[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort. Wir sind an der letzten Folge unserer Spezialserie über das Buch 2. Mose angekommen. Wir wollen heute die letzten sechs Kapitel dieses so interessanten und relevanten Buches für unsere Zeit genauer noch einmal anschauen. Wir werden dabei uns in vielen Kapiteln über das Heiligtum Gedanken machen und damit in gewisser Weise auch das Thema noch einmal wiederholen und vertiefen, das wir schon in der zehnten Lektion betrachtet haben, als wir Kapitel 24 bis 31 angeschaut haben. Damals ging es um den Plan, den Gott Mose gezeigt hatte. Heute wollen wir uns anschauen, wie tatsächlich dieses Heiligtum wirklich gebaut worden ist und was dann dabei passiert ist. Interessanterweise endet das zweite Buch Mose mit dieser Aufrichtung der Stiftshütte, wie sie in den deutschen Bibeln oft genannt wird. Wir wollen uns heute auch Gedanken machen, warum das sozusagen das große Finale dieses Buches ist und was das für dich und für mich heute in unserem Glaubensleben bedeutet. Wir möchten das Heiligtum, und das haben wir damals schon angekündigt, vor allem auch von seiner geistlichen Seite heute betrachten. Wir haben in der zehnten Folge uns ein bisschen über die Materialien Gedanken gemacht und wo die Sachen auch so herkommen. Heute wollen wir uns die Frage stellen, was bedeutet das Heiligtum für dich und mich persönlich in unserem Glauben?
[2:21] Bevor wir damit so richtig beginnen, möchten wir den, der das Heiligtum sich erdacht hat und der durch das Heiligtum auch dargestellt wird, ihn möchten wir bitten, dass er unser Studium segnet. Lasst uns gemeinsam beten.
[2:42] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du heute erneut, wie schon so oft in unserem Leben, durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass wir die Worte der Bibel richtig verstehen können. Wir möchten dich bitten, dass du zu uns sprichst und dass dein Heiliger Geist uns erfüllt, dass auch wir, dass auch unsere Herzen zu einer Wohnung für dich werden können, Herr. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[3:19] Es geht in dieser letzten Folge, wie gesagt, um die Kapitel 2. Mose 35 bis 40. Die ersten Verse behandeln interessanterweise noch einmal den siebten Tag Sabbat. Es heißt hier in 2. Mose 35 ab Vers 1: "Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israels und sprach zu ihnen: Das sind die Worte, die der Herr geboten hat, dass ihr sie tun sollt. Sechs Tage soll gearbeitet werden, aber der siebte Tag soll euch heilig sein, dass ihr die Sabbatruhe des Herrn feiert", nachdem Gott in 2. Mose 33 und 34 nach der schweren Sünde von Kapitel 32 ausdrücklich und ausführlich erklärt hat, dass und wie er vergibt. Wir haben ja gesehen, das Kapitel 33 und 34 in der letzten Folge haben wir das angeschaut und sehr eindrücklich vor Augen führen, dass Gott bereit ist, Sünde zu vergeben und Menschen trotz schwerer Schuld wiederherzustellen und dass, wem er gnädig ist, er wirklich gnädig ist und über wen er sich erbarmt, er sich wirklich erbarmt und das Licht seiner Gnade uns anleuchtet.
[4:37] Es ist interessant, dass, nachdem das erklärt worden ist, nachdem die Botschaft der Gnade und Vergebung so ganz deutlich erklärt worden ist, als Nächstes der Sabbat erneut hier ins Bewusstsein gerufen wird. Gott hatte den Bund erneuert, die zehn Gebote erneut auf die Steintafeln geschrieben. Die Vergebung hat die zehn Gebote nicht abgeschafft, sondern die Vergebung hat es überhaupt möglich gemacht. Das haben wir letztes Mal gesehen, dass der Bund mit den zehn Geboten überhaupt wieder erneuert werden konnte. Und so gilt auch der Sabbat jetzt weiterhin für Menschen, denen Gott vergeben hat, die schuldig geworden sind, die aber Vergebung erhalten haben und die den Bund erneuern durften mit ihm. Das Zeichen dieses Bundes ist und bleibt der Sabbat. Und so ist es auch am Ende: Der Sabbat, der das Zeichen des neuen Bundes ist, beweist, dass aufgrund der Gnade Gottes wir seine Gebote halten, wie es im Hebräerbrief, das können wir hier noch lesen, Hebräer 8, Vers 10 steht: "Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israels schließen werde." Nach jenen Tagen spricht der Herr, ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen, er kenne den Herrn, denn es werden mich alle kennen vom kleinsten bis zum größten unter ihnen. Denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken, so wie Gott in 2. Mose 34 vergibt und dann den Bund erneuert und das Gesetz erneut gibt. So sehen wir hier im neuen Bund, dass aufgrund seiner Gnade, aufgrund seiner Vergebung, sein Gesetz in unser Herz geschrieben werden kann und wir es komplett halten dürfen. Deswegen gibt es am Ende der Zeit eine Gruppe von Menschen, die den neuen Bund in ihrem Herzen erlebt haben und erleben und die deswegen den Sabbat als Zeichen, dass Gottes Vergebung sie befiehlt, Gottes Gebote zu halten, diesen Sabbat auch halten.
[7:20] Ab Vers 5 kommen wir jetzt zu dem großen Abschnitt, der das Heiligtum betrifft. Mose redete weiter mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israels und sprach: "Das ist das Wort, dass der Herr geboten hat aus eurer Mitte eine freiwillige Gabe für den Herrn, jeder, den sein Herz dazu antreibt." Und dann kommen all die Gegenstände, die wir schon in Folge 10 gemeinsam betrachtet haben.
[7:46] Diese Idee, dass das Heiligtum mit freiwilligen Gaben gebaut werden sollte, ist eine ganz entscheidende Idee. In Johannes 10 lernen wir, dass Jesus selbst aus freien Stücken, nicht gezwungen, nicht weil der Vater ihn dazu bestimmt hatte, sondern aus freien Stücken freiwillig angeboten hat, für dich und mich Opfer zu werden. Er sagt hier in Johannes 10 ab Vers 17: "Darum, darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus." Das Heiligtum illustriert den Erlösungsplan und der Erlösungsplan basiert auf dem freiwilligen Opfer Jesu und deswegen sollte auch das Heiligtum mit freiwilligen Gaben gebaut werden. Damit die Israeliten von Anfang an verstanden, das, was dort erklärt wird, basiert alles auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Und so sollen auch wir und so dürfen auch wir Gott aus freien Stücken nachfolgen und in seinem Werk auch freiwillig. "Hütet die Herde Gottes bei euch, indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig Aufsicht übt." Ein Christ, der glaubt, er wird zu dem, was Gott von ihm fordert, gezwungen, hat das Evangelium nicht verstanden. Das Evangelium basiert auf der Tatsache, dass Jesus freiwillig für uns gestorben ist und dass wir freiwillig dieses Geschenk annehmen dürfen. Das Heiligtum entstand aufgrund von Freigiebigkeit, von Freiwilligkeit.
[9:27] Wir lesen weiter in Kapitel 35 auf Vers 10: "Und alle, die unter euch ein weises Herz haben, die sollen kommen und anfertigen, was der Herr geboten hatte." Also die Materialien sollten vom ganzen Volk kommen, basierend auf einer freiwilligen Spende gebaut werden sollte. Das Heiligtum von Menschen, die ein weises Herz haben. Weisheit sollte sich in allen Details bis in die kleinsten Kleinigkeiten des Heiligtums zeigen. Das Heiligtum ist eine Demonstration der Weisheit. Jesus Christus selbst, der durch das Heiligtum ja dargestellt wird, ist, Verzeihung, der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit. Er ist unsere Gerechtigkeit, er ist unsere Erlösung, er ist unsere Heiligung, er ist aber auch unsere Weisheit und das zeigt sich im Heiligtum. Und so sollen auch wir, die wir eine Wohnung Gottes werden dürfen durch den Heiligen Geist, uns durch Weisheit auszeichnen. Paulus schreibt an die Kolosser: "Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis deines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht." Das Heiligtum repräsentiert Jesus, der unsere Weisheit ist und es zeigt auch, wie wir leben sollen in aller geistlichen Weisheit. Deswegen sollten Menschen voller Weisheit dieses Heiligtum bauen.
[10:57] "Da ging die ganze Gemeinde der Kinder Israels von Mose weg und sie kamen. Jeder, den sein Herz dazu trieb und jeder, dessen Geist willig war. Sie brachten dem Herrn eine freiwillige Gabe für das Werk der Stiftshütte und seinen ganzen Dienst und für die heiligen Kleider. Es kamen aber die Männer samt den Frauen, alle, die willigen Herzens waren." Jeder durfte etwas beitragen. Und lieber Freund, liebe Freundin, das zeigt uns, dass, wenn es darum geht, Gottes Gemeinde hier auf dieser Erde zu bauen, wenn es darum geht, das Werk Gottes voranzubringen, dürfen alle, Männer und Frauen, Alt und Junge, jeder darf freiwillig etwas dazu geben.
