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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_Manuskript_2024 4th Nr 8   <<<

In dieser Folge der Christ Study Hour beleuchtet Christopher Kramp, wie Jesus im Johannesevangelium die Erfüllung alttestamentlicher Prophezeiungen darstellt. Er zeigt die tiefe Verknüpfung von Altem und Neuem Testament auf und betont, dass wahres Verständnis und ewiges Leben nicht allein durch intellektuelles Bibelstudium, sondern durch den Glauben an Jesus Christus erlangt werden. Ein inspirierendes Studium, das die zentrale Rolle Jesu in der gesamten Schrift unterstreicht.


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Serie: Christ Study Hour 2024 Q4: Jesus im Johannesevanhelium

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Transkript

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.jolmedia.de. Wie immer gilt auch ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort.

[0:47] Jesus im Johannesevangelium, das ist das Thema, mit dem wir uns in diesen Wochen beschäftigen. Und heute haben wir ein besonders interessantes und spannendes Thema: Es geht um die Erfüllung der alttestamentlichen Prophezeiungen im Buch des Johannesevangeliums, im Bezug natürlich auf Jesus.

[1:12] Wir wollen uns damit vorbereiten auf das Bibelgespräch am 2. November und wollen sehen, wie im Johannesevangelium alttestamentliche Prophezeiungen auf Jesus ausgelegt werden.

[1:31] Ein Studium, das uns erneut zeigen wird, wie eng das Alte und das Neue Testament miteinander verwoben sind und wie wir das Neue Testament erst so richtig auch mit dem Alten Testament verstehen können – und umgekehrt.

[1:46] Und damit wir tatsächlich Gottes Wort begreifen können, wie er es sich wünscht, die Botschaft verstehen, die er in die Schriften des Alten und des Neuen Testaments hineingelegt hat, damit wir tatsächlich die Schönheit Jesu und seines Evangeliums auf allen Seiten der Bibel sehen können, möchten wir Gott einladen, dass er unser Studium segnet, dass er zu uns spricht.

[2:15] Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann wollen wir jetzt ein Gebet sprechen.

[2:22] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort uns zeigst, wie du bist, wie wir sind und was du dir für unser Leben wünschst.

[2:41] Dein Wort zeigt uns, was für das ewige Leben wichtig und notwendig ist, aber dein Wort zeigt uns auch all die verschiedenen Aspekte und Facetten des Evangeliums.

[2:55] Und Herr, heute wollen wir als Schüler und als Lernende zu deinen Füßen die Bibel aufschlagen.

[3:03] Du hast schon so oft und so viel zu uns gesprochen, du hast uns schon so viel gezeigt, und Herr, wir wollen das nicht nur aufnehmen, wir wollen das umsetzen in deiner Kraft.

[3:12] Wir möchten dich bitten, dass wir neu begeistert werden, die Bibel zu studieren, eine neue Freude bekommen, um uns mit deinem Wort zu beschäftigen und anderen davon zu erzählen, was für Schätze wir in deinem Wort gefunden haben.

[3:28] Herr, zeige uns, wie sehr das Alte und das Neue Testament zusammenwirken und zeig uns, wie Jesus der Schlüssel ist, der die gesamte Bibel aufschließt.

[3:39] Wir möchten dich bitten, dass du uns jetzt segnest, dass du unser Lehrer bist.

[3:45] Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.

[3:55] Wir wollen beginnen in einem Vers, der nicht im Johannesevangelium steht, aber der so ein bisschen vielleicht den Leitvers und das Leitmotiv uns heute bilden kann: in Lukas 24 und dort Vers 27 finden wir die Bibelstudienmethode von Jesus.

[4:16] Lukas 24, Vers 27: „Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.“

[4:31] Wenn wir heute uns das Johannesevangelium anschauen und sehen, wie Johannes und auch die Jünger Texte aus dem Alten Testament nehmen und mit dem Leben von Jesus vergleichen und dann sagen: „Damit hat sich diese Prophezeiung aus Sacharja oder aus den Psalmen oder aus den Büchern Mose erfüllt“, dann folgen sie dem Beispiel von Jesus.

[5:00] Sie werden sehen, dass sogar Jesus selbst solche Erfüllungen alttestamentlicher Prophetie im Johannesevangelium identifiziert.

[5:10] Jesus hat die Bibel so gelesen, dass er seinen eigenen Dienst, seine eigene Person als Erlöser, das Evangelium, für das er auf die Welt gekommen war, für das er gelitten hat und für dass er auferstanden ist, dass er dieses Evangelium in allen Schriften des Alten Testaments gesehen hat.

[5:31] In dem Gesetz, das heißt bei Mose, in den fünf Büchern Mose, in den Propheten – das heißt, im alttestamentlichen Denken, im jüdischen Sprachgebrauch sind das die Geschichtsbücher und die prophetischen Bücher – und dann in den Schriften, das heißt in der Weisheitsliteratur, in den Psalmen, Hiob, in diesen weiteren Schriften, die ebenfalls zum Alten Testament dazugehören.

[6:00] Überall hat Jesus klare, deutliche Hinweise gefunden auf seinen Dienst als Erlöser.

[6:08] So deutlich, dass er mit dieser Bibelstunde den Emmaus-Jüngern zeigen konnte, dass all das, was geschehen war am Freitag der Kreuzigung, dass all dies, die Auferstehung am Sonntag, Erfüllung biblischer Prophetie war.

[6:28] Ich wäre gern bei dieser Bibelstunde dabei gewesen, du auch?

[6:33] Wenn wir heute uns mit dem Johannesevangelium beschäftigen, dann werden wir so ein paar Spuren dessen sehen können, was auch Johannes dann aufgeschrieben hat, um zu zeigen, wie im Leben von Jesus sich immer wieder und immer wieder das Alte Testament erfüllt hat.

[6:48] Und das wird uns nicht nur in unserem Vertrauen in das Alte Testament, in das Neue Testament stärken und der Botschaft des Neuen Testaments ein zusätzliches Gewicht verleihen.

[6:57] Es wird gleichzeitig auch ein Licht werfen auf das Alte Testament und uns zeigen, wie sehr das Evangelium von Jesus auch dort schon jede Seite, jedes Kapitel, jede Geschichte, jeden Psalm anleuchtet.

[7:13] Wir beginnen unser Studium in Johannes 5.

[7:20] Johannes 5 ist eines der zentralen Kapitel im Johannesevangelium, wenn es darum geht, die Bibel auszulegen und zwar im Hinblick auf Jesus und seinen Dienst.

[7:29] Wir werden gleich zu den entscheidenden Versen kommen, aber zunächst mal einige wenige Verse vorher herausgreifen.

