[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Cannstatt Study Hour, dieses Mal mit unserer zweiten Lektion: Der Dienst beginnt. Ich möchte heute gemeinsam mit euch die Bibel aufschlagen und wir wollen schauen, wie die ersten Jünger berufen worden sind und auch, wie Johannes der Täufer angefangen hat zu verkündigen und welche interessante Nachricht der gegenwärtigen Wahrheit er in seiner Zeit zu verkünden hatte, die heute auch noch für uns ganz interessant ist. Bevor wir unsere Bibeln aufschlagen und bevor wir in den Text hineingehen, möchte ich mit euch gemeinsam beten.
[0:48] Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass wir diese Cannstatt Study Hour wieder haben dürfen, dass wir gemeinsam dein Wort studieren können und dass wir gemeinsam in den Text hineingehen können. Wir möchten dich bitten, Herr, dass du uns Herzen und Augen öffnest, dass wir dein Wort verstehen und dass wir alle bereichert werden von dir. Bitte führe du uns durch diese Lektion. Das bitten wir im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Amen.
[1:07] Nun, dann wollen wir auch gleich anfangen. Unser Merkvers, den finden wir diese Woche in Matthäus 4,19. Das heißt: „Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Und heute genau in dieser Lektion wollen wir uns auch damit beschäftigen, wie die ersten Fischer zu Menschenfischern wurden. Bevor wir dahingehen, fangen wir ganz vorne an bei Johannes dem Täufer und wir schlagen unsere Bibeln auf in Matthäus 3 und wir lesen Vers 1 bis 6. Die große Verkündigung von Johannes dem Täufer, Matthäus 3, Vers 1 bis 6. Hier heißt es: „In jenen Tagen aber erschien Johannes der Täufer und verkündigte in der Wüste von Judäa und sprach: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.“ Das ist der, von welchem geredet wurde durch den Propheten Jesaja, der spricht: „Die Stimme eines Rufenden ertönt in der Wüste: Bereitet den Weg dem Herrn, macht seine Pfade eben!“ Er aber, Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden, und seine Speise waren Heuschrecken und wilder Honig. Da zog zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und das ganze umliegende Gebiet des Jordan. Und es wurden von ihm im Jordan getauft, die ihre Sünden bekannten.
[2:11] Nun, hier die Szene von Johannes dem Täufer, der hinausgeht, um die Pfade eben zu machen, den Weg zu bereiten, dem Herrn, der da kommt. Und natürlich, wir wissen es, er spricht von Jesus Christus. Er bereitet den Weg für das Kommen Jesu vor. Und hier kommen wir in eine Zeit hinein, was für uns auch ganz interessant sein kann, denn auch wir wollen heute die Pfade vorbereiten, die Wege vorbereiten für das zweite Kommen des Herrn.
[2:38] Was hat Johannes damals verkündet, was so interessant war, dass die Menschen scharenweise zum Jordan gekommen sind, um sich scharenweise auch dort taufen zu lassen? Nun, er sagt, dass das Reich ist nah herbeigekommen. Jesu Christi, er kommt, der Messias will kommen und die Menschen sollen sich vorbereiten. Nun, das sollen wir auch tun. Auch wir sollen uns vorbereiten.
[3:01] Johannes hat nun eine ganze Schar an Menschen angezogen und viele Menschen kamen und wurden von ihm zur Buße gerufen. Mit anderen Worten: Ändert euer Leben, seid reif und lasst das Alte und nehmt das Neue an. Also lasst euer altes Leben zurück, das sündige Leben, das schlechte Leben und bekehrt euch zu etwas Neuem. Geht von nun an neue Wege, macht bessere Wege. Und das war die Botschaft, die Johannes gebracht hat. Er hat die Menschen regelrecht zur Umkehr gerufen. Er hat gesagt: „Kommt her, lasst euch taufen und startet ein neues Leben, fangt von heute neu an.“ Und dabei spielt es eigentlich gar keine Rolle, woher diese Menschen kamen, was das für Menschen waren. Er hat alle Menschen zur Buße gerufen und doch passierte etwas.
[3:41] Nun, was Gott von Anfang an gesagt hat und von Anfang an vorbereitet hatte für den Menschen, um ihn zur Buße zu rufen, um ihn zu erneuern, um ein neues Werk in ihm zu vollbringen, hatte er schon damals zu Adam und Eva gesagt. Wir schauen mal gemeinsam in Matthäus 3, äh, Matthäus 3, in 1. Mose 3, 1. Mose 3 und hier in Vers 15. Nach dem Sündenfall sollten Adam und Eva eine Botschaft von Gott bekommen. Und eine ganz, ganz interessante finden wir hier in Vers 15, 1. Mose 3, Vers 15. „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinen Samen und ihrem Samen. Er wird dir in den Kopf zertreten, und du wirst ihm in die Ferse stechen.“ Hier gibt Gott schon ganz am Anfang Adam und Eva eine Verheißung und sagt: Ich will Feindschaft setzen zwischen der Schlange und dem Nachkommen der Schlange und zwischen Eva und ihrem Nachkommen.
[4:38] Und es ist so hochinteressant, weil ganz am Anfang war es Satan, der Feindschaft gesetzt hat zwischen den Menschen und zwischen Gott. Satan hat ein Keil zwischen die Menschen und Gott getrieben und wollte die beiden auseinanderbringen. Nun, Gott hat Eva und Adam nicht gezwungen, zu ihm zurückzukommen, aber er hat gesagt: Ich werde etwas Neues tun. Ich werde euch nicht zwingen, zu mir zu kommen, aber ich werde Feindschaft setzen zwischen euch und zwischen dem Satan. Was Satan gemacht hat zwischen euch und mir, das werde ich jetzt tun zwischen Satan und euch. Ich werde Feindschaft setzen. Ihr werdet die Sünde hassen. Ihr werdet den Verführer hassen. Es wird Feindschaft sein zwischen euch.
[5:13] Das ist ein ganz interessantes Vorgehen von einem liebevollen Gott. Die Bibel sagt, Gott ist Liebe. Und jetzt sagt er: Ich werde Feindschaft säen und zwar zwischen dem Nachkommen der Schlange und zwischen dem Nachkommen der Frau. Und wir wissen, es heißt hier in dem Text: „Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm in die Ferse stechen.“ Auch hier wird der Blick schon gerichtet auf Jesus Christus, der später am Kreuz stirbt. Wir wissen von Jesus Christus, als er am Kreuz starb, als er auf Golgatha starb. Und Golgatha war die Schädelstätte. Hier stand Jesus Christus buchstäblich auf dem Kopf der Schlange. Satan hat ihm in die Ferse gestochen, er hat ihm ans Kreuz genagelt, er hat ihm das Leben genommen. Aber Jesus Christus am Kreuz zertrat er den Kopf des Satans. Denn er starb am Kreuz und der ganze Himmel, alle konnten sehen, dass Satan so weit geht, dass er einen gerechten Menschen hinrichtet. Er würde sogar davon nicht zurückschrecken, den Sohn des Menschen, den einzig Rechtschaffenden umzubringen.
[6:16] Und hier sehen wir den Charakter Satans, damals schon geoffenbart von Gott, hier im Vers 15 im ersten Buch Mose, Kapitel 3. Und diese Geschichte sollte sich jetzt durch die ganze Bibel ziehen, bis denn der Messias auch kommen sollte und Johannes der Täufer ihn nun ankündigt und sagt: Tut Buße, bekehrt euch, wendet euer Leben, kommt nochmal zurück. Aber es waren nicht nur alles rechtschaffende Menschen, die nun zum Jordan gekommen sind, die ihr Leben wirklich ändern wollten. Es kamen auch andere. Es kamen auch Menschen mit ganz anderen Absichten und die möchten wir uns kurz mal anschauen in Matthäus 3, wenn wir unseren Text weiterlesen, nämlich Verse 7 bis 12. Dann sehen wir, wer noch kam. Matthäus 3, Verse 7 bis 12.
