Veröffentlicht am
447 Klicks

Manuskript zur Sendung   >>>CSH_Manuskript_2024 2nd Nr 2<<<

In dieser Folge der „Christ Study Hour“ beleuchtet Christopher Kramp die zentrale Frage nach Liebe oder Egoismus, ausgehend von Jesu Weinen über Jerusalem. Er erklärt, wie die Prophezeiungen Daniels die Zeit des Messias und die Zerstörung des Tempels vorhersagten, und betont die Bedeutung, Jesus persönlich zu kennen. Die Folge beschreibt die Entstehung der frühen christlichen Gemeinde nach Jesu Himmelfahrt als ein Abbild des Himmels auf Erden, das durch selbstlose Liebe und Fürsorge wächst und Satans Angriffe abwehrt.


Weitere Aufnahmen

Serie: CSH 2024 Q2 - Vom Schatten zum Licht

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:05] [Musik]

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer auch ein herzliches Willkommen an alle Zuschauer auf dem Sender "Das Wort" zur zweiten Folge unserer neuen Christ Study Hour Serie über das Thema des großen Kampfes zwischen Licht und Finsternis, zwischen Gerechtigkeit, Liebe, Gnade und Sünde, zwischen Christus und Satan.

[1:12] Diese Thematik basiert auch auf dem Buch "Vom Schatten zum Licht" mit der heutigen zweiten Folge unter dem Thema "Die zentrale Frage: Liebe oder Egoismus?", mit der wir uns auf das Bibelgespräch am 13. April vorbereiten wollen. Dabei werden wir auch im Hintergrund die ersten beiden Kapitel, Kapitel 1 und 2, dieses Weltbestsellers "Vom Schatten zum Licht" mit durchdenken, aus der Bibel, aus der biblischen Perspektive, aus der historischen Perspektive. Und es wird dabei insbesondere um die ersten Jahrhunderte, die ersten Generation der christlichen Kirche gehen.

[2:01] Wir wollen entdecken, wie nachdem Jesus auf der Erde gewesen ist, durch sein Leben, seine Lehren, seinen Tod und seine Auferstehung und seine Himmelfahrt, Menschen als Volk zusammengeführt hat, die auf seiner Seite des großen Kampfes stehen. Und wie dieser Kampf dann auch um diese Gemeinde durch die Jahrhunderte getobt hat. Das werden wir in dieser und den nächsten Folgen uns gemeinsam anschauen.

[2:34] Wie immer wollen wir mit einem Gebet starten, und ich lade auch dich, lieber Freund, liebe Freundin, ein, dass du mit uns gemeinsam zusammen betest. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir dein Wort haben und dass wir auch in die Geschichte schauen können und aus der Geschichte deines Volkes viele wertvolle Lektionen auch für unsere Zeit, in der wir jetzt leben, lernen können. Herr, wir möchten dich bitten, dass du zu unserem Herzen sprichst, dass du unser Lehrer bist. Du hast versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich, weil es dein Wort ist und deine Herrlichkeit und deine Kraft. Wir wollen dir die Ehre geben und danken dir für die Zeit, die wir jetzt mit dir im Besonderen verbringen dürfen, im Studium deines Wortes. Segne uns, wir haben dich lieb. Im Namen Jesu. Amen.

[3:34] Wir wollen unser Studium beginnen in Lukas Kapitel 19 und dort ab Vers 41. Wir lesen dort über Jesus: "Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie."

[4:10] Jesus sah Jerusalem. Jerusalem sah schön aus, groß, prächtig, ein echtes Weltwunder sozusagen, auch wenn es nie in die antiken Listen geschafft hat. Aber der Tempel war der Stolz des ganzen jüdischen Volkes, eine der absoluten touristischen Attraktionen im gesamten römischen Reich. Die Schönheit dieser Stadt, des mächtigen Tempels, war berückend. Und Jesus sah diese Stadt, aber im Gegensatz zu denen, die um ihn herum standen und die voller Hoffnung und Vorfreude darauf warteten, dass Jesus in genau diesem Jerusalem jetzt den Thron Davids besteigen würde, um als irdischer König die Römer zu besiegen und andere Feinde zu besiegen und das Volk Israel zu einem Weltreich zu machen – im Gegensatz zu den Menschen um ihn herum, auch seinen engen Freunden, die all das erhofften und auch erwarteten, weinte Jesus über Jerusalem.

[5:22] Das heißt, er weinte über sie und sprach (Vers 42): "Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen." Jesus wünscht sich etwas. Er wünscht, dass diese Stadt gerettet werden kann, aber er sieht, dass sie nicht wollen. Und er, der König des Universums, kann sie nicht gegen ihren Willen retten. Und das bricht ihm förmlich das Herz.

[6:05] Vers 43: "Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufschütten, dich ringsum einschließen und auf allen Seiten bedrängen werden. Sie werden dich dem Erdboden gleichmachen, auch deine Kinder in dir, und in dir keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast."

[6:26] Das Wort "Heimsuchung" hat für uns heute so einen negativen Touch, aber in Wirklichkeit bedeutet es nichts weiter, als dass jemand uns zu Hause, im Heim, aufsucht. Wann immer Gott den Menschen nahe kommt, dann ist das eine Heimsuchung. Und je nachdem, ob wir seine liebende Hand ergreifen oder ablehnen, sind die Resultate gänzlich verschieden. So war Gottes Heimsuchung in Ägypten für die Israeliten der Tag der Befreiung, für die Ägypter, die ihn ablehnten, dagegen ein Tag des Gerichtes und des Unterganges.

[7:15] Jesus hatte sein Volk zu Hause aufgesucht. Er war zu ihnen gekommen, buchstäblich war Mensch geworden, hatte sich in ihre Straßen begeben, unter sie gemischt, hatte auf ihren Marktplätzen gelebt, auf den Wiesen und Feldern gelehrt, die Synagogen besucht. Er war zu ihnen nach Hause gekommen. Sie hatten nicht erkannt, dass Gott sie besucht hatte.

[7:41] Von Anfang an ist Jesus von den Obersten des Volkes abgelehnt worden. Schon ungefähr zwei Jahre zuvor, als er zum ersten Mal vor den Hohen Rat, den Sanhedrin, gestellt worden ist, weil er am Sabbat einen Menschen nach – nein, Verzeihung – 38 Jahren Krankheit geheilt hatte, lesen wir in Johannes 5, Vers 39 und 40, wie Jesus in seiner Rede vor den Obersten folgendes sagt: "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben. Und sie sind es" – er meint die biblischen Schriften, damals ja noch des Alten Testamentes – "und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen."

