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Diese Cannstatt Study Hour befasst sich mit dem Thema „Das Ende“ und beleuchtet das Leben und die Erfahrungen von Hiob. Der Vortrag vergleicht die heutige Gesellschaft, die oft nach dem Motto „YOLO“ lebt, mit der biblischen Botschaft von einem ewigen Leben. Es werden verschiedene biblische und historische Beispiele für unschöne Enden und die Bedeutung von Vergebung und Buße thematisiert. Abschließend wird auf die Hoffnung der Wiederkunft Jesu und das ewige Königreich eingegangen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q4: Das Buch Hiob

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Transkript

[0:00] Ein herzliches Willkommen, liebe Zuschauer, bei der Cannstatt Study Hour. Wir wollen uns in dieser Cannstatt Study Hour darauf vorbereiten für die Lektion vom 24. bis zum 30. September. Es geht um das Ende, ein etwas trauriges Thema, mit dem viele Menschen von uns konfrontiert werden, mit dem wir konfrontiert werden. Und wir wollen zu Beginn zusammen ein Gebet sprechen.

[0:48] Herr, großer Vater, wir wollen dich loben und preisen, dass du uns hier zusammengeführt hast, um diese Lektion zu betrachten. Großer Herr, du weißt, wir brauchen deinen Heiligen Geist, um die Dinge richtig zu verstehen. Und wir wollen uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am Samstag und mit dir zusammen, Herr, einfach darüber nachdenken, was du uns zu sagen hast. Laden wir jetzt deinen Heiligen Geist ein und öffne du unsere Herzen und unseren Verstand und schenke auch mir die richtigen Worte. Wir loben und preisen dich in deinem Namen. Amen.

[1:29] Das Ende. Wenn wir auf das Ende schauen, dann machen sich Gefühle, mulmige Gefühle breit. Und in dem Fall geht es um das Ende von Hiob. Wir haben eine neue Lektion, und die neue Lektion in diesem Quartal beschäftigt sich mit dem Leben von Hiob.

[1:50] In unserer Gesellschaft ist es leider so, dass wir grob zusammengefasst sagen können, dass unsere Gesellschaft keinen Neubeginn erwartet. Wir leben in einer Zeit, wo Maximen, Sprichwörter wie YOLO, das heißt "You Only Live Once", auf Deutsch "Du lebst nur einmal", überall verbreitet werden, von unserer Jugend benutzt werden. Es wurde zu dem Jugendwort 2012 gewählt und es drückt einfach aus, dass du Spaß haben kannst ohne Konsequenzen, dass du ja nur einmal lebst. Jon Bon Jovi hat gesungen: "It's my life, it is now or never, I ain't gonna live forever." Es ist mein Leben, es ist jetzt oder nie, ich werde niemals für immer leben. So prägt unsere Gesellschaft ein Denken, das sagt: Lebe jetzt und denke nicht mehr darüber nach, was noch kommen wird.

[2:41] Wir haben auch in der Rockszene Stars wie Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und zuletzt auch Amy Winehouse, die den Club der 27er bilden. Was heißt Club der 27er? Das sind Rockstars, die im Alter von 27 alle gestorben sind. Und so macht sich so ein Mystizismus, so ein Gegaukel darum breit, warum die wohl mit 27 gestorben sind. Manche sagen, das haben sie bewusst gemacht, andere sagen, das ist reiner Zufall. Sei dahingestellt, aber sie lebten alle nach dem Motto oder nach der Maxime: "Live fast, love hard, die young." Lebe schnell, sterbe jung und liebe hart.

[3:29] Wenn wir das vergleichen mit unserem Leitvers, den wir diese Woche haben, in Johannes 11, Vers 25, dann steht hier: Jesus spricht zu ihr: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt." Das passt so gar nicht mit dem zusammen, was diese Menschen verbreitet haben, was unsere Gesellschaft denkt. Du lebst nur einmal, lebe doch schnell, sterbe jung und liebe hart.

[4:00] Wir haben im Endeffekt das Problem, dass Jesus hier sagt: Du lebst nicht nur einmal, du lebst danach immer noch weiter. Und unsere Gesellschaft weiß das nicht und kennt das nicht.

[4:17] Wenn wir auf die Jugend schauen, gerade ganz besonders, dann kann man schauen in Johannes, Entschuldigung, dann kann man schauen in 1. Timotheus 4, Vers 12. Wir wollen das mal zusammen aufschlagen. 1. Timotheus 4, Vers 12, dass hier steht: "Niemand verachte deine Jugend, sondern sei ein Vorbild den Gläubigen im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Reinheit." Sei ein Vorbild in deiner Jugend, wandle im Glauben, sei rein, sei im Geist.

[4:57] Jetzt stellt sich hier die Frage zu Beginn: Wenn eine Geschichte gut ausgeht und doch im Tod endet, wo ist dann der Sinn? Wo ist der Sinn? Wir wollen uns mit dieser Frage näher beschäftigen, wenn wir doch alle auf das Ende zusteuern.

[5:21] So kommen wir zu Sonntag, dem 25. September, und wir haben hier das Leben von Hiob. Und wenn wir in das Leben von Hiob schauen, dann sehen wir am Ende dieses Buches, da wir uns mit dem Tod beschäftigen, wollen wir uns auch mit dem Ende von Hiob beschäftigen, dass er hier ja im Endeffekt ein sehr gutes Ende hatte. Und wir wollen hier mal in Hiob Kapitel 42 schauen, wie das war.

[5:56] In Hiob Kapitel 42, 10 bis 17, wird es gesagt, dass Hiob in seinem Stammkreis Sommer Horst, also seine berufliche Mitmannschaft, die Älteren ein, wackelt, weil sie in ihrem Topf geschnurrt wurden aus ihnen, weil sie es übernommen haben, weil sie es in ihre Qualen respondersichten können, denn bei Himmel sind sie Beschützer und oder Kielen und Stirnband. Und dann hat Hiob ja den Segen erfahren von seinen Mitmenschen wieder und alles, was Hiob am Anfang hatte, wurde ihm wiederhergestellt. Jetzt wurde Hiob in seinem Leben gemartert, von Satan gequält. Und wir wollen einfach mal vergleichen, was hatte er am Anfang und was hatte er dann zum Schluss.