[6:56] Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: „Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind. Und denkt nicht bei euch, euch selbst sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen. Der wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen. Er hat die Wurfschaufel in seiner Hand und wird seine Tenne gründlich reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln. Die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.“
[7:54] Nun, Johannes wieder im Jordan und plötzlich kommen andere Menschen zu ihm. Menschen mit einer ganz anderen Idee. Plötzlich kommen, sie werden hier Pharisäer und Sadduzäer genannt. Also es sind die religiösen Völker, die religiösen Führer des Volkes beider Parteien. Die Pharisäer, also die größte Partei der religiösen Führer und die Sadduzäer, also die Gruppe, die auch den Hohepriester in der Zeit mal wieder gestellt hat. So eher die ganz Reichen. Sie auch kommen zum Jordan, um sich dort taufen zu lassen. Aber als Johannes sie empfängt, sagt er nicht: „Es ist gut, dass ihr euch umkehren wollt, es ist gut, dass ihr ein neues Leben beginnen wollt. Kommt, ich werde euch taufen.“ Er sagt: „Was kommt ihr hierher? Was fällt euch ein, hierher zu kommen?“ Er sagt: „Ändert euch. Bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind.“ Er sagt: „Wenn ihr ein neues Leben anfangen wollt, dann muss es auch aus eurem Herzen kommen. Dann muss man es in euren Taten, in euren Gedanken, in euren Worten sehen können. Es muss klar sein, dass ihr eine Umkehr wollt. Der äußerliche Schein bringt gar nichts.“
[8:52] Und hier waren die Pharisäer top. Von außen sahen sie so gut aus, von außen diese ganzen religiösen Gehänge, diese ganzen religiösen Bräuche, die sie nach außen gezeigt haben. Aber von innen, Jesus Christus sagt: „Ihr seid wie goldene Kelche voller Unrat.“ Und diese Menschen nun, die wollen sich taufen lassen, die wollen nun sozusagen zu Johannes kommen, wollen so tun, als ob sie eine Buße haben. Die wollen so tun, als ob sie zur Gemeinde Gottes zählen. Aber Gott hat da keine Freude dran. Er hat keine Freude daran, wenn ein Mensch von innen nicht zur Umkehr kommt. Er hat keine Freude daran, wenn sich jemand taufen lässt, ohne in seinem Herzen wirklich bekehrt zu sein und zu sagen: „Ja, ich bin ein Sünder und ich möchte ein neues Leben anfangen, auch wenn ich nur nicht weiß, wie es geht. Aber ich vertraue auf Gott, dass er das macht. Ich gehe den Weg zur Buße, ich gehe den Weg zur Taufe und ich lege mein altes Leben, Leben ab.“
[9:45] Und jetzt sagt Johannes: Es gibt hier zwei Symbole. Derjenige, der sich taufen lässt. Ich taufe mit Wasser zur Buße. Der, der aber nach mir kommt, wird mit Feuer und Heiligem Geist taufen. Und es ist ganz interessant, dass hier die Taufe von Wasser und die Taufe von Feuer angesprochen wird. Denn es gibt wirklich diese beiden Taufen auch in der Bibel. Die Wassertaufe, das untertauchen im Wasser und die Feuertaufe, die Ausgießung des Geistes auf jemanden.
[10:13] Interessant auch, dass diese beiden Symbole öfter mal in der Bibel vorkommen. Zum Beispiel in Epheser 5 Vers 26 kennen wir dieses Symbol, wo es da heißt, dass der Bräutigam Jesus Christus sich seine Braut zubereitet im Wasserbad des Wortes. Das ist ungefähr so, wie Jesus Christus seine Jünger reinigt bei der Fußwaschung. Wo er dann auch, das ist in Johannes 13, wo er dann später in Johannes 15 auch sagt: „Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.“ Also das Wort Gottes scheint den Menschen schon zu reinigen und darauf vorzubereiten. Das Wort Gottes führt den Menschen auch zur Umkehr und zur Buße. Und später, wenn das in einem Menschen passiert, wenn der Mensch zur Umkehr gerufen ist, wenn das Wort Gottes in seinem Herzen arbeitet, wenn er sich gerufen fühlt von Gott und dann sein Leben Gott übergibt, dann sagt Johannes: „Wird jemand kommen, er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“ Dann kommt diese Geistestaufe. Es kommt der Heilige Geist in das offene und breite Herz und ein Mensch sein Herz öffnet für den Geist Gottes. Vielleicht, weil das Wort Gottes angesprochen wurde und er öffnet sein Herz und sagt: „Gott, bitte, vergib mir Sünder und komm in mein Herz hinein.“ Dann wird der Heilige Geist hineinkommen, denn er wartet nur auf diese offene Tür. Aber der Geist wird niemanden zwingen, der Geist wird niemanden zwingen und Zwang ausüben und in das Herz sich hineindrängen. Der Geist wartet auf die offene Tür. „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer diese meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich einkommen“, das sind mal mit ihm halten, an die Gemeinde in Laodizea. Ich werde hineinkommen, wenn ihr die Tür öffnet.
[11:46] Und diese Feuertaufe, die finden wir in Apostelgeschichte 2, die berühmteste Szene, wo wirklich das Feuer auch vom Himmel fiel. Und wir schauen da mal gemeinsam rein, Apostelgeschichte 2 Vers 3 und 4. Apostelgeschichte 2 Vers 3 und 4.
[12:03] Hier waren nun die Geschwister alle beisammen. Es war die erste Gemeinde, die Männer und Frauen waren zusammengekommen und sie beteten einmütig beieinander. Das ist ganz interessant, dass diese Szene davon spricht, dass sie einmütig zusammen waren. Die Gemeinde war eins. Nicht, dass sie alle die gleiche Meinung hatten und dass sie vielleicht alle auch exakt die gleiche Theologie vertraten, aber sie waren alle einmütig beieinander. Und als sie diese Einmütigkeit hatten, als die Gemeinde eins war und sie beteten und sie beteten auch um diese Ausgießung des Geistes, da kam der Geist. Und hier ist es in Vers 3 und 4: „Und es erschien ihnen so, wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“
[12:51] Nun, als sie dieses Gebet hatten, als ihre Herzen bereit waren, als die Gemeinde bereit war, kam das Feuer in die Gemeinde. Als der einzelne Mensch bereit war, kam das Feuer in einzelne Menschen. Denn wir wissen auch, natürlich hatte Petrus und Andreas und Jakobus und Johannes und die alle schon den Heiligen Geist in sich. Aber hier wurde er nochmal über die ganze Gemeinde ausgegossen, als die Gemeinde einmütig war. Und so ähnlich ist es auch in unserem Leben. Wenn wir eins sind im Geiste mit Gott, wenn wir mit Gott zusammen sein wollen, wenn wir uns nach seiner Nähe sehen und wenn wir ihn einladen, in unser Herz hineinzukommen, dann wird er auch kommen. Wenn wir im Einklang sind mit ihm, wenn wir unsere schlechte Natur erkennen und wenn wir sagen: „Ja, ich bin ein Sünder, aber ich möchte neu anfangen“, dann sendet Gott den Heiligen Geist aus Liebe. Der Heilige Geist, der unsere Herzen erfüllt.
[13:33] Und so kann der Mensch auch gerecht werden. Denn das war ja das große Dilemma der Menschheit, als Gott sagte: „Ich habe einen Heilsplan für euch und ich werde euch zurückholen. Ich werde Feindschaft setzen zwischen euch und dem Satan, zwischen euch und der Sünde. Ihr werdet die Sünde hassen.“ So war es doch für den Menschen die Erlösung, die er gehört hat, aber was er aus eigener Kraft nicht tun konnte. Er hat es vernommen, dass Gott ihn retten kann und dass er die Sünde hassen wird und dass er sogar die Sünde vergeben bekommt. Aber es war doch ein Weg, den er nicht hätte gehen können. Und nun spricht Gott von dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist das Feuer, das nun in das Leben eines Menschen hineinkommt. Ein Mensch, der sich selbst bereit macht und sagt: „Komm hinein.“ Jetzt kommt dieses Feuer.
[14:15] Und das war das, was die Pharisäer nicht verstanden haben. Das ist nicht ganz richtig. Einige Pharisäer haben es verstanden. Da war es zum Beispiel Nikodemus, der lange brauchte, um das mit dem Heiligen Geist zu verstehen. Da war Joseph von Arimathäa, von dem wir das Zeugnis haben, der ja auch später eine Säule in der ersten Gemeinde wurde. Aber viele Menschen haben es nicht verstanden. Viele Menschen dachten, sie können vielleicht aus eigener Kraft irgendwie gut aussehen vor Gott und haben gar nicht gesehen, dass Gott einfach die Buße möchte.
[14:38] Gott möchte, dass ein Mensch sich vor ihm demütigt, dass ein Mensch sagt: „Ich bin ein Sünder, bitte hilf mir.“ Denn kein Mensch kann auf seine eigene Kraft trauen. Die Pharisäer haben so ein bisschen gedacht, aus eigener Gerechtigkeit vielleicht gerettet zu werden. Aber das hat nur ihren Stolz erhöht. Das hat nur ihren Stolz vergrößert und vergrößert und sich noch mehr abgehoben von den anderen Menschen. Und vielleicht kennen wir das auch heute aus unserer Gemeinde, wenn wir versuchen, aus eigener Kraft, aus Werken gerecht zu werden. Dass wir uns dann abheben von der Gemeinde und versuchen, dass es so aussieht, als ob wir etwas Besseres sind als der Rest der Gemeinde. Aber wir sollen demütig sein. Und in der Demut, da liegt die Kraft des Geistes Gottes. Denn wenn wir uns demütigen, wird Gott uns erhöhen.
[15:18] Über diese Texte werden wir nachher nochmal sprechen. Der Mensch muss sich ganz auf die Gnade Jesu Christi verlassen. Jesus, der auf die Erde gekommen ist, der den Weg bereitet hat und der gesagt hat: „Ich gehe zum Vater und ich werde euch den Geist senden. Und der Geist wird in euch überwinden.“ Das große Dilemma, das Paulus damals hatte, als Paulus sagte: „Er kann nicht überwinden.“ Wir schauen uns den Text mal an. Römer 7, das große Dilemma von Paulus, aber auch Paulus seine Lösung. Römer 7 und hier Vers 18 und 19. Römer 7, 18, 19.
