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Manuskript zur Sendung >>>     04_2016_Lektion_12

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird das Buch Hiob beleuchtet, mit besonderem Fokus auf Hiobs Erlöser, Jesus Christus. Der Vortrag von Ronny Schreiber beginnt mit Hiobs tiefstem Leid und seiner Hoffnung auf einen lebenden Erlöser. Es wird dargelegt, wie Gott durch seine mächtigen Schöpfungsberichte Hiobs Perspektive erweitert und ihm die eigene Kleinheit im Angesicht der göttlichen Souveränität offenbart.

Die Predigt beleuchtet die Rolle Jesu Christi als Erlöser, der die Macht Satans brach und die Erlösung für die Menschheit ermöglichte. Es wird erklärt, wie das Gesetz Gottes uns unsere Sündhaftigkeit aufzeigt, aber nur Christus uns durch seinen Tod und die Gabe seines Heiligen Geistes wahre Gerechtigkeit und ein neues Leben schenken kann. Die Lektion schließt mit einer Betrachtung der drei Gerichte über Satan und der letztendlichen Vernichtung des Bösen, um die Hoffnung auf ein ewiges Leben mit Gott zu unterstreichen.

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird das Buch Hiob unter dem Thema „Hiobs Erlöser“ beleuchtet. Sprecher Ronny Schreiber erklärt, wie Hiobs Glaube an einen lebenden Erlöser, Jesus Christus, ihm in seinen tiefsten Leiden Hoffnung gab. Die Lektion analysiert Gottes Dialog mit Hiob, die Rolle Satans als Ankläger und die ultimative Erlösung und Wiederherstellung, die Hiob durch seinen Glauben erfuhr. Es wird betont, dass Gott nicht der Urheber des Leides ist, sondern unser Erlöser, der für uns kämpft und uns liebt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q4: Das Buch Hiob

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. In dieser Lektion, Lektion Nummer 12, beschäftigen wir uns mit dem Erlöser Hiobs, also mit Jesus Christus. Hiob hatte damals schon den Gedanken, dass sein Erlöser lebt und was das bedeutet für sein Leben und welche Auswirkungen das hatte und wie wir die ganze Geschichte Hiobs, wie wir die Herrlichkeit seines Erlösers darin sehen können, das wollen wir heute betrachten.

[0:46] Bevor wir starten, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam Gott bitten, dass er uns den Heiligen Geist schickt, damit wir wirklich von ihm unterrichtet werden. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass wir gemeinsam diese Lektion studieren dürfen. Wir möchten dich bitten, Herr, dass dein Heiliger Geist alles lenkt und leitet, damit du unser Lehrer bist und wir danken dir schon jetzt dafür. Im Namen Jesu, Amen.

[1:05] Ich möchte auch gleich mit dem ersten Text anfangen und zwar mit Hiob 1, Vers 21. Also wir gehen wieder zurück ins Buch Hiob, ganz am Anfang. Hiob 1, Vers 21. Nachdem in Hiobs Leben alles durcheinander ging, nachdem er alles verloren hat, nachdem seine Herden weg waren, seine Knechte, seine Kinder, da sagt er im 21. Vers des ersten Kapitels: "Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen, nackt werde ich wieder dahin gehen. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gelobt."

[1:41] Hiob hatte alles verloren, alles war weg. Er hatte da noch seine Frau, die aber auch gegen ihn war nachher oder die ihm sozusagen schlechte Ratschläge gegeben hatte und dann kamen später noch seine Freunde, wie wir auch letzte Woche studiert haben, seine Freunde, die ihm gar schlechte Ratschläge gegeben haben, die ihm sogar noch Vorwürfe gemacht haben, die eigentlich sozusagen in die Anklage des Teufels mit eingestiegen sind, der Hiob bezichtigt hatte, dass wenn ihm alles genommen werden würde, würde er auch sündigen, er Gott lästern ins Angesicht. Nun, seine Freunde waren auch so, dass sie sagten: "Naja, du hattest alles, jetzt hast du alles verloren, du bist ja selber schuld" und machten ihm Vorwürfe. Also sozusagen, du musst dich schuldig gemacht haben und sie wurden zu Anklägern Hiobs. Aber der Ankläger der Brüder sollen nicht die Menschen sein, der Ankläger unserer Brüder ist der Teufel und sie stimmten jetzt mit ein. Hiob wurde also von allen Seiten bedrängt, der arme Mann.

[2:49] Nun, nachdem Hiob seine Leidensgeschichte so von sich ging und alles immer schlimmer wurde, auch die Ratschläge seiner Freunde ihn eigentlich immer verurteilten, sehen wir endlich, endlich nach langer Zeit im 38. Kapitel von Hiob, da gucken wir mal kurz rein, Hiob 38, Vers 1, dass Gott sich zu Wort meldet. Es heißt in 38, Vers 1: "Da antwortete der Herr dem Hiob aus dem Gewittersturm und sprach." Endlich, nach all dem Leid, nach all den Erlebnissen, die der Hiob hatte, endlich meldet sich Gott zu Wort. Und jetzt soll dir eine Menge, eine Menge zu Hiob sagen und das ist so spannend. Schaut mal, Vers 4 bis Vers 12, wie es da weitergeht. Gott spricht also zu Hiob und sagt: "Wo warst du, als ich den Grund der Erde legte? Sprich es aus, wenn du Bescheid weißt. Wer hat ihre Maße bestimmt, weißt du das? Oder wer hat die Meschnur über sie ausgespannt? Worin wurden ihre Grundpfeiler eingesenkt oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Söhne Gottes jubelten? Wer hat das Meer mit Schleusen verschlossen, als es hervorbrach, heraustrat wie aus dem Mutterschoß, als ich es in Wolken kleidete und wolkendunkel zu seinen Windeln machte? Als ich ihm seine Grenzen und Riegel und Tore einsetzte und sprach: Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter. Hier soll sich der Stolz deiner Wellen legen. Hast du, so lange du lebst, jemals den Sonnenaufgang angeordnet und dem Morgenrot seinen Platz angewiesen?"

[4:26] Gott taucht plötzlich auf und er spricht zu Hiob und er sagt: "Wo warst du eigentlich, als ich die Erde gemacht habe?" Und diese Rede geht dann auch weiter, wie Gott jetzt über die Erde spricht und sagt: "Bist du dabei gewesen, als ich die Grundpfeiler der Erde einsetzte? Warst du dabei gewesen, als ich den Meeren die Grenze zuwies? Weißt du, wo der Regen herkommt? Weißt du, wo ich den Schnee aufbewahre, wo die Kammern des Hagels sind?" Gott beschreibt sozusagen, dass die Erde, das Ambiente der Erde, weißt du, wo das alles herkommt? Ich bin derjenige, der das alles gemacht hat und ich erhalte das alles. Ich sende den Regen, ich sende den Sturm, den Wind. Ich passe darauf auf, dass die Meere nicht die Welt überschwemmen. Ich passe darauf auf, ich kümmere mich drum. Hier sollte das erste, was Hiob lernte: Hier war Gott, kümmert sich um die Erde.

[5:17] Nun, Gott macht aber noch weiter und hier im Vers 31 bis 33 lesen wir dann: "Knüpfst du die Bande des Siebengestirns oder kannst du die Fesseln des Orion lösen? Kannst du die Sterne des Tierkreises herausführen zu ihrer Zeit oder leitest du den Großen Bären samt seinen Jungen? Kennst du die Gesetze des Himmels oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?" Nun, weg von der Erde kommt Hiob oder leitet Gott den Hiob nun in die Sterne, in das Weltall. Guck dir mal das Weltall an. Der Gürtel des Orion, ich habe ihn gelöst. Die Plejaden oder das Siebengestirn, ich habe es miteinander verbunden. Schau dich um. Der Bär, die Himmelszeichen, die Tierkreise, ich bin derjenige, der alles lenkt und leitet. Alles ist in seiner Ordnung und Hiob muss denken: Okay, du kümmerst dich um die Erde, du kümmerst dich sogar um alles im Weltall, aber Gott hört hier nicht auf, er geht noch weiter.

