[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.julmedia.de. Wie immer möchten wir alle Zuschauer auf dem Sender "Das Wort" auch ganz herzlich begrüßen zu einer ganz besonderen Folge unserer Serie "Jesus im Johannesevangelium". Heute soll es um ein Thema gehen, das unglaublich tiefgründig, interessant, spannend ist und leider auch immer wieder zu vielen Auseinandersetzungen zwischen Gläubigen führt.
[1:10] Das Thema betrifft einen Aspekt der biblischen Wahrheit, der so tiefgründig ist, dass niemand von uns ihn vollständig erfassen kann. Niemand von uns kann allumfassende Definitionen geben. Wir alle müssen uns im Glauben an das Wort Gottes klammern, um das zu glauben, was er offenbart hat, wissend, dass es vieles gibt, was wir nicht verstehen können.
[1:42] Das Thema, das wir mit der Einstellung eines Kindes, das lernen möchte, heute gemeinsam betrachten wollen, lautet: "Vater, Sohn und Heiliger Geist". Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 14. Dezember, und wir wollen dieses Thema studieren als solche, die wissen, wie begrenzt sie sind und wie leicht wir auch Dinge behaupten können, die wir nicht wirklich vielleicht aus der Bibel belegen können, wie leicht wir über das Ziel hinausschießen können und wie leicht wir uns auch verwirren lassen durch andere Meinungen.
[2:27] Wir wollen uns heute an das Wort Gottes klammern und Gott reden lassen. Bevor wir sein Wort aufschlagen, wollen wir ihn einladen, dass er durch seinen Heiligen Geist zu jedem von uns, ganz egal welche Position er gerade in einigen der Detailfragen zu diesem Thema einnimmt, ganz egal von welcher Seite wir uns diesem Thema nähern, dass er zu uns spricht und uns in alle Wahrheit führt, wie er versprochen hat, durch den Heiligen Geist, dass wir bereit sind, vorgefertigte Meinungen und eigene Ideen auf den Altar zu legen, damit Gott durch sein ewiges Wort mich, dich, uns alle so korrigieren kann, damit wir die Wahrheit wirklich verstehen, wie er möchte, dass wir sie verstehen und in die Einheit des Glaubens finden.
[3:30] Wollen wir gemeinsam darum beten? Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du jetzt durch dein Wort zu uns persönlich sprechen möchtest. Herr, wir stehen in deiner Gegenwart und wollen über dich reden und müssen eigentlich ganz ehrlich zugeben, dass die Aufgabe zu groß für uns ist.
[4:01] Niemand von uns kann einen wissenschaftlichen Vortrag über dich geben. Du bist viel größer, viel tiefgründiger als alles, was unser menschliches Hirn erfassen kann, und doch hast du dich uns offenbart. Du hast vieles über dich gesagt, und das, was du gesagt hast, das wollen wir glauben. Wir wollen keinen Anspruch erheben, alles zu wissen, sondern wie ein Kind an deiner Hand gehen. Schenk du uns Weisheit zu verstehen, was du uns offenbart hast, warum du es uns offenbart hast und wie wir es verstehen können, damit wir den Zweck erfüllen, das Ziel erreichen, wozu du uns diese Dinge gesagt hast.
[4:51] Herr, wir stehen jetzt vor dir als solche, die dich brauchen, mehr als je zuvor. Wir wollen nicht unsere Meinung bestätigen, wir wollen dich kennenlernen, besser kennenlernen, immer besser kennenlernen und im Glauben tief verwurzelt sein. Herr, sprich du jetzt durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu.
[5:30] Amen. Wir wollen unser Thema beginnen mit einem Vers, in dem Vater, Sohn und Heiliger Geist von Jesus erwähnt werden. In Johannes 14, Vers 25 und 26 heißt es: "Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe."
[6:04] Ohne den Heiligen Geist werden wir dieses Thema nicht verstehen können. Jesus sagt explizit: Er, der jetzt nicht mehr hier unter uns auf dieser Erde weilen kann, weil er im himmlischen Heiligtum Priester ist, er redet von dem Beistand, von dem Heiligen Geist, der von dem Vater gesandt wird im Namen Jesu, dass dieser Heilige Geist uns alles lehren wird. Gemeint ist alles, was wir erfassen sollen, was wir erfassen können, was gut für uns ist.
[6:43] Es gibt Dinge, die sind zu hoch für uns, die wird uns auch der Heilige Geist nicht erklären können, weil sie nicht notwendig für uns sind. Der Heilige Geist offenbart all das, was Gott möchte, dass uns offenbart wird. Er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
[6:54] Wenn wir wissen wollen, was Jesus zum Thema der Gottheit gesagt und gemeint hat, dann brauchen wir dazu den Heiligen Geist, denn dazu ist der Heilige Geist da, um uns das zu erklären. Wir nähern uns einem Thema, das so groß ist, dass wir als Menschen winzig klein davor stehen.
[7:25] In 2. Mose Kapitel 3, Vers 2: "Da erschien ihm, dem Mose, der Engel des Herrn in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Und als er hinsah, siehe da, brannte der Dornbusch im Feuer, und der Dornbusch wurde doch nicht verzehrt." Ein Symbol für die nicht aufhörende Liebe Gottes.
[8:02] Da sprach Mose: "Ich will doch hinzutreten und diese große Erscheinung ansehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt." Gott erscheint Mose, und Mose bemerkt etwas davon, und er interessiert sich dafür, und er will hinzutreten, er will der Sache auf den Grund gehen.
[8:23] Gott hat sich uns offenbart im Wort Gottes, in Erfahrungen, die wir gemacht haben. Wir haben die ewig brennende Liebe Gottes in unserem Leben erfahren, und wir wollen ihn besser kennenlernen. Auch wir wollen hinzutreten und Gott besser ergründen.
[8:46] Aber jetzt lesen wir in Vers 4: "Als aber der Herr sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: 'Mose, Mose!'"
[8:57] Mose, Mose! Eine der wenigen Stellen in der Bibel, zehn gibt es insgesamt, in denen Gott zweimal ruft. Spricht Abraham, Abraham auf dem Berg Moria, spricht Jakob, Jakob, als dieser auf dem Weg nach Ägypten ist, und er spricht hier: "Mose, Mose!"