[6:48] Zu Beginn hatte Hiob sieben Söhne und drei Töchter. Und wir wissen leider keine Namen von diesen Menschen. Aber was hat er da gemacht mit seinen sieben Söhnen und seinen drei Töchtern? Wir können das lesen in Hiob 1, und da die Verse 4 bis 5: "Und seine Söhne gingen hin und machten einmal ein jeglicher in seinem Hause auf seinem Tag und sandten hin und luden ihre drei Schwestern mit ihnen zu essen und zu trinken. Und wenn die Tage des Mahls um waren, sandte Hiob hin und heiligte sie und machte sich des Morgens früh auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl. Denn Hiob gedachte: Meine Söhne möchten gesündigt und Gott abgesagt haben in ihrem Herzen. Also tat Hiob alle Zeit." Hiob hat hier also schon gedacht, seine Töchter, seine Söhne haben irgendwie gesündigt, haben irgendwas gemacht, was nicht so ganz passt. Er geht also hin und opfert seinem Gott für seine Söhne.

[8:02] Und zum Ende hin wollen wir noch mal schauen, was hat er da gemacht? Das heißt, er wusste, seine Söhne, seine Töchter, die leben nicht in Reinheit mit Gott. Ich muss für sie opfern. Und zum Schluss kriegt er wieder sieben Söhne und drei Töchter, die ihm zuvor genommen wurden. Und er nennt seine drei Töchter Jemima. Jemima kann hebräisch, vom Hebräischen kommen, so viel wie Jemima. Und das kann heißen von Tag zu Tag oder auch Täubchen. Er nennt seine nächste Tochter Kessia und die dritte Karenhabuch. Kessia kann kommen von Kazzah und das heißt so viel wie abschneiden. Ich habe mir gedacht, von Tag zu Tag abschneiden. Er hat vielleicht darüber nachgedacht: Mensch, ich musste mein ganzes Leben lang von Tag zu Tag noch mehr von meinem Reichtum, von meiner Lebensqualität, von allem, was ich hatte, abschneiden. So kann man eventuell darüber nachdenken. Andererseits heißt Kessia auch Zimtduft. Und Karenhabuch heißt Augenweide oder Schminktöpfchen. Das heißt, er hat hier gesehen, seine Töchter werden schön. Und das Interessante daran ist, wenn ich Töchter bekomme, woher kann ich wissen, dass sie in Zukunft auch schön bleiben? Er hat am Anfang schon Gott vertraut, dass Gott ihn segnen wird und dass er ihn mit schönen Töchtern und mit Wohlhaben und Reichtum wieder segnen wird, weil er Gott treu geblieben ist. Ich denke, mir hatte er von Gott die Verheißung dafür. Und so hat er schon seine Kinder im Babyalter dazu benannt, ihnen schönen Namen zu geben, einfach darauf vertraut, dass es auch so bleibt.

[10:03] Weiterhin wird berichtet, dass er zu Anfang 7000 Schafe hat, dass er daraus dann 14.000 Schafe bekommen hat, dass er 3000 Kamele hatte, dass daraus 6.000 Kamele hatte, dass er daraus 6.000 Kamele dann später wieder bekam, dass er 500 Jochrinder hatte. Und wenn man weiß, ein Joch kann zwei Rindern übergeben werden, sodass sie zusammenziehen, dann kann es sein, dass das 1000 Rinder waren und er dann 1000 Jochrinder wiederbekommen hat, also 2000 Rinder. 500 Eselinnen hatte er zu Beginn, ihm wurden 1000 wiedergegeben. Gott segnet ihn also hier auf dieser Erde für seine Treue zwiefältig. Und uns steht die Verheißung als Jünger Jesu zu, sogar heute schon, wenn nicht im Himmelreich, hundertfach wiederzubekommen.

[10:59] Wir wollen das in Matthäus 19, Verse 28 bis 30 lesen. Matthäus 19, Verse 28 bis 30: "Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Acker verlassen hat, um meines Namens willen, der wird es hundertfältig empfangen und das ewige Leben ererben. Aber viele Erste werden Letzte sein und Letzte werden Erste sein." Wir haben hier die Verheißung, dass wir es hundertfältig schon wieder empfangen werden, wenn wir aus Liebe zu Jesus Christus hin alles verlassen, was uns daran hindert, ihm näher zu kommen und für ihn im Dienst zu stehen.

[12:06] Jetzt stellt sich mir die Frage: Wie kam Hiob zu seinem Ende? Es wird hier in der Lektion von dem Ende berichtet, aber es gibt ja auch einen Anfang vom Ende. Und so wollen wir den Anfang vom Ende betrachten. Zurück in Hiob 42. Und was tat Hiob, damit sein Ende so gut ausging?

[12:22] In Hiob 42, 1 bis 9 lesen wir, dass Hiob erkannte, dass der Ratschluss Gottes ihm zu hoch ist, dass Gott ihm antwortet auf seine Fragen, die er hat, mit der Antwort, dass er es nicht begreifen kann, dass er nur ein kleiner Mensch ist. Und er sagt hier: "So höre nun, lass mich reden, ich will dich fragen, lehre mich." In Vers 5: "Ich hatte von dir mit den Ohren gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche." Da nun der Herr diese Worte mit Hiob geredet hatte, sprach er zu Eliphas von Theman: "Mein Zorn ist ergrimmt über dich und über deine zwei Freunde, denn ihr habt nicht recht von mir geredet, wie mein Knecht Hiob. So nehmt nun sieben Lämmer und sieben Widder und geht hin zu meinem Knecht Hiob und opfert Brandopfer für euch und lasst meinen Knecht Hiob für euch bitten, denn ihn will ich ansehen, dass ich an euch nicht tue nach eurer Torheit, denn ihr habt nicht recht von mir geredet, wie mein Knecht Hiob." Da gingen hin Eliphas von Theman, Bildad und Zophar von Naema und taten, wie der Herr ihnen gesagt hatte, und der Herr sah an Hiob.