[15:44] „Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich.“ Das große Dilemma der Menschheit. Gott hat gesagt: „Ich werde euch retten. Ich werde Feindschaft setzen zwischen euch und dem Satan, zwischen euch und der Sünde.“ Und Paulus sagt: „Da ist Feindschaft, aber ich kann nicht überwinden. Was soll ich denn tun? Die Feindschaft ist da. Ich hasse die Sünde von ganzem Herzen und ich will sie nicht tun. Aber immer wieder zieht mich mein Herz da hinein. Was soll ich denn tun?“
[16:20] Und liest niemals Römer 7 ohne Römer 8. Das ist eins, eine Frühsache, die ich gelernt habe. Wenn wir nämlich in Römer 8 gucken, gibt Paulus uns selbst die Lösung. Wir müssten ja verzweifeln, wenn wir sagen: „Wie soll ich denn ein gerechtes Leben führen, wenn sogar Paulus das nicht konnte?“ Aber in Römer 8 gibt Paulus die Lösung, wie er überwinden konnte. Und wir lesen das in Vers 12 und 13, Römer 8, Vers 12 und 13, wo er dann sagt:
[16:40] „So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben. Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben.“ Hier spricht Paulus von dem Geist, der die Taten des Leibes tötet. Er sagt: „Wenn ihr gemäß dem Fleisch, also gemäß der Welt, also gemäß der Sünde lebt, werdet ihr sterben. Wenn der Geist aber in euch hineinkommt, wird der Geist die Taten des Leibes töten und ihr werdet leben.“
[17:15] Und das war Paulus seine Rettung. Paulus war ein Pharisäer. Er hat versucht, aus eigener Kraft gerecht zu werden. Er hat versucht, den Kampf zu kämpfen, den er nicht gewinnen kann. Er hat versucht, ein guter Mensch zu sein. Er hat versucht, die guten Taten zu bringen. Aber letztendlich wurde er immer nur stolz. Und er hat es nie geschafft, sein Herz zu überwinden. Und das konnte er auch nicht, denn das Herz des Menschen ist von Jugend auf böse. Und so hat Paulus erkannt später, dass der Heilige Geist es ist, der ihn plötzlich, der plötzlich das tut, was er nicht tun kann, der plötzlich in seinem Herzen einen Krieg verursacht, einen Kampf verursacht und für ihn gegen die Sünde kämpft. Der Paulus mitnimmt in einen Kampf gegen die Sünde. Und so konnte Paulus, der Pharisäer, ein neuer Mensch werden. So konnte Paulus plötzlich die schlechten Taten lassen und besser werden. Nicht, dass es von jetzt auf gleich ging. Es war ein Kampf. Es dauerte einige Zeit und Paulus.
[18:03] Aber dieser Weg war nun offen für alle Menschen. Der Weg zur Erneuerung. Und das war damals auch die gegenwärtige Wahrheit, die die Menschen hören mussten. Tut Buße. Jeder von euch lasse sich taufen. Jeder von euch mache eine Entscheidung für Jesus Christus. Und dann wird der kommen, der euch auch mit Feuer tauft. Dann wird der Heilige Geist in euer Herz hineinkommen und dann werdet ihr Überwinder werden. Nicht aus eigener Kraft, sondern durch die Kraft Jesus Christus.
[18:28] Und ich glaube, das ist etwas, was wir auch brauchen heute in diesen Tagen. Denn wir alle kennen diesen Text in Offenbarung 3, Vers 18, wenn die Gemeinde Laodizea angesprochen wird und was die Gemeinde alles benötigt. Dann lesen wir hier in 3, Vers 18.
[18:38] „Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird. Und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst.“ Und wir wissen, die Augensalbe, das Öl, ist ein Symbol für den Heiligen Geist. Das heißt: „Macht es, damit ihr sehen könnt.“ Es geht nicht darum, ob du dich gut fühlst oder schlecht fühlst. Es geht nicht darum, ob du glaubst, du bist gerecht oder du kannst dich aus deinen eigenen Taten retten. Es geht darum, dass du um den Heiligen Geist bittest, damit du Augensalbe bekommst und siehst, wo du im Leben stehst. Damit auch du heute zum Jordan gehen kannst und dich taufen lassen kannst. Damit auch du heute zur Buß- und Umkehr kommst. Denn der Heilige Geist ist es, der uns da hineinführt. Das ist nichts, was wir aus eigener Kraft tun können.
[19:27] Und ja, Jesus Christus wird kommen. So wie er bei Johannes kam. Während er die Menschen noch zur Buß- und Umkehr gerufen hat, kam plötzlich Jesus Christus. Das Lamm Gottes kam. Und jetzt ist die Zeit. Die Zeit ist am Ende. Auch jetzt warten wir schon ganz sehnsüchtig und ganz dringend auf die Wiederkunft Jesu Christi. Und auch heute ergeht dieser Ruf, diese gegenwärtige Wahrheit an die Menschen: Tut Buße. Lasst eure eigene Gerechtigkeit. Geht zu Jesus Christus. Bringt ihn in euer Leben da. Erzählt ihm, dass ihr ein Sünder seid. Erzählt ihm, womit ihr kämpft und bittet um den Heiligen Geist. Lasst Jesus Christus diesen Kampf in euch kämpfen. Oft machen wir den Fehler, dass wir das selber versuchen, aus eigener Kraft. Ja, wir kämpfen, aber nicht aus eigener Kraft.
[20:02] So wie Paulus gekämpft hat. Bis zu seinem Lebensende hat er gekämpft. Er hat mit der Sünde gerungen. Er hat die Sünde gehasst von ganzem Herzen. Aber der, der versprochen hat, dass er das Werk in euch vollbringt, ehe er wiederkommt, der hat auch Paulus gerettet. Jesus Christus kann es tun.
[20:22] Nun, Johannes der Täufer war nun am Verkündigen und hat nun die gegenwärtige Wahrheit zu den Menschen gebracht: Tut Buße. Und ein jeder von euch ändere sein Leben. Und dann sollte es kommen, dass Jesus Christus nun auch an den Jordan kam. Und wie wir im Text von Matthäus dann weiter erkennen können. Jesus Christus hat sich auch taufen lassen von Johannes.
[20:44] Nun, wie ging es weiter? Nach der Taufe, nachdem nun das Zeugnis gegeben war, der Vater im Himmel sagt: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Der Heilige Geist, wie eine Taube, kam auf Jesus Christus hinab und unten im Wasser stand Jesus Christus selbst. Die Dreieinigkeit war zu sehen oder war gegenwärtig zu diesem Zeitpunkt. Jesus Christus wurde getauft und nun ging Jesus Christus in die Wüste.
[21:06] Und hier sind wir bei unserem Montagsabschnitt. Jesus Christus in der Wüste. Nun, wenn wir uns diese Szene mal vergegenwärtigen, was da passiert ist. Jesus Christus geht in die Wüste in Menschengestalt und kämpft wieder gegen den Satan. Diesen Kampf hat es Jahrtausende vorher schon einmal gegeben. Jahrtausende vorher im Himmel, als Jesus Christus gegen den Satan gekämpft hat. Und zwar genauso wie hier. Denn dieser Kampf war ja nicht ein Kampf mit Schwertern oder mit Fäusten. Dieser Kampf war Polemia, wie das griechische Wort sagt. Es war Polemik. Sie haben mit Worten gegeneinander gerungen. Satan musste damals den Himmel verlassen. Er verlor dieses Wortgefecht und kam auf die Erde. Auf der Erde waren aber nun Jesus seine Menschen, die er von Herzen lieb hat und die er retten wollte. Und nun kommt Jesus in Menschengestalt, hat sich gedemütigt, hat alle seine Herrlichkeit abgelegt und kam, wie Jesaja sagte, in einem Anblick, wie wir ihn nicht ertragen wollten. Wir wollten ihn nicht sehen. Und er kam als Mensch, kam auf die Erde und begab sich nun in die Wüste, um dem Satan entgegenzutreten.
[22:12] Und wir schauen uns den Text mal an in Matthäus 4 und hier Vers 1. Hier heißt es: „Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde.“ Es scheint hier so zu sein, als ob das ein bewusster Plan Gottes wäre. Ich gehe jetzt in die Wüste, damit ich versucht werde. Und wenn wir durch die Bibel gehen und uns das so angucken, was mit der Versuchung so auf sich hat, es stimmt. Genau das erfahren wir in der ganzen Bibel, dass diese Versuchung auch einen Sinn hat. Gott wollte diese Versuchung nicht, aber er nutzt sie jetzt. Jesus Christus geht als ein Vorbild in diese Versuchung und er wird vom Satan versucht, um etwas zu verdeutlichen.
