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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_Manuskript_2024 2nd Nr 11   <<<

In dieser elften Folge der Serie „Vom Schatten zum Licht“ taucht Christopher Kramp tief in Offenbarung 13 ein, um den bevorstehenden kosmischen Konflikt zu beleuchten. Er identifiziert die biblischen Figuren des Drachen, des Tieres und des falschen Propheten und zeigt auf, wie diese Mächte ein Gegenevangelium verbreiten, das dem wahren Missionsbefehl Jesu entgegenwirkt. Die Sendung bereitet auf das Bibelgespräch am 15. Juni vor und betont die Notwendigkeit, prophetische Botschaften zu verstehen, um in der Endzeit treu zu bleiben.


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Serie: Vom Schatten zum Licht

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Transkript

[0:36] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Das Wort. Wir wollen weiterstudieren in unserem Thema „Vom Schatten zum Licht“, basierend auf dem gleichnamigen Buch, das den großen biblischen Zusammenhang, das sogenannte Metanarrativ, wie es manchmal bezeichnet wird, eines kosmischen Konfliktes zwischen Gott und Satan, zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis, Gerechtigkeit und Sünde. Dieses Metanarrativ studieren wir seit einigen Wochen, und heute ist das Thema Nr. 11 dran.

[1:27] Wir wollen uns insbesondere mit dem faszinierenden und wichtigen Kapitel Offenbarung 13 beschäftigen. Unter dem Titel „Der bevorstehende Konflikt“ wollen wir uns gemeinsam auf das Bibelgespräch am 15. Juni vorbereiten und Gottes Wort gemeinsam studieren. Wir möchten diese wichtige, weil gegenwärtige prophetische Botschaft, die wir jetzt verstehen müssen, um vorbereitet zu sein in Christus Jesus auf das, was unmittelbar vor uns liegt. Um das verstehen zu können, brauchen wir Gottes Erleuchtung durch den Heiligen Geist, seine Führung. Wir möchten Gott bitten, dass er auch heute durch sein Wort zu dir und zu mir persönlich spricht.

[2:26] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du in deinem Wort uns die Dinge offenbarst, die absolut notwendig für uns sind, und dass du sie auf eine Art und Weise offenbarst, dass es unser Interesse und unseren Wunsch weckt, tiefer zu studieren, und gleichzeitig so, dass wir es auch gut verstehen können, wenn wir unsere Herzen für deine Belehrung öffnen. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir heute die Botschaft aus Offenbarung 13 so verstehen, wie du sie gemeint hast, dass wir sie in deinem Sinne aufnehmen, begreifen, was du in der Geschichte getan hast, was in der Geschichte passiert ist, auch von Mächten, die gegen dich gearbeitet haben, und dass wir erkennen, in welcher Zeit wir leben und was vor uns liegt. Danke, dass du uns nicht im Dunkeln tappen lässt, sondern dass dein Wort ein Licht auf unserem Weg ist. Herr, sei du jetzt unser Lehrer und hab Dank dafür. Wir wollen dein Wort mit deinem Wort auslegen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[3:37] Offenbarung 14 und dort Vers 6 und 7: „Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“

[4:00] Wir haben schon einiges über diese Aspekte hier in den letzten Wochen studiert, und wer das noch tiefer begreifen möchte, vertiefen möchte, noch tiefer studieren möchte, dem sei empfohlen: Wir haben vor einem Jahr, ganz genau auch von April bis Juni 2023, die dreifache Engelsbotschaft, das ist Offenbarung 14, auch in einer Spezialserie hier auf Jol Media ganz konkret, ganz detailliert angeschaut. Da kann man auch noch weitere Details zu diesen Versen finden. Die erste Engelsbotschaft soll von allen Menschen gehört werden, und sie ruft zur wahren Anbetung auf.

[4:46] Im Gegenzug finden wir eine zweite Engelsbotschaft, die vor einem falschen Evangelium warnt, und dann eine dritte Engelsbotschaft mit ganz konkreten, ja, feierlichen und eindringlichen Warnungen vor falscher Anbetung. Das heißt in Vers 9 bis 11: „Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zornes, und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.“

[5:44] Hier ist eine Warnung vor falscher Anbetung, und in Offenbarung 13, das wir uns heute genauer anschauen wollen, werden das Tier und das Bild des Tieres und auch das Malzeichen präzise definiert, und das werden wir uns in dieser und auch der nächsten Woche genauer anschauen.

[6:06] In Vers 12 finden wir dann die Gruppe von Gläubigen, die in diesem bevorstehenden Konflikt treu bleibt: „Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“ Und lieber Freund, liebe Freundin, ich hoffe, auch du – ich jedenfalls möchte Teil dieser Gruppe sein hier aus Offenbarung 14 Vers 12. Diese Gruppe steht nicht einfach nur so da, sondern sie ist in diese Auseinandersetzung direkt mit einbezogen, denn Offenbarung 12 Vers 17 sagt uns, dass der Satan Krieg gegen diese Gläubigen der Endzeit führt. In Vers 17 lesen wir: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“

[6:56] In der letzten Zeit, im bevorstehenden Konflikt, werden wir das direkte Ziel der Attacken Satans sein, und darauf müssen wir vorbereitet sein. Was wird der Satan tun?

[7:10] In Offenbarung 16 Vers 13 lesen wir: „Und ich sah aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des Tieres, aus dem Maul des falschen Propheten – wir werden diese Begriffe jetzt gleich noch genauer studieren – drei unreine Geister herauskommen, gleich Fröschen.“ Die unreinen Geister sind natürlich Dämonen, gefallene Engel. Wir haben ja also drei Dämonen, drei gefallene Engel, die jetzt etwas tun, nämlich in Vers 14 heißt es: „Es sind nämlich dämonische Geister“ – da haben wir die Erklärung – „die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises, um sie zum Kampf zu versammeln an jenem großen Tag Gottes, des Allmächtigen.“

[7:59] Es gibt in Offenbarung 14 drei Engel, die ausziehen, um die gesamte Welt einzuladen, auf Gottes Seite zu stehen, in seinem Königreich zu sein und mit ihm in Harmonie für alle Ewigkeit zu leben. Und es gibt drei gefallene Engel, eine dreifache Gegen-Engelsbotschaft sozusagen, eine Perversion der dreifachen Engelsbotschaft. Drei gefallene Engel, die ebenfalls in die ganze Welt ausgehen, um die ganze Welt zur Rebellion gegen Gott anzustiften und sie im Kampf zu versammeln. Während die wahre dreifache Engelsbotschaft eine Sammlungsbewegung zu Gott hin ist, ist die falsche dreifache Engelsbotschaft, die Verführung des Satan durch diese Mächte, die beschrieben werden, eine Sammlung in das Kriegslager gegen Gott. Es gibt also zwei große Botschaften, jeweils von drei Engeln symbolisch angeführt, von den drei guten Engeln in Offenbarung 14 und den drei Dämonen in Offenbarung 16. Und das Tier und der falsche Prophet, von denen wir heute mehr erfahren wollen, sind dort hier in dieser falschen dreifachen Engelsbotschaft ganz konkret dabei.

[9:17] Nun, in Offenbarung 12 Vers 9 wird uns gesagt, wer dieser Drache ist. Wir wollen heute lernen: Wer ist der Drache? Wer ist das Tier? Und wer ist der falsche Prophet? Damit wir diese falsche dreifache Engelsbotschaft und ihre gegen Gott gerichtete Aktivität auch in unserem Leben, in unserer Geschichte, in der Geschichte, in unserer modernen Welt identifizieren können und davor warnen können, weil es ist genau das Gegenteil von dem, was Gott uns aufgetragen hat. Diese falsche dreifache Engelsbotschaft wirkt gegen den Missionsbefehl.

