicht dabei.

[10:46] Emotionen kommen und sie gehen. Nach einiger Zeit verblassen bestimmte Ereignisse und Gefühle, und es können sich Zweifel breitmachen. Deswegen spricht Jesus hier eine wichtige zweite Grundlage an: sein Wort. Der Glaube muss sich auf das Wort Gottes gründen. Das Wort Gottes ist der Grundstein für den Glauben und gleichzeitig auch der Grundstein für die Botschaft, die wir verkünden sollen.

[11:21] Eine persönliche Erfahrung mit Jesus darf nicht fehlen, da das die Beziehung ist, in die jeder geführt werden muss. Nur aus der reinen Lehre besteht der Glaube nicht. Es ist eine Beziehung, die auf dem Wort Gottes gegründet ist.

[11:43] Emotionen kommen und gehen, das Wort Gottes bleibt bestehen. Und das Wort Gottes gibt uns die Sicherheit, dass unser Glaube Bestand hat. Ist dein Glaube auf das Wort Gottes gegründet?

[11:58] Wir haben bisher zwei Punkte erarbeitet: Der erste, man braucht eine persönliche Erfahrung mit Jesus, und der zweite, der Glaube muss auf das Wort Gottes gegründet sein.

[12:18] 40 Tage lang war Jesus wieder unter uns und zeigte uns die Prophezeiungen aus der Schrift. Jetzt verstanden wir es wirklich. Alles, was wir durch seinen Tod erlebt hatten, war vorhergesagt. Und nun wissen wir auch, welche Aufgabe wir haben: Wir sollen die Wahrheit der Welt verkünden. Jesus hat uns auserwählt, die wir drei Jahre lang mit ihm täglich zusammen waren. Wir sollen allen Völkern das Evangelium bringen, und gleichzeitig haben wir die Gewissheit, dass Jesus bei uns ist, auch wenn er nicht mehr unter uns sein wird.

[13:02] Eines Tages führte uns Jesus hinaus nach Bethanien. Er drehte sich zu uns um, breitete seine Hände zum Segen aus. Dann stieg er auf einmal langsam auf, immer höher in den Himmel. Wir blickten ihm nach, wollten ihn bis zum letzten Augenblick sehen. Lange Zeit standen wir dort.

[13:29] Dort standen zwei Männer in weißen Kleidern bei uns und versicherten uns, dass Jesus eines Tages genauso wiederkommen wird. Jesus war nicht mehr unter uns. Nun waren wir aber nicht hoffnungslos verwirrt und voller Kummer. Wir waren freudig und wussten, wir werden ihn wiedersehen.

[13:53] So wie es Jesus uns befohlen hatte, blieben wir in Jerusalem und warteten unermüdlich. Beteten wir zusammen, denn wir wussten, dass wir einen Fürsprecher im Himmel haben. Wir demütigten uns vor ihm und bekannten unseren Unglauben. Wie wertvoll ist die Zusicherung: "Und sei vergeben!" Wir hatten unseren Erlöser so missverstanden, bevor er gekreuzigt worden war. Wie ein Film lief das wunderbare Leben an uns vorüber. Wir erinnerten uns an die Wahrheiten, die Jesus uns erzählt hatte, und wiederholten sie immer wieder. Immer wenn wir an sein reines und heiliges Leben dachten, ist uns kein Opfer zu groß, den Charakter Christi zu bezeugen. Ernsthaft beteten wir um die Befähigung, Menschen aufzusuchen und Sünder zu Christus zu führen. Alle Meinungsverschiedenheiten und alles Streben nach Vorrangstellung gaben wir auf. Wir wurden zu einer wahrhaft christlichen Gemeinschaft, obwohl wir doch alle so unterschiedlich waren. Dies brachte uns immer näher zu Jesus.

[15:14] Die Tage der Vorbereitung waren Tage der gründlichen Selbstprüfung. An einem Tag stand Petrus auf und machte den Vorschlag, einen neuen Jünger an Judas' Stelle zu wählen. Zwei kamen in Frage: Josef und Matthias. Nach einmütigem Beten warfen wir das Los, und es fiel auf Matthias. Nun waren wir wieder zwölf Jünger.