[11:40] Explizit werden hier auch die Frauen in Vers 25 und 26 angesprochen: "Und alle Frauen, die ein weises Herz hatten, spannen mit ihren Händen und brachten das gesponnene Garn von blauem und rotem Purpur und Karmesin und von feinem Leinen." Das heißt, die Menschen haben nicht einfach nur schnell gegriffen, was sie im Zelt hatten. Die haben zum Teil sich Zeit genommen, Stunden und Tage, um Materialien erst einmal herzustellen, die dann im Heiligtum verbaut werden konnten. Sie haben nicht einfach nur gegeben, was sie ohnehin schon hatten, sie haben etwas investiert, Zeit und Energie, damit dieses Heiligtum so schön wie möglich sein konnte. Wie viel investieren wir darin, dass Gottes Werk schön wird, dass es voller Weisheit und Schönheit in dieser Welt glänzt?
[12:35] Auch die Obersten des Volkes beteiligten sich mit ganz besonderen Dingen. Es heißt hier in Versen: "Sie brachten Onyxsteine und Steine zum Besatz für das Efod und für das Brustschild und Spezerie und Öl für den Leuchter und für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk." Wahrscheinlich hatte nicht jeder einfache, arme Israelit Onyxsteine herumliegen im Zelt, aber die Fürsten hatten das. Wir sehen hier also, dass nicht jeder Onyxsteine bringen konnte. Manch einer konnte vielleicht nur einfache Dinge bringen. Jeder, was er hatte, und die über besondere Ressourcen verfügten, brachten auch freiwillig von diesen besonderen Ressourcen. Am Ende entscheidet nicht so sehr, was wir gegeben haben, sondern in welcher Motivation, mit welcher Einstellung.
[13:37] So brachten die Kinder Israels, Vers 29, dem Herrn eine freiwillige Gabe, alle Männer und Frauen, die willigen Herzens waren, zu all dem Werk beizutragen. Bist du bereit, zum Werk Gottes etwas beizutragen? Viel zu viele sind oft nur bereit zuzuschauen, vielleicht zu applaudieren, aber bist du bereit beizutragen, etwas dazu zu geben? Nicht weil dich jemand zwingt, nicht weil du Angst hast, ansonsten verloren zu gehen, sondern einfach, weil du dankbar bist für die Vergebung, die Gott schenkt. Wir dürfen nicht vergessen: Kapitel 35 folgt auf 33 und 34.
[14:20] Wir hatten gesehen, wie sehr Mose gerungen hat mit Gott, um die absolute Gewissheit zu bekommen, dass Gott ihnen wirklich vergeben hatte. Gott hatte den Bund erneuert und aus Dankbarkeit für die unverdiente Gnade gibt das Volk und möchte dazu beitragen. Das ist die Motivation, die das Werk Gottes voranbringt: dass, wenn wir dankbar sind für das, was Jesus bereits für uns getan hat auf Golgatha und jetzt im Himmel, wenn wir dankbar sind für seine Erlösung und dann aus freien Stücken etwas beitragen.
[15:04] Ab Vers 30. Und hier möchte ich die Gelegenheit nutzen, etwas zu korrigieren, was wir in der Folge 10 hier präsentiert haben. Ich hatte das dann auch unter dem Video schon korrigiert, aber vielleicht hat das nicht jeder dann gesehen. Deswegen möchte ich das kurz hier noch mal ansprechen. Es heißt hier ab Vers 30: "Da sprach Mose zu den Kindern Israels: Seht, der Herr hat Bezaleel mit Namen berufen." Das war ja schon damals deutlich geworden. "Den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamm Juda und hat ihn mit dem Geist Gottes erfüllt mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit Geschicklichkeit für jede Arbeit, um Kunstwerke zu ersinnen und sie auszuführen." Wir haben damals schon gesehen, der Heilige Geist gibt nicht nur Weisheit, um die Bibel zu verstehen, sondern auch für ganz praktische Arbeiten zur Ehre Gottes.
[15:58] Damals vor ungefähr drei Wochen hatte ich behauptet, aufgrund dieses Textes hier in 1. Chronik 2, dass Bezaleel sehr jung gewesen sein muss. Das basiert allerdings auf einem Missverständnis meinerseits. Ich möchte hier noch einmal kurz klären und mich dafür entschuldigen, denn der Kaleb hier in 1. Chronik 2 ist nicht, das habe ich jetzt noch mal selbst nachvollzogen, nicht derselbe Kaleb wie der, der in 2. Mose und 4. Mose und Josua erwähnt wird. Denn dieser Kaleb hier in 1. Chronik 2 ist der Sohn des Hezrons, während der andere Kaleb, bekannt als einer der zwölf Kundschafter und dann einer der Obersten des Landes Kanaan, der Sohn Jefunnes ist. Es sind also zwei verschiedene Kalebs und da wir es also, der Bezaleel hat keinerlei direkte Abstammung von dem Kaleb, dem Sohn des Jefunnes. Und deswegen können wir auch über Bezaleels Alter keine biblisch fundierte Aussage treffen. Deutlich, und da danke ich auch für den Hinweis, der im Internet gegeben worden ist diesbezüglich: Kaleb, der Sohn Jefunnes, war nämlich erst 40 Jahre alt, als das Heiligtum gebaut worden ist, wie hier ganz deutlich zu sehen ist.
[17:33] Gehen wir weiter. 2. Mose 35 auf Vers 34: "Auch hat er ihm ins Herz gegeben, dass er andere unterweisen kann, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan." Gott hat diesen Baumeistern nicht nur die Weisheit gegeben, Kunstwerke sich auszudenken und dann auch auszuführen, sondern auch andere pädagogisch darin anzuleiten. Gott sucht nicht nur Menschen, die sich einbringen in die Gemeinde, in das Werk Gottes, sondern auch die bereit sind, andere anzuleiten und zu motivieren und ihnen zu zeigen, wie man für Gott arbeitet. 2. Timotheus, Kapitel 2, Vers 2. Paulus ermutigt seinen jungen Mitarbeiter: "Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das vertraue treuen Menschen an, die fähig sein werden, auch andere zu lehren." Gott wünscht sich, dass es in der Gemeinde diese Kette gibt, wo einer dem anderen beibringt, wie man zur Ehre Gottes arbeitet.
[18:41] Und wir lesen in 2. Mose 36: "Und Bezaleel und Oholiab und alle Männer, die ein weises Herz hatten, in die der Herr Weisheit und Verstand gelegt hatte, damit sie wussten, wie sie alle Werke machen sollten für den Dienst des Heiligtums. Sie handelten nach allem, was der Herr geboten hatte."
[19:04] In 2. Mose 32 haben wir gesehen, wie das Volk gesündigt hat. Wir haben gesehen in Kapitel 33 und 34, wie Gott ihnen vergeben hat, den Bund erneuert hat. Und jetzt sehen wir in Kapitel 36 und folgenden, wie das Volk gehorsam ist. Und während 32 die Sünde zur Trennung zwischen Gott und dem Volk führt, die nur durch die Vergebung Gottes, durch seine Gnade wieder aufgehoben werden kann, sehen wir jetzt, wie der Gehorsam des Volkes dazu führt, dass Gott inmitten seines Volkes wohnen kann.
[19:40] Gott hat den Israeliten nicht vergeben, weil sie jetzt so genau alles gemacht haben, wie das Heiligtum gebaut werden sollte. Aber weil er ihnen vergeben hatte, waren sie jetzt in der Lage, auch vollständig ihm zu gehorchen. Und dadurch wurde ihre Beziehung noch viel enger und viel tiefer.
[20:04] Wir lesen weiter Vers 2 in 2. Mose 36: "Und Mose rief: Bezaleel und Oholiab und alle Männer, die ein weises Herz hatten, denen der Herr Weisheit ins Herz gelegt hatte, auch alle, die ihr Herz dazu trieb, dass sie herzukam, um an dem Werk zu arbeiten und sie empfingen von Mose alle freiwilligen Gaben." Also alles ging erstmal zu Mose und Mose hat es dann den Baumeistern und den Mitarbeitern dieser beiden Männer ausgeteilt. Und dann stellen wir fest, oder diese Männer stellen fest, als sie anfangen zu bauen und zu planen, dass sie sogar zu viele Ressourcen haben. Es heißt hier, sie redeten mit Mose und sprachen: "Das Volk bringt zu viel mehr, als zum Werk dieses Dienstes notwendig ist." Das Volk hat nicht einfach nur freiwillig gegeben, es hat überbordend gegeben. Denn als alles fertig war, gab es noch Materialien, die übrig geblieben waren. Und dies ist eine Reflexion dessen, was Jesus selbst getan hat. Denn es heißt in Römer 5 und dort Vers 20: "Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden. Es gibt mehr Gnade als Sünde." Mit anderen Worten, es gibt mehr Gnade, als man theoretisch, technisch, abstrakt gebraucht hätte. Jesus ist doch für die gestorben, von denen er im Vorhinein wusste, dass sie seine Gnade nie annehmen würden. Und aus menschlicher Perspektive könnte man das eine Verschwendung nennen. Da ist zu viel Gnade scheinbar. Aber so ist Gott. Er gibt mehr, als wir brauchen. Er sagt: "Öffne deinen Mund, ich will ihn füllen." Wenn in der Bergpredigt Jesus sagt, dass der, der nach der Gerechtigkeit hungert und dürstet, gesättigt werden soll, dann verwendet das Griechische ein Wort, das wirklich mästen bedeutet. Jesus die 5000 und später auch die 4000 Männer plus Frauen plus Kinder gesättigt hat, gespeist hat, da blieb noch übrig. Gott gibt.