[7:38] Wir sind ja hier in der Situation, als Jesus am Passahfest des Jahres 29 nach der Heilung des Gelähmten am Teich Bethesda, die an einem Sabbat stattfand, und nachdem er diesem Geheilten sogar noch aufgetragen hatte, seine Liegematte zu tragen, er jetzt wegen vermeintlichem Sabbatbrechen vor den Sanhedrin gestellt worden ist, angeklagt worden ist.

[8:11] Und Jesus sagt unter anderem folgende Worte bei diesem Verhör, Vers 17:

[8:19] Jesus aber antwortete ihnen: „Mein Vater wirkt bis jetzt und ich wirke auch.“

[8:29] Jesu Handeln ist in Übereinstimmung mit Gottes Handeln gewesen und ist es immer noch.

[8:36] Gott der Vater wollte eine Welt schaffen, Jesus hat in Übereinstimmung mit ihm diese Welt geschaffen.

[8:45] Die Dinge, die Jesus im Alten Testament gesagt hat, waren nicht Dinge, die er sich selbst ausgedacht hat, um irgendwie so einen Mittelgrund zu finden, um Gott den Vater irgendwie zu überzeugen, die Menschen doch noch zu retten.

[9:01] Nein, was Jesus im Alten Testament sagt, das ist das, was auch Gott der Vater sagen möchte.

[9:08] Was Jesus als Führer des Volkes Israel im Alten Testament wirkt, das ist das, was auch der Vater tut.

[9:16] Auf der Erde finden wir immer wieder, dass Jesus in seinem Erdenleben gesagt hat, was er tut, das ist das, was er bei dem Vater gesehen hat.

[9:26] Der Vater wirkt und er wirkt auch.

[9:30] Jesu Handeln und das Handeln seines Vaters standen in absoluter Parallelität, sie waren deckungsgleich.

[9:40] In Vers 20 sehen wir, wie das praktisch funktioniert hat:

[9:44] „Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut, und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, sodass ihr euch verwundern werdet.“

[99:57] Jesus hat auf Erden vom Vater gelernt.

[10:04] Gott liebte ihn, liebt ihn immer noch.

[10:07] Es heißt, er liebt den Sohn, er liebt ihn und zeigt ihm alles, was er tut.

[10:12] Interessanter Gedanke, dass wenn Gott uns liebt, er uns auch zeigt, was er tut, damit wir, wie es Epheser Kapitel 2 sagt, in Vers 10, in den guten Werken wandeln sollen, die Gott zuvorbereitet hat.

[10:32] Es heißt hier in Epheser 2, Vers 10: „Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“

[10:47] Jesus ist das vollkommene, perfekte Beispiel dafür.

[10:52] Tag für Tag hat er vom Vater gelernt, dessen Worte und dessen Werke.

[11:01] Jesaja 50 und dort Vers 4.

[11:07] Jesaja 50 und dort Vers 4, wir lesen: „Gott der Herr hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse.“

[11:15] „Er weckt Morgen für Morgen, ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören.“

[11:23] Jesus hat in der Morgenandacht – der weitere Abschnitt zeigt, dass es sich hier wirklich um den Messias handelt.

[11:29] Den Vers natürlich auch für uns persönlich auf die Morgenandacht anwenden.

[11:35] Dieser Vers zeigt, dass Jesus in der Morgenandacht gehört hat, aufgepasst hat, drauf geachtet hat, was Gott ihm zeigt, was er sagen soll und was er wirken soll.

[11:51] Wir können hier eine Menge von Jesus lernen.

[11:53] Statt dass wir mit eigenen Werken versuchen, Gott zu beeindrucken oder uns etwas zu verdienen, dürfen wir die Werke tun, die Gott schon vorbereitet hat.

[12:07] Wir dürfen in diesen Werken wandeln, wie es die Bibel ganz deutlich sagt.

[12:11] Zurück zu Johannes, in Johannes Kapitel 5 lesen wir weiter in Vers 36.

[12:26] „Ich aber habe ein Zeugnis, das größer ist als das des Johannes, denn die Werke, die mir der Vater gab, dass ich sie vollbringe, eben die Werke, die ich tue, geben Zeugnis von mir, dass der Vater mich gesandt hat.“

[12:48] Jesus tut die Werke, die der Vater ihm gegeben hat, wie wir gerade gesehen haben, aus Liebe.

[12:53] Und diese Werke, die Jesus getan hat, sind ein noch viel größeres Zeugnis, als es Johannes der Täufer hätte sein können.

[13:07] Johannes 5, Vers 36: „Ich aber habe ein Zeugnis, das größer ist als das des Johannes, denn die Werke, die mir der Vater gab – von denen wir gerade in Vers 20 gelesen haben, die der Vater aus Liebe Jesus gegeben hat – denn die Werke, die mir der Vater gab, dass ich sie vollbringe, eben die Werke, die ich tue, geben Zeugnis von mir, dass der Vater mich gesandt hat.“

[13:31] Jesus möchte zeigen, dass all die Obersten, alle Juden damals, alle Menschen wissen konnten, dass er der Messias ist, wenn sie seine Werke betrachteten.

[13:45] Denn an den Werken war das göttliche Wesen, die Göttlichkeit, die Gedanken und die Intentionen des Vaters sichtbar, erfahrbar.

[13:59] Wenn wir wissen wollen, wen Jesus wirklich ist, dann müssen wir uns damit beschäftigen, was er getan hat, was er gesagt hat, wie er gelebt hat.

[14:07] Seine Werke repräsentieren nämlich Gott.

[14:13] Denn so wie er gelebt hat, so wie er geredet hat, so wie er gewirkt hat, so hätte auch Gott der Vater gewirkt und geredet und gelebt, wenn Gott der Vater Mensch geworden wäre.

[14:24] Vers 37: „Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir Zeugnis gegeben.

[14:32] Ihr habt weder seine Stimme jemals gehört noch seine Gestalt gesehen.“

[14:37] Jesus wusste, dass der Vater sich unmissverständlich zu ihm bekannt hatte.

[14:48] Bei der Taufe war zum ersten Mal seit ca. vier Jahrtausenden, seit dem Sündenfall im Garten Eden, zum ersten Mal die Stimme Gottes des Vaters hörbar von Menschen ergangen.

[15:08] Jesus wusste: „Der Vater hat sich hinter mich gestellt.“

[15:12] Die Werke, die er tat, waren die Werke, die der Vater ihm gegeben hatte.

[15:15] Der Vater hat ihm ein Zeugnis gegeben und Jesus versucht seinen Zuhörern, die ihn anklagen wollen, die ihn töten wollen, weil er einen Menschen geheilt hat, weil er ein Werk getan hatte, das Gott ihm gegeben hatte – er versucht diesen Zuhörern, diesen Obersten deutlich zu machen:

[15:34] „Ihr klagt mich wegen eines Werkes an, das Gott der Vater mir gezeigt hat.