[9:23] Er antwortete: "Hier bin ich." Da sprach er: "Tritt nicht näher heran."
[9:35] Lieber Freund, liebe Freundin, wir dürfen zu Gott kommen, wie wir sind, aber es gibt Themen und es gibt Aspekte der Gottheit Jesu, da können wir nicht näher herantreten. Dort sagt Gott: "Bleib stehen, ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliges Land."
[10:08] Die Gegenwart Gottes macht aus dreckigem Staub heiliges Land. Gott ist so heilig, dass sogar der Staub in seiner Gegenwart heilig wird. So heilig, dass Mose seine Füße ausziehen sollte – Verzeihung – seine Schuhe ausziehen sollte.
[10:42] Gott ist so heilig, dass jede theologische Erörterung über sein Wesen so heilig wird, dass wir unsere Schuhe ausziehen sollten und wir auf heiligem Boden stehen.
[11:01] Vers 6: "Und er sprach: 'Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.' Da verbarg Mose sein Angesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen."
[11:20] Ist das unsere Einstellung, wenn wir über das Thema der Gottheit nachdenken, oder wissen wir alles und reden drauf los und versuchen noch andere von unserer Meinung zu überzeugen, so, als wäre das Ganze nur eine mathematische Formel, die man einfach nur gut verstehen muss?
[11:41] Ich muss zugeben, man kann über dieses Thema – das geht mir persönlich so – sehr leicht sehr viel diskutieren, Zitate austauschen, hin und her diskutieren, aber ich muss selbst bekennen, in meinem Leben: Es kann sehr schnell passieren, dass man das hier aus den Augen verliert.
[12:07] Lasst uns uns daran erinnern, dass wenn wir über die Gottheit reden, wir heiligen Boden betreten, und dass wenn Gott sich uns offenbart in seinem Wort, dass wir unser Angesicht verbergen, dass wir uns davor fürchten, in Dinge hineinzustoßen, die nicht für uns sind, weil wir realisieren, wie heilig, wie groß, wie mächtig Gott ist, und wir uns mit dem begnügen, was er uns in seinem Wort klar und deutlich offenbart hat.
[12:50] Ellen White drückt es einmal so aus im Buch "The Faith I Live By", Seite 61, Vers 5. Dort sagt sie: "Wir sind so – Gott ist uns – wir sind so ignorant." Also, das im Englischen ist eigentlich besser. "Ignorant" ist so was wie unkundig. "Wir wissen so wenig", könnte man besser übersetzen. "Wir wissen so wenig von Gott, wie kleine Kinder. Aber als kleine Kinder können wir ihn lieben und ihm gehorchen."
[13:24] Wenn wir über Gott nachdenken, sagt Ellen White, dann sind wir, die wir uns für vielleicht bestandene Christen halten, die seit Jahren und Jahrzehnten die Bibel studieren. Sie sagt: "Wenn es um Gott geht, sind wir so, wir wissen so wenig von ihm wie kleine Kinder."
[13:41] Glaubst du das, lieber Freund, liebe Freundin, dass du und ich so wenig von Gott wissen wie kleine Kinder? Aber dass wir als kleine Kinder ihn lieben und ihm gehorchen können. Ein kleines Kind weiß vieles nicht, was der Erwachsene weiß. Ein kleines Kind kann vieles nicht begreifen, selbst wenn man es ihm erklären würde, es würde seinen Verstand übersteigen. Aber ein kleines Kind kann zwei Dinge tun: Es kann lieben und es kann gehorchen.
[14:10] Wir können Gott lieben und ihm gehorchen, an dem festhalten, was er uns gesagt hat. Sie sagt weiter: "Anstatt über seine Natur und seine Vorrechte zu spekulieren, lasst uns auf das Wort achten, das er gesprochen hat: 'Sei still und wisse, dass ich Gott bin.'" (Psalm 46, Vers 10).
[14:39] In diesem Sinne und mit dieser Einstellung wollen wir uns einige Aussagen, einige wenige Aussagen im Johannesevangelium anschauen, die über dieses Thema sprechen, und wir wollen zuerst uns über Gott den Vater Gedanken machen.
[14:59] In Johannes 1, Vers 1 heißt es: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Über diesen Vers wird oft gesprochen, weil man Jesus im Fokus hat, der als das Wort beschrieben wird. Aber in diesem Vers heißt es auch, dass das Wort bei Gott war. Das heißt, implizit wird damit gesagt: Gott der Vater ist von Anfang an existent.
[15:35] Gott den Vater, den gibt es schon immer. Und eine interessante Frage, die man sich stellen kann in diesem Moment, ist die Frage: Welche biblischen Worte, welche biblischen Verse, welche biblischen Gedanken, welche biblischen Formulierungen, sprachlichen Ausdrücke zeugen davon, dass Gott der Vater seit Ewigkeiten existiert?
[16:13] Und ich möchte dir diese Frage mitgeben: Hast du dir einmal Gedanken gemacht, warum du das aus der Bibel heraus glaubst? Welche biblischen Verse, welche biblischen Gedankengänge, welche biblischen Formulierungen, sprachlichen Ausdrücke zeugen davon, dass Gott seit Ewigkeit existiert?
[16:35] Hier haben wir eines: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott." Gott der Vater war im Anfang schon da. Aber wir erfahren mehr über Gott den Vater.
[16:54] In Johannes 3, Vers 16 heißt es: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der in ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Wir lernen, dass es Gott der Vater ist, der diese Welt so sehr liebt, dass er sogar seinen Sohn gegeben hat.
[17:13] Wir lernen in Vers 17: "Denn Gott" – gemeint ist Gott der Vater – "hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde." Es ist Gott der Vater, der die Welt liebt, und es ist Gott der Vater, der dich und mich retten möchte.
[17:35] Gott der Vater muss nicht erst davon überzeugt werden, dass wir gerettet werden wollen. Es ist nicht so, dass Jesus ihn erst überzeugt, dass wir ihn, dass wir vielleicht doch gerettet werden könnten. Es ist Gott der Vater, der dich und mich retten möchte, und deswegen hat er Jesus gesandt, weil er dich und mich so sehr liebt und dich und mich retten möchte.
[17:56] Ja, Gott der Vater hat einen ganz klaren Willen.