[6:17] In Vers 39 bis 41 spricht Gott wieder zu Hiob und sagt: "Jagst du die Beute für die Löwen und stillst du die Begierde der jungen Löwen, wenn sie in ihren Höhlen kauern, im Dickicht auf der Lauer liegen? Wer verschafft dem Raben seine Speise, wenn seine Jungen zu Gott schreien und herumflattern aus Mangel an Nahrung?" Nun, Hiob muss jetzt was merken. Er suchte immer Antworten und jetzt kommt Gott und Gott gibt ihm nicht die direkte Antwort auf seine Frage, sondern er beschreibt erstmal: Weißt du, ich bin derjenige, der sich um die Erde kümmert. Ich habe die Erde gegründet, ich habe sie erschaffen und ich bewahre sie. Dann sagt er: Ich bin übrigens auch derjenige, der sich um das ganze Weltall kümmert. Jeder Stern ist in seiner Bahn, jede Galaxie ist genau an dem Ort, so wie sie sein soll. Jeder Trabant umkreist seinen Planeten genau nach meiner Ordnung. Ich bin auch der Herr des Weltalls und ich kümmere mich um das Weltall. Und jetzt beschreibt Gott auch noch die Tierwelt, den Löwen oder den Raben und er sagt: Ich kümmere mich darum. Ich passe darauf auf, dass jedes Tier genug Nahrung hat.

[7:23] Nun, es sieht doch so aus, als ob sich Gott wirklich um alles im ganzen Weltall kümmert, selbst um die kleinen Raben. Also um wirklich alles kümmert sich Gott. Und dann muss ich doch Hiob fragen: Gott, du kümmerst dich um alles. Warum nicht um mich? Du beschreibst, dass du derjenige bist, der sich um alles sorgt, der immer aufpasst, dass jeder das hat, was er braucht. Guck mich an, Gott.

[8:00] Warum fängt Gott an, so mit Hiob zu reden? Warum erklärt er ihm, dass er sich um alles kümmert? Es ist hochinteressant, was dann passiert. Gott erzählt ihm jetzt: Ich bin derjenige, der sich um alles sorgt und um alles kümmert. Hiob hört das. Er muss sich fragen: Warum denn nicht um mein Leben? Und dann, wenn wir weiter gucken, in Kapitel 40. Kapitel 40, Vers 25. Hier heißt es: "Zieh st du den Leviathan mit der Angel heraus und kannst du seine Zunge mit einer Fangschnur fassen?" Wir springen in Kapitel 41. Also Gott spricht hier vom Leviathan. Und ich springe mal in 41, Vers 1. Da heißt es: "Siehe, die Hoffnung auf ihn wird getäuscht. Wird man nicht schon bei seinem Anblick hingestreckt?" Also er spricht immer noch von diesem Leviathan. Wie stark der ist. Die Hoffnung auf ihn wird getäuscht. Also, wenn du versuchst, mit ihm zu kämpfen. Nun, in Vers 16 sagt er dann: "Sein Herz ist hart wie Stein und so fest wie der untere Mühlstein."

[9:13] Nun, Gott beschreibt jetzt, nachdem er die Erde beschrieben hat, das Weltall, wie er sich drum kümmert und die Tierwelt beschrieben hat, schließt Gott seine Rede jetzt, indem er den Leviathan vorstellt. Und er sagte: Leviathan, willst du mit ihm kämpfen? Kannst du mit ihm kämpfen? Jede Hoffnung auf ihn wird zunichte. Er sagte, sein Herz ist so hart wie der untere Mühlstein. Aber in 41, Vers 2 sagt Gott: "Niemand ist so tollkühn, dass er ihn reizen möchte. Wer aber kann vor mir bestehen?" Gott lenkt erst den Blick auf diesen Leviathan und zeigt, wie stark der ist und dass kein Mensch mit ihm kämpfen kann. Und dann zeigt Gott: Aber wer kann vor mir bestehen?

[10:09] Das Resultat davon, was dann daraus folgt, in 42, also hier 42, Vers 1, Vers 1, 2 und Vers 6 lesen wir. Da antwortet er hier auf den Herrn und sprach: "Ich erkenne, dass du alles vermagst und dass kein Vorhaben dir verwehrt werden kann." Vers 6: "Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße im Staub und in Asche." Nachdem Gott nun von dem Leviathan gesprochen hat und dem Hiob den Leviathan vorgestellt hat, fällt Hiob auf die Knie und sagt: "Ich bekenne, ich bin schuldig."

[10:38] Nun, warum? Warum genau zu dem Punkt? Was war hier so spannend? Hiob muss was erkannt haben, was Gott ihm gerade beschrieben hat. Er hat zuerst sich selbst beschrieben als derjenige: Ich kümmere mich um alles. Und danach hat er die Stärke und die Macht des Leviathans beschrieben, mit dem keiner kämpfen kann. Nun, Hiob muss gemerkt haben, dass es hier um diesen Leviathan geht, um die alte Schlange, um den Drachen. Er muss was erkannt haben, was ihn dazu veranlasst, auf die Knie zu gehen und zu sagen: Ich bin schuldig, ich bekenne. Er muss gemerkt haben: Dieser Leviathan, der Drache, die alte Schlange ist sein Widersacher, so wie wir ihn auch aus der Offenbarung kennen. Der Teufel, der Drache, die alte Schlange, der Satan.

[11:21] Nun, Gott sagt: Wer könnte mit ihm kämpfen? Und Hiob muss gemerkt haben: Es ist gar nicht Gott, der mich angreift, der mich zu Boden schlägt. Es ist der Satan, gegen den ich nicht kämpfen kann. Es ist die alte Schlange, die mich angreift und sofort, als er das merkt, geht er auf die Knie und gibt die Ehre Gott.

[11:39] Und dann passiert was Wunderbares. Denn aus dieser Erkenntnis heraus, wir wussten das ja schon, also wir als Leser der Bibel wussten ja schon vom ersten Kapitel an, dass Hiob angegriffen wird vom Satan, nicht von Gott. Hiob wusste das aber nicht, merkt das jetzt erst ganz am Ende, als Gott mit ihm spricht und ihm sagt: "Schau dir den Leviathan an." Jetzt merkt er: Wow, ich werde angegriffen von der alten Schlange und sofort lobt er den Herrn.

[12:05] Und dann passiert was Wundervolles. In 42 Vers 10: "Und der Herr wendete Hiobs Geschick, als er für seine Freunde bat und der Herr erstattete Hiob alles doppelt wieder, was er gehabt hatte." Es ist nicht nur so, dass Gott dem Hiob erklärt: Hey, ich habe damit nichts zu tun. Ich bin immer der, der sich kümmert. Ich bin immer der, der sich um alles sorgt. Ich bin immer der, der alles versorgt und auf alles aufpasst. Ich bin nicht der, der dich angreift. Nein, Gott geht noch einen Schritt weiter. Er erklärt ihm das erst. Er sagt: Ich bin immer der, der gibt, der große Schenker. Angegriffen wurdest du von dem großen Widersacher. Aber, weil ich dein Gott bin und weil ich dich liebe, werde ich dir jetzt alles doppelt zurückerstatten. Gott hat nicht die Pflicht dazu, das zu tun. Das tut er, weil er Hiob liebt.

[12:56] Und schaut euch mal an, was er macht. Wenn wir in Hiob ganz am Anfang gucken, wird der Besitz im ersten Kapitel von Hiob aufgezählt. Das heißt, wie viel er hatte. Vers 3 heißt es: "Er besaß 7.000 Schafe." Nun, im letzten Kapitel, 42 von Hiob, da heißt es, Gott würde alles doppelt zurückerstatten und hier in Vers 12 heißt es: "Nun, er hatte 14.000 Schafe." Stimmt, am Anfang waren es 7.000. Gott würde alles doppelt zurückerstatten. Nun, hatte er 14.000 Schafe. Kapitel 1, Vers 3: "Er hatte 3.000 Kamele." Kapitel 42, Vers 12: "Er hatte 6.000 Kamele", also auch das Doppelte. Das Gleiche sehen wir bei den 500 Jochrindern und die 500 Eselinnen. Auch die wurden zu 1.000 Jochrindern und zu 1.000 Eselinnen. Nun, Hiob hatte seine Herden verloren, aber Gott würde ihm alles doppelt erstatten.