[22:17] Du musst dir keine Sorgen machen, ob es genügend Gnade gibt. Die einzige Frage, die wir stellen müssen, ist: Habe ich diese Gnade für mich persönlich in Anspruch genommen?
[22:30] Das Murren und die Unzufriedenheit der Israeliten sowie Gottes Strafgerichte, die sie wegen ihrer Sünden heimsuchten, sind als Warnung für spätere Generationen überliefert worden. Aber ihre Hingabe, ihr Eifer und ihre Freigiebigkeit sind ein nachahmenswertes Beispiel. Wer Gott gern anbetet und den Segen seiner Gegenwart schätzt, wird den gleichen Opfergeist an den Tag legen, um ein Haus zu errichten, in dem ihnen Gott begegnen kann. Also hier wendet sich das auch ganz konkret auf den Bau von Gemeinden an. Sie sind vom Wunsch erfüllt, dem Herrn gerade das Beste von dem zu bringen, was sie besitzen. Jetzt kommt ein interessanter Ratschlag, der es wert ist, darüber nachzudenken: Auf einem Gotteshaus sollten keine Schulden liegen, denn damit wird der Herr entehrt. Freiwillig sollte man einen ausreichenden Betrag zur Vollendung des Bauwerks geben, damit die Arbeiter wie einst die Erbauer des Heiligtums sagen können: "Ihr braucht keine Gaben mehr zu bringen."
[23:40] Und dann beginnt die Beschreibung des Baus dieser Wohnung. Wir werden jetzt nicht alles lesen, das würde zu viel Zeit nehmen, aber hier wird ja sehr genau erklärt, wie alles aussah. Es beginnt interessanterweise in Vers 8 bis 19 mit der Wohnung selbst, mit dem Zelt selbst, also nicht mit den Geräten, sondern mit dem Zelt, den Zeltbahnen aus gezwirntem Leinen, aus blauem und rotem Purpur und Karmesin mit den Cherubim, die dort hineingewirkt worden waren, zudem mit den Brettern, aus denen die Wohnung dann besteht, über die dann die Zeltbahnen ausgebreitet wurden. Das Heiligtum war so gebaut, dass es zerlegbar war und die Israeliten es auf ihren Wanderzügen mitführen konnten. Hier sehen wir, dass Gott sehr praktisch ist. Gott ist nicht einfach nur jemand, der Gott möchte, dass unsere Beziehung zu ihm praktisch im Alltag möglich ist. Er verlangt keine abstrusen Dinge, die uns völlig überfordern würden. Gott ist in der Lage, das, was wir brauchen, geistlich so zu präsentieren, dass wir es sozusagen im Alltag mitnehmen können. Es war deshalb klein, nur 15 m lang und jeweils 5 m breit und hoch. Dennoch sah es prächtig aus, obwohl praktisch, obwohl klein und überschaubar, damit es nicht zu viel Bürde mit sich bringt, war es trotzdem außerordentlich schön. Wenn wir durch den Alltag gehen, dann können wir nicht jeden Tag 8 Stunden die Bibel studieren. Vielleicht können wir nicht außergewöhnliche Dinge tun. Wir müssen die Dinge sozusagen zeitlich vielleicht begrenzen. Wir müssen die auf ein praktisches, pragmatisches Maß runterbrechen, damit wir tatsächlich
[25:30] runterbrechen, damit wir tatsächlich auch im Alltag äh vorwärts gehen können. Aber das, was wir tun, sollte auch prachtvoll sein. Praktisch und prachtvoll.
[25:46] Warum übrigens Akazien? Das haben wir letztes Mal noch nicht erwähnt. Es sollte aus Akazie sein, weil es gegen Fäulnis weniger anfällig war als alles andere, was am Sinai zur Verfügung stand. Hier sehen wir zwei Dinge. Erstens, Gott möchte, dass wir das Beste nehmen, das was am äh am am beständigsten ist. Gott schätzt Beständigkeit.
[26:09] Aber sicherlich, ich bin kein äh Botaniker, gibt es Bäume, die noch beständiger sind, noch weniger anfällig gegen Fäulnis als die Akazie. Aber die gab es wahrscheinlich, die gab es dann am Sinai nicht. Die Akazie war das Beste, was man am Sinai finden konnte. Gott verlangt nicht von den Israeliten, den besten Baum zu nehmen, den es irgendwo auf dieser Welt gibt, sondern den besten, der in ihrer Nähe war, den sie erreichen konnten. Wenn wir mit Gott durch den Alltag gehen, kommt es nicht darauf an, dass wir das Beste geben, was theoretisch ein Mensch geben könnte, sondern dass wir das Beste geben, was uns in dieser Situation möglich ist, wie die Akazie.
[27:02] Es beginnt mit dem Zelt und es erinnert uns daran, dass Jesus selbst gezeltet hat, sozusagen als er Mensch wurde. Johannes 1, Vers 14: "Und das Wort, das in Vers 1 Gott genannt wird, und das Wort wurde Fleisch und wörtlich steht im Griechischen: zeltete unter uns." Das Heiligtum als Ganzes, nicht nur die einzelnen Gegenstände, sondern das Zelt als Ganzes weist auf den Erlösungsplan hin. Jesus wurde Mensch und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als Eingeborenen vom Vater voller Gnade und Wahrheit. So wie Gott in diesem einfachen Zelt mitten unter den Menschen lebte, so lebte Jesus, wahrer Gott, im Zelt sozusagen des Fleisches mitten unter uns. Die Herrlichkeit war verhüllt, damit wir seine Gnade und Wahrheit besser verstehen konnten. Die Herrlichkeit war im Heiligtum verhüllt, damit man Gottes Charakter und seinen Erlösungsplan besser verstehen kann. Das Heiligtum war Gottes Mittel zu zeigen: Ich bin nahe, ich möchte, dass ihr meine Gnade und Wahrheit versteht. Jesus zeltete in seiner Menschheit sozusagen.
[28:20] Interessanterweise hat Jesus nicht nur Mensch geworden, sondern der Erlösungsplan geht noch weiter. Derselbe Gott, der bereit war, in diesem Zelt aus Ziegenfell und Akazienholz zu wohnen, um bei seinem Volk zu sein, möchte sogar in deinem Herzen und in meinem Herzen wohnen. Jesus sagt selbst in Johannes 14, Vers 23: "Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen und mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen." Wenn wir das Heiligtum studieren, dann geht es erstmal darum, was zeigt das Heiligtum über Jesus, über Gottes Charakter. Aber es geht auch dann darum, was lehrt es uns, damit wir auch eine Wohnung für Gott sein können.
[29:20] Denn darum geht es ja beim Heiligtum. Es geht um die Begegnung, dass Gott mitten unter uns ist.
[29:30] Und tatsächlich wird auch unser Körper ein Zelt genannt im Neuen Testament. Petrus sagt das: "Ich halte es aber für richtig, solange ich in diesem Leibeszelt bin, euch aufzuwecken, indem ich euch erinnere."
[29:43] Und vielleicht ist das auch ein interessanter Gedanke, dass so wie das Zelt aus dem bestmöglichsten Material bestehen sollte, was man dort finden konnte, sollte unser Körper auch in der bestmöglichen Verfassung sein, soweit es uns eben möglich ist mit den Mitteln, die wir haben, gesundheitlich bewahrt zu sein, damit auch diese Wohnung, dieses Zelt, prachtvoll ist durch die Gegenwart Gottes. Geben wir das Beste für Gott, so wie die Israeliten ja Bestes gaben, um Gott eine Wohnung zu bereiten.
[30:33] Zu dem Zelt gehören noch Vorhänge. Das heißt hier: "Und fertigte den Vorhang an, das ist der zum Allerheiligsten, und wirkte Kerubim in kunstvoller Arbeit hinein." Und dann gab es da die vier mit Gold überzogenen Akazienholzsäulen und dann einen Vorhang für den Eingang des Zeltes, also wenn man vom Vorhof in das Heilige hineingegangen ist. Und dort gab es fünf Säulen. Die beiden Vorhänge waren Kerubim eingewoben, die die Engel darstellten, die mit dem Dienst im himmlischen Heiligtum zu tun haben und dienstbare Geister für Gottes Volk auf der Erde sind, wie Hebräer 1, Vers 14. Das Heiligtum sollte die Israeliten auch ständig daran erinnern, dass nicht nur Gott und Jesus und der Heilige Geist in unserem Leben wirken, sondern sogar die Engel allesamt damit beschäftigt sind, uns mit Gott vertraut zu machen, uns näher zu Gott zu bringen. Der Vorhang, so sagt uns Paulus in Hebräer 10, Vers 20, ist ein Bild auch für Jesus, für sein Fleisch. Das heißt, dieser Weg, den er uns eingeweiht hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt durch sein Fleisch.