[8:27] Ja, die Schrift, die Bibel, ist entscheidend, um ewiges Leben haben zu können. Aber das Leben kommt nicht aus dem Buch. Es kommt von dem, von dem das Buch berichtet. Wer die Bibel studiert, muss auch zu Jesus kommen. Es reicht nicht, dass wir Bibelgelehrte sind und Jesus nicht kennen oder vielleicht sogar ablehnen. Eine furchtbare Täuschung, wenn man die Bibel gut kennt, aber ohne Jesus lebt.

[9:02] Die Israeliten zur Zeit von Jesus, viele von ihnen kannten die Bibel sehr gut, aber sie lehnten den, der die Bibel inspiriert hat und der der Inhalt der Bibel ist und auf den die Bibel auf allen Seiten hinwies, ab. Ich glaube, das wird auch am Ende der Zeit geschehen. Menschen werden sich Christen nennen, Menschen werden behaupten, zu Gottes Volk zu gehören und doch Jesus, so wie ihn die Bibel offenbart, ablehnen.

[9:32] Und so hat Jesus dann wiederum, jetzt zwei Jahre später, bei seinem letzten Besuch in Jerusalem, kurz bevor er gefangen genommen worden ist und dann gekreuzigt worden ist, den Untergang Jerusalems vorhergesagt. In Matthäus 23 und dort Vers 37 und 38 lesen wir: "Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen!"

[10:05] Auch hier sehen wir die Sehnsucht, die Jesus hatte, um diese Stadt zu retten. "Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt." Wir sehen hier Gottes Wunsch, wir sehen auch seine Barmherzigkeit, wir sehen seine Geduld. Er sagt "wie oft", aber wir sehen auch die Begrenzung Gottes. Gottes Allmacht kommt an dem freien Willen des geschaffenen Wesens an eine Grenze. Gott kann und will und wird kein geschaffenes Wesen gegen dessen ausdrücklichen Willen retten. Und das bricht ihm das Herz. Aber das ist der Preis echter Liebe.

[10:56] "Ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden." Das ist der Tempel. "Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!"

[11:10] Jesus kündigt die Verwüstung des Tempels an. Und es geht dann gleich weiter. Im Original gibt's natürlich keine Kapiteleinteilung, die eigentlich hier auch ein bisschen vielleicht unmotiviert ist. "Und Jesus trat hinaus und ging vom Tempel hinweg." Er hat im Tempel diese Weherufe, die das ganze Kapitel 23 ausfüllen, über die Pharisäer, die Schriftgelehrten, die Obersten, ausgesprochen, das Volk vor ihnen gewarnt. Und dann deutlich gesagt, dass dieser Tempel, in dem er das gesagt hat, verwüstet werden würde. Und er geht hinaus, und seine Jünger kamen zu ihm (in Vers 1, Matthäus 24), um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen.

[11:47] Also, Jesus hat gerade gesagt: "Dieser Tempel wird verwüstet werden, wird euch wüst zurückgelassen werden." Und er kommt hinaus, und seine Jünger kommen und sagen: "Schau mal hier, der Tempel! Was für ein tolles Gebäude!" Vielleicht hätten sie ein Selfie gemacht, wenn es damals schon Handys gegeben hätte.

[12:01] Aber Jesus war nicht beeindruckt von der Architektur des Tempels, die ja ohnehin nicht mehr wirklich dem entsprach, was Salomo oder auch der von Serubbabel gebaute zweite Tempel entsprach, sondern von Herodes mächtig und prächtig vergrößert worden ist, aber längst nicht mehr die Maße in allen Details so hatte, wie es dem himmlischen, also wie es dem biblischen Plan entsprochen hat.

[12:32] Jesus war nicht von den Architekten des Herodes begeistert. Er sagt – Jesus sprach zu ihnen: "Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird." Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm. Von dort kann man ja gut auf das Tempelgelände schauen. Und sprachen: "Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Welt sein?"

[13:04] Denn in ihrem Kopf war das Ende Jerusalems nichts anderes als das Ende der Welt. Denn wie soll sonst Jerusalem zerstört werden, wenn nicht am Ende der Welt? Und diese eigentlich doppelt gestellte Frage: "Wann wird Jerusalem zerstört, und wann ist das Ende der Welt, woran kann man es erkennen?", gibt Anlass für Jesus, auf beide Antworten, auf – Verzeihung – auf beide Fragen mit Antworten zu reagieren, die letztlich auf beide Ereignisse anwendbar sind, jeweils auf ihre Art und Weise.

[13:37] Mit anderen Worten: Der Untergang Jerusalems wird zu einem Bild für den Untergang dieser Welt. Der Untergang Jerusalems wird also zu einem, an dem wir sehen können, was jedem Menschen, egal welcher Nationalität, welcher kulturellen Identität, welcher Ethnizität, welchen Alters, passieren wird, wenn er dasselbe tut wie damals die Bewohner von Jerusalem, die sich brüsteten, sehr religiös zu sein, und auf der anderen Seite den, der das Wesen aller wahren Religion beinhaltet, Jesus Christus, ablehnen.

[14:37] Und in Vers 15 bis 20 gibt Jesus sehr konkrete Warnungen an seine Jünger. Wir sehen in den Versen vorher eine ganze Reihe von wichtigen Dingen, die wir heute aus Zeitgründen hier nicht im Einzelnen ausführen können. Es lohnt sich, das Einzelne im Einzelnen dann anzuschauen. Aber wir lesen ab Vers 15: "Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht – wer es liest, der achte darauf! – dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist. Wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, um etwas aus seinem Haus zu holen. Und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschehe."

[16:30] Wir müssen uns also etwas mit diesem Gräuel der Verwüstung auseinandersetzen. Und wir wollen zunächst einmal dorthin gehen, wo er in Daniel erwähnt wird, in Daniel Kapitel 9 und dort Vers 25. In Daniel – also Daniel 9, Vers 27 – dann aber wir beginnen Daniel 9, Vers 25. Und es heißt es so: "Wisse vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, bis zu dem Messias, dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit."

[17:07] 7 + 62 sind 69. 69 Wochen sind 483 Tage. Nach Hesekiel 4, Vers 6, ist ein Tag ein Jahr. Und der Anfangspunkt für diesen Erlass, das war der Erlass des Artaxerxes, nachzulesen in Esra 7, im Jahre 457 vor Christus. 483 Jahre in die Zukunft bringen uns in das Jahr 27, wenn man bedenkt, dass man vom Jahr -1 auf das Jahr 1, also vom Jahr 1 vor Christus in das Jahr 1, direkt übergeht.

[17:43] Und dort sollte der Messias auftreten. Und im Jahre 27 wurde Jesus getauft und gesalbt mit dem Heiligen Geist, wie es in der Apostelgeschichte Kapitel 10, Vers 38, steht: "Wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm."