[13:48] Nun, was wir noch von Hiob wissen, er hatte 10 Kinder, also 7 Söhne und 3 Töchter. Nun heißt es in Hiob 42, Vers 13: "Er bekam auch 7 Söhne und 3 Töchter." Also, am Anfang hatte er 7 Söhne und 3 Töchter und jetzt am Ende bekommt er wieder 7 Söhne und 3 Töchter. Aber Moment, hatte Gott nicht gesagt, ich werde dir alles doppelt zurückerstatten? Hat Gott sich geirrt? Hat er gelogen? Hiob hat alles doppelt wiederbekommen, aber er bekommt nur 10 Kinder. Gott kann nicht lügen. Es muss wahr sein, was passiert ist. Durch diese 10 Kinder muss er die doppelte Anzahl an Kindern haben und das geht nur unter der Bedingung, dass die alten Kinder, die gestorben sind, gerettet sind. Dass sie nicht verloren sind, sondern dass sie auch im Himmelreich wieder Hiobs Kinder sein werden.

[14:52] Satan hatte auf ganzer Linie verloren. Gott hatte ihn machen lassen, ihn walten lassen, um zu zeigen, wie er ist und den verdorbenen Charakter des Satans zu zeigen. Aber selbst darin hatte Gott ihn besiegt. Er hat gescheitert und gewaltet, wie er wollte. Er hat zerstört und kaputt gemacht. Er hat ins Leid getragen und am Ende siegt doch Gott. Selbst die Kinder, die er umgebracht hat, werden gerettet sein. Ich denke, sonst hätte Gott auch nicht zugelassen, dass Satan Hand an sie legt. Hiob wurde gerettet und reich beschenkt und seine Kinder sind sicher. Und er war ein großes Glaubenszeugnis für uns. Eines Tages im Himmelreich wird Hiob erkennen dürfen, was seine Schriften für ein Segen für die nachfolgende Generation waren.

[15:49] Der Hiob hatte recht behalten, als er seine Hoffnung, selbst in seinem Dilemma, auf seinen Erlöser, auf Jesus Christus gesetzt hat. Er hatte die Hoffnung auf seine Erlöser ja nie aufgegeben. Wir wissen das aus Hiob 19, da springen wir mal eben hin, Hiob 19, Vers 25 bis 27. Mitten in seiner Drangsal, in seiner furchtbaren Zeit, in seinem Leiden, da sagt er 19 Vers 25: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und zuletzt wird er sich über den Staub erheben. Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich von meinem Fleisch los Gott schauen. Ja, ich selbst werde ihn schauen und meine Augen werden ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz in mir."

[16:38] Hiob war im Leid und er konnte einfach nicht verstehen, warum ihn das trifft, aber er hielt an einer Sache fest, an seinem Erlöser, an Jesus Christus. Er sagt: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, was immer mir passiert." Und das ist uns ein großes Vorbild, denn auch wir gehen durch Zeiten des Leides. Aber egal, wie tief wir fallen und würden wir sogar so tief fallen, wie der arme Hiob, selbst dann soll uns das die Lehre sein: Lass den Erlöser nicht los, denn am Ende wird er sich über dem Staub erheben und er wird unsere Seele aus dem Totenreich zurückholen. Er wird uns das ewige Leben geben und wir werden ihn sehen von Angesicht zu Angesicht.

[17:16] Das Buch Hiob ist ein sehr, sehr tröstendes Buch. Gott selbst ist nicht nur unser Schöpfer, nein, er ist auch unser Erlöser und er kämpft für uns. Und sogar, wenn es scheint, dass die ganze Welt gegen uns ist, wenn alles um uns herum kaputt geht, würde dieser Erlöser doch nicht von uns lassen. Wie oft haben Menschen den Schöpfer aller Dinge für das Leid auf der Welt verantwortlich gemacht. Doch Gott ist nicht der Urheber des Leides. Menschen, die so etwas behaupten, die haben Gott nicht wirklich erkannt. Die sind vielleicht so wie die Freunde Hiobs, die Gott nicht wirklich verstehen konnten. Gott muss so und so sein. Er muss so und so handeln. Er würde strafen aufsündeln. Gott muss so sein. Aber nie wirklich erkannt, dass Gott Liebe ist.

[18:06] Und das sollte später passieren, als Gott es gezeigt hat, als er selber vom Himmel herabkam auf die Erde und in die Welt kam. In Johannes 1 lesen wir dann, was passiert ist, als Jesus Christus auf diese Welt kam. Denn in Johannes 1, ein paar wunderschöne Verse, wir lesen Vers 10 bis 12. Johannes 1, Vers 10 bis 12. Es geht hier um Jesus Christus. "Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden. Doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum und die Sein nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnehmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben."

[18:51] Die Welt erkannte ihn nicht. Die Welt hat ein völlig anderes Bild von Gott. Sie haben jemand anderes erwartet. Sie haben einen großen, mächtigen König erwartet, der auf die Erde kommt und dort mit starker Hand für Ordnung sorgt. Das hat die Welt damals gedacht. Das Bild von dem liebenden Gott, dem liebevollsten Wesen im ganzen Universum war total verzerrt. Damals selbst nicht Schriftgelehrte und Pharisäer hatten kein klares Bild von Gott im Himmel. So wie Hiobs Freunde, die auch kein klares Bild davon hatten. Und er kam auf die Erde und die Sein erkannten ihn nicht. Die Menschen, die zu Gottes Volk gehörten und vielleicht sogar hohe Positionen hatten, auf religiöser Ebene, die die Schriften studiert hatten, die die Bücher des Alten Testaments sogar auswendig kannten, wie die Pharisäer, selbst sie erkannten ihn nicht. Das Bild war so verzerrt.

[19:43] Und dann war Jesus da. Als kleines Kind kam er völlig in Armut, lebte er hier und hat die Liebe Gottes jedem bezeugt, dem er begegnet ist, der ihn darauf angesprochen hat. Die liebevollen Worte, die er gesprochen hat, die liebevollen Taten, die er gemacht hat. Und immer hat das Mitgefühl gezeigt, dass ein liebender Gott hat. Er hat nicht gestraft. Er ist nicht gekommen, um die Welt zu richten. Er ist gekommen, um die Verlorenen zu suchen und zu retten.

[20:05] Nun, ich möchte mit euch ein ganzes Stück zurück in der Geschichte gehen. Denn in unserem Montagsthema betrachten wir den Sohn des Menschen. Also wir springen sozusagen von dem Blick hier weg, der gesagt hat: Mein Erlöser lebt und gucken uns diesen Erlöser mal an. Im Montagsthema heißt es: Der Sohn des Menschen. Und wer ist das? Wir springen jetzt ganz zurück. Schauen wir in Offenbarung 12 und hier in Vers 7 bis 12 wird dieser alte Krieg dargestellt. Dieser alte Kampf, der im Himmel stattfand. Ein wohlbekannter Text, aber ich möchte nochmal lesen, um nochmal reinzukommen.

[20:39] "Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften. Aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der Großdrache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus. Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht. Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod. Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr daran wohnt. Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer. Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat."

[21:39] In diesem Text wird uns beschrieben, wie dieser Kampf im Himmel war, wie Michael mit dem Teufel gestritten hat und wie der Kampf im Himmel von Jesus Christus gewonnen wurde. Und der Satan wurde auf die Erde geworfen und dann begann das Dilemma hier auf diesem Planeten. Und hier auf diesem Planeten würde nun Satan die Welt unterwerfen. Er würde sie tyrannisieren. Er würde sie unterdrücken.