[18:07] Johannes 5, Vers 30: "Ich kann nichts von mir selbst aus tun", sagt Jesus. "Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat."
[18:25] Gott der Vater hat einen Willen. Jesus selbst auf dieser Erde hat sich danach gesehnt, den Willen des Vaters zu kennen, zu verstehen und umzusetzen.
[18:44] Ist es auch unser Wunsch, den Willen des Vaters zu kennen und zu tun?
[18:54] Johannes 6, Vers 45. Dort heißt es: "Es steht geschrieben in den Propheten" – das sind auch Worte von Jesus, die hier sagt: "Es steht geschrieben in den Propheten" – er zitiert jetzt aus dem Alten Testament – "'Und sie werden alle von Gott gelehrt sein.' Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir."
[19:17] Gott der Vater, er selbst möchte dein und mein Lehrer sein.
[19:25] Gott der Vater liebt uns, er möchte uns retten, er hat einen Willen, er möchte dir und mir etwas beibringen.
[19:36] Sind wir heute in der Schule bei unserem himmlischen Vater? Lernen wir von ihm, der unser Lehrer sein möchte?
[19:45] Johannes 6, Vers 57: "Wie mich der lebendige Vater gesandt hat, und ich um des Vaters Willen lebe, so wird auch der, welcher mich isst, um meinet Willen – äh, Verzeihung – um meinet Willen leben."
[20:00] Jesus sagt: "Gott der Vater hat mich gesandt." Jesus möchte uns deutlich machen, dass Gott selbst ein Interesse an uns hat. Er möchte uns lehren, er möchte uns retten. Er hat uns den Weg geebnet, indem er Jesus gesandt hat. Lieber Freund, liebe Freundin, Gott der Vater möchte dich und mich bei sich haben.
[20:38] Johannes 6, Vers 32: "Da sprach Jesus zu ihnen: 'Wahrlich, wahrlich, Amen, Amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel.'" Es ist Gott, Gott der Vater, der uns Jesus gibt.
[21:00] Wir können Jesus nur deswegen erkennen. Jesus hat sowieso auf dieser Erde nur deswegen gelebt. Jesus ist nur deswegen unser Erlöser, weil Gott der Vater uns Jesus gibt. Das Brot aus dem Himmel, das ist Jesus, wie Vers 51 sagt: "Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist." Lieber Freund, liebe Freundin, es ist Gott der Vater, der uns Jesus gibt. Sowohl historisch, indem Jesus auf die Welt kam, als auch theologisch in dem Sinne, dass Jesus für deine und für meine Sünden gestorben ist, und auch ganz praktisch im Alltag, dass wenn wir Jesus heute brauchen, dass in unserem Leben wirkt, und deswegen, weil Gott der Vater uns Jesus gibt.
[22:14] Wir lernen von Gott dem Vater in Johannes 5, Vers 22: "Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben."
[22:24] Die Tatsache, dass Jesus richtet, hat damit zu tun, oder ist deswegen so möglich, weil Gott der Vater ihm das Gericht übergeben hat. Und wir sehen hier schon, wie eng Gott der Vater mit seinem Sohn zusammenarbeitet.
[22:51] Wir sehen das ganz deutlich in Johannes 14, Vers 10: Jesus sagt: "Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst, und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.'"
[23:18] Wenn wir verstehen wollen, was Gott der Vater für uns tut, dann schauen wir auf das Leben Jesu, und wir hören die Worte von Jesus und merken: Gott der Vater wohnt in Jesus und wirkt in ihm und durch ihn. Und wenn Jesus unser Leben segnet, dann ist es Gott der Vater, der durch Jesus wirkt.
[23:44] Gott der Vater ist nicht passiv irgendwo im äußersten Ende des Himmels und wartet nur darauf, dass der Erlösungsplan vonstatten geht. Es ist Gott der Vater, der durch alles durch Jesus wirkt für alle, und der ein ganz konkretes Interesse an dir und an mir hat.
[24:12] Gott der Vater, er redet durch Jesus und er handelt durch Jesus. Jesus hat diesen Punkt immer und immer wieder betont.
[24:28] Johannes 14, Vers 24: "Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht, und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat."
[24:42] In der Bergpredigt spricht Gott der Vater zu uns. In den Gleichnissen spricht Gott der Vater zu uns. In der Endzeitrede, in der Predigt in Johannes 14, 15, 16, in den Worten, die Jesus dem Sünder, der zu seinen Füßen lag, denen er zu diesem Sünder sprach, in den Worten, mit denen Jesus zu den Kranken sprach, zu den Kindern sprach – in diesen Worten spricht der Vater zu uns.
[25:43] Die Worte von Jesu, die Worte von Jesus sind die Worte von Gott dem Vater.
[26:00] Gott der Vater redet zu dir und zu mir. Und wenn wir mit ihm reden, indem wir durch Jesus zu ihm beten, dann lesen wir in Johannes 15, Vers 16: "Nicht wieder sind es die Worte von Jesus hier: 'Nicht ihr habt mich erwählt, nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch – nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt, und eure Frucht bleibe, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen.'"
[26:43] Es ist der Vater, der unsere Gebete beantwortet. Ja, wir beten im Namen Jesu, und es ist der Vater, der unsere Gebete erhört und uns gibt, was wir nötigen.
[26:56] Johannes 16, Vers 23 sagt dasselbe: "Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, Amen, Amen, ich sage euch: Was auch immer ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben."
[27:18] Gott der Vater existiert seit Ewigkeiten. Er liebt dich und mich, er möchte, dass du und ich gerettet werden. Er redet zu uns, er wirkt für uns, er möchte unser Lehrer sein. Er hat Jesus gegeben, damit wir gerettet werden können. Er gibt uns Jesus, und durch das Gebet, das Jesus vermittelt, gibt er uns, oder anders gesagt, aufgrund des Gebetes, das Jesus für uns vermittelt, gibt er uns, was wir erbitten.
[28:06] Das ist, was Jesus uns im Johannesevangelium über Gott den Vater offenbart. Wir könnten sicherlich noch mehr herausfinden, wenn wir die gesamte Bibel uns anschauen. Wir wollen ja in diesen Wochen uns besonders dem Johannesevangelium widmen und zuwenden und schauen, was wir dort über diese Themen finden.