[22:58] Die Taufe ist nicht das Ende unseres Weges. Viele meinen ja, wenn ich getauft bin, bin ich gerettet. Das ist das Ende meines Weges. Aber die Taufe ist nur mein Zeichen, mein offizielles Zeichen an die ganze Welt, an den ganzen Himmel zu sagen: Ich fange neu an. Jesus Christus wird in mir jetzt wirken. Und von da an beginnt eigentlich der Kampf im Leben. Von da an geht es eigentlich los. Die Taufe ist ein Startpunkt. Und auch wir müssen sozusagen aus dem Taufbecken hinaus und dann im Feuerofen der Welt geläutert werden. Auch wir müssen in die Versuchung geraten, damit sich in der Versuchung unser Glaube bewähren kann, wie reines Gold, wie Gold, das im Feuer geläutert wird.
[23:41] Auch hier eine Szene der gegenwärtigen Wahrheit, die wir in Laodizea sehen. Euer Problem ist, ihr habt kein geläutertes Gold, sagt die Bibel. Aber das geläuterte Gold ist ein Zeichen für den Glauben, der bewährt wurde. Auch wir müssen unseren Glauben bewähren, auch in Versuchung. Diese Versuchung, die wir haben, sind ja kein Zufall auf der Welt. Hier zeigen wir, ob unser Glaube wirklich echt ist. Hier zeigen wir, ob wir die Liebe Gottes auch wirklich ausstrahlen. Jesus Christus ist diesen Weg vorausgegangen und wir werden ihm folgen. Wir werden in Versuchung geraten, aber in Versuchung werden wir bewährt werden.
[24:11] Schaut mal in 1. Petrus 1, Vers 6 und 7, er spricht davon. Und Petrus hat das ja durchgemacht, er hat das ja erfahren, diese Glaubensprobe, diese Bewährung. Auch er musste in die Wüste, nachdem er berufen wurde, auch er musste Kämpfe austragen. Und wir lesen 1. Petrus 1, Vers 6 und 7.
[24:29] Hier spricht Petrus von der Zeit, wenn unser Glaube bewährt ist. Und er sagt: „Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, in mancherlei Anfechtung. Damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe, bei der Offenbarung Jesu Christi.“ Auch ihr, und er schreibt das ja an die Gemeinden, an Menschen, die getauft sind auf dem Namen Jesu Christi. Er sagt: „Auch ihr müsst in die Wüste gehen, auch ihr müsst bewährt werden, damit wenn Jesus Christus wiederkommt, euer Glaube wie reines Gold ist.“
[25:08] Jesus Christus hat versprochen: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Auch er ist bei uns in der Wüste. Auch er wird uns beistehen, wenn wir in diesen Kämpfen sind. Und wenn wir 1. Korinther 10, Vers 3 lesen, dann wissen wir auch, dass uns keine Versuchung trifft, die zu groß wäre für uns. Gott passt also auf uns auf. Gott passt auf uns auf.
[25:30] Diese Versuchungen, in die wir hineingeraten, helfen, dass die Sünde und alles Sündhafte und Boshafte und Schlechte aus unserem Herzen hinausgebrannt wird. Die Liebe Gottes wird es hinausbrennen. Nun, das ist etwas, diese Versuchung, nicht gewollt von Gott, aber doch genutzt. So kann das Böse, was Satan verursacht, für uns genutzt werden, um unsere Herzen zu erneuern. Wir werden die Sünde hassen und wenn die Sünde uns entgegenübertritt, dann würden wir vom Verstand her sagen: „Ich möchte den richtigen Weg gehen.“ Unser Herz möchte gerne den falschen Weg gehen, aber jetzt ist der Geist stärker, denn der Geist Gottes wirkt in uns und wir können die Sünde überwinden. Und jedes Mal, wenn wir die Sünde überwinden, wird unser Herz ein bisschen gereinigt. Ein bisschen mehr Sünde wird hinausgewaschen. Wenn wir den falschen Weg gehen und in der Sünde fallen, dann wird unser Herz nicht erneuert und nicht gereinigt. Aber Gott ist treu und gerecht. Der, der versprochen hat: „Ich werde nicht eher wiederkommen, bevor das Werk an euch abgeschlossen ist“, in Epheser 1, Vers 6, in Philipper 1, Vers 6, der das versprochen hat, der wird sein Versprechen auch halten.
[26:30] Und Versuchung auf Versuchung auf Versuchung wird folgen, solange bis unser Glaube geläutert ist. Wie Ellen White zum Beispiel auch über Abraham schreibt, der diese letzte Glaubensprüfung, als er seinen Sohn opfern sollte, eigentlich nur deshalb bekommen hat, weil er die vorigen Glaubensprüfungen nicht bestanden hat. Als er jedes Mal gesagt hat, dass seine Frau seine Schwester sei, weil er Angst hat vor dem König der Kanaaniter oder aber auch davor, vor dem König von Ägypten. Zweimal ist er gescheitert und so musste er in die Prüfung, wo er seinen Sohn opfern sollte. Aber diese Prüfung hat die Bewährung seines Glaubens vollbracht und er hat sein Leben ganz Gott übergeben. Abraham hat sich gedemütigt vor Gott und er hat ihm alles, alles, was er hatte, in die Hand gelegt.
[27:15] Nun, diese Demütigung ist interessant, es führt uns nämlich zu unserem nächsten Plan, wenn wir in Jesaja mal schauen, der Weg Satans. Satan, der große Versucher, der jetzt Jesus gegenübersteht in der Wüste. Was für ein Charakter war das? Wer war dieser Satan? Jesaja 14 und wir lesen Vers 12, 13 und 14.
[27:34] Hier spricht Gott über den Satan und er sagt zu ihm: „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten, mich gleich machen.“
[28:03] Satan, ein schirmender Cherub am Thron Gottes und seine Idee war: Ich erhöhe mich selbst, ich werde der Größte sein, ich werde Höchste sein. Er sagt: „Ich möchte auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden“, das ist der Thron Gottes, das ist da, wo der Geist, der Sohn und der Vater eins sind und Satan sagt: „Ich möchte auch dahin, ich möchte auch angebetet werden.“ Aber Satan ist kein Schöpfer. Wer soll Satan anbeten? Er ist ein geschaffenes Wesen wie du und ich. Aber er wollte dahin, dein Stolz hat ihn dazu getrieben dahin und er sagt: „Ich möchte mich über die Sterne des Himmels erhöhen.“ Mit anderen Worten: Ich möchte höher sein als die Engel.
[28:33] Haben wir diese Gedanken auch manchmal in uns, dass wir sagen: Ich möchte höher sein als meine Geschwister, ich möchte höher sein als der Rest der Menschheit, ich möchte, dass mir Ehre gebracht wird, ich möchte Ruhm und Preis für mich empfangen. Der Ruhm und der Preis, der Gott zusteht. Was ist so toll an uns, dass wir uns selbst rühmen wollen? Ist es die Schönheit, die wir von Gott geschenkt haben? Ist es der Intellekt, von Gott geschenkt? Ist es die Weisheit? Auch das ist ein Geschenk Gottes. Ist es der Reichtum? Auch das ist ein Geschenk Gottes. Wofür wollen wir uns rühmen? Alle Ehre sei Gott. Aber Satan, der reich und schön und voller Weisheit war, wollte sich selbst erhöhen. Er wollte, dass die anderen Engel ihn dafür anbeten, was Gott ihm geschenkt hat.
[29:18] Und wenn man sich selbst erhöht, so wird man erniedrigt werden. Wir haben in unserer Lektion, haben wir den Kontrasttext dazu, wenn wir in das Leben Jesu hineingucken und wir wollen das mal gemeinsam aufschlagen, in Philipper 2, Vers 5 bis 8. Philipper 2, Vers 5 bis 8, unsere Lektion bringt uns genau dahin.
[29:37] Und in Philipper 2, Vers 5 bis 8 lesen wir: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war. Der, also in der Gestalt Gottes, war es nicht wie ein raubfestierter Gott leicht zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußersten Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.“
[30:06] Jesus Christus, der ja Gott gleich war, er saß ja auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden, er wurde ja angebetet, er wurde ja gepriesen von den Engeln, weil er ja der Schöpfer ist. Er hat ja alles gemacht, wie wir das aus dem vierten Gebot kennen: „Gedenke des Sabbatages. Denn ich habe dich geschaffen, bete den an.“ Auch gegenwärtige Wahrheit, drei Engelsbotschaft: „Bete den an, der er gemacht hat, dass die Erde und das Meer und die Wasserquellen.“ Und mit anderen Worten: Bete den Schöpfer an. Geh wieder zurück zum Schöpfer und bete ihn an.
[30:36] Nun, Jesus Christus war dieser Schöpfer oder er ist dieser Schöpfer, aber er hat es nicht wie ein Raub festgehalten, sagt Paulus in Philipper. Und er sagt, er hat sich selbst erniedrigt, er ist hinabgestiegen und er ist bis auf die Welt gekommen und nicht nur das, er ist nicht nur ein Mensch geworden, er war nicht mal ein reicher Mensch, er war nicht mal ein schöner Mensch, er war einfach ein Mensch, der in einem Stall geboren ist, der dann noch nicht mal eine eigene Heimat hatte.