[15:40] Das heißt, mit anderen Worten: Indem ihr mich anklagt, klagt ihr eigentlich Gott den Vater, denn ich tue nur das, was Gott mir gezeigt hat.“

[15:53] Der Angriff auf Jesus durch die Obersten war ein Angriff auf Gott den Vater selbst und bewies, wie wenig die Obersten Gott wirklich kannten.

[16:05] Waren sie nicht eigentlich die Schriftgelehrten, die die Bibel auswendig kannten, die sich mit all den biblischen Prophezeiungen intensiv studiert hatten?

[16:13] Wie konnte es sein, dass sie das Wirken dessen, der in der Bibel beschrieben wird, nicht erkannten?

[16:26] Jesus gibt jetzt eine Antwort auf diese Frage in Vers 37: „Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir Zeugnis gegeben.

[16:35] Ihr habt weder seine Stimme jemals gehört noch seine Gestalt gesehen.“

[16:41] Vers 38: „Und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch.“

[16:48] Warum? Jetzt kommt die Antwort: „Weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat.“

[16:56] Ohne Glauben an Jesus kann Gottes Wort nicht in uns bleiben.

[17:05] Das Bleiben des Wortes ist aber absolut notwendig, denn Psalm 119 und dort Vers 11.

[17:14] Psalm 119, Vers 11 sagt uns: „Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.“

[17:19] Damit wir also in Harmonie mit Gott leben, müssen wir das Wort Gottes in unserem Herzen bewahren.

[17:25] Aber Jesus sagt: „Weil ihr nicht glaubt, bleibt es nicht bei euch.“

[17:30] Und kann es sein, dass auch wir manchmal das Problem haben, dass wir Dinge verstehen und dann trotzdem nicht dabei bleiben, dass wir Erkenntnisse bekommen und sie wieder verwerfen, dass wir intellektuell Dinge gut verstanden haben, aber dann uns wieder von der Welt wegziehen lassen?

[17:48] Was allein uns hilft, in der Bibelerkenntnis zu bleiben, ist der Glaube an Jesus.

[17:56] Und deswegen wird eine intellektuelle Ausbildung in der Bibel niemals ausreichen, weil wenn der Glaube fehlt, dann nützt auch die Bibelkenntnis nichts.

[18:11] Jesus macht das jetzt ganz, ganz deutlich.

[18:16] Vers 39: Er sagt: „Ihr erforscht die Schriften.“

[18:18] Und damit meint er natürlich das Alte Testament von Mose bis zu den Chroniken, wie damals das Alte Testament zu Jesu Zeiten aufgeteilt war und heute noch im Judentum aufgeteilt ist.

[18:31] „Ihr forscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben.“

[18:38] Die Pharisäer und die Sadduzäer, also vor allem die Pharisäer, die Obersten, die Schriftgelehrten, die sich mit dem Gesetz beschäftigten, sie haben die Bibel zum Teil sehr eifrig studiert, haben viel gelesen und manchmal vielleicht sogar noch mehr Kommentare über die Bibel, weil sie glaubten, wenn wir uns mit der Bibel beschäftigen, wenn wir die Bibel lesen, dann haben wir deswegen, weil wir die Bibel kennen, ewiges Leben.

[19:01] Und so entstand dieser Eindruck, dass wenn jemand sich sehr gut in der Bibel auskennt, er auf einem guten Wege ist, das ewige Leben zu haben, während jemand, der das Gesetz nicht kennt, dann droht, verloren zu gehen.

[19:15] Je besser man sich auskannte in der Bibel, desto heiliger fühlte man sich.

[19:19] Und Jesus sagt jetzt folgendes: „Ihr forscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.“

[19:31] Unmissverständlich macht Jesus klar: All das, was wir im Alten Testament finden, zeugt von Jesus.

[19:37] Und wenn wir beim Lesen des Alten Testaments nicht Jesus sehen und auf Jesus stoßen, dann lesen wir das Alte Testament falsch.

[19:47] Wir lesen es ohne Glauben.

[19:49] Wenn wir einen Unterschied meinen festzustellen zwischen dem Alten Testament und zwischen Jesus, wie es heute immer und immer wieder auch vorkommt in der Christenheit, dass Leute sagen: „Der Gott des Alten Testaments ist ein anderer als der des Neuen Testaments.“

[20:01] Das ist eine Idee, die es schon seit dem zweiten Jahrhundert gibt, spätestens im Gnostizismus, dass man irgendwie das Alte und das Neue Testament theologisch, emotional voneinander trennt.

[20:13] All das ist gegen Jesus.

[20:16] Er sagt, die Schriften, die die Pharisäer studierten, sind die Schriften, die von ihm zeugen.

[20:25] Und umso trauriger ist Vers 40:

[20:29] „Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“

[20:32] Lieber Freund, liebe Freundin, das ewige Leben besteht nicht darin, die Bibel zu lesen, sondern du liest die Bibel, damit du Jesus entdeckst, der dir das ewige Leben geben kann.

[20:47] Ja, die Bibel ist lebenswichtig, weil sie dich zum Lebensbringer bringt, aber die Bibel selbst rettet niemand.

[20:58] Bibelkenntnis mag beeindruckend sein, wird aber in niemandem das ewige Leben geben.

[21:03] Niemand kommt in den Himmel, weil er so viel Verse auswendig gelernt hat.

[21:10] Der einzige Weg in den Himmel, der einzige Weg zum ewigen Leben, ist das ewige Leben von Jesus zu empfangen.

[21:16] Und das Alte Testament weist mit allen Hinweisschildern in diese Richtung.

[21:26] Doch die Schriftgelehrten sahen das nicht, wollten es nicht sehen.

[21:30] Sie lasen ohne echten Glauben und dachten, sie wüssten alles, was es zu wissen gibt.

[21:40] Kann mir und dir das auch passieren?

[21:45] Lasst uns die Bibel nicht lesen, um klüger zu werden.

[21:47] Lasst uns die Bibel lesen, um Jesus besser kennenzulernen.

[21:51] Lasst uns die Bibel lesen, nicht um mehr Argumente für unsere Theorie zu finden, sondern um das Evangelium besser zu verstehen, um zu verstehen, wie kann ich gerettet werden, was tut Gott in meinem Leben und wie kann ich ewiges Leben erhalten?

[22:09] Lasst uns Bibel lesen, um Freunde von Jesus zu werden, ihm zu folgen und mit ihm zu leben.

[22:21] Vers 45 und 46: „Denkt nicht, dass ich euch bei dem Vater anklagen werde.

[22:27] Die Obersten haben Jesus angeklagt, aber Jesus sagt: „Ich werde jetzt hier nicht einfach eine Retourkutsche machen.

[22:33] Das ist noch nicht mal nötig.