[13:56] Wir erkennen hier also, dass Hiob sagt: Okay, Gott, ich habe dich zu Unrecht angeschuldigt. Und Hiob tat Buße in Vers 7. Und sein Ende begann also mit der Buße. Wir können auch lesen in dem Buch Erziehung von Ellen White unter dem Absatz 156, 2: "Hiob geschah nach seinem Glauben. Er sagte: 'Versuche mich, so will ich erfunden werden wie das Gold.' (Hiob 23, 10). So kam es auch. Durch sein geduldiges Ertragen offenbarte er die Unanfechtbarkeit des eigenen Charakters und damit auch des Wesens Gottes, für den er stellvertretend handelte."

[14:38] Wir wissen also, dass seine Freunde Eliphas, Bildad und Zophar ihn lästerten, seine Treue zu Gott lästerten. Das sehen wir in Kapitel 22. Und Hiob kennt hier, dass er selber Gott in Frage gestellt hat. Und Gott sagt aber zu ihm: Deine Freunde haben auch falsch über mich geredet, und ich will ihre Buße nicht ansehen, es sei denn, sie kommen zu dir und du legst für sie ja ein Opfer dar. Und so opferte Hiob in Vers 8 für seine Freunde.

[15:22] Und ich erkenne hier, und wenn wir genauer schauen, erkennen wir, dass Hiob in dem Fall ein Typ für Jesus ist. Die Freunde sollten zu ihm gehen und dort opfern, um Vergebung zu erfahren. Und so war es auch im Heiligtumsdienst. Bei seinen Gottes wurde geopfert. Wir lesen in Psalm 77, Vers 13, dass Gottes Weg im Heiligtum ist und Gott erhörte dann. Jetzt haben wir aber nicht mehr den Heiligtumsdienst auf dieser Erde, der ist schon lange abgeschlossen, aber wir haben den Heiligtumsdienst im Himmel. Und wir haben jetzt einen Fürsprecher, unseren Freund, so wie Hiob für die drei Freunde der Freund war, durch den jetzt unsere Gebete erhört werden.

[16:04] Lass uns dazu Hebräer 10, 19 bis 21 aufschlagen. Wenn ihr übrigens Fragen habt, dieses Manuskript wird online gestellt und ihr könnt euch dann noch mal meinen Gedankengang selber durchlesen. Okay, wir wollen hier in Hebräer 10 nachschlagen.

[16:42] Die Verse 19 bis 21: "Weil wir denn nun, Brüder, die Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum durch das Blut Jesu, welchen er uns bereitet hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist durch sein Fleisch, und haben einen großen Priester über das Haus Gottes. So lasst uns hinzugehen mit wahrhaftigen Herzen, in voller Gewissheit des Glaubens, besprengt in unseren Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser."

[17:25] Wir dürfen also mit reinem Gewissen, mit der Absage von dem, was wir vorher getan haben, zu Gott kommen. Und wir haben Jesus im himmlischen Heiligtum als unseren Freund, als unseren Fürsprecher, der für uns eintritt. Und dann werden unsere Gebete auch erhört.

[17:37] Die Frage ist heute: Bin ich bereit, wenn andere mir Leid angetan haben, so wie die Freunde von Hiob auch Hiob Leid angetan haben, bin ich bereit, das zu verzeihen? Bin ich auch bereit, wenn ich anderen Leid angetan habe, Entschuldigung zu sagen und mit Gott reinen Tisch zu machen? Bin ich bereit, sogar für die Fürbitte einzulegen, die mich verletzt haben? Wir sollen beten für die, die uns verletzt haben.

[18:08] Wir lesen im Brief 88 von 1906 bei Ellen White, dass sie sagt: "Lasst uns danach trachten, im Licht zu wandeln, wie Christus im Licht ist. Gott wandelt das Geschick Hiobs, als er nicht für sich selbst, sondern für diejenigen betete, die in Opposition zu ihm standen. Als er ein ernstliches Verlangen spürte, dass den Menschen, die wider ihn gesündigt hatten, geholfen wurde, erhielt er selbst Hilfe. Erst als er selbst für die anderen um Vergebung gebeten hat, erhielt er selbst Hilfe." Lasst uns beten, nicht nur für uns selbst, sondern für diejenigen, die uns verletzt haben und die uns fortgesetzt auch wehtun, also die uns sogar immerhin noch weiterhin wehtun. Betet, betet, besonders im Stillen, hört nicht auf, zum Herrn zu fliehen, denn seine Ohren sind bereit, die aufrichtigen, dringenden Bitten zu hören, wenn sich die Seele vor ihm demütigt.

[19:03] Weiterhin sind wir auch aufgerufen in Lukas 6, Verse 27 bis 31. In Lukas 6, Verse 27 bis 31.

[19:25] Zu folgender Tat sind wir aufgerufen: "Ich aber sage euch, die ihr zuhört: Liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen, segnet die euch verfluchen, bittet für die, welche euch beleidigen. Wer dich auf die eine Backe schlägt, dem biete die andere auch dar, und wer dir den Mantel nimmt, dem wäre auch den Rock nicht. Wer dich bittet, dem gib, und wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht zurück. Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun, so tut auch ihr ihnen." Wir sind also aufgerufen, sogar die zu segnen, die uns fluchen.

[20:04] Wie sieht dein Anfang vom Ende aus? Hast du schon mit dem abgeschlossen, was in deiner Vergangenheit war? Hast du schon diese Fehler bereinigt? Bist du schon zu den Menschen gegangen und hast gesagt: Es tut mir leid, da habe ich dir weh getan, da habe ich falsch gehandelt? Wir sehen, dass als Hiob bereit war für die anderen zu beten, dass da sein Geschick, eine Zukunft gewandt wurde.

[20:28] Wir wollen kurz über unschöne Enden nachdenken. Es geht um Montag, und wir haben hier eine ganze Liste von unschönen Enden. Jetzt ist es so, dass jede Lebensgeschichte einzigartig ist, und genauso ist es in dem Fall. Wir wollen kurz in diese Lebensgeschichten einsteigen und dann schauen, welche Parallelen wir finden können.

[20:54] Es wird in 1. Mose 4, Vers 8 über Abel berichtet. Er tötete seinen Bruder Kain. Und in Vers 7 steht: "Abel, die Sünde steht vor der Tür, du aber herrsche über sie." Und so musste Kain sterben durch die Tat, die Abel vollbrachte, indem er seinen Bruder tötete und sich gegen diesen Weckruf richtete.