[28:36] In Johannes 1, Vers 1 spricht es nicht nur von Gott dem Vater, sondern auch von dem Wort. Es heißt in Vers 1 und 2: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott."
[28:52] Wir haben schon in der Folge 3 ausführlich über die Grammatik hier uns unterhalten, das ausgeführt, besser gesagt, und erklärt, warum die Übersetzung "Das Wort war Gott" richtig und wichtig ist. Wir haben auch schon die Zitate kennengelernt, in denen Ellen White sagt, dass wenn Christus von seiner Präexistenz spricht, er unser Denken durch undatierte Zeitalter, unzählige Zeitalter hindurchträgt, dass sie sagt: "Er versichert uns, dass es niemals eine Zeit gab, in der er nicht in enger Gemeinschaft mit dem ewigen Gott gewesen ist."
[29:45] Der Punkt, warum ich diese Frage vorhin aufgebracht habe, welche Worte, welche Formulierungen sprechen von der Ewigkeit des Vaters, ist der: Ich möchte das auflösen und ähm hier als Frage sozusagen auch ähm ja, zum Nachdenken weitergeben.
[30:14] Ich bin davon überzeugt, dass all das, was die Bibel über die Ewigkeit des Vaters sagt, sie auch über den Sohn sagt. Dieselben Formulierungen, dieselben Worte, dieselben Gedanken, sei es die Idee, dass Gott ist: "Ich bin der ich bin", etwas, das Jesus auch von sich sagt: "Ehe Abraham war, bin ich." Sei es das Wort von Ewigkeit zu Ewigkeit, sei es die Formulierung Alpha und Omega. All diese Dinge, mit denen wir begründen können, dass Gott seit Ewigkeiten existiert – Gott der Vater – sind alles Formulierungen und Gedanken, die wir auch bei Jesus finden.
[31:04] Gott war schon da im Anfang, und so war es auch das Wort, ein weiteres Beispiel dafür. Wer sich noch einmal dafür interessiert, warum hier die Übersetzung „Das Wort war Gott“ richtig ist, der kann sich im Sendemanuskript das ausführlich noch einmal anschauen. Das wollen wir hier nicht wiederholen, weil wir es in Lektion 3 schon ausführlich beschrieben haben. Aber wir wollen noch einmal festhalten, was auch Ellen White dazu sagt, die auch die Übersetzung „Das Wort war Gott“ so übernommen hat und auch geschrieben hat. Sie sagt: „Wenn Christus alle Dinge machte, existierte er vor allen Dingen. Die Worte, die diesbezüglich gesprochen sind, sind so entscheidend, dass niemand im Zweifel bleiben braucht. Christus war Gott, essentiell und in dem höchsten Sinne. Er war mit Gott seit aller Ewigkeit, Gott über alles für immer gesegnet.“ Man kann das eigentlich nicht missverstehen. Er war Gott im höchsten Sinne, und mit Gott gemeint ist natürlich mit Gott dem Vater seit aller Ewigkeit.
[32:35] Jesus ist Gott, aber wir lernen in Vers 14 und in Vers 18, dass er der Sohn ist. „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Vers 18: „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.“ Die Bibel nennt Jesus den Sohn Gottes und gleichzeitig bezeugt sie, dass es niemals einen Zeitpunkt gab, in dem er nicht existierte. Und diese beiden Gedanken, dass er Gott seit Ewigkeit ist und trotzdem der Sohn des Vaters genannt wird, die wollen wir im Glauben festhalten, auch wenn unsere menschliche Verwendung, unsere moderne Verwendung des Wortes „Sohn“ uns vielleicht ein bisschen Mühe macht, weil wir bei einem Sohn immer an jemand denken, der später existierte als der Vater. Aber vielleicht müssen wir neu lernen, was die Bibel wirklich mit „Sohn“ meint.
[34:02] Heute können wir und wollen wir diese beiden Ideen festhalten: Jesus ist der Sohn des Vaters und er ist ewig und Gott. Die Bibel sagt im Johannesevangelium noch mehr. In Johannes 10 und dort Vers 30 sagt Jesus: „Ich und der Vater sind eins.“ Hier wird im Griechischen das Zahlwort für „eins“ verwendet. Man vergleiche 5. Mose 6 Vers 4, wo in dem berühmten Sch'ma Israel in 5. Mose 6 das Glaubensbekenntnis der Israeliten gesagt wird in Vers 4: „Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.“ Und auch hier wird im Hebräischen das Zahlwort „echad“ verwendet. Und mancher einer hat daraus ableiten wollen, dass nur Gott der Vater wirklich Gott sei, weil er ja alleine der Eine ist, ja nur einen gebe. Aber dasselbe Zahlwort im Griechischen wird verwendet, als Jesus sagt: „Ich und der Vater sind eins.“ Dasselbe Wort echad aus 5. Mose 6 Vers 4, das wird verwendet, um zu zeigen, wie Mann und Frau ein Fleisch werden.
[35:32] Jesus und der Vater sind zwar nicht dieselbe Person, aber sie sind eins. Das wird in Johannes 10 Vers 30 ganz deutlich. Wenn sie dieselbe Person gewesen wären, dann hätte man das Wort „eins“ im Maskulin wahrscheinlich formuliert mit „heis“ im Griechischen, aber es ist „hen“ (Neutrum). Die sind eins, dass Jesus im vollsten Sinne Gott ist. Das haben sogar seine Jünger erkannt. Johannes 20 Vers 28: „Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“
[36:12] Erinnern wir uns an die Worte, die wir gelesen haben: „Wir wissen so wenig von Gott wie kleine Kinder, aber als kleine Kinder können wir ihn lieben und ihm gehorchen, das im Glauben an das, was uns offenbart worden ist.“ In Johannes 17 und dort Vers 3 finden wir die berühmten Worte: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Auch hierüber haben wir schon ausführlich gesprochen. Ich möchte das nur kurz anreißen, wiederholen: Im Sendemanuskript haben wir dazu alle relevanten Textstellen, Parallelstellen und Informationen. Die Formulierung „der allein wahre Gott“ hat manchem dazu – oder mancher einer hat diesen Gedanken gehabt, dass das bedeuten würde, dass nur Gott der Vater wahrer Gott sei und Jesus nicht. Aber hier in Johannes 17,3 geht es nicht um eine Abstufung zwischen dem Vater und dem Sohn. Jesus verwendet eine bekannte Formulierung aus dem Alten Testament: Der wahre Gott ist immer der, der im Kontrast zu den heidnischen Götzen steht. 2. Korinther 15 Vers 3, Jeremia 10 Vers 10 zum Beispiel.