[9:56] Vielleicht können wir dazu ganz kurz uns – es steht nicht im Sendemanuskript, aber trotzdem – in Matthäus das vor Augen führen, wie in Matthäus 28 Jesus den Auftrag gibt, in alle Welt hinauszugehen und das Evangelium zu predigen. Matthäus 28 Vers 18, 19 und 20: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen.“ Das ist der wahre Missionsbefehl, den die Jünger ausführen sollen und der letztlich auch den Hintergrund bildet für die dreifache Engelsbotschaft, wo das Evangelium, das ewige Evangelium, in die ganze Welt gepredigt werden soll.

[10:48] Dem gegenüber steht im selben Kapitel kurz zuvor eine andere Botschaft in Vers 12, 13, 14 und 15: „Diese sammelten sich samt den Ältesten, und nachdem sie Rat gehalten hatten, gaben sie den Kriegsknechten Geld genug und sprachen: Sagt: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Und wenn dies vor den Statthalter kommt, so wollen wir ihn besänftigen und machen, dass ihr ohne Sorge sein könnt. Sie übernahmen das Geld und machten es so, wie sie belehrt worden waren, und so wurde dieses Wort unter den Juden verbreitet bis zum heutigen Tag.“

[11:24] Da waren – oder das sind seitdem – diese Theorien in der Welt, und sie laufen gegeneinander. Und seit diesen Tagen gibt es diejenigen, die die Wahrheit predigen, und diejenigen, die versuchen, das Leben und Sterben und die Auferstehung Jesu irgendwie falsch zu erklären und davon abzulenken und mit gegenteiligen Theorien die Wahrheit zu verdunkeln. Das läuft nebeneinander, und es läuft bis zur Endzeit nebeneinander.

[12:22] Und was wir heute sehen werden, das ist offenbar, dass Offenbarung 13 uns Weltmächte präsentiert, die an diesem Gegenevangelium, das das wahre Evangelium anfeindet und behindert und damit die Wiederkunft Jesu versucht aufzuhalten, was natürlich nicht möglich ist. Aber denn Jesus kommt ja, wenn das Evangelium der ganzen Welt gepredigt ist. Also ist der Versuch, die Welt davon abzuhalten, noch ein Versuch, die Wiederkunft aufzuhalten. Wir werden sehen, wie diese beiden großen Mächte in Offenbarung 13 dort direkt involviert sind und Haupt-Entitäten sind, die dieses falsche Evangelium voranbringen und in die Welt tragen.

[13:05] Dazu wollen wir uns jetzt also zunächst einmal, Verzeihung, noch kurz anschauen, wer der Drache ist. Wir haben gesagt, wir brauchen den Drachen, das Tier und den falschen Propheten, um zu verstehen, was diese falsche oder wer diese falsche Engelsbotschaft in die Welt trägt und diesen bevorstehenden Konflikt damit heraufbeschwört.

[13:24] In Offenbarung 12 Vers 9 haben wir es ganz deutlich: „Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“ Der Drache steht für den Satan. Er steht natürlich auch in einem weiteren Sinne in Offenbarung 12 zum Beispiel für all die Mächte, die die Weltmächte, die das Volk Gottes und Jesus verfolgt haben durch die Jahrhunderte. Aber primär steht dahinter natürlich der Satan selbst, der durch den Spiritismus auch heute in der Welt direkt wirkt. Das haben wir in der letzten Woche uns genau angeschaut. Deswegen haben wir uns auch die Zeit genommen, dort die Lehre vom Zustand der Toten in der Bibel, die Lehre von Leben und Tod in der Bibel anzuschauen und zu verstehen, weil der Satan durch Irrlehren diesbezüglich versucht, Einfluss in der Welt zu gewinnen, und das ein wesentlicher Aspekt ist, wenn die Dämonen dann ausziehen, um die Welt gegen Gott zu versammeln, dass sie sich auch des Spiritismus dann auch benutzen.

[14:39] Der Drache ist also der Satan, der durch den Spiritismus in dieser Welt wirkt und damit die Wahrheit Gottes, die Wahrheit der Bibel, auch die Wahrheit des Evangeliums untergräbt.

[14:50] Wir kommen jetzt, und da wollen wir ein bisschen ausführlicher mit beschäftigen, nachdem wir den Spiritismus letzte Woche schon genauer angeschaut haben, jetzt zu Offenbarung 13 und wollen uns das Tier und den falschen Propheten, von dem wir sehen werden, dass es das zweite Tier aus der Erde ist, genauer anschauen.

[15:04] Offenbarung 13 und dort Vers 1: „Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, so wie in Daniel 7, wo auch vier Tiere aus dem Meer aufgestiegen sind.“ Das Meer ist ein Symbol nach Offenbarung 17 Vers 15 für die Völker und Nationen. Ein Tier ist nach Daniel 7 Vers 17 und 24 ein Symbol für ein Königreich, und zwar, wenn man dort in Daniel sich das anschaut, auch ein Königreich, das jetzt nicht nur klein und unbedeutend ist, sondern das die Weltherrschaft für sich in Anspruch nimmt, obwohl natürlich nie ein Weltreich die gesamte Welt unter sich hatte, aber doch sozusagen immer die führende Rolle zu einer bestimmten Zeitepoche hatte. Also eine politische Macht, und das ist nicht unwichtig hier in diesem Kontext. Also eine Macht, die zumindestens auch ein Reich in einem, in einem, im weitesten Sinne.

[16:07] Dieses Tier wird beschrieben: „Ich sah aus dem Meer, und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte, und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Köpfen einen Namen der Lästerung.“ Es sieht ganz so ähnlich aus wie der Drache in Offenbarung 12, der ja Satan und die von ihm gesteuerten Mächte repräsentiert. Also, eins ist auf jeden Fall ganz sofort klar bei dieser Beschreibung: Dieses Tier steht auf der falschen Seite im großen Konflikt. Es hat zehn Kronen, das ist anders als in Offenbarung 12. Dort hat nämlich der Drache in Vers 3 sieben Kronen. Das heißt hier, Verzeihung, ist erschienen ein anderes Zeichen im Himmel: „Siehe, ein großer feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner, und auf seinen Köpfen sieben Kronen.“ Also hier ist eine gewisse, ein kleiner Unterschied, eine gewisse Entwicklung. Wir haben in Offenbarung 12 beim Drachen sieben Kronen auf den Köpfen, jetzt hier in Offenbarung 13 zehn Kronen auf den Hörnern. Wir sehen also eine gewisse Modifikation in diesem Tier.

[17:16] Und dann haben wir die Lästerung. Und Lästerung gegen Gott ist eine ganz klare Sache in der Bibel. Finden wir folgende Aussagen: Johannes 10 Vers 33, wenn je ein Mensch, der nur der Mensch ist, sich selbst zu Gott macht, dann ist das Gotteslästerung. In dem Kontext dort in Johannes 10 war es natürlich so, dass die Pharisäer Jesus fälschlicherweise der Gotteslästerung bezichtigt haben, weil natürlich Jesus Mensch und Gott gewesen ist. Auf die gleiche Art und Weise sagt Matthäus 9 Vers 2 und 3, dass wenn ein Mensch dann den Anspruch erhebt, Sünden vergeben zu können, was das Vorrecht allein Gottes ist, ist auch das Gotteslästerung. Und in 4. Mose 15 Vers 30 wird deutlich, dass es bei vorsätzlichem Handeln um Gotteslästerung geht. Das heißt, jemand, der die Wahrheit über Gott und das Evangelium kennt, sich trotzdem in eine Position bringt, wo er sich wie Gott gebärdet und auch den Anspruch hat, Sünden vergeben zu können, der erfüllt dieses Detail hier der Prophetie.