[31:49] Die Engel, wie wir schon gesagt haben, interessieren sich für das Evangelium. Das heißt hier: "Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren."
[32:08] Das Heiligtum war der Ort, an dem man das Evangelium lernen konnte. Kein Mensch wird tatsächlich ewiges Leben erhalten, weil er einfach beim Heiligtum stand oder weil er das Heiligtum aufgebaut hat oder selbst weil er einfach nur ein Lamm geopfert hatte. All das war ja nur ein Symbol. Das waren nur Typen, die im Glauben auf das wahre Opfer, auf die wahre Erlösung durch Jesus Christus am Kreuz von Golgatha hingewiesen haben. Aber wer am Heiligtum mitwirkte, wer am Heiligtum sich beteiligte und das im rechten Geist tat, der konnte das Evangelium besser verstehen. Die Engel selbst wollten es besser verstehen. Deswegen sind die Engel mit dabei. Sie interessieren sich für das, was das Evangelium erklärt. Wenn wir auch ein Heiligtum sind, ein Zelt, in dem Gott in unserem Herzen wohnen kann, wenn wir selbst das Evangelium annehmen und ausleben, dann haben die Engel ein besonderes Interesse an unserem Leben. Denn wenn unser Leben das Evangelium widerspiegelt, wenn man in unserem Leben Prinzipien des Evangeliums erkennen kann, dann haben die Engel ein Interesse ganz besonders daran. Weil sie interessieren sich für das Evangelium und wir können in einer besonderen Weise mit diesen Engeln zusammenarbeiten.
[33:36] Und dann kamen die einzelnen Gegenstände, zunächst als das Zentrum, das Ziel des Erlösungsplanes: die Lade aus Akazienholz, in die zehn Gebote auf Steintafeln hineingelegt worden sind, und oben drüber der sogenannte Sühnedeckel, manchmal auch Gnadenthron genannt, aus reinem Gold. Die Kerubim, die aus diesem Goldstück herauskamen, auch aus Gold. Und die Angesichter der Kerubim sahen auf den Sühnedeckel und damit auch auf das Gesetz, was sich unter dem Deckel befand. Ellen White sagt interessanterweise dazu: "Hinter dem zweiten Vorhang befand sich das Allerheiligste, der Mittelpunkt des symbolischen Sühnungs- und Mittlerdienstes, der als Bindeglied zwischen Himmel und Erde fungierte." Interessant. Ich weiß nicht, welchen Gegenstand du ausgewählt hättest als den Mittelpunkt des Heiligtums. Aber sie sagt, tatsächlich ist das Allerheiligste der zentrale Ort. Hier treffen sich Himmel und Erde.
[34:49] Die Haltung der Kerubim, die sich einander zuwandten und auf die Lade hinabschauten, zeigt die Ehrfurcht, mit der die himmlischen Heerscharen Gottes Gesetz betrachten. Sie verrät auch ihr Interesse am Erlösungsplan, denn sie schauten auf den Sühnedeckel, der repräsentiert, dass Gott seinem Volk vergeben möchte und es wiederherstellen möchte, volle Versöhnung mit seinem Volk anstrebt. Und diese Versöhnung, diese Erlösung ist nicht getrennt vom Gesetz, sondern sie basiert auf dem unveränderlichen Gesetz Gottes. Gnade und Gerechtigkeit küssen sich buchstäblich hier am Thron.
[35:39] So wie es hier in diesem Zitat in "Wie alles begann", 326.1, heißt: "Das Gesetz Gottes, das in der Lade aufbewahrt wurde, war der zentrale Maßstab für Gerechtigkeit und Gericht. Dieses Gesetz verurteilte den Übertreter zum Tod, aber über dem Gesetz befand sich der Gnadenthron, auf dem sich Gottes Gegenwart offenbarte und von dem aus, aufgrund des Sühnopfers, das im Vorhof geschlachtet wurde, der reumütige Sünder Vergebung erhielt. Auf diese Weise zeigen schon die symbolischen Gegenstände und Handlungen im Heiligtum, was für die Erlösung gilt, die Christus vollbracht hat. Gnade und Wahrheit sind sich begegnet. Gerechtigkeit und Frieden haben sich geküsst." Das Heiligtum, das Allerheiligste, repräsentiert genau das.
[36:37] Es repräsentiert auch das Innerste von Jesus. Er selbst sagt im Psalm 40, Vers 8 und 9: "Da sprach ich: Siehe, ich komme. In der Buchrolle steht von mir geschrieben: Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen." Das Herz ist der innerste Bereich des Menschen.
[37:04] Jesus hatte das Gesetz Gottes sozusagen im Allerheiligsten seines menschlichen Körpers.
[37:23] Dieses Gesetz spielt eine entscheidende Rolle in der Zeit, die wir die Zeit des Gerichtes nennen. Am Ende der Zeit, wenn der Hohepriester am großen Versöhnungstag ins Allerheiligste geht – ja, ein Typus, den wir jetzt hier aus Zeitgründen nicht ausführlich studieren können, der dann in 3. Mose ausführlich beschrieben wird, in der Offenbarung, vor allem in Buch Daniel, Daniel 8 und auch in Offenbarung wieder aufgegriffen wird. Die Idee, dass Jesus in verschiedenen Phasen den Erlösungsplan durch ähm ja durchschreitet und und und wirkt, führt am Ende dazu, dass im Allerheiligsten dieser große Versöhnungstag für uns durchgeführt wird. Und diese Zeit ist auch die Zeit des Gerichtes. Und die Bibel sagt in Jakobus 2, Vers 12: "Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden." Das Gesetz Gottes spielt eine entscheidende Rolle im Gericht am Ende der Zeit. Deswegen ist es auch im Allerheiligsten so prominent hier vertreten.
[38:32] Aber nicht nur Jesus hatte das Gesetz im Herzen. Gerade weil es ein Gericht geben wird, wünscht sich Gott, dass wir die Zehn Gebote nicht nur theoretisch bejahren oder anderen erklären, sondern dass wir sie wirklich im Herzen haben. Das ist der neue Bund, den wir gerade vorhin schon einmal gelesen haben: "Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben." Warum? Denn ich werde (Vers 12) gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken. Das Gesetz und der Gnadenthron. Das ganze Ziel des Evangeliums, worauf es hinsteuert, ist, dass das Gesetz und die Gnade sich treffen, dass Gottes Gnade und Vergebung und Liebe dazu führt, dass wir freiwillig sein Gesetz nicht nur äußerlich tun, sondern uns ins Herz schreiben lassen, damit es im innersten Bereich unseres Herzens ist, so wie es auch im innersten, intimsten Bereich des Heiligtums war. Und so fasst Jesus das Ganze auf eine denkbar einfache Formel zusammen: "Liebt ihr mich? So haltet meine Gebote."
[39:57] Das Allerheiligste, der privateste Bereich sozusagen, Gottes tatsächlicher Wohnort. Ihn zu lieben bedeutet, ihm nahe zu sein. Gott nahe zu sein bedeutet, bei seinem Gesetz zu sein. Und deswegen sagt Jesus, ihn zu lieben bedeutet auch, seine Gebote zu halten, weil er bereit war, den ganzen Preis für meine Erlösung zu bezahlen. Denn das Blut, das am großen Versöhnungstag dann in das Allerheiligste gebracht wurde, was dort gesprengt wurde auf den Versöhnungsdeckel, den Sühnedeckel, das Blut, das am Brandopferaltar vergossen wurde, das Blut von Golgatha führt dazu, dass am Ende der Zeit, aufgrund Gottes Gnade und Vergebung, Menschen das Gesetz so sehr im Herzen haben werden, dass Jesus wiederkommen kann, die Gnadenzeit enden kann und aus Liebe zu Jesus sie vollständig seine Gebote halten, wie es in Offenbarung 14, Vers 12 beschrieben steht.
[41:16] In 2. Mose 37 lesen wir dann weiter von dem Tisch und den Broten, die dort auf dem Tisch stehen. Jeden Sabbat mussten die Priester sie darauf legen in zwei Stapeln nebeneinander, die mit Weihrauch besprengt wurden. Die Brote, die man entfernte, galten als heilig und mussten von Priestern gegessen werden. Jesus sagt: "Ich bin das Brot des Lebens." Das Heiligtum war ein Wohnzelt, ein Ort, wo im Allerheiligsten Gott tatsächlich seine Gegenwart hatte, ein Tisch zum Essen sozusagen, ein Leuchter, um Licht zu geben.