[18:13] Zurück in Daniel 9 lesen wir weiter in Vers 26: "Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden." Der Messias würde sterben, und ihm wird nichts zuteil werden. Wir lesen weiter in Vers 27: "Und er wird mit den vielen einen festen Bund schließen."

[18:30] Da geht es darum, dass Jesus durch sein Leben, durch seine Lehre und durch seinen Tod und seine Auferstehung den seit Anfang an verheißenen Bund, den Gott seit Adam und Eva und dem Abraham und Mose immer wieder wiederholt hat und verheißen hat, dass er diesen Bund bekräftigt, bestätigt, juristisch sozusagen ratifiziert, indem Jesus all das einlöst, was Menschen schon 4000 Jahre lang im Glauben angenommen hatten, weil Gott es ihnen bis dahin versprochen hatte.

[19:05] Der Bund wird festgemacht. Das ist der neue Bund, den ihr in Hebräer 8, Vers 10 bis 12, im Detail nachstudieren könnt, auch Jeremia 31. "Er wird mit den vielen einen Bund schließen eine Woche lang." Das heißt vom Jahre 27 bis zum Jahre 34. "Und in der Mitte der Woche wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen." Die Mitte der Woche, das sind dreieinhalb Tage. Nach Hesekiel 4, Vers 6, ein Tag für ein Jahr.

[19:40] Dreieinhalb Jahre. Wir gehen davon aus, dass die Taufe Jesu im Herbst 27 stattgefunden hat und kommen dreieinhalb Jahre später auf das Frühjahr 31, als Jesus auf Golgatha für dich und für mich starb und als er dort von den Toten auferstand am dritten Tag und dann in den Himmel auffuhr.

[20:14] Und nach diesen Ereignissen haben seine Jünger einen besonderen Auftrag erhalten. Den lesen wir in Apostelgeschichte 1, Vers 8. Dort heißt es: "Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde."

[20:38] Der Auftrag an die Jünger von Jesus war einfach: "Gebt das, was ihr erfahren habt, in der Kraft des Heiligen Geistes, weiter. Und zwar dort, wo ihr seid, und dann in konzentrischen Kreisen bis ans Ende der Welt." Und Jesus hat in Matthäus 24, Vers 14, gesagt: "Wenn dieses Evangelium vom Königreich, vom Reich Gottes, gepredigt wird in der ganzen Welt, wenn es die Welt erreicht hat, dann wird er wiederkommen, dann wird das Ende kommen, dann ist die Ernte der Welt."

[21:15] In der Apostelgeschichte sehen wir dann, wie der Heilige Geist tatsächlich in Jerusalem ausgegossen wird. Wir haben die Zeit nicht, das gesamte Kapitel 2 zu lesen, aber dort wird der Heilige Geist ausgegossen. Symbol auch dafür, dass Jesus zeitgleich im himmlischen Heiligtum zum Hohenpriester gesalbt und damit auch zum Priesterkönig gemacht wird. Das hat zur Folge, dass die Botschaft von Jesus, dem gekreuzigten Jesus, mit prophetischer Vollmacht und Erfüllung der Prophetie, nämlich von Joel, von Petrus gepredigt wird. Und 3000 Menschen lassen sich taufen, nachdem das Wort Gottes ihr Herz durchdrungen hat und sie sich bekehrt haben.

[21:58] Die Gemeinde des Neuen Testamentes entsteht. Und diese Gemeinde ist sehr interessant, wenn wir uns den praktischen Alltag der Gemeinde anschauen. Das können wir in der Apostelgeschichte Kapitel 2 ab Vers 42 tun. Dort heißt es: "Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam und verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war. Jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens. Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden."

[22:55] Diese frühen Christen, diese Nachfolger Jesu, reflektierten die Liebe Gottes, die nicht zuerst an sich selbst denkt, die nicht das Ihre sucht, sondern die für den anderen da ist, die Gemeinschaft pflegt, die den Bedürftigen hilft, die in der Lehre bleibt, die Wahrheit festhält. Mit anderen Worten: Die Gemeinde in Jerusalem war wie ein Vorposten des Himmels in diesem Kampf zwischen Gut und Böse.

[23:36] Und das ist Gottes Gemeinde auf dieser Erde, inmitten dieses Krieges zwischen Licht und Finsternis, ist Gottes Gemeinde das Bollwerk für die Wahrheit, das Licht und das Evangelium in dieser Welt. Und je näher die Gemeinde mit Jesus zusammenlebt, je genauer sie sich an Gottes Wort hält, je mehr sie sich vom Heiligen Geist erfüllen lässt, desto klarer leuchtet das Königreich Gottes, wie es im Himmel existiert, durch die Gemeinde auf der Erde.

[24:13] Diese Fürsorge für die Kranken sehen wir auch bei der Heilung des Gelähmten, die man in Apostelgeschichte Kapitel 3 nachlesen kann. Es heißt hier in Apostelgeschichte 3 ab Vers 6: "Da sprach Petrus: Silber und Gold habe ich nicht. Was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi des Nazareners, steh auf und geh umher!" Und er griff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Da wurden sogleich seine Füße und seine Knöchel fest, und er sprang auf und konnte stehen, lief umher und trat mit ihnen in den Tempel, ging umher und sprang und lobte Gott. Und das Volk sah, wie er umherging und Gott lobte.

[24:49] Und wir sehen in Kapitel 4, Vers 4, wie die Gemeinde wächst: "Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig, und die Zahl der Männer stieg auf etwa 5000."

[25:00] Die ersten Versuche Satans, die Reinheit der Gemeinde zu korrumpieren, wie wir sie in Apostelgeschichte 5 durch den Betrug von Ananias und Saphira fassen können, diese ersten Versuche scheitern vollständig. Gott sorgt durch den Geist der Weissagung, durch das beherzte Eingreifen der Gemeindeleiter, durch Petrus, dafür, dass diese Attacke abgewehrt werden kann. Die Gemeinde wächst immer mehr. Und weil die Gemeinde ein Abbild des Himmels ist, in der Fürsorge für andere, in der selbstlosen Liebe, deswegen muss die Gemeinde sich auch organisieren, als sie so groß wird.