[30:58] Und Jesaja sagt, er war der Allerverachtendste. Er war ganz unten. Er hat sich erniedrigt unter allen Menschen und sogar so weit, dass er sogar ungerechtfertigt ans Kreuz gestellt wurde. Die Menschen haben ihn sogar noch umgebracht. Also noch tiefer konnte man sich nicht erniedrigen. Er hat sogar die letzten Menschen, die letzten Zöllner und Sünder, sogar Pharisäer zum Umkehr gerufen. Er hat sogar für die Huren, für die Prostituierten und die Ehebrecherin sein Leben gelassen. Er hat sich sogar noch unter diese erniedrigt. Er hat nicht gesagt: „Naja, besser als die bin ich allemal, aber um die Pharisäer und so werde ich mich mal kümmern.“ Nein, er hat sich sogar unter die kleinsten und sündhaftesten Menschen untergeordnet, um sie zu tragen, um sein Leben für sie zu geben.
[31:35] Und hier sagt Paulus: „Seid auch ihr so gesinnt.“ Achtet nicht auf den Menschen, achtet nicht darauf, welche Stellung er in der Gesellschaft hat, sondern nehmt ihn als ein Geschöpf Gottes an und tragt jeden Menschen, der deine Hilfe braucht.
[31:53] Nun, hier lernen wir ein Prinzip des Himmels. Jesus Christus hat genau so gelebt. Jesus Christus hat es genau so gehalten. Er war der Höchste und er hat sich unter alle erniedrigt. Und als er da unten war, als er am Kreuz starb, was lehrt uns die Bibel? Gott gab ihm einen Namen, der über allen Namen steht. Weil er sich erniedrigt hat, wurde er erhöht. Und hier ist Christus sagt zu seinen Jungen: „Wer von euch der Höchste sein will, der sei aller Diener, der sei aller Knecht.“ Und das ist genau das Prinzip des Himmels. Wenn wir die hohe Position haben wollen, müssen wir aller Diener sein. So bewertet der Himmel uns.
[32:23] Und es ist ganz interessant, dass Paulus das später im Epheserbrief auf die Ehe anwendet. In Epheser 5 schreibt er davon, dass sich Mann und Frau unterordnen sollen. Und es ist wirklich eine ganz interessante Idee, dass wenn sich die Frau hier dem Mann unterordnet, der Mann sie auf Händen tragen wird. So wie Christus seine Gemeinde auf Händen trägt, so soll auch der Mann seine Frau auf Händen tragen. Aber die Gemeinde soll sich Christus unterordnen, wie sich auch die Frau dem Mann unterordnen soll. Das ist ein ganz, ganz wundervolles Bild. Wenn das richtig gelebt wird und richtig verstanden wird, ist das perfekt und wunderbar. Die Ehe, ein Symbol für diese Unterordnung auch und für dieses gegenseitige Tragen, dieses gegenseitige Erhöhen.
[33:03] Nun, heute stehen wir vor der Wahl, entweder dem Weg Satans zu folgen, sich selbst zu erhöhen und sein Leben zu leben oder sich selbst zu erniedrigen und sein Leben zu geben für andere. Nun, in Johannes, wir lesen mal in Johannes 12, Vers 24 bis 26, da wird dieses aufgegriffen und Johannes oder in dem Fall Jesus zeigt, was diese Erhöhung und diese Unterordnung, was wir hier ausdrücken, das auf unser Leben hat. Johannes 12, Vers 24, 25 und 26.
[33:40] Jesus sagt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren. Wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach. Und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein. Und wenn jemand mir dient, so wird ihn mein Vater ehren.“
[34:01] Christus sagt: „Wer sein Leben auf dieser Welt liebt und es um jeden Preis erhalten will, wer es sich schön einrichtet und hübsch macht hier, der wird sein Leben verlieren. Aber wer sein Leben gibt um meinetwillen, also für andere Menschen, wer sein Leben opfert für die Mission, für den Dienst am Nächsten, der wird es gewinnen auf ewig. Denn mein Vater wird ihn erhöhen. Mein Vater wird ihm die Krone des Lebens geben.“
[34:27] Jesus Christus sagt, dass wir uns nicht an unser Leben klammern sollen. Ganz im Gegenteil. Wenn wir, wie die Bevölkerung damals zu Johannes dem Täufer an den Jordanen geht, dann geben wir unser altes Leben auf und unser neues Leben schenken wir Jesus Christus. Und da soll es auch verborgen sein in Jesus Christus, dass es uns niemand mehr nehmen kann. Und dieses Leben wird bewahrt werden von Gott. Wenn wir es ihm geben und das heißt, wenn wir ihm nachfolgen, wenn wir seinen Spuren folgen, die er vorausgegangen ist. Und Jesus Christus war ein Menschenfreund. Er hat den Menschen geholfen. Er war aller Diener und Knecht und hat sein Leben gegeben für andere. Er sagt: „Wenn ihr mir folgt, wenn ihr das auch tut, wird mein Vater im Himmel euch ehren.“ Interessanterweise nicht nur im Himmel, das sehen wir auch nachher, aber wir werden auch natürlich die Krone des Lebens am Ende empfangen.
[35:12] Aber gehen wir mal zurück zum Text, wie es weiterging mit Jesus Christus. Er ging ja nun in die Wüste und er kämpfte nun diesen Kampf, er als derjenige, der sich erniedrigt hat und Satan als derjenige, der sich erhöht hat. Und Satan war wirklich in einer ausgezeichneten Position in diesem Kampf, denn er selber war immer noch Engel mit all seinen Vorzügen. Ein gefallener Engel, aber immer noch ein Engel mit sehr mächtig. Jesus Christus hat sich erniedrigt und wurde ein Mensch, der es mit einem Engel nicht aufnehmen kann. Doch Jesus Christus kämpfte diesen Kampf und er war siegreich.
[35:42] Nun, wie hat er das gemacht? Schauen wir mal rein. Matthäus 4, Vers 1 bis 4.
[35:47] „Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. Und als er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war er zuletzt hungrig. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.“
[36:15] Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Satan versucht ihn, sofort kommt er in die Wüste. Und wir wissen, Jesus Christus fastete erst mal. Er brachte sich erst mal auf eine Position, wo er wirklich auch hungrig war, wo er sich auch nach Brot gesehnt hat. Und nun kommt der Versucher, denn der Versucher kennt deine Sehnsüchte. Er weiß, wonach du Ausschau hältst. Jesus Christus hier ist ein Beispiel, dem es scheinbar an Brot mangelt, der hungrig war. Nun kommt Satan und sagt: „Mach doch diese Steine hier zu Brot und iss sie.“ Und Jesus Christus hatte seine göttliche Macht hier nicht eingesetzt. Er hat gezeigt, er war ganz Mensch und er hat das nicht gemacht. Interessanterweise, dass diese erste Versuchung über den Hunger läuft. Denn auch in Eden, wenn wir zurück nach Eden gehen, wo die Schlange, also der Satan, die Eva versucht hat, ging es zuerst über den Hunger, über den Appetit. Schau dir mal die Früchte an, wie schön sie aussehen. Sind diese Früchte nicht lieblich anzusehen? Und Eva liebäugelt sich schon mit diesen Früchten, ob sie sie nicht doch vielleicht nehmen soll, ob sie vielleicht doch essen soll.
[37:13] Nun, Jesus Christus hat standgehalten in dieser Prüfung und er hat die Steine nicht zu Brot gemacht. Er hielt aus, im Hunger sich dabei ganz auf Gott zu verlassen.
[37:20] Nun, es ging weiter. In Vers fünf bis sieben lesen wir die zweite Versuchung.
[37:30] „Darauf nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab! Denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einem Stein stößt.“
[37:44] Nun, Jesus Christus nun in Jerusalem auf die oberste Tempelzinne gestellt und Satan sagt: „Los, spring doch runter. Hab doch Vertrauen. Steht nicht geschrieben, dass die Engel dich auffangen werden.“ In anderen Worten: Hochmut. Christus sei doch hochmütig. Zeig doch mal, wer du bist, zeig doch, was du kannst. Aber Christus antwortet ihm, dass er Gott nicht versuchen soll.
[38:14] „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Christus antwortet mit der Bibel. Hochmut, versuche es nicht. Kennen wir das nicht auch schon aus dem Garten Eden, wo Satan Eva versucht hat? Sollte Gott gesagt haben: „Ich sage euch, ihr werdet gewiss nicht sterben.“ Ist doch davon. Ihr werdet nicht sterben. Spring doch runter, du wirst nicht sterben. Denn Gott wird dich auffangen. Das ist die gleiche Prüfung, Hochmut. Aber Christus geht nicht darauf ein. „Du sollst Gott nicht versuchen“, sagt er. Und er argumentiert mit dem Wort Gottes. Er nimmt schon wieder das Schwert des Wortes Gottes und schlägt zurück.
[38:54] Satan kämpft hier mit der Bibel. Das ist hochinteressant zu sehen, wie gut Satan sich in den Schriften auskennt. Er nimmt diese Schriften und greift Christus an. Er hat damals schon, als er mit Eva kämpfte, hat er das Wort Gottes schon verdreht und hat es Eva irgendwie verpackt dargelegt, damit Eva darauf reinfällt. Und jetzt macht das gleiche mit Christus. Er nimmt wieder das Wort Gottes und versucht ihn anzugreifen. Hier berichtet er aus einem Psalm und sagt: „Wenn du darunter stehst, er wird seine Engel senden, dass du deinen Fuß nicht mal an einem Stein stößt.“ Das ist Psalm 91 hier, den Satan hier zitiert. Aber es geht weiter.
