[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt wie immer allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort.
[0:44] Wir sind mittendrin im Markusevangelium in unserer CSH Spezialserie und wollen heute weiterstudieren im Leben und Wirken unseres Erlösers Jesus Christus.
[0:56] Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn man sich mit den Evangelien so detailliert beschäftigt, dann entdeckt man so viele neue, interessante Dinge, so viele Facetten unseres wunderbaren Schöpfers und Königs Jesus Christus und so viele Dinge, die man vielleicht mal gelesen hat, aber wieder aus den Augen verloren hat. Es lohnt sich wirklich, diese Texte in die Lupe zu nehmen. Es lohnt sich, sie dann auch weiter noch zu studieren und vor allem sie immer wieder vor Augen zu haben, damit sie unser Leben verändern, unser Denken verändern, damit wir in das Bild Jesu umgestaltet werden.
[1:31] Wir bereiten uns heute vor auf das Bibelgespräch am 31. August, aber wie immer werden wir uns nicht direkt an die vorgegebenen Texte des Lektionshefts orientieren, sondern gehen weiter chronologisch durch das Markusevangelium, damit wir so einen großen Rahmen bekommen und ein Gefühl, was das Markusevangelium uns alles zu bieten hat, sodass wir dann auch im Bibelgespräch zu den einzelnen Geschichten auch noch Perspektiven aus anderen Geschichten hinzunehmen können und ja, feste Wurzeln in diesem Evangelium schlagen können.
[2:07] Wir wollen heute in Markus 10, Vers 35 weitermachen und dann nicht nur das 10. Kapitel beenden, sondern auch das 11. Kapitel gemeinsam studieren.
[2:19] Doch bevor wir damit beginnen, möchte ich dich einladen, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir mit einem Gebet starten und Gott bitten, nach seiner Verheißung unser Lehrer zu sein.
[2:30] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du so gerne unser Lehrer bist und dass du für jeden von uns, für mich und für jeden, der dieses Video sehen wird und sieht, dass du für jeden von uns eine persönliche Botschaft heute hast, die du durch dein Wort uns geben möchtest. Jeder von uns hat eine andere Situation, andere Umstände, in einer anderen Lebenslage, aber du hast für jeden etwas heute vorbereitet. Ich möchte dich bitten, dass du uns hilfst, unsere Ohren, unser Denken, unser Herz ganz weit zu machen, damit die inspirierten Worte in unserem Herzen auf fruchtbaren Boden fallen, dass wir bereit sind zuzuhören, aktiv zuzuhören, dass wir bereit sind, dein Wort wirken zu lassen und mit dir zusammenzuarbeiten. Wir möchten dich bitten, dass du uns die Wahrheit zeigst, wie sie in Jesus ist und dass wir gestärkt, ermutigt und herausgefordert werden durch das Studium deines Wortes und wissen, dass alles, was hier geschrieben steht, nicht nur geschrieben ist, um zu zeigen, wie man leben soll, sondern dass es die Kraftquelle uns zeigt, dass wir das auch tatsächlich tun können in Jesus. So wollen wir, lieber Vater, dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst nach deiner Verheißung und jetzt unser Lehrer bist.
[3:57] Amen. In Markus Kapitel 10 lesen wir von Vers 35 bis 45 eine Geschichte, in der es um die Ambitionen der Söhne des Zebedäus, das heißt Jakobus und Johannes, geht. Interessanterweise folgt diese Geschichte direkt auf die dritte Leidensankündigung, die wir das letzte Mal am Ende in Markus 10, Vers 32 bis 34 gesehen haben.
[4:21] Diese Geschichte über die Söhne des Zebedäus wird auch etwas kürzer in Matthäus 20, Vers 20 bis 28 erwähnt, wo auch die Mutter der beiden eine Rolle spielt, die allerdings bei Markus hier ausgespart bleibt.
[4:38] Vers 35: Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sprachen: „Meister, wir wünschen, dass du uns gewährst, um was wir bitten.“
[4:55] Wie gesagt, in Matthäus 20, Vers 20 und 21 ist es die Mutter, die diese Bitte ausspricht. Offensichtlich haben sowohl die Mutter als auch die Söhne dieses Anliegen vorgetragen.
[5:06] Vers 36: Und er sprach zu ihnen: „Was wünscht ihr, dass ich euch tun soll?“
[5:10] Was für eine interessante Frage, eine bewegende Frage: Wenn Jesus dich fragen würde, „Was wünschst du, dass ich dir tun soll?“, was wäre das Erste, was dir in den Sinn kommt?
[5:24] Die Antwort der Jünger offenbart, was noch immer im Herzen regiert: in ihrem Herzen der Wunsch, angesehen und erhaben zu sein.
[5:33] Vers 37: Sie sprachen zu ihm: „Gewähre uns, dass wir einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen dürfen in deiner Herrlichkeit.“ Noch immer erwarten sie, dass Jesus auf dem Weg nach Jerusalem letztlich doch zum König gekrönt wird und in Herrlichkeit das Reich Israel neu gründen wird und die Feinde vertreiben wird, das Weltreich auf dieser Erde aufrichten wird, und dann möchten sie seine beiden wichtigsten Minister sein.
[6:04] Jesus hatte bereits von dem Königreich seiner Herrlichkeit gesprochen in Markus 8, Vers 38: „Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.“
[6:21] Jesus hatte deutlich gemacht: Das Königreich seiner Herrlichkeit wird bei seiner Wiederkunft etabliert.
[6:28] Aber so genau haben das die Jünger nicht begriffen.
[6:34] Sie möchten Minister im irdischen Reich Jesu sein.
[6:38] Vers 38: Jesus aber sprach zu ihnen: „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet.“
[6:45] Die Antwort Jesu richtet sich auch in Matthäus direkt an die Jünger: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde?“
[7:02] Jesus hatte bereits von einer Taufe gesprochen, mit der er getauft werden muss. Das wird uns allerdings erst bei Lukas in Lukas 12, Vers 50 offenbart. Gemeint ist damit aber natürlich das Leiden und der Tod auf Golgatha, der auch in Matthäus und Markus jetzt ja schon dreimal angekündigt worden ist.
[7:23] Vers 39: Und sie sprachen zu ihm: „Wir können es.“ Jesus aber sprach zu ihnen: „Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde.“
[7:34] Vers 40: „Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu, sondern es wird denen zuteil, denen es bereitet ist.“
[7:42] Die Jünger haben offensichtlich keine adäquate Vorstellung von dem, was Jesus eigentlich meint, als er von der Taufe gesprochen hat.
[7:50] Sie wissen gar nicht genau, was er erleiden wird, obwohl Jesus es ihnen jetzt schon dreimal geoffenbart hat.