[15:46] Die Jünger erlebten in diesen Tagen sehr intensive Tage. Es waren Tage des Gebets, der Selbstprüfung und der Demut. In diesen Stunden verstanden sie die Wahrheit Gottes und ihren Auftrag besser. Sie bekamen eine Idee davon, was es bedeutet, andere Menschen zu Jesus zu führen, und ihr Herz brannte dafür. Dies brachte sie als Jünger so eng zusammen, wie sie es noch nie waren. Es gab keine Streitigkeit und Meinungsverschiedenheit, kein Streben nach Macht.

[16:29] Bevor sie loszogen und ihren Auftrag erfüllten, brauchten sie diese Tage der Vorbereitung: Beten, demütigen, das eigene Herz erforschen, den Auftrag verstehen und gleichzeitig Vorbereitungen treffen.

[16:48] Wie können wir dies in unser Leben übertragen? Wir sehen anhand der Geschichte, dass wir eine persönliche Erfahrung mit Jesus brauchen, und gleichzeitig darf es bei dieser persönlichen Erfahrung nicht bleiben, sondern unser Glaube muss sich auf das Wort Gottes gründen. Und es braucht eine Zeit der Vorbereitung, des Gebets und der Herzensdemütigung, damit wir vorbereitet sind auf die Mission.

[17:28] Während wir beteten, geschah es: Der Heilige Geist kam auf uns herab. Wir alle fingen an zu predigen, und das in Sprachen, die wir nie gelernt hatten. Viele Juden kamen, denn sie kamen für die Festlichkeiten von weit her nach Jerusalem angereist. Alle Anwesenden konnten uns verstehen. Das wäre ohne die Sprachenvielfalt nie möglich gewesen. Die Menge war ziemlich verwirrt. Sie kannten uns und wunderten sich, dass wir auf einmal ihre Sprache redeten.

[18:13] Natürlich gab es auch einige, die spotteten. Sie verschlossen ihre Ohren und Herzen für die Wahrheit. Sie behaupteten, wir hätten zu viel Wein getrunken.

[18:29] Doch dann stand ich auf, ich, Petrus, der ich Jesus dreimal verleugnet habe. Aber ich, Petrus, durfte auch seine Vergebung erfahren. Nun verleugne ich Jesus nicht mehr. Nun spreche ich für Jesus. Klar und kraftvoll lege ich von dem Tod und der Auferstehung Christi Zeugnis ab. Ja, ich beschuldigte sogar einige aus der Menge selbst, Jesus getötet zu haben. Bestimmt gab es viele dort, die bei der Kreuzigung anwesend waren. Aus der Schrift erklärte ich ihnen, dass Jesus der Messias ist. Ich konnte das weitergeben, was Jesus uns kurz zuvor noch erklärt hat und wir nun endlich verstanden haben.

[19:25] Schuldgefühl und Angst ergriffen das Volk. Sie fragten mich: "Was sollen wir tun?" Es waren fromme und aufrichtig gläubige Juden, die sich von den machtvollen Worten Petrus' überzeugen ließen, dass Jesus wirklich der Messias war. Ich erzählte ihnen die Möglichkeit und Wichtigkeit der Umkehr und gleichzeitig die Verheißung, dass Jesus sie annehmen und ihnen ihre Schuld vergeben wird.

[20:01] Viele Herzen wurden gewonnen. Wir lesen in Apostelgeschichte 2, dass an einem Tag etwa 3000 Menschen zur Gemeinde hinzukamen. Die Obersten der Juden waren verärgert über diese Wandlung. Sie dachten, sie haben mit dem Tod Jesu diese Lehre ausgerottet. Wir allerdings waren erstaunt und hocherfreut über die große Zahl der neugewonnenen Nachfolger. Diese wunderbare Ernte war nicht das Ergebnis unserer eigenen Bemühungen, sondern wir erkannten, dass wir die Arbeit Jesu fortsetzen.