[22:36] Es ist einer, der euch anklagt: Mose, auf den ihr eure Hoffnungen gesetzt habt.“

[22:40] Die Obersten haben auch später immer wieder gesagt: „Wir folgen nicht Jesus, wir folgen Mose.“

[22:43] Wenn wir uns an Johannes 9 erinnern, zum Beispiel, wo sie dem Blindgeborenen, der geheilt worden ist, gesagt haben: „Wir sind die Jünger von Mose.“

[22:55] Sie setzen ihre Hoffnung auf Mose, dabei hat Mose seine Hoffnung auf den Messias gesetzt, seine Hoffnung auf Jesus gesetzt, den er persönlich kannte von Angesicht zu Angesicht.

[23:07] Nicht umsonst sagt Johannes 1, Vers 17: „Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben.“

[23:14] Ja, die fünf Bücher Mose hat Mose geschrieben, aber die Gnade und die Wahrheit, die Dinge, die uns retten, sind nicht von Mose.

[23:21] Mose hat nicht die Gnade erfunden, Mose hat nicht die Wahrheit erfunden.

[23:25] Er hat zwar die fünf Bücher Mose aufgeschrieben, ja, das ist ganz entscheidend, aber Gnade und Wahrheit kommen durch Jesus Christus, auch in den Mosebüchern.

[23:48] Vers 46 in Johannes 5: „Denn wenn ihr Mose glauben würdet, so würdet ihr auch mir glauben, denn von mir hat er geschrieben.“

[23:55] Jetzt macht Jesus einen ganz entscheidenden Punkt.

[23:57] Er sagt: „Ihr erforscht zwar die Schrift, aber ihr glaubt ihnen nicht.“

[24:04] Er sagt ja in Vers 39: „Ihr erforscht die Schriften.“

[24:06] Jesus anerkennt, dass sie fleißig die Bibel studieren.

[24:08] Was ihnen aber fehlt, ist der echte, rettende Glaube.

[24:13] Denn er sagt in Vers 47: „Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“

[24:20] Das Problem war nicht, dass sie das Alte Testament geglaubt haben und jetzt Mühe hatten mit Jesus.

[24:23] Das Problem war, dass sie das Alte Testament studiert haben, ohne wirklich zu glauben, was dort steht, ohne es wirklich in das Leben zu übertragen, ohne wirklich sich darunter zu stellen oder das Wort Gottes, das dort zu ihnen sprach.

[24:38] Wie viele studieren die Bibel einfach nur, um ein bisschen mehr Erkenntnis zu bekommen, um ein bisschen klüger zu sein, um die besseren Argumente in der Debatte zu haben?

[24:49] Studiere ich und studierst du die Bibel, um im Glauben zu wachsen?

[24:56] Die Frage möchte ich mir heute neu stellen und sie an dich auch weiterreichen.

[25:04] Wenn wir schon das Alte Testament nicht verstehen, wie sollen wir das Neue Testament verstehen?

[25:08] Das ist die Argumentation von Jesus.

[25:11] „Wenn wir Mose glauben, würden wir auch ihm glauben“, so hat Jesus gesagt.

[25:18] Das ist ein Schlag ins Gesicht der Theorie, die behauptet, dass die fünf Bücher Mose ein anderes Evangelium hätten als das im Johannesevangelium.

[25:27] Jesus sagt: „Wenn ihr Mose glaubt, dann glaubt ihr auch mir.“

[25:30] Wir müssen also das Alte und das Neue Testament zusammennehmen, denn Jesus selbst bezeugt vor dem Obersten Gericht der damaligen Zeit, vor der theologischen Superkommission seiner Zeit, die wirklich das Alte Testament in- und auswendig kannten, er bezeugt, dass es im Alten Testament um ihn geht und um seine Werke und um sein Wirken, seinen Charakter, das Evangelium.

[26:04] Man kann Jesus nicht glauben.

[26:11] Man kann den Worten von Jesus nicht glauben, wenn man gleichzeitig das Alte Testament nicht glaubt.

[26:19] Das ist, was Vers 47 sagt.

[26:19] glaubt. Das ist, was Vers 47 sagt: "Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?" Diejenigen, die das Alte Testament ablehnen, gering schätzen oder für nicht oder nur halb inspiriert halten, haben keinen nicht den Glauben, den Jesus sich wünscht, den er hier einfordert in Johannes 5, Vers 47. Lasst uns lernen, die ganze Bibel im Lichte des Evangeliums zu sehen, so wie Jesus es selbst uns gezeigt hat. So viele nennen sich Christen, aber folgen nicht Christus in der Art und Weise, wie sie mit dem Alten Testament umgehen.
Wir wollen heute uns ein paar Beispiele aus dem Johannesevangelium anschauen, in denen das Alte Testament sich erfüllt.

[27:14] In Johannes 1 und dort Vers 23, das erwähnen wir nur ganz kurz, weil wir es an anderer Stelle schon mal ausführlich besprochen haben. Dort heißt es in Johannes 1, Vers 23: "Er" – gemeint ist Johannes der Täufer – "sprach: Ich bin die Stimme eines Rufenden, die ertönt in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jesaja gesagt hat."
Wir haben in der vierten Lektion vor einigen Wochen – ihr könnt das auf YouTube Media noch mal nachschauen, das Sendemanuskript euch runterladen und die Verse dort studieren – gezeigt, wie interessant die Verbindung hier von dem Original in Jesaja 40, Vers 1 bis 5 ist und dieser Anwendung, dieser diese Erfüllung hier bei Johannes dem Täufer. Ein wesentlicher Punkt ist, dass in Jesaja ganz deutlich herauskommt, dass der Weg für den Herrn, für Gott selbst, bereitet werden soll. Wenn also Johannes der Täufer sich als Wegbereiter Jesu mit Jesaja 40 identifiziert und sagt, dass ich bin die Erfüllung dieses Verses, dann dürfen wir lernen, dass Jesus tatsächlich genau dieser ähm dieser Herr ist, der als Gott uns in Jesaja beschrieben wird und dessen Weg vorbereitet werden soll. Dort haben wir eine ganze Reihe von Parallelen auch gesehen über das Wort und das Fleisch und die Herrlichkeit, alles Dinge, die in Jesaja 40 vorkommen und auch in Johannes 1. Wer das noch mal nachlesen möchte, kann das dort gerne tun.