[18:35] Gehen wir weiter in Vers 2: „Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären, und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.“ Die Tiere erinnern hier an Daniel 7. Daniel 7 Vers 4 haben wir den Löwen mit Adlerflügeln, der für das neubabylonische Weltreich steht. Wen das interessiert, wir haben natürlich auch zum Buch Daniel eine CSH Spezialserie, wo man das noch mal genau nachschauen kann. Die Details, auch die Bibelverse, in dem Fall sind das Jeremia 50,17 und 7 und Habakuk 1 Vers 6 und 8. Im nächsten in Daniel 7 haben wir dann den Bären in Vers 5, der für die Meder und die Perser steht, die nach Daniel 5 Vers 25 bis 30 auf das neubabylonische Weltreich folgten. Und dort hat der Bär drei Rippen im Maul, ein Symbol für die Eroberung von Lydien in Westkleinasien, Babylonien und Ägypten, dann nicht mehr unter Kyros, sondern unter Kambyses. Das dritte Tier, der Leopard oder Panther in Daniel 7 Vers 6, ist das griechisch-makedonische Reich unter Alexander dem Großen. Vier Köpfe hat dort der Panther, der Leopard, die vier Nachfolgereiche unter seinen Generälen, die nach seinem Tod dann die Macht an sich gerissen haben nach langem Bürgerkrieg: Kassander, Lysimachos, Ptolemäus und Seleukos. Daniel beschreibt diese Reiche aus seiner Perspektive, aus der erlebten Zeit des babylonischen Reiches, und so beschreibt er Babylon und dann Medopersien und dann Griechenland und dann Rom und dann das kleine Horn.

[20:09] Johannes lebt aber nicht zur Zeit von Babylon, sondern zur Zeit des vierten Tieres, von Rom. Und deswegen beschreibt er hier so, so kann man das hier sehen, dass er zurückschaut und deswegen quasi dann den Panther und dann den Bären und dann den Löwen beschreibt, während er selbst in der Zeit des vierten, des schrecklichen Tieres, sich befindet, das in Daniel 7 Vers 7 das römische Reich darstellt. Und dem entspricht hier in Offenbarung 13 Vers 2 der Drache, denn der Drache hat unter all den verfolgenden Mächten, die in Offenbarung 12 letztlich mitgedacht werden, die entscheidende Rolle gespielt in der Verfolgung von Jesus explizit und darin, Jesus nachzustellen, ihm das Leben nehmen zu wollen und dann auch ihm das Leben zu nehmen durch die Kreuzigung. In Daniel wird einfach kein Name genannt, weil dieses Tier so schrecklich ist, kein Tier, das es so zoologisch noch auf der Erde gab. Und dementsprechend ist diese Parallele zum Drachen eigentlich relativ eindeutig.

[21:15] Wir haben also gesehen, der Drache ist primär Satan in seinem Kampf gegen Jesus und dessen Königreich. Hat er aber auch menschliche Helfer in Anspruch genommen, insbesondere das römische Reich. Und deswegen werden in Offenbarung 12 insgesamt alle Mächte, die im Auftrag Satans gegen Gottes Gemeinde gekämpft haben, unter dem Bild des Drachen dargestellt, aber insbesondere das römische Reich. Und hier in Offenbarung 13 wird das etwas differenzierter, denn jetzt haben wir sozusagen all die verschiedenen Reiche, die gegen Gottes Gemeinde gekämpft haben, genauer ausgeführt, nämlich das ist konkret dann Babylon und Medopersien und Griechenland, das vorher so ein bisschen allgemein in Offenbarung 12 noch zusammengefasst war. Ein Mittel, das wir in Offenbarung oft finden, dass Dinge dann mit fortschreitenden Kapiteln immer feiner ausdifferenziert werden, nachdem sie, nachdem vorher erstmal so die grobe, klare Linie erstmal gezogen worden ist.

[22:09] Und so können wir jetzt hier in Offenbarung 13 sagen, dass hier in Offenbarung 13 jetzt der Drache sich spezifisch auf das römische Reich bezieht. Wir sehen, dass hier in Offenbarung 13 Vers 2 der Drache als Nachfolger – oder anders gesagt, dass das Tier, das hier in Offenbarung 13 beschrieben wird, der Nachfolger des Drachen ist, denn es bekommt ja seinen Thron und seine Kraft und seine große Vollmacht vom Drachen, das heißt vom römischen Reich, direkt übergeben. Und damit kann niemand anders als das Papsttum gemeint sein.

[22:40] Und zwar ist hier nicht einfach die katholische Kirche gemeint. Wir werden dazu noch später kommen, auch über Offenbarung 17 noch sprechen werden, wahrscheinlich nächste Woche, dass es dort eine Differenzierung gibt auch zwischen der Kirche und dem Kirchenstaat auch als politische Macht. Die Kirche gab es schon vor dem Auftreten des Papsttums als politischer Macht und auch dann, als das Papsttum zwischenzeitlich keine Rolle gespielt hat. Hier in Offenbarung 13, denke ich, ist beides auch noch mitzudenken. Offenbarung...

[23:10] beides auch noch mitzudenken. Offenbarung 17 wird das dann genauer differenziert, aber wichtig ist hier für unsere Zwecke natürlich, dass es hier natürlich vor allem jetzt auch um das politische Reich des Papstes, die politische Macht des Papsttums geht, das vom römischen Reich, die Hauptstadt, das heißt Rom, als auch das gesamte Rechtssystem oder sehr viele Anleihen aus dem Rechtssystem übernommen hat. Seit dem vierten Jahrhundert haben römische Bischöfe Begriffe und Formen der römischen Kaisergesetze übernommen. Die sogenannten Reskripte haben ihren Vorherrschaft, ihren Anspruch auf die Vorherrschaft dadurch untermauert. Sie haben Titel der Päpste angenommen, wie z.B. Pontifex Maximus, und haben immer mehr das Machtvakuum ausgefüllt, das dadurch entstanden war, dass die Kaiser nicht mehr in Rom residiert haben, sondern an anderen Orten, dann im vierten Jahrhundert, vor allem auch in Konstantinopel.

[24:02] Interessant ist, dass dieses Tier aus diesen verschiedenen anderen Tieren, die wir aus Daniel 7 kennen, zusammengesetzt ist. Es vereinigt also verschiedene Aspekte der Weltreiche in sich. Babylon ist biblisch gesehen natürlich verknüpft mit der Rebellion gegen Gottes Gebot, sich zu zerstreuen und die Welt sozusagen wieder zu besiedeln, und auch bekannt in der gleichen Geschichte vom Turmbau zu Babel in 1. Mose 11 dafür, dass man durch eigene Werke, durch selbstgemachte Ziegel, einen Weg in den Himmel finden wollte. Eine sehr bildgewaltige Darstellung der Idee, dass man durch eigene Werke Erlösung finden möchte. Beides: die Rebellion gegen Gottes Gesetz und die Erlösung durch eigene Werke, sind ganz hervorstechende Merkmale der päpstlichen Theologie.

[24:51] Bei den Medern und Persern fällt nach Daniel 6, Vers 9, die Tatsache auf, dass die Gesetze, die dort gegeben worden sind, nicht widerrufen werden konnten. Das ist ein Prinzip, das sich in dem päpstlichen Denken der Unfehlbarkeit, wenn der Papst ex cathedra Definitionen des Glaubens ausspricht, gehalten hat und dort wieder aufgegriffen worden ist.

[25:16] Die Griechen sind nach 1. Korinther 1, Vers 22, bekannt gewesen für ihre Liebe zur Weisheit, für ihre Philosophie. Und die römisch-katholische Theologie entstand tatsächlich durch ein Verschmelzen biblischer Lehren mit griechischer Philosophie. Das begann schon ab dem zweiten Jahrhundert, als einige Kirchenväter anfingen, die christliche Lehre möglichst attraktiv für die neuplatonischen Philosophen darzustellen, um sie den Heiden besser zu erklären oder attraktiv zu machen. Hat natürlich dann im vierten Jahrhundert vor allem noch sehr zugenommen, als diese Vermengung von Heidentum und Christentum immer akuter wurde. Eine der wesentlichen Entwicklungen dabei war auch die Übernahme des heidnischen, unbiblischen Konzeptes von der Unsterblichkeit der Seele. Da haben wir das letzte Mal ausführlich drüber gesprochen.