[37:42] Und interessanterweise wird es an solchen Stellen ja oft deutlich, dass mit einem Gesamtverständnis der Bibel dort der Sohn gemeint ist, Jesus Christus, der sich dem Volk Gottes offenbart. Da wir, wie wir das auch schon damals beleuchtet haben, wissen, dass Gott der Vater gar nicht selbst persönlich hörbar zu den Menschen im Alten Testament sprach. Wenn also dort im Alten Testament Gott der wahre Gott genannt wird, dann ist das der Sohn, der im Auftrag des Vaters zu dem Volk spricht.
[38:34] Wieder einen Kontrast zu den heidnischen Götzen finden wir sowohl in 1. Thessalonicher 1 Vers 9 als auch in 1. Johannes 5 Vers 20, wo es heißt: „Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Kinder, hütet euch vor den Götzen!“ Und wir haben damals schon erklärt, dass dieses Wort „dieser“ sich sowohl auf Gott den Vater als auch auf Jesus Christus beziehen könnte. Und es ist deswegen so interessant, weil nämlich die weitere Formulierung „dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“ zumindestens der zweite Teil, „das ewige Leben“, eindeutig in 1. Johannes 5 Vers 20 für Jesus verwendet wird. Es kommt an keiner der Stellen der Gedanke auf, dass man irgendwie jetzt feinsäuberlich zwischen Gott dem Vater und Jesus unterscheiden müsse, um nur Gott den Vater als wahren Gott zu bezeichnen und Jesus nicht. Immer ist die Idee, dass der biblische Gott, der sich uns offenbart, der wahre Gott ist, im Vergleich, im Kontrast zu den heidnischen Göttern und Götzen. Das ist immer die Idee in allen diesen Versen. Wir dürfen in den Text nicht Dinge hineinlegen, die der Text gar nicht sagt.
[40:08] Hier noch einmal das Zitat, das deutlich macht, dass im Alten Testament, wann immer es heißt, dass Gott zu den gefallenen Menschen redet, dass es der Sohn war, der hier Gott offenbart hat. Seit der Sünde Adams, immer seit der Sünde Adams, ist die menschliche Rasse von der direkten Gemeinschaft mit Gott abgeschnitten worden. Das Miteinander zwischen Himmel und Erde ist immer durch Christus gewesen. Und erst als Jesus selbst in der Gestalt des sündigen Fleisches kam, wie sie hier sagt, Zitat auf Römer 8 Vers 3, hat der Vater selbst gesprochen. Das heißt, die Texte, auf die sich Jesus letztlich bezieht, wenn er von dem wahren Gott spricht, die aus dem Alten Testament herrühren, die sprechen von Begebenheiten, wo Christus selbst zu seinem Volk gesprochen hat, zum Beispiel auf dem Berg Sinai, wo er mit mächtiger Majestät die Zehn Gebote proklamierte und wo der Vater neben ihm stand, wie es auch hier in einem Zitat heißt.
[41:44] Aber dieser Vers, Johannes 17 Vers 3, zeigt uns noch mehr. Er zeigt uns nämlich, dass es ja gerade nicht darum geht um theologische, theoretische, abstrakte Spekulation, sondern um ein Erkennen Gottes. Wir sollen Gott den Vater und Jesus Christus erkennen. Das ewige Leben besteht darin, dass wir Gott den Vater erkennen und Jesus Christus erkennen. Und im Alten Testament schon ist diese Idee von dem Erkennen die einer Gemeinschaft, einer Liebesbeziehung, einer engen, intimen Verbindung. Wenn wir Gott lieben und ihm gehorchen, dann erkennen wir ihn. Wenn wir über ihn und sein Wesen und das, was ihn betrifft, spekulieren, über das hinausgehen, was das Wort Gottes sagt, dann können wir diesen Vers nicht auf uns anwenden und in Anspruch nehmen.
[42:53] Eine Stelle, die oft im Nachdenken über das Verhältnis von Jesus zu seinem Vater missverstanden wird, ist Johannes 5 Vers 26. Dort heißt es: „Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben.“ Zunächst halten wir fest, dass hier steht: Der Vater hat Leben in sich, also unabgeleitet. Er ist die Quelle des Lebens. Und so wie der Vater Leben in sich hat, so hat auch Jesus Leben in sich. Der Text sagt nicht, dass der Vater dem Sohn das Leben gegeben hat oder verliehen hätte, sondern er sagt, dass der Sohn das Leben in sich hat, so wie der Vater das Leben in sich hat. Das Wort „verliehen“, wie es hier im Deutschen in der Schlachter Bibel übersetzt wird, das griechische Wort „didomi“, und dieses Wort kann auch problemlos mit „gewähren“ oder „gestatten“ übersetzt werden. Man könnte also ohne jedes Problem übersetzen: „Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gestattet, das Leben in sich selbst zu haben.“ Und das passt zu Vers 27, wo es heißt: „Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist.“ Gott der Vater hat Jesus ja nicht die Fähigkeit gegeben zu richten, sondern die Vollmacht, das heißt die Autorität, die bereits vorhandene Fähigkeit zu richten auch auszuüben. Vers 26 ist nämlich die Begründung zu Vers 25, wo es heißt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören werden, leben.“ Es geht ja dort darum, dass Jesus durch sein Wort den Toten Leben geben kann. Und warum kann er das? Vers 26: „Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gestattet, es ihm überlassen, es ihm gegeben in diesem Sinne gegeben, das Leben in sich selbst zu haben.“ Weil Gott es ihm gestattet hat, Leben in sich selbst zu haben und ihm auch alles Gericht übergeben hat, deswegen wird Jesus mit seinem Wort den Toten sein Leben geben.
[45:50] Johannes 17 Vers 2, dort haben wir diesen selben Gedanken. Johannes 17 Vers 2: „Gleich wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast.“ Es geht darum, dass Gott Jesus Autorität, eine Erlaubnis, eine Vollmacht gegeben hat, etwas zu tun, was Jesus aus sich selbst heraus kann. Denn Johannes 1 Vers 4: „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ Und Jesus möchte uns dieses Leben schenken. Johannes 10 Vers 10: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.“ Dieses Thema ist deswegen so wichtig, weil Jesus uns das Leben schenken möchte, das er hat.