[21:21] Dann wird als nächstes berichtet von Urija. Urija wurde ermordet durch den Ehebruch von David. David ist mit Urias Frau fremdgegangen, mit Batseba, und David hat gemerkt, jetzt ist Batseba schwanger, ich muss diesen Urija aus dem Weg schaffen. Und so hat er ihn ermordet, beziehungsweise an die vorderste Front geschickt im Krieg, sodass er stirbt.

[21:50] Dann geht es weiter über Eli. Eli, ein älterer Mann, erfuhr von seinen beiden Söhnen, dass diese gestorben sind in der Schlacht gegen die Philister. Obendrein wurde dann auch noch die Bundeslade gestohlen. Und Eli wurde so geschockt von dieser Schreckensnachricht, dass er einfach tot vom Schlag getroffen vom Stuhl fiel. Gerade ein übles Thema, wenn wir immer wieder hören, dass mehrere Menschen heutzutage täglich von Schlaganfällen und von Herzattacken einfach vom Stuhl fallen. Ja, ich muss euch sagen, bei mir in der Verwandtschaft schaut es auch nicht besser aus. Ich bin in den letzten Tagen oft im Krankenhaus gewesen und habe Menschen besucht, die krank sind, und darunter zählt auch mein Onkel, der jetzt auch schon wahrscheinlich mehrere Schlaganfälle durchmachen musste. Der zweite ist noch nicht so ganz sicher, hat sein Sprachzentrum dabei verloren. Und wir sehen einfach hier diese vielen, vielen immer noch aktuellen Beispiele, obwohl sie in der Bibel schon vor tausenden von Jahren berichtet wurden. Und wir können sehen, dass wir das mit unserem eigenen Leben, mit unseren Menschen, die wir kennen, einfach verbinden können und sehen können: Eigentlich hat sich nichts geändert. Jeder hat seine Geschichte.

[23:21] Weiter geht es mit König Josia. Er wurde im Kampf erschossen, da er nicht auf Gottes Wort hörte. Josia, wissen wir, dass er ungefähr 647 v. Chr. geboren wurde, 609 v. Chr. gestorben ist, und er wurde schon mit sieben Jahren König. Und das zur Königszeit in Israel. Und er trat gegen den König Necho von Ägypten an, obwohl dieser König Necho eigentlich nur an sein Herrschaftsgebiet vorbeiziehen wollte und eigentlich nur in Folge in der Umgebung bekämpfen wollte. Und so hat Gott Necho gesagt: Wenn du mit dem Josia redest, dann sag ihm, ich habe nichts mit dir zu schaffen, lass mich in Frieden, geh nicht auf Krieg mit mir ein. Und Necho hat das gemacht, hat mit Josia geredet, und Josia hat es abgelehnt und hat aus Trotz Necho bekämpft und ist dabei im Kampf gefallen. Wie oft treffen wir Entscheidungen, die uns aus Trotz in irgendeine missliche Lage bringen, auch ich.

[24:19] Dann weiter geht es mit Johannes dem Täufer, der eigentlich eine gute Stellung bei Herodes hatte. Herodes hat ihn gemocht. Und Herodes war betrübt darüber, das lesen wir in Matthäus 14, Vers 9, dass er schwor, dass er seiner Frau Herodias, dass er ihr das Haupt von Johannes dem Täufer liefern würde, auf einem Silbertablett. Und er schwor das unter Alkoholeinfluss. Er sah die Tochter von Herodias tanzen und dachte sich: Schön, wie sie ausschaut, und ich werde alles geben, wenn ich sie haben kann. Und so gab er dieses Versprechen und wusste gar nicht, was er da eigentlich verspricht. Wie oft hat Alkohol schon uns Menschen zu falschen Entscheidungen geleitet.

[25:15] Stephanus. Stephanus wurde gesteinigt und hatte einfach nur das Wort Gottes verbreitet und die Leute haben es nicht gemocht, dass er aufgerufen hat, dieses nachzufolgen. Und Gott zeigt ihr seine Gnade während dieser Steinigung und lässt ihn einschlafen, anstatt ihn von diesen Schmerzensqualen bis in den Tod zu gehen.

[25:45] Jetzt ist die Frage: Was haben diese Geschichten gemeinsam? Nehmen wir zum Beispiel Stephanus raus aus dem Kontext und auch Johannes den Täufer. So erkennen wir bei mindestens Josia, Urija und Abel, dass alle drei eigentlich umgebracht wurden aus Fehlern der anderen. Und so treffen nicht nur dumme Entscheidungen, die wir selber tätigen, uns mit negativen Konsequenzen, sondern oftmals sind es auch die Menschen um uns herum, die dumme Entscheidungen treffen und uns dadurch dann zu Fall bringen. Wir leben also in einer Welt, wo unsere Taten übergreifen auf andere, und wir müssen dafür ja Rechenschaft ablegen, was wir denn tun und wie wir die anderen damit ins Boot ziehen.

[26:36] Und was tun wir, wenn wir Unrecht leiden? Was tun wir, wenn wir doch gar nichts dafür können, dass wir zum Beispiel Krebs haben, dass wir zum Beispiel andere Leute haben, die neidisch auf uns sind und die uns den Tod wünschen?

[26:56] Wir wollen Jakobus 5, 10 und 11 lesen. Jakobus 5, 10 und 11: "Nehmt, meine Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die geredet haben in dem Namen des Herrn. Siehe, wir preisen glückselig, die erduldet haben. Von der Geduld Hiobs habt ihr gehört und das Ende des Herrn habt ihr gesehen, denn der Herr ist voll herzlicher Liebe und ein Erbarmer." Gott ist voll herzlicher Liebe und ein Erbarmer. Von der Geduld Hiobs haben wir gehört. Wir sollen also in unserem Leiden mit Geduld ausharren und darauf schauen, dass Jesus uns was Besseres versprochen hat.

[27:41] Jetzt geht es um die teilweise Wiederherstellung am Dienstag von Hiob. Wir wissen, dass Hiob auf dieser Erde nochmal 140 Jahre hatte, die er ja in Wohlstand, in Wiederherstellung lebte. Und doch ist es nur eine teilweise Wiederherstellung, weil wir wissen, dass Hiob zum Schluss seines Lebens trotzdem gestorben ist. Und ja, so beginnt in Kapitel 42 in Hiob, in den Versen 2 und 3. Wollen wir das nochmal gucken? Die Sache hier steht: "Ich erkenne, dass du alles vermagst und nichts, das dir vorgenommen ist, ist dir zu schwer. Wer ist der, der den Ratschluss verhüllt mit Unverstand? Darum bekenne ich, dass ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe."