[26:06] Offenbarung 13, Vers 5 bis 7: „Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate lang zu wirken. Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, um seinen Namen zu lästern und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen. Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation.“

[26:34] Dieses Tier ist identisch mit dem kleinen Horn, das wir aus Daniel 7 kennen, dort Vers 8, Vers 20, 21, 25. Wir haben die Lästerung, die wir auch in Daniel 7, Vers 25, haben. Dort sind es die großen Worte gegen den Allerhöchsten. Die katholische Kirche behauptet, dass Priester Sünden vergeben können. Und sie behauptet, dass Priester die Macht haben, durch ihre eigenen Worte die leblose Oblate in der Eucharistie in den realen Leib Jesu verwandeln zu können. Das ist nichts anderes als die Anmaßung schöpferischer Kraft. Beides zusammen ist ein doppelter Beleg dafür, dass hier göttliche Macht für sich selbst in Anspruch genommen wird und damit eine Gotteslästerung.

[27:22] 42 Monate entsprechend nach Offenbarung 11, Vers 2 und 3. Die Verse sind auch alle hier im Sendemanuskript angegeben: 1260 Tagen bzw. auch den dreieinhalb Zeiten oder Jahren in Offenbarung 12, Vers 6 und 14, sowie Daniel 7, Vers 25. Nach Hesekiel 4, Vers 6, ist ein Tag ein Symbol für ein Jahr. Das heißt, wir haben hier:

[27:58] 533 hatte Justinian, der oströmische Kaiser in Konstantinopel, den Papst zum Oberhaupt der Kirche per Gesetz erklärt. 536 hatte dann Papst Agapet in Konstantinopel den erstmaligen oder, anders gesagt, in Konstantinopel den dortigen Bischof abgesetzt. 150 Jahre lang hatten die Bischöfe in Konstantinopel sich als gleichwertig zum römischen Bischof gesehen, deswegen, weil früher in den ersten Jahrhunderten, also im zweiten Jahrhundert, um genau zu sein, und im dritten Jahrhundert der römische Bischof einen Ehrenvorrang hatte, weil er der, der das Oberhaupt oder besser gesagt, weil er der Bischof der Hauptstadt gewesen ist, allein deswegen, ja? Es gab keinen inneren theologischen Grund. Einfach er war der Bischof der Hauptstadt, war in der Nähe des Kaisers, und deswegen hat man auf ihn dann auch gerne besonders gehört, aber es gab keine Hierarchie in diesem Sinne. Und als dann Konstantinopel zur zweiten Hauptstadt wurde und dann immer wichtiger wurde auch als Rom, haben die Bischöfe in Konstantinopel gesagt: „Na ja, dann hätten wir jetzt auch dieses Vorrecht.“ Und dann im vierten Jahrhundert, in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts, beginnen die Bischöfe in Rom darüber nachzudenken, wie sie ihre Vormachtstellung erhalten können. Und dann erfinden sie diese Idee von der juristischen Sukzession von Petrus an direkt, und wollen dann begründen, dass irgendwie sie theologisch aus der Bibel ein Vorrecht hätten, eine Hierarchie begründen zu können. Und das ist besonders im Osten immer wieder ignoriert worden, bezweifelt worden, angegriffen worden. Als Papst Agapet 536 mit eigener Hand den dortigen Bischof absetzen darf, ist das sozusagen die de facto Anerkennung dessen, was Justinian drei Jahre zuvor ihm per Gesetz schon mal zugesichert hatte. Und die Zeit reicht uns hier nicht aus, noch mehr darauf einzugehen, was alles passiert ist. Aber Fakt ist: Agapet ist dort dann in Konstantinopel gestorben, und sein Botschafter Vigilius ist dann neuer Papst geworden, nachdem er schnell nach oben gegangen ist, dort den bereits gewählten Silverius hat absetzen lassen. Und als dann die Ostgoten, die zwischenzeitlich zurückgekommen waren, die die Stadt Rom belagert hatten, sich zurückgezogen hatten nach einem Jahr Belagerung, war im Frühjahr 538 tatsächlich Vigilius der erste Papst in Rom, der auch faktisch tatsächlich die Oberherrschaft über alle Christen hatte. Und das ist genau das, was in Daniel 7 steht, in Daniel 7 und dort Vers:

[30:45] 25: „Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeit und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.“ Also diese dreieinhalb Zeiten hängen damit zusammen, dass die gesamte Christenheit in seine Hand gegeben wird. Und tatsächlich 538 gab es den ersten, war zum ersten Mal ein Papst in Rom, der tatsächlich über diese Machtfülle auch real verfügte, nicht nur auf dem Papier, sondern demonstrativ gezeigt. Und genau von diesem Jahr 1260 Jahre später kommen wir in das Jahr 1798, als Papst Pius VI. vom französischen General Louis Alexandre Berthier gefangen genommen worden ist. Der Kirchenstaat wurde aufgelöst, und es entstand das, was hier in Offenbarung 13, Vers 3, als die tödliche Wunde bezeichnet wird: „Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet.“ Kirchenstaat aufgelöst, alle weltliche Macht des Papsttums annulliert. Die katholische Kirche existierte weiter, aber das Papsttum als Tier hatte eine tödliche Wunde bekommen. Diese Differenzierung ist dann auch wichtig, glaube ich, für Offenbarung 17. In Vers 6 lesen wir noch mehr über dieses Tier. In Vers 6 heißt es: „Verzeihung, Vers 6: „Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott.“ Das haben wir schon studiert. „Um seinen Namen zu lästern und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen.“

[32:10] Der Name Gottes steht für sein Wesen und seinen Charakter, damit auch für sein Gesetz. Das könnt ihr zu Hause mal nachvollziehen, wenn ihr Matthäus 12, Vers 21, mit Jesaja 42, Vers 4, vergleicht. Da wird das ganz deutlich, ähm, dass es dort um Gottes Namen, auch um sein Gesetz, um seine Lehre geht. Auch wenn man Offenbarung 14, Vers 1, anschaut, wo der Name Gottes an der Stirn ist, und sich dann anschaut, also das Siegel, das wir auch aus Offenbarung 7 kennen, was in Jesaja 8 steht, was an die Stirn, also womit wir versiegelt werden sollen, nämlich mit dem Gesetz Gottes. Und entsprechend 5. Mose 6, wo in Vers 4 bis 9 gesagt wird, dass die Zehn Gebote, die in Kapitel 5 dort wiederholt worden sind, als Erinnerungszeichen an die Stirn geschrieben werden sollen, dann macht das ganz deutlich. Es geht also um Gottes Charakter, um sein Gesetz, denn das Gesetz Gottes ist ja ein Transkript sozusagen, eine Transkription seines Charakters. Satan kämpft gegen den Charakter Gottes. Er behauptet, dass Gott nicht immer das Beste will. Er behauptet, dass Gott nicht immer die Liebe ist, oder er kämpft gegen das Gesetz Gottes. Und all das finden wir in der päpstlichen Theologie, wo der Charakter Gottes durch Lehren wie die ewig brennende Hölle und das Fegefeuer und durch Werksgerechtigkeit enorm verzerrt ist, und wo auch das Gesetz Gottes tatsächlich verändert worden ist. Das zweite Gebot ist entfernt worden, das vierte radikal verändert worden vom Sabbat auf den Sonntag, und das zehnte Gebot ist dann geteilt worden, damit es weiterhin zehn Gebote sein können. Gottes Gesetz identifiziert ihn als Erlöser und Schöpfer. Das macht die Sache ganz deutlich in 2. Mose 20. Und indem die katholische Theologie das Gesetz Gottes abschafft, und zwar insbesondere das zweite Gebot und das vierte Gebot, wo Gott als Schöpfer insbesondere auch dargestellt wird, ja? Also wo es darum geht, dass wir nicht das Geschöpf anbeten sollen im zweiten Gebot, dafür aber den Schöpfer im vierten Gebot, damit greift die päpstliche Theologie Gottes wahren Charakter und auch seine wahre Identität an. Und Lästerung gegen Gottes Namen ist damit auch eine Lästerung gegen den Sabbat, denn Name und Titel, das heißt: seine Identität von Gott, sie sind im vierten Gebot definiert.