[28:48] Ein weiteres Beispiel in Johannes 2 und dort Vers 16 und 17. Im Frühjahr 28 nach Christus ist Jesus beim Passahfest in Jerusalem und reinigt zum ersten Mal dort den Tempel, womit er in gewisser Weise öffentlich seinen Dienst als Messias auch ankündigt und beginnt.
Und als das dort geschieht, wir lesen in Vers 15: "Und er macht eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus." Er hat natürlich den Menschen nicht geschlagen, wie man mal fälschlich behauptet wird, "samt den Schafen und Rindern, und den Wechslern verschüttete er das Geld und stieß die Tische um. Und zu den Taubenverkäufern sprach er: Schafft das weg von hier! Macht nicht das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus."
Und jetzt kommt folgende Bewertung, der folgende Kommentar von Johannes – seine Jünger dachten aber – oder Beschreibung von Johannes: "Seine Jünger dachten aber daran, dass geschrieben steht: Der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt." Das kommt aus Psalm 69 und dort Vers 10. Wir schauen uns das kurz an. Psalm 69, Vers 10, da heißt es – Vers 9, vielleicht ab Vers 8: "Denn um deinetwillen trage ich Schmach, und Schande bedeckt mein Angesicht. Entfremdet bin ich meinen Brüdern und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter. Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen."

[30:32] Psalm 69 ist von David geschrieben, und nicht jeder der Verse lässt sich hundertprozentig ohne Abstriche direkt auf Jesus übertragen. Zum Beispiel, wenn in Vers 6 gesagt wird: "Oh Gott, du kennst meine Torheit, und meine Verschuldungen sind dir nicht verborgen." Das ist also ein zunächst einmal eine Beschreibung von David, wie er sich fühlt und seine Empfindungen. Aber wie das so oft in den Psalmen ist, in dieser Beschreibung, die David immer emotional aufschreibt, leuchten an bestimmten Stellen prophetisch Hinweise auf Jesus und seinen Dienst hervor.
Ganz besonders deutlich wird das in Vers 21 und 22: "Die Schmach hat mein Herz gebrochen", heißt es hier, "und ich bin elend. Ich wartete auf Mitleid, aber da war keines, und auf Tröster, aber ich fand sie nicht. Und sie gaben mir Galle zur Speise und Essig zu trinken in meinem Durst." David hat hier poetisch versucht, seine seine seine Ablehnung durch andere auszudrücken. Aber es ist ohne jeden Zweifel, dass diese Verse prophetisch vorausblicken. Der Heilige Geist, der den David inspirierte, hier bereits prophetisch auf das Kommen Jesu und seinen Kreuzestod verweist.
Auf dieselbe Weise können wir auch in Vers 9 sehen, dass dies – Vers 10 – dass dieser Eifer für Gottes Haus, für Gottes, für den Gottesdienst, für Gottes Sache zu einer Entfremdung selbst von der eigenen Familie führt. Das heißt ja, entfremdet in Vers 9: "Entfremdet bin ich meinen Brüdern und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter. Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt." Wenn also der Eifer für Gottes Haus, für seine Sache, für das Evangelium so stark ist, dass man sogar es riskiert, von der eigenen Familie belächelt zu werden, entfremdet zu sein, dann sagt das in einer Kultur wie der israelitischen, die so stark, so zentriert auf das, so stark auf das Familienleben zentriert ist, dann sagt das, mit was für einer Priorität David das ja dieses Projekt des Tempels vorangetrieben hat und für sich ja zur Priorität gemacht hat.
Dieser Eifer von David wird zum Typus, der sich erfüllt im Leben von Jesus. Die Jünger, diesen Psalmen kennen, als sie die Werke von Jesus sehen, sehen sie, dass Jesus genau das tut, was hier in der Bibel steht, und sie denken unwillkürlich an diesen Vers.

[33:19] Gehen wir zurück zu Johannes und schauen uns ein anderes Beispiel an in Johannes Kapitel 7 und dort Vers 38. Johannes 7 und dort Vers 38. Wir lesen ab Vers 37: "Am letzten, dem großen Tag des Festes" – wir sind beim Laubhüttenfest im Jahre 30, ein halbes Jahr vor der Kreuzigung – "stand Jesus auf in Jerusalem, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Hier sehen wir, es geht nicht um einen emotionalen Glauben nur, wo wir einfach nach Eindrücken und Empfindungen irgendwie unser Leben ausrichten sollen, sondern es heißt hier: "Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat." Ich möchte mich heute neu entscheiden, mein Glaubensleben an der Bibel auszurichten. Ist das auch dein Wunsch, an Jesus zu glauben, so wie die Bibel, so wie die Schrift Jesus und sein Evangelium beschreibt? "Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Nicht immer wird das mit einem Zitat vermerkt, was in Johannes Evangelium oder auch in anderen neutestamentlichen Schriften letztlich auf das Alte Testament zurückgeht.
Tatsächlich sind wir hier in Jeremia 2, Vers 13. Dort gibt es schon dieses lebendige Wasser im Alten Testament. In Jeremia 2, Vers 13 ist es Gott, der in Vers 12 schon spricht: "Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, werdet schreckensstarr!", spricht der HERR. Vers 13: "Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten."
In Jeremia sagt Gott, dass er selbst die Quelle, er, der Herr, die Quelle des lebendigen Wassers ist. Jesus sagt: Wer an ihn glaubt, empfängt diese Quelle des lebendigen Wassers. Wieder ein interessanter Vers, der deutlich macht, dass Jesus Gott ist. Je mehr man die Stellen im Alten und Neuen Testament vergleicht, umso klarer wird.

[35:56] Interessant ist, wenn wir weiterlesen in Vers 14, heißt es: "Ist denn Israel ein Knecht oder unfrei geboren? Warum ist es zur Beute geworden?" Wenn man in Johannes 7 weiterliest, dann stellt man fest, dass am nächsten Tag Jesus mit den mit den Pharisäern einen einen einen Disput hat, wo er ihnen deutlich macht, dass sie durch die Sünde Knecht sind. "Wahrlich, wahrlich", sagt er, "ich sage euch, wer die Sünde tut, ist der Knecht der Sünde." Und dann haben die Pharisäer sehen das gar nicht ein und und sagen, sie sind gar nicht gar nicht unfrei und sind nie jemandes Knecht gewesen." Das heißt, wir sehen hier, wie die Themen auch auch zeitlich zueinander ganz gut passen.
Ströme lebendigen Wassers, das hatte Jesus schon der Samariterin in Johannes 4, Vers 14 gesagt. Und die Idee, dass auch der Gläubige, der mit Gott lebt, so eine Art Quelle ist, das ist auch eine alttestamentliche Idee. Das kann man oft gar nicht auf einen Vers reduzieren. Jesus hat hier aus der Summe dessen, was das Alte Testament sagt, geschöpft.
Wir geben Beispiele. Römer – Verzeihung – Sprüche 10, Vers 11. Sprüche 10, Vers 11: "Der Mund des Gerechten ist eine Quelle des Lebens." Genau das, was Jesus sagt: Es wird eine Quelle des des Wassers des Lebens sein, sozusagen des lebendigen Wassers. Genau eine eine Quelle des Lebens ist der Mund des Gerechten." Sprüche 18 und dort Vers 4, noch so ein ähnlicher Vers: "Die Worte eines Mannes sind tiefe Wasser, ein sprudelnder Bach, eine Quelle der Weisheit." Oder auch Jesaja 58 und dort Vers 11: "Der HERR wird dich ohne Unterlass leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken. Du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals versiegen."
Wenn also Jesus sagt, dass durch den Glauben an ihn, der er die Quelle des lebendigen Wassers wird, auch wir zu einer Quelle werden, sagt er letztlich, er hält letztlich eine Predigt über das Alte Testament und bringt das quasi auf den Punkt. Da könnte man viele andere Beispiele auch aus den anderen Evangelien bringen. Die Bergpredigt, die Seligpreisungen und viele andere Elemente der Bergpredigt sind oftmals ziemlich direkt eine Predigt über Gedanken und Ideen des Alten Testamentes.