[25:41] auch organisieren, als sie so groß wird, dass man nicht mehr das alles einzeln überblicken kann. Wir lesen Apostelgeschichte 6, Vers 1 bis 7, dass als diese Aufgabe der karitativen Fürsorge für die Armen so groß wird, dass man sie nicht mehr so überblicken kann, dass dafür extra organisatorische Schritte notwendig sind. Der Himmel ist organisiert und auch die Gemeinde sollte organisiert sein, um bestmöglich Gottes Liebe in dieser Welt darzustellen. Interessanterweise war es die Organisation, die es möglich gemacht hat, wieder die Liebe Gottes richtig darzustellen. Heute gibt es einige, die der Meinung sind, Organisation wäre ein notwendiges Übel, eigentlich gar nicht notwendig und in Wirklichkeit eher hinderlich. Das ist falsch. Es war die fortschreitende, vom Geist Gottes geführte Organisation der Gemeinde, die dazu geführt hat, dass sie auch weiterhin ihrem Auftrag entsprechend die Liebe Gottes an alle weitergeben konnte, so wie es Gott sich gewünscht hatte.

[26:41] Und dann finden wir in Kapitel 7 die Steinigung des Stephanus. Dreieinhalb Jahre nach der Kreuzigung Jesu, dreieinhalb Jahre nach der Entstehung der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem. Das heißt, die sieben Jahre, diese letzte Woche aus Daniel 9, kommt an ihr Ende. Und mit der Steinigung des Stephanus beginnt die Mission unter den Nichtjuden. Wir sehen in Apostelgeschichte 8 – wir müssen das nicht alles lesen, wir können das hier zusammenfassen ab Vers 1 – wie durch die Steinigung des Stephanus es zu einer Verfolgung der Gemeinde kommt. Die Geschwister, die Gläubigen, fliehen außer den Aposteln in die umliegenden Gegenden und bringen das Evangelium mit sich. Unter ihnen wird auch jemand getauft in Samaria mit dem Namen Simon, ein ehemaliger Zauberer, der deswegen manchmal auch Simon Magus genannt wird, der sich zu Christus bekennt, getauft wird, aber dann kurze Zeit später zu erkennen gibt, dass er das Evangelium nicht wirklich verstanden hat, sondern er möchte die Kraft des Heiligen Geistes für Geld kaufen. Und wieder ist es Petrus, der mit beherztem Eingreifen ihn zurechtweist und deutlich macht, dass so ein Ansinnen und so ein Denken, so eine falsche Lehre in der Gemeinde keinen Platz hat. Wir sehen aber schon in diesen Fällen, Ananias und Saphira, Simon Magus, wie der Satan versucht, zunächst erfolglos, einen Fußspalt in die Gemeinde hineinzubekommen, um sich dort Raum zu verschaffen. Weiter in Apostelgeschichte 8 sehen wir die Taufe des Äthiopiers durch den Diakon Philippus, die erste Taufe oder der erste nichtjüdische Gläubige der urchristlichen Gemeinde, soweit wir das hier in dem Neuen Testament jedenfalls sehen können, der natürlich das Evangelium dann mit sich bringt und auch in Äthiopien gewirkt haben wird. Und dann in der Apostelgeschichte 10 finden wir die Taufe des Kornelius. Und dieses Ereignis öffnet dann Petrus die Augen, dass tatsächlich das Evangelium nicht nur den Juden, sondern auch den Heiden gepredigt werden soll, dass auch die Heiden erlöst werden können. Und dann brechen sozusagen immer mehr die Dämme. Einige der Geflohenen, die wegen der Verfolgung des Stephanus geflohen waren, die waren nach Phönizien gekommen, die waren nach Zypern gekommen, nach Antiochia am Orontes, der damals wohl zweitgrößte, jedenfalls eine der größten Städte des römischen Reiches. Und dort in Antiochia gibt es die ersten, jetzt ganz auch vermehrt und im größeren Umfang, mit den Nichtjuden, den Griechen dort und die Griechisch sprechenden, das heißt den Heiden, das Evangelium weitergeben. Und dort in Antiochia werden die Gläubigen zuerst Christen genannt. Das heißt in Vers 26: „Als er ihn, den Saulus, gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lehrten. Und in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.“ Der Name „Christ“ ist eigentlich ganz interessant. „Christiani“, dieses „-ian“ am Ende im Griechischen kommt eigentlich aus dem Lateinischen, wahrscheinlich eine lateinische Namensprägung, und wird im Lateinischen verwendet für Menschen, die sich einem Vorbild angeschlossen haben. Wenn es also einen berühmten Julius gab und jemand war ein Anhänger des Julius, ein politischer Anhänger des Julius, dann war er ein Julianus. Und in diesem Sinne haben die Römer also offensichtlich, nachdem sie Jesus umgebracht hatten, den Eindruck gewonnen, dass es Leute noch gab, die, obwohl Jesus ja als ein Aufrührer gekreuzigt worden war, immer noch zu ihm hielten, als seine Gruppe, seine Partei sozusagen, die für Jesus einstanden. Und sie nannten sie „Christiani“, die Christen, die Christus-Leute, die Parteigänger des Christus sozusagen. Mit anderen Worten, wenn wir uns politisch betätigen wollen, dann gibt es eine Partei, für die wir uns einsetzen sollen: Das ist die Partei von Jesus. Und die ist im Sinne der heutigen modernen Politik und auch der damaligen Politik im Grunde genommen eigentlich unpolitisch in dem Sinne, dass sie nicht einer bestimmten politischen Strömung folgt, sondern einzig und allein den Kernanliegen Gottes, dem ewigen Evangelium und dem Reich Gottes verpflichtet ist. Das ist unsere Partei. Und wenn wir heute auch in den Gemeinden mit vielen politischen Fragen konfrontiert werden, dann lasst uns im großen Kampf nur diese eine Partei kennen: Die Partei von Jesus, die Partei des Heiligen Geistes, die Partei Gottes, die Partei des Heiligen Geistes, die in diesem Buch der Bibel klar und deutlich beschrieben wird. Eine andere Partei sollen und brauchen wir nicht.