[8:04] Weil sie nicht wissen oder besser gesagt, sich keine richtige Vorstellung machen, weil ihnen der Glaube zu den Worten Jesu fehlt, was Jesus leiden wird, haben sie auch keine richtige adäquate Vorstellung von dem, was sie selbst einmal in seinen Fußstapfen erleben werden.
[8:18] Denn Matthäus 10, Vers 25 zeigt, dass die Jünger nicht über dem Meister sind.
[8:25] Konkret haben sich diese Worte Jesu auch im Leben von beiden erfüllt. Apostelgeschichte 12,2 zeigt, dass Jakobus der erste der zwölf Apostel war, der den Märtyrertod gestorben ist, unter Herodes mit dem Schwert getötet worden, und Offenbarung Kapitel 1, Vers 9 zeigt uns, dass Johannes als letzter Überlebender in der Zeit von Kaiser Domitian in eine schwere Verfolgung geriet und verbannt worden ist auf die einsame Insel Patmos, die Insel, die für Gefangene vor allem auch gedacht gewesen ist, auf Patmos.
[9:02] Vers 40 haben wir gelesen: „Das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu, sondern“ – und das wird jetzt in Matthäus 20, Vers 23 hilfreich ergänzt – „es steht denen zu, denen es vom Vater bereitet ist.“
[9:16] Vers 41: „Und als die Zehn es hörten, das heißt die anderen Apostel, fingen sie an, über Jakobus und Johannes unwillig zu werden.“
[9:26] Der Machthunger von zwei Aposteln führt zu Streit und Uneinigkeit.
[9:32] Das ist eine extrem wichtige Lektion für uns: Wenn wir eine höhere Position haben wollen als andere, wird das zu Streit in der Gemeinde führen.
[9:42] Wie viel Streit in der Gemeinde geht möglicherweise allein auf diesen Grund zurück?
[9:49] Schon in Markus 9, letzte Woche, haben wir in Kapitel 9, Vers 33 bis 37 ein ähnliches Thema gehabt.
[9:56] Chronologisch gesehen besteht zwischen Markus 9,33 folgende und diesem Abschnitt ungefähr ein halbes Jahr.
[10:07] Obwohl Jesus damals schon das korrigiert hatte, wird das Thema immer noch offensichtlich eifrig diskutiert.
[10:15] Sie haben die Korrektur von Jesus eben doch nicht ganz richtig in ihr Herz aufgenommen.
[10:22] Gott wünscht sich, und das zeigt die Bibel, besser gesagt, dass wir ein echtes christliches Miteinander haben.
[10:33] Denken wir zum Beispiel an Römer Kapitel 12 und dort Vers 10, wo es heißt: „In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor.“
[10:47] Die Jünger waren davon noch weit entfernt, und Jesus musste bestimmte Lehren immer wieder wiederholen, weil diese Selbstsucht, dieses Sich-selbst-Erhöhen wie Unkraut aus dem Herzen immer hervorspross.
[11:05] Es brauchte eine echte, tiefe Herzensveränderung, und wir sehen hier, wie leicht wir in solche Dinge immer wieder zurückfallen können.
[11:11] Wie viel Geduld Jesus nicht nur mit Johannes und Jakobus und den anderen Jüngern, sondern auch mit mir und mit dir braucht, lieber Freund, liebe Freundin.
[11:25] Vers 42: „Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: ‚Ihr wisst, dass diejenigen, welche als Herrscher der Heidenvölker gelten, sie unterdrücken und dass ihre Großen Gewalt über sie ausüben.‘“
[11:36] Jesus war sich der Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Herrschaft und der menschlichen Politik sehr wohl bewusst. Jesus war nicht naiv, er kannte die Gesetzmäßigkeiten der weltlichen Politik und hat diese nicht gutgeheißen.
[12:02] Vers 43: „Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener, und wer von euch der Erste werden will, der sei aller Knecht.“ Genau das hat er schon in Markus 9, Vers 35 gesagt, als er gesagt hatte: „Wenn jemand der Erste sein will, so sei er von allen der letzte und aller Diener.“
[12:22] Wir sehen etwas hier, was wir öfter in den Evangelien beobachten können, auch wenn man das Lukasevangelium dann studiert, dass Jesus bestimmte wichtige Lehren nicht nur einmal vorgetragen hat, sondern immer wieder wiederholt hat, so wie die Situation es erfordert hat.
[12:37] In Johannes 18, Vers 36 hat Jesus später gesagt, dass sein Königreich nicht von dieser Welt ist, und deswegen sagt auch Paulus in Römer 12, Vers 1 und 2, dass wir uns nicht vom weltlichen Zeitgeist gefangen nehmen dürfen.
[12:55] Und lieber Freund, liebe Freundin, deswegen ist es auch wichtig, dass wir unsere Augen nicht ständig auf die weltliche Politik richten, weil durch das Anschauen werden wir verwandelt, und nichts ist so, es ist absolut dramatisch, wie sehr oft ein politisches Denken auch in die Gemeinde einschleicht.
[13:11] Wir müssen die Politisierung der Adventbotschaft fürchten.
[13:20] Es soll nicht so sein wie in der Welt.
[13:23] Jesus hat ganz deutlich gezeigt – und wir werden das auch in der nächsten Woche studieren –, was die Pflichten eines Gläubigen gegenüber dem Staat sind, aber unter keinen Umständen sollen die Gesetzmäßigkeiten, wie in dieser sündigen Weltpolitik gemacht wird, in das Miteinander der Apostel, der Gläubigen, der Gemeinde eindringen.
[13:47] Vers 45: Denn jetzt kommt die Begründung: Jesus ist nämlich unser Vorbild.
[13:51] „Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“
[14:01] Jesus kam, um zu dienen. Er kam nicht, um zu unterdrücken.
[14:09] Die Frage ist also: Warum möchte ich also eine hohe Position? Warum möchte ich Gemeindeleiter sein? Warum möchte ich Vereinigungsvorsteher oder Generalkonferenzpräsident sein? Warum möchte ich Einfluss in der Gemeinde Gottes haben?
[14:23] Wozu? Um mich selbst zu erhöhen oder damit ich für eine Hilfe sein kann, um ihnen zu dienen?
[14:37] Wenn Jesus hier von dem Sohn des Menschen spricht, dann ist das ohne Frage ein direkter Bezug zu Daniel 7, Vers 13 und 14.