[20:43] Wow, was dort geschah, war gewaltig! Ich wäre am liebsten dabei gewesen. Die Jünger redeten in anderen Sprachen, sodass jeder sie verstehen konnte. Und hier liegt ein wichtiger Punkt: Die Gabe, die Jesus ihnen gegeben hatte, wurde ihnen zum Nutzen der anderen gegeben. Sie hatten es nicht bekommen, damit das Leben leichter wird oder damit sie heiliger werden. Sie bekamen es, um damit in ganz kurzer Zeit viele, viele Menschen zu erreichen. Der Segen diente der Erfüllung von Gottes Mission für die Verlorenen.

[21:30] Welche Gabe hat Gott dir geschenkt, und wie kannst du sie zum Nutzen anderer einsetzen?

[21:40] Der Heilige Geist bewegte die Herzen der Zuhörer. Viele von ihnen wurden zur Umkehr bewegt. Egal, was sie getan hatten, ja, selbst wenn sie aktiv an der Kreuzigung beteiligt waren, konnten sie Vergebung erhalten. Das ist die Kraft des Evangeliums!

[22:03] Wie motiviert uns diese Botschaft, dass sogar einigen von denen, die am Tod Christi mitschuldig waren, die Erlösung angeboten wurde? Erstens in Bezug auf unsere eigene Rettung und zweitens in Bezug auf Mission. Wir dürfen diese kraftvolle, hoffnungsvolle und lebensverändernde Botschaft einer sündigen, gefallenen und korrupten Welt predigen und wissen, dass sie von Jesus angenommen werden und Vergebung erfahren, wenn sie sich zu ihm wenden.

[22:40] In diesem Abschnitt sehen wir zwei weitere Punkte für die Motivation und die Vorbereitung auf die Mission: Der eine, Gott schenkt uns Gaben, damit sie anderen zum Segen werden, und der andere, die hoffnungsvolle Botschaft vom Tod Jesu gilt für jeden Menschen, auch den größten Sünder.

[23:09] Die Urgemeinde ist enorm und rasant gewachsen. An einem Tag gab es 3000 Neubekehrte, und täglich kamen immer neue Menschen hinzu. In Apostelgeschichte 2 lesen wir einige Merkmale dieser Urgemeinde, und das wollen wir zusammen lesen. Apostelgeschichte 2 und dort die Verse 42 bis 47.

[23:41] "Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war. Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens. Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden."

[24:29] Wenn wir uns diese Verse noch mal anschauen, sehen wir, dass dort einige Merkmale genannt werden. Ein Merkmal ist, dass sie in der Lehre blieben. Die Menschen wurden unterrichtet. Die Predigten der Apostel stellten falsche Glaubensvorstellungen in Frage und legten ihnen die biblische Ansicht aus. So blieben sie als Gemeinde in der Lehre.

[24:54] Gleichzeitig blieben sie aber auch in der Gemeinschaft. Die Jünger haben nicht nur die neuen Wahrheiten gepredigt und den Geschwistern gesagt, wie sie die neuen Wahrheiten ausleben sollen, sondern sie nahmen sie in Kleingruppen auf und pflegten Beziehung mit ihnen. Durch die Teilnahme am täglichen Leben wurden sie automatisch an die neuen Überzeugungen und die praktische Auslebung dessen herangeführt.

[25:27] Sie blieben in der Lehre, sie in der Gemeinschaft, und sie blieben beständig und einmütig im Tempel und in den Gebeten. Das, was die Jünger vor Pfingsten getan hatten, führten sie fort. Der Glaube war keine Privatsache. Sie haben sich oft getroffen und gemeinsam Gott angebetet.

[25:51] Trotz der großen Zahl der Gemeindeglieder trafen sie sich zusammen, und dann aßen sie gemeinsam in ihren Häusern. Wie wir es vorhin schon angesprochen hatten, bildeten sie kleine Gruppen der Gemeinschaft, und so ging niemand unter in dieser großen, großen Gemeinde. Jeder konnte einbezogen werden. Man übersah niemanden. Man hatte die Möglichkeit, Gemeinschaft zu pflegen und aneinander teilzuhaben.

[26:32] Und diese Gruppe kümmerte sich um die Bedürftigen. Sie lebten Jüngerschaft. Wort und Tat stimmte bei ihnen überein.

[26:44] Außerdem lesen wir, wie die Urgemeinde Gott lobte und dass sie angesehen waren im Volk. Das Ergebnis ihrer Arbeit war, dass das ganze Volk sie kannte. Sie wurden mit einem sehr positiven Ruf bekannt, so wie Jesus damals.