[34:47] Die Lästerung gegen Gottes Zelt ist auch ganz eindeutig. In Hebräer 8, Vers 1, haben wir die klare Aussage, dass Jesus unser Hohepriester ist. Dort lesen wir in Hebräer Kapitel 8 und dort Vers 1 bis 5, ab Vers 1: „Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel, einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch.“ Nun, was macht Jesus dort? Er ist unser Hohepriester. Und das bedeutet für uns nach Vers 15 und 16 in Hebräer 4. Wir können Vers 14 lesen, Hebräer 4, Vers 14 bis 16: „Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde. So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.“ Wir dürfen zu Jesus kommen, wie wir sind, mit unseren Sünden und bei Jesus Vergebung, Gnade und Hilfe erhalten. In der päpstlichen Theologie dagegen schieben sich menschliche Priester und vermeintliche Heilige, die nach der Bibel tot in ihren Gräbern schlafen, jetzt zwischen den Sünder und Jesus. Und statt echter Sündenvergebung durch Gottes Gnade sollen die Menschen durch Werke Gott gnädig stimmen. Das Gesetz wird nicht ins Herz geschrieben, sondern verändert und gefälscht. Das heißt, der gesamte Evangeliumszusammenhang wird durch die päpstliche Theologie auseinandergerissen, verdorben, verändert. Das ewige Evangelium wird sozusagen durchlöchert, in Stücke gerissen, und es wird immer noch Evangelium genannt, aber es ist nicht mehr das wahre Evangelium. Es ist ein falsches Evangelium, vor dem die Bibel ausdrücklich warnt. Ich möchte das hier an dieser Stelle noch einmal betonen. Ich habe das schon öfter gesagt: Die Bibel warnt nicht vor dem Papsttum einfach, weil es böse Dinge getan hat. Das hat es sicherlich ohne jeden Zweifel. Eine ganze Reihe Geschichtsbücher sind voll davon, wenn man z.B. in die mittelalterliche Zeit schaut. Aber es gibt viele andere Mächte, die auch großen Einfluss in der Welt gehabt haben zu verschiedenen Zeitepochen, die schlimme Dinge getan haben, die in der Prophetie nicht vorkommen. Also weder die Mongolen werden erwähnt, noch wird das China von Mao erwähnt, oder die Sowjetunion des Stalin, oder das Hitler-Deutschland. All diese anderen Mächte sind böse und können mit der Bergpredigt als solches identifiziert werden. Bei dem Papsttum ist es so, dass es den Anspruch erhebt, Gottes Kirche zu sein, den Anspruch erhebt, nicht nur das Evangelium zu predigen, sondern der alleinige Weg zum ewigen Evangelium zu sein, die alleinige Tür quasi zu Jesus zu bilden. Und deswegen, weil damit das wahre Evangelium so sehr angegriffen wird und in seiner Ausbreitung behindert wird, weil die Menschen getäuscht werden, weil sie glauben, sie haben die Wahrheit, wo sie in Wirklichkeit schlimm getäuscht sind, deswegen warnt die Bibel immer wieder so ausdrücklich vor dem Papsttum. Es geht also um das Evangelium auch in Offenbarung 13.

[38:28] In Offenbarung 13 und dort Vers 7 lesen wir: „Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation.“ Die Heiligen sind Gottes Volk auf der Erde. Das macht die Bibel ganz deutlich. Schon im Alten Testament sagt Gott: „Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin.“ Das galt den Israeliten. Paulus nennt die Gläubigen in Korinth die Heiligen. Und Offenbarung 14, Vers 12, definiert die Heiligen. Das sind diejenigen, die den Glauben Jesu bewahren und seine Gebote bewahren. Das gesamte Mittelalter hindurch gab es solche Menschen. Wir denken an die Iroschotten, wir denken an die Albigenser, vor allem an die Waldenser, die Lollarden, die Nachfolger von Wycliff, die Hussiten, die Protestanten, die Hugenotten, die Puritaner und so weiter. Und sie alle sind mehr oder weniger intensiv durch das Papsttum oder ja, Menschen, die dem Papsttum gefolgt sind oder sich davon inspirieren ließen, verfolgt worden. Bis dahin entspricht der Bericht weitestgehend, oder dieses Kapitel weitestgehend, dem, was wir auch aus Daniel 7 kennen, mit einigen neuen Details, wie z.B. die Lästerung derer, die im Himmel wohnen. Das haben wir jetzt noch gar nicht genau angeschaut. Damit sind nämlich die Engel gemeint. Wesen, die mächtig sind, größer und stärker als die Menschen, die Gottes Willen tun und unterstützend den Menschen helfen, den Weg zu Gott zu finden. Die päpstliche Theologie hat aus diesen enorm starken und mächtigen himmlischen Wesen seltsam aussehende kleine Putten gemacht, die mit den biblischen Engeln nichts mehr gemein haben und eher eine Karikatur darstellen als eine Darstellung der biblischen Wahrheit.

[40:28] Was Offenbarung jetzt allerdings vor allem auch uns noch zeigt, ist etwas, was in Daniel 7 nur indirekt deutlich geworden ist, nämlich, dass nach der tödlichen Wunde es nicht für immer aus ist mit diesem Tier. Es heißt hier in Vers 3: „Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt. Die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach.“ Die tödliche Wunde, die der päpstliche Kirchenstaat 1798 sich erhielt, wird wieder heilen. Und wir lesen in Vers 8: „Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist von Grundlegung der Welt an.“ Die einzigen, die der Verführung des Tieres nicht erliegen werden, sind diejenigen, die im Buch des Lebens des Lammes stehen, diejenigen, die Jesus folgen und das wahre, das biblische, das ewige Evangelium bewahrt haben. Deswegen müssen wir das Evangelium studieren, wenn wir vor den Täuschungen der Endzeit bewahrt sein wollen. Es reicht nicht aus, geschichtliche Kenntnis über das Papsttum zu haben. Es reicht nicht aus, geheime Verstrickungen des Papsttums in Politik und Wirtschaft aufgedeckt zu haben. Wenn mein Name nicht im Buch des Lebens steht, kann ich noch so viel an Schandtaten in der Geschichte des Papsttums aufgedeckt haben, am Ende werde ich ihm trotzdem erliegen. Und deswegen muss unsere größte Priorität sein, die Priorität im Hinblick auf Offenbarung 13, uns noch näher an Jesus zu schmiegen, noch fester an ihn festzuhalten und mit unserem Leben zu zeigen, dass wir wirklich im Buch des Lebens stehen wollen und stehen bleiben wollen und dass wir dort nicht ausgelöscht werden, sondern dass wir mit Gottes Hilfe überwinden, dass wir das wahre Evangelium schätzen und deswegen auch vor dem falschen warnen.