[31:57] Und dann lesen wir in Apostelgeschichte 12, Vers 24: „Das Wort Gottes aber breitete sich aus und mehrte sich.“ Wir sehen, wie tatsächlich das, was Jesus an, was er ihnen mitgegeben hatte, von Jerusalem an konzentrisch, wie sich jetzt nach und nach diese Wellen tatsächlich immer ausbreiten. Wir sehen dann in der Apostelgeschichte 13, wie durch die Führung des Heiligen Geistes Männer ausgewählt werden, nämlich Barnabas und Saulus, für die dann extra die Hände aufgelegt werden, für die gefastet und gebetet wird, damit sie hinausfahren und Gegenden erreichen, die bisher noch nicht erreicht worden sind. Die erste Missionsreise. Die beiden fahren dann mit ihrem Gefolge nach Zypern. Und so sehen wir, wie vom Heiligen Geist geführt – Mensch, wenn es allein an den Menschen gehangen hätte, es wäre vieles nicht so gekommen, wie es in der Apostelgeschichte steht. Man sieht ganz deutlich, wie der Heilige Geist es führt, wie er auch Schwierigkeiten wie die Verfolgung benutzt hat, nach dem Tod des Stephanus, um die Gemeinde weiter zu drängen, die vielleicht sich schon sehr gemütlich in Jerusalem eingerichtet hatte. Er benutzt verschiedene Wege, um das Evangelium in die Welt zu tragen, neue Felder zu erreichen. Wir sehen das in den Missionsreisen des Paulus. Wir sehen dann in der zweiten Missionsreise in der Apostelgeschichte 16 und dort in Vers 6 bis 10: „Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatiens durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewehrt, das Wort in der Provinz Asia zu verkündigen. Sie hatten also Pläne. Und Gottes Geist muss sie anders führen, weil Gott den Schlachtplan des großen Kampfes kennt. Als sie nach Mysien kamen, versuchten sie nach Bithynien zu reisen, und der Geist ließ es ihnen nicht zu. Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas. Und in der Nacht erschien dem Paulus ein Gesicht: Ein makedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: 'Komm herüber nach Makedonien und hilf uns!' Als aber dieses Gesicht gesehen hatte, waren wir sogleich bestrebt, nach Mazedonien zu ziehen, indem wir daraus schlossen, dass uns der Herr berufen hatte, ihnen das Evangelium zu verkündigen.“ Paulus hatte Pläne, auch nicht schlimm, wenn wir Pläne machen. Schlimm ist es, wenn wir die Pläne durchdrücken wollen gegen den Willen und die Führung des Heiligen Geistes. Paulus hatte sich immer wieder vorgenommen, nach Rom zu gehen, aber erst als der Heilige Geist es zum richtigen Zeitpunkt befand, dann konnte er, und unter anderen Umständen, als er gedacht hatte. Wichtig ist in diesem großen Kampf, dass der Heilige Geist uns führen kann, dass er unsere Schritte lenken kann, denn er weiß, wo gerade die nächsten Siege geschlagen werden können, wo die nächsten großen Auseinandersetzungen warten und wo wir unsere Zeit vergeuden würden oder wo unsere Anstrengungen verpuffen würden. Er weiß, wie wir die Gnadengaben, die Gott uns geschenkt hat, am gewinnbringendsten einsetzen können, wo und wann, auf welche Weise. Lasst uns täglich unser Leben in die Hände Gottes legen – nicht immer einfach, das weiß ich aus eigener Erfahrung – aber wenn wir das tun, dann führt Gott uns so, dass wir im Nachhinein sagen müssen: Gottes Führung ist wirklich die beste für mich und mein Leben.

[35:22] Das Evangelium erreicht Europa. Und so sehen wir, wie in der Apostelgeschichte Paulus irgendwann dann in Rom ankommt und die Apostelgeschichte abbricht, Lukas seinen Bericht nicht weiter fortsetzt. Wir kommen dann in die Zeit der 60er Jahre. Rom brennt. Kaiser Nero wird allenthalben beschuldigt, das Feuer selbst angezündet zu haben, um die Stadt schöner wieder aufzubauen. Stattdessen, so berichtet es zumindestens der Geschichtsschreiber Tacitus – ich denke, wir können ihm dort Vertrauen – beschuldigt die Christen. Nero beschuldigt die Christen stattdessen und will sie als Sündenböcke darstellen. Es kommt zur ersten größeren Christenverfolgung, die offensichtlich bei einigen Briefen des Neuen Testamentes, auch im ersten Petrusbrief, im Hintergrund zu stehen scheint. Paulus wird in diesem Zuge erneut verhaftet, nachdem er nach seiner ersten Verhaftung in Rom wieder freigekommen war und noch einmal Gemeinden besucht hatte. Und in 2. Timotheus Kapitel 2, Vers 9, hören wir den Paulus kurz vor seinem Tod, wie er sagt: „In dessen Dienst ich leide, erdulde sogar Ketten wie ein Übeltäter, aber das Wort Gottes ist nicht angekettet.“ Er muss sich von Nero verantworten, was er in Kapitel 4, Vers 16 von 2. Timotheus so ausdrückt: „Bei meiner ersten Verteidigung stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich. Es werde ihnen nicht angerechnet.“ Paulus kommt bis vor den Kaiser, bis vor den Augustus, bis vor den Imperator, den Mann, vor dem die ganze Welt zittert. Und das Evangelium breitet sich in Vollmacht aus. Kurz darauf stirbt Paulus als Märtyrer. Er sagt ja im selben Kapitel in Vers 6: „Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.“ Und Paulus ist nicht der einzige, der im Zuge dieser Christenverfolgung stirbt. Viele in Rom und sicherlich an anderen Orten lassen ihr Leben für den Glauben. Aber Gott ist ihre Stütze. Es heißt in Psalm 46, und dort Vers 2: „Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein Helfer, bewährt in Nöten.“ Gerade wenn die Not am größten ist, gerade wenn die Schwierigkeiten sich auftürmen, dann bewährt sich Gott als unser Helfer. In Jesaja 41, und dort Vers 10, Jesaja 41, Vers 10, heißt es: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Gerade dann, wenn wir auch wegen unseres Glaubens willen verfolgt werden, verspottet werden, vielleicht sogar physisch attackiert werden, so wie die Christen zur Zeit von Nero, dann dürfen wir diese Verheißung in Anspruch nehmen. Gott hat nie verheißen, dass es keine Schwierigkeiten geben wird. Er hat nie verheißen, dass wir nie in den feurigen Pfuhl geworfen werden, aber verheißen, dass er bei uns ist, dass er uns stärkt. Manchmal tut er Wunder, und manchmal besteht das Wunder darin, dass er uns bis zum Schluss die Kraft gibt, in Treue zu ihm zu stehen.