[14:46] Jesus hat sich öfter auf diese Stelle bezogen, wo in Daniel 7 in der Abfolge der Weltreiche, die alle mit Unterdrückung versucht haben, die Welt zu regieren, am Ende in Daniel 7, Vers 13 und 14 folgendes gesagt wird: „Ich sah in Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen, und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht, und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“
[15:27] Der Sohn des Menschen im Denken der Israeliten zur Zeit des Alten Testamentes war natürlich dieser kommende Weltherrscher, der Mensch, der für alle Ewigkeit über die gesamte Erde herrschen wird.
[15:44] Das kann man nicht steigern, das ist weitaus mehr als die Macht, die ein Nebukadnezar für Babylon, ein Kyrus oder Darius für die Meder und Perser gehabt haben oder ein Augustus später für die Römer oder Alexander für die Griechen.
[16:01] Das ist das absolute Superlativ einer Weltherrschaft, aber genau dieser kommende Weltherrscher, der einmal für alle Ewigkeit diese Welt regieren wird, dieser Sohn des Menschen, hat eben genau nicht diese politischen Prinzipien gehabt, die die Babylonier, die Meder und die Perser und die Griechen und die Römer und alle anderen Politiker dieser sündigen Welt haben, die versuchen, die Welt zu erobern durch Unterdrückung.
[16:30] Er kam, um zu dienen, und damit zeigt Jesus, dass das Reich Gottes, auf das die Jünger ja hofften, eben ganz anders ist, als sie es erwartet haben.
[16:39] Und das ist auch für uns ein entscheidender Punkt: Wir müssen verstehen, wie das Reich Gottes ist, damit wir einmal dort sein können.
[16:58] Das Reich Gottes besteht in selbstloser, aufopfernder Liebe für andere.
[17:03] Und weil Jesus eben sich selbst für andere gibt, deswegen wird er einmal eine Herrschaft auf dieser Erde, auf dieser neugeschaffenen Erde haben, die von niemandem mehr in Frage gestellt wird und durch keine Rebellion, durch keine Revolte, durch keinen Aufstand, keinen Protestmarsch in Frage gestellt werden wird, weil jeder, der in diesem Reich leben wird, wissen wird: Niemand ist so bereit, sich selbst zu geben, sein Letztes zu geben, sich aufzuopfern zum Wohl für andere.
[17:40] Man kann sich keinen besseren König vorstellen.
[17:49] Unmittelbar daran schließt sich die Geschichte vom blinden Bartimäus an.
[17:54] Sie findet sich auch in Matthäus 20, Vers 29 bis 34.
[17:59] Wichtig ist, dass Matthäus uns offenbart, dass es sich tatsächlich um zwei Blinde gehandelt hat, während Markus nur von einem spricht.
[18:08] Auch Lukas hat dann in Lukas 18, 35 bis 43 nur einen Blinden im Blick.
[18:15] Das erinnert uns an die Geschichte auch von den zwei Besessenen in der Dekapolis, wo auch Markus und Lukas nur einen im Blick gehabt haben.
[18:26] Was uns Markus aber hier offenbart, anders als Matthäus, ist der Name von einem der beiden, nämlich Bartimäus.
[18:33] Lesen wir Vers 46: „Und sie kommen nach Jericho, und als er von Jericho auszog, samt seinen Jüngern und einer großen Volksmenge, saß ein Sohn des Timäus, Bartimäus, der Blinde am Weg und bettelte.“
[18:48] Jericho liegt schon relativ nahe an Jerusalem.
[18:51] Jesus ist jetzt dem finalen Ziel seiner letzten Reise schon relativ nah.
[18:59] Bartimäus ist aramäisch und heißt Sohn des Timäus.
[19:04] Bar ist der Sohn, Timäus ist natürlich Timäus. Vers 47: „Und als er hörte, dass es Jesus der Nazarener war, begann er zu rufen und sprach: ‚Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich über mich!‘“
[19:16] Bartimäus hat also Jesus als den Messias anerkannt.
[19:19] Jesus war ja auf dem Weg nach Jerusalem.
[19:21] Vers 48: „Und es geboten ihm viele, er solle schweigen. Er aber rief noch viel mehr: ‚Du Sohn Davids, erbarme dich über mich!‘“
[19:31] Bartimäus lässt sich nicht von Menschen beirren.
[19:32] Er klammert sich an seinen Glauben an Jesus, und wenn Menschen sagen: „Hör auf, es macht keinen Sinn, hör auf, zu Jesus zu gehen, das bringt eh nichts“, wenn Menschen uns aufhalten wollen, haben wir das Vorrecht, wie Bartimäus uns an den Glauben an Jesus zu klammern, uns nicht beirren zu lassen, was die Menschen sagen.
[19:49] Wir brauchen diesen Glauben, den auch der Bartimäus gehabt hat.
[19:56] Vers 49: „Und Jesus stand still und ließ ihn zu sich rufen.“
[19:59] „Da riefen sie den Blinden und sprachen zu ihm: ‚Sei getrost, steh auf, er ruft dich!‘“
[20:08] „Er aber warf seinen Mantel ab, stand auf und kam zu Jesus.“
[20:11] Hier ist Markus deutlich ausführlicher in den Details als Matthäus.
[20:15] Wie immer dürfen wir davon ausgehen, dass auch hier der Augenzeuge Petrus dem Markus so manches Detail mitgeteilt hat.
[20:27] Vers 51: „Und Jesus begann und sprach zu ihm: ‚Was willst du, dass ich dir tun soll?‘“
[20:32] Wir erinnern uns: In Vers 36 haben wir gerade so eine ähnliche Frage gelesen, als Jesus zu Jakobus und Johannes gesagt hat: „Was wünscht ihr, dass ich euch tun soll?“
[20:40] Wie unterschiedlich sind die Antworten!
[20:42] Johannes und Jakobus wünschen sich einen Platz zur Rechten und zur Linken des Thrones Jesu.
[20:52] Dieser Bartimäus wünscht sich eine Lösung für sein Problem.
[20:55] Er ist blind, und er sagt: „Der Blinde sprach zu ihm: ‚Rabuni,‘“
[21:03] Das ist nicht ganz klar, dieses Wort, aber sehr wahrscheinlich eine aramäische Version von Rabbi.
[21:09] „Rabuni, dass ich sehend werde.“
[21:14] Vers 52: „Da sprach Jesus zu ihm: ‚Geh hin, dein Glaube hat dich gerettet!‘ Und sogleich – wir erinnern uns an das Lieblingswort von Markus – wurde er sehend und folgte Jesus nach auf dem Weg.“
[21:30] Jesus hat immer und immer wieder die entscheidende Bedeutung des Glaubens für die körperliche als auch die geistliche Heilung und Rettung betont.