[22:08] Und Hiob, der damals zu dieser Zeit bereits in dieser von Satan regierten Welt lebte, unter dem Fürsten dieser Welt, er fragte sich: Gott, weißt du überhaupt, wie das ist, hier zu leben? Weißt du, wie es ist, als ein Mensch unter diesem Fürsten der Welt oder diesem Tyrannen zu leben, wenn nur Ungerechtigkeit, Sünde und Leid überall herrscht? Weißt du überhaupt, wie das ist? Hiob hat seine Frage damals so formuliert, wir können es mal anschauen. Wir finden es in Hiob 10.

[22:35] In Hiob 10 hat er formuliert: "Gott, weißt du, wie es ist? 10 Vers 4 und 5. Hiob fragt Gott: Hast du fleisches Augen, oder siehst du, wie ein Mensch sieht? Sind dann deine Tage wie Menschentage, deine Jahre den Jahren eines Mannes gleich? Gott, kannst du dir überhaupt vorstellen, wie es ist, auf dieser Welt zu leben unter diesen Sündern und unter dieser Sünde? Hast du eine Vorstellung davon, wie schwer es ist, als Mensch den Weg der Gerechtigkeit zu gehen? Du bist Gott, du bist im Himmel, du bist allmächtig, du bist frei, du hast den Satan ja schon ausgestoßen aus dem Himmel. Er greift dich ja nicht an, aber wähle den, die auf der Erde wohnen. Gott, weißt du, wie das ist?"

[23:27] Nun, wenn wir in der Bibel weiterschauen, wir wissen aus Lukas 2 Vers 11, einer der Texte aus unserer Betrachtung, wo es heißt: "Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr." Nun, Christus sollte kommen, Gott selber wollte seinen Thron verlassen und würde auf die Erde hinabkommen. Hiobs Frage würde beantwortet werden: Weißt du überhaupt, wie es ist? Kannst du überhaupt durch Menschenaugen sehen? Weißt du, wie es ist, hier zu leben, in dieser Welt, in einer Welt, die vom Satan regiert wird?

[23:55] Gott wusste das ganz genau, wie das ist, denn er hatte ja schon Adam und Eva gewarnt: "Bitte, bitte esst nicht von dieser Frucht der Erkenntnis des Guten, des Bösen. Ihr würdet das Böse erkennen, ihr würdet unter Satans Herrschaft fallen. Bitte tut es nicht." Gott wusste genau, was passieren würde. Und naja, Gott hat sich dann später entschieden, er hat das Elend der Menschen gesehen und um seine Menschen zu retten, hat er seinen Thron verlassen und begab sich direkt in die Höhle des Löwen. Er kam auf diese Welt, um hier als ein Mensch geboren zu werden. Er kam nicht als allmächtiger Gott mit tausend von Engeln um sich im strahlenden Glanz, er wurde geboren als ein Kind in einer Krippe.

[24:34] Das heißt in Johannes 1 Vers 14: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als das Eingeborene vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." Das Wort, es heißt ja in Johannes 1 Vers 1: "Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und siehe, das Wort war Gott." Und dann sagt es Johannes 1 Vers 14: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Derjenige, der eins war mit Gott, verließ jetzt die Herrlichkeit seines Vaters und kam auf die Erde. Und wir konnten in ihm sehen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater und nicht voller Tücke, Gericht und Rache, sondern voller Gnade und Wahrheit, sagt Johannes.

[25:18] Und hier ist Christus bezeugt in Lukas 19 Vers 10: "Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist." Um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Ja, was war denn verloren? Ja, die Menschheit war verloren. Und so kam Jesus Christus, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

[25:37] Jesus Christus hat auf dieser Welt gelebt und ja, er ging durch die Versuchung. Ja, auch er wurde sogar in einer Zeit des Fastens, in einer Zeit, wo seine Kräfte geschwunden sind, hat er sich den Versuchungen des Satans ausgeliefert. Und er hat bestanden. Er ist nicht in die Versuchung gefallen. Er wurde versucht, aber er ist nicht gefallen. Und so lebte er sein Leben, aufgewachsen in einer sehr armen Familie, hat ein einfaches Handwerk gelernt und sein Leben da gefristet, bis er 30 Jahre alt war. Er ist aufgewachsen in Nazareth, also wir würden heute sowas sagen, wie das Rotlichtviertel des damaligen Israels. In Nazareth ist er aufgewachsen und dort hat er auch gearbeitet, die Zeit seines Lebens. Die ersten 30 Jahre seines Lebens lebt er einfach da. Und dann begann er seinen Dienst.

[26:29] Also er hat das Leid erfahren. Er hat das Leid gesehen um sich herum. Er hat gesehen, wie die Sünde um sich greift. Er war Nazarener. Später würde ja Nathanael sagen: "Was kann aus Nazareth Gutes kommen?" Also Nazareth war so ein Verruf, dass sogar ein aufrichtiger, ein aufrichtiger Jünger Gottes gesagt hat: "Was kann aus Nazareth eigentlich Gutes kommen?" Nun, Jesus sollte aus Nazareth kommen. Und Jesus hat sich Nazareth bestimmt nicht aus Zufall ausgesucht. Er wusste, wie sündenverstrickt diese Stadt war. Er wusste, wo er durch musste, wenn er da aufwächst, damit keiner sagen kann: "Du hast es ja leichter gehabt. Du bist ja irgendwo im Königshaus oder im Fürstenhaus oder irgendwo aufgewachsen. Da war ja alles anders." Nein, er hat sich das Elend gesucht, als er auf die Welt kam. Er sollte in allem versucht werden, genau wie wir, damit keine Zunge am Ende sagen kann: "Er hat es ja leichter gehabt als ich."

[27:33] Und Paulus bezeugt das, das können wir in Hebräer finden, Hebräer 4 und hier Vers Nummer 15. Paulus beschreibt hier Jesus Christus als unseren Hohen Priester. Und er sagt: "Denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde." Er wurde auch in allem versucht, also alles, wie man einen Menschen versuchen kann, er hat es auch erlebt. Wenn hier fragt: "Wie kannst du mit Menschenaugen gucken, weißt du, wie es ist als Sterblicher hier zu leben?" Jesus wusste es. Er hat alle Versuchungen auch auf sich genommen. Er hat das Leid getragen und bei Jesus sogar was ganz Besonderes. Wenn er Leid sah in Menschen, manchmal lässt uns das ja kalt, wenn Menschen um uns herum leiden, weil wir sagen: "Naja, die Welt ist halt so." Und wir kennen diese Menschen vielleicht nicht und wir sehen das vielleicht in den Nachrichten und denken: "Naja, das ist ja weit weg." Aber Jesus kennt jeden Menschen ganz genau. Er kann in jedes Herz hineingucken. Er wusste, wie jeder Mensch, wie wertvoll er ist, wie er aufgewachsen ist. Er kannte den Charakter dieser Menschen. Und wie bitter muss das sein, wenn er diese Menschen, die er so sehr geliebt hat, in dieser Sünde sieht, in dem Leid sieht. Wie traurig für ihn.

[28:50] Gott weiß ganz genau, was es heißt, unter der Herrschaft des Teufels zu leben. Er kam ja sogar auf diese Welt und erlebte diese Tortur bis in den Tod. Er ging bis in den Tod, unter der Herrschaft Satans. Nun, in Markus 8, Vers 31, lesen wir, dass Jesus das sogar schon wusste. Er kündigte das sogar vorher an. Er kündigte seinen Tod, sogar seinen Jüngern vorher an.

