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Diese Cannstatt Study Hour Folge befasst sich mit dem Buch Hiob und der Frage nach Gott und dem menschlichen Leid. Die Sprecherin Chiara Castoro untersucht, warum es Leid auf der Welt gibt, und ob Gott wirklich existiert, wenn er doch als liebevoll gilt. Anhand von biblischen Texten und Beispielen wird die Existenz Gottes durch die Schöpfung beleuchtet und die Rolle Satans im Leid thematisiert.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q4: Das Buch Hiob

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen bei dieser CSH mit der Serie "Das Buch Hiob". Wir haben nun schon drei Folgen hinter uns und diese Folge geht es um Gott und das menschliche Leid. Viele von uns fragen sich, warum eigentlich das Leid auf dieser Erde? Und wenn es Gott wirklich gibt, warum gibt es so viel Leid, wenn es doch ein Gott der Liebe ist? Aber bevor wir nun uns diese Fragen anschauen und die Bibeltexte, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam beten. Herr, ich möchte dir danken für dein Wort. Ich möchte dir danken, dass es Antworten hat auf unsere Fragen wie diese hier. Und ich möchte dich bitten, dass du unser Herz öffnest, damit wir dein Wort wirklich verstehen und du uns durch dieses Studium begleitest. Ich danke dir dafür. Amen.

[1:21] Also die Frage ist: Existiert Gott wirklich? Und wenn ja, warum so viel Leid auf dieser Erde? Hiob hatte ähnliche Fragen. Nach der Frage, ob Gott existiert, hat er eigentlich nie gefragt. Er hat daran geglaubt, dass es Gott gibt, aber er hat auch an einen Gott geglaubt, der Liebe ist. Deswegen konnte er immer mehr nicht verstehen, warum das ganze Leid auf ihn zugekommen ist. Und die gleiche Frage, die sich Hiob gestellt hat, sind es genau die gleichen Fragen, die wir uns stellen. Aber bevor wir daran schauen in der Bibel, warum es eigentlich das Leid gibt auf dieser Erde, möchten wir erstmal die Frage zu beantworten versuchen, ob es eigentlich wirklich einen Gott gibt.

[2:20] Wie bereits erwähnt, lesen wir nirgendwo in Hiobs Buch, dass Hiob daran anfing, irgendwie Zweifel daran zu haben, ob es einen Gott wirklich gibt. Und die Frage ist, warum hat er eigentlich keine Zweifel daran? In einem Vers lesen wir in Römer, in Römer Kapitel 1, Römer Kapitel 1 und dort Vers 18 bis Vers 20 lesen wir: "Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat. Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben."

[3:31] In diesem Vers, vor allem Vers 20, ist wichtig, wird erkennbar, dass wir durch Nachdenken wahrnehmen können, dass es einen Gott gibt, durch Nachdenken über seine Schöpfung, über seine Werke, auch in der Natur. Deswegen möchte ich euch einladen, dass wir tatsächlich darüber nachdenken, über das, was die Natur uns über Gott sagt.

[4:00] Wir haben Gott und die Bibel, die uns überzeugen möchte, dass es einen Gott gibt, der unser Schöpfer ist. Aber wir haben auch andere Theorien, wie zum Beispiel die Evolutionstheorie, die uns überzeugen möchte, dass das Leben und alle Lebewesen ohne die Existenz von Gott entstanden sind. In der Bibel steht, dass Gott alles in sechs Tagen geschaffen hat, doch die Evolutionstheorie dagegen besagt, dass alles durch tausende, Millionen, Milliarden von Jahren entstanden ist, durch zum Beispiel Materieexplosion und dadurch Entstehung von chemischen Elementen und durch Makroevolution. Der Darwinismus geht auch davon aus, dass durch Zufallsmutation oder Selektion alles entstanden oder evolviert ist.

[5:03] Ich möchte nicht aber näher darauf eingehen, was die Evolutionstheorie sagt, auch weil ich nicht vom Fach bin, aber wir möchten versuchen, darüber nachzudenken, durch auch ein einfaches Beispiel, ob es einen Gott geben kann. Ich habe euch jemanden mitgebracht. Es ist ein Legomensch. Und wenn ich euch erzählen würde, dass dieser Legomensch durch Zufall entstanden ist, dadurch, dass verschiedene Teilchen jahrzehntelang sich dann irgendwie zusammen getroffen haben, ihr würdet mir nicht daran glauben, sondern ihr würdet sagen, dass es jemanden gibt, der diesen Legomensch erfunden hat, der die Teilchen erfunden hat und es auch zusammengesetzt hat.

[5:50] Und doch ist dieser Legomensch nicht so komplex wie unser menschlicher Körper. Denn das, was dieser Legomensch nicht hat, ist zum Beispiel kein Intellekt, kein Verstand, auch nicht wie die Tiere ein Instinkt. Es hat auch keine Gefühle, keine Träume. Es fragt sich nicht nach dem Sinn des Lebens und auch nicht, warum es Leid auf dieser Erde gibt. Es hat keine inneren Organe, es hat kein Nervensystem und es spricht nicht.

[6:30] Und durch ähnliche Überlegungen könnten wir uns darüber Gedanken machen, dass wenn es unser Körper gibt, der so komplexer ist wie ein Legomensch, und wir denken, dass ein Legomensch nicht durch Zufall entstanden ist, dann können wir uns auch überlegen oder zu dem Schluss kommen, dass es nicht, dass unser menschlicher Körper nicht durch Zufall entstanden sein kann.

[7:00] Viele Wissenschaftler auch, gibt es heutzutage seit dem 20. Jahrhundert vor allem, dass viele daran glauben, dass es ein intelligentes Sein gibt. Das heißt, jemand, der höher ist als wir, der ja alles, was wir auf dieser Welt sehen und auch wir Menschen, dass er das durch Überlegungen geformt hat.

[7:32] Aber was lesen wir im Buch Hiob? Was hat er geglaubt? Was sind seine Aussagen? Wir müssten einen Text lesen, einmal in Hiob, Kapitel 10. Hiob, Kapitel 10 und dort Vers 8 bis Vers 12 und da steht: "Deine Hände haben mich als Ganzes gebildet und rundum gestaltet und nun verschlingst du mich. Gedenke doch, dass du mich wie Ton gebildet hast und nun willst du mich wieder in Staub verwandeln. Hast du mich nicht wie Milch hingegossen und wie Käse mich gerinnen lassen, mit Haut und Fleisch mich bekleidet, mit Gebeinen und Sehnen mich durchwoben. Leben und Gnade hast du mir gewährt und deine Fürsorge bewahrte. Bewahrte meinen Geist."

[8:35] Aus diesen Versen können wir lesen, dass Hiob eine ganz andere Frage hatte, als ob es einen Gott geben würde. Er war sich ganz sicher. Derjenige, der ihn geformt hat, ist dieser Gott, der Schöpfer.

[8:51] Einen anderen Vers möchten wir lesen, in Kapitel 12, auch in Hiob. Hiob, Kapitel 12 und dort Vers 7 bis Vers 10. Da steht: "Aber frage doch das Vieh, und es wird dich belehren, oder die Vögel des Himmels, und sie werden dir es verkündigen, oder rede mit der Erde, und sie wird dich unterweisen, und die Fische im Meer erzählen es dir. Wer unter allen diesen wüsste nicht, dass die Hand des Herrn dies gemacht hat, dass in seiner Hand die Seele alles Lebendigen ist und der Geist jedes menschlichen Fleisches?"

[9:25] Also Hiob sagt hier auch, dass sogar die Tiere wissen, dass es einen Gott gibt, der sie schafft. Und durch Nachdenken über die Schöpfung kam Hiob zu dem Schluss, es muss einen Gott geben und es muss einen Gott geben, der Liebe ist. Denn ein Gott, der schafft, der etwas, der ihn gewollt hat auf dieser Erde, kann nichts anderes als ein Gott der Liebe sein. Und umso schwieriger wird für ihn ja die Suche nach der Antwort sein über das Leid, was ihm gerade zugestoßen ist.

[10:07] Auch Ellen White dachte über die Schöpfung nach und ich möchte euch ein paar Worte lesen aus dem Buch "Schritte zu Jesus". Diese Worte findet ihr gleich am ersten Kapitel vom Buch "Schritte zu Jesus".

[10:31] "Die Natur wie auch Gottes Wort zeigen uns die Liebe Gottes. Unser Vater im Himmel ist die Quelle des Lebens, der Weisheit und der Freude. Wie wunderschön die natürliche Welt doch ist, wie erstaunlich und wunderbar sie unseren Bedürfnissen entspricht und für unser Glück sorgt, und das nicht nur für uns Menschen, sondern für alle geschaffenen Lebewesen. Sonnenschein und Regen, die die Erde erfreuen und erfrischen, die Berge und Seen und beiden Ebenen, sie alle erzählen uns von der Liebe des Schöpfers."

[11:11] Es ist auch sehr interessant, dass Gott uns Menschen etwas ganz Besonderes geschenkt hat, um uns Zeit, damit wir Zeit haben, über seine Schöpfung und ihn als Schöpfer nachzudenken. Und zwar, das ist das vierte Gebot, das Sabbatgebot. Wenn wir in 2. Mose 20 lesen, 2. Mose 20, da fängt schon auch dieses Gebot ganz anders an wie alle anderen. Es ist nicht mehr "du sollst" oder "du sollst nicht", sondern "gedenke". Denke darüber nach. "Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch den Fremdling, der innerhalb der Natur lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruht am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt."

[12:24] Wir können uns an jedem Sabbat freuen, an der Natur und darüber nachdenken und Zeit nehmen, vielleicht auch durch einen Spaziergang oder durch den Wandertag, einfach über die Natur Gottes und über sein Wesen.

[12:50] Und ist Gott eigentlich auch wirklich Liebe? Das ist die Frage, die sich Hiob gefragt hat, nachdem er wusste, es gibt einen Gott, es gibt einen Gott, der Schöpfer ist. Und ja, wie ist eigentlich sein Wesen? Ich möchte mit euch kurz die ersten zwei Kapitel von Hiob überfliegen. Die ersten zwei Kapitel von Hiob überfliegen, in dem seine Geschichte steht, wo alles begann und daraus ein paar Indizien herausfiltern, die über das Leid und wer eigentlich das Leid auf dieser Erde will, was hat Gott damit zu tun und so weiter.

[13:45] Lesen wir zuerst vom Buch Hiob, Kapitel 1, Vers 1. Da steht: "Es war ein Mann im Land Uz, der hieß Hiob, der war ein untadeliger und rechtschaffener Mann, der Gott fürchtete und das Böse mied." Das ist die Beschreibung von Hiob. Das heißt, das Leid, das ihm später auch zugestoßen ist, hat nichts mit Hiob zu tun, denn er war laut dieser Beschreibung, er war für Gott perfekt, er war gerecht. Somit ist nicht die Konsequenz seines Verhaltens, was ihn dazu gebracht hat, zu leiden. Es war nicht die Strafe für irgendein Verhalten von ihm.

[14:36] Wenn wir weiterlesen, sehen wir in Vers 7, dass der Herr mit Satan spricht. Da steht: "Da sprach der Herr zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln darauf." Die Bibel beschreibt, und Jesus sagt das auch in Johannes 16, dass der Fürst dieser Welt der Satan ist. Das heißt, der Fürst, der Herrscher dieser Welt ist nicht Gott, es ist der Satan. Und er sucht, wen er angreifen und vernichten kann. So auch laut 1. Petrus, Kapitel 5, Vers 8. Er sucht, wie ein Löwe, wen er verschlingen kann.

[15:24] Das sind die Gedanken von Satan über uns Menschen. Er hat nicht so wie Gott, er hat gute Gedanken über uns, Gedanken der Hoffnung und der Zukunft, sondern im Gegenteil, er möchte die Menschheit und die Gläubigen vor allem vernichten.

[15:45] Vers 12 lesen wir was ganz Schönes. Da sprach der Herr zum Satan: "Siehe, alles, was er hat, soll in deiner Hand sein. Nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus." Und der Satan ging vom Angesicht des Herrn hinweg.

[16:02] Das heißt, auch wenn Satan der Fürst dieser Erde ist, hat doch Gott die Hand über uns und er setzt Grenzen. Er kennt uns und er setzt Grenzen über das Leid. Er weiß, wie viel wir ertragen können und er weiß, dass wir zu einem bestimmten Punkt des Leidens, der Versuchungen, diese auch überwinden können.

[16:30] In Vers 22, auch vom Kapitel 1, lesen wir: "Bei alledem sündigte Hiob nicht und verhielt sich nicht ungebührlich gegen Gott." Da sehen wir, welche Einstellung auch Hiob hatte gegenüber von Gott. Obwohl ihm all das Leid zugetroffen ist, war er weiterhin untadelig und gerecht in Gottes Augen.

[17:00] Nun gehen wir zum Kapitel 2 von Hiob und dort Vers 3. Da spricht wieder der Herr zum Satan und sagt: "Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet, und er hält immer noch fest an seiner Tadellosigkeit, obwohl du mich gereizt hast, ihn ohne Ursache zu verderben."

[17:30] Das heißt, auch Gott findet für das Leid von Hiob keinen Grund. Es gibt keinen Grund, warum Hiob leiden müsste, sondern es war einfach nur Satans Wille, dass das geschieht. Und in Vers 10 lesen wir: "Er aber sprach zu ihr: Du redest so, wie eine törichte Frau redet. Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen?" Bei alledem versündigte sich Hiob nicht mit seinem Leben.

[18:08] Das heißt, das Leid steigert sich im Kapitel 2 und Hiob bleibt fest und bleibt gotttreu. In Vers 13 setzen sie sich zu ihm auf den Erdboden sieben Tage und sieben Nächte lang und keiner redete ein Wort mit ihm, denn sie sahen, dass sein Schmerz sehr groß war.

[18:37] Hiob hat in diesen zwei Kapiteln, als er über sein Leid gelitten hat, er hat wirklich gelitten. Er hat nicht nur versucht, Gott weiterhin zu gehorchen, sondern er hat auch gelitten. Es war nicht so, dass er keine Schmerzen hatte und dass er deswegen weiterhin Gott gefürchtet hat, sondern er hatte die Schmerzen, so wie auch jeder von uns Schmerzen hat, wenn er leidet.

[19:09] So die Frage, die wir uns stellen müssen in diesen zwei Kapiteln von Hiob ist: Wollte Gott eigentlich, dass Hiob leidet und will Gott, dass auf dieser Welt es Leid gibt? Die Antwort ist nein. Gott will das nicht, sondern derjenige, der das möchte, ist es der Satan. Und das Ziel von Satan war eigentlich, Hiob von Gott abzubringen, indem er ein falsches Gottesbild bekommt. Und das ist auch das, was die Freunde gemacht haben.

[20:00] Wir lesen in Hiob Kapitel 42 Vers 8. Da ist Gott, der zu den Freunden von Hiob redet und sagt: "So nehmt nun sieben junges Tiere und sieben Widder und geht zu meinem Knecht Hiob und bringt sie als Brandopfer da für euch selbst. Mein Knecht Hiob aber soll für euch bitten, denn nur ihn werde ich erhören, dass ich gegen euch nicht nach eurer Torheit handle, denn ihr habt nicht recht von mir geredet, wie mein Knecht Hiob."

[20:28] Das heißt, die Freunde von Hiob haben dem Hiob ein falsches Gottesbild gezeigt. Wahrscheinlich, weil sie ihn doch nicht so sehr gut kannten, wie Hiob ihn kannte, als den Gott der Liebe.

[20:42] In der Sabbatschule steht ein ganz interessantes Zitat von Levis, der in einem seiner Bücher schreibt: "Nicht, dass ich, wie ich meine, in großer Gefahr wäre, aufzuhören, an Gott zu glauben. Die wahre Gefahr liegt darin, derart Schlimmes über ihn zu glauben. Die Schlussfolgerung, von der ich mich fürchte, lautet nicht: Also gibt es überhaupt keinen Gott, sondern: So ist Gott also in Wirklichkeit."

[21:19] Wir wollen von Gott aber kein falsches Bild bekommen, sondern wir möchten wirklich Gott verstehen und auch verstehen, was er mit diesem ganzen Leid auf dieser Erde zu tun hat, oder beziehungsweise, warum er das überhaupt alles zulässt. Die zwei Folgen davor haben wir über den großen Kampf geredet und es ist etwas, was wir verstehen müssen, um auch Gottes Antwort auf dem Leid dieser Welt zu verstehen.

[21:57] Der erste Grund, warum Gott das zulässt, ist, weil er zeigen muss, den ganzen Welten und auch uns, dass er wirklich Liebe ist. Und das ist, denn der Satan hatte ihm vorgesprochen, dass er doch kein Gott der Liebe ist, dass sein Gesetz schwer ist, dass er ein Tyrann ist. Und hätte er Satan mit dem Ganzen sofort vernichtet, und hätten die Engel und die ganzen Welten auch daran geglaubt und hätten vor Gott Angst gehabt und aus Angst ihn respektiert, aber nicht aus Liebe.

[22:42] Ein weiterer Grund, warum Gott auch das Leid zulässt, finden wir auch in diesem ersten Kapitel vom Buch "Schritte zu Jesus" und ich möchte euch daraus was vorlesen.

[23:00] "Gott schuf den Menschen heilig und glücklich, und auf der Erde, die so schön aus der Hand des Schöpfers kam, war weder Verfall noch irgendein Schatten des Fluches zu finden. Erst die Übertretung des göttlichen Gesetzes, des Gesetzes der Liebe, brachte Leid und Tod. Doch sogar inmitten des Leides, das der Sünde folgt, offenbart sich die Liebe Gottes. Es steht geschrieben, dass Gott die Erde um des Menschen willen verfluchte. Die Dornen und Disteln, die Schwierigkeiten und Prüfungen, die das Leben der Menschen zu mühsam und voller Sorgen machen, sollen ihm zum Besten dienen und sind ein notwendiger Teil der Erziehung Gottes, damit der Mensch wieder aus dem Verderben und der Erniedrigung aufgerichtet wird, die die Sünde bewirkt hat. Es gibt nicht nur Leid und Elend in der Welt, auch wenn sie gefallen ist. Die Natur selbst erzählt uns von Hoffnung und Trost. Disteln tragen Blüten und die Dornen sind mit Rosen bedeckt."

[24:09] Wir müssen ein Bibelfest lesen, auch in Römer, im Brief Römer, im Römerbrief und dort Kapitel 8, Vers 28. Und hier lesen wir: "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind."

[24:39] Ich weiß, es ist schwierig, während man an einem Tiefpunkt ist oder leidet, der Schmerzen hat, daran zu glauben, dass alles zum Besten dient. Aber das können wir auch aus der Geschichte von Hiob erkennen. All das Böse, was uns zustößt und all das Leiden ist nicht, was Gott will für uns, sondern es ist etwas, das Gott nutzt, um daraus was Gutes zu machen.

[25:07] In Jakobus, Kapitel 1, Vers 3, können wir etwas Weiteres erkennen. Jakobus, Kapitel 1, Vers 3, da lesen wir, beziehungsweise wir lesen es schon ab Vers 2: "Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt."

[25:54] Das ist eigentlich eine der wichtigen Eigenschaften für die Gläubigen in der Endzeit, das standhafte Ausharren. Und dieses Ausharren können wir wirklich nur erlangen, wenn wir all die Versuchungen, all das Leid, das wir bekommen, die wir zu erleiden haben, wenn wir trotzdem Gott vertrauen und diese Versuchungen und das Leid dadurch überwinden, mit Gottes Hilfe überwinden. Wenn wir das schaffen, dann bringt es in uns etwas, was wir davor nicht hätten: das Ausharren.

[26:30] Und in Hebräer, Kapitel 4, lesen wir eine wunderschöne Verheißung. Hebräer, Kapitel 4, dort Vers 15 und Vers 16 lesen wir: "Denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde. So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe."

[27:08] Hier ist von Jesus die Rede. Er selbst hat alles durchlebt, was wir in unserem Leben durchleben, wenn nicht sogar in einem viel größeren Maße. Und er hat aber die Sünde überwunden. Er hat das Leid auch durchlitten, aber ist trotzdem gotttreu gewesen für uns, damit wir Gnade empfangen können.

[27:42] Und auch hier möchte ich euch aus dem ersten Kapitel von "Schritte zu Jesus" lesen, und das sind die Worte, die Ellen White schreibt.

[27:50] "Jesus lebte, litt und starb, um uns zu erlösen. Er wurde ein Mann der Schmerzen, damit wir ewige Freude haben können. Gott lässt zu, dass sein geliebter Sohn, der voller Gnade und Wahrheit ist, aus einer Welt unbeschreiblicher Herrlichkeit in eine Welt kam, die von Sünde verdorben und vergiftet und vom Schatten des Todes und des Fluches verfinstert worden war. Er lässt zu, dass er die Geborgenheit seiner Liebe, die Anbetung der Engel verließ, um Schande, Beleidigung, Demütigung, Hass und den Tod zu erleiden. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Denk an Jesus in der Wüste, in Gethsemane, am Kreuz. Der makellose Sohn Gottes nahm die Last der Sünde auf sich. Doch Christus brachte dieses Opfer nicht, um Gott zu bewegen, den Menschen zu lieben und zu retten. Oh nein, denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab."

[28:59] Ich möchte kurz zusammenfassen, was wir bisher gesagt haben. Wenn wir durch das Nachdenken der Schöpfung, wenn wir nachdenken über die Schöpfung und über Gottes Werke, werden wir schnell erkennen, auch durch die Komplexität der Natur, unseren menschlichen Körper und der Tierwelt und alles, dass es einen Gott geben muss. Und durch die Dinge, die Gott geschaffen hat, in all den Dingen, merken wir auch noch heute, wie er ist, sein Charakter.

[29:46] Und das Leid auf dieser Erde zeigt uns, dass es auch einen Feind Gottes gibt und dass er derjenige ist, der das ganze Leid möchte für uns. Und er möchte uns durch diese Mittel wegbringen von Gott, damit wir Gott nicht lieben durch das falsche Gottesbild, das er uns einreden möchte. Aber Gott ist Liebe und das erkennen wir vor allem am Kreuz. Und durch die ganzen Leiden, die wir durchleben, wird unser Glaube immer stärker und immer größer.

[30:31] Möchten wir wie Hiob sein, der trotz seinem ganzen Leid, das er durchleiden musste, das er durchgehen musste, obwohl er viel alles verloren hatte und auch körperliche Schmerzen hatte, möchten wir wie Hiob einfach gehorsam sein zu Gott, treu ihm sein. Denn wir wissen oder wir erkennen durch das Bibelstudium auch dazu, dass es einen Gott gibt, der Liebe, der all diese Dinge nicht möchte.

[31:09] Oftmals haben wir keine Antworten auf unsere Fragen nach dem Warum. Auch Hiob bekam nicht die Antwort, wie wir sie heute uns durchstudieren können. Aber er war sich gewiss, dass Gott treu ist und so wollte er auch gotttreu sein.

[31:32] Gott möge uns hier begleiten in unserem Leben, dass wir uns immer daran erinnern, wenn uns Leid zustößt, was denn gerade eigentlich geschieht, was es für einen großen Kampf gibt und welche Rolle wir spielen in diesem ganzen großen Konflikt. Und ich möchte euch einladen, dass wir gemeinsam beten, damit auch Gott uns diese Kraft schenkt, immer an ihn festzuhalten, egal was in unserem Leben alles geschehen mag.

[32:14] Herr, ich möchte dir danken, dass du ein großer und gütiger Gott bist. Danke, dass du uns erschaffen hast, Herr. Und wir danken dir, dass du uns offenbarst, wie du wirklich bist, durch die Natur, durch dein Wort, Herr, dass du ein Gott der Liebe bist. Ich möchte dich bitten, dass du uns immer dieses Bewusstsein schenkst und dass wir in all dem Leid und in all den Schwierigkeiten, die wir in unserem Leben haben können, Herr, dass wir trotzdem deine Hand hier sehen.

[32:52] Herr, ich möchte dir danken, dass du bald wiederkommen möchtest, um all das Leid auch ein Ende zu bringen. Und ich möchte dich bitten, dass du uns bis dahin auch die Kraft schenkst, in unserem Leben, um dir bis ans Ende vertrauen zu können. Ich danke dir dafür. Amen.

[33:16] Ich möchte euch einladen, auch bei der nächsten Folge dabei zu sein. Wenn es darum geht, "Verfluche den Tag". Es wird bestimmt auch ein sehr spannendes Thema sein und es lohnt sich auf jeden Fall, wieder reinzuschauen. Bis bald.


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