[21:42] Wir erinnern uns an Markus 5, Vers 34, als bei der blutflüssigen Frau Jesus gesagt hatte: „Tochter, dein Glaube hat dich gerettet! Geh hin in Frieden und sei von deiner Plage gesund!“
[21:57] Es ist durch den Glauben, dass die Kraft Gottes unser Leben verändern kann, weil wir ihm vertrauen, weil wir in Anspruch nehmen, was Gott uns schenken möchte, weil wir ihn für unseren Erlöser und Helfer annehmen, weil wir ihm nicht misstrauen, sondern unser Herz öffnen.
[22:17] Deswegen kann er uns retten, und das griechische Wort für „retten“ hier, „dein Glaube hat dich gerettet“, bezieht sich sowohl auf die körperliche Heilung, aber kann auch die geistliche Rettung natürlich meinen. Und selbstverständlich sind diese Heilungen, die körperliche Heilung von Jesus, wie wir schon betont haben an anderer Stelle, immer auch ein Symbol für die geistliche Erlösung, für die Erlösung von der Sünde.
[22:42] Nach dieser Geschichte folgen in der Chronologie des Lebens Jesu jetzt noch die Geschichte von Zachäus und das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden, die beide allerdings erst in Lukas in Lukas 19 berichtet werden.
[22:58] Ebenso das Gastmahl bei Simon und der Plan der Schriftgelehrten, Jesus umzubringen.
[23:03] Das kommt dann in Matthäus und Markus allerdings erst später im Verlauf der letzten Tage vor der Kreuzigung werden diese Ereignisse dann nachgetragen.
[23:13] Und erst durch Johannes in Johannes 12, ab Vers 1 kann dann die korrekte Chronologie dann tatsächlich etabliert werden.
[23:25] Wir kommen jetzt zu Markus Kapitel 11 und damit zu der sogenannten letzten der Passionswoche, wie sie genannt wird, der letzten Woche Jesu vor der Kreuzigung.
[23:40] Wir lesen hier in Vers 1 bis 11 den triumphalen Einzug in Jerusalem.
[23:45] Hier beginnt die letzte Woche, und diesen Bericht finden wir auch in Matthäus 21, Vers 1 bis 11.
[23:55] Dieser Einzug findet an einem Sonntag, dem 9. Nisan im Jahre 31 statt.
[24:02] „Und als sie sich Jerusalem näherten und nach Betfage und Betanien an den Ölberg kamen, sandte er zwei seiner Jünger.“
[24:11] Betfage, wörtlich „das Haus der unreifen Feigen“.
[24:17] Betanien, hier im Vergleich zu Matthäus noch extra erwähnt, „das Haus der Armen“.
[24:21] Und Ölberg, der Ölberg ist natürlich östlich von Jerusalem.
[24:27] „Und sprach zu ihnen: ‚Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und sobald ihr...‘“
[24:29] das Dorf vor euch liegt, und sobald ihr dort hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und führt es her. Matthäus erwähnt noch zusätzlich eine Eselin. Dafür hat Markus das neue Detail, dass auf diesem Füllen noch niemand zuvor geritten war. Vers 3: "Und wenn jemand zu euch sagt: 'Warum tut ihr das so?', sprecht: 'Der Herr braucht es.' So wird er es sogleich hierher senden."
[24:56] Gegenüber Matthäus wird hier diese hypothetische Frage auch direkt ausformuliert. In Vers 4 lesen wir: "Sie aber gingen hin und fanden das Füllen angebunden an dem Tor draußen am Scheideweg und banden es los." Auch hier hat Markus genauere Details. Interessanterweise lässt er aber, wie oft, den Hinweis von Matthäus aus, dass sich das erfüllt hat oder dass das geschehen ist als Erfüllung der alttestamentlichen Prophetie, in diesem Fall Sacharja Kapitel 9 Vers 9. Wir haben ja gesehen, dass generell Markus sehr spärlich oder fast nie solche Verweise auf das Alte Testament gibt, weil er offensichtlich zu Nichtjuden schreibt.
[25:41] Vers 5 und 6: "Und etliche der Umstehenden sprachen zu ihnen: 'Was macht ihr da, dass ihr das Füllen losbindet?' Sie aber redeten zu ihnen, wie Jesus befohlen hatte, und sie ließen es ihnen." Das sind Zusatzinformationen, die wir nur bei Markus hier finden, die Matthäus nicht hat, und die zeigen, dass also die Worte von Jesus wohl bedacht gewesen sind und sie auf diese Situation vorbereitet haben.
[26:06] Vers 7: "Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf." Matthäus 21 Vers 7 ergänzt, dass auch die Eselin mitgebracht worden ist.
[26:18] Vers 8: "Da breiteten viele ihre Kleider aus auf dem Weg, andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg." Das war ein Zeichen der Freude und der Ehrerbietung dem König gegenüber.
[26:30] Und jetzt kommt Vers 9: "Und die vorausgingen und die Nachfolgenden riefen und sprachen: Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!" Hosianna heißt wörtlich "Oh hilf!" oder "Oh errette!" Und das ist ein direktes Zitat aus Psalm 118. Es lohnt sich, das einmal nachzuschlagen und hier etwas zu beobachten. In Psalm 118 Vers 25 und 26 lesen wir: "Ach, HERR, hilf!" (Hebräisch: Hosianna!) "Ach, HERR, lass wohl gelingen! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn! Wir segnen euch vom Haus des Herrn aus."
[27:11] Das ist deswegen so interessant, weil genau dieser Psalm 118 im Kontext einige interessante messianische Prophezeiungen noch enthält, zum Beispiel in Vers 22: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden." Wir werden noch sehen, dass Jesus – wenn wir nächste Woche sehen – dass Jesus sich direkt darauf auch dann bezogen hat in seinem Gespräch mit den Pharisäern. Vers 24: "Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm." Auch das bezieht sich auf den letztlich auf die Erlösung, die Gott bereitet hat, oder auch Vers 27: "Der Herr ist Gott, er hat uns Licht gegeben. Bindet das Festopfer mit Stricken an die Hörner des Altars." Also, diese Worte sind verbunden mit dieser Idee eines Messias, der in Jerusalem eingeht, aber sind auch verbunden mit der Idee eines Opfers, des Tages, den Gott bereitet hat, und mit dem Eckstein, der von den Bauleuten verworfen worden ist. Also Psalm 118 hat hier am Ende diese eine, eine sehr dichte, eine große Dichte an Ideen, die alle mit der Kreuzigung Jesu und dem Evangelium verbunden sind. Deswegen ist natürlich dieser Ausruf "Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!" enorm bedeutsam und wichtig. Jesus wird sich natürlich daran erinnert haben, was auch davor und danach stand, und das zeigt, es lenkt unseren Blick auf das Geschehen jetzt in Jerusalem und das Opfer, das Jesus bringen wird.
