[0:34] Hallo und herzlich willkommen! Wie immer möchten wir auch allen Zuschauern auf dem Sender "Das Wort" ein herzliches Willkommen zurufen zur zehnten Folge unserer Serie mit dem Titel "Analogien, Bilder, Symbole – biblische Texte verstehen". Uns geht es in diesen Themen darum zu verstehen, wie die gesamte Bibel von 1. Mose an mit ihren unterschiedlichen Textarten uns hilft, auch die prophetischen Bücher Daniel und Offenbarung besser und richtig zu verstehen. Heute wollen wir uns mit einem Aspekt beschäftigen, der für das Studium der Prophetie ganz besonders wichtig ist. Es wird vor allem um die Typologie gehen und wir werden da ausgehen von einem berühmten Text in 1. Korinther 10. Das Thema heißt dementsprechend: "Auf die das Ende der Zeiten gekommen ist." Und das ist ein Zitat aus 1. Korinther 10, Vers 11, mit dem wir dann auch gleich beginnen werden.
[1:41] Mit diesem Studium wollen wir uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 7. Juni. Und bevor wir hineintauchen in dieses spannende Thema, möchten wir Gott einladen, dass er durch seinen Heiligen Geist unser Studium segnet und wir etwas lernen, was uns im Alltag wirklich in unserem Glaubensleben hilft. Lasst uns beten.
[2:03] Lieber Vater im Himmel, danke für deine Liebe, danke für deine Gnade und dass du uns immer und immer wieder zu dir ziehst. Danke, dass wir uns auf dich verlassen können, dass wir auf dich schauen können, Herr. Wenn wir uns auf uns schauen, dann wissen wir nicht, wie wir gerettet werden können. Wenn wir auf dich schauen, dann wissen wir nicht, wie wir verloren gehen können. Heute möchten wir jetzt dein Wort studieren und du hast es uns gegeben, damit wir es verstehen, damit wir dich besser verstehen und damit wir gestärkt werden im Glauben, Herr. Wir bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du jetzt unser Lehrer bist, dass wir Freude haben am Bibelstudium und dann auch erfüllt werden mit deinem Geist, um es anderen weiterzugeben und gefestigt werden in der Wahrheit, die du uns gegeben hast, um uns freizumachen. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt uns in besonderer Weise segnest, weil du es versprochen hast. Wir brauchen deine Hilfe und danken dir dafür. Amen.
[3:05] In 1. Korinther 10, Vers 11, wie gerade schon gesagt, finden wir einen Text, der so das Leitmotiv für das heutige Studium darstellt. 1. Korinther 10 und dort Vers 11. Der Vers ist ganz gut bekannt. Es heißt: Paulus sagt: "Alle diese Dinge aber", und er bezieht sich auf Geschichten, die er vorher in den Versen in 1. Korinther 10 erzählt, aus dem Alten Testament, speziell aus der Wüstenwanderung der Israeliten, wie sie in 2., 3., 4. und auch 5. Mose beschrieben werden. "Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder. Und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist." Da haben wir den Titel für die heutige Folge. Die Geschichten des Alten Testaments sind Vorbilder. Das Griechische gibt hier das Fundament für das, was wir Typologie nennen. Das heißt, die Geschichten in der Bibel stehen dort in der Bibel, damit man später aus ihnen lernen kann. Wir können heute aus den Geschichten, die vor Jahrhunderten und vor Jahrtausenden stattgefunden haben, wir können aus ihnen lernen. Wir sehen das schon in Vers 6. Dort heißt es: "Diese Dinge aber sind zum Vorbild für uns geschehen, damit wir nicht nach dem Bösen begierig werden, so wie jene begierig waren."
[4:32] Das heißt es manchmal: Na ja, schau, die Bibel, die haben auch alle Fehler gemacht. Von daher ist es nicht so schlimm, wenn wir auch Fehler machen. Aber der Grund, warum die Bibel so präzise und so schonungslos und ohne den Menschen zu schmeicheln, so schonungslos Fehler der Menschen auch aufschreibt, ist nicht, damit wir uns in der Sünde dann noch trösten und sagen, na ja, ist ja gar nicht so schlimm, sondern dass wir daraus lernen. Die Bibel möchte, Gott möchte in der Bibel uns zeigen, wohin die Sünde führt. Und jeder, der mit Gott geht, weiß ganz genau, dass die Sünde immer katastrophale Folgen hat. Vielleicht ist das nicht für alle sichtbar, aber sie hat immer katastrophale Folgen für das eigene, für die eigene Beziehung zu Gott, für das Bild, das man von Gott und im Evangelium hat. Die Sünde zerkratzt und zerstört das, was man verstanden hat. Und nur Gott kann das wieder aufbauen und wiederherstellen. Sünde macht unser Leben kaputt. Sünde macht unsere Beziehung kaputt, unsere Familien kaputt, unsere Freundschaften kaputt, unsere Gesellschaft kaputt, unsere Gemeinden kaputt. Gott hasst die Sünde und er möchte, dass wir aus den Geschichten der Bibel lernen und nicht einfach sagen, na ja, schau, das waren auch Gottes Männer, das waren auch Frauen nach dem Herzen Gottes und die haben gesündigt und von daher ist es kein Problem. Das ist gerade nicht der Zweck, den die biblischen Geschichten haben. Sünde ist immer etwas Tragisches und Katastrophales. Das weiß ich aus meinem eigenen Leben. Aber Gott ist so gut, dass er uns nicht nur warnt, sondern uns auch Gnade schenkt, wenn wir doch gefallen sind, um uns wiederherzustellen. Die Lektion bleibt immer dieselbe: Sie soll uns warnen, lieber gar nicht erst die Sünde zu begehen, weil es schlimme Konsequenzen hat. Und wenn es doch passiert ist, dann sollen wir daraus lernen und aus der Geschichte lernen, dass Gott trotzdem wiederherstellen kann, wenn wir ihm glauben. Und das kann man am Beispiel Israels ganz wunderbar sehen.
[6:40] Was genau bedeutet Typologie? Das Wort "Typos" ist im Griechischen eigentlich ein Schlag, ein Hieb, ein Eindruck, der sozusagen, wenn man jemanden schlägt und da bleibt sozusagen ein Fleck oder eine Wunde. Daraus abgeleitet ist es auch das, was man das Geschlagene sozusagen. Wir finden das z.B. in Johannes 20 und dort Vers 25. Dort heißt es: "Da sagten ihm die anderen Jünger: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe, den 'Typos', und meinen Finger in das Nägelmal lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich es niemals glauben." Jesus ist geschlagen worden und da gibt es etwas Geschlagenes jetzt in seiner Hand. Diese Male, die dort geblieben sind.