[47:02] Und darum geht es, dass wir das wahre Leben im Überfluss haben dürfen, jetzt schon selbst in dieser sündenkranken Welt zu unserem Besten und dann einmal unbeschränkt im Himmel und auf der neuen Erde.
[47:23] Durch Jesus erkennen wir den Vater. Johannes 1 Vers 18: „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.“ Wir haben gesehen, niemand hat im Alten Testament jemals direkt mit Gott gesprochen, geschweige denn ihn gesehen. Wenn es heißt im Alten Testament: „Und sie sahen den Gott Israels“, dann sahen sie Jesus Christus, der Aufschluss über ihn gibt. Übrigens, die Worte „der im Schoß des Vaters ist“ beziehen sich nicht allein auf eine ferne Vergangenheit, sondern er sagt ja nicht „der, der im Schoß des Vaters war“, sondern „der im Schoß des Vaters ist“. Es ist also kein Hinweis hier auf eine Entstehung aus Gott dem Vater heraus, sondern Johannes, der jetzt hier spricht, sagt: Jetzt ist immer noch der Sohn im Schoß des Vaters, in dem Sinne, dass sie so eng miteinander verbunden sind. Jesus kennt Gott den Vater so genau, dass er ihn eben offenbaren kann.
[48:33] Nirgends wird das so plastisch deutlich wie in Johannes 14 und dort ab Vers 7. Dort sagt Jesus kurz vor seiner Kreuzigung: „Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt. Und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“ Philippus spricht zu ihm: „Herr, zeig uns den Vater, so genügt es uns.“ Jesus spricht zu ihm: „So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst, und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist. Wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen.“ Jesus sagt: Alles, was ich sage und alles, was ich tue, zeigt, wie Gott der Vater ist. Ja, er sagt noch mehr. Er sagt, indem man Jesus sieht, sieht man alles, was ein Mensch auf dieser Erde von Gott dem Vater verstehen könnte. Denn als Philippus diese Frage stellt: „Zeig uns den Vater“, sagt Jesus nicht: „Na ja, eigentlich könnte ich dir mal zeigen, da würdest du etwas sehen, was du bei mir nicht sehen kannst.“ Nein, er sagt: „Wenn du mich gesehen hast, hast du den Vater gesehen.“ Jesus zeigt nicht nur die wichtigsten Aspekte von Gott dem Vater, nicht nur ein paar nötige Dinge, sondern er zeigt alles, was wir von Gott dem Vater in dieser Welt verstehen können. Alles, was wir verstehen können, zeigt sich in Jesus. Mit anderen Worten: Philippus hätte nichts Neues sehen oder hören können, wenn er den Vater gesehen hätte, was ihm hier gar nicht möglich gewesen wäre.
[50:52] Jesus ist also nicht nur ein Teilabbild von dem Vater, sondern das genaue Wesen, der genaue Ausdruck seines Wesens. Alles, was der Vater hat und ist, zeigt sich auch bei Jesus. Es gibt nicht Dinge, die nur der Vater hat, die nicht bei Jesus zu finden wären, denn wenn das so wäre, dann könnten wir nicht alles über Gott den Vater bei Jesus erfahren.
[51:32] Wie schon angesprochen in Johannes 7 und dort Vers 16. Jesus antwortete ihnen und sprach: „Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.“ Es gibt noch mehr Textstellen dazu, aber wir wollen ein wenig weitergehen. Johannes 15 und dort Vers 1. Jesus sagt: „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.“ Gott der Vater und Jesus arbeiten für unsere Erlösung Hand in Hand. Er sagt weiter in Vers 10: „Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleich wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.“ Jesus ist in der Liebe seines Vaters geblieben, und Jesus hat die Gebote seines Vaters gehalten. Und dann heißt es in Vers 9: „Gleich wie mich der Vater liebt, so liebe ich euch. Bleibt in meiner Liebe.“ Jesus liebt uns so, wie der Vater ihn liebt. Wenn wir die Liebe von Jesus in unserem Leben spüren, dann spüren wir auch die Liebe von Gott dem Vater.
[52:54] Schauen wir noch einmal zu Johannes 14 und dort Vers 16. Jesus sagt ja in Vers 15: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!“ So wie Jesus den Vater geliebt hat und seine Gebote gehalten hat. Und dann sagt er jetzt hier in Johannes 14 Vers 16: „Und ich“, das heißt Jesus, „will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit.“ Jesus wird in den Himmel auffahren, aber er wird den Vater bitten. Jesus bittet den Vater um einen – und das ist im Griechischen ganz deutlich – um einen anderen Beistand, den Heiligen Geist. Kapitel 16 Vers 7: „Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.“ Jesus macht es sehr deutlich: Er geht, der Beistand kommt. Wenn er nicht geht, würde der Beistand nicht kommen. Der Beistand kommt, weil Jesus gegangen ist.