[28:43] Wir erkennen hier, dass diese teilweise Wiederherstellung, wie wir vorhin schon gesagt haben, mit einer Erkenntnis von Hiob begann. Und wie können wir wiederhergestellt werden? Wie können wir wieder seelischen Frieden finden? Wie können wir wieder Freude finden, auch im Geist? Und trotz allem Missgeschick, was um uns herum passiert. Hiob bekennt, dass er sagt: Eigentlich verstehe ich gar nicht, wie Gott ist. Eigentlich ist er mir zu groß. Und Hiob hatte die ganze Zeit Gott in Frage gestellt, aber Gott kritisierte Hiob dafür nicht.

[29:10] Wir kommen also zu dem Schluss, dass wenn wir uns beklagen über Dinge, die wir reden und über Dinge, die wir erleben, dann haben wir eigentlich keine Ahnung, wovon wir sprechen. Hiob hatte keine Ahnung, worüber er da sprach. Hiob wusste nicht, was Gott eigentlich alles vollbringen kann. Und wir beklagen uns bei jemanden, den wir gar nicht richtig verstehen.

[29:34] Und so lesen wir in Sprüche 9, Vers 16: "Wer unverständlich ist, der mache es sich hierher und zum Narren spricht sie." Also, wer unverständlich ist, der ist da, wo Narrerei oder dummes Geschwätz ist. Und wie oft reden wir unverständliche Worte? Wie oft wissen wir nicht, was wir eigentlich sagen? Und wie oft ist es im Hinblick auf Jesus Christus eigentlich nur Geschwätz.

[30:20] Wir wollen also nicht im Ungewissen bleiben. Aber oft sind wir das. Wir wissen nicht, wo ist unsere aktuelle Situation im Leben. In 1. Korinther 4, Vers 5 steht: "Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher euch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen wird und die Ratschläge der Herzen offenbaren. Und dann wird einem jeglichen von Gott das Lob zuteil werden."

[31:03] Wir wissen also oft nicht, in was für einer Situation wir uns wirklich befinden. Ja, wir leiden. Ja, wir haben Probleme. Ja, wir haben Krankheiten. Aber wir sollen nicht richten über unsere Zeit, bis der Herr wiederkommt. Wir sollen also nicht sagen: Dieser Fall ist hoffnungslos. Daraus führt nichts mehr. Ich werde sowieso sterben. Diese Person wird sowieso sterben. Die Person lernt sowieso nicht aus seinen Fehlern. Nein, wir sollen keinen absoluten Entschluss treffen, dass sich die Zukunft doch nicht ändern kann und dass Gott nicht die Lage ändern kann.

[31:32] Ihr kennt es wie im Verkehr. Man fährt abends und jeder hat das Autolicht an und man fährt vielleicht eine Passstraße oder irgendwas, was um die Ecke geht und zack, biegt ein Auto so um die Ecke und man wird geblendet von diesem Licht, dass das Auto einem entgegenscheint. Und so ist das mit unserem Leben. Oftmals kommt im Dunkeln auf einmal eine Kurve und hinter der Kurve ist dann plötzlich eine ganz andere Überraschung und die Sache wendet sich.

[32:01] Im Psalm 145 steht in 14, Verse 14 bis 21: "Der Herr erhält alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Alle Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und erfüllst alles, was lebt, mit Wohlgefallen. Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen und heilig in allen seinen Werken. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen. Der Herr behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen und wird vertilgen alle Gottlosen. Mein Mund soll des Herrn Lob sagen und Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewig."

[32:51] Der Herr hilft einem durch dieses Leid. Der Herr kennt jede Kurve, die im Dunkeln liegt, und ob dahinter sich Licht verbirgt. Wir wollen auf ihn uns verlassen. Wir wissen, dass die Gerechten viel leiden müssen. Das lesen wir in Psalm 34, Vers 20: "Der Gerechte muss viel leiden, aber der Herr hilft ihm aus allem heraus." Also Gott kann uns aus allem heraus helfen. Wir dürfen in diesen schweren Zeiten mit Lob Gott entgegengehen, um durch diese schweren Zeiten hindurchzukommen.

[33:36] Das lesen wir in Psalm 34 ebenfalls, Verse 2 bis 5: "Ich will den Herrn loben allezeit. Sein Lob soll immer da in meinem Munde sein. Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass es die Elenden hören und sich freuen. Preiset mit mir den Herrn und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen. Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und er rettete mich aus aller meiner Furcht." Wenn wir Gott ernsthaft suchen, errettet er uns aus all unserer Furcht. Ja, ich hoffe, das macht dir und mir Mut, dass wenn wir Gott von ganzem Herzen suchen, wenn wir ihn loben, dass er uns durch diese schweren Zeiten hindurch hilft und dass, selbst wenn kein gutes Ende in Sicht ist, dass er uns, wie Stephanus, der gesteinigt wurde, immer noch mit Gnade aus der Situation rausholen kann, indem er uns vielleicht einschlafen lässt und uns das Leid nimmt.

[34:30] Wir wollen über das letzte Königreich am Mittwoch sprechen. Wir wissen, dass die Bibel ja nicht davon berichtet, dass Hiob bis in alle Ewigkeit glücklich lebte. Er lebte noch den letzten Abschnitt seines Lebens in Reichtum. Das ist uns gewiss, aber er starb, wie es in Hiob 42 berichtet wird, ganz zum Schluss, letzter Vers, alt und lebenssatt. Lebenssatt für mich heißt es nicht nur, dass er glücklich ist und einfach stirbt, sondern viele Menschen sagen auch: Ach, ich habe das Leben satt und es ist genug jetzt und ich brauche nicht mehr mehr. Und so starb Hiob, denke ich auch, dass er einfach sagte: Jetzt habe ich genug, ich habe genug gesehen, ich habe mein Leben satt. Und es ist ja nicht so, dass Hiob in einer perfekten Welt gelebt hatte. Es gab immer noch Probleme um ihn herum. Und ich denke, dass er sich einfach auch darauf gefreut hat, dass er bei seinem Erlöser sein möchte in Zukunft.