[39:27] Christus geht nicht darauf ein und sagt: „Du sollst Gott nicht versuchen.“ Vers acht.
[39:32] „Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ Da spricht Jesus zu ihm: „Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“ Da verließ ihn der Teufel, und siehe, Engel traten hinzu und dienten ihm.
[39:50] Die nächste Versuchung kommt in das Leben Jesu. Jesus Christus in der Wüste, zwei Prüfungen bestanden. Denn jetzt kommt Satan mit einem und einer unglaublichen Sache. Er sagt zu Jesus Christus: „Ich gebe dir alle Reiche der Welt, wenn du vor mir niederfällst.“ Überleg mal, mit welcher Mission Christus gekommen ist. Christus kam, um die Welt zu retten, um jeden Menschen zu erlösen. Er möchte jeden Menschen für sich gewinnen. Und Satan sagt nun: „Ich gebe dir alle Reiche. Ich gebe dir die Welt, die ich dem Adam weggenommen habe. Ich gebe sie dir. Du kannst sie haben. Deine Mission ist erfolgreich. Jesus, du kannst die ganze Welt haben, alle Königreiche, alle Menschen. Du müsstest nur kurz vor mir niederfallen.“
[40:33] Was für eine Versuchung. Christus liebt seine Menschen. Er würde alles tun, um seine Menschen zu retten, zu erhalten, nach Hause zu bringen. Und Satan sagt: „Du kannst sie haben. Jetzt und jetzt. Ich gebe sie dir alle. Zeuge vor dem ganzen Himmel. Nimm sie mit, aber fall einmal nieder, einmal auf deine Knie.“ Und Christus sagt: „Ich kann nicht.“ Denn jetzt wollte Satan den Jesus in eine Position bringen, in der er selber war. Du bist ein Mensch, bete mich an. Und Satan kann nicht angebetet werden, weder von Gott, noch von Menschen, noch von Engeln. Denn er ist nicht der Schöpfer. Das Gesetz sagt: „Du sollst einen Schöpfer anbeten. Dein Gott und Schöpfer.“ Und nicht ein Engel, ein gefallener Engel, ein Mensch oder was auch immer. Und Satan spielt es hier ihm, dem Christus vor. Sagt: „Hier kannst du alles haben.“ Das Gleiche, was auch in Eden damals passiert ist mit Eva. Satan sagt: „Ihr werdet sein wie Gott. Ihr bekommt alles. Ihr werdet erkennen, was gut und böse ist. Alles könnt ihr haben.“ Ist von der Frucht. Und Eva hat es nicht geschafft, damals diese Prüfung zu bestehen. Aber Jesus Christus, er bleibt hier standhaft.
[41:44] Und er kämpft gegen Satan und er kämpft mit dem Wort. Er legt jedes Mal Bibelvers und Bibelvers zurück. Meint ihr nicht, es ist gut, dass wir uns in dieser Schrift auskennen? Dass wir diese Schrift studieren? Dass wir auch hiermit argumentieren können? Dass wenn wir in Konfliktsituationen in unserem Leben sind, wenn es mal drunter und drüber geht und wir nicht wissen, wie wir uns orientieren, wenn es doch scheinbar Bibelverse gibt, die für irgendwelche Sachen sprechen, von denen wir denken, das kann nicht Gottes Wille sein, dass wir dann das Wort nehmen können und sagen: „Es steht geschrieben.“
[42:11] Denn dieses Wort macht interessante Sachen. In Hebräer 4 Vers 12, da lesen wir, was dieses Wort eigentlich ist und wie die Bibel es beschreibt, wie es dargestellt wird. Hebräer 4 Vers 12 sagt:
[42:23] „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens.“ Ja, manchmal haben wir vielleicht das Gefühl, das könnte der Wille Gottes, das Wort Gottes sein und wir haben so Gedanken und Gesinnung, aber das heißt, das Wort Gottes wird genau selektieren und genau trennen, was es war und was ist falsch. Mit diesem Wort können wir unsere eigenen Gedanken prüfen. Dieses Wort wird ein Richter sein aller unserer Gedanken und Gesinnung. Wir können uns selbst oft nicht trauen, aber diesem Wort können wir trauen. Deswegen sollten wir uns damit auskennen.
[43:03] Wir sollten lernen, mit diesem Schwert des Wortes zu kämpfen. Wir sollten lernen, wie man damit zurückschlagen kann. Selbst wenn die größten Theologen aufstehen und euch verführen wollen und euch im Wort Gottes zeigen können vielleicht, wie man doch irgendwie an Gott vorbeileben kann, dann müssen wir mit dem Wort zurückschlagen und sagen: „Es steht geschrieben, es steht geschrieben und es steht geschrieben wie Jesus Christus.“
[43:32] Es ist interessant, dass Paulus diesen Kampf sein Leben lang gekämpft hat und sogar gegen Pharisäer. Paulus selber war ein Pharisäer. Er hat mit dem Wort gekämpft. Paulus kannte das Alte Testament ja auswendig als Pharisäer und nun kämpft er mit diesem Wort und im 2. Korinther 10 Vers 3 bis 5 geht er so weit, dass er das Wort auf eine solche Stufe stellt, dass er sagt: „Alles, was ich bin, muss ihm untergeordnet werden.“
[43:55] 2. Korinther 10 Vers 3. Er sagt: „Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches, denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, sodass wir Vernunftstücke zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt und jeden Gedanken gefangen nehmen, zum Gehorsam gegen Christus.“ Er sagt: „Jeder Gedanke, jeder Vernunftstück, alles muss untergeordnet werden unter das Wort Gottes, denn ich kann meinen Gedanken oft nicht trauen.“ Die Gedanken werden zwar Stück für Stück, umso mehr wir uns mit dem Wort Gottes beschäftigen, umso mehr wird unser Gewissen gereinigt und erhalten und verändert. Unser Gewissen wird immer besser und besser und mahnt uns auch. Unser Gewissen ist sogar die Stimme Gottes, sagt Ellen White, aber wir müssen das Gewissen schärfen, schreibt sie auch durch das Wort Gottes. Und unter dieses Wort Gottes müssen wir alles unterordnen. Es darf kein Gedanke von mir über dem Worte Gottes stehen. Ich muss dem Wort Gottes folgen, denn das Wort Gottes ist eine Kraft und das Wort Gottes ist eine Waffe, ist ein Schwert und das Wort Gottes wird mich auch schützen gegen die listigen Angriffe Satans, gegen die ja auch Christus gekämpft hat mit dem Worte Gottes.
[45:01] Er hat dem Wort Gottes alles unterstellt. Ja, Christus war hungrig, aber er sagt: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes hervorkommt.“ Ja, er wollte doch bestimmt sehen, wie Gott ihn bewahrt in Anfechtung, wie er ihn von dem Tode rettet, aber er sagt: „Du sollst Gott nicht versuchen.“ Und am Ende schickt er Satan weg, als der ihm alle Reiche geben wollte, als er so listig war und ihm wirklich Macht und Ruhm und Ehre gibt. Da schickt er ihn weg und sagt: „Weiche von mir, Satan, denn du bist ein Lügner.“
[45:28] Wenn wir diese Texte alles zusammenfassen und das auf Jesus Christus ziehen, wie er in der Wüste war, alleine das Erlebnis, was Christus in der Wüste hatte, noch nicht das, was er alles danach hatte, danach kam ja noch mehr. Aber projizieren wir das mal auf die Wüste, dann schauen wir, wie Paulus, was Paulus zu Jesus Christus sagt in Hebräer 4, Vers 14, 15 und 16.
[45:50] Hier spricht er von Christus als dem Hohepriester, der heute im himmlischen Heiligtum dient und er sagt: „Da wir nun einen großen Hohepriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde. So lasst uns nun mit Freimütigkeit hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.“
[46:18] Er sagt: „Wir haben einen Hohepriester am Himmel, der Mitleid hat mit uns, weil er hier versucht wurde, genauso wie du und ich. Er hat den gleichen Kampf gekämpft, er ist den gleichen Weg gegangen, aber ohne Sünde.“ Und Paulus schreibt hier: „Er wurde in allem versucht, genau wie wir.“ Deswegen wird keine Zunge sagen können: „Naja, Jesus, sein Weg war ja leichter. Er war ja der Sohn Gottes, so richtig Versuchung waren es ja nicht.“ Aber nein, Paulus sagt: „Er wurde in allem, in allem versucht.“ Er hat seine göttliche Macht nicht angerührt. Christus sagt selber: „Alles, was ich tue, ist vom Vater. Aus mir selbst heraus kann ich nichts tun.“ Christus wurde ganz Mensch und als ganz Mensch wurde er versucht und er kämpfte. Und ja, er hat gelitten und ja, er hat sogar geweint, sagt uns die Bibel, an mindestens zwei Stellen. Einmal, wo er über Jerusalem guckt und einmal bei Lazarus, als Lazarus aufstand, als die Menschen alle so traurig waren. Zweimal hat Christus geweint. Es ging ihm nahe. Er hat die Kämpfe gekämpft, die auch wir kämpfen.