[7:41] Wenn wir also diese Geschichten als Typen bezeichnen, als Typologie, dann meint das eigentlich, da ist was geblieben. Es hat einen Eindruck gemacht. Daraus wiederum leitet sich ab, dass etwas Eingedrücktes, ein Gepräge, ein Bild, "Typos" genannt wird. Z.B. in Apostelgeschichte 7 und dort Vers 43, wo es heißt: "Ihr habt die Hütte des Moloch und das Sternbild eures Gottes Remphan umhergetragen, die Bilder, die ihr gemacht habt, 'Typos', ja, ein Abbild, um sie anzubeten."
[8:31] Und daraus oder ähnlich auch in Römer 6 und dort Vers 17. Römer 6 und dort Vers 17: "Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid, dem Vorbild, dem Umriss sozusagen der Gestalt der Lehre, das euch überliefert worden ist, dem 'Typos' der Lehre." Und "Typos" meint hier sozusagen das Gepräge, das Bild, die Form, die Gestalt der Lehre. Und das wird dann wiederum übertragen als ein Vorbild. Ja, also von dem ganz direkten: Man schlägt etwas, da bleibt was zurück, das ist etwas Eingedrücktes, etwas Eindrückliches, ein Umriss. Daraus kommt die Idee von Bild und daraus kommt die Idee von Vorbild, dass man sich an diesem Bild jetzt orientiert.
[9:25] Und da haben wir ganz, ganz, ganz viele Bibelstellen, also nicht ganz viel, aber eine Reihe von Bibelstellen, die sind im Sendemanuskript alle aufgezeichnet. Die könnt ihr dann einzeln nachstudieren, wenn ihr möchtet. Das lohnt sich. Aber in Philipper 3, Vers 17, geben wir hier mal ein Beispiel. Philipper 3, Vers 17: Paulus sagt: "Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt." Und wir haben diese Idee tatsächlich vom Vorbild, das imitiert werden soll. Natürlich immer nur soweit, wie Paulus z.B. Jesus folgt.
[9:57] Entsprechend wird das Wort auch verwendet für die Stiftshütte in Hebräer 8, Vers 5: "Diese, das heißt, die Priester auf Erden, dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der göttlichen Weisung, die Gott – Verzeihung – die Mose hielt, als er die Stiftshütte anfertigen sollte. Achte darauf, heißt es nämlich, dass du alles nach dem Vorbild machst." Das natürlich aus dem Alten Testament, damals auf Hebräisch geschrieben, aber hier im Neuen Testament jetzt mit dem Wort "Typos" übersetzt, das Vorbild, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist.
[10:35] Manchmal hört man und liest man, dass ein "Typos" immer kleiner ist als der "Antitypos". Wenn man den Vers hier liest, muss man sagen, das muss man ein bisschen differenzierter sehen. Das Original war der "Typos", von dem jetzt das Vorbild, das jetzt imitiert werden sollte. Ja, durchaus kann also auch der "Typos" größer und bedeutender sein als der "Antitypos". Ja, wir sagen natürlich auch, die Stiftshütte war der "Typos" und das Himmlische ist der "Antitypos". Aber in diesem Vers ist es andersrum. Ja, es ist das himmlische Heiligtum ist dort. Das ist das Vorbild und nach diesem Muster, nach diesem Abbild, nach dieser Gestalt wird jetzt das irdische entsprechend gestaltet. Es imitiert das Himmlische.
[11:25] Und dann haben wir interessanterweise auch in der Apostelgeschichte noch folgende Verwendung. Apostelgeschichte 23 und dort Vers 25. Und dort steht: "Und der schrieb einen Brief, der folgenden Inhalt hatte." Das scheint jetzt erstmal das Wort Vorbild nicht da zu sein, aber das Wort "Typos" meint hier eben der folgende Inhalt. Es gibt also einen Brief und das, was wir jetzt lesen, ist ja nicht der Originalbrief, der hier geschrieben worden ist von nicht vom Felix – Verzeihung – vom Claudius Lysias, sondern eine Abschrift. Ja, der Lukas gibt hier sozusagen das Original wieder und wir gehen davon aus, dass der Lukas nicht irgendwie das wiedergibt, sondern wortwörtlich. Genau. Es handelt sich also um eine wortwörtliche Entsprechung und diese Genauigkeit der Wiedergabe ist natürlich auch ein interessanter Aspekt, der, wenn wir auch ans Heiligtum denken, auch wichtig ist. Doch dort ist ja die Idee in der exakten Wiedergabe, wenn noch im kleineren Maßstab, sehr entscheidend.
[12:45] Es wird dann auch noch verwendet im Sinne und in einem sehr übertragenden Sinne im Sinne von Erinnerung. Judas 5 z.B. ist dort ein gutes Beispiel. In Judas 5 heißt es: "Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wisst, dass der Herr, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten errettet hatte, das zweite Mal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten." Der Judas erinnert an eine Geschichte aus dem Alten Testament, so wie wir das ja auch bei Paulus in 1. Korinther gesehen haben. Und diese Typologie soll uns an wichtige geistliche Wahrheiten erinnern. Es ist also eine Warnung, wie uns 1. Korinther 10, Vers 11 sagt, indem wir uns erinnern an das, was damals passiert ist. Wir sollen beim Lesen der Bibel uns erinnern daran, was die Folgen der Sünde waren. Wir sollen uns auch – und das ist ganz entscheidend – auch daran erinnern, wie Gott sein Volk retten wollte und auch gerettet hat und wie jeder, der seine Erlösung angenommen hat, auch entsprechend gesegnet worden ist. Wir sollen uns daran erinnern. Und auch das hat hier in der Typologie eine ganz wichtige Rolle.
[13:56] Es gibt dann tatsächlich einen Vers, in dem ganz deutlich das Wort so verwendet wird, wie wir es meistens theologisch als "Typos" dann verwenden. In Römer 5, Vers 14: "Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit einer gleichartigen Übertretung gesündigt hatten, wie Adam, der ein Vorbild, ein 'Typos', dessen ist, der kommen sollte." Also Adam als "Typos" auf Jesus. Dort haben wir diesen ganz prononciert theologischen diese theologische Bedeutung von "Typos".