[39:04] Zurück zu Daniel Kapitel 9. Denn in diesen Jahren erfüllte sich, was hier am Ende von Daniel 9 geschrieben steht. Und das bringt uns wieder zu der Frage von dem Gräuel der Verwüstung. In Daniel 9, Vers 26b, heißt es: „Die Stadt, das heißt Jerusalem, aber samt dem Heiligtum, das heißt dem Tempel, wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören. Und sie geht unter in der überströmenden Flut. Und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstung.“ Und 27b: „Und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt, und zwar bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt.“ Gräuel der Verwüstung, die ankündigen, dass die Stadt und der Tempel zerstört werden. Im Jahre 66, genau in der Zeit, als die Christenverfolgung unter Nero ihren Höhepunkt hatte, wird Jerusalem zum ersten Mal belagert. Ein Aufstand war ausgebrochen, der jüdische Aufstand. Und Cestius Gallus, der sich dort in Syrien befand für die Römer, kam mit seiner Armee, belagert die Stadt Jerusalem und bricht dann die Belagerung ab. Für alle, die in Jerusalem leben und an Jesus Christus glauben, für alle Christen ist das das Zeichen. Sie haben die Legionsadler mit den Kaisersymbolen und den heidnischen Symbolen auf dem heiligen Boden außerhalb der Stadt Jerusalems gesehen. Das Gräuel, das verwüstet, die heidnischen Symbole der verwüstenden römischen Armee, die mit Verwüstung und Tod und Zerstörung drohen, haben sie gesehen. Und als die römische Armee sich zurückzieht, flieht die ganze jüdisch-christliche Gemeinde – waren ganz viele jüdische Menschen in ihr – die ganze christliche Gemeinde flieht ins Ostjordanland nach Pella. Es gibt verschiedene Zeugnisse aus der Spätantike, unter anderem auch bei Eusebius und anderen, die diese Geschichte aufgreifen und sagen, dass hier die Christen gewarnt worden sind. Durch wen sind sie gewarnt worden? Durch Jesus, der auf dem Ölberg ihnen gesagt hat: „Wenn ihr das seht, achtet darauf, merkt darauf und flieht.“ Ein Jahr später, im Jahre 67, kehren die Römer unter Vespasian mit großer Heeresmacht zurück. Und jetzt wird erst Galiläa und dann irgendwann auch Judäa von den Römern Schritt für Schritt zurückerobert und bekämpft. Vespasian wird dann römischer Kaiser in den Tumulten, als es zum Sturz von Nero kommt und dann diesem Vierkaiserjahr, mehrere Kaiser um die Macht streiten. Am Ende wird es Vespasian, begründet die flavische Dynastie. Sein Sohn Titus übernimmt dann die Vollendung des sogenannten Jüdischen Krieges und belagert Jerusalem. Und im Jahre 70 wird Jerusalem eingenommen und erobert. Und all die Schrecken dieser Belagerung, all die Schrecken dieses Krieges lassen sich kaum in Worte fassen. Der Geschichtsschreiber Josephus hat das sehr ausführlich beschrieben. Wenn man das alles liest, dann bekommt man so ein ungutes Gefühl in der Magengegend, was dort Menschen Menschen angetan haben und was die letztendliche Folge der Ablehnung des Evangeliums gewesen ist. Nachdem Titus dann selbst Kaiser geworden ist und einige Jahre später stirbt, kommt es unter seinem Bruder Domitian zu einer zweiten größeren Christenverfolgung. Und im Zuge dieser wird auch der schon alte Evangelist, der Apostel Johannes, nach Patmos verbannt. In Offenbarung 1, Vers 9, heißt es: „Ich, Johannes, der ich auch euer Bruder bin und mit euch Anteil habe an der Bedrängnis und am Reich und am standhaften Ausharren Jesu Christi, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses Jesu Christi willen.“ Hier erhält Johannes als der letzte noch überlebende Apostel gewaltige Einsichten und Visionen in den Ablauf, in den zukünftigen Ablauf des großen Kampfes. Er sieht, wie die Gemeinde von seiner Zeit bis zur Wiederkunft hindurch von Jesus geführt wird, wie es verschiedene Abschnitte geben wird, wo die Gemeinde mal mehr treu, mal weniger treu sein wird. Er sieht, wie das Evangelium sich ausbreitet, wie aber auch gleichzeitig der Satan versucht, alles daran zu setzen, das zu verhindern. Er sieht diesen Kampf. Er sieht in Visionen, wie am Ende das Evangelium die ganze Welt leuchtet mit Vollmacht und Herrlichkeit, wie Jesus Christus in den Wolken des Himmels wiederkommt und wie am Ende – wir werden das ja alles auch noch ausführlicher in diesen nächsten Wochen studieren – am Ende Sünde, Tod und Teufel ausradiert werden und am Ende wieder das ewige, glückliche Heim, die Neue Erde, das ewige Leben für die Gläubigen übrig bleiben wird.

[45:02] In diesen Visionen sieht er, wie schon die Christen seiner Zeit in diesen großen Kampf einbezogen sind. Wir lesen über die Gemeinde Ephesus als ein Symbol für die ersten Generationen der Christen. Das heißt hier in Offenbarung 2, ab Vers 1: „Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe: Das sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt: Ich kenne deine Werke und deine Bemühung und dein standhaftes Ausharren, und dass du die Bösen nicht ertragen kannst, und du hast die geprüft, die behaupten, sie seien Apostel und sind es nicht, und hast sie als Lügner erkannt. Und du hast Schweres ertragen und hast standhaftes Ausharren, und um meines Namens willen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden.“ Ja, die ersten Christen, sie waren standhaft in der Theologie und aktiv in der Mission. Paulus hatte ja sogar die tatsächliche Gemeinde Ephesus bei seinem Abschied in Apostelgeschichte 20, als er die Ältesten von Ephesus nach Milet gerufen hatte, als er auf der Durchreise nach Jerusalem war und weil er wusste, dass er sie wohl nie wieder sehen würde, sie vor den Irrlehrern gewarnt und gesagt: „Hütet die Herde und achtet darauf, denn es werden falsche Lehrer mitten aus der Gemeinde auftreten und werden Spaltung erzeugen, wenn die Leute in andere Richtung wegdringen wollen.“ Und wir sehen, dass die Christen der ersten Generation darauf geachtet haben, dass sie den Aufruf des Judas für den Glauben, der uns einmal überliefert worden ist, den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist, dass sie für den Glauben gekämpft haben. Und sie haben Mission gemacht. Sie haben Paulus konnte sagen, zu seiner Zeit schon in der gesamten bekannten Welt das Evangelium verbreitet. Die Apostel gingen in alle Himmelsrichtungen. Der Thomas ist bis nach Indien gekommen. Aber doch hat der große Kampf Tribut gefordert. In Vers 4 heißt es: „Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“ Dabei ist es ja die Liebe, die das entscheidende Wesensmerkmal Gottes im großen Kampf darstellt. Hier waren Menschen darum bemüht, die Lehre korrekt reinzuerhalten und so vielen wie möglich davon zu erzählen und haben dabei das entscheidende, worum es ja die ganze Zeit im großen Kampf geht, die echte, wahre Liebe Gottes, aus den Augen verloren. Deswegen gibt Jesus einen wirklich zu Herzen gehenden Aufruf zur Umkehr: „Bedenke nun, wovon du gefallen bist, denk drüber nach, was du verloren hast.“ Und kann es sein, dass auch uns, dass mir und dir das passiert, dass wir für die Wahrheit einstehen, dass wir missionarisch aktiv sind, aber das entscheidende, Gottes Charakter, aus den Augen verlieren? Lasst uns drüber nachdenken, ob wir davon gefallen sind. „Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße! Kehre um, denke anders durch Gottes Kraft, und tue die ersten Werke! Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust.“ Denn Gott kann eine Gemeinde nicht gebrauchen, die zwar die Wahrheit predigt und missionarisch aktiv ist, aber die keine Liebe hat. Er kann sie nicht.