[42:22] Vers 9: „Wenn jemand ein Ohr hat, der höre.“ Dieser Aufruf kommt von Jesus selbst in Matthäus bei den Gleichnissen. Matthäus 13, Vers 9, finden wir ihn. Wir finden ihn auch in den Sendschreiben an die Gemeinden immer und immer wieder. Und erinnert an das, was Gott schon in 5. Mose, in 5. Mose 4 und 5 und 6 gesagt hat: „Höre, Israel.“ Gott möchte, dass wir sein Wort nicht einfach nur als Fakten aufnehmen, sondern dass wir hinhören, was der Geist Gottes zu uns sagt. Es reicht nicht, wenn wir wissen, wann die tödliche Wunde gegeben worden ist und wann das Papsttum entstanden ist und wo die Bibeltexte stehen. Das ist wichtig, und wir müssen das wissen, aber es reicht nicht aus, sondern was wir brauchen, ist ein Hinhören auf das, was der Geist Gottes mir und dir sagt, damit wir im Evangelium rein und sauber stehen, dass wir wirklich von ganzem Herzen Jesus folgen und nicht unseren eigenen Ideen, nicht unseren eigenen Werken. Denn wenn wir das Papsttum kritisieren, aber in unserem eigenen Herzen einen Papst haben und nichts sagen lassen und selbst unsere Meinung für unfehlbar halten, wenn wir versuchen, Gott zu beeindrucken mit unseren guten Taten, dann ist unsere Kritik am Papsttum auch nicht wirklich effektiv.

[43:41] Vers 10: „Wenn jemand in Gefangenschaft führt, so geht er in die Gefangenschaft. Wenn jemand mit dem Schwert tötet, so soll er durchs Schwert getötet werden. Hier ist das standhafte Ausharren und der Glaube der Heiligen.“ Die Gefangennahme des Papstes im Jahre 1798 hat gezeigt, wie Gott es für die Verbrechen, die es begangen hat, zur Verantwortung zieht und auch noch vollends ziehen wird. Das werden wir dann in Offenbarung 16 sehen und auch in Offenbarung 19. Das Papsttum erleidet hier eine Strafe, die seinem Verbrechen entspricht, so wie das auch später in den Plagen passieren wird. Das Papsttum hat andere in die Gefangenschaft geführt. Es wird jetzt selbst ins Exil geschickt. Es hat die weltliche Macht, das heißt das Schwert, zu seinen Gunsten benutzt, und jetzt wird es durch die weltliche Macht, dieselbe, die sie beim Aufstieg auch stützte, gestürzt.

[44:41] Vielleicht ist es interessant, dass der Franken-König Chlodwig, der als erster germanischer Rex in Europa Katholik geworden ist und damit auch das Papsttum militärisch unterstützt hat, dass besser gesagt, dass Frankreich, das dann aus diesem Frankenreich entstanden ist, die Auflösung des Kirchenstaates 1798 befohlen hat. Matthäus 26 finden wir dieses Prinzip interessanterweise erwähnt von Jesus in Matthäus 26 und dort Vers 52. Dort heißt es: Es ist nicht der richtige Vers hier. Es ist Vers 52, Entschuldigung, ich habe mich gerade verlesen. Matthäus 26, Vers 52: „Da sprach er zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Platz; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.“ Petrus hat diese Lektion angenommen, aber diejenigen, die von sich behaupten, die Nachfolger von Petrus zu

[45:41] behaupten, die Nachfolger von Petrus zu sein, haben genau diese Lektion ignoriert und entsprechend die Strafe dafür erhalten.

[45:52] Und in der Zeit um 1798, als das Papsttum als Kirchenstaat seine tödliche Wunde bekommen hat – die Kirche als theologische Kirche hat weiter existiert, aber der Kirchenstaat hat seine Wunde erhalten, ist aufgelöst worden – in dieser Zeit kommt jetzt ein zweites Tier hervor.

[46:06] Das lesen wir in Offenbarung 13 Vers 11: „Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache.“

[46:19] Eine weitere Weltmacht um die Zeit von 1798, wie gerade erwähnt. Es kommt aus der Erde und damit nicht aus dem Meer, nicht wie Babylon, Medo-Persien, Griechenland und Rom und der Kirchenstaat. Es kommt also nicht aus dicht besiedelter Gegend, sondern aus einer sehr dünn besiedelten Gegend. Eine, die Erde hat ein wenig Wasser, sehr wenig Wasser. Es ist nicht unbedingt eine Wüste, aber es gibt da nicht viel Wasser in der Erde.

[46:43] Die USA entstehen auf einem nur sehr dünn besiedelten Gebiet, ohne Kampf gegen eine andere vorherrschende Weltmacht. Es ist die USA, die hier beschrieben wird. Wir werden das jetzt an den einzelnen Details sehr deutlich sehen. Es ist die USA, die die sozusagen die nächste Weltmacht mit globalem Anspruch gewesen ist, nachdem der Kirchenstaat von der Bildfläche erst einmal verschwunden ist.

[47:11] Es heißt ja hier, es ist wie ein Lamm, und damit hat es eine Ähnlichkeit zu Jesus. In der Offenbarung ist jeder Vers, in dem das Wort „Lamm“ vorkommt, eine Referenz auf Jesus, bis auf diesen Vers. Alle anderen Male, wo das Wort „Lamm“ in der Offenbarung vorkommt, ist es immer eindeutig Jesus. Das heißt, hier ist eine Ähnlichkeit zu Jesus, eine gewisse Parallele unverkennbar.

[47:38] Die USA sind ja von Protestanten gegründet worden, die Jesus in allem nachfolgen wollten. Der christliche, bibeltreue Glaube ist ein tragendes Element in der Gesellschaft der USA schon immer gewesen.

[47:53] Interessant ist jetzt aber, dass hier genauer steht: „Es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm.“ Und die Frage ist, also, wenn Hörner für Königreiche stehen, wie das Daniel 7 deutlich macht, was sind die beiden Königreiche, die Jesus entsprechen? Also, die wie Jesus, also wie bei Jesus sozusagen zwei Königreiche wie bei Jesus.

[48:15] Und wir wollen einmal Matthäus 22 dazu fragen, was Jesus hier dazu gesagt hat. Gab es zwei Königreiche, die Jesus anerkannt hat? Matthäus 22 und dort Vers 21.

[48:27] Da lesen wir, sie antworteten ihm – das ist die Geschichte, wo sie ihn nach der Steuerfrage und ihm eine Steuermünze auf sein Verlangen dann zeigen – und dann heißt es hier in Vers 21: „Sie antworteten ihm: Des Kaisers.“ Das ist die Antwort auf die Frage, wessen Aufschrift und Bild auf der Münze zu sehen ist. Da spricht er zu ihnen, also Jesus: „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“

[48:55] Jesus hat zwei rechtmäßige Königreiche auf dieser Erde mit ihrem jeweils eigenen Bereich anerkannt: Gottes Königreich und die weltliche Macht zur Aufrechterhaltung der staatlichen Ordnung.

[49:11] Beide Königreiche sollen vom Gläubigen Achtung angemessen behandelt werden. Sie sollen aber getrennt voneinander gehalten werden. Deswegen lehrt die Bibel, dass wir Steuern zahlen sollen. Steuern ist unsere Form der Anerkennung der weltlichen Macht, die dafür sorgt, dass es Straßen gibt, die dafür sorgt, dass es Bildung gibt, die dafür sorgt, dass also Bildungseinrichtungen gibt, dafür sorgt, dass die Versorgungslage gewährleistet ist, die für Sicherheit sorgt oder sorgen soll.

[49:54] Für diese Aufgaben gebührt auch einem Staat, der weit vom Ideal eines guten Staates, zum Beispiel dem Römischen Reich, Gebühren in Steuern. Paulus macht das ganz deutlich, Jesus macht das ganz deutlich, selbst dann, wenn es sich um eine Besatzungsmacht handelt, wie das bei den Römern hier im Falle von Judäa der Fall gewesen ist.

[50:18] Was der Staat nicht darf, ist ein Eingreifen in die Gewissensfragen, in die religiösen Fragen, die jeder Mensch alleine zwischen sich und Gott entscheiden darf und soll. Deswegen lehrt Jesus hier eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Die Kirche darf den Staat niemals benutzen, um ihre eigenen spezifischen Glaubensansichten anderen aufzudrücken, weil Gott grundsätzlich dagegen ist, dass Glaube per Zwang durchgesetzt wird.