[38:42] Jesus erklärt dann noch interessanterweise, oder vielmehr Johannes erklärt uns dann in Johannes 7, was konkret damit gemeint ist mit dieser Quelle des lebendigen, diesen Strömen des lebendigen Wassers. Vers 39, da sagt er: "Das sagt Johannes, das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glaubten. Denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war." Auch hier könnten wir eine Reihe von alttestamentlichen Texten anfügen, die Bewässerung des Lebens sozusagen mit dem Heiligen Geist in Verbindung bringen, wo er zum Beispiel in Jesaja 32, Vers 15 mit dem Regen verglichen wird, in Joel 3, Vers 1 haben wir die Ausgießung des Heiligen Geistes, während wenige Verse vorher auch von dem Früh- und Spätregen die Rede ist. Und ihr könnt das im Sendemanuskript dann noch einmal nachvollziehen.

[39:45] Jesus hat also das Alte Testament nicht nur zitiert ab und zu, um sozusagen einen Beweis zu erbringen. Er hat die Theologie, die die die Evangeliumswahrheiten des Alten Testamentes ganz breit im Hinterkopf gehabt und hat aus diesem Schatz dann mit eigenen Worten die Wahrheiten auf den Punkt gebracht und so formuliert, wie wir sie jetzt in dieser wunderbaren und und unvergleichlichen Form in den Schriften des Neuen Testamentes, in den Evangelien finden.

[40:18] Schauen wir uns noch ein Beispiel an in Johannes 19 und dort Vers 36. Wir sind jetzt hier bei der Kreuzigung. Johannes 19, Vers 36. Ähm, es wird gesagt in Vers 33: "Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war" – nach einigen Stunden, normalerweise hat eine Kreuzigung ja einige Tage gedauert – "als sie aber zu Jesus kam und sahen, dass er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus." Und dann kommt der inspirierte Kommentar von Johannes in Vers 36: "Denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden." Und damit wird jetzt etwas Interessantes zitiert. Denn diese zitiert denn diese Formulierung kommt aus dem Alten Testament, aus den Vorschriften für das Passahlamm in 2. Mose Kapitel 12 und dort in Vers 46. Da heißt es über das Passahlamm: "In einem Haus soll man es essen. Ihr sollt von dem Fleisch nichts vor das Haus hinaustragen, und kein Knochen soll ihm zerbrochen werden." So wird das dann noch mal wiederholt in 4. Mose 9, Vers 12. Und wir wissen aus 1. Korinther 5, Vers 7, dass Jesus das Passahlamm ist. In 1. Korinther 5, Vers 7 heißt es: "Darum fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ja ungesäuert seid. Denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden, Christus." Das heißt, in 2. Mose wird keine direkte so ausgedrückte Prophetie gemacht, dass man gesagt hätte, der Messias wird einmal das und das erleben, ihm werden keine Knochen gebrochen werden, sondern es geht hier um das Passahlamm, das aber typologisch eine Prophezeiung auf Jesus ist. Es gibt also verschiedene Arten, wie wir sehen. Es gibt Prophezeiungen, die schon im Alten Testament direkt von dem kommenden Messias sprechen, da werden wir auch noch Beispiele sehen. Es gibt Beispiele, wo sozusagen die Prophezeiung typologischer Art ist. Es gibt Beispiele wie in den Psalmen, wo die Erfahrung von David, der emotional macht, durch den Heiligen Geist schon prophetisch vorausweist auf das, was Jesus erleben wird. Und es gibt das Beispiel, dass einfach in Aussagen von Jesus verschiedene Ideen aus dem Alten Testament zusammengefasst, komprimiert präsentiert werden, wie wir es eben gerade auch schon gesehen haben.

[43:25] Johannes 12 und dort Vers 13, das ist auch eine ganz spannende Stelle. Hier sind wir wieder ein paar Tage zuvor bei dem Einzug Jesu, dem triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem. Ab Vers 12: "Am folgenden Tag, als viele Leute, die zum Fest erschienen war" – das ist der Sonntag vor der Kreuzigung – "hörten, dass Jesus nach Jerusalem komme. Dann nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!" Das wiederum ist ein direktes Zitat aus den Psalmen, ein Psalm, der tatsächlich die Ankunft des Messias in Jerusalem sozusagen beschreibt und deswegen von der Menge wohl auch genau aus diesem Grund gesungen worden ist. In Psalm 118, Vers 25 lesen wir: "Ach HERR, hilf!" (Hebräisch Hosianna, was dann das Hosianna in Matthäus, Markus und Johannes ergibt). "Ach HERR, lass wohl gelingen! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn! Wir segnen euch vom Haus des Herrn aus." Nun, wenn man sich den ganzen Psalm anschaut, dann gibt es da noch einige Dinge, die Jesus direkt an das Evangelium erinnert haben werden. Dinge, die Jesus selbst dann in den kommenden Tagen zitiert hat. Zum Beispiel Vers 22: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, es ist wunderbar in unseren Augen." Und sicherlich gehört auch Vers 27 dazu: "Der Herr ist Gott, er hat uns Licht gegeben." Denk an Jesus, nicht wahr, das Licht der Welt. "Bindet das Festopfer mit Stricken an die Hörner des Altars! Du bist mein Gott, ich will dich preisen, mein Gott, ich will dich erheben. Dank dem Herrn, denn er ist gütig, ja, seine Gnade währt ewiglich." In diesem Psalm wird beschrieben, wie die Menschen Gott danken, dass der Erlöser, der der Messias, der im Namen des Herrn kommt, jetzt in die Stadt hineingeht. Das heißt, hier in Vers 20: "Dies ist das" – Vers 19: "Tu mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und den Herrn preise. Dies ist das Tor des Herrn, die Gerechten werden durch es eingehen." Also wir haben diese Idee an der Prozession in eine Stadt hinein, und man preist Gott, dass der Messias in die Stadt hineinkommt, ruft Hosianna und bringt dann ein Opfer dar, ein Festopfer.

[46:27] Als Jesus nach Jerusalem einzog, war es Gott, der in menschlicher Gestalt als Messias nach Jerusalem einzog, um selbst als Festopfer geopfert zu werden. Vers 24: "Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm."

[47:06] Als Jesus einzog, da haben die Menschen diesen Psalm korrekterweise zitiert. Sie haben die Erfüllung sozusagen verstanden und doch haben sie das Wesentliche der Erfüllung gar nicht verstanden. Sie haben zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Psalm gelesen und doch die Tiefe dessen, was dort steht, gar nicht begriffen.

[47:32] Geht es uns manchmal vielleicht auch so, dass wir wissen, dieser Vers hat mit hier mit Jesus zu tun, aber wir wir verpassen die Tiefe, die dort eigentlich im Alten Testament schon angedeutet ist und begnügen uns mit einer oberflächlichen Korrelation, dass das jetzt hier gleiche Situation ist, dass das zueinander passt. Lasst uns, wenn im Neuen Testament das Alte zitiert wird, auch zurückgehen, das Alte Testament dort genauer anschauen und sehen, wie das Alte Licht auf das Neue und das Neue Licht auf das Alte wirft.

[48:07] Zurück zu Johannes 12 und dort Vers 14 und 15. Johannes 12, Vers 14 und 15, direkt danach: "Jesus aber hatte einen jungen Esel gefunden und setzte sich darauf, wie geschrieben steht." Jetzt haben wir wieder einen direkten Kommentar von Johannes: "Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf dem Füllen einer Eselin." Jesu Einritt in Jerusalem war die Erfüllung der Prophetie, der Prophezeiung aus Sacharja Kapitel 9, Vers 9. Sacharja 9 und dort Vers 9: "Frohlocke sehr, du Tochter Zion! Jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitend auf einem Esel und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Eselin. Da kommt ein König", sagt Sacharja, "und wenn wir weiterlesen, ist es auch sehr interessant. In Vers 10 heißt es: Und ich werde die Streitwagen aus Ephraim ausrotten und die Pferde aus Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Und er" – das heißt, der der König – "wird den Völkern Frieden gebieten, der Friedefürst. Und seine Herrschaft wird reichen von einem Meer zum anderen und vom Strom bis an die Enden der Erde." Der König, der ein Friedensreich auf der gesamten Erde aufrichten wird, das ist Jesus. Aber nicht ein Friedensreich in der Sünde, sondern indem er die Sünde besiegt, ausrottet, sodass auf dieser Erde er für alle Ewigkeiten von Meer bis ans Ende der Erde herrschen wird. Vers 11: "Und was dich betrifft, was dich betrifft, so habe ich um des Blutes deines Bundes willen deine Gefangenen entlassen aus der Grube, in der kein Wasser ist." Da werden Menschen frei durch das Blut des Bundes.
Oh, hätten die Menschen, die sicherlich gemerkt haben, Jesus reitet auf einem Eselsfüllen, das ist Sacharja Kapitel 9, Vers 9, er ist der König. Hätten sie doch nur weitergelesen, dass es hier einen Bund gibt, der durch das Blut, das vergossen wird, freimacht, die Gefangenen entlässt. Wir denken an Johannes 8, Vers 32: "Wer die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde. Aber wen der Sohn freimacht" – also Vers 34, Vers 36: "Wer wen der Sohn freimacht, der ist wirklich frei." Wir denken an Matthäus 26, Vers 28, dass Jesus von dem Blut des neuen Bundes spricht zur Vergebung der Sünden. Und dann gibt es dadurch eine Wiederherstellung, eine Rückkehr, ein Wiederaufbau. Vers 12: "Kehrt wieder zur Festung zurück, ihr, die ihr auf Hoffnung gefangen liegt! Schon heute verkündige ich, dass ich dir zweifachen Ersatz geben will."

[51:22] Noch einmal zurück zum Johannes Evangelium. Wir gehen jetzt zu Johannes 13, Vers 18. Am Donnerstagabend, es ist schon Nacht. Jesus ist mit seinen Jüngern. Er hat ihnen die Füße gewaschen. Vers 18: "Ich rede nicht von euch allen. Ich weiß, welche ich erwählt habe. Doch muss die Schrift erfüllt werden: Der mit mir das Brot isst, hat seine Fersen gegen mich erhoben." Jesus selbst hat mit seinen eigenen Worten einen Psalmtext auf sein Leben, auf seine Situation hier angewandt. Es gibt manchmal immer wieder heute moderne Theologen, die der Meinung sind, wenn im Neuen Testament Zitate aus dem Alten Testament als Erfüllung angebracht wird, dann sei das irgendwie aus dem Kontext gerissen. Man behauptet, diese diese neutestamentlichen Schreiber wie Matthäus und Paulus, die wüssten nichts.

[52:20] Matthäus und Paulus, die wüssten nichts von echter Exegese und so weiter. Ich halte das für ziemlich überheblich. Jesus selbst hat auf diese Weise die Bibel studiert, und wer von uns möchte sagen, dass er die Bibel besser versteht und besser auslegen kann als Jesus? Vielleicht haben die neutestamentlichen Schreiber das Alte Testament besser verstanden als wir, und nur weil wir nicht immer vielleicht genau verstehen, warum sie dort eine Erfüllung gesehen haben, sollten wir nicht ihnen das absprechen, sondern demütig zu den Füßen Jesu lernen.

[52:57] Lasst uns schauen, was Jesus hier zitiert hat in Psalm 41, Vers 10. Auch dies ist ein Psalm von David. Jesus wusste, dass das ein Psalm von David ist, und doch sagt er, dieser Psalm von David erfüllt sich, hat eine prophetische Bedeutung, erfüllt sich jetzt, wo Judas hinausgehen wird, um ihn zu verraten. Im Psalm 41 und dort ab Vers 8 heißt es: „Alle, die mich hassen, flüstern miteinander über mich. Sie haben mir Böses zugedacht.“ Vers 9: „Ein Belialspruch haftet ihm an. Wenn er da liegt, steht er nicht wieder auf.“ Und jetzt kommt Vers 10: „Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat die Ferse gegen mich erhoben.“ Hier geht es nicht einfach nur darum, dass einer sich von ihm abwendet, sondern dass er Teil wird, Teil hat an einer geheimen Verschwörung gegen ihn. Und genau das passiert im Leben von Judas. Da gibt es diese Verschwörung gegen Jesus durch die Pharisäer und Sadduzäer, die sich zusammentun, die versuchen, das unter der Decke zu halten, weil sie Angst vor dem Volk haben, die ihn töten wollen. Und einer der engsten Mitarbeiter Jesu, der das Brot mit ihm aß in jener Donnerstagnacht.