[27:03] Warum? Sie schauten nicht von oben herab auf die Menschen und hielten sich für etwas Besseres. Das machten schon die Priester. Nein, sie sahen in jedem Menschen ein Geschöpf Gottes. Sie nahmen Anteil an den Nöten, halfen den Menschen und predigten ihnen Hoffnung. Das war der Erfolg.

[27:40] Überlege für dich: Was kann man davon in unseren Gemeinden umsetzen?

[27:49] Um ein erfolgreicher und motivierter Missionar zu sein, gibt es noch einen wichtigen Punkt. Wir hatten ihn schon ab und zu angesprochen in den anderen Themen, aber nun wollen wir ihn tiefer beleuchten: Das ist der Heilige Geist.

[28:05] Als Jesus wusste, dass sein Dienst auf der Erde zu Ende geht, sagte er seinen Jüngern, dass er ihnen eine wichtige und vollkommene Gabe verleihen würde. Sie wird ihnen die unerschöpflichen Quellen seiner Gnade erschließen.

[28:23] In Johannes 14, Verse 16 bis 17, steht: "Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht. Ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein."

[28:59] Aus "Gute Nachricht für alle" lesen wir: "Jesus wusste, das Evangelium würde nur wirkungsvoll sein, wenn es aus brennenden Herzen und mit berührten Worten verkündigt wird, die aus einer lebendigen Beziehung zu dem kommen, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Die Aufgabe, die den Jüngern anvertraut wurde, würde sie sehr herausfordern, da die Flut des Bösen gewaltig gegen sie anbranden würde. Den Jüngern stand ein wachsamer, entschlossener Führer der Mächte der Finsternis gegenüber. Die Nachfolger Christi könnten nur mit der Hilfe, die Gott ihnen durch den Heiligen Geist geben würde, im Kampf für das Rechte bestehen."

[29:50] Schauen wir das Ergebnis der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten an: Die frohe Botschaft wurde in die entlegensten Winkel der bewohnten Welt getragen. Viele Herzen öffneten sich der Botschaft, selbst solche, die vorher große Gegner des Evangeliums waren. Von überall strömten Bekehrte in Scharen der Gemeinde zu. Ein einziges Ziel stand im Vordergrund: den Charakter Christi zu offenbaren und eifrig für die Ausbreitung seines Reiches zu wirken. So mächtig kann Gott sein, wenn Menschen sich unter die Herrschaft seines Geistes stellen.

[30:39] Wir lesen noch mal aus "Gute Nachricht für alle": "So klar und..."

[30:42] Nachricht für alle so klar und überzeugend die Argumente der Apostel auch waren, hätten sie allein die Vorurteile nicht beseitigen können, die sich hinderlich in den Weg gestellt hatten. Durch die göttliche Macht des Heiligen Geistes jedoch wurde das Herz der Menschen von der Richtigkeit dieser Argumente überzeugt.

[31:04] Die Verheißung des Heiligen Geistes ist nicht auf ein bestimmtes Zeitalter oder auf ein bestimmtes Volk beschränkt. Von dem Pfingstfest bis in die Gegenwart ist der Beistand zu allen denen gesandt worden, die sich ganz dem Herrn und seinem Dienst hingaben. Zu allen, die Christus als ihren persönlichen Erlöser angenommen haben, ist der Heilige Geist als Ratgeber, als der, der heiligt, als Führer und als Zeuge gekommen. Je enger die Gläubigen mit Gott wandelten, desto klarer und mächtiger haben sie die Liebe ihres Erlösers und seine rettende Gnade bezeugt.

[31:52] Diejenigen, die an Pfingsten die Kraft aus der Höhe empfingen, blieben nicht vor Anfechtung und Prüfungen verschont. Wer für die Wahrheit eintritt, wird wiederholt vom Feind angegriffen. Täglich beteten sie erneut um die Fülle der Gnade, damit sie der Vollkommenheit immer näher kommen konnten.