[54:06] Dadurch, dass Jesus nach der Auferstehung als himmlischer Hohepriester dient, kann er nicht mehr auf der Erde den Vater so repräsentieren, wie es während seines Erdenaufenthaltes getan hat. Er kam ja auf die Erde, um zu zeigen, wie Gott der Vater wirklich ist. Und die Menschen konnten ihn anfassen, die konnten hören, sie konnten es betasten, wie Johannes sagt: „Was wir gehört, gesehen, betastet haben vom Wort des Lebens.“ Sie konnten jetzt sehen, wie Gott der Vater ist. Aber Jesus fuhr wieder in den Himmel auf. Und jetzt war die Frage: Kann man weiter verstehen, wie Gott der Vater ist? Gibt es jemanden, der diese Aufgabe, Gott den Vater zu repräsentieren,
[54:57] Der Heilige Geist hat jetzt genau diese Aufgabe, das Werk von Jesus ohne Minderung auf dieser Welt, auf dieser Erde fortzuführen, während Jesus selbst im himmlischen Heiligtum für uns eintritt. Johannes 16 Vers 13: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, der Heilige Geist, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten. Achtung: Denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“ So wie Jesus den Vater repräsentiert hat, und zwar so vollständig, dass Jesus sagen konnte: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“, so repräsentiert der Heilige Geist Jesus, und zwar so vollständig, dass Ellen White sagen konnte: „Der Heilige Geist ist der Tröster im Namen Christi. Er personifiziert Christus und ist doch eine eigenständige Persönlichkeit.“ So wie niemand auf die Idee kommt zu sagen, Jesus sei keine eigenständige Persönlichkeit, weil er gesagt hat: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ Wir alle verstehen, dass das bedeutet: Jesus ist zwar eine eigenständige Persönlichkeit, aber anstatt sich selbst hervorzutun, hat er sich dem Vater unterstellt und hat den Vater personifiziert. Und genau das, das Verhältnis von Jesus zum Vater, ist dasselbe Verhältnis vom Heiligen Geist zu Jesus: Eine eigenständige, distinkte Persönlichkeit, die dennoch Christus so sehr präsentiert, dass er so Christus ist, wie Jesus Gott der Vater war. Jesus war nicht wirklich Gott der Vater, aber er hat ihn personifiziert. Und der Heilige Geist ist nicht wirklich Jesus, aber er personifiziert ihn. Und so wie Jesus sagte: „Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen“, so können wir nun schlussfolgern: So wie, wer den Heiligen Geist in seinem Herzen hat, der hat Jesus in seinem Herzen. Und so kommt Jesus in unser Herz durch den Heiligen Geist. Genauso wie wir Gott den Vater sehen können, indem wir Jesus sehen. Und indem Jesus nicht mehr buchstäblich gegenwärtig ist, sendet er den Heiligen Geist, so dass wir durch den Heiligen Geist Jesus sehen können und durch Jesus Gott den Vater verstehen können. So arbeiten sie alle drei im himmlischen Trio zusammen.
[58:09] Es gibt noch ein paar Gedanken über den Heiligen Geist, die wir hier kurz erwähnen möchten. Johannes 3 und dort Vers 5 bis 7. Jesus antwortete: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden.“ Ohne Heiligen Geist gibt es keine Bekehrung, keine echte Bekehrung ohne das Wirken des Heiligen Geistes. Dieses Wirken kann man nicht immer ergründen. Man kann es beobachten, man kann es aber nicht vollumfänglich definieren. Vers 8 sagt: „Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der...“
[0:59:01] kommt und wohin er geht, so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. Der Geist wirkt lange schon, bevor wir es gemerkt haben. Johannes 6, Vers 63: Der Geist, sagt Jesus, ist es, der lebendig macht. Das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben. Der Heilige Geist wirkt durch die Worte Jesu, von denen wir gelernt haben, dass er die Worte von seinem Vater empfangen hat. Wir wissen aus Jesaja Kapitel 50, Jesaja 50 und dort Vers 4, dort heißt es: „Gott der Herr hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt Morgen für Morgen, er erweckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören.“ Ein Vers, der sich direkt auf Jesus bezieht, wie der weitere Kontext deutlich macht. Jesus hat zugehört, was der Vater ihm an Worten gegeben hat. Diese Worte hat er weitergegeben in der Bergpredigt, in den Gleichnissen, in der Seepredigt, in der Endzeitpredigt, in all den Worten, die er gesprochen hat. Es waren die Worte des Vaters, durch die der Heilige Geist uns lebendig macht. Der Geist ist es, der lebendig macht.
[1:00:18] Das Zusammenwirken von Gott, dem Vater, dem Sohn, dem Heiligen Geist, das kann man schon in der Schöpfung beobachten. Dort ist der Heilige Geist, dort spricht der Sohn: „Es werde Licht!“ Denn wir wissen aus Epheser 3, aus Hebräer 1, Vers 10, aus Johannes 1, Vers 3, dass es der Sohn war, der all Dinge gemacht hat. Aber wir wissen aus Epheser 3, Vers 9, dass es Gott war, der durch Jesus gewirkt hat bei der Schöpfung. Wir können die drei nicht auseinanderdividieren. Wir können erkennen, dass sie alle zusammenwirken.
[1:00:53] Und wenn je mehr wir die Liebe verstehen, die Gott auszeichnet, desto mehr erkennen wir die Unterordnung, das Miteinander. Und vielleicht fällt uns deswegen das Konzept der Dreieinigkeit so schwer, weil wir eine so vollkommene Unterordnung, ein so vollkommenes Miteinander, füreinander und durch – also jeweils durch den anderen zu wirken – weil das unser sündiges Herz zu schwer verstehen kann, dass das geht.
[1:01:33] Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum wir so wenig, warum wir so vorsichtig sein sollten, dieses Thema zu spekulieren, weil wir zu leicht aufgrund unserer eigenen Erfahrung mit der Sünde, unserem eigenen Stolz, uns gar nicht vorstellen können, dass Personen so unglaublich eins sind und wir lieber eine Hackordnung festlegen wollen. Könnte es sein, dass wir das Thema manchmal mit einer falschen Einstellung betrachten?
[1:02:12] Könnte es sein, dass wir zurückkehren müssen zu dem Glauben eines Kindes, das eingestehen muss: „Ich verstehe nicht alles, aber das, was dort steht, das nehme ich im Glauben an.“ Johannes 14, Vers 26: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Der Heilige Geist offenbart uns die Wahrheit über die Gottheit. Und wenn wir nicht glauben, dass es ihn überhaupt gibt, wie soll er uns dann die Wahrheit über das Thema offenbaren?
[1:03:07] Wollen wir nicht lieber Jesus glauben, der gesagt hat, dass wenn er geht, er um den anderen Beistand bitten wird, der dann bei uns bleibt, um das weiterzuführen, was Jesus hier angefangen hat, und der uns an das erinnern wird, was Jesus gesagt hat, und der im Namen Jesus sprechen wird, der Jesus personifizieren wird? Wollen wir nicht lieber Jesus glauben, anstatt irgendwelchen Internetseiten, die wir konsultiert haben, die uns verwirrt haben? Lass uns Jesus glauben.