[54:27] Übrigens, nur so als kleine zusätzliche Anmerkung: Das Brot mit jemandem essen war ein Ausdruck, dass man miteinander Frieden halten möchte. Das kann man auch in Josua 9, Vers 14 sehen, wo die Israeliten dort mit den kanaanitischen Stadtbewohnern, die da sie getäuscht haben, Brot essen, um damit deutlich zu machen, dass sie mit ihnen Frieden halten werden. Jesus hat ihm dieses Brot angeboten als eine letzte Chance, Frieden mit ihm zu machen. Er hat es genommen, nicht um Frieden zu machen, sondern um ihn zu verraten. Hätte er in diesem Moment, als Jesus ihm das Brot gegeben hat, verstanden, nein, er hat es verstanden. Hätte er geglaubt, dass Jesus ihm helfen kann, hätte er seine Sünde erkannt. Er hätte dort zusammenbrechen können, Tränen hätte Jesus um Vergebung bitten können. Er hätte das aufdecken können, was er vorgehabt hat. Judas hätte nicht verloren gehen müssen. Stattdessen hat er das Brot genommen, hat damit den äußeren Anschein erweckt, er würde mit Jesus im Frieden sein, und hat dann seine verschwörerischen Pläne gegen ihn ausgeführt. Und Jesus konnte Judas nicht mehr retten.

[55:57] Gehen wir noch einmal zu Johannes 19 und dort Vers 37 als letztes Beispiel heute. Johannes 19 und dort Vers 37. Wir haben schon gesehen, dass die Beine von Jesus nicht zerbrochen worden sind, weil die Schrift sagt über das Passahlamm, dass kein Knochen ihm zerbrochen werden soll. Vers 37: „Und wiederum sagt eine andere Schrift, jetzt bezogen auf das Durchstechen mit dem Speer, das Durchstechen des Leichnams: Sie werden den ansehen, welchen sie durchstochen haben.“ Das ist Sacharja Kapitel, das ist Sacharja, und in dem Fall ist das Sacharja Kapitel 12. Und auch hier gibt es noch einige interessante Details.

[56:56] Denn Johannes zitiert nur einen kleinen Abschnitt aus dem Vers, und der ganze Vers ist interessant, und auch das, was noch darum herum steht. In Vers 10 von Sacharja 12 heißt es: „Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben. Ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den Eingeborenen, und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt den Erstgeborenen.“ Hier sehen wir, dass die Klage über den Durchstochenen der Klage über einen Erstgeborenen, über einen Eingeborenen gleicht. Und wir erinnern uns an Johannes 3, Vers 16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Wir sehen hier auch, dass der Blick auf das Kreuz tiefe Reue bringen kann, wenn man diesen Geist des Gebetes, den Geist der Gnade, die Gott ausgießen möchte, annimmt.

[58:11] Noch mehrmals in den folgenden Versen wird darauf Bezug genommen, zum Beispiel in Sacharja 13, Vers 6: „Und er wird zu ihm sagen: Was sind das für Wunden in deinen Händen? Und er wird antworten: Die hat man mir geschlagen im Haus meiner Lieben.“ Der Durchstochene. Aber all das gipfelt in Sacharja 13, Vers 1: „An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner von Jerusalem ein Quell eröffnet sein gegen Sünde und Unreinheit.“ Johannes sagt uns, dass als Jesus am Kreuz durchstochen wurde, damit sich da hat sich Sacharja 12 erfüllt: „Sie werden auf ihn sehen, den sie durchstochen haben.“ Aber wenn wir zurückgehen zu Sacharja, dann sehen wir, dass sich nicht einfach nur dieses Detail erfüllt hat, dass nicht einfach nur Jesus durchstochen worden ist, sondern dass er der wahre Eingeborene war, der eingeborene Sohn, der für uns alle gestorben ist. Und dass, wenn wir über diesen Tod klagen, wenn wir unsere eigene Sünde eingestehen, wenn wir den Geist des Gebetes und der Gnade annehmen, dann ist genau dieser durchstochene Jesus mit seinem Tod am Kreuz von Golgatha eine Quelle, eine Quelle für jede Sünde, mit der jede Sünde gereinigt werden kann, jede Unreinheit dort abgewaschen werden kann, eine Quelle für dich und für mich. Jesus wird diese Wunden, auch dieses Durchstochene, dieses Mal an der Seite, für immer behalten. Wir werden in der Ewigkeit uns daran erinnern, dass unsere Sünden eben diese Wunde geschlagen hat. Und er wird sagen: „Die hat man mir geschlagen im Haus meiner Lieben.“ Jesus ist nicht einfach nur gestorben, er ist für Freunde gestorben, obwohl wir ihn als Feinde behandelt haben, hat er uns als Freunde gesehen. Und wenn wir das Alte Testament mit dem Neuen zusammennehmen, dann sehen wir, wie das Kreuz von Golgatha eine Quelle ist gegen Sünde und gegen Unreinheit.

[1:00:23] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du heute das Kreuz von Jesu im Lichte des Alten und des Neuen Testamentes als eine Quelle annehmen, in der jede Unreinheit in deinem Leben und jede Sünde, jeder Zweifel abgewaschen werden kann und du ewiges Leben haben kannst, weil du der Schrift folgst, die dich zu Jesus führt? Ist das dein Wunsch? Dann lass uns noch gemeinsam beten.

[1:00:54] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Wir danken dir, dass wir Jesus im Alten Testament entdecken können, dass wir die Tiefen und Schönheiten des Evangeliums dort sehen, dass wir wirklich sehen können, es ist ein ewiges Evangelium. Und dass, wenn wir das Alte und das Neue Testament kombinieren, wir entdecken können, dass all das, was das Neue sagt, im Alten schon angelegt ist und das Alte noch viel hinzufügt zu dem, was im Neuen ausgeführt ist, sodass ein großes Ganzes entsteht mit so vielen interessanten Aspekten. Herr, wir haben noch lange nicht alles entdeckt. Schenk uns jeden Tag Freude, tiefer zu graben, weiter zu suchen, dich kennenzulernen und dem zu folgen, was du uns gesagt hast. Und Herr, wir möchten heute, ich möchte heute mein Leben in diese Quelle tun. In Offenbarung steht, dass sie ihre Kleider weiß gemacht haben im Blut des Lammes. Diese Quelle möchte ich in Anspruch nehmen, und ich glaube, ganz viele, die dieses Video sehen, auch. Und dafür danken wir dir, dass wir das dürfen. Danke, dass Jesus uns ewiges Leben gibt, wenn wir ihm glauben, wie es die Schrift sagt. Danke, dass diese Überzeugung aus uns herausquellen wird, damit auch andere davon erfahren. In deinem Namen, Herr Jesus, beten wir.

[1:02:25] Amen. Nächste Woche werden wir uns wieder hier sehen und dann gemeinsam weiter studieren im Johannesevangelium, um weitere interessante Seiten von Jesus kennenzulernen. Bis dahin wünschen euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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