[14:33] Gehen wir zurück zu 1. Korinther 10. Und jetzt haben wir verstanden, was ein "Typos" ist. Ein "Typos", das ist sozusagen ein Vorbild, das kommt aus der Idee, da ist etwas passiert und es hat einen Eindruck hinterlassen und daraus können wir jetzt etwas lernen und wir können uns daran erinnern. 1. Korinther Kapitel 10. Wir haben gelesen, wie dort stand: "Alle diese Dinge." Aber interessant ist hier auch, dass hier steht: "alle Dinge", nicht nur einige. Wir können beim Lesen der Bibel nicht uns ein paar Geschichten herausgreifen und sagen, das finde ich ist jetzt wichtig für unsere Zeit und das ist unwichtig. Er sagt: "Alle diese Dinge aber, alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder." Wir können aus allem lernen, aus jeder Geschichte, in der Gottes Volk treu gewesen ist und aus jeder Geschichte, in der Gottes Volk untreu gewesen ist. Es gab ja noch viele andere Dinge, aber die Bibel enthält genau die Geschichten und die Begebenheiten und auch die Erfahrungen von Menschen, die noch heute ein "Typos" sind für uns, wo wir aus der Gestalt dessen sehen können, wie das Evangelium funktioniert, wie die Sünde funktioniert und wir uns warnen lassen. Denn es heißt: "Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist." Ganz besonders für uns, die wir später leben und die wir in unserem Fall sogar ganz am Ende der Welt leben, der Weltzeit, sind diese Dinge enorm wichtig. Wir müssen die Bibel studieren, denn dann erhalten wir die wahren Warnungen, die wir brauchen für unsere Zeit.
[16:23] Lesen wir Vers 12: "Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle." Was ist die Lehre, die wir aus all diesen Geschichten entnehmen können? Wir haben gesehen in 1. Korinther 10 haben wir das Volk Gottes, das ja durch Gottes Kraft erlöst worden ist. Durch das Blut des Lammes, das sie an die Türpfosten geschrieben haben, wurden sie frei aus der Sklaverei. Und Gott sagt ihnen am Sinai: "Ich, der Herr, bin euer Gott. Ich bin der Herr, euer Gott, der ich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe." Gott hat das Wasser für sie geteilt. Er hat das Manna vom Himmel gegeben. Er hat für sie gesorgt. In der Wolken- und Feuersäule ist er vor ihnen gegangen.
[17:08] Und dennoch sind sie immer und immer wieder abgefallen. Immer und immer wieder. Und deswegen sagt Paulus, all das ist nicht einfach, um uns in der Sünde zu bestätigen. Nein, nein, nein. Es sagt: Es ist eine Warnung. Und darum, Vers 12 sagt: "Darum, weil das eine Warnung ist, weil die Geschichten uns das sagen, darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle." Wir können aus der Gnade fallen. Wir können uns von Jesus trennen. Wir können durch Sünde das, was er in unserem Leben schon bewirkt hat, uns davon wieder distanzieren. Der Satan ist niemals froh, wenn wir zu Jesus kommen, aber er hofft uns dann wieder von Jesus wegziehen zu können. Er kann uns nicht aus der Hand von Jesus reißen, aber er kann uns locken, sodass wir selbst aus eigenem Antrieb die Hand von Jesus verlassen. Und das ist immer eine schlimme Sache. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man in der Hand von Jesus geborgen ist und sich von der Sünde verlocken lässt, die Hand von Jesus zu verlassen. Wenn wir genauso sündigen und genauso rebellieren wie die Israeliten damals und genauso Gottes Einladung zur Umkehr dann ablehnen, werden wir genauso in der Wüste sterben, sozusagen wie die Israeliten damals. Und deswegen ist es so wichtig, dass wir die Bibel lesen und uns warnen lassen und vor allem sehen, dass Gott sein Volk ja nie einfach nur sich von seinem Volk distanziert hat, sondern dass er immer wieder ihnen nachgegangen ist und sie eingeladen hat, seine Gnade und seine Wahrheit anzunehmen, als sie gerade um das goldene Kalb getanzt waren.
[19:11] Und das ist ja eine der Geschichten, die diesen ständigen Abfall illustrieren. Das sagt Gott in 2. Mose 33 und dort Vers 19: "Der Herr sprach: Ich will all meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig. Und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich." Gott sagt, wenn ihr möchtet, dann kann ich euch wirklich gnädig sein. Ich werde euch wirklich vergeben. Und das sagt er als Antwort auf die Frage oder auf die Bitte in Vers 18. Er aber antwortete: "So lass mich doch deine Herrlichkeit sehen." Gottes Herrlichkeit besteht darin, dass obwohl wir aus seiner Hand hinausgegangen sind, wenn wir möchten, wieder zurückkommen können. Aber das werden wir nur tun, wenn wir gelernt haben, dass die Entscheidung, Gottes Hand zu verlassen, eine schlimme Entscheidung ist. Wenn wir verstanden haben, dass es nicht gut ist, wenn wir die Rebellion aufgeben wollen.
[20:15] So steht es in 5. Mose 30. Als Gott durch Mose zu diesem Volk Israel spricht, jetzt schon zur zweiten Generation, um ihnen deutlich zu machen, was er für sie tun kann und will. 5. Mose 30, Vers 1: "Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat. Und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut. Und jetzt kommt Vers 4: Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen."
[21:13] Gott verspricht, dass wenn wir ihm glauben, er uns wiederherstellt. Und die Typologie zeigt uns, dass wenn wir von Gott erlöst worden sind und dann gegen ihn rebellieren, dann werden wir fallen. Aber wenn wir in der Rebellion wieder umkehren von ganzem Herzen, von ganzer Seele, dann wird er uns wiederherstellen. Vers 5: "Und der Herr, dein Gott, wird dich in das Land zurückführen, dass deine Väter besessen haben und du wirst es in Besitz nehmen und er wird dir Gutes tun und dich mehren, mehr als deine Väter. Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den Herrn, dein Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst."
[21:49] Lieber Freund, liebe Freundin, das ist nicht nur eine Geschichte, wo wir lesen und sagen, ah, das ist ja interessant, dass Gott damals so zu den Israeliten gesprochen hat, sondern das ist auch Teil der Typologie. Die Geschichte Israels mit all ihren Rebellionen, aber auch all diesen Evangeliumsverheißungen sind geschrieben für uns. Lieber Freund, liebe Freundin, heute, wenn du in der Situation bist, die hier in 5. Mose 30 beschrieben ist, wenn du den Segen und den Fluch erlebt hast, wenn du aus der Hand Gottes, die dich gesegnet hat, weggelaufen bist und du umkehren willst von ganzem Herzen, dann nimmt Gott dich wieder an. Seine Warnung für uns ist, nicht erst den Segen zu verlassen. Aber wenn...