[47:12] Aber wir haben einen Fürsprecher und das ist so wundervoll, dass dieser hohe Priester im Himmel unser Fürsprecher ist. Johannes schreibt in seinem ersten Brief, Kapitel 2, Vers 1:
[47:23] „Meine Kinder, die schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten.“ Er sagt: „Ja, ihr braucht nicht sündigen, aber solltet ihr sündigen, so schaut auf Jesus Christus. Er kennt die Kämpfe, die ihr habt. Er kennt die Situation, die ihr seid. Er weiß, wie sich euer Herz anfühlt. Er war ja selber hier. Unser Hohepriester kennt jede Situation.“ Und das ist so wundervoll an Jesus Christus. Er weiß alles und sagt: „Johannes, habt keine Angst, wenn du mal fällst und solltest du wirklich mal fallen in Sünden, solltest du dich verstricken in Sünden und solltest du dich so elend und verloren fühlen. Dann siehe auf zu deinem Hohepriester, denn dein Hohepriester war ja auch dieser Welt. Dein Hohepriester hat ja auch gekämpft und dein Hohepriester kennt deine Situation. Habt keine Angst, zu ihm zu kommen.“ Das ist der einzig richtige Weg. Such dein Hohepriester.
[48:14] Ich möchte nochmal mit euch zurück in diesen Vers. Bestimmt erinnert ihr euch noch, wir hatten gerade eben noch gesprochen über Johannes 12, Vers 24 bis 26, wo es hier heißt: Johannes 12, Vers 24 bis 26.
[48:29] „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Und dann sagt er: Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.“ Die einen lieben ihr Leben auf der Welt und werden es verlieren. Die anderen werden ihr Leben geben um Christi willen und sie werden es bewahren.
[48:56] Nun, über diesen Text möchte ich nochmal kurz mit euch nachdenken, denn unser Mittwochsthema in unserer Lektion beschreibt die Situation zwischen von Sebulon und Naphtali, also zwei Söhne Jakobs, der eine Sebulon, der andere Naphtali, die hier gezielt herausgegriffen werden und ein Volk darstellen. Ein Volk, das etwas tut. Bevor wir da mal reingucken, will ich einmal kurz mit euch schauen in das Richterbuch, denn hier werden die beiden auch einmal herausgegriffen und es ist genau die Situation, wo Deborah und Barak gegen die Könige kämpfen, als ein Symbol für die letzte Zeit. Richter 5.
[49:31] In Richter 5 sehen wir das, Vers 18. Deborah und Barak kämpfen nun gegen die Könige und hier heißt es in Richter 5, Vers 18: „Sebulon aber ist das Volk, das sein Leben dem Tod preisgibt, auch Naphtali auf den Anhöhen des Feldes.“ Nun, viele Stämme Jakobs sind nicht mit in den Kampf gezogen, im entscheidenden Kampf am Ende gegen die Könige, die Israel damals unterdrückt haben, interessanterweise auf der Ebene von Megiddo, also ein Symbol für Armageddon. Am letzten Ende sind ein paar Menschen, also bevor Jesus Christus wiederkommt, sind ein paar mit in den Kampf gezogen, haben gekämpft und es waren diejenigen, die hier genannt werden Sebulon und Naphtali, also ein Teil des Volkes Gottes, die ihr Leben nicht geliebt haben. Sebulon und Naphtali.
[50:22] Und über Sebulon und Naphtali später soll eine große Verheißung ausgerufen werden. Sie sind mitgezogen in den Kampf, sie sind mitgezogen nach Megiddo, sie haben in Armageddon gekämpft, sie standen an der Seite Gottes, als Deborah später in dem Lied sang: „Die Sterne des Himmels kamen herab und haben für uns gekämpft. Der Bach Kison ging über seine Ufer und hat die Feinde vernichtet.“ Hier haben Deborah und Barak den Sieg Gottes besungen und hier beschreiben sie, dass Sebulon und Naphtali mit in die Stadt gezogen sind, ohne ihr Leben zu lieben. Sie haben nicht auf sich selbst geachtet, sie sind todesmutig in den Kampf gestürzt.
[51:03] Jesaja 9 Vers 1 redet noch etwas mehr über Sebulon und Naphtali und hier kommen wir nämlich wieder zurück zu unserem Text. In 9 Vers 1 heißt es, Jesaja 9 Vers 1:
[51:11] „Doch bleibt nicht im Dunkel das Land, das bedrängt ist. Wenn er in der ersten Zeit das Land Sebulon und das Land Naphtali gering machte, so wird er in der letzten Zeit den Weg am See zu Ehren bringen, jenseits des Jordan, das Gebiet der Heiden. Denn das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen, über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet.“
[51:30] Jesaja nimmt nun auch Sebulon und Naphtali. Sebulon und Naphtali, die haben sich später angesiedelt im Norden, also in Galiläa und genau da soll ja Jesus wirken, genau da fing er ja an, in Galiläa, in Kana, in Kana das erste Wunder zu wirken, auf der Hochzeit zu Kana. Sebulon und Naphtali, da wohnte er, da verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens da oben.
[51:52] im Norden, in Israel. Und die Bibel sagt hier in Jesaja, es ist das Land des Todesschatten, das Land, das im Finsternis liegt. Nun, in diesem Land war es wirklich nicht leicht, hier ein religiöser Mensch zu sein, denn das Land war gemischt zwischen halb babylonischer Wahrheit und halb Gotteswahrheit. Es war eine Mixtur aus Religionen und hier sollten nun Menschen religiös Christus folgen, hier sollten nun Menschen den Gott, den Vater, den Schöpfer im Himmel erkennen, aber hier, sagt die Bibel, genau in diesem Land ist ein Licht aufgegangen und es scheint in der Finsternis. Das ist interessant, das heißt, das Land des Todesschatten, hier leuchtet ein Licht in der Finsternis.
[52:38] Schauen wir doch mal in die Finsternis hinein. Wo war denn Finsternis? Das Land, das im Dunkeln lag, hat ein Licht gesehen. Erinnert euch mal dran, ganz am Anfang der Schöpfung. Die Erde war wüst und leer und Dunkelheit war über der Tiefe. Und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser und sprach das fette Licht. Ganz am Anfang war diese Dunkelheit auch da, wie im Land Sebulon und Naphtali. Es war dunkel, Todesschatten, aber dann haben sie ein Licht gesehen. Das Licht kam und plötzlich erhellte es sich, genau wie am Anfang in der Schöpfung. Die Erde war wüst und leer, Dunkelheit lag auf ihr. Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser und er sprach, es werde Licht. Und dann kennen wir das gleiche, diese gleiche Szene nochmal, wenn wir im zweiten Korinther 4, Vers 6 lesen, sagt Paulus, der, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, hat es auch in unserem Herzen Licht werden lassen. Die eine Szene, Sebulon und Naphtali, Finsternis und es ward Licht. Die zweite Szene ist die dunkle Erde, das Tohuwabohu, wo am Anfang die Finsternis, der Geist kommt und es wird Licht. Und die dritte Szene ist unser Herz. Paulus nimmt dieses auf unser Herz und sagt, es war Finster, aber es ward Licht. Und hier ist Naphtali und Sebulon ein Symbol für die Heidenvölker, die im Dunkeln sind, die keine Ahnung haben von dem Licht Gottes. Aber als sie, als der Geist kam, als sie den Geist annahm, ging das Licht auf und das Licht leuchtete hervor und die Welt hat es nicht begriffen. Jeder Mensch, der sein Herz für Gott öffnet, wird von diesem Geist berührt werden und der Geist in seinem Herzen wird eine Veränderung hervorbringen. Ein Licht wird hervorbrechen, eine Neuschöpfung wird beginnen.
[54:08] Und diese Schöpfung ist hochinteressant. Denn am Anfang, die Erde war wüst und leer, das Licht kam und das Licht veränderte die Erde. Plötzlich wurde klar, plötzlich sah man was auf der Erde, plötzlich war alles offenbart. Das ist das, was das Wort Gottes in mir macht. Der Geist Gottes berührt mein Herz und plötzlich wird es Licht. Zweiter Tag in der Schöpfung, die Wasser werden voneinander getrennt. Das ist das erste, was der Geist Gottes, wenn er in mir ist, auch macht. Er wird das Wort Gottes benutzen und das Wort Gottes heißt, es ist ein Schwert. Es scheidet und trennt die Gedanken. Mark und Bein werden getrennt. Gedanken und Gesinnung werden voneinander geschieden und gerichtet. Das erste, was das Wort Gottes mit dem Geist in meinem Herzen macht, ist trennt, so wie die Wasser am Anfang getrennt wurden auf dem Planeten. So werden jetzt Vernunftsschlüsse, meine Gesinnung, meine Gedanken voneinander getrennt, was ist gut und was ist schlecht, was ist rein und was ist unrein. Es besteht also ein Kampf, fängt in mir an. Das ist der, dass die Neuschöpfung beginnt.