[29:13] Markus 8, Vers 31. "Und er fing an, sie zu lehren. Der Sohn des Menschen müsse viel leiden und von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und nach drei Tagen wieder auferstehen." Jesus sagt: "Ich erinnere mich, naja, der Sohn des Menschen ist gekommen, um ein bisschen durch schwere Zeiten zu gehen, aber dann, sozusagen am Ende, wenn er dann stirbt, gleich wieder aufzustehen." Er sagt: "Der Sohn des Menschen müsse viel leiden." Jesus sollte viel Leid sehen auf dieser Welt und dann am Ende von den, am Ende von den großen Schriftgelehrten, von den Führern des Volkes verworfen und zu Tode verurteilt zu werden. Jesus kam buchstäblich in diese Welt, um zu sterben. Von Anfang an war es ihm bestimmt, geboren zu werden, um zu sterben.

[30:03] Und so war es. Er würde Zeit seines Lebens ein Zeugnis für den Charakter Gottes geben. Er würde den Menschen zeigen, was für einen liebevollen, fürsorglichen Vater sie im Himmel haben, wie er über sie denkt, mit welchen Augen er sie sieht. Er würde den Menschen bezeugen, wer ihr Vater im Himmel ist. Und er würde ihnen die Kraft geben, diesen Charakter auch selber annehmen zu können. Damit war der Plan für die Rettung der Menschheit vollbracht.

[30:36] Die Gerechtigkeit des Gesetzes sollte in den Menschen erfüllt werden. Und schauen wir in Galater 2, Vers 21. Galater 2, Vers 21. Hier sagt Paulus: "Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht. Denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben."

[31:05] Der Sohn Gottes sollte ja sterben, damit in uns die Gerechtigkeit Gottes erfüllt wird. Die Gerechtigkeit des Gesetzes sollte in uns erfüllt werden. Jetzt sagt Paulus: "Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht. Denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben." Das Gesetz war ja nicht falsch. Das Gesetz war ja gut und richtig, nur das Gesetz war eben außerhalb von uns und es musste da rein. Solange das Gesetz außerhalb von uns war, verurteilt uns Gesetz und sagt: "So sollst du sein, aber so bist du." Und Christus würde es jetzt möglich machen, dieses Gesetz zu nehmen und in unser Herz hineinzupacken. Dass wir plötzlich den Charakter Gottes, der ja in seinen Steintafeln, in seinen Zehn Geboten verewigt ist, diesen Charakter in uns zu tragen. Das wollte Gott tun.

[32:02] Was das Gesetz aber nicht konnte, es konnte ja nicht von selbst in uns hineinspringen. Was Gesetz nicht konnte, das wollte Christus tun. Denn Christus hatte ja den Charakter des Gesetzes. Christus war Gott und das Geheimnis war Christus in uns. Wenn ich den Charakter Christi habe, dann habe ich automatisch den Charakter des Gesetzes.

[32:28] Nun, wie konnte Christus das machen? Er tat es durch seinen Heiligen Geist. Sein Heiliger Geist, den er geschickt hat, sobald er im Himmelreich war, schickte er seinen Heiligen Geist, ließ ihn ausgießen über seine Gemeinde und der Geist würde fortan das Gesetz abschreiben und in unser Herz übertragen. So lange, bis wir vollkommen sind. Dafür ist Christus gestorben, um das zu machen. Um das machen zu können. Um den Menschen frei zu machen von den Fesseln der Sünde, damit unsere Herzen wieder frei werden, damit das Gesetz hineingeschrieben werden konnte. Dafür hat Christus sein Blut vergossen.

[33:02] Nun, wenn wir jetzt ein Kapitel weiter springen, in Galater 3, Vers 21, fragt Paulus: "Ist nun das Gesetz gegen die Verheißung Gottes? Das sei ferner. Denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, so käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz." Wenn es möglich wäre, dass wir auch durch dieses Gesetz gerettet werden könnten, dann hätte Christus nicht sterben müssen. Aber er sagt: "Das funktioniert nicht."

[33:32] Ist denn das Gesetz das Problem? Hätte mich das Gesetz wegnehmen können? Er sagt: "Das sei ferner. Unmöglich." Das Gesetz ist gut und richtig und es ist gut, dass es da ist. Das Gesetz ist Liebe. Und Liebe ist der Weg der Regierung Gottes im ganzen Universum. Diese Liebe muss aber da rein. Das Gesetz ist nicht falsch. Aber das Gesetz konnte uns nicht retten, weil ich das Gesetz nicht in mein Herz bekommen habe. Ich war ein sündiger Mensch. Mein Herz war gefesselt in Sünde und das Gesetz wurde immer außen vor gehalten. Ich hatte immer Streit. Mein Herz hat immer gestritten mit der Reinheit des Gesetzes. Mein sündiges Herz wollte das reine Gesetz nicht annehmen. Das Gesetz konnte nicht.

[34:11] Und deshalb ist Christus gestorben. Das Gesetz konnte uns nicht lebendig machen. Es konnte uns das Leben nicht geben. Das Gesetz konnte eigentlich zwei Dinge. Das Gesetz konnte uns Erkenntnis geben, wie Gott ist und das Gesetz konnte uns töten. Das Gesetz würde die Sünde in uns aufdecken und uns zum Tode verurteilen. Das klingt eigentlich furchtbar, dass man sagt: Das Gesetz ist da, um uns zu töten. Aber dazu ist es gegeben. Betrachten wir das Gesetz und schauen in dieses Gesetz hinein, würden wir sterben. Und dafür war es da. Der alte Mensch sollte sterben.

[34:54] Wenn ich mir heute das Gesetz Gottes angucke, seinen wundervollen Charakter, ob in den Zehn Geboten, im Alten Testament oder im Leben Jesu, wenn ich ihn betrachte, wenn ich mir seinen Charakter angucke, sollte das zur Folge haben, dass ich sterben würde. Aber der alte Mensch soll sterben.

[35:15] Nun, der alte Mensch würde sterben, Stück für Stück. Und das ist die Idee, die dahinter steht. Die Idee, das Gesetz würde meinen alten Menschen auflösen. Der alte Mensch, der voller Sünde ist, würde nach und nach verschwinden. Und das ist genau das, was wir auch in der Taufe bekennen. Ich würde, wenn ich zur Taufe gehe, sage ich: Ich lege mein altes Leben ins Grab. Es soll sterben. Ist ja nur eine Symbolik. Ich meine, da passiert ja noch nichts. Aber ich sage, ich bekenne vor allen Menschen und sage: Mein Herz ist sündig und ich möchte, dass es stirbt. Ich begrabe jetzt mal symbolisch mein altes Leben und ich gehe ins Taufwasser und ich werde untergetaucht. Aber gleichsam bekenne ich auch: Ich möchte zu einem neuen Leben auferstehen. Und so würde ich wieder auftauchen aus dem Grab zu einem neuen Leben.

[36:18] Das, was passieren wird in Zukunft, wirklich nach meinem tatsächlichen Tode, was ich sagen kann: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und am Ende wird er sich über den Staub erheben und er wird mich wieder hervorbringen. Das kann auch schon hier passieren auf Erden, denn er ist ja der Schöpfer. Und der Schöpfer, der mir eines Tages einen neuen Leib geben wird, der kann auch jetzt schon mich verändern und mich neu machen. Auch jetzt schon würde er das tun.

[36:45] Nun schauen wir mal Galater 2 zurück. Wir lesen mal Vers 19 und 20. Hier sagt Paulus: "Nun bin ich aber durch das Gesetz, dem Gesetz gestorben, um für Gott zu leben. Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat."

[37:15] Jesus war ja gestorben und Paulus sagt: "Ich tue das auch. Auch ich würde sterben. Das Gesetz verurteilt mich als Sünder, den alten Menschen, zu Tode und er würde sterben. Aber Christus würde ein neues Leben in mir schaffen. Er würde sterben."

[37:43] Nun, Paulus geht sogar so weit, er sagt: Wie funktioniert das? Einmal in der Taufe, muss ich jetzt in der Taufe einmal bekennen und ich sage: Ich sterbe jetzt und fortan bin ich ein neuer Mensch. Paulus beschreibt, wie das funktioniert in uns. Das erzählt er an die Korinther, an die Gemeinde in Korinth. Im ersten Brief können wir das lesen. Im ersten Korinther 15. Er erzählt, ob das mit der Taufe abgeschlossen ist, diese Handlung. Und er sagt in Kapitel 15, Vers 31: "So wahr ihr meine Ruhm seid, denn ich habe in Christus Jesus, unserem Herrn, ich sterbe täglich."