[22:27] erst den Segen zu verlassen. Aber wenn wir den Segen verlassen haben und in den Fluch gelaufen sind, dann bedeutet die Typologie auch, dass wenn wir umkehren von ganzem Herzen, dass Gott – und wenn wir bis ans Ende des Himmels zerstreut worden sind – dass er uns wieder zurücknimmt, dass er uns wieder reinigt, dass er uns wieder in das Land zurückbringt, dass er uns Gutes tut und dass er unser Herz beschneidet, damit wir nicht fallen.
[23:11] In Matthäus 24 finden wir nun weitere Typologie, die für das Ende von enormer Bedeutung sind. Matthäus 24 und dort Vers 37.
[23:24] "Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein." Die Zeit von Noah, nicht nur die Zeit der Israeliten in der Wüste, auch die Zeit von Noah ist ein Typus auf die Endzeit. Wie war es damals? Vers 38 und 39.
[23:40] "Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahin raffte,"
[23:52] "so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein." Das Leben ging immer weiter. Wenn es heißt, "und sie merkten nichts", bedeutet es nicht, dass es sie völlig unvorbereitet, also dass sie völlig unerwartet das ereilte. Noah hatte gepredigt. Der hatte 120 Jahre lang sie gewarnt. Es gab nur keine äußerlichen Zeichen im Sinne davon, dass es jetzt Wolken gegeben hätte oder irgendwelche Gewitterschauer. Es sah bis zuletzt so aus, als würde es physikalisch unmöglich sein zu regnen, und dann regnet es.
[24:34] Wir sollten uns mit dem Wort Gottes zufriedengeben und nicht darauf warten, bis äußere Zeichen das Wort Gottes bestätigen. Das ist eine wichtige Lehre, die wir aus dieser Geschichte ziehen können, auch für das Ende der Zeit. Lasst uns das Wort Gottes nehmen, so wie es steht, und uns deswegen vorbereiten, unabhängig davon, ob wir gerade plausible Entwicklungen in diese Richtung sehen in der Welt oder nicht.
[25:02] Vers 40 und 41: "Dann werden zwei auf dem Feld sein. Der eine wird genommen und der andere wird zurückgelassen. Zwei werden auf der Mühle malen, der eine wird genommen und die andere wird zurückgelassen."
[25:12] Übrigens sehen wir hier: Menschen werden nicht in Gruppen verloren gehen und in Gruppen gerettet werden. Jeder hat eine persönliche Entscheidung zu treffen. Gläubige und Gottlose werden bis zuletzt nebeneinander leben. Es wird in dem gleichen Umfeld Gottlose und Gläubige geben. Jeder steht alleine vor Gott. Lieber Freund, liebe Freundin, wir alle haben eine persönliche Entscheidung zu treffen.
[25:40] Vers 42: "So wacht nun, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde euer Herr kommt." Das aber erkennt: Vers 43 und 44.
[25:48] "Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint."
[26:01] Das Entscheidende, was wir lernen können, auch aus dieser Geschichte, ist die Wachsamkeit. Wir können uns nicht auf unser Gefühl und unsere Einschätzung verlassen, weder in der Beurteilung der Welt, noch in unserer eigenen Beurteilung. Wir können auf unser Gefühl uns nicht verlassen, denn wir denken: "Na, ich bin eigentlich ein ganz guter Christ." Das reicht
[26:24] nicht. Und wenn Gott uns vergeben hat und wir den Eindruck haben, das Gefühl haben, irgendwie sind wir viel zu schlecht, dann können auch wir uns nicht auf das Gefühl und unsere Einschätzung verlassen.
[26:38] Wir müssen uns auf Gott verlassen und auf sein Wort.
[26:47] Schauen wir uns an, wie das damals zur Zeit von 1. Mose war, zur Zeit von Noah.
[26:57] Das heißt in 1. Mose Kapitel 6 und dort Vers 1 und 2: "Und es geschah, als sich die Menschen zu mehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter geboren wurden. Da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen." Dann können wir noch einmal das machen. Ich lese noch mal hier. Entschuldigung.
[27:43] 1. Mose Kapitel 6 und dort Vers 1 und 2: "Und es geschah, als sich die Menschen zu mehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter geboren wurden. Da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen." Wer sind diese Gottessöhne?
[28:02] Wir wissen aus Römer 8, Vers 14, dass Söhne Gottes eigentlich darüber definiert werden, dass sie vom Geist Gottes geleitet werden. Denn es heißt hier: "Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes."
[28:15] Und so finden wir in 1. Mose 4 am Ende dieses Kapitels die Beschreibung von Menschen, die sich besonders zu Gott gehalten haben, die sich besonders zu Gott gestellt haben. Es heißt hier in 1. Mose 4, Vers 26: "Und auch dem Set wurde ein Sohn geboren, den nannte er Enosch." Damals fing man an, den Namen des Herrn anzurufen oder auszurufen, oder man kann eigentlich übersetzen, sich mit dem Namen des Herrn zu benennen.
[28:47] Der entscheidende Punkt ist: Hier gibt es Menschen, die sich zu Gott bekennen. Und dann finden wir interessanterweise dieses Kapitel, das wie ein Einschub aussieht, aber das offensichtlich Beispiele gibt für solche Menschen, für diese Heilslinie, die zu Gott gehört. Und die führte ja dann bis zu Noah und seinen Söhnen. Aber da gab es natürlich viel mehr. Es heißt immer: "Und sie und der gebar und erzeugte Söhne und Töchter und Söhne und Töchter." Da gab es also sehr viele, aber viele von denen, die Teil dieser Heilslinie eigentlich waren, die Teil dieser Gruppe waren, die zu Gott gehörten, die fangen an, sich von Gott zu
[29:31] distanzieren. Es heißt hier: "Da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen."
[29:49] Sie fallen ab und sie verbinden sich mit den Gottlosen, und dadurch wird die Gemeinde Gottes verdorben.
[30:03] Sie wird verdorben in dem Sinne, dass viele, die eigentlich sich dazu bekennen, jetzt Dinge tun, die Gott nicht gutheißen kann. Und die Gruppe der wahrhaft Gläubigen oder der Übrigen immer kleiner wird, bis am Ende nur acht Personen in die Arche gehen.
[30:19] Vers 3: "Da sprach der Herr: 'Mein Geist soll nicht für immer mit dem Menschen rechten, denn er ist ja Fleisch. So sollen seine Tage 120 Jahre betragen.'"
[30:30] Gott gibt eine Gnadenzeit von 120 Jahren. Und hier ist es jetzt ganz wichtig, dass nicht jedes Detail einer alttestamentlichen Geschichte eine exakte Entsprechung im Antitypus hat, in der endzeitlichen Anwendung oder dort, wo das die Endzeit dem entspricht.