[42:01] Am Tisch, da wird gegessen und das weist auf eine tiefe Bedeutung hin. Jesus sagt: "Ich bin das Brot des Lebens." Er ist unsere geistliche Nahrung. Macht das immer wieder ganz deutlich: "Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten." Und über dies hinaus, Jesus, der das Wort Gottes genannt wird, sagt auch, es steht geschrieben, er sagte in der Wüste, als er vom Satan versucht wurde: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht." Wie gelangen wir dorthin, dass wir einmal Gott so sehr lieben, dass wir seine Gebote beständig halten? Indem wir uns täglich ernähren von seinem Wort, indem wir täglich über Jesus nachdenken, ihn zum Brot des Lebens machen für uns, also ihn als das Brot ist für uns, also ihn zu unserem Brot machen, weil er das Brot des Lebens ist, so muss ich sagen. Wir lesen auch von dem Leuchter aus reinem Gold, der so geformt war, dass dort wie Mandelblüten zu sehen waren.
[43:08] Da das Bundeszelt keine Fenster hatte, wurden nie alle Lampen gleichzeitig gelöscht, sondern der Leuchter spendete Tag und Nacht Licht. Es war nie dunkel im Heiligtum.
[43:21] Und so ist es auch Gottes Wunsch, dass es nie dunkel wird in unserem Herzen. Es kann beständig Licht dort sein.
[43:33] Es gibt diese schöne Stelle in Lukas Kapitel 11, wo Jesus sagt, Vers 33: "Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden den Schein sehen. Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist doch dein ganzer Leib licht. Wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster. So habe nun acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist. Wenn dein ganzer Leib Licht ist, sodass er keinen finsteren Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit einem Strahl dich erleuchtet."
[44:12] Ist mein Licht, ist dein Licht, leuchtet es? Das Licht, das Gott uns gibt? Leuchtet es in unserem Leben oder ist da manchmal finstere Nacht? Jesus sagt: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben." Solange wir Jesus nachfolgen, ist es hell in unserem Zelt. Solange wir Jesus nachfolgen, wird es nicht dunkel in unserem Herzen. Wann immer es dunkel wird und wir kein Licht sehen, haben wir Jesus aus den Augen verloren. Bin ich dankbar dafür, dass auch wenn es dunkel wird in unserem Herzen, der Gott, der gesagt hat, es werde Licht und es wurde Licht, uns wieder erleuchten kann mit Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi, wie es 2. Korinther 4, Vers 6 sagt.
[45:16] "Jesus sagte nicht nur, ich bin das Licht der Welt, er sagte den Jüngern: Ihr seid das Licht der Welt." Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, haben wir gerade schon gelesen. So leuchtet es allen, die im Haus sind. Jesus möchte, dass unser Leben ein Licht ist, das ausstrahlt auf unserem Weg, Gott immer besser kennenzulernen, immer näher an ihn heranzukommen. Immer eine tiefere Gemeinschaft mit ihm zu haben, ist eines der wichtigsten Mittel neben dem Bibelstudium, neben der Tatsache, dass wir uns von Jesus ernähren, ist, dass wir das Licht weitergeben, dass wir leuchten und zwar nicht nur mit unseren Worten, sondern auch mit unseren Taten. Vers 16: "So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen."
[46:09] Wenn Jesus in unserem Herzen wohnt, wenn unser schwaches Leben ein Zelt sein darf für die Gegenwart Gottes, dann werden wir auch zu einem Licht. Dann ist das Wirken Gottes in unserem Leben so sichtbar, dass sogar Menschen von außerhalb das wahrnehmen werden.
[46:33] Der dritte Gegenstand im Heiligen war der Räucheraltar und dazu wurde auch das heilige Salböl und das reine, wohlriechende Räucherwerk bereitet.
[46:47] Der Räucheraltar stand dicht vor dem zweiten Vorhang, der das Heilige von der zweiten Abteilung, dem Allerheiligsten, und damit von der unmittelbaren Gegenwart Gottes trennte.
[46:57] Das Feuer auf diesem Altar wurde von Gott selbst entzündet und als heilig angesehen. Ununterbrochen verbreitete der Weihrauch seinen Wohlgeruch in den heiligen Räumen und weit über das Heiligtum hinaus. Hier sehen wir das, das im Heiligtum war, das war nie beschränkt auf das Heiligtum. Es hatte immer eine Wirkung nach außen. Was hat es mit diesem Wohlgeruch auf sich?
[47:27] In Offenbarung 8 sehen wir Jesus, wie er als ein Engel dargestellt, als ein anderer Engel, sich an den Altar stellt und dort das Räucherwerk ihm gegeben wird. Und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringt, der vor dem Thron ist. Der Rauch des Räucherwerks stieg auch vor Gott zusammen mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels. Die Menschen beten und Jesus fügt etwas hinzu. Was fügt er denn hinzu?
[48:01] Epheser 5, Vers 2: "Und wandelt in der Liebe, gleich wie auch Christus uns geliebt hat und sich selbst für uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer zu einem lieblichen Geruch für Gott." Wenn wir beten, dann bringt Jesus einen Wohlgeruch zu unseren Gebeten hinzu. Wir nennen das seine eigenen Verdienste. Was das bedeutet ist, all das, was Jesus für mich getan hat, dass er bereit war, Mensch zu werden, dass er bereit war zu leben und zu leiden und zu sterben, dass er sein Leben ausgegossen hat für mich. Das fügt er meinen Gebeten hinzu.
[48:55] Es gibt eine Aussage, das werden wir beten. Dieser Weihrauch der Gerechtigkeit Jesu, diese Gebete, die er zum Vater trägt. Denn den Weihrauch, den kann man ja nicht so einfach einfangen. Wenn der erst einmal so versprüht wird, also so hin und her geschwenkt wird, dann verbreitet er sich überall.
[49:24] Durch Jesu Opfer hat er die Erde umzirkelt, sozusagen mit einer Atmosphäre der Gnade. Und jeder, der im Glauben seine Hand ausstreckt, kann davon profitieren.
[49:43] Ein Text, den wir hier unbedingt noch ansprechen müssen, der findet sich in Psalm 141. Und dort Vers 1 und 2, ein Psalm Davids: "Herr, ich rufe zu dir, eile zu mir, schenke meiner Stimme Gehör, wenn ich dich anrufe. Lass mein Gebet wie Räucherwerk gelten vor dir, das Aufheben meiner Hände wie das Abendopfer." Von den drei Gegenständen, dem Tisch und dem Leuchter und dem Räucheraltar, war der Räucheraltar am nächsten zum Thron Gottes. Ja, durch das Bibelstudium empfangen wir eine tiefe Nähe zu Gott. Durch das Zeugnisgeben fühlen wir uns Gott unglaublich nahe. Aber nichts bringt uns tatsächlich, sagt uns die Bibel, so nahe zu Gott wie das direkte Reden mit ihm.
[50:37] Wollen wir das nicht mehr ausprobieren? Wollen wir das nicht noch mehr ausprobieren? Wollen wir nicht mehr Zeit dafür verwenden, mit Gott zu reden und seine Gegenwart zu suchen, nicht um einfach nur Listen abzuhaken, sondern um seine Gegenwart zu suchen? Ich will mir das auf jeden Fall vornehmen. Du auch?
[51:07] Das waren die Geräte im Allerheiligsten und Heiligen. Jetzt kommen noch die Gerätschaften im Vorhof. Allen voran der Brandopferaltar mit allem, was dazu gehörte.
[51:16] Wir lesen in 1. Mose 22, dass Abraham aufgefordert worden ist von Gott, seinen geliebten Sohn Isaak als ein Brandopfer zu geben. Und er war dazu bereit, obwohl – wir kennen die Geschichte – er am Ende das gar nicht tun musste, weil Gott im entscheidenden Moment gesagt hat, es war nur ein Test. Er sprach Vers 12: "Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast, um meinetwillen." Und dann sagt Paulus in Römer 8, Vers 32, indem er quasi aus 1. Mose 22 zitiert: "Er, also Gott der Vater, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat." Er hat den tatsächlich nicht verschont, nicht nur gedanklich, sondern buchstäblich. Er hat Jesus als Brandopfer gegeben. Er hat ihn für uns alle dahingegeben. Wie sollte er uns nicht alles schenken? Die Tatsache, dass ganz am Anfang, der...
[52:11] Tatsache, dass ganz am Anfang der Brandopferaltar steht, zeigt: Gott ist schon am Anfang bereit, alles zu geben. Wir können sicher sein, dass alles andere, was dann noch folgt – das Verstehen der Bibel und das Zeugnisgeben und das Gebet – dass all das erfolgreich sein wird, weil Gott bereits hier gezeigt hat, dass er alles für uns gibt. Die Grundlage, dass wir die Bibel verstehen können, dass wir das Evangelium weitergeben können, dass wir ein Gebetsleben haben können, dass wir Gottes Gebote halten können, dass wir ein Zelt sein können, ein Heiligtum sozusagen für Gottes Gegenwart. Die Grundlage von all dem ist, dass Jesus sich selbst für uns gegeben hat, als wir noch Sünder waren, wie Römer 5 sagt, als wir noch seine Feinde waren, als er noch nicht in uns wohnen konnte außerhalb des Zeltes.
[53:02] Ist dir bewusst, was Jesus für dich getan hat? Ist dir bewusst, dass die Tatsache, dass Jesus für dich gestorben ist, die Garantie ist, dass all das andere, was er dir auch noch schenken will, deins ist, wenn du die Erlösung im Glauben annimmst?