[38:28] Paulus weiß also, dieses Gesetz muss ihn töten, aber täglich. Also jeden Teil in seinem Herzen muss es einnehmen. Das sind so viele Dinge, so viele Sünden in seinem Herzen, dass das Fleisch, der fleischliche Körper, der alte Mensch, der muss getötet werden Stück für Stück und das täglich. Und wir können das machen, indem wir den Charakter Jesu angucken, indem wir das Leben Jesu angucken, indem wir das Gesetz Gottes gucken, indem wir sein Wort studieren, werden wir Stück für Stück sterben. Und die Verwandlung, die geschieht auch Stück für Stück.

[38:58] Schon Johannes der Täufer, der etwas Interessantes gesagt, Johannes der Täufer, in Johannes 3, können wir die Geschichte sehen, Johannes 3, von Johannes dem Täufer, in Vers 30. Als Johannes von Jesus Christus spricht, da sagt er: "Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen." Also Johannes, von dem Jesus sagt, er war der größte Prophet, er sagt: "Ich muss abnehmen, ich muss kleiner werden. Aber Jesus muss größer werden, Jesus muss wachsen." Auch Johannes wusste schon: Mein alter Mensch muss zugrunde gehen, er kann nicht gerettet werden. Wenn ich an ihm festhalte, wird das Gesetz auch mich verurteilen. Wenn ich aber den alten Menschen loslasse und mich nach einem neuen Leben ausstrecke, das Jesus Christus mir versprochen hat, was er mir geben möchte, dann würde er mich retten in einem neuen Leib und ins Himmelreich bringen. Ich würde sterben Stück für Stück.

[40:06] In Galater 4, Vers 19 sagt Paulus: "Meine Kinder, um die ich noch einmal Geburtswehen leide, bis Christus in euch Gestalt gewinnt." Christus gewinnt in euch Gestalt. Es ist nicht, dass ich nach meiner Taufe aus dem Wasser komme und plötzlich ein neuer Mensch bin. Es war ja nur eine symbolische Handlung, aber Christus gewinnt in uns Gestalt Stück für Stück. Und vielleicht, wenn du auf die letzten zehn Jahre vielleicht deines Lebens zurück guckst oder wie lange du Christus schon kennst, was hat Christus seither in deinem Herzen gemacht? Du hast bestimmt in der Zeit mehr und mehr Sünden erkannt und manche Menschen fühlen sich nach zehn Jahren in Christus eher noch sündiger. Aber der Geist ist ja gekommen, um uns zu überführen, auch von Sünde.

[40:48] Er zeigt uns also Dinge, die wir früher gar nicht erkannt hätten, von denen wir früher gar nicht wussten, dass es Sünde war. Heute wissen wir es und heute wollen wir davon los und wir kämpfen damit. Manchmal sind Menschen dann ganz traurig und trostlos und sagen: "Wow, das ist so viel Sünde in meinem Leben und ich erkenne die und ich weiß, dass das falsch ist und das falsch und das falsch." Und dann sage ich: "Naja, vor zehn Jahren wusstest du das noch nicht. Heute, durch das Wort Gottes, weißt du es und du möchtest davon loskommen. Du fängst also an, die Sünde zu hassen und genau das möchte Gott in uns tun. Er möchte, dass wir ihm lieben, die Gerechtigkeit des Gesetzes lieben und die Sünde hassen."

[41:25] Und wir projizieren das manchmal so und denken: "Naja, wenn ich, ich sehe so viel Sünde in meinem Leben und ich hasse die Sünde, das ist ja furchtbar. Gott muss mich hassen. Da ist Sünde und ich will von dieser Sünde weg und ich kämpfe damit und ich fühle mich so elend." Aber das ist genau richtig. Das ist das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Herzen. Er zeigt uns die Sünde, er überführt uns davon und wir sehen sie in unserem Leben und dann wollen wir davon weg. Das ist das, was Gott erreichen möchte.

[41:44] Wenn wir in 1. Petrus, 1. Petrus Kapitel 1 uns Vers 18 anschauen, Vers 18 bis 23, dann heißt es da: "Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold losgekauft worden seid, aus eurem nichtigen, von den Vätern überliefernden Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen, unbefleckten Lammes. Er war zuvor ersehen vor Grundlegung der Welt, aber wurde offenbar gemacht in den letzten Zeiten um eure Willen, die ihr durch, durch ihn an Gott glaubt, der ihn aus den Toten auferweckt und ihm Herrlichkeit gegeben hat, damit euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott gerichtet sein. Da ihr eure Seelen im Gehorsam gegen die Wahrheit gereinigt habt, durch den Geist zu ungeheuchelter Bruderliebe, so liebt einander beharrlich und aus reinem Herzen. Denn ihr seid wiedergeboren, nicht aus vergänglichen, sondern aus unvergänglichen Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt."

[42:44] Ihr seid teuer erkauft worden durch das Blut Jesu Christi. Und Jesus hat euch was ins Herz gelegt. Er möchte etwas verändern in euch. Ihr seid wiedergeboren, nicht aus vergänglichen, sondern aus unvergänglichen Samen. Ja, natürlich sind da Kämpfe in uns. Natürlich passiert da was. Aber wir sind wiedergeboren durch das lebendige Wort, durch Jesus Christus. Diese Veränderung muss in uns passieren. Dieser Kampf mit der Sünde, der muss da sein. Denn sobald die Gerechtigkeit in unser Herz einzieht, lebt die Sünde auf. Und sofort beginnt dieser Kampf. Sobald wir Christus wirklich erkennen, wie Christus ist, fängt dieser Kampf in unserem Herzen an. Sie erkennt plötzlich, wie sündig wir sind.

[43:27] So wie Paulus im Römer 7. "Als ich ohne Gesetz war, war ich frei und ich lebte. Aber als das Gesetz kam, lebten die Sünde auf und ich starb." Als das Gesetz den Charakter Jesu Christi wirklich ins Herz aufgenommen hat, merkte er plötzlich, wie sündig er ist. Und er sagt, er starb. Aber preis den Herrn. Er musste ja sterben, der alte Mensch, der vorher gelebt hat. Das war ja das Evangelium.

[43:49] Schaut mal mit mir in Philipper 2. Philipper 2, wir lesen Vers 5 bis 8. "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war. Der, als er in der Gestalt Gottes war, ist nicht wie ein Raubfest hielt Gott leicht zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und seiner äußeren Erscheinung, als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz."

[44:24] Jesus Christus kam auf diese Welt, nachdem er den Thron Gottes verlassen hatte. Er hätte nicht kommen müssen, er hätte nicht auf diese Welt kommen müssen und sich unter den Herrschaftsbereich des Satan stellen müssen, von dem er ja wusste, dass er nur Leid hervorbringt. Aber er hat es getan. Und in seinem Kommen, hierher zu uns zu kommen und all das Gute aufzugeben, all die Segnungen und hierher zu kommen, sehen wir seine Liebe.

[44:58] Wenn wir uns mal überlegen, wenn wir dieses Gedankenspiel mal machen, was hat Jesus eigentlich unseren Wegen aufgegeben? Was hat er alles zurückgelassen, um auf dieser Welt zu leben? Was hatte Hiob eigentlich aufgeben müssen, als er plötzlich unter die Herrschaft Satans fiel? Christus musste alles zurücklassen, kam auf diese Welt unter die Herrschaft Satans. Hiob, solange er bei Gott war, war alles gesegnet, alles war gut. Als aber er unter die Herrschaft Satans gestellt wurde, musste er alles aufgeben. Das war bei Hiob ganz ähnlich wie bei Jesus. Beide verloren alles und waren unter dem Herrschaftsbereich Satans.