[30:57] Es wird also nicht genau 120 Jahre Verkündigung geben vor der Wiederkunft. Das ist also hier ein Detail, das man nicht eins zu eins übertragen kann. Aber was wir übertragen können, ist die Idee, dass der Heilige Geist an den Menschen wirkt, aber das nicht für ewig.
[31:08] Die Menschen haben zwar den Namen Söhne Gottes behalten, aber das Wirken des Geistes nicht mehr zugelassen. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir nur noch den Namen haben, dass wir Söhne Gottes sind, aber das, was Söhne Gottes ausmacht, dass der Heilige Geist wirken darf, wenn das nicht möglich ist, weil wir nur Fleisch sind, weil wir fleischlich denken und fleischlich handeln, dann sind wir kurz vor dem
[31:39] Ende. Dort gab es Menschen, die nannten sich Söhne Gottes, aber das Wirken des Heiligen Geistes hatte an ihrem Herzen keinen Zugang. Es durfte dort nicht wirken, der Heilige Geist.
[31:51] Und es zeigt uns, dass es schon damals einen Gegensatz gab zwischen dem Geistlichen und dem Fleischlichen. Galater Kapitel 5 macht diesen Gegensatz ganz deutlich. Dort heißt es in Vers 16:
[32:04] "Ich sage aber, wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen." Die einzige Möglichkeit, nicht fleischlich zu denken und fleischlich zu handeln, ist, wenn wir im Geist wandeln.
[32:18] Mit menschlicher Kraft, mit unserem fleischlichen Denken können wir fleischliches Denken nicht besiegen. Wir können uns nicht anstrengen, dass das Fleisch nicht mehr durchkommt. Wir können nur den Heiligen Geist einladen. Jesus sagt: "Was Fleisch ist, was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch. Was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist."
[32:35] Wenn wir den Heiligen Geist in unser Herz hineinlassen, kann der Heilige Geist die Taten des Fleisches töten. So steht es in Römer, Kapitel 8 und dort, Vers 14.
[32:45] "Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden" – Verzeihung, Vers 13: "Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes."
[33:02] Was macht eigentlich Söhne Gottes aus? Dass der Heilige Geist in ihrem Leben so wirken kann, dass die Taten des Fleisches nicht getan werden, dass sie nicht gedacht werden, dass sie nicht gesprochen werden. Söhne Gottes werden dadurch definiert, dass der Heilige Geist ihr Leben so verändert, dass das Fleisch sich nicht mehr
[33:26] zeigt. Aber vor der Sintflut hatten Menschen diesen Namen noch: Söhne Gottes, aber der Geist durfte nicht wirken.
[33:40] Was genau meint Fleisch und Geist?
[33:43] Wir lesen weiter in Galater 5 Vers 17: "Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch, und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt."
[33:53] Wir sehen hier also, dass der Heilige Geist und unser menschliches Fleisch unterschiedliche Ziele haben.
[34:03] Was sind die Ziele des Fleisches? Vers 19: "Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen, Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich euch schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben
[34:28] werden." Ist genau das, was vor der Sintflut passiert ist.
[34:34] Das ging los damit, dass man sich Frauen nahm, die man wollte. Statt nach göttlichen Prinzipien zu handeln, hat das Fleisch regiert, und Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit und all diese Dinge waren plötzlich an der Tagesordnung, selbst unter denen, die sich Söhne Gottes
[34:59] nannten. Und das ist eine Warnung für uns, wenn wir uns Kinder Gottes nennen, wenn wir uns Gemeinde Gottes nennen, wenn wir uns Christen nennen und dem Heiligen Geist nicht erlauben, unser Leben zu transformieren, wenn wir, wie jemand das mal so interessant formuliert hat, fleischliche Christen sind, dem Namen nach Christen, aber dem Leben nach fleischlich, dann ist die Geschichte von Noah für mich und für dich eine Warnung, ein Typus, weil damals die Sintflut einen Schlag versetzt
[35:36] hat, und das Schicksal dieser Menschen, die den Heiligen Geist nicht wirken lassen wollten, für uns eine Warnung ist, damit wir nicht denselben Fehler machen. Lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte mir heute neu vornehmen, dass der Heilige Geist in meinem Leben wirken darf.
[35:53] Du auch? Vers 22 und 23: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung."
[36:17] Das ist, was Noah kultiviert hat, und deswegen konnte er auch das Evangelium predigen.
[36:30] Zurück zu 1. Mose Kapitel 6. Wir lesen weiter: "In jenen Tagen waren die Riesen." Hebräisch: die Nephilim.
[36:37] Da gibt's immer große Diskussionen drum. Es gibt noch einmal das Wort in 4. Mose 13, Vers 33. Dort steht es für die Riesen Kanaans. Auch die Septuaginta und die Vulgata übersetzen Riesen, Gigantes. Andere Übersetzungen der griechischen Übersetzung sagen "gestürzte Gefallene".
[36:55] Das Wort meint wörtlich "Gefallene". Und wir gehen davon aus, dass alle Menschen vor der Sintflut deutlich größer waren. Von daher halte ich es für wichtig oder für plausibel, dass diese ursprüngliche Bedeutung der Gefallenen hier einen besonderen Schwerpunkt bildet.
[37:16] Die Abgefallenen in jenen Tagen waren die Gefallenen auf der Erde und auch später noch, solange die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen Kinder gebaren. Das sind die Helden, die von jeher berühmte Männer gewesen sind.
[37:30] Offenbar waren diese abgefallenen Menschen sehr berühmt damals, und ihr Nachruhm hat sich über Jahrhunderte und Jahrtausende offensichtlich erhalten. Vermutlich ist so manche Göttergeschichte der antiken Kulturen letztlich so eine Verformung, eine mythologische Verformung von Geschichten dieser vorsintflutlichen Helden. Das können wir nicht beweisen, aber das wäre durchaus nachvollziehbar.
[37:54] Damals gab es ja schon große zivilisatorische Fortschritte und kulturelle Fortschritte, wie wir in 1. Mose 4 lesen. Wir können also sehen, die Zeit vor der Sintflut hat einige interessante Parallelen zu unserer Zeit.
[38:06] Es gab damals Menschen, die waren hochberühmt. Es gab große Fortschritte, und doch macht Gott Folgendes in Vers 5:
[38:14] "Als aber der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens alle Zeit nur böse."
[38:23] Gott beurteilt die Menschen nicht nach ihren Erfindungen. Er beurteilt sie nicht nach ihrem kulturellen, zivilisatorischen Stand. Er beurteilt sie moralisch. Und obwohl die Menschen damals berühmt waren und viel taten und große Erfindungen machten, waren sie nur noch böse. Der Geist Gottes bekam keinen Zugang zu den Herzen.