[53:24] Dann gab es noch das Becken aus Erz, aus den Spiegeln der dienenden Frauen gefertigt, interessanterweise, die vor dem Eingang der Stiftshütte Dienst hatten. Dort hat man sich gewaschen, und Waschen ist ein wunderbares Bild, wenn es um Erlösung und Heiligung geht. Jesaja 1, Vers 16: „Wascht, reinigt euch, tut das Böse, das ihr getan habt, von meinen Augen hinweg! Hört auf, Böses zu tun.“ Apostelgeschichte 22, Vers 16: „Und nun, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen und lass deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst.“ Jesus vergibt uns und reinigt uns dabei. Auch wenn wir uns zu Sünden bekennen, sagt 1. Johannes 1, Vers 9: „So ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt, abwäscht, reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
[54:15] „Lass deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst.“ Und drumherum wurde der Vorhof angefertigt, genauso wie es hier beschrieben steht. Da die Vorhänge des Vorhofs nur etwa halb so hoch waren wie die Wände des Heiligtums, konnte man von draußen das heilige Zelt deutlich sehen. Gott will nicht, dass irgendjemand nichts von dem Evangelium weiß. Er möchte, dass das Evangelium deutlich sichtbar wird für jeden. Er möchte nicht, dass wir unsere Erfahrung mit Jesus hinter Mauern verstecken, so dass niemand sie sehen kann.
[54:59] Und dann werden die Kosten berechnet. 2. Mose 38 ab Vers 21: „Dies ist die Berechnung der Kosten der Wohnung, der Wohnung des Zeugnisses, die auf Befehl Moses gemacht wurde mit Hilfe der Leviten durch die Hand Itamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.“ Das Gold wird hier zusammengezählt, und es ergibt ungefähr 1053 Kilogramm Gold. Wenn man den heutigen Goldpreis zugrunde legt, was natürlich jetzt ein bisschen willkürlich ist, weil damals – das kann man natürlich nicht direkt vergleichen – dann wären das fast 106 Millionen Euro allein das Gold für dieses Zelt. Das bedeutet, selbst bei zwei Millionen Menschen sind das immerhin noch ungefähr 50 Euro pro Person, die jeder freiwillig gespendet hat. Ganz interessant.
[55:56] Es wurde auch das Silber gezählt. Und hier ist eine interessante Sache, die man noch wissen muss. Tatsächlich gab es etwas, was die Israeliten bezahlen mussten. Obwohl das allermeiste freiwillige Gaben waren, die gegeben wurden, gab es doch diesen halben Schekel, ein Bekah pro Kopf, den alle geben mussten, die über 20 Jahre alt waren. Alle Männer, die sozusagen dieses Erwachsenenalter sozusagen erreicht hatten – die 603.550 Mann. Jeder von diesen erwachsenen Männern musste einen halben Schekel geben, ob arm oder reich. Verzeihung. Und das war gar nicht so viel. Ja, ein Bekah sind 6 Gramm Silber. Das würde im heutigen Silberpreis so irgendwie 7 Euro sein. Und damit sollte deutlich gemacht werden: Obwohl das Ganze auf freiwilliger Basis basiert, sollten sie doch auch verstehen: Sie konnten nur freiwillig geben, weil ein Preis für sie bezahlt worden ist.
[56:59] Das Heiligtum konnte nur gebaut werden, weil jemand bereit war, einen Preis für sie zu bezahlen. Und so bezahlten sie diesen kleinen Preis als symbolische Erinnerung daran. Und aus diesem Silber sind unter anderem die ganzen Füße für das Heiligtum gemacht worden. Je ein Talent für einen Fuß. Jeder Fuß wog also ungefähr 36 Kilogramm. Schon durchaus ganz solide und massiv diese Silberfüße. Dann gab es noch Freiwillige des Erzes, das sind über 70 Talente gewesen. Dann wurden auch die Kleider herbeigebracht für den Dienst des Heiligtums für Aaron, wie es Mose geboten hatte, das Ephod und die Onyxsteine, wo die Namen der Söhne Israels eingraviert worden sind. Ein Bild natürlich für die Versiegelung. Der Hohepriester sollte die Namen des Volkes Gottes auf seiner Schulter tragen, so wie Jesus uns alle trägt. Steine des Gedenkens für die Kinder Israels, so wie der Herr Mose geboten hatte. Und dann der Brustschild, wo ebenfalls die in Siegelgravur jetzt die zwölf Namen der Stämme einzeln an der Brust sozusagen eingraviert waren und dort sich nicht ablösen konnten, weil wie es hier in Vers 21 heißt: „sodass es an dem gewirkten Gürtel das Ephod eng anlag und das Brustschild sich nicht von dem Ephod löste.“
[58:38] Um deutlich zu machen: Der Hohepriester denkt beständig an das Volk. Unser Hohepriester im Himmel, Jesus, denkt beständig an uns. Nichts im Himmel kann ihn dazu bringen, dass sich die Verbindung zu uns irgendwie löst. Er sagt nicht: „Ah, ich hätte ja schon wieder länger mal über die Menschen nachdenken sollen.“ Nein, wir sind immer – was immer in unserem Leben passiert – nahe an seinem Herzen.
[59:14] Dann wurde das Obergewand gemacht, die Röcke und auch das Stirnblatt, das heilige Diadem. Und hier sehen wir, dass der Priester in dieser Sprache des Diadems ausgedrückt ja auch eine Art König war. Sie sollten ja ein Königreich von Priestern sein.
[59:32] Letztlich war der Priester eine Art König, aber nicht ein politischer, weltlicher, militärischer König. Über das sollte ja letztendlich Gott gebieten auch. Aber er war ein geistlicher König, ein Unterkönig unter Gott, der das Reich Gottes den Israeliten erklären. Auf diesem Stirnblatt aus reinem Gold in Siegelgravur eingraviert: „Heilig dem Herrn.“ Und wenn wir zu Königen und Priestern gemacht werden durch das Blut Jesu, dann tragen wir geistlich gesehen auch so ein Stirnband aus reinem Gold. Gold, das im Feuer geläutert ist, das ist reines Gold. Wir denken an Laodizea, das Bild in 1. Petrus – Verzeihung, 1. Petrus 1, für das Gold, das im Feuer geläutert ist, das ist der reine Glaube.
[1:00:30] Das heißt in 1. Petrus und dort Kapitel 1, Vers 7: „Damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.“ Der wahre Glaube wird verglichen mit dem Gold, das im Feuer geläutert ist. Wahre Gläubige, königliche Priester, tragen reinen Glauben. Glaube, der durch die Liebe wirksam wird.
[1:01:04] Es schrieb quasi als Versiegelung: „Heilig dem Herrn.“ Und das bedeutet, dass Gott hier gegenwärtig ist. Als Mose vor dem brennenden Dornbusch stand und Gott ihm sagte: „Zieh deine Schuhe aus, denn der Boden, auf dem du stehst, ist heilig.“ Dann war es allein die Gegenwart Gottes, die diesen Boden heiligte. Es ist allein die Gegenwart Gottes in unserem Denken durch den Heiligen Geist, der uns heilig machen kann.
[1:01:38] Nicht nur dieses Zelt in 2. Mose soll ein Heiligtum sein, auch unser Frontallappen sozusagen, unser Gehirn, unser ganzer Körper, unser ganzes Wesen soll ein Heiligtum sein, wo Gott gegenwärtig sein kann durch seinen Heiligen Geist.
[1:01:55] Und so wurde das ganze Werk der Wohnung, der Stiftshütte vollendet. Interessante Formulierung. Und das heißt: Die Kinder Israels machten alles genauso, wie der Herr es Mose geboten hatte, und sie brachten die Wohnung zu Mose. Vers 43: „Und Mose sah sich das ganze Werk an, und siehe, sie hatten es ausgeführt, wie der Herr es geboten hatte, so hatten sie es ausgeführt.“ Und Mose segnete sie. Diese Verse haben interessante, deutliche Parallelen zur Schöpfungsgeschichte. Auch von der Schöpfung heißt es: „So wurden der Himmel und die Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer.“ Auch hier haben wir die Begutachtung danach. „Gott sah, dass das Licht gut war.“ Jedes Mal sehen wir, dass Gott sich das angeschaut hat, und wir haben den Segen. Und Gott segnete sie und sprach: „Die Aufrichtung des Heiligtums, die Herstellung des Heiligtums, hat sprachliche Parallelen zur Schöpfung, weil Gott den Israeliten deutlich machen möchte: Das ist jetzt eine Art – das Evangelium ist die Neuschöpfung. Denn sagt nicht Paulus in 2. Korinther Kapitel 5 und dort Vers 17: „Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen. Siehe, es ist alles neu geworden.“ Gott hat den Israeliten die Sünde vom Goldenen Kalb nicht einfach nur vergeben. Er hat nicht gesagt: „Nur Schwamm drüber, macht das nächste Mal besser.“ Er hat ihnen vergeben. Er hat sie gereinigt. Er hat den Bund erneuert und durch das Heiligtum will er ihnen deutlich machen: „Ihr seid eine neue Schöpfung, wenn ihr mir glaubt.“ Eine neue Kreatur in Christus, im Heiligtum, eine neue Schöpfung.