[35:27] Ich frage mich also, wenn er alt und lebenssatt starb, wenn er seine Zeit hier genutzt hatte, wie sieht dann meine Zeit hier aus? Wie nutze ich meine Zeit? Und in Psalm 90, Vers 12 steht: "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden." Nutzt du deine Zeit klug, weil du weißt, irgendwann muss ich auch sterben?

[35:52] Ich habe eine Schulkameradin gehabt, die in der Realschule mit mir ab und zu Hallo gesagt hat, man hat sich irgendwo auf dem Gang getroffen. Später habe ich die Person noch auf einer weiteren Schule gesehen und wir haben uns darüber unterhalten, was wirst du studieren. Und es war klar, dass sie in die Wirtschaftsbranche gehen will, dort studieren will. Und später kam ein guter Freund zu mir und meinte: Hier ist eine gestorben und die ist aus dem Umkreis, kennst du diese Person? Und ich schaute nur so in die Zeitungsanzeige, in die Todesanzeige und sagte: Ja, ich kenne diese Person. Und da war sie vielleicht in ihren 22, 23 jährigen Alter. Und ja, sie ist da auf einer Waldstraße gefahren und leider von der Fahrbahn abgekommen und noch am Unfallort gestorben. Das heißt für mich einfach klar und deutlich: Wie nutze ich meine Zeit? Meine Zeit kann jederzeit vorbei sein. Ja, wie verhalte ich mich also?

[37:00] Wir wollen in 1. Korinther 4, 1 bis 3 schauen. 1. Korinther 4, 1 bis 3: "Dafür halte uns jedermann für Diener Christi und Haushalter über die Geheimnisse Gottes. Nun sucht man im Übrigen an den Haushaltern, dass einer treu erfunden werde. Mir aber ist das geringste, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gerichtstage. Auch richte ich mich selbst nicht."

[37:33] Wir sind also Verwalter. Wir sind Verwalter unseres Lebens, unserer Worte, unserer Taten und wie wir anderen begegnen. Und wir sollen hier als treu gefunden werden. Und so stellt sich die Frage: Was heißt es, ein treuer Verwalter zu sein?

[37:54] Lass uns dazu Hebräer 13, 1 bis 8 aufschlagen. Hebräer 13, 1 bis 8.

[38:06] "Bleibet fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein, vergesset nicht, denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Gedenket der Gebundenen wie Mitgebundene und derer, die Ungemach leiden, als solche, die auch noch im Leibe leben. Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt. Die Hure aber und die Ehebrecher wird Gott richten. Der Wandel sei ohne Geldgier und lasst euch genügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versäumen. So dass wir getrost sagen können: Der Herr ist mein Helfer. Ich will mich nicht fürchten. Was sollte mir ein Mensch tun? Gedenket an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes gesagt haben. Den Ausgang ihres Wandels schaut an und folget ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und er selber auch in Ewigkeit."

[39:03] Wenn wir also treue Haushalter sind, dann sind wir liebevoll, dann sind wir gastfreundlich, dann sind wir treu zu unserer Ehe, dann sind wir genügsam und nicht geldgierig. Und wir sind bedacht auf die Glaubensvorbilder. Das heißt, wir sind bedacht auf Jesus. Was hat Jesus getan? Und wie können wir das tun? Und wenn wir treue Haushalte sind, dann steht uns eine ganz, ganz große Verheißung abends zu.

[39:27] Wir wollen diese Verheißung in Daniel 2, Vers 44 lesen.

[39:51] Daniel 2, Vers 44 steht folgendes hier: "Aber zur Zeit solcher Königreiche wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird. Und sein Königreich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird aber alle diese Königreiche zermalmen und zerstören, aber es wird selbst ewig bleiben."

[40:22] Wir wissen also, dass wir treue Haushalte sind, dass es ein neues Königreich gibt, das Gott aufrichten wird, und es wird alle anderen Königreiche, alle anderen Länder, in denen wir jetzt leben, alles zermalmen und es wird bestehen bleiben. Und in Daniel 7, Vers 18 steht: "Aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich einnehmen und werden es immer und ewiglich besitzen."

[40:59] Also du als treuer Verwalter, du als Heiliger wirst dieses Königreich einnehmen können. Und das ist unsere Hoffnung. Das ist meine Hoffnung.

[41:03] Wir wollen uns kurz in die Geschichte begeben, in unsere aktuelle Geschichte. Es ist gerade am 4.9.2016 passiert, also ziemlich aktuell, als im Rahmen von 100.000 Zuschauern auf dem Petersplatz in Rom der Engel der Armen, so wurde die Person genannt, nach 19 Jahren nach ihrem Tod vom Papst heilig gesprochen wurde. Wer war der Engel der Armen? Hier wurde Mutter Teresa heilig gesprochen und für all ihre Taten, die sie tat, wurde sie geehrt, 19 Jahre nach ihrem Tod.

[41:47] Jetzt ist die Frage: Wenn sie doch schon 19 Jahre tot ist, was bringt ihr das? Wir wollen in Prediger 9, Vers 5 schauen: "Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben werden, die Toten aber wissen nichts, sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Gedächtnis ist vergessen." Die Toten wissen nichts, sie haben keinen Lohn mehr. Die Heiligsprechung von Mutter Teresa hatte keinen Lohn. Es war sinnlos, würde man schon sagen. Sie ist seit 19 Jahren tot, sie weiß nichts, sie liegt im Grab, sie schläft, so sagt die Bibel.

[42:29] Jetzt ist die Frage: Wenn Mutter Teresa doch ihre Zeit hier genutzt hat, gute Dinge getan hat, mit Sicherheit, dann hat sie doch aufs Himmelreich zugearbeitet, will ich hoffen. Und das heißt, wir müssen unsere Zeit jetzt nutzen.

[42:49] Schauen wir in Römer 6, 20 bis 22: "Denn als ihr Knechte der Sünde wart, da wart ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun damals für Frucht, deren ihr euch jetzt schämt? Denn das Ende derselben ist der Tod. Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr eure Frucht zur Heiligung, als das Ende aber ewigen Lebens." Ja, wir haben als das Ende durch unsere guten Früchte, durch unsere guten Werke und durch Gnade Jesu Christi, durch unseren Glauben, durch seinen Tod, haben wir ewiges Leben. Und da hilft die Heiligsprechung auch nichts.