[32:16] Ellen White schreibt: "Die verstrichene Zeit hat an der Abschiedsverheißung Christi nichts geändert, den Heiligen Geist als seinen Repräsentanten zu senden. Es liegt nicht an irgendwelchen Einschränkungen von Seiten Gottes, wenn die Reichtümer seiner Gnade nicht erdwärts zu den Menschen fließen. Wenn die Erfüllung der Verheißung nicht so wahrgenommen wird, wie es sein könnte, dann liegt es daran, dass die Verheißung nicht so geschätzt wird, wie es sein sollte."

[32:48] Wären alle willig, würden alle vom Geist erfüllt werden. Wo man sich zu wenig Gedanken darüber macht, wie dringend wir den Heiligen Geist benötigen, zeigen sich geistliche Dürre, geistliche Finsternis, geistlicher Niedergang und Tod. Wann immer wir unbedeutenden Anliegen zu viel Aufmerksamkeit schenken, wird es uns an der göttlichen Macht fehlen. Sie steht in unbegrenzter Fülle für das Wachstum und Wohlergehen der Gemeinde zur Verfügung und wird andere Segnungen nach sich ziehen. Sie steht in unbegrenzter Fülle für das Wachstum und Wohlergehen der Gemeinde zur Verfügung und wird andere Segnungen nach sich ziehen.

[33:37] Schätzen wir den Heiligen Geist als den Motor in der Mission. Hungern und dürsten wir nach dem Heiligen Geist. Gott ist bereit, uns den Heiligen Geist zu geben, wenn wir ihn darum bitten. Das lesen wir auch in Lukas 11 Vers 13: "Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten?"

[34:17] Gott ist bereit, uns den Heiligen Geist zu geben, wenn wir ihn darum bitten. Und jeder Diener des Evangeliums sollte um die tägliche Taufe mit dem Geist Gottes bitten.

[34:33] In "Gute Nachricht für alle" steht: "Die Gegenwart des Heiligen Geistes wird der Wahrheitsverkündigung der Mitarbeiter Gottes eine Macht verleihen, die sie keine Ehre und Herrlichkeit der Welt zu geben vermag." Die Gegenwart des Heiligen Geistes wird der Wahrheitsverkündigung der Mitarbeiter Gottes eine Macht verleihen, wie sie keine Ehre und Herrlichkeit der Welt zu geben vermag.

[34:57] Das Wirken des Heiligen Geistes ist für die Mission sehr, sehr wichtig. Der Heilige Geist überführt die Menschen von Sünde. Er versucht, die Aufmerksamkeit der Menschen ständig auf das große Opfer am Kreuz von Golgatha hinzulenken. Und wenn der Mensch sich formen lässt, wird sein ganzes Wesen geheiligt.

[35:25] Nur diejenigen, die ständig neue Gnade empfangen, werden so viel Kraft besitzen, wie sie täglich benötigen und wie der Einsatz ihrer Fähigkeiten erfordert. Anstatt auf eine zukünftige Zeit zu schauen, in der sie durch eine besondere Gabe geistlicher Kraft eine außerordentliche Ausrüstung für die Verbreitung der rettenden Botschaft von Christus erhalten, übergeben sie sich Gott täglich, damit er sie zu Gefäßen macht, die er gebrauchen kann. Täglich nutzen sie die Gelegenheiten zum Dienst, die sich in ihrem Umfeld bieten. Täglich zeugen sie für ihren Erlöser, wo sie auch sind, sei es im bescheidenen Wirkungskreis daheim oder bei nützlicher Arbeit in der Öffentlichkeit.

[36:15] Bei all unseren Aufgaben ist Jesus unser Vorbild. Auch er bat seinen himmlischen Vater während seines Erdenlebens täglich um die benötigte Gnade. Durch diese Verbindung war es ihm erst möglich, andere zu segnen und zu stärken. Aus dieser Gemeinschaft mit dem Himmel schöpfte er die Kraft, dem Bösen zu widerstehen und den Bedürfnissen seiner Mitmenschen zu dienen.

[36:45] Ellen White schreibt: "Morgen für Morgen, wenn die Boten des Evangeliums vor dem Herrn knien und ihr Gelübde völliger Hingabe an ihn erneuern, wird er ihnen die Gegenwart seines Geistes mit seiner belebenden und heiligen Macht gewähren. Wenn sie sich an ihre täglichen Pflichten begeben, haben sie die Gewissheit, dass die unsichtbare Anwesenheit des Heiligen Geistes sie befähigt, Mitarbeiter Gottes zu sein."