[1:03:46] Johannes 15, Vers 26: „Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben.“ Der Heilige Geist, der kommt vom Vater. Jesus sendet ihn. Der Heilige Geist redet von Jesus. Und deswegen, weil der Heilige Geist so aktiv an den Menschen ist, deswegen reden Menschen, die vom Heiligen Geist erfüllt sind, so viel von Jesus. Und deswegen finden wir in der Heiligen Schrift auch nur sehr wenige Hinweise direkt auf den Heiligen Geist und seine Natur, weil der Heilige Geist gar kein Interesse hat, über sich zu reden, sondern er möchte Gott den Vater erhöhen, er möchte Jesus erhöhen. Und es ist Jesus gewesen, der wiederum am allermeisten in seinen Predigten so gerne über den Heiligen Geist gesprochen hat. Es war sein Lieblingsthema, sagt uns Ellen White.
[1:04:52] Johannes 16, Vers 8 bis 11: „Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben; von Gerechtigkeit aber, weil ich zu meinem Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.“ Der Heilige Geist überführt uns von Sünde, deswegen brauchen wir ihn. Und überführt uns von Gerechtigkeit, damit wir wissen, was Jesus für uns getan hat und tut, damit wir die Gerechtigkeit verliehen, also zugerechnet und verliehen bekommen. Brauchen wir den Heiligen Geist. Wir brauchen den Heiligen Geist, um vom Gericht überführt zu sein, damit wir die dreifache Engelsbotschaft von der Stunde des Gerichtes und all dem, was damit zusammenhängt – dem Kreuz, dem Heiligtumsdienst, der Wiederkunft – damit wir das verkündigen. Wir brauchen den Heiligen Geist.
[1:05:42] Johannes 16, Vers 14: „Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.“ So wie Jesus den Vater verherrlicht hat, so wie steht in Johannes 17, Vers 1: „Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche.“ Jesus verherrlicht den Vater, der Vater verherrlicht Jesus. Nein, nicht der Vater verherrlicht sich selbst und Jesus verherrlicht sich selbst in Konkurrenz zueinander. Nein, Jesus verherrlicht den Vater und der Vater verherrlicht den Sohn. Und jetzt heißt es in Johannes 16, Vers 14: „Er, der Heilige Geist, wird mich verherrlichen.“ Wenn es so wäre, wie einige behaupten, dass der Heilige Geist identisch mit Jesus ist und es nur zwei Personen gäbe, dann würde ja Jesus sich selbst verherrlichen. Aber Jesus verherrlicht den Vater. Nein, der Heilige Geist, die dritte Person der Gottheit, die dritte Person im himmlischen Trio, sie verherrlicht Jesus, denn sie nimmt von seinem und wird uns und verkündigt uns.
[1:07:04] Wir sehen, da ist eine ganz tiefe Unterordnung, Liebe und den anderen hochheben. Wenn wir über Gott nachdenken, dann entdecken wir, dass es bei ihm gar nicht darum geht, worum es bei uns oft geht: Wer der Höchste ist, wer mehr zu sagen hat, wer jetzt schlussendlich wirklich die Macht hat. Diese ganze Fragestellung existiert da nicht. Einer erhöht und verherrlicht den anderen. Und wir wollen bei dieser Erkenntnis stehen bleiben, unsere Schuhe ausziehen, unser Angesicht verbergen und nicht weiter forschen, wann, wie, wo, warum, weshalb, wie genau die Struktur und die die die Natur ist. Das, was Gott nicht offenbart hat, müssen wir nicht wissen. Aber wir können ihn lieben und ihm gehorchen wie ein kleines Kind.
[1:08:01] Johannes 17, ab Vers 20, damit wollen wir enden. Jesus sagt in dem berühmten hohepriesterlichen Gebet: „Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir, auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“ Denn mir ist etwas aufgefallen über die letzten 30 Jahre, dass alle diejenigen, die immer wieder und immer wieder und immer wieder die biblischen Konzepte der Gottheit, wie sie auch bei Ellen White zu finden sind, in Frage gestellt haben, nie zur Einheit der Gemeinde beigetragen haben, sondern zu Spaltung, Abspaltung und immer noch mehr Abspaltung und Abspaltung und Abspaltung und nie dazu geführt haben, dass die Welt die Botschaft besser versteht. Der Missionsauftrag ging dann plötzlich immer in die Gemeinde hinein, gefühlt. Jesus möchte, dass wenn wir die Gottheit besser verstehen, wir zu einer geistlichen Einheit finden und damit die Welt erkennt, was Jesus zu sagen hat.
[1:09:23] Vers 22: „Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleich wie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleich wie du mich liebst.“
[1:09:49] Wollen wir uns heute vornehmen, Gott um Demut zu bitten und um Lernbereitschaft, wenn wir das Wesen Gottes nachdenken? Möchtest du heute diesen Wunsch zum Ausdruck bringen, dass die Liebe, die wir zwischen den Personen der Gottheit finden, dass diese Liebe auch dein Leben erfasst und dich mit Gott verbindet? Ist das dein Wunsch? Dann lass uns gemeinsam beten.
[1:10:19] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Wenn es irgendetwas gibt, was wir gesagt haben, was nicht richtig oder missverständlich war, dann bitten wir dich, dass du es korrigierst, Herr. Es geht nicht um unsere Meinung, es geht um das, was du uns offenbart hast. Und Herr, wir wollen uns mit dem begnügen, was du gezeigt hast, daran festhalten und niemandem erlauben, uns einzureden, dass die Dinge, die du gegeben hast, gefälscht seien oder völlig auf absurde Weise interpretiert werden müssen, damit unsere Meinung bestehen bleibt. Nein, wir wollen dein inspiriertes Wort als Korrektur für unser Denken gebrauchen, damit wir uns dir unterwerfen und nicht dein Wort unserer eigenen Meinung unterwerfen. Herr, danke, dass wir etwas mehr verstehen durften von dem, wie du bist, und vergib uns, wo wir streitsüchtig gewesen sind, und hilf uns, die Wahrheit zu erkennen, wie Jesus sie offenbart hat durch deinen Heiligen Geist, damit wir dich, lieber Vater, besser verstehen und in deiner Liebe bleiben durch Jesus Christus, den Heiligen Geist, der in uns wohnt. Im Namen Jesu beten wir. Amen.
[1:11:56] Möge Gott euch segnen. Nächste Woche werden wir weiter studieren und uns ein weiteres wichtiges Thema im Johannesevangelium anschauen. Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.
[Musik]