[43:36] Jetzt ist doch die Frage: Wer kann denn überhaupt heilig sprechen? Wir wollen den 1. Korinther 1, 30 und 31 lesen: "Aus ihm aber seid ihr in Christus Jesus, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, auf dass, wie geschrieben steht: Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn."

[44:02] Wir werden also heilig durch Jesus und wir dürfen uns des Herrn rühmen, nicht durch jemanden anderen menschlichen, wie zum Beispiel den Papst, der sagt, ich spreche dich heilig. Durch Jesus kommt also Heiligung. Lass uns 1. Petrus 2, 4 bis 5 aufschlagen. 1. Petrus 2.

[44:37] Und dort 4 bis 5: "Zu ihm kommend als zu einem lebendigen Stein, also zu Jesus, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar. Und werdet auch ihr als lebendige Steine erbaut zum geistlichen Haus, zum heiligen Priestertum, zu Opfern geistlicher Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesus Christus."

[45:06] Wir können heiliges Priestertum sein, wenn wir als Baustein in das Haus Jesu Christi uns einbauen lassen. Christus ist das Haus. Wir können heilig sein durch Jesus Christus, nicht durch Menschen. Ja, wir haben auch das Zitat von Ellen White im Mittwochsabschnitt ganz unten. Das kann man dann selber noch mal nachlesen. Sie schreibt ja aber auch kurz: "Aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich empfangen und werden es immer und ewig besitzen." (nach Daniel 7, Vers 18).

[45:46] Wollen wir noch zu Donnerstag kommen. Die Auferstehung und das Leben, sowie ein Fazit. Hier stellte sich die Frage nach seinem Tod: Wie ist das? Mein Leben ist schrecklich. Wie komme ich hier raus und was passiert nach meinem Tod? In seiner Leidensphase fragte er eine essentielle Frage, die sicherlich du und ich uns schon gestellt haben. Wenn du sie noch nicht gestellt hast, dann denke ich, ist es höchste Zeit. Und hier führt er wie ein Selbstgespräch und beantwortet sich diese Frage gleich selber. Wir wissen, dass Hiob ein sehr heiliger Mann war, der mit Gott ging. Er wusste eigentlich, was er wusste, und hat aber in diesem Leiden fast schon vergessen, was er wusste.

[46:31] So lesen wir in Hiob 14, Vers 14, wie er sich diese Frage stellt: Hiob 14, Vers 14: "Wird ein toter Mensch wieder leben?" Alle Tage meines Streites wollte ich harren, bis das meine Veränderung komme. Also stellt sich die Frage: Wird ein toter Mensch wieder leben? Und er wollte harren darauf.

[47:00] Jetzt in Vers 15 sagt er: "Du würdest rufen und ich dir antworten. Es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände." Wenn ich sterbe, würde Gott rufen und ich würde antworten, ich würde aufstehen. Hiob wusste also, auf was er sich da einlässt. Wenn er stirbt, hat er Gott. Und er macht sich in seinem Leiden klar: Worauf kann ich mich verlassen? Ich kann mich auf Gott verlassen. Er darf sich also in seinem Leiden selber die Frage stellen: Ist das, an was ich glaube, essentiell richtig und wichtig? Und beantwortet sich seine Frage mit Ja. Und ich wünsche mir, dass auch du dir diese Frage mit Ja beantwortest.

[47:44] Wir wissen genauso, dass in Zeiten des Leidens im Angriff Menschen sich bewusst gemacht haben, was habe ich für Verheißungen? Was habe ich für Zusagen von Gott? Zum Beispiel Abraham. Er vertraute darauf, dass sein Sohn Isaak, als er ihn opfern sollte, eigentlich doch derjenige sein soll, der ihm große Nachkommenschaft geben sollte. Das kann man mit 1. Mose 12, Vers 22 vergleichen. Er wusste also selbst, wenn er seinen Tod, seinen Sohn opfern würde, dass dieser Tod nicht für ewig sein muss, dass er seinen Sohn Isaak auferwecken könnte. Oder dass er vielleicht auch die Möglichkeit hat auf neue Kinder, auf einen noch größeren Segen.

[48:34] Ich möchte hier ein Zitat lesen aus Patriarchen und Propheten, Abschnitt 107, 2. "Der Herr hatte in seiner Voraussicht Abraham diese Prüfung auferlegt, um in Demut, Geduld und Glauben zu lernen. Erfahrungen, die berichtet werden und denen zum Besten dienen sollten, die nach ihm Anfechtung erdulden müssten. Gott führte seine Kinder manchmal unverständliche Wege. Gott führt seine Kinder manchmal unverständliche Wege. Aber wer sein Vertrauen auf ihn setzt, den vergisst oder verstößt er nicht."

[49:08] Er ließ Leiden über Hiob kommen, aber er verließ ihn nicht. Er ließ es zu, dass Johannes über die einsame Insel Patmos verbannt wurde, aber dort begegnete ihm der Sohn Gottes und seine Gesichter waren erfüllt von Bildern unvergänglicher Herrlichkeit. Gottes Volk wird angefochten und versucht, damit es durch Standhaftigkeit und Gehorsam geistlich wachse und sein Beispiel anderen zu einer Kraftquelle werde.

[49:31] "Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Leidens." (Jeremia 29, 11). Gerade die härtesten Glaubensprüfungen, die manchmal den Anschein erwecken, als habe Gott uns verlassen, sollen uns näher zu Christus bringen, damit wir alle unsere Lasten bei ihm zu Füßen legen und den Frieden finden, den er uns dafür geben will. Solche Glaubensprüfungen sollen dafür da sein, dass wir Frieden finden und unsere Last bei ihm abgeben.

[50:00] Das heißt, auch wenn ich Frieden finde, heißt es jetzt nicht, dass es ein Happy End sein muss, aber es kann auch ein Frieden sein, der mich bis in den Tod begleitet. Denn der Friede Gottes, wissen wir, ist höher als alle Vernunft. Und betrachten wir es ganz nüchtern: Wir leben in einer Zeit, die immer verrückter wird, in der es so viele Krankheiten gibt, so viele Probleme, von denen Ärzte noch nicht mal wissen, dass sie existieren oder sie auch nicht wissen, wie man dagegen vorgehen kann. Und wenn wir das genau betrachten, dann wissen wir, dass wir seit dem 19. Jahrhundert in der Endzeit leben. Und viele, viele Beispiele in der Geschichte haben klar gemacht, dass das auch diese Zeit ist, in der wir leben, dass es die Endzeit ist.