[48:17] die keine Liebe hat, kann sie nicht gebrauchen, denn sie sagt zwar korrekte Dinge und sie ist auch eifrig, aber sie spiegelt nicht das Reich Gottes wider, denn im Reich Gottes gibt es kein Reich Gottes ohne Liebe. Mathematiker sagen auch die Wahrheit, sie sagen vor allem die Wahrheit und trotzdem spiegeln sie nicht das Reich Gottes wider.

[48:40] Lass uns nicht damit zufrieden sein, geistliche Mathematiker zu sein, die einfach wahre Sätze sagen und vielleicht sogar sehr eifrig sind, diese an alle weiterzugeben. Wir wollen das Reich Gottes widerspiegeln durch unser Leben, durch die Liebe, die das Kennzeichen der wahren Gläubigen ist.

[49:03] Und deswegen hat Johannes in seinen Werken, die wohl alle ziemlich am Ende seines Lebens entstanden sind, insbesondere auch im Johannesevangelium, das vielleicht sogar das letzte entstandene Buch des Neuen Testamentes sein könnte, in Johannes 13 und dort Vers 35, hat Johannes diesen Satz von Jesus aufgenommen, als er sagte: „Darin wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“

[49:33] Wenn die erste Liebe fehlt, kann man zwar die Wahrheit sagen, man kann auch überall hingehen und sie schnell und effektiv sagen, aber die Menschen werden nicht unbedingt erkennen, dass wir zu Gott gehören, auch wenn wir die Wahrheit sagen und es mit äußerstem Eifer tun, weil das Erkennungsmerkmal, was uns unterscheidet von allen anderen Religionen und Konfessionen und Weltanschauungen und sonstigen Ideologien, ist die uneigennützige Liebe, wie sie sich im Charakter Gottes zeigt.

[50:05] Das gibt es so nur bei Gott. Die Christenverfolgung hörte auch nach Domitian nicht auf. Kaiser Trajan ist von Plinius dem Jüngeren gefragt worden, was man mit Christen tun sollte, die man angezeigt werden. Und Trajan antwortete: Man soll zwar nicht nach ihnen fahnden, aber wenn man quasi über sie stolpert, dann sollen sie bestraft werden.

[50:28] Das hieß in der Regel die Todesstrafe.

[50:32] In Offenbarung 2 und dort in Vers 9 lesen wir über die Christen der dann folgenden Generation, nachdem auch die letzten Apostel tot waren. Vers 8 und 9: „Und dem Engel der Gemeinde von Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist: Ich kenne deine Werke und deine Drangsal, deine Armut – du bist aber reich – und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans.“

[51:03] Im zweiten Jahrhundert treten die ersten größeren Abspaltungen auf, die ersten Irrlehren, die sich unter dem christlichen Namen verstecken, wo Menschen behaupten, dass – also, „Juden“ ist hier ein, ein, ein, ein geistig zu verstehen. Die neutestamentlichen Christen haben sich als das geistliche Israel, das geistliche Juda verstanden und sind aber eine und hier gibt es also Menschen, die also die Anspruch haben, aber in Wirklichkeit die Lehren Satans verkündigen.

[51:40] Unter dem Einfluss der griechischen Philosophie beginnt sich die christliche Lehre immer mehr zu verändern, am Anfang noch wenig, aber dann doch immer etwas merklicher.

[51:48] Merklicher. Man versucht das Christentum für die gebildeten Schichten attraktiv zu machen, man versucht die gebildeten Schichten zu erreichen und sucht nach Gemeinsamkeiten und passt dabei nicht wirklich gut auf die biblische Lehre.

[52:08] Außerdem möchte man sich vor Irrlehrern schützen, die damals auch mit zum Teil abstrusen Ideen auftraten. Man strafft die Organisation und führt Elemente ein, die es so in der Gemeinde Gottes nicht geben sollte, insbesondere ein monarchisches Bischofsamt.

[52:23] Statt die Gemeinde wie bisher von Ältesten leiten zu lassen, möchte man jetzt alles ganz straff kontrollieren, und in jeder Stadt soll es nur noch einen Gemeindeleiter geben, der quasi fast wie ein König regiert.

[52:36] Regiert. Und statt dem Prinzip der Herrschaft der Liebe kommt jetzt dieses Prinzip des Einzelnen, der alles bestimmt, so langsam in die Praxis der Gemeinden hinein.

[52:50] Schon früh im zweiten Jahrhundert beginnen in den großen Weltstädten Rom und Alexandria Christen damit, den Sonntag statt des Sabbats zu halten, weil sie sich von den Juden distanzieren wollen, die allgemein verhasst sind wegen der Aufstände, die diese angezettelt haben.

[53:12] So verändert sich langsam, vor allem in großen Zentren, wo man besonders versucht, Anschluss an die Politik und Anschluss an die Bildung zu bekommen und sich entsprechend zu profilieren, der Glaube.

[53:25] So verändert sich der Glaube Stück für Stück. Das dürften wahrscheinlich eher die Ausnahmen sein im Vergleich zu allen Christen im Allgemeinen, und doch sind sie maßgeblich gewesen, weil diese großen Zentren dann natürlich auch den größten Einfluss gehabt haben.

[53:41] Trotzdem dürften die zu dieser Zeit die meisten Christen noch vergleichsweise rein in ihrem Glauben gewesen sein, und wir sehen es daran, dass auch viele von ihnen lange Zeit noch verfolgt worden sind.

[53:51] Im zweiten Jahrhundert gibt es immer wieder auch Berichte und auch dann im Anfang des dritten Jahrhunderts von Märtyrern, von treuen Christen.

[54:00] In Hebräer Kapitel 11 und dort Vers 35 bis 38 lesen wir: „Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder. Andere aber ließen sich martern und nahmen die Befreiung nicht an, um eine bessere Auferstehung zu erlangen. Und andere erfuhren Spott und Geißelung, dazu Ketten und Gefängnis. Sie wurden gesteinigt, zersägt, versucht, sie erlitten den Tod durch Schwert. Sie zogen umher in Schafspelzen und Ziegenfellen, erlitten Mangel, Bedrückung, Misshandlung – sie, deren die Welt nicht wert war. Sie irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in Höhlen und Löchern der Erde.“

[54:32] Viele von denen werden wir auf dieser Erde niemals mit Namen kennen. Sie sind in keinem Buch verzeichnet.