[55:05] Das nächste, was passiert ist, wenn das in einem Menschen ist, dieser Kampf findet in einem Menschen statt und das Wort Gottes nun kämpft gegen die Sünde im Herzen. Die nächste Szene ist, das trockene Land wurde sichtbar und erhob sich aus den Wassern. Das trockene Land kam hervor, ein Symbol für einen Menschen, der sein Herz Jesus Christus gibt und in das Tauchwasser hineingeht. Denn es heißt, ich werde euch mit Wasser taufen. Wer nach mir kommt, wird euch mit Geist taufen. Die Wassertaufe, die Entscheidung des Menschen, ich folge Jesus Christus nach, wird das nächste, was kommt. Und danach kommt das Licht. Denn am vierten Tag wurden die Sterne, Mond und die Sonne erschaffen, die das Licht geben, bei Tag und bei Nacht auf dem Planeten. Und ja, wir wissen, auch Christus sagt, ihr sollt ein Licht sein. Nachdem er euch für Christus entschieden hat, seid ihr automatisch Licht. Da muss keine lange Bibeltraining, theologische Ausbildung oder was auch immer nachkommen. Sobald ihr dem Tauchwasser entsteigt, habt ihr eine Entscheidung für Christus getroffen und damit seid ihr ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus. Ihr seid das Licht der Welt.
[56:13] Am nächsten Schöpfungstag, nachdem Sonne, Mond und Sterne erschaffen wurden, wurden die Tiere erschaffen. Und zwar nicht alle Tiere, sondern die Fische und die Vögel. Völlig unterschiedliche Tierarten. Die einen sind die Bewohner des Himmels, das andere sind die Bewohner ganz unten in der Erde, also unterm Wasser noch, unter der Erdoberfläche. Und sie werden zusammen genannt. Und Christus verspricht euch auch, wenn ihr mich annehmt, wenn ihr mich bezeugt vor den Menschen, werdet ihr schon hier auf Erden zum Himmelreich gehören. So wie Paulus das auch sagt in Philippa 3, Vers 20, dass ihr schon zum Himmelreich gehört. Euer Bürgerrecht ist im Himmelreich. Fische und Vögel werden zusammengezählt. Engel und Menschen gehören zusammen.
[56:56] Und am sechsten Tag, wir wissen es, die Tiere wurden geschaffen, aber auch der Mensch wurde geschaffen. Ein Schöpfungsakt am Ende. Und das heißt, der Mensch war dem Angesicht Gottes geschaffen. Nachdem all diese Schöpfungstage um sind, das brauchen wir in unserem Herzen auch, das muss kommen Stück für Stück für Stück, wird der Geist Gottes unser Herz immer mehr, immer mehr Form zu Jesus Christus hin, bis es am Ende heißt, und der Mensch war geschaffen im Angesicht Jesu Christi, bis das Angesicht Jesu in uns wiederhergestellt ist. Das Werk ist vollendet. Dann kommt noch der siebte Tag. Und der siebte Tag war der Sabbatag. Und die Bibel sagt, ihr werdet in seine Ruhe eingehen, in die Ewigkeit hinein. Damit das Werk in einem Menschen vollendet. Das, was Johannes der Täufer anfangen wollte in jedem Menschen, die Buße. Und wenn die Buße kommt, kommt das Licht. Und wenn das Licht ins Herz kommt, wird der Geist wirken und wird diese Neuschöpfung vollbringen. Wie David auch sagt im Psalm 51, schaffe mir Gott ein neues Herz und meinen neuen beständigen Geist in mein Inneres. Das ist genau das, was in jedem Mensch kommen muss.
[57:55] Ich möchte noch zuletzt mit euch auf den Donnerstag eingehen in unserem Heft. Im Donnerstag, da lesen wir, dass die Fischer berufen wurden. Und was ist da genau passiert? Gehen wir noch mal zurück in Matthäus 4 Vers 22. Denn es waren genau die Leute, die angesprochen werden sollten, die auch Johannes angesprochen hat. Die Menschen aus Israel, die zur Umkehr kommen sollten. Matthäus 4 Vers 22. Hier heißt es, wir nehmen den ganzen Text von 18 bis 22. Als Jesus am See von Galiläa entlang ging, sah er zwei Brüder, Simon genannt Petrus und dessen Bruder Andreas. Die warfen das Netz in die See, denn sie waren Fischer. Und er spricht zu ihnen, folgt mir nach und ich will euch zu Menschenfischern machen. Da verließen sie sogleich die Netze und folgen ihm nach. Und als er von dort weiterging, sah er in einem Schiff zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedeus und dessen Bruder Johannes mit ihrem Vater Zebedeus ihre Netze pflegen. Und er berief sie. Da verließen sie sogleich das Schiff und sie folgen ihm nach.
[58:52] Nun überlegt euch mal diese Szene. Da sind Fischer in einem Boot. Ihr ganzes Leben besteht aus der Fischerei. Und alles, was sie haben, sind ihre Netze. Das ist ihr Boot und das ist ihr Lebensunterhalt. Und nun kommt Jesus und sagt, folgt mir nach. Und diese Menschen opfern alles. Sie haben ihr Leben nicht geliebt. Sie lassen ihr Schiff zurück, sie lassen ihre Netze zurück und fortan, wie wenn sie sich ernähren, sie folgen Jesus Christus. Sie folgen Jesus Christus nach, legen ihm alles auf den Altar und sagen, okay, wir haben dein Versprechen du sorgst dich um uns. Denn Jesus Christus sagt ja, sorgt euch nicht um das, was ihr essen und trinken werdet. Euer himmlischer Vater weiß, was ihr braucht. Und das hat Jesus Christus im Leben seiner Jünger immer wieder gezeigt. Er hat sie versorgt. Sie hatten alles, was sie brauchten, obwohl sie sogar aus ihrem Beruf rausgerufen waren. Sie sollten nun Menschenfischer werden. Sie sollten keine Fische mehr fischen. Sie sollten nun Menschen in Nachfolge Jesu rufen.
[59:47] Und wir wissen, dass auch wir alle gerufen sind, wie diese Fischer. Und es ist interessant, dass es heißt, sie verließen sogleich das Schiff und folgen nach. Sie haben alles zurückgelassen. Ist es in deinem und meinem Leben auch so, dass wir bereit sind, alles zu opfern für Jesus Christus, dass wir auch alles zurücklassen? Oder gibt es Dinge, an denen wir uns festhalten und die unseren Missionsauftrag hindern? Ist es vielleicht unser Beruf? Ist es unsere Familie? Sind es unsere Freunde? Sind es irgendwelche Hobbys, die ich habe? Sind es irgendwelche doofen Angewohnheiten, die ich habe? Gibt es da Dinge, die mich fesseln, die verhindern, dass ich die Mission für Jesus Christus machen kann, dass ich mein Leben ihm geben kann? Da soll nichts sein, was zwischen uns und Gott steht. Gott möchte Feindschaft sehen zwischen uns und der Sünde, zwischen uns und den Dingern, den Dingen, die uns von ihm fernhalten. Und wir können unser Herz dafür öffnen. Und wenn ihr das machen wollt, dann sprecht doch ein Gebet und sagt eurem Vater im Himmel, dass ihr bereit seid, ihm alles, alles auf den Altar zu legen, dass er euer Leben in die Hand nehmen soll, dass euer Leben bei ihm in Sicherheit sein soll und dass ihr ihm folgen wollt, wohin er euch auch führt.
[1:00:57] Und ich möchte euch einladen, dass wir jetzt gemeinsam beten zum Abschluss zu diesem Thema. Unser lieber Vater im Himmel, hab Dank dafür, dass wir gemeinsam einen kleinen Einblick in das Leben damals von Johannes dem Täufer und auch von den Fischern und auch von dir blicken durften und dass wir sehen konnten, Herr, wie du geführt hast, wie du Menschen führst, auch heute noch, wie du Menschen aus dem Taufwasser in die Welt hineinführst und sie dort vorbereitest für das ewige Leben, wie du sogar die Versuchung benutzt, um Menschen vorzubereiten. Danke, Herr, dass du die Fischer berufen hast, aus ihrem Leben herauszukommen, dass sie ihre Netze und ihre Boote zurücklassen sollten, um dir alles auf den Altar zu legen und dir nachzufolgen. Ich möchte dich auch bitten für uns, Herr, dass wenn wir dir unser Leben auf den Altar legen, dass du es gnädig annimmst und uns führst und uns versorgst, dich um uns kümmerst und auch uns zu Menschenfischern machst, dass wir Menschen in Nachfolgerufen können. Das bitten wir im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Amen.
[1:01:52] Ich möchte euch noch einladen, noch nächste Woche wieder dabei zu sein, wenn wir nächste Woche in die Bergpredigt hineinschauen. Ein super, super spannendes Thema, verpasst es nicht. Wir werden einige interessante Dinge über die Bergpredigt lernen, Dinge, die Jesus ausgesprochen hat, die auch für uns heute noch ganz relevant sind. Ich würde mich freuen, wenn ihr wieder einschaltet und wenn ihr dabei seid, wenn es dann heißt, Cannstatt Study Hour, die Bergpredigt. Gottes Segen euch.