[28:43] Vers 10: "Gepriesen sei das Reich unseres Vaters David, das kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!" Hier wird ganz unmissverständlich die messianische Erwartung der Menschen ausgedrückt: das Reich Davids. Der Messias ist ja der Sohn Davids, und von diesem Reich Davids finden wir im Alten Testament immer wieder klare Hinweise. Jesaja 9 Vers 5 und 6: "Der Sohn, der geboren wird, der wird das Reich Davids, das die Herrschaft, die wird auf seiner Schulter sein. Er wird das Reich Davids mehren, und es wird größer werden."
[29:21] Und in Jeremia 33 Vers 15 bis 17 finden wir auch diese Idee. Dort heißt es: "In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich David einen Spross der Gerechtigkeit hervorsprießen lassen, und er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen, und mit diesem Namen wird man sie benennen: 'Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.' Denn so spricht der HERR: 'Es soll David nie an einem Mann fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt.'"
[29:52] Und dann Hesekiel 34, wo sogar gesagt wird, dass David über Israel regieren wird. Das heißt dort Vers 23: "Ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David. Der soll sie weiden, und der soll ihr Hirte sein." Wir können noch mehr Texte anführen, die wir im Sendemanuskript haben. Das Alte Testament zeigt immer wieder diese messianische Erwartung, hat zu tun mit dem Reich Davids. Und für die Israeliten bedeutete das das politische Reich Davids. Aber das Alte Testament hatte schon deutlich gemacht, dass es bei diesem neuen Bund um die Gnadengüter Davids geht. Das können wir ganz deutlich nachlesen in Jesaja 55 und dort in Vers 3: "Neigt eure Ohren und kommt her zu mir, so wird eure Seele leben. Denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren: die Gnadengüter Davids, die zuverlässig sind." Das ist das, was Gott dem David an Evangeliumsversprechen gegeben hat, und das Ganze mündet ja dann am Ende nach den 1000 Jahren auch in eine tatsächliche, buchstäbliche Weltherrschaft der Dynastie Davids, nämlich Jesus wird für alle Ewigkeit der König auf dieser Erde sein.
[31:07] Was Matthäus und Markus hier nicht berichten, ist die Klage Jesu über Jerusalem, als er auf dem Weg nach Jerusalem am Ölberg angekommen ist. Das finden wir dann erst in Lukas 19 Vers 41 bis 44. Nach dieser Klage nimmt die Prozession trotzdem noch einmal einen triumphalen ähm Charakter an. Das wird uns in Matthäus 21 Vers 10 und 11 berichtet, aber auch von Markus nicht erwähnt. Jesus erreicht die Stadt erst gegen Abend, und daher findet an diesem Tag kein größeres Ereignis mehr statt.
[31:49] Wir lesen hier in Vers 11: "Und Jesus zog ein in Jerusalem und in den Tempel, und nachdem er alles betrachtet hatte, ging er, da die Stunde schon vorgerückt war, mit den Zwölfen hinaus nach Betanien." Er betrachtet traurig den Tempel, der zu diesem Zeitpunkt relativ leer ist. Die Menschen waren ja auf den Straßen unterwegs und zieht sich dann mit seinen Jüngern nach Betanien zurück. Und das ist eine wichtige chronologische Erkenntnis, dass an diesem Tag, an diesem Sonntag, als Jesus nach Jerusalem zum ersten Mal einzog mit diesem triumphalen Einzug, zunächst einmal nichts weiter an diesem Tag passiert ist, sondern dass die, die Tempelreinigung dann erst später passiert ist, wie wir gleich sehen werden.
[32:30] Vers 12 bis 14 bringt jetzt die Verfluchung des Feigenbaumes. Die findet sich auch in Matthäus 21 Vers 18 und 19. Vers 12: "Und als sie am folgenden Tag Betanien verließen" – das heißt, wir sind jetzt am Montag, ja, am Montag vor der Kreuzigung. Matthäus ergänzt noch, dass es früh am Morgen war. Es heißt hier: "Und als sie am folgenden Tag Betanien verließen, hatte er Hunger. Und als er von fern einen Feigenbaum sah, der Blätter hatte, ging er hin, ob er etwas daran finden würde. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen." Ähm, es ist noch nicht die Zeit der Feigenreife in diesem Monat Nissan. Es ist aber so, dass bevor der Feigenbaum Blätter entfaltet, schon die ersten Frühfeigen, diese Knospen, äh, zu sehen sind, so, so Art Knospen in Anführungsstrichen. Und wenn also ein Feigenbaum Blätter ausgetrieben hat, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass er auch Feigen hat. Und diese Frühfeigen sind essbar. Dieser Baum war so ein besonderer Baum. Er hatte den Anschein, dass er Feigen hätte. Sein Aussehen versprach Früchte, die er aber nicht hatte. Er hat also sozusagen einen falschen Eindruck hinterlassen, und damit wurde er zu einem passenden Symbol für das heuchlerische Volk Gottes, das den Anschein erweckte, Früchte zu haben, aber die Frucht des Geistes, die in Galater beschrieben ist – Galater 5 Vers 22: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung" – die fehlte. Lieber Freund, liebe Freundin, wir, ich und du, wir müssen uns die Frage stellen, ob die Frucht in unserem Leben sichtbar ist, oder ob wir nur durch unser Bekenntnis, durch die Lieder, die wir singen und durch den Gottesdienst, den wir besuchen, ob wir nur den Anschein erwecken, dass wir Christen sind. Erwecken wir nur einen Anschein, oder gibt es auch echte Früchte zu sehen?
[34:49] Vers 14: "Und Jesus begann und sprach zu ihm: 'Es esse in Ewigkeit niemand mehr eine Frucht von dir!'" Und seine Jünger hörten es. Diese Verfluchung des Feigenbaums war ein Gleichnis für den unwiderbringlichen Abfall des Volkes Israel. Jesus war seinen Jüngern bekannt als der, der wiederhergestellt hat, der, der sich erbarmt hat, der geheilt hat, der wieder zum Leben erweckt hat, der immer wieder hergestellt hat. Hier hat er einen Feigenbaum verflucht. Das erschien seltsam, und tatsächlich ist dieser seltsame Akt auch eine Illustration für etwas, was für Gott selbst seltsam ist, dass er nämlich Gericht ausführen muss über diejenigen, die seine Liebe und Gnade und Güte ablehnen und nicht wahrhaben wollen.