[45:36] Was ist aber bei uns? Was sollen wir aufgeben, um ganz vom Bösen frei zu werden? Sind da Dinge, die wir im Herzen haben, die uns daran hindern, zu Gott zu kommen, die uns daran hindern, Jesus Christus zu folgen? Kann es sein, dass da was in meinem Herzen ist, von dem ich denke: "Naja, ich will es da lieber drin behalten, das geht mir nicht ganz gut. Ich empfange da Segen von, das baut vielleicht mein Ego auf. Ich weiß, dass es nicht ganz gerecht ist. Ich weiß, dass es eigentlich kein guter Gedanke ist, aber ich halte mich daran fest." Gibt es Dinge, die dich hindern, Christus wirklich nachzufolgen? Und wenn es diese Dinge gibt, dann versuch diese Sachen mal zu ermessen. Wärst du bereit, das aufzugeben, um Christus nachzufolgen? Dann versuch dir vorzustellen, was war Christus bereit aufzugeben, um zu dir zu kommen?

[46:32] Jesus hat uns gezeigt, wie sehr er uns liebt, als er auf die Welt kam. Und er zeigte uns, wie ein Leben im Herrn aussieht, der Nachfolge Gottes. Und es sollte kein einfaches Leben sein. Jesus hatte kein einfaches Leben hier auf der Erde und das hatte er seinen Jüngern auch bezeugt, als er in Johannes 17 zu ihnen sagt: "Die Welt hasst euch, denn ihr seid nicht von der Welt."

[46:59] Auch du und ich, wenn wir zu Christus gehören, sind wir Gesandte des Himmels und die Welt hasst das Himmelreich, so wie Satan Michael gehasst hat. Wenn wir nicht zur Welt gehören, ist das Leben hier auf der Welt nicht einfach. Und es gibt immer Menschen, die sagen: "Wenn du zu Jesus gehörst, alles muss gesegnet sein und du musst alles haben im Überfluss." Aber das stimmt nicht. Jesus hat versprochen, er kümmert sich um uns und er gibt uns die Dinge, die wir brauchen, aber wir würden kein luxuriöses Leben führen auf der Erde. Und wir können es in Jesus Christus sehen. Jesus hat so ein Leben auch nicht geführt, als er hier war. Er ist Gott gefolgt, er hat sein Leben, sein irdisches Leben nicht Satan unterstellt. Das hat er in der Wüste gleich am Anfang gesagt: "Ich werde mich nicht vor Satan niederbeugen und wenn er mir alle Reiche der Welt gibt." Er ist im Elend geblieben in der Armut dieser Welt und er folgte Gott nach. Er tat das Richtige, weil er wusste, um welchen Preis er kämpft.

[48:04] Schauen wir in Jesaja 53. Dieser berühmte Text, der so wunderschön ist. Jesaja 53. Wir lesen hier Vers 1 bis 6.

[48:20] "Wer hat unserer Verkündigung geglaubt und dem Arm des Herrn, wem ist er offenbart worden? Er wuchs auf wie ein Schößling, wie ein Wurzelspross aus dünnem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, von dem man das Angesicht verbirgt. So verachtet war er und wir achteten ihn nicht. Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetat zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen eigenen Weg, aber der Herr warf unsere alle Schuld auf ihn."

[49:12] Jesus Christus hat sich das Leben ausgesucht hier auf der Welt, nicht in Luxus und ein herrliches Leben, sondern so wie wir auch leiden würden unter der Herrschaft Satans, genauso kam er auch. Und der Kampf damals zwischen Michael und Satan, also zwischen Jesus und Luzifer, fing im Himmel an und da hatte Michael bereits gewonnen. Jesus hatte den Satan bereits überwunden. Er überwand den Satan, der Satan ging folglich auf die Erde.

[49:44] Aber wie sollte Jesus Christus jetzt seinen Menschen helfen, die jetzt unter der Tyrannei des Satans standen? Nun, die Menschen waren diesem Zorn, diesem fürchterlichen Zorn des Engelfürsten ausgesetzt, aber sie wollten sich wehren. Viele Menschen haben erkannt: Es ist nicht richtig, in der Sünde zu leben, aber sie hatten keine Kraft gegen dieses Engelwesen zu kämpfen, das ihre Herzen gefangen genommen hat. Das Menschenherz zog ihn in die Sünde und der Mensch konnte nicht frei sein. Er war auf Tod und Verderben dem Fürst dieser Welt ausgeliefert, auch wenn er die Sünde abgelehnt hat und eine Abneigung dagegen hatte. Der Mensch hatte nicht mehr die Kraft seit dem Fall in Eden, seit dem Sündenfall, hatte er nicht mehr die Kraft dem zu widerstehen. Er wurde hineingezogen und unter die Herrschaft unterjocht.

[50:36] Aber Michael würde wiederkommen. Michael, der schon im Himmel gewonnen hat den Kampf, er würde auf die Erde kommen und seine Menschen befreien. Die Menschen, die ihre Hoffnung an ihn klammern. Schaut euch das mal an in Hebräer. Hebräer Kapitel 2, Paulus spricht davon. Michael kam auf diese Welt, Jesus Christus sollte den Kampf mit Satan wieder aufnehmen.

[51:04] Hebräer 2, Vers 14. "Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel." Die Kinder Gottes, die waren ja immer noch unter der Herrschaft Satans und Jesus im Himmelreich, dass er nun frei war von Satan, hat sich entschlossen: Ich werde auch im Fleisch auf diese Welt kommen. Ich werde genauso wie die Menschen sein, aber ich werde für sie kämpfen. Die Menschen hatten nicht mehr die Kraft, dem Satan zu widerstehen. Sie wurden unterjocht, aber Jesus Christus kam und er widerstand dem Satan ins Angesicht und er befreite seine Menschen. Die Macht des Teufels wurde gebrochen durch ihn.

[51:53] Und damit möchte ich zum letzten kleinen Abschnitt unserer Lektion kommen. Es heißt: Satan demaskiert. Das war unser Donnerstagsabschnitt. Es gibt eigentlich drei Gerichte über den Satan, die wir in der Bibel finden. Ich möchte ganz kurz mit euch mal durchgehen, damit wir sehen, wie Michael hier eigentlich gekämpft hat und wie er den Satan überwunden hat.

[52:18] Ezechiel 28, das ist der erste Fall. Ezechiel 28, wir lesen Vers 14, 15 und 16. "Du warst ein gesalbter Cherub in der Cherub. Es spricht über Satan. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandelst mitten unter den feurigen Steinen. Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde. Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden und du hast gesündigt. Darum habe ich dich vom Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt."

[52:50] Das war damals der Fall Satans vom Thron Gottes. Er war ja einer der Cherubine, die den den Thron bestürmt hatten und er fiel vom Thron Gottes ausgestoßen, als er in die Sünde fiel. Aber dann, Satan konnte nicht mehr am Thron Gottes. Also der erste Fall ist passiert. Aber Satan konnte natürlich noch im Weltall umher die Welten besuchen, die Engel besuchen, mit den Engeln reden. Wir wissen das aus Hiob 1, Vers 6. "Und als die Söhne Gottes versammelt waren, da kam der Satan mitten unter sie." Also Satan war sozusagen noch in der Lage, die Welten zu besuchen. Er konnte im Weltall freireisen. Denn es war ja noch nicht klar, hat Satan recht mit seinen Anschuldigungen oder nicht. Die Engel wussten es noch nicht. Die Gottheit, der Thron Gottes, die wussten es. Die haben ihn schon verstoßen vom Thron Gottes, als sein Herz verhärtet war.

[53:45] Jetzt im Weltall sollte er sein Unwesen treiben und er würde immer noch mit den Engeln in Kontakt sein. Es sollte erst klar werden, ob er fällt. Und dann lesen wir in Johannes 12, wie der Satan gefallen ist. Er war ja jetzt frei auf der Welt. Er hat die Herrschaft der Welt an sich gerissen, konnte immer noch frei im Universum reisen. Und jetzt in Johannes 12, Vers 30-32.