[1:03:49] Und dann wird diese Stiftshütte, diese Wohnung aufgerichtet. 2. Mose 40, Vers 1 und 2, das letzte Kapitel dieses unfassbar interessanten Buches. Und der Herr redete mit Mose und sprach: „Am ersten Tag des ersten Monats sollst du die Wohnung, die Stiftshütte, aufrichten.“ Ich habe mich gefragt, warum heißt die Stiftshütte eigentlich Stiftshütte? Denn das hebräische Wort Ohel Mo'ed ist eigentlich das Zelt der Zusammenkunft, das Zelt der Begegnung, das Zelt, wo man sich verabredet hat, wo man einen Termin gemacht hat, das Zelt, wo man sich versammelt. Das Wort „Stift“ geht eigentlich auf Martin Luther zurück, der versucht hat, damit irgendwie auszudrücken, dass man dorthin kommt, um Gottes Wort zu hören. Und weil zu seiner Zeit diese Orte Pfarrkirchen oder auch Stifte hießen, kennt man heute noch „Stift so und so“. Nun ist halt die Stiftshütte, also eine Hütte, die quasi wie ein Stift ist, wie eine Kirche, wo man hingehen kann und nichts gegen Martin Luthers ausgezeichneten Sinn für Wort-Neuschöpfung, aber an dieser Stelle glaube ich, dass das Original irgendwie uns heute im 21. Jahrhundert besser trifft: Das Zelt der Begegnung. Das Zelt, wo man sich verabredet hat, wo man einen Termin hat, wo man zusammenkommt, wo man sich begegnet, wo man Gott trifft. Der Treffpunkt, das Zelt des Treffpunktes sozusagen.
[1:05:19] Möchtest du Gott begegnen? Möchtest du in seiner Nähe sein? Das Heiligtum zeigt dir, wo, wie und warum.
[1:05:29] Und alles wurde hineingebracht: die Lade des Zeugnisses, dann der Vorhang, der Tisch, der Leuchter, der goldene Räucheraltar, dann wieder der Vorhang. Von innen nach außen wurde es aufgerichtet sozusagen, dann der Brandopferaltar, das Becken und dann den Vorhof ringsum. Und dann wurde die Wohnung gesalbt, damit sie heilig sei. Der Brandopferaltar wurde gesalbt, damit er hochheilig sei. Das Becken wurde gesalbt. Aaron wurde mit den Kleidern bekleidet. Er wurde gesalbt und geheiligt, damit er Gott als Priester dienen konnte. Und auch die Söhne wurden gesalbt. Und das heißt hier am Ende von Vers 15: „Und diese Salbung soll für sie ein ewiges Priestertum bedeuten, für alle ihre Geschlechter.“ Und dann steht in Vers 16: „Und Mose tat alles, wie es ihm der Herr geboten hatte. Genauso machte er es.“ Und es geschah im zweiten Jahr nach dem Auszug aus Ägypten, also quasi ein knappes Jahr danach, am ersten Tag des ersten Monats. Was für eine unglaubliche Art, Neujahr zu feiern, sozusagen das neue Jahr zu beginnen. Manchmal ist es vielleicht keine schlechte Idee, einen neuen Monat, ein neues Jahr mit einer bewussten Entscheidung zu beginnen, Gottes Werk aufrichten zu wollen, ein Heiligtum aufrichten zu wollen für ihn. Nicht mehr mit Ziegenfellen und Akazienholz und Gold und Silber, sondern mit unserem Herzen, weil Jesus im wahren himmlischen Heiligtum für uns dient.
[1:07:02] Und Mose richtete die Wohnung auf, und er stellte die Füße auf und setzte die Bretter darauf und befestigte ihre Riegel und richtete die Säulen auf. Jetzt wird es tatsächlich aufgerichtet. Vorher wurde noch mal beschrieben, wie es gemacht werden soll. Jetzt tut er es tatsächlich. Er fängt mit den Füßen an, er setzt die Bretter rein, er befestigt die Riegel, er richtet die Säulen auf, dann breitet er das Zelt über die Wohnung und legt die Decke des Zeltes noch oben drauf. Es waren ja mehrere Lagen, wie wir das letzte Mal in Folge 10 gesehen haben. Dann nimmt er die zehn Gebote, legt sie in die Bundeslade, bringt sie mit den Tragstangen dann hinein – also steckt die Tragstangen hinein, legt den Sühnedeckel oben drauf, bringt sie in das Allerheiligste, tut den Vorhang davor und verhüllt so den Ort der direkten Gegenwart Gottes. Dann setzt er den Tisch hinein und zwar an die Nordseite, wenn man hineinkommt, rechte Hand, und die Brote, die da drauf sein sollten, dann zur linken Hand den Leuchter und die Lampen, die dort ständig leuchten sollen, und dann den goldenen Altar direkt vor den Vorhang, direkt sozusagen nach Westen mit wohlriechendem Räucherwerk, und dann den Vorhang zum Heiligen. Wir können das nicht nachvollziehen, wie er das Stück für Stück macht. Er setzt den Brandopferaltar hin, wo die Brandopfer und Speisopfer geopfert werden sollen, dann das Becken, und dort wird Wasser hineingefüllt, und so wuschen sie sich, wann immer sie hineintraten oder Opfer brachten. Und dann den Vorhof und am Ende den Vorhang zum Eingang des Vorhofs. So vollendete Mose das Werk.
[1:08:29] Und es wird gesagt, keine Sprache kann die Herrlichkeit beschreiben, die im Heiligtum zu sehen war. Die mit Gold überzogenen Wände, die das Licht des goldenen Leuchters widerspiegelten, die glänzenden Farbschattierungen der reich bestickten Vorhänge mit ihren strahlenden Engeln, der Tisch und der Räucheraltar, beide in funkelndem Gold. Hinter dem zweiten Vorhang stand die heilige Bundeslade mit ihrer geheimnisvollen, mit ihren geheimnisvollen Cherubim, und darüber schwebte die heilige Schechina, Gegenwart Gottes, die sichtbare Bekundung der Gegenwart des Herrn. Aber dennoch war alles nur ein matter Abglanz der Herrlichkeit des Tempels Gottes im Himmel. Wenn das irdische Heiligtum mit all dieser Herrlichkeit nur ein matter Abglanz ist, dann dürfen wir nie vergessen, dass auch wenn Gott in unserem Leben wirkt und wir überströmen mit Glückseligkeit und Herrlichkeit und wenn wir begeistert sind von allem, was Gott in unserem Leben tut, dann ist das immer nur ein matter Abglanz von der Herrlichkeit, die wir einmal im Himmel erleben werden.
[1:09:35] Das irdische Heiligtum war nur ein matter Abglanz der Heiligkeit, des Tempels Gottes, des wahren Menschen. Ein Mensch, in dem Gott wirken kann, ist immer nur ein Abglanz dessen, was Gott selbst ist.
[1:09:55] Der Bau des Heiligtums dauerte etwa ein halbes Jahr. In dieser Zeit waren sie die gesamte Zeit dort, dieser Ebene vor dem Berg Sinai. Nach der Vollendung überprüfte Mose die geleistete Arbeit. Er verglich sich mit dem Muster, das ihm auf dem Berg gezeigt worden war und den Anweisungen Gottes.
[1:10:15] Und dann lesen wir: „Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte.“ Die Israeliten hatten getan, was sie konnten. Sie hatten das Beste gegeben, was sie hatten, hatten sich an Gottes Anweisung gehalten. Aber sie konnten nicht bewirken, dass Gott gegenwärtig ist. Man kann Gott nicht herbeizwingen, ihn nicht auffordern: „Du musst jetzt!“ Man kann nur glauben, was er sagt, tun, was er gesagt hat. Und Gott kommt nahe. Er bedeckt die Stiftshütte. Die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung, und Mose konnte nicht in die Stiftshütte gehen, weil die Wolke darauf ruhte und die Herrlichkeit des Herrn die Wohnung erfüllte. Und wenn wir das letzte Mal gut aufgepasst haben, dann fallen uns hier ein paar Dinge sofort auf.
[1:11:13] Schon in 2. Mose 33 hatte Mose ein Zelt der Begegnung aufgeschlagen, und damals war die Wolkensäule herabgekommen und am Eingang des Zeltes stehen geblieben, und damals hatte Gott mit Mose geredet. Mose konnte damals in das Zelt hinein, aber damals wusste er: Es gibt noch etwas, man kann zu Gott. Und so hatte er dann in 2. Mose 33 gebetet: „Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen.“ Und Gott hatte deutlich gemacht:
[1:11:47] „Meine Herrlichkeit im physischen Sinne, die kannst du nicht sehen, denn du würdest sofort sterben.“ Deswegen verhüllt er Mose und geht so nahe wie möglich an ihm vorbei, dass er so von hinten etwas davon sieht, aber nicht die eigentliche Herrlichkeit.