[35:51] Vers 15 finden wir jetzt die berühmte Geschichte von der Tempelreinigung. Es ist eines der zentralen Ereignisse in dieser letzten Woche vor der Kreuzigung. Eigentlich ist es ja die zweite Tempelreinigung. Die erste fand bereits 3 Jahre zuvor statt, als Jesus seinen Dienst gerade begonnen hatte und dort in Jerusalem im Frühjahr 28 die Tempelhändler vertrieben hatte. Das wird allerdings dann erst von Johannes in Johannes 2 berichtet, der eine Reihe von Geschichten aus der Frühzeit des Wirkens Jesu dann aufschreibt.
[36:28] Diese zweite Tempelreinigung, diese Tempelreinigung am Ende seines Dienstes, die findet sich auch in Matthäus 21 Vers 12 bis 17 und ist dort so eng thematisch mit dem Einzug in Jerusalem verknüpft, dass durch oberflächliches Lesen der Eindruck entstehen könnte, dass bereits bei dem Einzug Jesus direkt in den Tempel gegangen sei und dann ihn zu reinigen. Aber das ist nicht der Fall, wie Markus uns sehr deutlich zeigt, und diese chronologischen Details sind hier wichtig. Ähm, erfolgte diese Tempelreinigung erst am nächsten Tag, als er wieder nach Jerusalem kam, also erst am Montag.
[37:08] Vers 15: "Und sie kamen nach Jerusalem, und Jesus ging in den Tempel und begann, die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften. Und er stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer, und er ließ nicht zu, dass jemand ein Gerät durch den Tempel trug." Das entspricht etwa Matthäus 21 Vers 12. Aber Markus fügt noch hinzu, dass Jesus auch das Tragen von Geräten nicht erlaubte.
[37:33] Vers 17: "Und er lehrte und sprach zu ihnen: 'Steht nicht geschrieben: "Mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden." Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.'" Das ist ein sehr interessanter Vers. Jesus zitiert aus dem Alten Testament, und zwar explizit Jesaja 56 Vers 7: "Mein Haus soll nicht ein – Verzeihung – mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden." Aber Jesus bezieht sich noch auf einen anderen Vers, den er sozusagen nur implizit erwähnt, ohne ihn direkt zu zitieren, nämlich Jeremia 7 und dort Vers 11. In Jeremia 7 und dort Vers 11 lesen wir: "Ist denn dieses Haus, das nach meinem Namen genannt ist, in euren Augen zu einer Räuberhöhle geworden? Ja, wahrlich, auch ich sehe es so an, spricht der HERR."
[38:31] Was ist das Problem? Ähm, in Jeremia 7 geht es weniger um die Unordnung im Tempel als vielmehr um die Tatsache, dass dort Menschen Folgendes tun, was in Vers ab Vers 8 ähm gesagt wird: "Siehe, ihr – ich Verzeihung – ihr verlasst euch auf trügerische Reden, die keinen Nutzen bringen. Meint ihr denn, nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch geschworen, den Baal geräuchert habt und anderen Göttern nachgelaufen seid, die ihr nicht kennt, dass ihr dann kommen und vor mein Angesicht treten könnt in diesem Haus, das nach meinem Namen genannt ist, und sprechen: 'Wir sind errettet', nur um dann alle diese Gräuel weiter zu verüben?" Die Israeliten dachten, dass sie gerettet sind, weil sie den Tempel des Herrn haben. Und es heißt in Vers 4: "Verlasst euch nicht auf trügerische Worte wie diese: 'Der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn ist dies!'" Sie dachten, dass sie weiter sündigen können, Hauptsache, sie gehen in den richtigen Tempel und sind dann dort sicher. So wie eine Räuberhöhle den Verbrechern, den Räubern, einen Schutz bietet. Und Jesus sagt: "Ist mein Haus für euch wie eine Räuberhöhle, wo ihr – ihr, ihr, ihr begeht eure Sünden und dann seid ihr – denkt ihr, dass ihr als Räuber, als Diebe, als Mörder, als Ehebrecher auch noch Sicherheit findet, indem ihr in mein Haus kommt? Ist denn das der Tempel zu einer Räuberhöhle gemacht worden?"
[39:58] Das ist der Gedanke, der auf den Jesus aufgreift. Diese Israeliten, das – das Problem hier in Markus 11 bei der Tempelreinigung ist ja nicht einfach nur, dass die Dezibelzahl ein bisschen zu laut war. Das Problem war, dass Menschen mit ihren Sünden kamen und glaubten, dass sie einfach errettet sind, ohne echte Vergebung zu erhalten, ohne wirklich echten Glauben zu haben. Sie haben gedacht, wenn sie einfach nur am richtigen Ort sind, sind sie gerettet, ganz egal, ob sie weiterhin dieselben Sünden weitertun. Und das ist ein wichtiger Punkt, denn wie oft wird auch heute in christlichen Kirchen gepredigt, dass du zu Gott kommen kannst, wie du bist, und dass du auch so bleiben kannst, wie du bist, dass es Gott letztlich nicht stört, ob du bestimmte Sünden dann halt immer und immer wieder mal machst, dass – dass die Liebe alles zudeckt. Wie viele Christen glauben, dass wenn sie in die Kirche gehen, wenn sie Lieder singen, dass sie dann halt einfach gerettet sind, ohne dass das Leben sich wirklich von Grund auf an geändert hat.
[41:10] Der christliche Glaube ist keine Räuberhöhle, kein Schutz für Sünder, die weiter sündigen wollen. Und Jesus macht das ganz deutlich. Er reinigt den Tempel.
[41:32] Und wir, die wir in der Zeit leben, in der das himmlische Heiligtum gereinigt wird. Ich glaube, es lohnt sich, dass wir uns diese Geschichte hier anschauen und sehen, worauf es Jesus ankommt. Bei der Reinigung des Tempels geht es darum, dass wir uns bewusst machen, dass wir bei Jesus Vergebung für jede Sünde bekommen können, aber dass wir diese Sünde auch lassen sollen und nicht glauben können, dass wir einfach weitersündigen und trotzdem irgendwie errettet sind. Das ist ein – eine gefährliche, ein gefährlicher Trug. Und interessanterweise geht es ja bei der endzeitlichen Reinigung des Heiligtums auch darum, uns vorzubereiten auf die Zeit, in der wir kurz vor der Wiederkunft keinen Vermittler mehr im himmlischen Heiligtum haben werden.
[42:29] Vers 18: "Und die Priester – Verzeihung – und die Schriftgelehrten und die obersten Priester hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten, denn sie fürchteten ihn, weil die ganze Volksmenge über seine Lehre staunte." Markus bringt hier den weiteren Aspekt, dass die Priester Jesus töten möchten und dass die ganze Menge über seine Lehre staunt. Dafür lässt er weg, was Matthäus berichtet, dass die Kinder den Ruf Hosianna vom Vortag wieder aufgegriffen haben und auch die Antwort von Jesus, der das Alte Testament da zitiert hat.