[38:44] Vers 6 sagt: "Da reute es den Herrn, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen."
[38:51] Gott hatte einen Plan mit der Menschheit, aber er konnte diesen Plan nicht weiter so durchführen, wie ursprünglich gedacht. In Jeremia 18 steht Vers 9 und 10:
[39:03] "Und ein anderes Mal rede ich über ein Volk oder Königreich, dass ich es bauen und pflanzen will. Wenn es aber das tut, was böse ist in meinen Augen und auf meine Stimme nicht hört, so reut mich auch das Gute, dass ich mir vorgenommen hatte, ihnen zu tun."
[39:14] Gott will uns Gutes tun, aber wenn wir gegen ihn sündigen, kann er uns das Gute nicht tun, das er eigentlich tun wollte. Er ist geduldig, er ist gnädig. Der Heilige Geist wirkt an uns, damit wir noch die Kurve kriegen, damit wir uns umkehren, damit wir zu ihm zurückkehren. Deswegen sagt er auch im selben Kapitel, wenn er sich vorgenommen hat, einen Menschen zu strafen wegen seiner Sünde und dieser umkehrt, dann reut ihn auch das
[39:37] Unheil, das er sich vorgenommen hatte. Es liegt an unserer Entscheidung. Gott selbst ist zutiefst traurig darüber, dass er nicht das tun kann für die Menschen, was er eigentlich für sie vorgesehen hat. Da waren so viele Segnungen, die Gott dem Volk geben wollte, diesen Menschen geben wollte, die sich nie realisiert haben. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir sündigen, verpassen wir so viel Segnung Gottes.
[40:02] Auch das weiß ich aus eigener Erfahrung.
[40:07] Aber wenn wir umkehren, dann segnet er uns in einem Maße, wie wir es uns nicht vorstellen können.
[40:16] Hesekiel Kapitel 18 und dort Vers 30 bis 32.
[40:27] "Darum will ich jeden von euch nach seinen Wegen richten, ihr vom Haus Israel, spricht Gott der Herr. Kehrt um und wendet euch ab von allen euren Übertretungen, so wird euch die Missetat nicht zum Fall gereichen."
[40:39] Obwohl ihr gesündigt habt, sagt Gott, wenn ihr euch abwendet davon, wenn ihr zu mir zurückkehrt, wenn ihr die Sünde bereut und lasst sie, dann werde ich euch am Leben lassen. Ich werde euch vergeben. Ich werde euch reich segnen und wiederherstellen.
[40:53] Vers 31: "Werft alle eure Übertretungen, die ihr verübt habt, von euch ab und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist."
[40:58] Übrigens, wenn Gott uns das sagt, dann sagt er das deswegen, weil er das für uns tun kann. Er kann uns ein neues Herz geben, einen neuen Geist geben.
[41:07] "Denn warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?" Das ist derselbe Gott, der hier spricht, der auch zu den – durch Mose, Verzeihung – durch Noah sprach. Er wollte auch nicht, dass die Israeliten sterben – Verzeihung – dass die Menschen vor der Sintflut sterben.
[41:20] Er wollte, dass sie umkehren. Vers 32: "Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss, spricht Gott der Herr. So, kehrt denn um, und ihr sollt leben."
[41:30] Ich möchte heute neu für mich das in Anspruch nehmen, dass wenn wir umkehren, dass Gott uns Leben schenken möchte, dass er keinen Gefallen daran
[42:03] hinein. So steht es in 1. Mose 6, und dann lesen wir in 1. Mose 6 von dort Vers 8.
[42:11] "Noah aber fand Gnade in den Augen des Herrn." Obwohl fast alle verloren gingen, gab es Menschen, die gerettet wurden.
[42:20] Gott vernichtet niemals kollektiv. Jeder einzelne, der Gottes Gnade annimmt, und wenn er der Einzige ist, wird entsprechend als Erlöster behandelt. So wird es auch am Ende der Zeit sein. Menschen werden nicht in Gruppen gerettet und verloren gehen, sondern jeder steht einzeln vor Gott.
[42:35] Das bringt uns zu einer nächsten typologischen Geschichte über das
[42:59] 2. Petrus 2 und dort Vers 4 bis 6 heißt es: "Denn wenn Gott die Engel nicht verschonte, die gesündigt hatten, sondern sie in Fesseln der Finsternis in den Abgrund warf, um sie zum Gericht aufzubewahren; wenn er die alte Welt nicht verschonte, sondern nur Noah, den Verkündiger der Gerechtigkeit, als Achten bewahrte, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte; und auch die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und so zum Untergang verurteilte, womit er sie künftigen Gottlosen zum warnenden Beispiel setzte."
[43:30] Sowohl beim Kampf im Himmel als auch bei der Sintflut und bei Sodom und Gomorra können wir das Prinzip erkennen, dass Gott ein gerechtes Gericht über Gottlose hält. Das sind warnende Beispiele für die Gottlosen der späteren Zeitalter.
[43:41] Und auch hier sehen wir, dass Menschen individuell gerettet und vernichtet worden sind.
[43:45] Vers 7: "Während er den gerechten Lot herausrettete, der durch den zügellosen Lebenswandel der Frevler geplagt worden war. Denn dadurch, dass er es mit Ansehen und Anhören musste, quälte der Gerechte, der unter ihnen wohnte, Tag für Tag seine gerechte Seele mit ihren gesetzlosen Werken."
[44:04] Lot hat inmitten der Sünder gelebt, aber ihre Charakterzüge nicht angenommen.
[44:13] Vers 9: "So weiß der Herr die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu retten, die Ungerechten aber zur Bestrafung aufzubewahren für den Tag des Gerichtes."
[44:22] Auch wenn wir inmitten von Gottlosen leben, müssen wir uns nicht ihnen anpassen. Gott kann und wird uns retten, so wie er Lot gerettet hat. Aber die Gottlosen werden der Bestrafung nicht
[44:38] entgehen. 2. Petrus 2, Vers 10 und 11 heißt es weiter: "Das gilt besonders für die, welche in unreiner Lust dem Fleisch nachlaufen und die Herrschergewalt verachten. Verwegen und frech wie sie sind, fürchten sie sich nicht, Majestäten zu lästern, wo doch Engel, die an Stärke und Macht größer sind, kein lästerndes Urteil gegen sie bei dem Herrn vorbringen."
[44:56] Wir sehen hier, dass insbesondere sexuelle Unmoral, eine freche, lästernde Art, die Gottlosen charakterisieren.