[1:12:05] Wenn es jetzt heißt, dass die Herrlichkeit des Herrn die Wohnung erfüllte, sodass selbst Mose, der ja sehr nah an Gott sein konnte – so nahe, dass er ihm quasi hinterher schauen konnte – nicht hineingehen konnte, dann kann das nur bedeuten, dass hier nicht nur die Wolkensäule sich herabließ, sondern dass Gott mit seinem Angesicht gegenwärtig war – sichtbar. Also eben nicht sichtbar, weil das Heiligtum es verhüllte, aber er innen drin tatsächlich war. Wenn man dorthineingegangen wäre, hätte man das gesehen, was kein Mensch sehen kann. Und deswegen konnte Mose nicht hinein.
[1:12:51] Das war kein Ausdruck, dass hier irgendwas schiefgelaufen war. Das war ein Ausdruck, dem Gott sagen wollte: „Jetzt bin ich euch so nah, dass es so nahe ist, dass selbst Mose nicht näher kommen kann, weil näher kann ich euch nicht kommen.“ Das ist jetzt das, was Mose auf dem Berg erlebte für das ganze Volk, angepasst sozusagen auf das Heiligtum. Das, was Mose unbedingt sehen wollte, die Herrlichkeit Gottes, die ist dort im Heiligtum. Man kann nicht direkt hinein, gerade weil er so gegenwärtig ist, aber er ist so nahe wie nie zuvor.
[1:13:38] Es ist nicht ohne Grund, dass der Hohepriester nur einmal im Jahr und nur unter größten Sicherheitsvorkehrungen, besonderen Anweisungen Gottes in das Allerheiligste hineingehen durfte, weil Gott so nah war diesem so schwachen und sündigen Volk. Wir lesen hier in „Wie alles begann“, Seite 326: „Gott offenbarte seine Majestät. Eine Zeit lang konnte nicht einmal Mose eintreten. Tief bewegt sah das Volk darin ein Zeichen, dass Gott die Arbeit ihrer Hände angenommen hatte.“ Man hört aber keine lauten Freudenausbrüche. Eine heilige Scheu lag über allen. Ihre Freude trieb ihnen die Tränen in die Augen, und leise dankten sie Gott, der sich herabgelassen hatte, bei ihnen zu wohnen. Das ist der Beweis, dass Gott wirklich gegenwärtig ist, wenn die Anbeter nicht eine wilde Party feiern wie beim Goldenen Kalb, sondern in heiliger Scheu mit Tränen in den Augen, Gott leise danken, dass er da ist. Das ist wahre Anbetung.
[1:15:12] Das Buch 2. Mose beginnt mit den Israeliten, die vom Pharao in Ägypten geknechtet werden, unterdrückt werden, in die Sklaverei gepresst werden. Man tötet ihre Kinder.
[1:15:30] Es beginnt mit der äußersten Verzweiflung, die ein Mensch erleben kann. Und es endet mit der direkten Gegenwart Gottes mitten im Lager der Israeliten, so direkt, dass selbst Mose zu der Zeit nicht reingehen kann, weil diese Herrlichkeit zu groß ist.
[1:15:56] Wie kommt man von dort nach dort? Wie kommt man von der Sklaverei zur direkten Gegenwart Gottes? Kaum ein anderes Buch der Bibel präsentiert so bildhaft, eindrücklich den ganzen Erlösungsplan wie das Buch 2. Mose. Man kommt dorthin, weil Gott sich offenbart am brennenden Dornbusch, weil er die Initiative übernimmt, weil er Menschen beruft und weil er selbst sein Volk erlöst, das Blut an den Türpfosten und sie durch das Wasser durchführt und einen Bund mit ihnen schließt am Sinai und ihnen sein Gesetz gibt und sie führt durch alle Schwierigkeiten durch. Und selbst als sie ihm den Rücken kehren, 2. Mose 32, und es dann bereuen, vergibt er ihnen und reinigt sie und erneuert den Bund und ist bereit, das zu tun, was er ohnehin schon vorgehabt hatte: mitten unter ihnen zu wohnen.
[1:17:10] Mehrmals in der Bibel hat Gott sich so offenbart, bei Salomo. Auch damals konnten die Priester nicht hinzutreten, als das Heiligtum eingeweiht worden ist, der Tempel. Und Jesaja – Verzeihung, Hesekiel 43 spricht davon, von dieser herrlichen Wiederkehr der Herrlichkeit Gottes, die Jerusalem verlassen hatte und die dann das Haus erfüllte. Und auch hier haben wir die gleiche Reaktion wie bei den Israeliten. Da
[1:17:35] Reaktion wie bei den Israeliten: „Da schaute ich, und siehe, die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn. Da fiel ich nieder auf mein Angesicht.“
[1:17:42] Am Ende der Zeit wird genau das passieren, wenn nicht der irdische Tempel, nicht die Stiftshütte oder der Tempel Salomos, sondern der Tempel im Himmel von der Herrlichkeit Gottes erfüllt wird und von seiner Kraft. Ich glaube, damit ist angezeigt, dass Gott auf eine Art und Weise seinem Volk nahe sein wird, wie noch nie zuvor.
[1:18:09] Gerade dann, wenn die Plagen fallen, gerade dann, wenn die Gnadenzeit vorbei ist, dann wird Gott in einer Art und Weise inmitten seines Volkes leben, so sehr wie noch nie zuvor. Ist das nicht eine gute Nachricht?
[1:18:29] Durch den Heiligen Geist werden wir die Nähe Gottes verspüren, wie noch nie zuvor.
[1:18:42] Und zu Ende das Buch 2. Mose 40. In 2. Mose 40, das Ende des Buches 2. Mose, die große Frage war ja gewesen: Wird Gott sein Volk bis ans Ende führen oder wird er sie am Sinai verlassen und einfach einen Engel senden und sie einfach dann ins Gelobte Land schicken lassen?
[1:19:00] Die Antwort, die wir vorher schon mehrfach gehört haben aus Gottes eigenem Mund, die wird hier bestätigt: „Sooft sich aber die Wolke von der Wohnung erhob, brachen die Kinder Israel auf, während all ihrer Wanderung. Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so brachen sie nicht auf bis zu dem Tag, da sie sich erhob. Denn die Wolke des HERRN war bei Tag auf der Wohnung und bei Nacht war Feuer darin vor den Augen des ganzen Hauses Israel, während all ihrer Wanderung.“ Gott geht mit, Gott führt sie bis ans Ziel.
[1:19:30] Liebe Freunde, liebe Freundin, die finale Aussage, das Schlussstatement von 2. Mose ist: Durch die Erlösung und durch den Bund und durch die Gnade und die Wiederherstellung des Bundes, durch das Heilige, durch die Neuschöpfung führt Gott sein Volk ans Ziel. So wie damals, so heute.
[1:19:54] Bist du bereit, ihm das zu glauben? Und möchtest du dieses Buch Exodus nie wieder vergessen, aus diesem Buch 2. Mose lernen, bis wir ins gelobte Land angekommen sind?
[1:20:08] Herzlichen Dank, dass ihr all diese Wochen dabei gewesen seid. Ich wünsche mir für mich und für euch, dass wir dieses Buch nicht mehr aus den Augen verlieren, sondern dass wir diese tief beeindruckende Botschaft, unser Heiland, der uns unser Leid gesehen hat, der uns erlöst hat, der uns geführt hat trotz all unserer Klagen, der uns sogar schlimmste Sünden vergeben hat, weil er wirklich gerne vergibt und der uns wiederherstellt. Und der uns im Heiligtum nahekommen möchte, der möchte uns führen, bis wir einmal im Himmel bei ihm sind.
[1:20:51] Wollen wir ihm von Herzen danke dafür sagen. Lasst uns gemeinsam beten.
[1:20:56] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir dieses unglaublich spannende Buch studieren durften und es studiert haben. Herr, wir danken dir für diese bewegende Botschaft von der Sklaverei zur direkten Gegenwart von dir, von 2. Mose 1 zu 2. Mose 40. Dieses Buch erzählt die Geschichte des Evangeliums, und bei allen geschichtlichen Details, allen Fragen, wann und wo die Israeliten durch das Rote Meer gezogen sind und wo der Sinai ist, all diese Fragen haben wir gemerkt, sind nicht das Entscheidende, sondern entscheidend ist, dass du bei uns sein möchtest, dass du uns erlöst, damit wir in deiner Gegenwart leben, damit du in unserem Herzen wohnen kannst.
[1:21:48] Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns auf dem Weg ins gelobte Land vorangehst und uns sicher führen wirst, mich und jeden Einzelnen, der dieses Video sieht und hört. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:22:08] Nächste Woche beginnen wir ein neues Quartal, ein neues Thema, das in gewisser Weise doch anknüpft an das, was wir die letzten drei Monate gemacht haben. Wir werden uns mit dem Buch Josua beschäftigen. Wir werden sehen, wie dieses Volk Israel tatsächlich in das gelobte Land kommt. Das wird also in gewisser Weise sich thematisch unglaublich gut ergänzen. Wir werden dieses Buch Josua gründlich anschauen, viele interessante Dinge lernen, und ich freue mich, wenn ihr dann wieder Woche für Woche einschaltet. Bis dann, Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.