[43:10] Vers 19: "Und als es Abend geworden war, ging er aus der Stadt hinaus." Wieder übernachtet er nicht in Jerusalem, sondern in Betanien, wie es in Matthäus 21 Vers 17 dann noch deutlich gesagt wird.
[43:24] Vers 20 bis 26 haben wir dann die Geschichte vom Feigenbaum, der jetzt verflucht ist, nachdem Jesus ihn in Vers 12 bis 14 verflucht hat, und eine anschließende Rede über den wahren Glauben schließt sich an. All das ereignet sich jetzt offensichtlich am darauffolgenden nächsten Tag, das heißt am Dienstag. In Matthäus 21 Vers 18 bis 22 sind die Verfluchung des Feigenbaums und die Reaktion auf den verfluchten Feigenbaum thematisch, wie oft das mal Matthäus geschieht, der eher thematisch Dinge verknüpft, zusammengenommen worden, weil es sich ja um einen Zusammenhang handelt. Markus, der sehr viel chronologischer ist, als ihm das meistens nachgesagt wird, ähm, hat die beiden Teile der Geschichte an den Stellen, wo sie chronologisch passiert sind, eingeordnet.
[44:15] Vers 20: "Und als sie am Morgen vorbeikamen, sahen sie, dass der Feigenbaum von den Wurzeln an verdorrt war." Das Wort von Jesus ist eingetroffen. Der Feigenbaum stand am Wegesrand nach Matthäus 21 Vers 19. Das heißt, er war kein Privateigentum. Die Worte von Jesus haben also keinen persönlichen Schaden bei irgendjemandem hervorgerufen.
[44:34] Vers 21: "Und Petrus erinnerte sich und sprach zu ihm: 'Rabbi, sieh, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt!'" Und hier sehen wir, dass wir Matthäus 21 nicht so verstehen dürfen, dass der Feigenbaum sozusagen in der nächsten Sekunde verdorrt ist und dann Petrus sofort das bemerkt, sondern hier wird ganz deutlich: er erinnert sich an das, was am Tag zuvor geschehen ist. Sie sind also weitergegangen, und am nächsten Tag haben sie bemerkt: dieser Feigenbaum ist tatsächlich verdorrt worden. Und das wird in Matthäus halt zu einer Geschichte zusammengeschweißt, weil es dort um das Thema geht und nicht so sehr um die Reihenfolge, wann was genau passiert ist. Vers 21 haben wir gelesen. Verzeihung. Was interessant hier noch ist, ist, dass Petrus hier tatsächlich mit Namen erwähnt wird, was bei Matthäus gar nicht der Fall ist. Auch das geht sicherlich auf den tatsächlichen Petrus zurück, der das dem Markus in seinen Predigten weitergegeben haben wird.
[45:33] Vers 22: "Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: 'Habt Glauben an Gott!'" Auch dies ist eine dieser expliziten Aufforderungen ist neu gegenüber Matthäus.
[45:43] Vers 23: "Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: 'Hebe dich und wirf dich ins Meer!', und in seinem Glauben nicht zweifelt, dann glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, so wird ihm zuteil werden, was immer er sagt. Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteil werden." Es ist ganz klar, es geht ganz klar.
[46:20] Verzeihung, wichtig ist es erst einmal für das Verständnis dieser Verse zu wissen, was Glaube biblisch ist. Glaube ist ja nicht ein sich darauf verlassen, dass die eigenen Wünsche wahr werden, sondern Glaube basiert auf der Verlässlichkeit des Wortes Gottes. In Römer 10 und dort Vers 17 lesen wir: "Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort." Entsprechend sagt uns Römer 1 Vers 17: "Der Gerechte lebt aus Glauben." "Der Gerechte wird aus Glauben leben." Und Matthäus 4 Vers 4 zeigt uns, was das praktisch bedeutet. Es heißt nämlich dort in Matthäus 4 Vers 4: "Jesus sagt: 'Er aber antwortete und sprach: "Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht."'"
[47:09] das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Glauben aus dem Glauben zu leben bedeutet, aus jedem Wort zu leben, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Glaube bedeutet also, das Wort Gottes für wahrzuhalten und so zu leben, als ob das Wort Gottes wahr wäre, sich auf das Wort Gottes zu verlassen, von Dingen überzeugt zu sein, die man mit den eigenen Sinnen nicht wahrnehmen kann, die durch das Wort Gottes offenbart werden, wie es in Hebräer 11 beschrieben wird, wo es heißt in Hebräer 11 und dort in Vers 1: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“
[47:52] Es geht hier also dabei um Dinge, die Gott gesagt hat, um Gottes Wort. Es geht nicht um persönliche menschliche Gedanken und Impulse, die sich dann angeblich erfüllen, wenn wir nur fest genug dran glauben. Das ist, was die Welt uns sagen möchte. Die Welt sagt: „Wenn du nur fest dran glaubst, was du dir wünschst, dann wirst du alles bekommen, was du dir wünschst.“ Das sagt Jesus nicht. Er setzt hier voraus, dass wir verstehen, was biblischer Glaube ist, was ja an anderen Bibelstellen ausführlich und klar erklärt wird.
[48:24] Vers 24: „Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteil werden.“ Wir sehen hier ganz klar, es geht um Dinge, die wir vor Gott bringen im Gebet. Es geht also um geistliche Dinge. Und wir sollen ja, so sagt es Johannes 14, Vers 13 und 14, und an anderen Stellen im Johannesevangelium auch, wir sollen ja im Namen Jesu beten. Es geht also um Dinge, die wir im Namen Jesu erbeten haben.
[48:50] Und dann kommt noch eine weitere Bedingung hinzu in Vers 25 und 26: „Und wenn ihr da steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlung vergibt. Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird auch euer Vater im Himmel eure Verfehlung nicht vergeben.“
[49:08] Das heißt, eine weitere Bedingung für erhörtes Gebet ist eine echte christliche Vergebungsbereitschaft. Wer nicht bereit ist, anderen zu vergeben, der kann das Reich Gottes nicht sehen und entsprechend auch nicht die Wunder sehen, die Gott dem wahrhaft Glaubenden schenken möchte. Das, was hier am Ende geschrieben steht, ist natürlich eine Wiederholung eines Gedankenganges, den wir auch in der Bergpredigt finden in Matthäus Kapitel 6, Vers 12 bis 15.
[49:46] Anschließend findet sich jetzt eine Geschichte, in der die Obersten Jesus nach seiner Autorität fragen. Die Geschichte, mit der wir heute hier diese Betrachtung beenden wollen.
[49:57] Dieser Bericht findet sich auch in Matthäus 21, Vers 23 bis 27, und auch in Lukas 20, Vers 1 bis 8. Alle drei Berichte sind in etwa gleich lang.
[50:10] Vers 27: „Und sie kamen wiederum nach Jerusalem. Und als er im Tempel umherging, traten die obersten Priester und die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm und sprachen zu ihm: In welcher Vollmacht tust du dies? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben, dies zu tun?“
[50:28] Dies ist nun ein Tag nach der Tempelreinigung. Wir sind jetzt also am Dienstag. Markus ergänzt noch, dass Jesus umherging, während Matthäus uns noch sagt, dass Jesus gelehrt hat.
[50:46] Sicherlich bezieht sich das, was sie in Vers 28 fragen, auch auf die Tempelreinigung am Tag vorher, nicht nur auf die Lehren, die er jetzt an diesem Tag vorträgt.
[50:53] Vers 29: „Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen. Wenn ihr mir antwortet, so will ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich dies tue.“
[51:06] Jesus geht also nicht direkt auf die Frage ein, sondern stellt eine Gegenfrage. Damit offenbart er die eigentliche zugrunde liegende Kernproblematik. Die Obersten sind bereits seit Jahren im Widerstand gegen Gottes Wirken.
[51:26] Vers 30: „War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir!“ Und sie überlegten bei sich selbst und sprachen: „Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er fragen: Warum habt ihr dann nicht geglaubt? Wenn wir aber sagen: Von Menschen, da fürchteten sie das Volk, denn alle meinten, dass Johannes wirklich ein Prophet gewesen war.“ Und sie antworteten Jesus und sprachen: „Wir wissen das nicht.“ Da erwiderte Jesus und sprach zu ihnen: „So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.“
[52:09] Jesus legt den Finger liebevoll genau in die Wunde. Die Obersten haben das Wirken Gottes in der Bewegung von Johannes dem Täufer, diese Erweckungsbewegung, nicht anerkannt.
[52:21] Hätten sie das getan, hätten sie wirklich ihr Leben Gott gegeben, als Johannes der Täufer diese Erweckungsbewegung geleitet hat, dann wären sie jetzt auch bereit gewesen, das Wirken von Jesus anzuerkennen.
[52:37] Gleichzeitig sind sie nicht aufrichtig genug, ihre Ablehnung offen zuzugeben, weil sie ja beim Volk gut angesehen sein möchten. Diese rein politische Einstellung macht es ihnen unmöglich, die göttliche Autorität im Leben und Wirken Jesu richtig zu verstehen.
[52:58] Sie versuchen irgendwie politisch keinerlei Macht zu verlieren und gleichzeitig nicht die Botschaft Gottes anzunehmen. Und weil sie so sehr in ihrer weltlichen Politik gefangen sind, würde ihnen eine korrekte Antwort auch nicht weiterhelfen, weil ihr Herz gar nicht in dem Zustand war, davon zu profitieren.
[53:19] Es ist also möglich, dass wir uns so sehr ins Abseits manövriert haben, dass wir auf eine konkrete Frage nicht einmal davon profitieren, wenn uns die korrekte Antwort gegeben wird.
[53:37] Statt sich mit dieser Frage profilieren zu wollen, müssten sie ihr bisheriges Verhalten hinterfragen, ändern, also bereuen. Dann würde die richtige Antwort auf diese Frage ihnen auch helfen.
[53:55] Menschen gehen nicht aus Mangel an korrekten Antworten verloren, sondern weil sie das bereits offenbarte und ihnen klare Licht ablehnen.
[54:05] Sie wussten ganz genau, was Gott von ihnen wollte, als Johannes der Täufer dreieinhalb, vier Jahre zuvor gepredigt hatte.
[54:17] Jetzt könnten sie erst wirklich von der Antwort von Jesus profitieren, wenn sie ihre Ablehnung bereuen würden.
[54:31] Und das bedeutet, es geht nicht zu sehr darum, immer korrekte Antworten zu erhalten. Es geht darum, das Herz verändern zu lassen. Es geht darum, auf das, was ich schon weiß, was mir klar ist, wirklich zu hören und Buße zu tun.
[54:49] Wir haben heute gesehen, was Jesus gelehrt hat über das Dienen. Wir haben gesehen, wie er bei seinem Einzug in Jerusalem und in der Tempelreinigung versucht hat, den Menschen die eigentlichen Prinzipien des Reiches Gottes deutlich aufzuzeigen, und dass wir in der Gefahr stehen, einfach nur äußerlich einen Eindruck des Christentums zu vermitteln, ohne echte Frucht zu haben.
[55:20] Die Frage heute ist: Möchtest du von Jesus lernen, was es wirklich bedeutet zu dienen? Möchtest du echte Früchte bringen, die der Heilige Geist in deinem Leben bewirkt? Dann lass uns gemeinsam darum beten.
[55:37] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass dein Wort klar und deutlich ist. Danke, dass dein Wort nicht alle unsere Kuriositäten und alle unsere kuriosen Fragen beantwortet, sondern das, was unser Herz wirklich braucht, dass es zu unserem Herzen spricht und uns von Sünde, von Gerechtigkeit und von Gericht überführt.
[56:00] Danke, dass dein Heiliger Geist das tut. Und Herr, wir wollen lernen, wirklich zu dienen, wollen lernen, echte Christen zu sein. Wir bitten dich, dass du in unserem Leben die Frucht des Geistes sichtbar machst und dass in unserem Leben die Frucht des Geistes sichtbar wird.
[56:20] Und dass du dich über uns freuen kannst, dass wir wirklich errettet sind, weil wir echt erlebt haben, weil du uns die Sünde vergeben hast, uns gereinigt hast und uns auch die Kraft schenkst, die Sünde zu lassen. Wenn wir einmal fallen, dürfen wir wissen, dass wir immer zu dir zurückkommen können, dass, wenn wir aufrichtig bereuen, du uns genauso wiederherstellst wie zuvor, ja, noch uns noch fester an dich bindest. Hab Dank dafür von ganzem Herzen.
[56:54] Amen. Damit verabschieden wir uns auch heute von euch und wünschen euch viel Freude im Studium des Evangeliums. Nächste Woche werden wir dann in Kapitel 12 fortfahren. Bis dahin wünsche ich euch Gottes reichen Segen und dass wir Jesus immer mehr lieb gewinnen. Gott mit euch. Amen.