[45:09] Wir finden das auch noch einmal in Judas. In Judas sehen wir das, was in 2. Petrus 2 vorhergesagt ist, wie Judas bereits die Erfüllung dessen in seiner Zeit schon ähm ja, bestätigt.
[45:22] Das kann man im Sendemanuskript noch ein bisschen nachvollziehen. Wir haben Texte aufgeschrieben, die das aufzeigen und auch erwähnt ähnliche Beispiele.
[45:33] Wir haben schon gelesen ab Vers 5. Wir lesen ab Vers 4 noch einmal.
[45:38] "Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind: Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen."
[45:53] Und dann kommen jetzt die Typologien, um dieses Problem, das in Vers 4 beschrieben wird, wo Menschen zwar den Namen Kinder Gottes für sich in Anspruch nehmen, aber das Wirken des Geistes
[46:05] ignorieren und das Evangelium verdrehen.
[46:09] Er sagt in Vers 5: "Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wisst, dass der Herr, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten errettet hatte, das zweite Mal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten, und dass er die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen,"
[46:23] sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat, wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie diese Unzucht bis zum Äußersten trieben und anderem Fleisch nachgingen. Nun als warnendes Beispiel dastehen, indem sie die Strafe eines ewigen Feuers zu erleiden haben.
[46:44] Die beiden Städte Sodom und Gomorra sind ausdrücklich warnende Beispiele. Sie erleiden noch immer, wie es hier heißt, die Strafe eines ewigen Feuers, weil sie bis heute nicht aufgebaut worden sind, nicht wiederhergestellt worden sind.
[46:57] Gottes Strafgericht über die Sünde und über die Sünde ist endgültig und unaufhebbar.
[47:09] Vers 8: „Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschergewalt und lästern Majestäten.“ Haben wir dieselben Charakteristiken wie auch in 2. Petrus 2.
[47:18] Was war die Sünde Sodoms? Schauen wir in Hesekiel Kapitel 16. Da heißt es ab Vers 46:
[47:36] „Deine ältere Schwester ist Samaria mit ihren Töchtern, die zu deiner Linken wohnen. Deine jüngere Schwester aber, die zu deiner Rechten wohnt, ist Sodom mit ihren Töchtern. Auf ihren Wegen bist du nicht gewandelt und nach ihren Gräueln hast du nicht gehandelt, sondern wie wenn dies zu wenig gewesen wäre, hast du es in all deinem Wandel schlimmer getrieben als sie.“
[47:58] Jerusalem wird verglichen mit Samaria, der bereits damals schon zerstörten Hauptstadt des Nordreiches Israel und mit Sodom. Jerusalem hat es schlimmer getrieben als Sodom.
[48:13] Was war die Sünde von Sodom? Vers 48: „So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr, deine Schwester Sodom mit ihren Töchtern hat nicht so übel gehandelt, wie du und deine Töchter gehandelt haben. Siehe, das war die Sünde deiner Schwester Sodom: Hochmut, Speise in Fülle und sorglose Ruhe wurde ihr und ihren Töchtern zuteil. Aber den Armen und Bedürftigen reichten sie nie die Hand, sondern sie waren stolz und verübten Gräuel vor mir. Deswegen habe ich sie auch hinweggetan, als ich es sah.“
[48:42] Was waren die Sünden? Arroganz, ein luxuriöser Lebensstil ohne die Bereitschaft für andere da zu sein und Gräuel, wie sie auch in 1. Mose 19 deutlich beschrieben werden.
[48:58] Gott hat Sodom gerichtet und Feuer fiel vom Himmel. Es war Gott, der dieser Stadt ein Ende bereitet hat und dem Leben all derer, die daran wohnten. Die Bibel macht das ganz deutlich. Heute gibt es Leute, die daran zweifeln. Ich weiß gar nicht, wie man daran zweifeln kann. Die Bibel macht es explizit deutlich, dass Gott ein gerechtes Gericht über die Sünde und auch über Sünder, die daran festhalten, spricht und ausführt.
[49:25] Wir lesen in 1. Mose 18, kurz bevor es dazu kam, wie Gott mit Abraham über dieses Gericht gesprochen hat. Wir lesen in Vers 17 bis 19:
[49:32] „Da sprach der Herr: Sollte ich Abraham verbergen, was ich tun will? Abraham soll doch gewiss zu einem großen und starken Volk werden und alle Völker der Erde sollen in ihm gesegnet werden, denn ich habe ihn ersehen, dass er seinen Kindern und seinem Haus nach ihm gebiete, den Weg des Herrn zu bewahren, indem sie Gerechtigkeit und Recht üben, damit der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat.“
[49:56] Gott lässt sein Volk nicht im Unklaren über sein Gericht. Deswegen sagt die Bibel in Prediger 8, Vers 5: „Der Gerechte weiß um Stunde und Gericht.“ Und die Offenbarung gibt dem Volk Gottes in Offenbarung 14, Vers 6 und 7 eine Botschaft, die sagt: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“
[50:19] Abraham wird Stammvater des Volkes Gottes. Er ist Vater der Glaubenden, weil Gott gesehen hat, dass er den wahren Glauben an die nächste Generation weitergeben wird, damit auch sie dem Gesetz Gottes gehorsam sind. Und deswegen kann Gott ihm auch sein Gerichtshandeln erklären.
[50:36] Vers 20 und 21: „Und der Herr sprach: Das Geschrei über Sodom und Gomorra ist groß und ihre Sünde ist sehr schwer. Darum will ich hinabsteigen und sehen, ob sie es wirklich ganz nach dem Geschrei über sie getrieben haben, das vor mich gekommen ist oder nicht. Ich will es wissen.“
[50:56] Gott untersucht jeden Fall, bevor er das Urteil spricht. So auch 1844 im Untersuchungsgericht.
[51:01] Und dann lesen wir weiter: „Und die Männer wandten ihr Angesicht von dort und gingen nach Sodom. Aber Abraham blieb noch stehen vor dem Herrn und Abraham trat näher und sprach: Willst du auch den Gerechten mit dem Gottlosen wegraffen? Vielleicht gibt es 50 Gerechte in der Stadt. Willst du die wegraffen und den Ort nicht verschonen um der 50 Gerechten willen, die darin sind? Das sei ferne von dir, dass du eine solche Sache tust und den Gerechten tötest mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei wie der Gottlose, das sei ferne von dir, sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten?“
[51:30] Abraham nimmt an, dass wenn Gott die Stadt auslöscht, er alle auslöscht und zwar als Kollektiv, aber wir sehen in der Geschichte dann später in 1. Mose 19, dass Gott das nicht tut. Er rettet jeden einzelnen, der gerettet werden will.