[37:16] In dieser Geschichte, die die Jünger durchlebt haben, an Jesu Tod und kurz danach, bis er in den Himmel aufgefahren ist und sie an Pfingsten dieses gewaltige Erlebnis hatten, sehen wir, dass man eine persönliche Erfahrung mit Jesus braucht, dass sich aber der Glaube auf das Wort Gottes gründen muss. Das ist eine Zeit der Vorbereitung, braucht des Gebets und der Herzensdemütigung.

[37:50] Gleichzeitig schenkt Gott Gaben, damit sie zum Segen für andere werden. Und die Botschaft von Jesus gilt für jeden Menschen, auch für den größten Sünder. Und das Wichtigste bei all diesen Aufgaben: dass wir die tägliche Erfüllung mit dem Heiligen Geist brauchen. Und dies motiviert uns für die Mission und gleichzeitig bereitet es uns für die Mission vor.

[38:25] Aus der Lektion lesen wir: "Unsere Missionsarbeit muss aus tiefer Liebe und Dankbarkeit für das, was Jesus in unserem Leben getan hat und tut, geschehen. Jede andere Motivation ist fehlgeleitet. Der Schlüssel zur erfolgreichen Missionsarbeit und Evangelisation ist es, vom Wort Gottes umgeben zu sein, um mit dem Wort Gottes in Einklang zu bleiben."

[38:50] Abschließend möchte ich ein Zitat lesen aus "Bilder vom Reiche Gottes":

[38:58] "Unser Leben muss eng mit dem Leben Christi verbunden sein. Wir können nur zu ihm gehören, wenn wir uns ständig von ihm als dem Brot des Lebens, das uns vom Himmel geschenkt wurde, im geistlichen Sinn ernähren und unseren Durst an der immer frischen Quelle löschen, die ununterbrochen ihr kostbares Gut hervorbringt. Wenn wir uns immer bewusst machen, wie nahe Gott uns ist, wenn wir dafür dankbar sind und ihn loben können, dann wird unser Glaube frisch und lebendig bleiben und wir werden im Gebet mit Gott sprechen wie mit einem Freund. Er wird uns dafür vieles klar machen, was uns vorher unverständlich war. Voller Freude werden wir die Nähe Jesu verspüren, wenn er mit uns Zwiesprache halten möchte, wie er das einst mit Henoch tat."

[39:53] Diese Erfahrung des Christen schenkt ihm die Fähigkeit, einfach und bescheiden, freundlich und frei von Überheblichkeit zu sein. Die Menschen in seiner Umgebung werden merken, dass er Jesus kennt und von ihm gelernt hat.

[40:11] Diese tägliche Erfahrung wünsche ich dir und wünsche ich mir. Lasst uns zum Abschluss gemeinsam noch beten.

[40:23] Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir in deinem Wort studieren durften. Ich danke dir, dass wir anhand dieser Geschichte sehen konnten, was uns motiviert, anderen Menschen von dir weiterzuerzählen und gleichzeitig aber auch, welche Vorbereitungen wir treffen können und vor allem, dass wir sehen durften, wie du uns ausstattest mit allem, was wir brauchen, um anderen Menschen deine Wahrheit zu verkündigen. Vater, ich möchte dich bitten, dass bei jedem, der zugeschaut hat, dass das Wirklichkeit wird, dass du täglich uns erfüllst mit deinem Heiligen Geist, dass wir bei dir auftanken, dass wir von dir begeistert sind, dass unser Glaube ganz tief auf dein Wort und auf deine Wahrheiten gegründet ist. Und das Wahrheiten sind, die sich nie verändern. Und ich möchte dich bitten, dass du uns die Menschen in den Weg stellst, die offen sind für deine Botschaft und dass du uns die Worte und die Taten gibst, die sie brauchen, damit sie von dir angesprochen werden. Und ich danke dir, Vater, dass du bei allem bei uns bist und dass du uns vorangehst in deinem Namen. Amen.


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