[50:53] Auf der anderen Seite darf der Staat auch seine Machtmittel nicht benutzen, um Menschen an der Ausübung einer bestimmten Religion, ganz gleich ob die in den Augen des Staates jetzt sinnvoll ist oder vielleicht eher nicht so sinnvoll, zu hindern. Das darf der Staat nicht.

[51:09] Die USA nun sind das Paradebeispiel für eine exemplarische Trennung zwischen Kirche und Staat, ganz eindeutig und klar in der Verfassung verankert. Und in diesem Sinne tatsächlich wie ein Lamm, wie Jesus.

[51:25] Doch wenn wir Offenbarung 13 weiterlesen, stellen wir etwas Erstaunliches fest. In Offenbarung 13 und dort Vers 11: „Es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache.“

[51:40] Nur das Reden einer Nation, das ist nicht die Ansprache eines Präsidenten. Also, wenn der Joe Biden eine Rede hält, ist das nicht das Reden der USA, sondern die USA, eine Nation, redet als Ganzes durch die Gesetze, die in der ganzen Nation gelten.

[51:56] Hier wird also gesagt, dass, obwohl es zwei Hörner wären, obwohl nach der Verfassung Kirche und Staat getrennt sein müssen, Gesetze erlassen werden, die im maximalen Kontrast zum Erscheinungsbild stehen. Das erinnert uns auch an die falschen Propheten in Matthäus 7 Vers 15, wo Wölfe im Schafspelz daherkommen. Deswegen wird diese Macht hier, dieses zweite Tier, dann später in Offenbarung 19 auch eindeutig als der falsche Prophet genannt. Wir haben auch schon Offenbarung 16 entsprechend gesehen.

[52:32] Satans Kampf richtet sich in Offenbarung 12 Vers 7 und 17 gegen Gottes Gesetz. Er kämpft gegen Michael, denn Michael ist „so wie Gott“. Und wie ist Gott? Gott ist die Liebe. Gott ist das, immer seine Liebe ist gesetzmäßig. Satan hat gegen Gottes Gesetz gekämpft. Er kämpft in Vers 17 von Offenbarung 12 gegen Gottes Gebote haltende Übrige, gegen die, die Gottes Gesetz halten. Er kämpft gegen das Gesetz.

[52:55] Wenn also hier die USA wie ein Drache reden, werden Gesetze erlassen werden, die gegen Gottes Gesetz gerichtet sind. Und dazu gibt es Verführung in Vers 13.

[53:11] In Vers, erstmal noch Vers 12: „Und es übt alle Vollmacht des ersten Tieres aus vor dessen Augen und bringt die Erde und die auf ihr Wohnenden dazu, dass sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde.“

[53:23] Wir sehen ja also, wie ähnlich wie der Kirchenstaat im Mittelalter eine über seinen eigenen tatsächlichen politischen Territorialstaat hinausgehende Wirkung gehabt hat. Ja, also der Papst hat ja nicht nur in seinem eigenen Land regiert, sondern hat großen Einfluss auf sämtliche Länder dort im Mittelmeerraum, also vor allem in Europa gehabt und dann über diese Mächte auch in die ganze Welt, als es dann mit den Kolonien begann in der Zeit der Renaissance.

[53:52] Die gleiche Art und Weise haben die USA einen kulturellen Einfluss weit über die eigenen Staatsgrenzen hinaus. Sie üben dieselbe Vollmacht aus wie das erste Tier. Und das erste Tier heilt von seiner Wunde. Und die USA werden also hier, das sagt die Offenbarung ganz deutlich, immer mehr dazu führen, auch das Papsttum wieder zu der Rolle zurückzubringen, die es einmal gehabt hat.

[54:16] In Vers 13 heißt es: „Und es tut große Zeichen, so dass es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen lässt vor den Menschen.“

[54:27] Das sind die falschen Wunder, vor denen Jesus schon in Matthäus 24 Vers 24 gewarnt hat. Das lesen wir nur ganz kurz als Erinnerung. Matthäus 24 und dort Vers 24 heißt es: „Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“ Genau das ist der falsche Christusse und falsche Propheten.

[55:00] Es ist interessant, dass das erste Tier der Antichrist ist. Hier aus der Erde ist der Antichrist, der sich an die Stelle von Christus setzt und ja, sich als Stellvertreter Christi ausgibt und Dinge, die Christus allein zukommen, nämlich Vergebung der Sünden, für sich in Anspruch nimmt, ist der Antichrist ein falscher Christus. Und das zweite Tier ist der falsche Prophet.

[55:24] Also, Jesus warnt explizit auch vor den Mächten, die in Offenbarung 13 beschrieben sind. Wenn wir also in Offenbarung 13 vor dem Papsttum und der USA, dem abgefallenen Protestantismus, der durch die USA seine politische Macht bekommen wird, wie wir noch sehen werden, wenn wir vor denen warnen, dann folgen wir nur dem Aufruf von Jesus in Matthäus 24.

[55:52] Vers 14: „Und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor dem Tier zu ihm gegeben sind.“ Das ist das Gleiche, was dann später in Offenbarung 19 vom falschen Propheten gesagt wird. „Und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, deswegen ist also das zweite Tier hier der falsche Prophet, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dass sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat, also dem ersten Tier, dem Papsttum, und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen.“

[56:23] Nun, wie wir gesehen haben in Matthäus 22, ist das Bild des Kaisers eine Abbildung des originalen Herrschers. Demzufolge ist das Bild des Tieres ein Abbild des Kirchenstaates, ist eine Verbindung von Kirche und Staat. Das heißt, die USA werden genau das kopieren, was eigentlich nach ihrer Verfassung das ist, was am allerweitesten von ihnen entfernt ist, nämlich die Verbindung von Kirche und Staat.

[56:48] Genau dort, wo nach dem First Amendment, dem ersten Zusatzartikel der Verfassung, Kirche und Staat strikt zu trennen sind, dort wird ein neuer Kirchenstaat entstehen, so wie das in dem im Vatikan, im römischen Kirchenstaat, besser gesagt, schon im Mittelalter über lange Zeit so gewesen ist.

[57:12] Und wer die jüngsten Entwicklungen in den USA mitverfolgt, wer sieht, wie stark der Präsidentschaftskandidat Donald Trump sich an die Evangelikalen hält und die ihn quasi fast wie einen Messias feiern, der ahnt, dass wir hier schon sehr nahe an der Erfüllung dieser Dinge sind.

[57:34] Die Bibel sagt nicht, welche politische Partei am Ende dort diese Dinge durchführen wird. Das ist nicht unsere Sache, wir halten uns aus der Politik heraus. Aber wir stellen fest, dass es in bestimmten Teilen der USA – und damit sind nicht irgendwelche Randgruppen gemeint, sondern breiteste Schichten der Gesellschaft, die für jede Wahl absolut entscheidend sind – dass diese Schichten der Gesellschaft mittlerweile sehr stark auf eine Vermengung von Kirche und Staat dringen, wie sie in dieser Intensität selbst in den letzten Jahrzehnten, wo wir schon einiges gesehen haben diesbezüglich, man denke an George W. Bush zum Beispiel, ohne Beispiel sind. Es ist wirklich ohne Beispiel.

[58:14] Und es wäre vielleicht mal an der Zeit, sich darüber wieder ein bisschen genauer ein Bild zu machen, was dort in den USA momentan diesbezüglich läuft und wie sehr viele Christen mittlerweile sich danach sehnen, durch Staatsmacht ihre besonderen religiösen Überzeugungen dem ganzen Staat, den ganzen USA, aufzudrücken. Das ist genau das, was hier vorhergesagt wird, und es wird nicht nur ein Wunsch bleiben. Nach der Offenbarung wird das so kommen, und deswegen müssen wir darauf vorbereitet sein.

[58:43] Das Bild des Tieres bedeutet also, dass in den USA Kirche und Staat so miteinander verschmolzen werden, dass es sich um eine Art Kirchenstaat handeln wird, so wie zuvor im Mittelalter der Vatikan. Und der US-amerikanische Kirchenstaat wird dann auf die gleiche Art und Weise Einfluss auf die ganze Welt nehmen, so wie es der mittelalterliche Kirchenstaat auf die mittelalterliche Welt getan hat, um eine falsche Version des Evangeliums allen Nationen zu bringen. Siehe Offenbarung 16.

[59:12] Und deswegen warnt die Bibel auch hier so deutlich. Und ich möchte an dieser Stelle nur ganz kurz noch einmal darauf hinweisen: Ich habe das letztes Jahr schon getan. Dieses Szenario der Bibel, das biblische Endzeitszenario, so wie es Offenbarung 13 eindeutig aus der Bibel heraus begründbar präsentiert, unterscheidet sich ziemlich deutlich, recht deutlich, von dem, was heute in vielen säkularen, zum Teil recht gottlosen, unbekehrten, alternativen Medien unter dem Begriff der „Neuen Weltordnung“ verbreitet wird, wo angeblich kommunistische, das heißt gottlose, Eliten eine Art globalen Polizei- und Überwachungsstaat gegen die eigenen Bürger errichten wollen.

[59:56] Offenbarung 13 beschreibt nicht Kommunisten, die in einer Verschwörung das eigene Volk ausrotten wollen. Offenbarung 13 beschreibt christliche, vorgeblich christliche Mächte, den Vatikan und die USA, die unter dem Einfluss Satans nicht die eigene Bevölkerung ausrotten wollen, sondern, wie wir noch sehen werden, angestiftet von der eigenen Bevölkerung im Fall der USA, Gesetze erlassen gegen Gottes Übrige, die die Gebote Gottes halten.

[1:00:34] Die Tatsache, dass es heute viele Menschen gibt, die diese alternativen, säkularen Ideen aufgreifen, ohne nur ein geringstes Zeichen der Bekehrung zu zeigen, und die Tatsache, dass diese Theorie oft mit unchristlichen Inhalten und unbiblischen Ideen vermengt wird, sollte jedem ernsthaft Gläubigen zeigen, dass diese Theorie nicht Teil des ewigen Evangeliums ist, sondern eine von vielen weltlichen Theorien, die wir nicht mit dem kostbaren prophetischen Wort vermischen dürfen.

[1:01:06] Wir dürfen nicht unter dem Deckmantel, dass wir für Offenbarung 13 sind, Theorien fördern und verbreiten, die Offenbarung 13 eigentlich unterminieren und durchlöchern. Das dürfen wir nicht, und es ist Zeit, dass wir damit aufhören, Buße tun, uns bekehren und falsche Theorien, gottlose Theorien, die nicht dem Wort Gottes entsprechen, beiseitetun und wieder ganz und alleine dem Wort Gottes folgen, so wie wir es bekommen haben, so wie es uns durch die Inspiration bestätigt worden ist, das und zwar in vollem Umfang, ohne Abstriche und ohne weltliche Zusätze, die das niemals stärken werden, sondern immer schwächen.

[1:01:47] Wir haben die Bibel, um die Nachrichten zu erklären, nicht die Nachrichten, um die Bibel zu erklären.

[1:01:54] Wir haben gesehen, die Verführung der Endzeit wird heftig sein. Jesus sagt explizit in Matthäus 24 und dort Vers 24, dort sagt er: „Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“

[1:02:17] Der einzige Schutz, den wir haben, wirklich der einzige Schutz, ist, dass wir alles an der Bibel prüfen. Jesaja 8 Vers 20: „Zum Gesetz und zum Zeugnis! Wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot.“

[1:02:40] Ja, ganz am Ende, ganz am Ende wird es tatsächlich für eine sehr kurze Zeit eine Vereinigung aller politischen, wirtschaftlichen – das sagt Offenbarung 18 deutlich – und religiösen Mächte geben, gegen Gottes Volk. Nicht gegen die Weltbevölkerung, sondern die wird mitmachen gegen Gottes Volk.

[1:03:00] So wie einst kurzzeitig Herodes und Pilatus, Sadduzäer und Pharisäer, Juden und Römer am Tag der Kreuzigung sich gegen Jesus verbündet haben, so werden sich am Ende alle gegen Gottes gebotehaltendes Volk verbinden. Offenbarung 17 Vers 13: „Diese haben einen einmütigen Sinn und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem Tier.“

[1:03:22] „Diese werden mit dem Lamm, mit Jesus, Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen, denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige, und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.“

[1:03:37] Diejenigen, die ihren Bund mit Jesus festhalten werden, siegen, weil Jesus der Sieger ist.

[1:03:45] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du die biblische Prophetie studieren? Möchtest du die biblische Wahrheit annehmen, so wie sie uns gegeben ist, ohne Abstriche, um sich der Ökumene anzubieten, ohne Zusätze, mit denen man sich vielleicht irgendwelchen alternativen Medien anbiedern will, sondern so präzise und klar und tiefgründig und biblisch, wie sie uns von Gott gegeben ist, in all ihrer Schönheit, all ihrer Feierlichkeit, all ihrer Klarheit?

[1:04:15] Möchtest du die Dreiengelsbotschaft so studieren, Glauben ausleben und weitergeben, vor dem Papsttum und dem abgefallenen Protestantismus durch die USA, der durch die USA wirken wird, vor diesen beiden warnen, weil sie ein falsches Evangelium in der Welt verkündigen und dass die Verkündigung des ewigen Evangeliums versuchen aufzuhalten? Und möchtest du davor warnen, indem du selbst das ewige Evangelium hochhältst, Jesus zum Zentrum deines Denkens machst, dich vom Heiligen Geist erfüllen lässt, indem du das Evangelium nicht nur predigst, sondern selbst im Alltag auslebst? Ist dein Wunsch?

[1:05:05] Gott segne dich! Lass uns diesen Wunsch mit einem Gebet bekräftigen.

[1:05:11] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns dein Wort geschenkt hast. Danke, dass du in deinem Wort zu uns sprichst und dass es uns Klarheit bringt über das, was in der Zukunft passiert. Danke, dass wir die Wahrheit verstehen können, wie sie in dir ist, und bitte bewahre uns vor Irrtum. Bewahre uns davor, die prophetische Wahrheit zu verwässern, sei es durch liberale Bibelkritik oder dadurch, dass wir die Ideen und Theorien unbekehrter Menschen ungefragt und ungefiltert in die Prophetie mit hineinbringen und damit alles durcheinanderbringen.

[1:05:50] Herr, wirke du an meinem Herzen und an jedem einzelnen von uns, dass wir uns selbst hinterfragen, alles, was wir denken, fühlen und handeln, an den Altar legen und für deine Botschaft brennen, weil es deine Botschaft ist. Herr, hab Dank, dass du uns dein Wort gegeben hast und dass jeder von uns verstehen darf. Und mach uns zu Menschen, die deswegen vor dem falschen Evangelium warnen, weil sie das echte, biblische, ewige Evangelium höchst attraktiv durch deine Kraft in dieser Welt vorleben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:06:30] Nächste Woche werden wir weiter studieren. Wir werden sehen, wie dieser kommende Konflikt sich in der Endzeit auswirken wird. Wir werden weiter die letzten Verse von Offenbarung 13 im Detail anschauen, und wir werden dann sehen, wie das alles zu Ende geht, vor allem auch, was Gott für sein Volk in der letzten Zeit verheißen hat. Das wird sehr spannend werden. Ich lade euch ein, dann wieder unbedingt dabei zu sein. Bis dann, ich wünsche euch Gottes reichen Segen. Wir wünschen euch viel Freude beim Studium seines Wortes und der Adventbotschaft.


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