[51:47] Niemand geht verloren, selbst wenn die kritische Masse der Einwohner gottlos geworden ist. Siehe auch Rahab in der Geschichte von der Einnahme von Jericho.
[51:58] Und dann lesen wir weiter in Vers 26: „Der Herr sprach: Wenn ich 50 Gerechte in Sodom finde in der Stadt, so will ich um ihretwillen den ganzen Ort verschonen.“
[52:05] Wir sehen dann, wie Abraham immer weiter versucht, mit Gott zu sprechen, um die kritische Masse, die sozusagen ausreicht, um die Stadt zu verschonen, zu verkleinern, bis sie am Ende bei zehn angekommen sind.
[52:19] Das zeigt uns, dass Gott bereit ist, Abraham am Gericht Anteil haben zu lassen. Wir lesen Offenbarung 20, Vers 4, dass wir Einblick bekommen in das Gericht während der 1000 Jahre.
[52:39] Abraham spricht hier mit Jesus. Wir wissen, dass niemand den Vater gesehen hat. Und Jesus erklärt Abraham das Gericht.
[52:51] Dieses Gericht, das wird auch in der Prophetie beschrieben, wie es am Ende der Zeit, kurz vor der Wiederkunft entscheidet, wer einmal im Reich Gottes sein wird mit Jesus. Dort in Daniel 7 und dort ab Vers 9 lesen wir:
[53:11] „Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausend mal Tausende dienten ihm und Zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.“
[53:37] Das ist das Untersuchungsgericht, das zur Zeit von Salomo, wie uns Prediger 12, Vers 13, 14 sagt, noch zukünftig war, das zur Zeit von Paulus, wie Römer 2, Vers 16 sagt, noch zukünftig war, was aber seit 1844 begonnen hat, wie uns Daniel 8, 9 und Offenbarung 14, Vers 7 deutlich machen. Das Gericht tagt im Allerheiligsten. Dorthin werden die Throne gebracht. In Offenbarung 4 sehen wir, dass der Thron zur Zeit der Himmelfahrt Jesu noch im Heiligen sich befand. Die Engel sind Zeugen dieses Gerichtes.
[54:12] Und dann lesen wir in Vers 11 und 12: „Ich sah fortwährend hin wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte. Ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und einem brennenden Feuer ausgeliefert wurde. Auch den übrigen Tieren wurde die Herrschaft weggenommen und ihre Lebensdauer wurde ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.“
[54:32] Alle Versuche, die Weltherrschaft an sich zu reißen, die die verschiedenen Nationen und Systeme unternommen haben, sind alle gescheitert.
[54:41] Aber dann kommt in Vers 13 und 14: „Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer wie ein Menschensohn mit den Wolken des Himmels und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen. Und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“
[55:06] Jesus wird der König aller Könige. Dies geht seiner Wiederkunft voraus, denn in Offenbarung 14 wird er ja als gekrönter König beschrieben, der dann wiederkommt.
[55:18] Was ist der Grund, warum er für alle Zeiten König sein wird? Matthäus 20 gibt uns einen Einblick.
[55:35] Dort heißt es in Vers 25 bis 28: „Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben. Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener. Und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht. Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“
[56:06] Weil Jesus alles für mich gibt, kann er für immer mein König sein, weil er bereit ist, weil er mehr an mich denkt als an sich selbst.
[56:24] Deswegen wird man am Ende feststellen, es gibt keinen besseren König als Jesus. Er möchte heute schon der König meines und deines Lebens sein.
[56:39] Und es heißt in Daniel 7, Vers 18: „Aber die Heiligen des Allerhöchsten werden die Königsherrschaft empfangen und sie werden die Königsherrschaft bis in Ewigkeit behalten.“ Ja, bis in alle Ewigkeit.
[56:48] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir Jesus glauben, werden wir Mitkönige für alle Ewigkeit.
[57:02] Das heißt in Vers 21 und 22: „Ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und überwand, bis der Hochbetagte kam und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab, die Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich in Besitz nehmen.“
[57:14] Den Heiligen wird das Gericht übergeben. Wir lesen in 1. Korinther 6, Vers 2 und 3, dass wir Menschen ja sogar Engel richten werden.
[57:23] Vers 26: „Aber das Gericht wird sich setzen und ihm, dem kleinen Horn, die Herrschaft wegnehmen und sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten.“
[57:38] Das Gericht Gottes macht dem antichristlichen Wirken des kleinen Horns ein endgültiges und immerwährendes Ende. So wie bei Sodom und Gomorra.
[57:50] Und dann heißt es: „Aber das Königreich, die Herrschaft und die Macht über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein ewiges Reich und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.“
[58:08] Gottes Volk wird einmal mit Jesus das Reich Gottes auf der ganzen Erde haben. Und dann erfüllt sich das, was in Daniel 2, Vers 44 und 45 steht. Dann erfüllt sich, was in Offenbarung 21 und 22 beschrieben ist.
[58:28] Freunde, die Typologie zeigt uns, was auf diese Welt zukommt, aber vor allem zeigt sie uns, dass es unsere persönliche Entscheidung ist. Die Geschichten von Noah, von den Israeliten in der Wüste, von Sodom und Gomorra, die zeigen uns, dass wir alle einen persönlichen Fall vor Jesus haben, einen persönlichen Fall im Gericht.
[58:48] Und ich möchte aus den Geschichten, die zu meiner Warnung in die Bibel aufgenommen worden sind, lernen und mich gründlich auf das Ende vorbereiten, indem ich Jesus in mein Herz lasse, damit er mich durch den Heiligen Geist zu einem Mitkönig machen kann nach seinem Bild. Ich möchte die Bibel so lesen, dass Gott direkt zu mir in die heutige Zeit spricht. Du auch?
[59:13] Dann lass uns auch gemeinsam beten.
[59:20] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns sprichst.
[59:29] Danke, dass wir einiges lernen durften, Herr. Wir möchten dich von Herzen bitten, dass die Worte der Bibel, die Worte der Heiligen Schrift unsere Freude und unser Fundament sind, dass wir uns ganz darauf bauen, dass wir dir vertrauen, dass du uns richtig führst. Wir wollen mit allem, was wir sind und haben, in deine Hand begeben. Wir danke sagen, dass du uns lieb hast. Wir wollen aus der Geschichte lernen, wollen aus den Geschichten der Bibel lernen und dich bitten, dass du uns auf das Ende vorbereitest im Namen Jesu.
[1:00:07] Amen. Nächste Woche wird es hier weitergehen mit weiteren Aspekten über die Frage, wie wir die Prophetie besser verstehen können. Und bis dann wünschen wir euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes.