[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Herzlich willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Zur vierten Folge unserer Serie über das Lukas-Evangelium. In der heutigen Folge wollen wir uns Gedanken machen über die Jüngerschaft. Wir wollen den Ruf in die Nachfolge gemeinsam studieren. Letzte Woche haben wir gesehen, wer war Jesus Christus, haben uns über seine Identität ausgetauscht und heute wollen wir uns über seine Nachfolger und die Nachfolge Jesu Gedanken machen. Damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 25. April. Und wie es unsere gute Gewohnheit ist, möchten wir auch dieses Bibelstudium einleiten mit einem Gebet, mit der Bitte, dass der Heilige Geist unsere Gedanken führen möge. Ich lade dich, liebe Freunde, ganz herzlich dazu ein. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen für diesen Tag und für die Gelegenheit in deinem Wort zu lesen und es zu studieren. Es ist keine Selbstverständlichkeit und wir möchten dich bitten, dass du unsere Gedanken führst durch deinen guten Geist, dass du uns Erkenntnisse schenkst, die unser Leben verändern und die uns helfen, tatsächlich in der Nachfolge zu leben, so wie du es dir wünschst. Sprichst du zu unserem Herzen, rufst du uns auf, dir noch näher nachzufolgen und sei du bei uns im Namen Jesu. Amen.
[1:42] Der Ruf in die Nachfolge. Alle Evangelisten berichten von solchen Situationen, in denen Jesus seine Jünger rief und auch Lukas hat einige Geschichten und einige auch, die besonders für Lukas sind. Zum Beispiel die Geschichte in Lukas 5, die in ihrer Ausführlichkeit so nur bei Lukas zu finden ist. In Lukas 5 lesen wir die Geschichte der Berufung von Petrus und einigen anderen Fischern und es lohnt sich dort einfach mal die Verse gemeinsam anzuschauen. In Lukas 5, Vers 1 lesen wir: „Es begab sich aber, als die Menge sich zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, dass er am See Genezareth stand.“ Die Einleitung dieser Geschichte sagt uns, dass es ein großes Interesse am Wort Gottes gab. Mit anderen Worten, der Grund, warum Gott überhaupt Menschen in die Nachfolge ruft, einer zumindest, ist es, da gibt es andere, die Interesse haben am Wort. Sie möchten es gerne hören und wie Jesus an anderer Stelle gesagt hat, zum Beispiel in Matthäus 9 und dort Vers 37 und 38, als er ebenfalls über die Nachfolge spricht, so wie er dort gesagt hat, so ist es tatsächlich auch in Matthäus 9, Vers 37 und 38. Es heißt hier: „Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenig Arbeiter, darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende.“ Das ist, was Jesus hier in Lukas 5 exemplarisch getan hat. Eine große Menge, sie alle sind bereit, das Wort zu hören und Jesus ist jetzt dabei, Menschen zu berufen, die diese Not, diesen Drang der Menschen abhelfen sollen.
[3:42] Es heißt hier in Vers 2: „Und er sah zwei Schiffe am Ufer liegen, die Fische aber waren aus ihnen ausgestiegen und die Netze.“ Jesus sieht die Menschen in ihrer natürlichen Umgebung, in ihrer natürlichen Aktivität. Die Fischer, wie wir noch gleich lernen werden, hatten nichts gefangen, sie waren enttäuscht, sie waren erfolglos gewesen und ich glaube, wir alle kennen die Geschichte, wir wissen, dass Jesus diese Fischer hier an dieser Stelle gleich zu Menschenfischern berufen wird und die ganze Geschichte ist sozusagen eine Art Gleichnis auch über die Art und Weise, Menschen zu fischen. Hier haben wir Menschen, hier haben wir Fischer, die gefischt und gefischt und gefischt haben und nichts gefangen haben und jetzt damit beschäftigt sind, ihre Methode zu polieren sozusagen, ihr Netz zu waschen.
[4:39] In Vers 3 heißt es: „Da stieg er in eines der Schiffe, das Simon gehörte und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren und er setzte sich an und lehrte die Volksmenge vom Schiff aus.“ Jesus ergreift die Initiative, er ist es, der Kontakt aufnimmt zu jenen Fischern. Nun, sie waren nämlich unbekannt, Simon kannte ihn schon seit längerem. Wir lesen im Johannesevangelium in Johannes 1 und dort Vers 41 und 42: „Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden, das heißt übersetzt den Gesalbten, und er führt ihn zu Jesus. Zieht Jesus aber sein an und sprach: Du bist Simon, Jonas Sohn, und du sollst Kephas heißen, das heißt übersetzt ein Stein.“ Also Jesus und Simon, die kannten einander. Simon war bereits ein Teilzeitjünger von Jesus gewesen, aber jetzt war der Zeitpunkt gekommen für eine noch größere Hingabe, für ein noch größeres Opfer, für den Vollzeitdienst für Jesus. Jesus beobachtet seinen bisherigen Teilzeitjünger, wie er eifrig die Netze wäscht, sicherlich mit einem geknickten Gesicht, vielleicht etwas Frustration in seiner Stimme und Jesus geht auf ihn zu und fragt ihn, ob er sein Boot, das Boot von Simon, zu einem Instrument der Evangeliumsverkündigung machen kann. Und hier zeigt sich bereits der gleichnishafte Charakter der späten Geschichte, als sie dann mit dem Boot hinausfahren, um Fische zu fangen. Das Boot wurde noch bevor sie zum Fischzug ausziehen, zu einem Instrument der Seelengewinnung. Das heißt, er setzte sich und lehrte die Volksmenge vom Schiff aus. Simon Petrus und die anderen Fischer hören die Worte Jesu, sie hören die Predigt und nachdem sie die Predigt gehört haben, nachdem sie selbst auch aufgetankt haben von den Worten des Evangeliums, lesen wir in Vers 4: „Als er aber zu reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: Fahr hinaus auf die Tiefe und lasst eure Netze zu einem Fang hinunter.“
[6:40] Dieser Auftrag war ein Glaubenstest, aber gleichzeitig auch ein Gleichnis, denn wie wir gesagt haben, diese Fischer sollen zu Menschenfischern gemacht werden und Jesus möchte ihnen etwas illustrieren. Sie haben mit allem ihrem Wissen, ihrem menschlichen Wissen, versucht Fische zu fangen und sie sind frustriert, es hat nicht funktioniert und sie waschen ihre Netze, sie polieren die Methode sozusagen. Kann es sein, dass auch wir in der Mission oftmals genau dieselbe Erfahrung haben? Wir versuchen unser Bestes, wir versuchen das Handwerk so gut wie möglich zu beherrschen und trotzdem ist da so wenig, manchmal gar kein Erfolg und Frustration macht sich breit. Wir polieren vielleicht an den Methoden, überlegen uns, ob wir die Methoden vielleicht ändern sollten und dann kommt Jesus und Jesus tritt in unser privates Leben, unser alltägliches Leben, vielleicht in unser Betriebsgeschäfts-Arbeitsleben und sagt: „Hier, wo du bist, will ich dich gebrauchen oder eventuell, wie im Fall von Petrus, ich will dir eine neue Aufgabe geben.“
[8:01] Vers 5 enthält die bemerkenswerte Antwort: „Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen.“ Sie hatten keinen Erfolg gehabt, die Umstände waren jetzt noch ungünstiger, denn Fische beißen lieber nachts als tags, das weiß jeder Fischer, aber Petrus folgt nicht den Umständen, Petrus folgt nicht irgendeiner Machbarkeitsstudie, Petrus folgt dem Wort Gottes und das ist eine der fundamentalen Lektionen für die Nachfolge. Jesus wird uns in der Nachfolge immer wieder Aufträge geben, die scheinen sinnlos zu sein, die scheinen nicht relevant zu sein oder nicht mit der gegenwärtigen Situation, den Umständen der gegenwärtigen Kultur in Übereinstimmung zu sein, aber das Entscheidende der Nachfolge ist: „Auf dein Wort hin will ich es tun“, auch wenn es scheinbar vergebliche Mühe zu sein scheint. So wie der Hauptmann in Matthäus 8, hat auch Simon Petrus hier in Lukas 5 ein implizites Vertrauen in die Kraft des Wortes. So oft machen wir den Fehler, dass wir in unseren missionarischen Bemühungen überlegen: „Macht das Sinn? Ist das noch relevant? Ist das noch aktuell? Passt das zur Situation?“ statt uns zuallererst zu fragen: „Was sagt das Wort Gottes?“ statt die Botschaft zu ändern, statt Methoden einzuführen, die nicht aus dem Wort Gottes kommen oder aus dem Geist der Weisbarung, sollten wir zuallererst fragen: „Was sagt das Wort?“ und auf das Wort Jesu hin wollen wir arbeiten.
[9:47] Vers 6: „Das Ergebnis ist überraschend und im Grunde genommen eigentlich nicht überraschend, wenn man Gott wirklich kennt.“ „Und als sie das getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische und ihr Netz begann zu reißen.“ Da war Erfolg und zwar nicht nur qualitativer Erfolg, da war sogar quantitativer Erfolg, etwas, wo wir manchmal etwas zurückschrecken. Und ja, es stimmt, es gibt Situationen in der Weltgeschichte, da ist der Erfolg quantitativ nicht allzu groß, wir denken an Noah. Und trotzdem ist es interessant, dass sie nicht nur ein paar Fische fingen, sie fingen unglaublich viel. Die Endzeit behält genau sich das auch vor, uns zu überraschen mit einer großen Menge an Menschen, die gewonnen werden können. Jesaja 2 ist nicht im Sendemanuskript enthalten, da haben wir diese Prophezeiung in Jesaja 2 und dort Vers 2 und 3. Dort heißt es: „Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des Herrn fest gegründet stehen an der Spitze der Berge und wird erhaben sein und über alle Höhen und alle Heiden werden zu ihm strömen und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln, denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem.“ Am Ende der Zeit werden viele Völker, viele Menschen, große Menschenmassen sich der Wahrheit noch anschließen. Natürlich werden die Gläubigen immer verglichen mit der Weltbevölkerung in der Minderzahl sein, aber es ist eine große Ernte, das ist, was Jesus immer wieder sagt.
[11:31] Und interessant ist auch, dass der Erfolg der Mission, der offensichtlich damit zusammenhängt, dass Jesus jetzt im Boot ist und dass Jesu Auftrag eins zu eins umgesetzt wird, dazu führt, dass die verschiedenen Schiffe, die unterwegs sind, zusammenarbeiten müssen. Vers 7: „Da winken sie den Gefährten, die im anderen Schiff waren, dass sie kommen und ihnen helfen sollten, und sie kamen und füllten beide Schiffe, sodass sie zusammenzusinken begannen.“ Manchmal erleben wir es, dass auch unter den bibeltreuen, gut gewillten, missionseifrigen Menschen des Volkes Gottes so ein bisschen die Idee vorherrscht: „Naja, ich habe mein Boot, du hast dein Boot, jeder fischt wie er kann.“ Aber wenn Jesus im Boot ist, wenn wir den Auftrag Jesu eins zu eins umsetzen, wird die Ernte so groß werden, wird der Fischfang so gewaltig sein, dass wir notgedrungen zusammenarbeiten müssen und selbst dann wird es uns noch überwältigen. Könnte sein, dass das Hauptproblem unserer missionarischen Bemühungen nicht fehlende Relevanz oder ein fehlendes Update der Methoden sind, sondern die Tatsache, dass vielleicht Jesus noch gar nicht wirklich in unserem Boot ist und wir noch nicht wirklich den Auftrag Jesu, das Wort Jesu eins zu eins umsetzen, ganz egal, wie die Situation auch aussehen mag.
[12:52] Und dann ist noch etwas sehr Interessantes in dieser Geschichte. Vers 8: „Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Herr, gehe von mir hinweg, denn ich bin ein sündiger Mensch.“ Wir wollen uns hier ganz deutlich merken: Wenn ein Mensch die Missionsmethode Jesu anwendet und zwar Wort für Wort, in dem Fall war es eine Mission unter Fischen sozusagen, dann wird er nicht stolz, sondern demütig. Wenn Jesus im Boot ist, wenn sein Wort umgesetzt wird, wird das nicht dazu führen, dass die Fischer oder dann auch die Menschenfischer sich selbst erheben, sondern so wie Jesaja sagen werden: „Wehe mir, wehe mir, ich vergehe.“ So wie in Jesaja 6, als die Herrlichkeit Gottes offenbar wird und der bereits vorhandene Prophet Jesaja seine Sündhaftigkeit erkennt. So wie Petrus, der bereits ja Teilzeit mit Jesus unterwegs gewesen ist, der bereits immer wieder Wunder gesehen hatte, jetzt an dieser Situation, bei diesem gewaltigen Erfolg seine Unwürdigkeit erkennt, so werden wir unsere Unwürdigkeit erkennen als Missionare, als Nachfolger Jesu, wenn wir erst einmal wirklich Jesus mit im Boot haben und seine Methoden, seinen Auftrag eins zu eins auf sein Wort hin umsetzen. Denn dann wird, so wie in Jesaja, die Herrlichkeit Gottes offenbar werden.
[14:25] Offenbarung 18 gibt uns die wunderbare Zusage, dass das nicht nur schöne Theorie bleiben wird, sondern dass das eines Tages wirklich geschehen wird. In Offenbarung 18 und dort Vers 1 heißt es: „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Wenn die dreifache Engelsbotschaft mit zusätzlicher Kraft die ganze Erde erleuchtet, wird die Herrlichkeit Gottes sichtbar werden. Und so wie Jesaja werden die Diener Gottes, die mitfischen, die mitfangen, werden sich ihrer Unwürdigkeit bewusst sein und werden, so wie Simon Petrus, sagen: „Ich bin ein sündiger Mensch.“ Sie werden sehen, wie viel da noch zwischen ihnen und Jesus ist. Obwohl sie sagen: „Geh hinweg“, werden sie doch, wie Petrus, ihn festhalten an den Knien und sagen: „Bleib doch da.“
[15:16] Es heißt in Lukas 5, 9: „Denn ein Schrecken überkam ihn und alle, die bei ihm waren, wegen des Fischzuges, den sie gemacht hatten.“ Und gleicherweise versehen auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Teilhaber waren. Und Jesus sprach zu Simon: „Fürchte dich nicht, von nun an sollst du Menschen fangen.“ Dieses Prinzip ist eins zu eins übertragen auf die Mission unter Menschen. Jesus nimmt den Fischer und macht ihn zum Menschenfischer. Er benutzt unsere natürlichen Gaben, Talente, die er uns sehr gegeben hat, damit sein Plan unseres Lebens realisiert wird. Und er gibt den Auftrag und die geistliche Methode dazu, um Nachfolger Jesu sein zu können.
[16:14] Und beeindruckend, Vers 11: „Und sie brachten die Schiffe ans Land.“ Sie haben noch diese eine Aufgabe zu Ende gemacht. Sie sind nicht aus dem Wasser gesprungen und sind fanatisch losgeschwommen. Nein, sie brachten die Schiffe ans Land. Die Aufgabe haben sie noch zu Ende gebracht. Aber dann heißt es: „verließen sie alles und folgten ihm nach.“ Zum Zeitpunkt ihres größten beruflichen Erfolges haben sie alles aufgegeben. Jesus ruft dich dann, wenn wir ohnehin eigentlich nicht wissen, was wir tun sollen, sondern wenn Jesus ruft, dann ruft er ganz oft zu einem Zeitpunkt, wo es ein echtes Opfer bedeutet, wo eigentlich alles gut zu gehen scheint. Und je größer das Opfer, so ist meine persönliche Erfahrung, desto größer der Segen. Je größer der Opferschritt ist, den wir gehen, desto größer der Segen, den Gott durch uns erreichen kann. Der Ruf in den Vollzeitdienst muss umgehend beantwortet werden. Und nicht jeder von uns ist von Gott gerufen, alles hinzuschmeißen und Vollzeit für ihn zu arbeiten. Aber wenn das der Ruf Gottes an dich ist, liebe Freunde, wenn es jemanden gibt, der heute hier zuhört und zuschaut und den Gott ruft in den Vollzeitdienst, dann wisse: Es lohnt sich nicht, das weiterzumachen, von dem Gott einen wegruft. Wenn Gott ruft, dann ruft er klar und bestimmt und unmissverständlich. Und wenn er ruft, das ist das Beste, was er tun kann: alles stehen und liegen lassen und ihm nachfolgen.
[18:02] Eine weitere Geschichte im Lukas-Evangelium bezüglich der Jünger, die findet sich in Lukas Kapitel 6. Wir haben hier ab Vers 12 die Wahl der zwölf Apostel. Es heißt hier in Vers 12: „Lukas 6, Vers 12: Es geschah aber in jenen Tagen, dass er hinausging auf den Berg, um zu beten, und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott.“ Ich finde das so interessant, dass Jesus die ganze Nacht betete, bevor er seine zwölf Apostel erwählte. Wichtige Entscheidung, erfordern viel Gebet. Und noch etwas ist interessant daran: Wisse, bevor dich Jesus für eine Aufgabe ruft, hat er für dich gebetet. Jesus ruft nicht und betet dann später und sagt: „Naja, wäre ganz gut, wenn du sie unterstützt, Vater.“ Nein, er betet zuerst, und nachdem er gebetet hat, dann beruft er Menschen. Lieber Freund, liebe Freundin, egal wozu dich Gott ruft, zu welcher Aufgabe, sei sie klein oder groß, lokal oder in der weiten Welt, bevor er dich gerufen hat, hat er sich gründlich Zeit genommen, für dich zu beten, für dich vorzusprechen beim Vater. Ist das nicht etwas, was uns Mut machen kann, dass Jesus sich überlegt, wen er beruft und wann er beruft und wie er beruft und dass er im Vorhinein schon für uns betet? Mir macht das Mut. Es zeigt mir, dass wenn Gott mich ruft, dann ruft er mich einfach nicht ins Ungewisse, auch wenn ich manchmal nicht weiß, wie es weitergeht. Aber er ruft mich, wissend, was er dort tut.
[19:47] Jesus hat die ganze Nacht hindurch gebetet. Vers 13: „Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und er wählte aus ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte.“ Merke: Nicht jeder Jünger wurde ein Apostel. Wir sind zwar alle aufgerufen, Jesus nachzufolgen, aber nicht jeder von uns hat dieselbe Autorität oder auch nur dieselbe Funktion im Reich Gottes. Es gibt verschiedene Aufgaben und Jesus erwählt den, den er für die Aufgabe am geeignetsten sieht.
[20:25] Vers 14 und 15 und 16: Da haben wir sie aufgezählt: „Simon, den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot, Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der auch zum Verräter wurde.“ Jesus berief keine Rabbis, keine hoch angesehenen Priester, sondern einfache Menschen. Menschen wie du und ich, aus unterschiedlichen, meist sogar eher niedrigen sozialen Klassen, die alle ihre Ecken und Kanten hatten, aber die bereit waren, sich verändern zu lassen durch die Nähe zu Jesus. Bist du bereit, liebe Freunde, dich verändern zu lassen durch die tägliche Nähe zu Jesus? Bist du bereit, dazuzulernen und dich schleifen zu lassen, damit du effektiver wirst für das Reich Gottes?
[21:31] Aber Jesus berief seine Jünger nicht einfach nur in ein Amt, sondern wenn er beruft, dann müssen wir auch aktiv werden. Die Nachfolge Jesu ist nicht nur die Imitation Jesu, es ist auch die Aktivität für Jesus. Beides gehört untrennbar voneinander zusammen. In Lukas 9 finden wir so ein Beispiel, Lukas 9, Vers 1 bis 6. Dort heißt es in Lukas 9, wir lesen von Vers 1: „Er rief aber seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten.“ Mit anderen Worten, Jesus hat nicht nur vorher für sie gebetet, er hat sie dann berufen und hat ihnen dann auch alle Kraft gegeben, alle Vollmacht, die sie brauchten. Wenn Jesus ruft, dann ruft er nicht die Fähigen, er befähigt die Berufenen. So sehen wir es hier. Jesus hat nicht überlegt, wer hat am allermeisten Macht über die Dämonen, wen kann ich zu meinem Apostel machen? Nein, er hat die Apostel erwählt und dann hat er ihnen Macht gegeben, dann hat er ihnen Kraft gegeben. Wenn du von Gott berufen wirst, wenn Jesus dich ruft in seiner Nachfolge zu einer bestimmten Aufgabe, dann wird Jesus, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist, auch Kraft genug haben, um dich für deine spezifische Aufgabe mehr als nötig auszurüsten. Und was wir genau brauchen an Ausrüstung, das finden wir übrigens in Epheser 6 in der Waffenrüstung Gottes, die wir hier aus Zeitgründen jetzt nicht ausführlich anschauen können, aber da wird uns beschrieben, was wir brauchen in diesem Kampf mit den Fürsten der Finsternis, mit den Dämonen. Interessant ist es hier, dass die Vollmacht nicht nur über einige Dämonen ist, über alle Dämonen. Gott gibt uns so viel Macht, wie wir brauchen, wir müssen keine Niederlage erleiden, wenn es nach ihm geht.
[23:07] Und dann heißt es in Vers 2: „Und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen.“ Der Auftrag war sehr deutlich, sehr klar: eine Verkündigung und Heilung. Die Botschaft vom Evangelium und das Ausleben des Evangeliums war miteinander zu verbinden. Genauso ist es heute, denn wir auch haben eine Botschaft. Matthäus 24, Vers 14 sagt, dass das Evangelium des Endzeit, das Evangelium vom Reich Gottes ist. Das heißt hier Matthäus 24 und dort Vers 14: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“ Auch wir haben so ein Evangelium vom Reich als Auftrag bekommen, und wer das genauer studiert, wird feststellen, dass die Dreifache Engelsbotschaft in Offenbarung 14, Vers 6 bis 14 und die folgenden Versen auch noch dazu, dass diese Dreifache Engelsbotschaft unsere Aufgabe ist, die uns gegeben worden ist. Das Evangelium, das in alle Welt gepredigt werden soll, wie es heißt in Offenbarung 14, Vers 6: „Nicht sein. Andere Engel im Himmel fliegen, der hat ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen und so weiter und so fort.“ Wir haben eine klare Aufgabe, eine klare Botschaft, aber so wie die Jünger nicht nur predigen sollten theologische Wahrheiten, sondern auch heilen sollten, so ist auch unsere Aufgabe, neben der klaren und deutlichen Verkündigung der Dreifachen Engelsbotschaft, der Aspekt der medizinischen Missionsarbeit. Jesus hat das getan, Jesus hat gelehrt, gepredigt und geheilt, und wenn wir die Statistik machen, hat Jesus mehr geheilt als gepredigt oder gelehrt.
[25:01] Jesaja 58 ist ein Kapitel, das ich euch empfehlen möchte, hier gründlich zu studieren, um die Zeit nicht das ausführlich anzuschauen, aber Jesaja 58, wir können mal nur zwei, drei Verse lesen, zeigt uns die praktische Seite der Evangeliumsverkündigung in der Endzeit. Jesaja 58, das heißt zum Beispiel in Vers 6 und 7. Und dann heißt es Vers 8. Und dann heißt es später, dass der Sabbat wieder hergestellt werden wird in Vers 12 und 13 und 14. Die Sabbatreform, die Predigt der Dreifachen Engelsbotschaft, geht einher mit praktischer medizinischer Missionsarbeit, mit der Gesundheitsbotschaft. Theorie und Praxis gehören zusammen und der Satan versucht das gern auseinander zu dividieren. Da gibt es die einen, die predigen nur das Evangelium und wollen von Gesundheitsbotschaft nichts wissen oder von praktischer Nächstenliebe. Die anderen, die lieben das Sozialevangelium, das Social Gospel und wollen Werke tun, aber haben keinen Sinn für Prophetie mehr. Aber wenn beides zusammenkommt, die Wahrheiten der Dreifachen Engelsbotschaft, ungehindert, ungeschminkt, ungeschönt, sind ja schon schön genug, gemeinschaftlich mit der praktischen Nächstenliebe, der Gesundheitsbotschaft, der medizinischen Missionsarbeit, zusammen, dann wird die Erde erleuchtet werden. Und das war der Auftakt schon an die Jünger in Lukas 9, Vers 2.
[27:01] Dann heißt es in Vers 3 und 4: „Und er sprach zu ihnen: Nehmt nichts auf den Weg, weder Stäbe noch Tasche, weder Brot noch Geld, auch soll einer nicht zwei Hemden haben.“ Es war ein Glaubenstest. Gott wird sorgen. So wie Abraham nicht genau wusste, wo er hingeht, so wie diese Jünger nicht genau wussten, wie sie dann konkret im Einzelfall auch so von Tag zu Tag überleben werden. So gibt es auch in unserem Leben Momente, wenn Gott uns in die Nachfolge ruft, wo wir nicht mehr genau wissen, wo es lang geht, wo wir uns von ihm abhängig machen müssen und das ist die Lektion, die wir lernen müssen, wenn wir in der Endzeit bestehen wollen. Mission ist auch Training für die Endzeit.
[27:48] Vers 5: „Und wo man euch nicht aufnehmen wird, da geht fort aus jeder Stadt und schüttelt auch den Staub von euren Füßen zum Zeugnis gegen sie.“ Vers 4 haben wir vergessen: „Und wo immer ihr in ein Haus eintretet, da bleibt und von da zieht weiter.“ Sie sollten in jeder Stadt ein Fundament haben, eine Basis, von der sie aus operierten. Die freie Willensentscheidung der Menschen sollte, wie es heißt in Vers 5, geachtet werden.
[28:16] Vers 6: „Und sie gingen raus und durchzogen die Dörfer, verkündigten das Evangelium und heilten alle und heilten überall.“ Evangeliumsverkündigung und Gesundheit gingen Hand in Hand. Und bemerken wir hier, dass Jesus seine Jünger nicht ausnahmte an ein bestimmtes Dorf, um dort für den Rest ihres Lebens als Gemeindepastor zu wirken. Nein, die Jünger Jesu waren reisende Prädiger. Und ja, es mag Situationen und Umstände geben, wo ein Nachfolger Jesu, ein Jünger Jesu, vielleicht ein Apostel sogar für eine Zeit lang an einem Ort gebunden ist. Aber die Grundidee, von der es sicherlich Ausnahmen gibt, ist die, dass die Jünger Jesu, die Apostel, die ausgesandten Vollzeitarbeiter, reisende Arbeiter Gottes waren. Und manchmal sieht es so aus, als ob wir heute das umgekehrt haben, dass der reisende Prädiger, der von Ort zu Ort zieht, die Ausnahme ist, wo er doch eigentlich die Norm sein sollte. Sie zogen aus.
[29:23] Aber Jesus sandte nicht nur die Zwölfer Apostel, er sandte dann auch einige Zeit später die Siebziger aus, die siebzig Jünger. In Lukas 10 haben wir die Geschichte, wir schauen uns einige Details hier an. In Lukas 10 ab Vers 1: „Danach aber bestimmte der Herr noch siebzig andere und sandte sie zwei und zwei vor sich her, in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte.“ Die Jünger waren sozusagen eine Art Vorhut für Jesus. Sie bereiteten den Weg vor und das ist letztendlich unsere Aufgabe. Wir folgen selbst Jesus nach. In gewisser Weise gehen wir aber auch Jesus voraus. Die Menschen sollen in uns Jesus kennenlernen, durch unsere Worte Jesus noch besser kennenlernen, aber dann schließlich selbst eine Beziehung zu Jesus haben. Bevor sie direkten Kontakt zu Jesus haben, haben sie erst mal Kontakt zu uns.
[30:03] Interessant ist die Zahl siebzig. Jesus hatte ja erst zwölf Apostel erwählt und dann noch mal siebzig ausgesandt. Das hat natürlich symbolischen Charakter. Jakob, der später Israel hieß, der Stammvater der Israeliten, hatte zwölf Söhne, aber so sagt 2. Mose 1, Vers 5, insgesamt siebzig Nachkommen. Jesus hat also ganz offensichtlich durch die Wahl dieser Jünger und die Anzahl, die er wählt, deutlich machen wollen, dass er der wahre Israel ist.
[30:32] Dann spricht er zu ihnen ebenfalls. Er sprach nun zu ihnen: „Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ Jedes Mal, wenn Jesus sagt: „Bittet um Arbeiter“, sendet er danach diejenigen, die er bittet, selbst aus. Und ja, wir sollen also um Arbeiter beten für den Weinberg Gottes, aber uns dessen bewusst sein, dass, wenn Gott uns auffordert, für Menschen zu beten, wir zunächst einmal erkennen sollten, dass wir selbst solche Menschen sind, für die wir beten müssen. Gott möchte nicht nur, dass wir beten, er möchte, dass wir beten und arbeiten. Du kannst nur dann wirklich aufrichtig um Arbeiter für den Weinberg Gottes beten, wenn du selbst mit beteiligt bist in der Arbeit für den Weinberg.
[31:20] Vers 3: „Geht hin, siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.“ Übrigens, diese Wölfe können nach Zephanja 3, Vers 3 im Einzelfall sogar durchaus Symbole für Führer und Leiter des Volkes Gottes sein. Zephanja 3, Vers 3 spricht von Jerusalem und vom Volk Gottes. Hier heißt es: „Ihre Fürsten in ihrer Mitte sind brüllende Löwen, ihre Richter Wölfe am Abend, die nichts übrig lassen für den Morgen.“ Das heißt, die Gefahren, die der Missionar so zu erleben hat, kommen nicht nur von außen, von Kannibalen im Urwald oder Naturkatastrophen, manchmal kommen sie auch von innen. Wir denken daran, dass die meisten der Propheten Gottes in Israel gestorben sind und nicht im Ausland und zwar durch Mitglieder des Volkes Gottes. Wenn Jesus uns ruft in die Nachfolge, dann ist das eine durchaus heikle Mission. Wie Lämmer sind wir unter den Wölfen.
[32:20] Vers 4: „Tragt weder Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüßt niemand auf dem Weg.“ Nicht, dass wir unfreundlich sein sollen, sondern das Ziel muss vor Augen sein. So wie wir gerade vor kurzem in der Lektion über die Sprüche gelernt haben, in Sprüche 4, Vers 25: „Lass deine Augen gerade ausschauen und deine Blicke auf das gerichtet sein, was vor dir liegt.“ So oft hat der Satan Erfolg damit, unsere Missionsbemühungen abzuschwächen, weil wir uns ablenken lassen von Dingen, die weniger wichtig sind. Was wir alle lernen müssen, was ich lernen muss und was wir wirklich alle lernen müssen, ist, dass wir uns auf die entscheidenden Aufgaben konzentrieren und uns davon nicht abbringen lassen, egal durch wen und egal durch was und egal durch welche Umstände. Dem Werk in die Augen schauen und geradeaus marschieren, das ist das Gebot der Stunde für das Adventvolk.
[33:20] Vers 5: „Wo ihr aber in ein Haus hineingeht, da sprecht zuerst: Friede diesem Haus.“ Die Botschaft, die wir bringen, ist eine Botschaft des Friedens. Es gibt einige Liebesstellen, die wir aufgeschrieben haben im Sendemanuskript, könnt ihr selbst nachlesen. Vers 5, Vers 6: „Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen, wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren.“ In 2. Korinther 2, da stehen diese interessanten Worte. 2. Korinther 2, Vers 15 und 16: „Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch des Christus unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren gehen. Den einen einen Geruch des Todes zum Tode, den anderen aber einen Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist hier zu tüchtig?“ Mit anderen Worten, unser Einfluss wird, wenn wir das Evangelium wahrhaftig predigen, dazu führen, dass Menschen sich dafür und dagegen entscheiden. Und deswegen sagt der Paulus: „Wer ist da zu tüchtig?“ Unser Leben, unsere Worte, das, was wir tun als Nachfolger Jesu, ist ein Anlass für Menschen, sich für oder gegen das ewige Leben zu entscheiden.
[34:28] Sehen wir, wie wichtig die Nachfolge Jesu ist und was für eine feierliche Aufgabe. Ich glaube, wir alle, ich und du und jeder Einzelne von uns, wir unterschätzen vermutlich unser Leben. Wir haben in unserem Leben bisher unterschätzt, welche Feierlichkeit, welche Wichtigkeit die Nachfolge Jesu hat, für andere Menschen auch, die in uns und in unseren Worten Jesus und seinen Charakter sehen sollen. Lasst uns darüber nachdenken, dass unsere Worte, unsere Taten, unser Leben ein Wohlgeruch zum Leben, des Lebens zum Leben oder auch des Todes zum Tode sein kann.
[35:10] Dann heißt es hier, wir springen ein bisschen zu Vers 10 bis 12: „Wenn ihr bei einer Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, da geht auf ihre Gassen hinaus und sprecht auch den Staub, der sich aus eurer Stadt an uns gehängt hat, streifen wir ab gegen euch. Doch sollt ihr wissen, dass das Reich Gottes nahe zu euch herbeigekommen ist.“ Ich sage euch aber: „Es wird Sodom an jenem Tag erträglicher gehen als dieser Stadt.“ Mit anderen Worten, Gott beurteilt fair. Im Gericht Gottes wird er mit berücksichtigen, wie viel Licht Menschen gehabt haben. Und Menschen in Sodom und Gomorra, trotz all ihrer Sünden und all ihrer Schrecklichkeit, hatten doch im Vergleich zu Städten, wie sie auch genannt werden hier in Vers 13, 14 und 15, wie Korazin zum Beispiel, Bethsaida oder Kapernaum, vergleichsweise wenig Licht. Immer noch genügend Licht, um eine Entscheidung für Gott zu fällen, ohne Frage. Aber das, was sie von Lot sehen konnten und hören konnten, war nicht so viel im Vergleich zu dem, was man von Petrus, Johannes, Jakobus und all den anderen Aposteln hören konnte. Der gerechte Lot hatte nicht diese Fülle an Wahrheit weiterzugeben.
[36:41] Und umso wichtiger war die Aufgabe, die die Jünger hatten. Wenn wir diesen Gedanken weiterspielen, dann kommen wir zu der Idee, dass heute unsere Aufgabe noch wichtiger ist. Denn heute vertreten wir Wahrheiten, die selbst den Jüngern damals noch nicht so klar waren. Die Jünger zu dem Zeitpunkt wussten ja noch nicht einmal, dass Jesus sterben würde am Kreuz. Jedenfalls war ihnen das nicht so klar, wie er der weitere Verlauf der Geschichte beweist. Ganz zu schweigen von vielen Prophezeiungen im Buch Daniel, Offenbarungen, die damals sich noch nicht erfüllt hatten, die sozusagen versiegelt waren für die Jünger, die aber heute entsiegelt sind. Ich denke da zum Beispiel an die Zeitprophezeiung der 2300 Abend und Morgen, Daniel 8, Vers 14, von der selbst Paulus sagte, wenn Briner rief, dass über diese Zeit des Allerheiligsten zu seiner Zeit noch nicht zu reden ist. Aber von der wir heute reden, weil sie heute die gegenwärtige Wahrheit ist. Wir leben in einer Zeit, in der die Wahrheit in einem Maß zugenommen hat, die erkannte Wahrheit sozusagen, die Erkenntnis, dass wir wirklich sagen müssen, wir haben eine enorme Verantwortung. Eine wirklich enorme Verantwortung.
[37:57] Interessant ist es in Lukas 10, Vers 15: „Und du Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Totenreich hinabgeworfen werden.“ Die Gegenwart Jesu und sein Tun und Reden hat Kapernaum erhöht. Aber als dann Kapernaum Jesus ablehnte, war das der Fall. Und das ist exakt das Problem, das der Luzifer hatte im Himmel. Er war erhöht durch die Gegenwart Jesu. Es war nicht seine eigene Weisheit, seine eigene Schönheit, seine auf sich selbst herauskommende Klugheit, die ihn so groß gemacht hat. Es war seine Nähe zu Jesus, die ihn so besonders gemacht hat. Und als er das aufgab, da fiel er und ist gefallen, unheilsam. Lass uns das immer nie aus den Augen verlieren, dass es die Nähe zu Jesus ist, die uns erhöht und die Entscheidung gegen Jesus, die uns hinab wirft.
[39:05] Vers 16: „Wer euch hört, der hört mich, und wer euch verwirft, der verwirft mich. Wer aber mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt hat.“ Das ist ein Vers, der uns zeigt, wir brauchen uns niemals persönlich angegriffen fühlen, wenn wir Jesus nachfolgen, wenn wir folgen dem Lamm nach, wohin es auch geht. Und wer uns angreift, greift Jesus an und er greift Gott an.
[39:24] Interessant ist Vers 17: „Die Siebziger aber kehrt mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen.“ Was für ein wunderbares Zeugnis, dass die Jünger Jesu Freude hatten am Missionsdienst, kam nicht zurückgeknickt und frustriert und hat uns keiner zugehört und es bringt ja gar nichts. Sie hatten Freude, sie hatten erlebt, denn sie hatten das getan, was Gott gesagt hatte, eins zu eins und hatten erlebt, dass Gott noch immer aktiv und dabei ist, ein Wunder erlebt.
[39:57] Und Jesus sagt dann in Vers 18 bis 20 interessanterweise: „Das sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie ein Himmel, wie ein Blitz vom Himmel fallen. Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über alle Gewalt des Feindes, und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden. Doch nicht darüber freut euch, dass euch die Geister untertan sind, freut euch aber lieber darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ Hier zeigt Jesus ein wichtiges Prinzip in der Seelengewinnung. Ja, es stimmt, um Menschen gewinnen zu können, gibt uns Gott Kraft und er rüstet uns aus und wir werden, es ist ein Heiligengeist geführt, sodass wir die Anklagen des Satans und die Verführung der Sünde und all das überwinden können und dagegen bestehen können, aber unser Ziel in der Mission, das primäre Ziel ist nicht den Feind zu besiegen, sondern Menschen zu gewinnen. Die größte Freude sollte nicht sein, dass der Satan verliert, sondern die größte Freude sollte sein, dass unser Name und hoffentlich auch der Name von vielen anderen Menschen im Buch des Lebens geschrieben ist. Gott nimmt nicht an diesem großen Kampf teil, Hauptsache um den Satan besiegen zu können, sondern um Menschen zu retten und weil er Menschen rettet, deswegen kämpft er auch gegen den Satan. Das Entscheidende ist die Gegenwart mit Gott und daraus leitet sich ab, die Notwendigkeit den Satan und seine Verführung vernichten zu müssen.
[41:25] Vers 21: „Zu derselben Stunde frohlockte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen.“ Jesus hat Freude über freudige Missionare. Als er sieht, wie begeistert sie sind, ist auch er ganz fröhlich, frohlockt im Geist, wie es hier heißt, und er macht deutlich, das Geheimnis zur erfolgreichen Mission liegt nicht in einer akademischen Bildung, in Intelligenz oder Qualifizierung durch irgendwelche weltlichen Methoden. Es liegt in der Kenntnis Gottes durch die Offenbarung Jesu Christi. Es ist die Gottesfurcht, so wie Psalm 25, Vers 14 sagt, die entscheidend ist.
[42:23] Vers 23: „Und er wandte sich zu seinen Jüngern besonders und sprach: Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht.“ Vers 24: „Denn ich sage euch, viele Propheten und Könige wünschen zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.“ Jahrhunderte, Jahrtausende sind Prophezeiungen durch die Menschheitsgeschichte von Generation zu Generation weitergegeben worden über diese Zeit damals. Und diesen Fischern und Zöllnern und Zeloten, denen musste Jesus sagen: „Wisst ihr, dass Daniel und Jesaja und Henoch und Abraham und Jakob und Adam und Mose und Joshua, all sie sich gewünscht hätten, zu dieser Zeit zu leben.“ Und wie viel mehr gilt dieses Prinzip für uns, die wir nicht in der Zeit des ersten Kommens Jesu leben, sondern in der Zeit kurz vor der Wiederkunft Jesu, von der die Menschheit bereits seit den Anfängen spricht, wie uns Judas sagt, wo ja Henoch, der siebte nach Adam, bereits davon geweisheit hat, dass Jesus gekommen ist mit seinen tausend, zehntausenden, dass wir in der Zeit leben, von der Daniel so viel geschrieben hat, von der Johannes geschrieben hat in der Offenbarung, jener Zeit, von der alle Propheten geweisagt haben. Ist uns das bewusst, dass viele sich gewünscht hätten, in dieser Zeit zu leben, an dieser letzten Verkündigung des Evangeliums teilzuhaben, das Evangelium nicht nur von einem Dorf ins nächste zu bringen, sondern durch ungeahnte Möglichkeiten der Technik und anderer Dinge, das Evangelium in Willeseile um die ganze Welt zu bringen? Warum dann sind wir so träge und so zurückhaltend? Lasst uns sein wie die Jünger, die begeisternd, mutig und auch mit allen Kanten und Ecken, die sie hatten, die geschliffen werden mussten, in das Missionsfeld gingen und Erfahrung mit Gott machten, sich haben korrigieren lassen und dadurch effektive Missionare wurden, um das Evangelium in die Welt zu bringen.
[44:30] Zum Schluss nur noch drei Verse aus Lukas 9 über die Nachfolge. Lukas 9, Vers 23: „Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ Lieber Freund, liebe Freundin, die Nachfolge Jesu hat ihren Preis. Die Erlösung ist umsonst und doch kostet sie alles. Verleugne ich mich selbst? Verleugnest du dich selbst? Denn wer Jesus nachfolgt, der macht es so wie Jesus und Jesus ist und war damals schon auch Gott und Gott ist die Liebe und die Bibel sagt uns in 1. Korinther 13: „Die Liebe sucht nicht das Ihre.“ Gott sucht nicht das Seine. Und Römer 5, Vers 5 sagt uns: „Die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“ Dieses Prinzip der selbst aufopfernden, selbst verleugnenden Liebe für andere sollen unsere Herzen gegossen werden. Das ist das Zeichen wahrer Nachfolge, nicht indem jemand einfach vor einer Bühne tanzt und sagt: „Ich bin ein Nachfolger Jesu.“ Nein, wenn jemand sein eigenes Ich, das gehört auch dazu, sein eigener Geschmack, seine eigene Kultur, was auch immer dazu gehört, aufgibt für die Nachfolge Jesu. Verleugne dich selbst, nimm das Kreuz auf dich.
[46:10] Paulus hat das erlebt. Paulus wusste, was es bedeutet, alles aufzugeben und Jesus nachzufolgen. In Galater 2, Vers 20 finden wir seine Worte diesbezüglich. Galater 2, Vers 20: „Er sagt: Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“ Ja, ich lebe noch, aber eigentlich lebt Christus in mir. Ich folge ihm nach. Ich verleugne mich selbst. An anderer Stelle sagt er, dass das das Geheimnis des Evangeliums ist. Kolosser 1, Vers 27: „Ihnen wollte Gott, Kolosser 1, Vers 27, ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Das ist das Geheimnis, das ist das Geheimnis der Mission, der Hoffnung unter den Heiden, der Herrlichkeit unter den Heiden. Christus in uns, das wird das wirksamste Zeugnis sein.
[47:17] Lukas 9, Vers 24: „Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.“ Auf Markus 12, Vers 11, da wird uns gesagt, dass sie überwunden haben durch das Blut des Lammes und um das Wort ihres Zeugnisses willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod. Hebräer 11 zeigt uns einige dieser Glaubenshelden, die zum Teil gestorben sind für ihren Glauben. Und der Paulus, um ihn noch einmal zu zitieren, er schreibt auch von dieser Erfahrung in Apostelgeschichte 20. Da sagt er in Apostelgeschichte 20, Vers 23 und 24: „Außer dass der Heilige Geist von Stadt zu Stadt Zeugnis gibt und sagt, dass Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten, aber auf das alles nehme ich keine Rücksicht. Mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.“ Paulus sagt: Gott hat für mich gebetet, Jesus hat mir einen Auftrag gegeben, er hat mich befähigt und egal was es mich kosten wird, ich möchte diesen Lauf zu Ende laufen. Vielleicht bin ich vom Weg abgekommen, vielleicht bist du vom Weg abgekommen, aber komm zurück auf diesen Weg, den Jesus dir vorgegeben hat, zu dem Jesus dich gerufen hat. Folge ihm nach, vollende den Lauf. Alles, egal was es ist, Personen, Umstände, Dinge, lass alles zurück, was dich hindert, diesen Lauf mit Freuden zu Ende zu laufen. Möchtest du nicht, wenn Jesus wiederkommt, die Worte hören: „Gut hast du es getan, du Knecht, geh ein zur Freude deines Herrn.“
[49:12] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn Jesus dich ruft, lass nichts zwischen dir und Jesus sein. Geh und lauf den Weg, den er dir weist, lauf diesen Lauf zu Ende.
[49:28] Lukas 9, Vers 25: „Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt.“ Lieber Freund, liebe Freundin, es gibt nur einen Weg der Rettung und dieser Weg ist Jesus und er sagt heute zu dir: Lieber Freund, liebe Freundin, komm, folge mir nach. Vielleicht hast du noch niemals eine Entscheidung für Jesus gefällt, dann ruft er dich heute, warte nicht einen Moment, folge ihm nach, er ist deine Rettung. Vielleicht kennst du ihn schon länger, aber hast noch keine völlige Übergabe deines Lebens jemals gehabt, dann warte nicht eine Sekunde länger, er ruft heute, folge mir nach. Und vielleicht bist du schon ein Nachfolger Jesu, aber er ruft dich heute, dich ganz besonders, lieber Freund, liebe Freundin, in den Missionsdienst, in den Vollzeitdienst für eine besondere Aufgabe und der Heilige Geist spricht klar und deutlich zu dir, nicht nur ein Gefühl, sondern es ist sehr offensichtlich, wozu Gott dich ruft, dann zögere nicht, die Zeit ist knapp, Gott braucht Arbeiter. Und wenn du Fragen hast, was du tun könntest, wo du dich dazu ausbilden lassen könntest oder wie das konkret aussehen könnte, dann scheue dich nicht, uns eine E-Mail zu schreiben auf www.joelmedia.de, wir können dir vielleicht auch dann in diesem Punkt weiterhelfen, aber der entscheidende Punkt ist: Möchtest du Jesus nachfolgen, wozu auch immer er dich ruft?
[51:03] Gott segne deine Entscheidung. Nächste Woche wollen wir weiter studieren im Lukasevangelium, ein weiteres Thema behandeln. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.