[54:38] Die frühesten kirchengeschichtlichen Gesamtdarstellungen, seit Eusebius aus dem vierten Jahrhundert, die kennen dann nur noch vor allem die Entwicklung größtenteils in den großen Städten.

[54:47] Vieles, was auf dem Land passiert ist, in den kleinen Städten, was ja vielleicht auch außerhalb des Römischen Reiches passiert ist, entzieht sich oftmals unserer Kenntnis.

[54:53] Aber der Himmel weiß davon, und im Himmel ist alles verzeichnet.

[54:58] Mitte des dritten Jahrhunderts gibt es noch einmal schwere, reichsweite Christenverfolgung, wie sie es in dieser Form noch gar nicht gegeben hatte, unter Kaiser Decius (249 bis 251) und unter seinem Nach-Nachfolger Valerian, wo man versucht, ganz systematisch die Christen unter Druck zu setzen.

[55:17] Und dann sagt Offenbarung 2 für diese Zeit der verfolgten Gemeinde eine besondere Verfolgungszeit voraus.

[55:23] In Offenbarung 2 Vers 10: „Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben.“

[55:40] Zehn Tage nach Hesekiel 4 Vers 6 – ein Tag für ein Jahr – sind das zehn Jahre.

[55:43] Und tatsächlich gab es am Ende dieser Zeitperiode der Christenverfolgung eine letzte Christenverfolgung, die von allen die schwerste war.

[55:55] Denn bei ihr ging es nicht einfach darum, Christen zu verfolgen, sondern hier bestand das ausdrückliche Ziel darin, das Christentum mit Stumpf und Stiel auszurotten.

[56:05] Kaiser Diokletian hatte nach den schweren Krisen des dritten Jahrhunderts das Römische Reich an den Rand des Abgrunds gebracht.

[56:15] Er versucht, den Staat wieder zu ordnen und mit Reformen wieder zu stabilisieren.

[56:19] Dazu hat er ein System geschaffen, wo mehrere Kaiser gleichzeitig sich das Reich aufteilten, die sogenannte Tetrarchie, wo er zwar federführend war, aber unter anderem ein Mitkaiser Galerius mit vorhanden war.

[56:33] Der wohl die Idee gehabt hat, diese Christen zu verfolgen, weil diese Tetrarchen, diese vier Kaiser, den Wunsch hatten, ganz besonders sich wieder auf die alten römischen Götter zu besinnen.

[56:48] Besinnen. Man hatte den Eindruck, dass zu viel Fremdes ins Römische Reich hineingekommen war. Man wollte sich wieder mit den Göttern gutstellen.

[56:54] Die Tetrarchen haben so sogar eigene Beinamen angenommen, um sich quasi mit den römischen Göttern, den traditionellen, althergebrachten Göttern zu identifizieren.

[57:06] Und deswegen wurden die Christen als Feinde angesehen, und da diese schon mittlerweile sich in der Gesellschaft immer mehr ausgebreitet hatten, sollten sie vollständig ausgerottet werden.

[57:17] Das entsprechende Dekret – vermutlich waren es mehrere Dekrete, die, also vier werden uns aufgezählt, die Stück für Stück ergingen – im Jahre 303 begann also diese schwerste Verfolgung, die im Osten stärker war als im Westen, wo es ohnehin weniger Christen gab als im Osten, und sie ging tatsächlich einige Jahre.

[57:39] Im Jahre 311 hat Galerius, der mittlerweile dann einer der federführenden Kaiser gewesen war – Diokletian hatte schon 305 abgedankt –, zwar die Befehle zurückgenommen.

[57:48] Und auch ein Jahr später haben ja dann Konstantin und Licinius in Mailand diese berühmte Verlautbarung gegeben, dass jetzt allen Religionen Freiheit gewährt worden ist.

[58:02] Ist. Allerdings hat ein anderer der Tetrarchen, nämlich Maximinus Daia, das ignoriert.

[58:09] Man war mittlerweile verfeindet, es gab Bürgerkrieg zwischen diesen Kaisern, und im Osten, wo es die meisten Christen gab, hatte Maximinus Daia weiter verfolgen lassen bis in das Jahr 313, bis er dann in diesem Jahr gestorben ist.

[58:22] Und so haben wir von 303 bis 313 tatsächlich zehn Jahre Christenverfolgung, wie sie es in dieser Form nie zuvor gegeben hatte.

[58:35] Die Gemeinde hat auch das überlebt durch Gottes Führung und hat in all diesen Jahren gezeigt, dass die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten für sie wichtiger gewesen sind als Egoismus.

[58:48] Die Frage heute ist: Möchtest du in deinem persönlichen Leben, so wie die Urgemeinde, so wie die ersten Christen, durch echte Liebe zu Gott und zum Nächsten zeigen, dass du im großen Kampf zwischen Licht und Finsternis auf der Seite von Jesus stehst?

[59:08] Möchtest du zeigen, dass Liebe wirklich den Unterschied macht, und möchtest du dir von Jesus zeigen lassen, wenn wir in unserem eigenen Leben von dieser Liebe abgewichen sind?

[59:19] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du deine Gemeinde bewahrt hast durch alle Feuer der Verfolgung, der Anfechtung, der Verführung, der Schwierigkeiten.

[59:39] Herr, nach fast 2000 Jahren steht dein Evangelium ungehindert und wird mit einer Vollmacht in der Welt gepredigt wie selten zuvor.

[59:45] Das kann kein Mensch organisiert haben, das ist allein, einzig und allein das Wirken deines Heiligen Geistes.

[59:56] Herr, wir möchten Dich bitten, dass wir heute nicht einfach nur die Wahrheit sagen, nicht einfach nur aktiv in Betriebsamkeit Mission betreiben, sondern dass wir in allem, was wir tun – und ja, wir wollen fest zur Wahrheit stehen und ja, wir wollen das Evangelium weitergeben, wo immer wir können – wir wollen es getränkt von deiner Liebe tun, erfüllt von deinem Heiligen Geist, um deinen Charakter widerzuspiegeln. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:00:27] Amen. Gott segne dich in deiner Entscheidung.

[1:00:32] Nächste Woche wollen wir uns dann dem dritten Kapitel von „Vom Schatten zum Licht“ zuwenden und uns mit dem Aufkommen der antichristlichen Macht beschäftigen, einem dunklen, aber sehr wichtigen Kapitel in diesem großen Kampf zwischen Licht und Finsternis.

[1:00:47] Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen, viel Freude im Studium der Bibel und viel Freude im täglichen Leben mit Jesus.

[1:00:56] Gott sei mit euch.

[1:01:21] Amen.


Lizenz

Copyright ©2024 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.