[50:56] Wir wollen noch in Matthäus 24, 29 bis 31 schauen. Matthäus 24, 29 bis 31: "Sogleich aber nach der Trübsal jener Tage wird die Sonne sich verdunkeln und der Mond den Schein nicht geben und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann wird erscheinen das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Völker auf Erden und werden sehen den Sohn des Menschen kommen in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel senden mit starkem Posaunenschall und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zu dem anderen."

[51:40] Gott wird wiederkommen. Und bevor er wiederkommt, wird sich die Sonne verdunkeln und es werden auch Sterne vom Himmel fallen. Und wir leben im 19. Jahrhundert in der Endzeit. Oder das 19. Jahrhundert ist natürlich schon vorbei, wir leben im 21. Jahrhundert. Aber diese Prophezeiungen haben sich schon erfüllt. Der finstere Tag vom 19. Mai 1780 sucht seinesgleichen, gab keinen anderen Tag, an dem sich über unsere Welt größerer Schatten verbreitet hatte. Beide Teile der Welt wurden dunkel und gerade in den USA war das sehr gut beobachtbar. Und es wurde bisher keine Verdunkelung gefunden, die annähernd in ähnlicher Dichte, in ähnlicher Ausdehnung oder Dauer beobachtet wurden. Schon am Morgen war es damals so dunkel, dass die Leute gleich wieder von ihrer Arbeit nach Hause kamen, alles abbrachen, daheim den Kerzenschein und den Kamin angemacht haben und sogar die Hühner schon am Morgen auf die Stangen geklettert sind und wieder eingeschlafen sind. Hier hat sich schon ein Stück Prophezeiung erfüllt.

[52:55] Weiterhin gab es auch am 13. November 1833 ein ganz besonderes Ereignis. Wir haben ja hier gelesen, dass vom Himmel die Sterne fallen werden im Vers 29. Und so war es an diesem Tage, dass ein Riesenmeteorregen, der größte, den man bisher gesichtet hatte, ein Schauspiel fallender Sterne uns bereitete. Und man kann das lesen im Journal of Commerce vom 14. November 1833. Und so gab es auch keinen anderen Tag, wo so ein großer Meteorschauer zu sehen war. Und woher habe ich diese Information? Mein Freund, meine Freundin, ich habe diese Information aus dem Buch Vom Schatten zum Licht von Ellen G. White. Und gerade in den Kapiteln 17 und 18 wird berichtet, dass wir uns schon am Ende dieser Zeit befinden.

[53:54] Und so möchte ich dich und mich fragen: Bin ich bereit? Bin ich bereit für diesen Posaunenschall? Bin ich bereit für das Wiederkommen Jesu Christi in Kraft und in Herrlichkeit? Wird mein Lebensende ein Happy End? Kann ich bis in den Tod mit dem Frieden Jesu gehen? Oder verlasse ich mich auf meine eigenen Kräfte?

[54:15] In 1. Thessalonicher 4, 15 bis 18: "Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Wiederkunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Befehlsruf, mit der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel. Und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden, in den Wolken, dem Herrn entgegen in die Luft. Und so werden wir bei dem Herrn sein alle Zeit. So tröstet euch nun mit diesen Worten untereinander."

[55:05] Nicht jede Geschichte hat ein Happy End, das haben wir geklärt. Und vor allem nicht hier auf Erden. Aber vielleicht gibt es ein Happy After Everything. Ein Happy nach all dem Leid, was ich hier durchlebt habe, inklusive dem Tod. Und wenn Jesus wiederkommt, dann ist das so. Dann kannst du ein Happy After Everything haben, wenn du dich zu ihm bekehrst. Wenn du sagst: Ja, ich will treuer Haushalter sein. Ja, ich will aufräumen mit der Vergangenheit, die ich hatte. Und so hat es Hiob gemacht. Sein Anfang vom Ende war, was er zu tun und für die Menschen, die ihn verletzt haben. Und so hatte er schon ein Happy Ending. Aber nach seinem Tod hat er auch noch ein Happy After Everything. Und wie wir gelesen haben, so tröstet euch nun mit diesen Worten untereinander.

[55:59] Möchte ich abschließen und bitte dich noch mit mir ein kurzes Gebet zu sprechen. Großer Gott, du hast gesehen, dass diese Welt voller Leiden ist. Dass Satan Schrecken und Leid über diese Welt voll vollstreckt hat und verbreitet hat. Und dass es nicht nach deinem Plan war. Und dass du mit Leid und auch mit Schmerz zuschaust und uns aber anbietest, über diese Dinge zu stehen, durch das Leid zu gehen mit dir. Herr, wir haben zu Beginn dieser Lektion ein eher trauriges Thema betrachtet, das Ende, Herr. Und keiner schaut gerne aufs Ende. Aber so können wir aufs Ende schauen mit Zuversicht und Mut und Trost, wenn wir wissen, was uns erwartet. Und wir wollen das in Anspruch nehmen, Herr, was uns erwartet, und zwar die Erlösung, wenn du mit einem lauten Ruf kommst, Herr. Lass uns dafür vorbereitet sein. Und segne einen jeglichen, der jetzt diese Worte gehört hat. Hilf, dass wir uns immer wieder von dir ansprechen lassen, sodass wir umkehren, Buße tun und sogar für die Menschen, die uns verletzt haben, Fürbitte einlegen. Wir wollen dich loben und preisen und dir die Ehre geben. In deinem heiligen Namen. Amen.

[57:15] Ich möchte darauf hinweisen, dass wir immer wieder jede Woche eine Cannstatt Study Hour haben. Wir freuen uns also, wenn du nächste Woche wieder einschaltest. Du kannst auch gerne persönlich vorbeikommen bei unserer Adventgemeinde in Stuttgart-Wangen in der Federseestraße 7. Und wir freuen uns auf deine Anwesenheit. Wir freuen uns aber auch darauf, wenn du wieder zuschaltest. Gottes Segen und bis bald.


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