[54:12] "Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinet Willen ist diese Stimme geschehen, sondern um eure Willen. Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen." Jesus Christus sagt jetzt, also kurz vor seiner Kreuzigung sagt er: "Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Und wenn ich erhöht bin von der Erde, also wenn ich gekreuzigt werde, werde ich alle zu mir ziehen. Aber er sagt: Der Fürst dieser Welt wird jetzt hinausgestoßen werden."

[54:46] Ja, hinausgestoßen von wo denn? Er war ja schon vom Thron Gottes verbannt worden. Sollte er aus der Erde, von der Erde ausgestoßen werden? Nein, das war nicht möglich. Denn wir wussten ja nach Offenbarung 12, 12 und 13, der Satan würde, sobald er auf der Erde angekommen ist, die Gemeinde Gottes verfolgen. Er würde versuchen, seinen Thron zu verteidigen. Er ist nicht gefallen, sozusagen ist nicht von der Erde verbannt worden. Er hat sein Recht verloren, im Universum noch seine Machenschaften zu machen. Er war auf die Erde verbannt worden. Er konnte nicht mehr wie bei Hiob plötzlich reisen und in der Schar der Engel auftreten. Denn jetzt wussten die Engel: Satan ist falsch. Bis dahin war das ja immer nur so eine Vermutung. Aber jetzt am Kreuz hat Jesus in dreifacher Weise gesiegt.

[55:34] Erstens, er zeigt den Charakter Gottes. Er zeigte, dass Gott Liebe ist, für alle Menschen, für alle Engel sichtbar. Zweitens, er zeigte den Charakter Satans. Alle Engel wussten nun: Satan ist purer Hass. Er würde sogar einen Unschuldigen ans Kreuz nageln. Bis dahin gab es keinen Unschuldigen, den Satan umgebracht hätte. Aber plötzlich stirbt ein unschuldiger Mensch am Kreuz auf grausamste Weise. Der ganze Himmel wusste: Wow, Satan würde sogar einen Unschuldigen umbringen. Satan war entlarvt. Und das Dritte: Christus hatte den Preis für die Menschheit bezahlt. Durch seinen Tod konnten die Menschen frei werden. Er hat in dreifacher Weise am Kreuz gesiegt. Er war der König, König und König. Dreimal hat er das Herrschaftsgebiet Satans zerstört.

[56:20] Das war das zweite Mal, dass Satan gefallen ist. Er konnte im Universum nicht mehr reisen. Und dann heißt es: Der Satan ist auf die Erde gekommen und er geht umher wie ein brüllender Löwe und er versucht zu verschlingen, wie er kann, denn er weiß, dass er nur noch wenig Zeit hat. Satan würde jetzt sein Thron verteidigen. Er würde die Gemeinde Gottes verfolgen, die gerade dabei ist, aufgebaut zu werden nach nach Pfingsten. Und in den letzten Text möchte ich mit euch rein in unsere Lektion. Wir gehen nach ganz hinten in die Offenbarung, denn Satan würde noch ein drittes Mal fallen. Offenbarung, unser letzter Text für heute. Offenbarung 20.

[56:53] Offenbarung 20, wir lesen Vers 11 und 12. "Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß. Vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz mehr für sie gefunden. Und ich sah die Toten, kleine und große, vor Gott stehen und es wurden Bücher geöffnet und ein anderes Buch wurde geöffnet. Das ist das Buch des Lebens. Die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand."

[57:28] Das letzte Gericht sollte kommen. Der große weiße Thron erhob sich und alle, alle Toten sind lebendig geworden und sahen nun das Gericht. Jeder, zu diesem Zeitpunkt ist jeder anwesend. Jeder Engel ist anwesend. Jeder Dämon ist anwesend. Die Dreieinigkeit ist anwesend. Jeder gerettete Mensch und jeder gefallene Mensch ist anwesend. Alle sind da, alle sind lebendig. Kein Wesen fehlt. Alle sind auf einem Zeitpunkt da und jetzt verkündet Jesus Christus Gericht.

[57:56] Und das Resultat lesen wir hier in Offenbarung 20 Vers 10. "Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier und der falsche Prophet, wo das Tier ist und der falsche Prophet, und sie werden gepeinigt werden von Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit."

[58:13] Satan würde das dritte Mal fallen. Er würde die Ewigkeit verlieren. Er würde verbrennen im Feuer. Denn wo sollte er hin? Er hat den Thron Gottes für sich beansprucht, wurde davon ausgestoßen. Gott wusste, er ist falsch. Denn hat er das Universum, er versucht die Engel zu verführen, die meisten sind ihm nicht gefolgt. Am Kreuz wurde er ausgestoßen. Es ging ein Gericht und er war auf die Erde verbannt. Jetzt würde er gegen die Gemeinde kämpfen und versuchen, diese Erde, seinen Thron zu verteidigen. Aber am Ende würde auch er von der Erde ausgestoßen werden. Den Heiligen wird das Reich übergeben. Wo sollte er noch hin? Wo sollte es noch ein Herrschaftsgebiet für ihn geben? Es gab keinen Flecken mehr im Universum, wo er nach hin könnte. Satan würde vernichtet werden. Ein dreifaches Gericht. Satan wurde demaskiert und dann verurteilt.

[59:04] Jesus selbst war es, der den Streit im Himmel gewonnen hatte. Er hatte für seine Geschöpfe gekämpft und er hat den ganzen Himmel gewonnen. Er ist zum Überwinder geworden. Er hat den Satan demaskiert am Kreuz. Er war der Retter und der Erlöser für jeden, der sich ihm anschloss. Das Himmelreich ist nun wieder offen für jeden, der hinein möchte. Und Jesus Christus hat auch dich erwählt, dieses Geschenk anzunehmen. Er hat dich erwählt, dass du eines Tages das ewige Leben empfängst. Dass du im Reich Gottes lebst. Dass du ihn siehst von Angesicht zu Angesicht. Dass dein Leben nicht verloren geht. Es ist kein Zufall. Der Heilige Geist hat dich schon auserwählt, als du noch gar nicht wusstest, wer Gott ist. Er hat um dich geworben. Er hat versucht, dir das Evangelium zu bringen. Und heute, wenn du das hier hörst und das hier siehst, ist auch das wieder ein Aufruf für dich. Sag auch du: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt."

[1:00:01] Und egal, durch welches Leid ich hier auf dieser Welt gehe und egal, was um mich herum passiert, ich weiß, am Ende wird sich mein Erlöser über den Staub erheben und er wird mich aus dem Grab rufen und ich werde bei ihm sein und werde ihn von Angesicht zu Angesicht sehen. Ich wünsche mir das für dich und für mich, dass wir eines Tages so vor Gott stehen, weil er den Kampf auch in unserem Leben gewonnen hat. Ich rate euch ein, dass wir zum Abschluss noch ein Gebet sprechen.

[1:00:24] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen dafür, dass du, der du im Himmel den Kampf schon gewonnen hast, auch auf die Erde gekommen bist und dass du auch hier gekämpft hast für uns und dass du überwunden hast. Du hast den Sieg für die Menschheit geholt und heute darf

[1:00:40] jeder an diesem Sieg teilhaben, der sein Leben dir gibt. Und lieber Vater, wir möchten unser Leben ganz in deine Hand geben, möchten dich bitten, Herr, dass du auch uns zu Überwindern machst, dass wir eines Tages gemeinsam mit dir in deinem Reich sein werden. Wir danken dir schon jetzt dafür. Im Namen Jesu, Amen.

[1:01:02] Vielen Dank, dass wir gemeinsam dieses Thema studieren durften. Es macht Freude, durch das Buch Hiob zu gehen. Man entdeckt auch immer wieder neue Schätze. Ich möchte euch auch einladen für unsere nächste Lektion, Lektion Nummer 13, der Charakter Hiobs, was wir noch von Hiob lernen können, wie sein Charakter war, welcher Mensch er war. Fühlt euch eingeladen, seid dabei zur nächsten CSH. Gottes Segen.


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